KB Schmiedetechnik GmbHLiquidiert

58093 Hagen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hagen HRB 4473
Eingetragen
28.8.2003
Branche
Herstellung von GesenkschmiedeteilenHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von Schneidwaren und Bestecken aus unedlen Metallen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Gesenkschmiedestücken und verwandten Artikeln sowie die Erbringung aller dazu gehörenden Leistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Henneke
seit 14.10.2010
Geschäftsführer
Angelika Schulte
seit 28.8.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
50.00%
35.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
KB Schmiedetechnik GmbHEigenbeteiligung
7.50%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

150.000 €
50.00%
Germany
75.000 €
25.00%

Beteiligungen

NameAnteil
7.50%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KB Schmiedetechnik GmbH

Hagen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die KB Schmiedetechnik GmbH stellt an dem Standort in Hagen anspruchsvolle Gesenkschmiedeteile überwiegend in kleinen und mittleren Losgrößen her. Die wesentlichen Absatzmärkte sind die Armaturenindustrie, der allgemeine Maschinenbau, der Anlagen- und Rohrleitungsbau, Nutz-, Flurförder- und Schienenfahrzeuge sowie Sonderteile.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Zum Jahresanfang 2023 gingen die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrer Konjunkturprognose von einer Stagnation für das Jahr 2023 aus. Diese Prognose wurde Ende des 1. Halbjahres 2023 auf einen Rückgang um 0,4% reduziert. Im Vergleich zum Vorjahr 2022 war die Produktion in den energieintensiven Industriezweigen im November 2023 um 4,0% geringer. Für das Jahr 2024 gehen die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute für Deutschland von einem geringen Wachstum nach zunächst 0,9% nur noch von 0,7% (IFO Stand 24.01.2024) aus.

Im Bereich der Gesenkschmieden war im zweiten Halbjahr 2023 ein Einbruch der Auftragseingänge spürbar. Dies betraf insbesondere die Märkte Maschinenbau und Automotive. Energiekosten, Vormaterial und andere maßgebliche Aufwandsposten haben sich auf einen gegenüber 2021 deutlich höheren Stand eingependelt.

Die hohen, Ende 2022 getroffenen, Tarifabschlüsse in der Metall- und Elektroindustrie belasten die Unternehmen zusätzlich.

2. Geschäftsverlauf

Der im Vorjahr prognostizierte Umsatz auf Vorjahresniveau wurde fast erreicht.

Im ersten Halbjahr 2023 bewegten sich die Auftragseingänge auf normalem Niveau, fielen jedoch in der zweiten Jahreshälfte im Wesentlichen aufgrund der Kostennachteile im internationalen Vergleich erheblich.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung hat sich entsprechend auf die KB Schmiedetechnik GmbH ausgewirkt. Gegenüber dem Vorjahr konnte das Geschäftsjahr aufgrund der reduzierten Auftragseingänge im zweiten Halbjahr 2023 mit einem Umsatzrückgang von 2,3% abgeschlossen werden.

Die Anteile der einzelnen Geschäftsbereiche am Gesamtumsatz haben sich dabei wie folgt entwickelt:

Der Umsatzanteil im Armaturenbereich stieg um 5% auf 66%
Der Umsatzanteil des Segments Kessel- und Rohrleitungsbau betrug 3%
Der Umsatzanteil im Bereich des Maschinenbaus fiel von 26% auf 18%
Der Umsatzanteil der Nutz- und Flurförderfahrzeuge betrug 11%

Am 31.12.2023 lag der Auftragsbestand an Einzelaufträgen bei 4,8 Mio. €. Hinzu kamen Rahmenaufträge von 1,5 Mio. €.

3. Lage

a) Ertragslage

Das Ergebnis enthält T€ 258, die an Zuschüssen für im Jahr 2022 nach dem Energiekostendämpfungsprogramm gestellten Anträgen erst im Jahr 2023 ertragswirksam erfasst werden konnten.

Die variablen Kosten sind nach dem deutlichen Anstieg im Vorjahr erneut angestiegen und haben sich auf hohem Niveau eingependelt. Ausgenommen hiervon sind die Energiekosten, die sich im Vorjahresvergleich rückläufig entwickelt haben.

Die Personalkosten belasteten durch den nochmaligen Anstieg ganzjährig sehr hoher krankheitsbedingter Ausfälle der Mitarbeiter (inklusive Leiharbeiter) das Ergebnis.

Insgesamt konnte ein positives Ergebnis erwirtschaftet werden.

b) Vermögenslage

Die Bilanzsumme verringerte sich um T€ 512 auf T€ 10.568.

Aktiva:

Das Anlagevermögen erhöhte sich geringfügig aufgrund der Anschaffung von Maschinen, der planmäßige Abschreibungen gegenüberstanden.

Das Umlaufvermögen verringerte sich um T€ 519.

Die Vorräte verringerten sich bei annähernd gleicher Menge bedingt durch die gefallenen Schrott- und Legierungszuschläge um T€ 469 sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T€ 322.

Die sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich stichtagsbedingt um T€ 48.

Die Bankguthaben erhöhten sich um T€ 311.

Die übrigen Aktiva zeigten keine wesentlichen Veränderungen.

Passiva:

Das Eigenkapital erhöhte sich um T€ 278 aufgrund des im Wirtschaftsjahr erzielten Ergebnisses.

Die Steuerrückstellungen betreffen Körperschaft- und Gewerbesteuer für das Jahr 2023.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich im Wesentlichen um T€ 261 durch planmäßige Tilgungen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um T€ 455 im Wesentlichen durch gefallene Schrott- und Legierungszuschläge.

Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich um T€ 269, im Wesentlichen durch die ertragswirksame Erfassung der im Jahr 2022 erhaltenen Abschlagszahlung nach dem Energiekostendämpfungsprogramm.

Die übrigen Passiva zeigen keine wesentlichen Veränderungen.

c) Finanzlage

Die Finanzlage stellte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt dar:

Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit +1.581
Cash-flow aus der Investitionstätigkeit -1.014
Cash-flow aus der Finanzierungstätigkeit -256
Cash-flow gesamt +311

Die liquiden Mittel belaufen sich zum 31.12.2023 auf T€ 399 (Vorjahr T€ 87).

Leasingverträge bestehen in Bezug auf zwei Gabelstapler.

d) Gesamtaussage

Seit Anfang 2024 wurde wieder ein leichter Anstieg des Auftragseingangs festgestellt, insbesondere erhöhten sich die Anfragen potentieller Neukunden. Die wirtschaftliche Lage kann unter Berücksichtigung der oben genannten Einflüsse als zufriedenstellend beurteilt werden.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung zieht die Gesellschaft die Kennzahlen Rohertrag und EBIT heran. Trotz der leichtrückläufigen Umsätze im Zusammenhang mit den gestiegenen Materialaufwendungen ist der Rohertrag aufgrund der rückläufigen Energieaufwendungen und den Erträgen aus dem Energiekostendämpfungsprogramm leicht gestiegen. Infolgedessen liegt das das EBIT ebenfalls über Vorjahresniveau.

III. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 wird basierend auf dem Vorjahresergebnis ein Umsatz in etwa auf Vorjahresniveau erwartet. Schrott- und Legierungszuschläge beim Rohmaterial werden über entsprechende separate Zuschläge an die Kunden weiterberechnet.

Für das Jahr 2024 wird ein Rohertrag von € 9,8 Mio. und ein Jahresergebnis von € 0,3 Mio. geplant.

Die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens ist aufgrund der vorhandenen Bestellungen von Neukunden aus den Bereichen Ketten- und Hebezeuge sowie der Nukleartechnik und des Potentials im Bereich der Wehrtechnik positiv zu bewerten.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Ziel des Risikomanagementsystems ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen wirtschaftliche und finanzielle Risiken jeglicher Art.

Die Risikolage stellt sich wie folgt dar:

Ein Risiko der Prognose besteht weiterhin in der Unsicherheit der Kostennachteile im internationalen Vergleich. Welche wirtschaftlichen Auswirkungen sich hieraus im Hinblick auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben werden, ist schwer abzuschätzen. Die anhaltenden geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China stellen gleichfalls ein Risiko dar. Aus heutiger Sicht wird sich der Nahost-Konflikt nicht auswirken.

Den Risiken von Lieferengpässen wird durch ausnahmslos europäische kapitalstarke Lieferanten und Konsignationslagervereinbarungen mit einigen Großkunden begegnet.

Branchenspezifische Risiken:

Die hohe Kostenbelastung im internationalen Vergleich erschwert eine Konjunkturbelebung. Dies birgt für die KB Schmiedetechnik GmbH ein deutliches Umsatz- und Ertragsrisiko.

Ertragsorientierte Risiken:

Die Wettbewerbsrisiken haben sich auf Grund von Betriebseinstellungen in der Branche weiter verringert. Da den Kunden anspruchsvolle Produkte auch in Sondermaterialien sowie komplexer Bearbeitung angeboten werden, ist davon auszugehen, dass die leistungswirtschaftlichen Risiken im Vorjahresvergleich unverändert sind.

Die Geschäftsleitung geht davon aus, die Marktanteile der KB Schmiedetechnik GmbH mittelfristig weiter ausdehnen zu können.

Finanzwirtschaftliche Risiken:

Bei Aufrechterhaltung der Kreditlinien der Banken ist die liquide Ausstattung gemäß der vorliegenden Planung ausreichend.

2. Chancenbericht

Auf der Beschaffungsseite kann auf mehrere zuverlässige und kapitalstarke Lieferanten zurückgegriffen werden, mit welchen zumeist langjährige Geschäftsverbindungen bestehen.

Durch die Spezialisierung auf kleine und mittlere Losgrößen bei hohen qualitativen Ansprüchen und nochmals erweiterte nationale sowie internationale Zulassungen verschiedener Abnahmegesellschaften ist das Unternehmen gegenüber dem Wettbewerb im Markt gut aufgestellt.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle waren in seltenen Einzelfällen, zuletzt im Jahr 2016, zu verzeichnen. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung.

Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes nennenswerte Handelsgeschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

 

Hagen, den 11.03.2024

gez. Angelika Schulte

gez. Thomas Henneke

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 5.506.501,40 5.499.791,90
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 549,00 932,00
II. Sachanlagen 5.490.114,90 5.480.649,90
III. Finanzanlagen 15.837,50 18.210,00
B. Umlaufvermögen 5.042.412,29 5.559.288,77
I. Vorräte 3.563.010,43 4.032.371,12
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.080.466,70 1.439.598,47
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 398.935,16 87.319,18
C. Rechnungsabgrenzungsposten 19.545,60 21.566,46
Bilanzsumme, Summe Aktiva 10.568.459,29 11.080.647,13

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.334.935,93 6.056.379,14
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 100.000,00 100.000,00
III. Andere Gewinnrücklagen 700.000,00 700.000,00
IV. Bilanzgewinn 4.534.935,93 4.256.379,14
B. Rückstellungen 824.993,82 643.110,23
C. Verbindlichkeiten 3.347.729,54 4.318.557,76
D. Passive latente Steuern 60.800,00 62.600,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 10.568.459,29 11.080.647,13

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 9.694.993,24 9.301.025,89
2. Personalaufwand 6.134.883,59 5.958.428,06
a) Löhne und Gehälter 5.017.515,72 4.907.569,62
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.117.367,87 1.050.858,44
davon für Altersversorgung 122.558,11 124.813,01
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.007.422,10 995.969,49
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.915.287,93 1.999.657,32
5. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 277,50 337,50
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 197,64 67,34
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 198.758,82 190.251,26
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 141.148,00 56.437,03
9. Ergebnis nach Steuern 297.967,94 100.687,57
10. Sonstige Steuern 19.411,15 23.330,30
Jahresüberschuss 278.556,79 77.357,27

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Jahresüberschuss 278.556,79 77.357,27
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.256.379,14 4.179.021,87
3. Bilanzgewinn 4.534.935,93 4.256.379,14

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft wird im Handelsregister des Amtsgerichts Hagen unter HRB 4473 geführt. Der Sitz der Gesellschaft ist in Hagen.

Der Jahresabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften und des GmbH-Gesetzes sowie unter Berücksichtigung gesellschaftsvertraglicher Regelungen aufgestellt.

Die KB Schmiedetechnik GmbH, Hagen, ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Die dem Jahresabschluss zu Grunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden grundsätzlich unverändert zum Vorjahr angewendet.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens (§ 275 Abs. 2 HGB) angewandt.

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten aktiviert und werden über eine Nutzungsdauer von drei Jahren planmäßig abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear und im Jahr des Zugangs grundsätzlich zeitanteilig (pro rata temporis). Für geringwertige Wirtschaftsgüter, (€ 250 bis € 1.000) kommt die sogenannte Poolabschreibung gemäß § 6 Abs. 2 a EStG zur Anwendung.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten bewertet.

Rohstoffe werden grundsätzlich mit den tatsächlichen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Schwergängige oder nicht mehr gängige Bestände sind teilweise abgewertet worden. Für die Bestände an Verbrauchswerkzeugen und anderen Betriebsstoffen ist ein Festwert in Höhe von T€ 30 wie im Vorjahr angesetzt.

Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit Herstellungskosten bewertet, die neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen enthalten (§ 255 Abs. 2 S. 2 HGB). Die Materialkosten werden anhand der Artikelkalkulationen auf Basis der Materialeinstandspreise ermittelt. Die Fertigungskosten werden retrograd unter Berücksichtigung des am Bilanzstichtag erreichten Fertigungsgrades ermittelt. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit usw. ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die übrigen Posten des Umlaufvermögens werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen, sofern erforderlich werden für erkennbare Einzelrisiken darüber hinaus Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Pensionsrückstellungen sind grundsätzlich nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Heubeck-Richttafeln 2018 G) nach der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen waren nicht zu berücksichtigen. Der zu Grunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 1,83 %. Es handelt sich dabei um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Im Vorjahr wurde ein Rechnungszinsfuß von 1,79 % zu Grunde gelegt. Der in der Rückstellungsdotierung enthaltene Zinsanteil in Höhe von T€ 3 (Vorjahr T€ 6) wurde im Zinsergebnis ausgewiesen.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 2 (Vj. T€9). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Verbindlichkeiten werden gem. § 253 Abs. 1 S. 2 HGB grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

III. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich.

2. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weisen am Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von unter einem Jahr auf. Sie enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 10 (Vorjahr: T€ 0).

3. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen bestehen am Bilanzstichtag nicht.

4. Das Stammkapital beträgt unverändert € 1.000.000,00.

5. Bei der Kapitalrücklage handelt es sich um eine Kapitalrücklage im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

6. Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:

Bilanzgewinn 31.12.2022 4.256.379,14
Jahresüberschuss 2023 278.556,79
Bilanzgewinn 31.12.2023 4.534.935,93

7. Verbindlichkeitenspiegel

Davon mit Restlaufzeit von
Verbindlichkeiten Gesamtbetrag
bis zu einem Jahr
über einem Jahr
davon mehr als 5 Jahren
Verbindlichkeiten Gesamt 3.347.729,54 1.854.057,10 1.349.284,71 144.387,73
(Vorjahr) (4.318.557,76) (2.512.376.97) (1.558.178.,58) (248.002.21)
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.451.702,22 958.029,78 1.349.284,71 144.387,73
(Vorjahr) (2.712.090,72) (905.909,93) (1.558.178,58) (248.002,21)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 57.995,00 57.995,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (43.632,71) (43.632,71) (0,00) (0,00)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von T€ 1.840 durch Grundschulden besichert. Ebenfalls bestehen für diverse Maschinen sowie für Waren und Warenlager gesonderte Sicherungsübereignungen. Darüber hinaus besteht eine Globalabtretung von Forderungen gegen Kunden sowie die Abtretung von Forderungen aus der Vermietung/Verpachtung von Grundstücken und Gebäuden.

Darüber hinaus bestehen für die Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten.

8. Von den Sonstigen Verbindlichkeiten bestehen T€ 126 (Vorjahr T€ 235) aus Steuern.

9. Die latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr wie folgt ermittelt:

31.12.2022
T€
Zugang
T€
Verbrauch
T€
31.12.2023
T€
Aktive Steuerlatenz -23,6 0 -0,6 -24,2
Passive Steuerlatenz 86,2 0 -1,2 85,0
Summe 62,6 0 -1,8 60,8

10. Im Zinsaufwand ist solcher aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 3 (Vorjahr: T€ 6) enthalten.

11. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist eine Auflösung aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern in Höhe von T€ 2 enthalten.

IV. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat aus Miet- und Leasingverträgen sonstige finanzielle Verpflichtungen für zwei Ende Januar 2024 auslaufende Verträge von insgesamt T€ 1,1.

V. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführung) stellt sichwie folgt dar:

2023
Angestellte 23
gewerbliche Arbeitnehmer 68
91

Organbezüge

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Geschäftsführung und Vertretung

Frau Angelika Schulte, Iserlohn

(einzelvertretungsberechtigt)

Herr Thomas Henneke, Iserlohn

(einzelvertretungsberechtigt)

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Hagen, 11.03.2024

gez. Angelika Schulte, Geschäftsführerin

gez. Thomas Henneke, Geschäftsführer

In der Gesellschafterversammlung vom 3. April 2024 wurde folgender Beschluss gefasst:

"Der ausgewiesene Bilanzgewinn in Höhe von € 4.534.935,93 wird auf neue Rechnung vorgetragen."

Anlagespiegel

Anschaffungskosten
Vortrag 1.1.2023
Zugang
Umbuchungen
Abgang
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 209.699,95 0,00 0,00 0,00 209.699,95
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 209.699,95 0,00 0,00 0,00 209.699,95
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 4.244.431,34 0,00 0,00 0,00 4.244.431,34
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.585.432,86 914.626,23 0,00 0,00 12.500.059,09
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.919.190,23 49.677,87 0,00 0,00 1.968.868,10
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.035,00 52.200,00 0,00 0,00 54.235,00
Summe Sachanlagen 17.751.089,43 1.016.504,10 0,00 0,00 18.767.593,53
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Ausleihungen 14.960,00 0,00 0,00 2.122,50 12.837,50
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 3.250,00 0,00 0,00 250,00 3.000,00
Summe Finanzanlagen 18.210,00 0,00 0,00 2.372,50 15.837,50
Gesamtsumme 17.978.999,38 1.016.504,10 0,00 2.372,50 18.993.130,98
Abschreibungen
Vortrag 1.1.2023
Abschreibungen des Geschäftsjahres
Änderungen i.Z. mit Abgängen
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 208.767,95 383,00 0,00 209.150,95
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 208.767,95 383,00 0,00 209.150,95
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 1.611.353,44 124.303,00 0,00 1.735.656,44
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.002.699,86 776.133,23 0,00 9.778.833,09
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.656.386,23 106.602,87 0,00 1.762.989,10
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 12.270.439,53 1.007.039,10 0,00 13.277.478,63
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamtsumme 12.479.207,48 1.007.422,10 0,00 13.486.629,58
Buchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 549,00 932,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 549,00 932,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.508.774,90 2.633.077,90
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.721.226,00 2.582.733,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 205.879,00 262.804,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 54.235,00 2.035,00
Summe Sachanlagen 5.490.114,90 5.480.649,90
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Ausleihungen 12.837,50 14.960,00
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 3.000,00 3.250,00
Summe Finanzanlagen 15.837,50 18.210,00
Gesamtsumme 5.506.501,40 5.499.791,90

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 03.04.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die KB Schmiedetechnik GmbH, Hagen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KB Schmiedetechnik GmbH, Hagen , - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KB Schmiedetechnik GmbH, Hagen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlagen für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Altena, 15. März 2024

MÄRKISCHE REVISION GMBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT

Jörg Peters, Wirtschaftsprüfer

Theo Bergenthal, Wirtschaftsprüfer

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