Stammdaten

Register
Amtsgericht Offenbach am Main HRB 42087
Vorher
Tepro Garten GmbH
Eingetragen
26.1.2006
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von SportgerätenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Handel mit Grills, Gartengeräten und ausstattung sowie sonstigen Konsumgütern, die Besorgung damit zusammenhängender Dienstleistungen sowie der Import-Export dieser Güter

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Annika Brandenburger
seit 10.6.2025
Prokura
Chiara Demuth
seit 10.6.2025
Prokura
Kelly Tsai Yen Ho
seit 1.3.2024
Geschäftsführer
Erik Bootz
seit 1.3.2024
Geschäftsführer
Sabine Engel
seit 27.6.2022
Prokura
Robin Tsai-Jung Ho
seit 11.9.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
TEST-RITE International Company Ltd.
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

TEST-RITE DEVELOPMENT GMBH AG
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TEST RITE tepro GmbH

Rödermark

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Darstellung des Unternehmens und des wirtschaftlichen Umfelds

Die TEST RITE tepro GmbH (im Folgenden TEST RITE tepro) ist die deutsche Vertriebsgesellschaft unter der TEST RITE International Co. Ltd., Taiwan. Der Sitz der Gesellschaft ist in Rödermark im Rhein-Main-Gebiet. Ein weiterer Standort befindet sich in Hamburg. Der TEST RITE Konzern ist ein weltweit operierender Handelskonzern mit über 5.000 Mitarbeitern (siehe Websites www.testritetepro.de, testritegroup.com).

Zu den Abnehmern der TEST RITE tepro in Europa zählen der stationäre Handel mit Bau- und Gartenmarktketten, SB-Warenhäusern sowie Discountern, aber auch der Online-Handel. Im Garten und Outdoor-Bereich bietet das Unternehmen sowohl Holzkohle-, Gas-, Elektrogrills, Grillzubehör und Feuerstellen als auch Gerätehäuser aus Metall und Kunststoff, Gartenmöbel, Aufbewahrungsboxen und Gartenschränke sowie Pavillons an. Des Weiteren agiert TEST RITE tepro als Generalagentur für die Keter-Gruppe, ein Weltmarktführer für Kunststoffprodukte im Konsumbereich, und bedient das Thermos-Agenturgeschäft. Außerdem sind Fernost Handelsprodukte für den Heim- und Gartenbereich ein wichtiges Geschäftsfeld.

Die Aktivitäten von TEST RITE tepro umfassen den direkten Verkauf auf eigene Rechnung über das TEST RITE tepro-Lager inklusive Einzelversand sowie bei größeren Abnahmemengen Containerbelieferungen. Ferner werden die Kunden, die den Warenimport nicht in Eigenregie durchführen möchten oder können, im Rahmen eines Agentur- bzw. Vermittlungsgeschäftes im direkten Importgeschäft aus Asien, Europa und dem Nahen Osten bedient. Die Betreuung und Überwachung inklusive der logistischen Abwicklung, obliegt der TEST RITE tepro, die mit diesen Aktivitäten Vermittlungsumsätze erzielt.

Am Standort Rödermark sind per Ende Dezember 2023 28 Mitarbeiter beschäftigt, die neben dem Bereich Vertrieb BBQ, Metallhäuser und -boxen, die Zentralfunktionen Produktmanagement, Kundenservice, Buchhaltung, Logistik, sowie das Ersatzteillager und Musterräume betreuen. Am Standort Hamburg befinden sich die Geschäftsführung, das Personalwesen, das Controlling und die Vertriebsmitarbeiter, die vornehmlich das Importgeschäft aus Asien und den Bereich Keter-Produkte bearbeiten - insgesamt 20 Personen.

Es bestehen sehr gute und langjährige Geschäftsbeziehungen zu allen Herstellern, so dass eine termin- und qualitätsgerechte Warenversorgung gewährleistet ist.

Unabhängig davon unterliegt der gesamte Markt einem starken Preis- und Verdrängungswettbewerb. Anbieter im Internet verschärfen diesen Trend zusätzlich. Normalerweise wird der Markt im Outdoorbereich wesentlich von den Wetterbedingungen beeinflusst.

Der für die Vertriebstätigkeiten wichtige Gartenmarkt in Deutschland verzeichnete im Jahr 2023 einen Rückgang von 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was zu einem Gesamtvolumen von 19,7 Milliarden Euro führte. Besonders stark betroffen war das Hartwarensegment, dessen Umsatz um 5,8 Prozent gesunken ist. Die vielfältigen und gravierenden Rahmenbedingungen haben dem Markt ein unerwartetes Handelsminus beschert. Nach einem witterungsbedingt schwierigen Start trugen insbesondere auch erneut wie in 2022 politische Einflüsse, die sich auf das Konsum- und Sparverhalten auswirkten, sowie massive Preissteigerungen und die gestiegene Reiselust der Deutschen zu einer merklichen Abnahme der Nachfrage im Gartenbereich bei. Diese Unsicherheiten und Sorgen halten das Konsumklima auf einem sehr niedrigen Niveau. Zudem führten die rasch gestiegenen Finanzierungszinsen in der Branche zu weiteren Nebeneffekten, die sich in der deutlich rückläufigen Neubautätigkeit widerspiegeln.

2. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufes und des Geschäftsergebnisses

Die wesentliche finanziellen Leistungsindikatoren (KPIs), mit denen das Unternehmen gesteuert wird, sind der Deckungsbeitrag, das Ergebnis vor Ertragssteuern sowie die verfügbare Liquidität. Der Deckungsbeitrag setzt sich aus den Umsatzerlösen minus der variablen Kosten (Materialaufwand, Lagerkosten und Kosten der Warenabgabe) einschließlich der Effekte aus Kurssicherungsgeschäften zusammen. Die verfügbare Liquidität besteht aus liquiden Mitteln sowie kurzfristig abrufbaren Kreditlinien.

Der Deckungsbeitrag ist im Geschäftsjahr 2023 deutlich gefallen. Den moderaten Preisanpassungen stehen unterproportional gesunkene Kosten gegenüber, was den Deckungsbeitrag entgegen der ursprünglichen Planung stark belastet hat.

Dem Ergebnis vor Steuern im Vorjahr von 857 TEUR steht für das Geschäftsjahr 2023 ein Fehlbetrag in Höhe von TEUR 4.033 gegenüber. Die Entwicklung resultiert aus der schwierigen Marktlage im Jahr 2023.

Die verfügbare Liquidität lag zum 31.12.2023 bei 0,9 Mio. EUR (Vorjahr: 4 Mio. EUR). Der Rückgang resultiert aus dem negativen Cash Flow aus der laufenden Geschäfts- und Investitionstätigkeit, der nicht vollständig durch Erhöhung der Finanzverbindlichkeiten ausgeglichen wurde.

Ertragslage

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung des Unternehmens ausgewiesene Umsatz beläuft sich auf 13,5 Mio. EUR. Dies bedeutet einen Rückgang um 41,0 Mio. EUR (75,2 % Rückgang). Dieser signifikante Umsatzrückgang resultiert daraus, dass die Warenbestände des Einzelhandels wegen des bereits in 2022 rückläufigen Einzelhandelsumsatzes noch sehr hoch waren und damit auch deren Lagerkapazitäten erschöpft waren. Der Umsatzrückgang führte bei gleichzeitig nur unterproportional gesunkenen Kosten zu dem oben beschriebenen Rückgang des Deckungsbeitrags und zu dem im Jahr 2023 erlittenen Jahresfehlbetrag in Höhe von 4,0 Mio. EUR.

Nachfolgend finden sich weitere Informationen zur Entwicklung der Ertragslage.

In der handelsrechtlichen Umsatz- und Gewinnermittlung werden Provisionen aus dem Agentur- und dem vermittelten Importgeschäft aus Asien erfasst. Diese sind von 2,6 Mio. EUR auf 1,0 Mio. EUR zurückgegangen. Die Rohertragsmarge ist trotz der schwierigen Marktlage auf 24,5% (15,8% Vorjahr) gestiegen. Dieser Anstieg resultiert zum einen aus den Verkaufspreisanpassungen aufgrund der letztjährigen Kostensteigerungen; etwa die Hälfte des Effekts resultiert aus dem Wegfall der Umsätze mit einem Großkunden, bei denen nur eine unterdurchschnittliche Marge erzielt wurde.

Im Jahr 2023 waren durchschnittlich 49 Mitarbeiter (Vorjahr: durchschnittlich 54) an den beiden Standorten in Rödermark und Hamburg zusammen beschäftigt. Das Vergütungssystem der Gesellschaft besteht hauptsächlich aus festen und im Vertrieb zusätzlich aus erfolgsabhängigen Bestandteilen. Der Personalaufwand (3.104 TEUR) konnte gegenüber dem Vorjahr (3.305 TEUR) um 6,1% reduziert werden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr durch eine erneute Reduzierung der Vertriebskosten und umsatzbezogenen Werbekosten sowie der Lagerkosten 5.605 TEUR verringert,

Das abgelaufene Geschäftsjahr schließt insgesamt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 4.036 TEUR. Dieses Ergebnis wird im Wesentlichen durch die oben dargestellten Faktoren beeinflusst.

Finanzlage

Der Zahlungsmittelabfluss aus der operativen Geschäftstätigkeit ist, vor allem durch den Abbau der Vorräte bedingt, mit 1,5 Mio. EUR deutlich niedriger als der betriebliche Verlust. Die Zahlungsmittelabflüsse aus Geschäfts- und Investitionstätigkeit von zusammen 2,2 Mio. EUR werden in Höhe von 1,5 Mio. EUR durch den Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit aufgefangen, im Übrigen durch den Rückgang der Zahlungsmittel.

Für die Finanzierung des operativen Geschäftes standen im Berichtszeitraum ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung. Die Mittel wurden durch kurzfristig revolvierende Kontokorrentkredite der taiwanesischen Banken und ein Darlehen der deutschen Muttergesellschaft zur Verfügung gestellt. Die kurzfristigen Kredite werden durch den TEST RITE Konzern, Taiwan besichert. Daher geht die Geschäftsführung davon aus, dass die kurzfristigen Bankdarlehen kontinuierlich revolviert werden. Damit stehen für die Finanzierung des Anlagevermögens und der mittelfristig gebundenen Vorräte (zusammen 20,0 Mio. EUR) das Eigenkapital und die Darlehensverbindlichkeiten von Kreditinstituten und verbundenen Unternehmen (zusammen 20,6 Mio. EUR) zur Verfügung.

Vermögenslage

Der Posten "Vorräte" bleibt nach wie vor mit knapp 19 Mio. EUR die größte Position beim Umlaufvermögen. Gegenüber dem Vorjahr konnte der Bestand um 3,1 Mio. EUR abgebaut werden, da aufgrund der zu erwartenden Absatzrückgänge nur in geringem Umfang Neuware eingekauft wurde. In Summe sind die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um ca. 0,6 Mio. EUR auf 2,1 Mio. EUR (Vorjahr: 2,7 Mio. EUR) gesunken. Die Forderungen aus Steuern, die im Wesentlichen aus Vorsteuererstattungsansprüchen bestehen, sind zum Jahresende von 16 TEUR auf 457 TEUR gestiegen. Forderungen werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele vereinnahmt.

Das Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich am Bilanzstichtag auf 5.160 TEUR. Dies entspricht einer Verminderung der Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahr von 34,29% um 11,93%-Punkte auf 22,36%. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund des Bestellrückgangs zum Bilanzstichtag gesunken und werden innerhalb der vorgegebenen Zahlungsfristen beglichen.

3. Produktpolitik und Produktentwicklung

Aufgrund der sehr guten Kundenkontakte und der anfänglichen Hoffnung, dass sich das Konsumverhalten im Jahr 2023 verbessern würde, konnten die Asienreisen sowie die Kundenbesuche in unseren Büros in Fernost und in den Einkaufszentralen vor Ort weiter gesteigert werden. Leider blieb der erhoffte Aufschwung jedoch frühzeitig in der Saison aus, was dazu führte, dass die Kunden entsprechend ihren Erfahrungen aus den vergangenen zwei Jahren reagierten und nur noch zurückhaltend mit Bestellungen und Sortimentsgesprächen umgingen. Aus wirtschaftlichen und strategischen Gründen wurden daher neue Produktentwicklungen auf ein Minimum reduziert. Die Gespräche zu Eigenmarken der Kunden blieben jedoch auf einem konstant hohen Niveau und sind nach wie vor ein wichtiger Bestandteil der Geschäftsentwicklung.

4. Prognosebericht

Die Geschäftsentwicklung wird weiterhin von negativen globalen Einflüssen wie Krieg, hohen Rohstoffpreisen und schwankenden Frachtpreisen geprägt. Diese Faktoren erschweren es, das Konsumverhalten in einem stark saisonalen Marktumfeld vorherzusagen. Da die Herausforderungen hauptsächlich auf externe Einflüsse zurückzuführen sind und auch die Mitbewerber betreffen, bereitet sich das Unternehmen auf einen absehbaren Aufschwung vor.

Kundengespräche zeigen ein starkes Interesse an einer gemeinsamen Sortimentsentwicklung, sobald die Abverkäufe im Handel von vorhandenen Lagerbeständen eine kurzfristige Nachbelieferung durch den Großhandel sowie Aktualisierungen der Sortimente ermöglichen.

Seit 2024 wurde Kelly Ho, General Manager der US-amerikanischen Unternehmensgruppe, zum Geschäftsführer der deutschen Tochtergesellschaften ernannt. Dies ermöglicht der Gruppe, ihre Ressourcen effektiver einzusetzen, um ihre Produktlinien und die Preiswettbewerbsfähigkeit zu erweitern. Darüber hinaus wird das US-amerikanische Managementteam TEST RITE tepro bei der Verbesserung des internen Managements unterstützen, insbesondere in den Bereichen IT, Logistik und Finanzen.

Um die betriebliche Effizienz und den Informationsfluss zu optimieren, hat TEST RITE tepro bereits in 2022 mit der Implementierung eines neuen ERP-Systems - SAP - begonnen. Das System ist seit Anfang 2024 im Einsatz und wird auf Grundlage der Erfahrungen im praktischen Einsatz angepasst und optimiert. Zukünftig werden die Informationsverbindungen zu Kunden sowie die Bereitstellung interner Managementinformationen in Echtzeit und umfassender erfolgen, was sich positiv auf die Entscheidungsfindung der Manager auswirken wird.

Durch organisatorische Anpassungen und den Zugriff auf die Ressourcen der Gruppe sowie des US-Teams kann TEST RITE tepro zudem die Kosten für die logistische Unterstützung senken, die Servicequalität verbessern und auf die Ressourcen der Gruppe zugreifen.

Im Vertrieb wurde auch bereits der Aufbau einer eigenständigen E-Commerce-Abteilung initiiert, unterstützt durch das E-Commerce-Team der US-Tochter. Ziel ist es, die Zusammenarbeit mit Amazon Deutschland und Amazon Europa zu stärken, um das B2C-Geschäftsmodell und den Leistungsbeitrag zu optimieren.

Trotz der beschriebenen Maßnahmen müssen wir weiterhin damit rechnen, dass aufgrund der anhaltenden vorsichtigen Verbraucherstimmung und zukunftsorientierten Investitionen das Geschäftsjahr 2024 nur mit einer leichten Umsatz- und Ertragsverbesserung abschließen wird. Jedoch sind wir davon überzeugt, dass sich Maßnahmen in Bezug auf die Effizienzsteigerung (SAP B1 ERP-System), Aufbau eines fokussiertem E-Commerce-Teams und entsprechende strategische Kunden- und Lieferantengespräche im vierten Quartal 2024 bemerkbar machen werden, sowie unsere Kunden ihre Läger deutlich abgebaut haben werden. Hieraus wird eine größere Kaufbereitschaft resultieren, aufgrund derer letztlich ab 2025 wieder ein deutlicher Umsatzanstieg und ein positives Ergebnis erwartet wird. Wir rechnen für das Jahr 2024 mit einem prozentual stabilen oder sogar leicht steigenden Deckungsbeitrag. Aufgrund leichter Umsatzsteigerungen und verbleibender Fixkosten, erwarten wir jedoch für 2024 ein negatives Ergebnis vor Steuern. Aufgrund des für 2024 geplanten Abbaus der eigenen Lagerbestände erwarten wir für 2024 eine Erhöhung der verfügbaren Liquidität.

5. Risikobericht

Im Unternehmen besteht ein einheitliches Berichts- und Meldewesen, das neben der Erlös- und Kostenbudgetierung auch als Instrument der Risikofrüherkennung dient. Regelmäßig wird die deutsche Gesellschaft vom Konzern auditiert. Neben einer monatlichen Abstimmung von Bilanz und GuV sowie Soll-Ist-Vergleichen mit daraus resultierenden Forecast Anpassungen erfolgen bereichsorientierte Audits, wie z.B. Lagerhaltung und Vertragswesen, die übergreifend zu Prozessoptimierungen in den jeweiligen Abteilungen führen.

Die TEST RITE tepro GmbH bewegt sich mit ihrem Produktspektrum hauptsächlich im Preiseinstiegs- und mittleren Bereich. In diesem Segment ist der Marktdruck sehr ausgeprägt, so dass Preiserhöhungen grundsätzlich nur schwer durchsetzbar sind. Zur Abdeckung der Ausfall- und Bonitätsrisiken wird eine Kreditversicherung eingesetzt. Den Währungsrisiken begegnet die Gesellschaft mit langfristig vorausschauenden Sicherungsgeschäften.

Im Zusammenhang mit der stark gestiegenen Inflation haben die Zentralbanken die Leitzinsen erhöht, was zu einem deutlichen Anstieg des Zinsniveaus geführt hat. Auf diese Zinsentwicklung und die daraus resultierenden Folgen der erhöhten Zinskosten reagiert das Unternehmen durch ein proaktives kurzfristiges Cash Management.

Durch die genannten revolvierenden kurzfristigen Darlehen der taiwanesischen Banken wird auch die Finanzierung des laufenden Geschäftsjahres sichergestellt, was der Handlungsweise des taiwanesischen Konzernmutterunternehmen entspricht. Die Geschäftsführung schätzt das Risiko, dass die Garantien des Mutterunternehmens nicht oder nur in eingeschränktem Umfang fortgeführt werden und sich daher der Umfang der Fremdfinanzierung durch die Banken reduziert oder diese Finanzierung ganz wegfällt als sehr gering ein: Die TEST RITE tepro ist als wesentliche europäische Vertriebsgesellschaft in die weltweite Vertriebsstrategie des Konzerns eingebunden; mit der neuen Geschäftsführung ist auch die konzerninterne Kooperation und Vernetzung intensiviert worden; und zur Zeit werden konkrete Planungen zur Verstärkung des deutschen Standorts vorangetrieben.Demzufolge ist zu erwarten, dass die Unterstützung durch den Konzern aufrechterhalten und ausgeweitet wird und die kurzfristigen Bankdarlehen auch zukünftig, so wie bisher, prolongiert werden.

Die Gewinnung und Bindung qualifizierter Mitarbeiter ist aufgrund des branchenübergreifenden Fachkräftemangels eine hohe Herausforderung für TEST RITE tepro. Vor dem Hintergrund der im vorstehenden Absatz angesprochenen Geschäftsausweitung muss auch für diese neuen Aufgaben geeignetes Personal akquiriert werden. Zur Deckung des Bedarfs arbeitet das Unternehmen mit verschiedenen Personaldienstleistern zusammen; neben den klassischen Instrumenten werden auch Aktivitäten in den sozialen Medien durchgeführt.

Neben dem branchentypischen Risiko der Wetterabhängigkeit im Gartenbereich bestehen weiterhin folgende wesentliche Risiken, die zum Teil durch den Ukraine-Krieg verursacht oder verschärft sind: Zum einen die erheblich gesunkene Konsumbereitschaft bedingt durch die Unsicherheit aus der zukünftigen Preisentwicklung, der Energiekrise und dem erwarteten wirtschaftlichen Abschwung sowie die schlechte Nachfrage aufgrund hoher Lagerbestände der Baumärkte. Zum anderen das gestiegene Zinsniveau.

Das durch die hohe Inflation der beiden zurückliegenden Jahre verursachte zurückhaltende Konsumklima wird weiterhin den gesamten Markt belasten. In Anbetracht dessen wurde das Bestellvolumen für den Einkauf des Geschäftsjahres 2023 angemessen reduziert, da die Gesellschaft beabsichtigt, die Umsätze im Jahr 2024 verstärkt aus dem umfangreichen Lagerbestand zu bedienen. Falls es das wirtschaftliche Umfeld erfordert, kann diese Vorgehensweise im Jahr 2025 fortgesetzt werden.

Innerhalb der Lagerbestände sind nach wie vor verschiedene Warengruppen vertreten, die eine unterschiedliche Altersstruktur aufweisen. Mit dem hohen Warenbestand sind entsprechende Abverkaufsrisiken (Ungängigkeit der Bestände, nicht kostendeckende Erlöse) verbunden. Im Jahre 2023 konnten durch gezielte Verkaufsaktionen die älteren Bestände bereits reduziert werden. Die Auslaufartikel weiter abzuverkaufen und eine verlustfreie Bewertung aufrechtzuerhalten wird auch in den nächsten Jahren mit im Fokus der Gesellschaft stehen.

6. Chancenbericht

Die hohen Lagerbestände der TEST RITE tepro bieten die Chance, auf kurzfristige Anforderungen des Marktes schnell reagieren zu können, anstatt auf langfristige Bestellzyklen im Asieneinkauf angewiesen zu sein. Hinzu kommt, dass aufgrund der in den beiden vorangegangenen Jahren aufgetretenen Lieferkettenproblemen bei den Kunden teilweise ein Strategiewechsel weg vom Import hin zum risikoärmeren Großhandelsgeschäft (Warenhausgeschäft) stattfindet, der sich für das Unternehmen positiv auswirken sollte.

Darüber hinaus könnte die Gesellschaft aufgrund des andauernden schwierigen wirtschaftlichen Umfelds von Marktbereinigungen bei Wettbewerbern profitieren, die nicht über einen vergleichbaren leistungsstarken Konzernrückhalt verfügen. Auch die Tatsache, dass TEST RITE tepro über ein qualifiziertes und erfahrenes Team mit direktem Zugang zu Herstellern verfügt, um auf die verstärkten Anforderungen der Kunden (Eigenmarken, Individualisierung von Produkten) mit Modulsystemen reagieren zu können, sollte dazu beitragen, die Umsätze mittelfristig wieder auf ein deutlich höheres Niveau anzuheben.

Durch die im Abschnitt Prognose beschriebenen Maßnahmen erwartet die Gesellschaft eine deutliche Steigerung der Effizienz und Wirtschaftlichkeit durch Synergieeffekte.

 

Rödermark, 22.11.2024

Robin Tsai-Jung Ho, Geschäftsführerin

Kelly Ho, Geschäftsführerin

Erik Bootz, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.089.447,67 465.497,91
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 799.875,17 235.111,41
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 101.436,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 799.875,17 85.713,00
3. geleistete Anzahlungen 0,00 47.962,41
II. Sachanlagen 264.572,50 205.386,50
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.039,00 15.613,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 250.533,50 189.773,50
III. Finanzanlagen 25.000,00 25.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
B. Umlaufvermögen 21.947.065,14 26.323.377,26
I. Vorräte 18.884.068,80 21.999.981,14
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 18.235,26 17.443,34
2. fertige Erzeugnisse und Waren 18.865.833,54 21.980.273,10
3. geleistete Anzahlungen 0,00 2.264,70
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.117.437,70 2.706.197,22
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 887.579,03 1.779.034,73
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 275.915,85 288.231,55
3. sonstige Vermögensgegenstände 953.942,82 638.930,94
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 945.558,64 1.617.198,90
C. Rechnungsabgrenzungsposten 37.942,49 32.948,53
Aktiva 23.074.455,30 26.821.823,70

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.160.208,33 9.196.335,57
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 14.379.719,27 14.379.719,27
III. Verlustvortrag 5.208.383,70 6.059.333,13
IV. Jahresfehlbetrag 4.036.127,24 -850.949,43
B. Rückstellungen 1.046.597,25 2.454.640,26
1. sonstige Rückstellungen 1.046.597,25 2.454.640,26
C. Verbindlichkeiten 16.867.649,72 15.170.847,87
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.800.000,00 7.600.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 373.308,86 693.063,56
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.578.776,80 6.501.384,09
4. sonstige Verbindlichkeiten 115.564,06 376.400,22
davon aus Steuern 30.254,29 55.953,04
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 7.067,36 4.555,47
Passiva 23.074.455,30 26.821.823,70

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 13.494.332,80 54.525.275,20
2. andere aktivierte Eigenleistungen 119.000,34 151.873,44
3. sonstige betriebliche Erträge 1.133.502,71 2.790.918,72
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 62.247,82 2.094.797,60
4. Materialaufwand 10.186.099,14 45.929.784,42
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 10.139.114,74 45.087.842,11
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 46.984,40 841.942,31
5. Personalaufwand 3.103.871,99 3.305.028,08
a) Löhne und Gehälter 2.541.420,89 2.760.863,03
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 562.451,10 544.165,05
davon für Altersversorgung 15.878,11 16.379,51
6. Abschreibungen 124.643,71 105.811,99
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 124.643,71 105.811,99
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.093.665,51 6.873.030,15
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 0,08 0,00
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 139.192,82 93,00
davon aus verbundenen Unternehmen 139.192,82
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 411.247,30 397.328,78
davon an verbundene Unternehmen 88.742,65 91.475,41
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.180,80
11. Ergebnis nach Steuern -4.034.679,78 857.176,94
12. sonstige Steuern 1.447,46 6.227,51
13. Jahresfehlbetrag 4.036.127,24 -850.949,43

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Firma TEST RITE tepro GmbH mit Sitz in Rödermark, Registergericht Offenbach am Main, Registergerichtsnummer HRB 42087, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Aufstellung der Bilanz erfolgte vor Berücksichtigung der Gewinnverwendung.

Der Ausweis und die Gliederung des Jahresabschlusses entsprechen den §§ 265 ff HGB. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

a) Bilanzierungsmethoden

Ansatzpflichten:

Die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden gemäß §§ 246 - 251 und 274 Abs. 1 HGB angesetzt.

Ansatzwahlrechte:

Im Jahresabschluss 2022 wurde erstmals das Ansatzwahlrecht zur Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nach § 248 Absatz 2 HGB in Anspruch genommen. Im Übrigen wurden Ansatzwahlrechte nicht in Anspruch genommen.

b) Bewertungsvorschriften

Die Vermögensgegenstände und Schuldposten wurden den Bewertungsgrundsätzen des § 252 HGB entsprechend bewertet.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde zu ursprünglichen Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Der Zugang an geringwertigen Wirtschaftsgütern wurde voll abgeschrieben.

Finanzanlagen: Die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert waren nicht erforderlich.

Die Anschaffungskosten der Vorräte wurden nach der verfeinerten Durchschnittsmethode ermittelt. Die in USD eingekauften Waren wurden mit dem Sicherungskurs der durchgeführten Devisentermingeschäfte bewertet. Vertriebs- und Verwaltungskostenanteile wurden nicht mit eingerechnet. Als externe Anschaffungsnebenkosten wurden anhand von tatsächlich angefallenen Fracht-, Entladungs- und Versicherungskosten prozentuale Zuschläge ermittelt und den Einzelkosten hinzugerechnet. Ebenso wurden Zölle und sonstige Abgaben einbezogen. Im Geschäftsjahr war eine verlustfreie Bewertung gemäß § 253 Abs. 4, Satz 2 HGB auf diejenigen Warenbestände vorzunehmen, bei denen die Anschaffungskosten den zu erwarteten Verkaufserlös überschritten. In diese Ermittlung wurden die noch anfallenden Veräußerungs-, Fracht-, Lagerkosten und Zinsen mit einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert abzüglich einer Pauschalwertberichtigung bewertet. Bei zweifelhaften Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Fremdwährungsforderungen wurden bei Zugang mit dem Devisenkurs umgerechnet, und, soweit zum Stichtag die Restlaufzeit unter einem Jahr beträgt, erfolgt die Bewertung mit dem Devisenkassamittelkurs zum Stichtag.

Liquide Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Liquide Mittel in fremder Währung wurden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs in EURO umgerechnet.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden in Höhe der abzugrenzenden Beträge angesetzt.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt, sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. In den Ansatz der Erfüllungsbeträge fließen die Erfahrungswerte des Managements sowie Ergebnisse aus Analysen der vorangegangenen Geschäftsjahre ein.

Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem durchschnittlichen Sicherungskurs der abgeschlossenen Devisentermingeschäfte in EURO umgerechnet.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

Erläuterungen zur Bilanz

a) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem gemäß § 284 Abs. 3 HGB in der Bruttodarstellung entwickelten Anlagespiegels, dargestellt auf Seite 6 des Anhangs. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind hierin enthalten.

Die im Vorjahr als selbsterstellte immaterielle Anlagegegenstände beurteilte Entwicklung einer neuen ERP-Lösung zur Steuerung und Abbildung der nach der Verschmelzung in 2020 erweiterten Geschäftsaktivitäten wurde im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses 2023 umqualifiziert in einen entgeltlichen Erwerb immaterieller Vermögensgegenstände. Die bereits im Geschäftsjahr 2022 fertiggestellte Komponente wurde daher innerhalb der immateriellen Vermögensgegenstände umgegliedert; die am Jahresende 2023 fertiggestellten übrigen Komponenten wurden unmittelbar aus den geleisteten Anzahlungen in den Bilanzposten der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände umgebucht.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 103.911,03 3.268,13 0,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 931.905,72 35.040,00 0,00
3. geleistete Anzahlungen 47.962,41 622.197,22 52.378,46
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.083.779,16 660.505,35 52.378,46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 37.657,68 0,00 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.022.217,11 140.466,58 1.546,10
Summe Sachanlagen 1.059.874,79 140.466,58 1.546,10
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 25.000,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 2.168.653,95 800.971,93 53.924,56
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte -107179,16 0,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 724.960,33 1.691.906,05
3. geleistete Anzahlungen -617.781,17 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 1.691.906,05
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 37.657,68
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.161.137,59
Summe Sachanlagen 0,00 1.198.795,27
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 25.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 25.000,00
Summe Anlagevermögen 0,00 2.915.701,32
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.475,03 15.323,13 0,00 -17.798,16 0,00 0,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 846.192,72 28.040,00 0,00 17.798,16 892.030,88 0,00
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 848.667,75 43.363,13 0,00 0,00 892.030,88 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 22.044,68 1.574,00 0,00 0,00 23.618,68 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 832.443,61 79.706,58 1.546,10 0,00 910.604,09 0,00
Summe Sachanlagen 854.488,29 81.280,58 1.546,10 0,00 934.222,77 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.703.156,04 124.643,71 1.546,10 0,00 1.826.253,65 0,00
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 101.436,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 799.875,17 85.713,00
3. geleistete Anzahlungen 0,00 47.962,41
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 799.875,17 235.111,41
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.039,00 15.613,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 250.533,50 189.773,50
Summe Sachanlagen 264.572,50 205.386,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
Summe Finanzanlagen 25.000,00 25.000,00
Summe Anlagevermögen 1.089.447,67 465.497,91

b) Forderungen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

c) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen von Zulieferern und Dienstleistern TEUR 264 (259 TEUR), ausstehende Abrechnungen von bzw. an Kunden 113 TEUR (936 TEUR), Kundenboni 16 TEUR (391 TEUR), abzugrenzende Personalkosten wie Urlaub und Tantiemen 169 TEUR (354 TEUR), für Zinszahlungen 168 TEUR (221 TEUR) sowie für Beratungs-, Abschluss- und Prüfungskosten 158 TEUR (157 TEUR) gebildet.

d) Verbindlichkeiten

Art der Verbindlichkeit Gesamt 31.12.2023
Euro
Restlaufzeit bis ein Jahr
Euro
Restlaufzeit mehr als ein Jahr
Euro
Gesamt 31.12.2022
Euro
Restlaufzeit bis ein Jahr
Euro
Restlaufzeit mehr als ein Jahr
Euro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.800.000,00 9.800.000,00 0,00 7.600.000,00 7.600.000,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 373.308,86 373.308,86 0,00 693.063,56 693.063,56 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.578.776,80 878.776,80 5.700.000,00 6.501.384,09 501.384,09 6.000.000,00
- davon gegenüber Gesellschaftern 6.196.377,13 496.377,13 5.700.000,00 6.215.364,66 215.364,66 6.000.000,00
Sonstige Verbindlichkeiten 115.564,06 115.564,06 0,00 376.400,22 376.400,22 0,00
- davon aus Steuern 30.253,71 30.253,71 0,00 55.953,04 55.953,04 0,00
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 7.067,36 7.067,36 0,00 4.555,47 4.555,47 0,00
Summen 16.867.649,72 11.167.649,72 5.700.000,00 15.170.847,87 9.170.847,87 6.000.000,00

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist ein Darlehen in Höhe von 5,7 Mio. EUR gegenüber Gesellschaftern enthalten. Im Übrigen enthält der Posten ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

e) Haftungsverhältnisse, §§ 251 und 268 VII HGB

Eventualverbindlichkeiten aus Haftungsverhältnissen liegen nicht vor.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

a) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von 13.494 TEUR verteilen sich auf folgende Regionen :

2023
Inland 8.626 TEUR
Europäische Union 2.613 TEUR
übrige 2.255 TEUR

b) Periodenfremde Erträge

Die periodenfremden Erträge setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungsauflösungen in Höhe von 669 TEUR zusammen.

Sonstige Angaben

c) Arbeitnehmerzahl

Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 49 Arbeitnehmer beschäftigt. Davon ein gewerblicher Arbeitnehmer und 48 Angestellte, von denen 4 leitend tätig waren.

d) Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Name Vorname
Zimmermann Dirk (ausgeschieden am 31. Dezember 2023)
Ho Robin Tsai-Jung
Ho Kelly (Eintritt zum 7. Februar 2024)
Bootz Erik (Eintritt zum 7. Februar 2024)

Herr Zimmermann führte im Jahr 2023 hauptberuflich die Geschäfte der TEST RITE tepro GmbH.

e) Bewertungseinheiten

Insbesondere der Warenbezug und - in deutlich geringerem Umfang - der Warenverkauf in Fremdwährungen (USD und GBP) beinhalten Währungsrisiken.

Die Gesellschaft hat Devisentermingeschäfte zur Absicherung der Devisenkurse abgeschlossen.

Im Fall des Warenbezugs für das Container-Geschäft wird für jede einzelne Position ein nach Betrag und Laufzeit deckungsgleiches Sicherungsgeschäft abgeschlossen (Mikro-Hedges).

Dagegen erfolgt die Währungssicherung für den Warenbezug des Lagergeschäfts über aggregierte Positionen mit dem Ziel, sämtliche Bestellungen in Fremdwährung abzusichern (Makro-Hedges). Die Gesellschaft kontrolliert laufend, dass die Summe der offenen Fremdwährungs-Verbindlichkeiten und die Summe der ausstehenden Bestellungen (Bestellobligo) durch Devisentermingeschäfte gesichert ist.

Zum Bilanzstichtag stehen den offenen Fremdwährungsverbindlichkeiten von 860 T€ sowie dem Bestellobligo von 1.463 T€ (in Summe 2.323 T€) Devisentermingeschäfte von 2.364 T€ gegenüber, womit eine Überdeckung von 41 T€ vorliegt.

f) Sonstige finanzielle Verpflichtungen, § 285 Nr: 3 HGB

Zum Bilanzstichtag besteht ein Bestellobligo für Waren in Höhe von 1,5 Mio. USD und 0,6 Mio. EUR.

Des Weiteren bestehen Verpflichtungen aufgrund von Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 2,5 Mio. EUR, die sich über einen Zeitraum bis 9 Jahre verteilen. 1.4 Mio. EUR sind innerhalb des Jahres 2024 fällig.

g) Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Test Rite International Co Ltd in Taiwan einbezogen. Der Konzernabschluss ist unter der folgenden Adresse erhältlich:

Test Rite International Co., Ltd., 6 FL., No. 23, Hsin-Hu 3rd. Road, Taipei, Taiwan, R.O.C.

h) Jahresabschlussprüfungshonorar

Das vom Abschlussprüfer berechnete oder noch zu berechnende Gesamthonorar beträgt 97,1 TEUR. Davon entfallen 48,6 TEUR auf die Prüfung des Jahresabschlusses 2023, 19,0 TEUR auf Steuererklärungen und 29,5 TEUR auf sonstige Leistungen.

i) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag sind nicht eingetreten.

j) Vorschlag der Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Bilanzverlust wird auf neue Rechnung vorgetragen.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Rödermark, den 22.11.2024

Robin Tsai-Jung, Geschäftsführerin

Ho Kelly Ho, Geschäftsführerin

Erik Bootz, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 07.03.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die TEST RITE tepro GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TEST RITE tepro GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TEST RITE tepro GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt wie im Lagebericht dargestellt weitgehend über kurzfristige Bankdarlehen, die vom Konzern bzw. ihm nahestehende Personen besichert werden. Im Zeitpunkt der Beendigung der Prüfung konnte nicht abschließend beurteilt werden, ob diese Darlehen jeweils bei Fälligkeit verlängert werden. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Darlehen wie in der Vergangenheit prolongiert werden, so dass die Finanzierung der Gesellschaft gesichert ist. Diese Beurteilung betrifft sowohl den Jahresabschluss als auch die Berichterstattung im Lagebericht. Unsere Prüfungsurteile sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kriftel, 25. November 2024

Klug & Engelhard GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Andreas Klug, Wirtschaftsprüfer

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