Euroroll GmbH
Raiffeisenstraße 3, 59368 Werne, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frank Robert Kaufmann seit 27.5.2021 | Prokura |
Fiona Brunhilde Bönninghausen seit 27.5.2021 | Geschäftsführer |
Patrick Heiliger seit 27.5.2021 | Prokura |
Stephan Holdenried seit 27.5.2021 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (9)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 39.66% | |
| 24.30% | |
| 14.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FORTAS GmbHRösrathKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktivseite
Passivseite
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021
Kapitalflussrechnung für das Jahr 2021
Eigenkapitalspiegel
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021I. Vorbemerkungen Der Konzern hat zum Abschlussstichtag die in § 290 HGB dargelegten Voraussetzungen erfüllt unter denen eine inländische Kapitalgesellschaft einen Konzernabschluss aufstellen muss. Entscheidendes Merkmal ist die Ausübung eines beherrschenden Einflusses (§ 290 Abs. 1 HGB). Der Konzernabschluss wird in der Währung Euro aufgestellt. Aufgrund der im 4. Quartal 2020 abgeschlossenen Akquisition der Heismann Drehtechnik GmbH sind die Vorjahreszahlen nur bedingt vergleichbar. Die FORTAS GmbH hat ihren Sitz in Rösrath und ist eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Köln unter HRB 96608. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 wird nach den handelsrechtlichen Vorschriften in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRuG) aufgestellt. Die Gliederung der konsolidierten Bilanz und der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Erfordernissen der §§ 298 i. V. m. 265 ff HGB, wobei auch die Tochtergesellschaften in den Einzelabschlüssen für die Gliederung, Bilanzierung und Bewertung die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften beachten. Für die konsolidierte Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewandt. Die Bewertung erfolgt im konsolidierten Jahresabschluss der FORTAS GmbH gemäß § 308 HGB einheitlich nach den für den Einzelabschluss der Muttergesellschaft angewandten Methoden. Eine Neubewertung war somit durch die Anwendung einer konzerneinheitlichen Bewertung nicht erforderlich. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden beibehalten. Der Ansatz und die Bewertung der einzelnen Bilanzposten erfolgte nach den für alle Kaufleute geltenden Vorschriften der §§ 246 - 256a HGB und den besonderen Bewertungsvorschriften für Kapitalgesellschaften. Anlagevermögen Das Anlagevermögen ist zu Anschaffungskosten - und soweit abnutzbar - vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Bei dem Posten Bauten auf eigenen Grundstücken wurde von den Wahlrechten nach § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB und § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und ein angemessener Teil der Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie die Zinsen für Fremdkapital in die Herstellungskosten einbezogen, soweit diese auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Abschreibungen werden linear auf der Basis der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Hierbei beträgt die Bandbreite bei den immateriellen Vermögensgegenständen 3 bis 15 und bei den Sachanlagen 3 bis 33 Jahre. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Nettowert von 800,00 € werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Aktivierte Firmenwerte werden grundsätzlich planmäßig über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die unter dem Finanzanlagevermögen ausgewiesenen sonstigen Ausleihungen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit nach dem gemilderten Niederstwertprinzip erforderlich, der niedrigere tatsächliche Werte zum Bilanzstichtag. Umlaufvermögen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, fertige und unfertige Erzeugnisse und Leistungen sowie Waren sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder, soweit nach dem Niederstwertprinzip niedrigere tatsächliche Werte zum Bilanzstichtag zu berücksichtigen waren, mit diesen bewertet. Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgt mit Material- und Fertigungseinzelkosten, anteiligen Material- und Fertigungsgemeinkosten und Sonderkosten der Fertigung. Eine abweichende Bewertung unter Anwendung von Verbrauchsfolgeverfahren oder eine Gruppenbewertung wurde nicht vorgenommen. Die in den Vorräten enthaltenen Bestandsrisiken (z.B. aus langer Lagerdauer und/oder mangelnder Verwendbarkeit) sind durch entsprechende Abschläge berücksichtigt. Die zum Nennwert ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen werden offen von den Vorräten abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Risikobehaftete und uneinbringliche Forderungen werden einzeln wertberichtigt bzw. abgeschrieben. Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind berücksichtigt. Liquide Mittel sind mit dem Nominalbetrag des Kassenbestandes und der Bankguthaben angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten Ausgaben vor dem Bilanzstichtag werden, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Rückstellungen Die Pensionsrückstellung ist mit ihrem versicherungsmathematischen Barwert (Sterbetafeln Heubeck 2018 G; Zinssatz 1,87%) unter Berücksichtigung einer Steigerungsrate des Rententrends und unter Berücksichtigung einer Verzögerung von 3 Jahren von 1,2 % angesetzt. Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 1 (VJ TEUR 2); insoweit besteht eine Ausschüttungssperre. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Erlöse und Aufwendungen Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die Leistungen erbracht worden sind und die maßgeblichen Risiken und Chancen auf den Leistungsempfänger übergehen und es hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Konzern der wirtschaftliche Nutzen aus der Leistungserbringung zufließen wird. Die Umsatzerlöse werden vermindert um Rabatte und Skonti ausgewiesen. Die Veränderungen unfertiger Erzeugnisse und unfertiger Leistungen in Abhängigkeit von ihrem Fertigstellungsgrad sowie der fertigen Erzeugnisse wirken sich erfolgswirksam unter den Bestandsveränderungen aus. Aufwendungen werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Ertragsteuern werden gemäß den steuerrechtlichen Bestimmungen der Länder, in denen der Konzern tätig ist, ermittelt. 2. Währungsumrechnung Der Konzernabschluss enthält auf fremde Währung lautende liquide Mittel, die in Euro umgerechnet wurden. 3. Schätzungsunsicherheiten / Ermessensentscheidungen Im Konzernabschluss wurden Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögensgegenstände haben. Obwohl diese Schätzungen nach bestem Wissen der Konzerngesellschaften erfolgen, können die tatsächlichen Werte von den Schätzungen abweichen. Die Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf den Ansatz der Abwertungen bei den Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie auf die Bemessung der Rückstellungen. III. Angaben zum Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 wurden die FORTAS GmbH, Rösrath, (Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt) und die mit ihr verbundenen Unternehmen einbezogen. Gemäß § 294 HGB sind in den konsolidierten Jahresabschluss (mit einer Ausnahme auf Grund von § 296 Abs. 2) sämtliche verbundene Unternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Das Mutter - Tochter - Verhältnis resultiert für alle Unternehmen aus der bestehenden und ausgeübten einheitlichen Leitung. Die Heismann Drehtechnik GmbH, Velbert / Deutschland wurde erstmalig auf den 31.10.2020 einbezogen. Das Jahresergebnis 2020 wurde anteilig in das Konzernergebnis einbezogen. Hinsichtlich Art und Umfang des Anteilsbesitzes wird auf das als Anlage zum Konzernanhang beigefügte Verzeichnis des Anteilsbesitzes verwiesen. Mit der Euroroll Invest GmbH, Rösrath, diese wiederum mit der Euroroll GmbH, Werne, ist ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Die FORTAS GmbH, Rösrath, hat eine Patronatserklärung zugunsten der Helmerding hiw Maschinen GmbH abgegeben und sich bereit erklärt, für alle von der Helmerding hiw Maschinen GmbH bis zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2021 eingegangenen Verpflichtungen einzustehen. Die drei Gesellschaften machen von den Vorschriften des § 264 Abs. 3 HGB zur Befreiung der Offenlegung ihres Jahresabschlusses sowie Lageberichts für das Geschäftsjahr 2021 Gebrauch. Die FORTAS GmbH veröffentlicht befreiend ihren Konzernjahresabschluss sowie Konzernlagebericht beim Bundesanzeiger. IV. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden 1. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgte bis einschließlich 2009 zum Erwerbszeitpunkt nach der Buchwertmethode. Die bei der Aufrechnung entstehenden Unterschiedsbeträge wurden, soweit möglich, als stille Reserven den Vermögensgegenständen zugeordnet. Bei Hinzuerwerben innerhalb des Konsolidierungskreises wurden sich ergebende Unterschiedsbeträge mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Für Gesellschaften, die ab dem 1. Januar 2010 erworben wurden, erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode. Hierbei wird der Wertansatz der Anteile an dem in den Konzernabschluss einzubeziehenden Tochterunternehmen mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung beizulegen ist. Ein nach der Verrechnung verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird in der Konzernbilanz als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und planmäßig über seine voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die aus der Kapitalkonsolidierung entstandenen aktiven Unterschiedsbeträge, die zum Erstkonsolidierungszeitpunkt als Firmenwert aktiviert wurden, werden grundsätzlich planmäßig über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren ab geschrieben. Der Kauf der Anteile an der Heismann Drehtechnik GmbH, Velbert / Deutschland führte im Rahmen der Erstkonsolidierung zunächst zu einem passiven Unterschiedsbetrag. In der Folge stellte sich heraus, dass die im Zusammenhang mit dem erworbenen Unternehmen erwarteten künftig Erträge deutlich höher ausfallen werden. Dies führte im Ergebnis zur Auflösung des im Rahmen der Erstkonsolidierung gebildeten passiven Ausgleichspostens. Derzeit bestehen bei den ausgewiesenen Firmenwerten keine Anhaltspunkte dafür, dass der im Rahmen der Erstkonsolidierung zugrunde gelegte Zeitraum nicht der voraussichtlichen Nutzungsdauer entspricht und die ausgewiesenen Firmenwerte deshalb über einen kürzeren Zeitraum abzuschreiben wären. Alle Akquisitionen wurden im Rahmen einer langfristigen Unternehmensstrategie getätigt, deren Ziel es ist, die Beteiligungsunternehmen langfristig und erfolgreich weiterzuentwickeln. Für diese Sichtweise sprechen auch die Art und die voraussichtliche Bestandsdauer der erworbenen Unternehmen, die Stabilität und die voraussichtliche Bestandsdauer der Branche sowie der Lebenszyklus der Produkte der erworbenen Unternehmen. 2. Schuldenkonsolidierung Entsprechend der Vorschrift des § 303 HGB wurden alle zwischen den in den konsolidierten Jahresabschluss einbezogenen Unternehmen bestehenden Ausleihungen, Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten sowie Rechnungsabgrenzungsposten gegeneinander aufgerechnet. Eine Drittschuldenkonsolidierung wurde in Ausübung des bestehenden Wahlrechts nicht vorgenommen. Differenzen infolge unterschiedlicher Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten waren zum Bilanzstichtag nicht zu vermerken. Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen i. S. v. § 285 Nr. 3 HGB wurden - erforderlichenfalls - konsolidiert. 3. Eliminierung von Zwischenergebnissen Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen wurden eliminiert. 4. Konsolidierungsmaßnahmen in der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung In der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung werden entsprechend der Vorschrift des § 305 HGB sowohl Umsatzerlöse als auch andere Erträge mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet. Des Weiteren wurden im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung die gebuchten Beteiligungserträge eliminiert. Zinsaufwendungen und Zinserträge aus Ausleihungen und Darlehen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden miteinander verrechnet. 5. Steuerabgrenzung Für die Steuerabgrenzung sind gem. § 306 HGB Unterschiede zwischen den Wertansätzen in der Handels- und Steuerbilanz der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften maßgebend. Auf bestehende steuerliche Verlustvorträge werden keine aktiven latenten Steuern gebildet. V. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Zur Aufgliederung der Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den als Anlage zum Konzernanhang beigefügten Konzern-Anlagenspiegel verwiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Aufgliederung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände nach Restlaufzeiten ergibt sich aus den in der Bilanz gemachten Angaben. Eigenkapital Als gezeichnetes Kapital ist das Stammkapital in Höhe des Nennbetrages von EUR 12.954.185,00 ausgewiesen. Laut Gesellschaftsvertrag ist dabei das Stammkapital in 12.954.185 Geschäftsanteile mit einem Nennbetrag von jeweils EUR 1,00 eingeteilt. In 2014 wurden 497.640 eigene Anteile erworben. In Höhe des Nennbetrags von EUR 497.640,00 erfolgte die offene Absetzung vom Gezeichneten Kapital. In Höhe von EUR 1.293.864,00 erfolgte in 2014 aufgrund nicht vorhandener freier Gewinnrücklagen die Verrechnung mit dem Bilanzgewinn. In 2020 wurden weitere 20.000 eigene Anteile erworben. In Höhe des Nennbetrags von EUR 20.000,00 erfolgte die offene Absetzung vom Gezeichneten Kapital. In Höhe von EUR 50.000,00 erfolgte eine Verrechnung mit freien Rücklagen. Rückstellungen Die Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen in angemessener Höhe ab. Alle Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Die Steuerrückstellungen wurden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet. Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich hauptsächlich um Personalkostenrückstellungen (Urlaubsrückstand, Überstunden, Tantiemen, sowie Rückstellungen für Berufsgenossenschaftsbeiträge und Schwerbehindertenabgaben) von TEUR 2.284 (VJ TEUR 1.489), Gewährleistungsrückstellungen von TEUR 1.731 (VJ TEUR 1.569), Rechts- und Beratungsleistungen sowie Beiratsvergütungen in Höhe von TEUR 924 (VJ TEUR 588), etwaig zurückzuzahlende Zuschüsse in Höhe von TEUR 750 (VJ TEUR 0), Kosten der externen Jahresabschlusserstellungen und Jahresabschlussprüfungen von insgesamt TEUR 133 (VJ TEUR 130), Umweltrisiken TEUR 221 (VJ TEUR 199), sowie sonstige von TEUR 940 (VJ TEUR 659). Verbindlichkeiten Nach Restlaufzeiten gliedern sich die Verbindlichkeiten wie folgt:
Für Teilbeträge aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Grundschulden, Sicherungsübereignungen von Maschinen und maschinellen Anlagen sowie Forderungsabtretungen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Diese bestehen im Wesentlichen aus Leasing- und Mietverträgen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen über bewegliche Vermögensgegenstände und sonstige Leistungen und für Immobilien betragen für 2021 TEUR 1.763 (VJ TEUR 2.429). Ein Bestellobligo wurde nicht gemeldet. Die außerbilanziellen Verpflichtungen dienen insbesondere dem Zweck positiver Liquiditätsvorteile. Hinsichtlich ihrer Art wird auf die vorangegangene Aufstellung verwiesen. Weitere Verträge mit nicht erfüllbaren Abnahmeverpflichtungen oder Rücknahmeverpflichtungen bestehen nicht. VI. Erläuterungen zur Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereiche sowie nach geographisch bestimmten Märkten
Von den oben dargestellten Umsatzerlösen entfallen rd. 52,7 % (Vj. rd. 51,2 %) auf den deutschen Markt, rd. 37,0 % (Vj. rd. 37,5 %) auf Umsätze mit dem europäischen Ausland und rd. 10,4 % (Vj. rd. 11,3 %) auf das übrige Ausland. VII. Kapitalflussrechnung (Cash Flow Rechnung) Die Kapitalflussrechnung nach DRS 21 zeigt wie sich der Finanzmittelfonds (Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten, abzüglich kurzfristiger Kontokorrentkredite) im Berichtsjahr verändert haben. Die Zahlungsströme wurden nach der betrieblichen Tätigkeit, der Investitionstätigkeit sowie der Finanzierungstätigkeit gegliedert. Die Darstellung des Cash Flows aus der betrieblichen Tätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. VIII. Sonstige Angaben Anzahl der Arbeitnehmer Während des Geschäftsjahres 2021 wurden im Durchschnitt insgesamt 252 (VJ: 242) Mitarbeiter beschäftigt. Diese untergliedern sich in 88 (VJ: 95) Angestellte und 164 (VJ: 147) gewerbliche Mitarbeiter. Zum 31.12.2021 wurden insgesamt 367 (VJ: 351) Mitarbeiter beschäftigt. Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers
Gesellschaftsorgane Herr Bernd Priske, Dipl.-Betriebswirt, Willich, ist zum alleinigen Geschäftsführer der FORTAS GmbH, Rösrath, bestellt. Auf Angaben hinsichtlich der den Mitgliedern des Geschäftsführungsorgans für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge wird unter Hinweis auf die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Dem Beirat der FORTAS GmbH, Rösrath, gehören folgende Personen an:
Auf Angaben hinsichtlich der den Mitgliedern des Aufsichtsrates für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge wird unter Hinweis auf die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. ErgebnisverwendungsvorschlagEs wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn des Mutterunternehmens in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der FORTAS GmbH werden beim Betreiber des Bundesanzeigers elektronisch eingereicht.
Rösrath, 25. März 2022 Bernd Priske, Geschäftsführer Konzern - Anlagenspiegel zum 31.12.2021
Aufstellung des Anteilsbesitzes Anhangangabe gem. § 285 Nr. 11 HGB
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021der FORTAS GmbH1. Grundlagen des Konzerns 1.1. Geschäftsmodell / strategische Positionierung Die FORTAS GmbH ist eine private, unternehmerorientierte Beteiligungsgesellschaft für den Mittelstand. Sitz der Gesellschaft ist Rösrath, bei Köln. Die FORTAS GmbH verfügt über ein hohes Eigenkapital und einen von Unternehmerpersönlichkeiten geprägten kleinen Gesellschafterkreis, handelt unabhängig und frei von übergeordneten Interessen Dritter. Die langfristige Wertentwicklung der operativen Tochterunternehmen ist das vorrangige Unternehmensziel der FORTAS GmbH. Im Akquisitionsfokus stehen dabei grundsätzlich mittelständische Unternehmen in den Bereichen Intralogistik und Maschinenbau, die als führende Technologieanbieter bei Nischenprodukten auf globalen Wachstumsmärkten tätig sind. Die FORTAS GmbH fungiert als Führungsgesellschaft der Gruppe und ist für die strategische und finanzielle Steuerung des Konzerns verantwortlich. Zudem bestimmt und überwacht sie geeignete strategische und operative Maßnahmen, um die mit den Tochtergesellschaften vereinbarten Ziele erreichen zu können. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der FORTAS GmbH wird wesentlich von der Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaften bestimmt. Die Geschäftsführungen der operativen Tochtergesellschaften berichten an die Geschäftsführung der FORTAS GmbH. Die Geschäftsführung der FORTAS GmbH leitet den Konzern und wird vom Beirat bestellt, kontrolliert und beraten. Der Beirat hält einen engen Kontakt mit der Geschäftsführung der FORTAS GmbH und wird in sämtliche Geschäftsvorfälle einbezogen, die von wesentlicher Bedeutung für den FORTAS-Konzern sind. Die operativen Tochtergesellschaften sind schwerpunktmäßig in der Fördertechnik, im Maschinenbau und in der Metallbearbeitung (Präzisionsdrehteile) tätig: Euroroll GmbH (seit 2014) EUROROLL gehört zu den führenden Anbietern von antriebslosen Rollenbahnsystemen, insbesondere für die Lager- und Fördertechnik. Das in Werne beheimatete Unternehmen beliefert überwiegend internationale Kunden der Logistikbranche, aber auch Unternehmen aus der Nahrungsmittelbranche, des Pharma-, Buch- und Drogeriegroßhandels, der Chemie und der Automobilindustrie. Helmerding hiw Maschinen GmbH (seit 2016) Das Maschinenbauunternehmen mit Sitz in Bad Oeynhausen entwickelt und fertigt Pressensysteme für die metallverarbeitende Industrie. Zum Kundenkreis zählen Automobilzulieferer und Unternehmen aus der Energie-, Elektro- und Hausgeräteindustrie. Der strategische Fokus liegt auf der Ausweitung des Produkt- und Leistungsportfolios auf die Bereiche Anlagenautomation und Sondermaschinenbau. Heismann Drehtechnik GmbH (seit 2020) Heismann setzt Maßstäbe im Bereich der Präzisionsdrehteile und steht seit Jahrzehnten für verbindliche Qualität. Mit Sitz in Velbert fertigt das IATF zertifizierte Unternehmen auf modernsten CNC-Drehfräszentren sowie Mehrspindler CNC-Drehautomaten, Groß- und Kleinserien im Durchmesser bis 65mm. Als lösungsorientierter Entwicklungspartner bietet Heismann unternehmensübergreifende Wettbewerbsvorteile, wie fertigungsgerechte Produktentwicklung einschließlich Verpackungs- und Logistikkonzepte. 100% geprüfte Baugruppen runden das Leistungsportfolio ab. Diverse Industriebereiche wie Automobil, Maschinenbau und Medizintechnik zählen zum Kundenkreis. 1.2. Steuerungssystem Die FORTAS GmbH nutzt zur Steuerung und Bewertung der operativen Tochtergesellschaften finanzielle Steuerungskennzahlen, mit dem Ziel die langfristige Ertragskraft zu sichern und damit eine nachhaltige Wertsteigerung des Portfolios zu erzielen. Zu den finanziellen Leistungsindikatoren gehören unter anderem:
1.3. Forschung und Entwicklung Eine zielgerichtete Produktentwicklung mit Fokus auf den jeweiligen Kundenbedarf ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor des FORTAS-Konzerns. Es obliegt daher den Tochtergesellschaften eigene Kapazitäten zu unterhalten um entsprechend den individuellen Anforderungen der Kunden innovative Produkte zu marktfähigen Preisen anbieten zu können. So werden Produkte je nach Marktlage und Bedarf der Kunden entwickelt und vorhandene technologische Kompetenzen erweitert. Hierzu erfolgt eine laufende Marktbeobachtung hinsichtlich sich wandelnder Kundennachfrage sowie hinsichtlich technischer Weiterentwicklungen im Tätigkeitsbereich der Gesellschaften. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1.1. Gesamtwirtschaftliches Umfeld Nach Angaben des Instituts für Weltwirtschaft, Kiel (IfW) hat die Erholung der Weltwirtschaft nach der Jahresmitte an Fahrt verloren. In vielen Teilen der Welt bremsten erneut zunehmende Corona-Infektionen die wirtschaftlichen Aktivitäten. Lieferengpässe behinderten zudem den Aufschwung der Industrieproduktion, und die chinesische Wirtschaft scheint aus dem Tritt geraten zu sein. Vor diesem Hintergrund hat das IfW seine Septemberprognose für den erwarteten Zuwachs der Weltproduktion in 2021 (gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten) um 0,2 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent reduziert. Die chinesische Wirtschaft ist im dritten Quartal 2021 fast zum Stillstand gekommen. Die Produktion legte gegenüber dem Vorquartal lediglich um 0,2 Prozent zu, im Vorjahresvergleich betrug der Zuwachs 4,9 Prozent. Dies war nicht nur erheblich weniger als in den beiden Vorquartalen, sondern liegt auch unter dem Wachstumstempo das vor der Krise verzeichnet wurde. Maßgebliche Faktoren für die Schwäche im dritten Quartal waren eine Krise in der Energieversorgung, produktionsbeschränkende Maßnahmen im Zuge der strikten No-Covid-Politik und globale Lieferkettenprobleme. Zudem dürften die finanziellen Schwierigkeiten im Immobiliensektor die Konjunktur in China noch längere Zeit belasten. In den USA deuten die Einkaufsmanagerindizes im vierten Quartal sowohl für das verarbeitende Gewerbe als auch für die Dienstleister wieder auf eine verstärkte Expansion hin, nach einer Verlangsamung des gesamtwirtschaftlichen Produktionsanstieges auf lediglich 0,5 Prozent im dritten Quartal. Erwartet wird ein Anstieg des Bruttoinlandprodukts in 2021 auf 5,6 Prozent. Die deutsche Wirtschaft hat sich 2021 nicht vollständig von der Corona-Krise erholt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nahm laut einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes in 2021 um 2,7 Prozent zu. Damit lag die deutsche Wirtschaftsleistung noch immer 2 Prozent unter ihrem Vorkrisenniveau. Dass das Plus nicht größer ausfiel lag an den Corona-Einschränkungen und den Lieferengpässen, die im vierten Quartal zu einem deutlichen Rückgang der Wirtschaftsleistung führten. Quellen:
2.1.2. Entwicklung relevanter Branchen Laut dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) ist den Maschinen- und Anlagenbauern in 2021 eine außerordentliche starke Aufholjagd gelungen. Insgesamt verbuchten die Unternehmen einen Auftragszuwachs von 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wobei die Inlandsbestellungen um 18 Prozent und die Auslandsorders um 39 Prozent zulegten. Preisbereinigt übertraf der Auftragseingang sogar das hohe Niveau des konjunkturell guten Jahres 2018 um 7 Prozent. Laut dem statistischen Bundesamt haben deutsche Unternehmen in 2021 Waren im Wert von 1,38 Billionen Euro ins Ausland verkauft. Eine Steigerung um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf einen neuen Rekordstand. Auch die Importe legten um 17,1 Prozent auf nun 1,2 Billionen Euro deutlich zu. Der starke Zuwachs überrascht aufgrund der Lieferengpässe, die vor allem Industrieunternehmen wie die Autokonzerne und Maschinenbauer belastet haben. Laut IfW wären die Zahlen ohne die Lieferengpässe noch besser ausgefallen. Das Produktionsvolumen ist nach Schätzung des VDMA-Fachverbandes Fördertechnik und Intralogistik um 6 Prozent auf 22,6 Mrd. € gewachsen. Logistik hat durch die Corona- Pandemie in vielen Branchen erheblich an Relevanz gewonnen. Lieferengpässe und Materialmangel führten zu veränderten Konzepten in der Bevorratung und der Produktionsversorgung. Entsprechend ist die Nachfrage nach Intralogistiklösungen gestiegen. Für 2022 ist der Fachverband optimistisch. Erwartet wird ein Wachstum von 8 Prozent auf ein Produktionsvolumen von 24,4 Mrd. €. Damit wäre wieder das Niveau vor Ausbruch der Corona-Pandemie erreicht. Der Verband der deutschen Drehteileindustrie vermeldet für 2021 eine positive Umsatzentwicklung der Drehteilehersteller. Gegenüber dem Vorjahr konnte ein Zuwachs von 19,5 Prozent erzielt werden (2020: - 15,8 Prozent). Auch die Auftragseingänge konnten gegenüber dem Vorjahr mit 40,5 Prozent deutlich gesteigert werden. Der Ausblick für 2022 hat sich zum Jahresende aber leicht eingetrübt. So erwarten für die nächsten 6 Monate nur noch 31 Prozent der Unternehmen eine verbesserte und 56 Prozent eine gleichbleibende Geschäftsentwicklung. Die Einschätzung des Verbandes basiert auf der Befragung von 55 Mitgliedsunternehmen. Quellen:
2.2. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2021 verzeichneten die Tochtergesellschaften der FORTAS GmbH eine deutlich verbesserte Nachfragesituation, was zu steigenden Auftragseingängen und Umsatzerlösen führte. Im vierten Quartal hat das wieder gestiegene Corona-Infektionsgeschehen und die damit einhergehenden Schutzmaßnahmen die weitere wirtschaftliche Erholung verlangsamt. Ferner stellten die im Jahresverlauf zunehmenden Probleme der Materialbeschaffung einhergehend mit zum Teil deutlichen Preissteigerungen die Unternehmen vor entsprechenden Herausforderungen. Insgesamt verzeichneten die Tochtergesellschaften der FORTAS GmbH eine sehr zufriedenstellende Geschäftsentwicklung. 2.3. Wirtschaftliche Lage 2.3.1. Ertragslage Die Gesamtleistung des FORTAS-Konzerns erhöhte sich im Jahr 2021 um 85,3 % auf 94.822 T€ (Vorjahr: 51.171 T€) deutlich. Dabei ist zu berücksichtigen, dass in den Vorjahreszahlen Heismann nur anteilig mit den Monaten November und Dezember enthalten ist. Die sonstigen betrieblichen Erträge verminderten sich von 2.394 T€ auf 535 T€. Im Vorjahr ist ein im Zusammenhang mit dem Anteilserwerb der Heismann Drehtechnik GmbH, Velbert, entstandener Lucky Buy von 2.046 T€ enthalten. Der Materialaufwand erhöhte sich wachstumsbedingt auf 55.642 T€ (Vorjahr: 27.512 T€). Die Materialaufwandsquote - bezogen auf die Gesamtleistung - erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 53,8 % auf 58,7 %. Diese Entwicklung ist wesentlich auf die Preissteigerungen der Vormaterialien zurückzuführen. Der Anstieg des Personalaufwandes um 52,6 % auf 20.381 T€ (Vorjahr: 13.354 T€) ist wachstumsbedingt, lag aber deutlich unter der Wachstumsquote. Die Veränderung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 5.797 T€ auf 9.507 T€ ist ebenfalls Folge der positiven Geschäftsentwicklung. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) verbesserte sich von 5.138 T€ auf 7.033 T€ und das Ergebnis vor Steuern (EBT) von 4.741 T€ auf 6.624 T€. Der Jahresüberschuss beträgt 5.007 T€ (Vorjahr: 4.538 T€). 2.3.2. Finanzlage Die Reduzierung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit von 13.879 T€ auf 2.451 T€ ist wesentlich auf den wachstumsbedingten Aufbau des Vorratsvermögens und den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit von -3.411 T€ resultiert überwiegend aus Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagevermögen von 2.960 T€. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von -4.168 T€ war wesentlich gekennzeichnet durch planmäßige Tilgungen von 1.921 T€ sowie Auszahlungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens von 2.487 T€. Der Finanzmittelfonds betrug am Ende des Geschäftsjahres 14.236 T€. Die Liquidität war und ist jederzeit vollumfänglich gesichert. 2.3.3. Vermögenslage Das langfristig gebundene Vermögen erhöhte sich von 34.269 T€ auf 34.844 T€. Das kurzfristig gebundene Vermögen erhöhte sich von 37.911 T€ auf 41.700 T€. Erhöhend wirkte sich der wachstumsbedingte Aufbau des Vorratsvermögens und der Forderungen aus während der Liquiditätsbestand abnahm. Das Eigenkapital des Konzerns verbesserte sich im Geschäftsjahr 2021 von 40.697 T€ auf 43.056 T€. Erhöhend wirkte sich der Jahresüberschuss aus. Die Eigenkapitalquote des Konzerns erreichte mit 56,2 % (Vorjahr 56,3 %) einen sehr soliden Wert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verminderten sich von 20.757 T€ auf 19.486 T€. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich trotz der dynamischen Geschäftsausweitung moderat von 3.146 T€ auf 4.784 T€. 2.3.4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Der FORTAS-Konzern ist zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernlageberichts in einer unverändert guten wirtschaftlichen Verfassung. Die Bilanzierungspolitik und die Handhabung von Wahlrechten oder Sachverhaltsgestaltungen haben sich nicht geändert. Die Rechnungslegungs- und Bewertungsmethoden sind im Einzelnen im Konzernanhang wiedergegeben. Der Konzern ist unverändert sehr gut kapitalisiert und verfügte im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit über einen ausreichenden Bestand an Liquidität. Nach unserer Einschätzung verfügen die Tochtergesellschaften insgesamt über eine gute Marktstellung und haben das Potenzial auch zukünftig profitables Wachstum zu erzielen und damit an Wert zu gewinnen. 3. Chancen- und Risikobericht 3.1. Allgemeines Chancen- und Risikomanagementsystem Das Chancen- und Risikomanagement im FORTAS-Konzern dient neben der frühzeitigen Erkennung und Steuerung von Risiken, der gezielten Wahrnehmung und Sicherung bestehender und künftiger Erfolgspotenziale. Grundlage des Risikomanagements ist die Sicherung der mittel- und langfristigen Unternehmensziele. Oberstes Ziel ist es, durch ein vollständiges und angemessenes Chancen- und Risikomanagement die Wert- und Risikotreiber zu identifizieren und angemessen zu handhaben. Das Risikomanagementsystem besteht aus verschiedenen Komponenten: Basis des Risikomanagementsystems stellt der jährliche Planungsprozess dar. Die Geschäftsführungen der Tochtergesellschaften erstellen zum Ende eines jeden Kalenderjahres auf Basis des aktuellen Geschäftsjahres eine Dreijahresplanung. Sie definieren die quantitativen und qualitativen Unternehmensziele einschließlich der Geschäfts-, Personal, Investitions- und Liquiditätsentwicklung. Im Rahmen von Planungsgesprächen werden diese Planungen gemeinsam mit der Geschäftsführung der FORTAS GmbH intensiv besprochen und dem Beirat der FORTAS GmbH zur Genehmigung vorgelegt. Eine weitere wesentliche Komponente des internen Kontrollsystems stellt das unterjährige Berichtswesen dar, das stetig im Rahmen des wertorientierten Reporting weiterentwickelt wird. Im monatlichen Rhythmus berichten die Geschäftsführungen über die Entwicklung des abgelaufenen Monats und des laufenden Geschäftsjahres sowie über sonstige, relevante Themen wie Markt- und Wettbewerbsbedingungen, Investitionen, Finanzierung, kommentieren Planabweichungen und informieren über Maßnahmen zur Planerfüllung. Diese unterjährigen Monatszahlen werden von der FORTAS GmbH einer Soll/Ist-Analyse unterzogen. Es finden regelmäßige Treffen zwischen den Geschäftsführern und der FORTAS GmbH statt, um sich über die aktuelle Entwicklung der jeweiligen Tochtergesellschaften auszutauschen und, sofern erforderlich, geeignete Maßnahmen zur Erreichung der vereinbarten Unternehmensziele zu verabschieden. Zusätzlich und völlig unabhängig vom monatlichen Berichtswesen werden kurzfristig auftretende Veränderungen der Chancen-/Risikoposition einzelner Tochtergesellschaften direkt von den jeweiligen Geschäftsführern an die FORTAS GmbH kommuniziert, so dass Chancen und Risiken kontinuierlich neu bewertet und entsprechende Handlungsoptionen besprochen werden. In den Satzungen, und Geschäftsführerdienstverträgen sind im Sinne einer Reduzierung der Einzelrisiken jene Geschäfte detailliert und umfassend geregelt, welche der Zustimmung der FORTAS GmbH bedürfen. Zur Sicherstellung von einheitlicher Behandlung und Bewertung rechnungslegungsrelevanter Themen ist allen Gesellschaften der Bilanzierungsleitfaden der FORTAS GmbH zugänglich. Im FORTAS-Konzern wird seit Mitte 2008 einheitlich die Konsolidierungssoftware LucaNet verwendet, die auch für die Erstellung der gruppenweiten Mittelfristplanung genutzt wird. 3.2. Chancen und Risiken Im Einzelnen bestehen für den FORTAS-Konzern folgende Chancen- und Risikofelder: 3.2.1. Konjunktur und Marktentwicklung Laut IfW hat sich die Dynamik der weltweiten Konjunkturerholung im Jahr 2021 als Folge von neuen Covid-19-Schüben und Problemen in den Lieferketten deutlich verlangsamt. Das IfW erwartet auch in 2022, dass es zu neuen Infektionswellen kommen wird. Die konjunkturellen Auswirkungen sollten aber mit der Zeit immer geringer werden, weil entweder die Impfquoten hoch sind oder ein hoher Anteil der Bevölkerung bereits in Kontakt mit dem Virus gekommen ist und die gesundheitlichen Folgen dadurch begrenzt sind. So sollte die Annäherung an ein Normalniveau der Geschäftstätigkeit in den Bereichen, die in der bisherigen gesamtwirtschaftlichen Erholung noch zurückliegen, wie Tourismus, Reiseverkehr und Unterhaltungsgewerbe, in 2022 weiter fortschreiten, wenngleich langsamer und weniger stetig als bislang erwartet. Die Lieferengpässe haben sich in den vergangenen Monaten als immer stärkerer Bremsfaktor erwiesen, sie sollten aber im Verlauf des Jahres 2022 mit zunehmender Anpassung der Wertschöpfungsketten allmählich überwunden werden. Insgesamt erwartet das IfW für 2022 einen Zuwachs der Weltproduktion (gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten) um 4,5 Prozent. Im Vergleich zur Prognose im September 2021 hat das IfW seine Prognose für 2022 um 0,5 Prozent gesenkt. Für die deutsche Wirtschaft erwartet das IfW für 2022, dass die Belastungen der Pandemie mit dem Frühjahr nachlassen und wie in 2021 eine kräftige Erholung einsetzen wird. Die wirtschaftlichen Aktivitäten sollten auch deshalb viel Schwung entfalten, da die Lieferengpässe, die die Industrieproduktion derzeit massiv belasten, voraussichtlich nachlassen werden. Gleichwohl wird die durch die Pandemie verursachte Delle im Erholungsprozess wohl größer ausfallen als das IfW in seiner Herbstprognose 2021 unterstellt hat. Für 2022 wird das Bruttoinlandsprodukt mit 4 Prozent nicht so kräftig zulegen (Herbstprognose: 5,1 Prozent) dafür aber im Jahr 2023 mit 3,3 Prozent deutlich stärker wachsen (Herbstprognose: 2,3 Prozent). Da unsere Tochtergesellschaften mit ihrem Produktprogramm Fördertechnik, Pressen, Automation und Metallbearbeitung eine breite Kundenbasis ansprechen, minimieren sich branchenabhängige Risiken. Generell stehen unsere Tochtergesellschaften, aber auch unsere Kunden im internationalen Wettbewerb. Daraus resultierende Anforderungen und wettbewerbsbeeinflussende Veränderungen können großen Einfluss auf Umsatz und Ertrag unserer Tochtergesellschaften haben. Zum Beispiel ein zunehmender Margendruck auf das Produktprogramm unserer Tochtergesellschaften, mangelnde Verfügbarkeit von Vormaterialien oder ungeplante Materialpreiserhöhungen. Durch fortlaufende Optimierungen der Unternehmensprozesse wie im Bereich des Vertriebs, der Fertigung, des Einkaufs und der Administration versuchen unsere Tochtergesellschaften dem entgegen zu wirken. Ebenso können die Herausforderungen der Digitalisierung aber auch der tiefgreifende Strukturwandel in der Automobilindustrie Risiken für unsere Tochtergesellschaften beinhalten. Grundsätzlich besteht die Gefahr, dass wesentliche Kunden entfallen oder die Technologie vom Markt nicht mehr akzeptiert wird, bei größeren Aufträgen technische Fehleinschätzungen oder Verzögerungen eintreten oder Wettbewerber aggressiv am Markt auftreten mit entsprechenden Konsequenzen für die erzielbaren Preise. Zudem besteht die Möglichkeit, dass Kunden Produkte nicht abnehmen oder Mitbewerber bestehende Patente oder Schutzrechte streitig machen. Dies kann zu Ertragseinbrüchen sowie Kapazitätsanpassungskosten führen. Durch intensive und systematische Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen sowie regelmäßige Gespräche mit Kunden, Lieferanten und Verbänden werden mögliche Marktentwicklungen in Szenarien erfasst, um das Risiko von Fehleinschätzungen zu minimieren. Gleichwohl sind alle Tochtergesellschaften in ihren Märkten speziellen Marktrisiken ausgesetzt. Kontinuierliche Produktinnovationen und die laufende Verbesserung der Unternehmensprozesse sollen den steigenden Anforderungen von Kunden und Märkten Rechnung tragen und die Marktstellung sowie die Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Eine stetige Steigerung der Lieferperformance soll die Kundenbindung festigen und die Chance auf neue Aufträge erhöhen. Quellen:
3.2.2. Investitionsstrategie Grundsätzlich besteht das Risiko, dass im Rahmen von Neuakquisitionen zu positiv erwartete Ertragspotenziale zu einem zu hohen Kaufpreis führen. Mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die FORTAS GmbH sowie auf den Konzern auf Grund möglicher außerplanmäßigen Firmenwertabschreibungen bis hin zu einem Totalverlust. Grundlage einer Akquisitionsentscheidung ist eine umfassende Analyse und Prüfung des Chancen- und Risikoprofils unter Einbeziehung interner und externer Spezialisten. Die Gremien der FORTAS GmbH verfügen darüber hinaus über eine langjährige und breite Erfahrung im Beteiligungsgeschäft. 3.2.3. Finanzierung und Liquidität Zur Finanzierung setzen die FORTAS GmbH und ihre Tochterunternehmen auch Fremdkapital von Kreditinstituten ein. Im Rahmen der abgeschlossenen Kreditverträge wurden auch übliche Covenant-Regelungen hinsichtlich Eigenkapitalquote und Nettoverschuldungsgrad vereinbart. Eine angemessene Eigenkapitalausstattung und -quote sowie die Zugriffsmöglichkeit auf alternative Finanzierungsquellen verhindern die Abhängigkeit von einzelnen Banken und sollen die zukünftige Finanzierung auch vor dem Hintergrund möglicher Krisen an den Finanzmärkten sichern. Dem Ausfallrisiko bei Lieferantenforderungen wird durch eine möglichst breite Kundenstreuung in den Einzelgesellschaften, durch den Einsatz risikominimierender Verkaufskonditionen, mitunter detaillierte Vorprüfungen der Kunden sowie in Einzelfällen auch durch den Einsatz von Kreditversicherungen begegnet. Bei der Geschäftstätigkeit außerhalb der Eurozone und mit der Erschließung neuer Märkte können Wechselkursrisiken entstehen. 3.2.4. Personal Für die Realisierung der strategischen und operativen Ziele ist der FORTAS-Konzern auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Mögliche Risiken können sich durch den Weggang von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen und der Verzögerung bei der Gewinnung neuer qualifizierter Mitarbeiter ergeben. Die Unternehmen des FORTAS-Konzerns begegnen diesen Risiken mit einer qualifizierten Aus- und Weiterbildung sowie einer leistungsorientierten, marktgerechten Vergütung mit erfolgsabhängigen Anreizsystemen. Um potentiellen Personalbedarf zeitnah decken zu können, halten wir Kontakt zu Personalberatern, Verbänden sowie Fach- und Hochschulen. 3.2.5. Rechtlichen Rahmenbedingungen Die FORTAS GmbH und ihre Tochtergesellschaften sind einer Vielzahl von steuerrechtlichen und rechtlichen Risiken ausgesetzt, da sie im Spannungsfeld unterschiedlichster gesetzlicher Normen und Regeln agieren. Diese ergeben sich u.a. aus dem Steuerrecht, dem Wettbewerbsrecht sowie zahlreichen anderen gesetzlichen Normen und Verordnungen, die zunehmend umfangreicher, auslegungsbedürftiger und interpretationsfähiger werden. Um hier die Risiken zu minimieren, bedient sich die FORTAS GmbH und ihre Tochtergesellschaften laufender und intensiver Beratung durch ausgewiesene Spezialisten in den einzelnen Fachbereichen. In den operativen Einheiten bestehen zudem Produkthaftungs- und Gewährleistungsrisiken. Das praktizierte, effiziente Qualitätsmanagement, das laufend fortentwickelt wird, minimiert hier das Risiko, auch wenn es keine absolute Sicherheit garantieren kann. Zur Risikovorsorge werden angemessene Rückstellungen in den Einzelgesellschaften gebildet und soweit möglich entsprechende Versicherungen abgeschlossen. 3.3. Gesamtaussage zur Chancen- und Risikosituation Auf Basis der heute zur Verfügung stehenden Informationen sehen wir derzeit keine Risiken, die einzeln oder in Kombination eine Gefahr für den Fortbestand der FORTAS GmbH oder des Konzerns darstellen. Diese Aussage beruht auf der Analyse und Beurteilung der zuvor genannten wesentlichen Einzelrisiken sowie dem bestehenden Risikomanagementsystem. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Chancen- und Risikosituation nicht wesentlich verändert und wir beurteilen sie als nach wie vor ausgewogen. 4. Prognosebericht Bei den getroffenen zukunftsbezogenen Aussagen und Planwerten ist zu beachten, dass diese inhärenten Unsicherheiten unterliegen. Sie verlangen Schätzungen, Annahmen und die Berücksichtigung von Erfahrungswerten. Durch das nicht Eintreten von erwarteten bzw. das Eintreten von unvorhergesehenen Ereignissen können die tatsächlichen Ergebnisse abweichen. 4.1. Erwartete Entwicklung der Rahmenbedingungen Insgesamt soll sich das globale Wirtschaftswachstum in diesem Jahr weiter erholen. Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) erwartet ein Wachstum der Weltwirtschaft in 2022 von 4,5 Prozent und in 2023 von 4,0 Prozent. Für Deutschland wird ein BIP-Zuwachs von 4,0 Prozent in 2022 und in 2023 von 3,3 Prozent erwartet. Gleichwohl stellen geopolitische Krisen, die weltweiten Handelsspannungen oder ein sich wieder verschärfendes Infektionsgeschehen Risiken für den erwarteten globalen Aufschwung dar. Quellen: • Institut für Weltwirtschaft, Konjunkturberichte Nr. 85 und Nr. 86 (zum Teil wörtlich zitiert) 4.2. Erwartete Geschäftsentwicklung Die ersten Wochen des laufenden Jahres zeigen insgesamt eine positive Nachfrageentwicklung in den operativen Gesellschaften. Daher rechnen die Tochterunternehmen für das Jahr 2022 mit einer stabilen Umsatz- und Ertragsentwicklung, wenngleich Risiken als Folge der geopolitischen Krisen und einer sich weiter zeitlich verzögernden Bewältigung der Corona-Pandemie bleiben. Die möglichen negativen Auswirkungen des Ukrainekrieges auf die weitere konjunkturelle Entwicklung lassen sich derzeit nicht abschätzen. 4.3. Gesamtprognose Die Geschäftsführung ist aus heutiger Sicht für die weitere Entwicklung der Vermögens- Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Jahr 2022 und darüber hinaus grundsätzlich optimistisch.
Rösrath, 25. März 2022 Bernd Priske, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die FORTAS GmbH, Rösrath: Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der FORTAS GmbH, Rösrath, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der FORTAS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 30. März 2022 LOHR
+ COMPANY GmbH
Prof. Dr. Jörg-Andreas Lohr, Wirtschaftsprüfer Niyazi Kanbur, Wirtschaftsprüfer |
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