DADB - Deutsche Akademie für Digitale Bildung GmbH
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GE Grid GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 20211 Grundlagen des Unternehmens1.1 Geschäftsmodell des UnternehmensGeschäftstätigkeitDie GE Grid GmbH ist ein 100%iges Tochterunternehmen der GE Energy Germany GmbH, Ratingen. Mit der Muttergesellschaft besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Gegenstand der GE Grid GmbH ist die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb einschließlich Service von Geräten, Systemen und Anlagen, die der Energieerzeugung, Energieübertragung oder Energieverteilung dienen. Zu den Kunden zählen weltweit Betreiber von Kraftwerken, Übertragungs- und Verteilnetzen und Industrieunternehmen in den Bereichen Öl & Gas. Einen immer größeren Anteil bilden Kunden aus dem Bereich der Bereitstellung, Übertragung und Verteilung regenerativer Energien. Die Produkte, Systeme und Services repräsentieren modernste Technologien und werden im Wesentlichen an Standorten in Deutschland unter Nutzung des weltweiten Entwicklungs-, Fertigungs-, Vertriebs- und Servicenetzwerks bereitgestellt. Die Hauptstandorte in Deutschland befinden sich in Berlin, Dresden, Kassel, Mönchengladbach und Frankfurt am Main. Daneben unterhält die Gesellschaft eine Betriebsstätte in Kasachstan. 1.2 Forschung und EntwicklungDer weltweit ansteigende Energiebedarf und immer höhere Anforderungen an Energieeffizienz, Zuverlässigkeit, Langlebigkeit und geringer Wartungsbedarf, verbunden mit den Trends nach verstärktem Einsatz erneuerbarer Energien bei gleichzeitiger Digitalisierung aller Bereiche, bilden eine nachhaltige Geschäftsgrundlage der GE Grid GmbH und den Rahmen für nachhaltige Produkt- und Prozessentwicklungen. Zu den weltweiten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im GE-Konzern leistet die Gesellschaft mit einer geringen Anzahl von eigenen Mitarbeitern einen Beitrag, die im Rahmen eines Internal Research and Development Agreements mit der General Electric Technology GmbH, Baden (Schweiz), durchgeführt werden. Sie dienen besonders den Produktlinien Schaltgeräte und Transformatoren, ebenso aber auch der Hochspannungsgleichstromübertragung. Nachdem die Entwicklungsleistungen allen Standorten weltweit zugutekommen, werden nur dann Entwicklungsgebühren fällig, wenn auch damit in Zusammenhang stehende Umsätze getätigt worden sind. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Geschäftsjahr 2021 5,7 Mio. EUR (i. Vj. 5,3 Mio. EUR). 2 Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDas Wachstum der Weltwirtschaft war auch im Jahr 2021 durch die Corona-Pandemie belastet. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften erholte sich der private Konsum im Laufe des Jahres. In vielen Ländern wurde die Industrieproduktion jedoch durch Liefer- und Kapazitätsengpässe verlangsamt. Die steigende globale Nachfrage und die damit verbundenen angebotsseitigen Engpässe führten zu gestiegenen Energiepreisen und einem starken Anstieg der Inflation. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften - insbesondere im Euro-Raum, im Vereinigten Königreich und in Japan - ging die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2021 zurück. Im zweiten Quartal 2021 verbesserte sich das BIP in diesen Ländern vor allem aufgrund der Wiederöffnung der Dienstleistungsbereiche und des Impffortschritts. In den meisten Schwellenländern erholte sich das BIP im ersten Quartal 2021, jedoch wurde die Erholung insbesondere in Indien sowie einigen südostasiatischen und lateinamerikanischen Schwellenländern im zweiten Quartal unterbrochen. Insgesamt war die Entwicklung des weltweiten BIPs im Jahr 2021 aufwärtsgerichtet und es wurde für das Jahr 2021 ein weltweites BIP-Wachstum von 6,2 % erreicht. 1 Im Euroraum lag das BIP im zweiten Quartal 2021 noch 2,7 % unter dem Vorkrisenniveau vom vierten Quartal 2019. Einige Länder wie Finnland, Griechenland, Luxemburg und Irland sowie die baltischen Staaten lagen teilweise deutlich über dem Vorkrisenniveau, während Deutschland, Frankreich, Italien, Portugal und Spanien unter dem Vorkrisenniveau lagen. Die südeuropäischen Länder wiesen insbesondere aufgrund ihrer Abhängigkeit vom Tourismus, welcher stark von der Coronakrise betroffen war, eine schwächere Wirtschaftsleistung auf. 2 Die konjunkturelle Entwicklung der deutschen Wirtschaft konnte sich nach dem starken Einbruch im Jahr 2020 erholen, war aber auch im Jahr 2021 durch die Coronapandemie und damit verbundener zunehmender Liefer- und Materialengpässe geprägt, so dass die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gemäß des Statistischen Bundesamtes um 2,8 % (2020: -4,6 %). 3 Die deutschen Exporte erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 14,0 %, während die Importe um 17,1 % angestiegen sind. Dies führte dazu, dass die Außenhandelsbilanz im Jahr 2021 mit einem Überschuss von EUR 173,3 Mrd. abschloss (i. Vj.: EUR 179,1 Mrd.). 4 Die Inflationsrate ist im Vorjahresvergleich im Jahresdurchschnitt um 3,1 % gestiegen (2020: +0,5%). Eine höhere Teuerungsrate wurde zuletzt für das Jahr 1993 ermittelt. Hierbei trug die zeitweise Absenkung der Mehrwertsteuer sowie der Preisverfall von Mineralölprodukten im Vorjahr insgesamt zu einem vergleichsweise stärkeren Anstieg der Jahresteuerungsrate bei. Darüber hinaus führten Lieferengpässe zu deutlichen Preisanstiegen auf vorgelagerten Wirtschaftsstufen. Haupttreiber für den Anstieg der Inflationsrate waren vor allem höhere Energiepreise (+10,4 %) sowie höhere Preise für Nahrungsmittel (+3,2%) und Waren (+4,3 %). 5
1 Vgl. EZB-Jahresbericht 2021
Branchenbezogene RahmenbedingungenDer deutsche Markt, der traditionell vor allem durch die Bedarfe der Transport- und Verteilnetzbetreiber getrieben wird, zeigt sich auch im Geschäftsjahr 2021 auf hohem Niveau. Ebenso hat die neue Bundesregierung ambitioniertere Ausbauziele für Erneuerbare Energien formuliert. Neben der Energiegewinnung mittels der bekannten Photovoltaik und On- und Offshore-Wind, rückt zunehmend auch die Produktion von Wasserstoff in den Vordergrund, wodurch neue Märkte erschlossen werden. Gemeinsam mit dem 2021 verabschiedeten Klimaschutzprogramm 2030 schafft das EEG 2021 (Erneuerbare Energien Gesetz) nun den gesetzlichen Rahmen, mit dem Deutschland sein Ziel von 65 Prozent erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch bis 2030 erreichen will. Darin wird die Geschwindigkeit vorgegeben, in welcher insbesondere klimafreundliche Energien wie Wind und Photovoltaik in den nächsten Jahren ausgebaut werden sollen. 6 Obwohl die generelle Marktnachfrage positiv ist, fordern die weltweiten Engpässe der Lieferketten und Warenverfügbarkeiten ihren Tribut. Geschuldet sind diese insbesondere der Corona Krise, aber auch dem Angriffskrieg auf die Ukraine. Des Weiteren ist ein Fachkräftemangel zu verzeichnen, welcher es zusätzlich erschwert den Markt vollumfänglich und zeitnah zu bedienen. Der wieder ansteigende Ölpreis sorgt dafür, dass die knappen Ressourcen im Offshore Bereich zwischen den Branchen Öl und Gas versus Erneuerbare Energien im Wettbewerb stehen. Die am 9. November 2021 angekündigte Aufteilung der General Electric Company in die drei Bereiche Luftfahrt, Gesundheit und Energie, die jeweils unabhängig geführt werden sollen, hat bisher keine signifikanten Auswirkungen gezeigt. Die GE Grid GmbH wird künftig unter der neu benannten Energie-Sparte GE Vernova geführt.
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https://www.bmwi-energiewende.de/EWD/Redaktion/Newsletter/2021/01/Meldung/topthema.html
2.2 Bedeutsamste LeistungsindikatorenAls bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren hat die Gesellschaft den Auftragseingang, die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern (Ergebnis nach Steuern zuzüglich der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag) festgelegt, die die Geschäftsführung zur Planung und Steuerung der Gesellschaft heranzieht. Dabei wird, um zeitnah relevante Informationen zu erhalten, auf das konzerninterne Reporting auf Basis von US-GAAP zurückgegriffen. Dort werden monatlich Abschlüsse erstellt, die das Management über die Entwicklung der Leistungsindikatoren auf dem Laufenden halten. 2.3 GeschäftsverlaufDie GE Grid GmbH ist in Deutschland auf allen Ebenen der Energieübertragung und -verteilung vertreten, stellt Elektrizitätsverteilungs- und Schalteinrichtungen sowie Transformatoren her und deckt mit der deutschen Vertriebsorganisation das gesamte Gebiet der Bundesrepublik Deutschland ab. Sie beherbergt an ihren Standorten einen großen Teil der in Grid Solutions existierenden Produktlinien. Im Exportbereich profitiert man von einem internationalen Vertriebsnetzwerk. Entwicklung der einzelnen ProduktlinienDie Gesellschaft betreibt ihr Geschäft in folgenden Produktlinien und Standorten:
Die Entwicklung dieser einzelnen Einheiten wird im Folgenden erläutert. Produktlinie - HochspannungsschaltgeräteIm Berichtszeitraum belief sich der Auftragseingang auf 16,3 Mio. EUR (i. Vj. 42,1 Mio. EUR), davon entfielen 2,6 Mio. EUR (i. Vj. 6,7 Mio. EUR) auf inländische Kunden. Der Umsatz betrug im gleichen Zeitraum 28,7 Mio. EUR (i. Vj. 36,4 Mio. EUR), davon entfielen 5,0 Mio. EUR (i. Vj. 8,5 Mio. EUR) auf inländische Kunden. Der Auftragseingang im Bereich HYpact-Schaltgeräte spiegelt ein stabiles Niveau wider, wobei insbesondere bei den Projektmargen eine Verbesserung erzielt werden konnte. Produktlinie - TransformatorenIm Berichtszeitraum belief sich der Auftragseingang auf 74,5 Mio. EUR (i. Vj. 88,5 Mio. EUR) mit einem Inlandsanteil von 47,7 Mio. EUR (i. Vj. 64,4 Mio. EUR). Damit lag er mehr als 18 % unter dem Vorjahr. Der Umsatz betrug im gleichen Zeitraum 70,9 Mio. EUR (i. Vj. 62,4 Mio. EUR), davon entfielen 42,3 Mio. EUR (i. Vj. 30,9 Mio. EUR) auf inländische Kunden. Die Hauptmärkte sind nach wie vor Deutschland und Frankreich, mit Abstrichen andere Westeuropäische Länder und auch der Nahe Osten. Das Werk in Mönchengladbach war im Jahr 2021 durchweg stabil ausgelastet, die kapazitätsbelastenden, hohen Qualitätsaufwendungen der Vorjahre konnten aufgrund signifikanter Verbesserungen deutlich reduziert werden und somit auch der Output erhöht werden. Diese erfreuliche Entwicklung spiegelt sich nur aus abrechnungsbedingten Gründen vor Projektabschluss noch nicht im Umsatz wider. Die Wettbewerbssituation blieb in Deutschland unverändert, da Hersteller außerhalb der EU ohne nennenswerte Bedeutung geblieben sind. Im Verlauf des Jahres 2021 ließ der Preisdruck vergangener Jahre mitunter spürbar nach und eine Reihe von Aufträgen konnte - trotz bereits im 2. Halbjahr erfolgter Kostensteigerungen (z.B. Energie) - zu erheblich verbesserten Margen in die Bücher genommen werden. Bereich - HochspannungssystemeIm Berichtszeitraum belief sich der Auftragseingang auf 30,1 Mio. EUR (i. Vj. 57,3 Mio. EUR). Davon kamen 26,3 Mio. EUR (i. Vj. 43,8 Mio. EUR) von inländischen Kunden. Der Umsatz betrug im gleichen Zeitraum 41,1 Mio. EUR (i. Vj. 1.690,8 Mio. EUR), davon entfielen 33,5 Mio. EUR (i. Vj. 1.567,5 Mio. EUR) auf inländische Kunden. Dem positiven Markttrend folgend entwickeln sich auch die Geschäftszahlen, welche sich kontinuierlich seit den schwachen Geschäftsjahren 2019 und 2020 erholen. Es bleibt anzumerken, dass einige Kunden, aufgrund der angespannten Versorgungssituation, Bestellungen vorziehen, um Kapazitäten und Lieferungen sicherzustellen. Aufgrund der starken Nachfrage in Deutschland und Europa aber auch weltweit die Dekarbonisierung zu beschleunigen, ist ein Trend zu erkennen, in dem Kunden nun komplexe Projekte in Form von Rahmenverträgen bereit sind zu vergeben. So werden nicht nur Lieferressourcen gesichert, sondern auch langwierige und kostspielige Vergabeprozesse effizienter gestaltet. Benannt seien hier insbesondere HGÜ (Hochspannung Gleichstrom Übertragung) Projekte, welche nötig sind, um Erneuerbare Energien in das Bestandsnetz zu integrieren. ServiceIm Berichtszeitraum belief sich der Auftragseingang auf 21,7 Mio. EUR (i. Vj. 31,8 Mio. EUR), davon entfielen 16,8 Mio. EUR (i. Vj. 18,1 Mio. EUR) auf inländische Kunden. Der Umsatz betrug im gleichen Zeitraum 33,8 Mio. EUR (i. Vj. 19,3 Mio. EUR) mit einem Inlandsanteil von 15,0 Mio. EUR (i. Vj. 11,2 Mio. EUR). Der Rückgang im Auftragseingang des Service ist grundsätzlich darauf zurückzuführen, dass weniger Großprojekte am Markt vergeben wurden bzw. sich die Zeitschiene zur Vergabe einzelner Projekte deutlich verlängert hat. Solar HybridsNach der Integration des Bereiches Hybrids zum 1. Oktober 2019 wurde im Jahr 2020 das Geschäft dieses Bereiches zu einem R&D-Cost-Center transformiert und im Jahr 2021 als solches geführt. Es wird innerhalb der GE-Gruppe von diversen Produktionsstandorten in der Entwicklung neuer Produkte genutzt und refinanziert. Der Umsatz betrug im Jahr 2021 4,7 Mio. EUR (i. Vj. 3,9 Mio. EUR) mit einem Inlandsanteil von 1,8 Mio. EUR (i. Vj. 1,6 Mio. EUR). Gesamtaussage zum GeschäftsverlaufDie Folgen der Corona-Pandemie zeichnen sich zunehmend durch Lieferengpässe und zum Teil erheblichen Preissteigerungen für Material und Personal aus. Dieses ist zum Teil auch der Tatsache geschuldet, dass es eine starke Nachfrage nach der Integration Erneuerbarer Energien in das Bestandsnetz gibt. Nicht nur um die Dekarbonisierung voranzutreiben, sondern auch um sich von fossilen Brennstoffen, welche insbesondere in Deutschland aus dem Ausland bezogen werden, unabhängig zu machen. Der gesamte Auftragseingang für das Geschäftsjahr 2021 lag bei 143,3 Mio. EUR und damit deutlich geringer im Vergleich zum Vorjahr (215,1 Mio. EUR). Er entsprach nicht den Erwartungen der Geschäftsführung. Die Auftragseingänge im Jahr 2021 verteilen sich über alle Geschäftsbereiche. Der Umsatz über alle Produktlinien lag bei 184,5 Mio. EUR (i. Vj. 1.821,2 Mio. EUR) und damit deutlich unter dem Vorjahresniveau. Dies lag an dem besonders hohen Umsatz im Jahr 2020 aufgrund der Abrechnung des Großprojektes DolWin3. Dementsprechend war der deutliche Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr zu erwarten. Das Ergebnis vor Steuern betrug im Geschäftsjahr 2021 -33,8 Mio. EUR (i. Vj. +192,3 Mio. EUR), was dem zu erwartenden negativen Ergebnis im zweistelligen Millionenbereich entspricht. Auch hier resultiert der sehr positive Vorjahreswert aus der Abrechnung des Großprojektes DolWin3. 2.4 Wirtschaftsbericht2.4.1 ErtragslageDie folgende Darstellung gibt einen Überblick über die Ertragslage der Gesellschaft für das zum 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr.
Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 184,5 Mio. EUR (i. Vj. 1.821,2 Mio. EUR) und lagen damit deutlich unter dem Vorjahresniveau. Der Verringerung ist im Wesentlichen durch die Fertigstellung des Projektes DolWin3 in 2020, mit einem Umsatz von EUR 1,5 Mrd., bedingt. Die Umsatzerlöse aus Weiterbelastungen von Shared Service- und R&D-Kosten sind gesunken und betrugen 5,3 Mio. EUR (i. Vj. 6,9 Mio. EUR). Die Gesamtleistung reduzierte sich von 505,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 204,6 Mio. EUR. Der Materialaufwand reduzierte sich leicht von 134,1 Mio. EUR auf 130,0 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2021. Dies ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Einkäufe von RHB-Stoffen und Waren zurückzuführen, die Leistungen durch Subunternehmer verringerten sich hingegen um circa 33%. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind auf 19,7 Mio. EUR (i. Vj. 15,6 Mio. EUR) gestiegen. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf die periodenfremden Erträge aufgrund der Auflösung von Rückstellungen zurückzuführen. Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020 von 71,6 Mio. EUR auf 71,0 Mio. EUR gesunken. Die Anzahl der im Geschäftsjahr durchschnittlichen Beschäftigten hat sich von 824 auf 694 vermindert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 67,4 Mio. EUR auf -42,7 Mio. EUR verringert. Die Reduzierung resultiert im Wesentlichen aus der im Vorjahr hohen Bildung von Garantierückstellungen sowie aus der Bildung der Strukturrückstellung im Jahr 2020 für den geplanten Personalabbau. Das negative Finanzergebnis von -9,8 Mio. EUR (i. Vj. -9,7 Mio. EUR) ist im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der geringen Zinsaufwendungen für Pensionen nahezu gleichgeblieben. Das negative Ergebnis vor Steuern in Höhe von -33,8 Mio. EUR (i. Vj. positives Ergebnis vor Steuern 192,3 Mio. EUR) spiegelt den aktuellen Projektabrechnungsstand. Das sehr positive Vorjahresergebnis ergab sich maßgeblich abrechnungsbedingt durch den Abschluss des Projektes DolWin3, welches im Jahr 2020 an den Kunden übergeben werden konnte. Die sonstigen Steuern betreffen im Wesentlichen ausländische Quellensteuer. Aufgrund des existierenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags wird der entstandene Jahresfehlbetrag der Gesellschaft in Höhe von 33,9 Mio. EUR (i. Vj. Aufwand aus Ergebnisabführung in Höhe von 192,2 Mio. EUR) durch den Gesellschafter, die GE Energy Germany GmbH, Ratingen, ausgeglichen. 2.4.2 FinanzlageAufgrund der erhaltenen Aufträge im Systemgeschäft und dem damit verbundenen hohen Kundenanzahlungsbestand verfügt die Gesellschaft nach wie vor über einen hohen Finanzmittelbestand von 248,2 Mio. EUR (i. Vj. 380,0 Mio. EUR) im Konzern Cash-Pool, der als Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen wird. Basierend auf den bestehenden Cash-Pooling-Verträgen hat die GE Grid GmbH zum Bilanzstichtag überschüssige liquide Mittel an die General Electric Deutschland Holding GmbH, Frankfurt am Main, abgeführt. Aufgrund des bestehenden Cash-Pools war die Liquidität der Gesellschaft jederzeit gesichert. Die Geschäftsführung sieht die Cash-Pool Forderung als werthaltig an. Das stille echte Factoring an GE Capital Commercial Finance BV, 4817 PA Breda, wurde im Verlaufe des Jahres 2021 eingestellt. Ein Zahlungsmittelabfluss durch Investitionstätigkeit erfolgte nur in geringfügigem Umfang. Bedingt durch die Reduzierung der Bilanzsumme erhöhte sich die Eigenkapitalquote auf 8,8 % (i. Vj. 6,5 %). Der Jahresverlust wurde gemäß Ergebnisabführungs- bzw. Verlustübernahmevertrag durch die GE Energy Germany GmbH übernommen. 2.4.3 VermögenslageDie folgende Darstellung gibt einen Überblick über die Vermögenslage der Gesellschaft für das zum 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr.
Die Bilanzsumme in Höhe von 529,4 Mio. EUR (i. Vj. 712,8 Mio. EUR) ist um 183,4 Mio. EUR gesunken. Dies ergibt sich auf der Aktivseite im Wesentlichen aus dem Rückgang der Forderungen in Höhe von 207,0 Mio. EUR. Daneben sind die Vorräte um 22,2 Mio. EUR gestiegen. Die Reduzierung der gesamten Forderungen resultiert im Wesentlichen aus der Verringerung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten im Wesentlichen Cash-Pool-Forderungen in Höhe von 248,2 Mio. EUR (i. Vj. 380 Mio. EUR), die Forderungen aus dem Verlustausgleich für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von 33,9 Mio. EUR sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 22,2 Mio. EUR (i. Vj. 20,0 Mio. EUR). Die Geschäftsführung ist aufgrund der Kapitalmarktkommunikation des GE-Konzerns und dessen Ratings der Ansicht, dass die Cash-Pool-Forderung werthaltig ist. Im Umlaufvermögen ist der Bruttobestand an Vorräten auf 179,2 Mio. EUR (i. Vj. 157,0 Mio. EUR) gestiegen. Die Höhe der Vorräte ist im Wesentlichen durch die nicht unerhebliche Laufzeit und den damit verbundenen Abarbeitungsgrad bestimmter Systemprojekte bedingt. So haben sich die Anlagen in Arbeit um 23,2 Mio. EUR auf 166,5 Mio. EUR erhöht. Dem gegenüber werden passivisch 195,4 Mio. EUR (i. Vj. 155,8 Mio. EUR) an erhaltenen Kundenanzahlungen ausgewiesen, die zur weiteren Deckung der Anlagen in Arbeit dienen. Im industriellen Vergleich ist die Anlagenquote von 3,8 % (i. Vj. 2,8 %) eher als gering einzustufen. Dies ist begründet einerseits durch die weniger anlagenintensive Fertigung und andererseits durch die Anmietung der notwendigen Grundstücke und Gebäude. Der Standort in Mönchengladbach mit Grundstück und Gebäude wurde im Jahr 2021 von der GE Power GmbH gekauft. Im Geschäftsjahr ist das Anlagevermögen zusätzlich durch die Sonderabschreibungen in Höhe von 2,4 Mio. EUR im Zusammenhang mit der Restrukturierung am Standort Kassel gesunken. Auf der Passivseite der Bilanz resultiert die Verringerung der Bilanzsumme um 183,4 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen aus der Reduzierung der Verbindlichkeiten um 142,4 Mio. EUR auf 273,0 Mio. EUR (i. Vj. 415,4 Mio. EUR). Dies resultiert aus der Erhöhung der erhaltenen Kundenanzahlungen in Höhe von 39,6 Mio. EUR auf 195,4 Mio. EUR. Dagegen sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 188,7 Mio. EUR auf 21,8 Mio. EUR gesunken; im Wesentlichen bedingt durch den gemäß Ergebnisabführungsvertrag an die GE Energy Germany GmbH abzuführenden Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2020. Die Rückstellungen enthalten Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von 133,7 Mio. EUR (i. Vj. 128,3 Mio. EUR) sowie sonstige Rückstellungen. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 75,4 Mio. EUR (i. Vj. 121,6 Mio. EUR) setzen sich vor allem aus Rückstellungen für Strukturmaßnahmen, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Altersteilzeitverpflichtungen, personalbezogenen sowie - der Geschäftsaktivität entsprechend - auftragsbezogenen Rückstellungen (z.B. Gewährleistungen) zusammen. Die Verringerung bei den sonstigen Rückstellungen ergibt sich im Wesentlichen bei den auftragsbezogenen Rückstellungen sowie den Strukturrückstellungen. 2.5 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageFinanzielle LeistungsindikatorenUnser Ziel ist es, das Wachstum der Auftragseingänge sowie der Umsatzerlöse kontinuierlich zu steigern, wobei vor allem im Systemgeschäft abrechnungsbedingt von Jahr zu Jahr durchaus mit größeren Ausschlägen nach oben und unten gerechnet werden muss. Für das Geschäftsjahr 2021 ergab sich eine im Vergleich zum Vorjahr geringere Höhe des Auftragseingangs. Dabei trugen alle Geschäftsbereiche ähnlich wie bereits im Geschäftsjahr 2020 dazu bei. Der Umsatz hingegen lag signifikant niedriger als der abrechnungsbedingt extrem hohe Umsatz des Vorjahres, in dem das Offshore-Projekt DolWin3 an den Kunden übergeben werden konnte. Das Ergebnis vor Steuern fiel im Berichtsjahr mit -33,8 Mio. EUR deutlich negativ aus. Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenZum Bilanzstichtag 2021 beschäftigte die Gesellschaft 676 Mitarbeiter. Die Anzahl der Auszubildenden betrug zum Bilanzstichtag 19. Sie werden im gewerblichen Bereich ausgebildet. Die Ausbildungsquote an der Gesamtbelegschaft lag für den Berichtszeitraum bei 2,8 % (i. Vj. 2,3 %). Insgesamt wurden im Berichtszeitraum 0,1 Mio. EUR (i. Vj. 0,1 Mio. EUR) für Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen ausgegeben. Als bedeutenden nichtfinanziellen Leistungsindikator verfolgt die Gesellschaft die Anzahl der Unfälle mit Ausfalltagen an allen Standorten wie aber auch auf den Projektbaustellen. Die Minimierung der Unfallzahlen stellt ein essenzielles Managementziel dar. So konnte die Anzahl schwerer Unfälle im Jahr 2021 wie im Vorjahr bei null gehalten werden. 3. Festlegungen zur Förderung der Teilhabe von Frauen an Führungspositionen in der GE Grid GmbHAm 1. Mai 2015 ist das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst in Kraft getreten. Auf Grundlage des § 52 Abs. 2 GmbHG ist die Gesellschafterversammlung der Gesellschaft verpflichtet, Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat sowie Fristen zur Erreichung dieser Zielgrößen festzulegen. Die Gesellschafterversammlung hat am 25.08.2022 für den Frauenanteil im Aufsichtsrat der GE Grid GmbH eine Zielgröße von 17% (1 Sitz) festgelegt. Die Frist für die Erreichung der Zielgröße wurde auf den 25.08.2027 gesetzt. Die Zielquote ist bereits erreicht, da ein Aufsichtsratsmitglied weiblich ist. Des Weiteren beschloss die Gesellschafterversammlung der Gesellschaft am 25.08.2022, als Zielgröße für den Frauenanteil in der Geschäftsführung der Gesellschaft unter Beibehaltung des bisherigen Frauenanteils eine Zielgröße von null festzulegen. Darüber hinaus stellte die Gesellschafterversammlung fest, dass für die Größe der Gesellschaft zwei Geschäftsführer ausreichend seien. Eine Bestellung einer weiteren Person in die Geschäftsführung sei zu diesem Zeitpunkt nicht notwendig. Darüber hinaus bestehe derzeit kein Anlass, einen der beiden bestellten Geschäftsführer aufgrund ihrer Erfahrung und geleisteten Arbeit für die Gesellschaft zu ersetzen. Aus diesen Gründen wird von einer Festlegung einer höheren Zielgröße für den Frauenanteil in der Geschäftsführung der GE Grid GmbH zu diesem Zeitpunkt abgesehen. Die Frist für die Erreichung der Zielgröße wurde auf den 25.08.2027 gesetzt. Darüber hinaus ist die Geschäftsführung der Gesellschaft auf Grundlage von § 36 GmbHG nunmehr verpflichtet, Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung sowie Fristen zur Erreichung dieser Zielgrößen festzulegen. Die Geschäftsführung hat mit dem Beschluss vom 25.08.2022 das Gesetz wie folgt umgesetzt: Die Zielgröße für den Frauenanteil liegt auf der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung bei 2 weiblichen Personen oder 13% und auf der zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung bei 5 weiblichen Personen oder 8%. Diese Zielgrößen sind bis zum 25. August 2027 einzuhalten bzw. zu erreichen. 4 Prognose-, Chancen- und RisikoberichtDie operative Planung erfolgt im General Electric-Konzern auf Basis des US GAAP-Reportings durch die zuständigen globalen Geschäftsbereiche oberhalb der einzelnen Landesgesellschaften. Das Unternehmen hält an seiner Strategie fest, eine kommerzielle Selektivität zu verfolgen, welche den Fokus auf Margenqualität und weniger auf Volumen legt. Gleichzeitig wird nachhaltig der Grundsatz verfolgt, das Risiko der Kostenvolatilität besser als zuvor auf den Kunden umzulegen. So sollen insbesondere bei langlaufenden Projekten negative Margenauswirkungen reduziert oder ganz vermieden werden. Für die mittel- und langfristige Stabilisierung der Umsätze wird bereits im laufenden Geschäftsjahr 2022 der Sicherung von Folgeprojekten zu DolWin3 ein hoher Stellenwert eingeräumt. Hierdurch würde die geforderte und gewollte Dekarbonisierung und Integration Erneuerbarer Energien vorangetrieben werden. Die GE Grid GmbH will hierbei eine entscheidende Rolle in ihren Märkten einnehmen. Die Umsatzerlöse werden entsprechend in 2022 gegenüber dem Geschäftsjahr 2021 wieder leicht ansteigen. Bei den Auftragseingängen ist bereits eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Insgesamt erwarten wir in 2022 noch ein negatives Ergebnis vor Steuern im niedrigen zweistelligen Millionenbereich und damit eine deutliche Reduzierung des Vorjahresverlustes. Aufgrund der in Vorjahren eingeleiteten Strukturmaßnahmen und der konsequenten Umsetzung vorbenannter Strategien gehen wir im Jahr 2022 und den darauffolgenden Jahren von einer deutlich verbesserten Geschäftsentwicklung aus. Der größte Teil unserer Produkte wird an den europäischen Standorten hergestellt. Das Unternehmen überwacht kontinuierlich den Vorrat an Rohstoffen und stellt eine diversifizierte Lieferantenkette sicher, um eine fristgerechte Produktion zu gewährleisten. Die globale Disruption der Lieferketten stellt auch die GE Grid GmbH vor besondere Herausforderungen. Bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichts hat Covid-19 im Wesentlichen keine Geschäftsbeeinträchtigende Rolle an unseren Standorten gespielt. Auf die Geschäftstätigkeit wirkt sich die Aufhebung der Reisebeschränkungen positiv aus. Dies zeigt sich zum Beispiel daran, dass die Entsendung von Inbetriebnehmern wieder möglich ist, was zuvor zu entsprechenden Verzögerungen in den Projekten geführt hatte. Eine große Herausforderung bleiben derzeit die Lieferengpässe gepaart mit hohen Kostenfluktuationen sowie der Anstieg der Inflation. Gleichzeitig erfahren wir eine starke Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen. Der derzeitige Mangel an Fachkräften am Arbeitsmarkt erschwert die Situation zusätzlich. Es bleibt schwer abzuschätzen, welche mittelfristigen Auswirkungen sich aus dieser Entwicklung ergeben. Erforderliche Abhilfemaßnahmen werden vom Management kontinuierlich evaluiert und implementiert. 4.1 RisikomanagementsystemDie Gesellschaft verfügt in allen Produktlinien über nachhaltige Risiko- und Kontrollmechanismen und -instrumente, mit denen die einzelnen Prozesse und Projekte überwacht und gesteuert werden. Entsprechende Berichterstattung wird zeitnah gegenüber allen Beteiligten und Entscheidern durchgeführt. In der Gesellschaft wurden für alle Standorte spezifische Crisis Management Systeme etabliert. Darüber hinaus ist die GE Grid GmbH an ein detailliertes, alle Prozesse des Unternehmens abdeckendes Kontrollsystem des Grid-Sektors in Paris angebunden. 4.2 ChancenberichtDie Einbindung der GE-Gesellschaften in den deutschen Konzernverbund sowie die enge weltweite Verknüpfung der GE-Gesellschaften stellt die wichtigste Chance der Konzerngesellschaften dar. Die Struktur des globalen GE-Konzerns befindet sich weltweit permanent in der Weiterentwicklung und bietet so Chancen im Hinblick auf Wachstum und Stabilität der einzelnen Tochtergesellschaften. Über die interne Finanzierungstätigkeit (Cash-Pooling) werden Risiken der Fremdfinanzierung reduziert. Die GE-Gesellschaften können jederzeit schnell auf entsprechende Finanzierungsmittel zugreifen. Nachdem die GE Grid GmbH im Rahmen des Projekts DolWin3 ihre Kompetenz und Wettbewerbsfähigkeit während der bisherigen Projektbearbeitung demonstrierte, bestehen realistische Chancen zum Auftragserhalt von weiteren HGÜ-Projekten im Rahmen der Energiewende in Deutschland. Es ist darauf hinzuweisen, dass durch die Ausbauziele für erneuerbare Energien, vor allem die Offshore-Windenergie, die Situation entsteht, dass in den nächsten Jahren insbesondere in Deutschland und in den Niederlanden HGÜ-Projekte im Wert von ca. 20 MRD Euro vergeben werden. Durch die Einbindung in den GE-Konzern kann die Gesellschaft in starker Art und Weise auf ein enormes industrielles Know‐how ebenso wie auf führende Technologien zurückgreifen. Hieraus ergeben sich für unsere Geschäftsbereiche neue Potenziale, um die Marktposition und Ertragslage nachhaltig zu stärken. Insbesondere durch die globale GE-Strategie soll eine möglichst tiefe Wertschöpfung erreicht werden. Hieraus können sich weitere Geschäftspotenziale für die Gesellschaft ergeben. 4.3 RisikoberichtBranchenspezifische RisikenIn der Branche besteht aufgrund des Projektgeschäfts ein generelles Vertragserfüllungsrisiko, d.h. dass einzelne Projekte ggf. zeitlich verzögert abgeschlossen und/oder eine spürbare Verschlechterung gegenüber der Vorkalkulation verzeichnen können. Insbesondere entstehen Risiken im Rahmen der Zusammenarbeit mit Konsortialpartnern und Unterlieferanten sowie Gewährleistungsrisiken, die fallweise durch Schiedsgerichtsverhandlungen oder andere Rechtsverfahren entschieden werden müssen. Dieses wird durch entsprechend verstärktes Projekt-Risikomanagement begrenzt, lässt sich aber nicht komplett eliminieren. Im Geschäftsjahr 2020 wurde nach einigen Verzögerungen das Projekt DolWin3 beendet. Hiernach hat die Gesellschaft für mögliche Gewährleistungsrisiken eine Rückstellung gebildet. Insbesondere bei größeren HGÜ-Projekten sind die Gewährleistungsrisiken schwer abzuschätzen, so dass im Gewährleistungsfall der Schaden die gebildete Rückstellung deutlich übersteigen kann. Aus Sicht der Geschäftsführung besteht aus den aktuellen Projekten kein bestandsgefährdendes Risiko. Außerdem ist die Nutzung des jahrelang entwickelten Know-hows im langfristigen und komplexen Projektgeschäft eine weitere Stütze im Risikomanagement. Bisher mussten im Bereich der Offshore-Windenergie deshalb keine größeren Verluste oder Verlustantizipationen verkraftet werden. Die Finanzierung und die Liquidität des Unternehmens sind einerseits durch die Einbindung in den konzernweiten Cash-Pool und andererseits über den Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der GE Energy Germany GmbH seit dem 1. Januar 2016 gesichert. Die Geschäftsführung ist aufgrund der Kapitalmarktkommunikation des GE-Konzerns und dessen Ratings der Ansicht, dass die Cash-Pool-Forderung werthaltig ist. Darüber hinaus sehen wir folgende Risiken, welche sich bis auf das Ertragsrisiko, das wir als mittleres Risiko einstufen, im niedrigen Risikobereich bewegen:
Der GE-Konzern betreibt für die Bereiche Haftpflicht, Transport, Montage und Allgefahren ein Versicherungsprogramm, in das auch die GE Grid GmbH eingebunden ist. Das Versicherungsprogramm deckt die wesentlichen Risiken, die sich aus der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ergeben, mit entsprechenden Versicherungssummen ab. Ertragsorientierte RisikenDie Gesellschaft ist in das konzernweite Risikomanagementsystem des GE-Konzerns eingebunden, welches mit geeigneten Instrumenten den Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken Rechnung trägt. Das Ausfallrisiko bezeichnet das Risiko, dass Vertragspartner im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Hierzu werden die Vertragspartner sowie Außenstände und Ausfallrisiken fortlaufend überwacht, z.B. durch regelmäßige Durchsicht der überfälligen Forderungen sowie Durchsprache dieser mit den verantwortlichen Vertriebsmitarbeitern und durch einen effektiven Mahnprozess. Zur Vermeidung von Preisänderungsrisiken im Rahmen der Beschaffung werden Roh-, Hilfs und Betriebsstoffe teilweise langfristig im Voraus eingekauft. Dies ist abhängig von der Größe eines jeweiligen Auftrages, von der Materialintensität und vom Grad der möglichen Nutzung von standardisiertem oder individuell konfiguriertem Material. Dem Liquiditätsrisiken wird durch Bereitstellung der Treasury-Infrastruktur durch den GE-Konzern Rechnung getragen, sodass die überschüssige Liquidität einzelner Konzerngesellschaften eingesetzt werden kann, um den Finanzierungsbedarf anderer Konzerngesellschaften zu decken. So werden sowohl das externe Finanzierungsvolumen als auch die Zinsaufwendungen des Konzerns gesenkt. Finanzwirtschaftliche RisikenAufgrund unserer internationalen Geschäftsbeziehungen und der damit einhergehenden Fakturierung in Fremdwährung können Wechselkursschwankungen entstehen. Gemäß den Konzernrichtlinien werden diese Fremdwährungsgeschäfte mittels Devisentermingeschäften kursgesichert. Die verstärkte Nutzung des internationalen GE-Fertigungsverbundes dient dazu, Lieferrisiken zu vermeiden. Im Rahmen des Projektgeschäftes werden Risiken durch ein engmaschiges Netz von Kontrollen und verbindlichen Abläufen, beginnend schon in der Angebotsphase berücksichtigt. Diese Risiken werden laufend überwacht und bei Bedarf auf Basis von Eintrittswahrscheinlichkeiten durch Rückstellungen bilanziert. Gesamtwirtschaftliche RisikenAm 11.3.2020 hat die WHO die Coronavirus-Epidemie zur "Pandemie" erklärt. Auch nach inzwischen 2,5 Jahren ist die Pandemie noch allgegenwärtig, wobei keine geschäftsbeeinträchtigenden Auswirkungen auf unsere Standorte erwartet werden, obwohl dies für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden kann. Am 24.02.2022 begann Russland den Angriffskrieg in der Ukraine. Seitdem halten die Kriegsgeschehnisse mit mannigfaltigen Auswirkungen auf alle weltwirtschaftlichen Belange unvermindert an. Laut Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist für das Geschäftsjahr 2022 mit einem globalen Wachstum, um etwa 3,6 Prozent zu rechnen, während die globale Wirtschaft 2021 um 5,9 Prozent wuchs. 7 Während zum Jahresende 2021 die Wirtschaftsleistung in Deutschland geringfügig wuchs, rechnen die Wirtschaftsweisen für das Jahr 2022 mit einem Anstieg von 4,6 Prozent. Für das Geschäftsjahr 2022 wird ein Anstieg des BIP um 4,6 Prozent erwartet. Vielfältige Liefer- und Kapazitätsengpässe führen zu Störungen in den globalen Wertschöpfungsketten. Die stark gestiegene weltweite Nachfrage hat zu hohen Rohstoff- und Energiepreisen geführt sowie zu einem Anstieg der Verbraucherpreisinflation. 8 Etwaige Änderungen aus den Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaft und Arbeitgeberverband sind in ihrer genauen Höhe per heute nicht bekannt. Es bestehen weiterhin hohe Unsicherheiten über die kommende wirtschaftliche Entwicklung. Sollte das Pandemiegeschehen erneut umfassende Einschränkungen notwendig machen, könnte dies die Erholung stärker unterbrechen. Außerdem sind die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine nicht abschätzbar. Daraus resultierend bestehen Risiken für die Industrieproduktion infolge länger bestehender Engpässe. Zum jetzigen Zeitpunkt sind die Prognosen daher sehr unsicher.
7 IWF Konjunkturprognose Weltweit vom April 2022
Risikoberichterstattung über die Verwendung von FinanzinstrumentenZwecks Risikobegrenzung sichert die Gesellschaft grundsätzlich wesentliche Währungsrisiken, resultierend aus Forderungen, Verbindlichkeiten sowie aus schwebenden Geschäften in Fremdwährungen, mittels Devisentermingeschäften ab. Die zukünftigen Fremdwährungstransaktionen und die Devisentermingeschäfte bilden jeweils eine Bewertungseinheit. Zur Abbildung der sich im Rahmen einer Bewertungseinheit ergebenden gegenläufigen Wertänderungen wird die Einfrierungsmethode angewendet. Da in den vorliegenden Fällen alle wertbestimmenden Faktoren zwischen dem jeweils abgesicherten Teil des Grundgeschäfts und dem absichernden Teil des Sicherungsinstruments übereinstimmen, wird davon ausgegangen, dass sich die gegenläufigen Zahlungsströme künftig in voller Höhe ausgleichen. Für die prospektive Beurteilung der Wirksamkeit der Bewertungseinheiten sowie für die rückwirkende Ermittlung der bisherigen Unwirksamkeit wird daher die so genannte critical term match-Methode verwandt (Vergleich der wertbestimmenden Parameter). GesamtaussageRisiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem umkämpften Wettbewerbsumfeld. Das Marktpreisrisiko hat sich nach unserer Einschätzung aufgrund eines spürbaren Anstiegs des Gesamtmarktvolumens, nicht zuletzt aufgrund der politisch bedingten Energiewende, und damit einer deutlich erhöhten Kundennachfrage gegenüber den Vorjahren reduziert. Insbesondere im Bereich der Rohstoff- und Energiekosten gab es bereits signifikante Erhöhungen, die bislang nur teilweise, aber dennoch in zunehmendem Maße an die Kunden weitergereicht werden konnten. Hieraus entstandene stark inflationäre Tendenzen werden sich in nächster Zeit mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in den Personalkosten widerspiegeln. Etwaige Änderungen aus den derzeit laufenden Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaft und Arbeitgeberverband sind in ihrer genauen Höhe per heute jedoch noch nicht bekannt. Darüber hinaus entstehen bei Infrastrukturprojekten grundsätzlich Risiken aus der Zusammenarbeit mit Unterlieferanten, die trotz des funktionierenden Risiko-Managements nicht immer vollständig mitigiert werden können. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sowie der Einbindung in den GE-Konzernverbund sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft einzeln oder insgesamt gefährden könnten, sind derzeit und in absehbarer Zeit nicht erkennbar. Zukünftige Auswirkungen der Covid-19-Pandemie einerseits und der Ukraine-Krise andererseits auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage können nur schwer eingeschätzt werden. 5 Hinweise und zukunftsgerichtete AussagenDie Ausführungen zur voraussichtlichen Entwicklung stellen eine Prognose dar, die auf Annahmen beruht und naturgemäß Unsicherheiten unterliegt. Die tatsächliche Entwicklung kann wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen.
Frankfurt am Main, 11. November 2022 GE Grid GmbH Dirk Starossa Carsten Willius Bilanz zum 31. Dezember 2021
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Anhang für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2021Allgemeine AngabenDie GE Grid GmbH (kurz: "GE Grid") hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main (HRB 89214). Der Jahresabschluss wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften für Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie der einschlägigen Vorschriften des GmbHG erstellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Das Geschäftsjahr ist gleichlautend mit dem Kalenderjahr und betrifft den Zeitraum 01.01.2021 bis 31.12.2021. Zur Erläuterung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erforderliche Angaben wurden in den Anhang übernommen. Die Angaben im Anhang erfolgen in TEUR, soweit nichts anderes angegeben ist. Bilanzierungs-, Bewertungs- und AusweismethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. AnlagevermögenImmaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die lineare planmäßige Abschreibung bei Software erfolgt über drei Jahre. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden entsprechende Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen umfassen Einzelkosten sowie die zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen. Die Zinsen für Fremdkapital werden nicht bei den Herstellungskosten berücksichtigt. Bei den planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen gehen wir von folgenden Nutzungsdauern aus: 16 bis 40 Jahre für Gebäude, 10 bis 18 Jahre für Technische Anlagen und Maschinen, 2 bis 13 Jahre für andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Technische Anlagen und Maschinen sowie die übrigen Gegenstände des Sachanlagevermögens werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge erfolgten ab dem Zugangsmonat pro rata temporis. Nach dem 1. Januar 2018 angeschaffte geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis einschließlich EUR 800 werden sofort und in voller Höhe abgeschrieben. Erworbene Anlagegüter, deren Anschaffungskosten größer als EUR 800 sind, werden planmäßig linear abgeschrieben. FinanzanlagenBeteiligungen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Im Falle einer voraussichtlich dauernden Wertminderung wird eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Zuschreibungen auf Grund des Wertaufholungsgebotes werden bis zu den Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen. UmlaufvermögenDie Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu gleitenden Durchschnittspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Beschaffungsmarkt bewertet. Die Fertigen Erzeugnisse sowie Anlagen in Arbeit werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen. Die Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Soweit Bestandsrisiken vorliegen, z. B. wegen geminderter Verwendbarkeit nach längerer Lagerdauer oder nach Konstruktionsänderungen, sind angemessene Abschläge vorgenommen worden. Darüber hinaus ist dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung in vollem Umfang Rechnung getragen worden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten oder Nominalwerten angesetzt bzw., soweit unter- oder niedrig verzinslich, bei Restlaufzeiten von über einem Jahr auf den Bilanzstichtag abgezinst und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Zweifelhafte Forderungen werden mit ihrem beizulegenden Wert angesetzt, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Die Kassenbestände und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert bewertet. Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. Rückstellungen und VerbindlichkeitenRückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,87 % (i. Vj. 2,30 %). Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 8.758 (i. Vj. TEUR 11.216). In Höhe dieses Unterschiedsbetrages aus der Veränderung des durchschnittlichen Markzinssatzes von sieben (1,35 %) auf zehn Jahre (1,87 %) handelt es sich grundsätzlich um einen ausschüttungsgesperrten Betrag (§ 253 Abs. 6 Satz 2 HGB), der aber nicht abführungsgesperrt im Rahmen der steuerlichen Organschaft mit der GE Energy Germany GmbH, Ratingen, ist. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden, wie im Vorjahr, jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,75 % und Rentensteigerungen von jährlich 1,65 % zugrunde gelegt sowie eine geschlechts- und altersabhängige Fluktuation unterstellt. Die sonstigen Rückstellungen und die Steuerrückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verpflichtungen und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bzw. dem Verpflichtungsüberschuss angesetzt und berücksichtigen zukünftige Preisänderungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre (1,35%) abgezinst. Es bestehen einzelvertragliche Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen nach dem Blockmodell. Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 0,30 % p.a. (i. Vj. 0,44 %) und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Die versicherungsmathematische Bewertung der Jubiläumsverpflichtungen erfolgte auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,35 % p.a. (i. Vj. 1,60 %) und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Die Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit sowie aus Jubiläumsverpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,00% (i. Vj. 2,75 %) zugrunde gelegt. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen von Dritten werden auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen. Die erhaltenen Anzahlungen von verbundenen Unternehmen werden als Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Die Bewertung der erhaltenen Anzahlungen erfolgt zum Nominalwert. Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. Latente Steuern werden aufgrund der steuerlichen Organschaft mit der Muttergesellschaft GE Energy Germany GmbH, Ratingen nicht gebildet. FremdwährungsumrechnungGeschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Die Bilanzposten werden zum Bilanzstichtag wie folgt bewertet: Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten, die nicht Teil einer Bewertungseinheit sind (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Zwecks Risikobegrenzung sichert die Gesellschaft grundsätzlich wesentliche Währungsrisiken, resultierend aus Forderungen, Verbindlichkeiten sowie aus schwebenden Geschäften in Fremdwährungen, mittels Devisentermingeschäften konzernintern ab. Die zukünftigen Fremdwährungstransaktionen und die Devisentermingeschäfte bilden jeweils eine Bewertungseinheit (Micro-Hedge). Zur Abbildung der sich im Rahmen einer Bewertungseinheit ergebenden gegenläufigen Wertänderungen wird die Einfrierungsmethode angewendet. An der Absicherung wird bis zum Eingang der Debitorenzahlungen, dem Ausgang der Kreditorenzahlungen und der Bedienung des offenen Geschäftes festgehalten. Da in den vorliegenden Fällen alle wertbestimmenden Faktoren zwischen dem jeweils abgesicherten Teil des Grundgeschäfts und dem absichernden Teil des Sicherungsinstruments übereinstimmen, wird davon ausgegangen, dass sich die gegenläufigen Zahlungsströme künftig in voller Höhe ausgleichen. Für die prospektive Beurteilung der Wirksamkeit der Bewertungseinheiten sowie für die rückwirkende Ermittlung der bisherigen Unwirksamkeit wird daher die so genannte critical term match-Methode verwandt (Vergleich der wertbestimmenden Parameter). Erläuterungen zur BilanzImmaterielle VermögensgegenständeBei den immateriellen Vermögensgegenständen von TEUR 2 (i. Vj. TEUR 2) handelt es sich ausschließlich um EDV-Software. SachanlagenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage zum Anhang beigefügt. Die kumulierten Abschreibungen beinhalten in Höhe von TEUR 3.426 (i. Vj. EUR 1.024) außerplanmäßige Abschreibungen. Entsprechend sind Sonderabschreibungen in Höhe von TEUR 2.402 als Aufwand im Geschäftsjahr 2021 enthalten (§ 285 Nr. 31 HGB). FinanzanlagenDie Finanzanlagen in Höhe von EUR 435 betreffen die Beteiligung an der Schorch Altersversorgung GmbH in Mönchengladbach (100% am stimmberechtigten Kapital).
1 Die genannten Werte zum Jahresergebnis und Eigenkapital sind dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 entnommen Forderungen und sonstige VermögensgegenständeForderungen aus Lieferungen und Leistungen haben folgende Restlaufzeiten:
Gegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden die an die GE Capital Commercial Finance BV, 4817 PA Breda, im Rahmen eines stillen echten Factorings verkauften Forderungen in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 9.937) abgesetzt. Die bis zum Stichtag eingegangen Zahlungen für die verkauften Forderungen in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 4.026) wurden als Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Das stille echte Factoring an GE Capital Commercial Finance BV, 4817 PA Breda, wurde im Verlaufe des Jahres 2021 eingestellt. Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und beinhalten nachstehende Sachverhalte:
Sonstige Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Aktive RechnungsabgrenzungspostenDie aktiven Rechnungsabgrenzungen in Höhe von TEUR 1.950 (i. Vj. TEUR 108) beinhalten im Wesentlichen Versicherungsvorauszahlungen und Vorbereitungskosten für einen Serviceauftrag. Stammkapital und RücklagenDas Stammkapital der GE Grid beträgt unverändert TEUR 15.000 (i. Vj. TEUR 15.000). Die Kapitalrücklage beträgt TEUR 31.474 (i. Vj. TEUR 31.474). Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDie Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthalten einen Betrag von TEUR 7.318 (i. Vj. TEUR 6.540), der zusätzlich zur Deckung der mittelbaren Versorgungsleistungen unserer Unterstützungskasse Schorch Altersversorgung GmbH, Mönchengladbach, gebildet wurde. Sonstige RückstellungenSonstige Rückstellungen betreffen im Wesentlichen folgende Sachverhalte:
Verbindlichkeiten
Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 17.065 (i. Vj. TEUR 18.309). Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin GE Energy Germany GmbH, Ratingen beinhalten in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 192.211) aufgrund der Gewinnabführung gemäß dem bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit dieser sowie im Rahmen der umsatzsteuerlichen Organschaft in Höhe von TEUR 4.719 (i. Vj. TEUR -1.737). Passive RechnungsabgrenzungspostenDie passiven Rechnungsabgrenzungen in Höhe von TEUR 812 (i. Vj. TEUR 1.039) beinhalten im Wesentlichen Vorauszahlungen von Vertragspartnern im Zusammenhang mit langfristigen Serviceverträgen. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöseDie Umsatzerlöse nach Produktlinien werden brutto ausgewiesen, und die produktlinienübergreifenden unternehmensinternen Lieferungen und Leistungen werden brutto in einer Zeile abgezogen.
Sonstige betriebliche ErträgeDie Erträge aus Währungsumrechnungen betrugen TEUR 2.735 (i. Vj. TEUR 2.517). Von den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 16.958 (i. Vj. TEUR 13.042) periodenfremde Erträge, die in Höhe von TEUR 1.507 (i. Vj. TEUR 0) aus Abgang von Anlagevermögen und Know-how-Transfer sowie in Höhe von TEUR 15.451 (i. Vj. TEUR 3.682) aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen stammen. Im Vorjahr waren zusätzlich TEUR 9.360 aus Versicherungserstattungen enthalten. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 42.656 (i. Vj. TEUR 110.082) beinhalten insbesondere Aufwendungen für Verwaltung und Vertrieb i.H.v. TEUR 24.713 (i. Vj. TEUR 34.552), Transportkosten i.H.v. TEUR 5.596 (i. Vj. TEUR 4.579), Aufwendungen aus Währungsumrechnungen i.H.v. TEUR 477 (i. Vj. TEUR 594), Zuführung von personalbezogenen Strukturrückstellungen für den geplanten Personalabbau i.H.v. TEUR 0 (i. Vj. TEUR 36.771) und sachbezogenen Strukturaufwand i.H.v. TEUR 120 (i. Vj. TEUR 1.588), Bildung von sonstigen Rückstellungen, Mieten, Instandhaltungen, Gewährleistungen, Provisionen und Versicherungen sowie Prüfungs- und Beratungskosten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.300 (i. Vj. TEUR 71) enthalten und betreffen im Wesentlichen die Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen. Zinsergebnis
In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen aus der Aufzinsung für Pensionsrückstellungen von TEUR 9.292 (i. Vj. TEUR 9.086) und der Aufzinsung für Jubiläumsrückstellungen von TEUR 103 (i. Vj. TEUR 149) sowie der Aufzinsung für Rückstellungen für Altersteilzeit von TEUR 2 (i. Vj. TEUR 2) enthalten. Sonstige SteuernDie sonstigen Steuern beinhalten Quellensteuer, Grund- und KFZ-Steuer in Höhe von TEUR 121 (i. Vj. TEUR 137). Ertrag aus VerlustübernahmeAufgrund des seit dem 1. Januar 2016 geltenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags wird der entstandene Jahresfehlbetrag der Gesellschaft in Höhe von TEUR 33.906 (i. Vj. Aufwand aus Gewinnabführung in Höhe von TEUR -192.211) durch die Gesellschafterin die GE Energy Germany GmbH, Ratingen, ausgeglichen. Sonstige AngabenSonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen insgesamt TEUR 6.542 (i. Vj. TEUR 9.545). Die finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen belaufen sich auf TEUR 5.964 (i. Vj. TEUR 9.271). Davon betreffen Miet- und Leasingaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.622 (i. Vj. TEUR 4.257). Des Weiteren bestehen Verpflichtungen aus Investitionsvorhaben in Höhe von TEUR 578 (i. Vj. TEUR 274). Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen i.H.v. TEUR 2.423 haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und i.H.v. TEUR 2.991 eine Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren sowie i.H.v. TEUR 549 eine Restlaufzeit von über fünf Jahren. Die Miet- und Leasingverträge betreffen im Wesentlichen die Verwaltungs- und Produktionsgebäude in Mönchengladbach, Kassel und Dresden. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Zum Bilanzstichtag bestanden bei der GE Grid folgende derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungsrisiken. Nominalwerte der Geschäfte wurden mit den Kursen des Bilanzstichtags umgerechnet. Die Marktwerte der eingesetzten Fremdwährungsderivate werden unter Verwendung finanzmathematisch anerkannter Verfahren durch die Diskontierung zukünftiger Zahlungsströme ermittelt.
Diesen Absicherungsgeschäften stehen zukünftige Fremdwährungstransaktionen gegenüber, deren Eintritt aufgrund von Erfahrungswerten eine hohe Wahrscheinlichkeit aufweist. Diese Absatz- und Einkaufsgeschäfte in fremder Währung sind in ihrer Höhe durch die Micro-Hedges abgesichert. Beschäftigte (Jahresdurchschnitt)Im Geschäftsjahr 2021 waren durchschnittlich 694 Arbeitnehmer beschäftigt, davon 259 technische Angestellte, 305 gewerbliche Angestellte und 130 Angestellte in sonstigen Unternehmensbereichen. Gesamthonorar des AbschlussprüfersDas für das Geschäftsjahr 2021 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 140 (i. Vj. TEUR 248) und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. Angabe zu Mutterunternehmen / Einbeziehung in KonzernabschlussUnsere Gesellschaft hat mit der GE Energy Germany GmbH, Ratingen, als herrschendem Unternehmen einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Diese ist ihrerseits zusammen mit ihren Konzernunternehmen in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens, der General Electric Company Inc., Boston, Massachusetts, USA, das den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss ist nach seiner Offenlegung am Sitz des Mutterunternehmens in englischer Sprache erhältlich. Konzernabschluss 2021 und der Konzernlagebericht 2021 - aufgestellt nach US-GAAP - wurden bei der GE Energy Germany GmbH am 25.08.2022 in englischer Sprache im Bundesanzeiger veröffentlicht. NachtragsberichtDie derzeit vorherrschende Energiekrise wird sich kundenseitig mittel- bis langfristig positiv auf das Geschäft der GE Grid GmbH auswirken. Durch die erweiterten und beschleunigten, infrastrukturellen Bedürfnisse steigt die Kundennachfrage bereits jetzt spürbar an, was auch langsam am wachsenden Auftragseingang erkennbar wird. Dies dürfte sich in den Folgejahren noch weiter steigern. Die vorhandenen Kapazitäten der Gesellschaft sind vollumfänglich ausgelastet und werden punktuell sowohl maschinell sowie auch personell ergänzt werden. Letzteres dürfte sich aufgrund des aktuellen Fachkräftemangels schwierig gestalten. Einher geht dieser Effekt mit einem erkennbar höheren durchschnittlichen Marktpreisniveau. Hingegen hinterlässt die Energiekrise auf der Beschaffungsseite deutliche, kostenerhöhende Spuren, sowohl beim Energiebedarf wie aber auch aufgrund der grundsätzlichen inflationären Tendenzen. Diese konnten bislang nur teilweise an die Kunden weitergegeben werden. Aber auch hier öffnen sich stetig Möglichkeiten, um Kostensteigerungen in zunehmendem Maße weiterzugeben. Die grundsätzliche Versorgungssicherheit in den Betrieben des Unternehmens ist bislang gewährleistet. Hier würden allenfalls negative Einflüsse aufgrund eventuell gestörter Infrastruktur in den einzelnen Kommunen insgesamt, nicht jedoch aufgrund unternehmensindividueller Lücken zu befürchten sein. Beginnend in 2021 und zunehmend in 2022 kam es mehrfach zu Störungen bei den Materialzulieferungen. Verschiedene Lieferanten konnten ihre Terminzusagen nicht immer einhalten, was zu Verzögerungen im Produktions- und Projektablauf geführt hat. Der Ukraine-Krieg hat sich auf die Geschäfte der GE Grid GmbH nur in geringem Maße ausgewirkt. Kundenseitig wurden einzelne Projekte mit russischen bzw. ukrainischen Kunden ausgesetzt, in ihrem gesamten Volumen ist dieser Effekt jedoch gering. Beschaffungsseitig gab es auch vor dem Krieg kaum unmittelbare Einkaufsquellen in den kriegsbeteiligten Ländern. Hier war zudem eine Substitution relativ leicht möglich. Die in 2020 erfolgte Restrukturierung konnte im Verlaufe des Jahres 2022 abgeschlossen werden. Weitere Kosten über die seinerzeit zurückgestellten Beträge fielen in 2022 nicht mehr an. Darüber hinaus sind keine weiteren Ereignisse nach dem Bilanzstichtag mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu verzeichnen. Organe
Im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 wurden an die Mitglieder des Aufsichtsrates keine Aufwandsentschädigungen gezahlt. Geschäftsführung: Dirk Starossa Site Finance Controller, Mönchengladbach Thorsten Schwarz, bis 12.11.2021 Sales Executive, Berlin Carsten Willius, seit 07.02.2021 Senior Services Staff Manager, Kassel Bezüglich der Nichtangabe der Geschäftsführerbezüge wird die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Die Ruhestandsbezüge an die früheren Mitglieder der Geschäftsführung betrugen TEUR 295 (i. Vj. TEUR 250). Die für diesen Personenkreis gebildeten Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften betragen TEUR 5.192 (i. Vj. TEUR 4.512).
Frankfurt am Main, 11. November 2022 Dirk Starossa Carsten Willius Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2021Anschaffungs- und Herstellungskosten
Kumulierte Abschreibungen
Buchwerte
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die GE Grid GmbH, Frankfurt am Main PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der GE Grid GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GE Grid GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die im Abschnitt 3 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 11. November 2022 Deloitte
GmbH
Dr. Claus Buhleier, Wirtschaftsprüfer Daniel Rühl, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss der GE Grid GmbH zum 31. Dezember 2021 wurde am 8. Dezember 2022 festgestellt. |
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