Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 24387
Vorher
Tarmac Central Europe GmbHTarmac Deutschland GmbH
Eingetragen
17.2.1992
Branche
Gewinnung von anderen Natursanden und KiesGewinnung von Kaolin und anderem kaolinhaltigen Ton und LehmGewinnung von Quarzsanden und kieselsauren Sanden
Gegenstand
Gewinnung, Aufbereitung, Veredlung und Vermarktung von Kies, Sand und den bei ihrer Gewinnung anfallenden Nebenprodukten; Produktion und Vermarktung von Produkten jeglicher Art, zu deren Herstellung Kies, Sand oder andere Natursteinzuschlagstoffe eingesetzt werden; Handel mit den vorgenannten Produkten; Erwerb und Verwaltung von Beteiligungen aller Art an anderen Unternehmen sowie die Übernahme von Geschäftsführungstätigkeiten für andere Unternehmen und alle damit in Zusammenhang stehenden Geschäfte und Handlungen; Erwerb, Verwaltung und Veräußerung von Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Rechten an Grundstücken aller Art, insbesondere die Ausbeutung von Bodenschätzen aller Art, und alle damit in Zusammenhang stehenden Geschäfte und Handlungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Gregor Poschmann
seit 2.7.2021
Prokura
Rene Below
seit 3.12.2019
Geschäftsführer
Thomas von Eicken
seit 5.4.2019
Prokura
Claus Swienty
seit 27.12.2010
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
EUROVIA Stone SAS
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
11.505.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Elbekies GmbH

Oßling

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

I. Grundlagen und Geschäftsmodell

Die Gesellschaft ist ein mehrheitlich im Konzern verbundenes Unternehmen der französischen Vinci S. A., 1973, Boulevard de Défense. 92500 Nanterre / Frankreich.

Die Anteile an der Elbekies GmbH werden durch die EUROVIA Gestein GmbH, Berlin, gehalten.

Die Gesellschaft wird durch Rene Below als alleinvertretungsberechtigtem Geschäftsführer vollumfänglich vertreten.

Gegenstand des Unternehmens ist die Gewinnung, Aufbereitung, Veredlung und Vermarktung von Kies, Sand, Kiessandgemischen und den bei ihrer Gewinnung anfallenden Nebenprodukten.

Das Geschäftsmodell unserer Gesellschaft besteht in der Versorgung der ansässigen Straßenbauindustrie mit hochwertigem Kies, Sand und Kiessandgemischen.

Die Elbekies GmbH betreibt 1 Werk am Standort in Mühlberg an der Elbe.

II. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nach Meinung der Wirtschaftsinstitute setzt in der deutschen Wirtschaft Mitte 2024 des Jahres eine moderate Konjunkturerholung ein. Getragen wird die leichte Erholung vor allem vom wieder anziehenden Exportgeschäft infolge einer moderat expandierenden Wirtschaftsleistung in den Abnehmerländern und einem wieder wachsenden Welthandel.

Auch der private Konsum trägt seinen Teil zur Erholung der Konjunktur bei. Nach dem kräftigen Einbruch der Reallöhne im Jahr 2022 und nur geringen Zuwächsen im vergangenen Jahr, ziehen sie im laufenden Jahr mit 3,4 % so kräftig an, wie seit über 30 Jahren nicht mehr. In der Folge werden für den privaten Konsum nach dem Rückgang um 0,7 % im Vorjahr wieder deutliche Zuwächse um 0,6 % für das Jahr 2024 und von 1,2 % für das Jahr 2025 erwartet.

Unternehmensinvestitionen und Wohnungsbau bleiben dagegen vorerst auf schwachem Niveau. Auf den Unternehmensinvestitionen lastet weiterhin eine erhöhte Politikunsicherheit. Von den Investitionen dürften erst im kommenden Jahr expansive Impulse ausgehen, wenn sich das Geschäftsklima der Unternehmen bessert und die Bauinvestitionen angesichts der wieder etwas günstigeren Finanzierungsbedingungen etwas beleben.

Insgesamt zeichnet sich daher keine hohe konjunkturelle Dynamik ab. Im laufenden Jahr 2024 dürfte das Bruttoinlandsprodukt um 0,2 % bis 0,3 % zulegen. Für das Jahr 2025 rechnen die Institute mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts zwischen 1,1 % und 1,5 %. Die Inflationsrate wird sich voraussichtlich bei etwa 2 % einpendeln und der Arbeitsmarkt zeigt sich weitgehend robust. 1

Der Umsatz im Bauhauptgewerbe erreichte im Jahr 2023 rund € 162,6 Mrd. Nominal stieg der Umsatz in allen Betrieben damit um 1,3 %, real verlor er rund 5 % zum Vorjahr. Es war das dritte Jahr infolge mit deutlich realen Verlusten. Für das Jahr 2024 rechnet der ZDB mit einem weiteren Rückgang bei der Umsatzentwicklung um real 3 % und einem Beschäftigungsrückgang von bis zu 30.000 auf ca. 900.000 Beschäftigte.

Nach den Daten des Statistischen Bundesamtes erreichte der Umsatz im Bauhauptgewerbe insgesamt in allen Betrieben 2023 rund € 162,6 Mrd. nach € 160,4 Mrd. im Jahr 2022. Der Umsatz erhöhte sich damit nominal um 1,3 %, verlor aber real 5,3 %. Die Preissteigerung für Bauleistungen im Bauhauptgewerbe lag 2023 bei 7 %. 2

Schließlich wurde für den Zeitraum Januar bis April ein Rückgang von 3,7 % bei den Auftragseingängen gemeldet und das, obwohl der Auftragseingang im Vorjahr schon um 34 % zurückgegangen war.

Die gesamte Baubranche profitiert nach wie vor von der deutlich besseren Entwicklung im Tiefbau. Für das Bauhauptgewerbe insgesamt wurde für die ersten vier Monate des Jahres 2024 beim Auftragseingang ein Plus von real 1,8 % gemeldet.

Angesichts der wegen Geldmangels teilweise schon erfolgten Aufhebungen von Ausschreibungen sowie der Streckung des Bauprogramms und der Etatkürzungen bei der Autobahn GmbH wird die ausgleichende Wirkung des Tiefbaus aber wohl bald der Vergangenheit angehören.

Erfreulicher sehen die derzeitigen Umsatzzahlen aus. Im April 2024 wurde ein deutliches reales Plus von 10,5 % ausgewiesen, allerdings wirken sich auch hier die zusätzlichen Arbeitstage positiv aus. Erschreckend ist der Umsatzrückgang beim Wohnungsbau von 2,4 % im April und für die ersten vier Monate von sogar 10,8 %. Und dies, obwohl der Umsatz im Vorjahr schon um 17,7 % bzw. 14,8 % zurückgegangen war. Insgesamt hat der Tiefbau auch beim Umsatz die Entwicklung im Hochbau ausgeglichen: Für das gesamte Bauhauptgewerbe wird für den Zeitraum Januar bis April 2024 eine reale Umsatzstagnation gemeldet. 3

III. Geschäft und Rahmenbedingungen

Die Elbekies GmbH ist mit ihrer Kernkompetenz, der Gewinnung, Herstellung und Vermarktung von Sand, Kies und Kiessandgemischen, am Standort Mühlberg / Elbe tätig.

Die Gesellschaft wird durch die finanziellen Leistungsindikatoren Verkaufserlöse sowie operatives Ergebnis nach IFRS gesteuert und beurteilt.

Finanzielle Leistungsindikatoren Ist 2023
Mio. €
Prognose 2023
Mio. €
Ist 2022
Mio. €
Verkaufserlöse 19,0 18,7 20,3
Operatives Ergebnis IFRS 5,1 3,6 8,3

Das für das Geschäftsjahr 2023 budgetierten Verkaufserlöse von € 18,7 Mio mit einer Absatzmenge von 2.081 Tt (Tausend Tonnen) konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr übertroffen werden. Die Verkaufserlöse bewegten sich aufgrund von leicht gestiegenen Durchschnittspreisen und einer Sortimentsverschiebung zu höherpreisigen Produkten bei einer gegenläufig gesunkenen Absatzmenge im Geschäftsjahr 2023 jedoch unter dem Vorjahresniveau.

Im Geschäftsjahr 2023 sank die Absatzmenge der Elbekies GmbH auf 2.093 Tt und befindet sich damit unter dem Vorjahresniveau von 2.364 Tt.

Die Absatzmärkte für Kies und Sand befinden sich nicht im näheren Umfeld des Werkes. Sie sind deshalb wirtschaftlich für die Elbekies GmbH nur über den Schienenweg erreichbar. Grundlage dafür ist der vorhandene Gleisanschluss.

IV. Ertragslage

Eckdaten der Gewinn- und Verlustrechnung der Elbekies GmbH

Ist 2023
Mio. €
Ist 2022
Mio. €
Veränderung
%
Handelsrechtliche Gesamtleistung 43,2 44,2 -2,0
Materialaufwand -26,2 -25,5 3,0
Personalaufwand -4,5 -3,5 29,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen -5,9 -5,7 4,0
EBITDA 6,6 9,5 -31,0
Abschreibungen -1,4 -1,5 -7,0
Betriebsergebnis = EBIT 5,2 8,0 -35,0
Finanzergebnis 0,3 0,3 -33,0
Ergebnis vor Ergebnisübernahme 5,5 8,3 -35,0

Die oben dargestellte handelsrechtliche Gesamtleistung setzt sich zusammen aus den Umsatzerlösen, der Bestandsveränderung und auch den sonstigen betrieblichen Erträgen.

Die Elbekies GmbH hat bei Umsatzerlösen von € 42,0 Mio (Vorjahr € 42,9 Mio) das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem positiven Jahresergebnis vor Ergebnisabführung von € 5,5 Mio (Vorjahr € 8,3 Mio) abgeschlossen und damit die Vorjahresprognose deutlich verfehlt. Die deutliche Verschlechterung des Jahresergebnisses resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Umsatzerlöse sowie aus dem Anstieg des Material- und Personalaufwandes. Das Beteiligungsergebnis hat sich vor dem Hintergrund der Gewinnausschüttungen der Beteiligungsgesellschaften leicht negativ entwickelt.

Der Rückgang der Umsatzerlöse um Mio.€ 0,9 ist mit Mio.€ 19,0 weitgehend auf höhere Verkaufserlöse bei einer gegenläufig gesunkenen Absatzmenge zurückzuführen. In den Umsatzerlösen sind außerdem Frachterlöse von € 19,9 Mio (Vorjahr € 20,4 Mio) enthalten.

Die Materialaufwandsquote, d.h. der Materialaufwand in Beziehung gesetzt zur handelsrechtlichen Gesamtleistung, der Elbekies GmbH hat sich von 57,6 % auf 60,8 % erhöht bei entsprechender Verringerung der Rohertragsmarge von 42,4 % auf 39,2 %. Die Personalaufwandsquote ist von 8,3 % auf 10,6 % angestiegen.

Das EBIT verringert sich im Vorjahresvergleich von € 8,0 Mio auf € 5,2 Mio und das EBITDA von € 9,5 Mio auf € 6,6 Mio. Das positive Jahresergebnis vor Ergebnisübernahme von € 5,5 Mio (Vorjahr € 8,3 Mio) ist aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags an die EUROVIA Gestein GmbH, Berlin, abgeführt worden.

V. Vermögens- und Finanzlage

Eckdaten der Bilanz der Elbekies GmbH

Aktiva

Ist 2023
Mio. €
Ist 2022
Mio. €
Veränderung
%
Anlagevermögen 44,4 40,5 9,6
Umlaufvermögen 5,7 5,1 11,8

Passiva

Eigenkapital 11,5 11,5 0,0
Rückstellungen 11,2 10,7 4,7
Verbindlichkeiten 27,5 23,4 17,5
Bilanzsumme 50,2 45,6 10,1

Die Vermögens- und Kapitalstruktur hat sich bei der Elbekies GmbH gegenüber dem Vorjahr leicht verändert. Die Bilanzsumme erhöhte sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 von € 45,6 Mio auf € 50,2 Mio. Die Veränderung resultiert auf der Aktivseite im Wesentlichen aus einem Anstieg des Sachanlagevermögens. Auf der Passivseite sind die Rückstellungen leicht und die Verbindlichkeiten vor allem gegenüber dem Gesellschafter angestiegen. Die Eigenkapitalquote verringerte sich vor dem Hintergrund der angestiegenen Bilanzsumme von 25,2 % auf 23,0 %. Die Anlagenzugänge betreffen vor allem anlaufende Investitionen im Zusammenhang mit der Erschließung und Eröffnung des neuen Werks 5, darunter die Anschaffung eines gebrauchten Schwimmbaggers, im Geschäftsjahr 2024.

Die Elbekies GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 insgesamt € 5,5 Mio (Vorjahr € 1,3 Mio) in Sachanlagen investiert. Die Finanzierung der Investitionen sowie der laufenden Geschäftstätigkeit erfolgt über das Cashpool-Konto mit der Muttergesellschaft.

Der Finanzmittelfonds (€ -6,6 Mio), bestehend aus Cashpool-Verbindlichkeiten gegen die EUROVIA Gestein GmbH sowie liquiden Mitteln, hat sich gegenüber dem Vorjahresstichtag (€ -8,7 Mio) erhöht.

Mit der EUROVIA Gestein GmbH als so genanntem Pool-Centralisateur ist ein Cashpool-Vertrag geschlossen. Nach diesem Vertrag sind flüssige Mittel grundsätzlich dem Pool zur Verfügung zu stellen; vorhandene Deckungslücken werden vom Pool finanziert. Die Pool-Konten werden aus unserer Sicht angemessen verzinst.

Die Elbekies GmbH ist über ihre Muttergesellschaften, die EUROVIA Gestein GmbH, Berlin, sowie deren 100%ige Gesellschafter, die EUROVIA Stone SAS, Nanterre / Frankreich, in den Konzernverbund der VINCI S.A., Frankreich, einbezogen. Die Gesellschaft ist von der Verfügbarkeit der bereits in den Cashpool eingespeisten finanziellen Mittel abhängig. Die Geschäftsführung, die regelmäßig in Form von Besprechungen über die Situation der VINCI-Gruppe informiert wird, geht unter anderem auf Basis des letzten veröffentlichten Konzernabschlusses davon aus, dass die VINCI-Gruppe über die finanziellen Mittel verfügt, die die ausgewiesenen Forderungen gegen den Gesellschafter sichern. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass diese Mittel auch zukünftig den deutschen Gesellschaften zur Verfügung gestellt werden.

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft geordnet.

VI. Mitarbeiter

Zum Jahresende 2023 waren bei der Elbekies GmbH 45 (Vorjahr 49) gewerbliche Arbeitnehmer sowie 23 (Vorjahr 18) Angestellte und 11 (Vorjahr 9) Auszubildende beschäftigt. Die Gesamtzahl der Mitarbeiter stieg per 31. Dezember 2023 im Vorjahresvergleich um drei Mitarbeiter auf 79.

Um die Qualifikation unserer Mitarbeiter den gestiegenen Anforderungen anzupassen, haben wir interne und externe Ausbildungs- und Schulungsmaßnahmen durchgeführt. Im Jahr 2023 sind durch Mitarbeiter der Elbekies GmbH 1.106 (Vorjahr 968) Schulungsstunden belegt worden.

Unseren Mitarbeitern danken wir an dieser Stelle für den außerordentlichen Einsatz.

VII. Risikomanagement

Das bestehende Überwachungssystem zur Früherkennung möglicher bestandsgefährdender Risiken wird anforderungsgerecht angewendet.

Der informationstechnologische Ausbau sowie die geplante Verknüpfung bereits vorhandener Überwachungs- und Kontrollinstrumente zu einem integrierten Risikomanagementsystem und die Aufnahme in das bestehende Berichtswesen der VINCI Construction-Gruppe sollen der Elbekies GmbH eine rechtzeitige Identifizierung von Frühwarnindikatoren ermöglichen. Die Dokumentation und Einbindung dieser in das Managementinformationssystem (InfoView) für die Geschäftsführung gewährleisten somit eine strategische und operative Steuerung von Risiken.

Den betrieblichen Risiken (Risiken der Auftragsauswahl und der Auftragsabwicklung) wird durch die Überprüfung der Auftragsauswahl im Rahmen der Akquisition begegnet. Zustimmungspflichtige Geschäftsvorfälle werden von unseren Regionalleitern, der Geschäftsführung bzw. gruppeninternen Gremien entsprechend den internen Anforderungen analysiert und genehmigt. Die Auftragsabwicklung wird durch das Baustellenpersonal vor Ort gesteuert. Hierzu bedienen sie sich unserer Controlling-Instrumente, wie z.B. der Arbeitskalkulation, der Nachtragskalkulation und der Mengen-, Stunden- und Kosten-Soll-Ist-Vergleiche. Wesentliche Abweichungen werden in Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Regionalcontrollern sowie Regionalleitern besprochen und entsprechende Maßnahmen ergriffen.

Zur Identifikation und Abwehr von möglichen Risiken nutzen wir unsere Risikomanagement- und Kontrollsysteme. Dabei unterstützen uns insbesondere die strategische Unternehmensplanung sowie das interne Berichtswesen. Unsere Regionalcontroller sowie die interne Revision der VINCI Construction Services Partagés überprüfen regelmäßig die Angemessenheit sowie Effektivität des Risikomanagementsystems sowie die Umsetzung gruppenweiter Vorschriften zur Sicherung der Ergebnissituation sowie der vorhandenen Liquidität der jeweiligen Niederlassung sowie der Gesellschaft im Ganzen.

Die Information des Aufsichtsrates der VINCI Construction GmbH über mögliche Geschäftsrisiken und hier insbesondere über Projektrisiken, Risiken bei der Auftragsauswahl sowie der Auftragsabwicklung erfolgt im Rahmen der turnusmäßigen Sitzungen des Aufsichtsrats.

VIII. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Das Geschäft der Elbekies GmbH und somit der Fortbestand der Gesellschaft unterliegt ständig wechselnden Anforderungen und Möglichkeiten.

Die nachfolgend dargestellten Chancen und Risiken werden entsprechend einem absteigenden Grad (etwaiger positiver bzw. negativer) finanzieller Auswirkungen aufgeführt.

Chancen der künftigen Entwicklung

Die Geschäftsleitung sieht im Zusammenhang mit der Knappheit an vorhandenen Ressourcen in der Kiesindustrie gute Chancen. Der Materialbedarf ist kontinuierlich hoch. Bei den Neuverhandlungen der stationären Kundschaft werden deutliche Preiserhöhungen angestrebt.

Die Bedarfsmengen der stationären Verbraucher zeigen aktuell eine stabile Absatzlage. Die Preissteigerungen bergen das Risiko, dass einzelne Kunden beim Wettbewerb mit Standortvorteil kaufen. Zusätzlich werden Betonsplitte für den Markt immer interessanter.

Vorteilhaft wirkt sich bei der Elbekies GmbH aus, dass über 90 % des Transportvolumens per Bahn transportiert wird und dort Verträge mit längerer Laufzeit verhandelt werden.

Grundsätzlich besteht für eine Gesellschaft aus ihrer Konzernzugehörigkeit und der bestehenden Konzernstrategie ein gewisses Risiko in Bezug auf ihre Eigenständigkeit und ihre wirtschaftlichen Entfaltungsmöglichkeiten, jedoch bieten sich durch die finanzielle Eingliederung in eine finanzstarke übergeordnete Organisation auch wesentliche Chancen wie etwa die Eröffnung von Absatzwegen oder der Zugang zu Forschungs- und Entwicklungsergebnissen. Der Konzern deckt die gesamte Wertschöpfungskette im Infrastruktur- und Verkehrswegebau ab und ist an über 140 Standorten in Deutschland vertreten.

Risiken der künftigen Entwicklung

Ein hohes Risiko besteht in der Nichterreichung und Unterauslastung der vereinbarten vertraglichen Mengen, da in der Bahnlogistik Volumenverträge abgeschlossen worden sind mit entsprechenden Pönalen bei Mindermengen.

Risiken in der wirtschaftlichen Entwicklung bestehen aus Sicht der Geschäftsführung in der Preisentwicklung von CO 2 -Abgaben und steigenden Dieselpreisen, weil mögliche Preiserhöhungen nur zeitversetzt und somit verzögert am Markt weitergegeben werden können. Durch langfristig geschlossene Rahmenverträge wurde das generelle Preisrisiko reduziert.

Zur Minderung des allgemeinen Forderungsausfallrisikos werden neue Kunden auf ihre Bonität geprüft. Zudem werden regelmäßig sowohl Bonität als auch Lieferkonditionen aller Kunden überprüft.

Gegenwärtig sind über den oben genannten und unter anderem durch Rückstellungen abgesicherten Risiken hinaus keine Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bekannt.

Aus den aufgeführten Risiken ist für die Elbekies GmbH im Vergleich zum Vorjahr keine Änderung in der Risikolandschaft eingetreten. Es sind keine Risiken identifiziert worden, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Wir sind der festen Überzeugung, dass auch zukünftig die bestehenden Risiken bzw. gegebenenfalls neue Risiken keine existentielle Gefahr für die Gesellschaft darstellen.

IX. Prognosebericht

Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland wird sich im laufenden Geschäftsjahr 2024 nicht mehr so positiv entwickeln wie in den Jahren zuvor. Der private Konsum profitiert jedoch weiterhin von der guten Arbeitsmarktlage. Die guten Werte bei den Auftragsbeständen lassen darauf schließen, dass die gute Lage in der Bauindustrie auch im Geschäftsjahr 2024 anhält.

Die aktuelle Situation der Infrastruktur mit einem hohen Substanzverlust in Deutschland erfordert trotz ausgeweiteter Instandhaltungsvolumen einen hohen Investitionsbedarf in den deutschen Straßenbau.

Bei der derzeitigen politischen Entwicklung ist davon auszugehen, dass Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur und somit auch in den Straßenbau zukünftig steigen werden oder auf dem Niveau bleiben, wenngleich die Umsetzungen der Maßnahmen sowie ein daraus resultierendes erhöhtes Investitionsvolumen weiter ungewiss sind. Insbesondere ist fraglich, in welcher Form die weiterhin haushaltsschwachen Kommunen Investitionszuschüsse erhalten und innerhalb welchen Zeitraums die beschlossenen Maßnahmen ausschreibungswirksam werden.

Maßgeblich für den Straßenbau wird sein, dass die Nachfrage nach Verkehrsinfrastrukturprojekten durch öffentliche Auftraggeber weiter ansteigt, damit zumindest der Erhalt der deutschen Infrastruktur nicht gefährdet wird.

Die Prognose für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 erfolgt auf Grundlage eines schwierigen Marktumfeldes. Insbesondere Preissteigerungen sind in diesem Jahr besonders schwer durchzusetzen.

Mit Unterstützung durch die EUROVIA Akademie sind für das Jahr 2024 wieder umfangreichere Weiterbildungs- und Schulungsmaßnahmen geplant. Nach Umstellung auf ein digitales Schulungsportal sollen, basierend auf den Ergebnissen der durchgeführten Mitarbeitergespräche, die Schulungsinhalte auch weiterhin als Präsenz- oder als Distanzveranstaltung vermittelt werden. Hierbei handelt es sich zum einen um Instrumente für eine effizientere Baustellenvorbereitung, Projektabwicklung und Controlling, sowie zum anderen um Instrumente zur Sicherung der Unternehmenswerte.

Um sich der Herausforderung der zunehmenden Digitalisierung zu stellen, hat sich die VINCI Construction-Gruppe mit Umsetzung des Unternehmensprogramms E-Cube entschieden, ein neues ERP-System zu entwickeln, das ab dem 1. Januar 2023 das bisher erfolgreich genutzte KHEOPS-System abgelöst hat.

Generell ist die Elbekies GmbH aufgrund ihrer Kundenstruktur (hoher Anteil stationärer Kunden und somit nachhaltiges Geschäft) weniger auf die Lieferung für Projekte angewiesen. Dazu kommt die sehr gute bahnlogistische Anbindung des Werkes in Mühlberg. Aufgrund langjähriger stabiler Kundenbeziehungen in den unterschiedlichsten Märkten in Deutschland gelingt es, Schwankungen der Nachfrage in den verschiedenen Bundesländern auszugleichen.

Das operative Ergebnis nach IFRS wird sich, aufgrund eines deutlichen Rückganges der verkauften Tonnagen und der Verkaufserlöse, im Geschäftsjahr 2024 gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 deutlich verschlechtern. Für das Geschäftsjahr 2025 wird weiterhin keine Verbesserung gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 prognostiziert.

Die Elbekies GmbH plant für das Geschäftsjahr 2024 einen Absatz von 1.609 Tt und Verkaufserlöse von € 16,6 Mio bei einem operativen Ergebnis nach IFRS von € 0 Mio. Für das Geschäftsjahr 2025 wird ein Absatz von 1.900 Tt und Verkaufserlöse von € 20,4 Mio bei einem operativen Ergebnis nach IFRS von € 1,6 Mio prognostiziert.

Es besteht jedoch das Risiko, dass die wirtschaftliche Aktivität der Gesellschaft durch die multiplen weltwirtschaftlichen Krisen beeinträchtigt werden kann.

 

Oßling, den 2. Oktober 2024

Rene Below, Geschäftsführer

1 IWH Leibniz- Institut für Wirtschaftsforschung Halle; Pressemitteilung 17/2024 Konjunktur aktuell: deutsche Wirtschafts noch in der Defensive - aber erste Anzeichen für ein Ende des Abschwungs
2 https://www.zdb.de/baukonjunktur/konjunkturprognose-2023 :~:text=F%C3%BCr%202024%20rechnet%20der%20ZDB%20im%20Wirtschaftsbau%20mit%20einem%20realen,einen%20realen%20R%C3%BCckgang%20um%201%20%25.
3 BauIndustrie Pressemitteilung: Auftrags- und Umsatzplus am Bau dank Kalendereffekt

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 13.609,59 21.033,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 35.957.641,87 35.795.949,36
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.914.522,65 2.225.845,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 135.774,36 183.158,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.557.925,16 250.425,19
42.565.864,04 38.455.377,55
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.816.242,64 1.998.662,87
2. Beteiligungen 45.000,00 45.000,00
1.861.242,64 2.043.662,87
44.440.716,27 40.520.073,42
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.539.944,74 1.283.381,57
2. Unfertige Erzeugnisse 83.692,88 220.291,37
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.140.160,53 814.081,79
2.763.798,15 2.317.754,73
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.587.418,90 2.339.706,83
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 132.695,57 46.870,86
3. Forderungen gegen Gesellschafter 224.240,25 28.611,37
4. Sonstige Vermögensgegenstände 989.226,00 254.764,38
2.933.580,72 2.669.953,44
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 5.914,00 4.854,83
5.703.292,87 4.992.563,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 10.366,50 68.282,30
50.154.375,64 45.580.918,72

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 11.505.000,00 11.505.000,00
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 225.105,00 207.008,00
2. Steuerrückstellungen 6.530,00 6.530,00
3. Sonstige Rückstellungen 10.961.545,49 10.451.439,80
11.193.180,49 10.664.977,80
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.862.950,67 1.140.462,60
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 126.440,54 688.487,43
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 25.060.855,12 21.163.375,14
4. Sonstige Verbindlichkeiten 405.948,82 418.615,75
27.456.195,15 23.410.940,92
50.154.375,64 45.580.918,72

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 42.025.111,68 42.934.506,52
2. Erhöhung (Vorjahr Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 456.283,38 -223.232,99
3. Sonstige betriebliche Erträge 750.100,23 1.509.308,98
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 6.142.564,83 5.238.050,31
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 20.139.815,97 20.249.986,94
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.720.459,96 2.969.466,66
b) Soziale Abgaben 764.307,49 574.708,28
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.418.264,54 1.480.810,19
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.908.621,42 5.643.204,70
8. Erträge aus Beteiligungen 1.068.545,42 1.124.707,77
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 204.435,65 0,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 903.114,34 846.872,54
11. Ergebnis nach Steuern 5.507.327,81 8.342.190,66
12. Sonstige Steuern 25.912,99 27.440,03
13. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 5.481.414,82 8.314.750,63
14. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist unter der Firma Elbekies GmbH mit Sitz in Oßling beim Amtsgericht Dresden mit der Handelsregisternummer HRB 24387 eingetragen.

Die Elbekies GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der EUROVIA Gestein GmbH, Berlin. Mit der Muttergesellschaft besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag analog § 291 AktG.

Der Jahresabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Ergänzende Vorschriften aus dem Gesellschaftsvertrag waren nicht zu beachten.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß $ 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern) aufgestellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

Verschmelzungen

Die BTG Berliner Transportbeton Gesellschaft mbH ("BTG"), Oßling, (Amtsgericht Dresden, HRB 24406) und die Elbekies Baustoff-Industrie Sand- und Kieswerke Verwaltungs GmbH ("SKW"), Oßling, (Amtsgericht Dresden, HRB 35394) sind zum Stichtag 1. Januar 2023, 0.00 h, auf die Elbekies GmbH verschmolzen worden. Die entsprechenden Eintragungen im Handelsregister erfolgten am 28. Februar 2023.

Aus den beiden Verschmelzungsvorgängen ergaben sich bei der Elbekies GmbH im Fall der BTG ein Verschmelzungsverlust von T€ 14 und im Fall der SKW ein Verschmelzungsgewinn von T€ 8.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bilanziert. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden über einen Zeitraum von zwei bis vier Jahren abgeschrieben.

Die Sachanlagen sind mit Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Bewegliche Sachanlagen werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und / oder Sachanlagen ihren Buchwert unterschreiten, werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die unter den Sachanlagen ausgewiesenen technischen Anlagen, Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen werden linear, teilweise mit Zuschlägen für den Mehrschichtbetrieb, abgeschrieben. Die Nutzungsdauer bzw. Restnutzungsdauer beträgt ein Jahr bis zwanzig Jahre.

Die Abschreibung der Bergwerkseigentümer und Abbaugrundstücke erfolgt über eine Nutzungsabschreibung in Abhängigkeit von der abgebauten Menge des jeweiligen Werkes pro Jahr (produzierte Tonnage im Verhältnis zum Abbaupotential der Lagerstätte). Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die geringwertigen Wirtschaftsgüter (GWG) mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten von jeweils bis zu € 800 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen bei dauerhafter Wertminderung angesetzt.

Das Vorratsvermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips am Bilanzstichtag bewertet.

Die unter den unfertigen Erzeugnissen aktivierten Freilegungskosten des Minerals und die fertigen Erzeugnisse sind mit ihren Herstellungskosten unter Berücksichtigung angemessener Teile der Gemeinkosten einschließlich Abschreibungen oder mit dem niedrigeren voraussichtlichen Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten aktiviert. Nicht enthalten in den Herstellungskosten sind Fremdkapitalzinsen.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Gesellschaft verzichtet auf die Bildung einer pauschalen Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, da nach ihrer Auffassung die zum Bilanzstichtag vorgenommenen Einzelwertberichtigungen den Ausfallrisiken im Forderungsbereich in angemessener Höhe Rechnung tragen.

Unter den zum Nennwert angesetzten liquiden Mitteln sind Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten ausgewiesen.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Im Geschäftsjahr 2023 ergab sich unter Anwendung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB insgesamt eine - nicht bilanzierte - aktive latente Steuer. Der Steuersatz lag im Geschäftsjahr 2023 bei 29,54 %.

Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastung nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Pensionsverpflichtungen wurden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 1,83 % p.a. (Vorjahr 1,79 %) auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Der angewendete Zinsfuß von 1,83 % entspricht dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre. Der anzuwendende Zinssatz vor Änderung des § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit einem Referenzzeitraum von sieben Jahren ist mit 1,75 % (Vorjahr 1,35 %) ermittelt worden. Der Unterschiedsbetrag (§ 253 Abs. 6 HGB) beträgt € 1.303 (Vorjahr € 5.446). Dieser Unterschiedsbetrag ist ausschüttungs-, aber nicht abführungsgesperrt. Weitere grundlegende Annahmen für die Berechnung der Pensionsrückstellungen sind eine Rentendynamik von 2,0 % (Vorjahr 2,0 %) und ein Einkommenstrend von 3,0 % (Vorjahr 3,0 %).

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen sind in Höhe ihres Erfüllungsbetrags auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung angesetzt. Bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags wurden gegebenenfalls Kostensteigerungen berücksichtigt. Die Abzinsung längerfristiger Rückstellungen erfolgte mit fristadäquaten Zinssätzen, die von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung bekannt gegeben worden sind.

Bei der Rekultivierungsrückstellung wurden zur Ermittlung des Erfüllungsbetrags Kostensteigerungen von 2,0 % p.a. (Vorjahr 2,0 % p.a.) berücksichtigt. Die Bewertung der Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen und Werksschließung erfolgt auf Basis von Sachverständigengutachten über die zu erwartenden Kosten der Rekultivierung bzw. Werksschließung aus dem Jahr 2022. Die Zuführung erfolgt ratierlich im Verhältnis der abgebauten Menge zum erwarteten Abbauvolumen auf Basis der kalkulierten Gesamtkosten. Die zur Bilanzierung erforderliche Abzinsung erfolgte nach den von der Deutschen Bundesbank bekanntgegebenen Zinssätzen zwischen 0,94 % p.a. bis 1,71 % p.a. (im Vorjahr zwischen 0,40 % p.a. bis 1,54 % p.a.).

Für mögliche Inanspruchnahmen der Gesellschaft aus den gegenüber ihren Kunden übernommenen Gewährleistungsverpflichtungen hat die Gesellschaft eine Pauschalrückstellung von 0,2 % des garantiebehafteten Umsatzes der vergangenen zwei Jahre gebildet.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Elbekies GmbH erzielt als Organgesellschaft kein eigenes steuerpflichtiges Einkommen und ist kein Steuerschuldner. Insoweit werden unter Hinweis auf DRS 18 Tz. 32 keine latenten Steuern im Abschluss der Organgesellschaft ausgewiesen.

Erläuterungen zu den einzelnen Bilanzposten

(1) Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz der Elbekies GmbH zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Veränderung im Geschäftsjahr 2023 sind in der beigefügten "Entwicklung des Anlagevermögens" (Anlagenspiegel) dargestellt.

Anteilsbesitz:

Gesellschaft Beteiligung Eigenkapital Jahresergebnis
% T€ T€
a) Verbundene Unternehmen
Sand + Kies Union GmbH Berlin-Brandenburg, Berlin 65,4 6.559 1.537 1)
b) Beteiligungen
MIRO Mineralische Rohstoffe Verwaltungs-GmbH, Alt Schwerin 49,0 61 1) 1 1)
MIRO Mineralische Rohstoffe GmbH & Co. KG, Alt Schwerin 49,0 403 1) 494 1)

1) Vorjahreszahlen

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (T€ 133; Vorjahr T€ 47) resultieren wie im Vorjahr vollumfänglich aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Die Forderungen gegen Gesellschafter von T€ 224 (Vorjahr T€ 29) resultieren aus der anrechenbaren Kapitalertragsteuer sowie dem Solidaritätszuschlag. Im Vorjahr resultiert die Forderung aus der Spitzabrechnung für die Strukturkostenumlagen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten abgegrenzte Forderungen aus der Stromsteuererstattung für die Geschäftsjahre 2022 und 2023 in Höhe von T€ 480 (Vorjahr T€ 240).

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

(3) Aktive Rechnungsabgrenzung

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

(4) Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Stammkapital der Elbekies GmbH beträgt unverändert T€ 11.505 und wird zu 100 % von der EUROVIA Gestein GmbH, Berlin, gehalten.

(4) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
T€
Vorjahr
T€
Rekultivierung und Werksschließung 8.094 8.146
Ausstehende Rechnungen 397 553
Gewährleistung und drohende Verluste 169 161
Rückstellungen Personalbereich 500 336
Übrige Rückstellungen 1.802 1.255
10.962 10.451

Es bestehen Rekultivierungsauflagen, sodass Rekultivierungsrückstellungen im Verhältnis der abgebauten Menge zum erwarteten Abbauvolumen auf Basis der kalkulierten Gesamtkosten gebildet worden sind.

Die Rückstellung für Gewährleistungen enthält eine Pauschalgewährleistungsrückstellung. Die Ermittlung der pauschalen Abgrenzung ist gegenüber dem Vorjahr unverändert; aufgrund der Erfahrungswerte der letzten Jahre wird als Basis ein Ansatz von 0,2 % der von der Gesellschaft erbrachten Leistung der letzten beiden Jahre zugrunde gelegt. Die Rückstellung beläuft sich zum Jahresende 2023 auf T€ 169 (Vorjahr T€ 161).

(5) Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Restlaufzeiten
(Vorjahreszahlen in Klammern) gesamt
T€
unter einem Jahr
T€
über ein Jahr
T€
davon mehr als fünf Jahre
T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.863 1.863 0 0
(1.140) (1.140) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 126 126 0 0
(689) (689) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 25.061 13.061 12.000 0
(21.163) (9.163) (12.000) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 406 395 11 0
(419) (339) (80) (0)
27.456 15.445 12.011 0
(23.411) (11.331) (12.037) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (T€ 126; Vorjahr T€ 351) sowie aus der umsatzsteuerlichen Organschaft mit der VINCI Deutschland GmbH (T€ 0; Vorjahr T€ 338).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen ein von der EUROVIA Gestein GmbH, Berlin, gewährtes Darlehen einschließlich Zinsen (T€ 13.013; Vorjahr T€ 12.426), Cashpool-Verbindlichkeiten (T€ 12.048; Vorjahr T€ 8.737) sowie der Ergebnisabführung des abgelaufenen Geschäftsjahrs.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten neben den gesondert vermerkten Steuerschulden und den Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit im Wesentlichen Verpflichtungen aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung sowie andere Beträge.

(6) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Verpflichtungen aus Leasing-, Miet- und Pachtverträgen 31.12.2023
T€
Fälligkeit bis zu einem Jahr 874
Fälligkeit über ein Jahr 1.487
Davon fällig nach mehr als 5 Jahren 45
Summe der Verpflichtungen 2.105
Davon gegenüber verbundenen Unternehmen; insgesamt fällig bis zu einem Jahr 28

Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus der bestehenden Rekultivierungsverpflichtung in Höhe der Differenz zwischen der nach dem Ansammlungskonzept bereits gebildeten Rückstellung und der Vollverpflichtung von T€ 1.364, die jedoch in einem überschaubaren Prognosezeitraum nicht zahlungswirksam wird.

Es besteht die zudem Verpflichtung, dem verbundenen Unternehmen Sand + Kies Union GmbH Berlin-Brandenburg eine freie Kreditlinie bis zur Höhe von T€ 2.500 im Rahmen unserer Möglichkeiten zur Verfügung zu stellen.

Teile des Managements und der Verwaltung sind aus Effizienzgründen auf den Gesellschafter und auf verbundene Unternehmen ausgelagert. Dafür besteht die Verpflichtung 2,3 % der Jahresleistung nach IFRS an die VINCI Construction GmbH und 1,3 % der Jahresleistung an die VINCI Construction Shared Services GmbH zu leisten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr belief sich der Aufwand hieraus auf T€ 2.413.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden vollständig im Inland erbracht und gliedern sich wie folgt:

2023
T€
Vorjahr
T€
Verkaufserlöse 19.034 20.274
Frachterlöse 19.890 20.351
Handelswaren 0 771
Übrige 3.101 1.539
42.025 42.935

(2) Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von insgesamt T€ 354 (Vorjahr T€ 1.400) enthalten; diese betreffen Energiesteuererstattungen von T€ 240 (Vorjahr T€ 236), Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen von T€ 0 (Vorjahr T€ 732) und Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen von T€ 114 (Vorjahr T€ 432).

(3) Materialaufwand

Im Materialaufwand sind die Aufwendungen für Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen enthalten. Unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen werden insbesondere Frachtaufwendungen ausgewiesen.

(4) Personalaufwand / Mitarbeiter

Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 33 (Vorjahr T€ 90).

Der durchschnittliche Personalbestand gliedert sich wie folgt:

2023
Anzahl
Vorjahr
Anzahl
Angestellte 21 18
Gewerbliche Arbeitnehmer 46 49
Durchschnitt ohne Auszubildende 67 67
Auszubildende 10 8
Durchschnitt gesamt (ohne Geschäftsführer) 77 75

(5) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insgesamt T€ 794 (Vorjahr T€ 554) periodenfremde Aufwendungen; diese entfallen auf die Zuführung zu Rekultivierungsrückstellungen, die aufgrund neuer Sachverständigengutachten gebildet wurden.

(6) Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen resultieren mit T€ 850 (Vorjahr T€ 981) aus verbundenen Unternehmen.

(7) Zinserträge

Unter den Zinserträgen sind € 207 (Vorjahr € 48) aus der Abzinsung von längerfristigen Rückstellungen enthalten. Die kurzfristigen Anteile langfristiger Rückstellungen, die eine Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger aufweisen, werden nicht abgezinst.

(8) Zinsaufwendungen

Die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung längerfristiger Rückstellungen betragen T€ 627 (Vorjahr T€ 627).

(9) Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von T€ 5.481 (Vorjahr T€ 8.315) wurde laut Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag in der Fassung vom 2. Juni 2014 an die EUROVIA Gestein GmbH abgeführt.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2023:

Herr Rene Below, Königs Wusterhausen, Alleingeschäftsführer der Elbekies GmbH

Der Geschäftsführer hat von der Gesellschaft keine Bezüge erhalten.

Gesamtbezüge früherer Mitglieder der Geschäftsführung

An frühere Mitglieder der Geschäftsführung wurden T€ 21 (Vorjahr T€ 21) gezahlt. Die Pensionsverpflichtungen sind mit T€ 128 (Vorjahr T€ 128) zurückgestellt.

Nachtragsbericht

Eingetretene globale Krisen in Europa und dem Nahen Osten haben das gesamtwirtschaftliche Umfeld verändert, auf das wir angemessen reagiert haben. Die unkalkulierbaren Entwicklungen im Energiesektor erlauben keine längerfristigen Prognosen für die Zukunft. Zum aktuellen Zeitpunkt ist nicht absehbar, inwieweit die weitere Entwicklung einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft haben wird. Jedoch besteht das Risiko, dass die wirtschaftlichen Aktivitäten unserer Gesellschaft kurzfristig oder auch mittelfristig beeinträchtigt werden können.

Die bislang von der Gesellschaft am Standort Mühlberg betriebene Kiesgrube "Süderweiterung" wurde im März 2024 ausgekiest; für die weitere im Betrieb befindliche Kiesgrube "Werk 2" erfolgt die Auskiesung im Jahr 2026. Um einen weiteren Kiesabbau zu gewährleisten, wurde im August 2024 eine neu angelete Kiesgrube "Werk 5" in Betrieb genommen, die über Kiesreserven von geschätzten 20 Mio Tonnen verfügt. Diese darin vorhandene Kiesreserve sollte bis zum Jahr 2045 reichen und somit die Unternehmensfortführung gewährleisten. Notwendige Umbaumaßnahmen und Neuinvestitionen von rund € 14,3 Mio, insbesondere für einen neuen Schwimmbagger, Förderbänder, Elektro-Versorgung, Siebanlagen, Pumpen und Fundamente werden im Verlauf des Geschäftsjahres 2024 erfolgen.

Gegenwärtig sind über die oben genannten und unter anderem durch Rückstellungen abgesicherten Risiken hinaus keine Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bekannt.

Der Geschäftsführung sind darüber hinaus keine Vorgänge von besonderer Bedeutung bekannt, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage hätten.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den der Jahresabschluss der Elbekies GmbH einbezogen wird, ist die VINCI S.A., 1973, boulevard de la Défense, 92500 Nanterre, Frankreich. Der nach den von der EU übernommenen IFRS aufgestellte Konzernabschluss wird in deutscher Sprache im Bundesanzeiger (VINCI Deutschland GmbH, HRB 2995, Amtsgericht Ludwigshafen am Rhein) offengelegt. Aus diesem Grund ist die Elbekies GmbH gemäß § 291 HGB von der Verpflichtung befreit, selbst einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen.

Der Ort der Offenlegung ist:

 

Greffe du Tribunal de Commerce de Nanterre

 

4, rue Pablo Neruda

 

92020 Nanterre Cedex - Frankreich

 

RCS B 552 037 806 Nanterre

 

Oßling, den 2. Oktober 2024

Rene Below, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 89.019,87 0,00 0,00 2.200,00 86.819,87
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 127.915.198,08 881.720,31 18.901,46 1.714,41 128.814.105,44
2. Technische Anlagen und Maschinen 16.159.990,90 332.425,34 -18.901,46 334.414,03 16.139.100,75
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 759.504,50 0,00 0,00 7.451,24 752.053,26
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 250.425,19 4.307.499,97 0,00 0,00 4.557.925,16
145.085.118,67 5.521.645,62 0,00 343.579,68 150.263.184,61
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.089.910,57 0,00 0,00 273.667,93 1.816.242,64
2. Beteiligungen 45.002,00 0,00 0,00 0,00 45.002,00
2.134.912,57 0,00 0,00 273.667,93 1.861.244,64
147.309.051,11 5.521.645,62 0,00 619.447,61 152.211.249,12
kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 67.986,87 7.423,41 0,00 2.200,00 73.210,28
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 92.119.248,72 720.027,80 -18.901,46 1.714,41 92.856.463,57
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.934.145,90 643.429,69 18.901,46 334.096,03 14.224.578,10
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 576.346,50 47.383,64 0,00 7.451,24 616.278,90
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
106.629.741,12 1.410.841,13 0,00 343.261,68 107.697.320,57
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 91.247,70 0,00 0,00 91.247,70 0,00
2. Beteiligungen 2,00 0,00 0,00 0,00 2,00
91.249,70 0,00 0,00 91.247,70 2,00
106.788.977,69 1.418.264,54 0,00 436.709,38 107.770.532,85
Nettobuchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 13.609,59 21.033,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 35.957.641,87 35.795.949,36
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.914.522,65 2.225.845,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 135.774,36 183.158,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.557.925,16 250.425,19
42.565.864,04 38.455.377,55
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.816.242,64 1.998.662,87
2. Beteiligungen 45.000,00 45.000,00
1.861.242,64 2.043.662,87
44.440.716,27 40.520.073,42

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Elbekies GmbH, Oßling

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Elbekies GmbH, Oßling, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Elbekies GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 2. Oktober 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Matthias Barnert, Wirtschaftsprüfer

ppa. Peter Wasserfuhr, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 08.11.2024 festgestellt.

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