Stammdaten

Register
Amtsgericht Wuppertal HRB 26892
Eingetragen
7.8.2012
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Der Erwerb - auch durch Einbringung gegen Ausgabe von eigenen Anteilen -, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen und sonstigen Vermögensgegenständen im eigenen Namen und für eigene Rechnung einschließlich einer etwaigen Übernahme der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung bei Beteiligungsgesellschaften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ulrike Claus
seit 7.2.2025
Geschäftsführer
Rainer Bröcher
seit 26.10.2020
Geschäftsführer
Christian Dr. Dowidat
seit 25.2.2019
Geschäftsführer
Karen Dowidat
seit 5.11.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Solingen
20.776 €
80.04%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GEDORE Holding GmbH

Remscheid

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

I. Grundlagen des Konzerns

a) Entstehung des GEDORE-Konzerns

Der GEDORE-Konzern geht zurück auf die im Jahr 1919 durch die Brüder Otto, Karl und Willi Dowidat gegründete Werkzeugfabrik. Die GEDORE Werkzeugfabrik GmbH & Co. KG (im Folgenden auch: GWF) bildet mit dem Stammwerk am Standort Remscheid bis heute den operativen Kern des inländischen Teils des GEDORE-Konzerns. Der GEDORE-Konzern steht unverändert vollständig im Besitz der Remscheider Unternehmerfamilie Dowidat. Er ist in seiner derzeitigen operativen und rechtlichen Struktur durch eine gesellschaftsrechtliche Reorganisation der unternehmerischen Aktivitäten der Familie Dowidat zur Mitte des Jahres 2012 entstanden.

b) Geschäftsmodell des Konzerns

Produkte, Kunden und Märkte

Die Geschäftstätigkeit des GEDORE-Konzerns besteht im Wesentlichen aus der Herstellung und dem weltweiten Vertrieb von Handwerkzeugen und Spezialwerkzeugen. Mit einem Produktportfolio, das mehr als 15.000 Produkte umfasst, zählt der GEDORE-Konzern zu einem der weltweit führenden Anbieter von Werkzeugen für professionelle Anwendungen, die ein Höchstmaß an Arbeitssicherheit, Belastbarkeit und Technikperfektion sicherstellen.

Das Produktprogramm der GEDORE-Konzerngesellschaften umfasst beispielsweise Werkstatteinrichtungen, Knarren, Automotive-Spezialwerkzeuge, Schraubenschlüssel, Hochmomentschrauber, Hydraulik- und Elektroschrauber, Drehmomentschlüssel, Schraubendreher, Zangen, Abzieher, Sanitär- und Installationswerkzeuge, Rohrwerkzeuge, VDE-Werkzeuge, Forstwerkzeuge, Hämmer sowie Schlagwerkzeuge. Mit diesem Sortiment bedient der GE-DORE-Konzern weltweit vier Hauptzielgruppen:

Industrie/Automobilindustrie/Agrartechnik

Handwerk

Werkstätten

Forstwirtschaft

Die unter den Markennamen "GEDORE", "GEDORE red", "OCHSENKOPF" und "ROBUST" vertriebenen GEDORE-Qualitätswerkzeuge können über unterschiedliche Vertriebskanäle bezogen werden. Der Schwerpunkt liegt nach wie vor auf dem Fachhandel.

Die Umsätze des GEDORE-Konzerns verteilen sich folgendermaßen auf die für den Konzern bedeutsamen Wirtschafts- und Währungsräume (Angaben relativ zum Gesamtumsatz):

Europa: 55,4 % (Vorjahr: 62,5 %)
Nord- und Südamerika: 35,3 % (Vorjahr: 27,9 %)
Afrika: 4,9 % (Vorjahr: 5,1 %)
Asien: 4,3 % (Vorjahr: 4,4 %)
Übrige Länder: 0,1 % (Vorjahr: 0,1 %)

Produktion

Die durch die Vertriebseinheiten des GEDORE-Konzerns angebotenen Werkzeuge werden überwiegend von Konzerngesellschaften selbst produziert. Der GEDORE-Konzern deckt dabei die vollständige Supply Chain und Wertschöpfungskette, angefangen von der Rohmaterialbeschaffung bis zum Fertigerzeugnis, ab.

Neben dem größten Werk in Remscheid verfügt der Konzern über fünf weitere Produktionsstandorte im Inland sowie ausländische Werke in Brasilien, Südafrika, Österreich und Großbritannien.

Service

Als einer der weltweit führenden Werkzeughersteller, der in über 70 Ländern mit seinen Produkten und Vertriebspartnern vertreten ist, bietet der GEDORE-Konzern auch weltweiten Service. Zum umfassenden Service-Programm für Qualitätswerkzeuge zählen insbesondere weltweite Reparatur- und Kalibrierungsdienstleistungen.

Durch die Zertifizierung nach DIN-Standards wird kundenorientiert und effizient gearbeitet.

c) Konzernstruktur

Der GEDORE-Konzern umfasst die GEDORE Holding GmbH als Mutterunternehmen sowie fünf (Vorjahr: fünf) inländische und dreizehn (Vorjahr: vierzehn) ausländische Tochterunternehmen.

Konsolidierte Tochtergesellschaften in HUB Europe *
• GEDORE Werkzeugfabrik GmbH & Co. KG Deutschland
• Gedore Austria GmbH Österreich
• Gedore Ibérica S. L. Spanien
• GEDORE France SARL Frankreich
• Gedore Polska Sp. z o. o. Polen
• Gedore U.K. Ltd. Großbritannien
• GEDORE Torque Ltd. Großbritannien
• GEDORE Technag B.V. Niederlande
Konsolidierte Tochtergesellschaften in HUB Americas * :
• Ferramentas Gedore do Brasil S.A. Brasilien
• Gedore Tools, Inc. USA
Konsolidierte Tochtergesellschaften in HUB APA * :
• Gedore Tools SA Pty Ltd. Südafrika
• Gedore Tool Trading Co., Ltd. China
• GEDORE (India) Private Ltd. Indien
Konsolidierte Tochtergesellschaft in AC Torque ***
• GEDORE Torque Solutions GmbH Deutschland
Konsolidierte Tochtergesellschaft in AC Automotive ***
• GEDORE Automotive GmbH Deutschland
Konsolidierte Tochtergesellschaft in AC Digital ***
• GEDORE Digital Solutions GmbH (vormals: GEDORE Handwerks- und Industriebedarf GmbH) Deutschland
Konsolidierte Tochtergesellschaften in der Verwaltung
• GEDORE GmbH Deutschland
• GEDORE Omnitool GmbH Schweiz

* Vertriebszentren; siehe Erläuterung zum Geschäftsverlauf (Seite 6)
** APA = Asia Pacific Africa; siehe Erläuterungen zum Geschäftsverlauf (Seite 6)
*** AC = Application Center; siehe Erläuterungen zum Geschäftsverlauf (Seite 6)

Zwei (Vorjahr: zwei) weitere ausländische Gesellschaften wurden aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung nicht in den vorliegenden Konzernabschluss als vollkonsolidierte Unternehmen aufgenommen. Im Verlauf des Berichtsjahres wurde die Russische Gesellschaft GE- DORE Tool Center OOO, Moskau entkonsolidiert, da diese kurzfristig an einen externen Geschäftspartner veräußert werden soll. Die GEDORE Middle East Tools Trading L.L.C. soll im Laufe des Jahres 2023 vollständig liquidiert werden.

Konzernleitung:

Die Leitung des GEDORE-Konzerns wird durch die Geschäftsführung der GEDORE Holding GmbH wahrgenommen.

d) Forschung und Entwicklung

Als einer der wenigen verbliebenen Qualitätswerkzeug-Hersteller mit einem überwiegenden Eigenfertigungsanteil im Kernsortiment »Made in Germany« investiert der GEDORE-Konzern nachhaltig in die Entwicklung innovativer Produkte und Kundenlösungen. Die Schwerpunkte der letzten Monate lagen auf der Optimierung und Ergänzung des globalen Produktportfolios und der weiteren, konsequenten Ausrichtung auf allgemeine und individuelle Kundenanforderungen. Die Nutzung unternehmensweiter Synergien im Rahmen von Produktentwicklungsprozessen und kürzere Entscheidungswege werden auch weiterhin dazu beitragen, dass Entwicklungszeiten für neue Produkte noch weiter verkürzt werden.

e) Environment and Social Governance

Basierend auf einer über 100-jährigen Erfahrung und durch ein wertebasiertes, familiengeführtes deutsches Unternehmen sind wir uns unserer Verantwortung im Umweltschutz sehr bewusst. GEDORE setzt sich bereits seit vielen Jahren für eine Reduzierung der negativen Auswirkungen auf unsere (Um)Welt ein. In allen deutschen Werken wird Strom aus regenerativen Quellen bezogen. Die Reduzierung des Energieverbrauchs ist ein wichtiger Treiber bei jeder Investitionsentscheidung. Durch die relativ hohen Investitionsvorhaben in naher Zukunft, werden wir in diesem Bereich einen nicht unerheblichen Anteil des Verbrauchs reduzieren können. Ebenfalls haben wir unsere Mitarbeitenden in Bezug auf Energiesparmaßnahmen sensibilisiert und geschult - somit konnten wir in den letzten Monaten deutliche Einsparungen verzeichnen. Darüber hinaus werden unterschiedliche Verfahren erprobt, um die Umweltbelastung in der Produktion zu reduzieren. So wird zum Beispiel in unserem Stammwerk in Deutschland die Galvanik abwasserfrei betrieben. Auch die Elektromobilität hat immer mehr Einzug in unseren Fuhrpark gehalten. Ferner stellen wir im Stammwerk allen Mitarbeitenden einen vergünstigten Zugang zu Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge zur Verfügung. Durch eine fokussiert qualitativ hochanspruchsvolle Entwicklung und hochwertige Fertigung unserer Produkte, setzen wir den Standard konsequent auf die Langlebigkeit unserer Fabrikate, was ein bekanntes Merkmal für Nachhaltigkeit ist. Wir arbeiten derzeit an der Zertifizierung eines Umweltmanagementsystems nach dem Standard ÖKOPROFIT und eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001. GEDORE erwartet, dass auch seine Geschäftspartner*innen die jeweils geltenden nationalen Umweltgesetze, -regelungen und -standards einhalten. Weiter wird erwartet, dass die Geschäftspartner*innen ein angemessenes Umweltmanagementsystem aufbauen und anwenden, um Umweltbelastungen und - gefahren zu minimieren und den Umweltschutz im täglichen Geschäftsbetrieb zu verbessern.

Jegliche Form von Korruption, Bestechung, Kinderarbeit und Zwangsarbeit wird von uns nicht geduldet. Eine Kultur der Chancengerechtigkeit, des wechselseitigen Vertrauens und gegenseitiger Achtung ist für uns von großer Bedeutung. Wir unterbinden jegliche Diskriminierung bei Anstellung und Beschäftigung von Mitarbeiter*innen sowie bei der Beförderung oder Gewährung von Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen. Kein Mitarbeitender darf wegen seines/ihres Geschlechts, des Alters, der Hautfarbe, der Kultur, der ethnischen Herkunft, der sexuellen Identität, einer Behinderung oder der Religionszugehörigkeit benachteiligt werden. GEDORE erwartet, dass seine Geschäftspartner*innen diese Grundsätze teilen und ebenso vertreten. Eine wertebasierte Unternehmensführung ist für uns selbstverständlich und wir sind uns unserer Verantwortung innerhalb unserer Lieferkette bei GEDORE bewusst, weshalb wir bereits, ohne derzeit rechtlich verpflichtet zu sein, mit der Umsetzung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes begonnen haben.

II. Wirtschaftsbericht

Bevor der Geschäftsverlauf und die Lage des GEDORE-Konzerns dargestellt, analysiert und bewertet werden, erfolgt eine kurze Erläuterung der Auswirkungen gesamtwirtschaftlicher Einflüsse und branchenbezogener Rahmenbedingungen auf unseren Konzern.

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der weltweite Kampf gegen die Inflation, Russlands Krieg in der Ukraine und ein Wiederaufleben von COVID-19 in China haben die globale Wirtschaftstätigkeit im Jahr 2022 belastet.

Die durch den Krieg in der Ukraine verursachte Energiekrise hat die Entwicklung der Wirtschaft in Europa und insbesondere in Deutschland maßgeblich beeinflusst. Dank eines milden Winters und breit getragenen Sparmaßnahmen konnte eine Energierationierung abgewendet werden. Der noch zu Anfang des Krieges befürchtete massive Wirtschaftseinbruch ist glücklicherweise nicht eingetreten. Die massiv angestiegenen Energiepreise haben die bereits steigende Inflation weltweit weiter befeuert. In vielen europäischen Ländern lag die Inflation im abgelaufenen Jahr bei leicht unter 10 %. Diese relativ hohe Teuerungsrate hat einen hohen Einfluss auf die Budgets der Haushalte und der Unternehmen. Umfangreiche Unterstützungsmaßnahmen der europäischen Regierungen betrugen gemäß einer Analyse des Internationalen Währungsfonds 1,2 % des EU-Bruttoinlandsproduktes. Die weltweite Gesamtinflation scheint ihren Höhepunkt im dritten Quartal des Jahres 2022 erreicht zu haben. Seither sinken die Preise für Treibstoffe und weitere Rohstoffe, was die Gesamtinflation senkt. Die zugrunde liegende (Kern-)Inflation hat jedoch in den meisten Volkswirtschaften noch nicht ihren Höhepunkt erreicht und bleibt deutlich über dem Niveau vor der Pandemie. Diese Entwicklungen haben Zentralbanken dazu veranlasst, die Zinssätze schneller als erwartet anzuheben, insbesondere in den Vereinigten Staaten und dem Euroraum. Die Kerninflation ist in einigen Volkswirtschaften, die ihren Straffungszyklus abgeschlossen haben (wie etwa Brasilien), rückläufig. Die Wirtschaftstätigkeit in China verlangsamte sich im Berichtsjahr aufgrund mehrerer großer COVID- 19-Ausbrüche in Peking und anderen dicht besiedelten Orten. Erneute Schließungen begleiteten die Ausbrüche bis zur Lockerung der COVID-19-Beschränkungen im November und Dezember, was den Weg für eine vollständige Wiedereröffnung ebnete. Trotz der beschriebenen Widrigkeiten entwickelt sich die Wirtschaft weltweit bisher zufriedenstellend. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt ist im vergangenen Jahr gemäß des World Economic Outlook (Januar 2023) um 3,4 % gestiegen. Die positive Entwicklung fand in überwiegend allen Regionen statt. In den entwickelten Volkswirtschaften ist das BIP um 2,7 % gestiegen. Übertrumpft wurde dies durch den Anstieg des BIP in den "Emerging Markets" um 3,9 %. Die Eurozone und die USA verzeichneten einen BIP-Anstieg von 3,5 % bzw. 2,0 % im Vergleich zum Vorjahr. Trotz der beschriebenen »Zero-Covid-Strategie« erholte sich China leicht und verzeichnete ein BIP-Wachstum von 3,0 %. Das Wachstum des BIP in Deutschland ist im Vergleich zur Euro-Zone (+1,9 %) nicht so hoch ausgefallen.

b) Geschäftsverlauf

Allgemeine Entwicklung:

Der GEDORE-Konzern hat in der Berichtsperiode das erfolgreichste Jahr seiner Geschichte realisiert und damit das bereits sehr erfolgreiche Wirtschaftsjahr 2021 übertroffen. Sowohl die Umsatzerlöse als auch das EBIT haben absolut und relativ ein Rekordniveau erreicht.

Im Berichtsjahr konnte die Neustrukturierung des Vertriebes konzernweit weiter umgesetzt werden. Für den Bereich der Standard-Produkte wurden bereits im Vorjahr die weltweiten Vertriebsregionen in sogenannte HUBs aufgeteilt. Damit wurden drei HUBs kreiert: HUB Europe, HUB Americas und HUB APA (Asia/Pacific/Africa). Der Vorteil der HUBs ist die zentrale Steuerung und die Fokussierung auf die jeweiligen heterogenen Märkten. Für die Spezialbereiche, und damit sehr beratungsintensiven Produkte im Drehmoment- und Automotivbereich, wurden sogenannte Application Center (AC) implementiert. Daraus ergaben sich die "AC Torque" und "AC Automotive". Der Vertrieb im Bereich E-Commerce unterscheidet sich signifikant von dem traditionellen Vertrieb. Aufgrund des hohen Stellenwertes dieses Vertriebsweges wurde ebenfalls ein Application Center Digital implementiert. Hierfür wurde im abgelaufenen Jahr die GE-DORE Handwerks- und Industriebedarf GmbH in die GEDORE Digital Solutions GmbH (GDS) umfirmiert. In der Berichtsperiode wurden sämtliche Vorbereitungen für die Einführung des AC Digital umgesetzt, so dass der Bereich die aktive Vertriebstätigkeit planmäßig Anfang des Jahres 2023 aufnehmen konnte. Die Application Center stellen weltweit ihre Fachkompetenz zum Vertrieb beratungsintensiver Produkte zur Verfügung.

Kurz nach Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine wurden sämtliche Lieferungen aus Konzerngesellschaften an unsere russische Gesellschaft, GEDORE Tool Center OOO eingestellt. Aktuell befinden wir uns kurz vor Abschluss einer Transaktion, nach der wir uns komplett von sämtlichen Aktivitäten in Russland zurückziehen werden. Sämtliche finanziellen Risiken in diesem Zusammenhang wurden bereits in der aktuellen Berichtsperiode erfasst. Die Gesellschaft wurde im Verlauf des letzten Jahres aus dem Konzernabschluss entkonsolidiert.

Aufgrund der weltweit hohen Nachfrage nach Rohstoffen unterschiedlichster Couleur haben sich die Bezugskosten im Berichtsjahr signifikant erhöht. Um diese Entwicklung abzufedern, wurden in der Berichtsperiode mehrfach und regional differenziert die Verkaufspreise angepasst. Die Teuerungszuschläge konnten erfolgreich im Markt implementiert werden.

Auftragseingang und Umsatzentwicklung

Der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2022 lag weit über dem Vorjahresniveau. Die Entwicklung in den verschiedenen Vertriebsgebieten und bei den einzelnen Konzerngesellschaften war dabei sehr unterschiedlich. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich der Auftragseingang um insgesamt 11,0 %.

Aufgrund der geographischen Struktur der Aktivitäten des GEDORE-Konzerns, wurde der Gesamtumsatz auch durch positive Währungseffekte beeinflusst (ca. EUR 13,3 Mio.). In der Summe erhöhte sich der Konzernumsatz, bereinigt um Wechselkurseffekte, um 6,4 % gegenüber 2021. Die positive Entwicklung der Wirtschaftsleistung im Berichtsjahr hat in den wichtigsten Regionen für den GEDORE-Konzern zu einem spürbaren, nichtwährungsbereinigten Umsatzanstieg geführt (Europa: +0,1 %; Amerika: +43,0 %; Afrika: +8,9 %; Asien: +12,6 %).

Die Umsatzerlöse wurden mit EUR 221,0 Mio. (Vorjahr: EUR 198,9 Mio.), wie auch in der Vergangenheit, weit überwiegend aus dem Verkauf von Werkzeugen, die unter eigener Marke vertrieben werden, erzielt.

Das vor diesem Hintergrund im Berichtszeitraum erreichte Umsatzniveau von EUR 237,4 Mio. liegt weit über unseren ursprünglichen Erwartungen.

Mitarbeiter*innen

Während des Geschäftsjahres 2022 waren durchschnittlich 2.246 Mitarbeiter*innen (Vorjahr: 2.064) im GEDORE-Konzern tätig. Zusätzlich wurden insgesamt 58 Jugendliche und junge Erwachsene (Vorjahr: 41) in technischen und kaufmännischen Berufsausbildungsverhältnissen beschäftigt.

c) Ertragslage des GEDORE-Konzerns

Überblick zur Ertragslage im Geschäftsjahr

Aufbauend auf der handelsrechtlichen Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung ergibt eine betriebswirtschaftliche Auswertung der Ertragslage des GEDORE-Konzerns für das Geschäftsjahr 2022 folgendes Bild:

Der GEDORE-Konzern weist für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 einen Konzernjahresüberschuss in Höhe von TEUR 6.274,5 (Vorjahr: TEUR 6.315,1) aus. Der Umsatz konnte um beachtliche 13,0 % von TEUR 210.067,6 im Vorjahr auf TEUR 237.400,1 gesteigert werden. Im Berichtszeitraum haben neutrale Aufwendungen das Konzernergebnis in Höhe von TEUR 6.518,0 belastet. Bereinigt um diese Sondereffekte würde der GEDORE-Konzern im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 12.792,6 ausweisen. Das betriebliche Ergebnis beläuft sich auf TEUR 18.475,9 (Vorjahr: TEUR 11.726,6) und das Finanzergebnis auf TEUR -1.294,0 (Vorjahr: TEUR 300,4). Aufwendungen aus Ertragsteuern in Höhe von TEUR -2.952,0 (Vorjahr: TEUR -3.679,0) führten im Geschäftsjahr zu einer Belastung des Konzernergebnisses.

Gesamtleistung

Die Gesamtleistung des GEDORE-Konzerns betrug im Geschäftsjahr 2022 TEUR 243.972,0 (Vorjahr: TEUR 216.783,4). Die Leistungserhöhung im Vergleich zum Vorjahr beträgt somit 12,5 %.

Betriebliches Ergebnis

Das betriebliche Ergebnis belief sich im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 18.475,9 (Vorjahr: TEUR 11.726,6), dies sind 7,6 % der Gesamtleistung. Das betriebliche Ergebnis erhöhte sich damit im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021 um insgesamt TEUR 6.749,3. Wesentlicher Kostenfaktor im Berichtszeitraum ist der Materialaufwand in Höhe von TEUR 93.963,1 (38,5 % der Gesamtleistung; Vorjahr: 38,6 %). Die Entwicklung der Materialpreiserhöhungen konnte somit vollumfänglich durch entsprechende Anpassungen unserer Verkaufspreise aufgefangen werden. Besonders hervorzuheben ist die Entwicklung der Personalaufwandsquote, welche erneut reduziert werden konnte (37,9 % im Vorjahr auf 36,4 %). Diese Reduzierung ist im Wesentlichen auf die erhöhte Auslastung in der Produktion zurückzuführen. Die Quote der Sonstigen Aufwendungen wurde durch diverse Neuprojekte im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 % erhöht.

Finanzergebnis

Das negative Finanzergebnis betrug im Geschäftsjahr 2022 TEUR-1.294,0 (Vorjahr: TEUR +300,4). Den Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 3.008,7 (Vorjahr: TEUR 1.552,6) standen Zinserträge in Höhe von TEUR 2.272,2 (Vorjahr: TEUR 1.853,0) gegenüber. Die Erhöhung der Zinsaufwendungen basiert einerseits auf höheren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und andererseits auf einer erhöhten Verzinsung von langfristigen Rückstellungen. Die Zinserträge sind in Höhe von TEUR 2.220,2 auf angefallene Steuerzinserstattungen zurückzuführen.

Die Ertragslage des Konzerns stellt sich zusammenfassend wie folgt dar:

Ertragslage zum Konzernabschluss der GEDORE Holding GmbH
1.1.-31.12.2022
TEUR %
Umsatzerlöse 237.400,1 97,4
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 5.720,2 2,3
Andere aktivierte Eigenleistungen 851,7 0,3
Gesamtleistung 243.972,0 100,0
Sonstige Erträge 8.829,9 3,6
Betriebliche Erträge gesamt 252.801,9 103,6
Materialaufwand 93.963,1 38,5
Personalaufwand 88.832,8 36,4
Abschreibungen 6.401,2 2,6
Sonstige Aufwendungen 45.128,9 18,5
Betriebliche Aufwendungen gesamt 234.326,0 96,0
Betriebliches Ergebnis 18.475,9 7,6
Finanzergebnis -1.294,0 -0,5
Operatives Ergebnis vor Ertragsteuern 17.181,9 7,0
Neutrales Ergebnis -6.518,0 -2,7
Ertragsteuern 2.952,0 1,2
Sonstige Steuern 1.437,3 0,6
Konzernergebnis 6.274,6 2,6
Ertragslage zum Konzernabschluss der GEDORE Holding GmbH
1.1.-31.12.2021 Veränderung
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 210.067,6 96,9 27.332,5 13,0
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 5.776,1 2,7 -55,9 -1,0
Andere aktivierte Eigenleistungen 939,7 0,4 -88,0 -9,4
Gesamtleistung 216.783,4 100,0 27.188,6 12,5
Sonstige Erträge 5.519,7 2,5 3.310,2 60,0
Betriebliche Erträge gesamt 222.303,1 102,5 30.498,8 13,7
Materialaufwand 83.768,2 38,6 10.194,9 12,2
Personalaufwand 82.168,9 37,9 6.663,9 8,1
Abschreibungen 6.042,6 2,8 358,6 5,9
Sonstige Aufwendungen 38.596,8 17,8 6.532,1 16,9
Betriebliche Aufwendungen gesamt 210.576,5 97,1 23.749,5 11,3
Betriebliches Ergebnis 11.726,6 5,4 6.749,3 57,6
Finanzergebnis 300,4 0,1 -1.594,4 -530,8
Operatives Ergebnis vor Ertragsteuern 12.027,0 5,5 5.154,9 -42,9
Neutrales Ergebnis -118,7 -0,1 -6.399,3 n.v.
Ertragsteuern 3.679,0 1,6 -727,0 19,8
Sonstige Steuern 1.914,2 0,9 -476,9 24,9
Konzernergebnis 6.315,1 2,9 -40,5 -0,6

Der für die Steuerung des Konzerns wichtige Leistungsindikator EBITDA-Rendite (EBITDA definiert als: Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization [ohne neutrale Aufwendungen]) erreichte im Geschäftsjahr eine Größenordnung von 10,2 % (Vorjahr: 8,2 %) und übertrifft unsere Erwartungen für das Geschäftsjahr, für das wir von einem relativ konstanten Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr ausgegangen waren.

d) Finanzierung, Investitionen und Liquidität

Kapitalstruktur

Die Finanzierung des GEDORE-Konzerns ist durch eine solide Eigenkapitalbasis (44,3 % der Bilanzsumme; Vorjahr: 45,6 %) gesichert. Bestehende Kreditlinien und langfristige Bankdarlehen decken den erforderlichen Fremdkapitalbedarf ab. Die zur Verfügung stehende freie Liquidität des GEDORE-Konzerns (einschließlich freier Kreditlinien) zum Abschlussstichtag beläuft sich auf insgesamt EUR 16,0 Mio. (Vorjahr: EUR 22,3 Mio.).

Finanzierungsmaßnahmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich gegenüber dem Stand am 31. Dezember 2021 um TEUR 11.666,9. Insgesamt wurden für die Tilgung von Finanzkrediten im Berichtszeitraum TEUR 14.058,6 eingesetzt. Im Berichtszeitraum wurden mehrere zusätzliche langfristige Finanzierungsbausteine aufgenommen. Die langfristigen Finanzschulden erhöhten sich um TEUR 12.001,0, wohingegen die kurzfristigen Finanzschulden im Vergleich zum Vorjahr leicht reduziert wurden (TEUR -334,1).

Investitionen

Das Volumen der Investitionen in Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen ist im Vorjahresvergleich um TEUR 1.851,2 auf TEUR 10.064,6 gestiegen. Die Investitionen entfielen dabei vor allem auf die Optimierung und Modernisierung unserer Fertigungsstandorte in Deutschland, Brasilien, Großbritannien, Österreich sowie Südafrika.

Die Investitionen des Geschäftsjahres 2022 betrafen vorrangig Immaterielle Vermögensgegenstände, technische Anlagen und Maschinen sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Liquidität

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit des Konzerns beträgt im Geschäftsjahr 2022 TEUR -5.018,6. Die Verringerung dieser Position in Höhe von TEUR 6.787,1 im Vergleich zum Vorjahr entfällt primär auf die starke Vorrats- sowie Forderungserhöhung. Als Reaktion auf die anhaltenden Lieferkettenabbrüche wurde bereits im Geschäftsjahr 2021 ein Projekt zur Erhöhung der eigenen Lieferfähigkeit konzernweit implementiert. Eine Folge dieses Projektes war die Erhöhung des Lagerbestandes. Die Vorratsintensität (verstanden als Quotient aus Vorratsbestand und Bilanzsumme) als wesentliche Kenngröße für die Bestandssteuerung erhöhte sich von 45,0 % zum Ende des Vorjahres auf nunmehr 47,9 %. Die Erhöhung des Forderungsbestandes ist auf das starke Umsatzwachstum in der Berichtsperiode zurückzuführen.

Aus getätigten Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 10.064,6 - vermindert um Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 1.080,7 und aus erhaltenen Zinsen in Höhe von TEUR 2.272,2, sowie aus Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens (Liquidierung der Gedore el Aletleri - Türkei) in Höhe von TEUR 237,0 - ergab sich insgesamt ein Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit von TEUR 6.474,7.

Aus der Finanzierungstätigkeit resultierte ein Mittelzufluss in Höhe von TEUR 12.567,6. Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit im Geschäftsjahr ergab sich im Saldo aus der Aufnahme von Finanzkrediten in Höhe von TEUR 28.792,8 aus Tilgungen von Finanzkrediten in Höhe von TEUR -14.058,6, aus gezahlten Zinsen in Höhe von TEUR -2.344,3, aus einer Eigenkapitalzuführung (Verschmelzung der Dowidat Beteiligung GmbH & Co. KG auf die GE-DORE Holding GmbH) in Höhe von TEUR 197,8 und aus Ausschüttungen an andere Gesellschafter in Höhe von TEUR -20,0.

Wechselkursbedingte Änderungen erhöhten den Finanzmittelfonds um TEUR 504,1, wohingegen die konsolidierungskreisbedingte Änderung (Entkonsolidierung der GEDORE Tool Center- Russland) zu einer Reduzierung des Finanzmittelfonds um TEUR 359,2 geführt hat.

Insgesamt erhöhte sich der zum Abschlussstichtag verfügbare Finanzmittelfonds im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.219,2 auf TEUR -765,7.

e) Vermögenslage

Bilanzstruktur

Essenzielle Posten der Bilanz des GEDORE-Konzerns sind Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen, Vorräte sowie Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände auf der Aktivseite und Eigenkapital sowie Finanzschulden auf der Passivseite.

Im Konzernabschluss hat sich die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2022 gegenüber der Bilanzsumme zum 31. Dezember 2021 um TEUR 25.301,7 auf TEUR 194.980,2 erhöht. Auf der Aktivseite hat sich das langfristige Vermögen um TEUR 3.940,2 und das kurzfristige Vermögen um TEUR 21.361,5 erhöht. Auf der Passivseite haben sich das Eigenkapital um TEUR 8.889,1, die langfristigen Schulden um TEUR 15.343,1, sowie die kurzfristigen Schulden um TEUR 1.069,5 erhöht.

Entwicklung des Konzernvermögens

Die Immateriellen Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen haben sich um TEUR 2.895,3 erhöht, da die Anlagenzugänge des Geschäftsjahres (TEUR +10.064,6) größer als die Abschreibungen (TEUR -6.401,2), die Anlagenabgänge (TEUR -1.442,0) und übrigen Veränderungen (TEUR +673,9) sind.

Die latenten Steueransprüche sind um TEUR 1.171,7 auf TEUR 9.467,6 gestiegen.

Bei den kurzfristigen Vermögensgegenständen sind die Vorräte um TEUR 16.947,1 auf TEUR 93.319,0 angewachsen, zudem sind die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände - inklusive Abgrenzungen und Aktivem Unterschiedsbetrag - aus der Vermögensverrechnung um TEUR 6.162,3 auf TEUR 41.609,1 gestiegen. Die liquiden Mittel wurden um TEUR 1.747,8 auf TEUR 8.770,8 im Vergleich zum Vorjahr reduziert.

Konzerneigenkapital

Die Erhöhung des Eigenkapitals im Vergleich zum Vorjahr resultiert grundlegend aus dem Konzernjahresergebnis (TEUR +6.227,3), aus der Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung (TEUR +2.445,2), aus einer Kapitalerhöhung (TEUR +197,8) und den Nicht beherrschenden Anteilen (TEUR +18,8). Die Eigenkapitalquote in Höhe von 44,3 % (Vorjahr: 45,6 %) ist weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.

Entwicklung der Konzernschulden

Die langfristigen Schulden sind um TEUR 15.343,1 auf TEUR 49.928,4 gestiegen. Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich ebenfalls um TEUR 1.069,5. Innerhalb der kurzfristigen Schulden sind die Finanzschulden um TEUR 334,1 auf TEUR 17.989,8 reduziert worden, die Rückstellungen haben sich um TEUR 4.627,0 auf TEUR 17.357,8 erhöht und die Übrigen Verbindlichkeiten sind um TEUR 3.223,5 auf TEUR 23.343,8 gesunken.

Die Vermögenslage des Konzerns stellt sich zusammenfassend wie folgt dar:

Vermögenslage zum Konzernabschluss der GEDORE Holding GmbH
31.12.2022 gesamt
TEUR %
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 41.329,3 21,2
Finanzanlagen 0,0 0,0
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 484,5 0,2
Latente Steueransprüche 9.467,6 4,8
51.281,4 26,2
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 93.319,0 47,9
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 40.471,0 20,8
Liquide Mittel 8.770,8 4,5
Abgrenzungen 1.138,1 0,6
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0,0 0,0
143.698,8 73,8
Vermögen 194.980,2 100,0
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 26,0 0,0
Kapitalrücklagen 151.216,5 77,6
Konzernergebnisvortrag -43.214,1 -22,2
Konzernjahresergebnis 6.227,3 3,2
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -28.797,6 -14,8
Nicht beherrschende Anteile 902,2 0,5
86.360,3 44,3
Langfristige Schulden
Finanzschulden 25.741,2 13,2
Rückstellungen 12.891,6 6,6
Übrige Verbindlichkeiten 11.295,7 5,8
49.928,4 25,6
Kurzfristige Schulden
Finanzschulden 17.989,8 9,2
Rückstellungen 17.357,8 8,9
Übrige Verbindlichkeiten 23.343,8 12,0
58.691,5 30,1
Eigenkapital und Schulden 194.980,2 100,0
Vermögenslage zum Konzernabschluss der GEDORE Holding GmbH
31.12.2021 gesamt Veränderung gesamt
TEUR % TEUR %
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 38.197,0 22,5 3.132,3 8,2
Finanzanlagen 237,0 0,1 -237,0 -100,0
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 611,3 0,4 -126,8 -20,7
Latente Steueransprüche 8.295,9 4,9 1.171,7 14,1
47.341,2 27,9 3.940,2 8,3
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 76.371,9 45,0 16.947,0 22,2
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 32.509,2 19,2 7.961,8 24,5
Liquide Mittel 10.518,6 6,2 -1.747,8 -16,6
Abgrenzungen 961,1 0,6 177,0 18,4
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 1.976,5 1,1 -1.976,5 -100,0
122.337,3 72,1 21.361,5 17,5
Vermögen 169.678,5 100,0 25.301,7 14,9
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 25,0 0,0 1,0 4,0
Kapitalrücklagen 151.019,7 89,0 196,8 0,1
Konzernergebnisvortrag -49.470,0 -29,2 6.255,9 -12,6
Konzernjahresergebnis 6.255,9 3,7 -28,6 -0,5
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -31.242,8 -18,4 2.445,2 -7,8
Nicht beherrschende Anteile 883,4 0,5 18,8 2,1
77.471,2 45,6 8.889,1 11,5
Langfristige Schulden
Finanzschulden 13.740,2 8,1 12.001,0 87,3
Rückstellungen 10.156,0 6,1 2.735,6 26,9
Übrige Verbindlichkeiten 10.689,1 6,3 606,6 5,7
34.585,3 20,5 15.343,1 44,4
Kurzfristige Schulden
Finanzschulden 18.323,9 10,8 -334,1 -1,8
Rückstellungen 12.730,8 7,4 4.627,0 36,3
Übrige Verbindlichkeiten 26.567,3 15,7 -3.223,5 -12,1
57.622,0 33,9 1.069,5 1,9
Eigenkapital und Schulden 169.678,5 100,0 25.301,7 14,9

f) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Der GEDORE-Konzern bedient sich zur Steuerung seiner Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unter anderem verschiedener Leistungsindikatoren, deren Entwicklung im Vorjahresvergleich wie folgt zusammengefasst werden kann:

Finanzielle Leistungsindikatoren 2022 2021 Definition
GuV-Steuerung
Roherlös-Rendite 61,5 % 61,4 % Roherlös/Gesamtleistung
EBITDA-Rendite 10,2 % 8,2 % EBITDA/Gesamtleistung
Bilanzsteuerung
Vorratsintensität 47,9 % 45,0 % Vorräte/Bilanzsumme
Eigenkapitalquote 44,3 % 45,6 % Eigenkapital/Bilanzsumme
Liquiditätssteuerung
Cashflow (in TEUR) Nach DRS 21
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -5.018,6 1.768,5
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -6.474,7 -4.072,0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 12.567,6 -475,4
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 2022 2021 Definition
Anzahl Mitarbeiter 2.246 2.064 gemäß § 267 Abs. 5 HGB

Abkürzungen und Definitionen

Roherlös - Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand
EBITDA - Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization (ohne neutrale Aufwendungen)

III. Chancen- und Risikobericht

a) Risikomanagement

Der GEDORE-Konzern verfügt über ein umfassendes Controlling- und Risikomanagementsystem, mit dem die im Rahmen unserer regelmäßigen Risikoinventuren erkannten Risiken gehandhabt werden. Dabei wird durch ein monatliches Berichtswesen, regelmäßige interne sowie externe Audits, diverse geschäftliche Sitzungen, Prozessanalysetechniken und vielem mehr sichergestellt, dass das Management eventuelle Risiken rechtzeitig erkennt und folgerichtig damit einhergehend Maßnahmen zur Risikokontrolle und -eindämmung ergreifen kann.

Bonitäts- und Adressenausfallrisiken wird mittels ausreichender Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zusätzlich sind ca. 51,7 % der Umsätze durch Warenkreditversicherungen gegen Ausfall versichert.

Die auf die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung sowie die Rechnungslegung der jeweiligen lokalen Gesellschaften ausgerichteten Maßnahmen des internen Kontrollsystems stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden.

b) Risiken der künftigen Entwicklung

Währungsrisiken

Als international agierender Konzern mit Beschaffungs- und Lieferströmen, die auch in Fremdwährungen abgerechnet werden, ist der GEDORE-Konzern Risiken aufgrund nachteiliger Veränderungen verschiedener Währungsparitäten gegenüber dem Euro ausgesetzt. Angesichts der internationalen Ausrichtung des GEDORE-Konzerns sind uns die Risiken u.a. aus Währungskursschwankungen bewusst. Die durch das Risikomanagement beobachteten Risiken betreffen dabei neben reinen Translations- und Transaktionsrisiken auch Risiken, die sich aus einer nachteiligen Veränderung der Wettbewerbsfähigkeit in bestimmten Währungsräumen gefertigter Produkte ergeben.

Die globale wirtschaftliche Belebung im abgelaufenen Jahr hat insbesondere die Währungen von Schwellenländern, wie bspw. Brasilien, stark aufgewertet.

Risiken aus Währungsschwankungen werden in unseren Konzerngesellschaften aktuell durch diverse Hedging-Maßnahmen reduziert. Dies schließt auch den Abschluss derivativer Finanzinstrumente, wie Devisentermingeschäfte sowie Devisenswapgeschäfte, ein. Die benannten Instrumente werden eingesetzt, um Transaktionsrisiken möglichst auszuschließen. Der Abschluss von derivativen Finanzinstrumenten aus spekulativen Absichten ist durch interne Vorgaben ausgeschlossen.

In den Ländern mit dem höchsten Umsatzanteil unterhält der GEDORE-Konzern eigene Produktionsstätten. Damit werden Währungsrisiken in großen Teilen adäquat "natürlich" reduziert. Währungsbedingt nachteilige (oder aber auch begünstigende) Einflüsse auf die Umsatz- und Ertragskraft des Konzerns, wie sie auch im Geschäftsjahr 2022 zum Tragen kamen, können hingegen nicht vollständig ausgeschlossen bzw. kompensiert werden.

Zinsrisiken

Kurzfristig gehen wir von steigenden Zinssätzen aus. Die Zentralbanken weltweit haben zur Bekämpfung der Inflation die Referenzzinssätze nach oben angepasst. Wir gehen davon aus, dass - mit regionalen Unterschieden - der Zinserhöhungszyklus erst in der Mitte des Jahres seinen Höchststand erreicht haben wird. Der überwiegende Anteil der mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im GEDORE-Konzern haben eine Festzinsbindung.

Beschaffungsrisiken

Die Rohstoffbeschaffung für die zu fertigenden Produkte führte im Berichtsjahr zu einer leichten Entspannung im Vergleich zur Vorberichtsperiode. Der Ausbruch des Krieges in der Ukraine und die dadurch entstandenen geopolitischen Spannungen haben in der Berichtsperiode in Europa und insbesondere in Deutschland zu sehr stark angestiegenen Energiepreisen geführt. Wir haben bereits im Sommer des vergangenen Jahres mit diversen Energiesparmaßnahmen auf die neue Situation reagiert. Dadurch konnte der Strom- und Gasverbrauch in den deutschen Gesellschaften stark reduziert werden. Die durch die Bundesregierung eingeführte Energiepreisbremse wird im Jahr 2023 dazu führen, dass die zunächst erwartete erhebliche Mehrbelastung teilweise abgedämpft werden wird. Die erhöhten Beschaffungskosten haben wir durch eine Vielzahl von Preisanpassungen konzernweit und je nach Vertriebsregion individuell erfolgreich in unseren Verkaufspreisen implementiert.

Absatz- und Produktionsrisiken

Aufgrund des breit gefächerten Produktsortiments im GEDORE-Konzern sind wir davon überzeugt, die Bedürfnisse unserer Kunden nach hochqualitativen Werkzeugen in jeder sich bietenden Facette bedienen zu können. Dem geschäftsimmanenten Risiko, Veränderungen in den Anforderungen unserer Kunden nicht oder zu spät zu erkennen, wirken wir durch unmittelbare Kundennähe, durch unseren Service sowie intensive Entwicklungstätigkeit aktiv entgegen.

Daneben bestehen Risiken aufgrund einer verstärkten Kostenorientierung innerhalb des Marktes. Diesen Tendenzen setzen wir die Qualität unserer Produkte entgegen, die in einem angemessenen Preis-Leistungs-Verhältnis stehen.

Wir glauben an die Kraft der Marke GEDORE. Daher gilt: Eine starke Marke, zwei Linien! Folgerichtig entwickeln wir GEDORE zu der Marke für Werkzeug sowie werkzeugbasierten Lösungen und konsolidieren unser Branding ganz konsequent. Neben der starken und weltweit etablierten Marke GEDORE für Industrieanwender, bieten wir in sinnvoller Ergänzung dazu seit 2018 mit der Linie GEDORE red auch ein hochwertiges Sortiment für Profis außerhalb der Industrie, nämlich für versierte Heimwerker*innen und Semi-Profis, an. Unser Ziel: Smarte Lösungen und Konzentration auf das Wesentliche - Das ist unser Weg in die Zukunft. Getragen wird diese Initiative von einem unserer zentralen Werte - der Verantwortung. Wir sind der festen Überzeugung, dass jeder Mensch in jeder Region der Welt, der Werkzeug braucht, es verdient hat, Zugang zu Qualitätswerkzeug zu erhalten. Dafür wollen wir uns verantwortlich fühlen und genau dies ermöglicht die neue red-Linie unter der Marke GEDORE auf allen Märkten.

Die bestehenden Absatz- und Produktionsrisiken erachten wir daher durch den Einsatz unseres Risikomanagement-Instrumentariums für jederzeit kontrollierbar, da regelmäßig auch ein Nachsteuern durch bereits kurzfristig wirksame Maßnahmen zur Risikokompensation möglich ist.

Politische Risiken

Der Überfall Russlands auf die Ukraine fügt der Weltwirtschaft nach wie vor schweren Schaden zu. Neben der humanitären Katastrophe in der Ukraine selbst, besteht die Gefahr der Ausdehnung des Konflikts über die aktuelle Region hinaus, mit existenziellen Folgewirkungen, die nur schwer einzuschätzen sind. Die in diesem Zusammenhang eingeführten Sanktionen treffen die russische Wirtschaft vehement.

Die Klimakrise wird das unternehmerische Handeln weltweit verändern. Die notwendigen Anpassungen könnten zu einer Überbelastung der Wirtschaft führen, was im Allgemeinen zu Wohlstandverlust und damit zu einer weiteren Verschlechterung der Klimakatastrophe führen könnte. Gleichzeitig besteht die Chance mit einer versierten Technologieführerschaft die zukünftige Entwicklung nachhaltig und klimafreundlich mitzugestalten.

Darüber hinaus bestehen die geopolitischen Spannungen zwischen China und den USA fort. In diesem Kontext bleibt das Risiko eines erneuten Aufflammens des Handels- und Wirtschaftskonflikts zwischen den beiden Großmächten hoch, gerade auch vor dem Hintergrund der westlichen Sanktionen gegen Russland, welche die chinesische Regierung nicht mitträgt.

c) Chancen

Aus den durch die Konzernleitung eingeleiteten Maßnahmen zur Optimierung der Prozessketten im Fertigungs- und Supply Chain-Bereich sowie weiterer Aktivitäten zur Verbesserung von Kostenstrukturen im Gemeinkostenbereich, ergeben sich bereits auf dem aktuellen Umsatzniveau erhebliche Potentiale zur Steigerung der Profitabilität des Konzerns.

Die größten Wachstumsraten erwartet der GEDORE-Konzern im HUB Americas und mittel- bis langfristig im AC Digital. Im Berichtsjahr konnte der Umsatz im HUB Americas erneut stark gesteigert werden. Wir haben die Investitionen in dieser Region intensiviert und sehen weiterhin, politischen Unsicherheiten zum Trotz, immense Entwicklungspotentiale für unseren Absatz.

Die Einführung des AC Digital wurde planmäßig umgesetzt. Durch die zusätzliche Fokussierung auf den Onlinebereich können die Kundenbedürfnisse in diesem Bereich signifikant besser bedient werden. Wir sehen in diesem Segment weltweit hohe Entwicklungschancen für unseren Konzern.

Zur Optimierung der Produktionsabläufe in der GEDORE Werkzeugfabrik GmbH & Co. KG wurde während der Berichtsperiode die Produktion vom Standort Solingen in das Stammwerk nach Remscheid verlagert. Wir erwarten hohe Synergieeffekte aus diesem Projekt, welche zu einer wesentlichen Aufwandsreduzierung führen werden.

Unsere Markenprodukte "Made by GEDORE" stehen für Sicherheit, Langlebigkeit und technische Perfektion. Die konsequente Weiterentwicklung und marktgerechte Sortimentsausrichtung garantieren unseren Kund*innen und Anwender*innen kontinuierliche Leistungsfähigkeit. Als Premiumhersteller mit einer diversifizierten Markenwelt können wir mit unseren innovativen Speziallösungen auch Nischen bedienen.

d) Gesamtbeurteilung der Risikosituation

In der Gesamtheit halten wir die unternehmerischen Risiken, denen der GEDORE-Konzern ausgesetzt ist, für beherrschbar. Das bedeutet: Wir erkennen derzeit keine Einzelrisiken, die unsere Planungen isoliert so weitreichend beeinflussen würden, dass diesen kurzfristig nicht durch geeignete betriebswirtschaftliche Maßnahmen oder Ausnutzung gegenläufiger Chancen begegnet werden könnte.

IV. Prognosebericht

a) Gesamtwirtschaftliche Situation

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine überschattet weiterhin die Weltwirtschaft. Trotz der jüngsten Anzeichen für eine Verbesserung der weltwirtschaftlichen Entwicklung wird die Erholung in den nächsten zwei Jahren voraussichtlich moderat ausfallen. Die Aussichten sind nach wie vor unsicher, die Abwärtsrisiken überwiegen. Die durch den Krieg verursachte große Unsicherheit könnte die Wirtschaftstätigkeit stark beeinträchtigen. Die Handelsspannungen zwischen USA und China sind nach wie vor hoch und daher in der Lage sich noch weiter zu verschärfen. Die jüngste Bankenkrise in den USA und der Schweiz erhöht die Unsicherheit und belastet das weltweite Finanzsystem. Die Gesamtinflation ist zwar allmählich zurückgegangen, bleibt aber auf einem hohen Niveau und könnte noch länger anhalten. Ein Schlüsselfaktor für die Verbesserung von Aktivität und Stimmung Anfang 2023 war der jüngste weltweite Rückgang der Energie- und Lebensmittelpreise. Zwar sind die Preise im Vergleich zur Vorkriegszeit immer noch relativ hoch, jedoch stärkt diese Entwicklung die Kaufkraft der meisten Unternehmen und Haushalte und trägt so dazu bei, die Gesamtinflation zu senken. Die früher als erwartet erfolgte Wiedereröffnung der chinesischen Wirtschaft dürfte sich ebenfalls positiv auf die globale Wirtschaftstätigkeit auswirken und den Druck auf die Lieferketten verringern. Gemäß des OECD Economic Outlook (März 2023) wird eine Zunahme des weltweiten Bruttoinlandsproduktes in Höhe von 2,6 % für das laufende Jahr 2023 prognostiziert und von 2,9 % für das Folgejahr ausgegangen. In den Vereinigten Staaten wird die Wirtschaft dem Bericht zufolge im Verlauf des Jahres 2023 die Wirtschaftsleistung im laufenden Jahr um 1,5 % steigen und im nächsten Jahr um 0,9 % zulegen. Für das Jahr 2023 wird das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts in Brasilien auf rund 1,0 % gegenüber dem Vorjahr prognostiziert. Für das laufende Jahr wird für China eine Zunahme des BIP von 5,3 % erwartet. Entsprechend der "Aktualisierten Konjunkturprognose" des Sachverständigenrats der Bundesregierung (März 2023) wird für den Euroraum eine Zunahme von 0,9 % des BIP im Jahr 2023 erwartet. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wird in diesem Jahr um voraussichtlich 0,2 % zulegen und im Folgejahr um weitere 1,3 % wachsen.

b) Entwicklung der Branche

Nach den jüngsten Veröffentlichungen des ifo ("Konjunkturperspektiven" Februar 2023), geht die Mehrheit der befragten Unternehmen von einem gleichbleibenden Niveau der Produktion in den Produktionsbetrieben von Metallerzeugnissen aus. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen dieser Branche erwartet keine weitere Erhöhung der Inlandsverkaufspreise in den nächsten drei Monaten. Erwartungsgemäß wird der Energiepreisschock der letzten Monate in den Verkaufspreisen verarbeitet werden. Die überwiegende Mehrheit der befragten Unternehmen rechnet mit einer gleichbleibenden Geschäftsentwicklung in den nächsten sechs Monaten.

c) Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des GEDORE-Konzerns

Der GEDORE-Konzern ist sehr erfolgreich in das Jahr 2023 gestartet. Die Nachfrage nach unseren Produkten übertrifft die an uns gestellten Erwartungen. Die angespannte Situation verursacht durch die geopolitischen Krisen sowie die in vielen Regionen hohe Inflation werden voraussichtlich ein ähnlich starkes Wachstum wie im Berichtsjahr behindern. Dennoch konnten die ersten beiden Monate im Jahr 2023 erneut mit einem Rekordumsatz abgeschlossen werden. In unserem Szenario gehen wir davon aus, dass wir im Jahr 2023 das Umsatzniveau des Vorjahres erneut erreichen werden. Umfangreiche Digitalisierungs-, Automatisierungs- und Marketingprojekte werden voraussichtlich das Gesamtergebnis überproportional belasten.

Vor dem Hintergrund der oben beschriebenen Erwartungen über die gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung, sowohl unter Berücksichtigung bestehender Risiken, als auch unserer Aktivitäten, rechnen wir für das Jahr 2023 mit einem Umsatz auf einem ähnlich hohem Niveau wie im Vorjahr sowie mit einem positiven, jedoch reduzierten Konzernjahresergebnis. Der Leistungsindikator EBITDA wird im Geschäftsjahr 2023 sehr wahrscheinlich leicht mehr als 5,0 % der Gesamtleistung betragen. Nach unseren mittelfristigen Planungen streben wir für den bilanziellen Leistungsindikator der Vorratsintensität ein Niveau von ca. 42 % an. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird voraussichtlich das Vorjahresniveau deutlich übertreffen. Für das Geschäftsjahr 2023 plant der GEDORE-Konzern Investitionen in Sachanlagen und in Immaterielle Vermögensgegenstände von rund EUR 13,1 Mio.

 

Remscheid, den 2. Mai 2023

GEDORE Holding GmbH

Die Geschäftsführung

Karen Dowidat

Dr. Christian Dowidat

Rainer Bröcher

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte einschließlich dieser Vermögengegenstände im Bau 185.989,02 233.621,42
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.276.962,92 1.117.990,78
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 317.852,82
1.462.951,94 1.669.465,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.753.139,56 17.770.185,29
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.334.719,67 13.142.641,87
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.906.085,92 4.534.492,77
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.872.375,65 1.080.231,84
39.866.320,80 36.527.551,77
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2,00 237.003,00
2. Sonstige Ausleihungen 1,00 1,00
3,00 237.004,00
41.329.275,74 38.434.020,79
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 20.553.714,85 15.957.639,44
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 29.633.831,37 26.899.479,54
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 42.929.902,16 32.620.338,56
4. Geleistete Anzahlungen 201.579,96 894.470,13
93.319.028,34 76.371.927,67
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 38.526.878,78 29.446.105,98
2. Sonstige Vermögensgegenstände 2.428.598,77 3.674.352,10
40.955.477,55 33.120.458,08
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 8.770.756,21 10.518.552,06
143.045.262,10 120.010.937,81
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.138.061,60 961.113,68
D. Aktive latente Steuern 9.467.609,31 8.295.891,78
E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung 0,00 1.976.574,26
194.980.208,75 169.678.538,32

Passiva

31.12.2022 Passiva 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.958,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 151.216.459,01 151.019.652,83
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -28.797.575,33 -31.242.825,60
IV. Konzernbilanzverlust -36.986.775,55 -43.214.107,19
davon Konzernverlustvortrag -43.214.107,19 -49.469.997,72
davon Konzernanteil am Konzernjahresüberschuss 6.227.331,64 6.255.890,53
V. Nicht beherrschende Anteile 902.278,53 883.459,56
86.360.344,66 77.471.179,60
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 12.086.793,52 9.629.048,55
2. Steuerrückstellungen 2.181.596,26 1.765.327,88
3. Sonstige Rückstellungen 15.981.022,65 11.492.377,86
30.249.412,43 22.886.754,29
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 43.730.973,43 32.064.097,28
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 158.532,67 430.454,54
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.302.488,71 15.677.146,91
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 315.565,16
5. Sonstige Verbindlichkeiten 19.178.456,85 20.833.340,54
78.370.451,66 69.320.604,43
194.980.208,75 169.678.538,32

Konzerngewinn- und Verlustrechnung für das Konzerngeschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 237.400.066,61 210.067.612,98
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 5.720.180,21 5.776.083,99
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 851.698,72 939.706,42
4. Gesamtleistung 243.971.945,54 216.783.403,39
5. Sonstige betriebliche Erträge 9.055.440,29 7.024.252,94
6. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 87.283.083,94 74.891.623,64
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.680.002,01 8.876.538,08
7. Rohergebnis 159.064.299,88 140.039.494,61
8. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 72.549.193,50 66.658.926,85
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 20.539.372,43 15.509.926,03
9. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 6.401.239,90 6.042.639,85
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen 47.616.642,15 40.219.970,86
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.272.219,00 1.852.958,70
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen 557.540,93 0,00
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.008.693,11 1.552.597,02
14. Ergebnis vor Steuern 10.663.836,86 11.908.392,70
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.952.011,64 3.679.112,40
16. Ergebnis nach Steuern 7.711.825,22 8.229.280,30
17. Sonstige Steuern 1.437.309,49 1.914.164,85
18. Konzernjahresüberschuss 6.274.515,73 6.315.115,45
Anteil fremder Gesellschafter am Ergebnis 47.184,09 59.224,92
Konzernanteil am Ergebnis 6.227.331,64 6.255.890,53

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Allgemeine Hinweise

Der Konzernabschluss der GEDORE Holding GmbH als Mutterunternehmen des GEDORE- Konzerns wird gemäß den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die GEDORE Holding GmbH hat ihren Sitz in Remscheid und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Wuppertal unter HR B 26892.

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurden die Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee (DRSC) nur insoweit beachtet, als es sich bei diesen um Konkretisierungen gesetzlicher Anforderungen an die Rechnungslegung und somit um Auslegungen der allgemeinen gesetzlichen Grundsätze handelt. Darüber hinausgehende Anforderungen der DRS wurden nicht beachtet.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewendet.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Zusatzangaben insgesamt im Anhang aufgeführt.

II. Gründung der GEDORE Holding GmbH und Entstehung des GEDORE-Konzerns

Die GEDORE Holding GmbH wurde am 17. Juli 2012 gegründet und hatte zu diesem Zeitpunkt ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen. Zeitgleich waren zuvor vom damaligen Hauptgesellschafter direkt gehaltene Vermögensgegenstände (im Wesentlichen unternehmerische Beteiligungen) und Schulden in die GEDORE Holding GmbH im Wege von Sacheinlagen eingebracht worden.

Bei den per Sacheinlage eingebrachten Vermögensgegenständen handelte es sich um Anteile an deutschen GmbH & Co. KGs, um Anteile an in- und ausländischen Kapitalgesellschaften, um ein Einzelunternehmen sowie um weitere, einzelne Vermögensgegenstände.

Die Sacheinlagen erfolgten in allen Fällen zum Buchwert. Die Buchwerte entsprachen bei den Anteilen an deutschen GmbH & Co. KGs dem Saldo aus Vermögensgegenständen, Rechnungsabgrenzungsposten und Schulden der GmbH & Co. KGs - welcher dem Eigenkapital entspricht - zum 17. Juli 2012, bei den Anteilen an in- und ausländischen Kapitalgesellschaften deren historischen und ggf. fortgeschriebenen Anschaffungskosten für die Anteile zum 17. Juli 2012 und bei dem Einzelunternehmen und den einzeln übertragenen Vermögensgegenständen den jeweiligen Buchwerten am 17. Juli 2012.

Die Gründung der GEDORE Holding GmbH und die Erbringung von Sacheinlagen zum 17. Juli 2012 durch den Hauptgesellschafter stellen einen Unternehmenszusammenschluss unter gemeinsamer Beherrschung ("transaction under common control") dar, auf den § 301 HGB nicht anzuwenden war, da vor und nach der Gründung der GEDORE Holding GmbH die Gesellschafter der einzelnen Konzerngesellschaften identisch sind. Im Ergebnis wurde daher das bei den Sacheinlagen angewandte Wahlrecht zur Buchwertfortführung aufgrund der Tauschgrundsätze auch auf den Konzernabschluss angewendet.

Aufgrund der Nichtanwendung des § 301 HGB wurden im Rahmen der erstmaligen Kapitalkonsolidierung der Tochtergesellschaften der GEDORE Holding GmbH keine stillen Reserven und Lasten aufgedeckt, d.h. eine Neubewertung fand nicht statt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte bei allen durch Sacheinlage erworbenen Tochterunternehmen grundsätzlich auf den Einbringungsstichtag 17. Juli 2012.

Die nach Verrechnung der Anteile an den einbezogenen Unternehmen mit dem auf diese Anteile entfallenden Eigenkapital verbleibenden Unterschiedsbeträge (Geschäfts- und Firmenwerte und passive Unterschiedsbeträge) waren aufgrund ihres Charakters als Eigenkapital unmittelbar in die Kapitalrücklage eingestellt worden.

III. Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst die GEDORE Holding GmbH, Remscheid, als Mutterunternehmen sowie 13 (Vorjahr: 14) ausländische und fünf (Vorjahr: fünf) inländische Tochterunternehmen. Folgende Gesellschaften werden im Rahmen der Vollkonsolidierung zum 31. Dezember 2022 in den Konzernabschluss einbezogen:

Gesellschaft Sitz Anteile in %
GEDORE Holding GmbH Remscheid, Deutschland 100,0
GEDORE GmbH Remscheid, Deutschland * 100,0
GEDORE Werkzeugfabrik GmbH & Co. KG Remscheid, Deutschland * 100,0
GEDORE Digital Solutions GmbH (vormals: GEDORE Handwerks- und Industriebedarf GmbH) Remscheid, Deutschland 100,0
GEDORE Automotive GmbH Donaueschingen, Deutschland * 100,0
GEDORE Torque Solutions GmbH Vaihingen a. d. Enz, Deutschland * 100,0
Gedore Austria GmbH Birkfeld, Österreich 100,0
Ferramentas Gedore do Brasil S.A. Säo Leopoldo, Brasilien 100,0
Gedore Tools SA Pty Ltd. New Germany, Südafrika 100,0
GEDORE Torque Ltd. Bramley Guildford, Surrey, Großbritannien 100,0
GEDORE Technag B.V. Alphen a. d. Rijn, Niederlande 100,0
Gedore U.K. Ltd. Skipton, Großbritannien 100,0
GEDORE Omnitool GmbH Spreitenbach, Schweiz 100,0
Gedore Polska Sp. z o. o. Mikołów, Polen 100,0
Gedore Iberica S. L. Vitoria-Gasteiz, Spanien 51,0
Gedore Tool Trading Co., Ltd. Shanghai, China 100,0
GEDORE France SARL Saint-Ouen-L'Aumöne, Frankreich 100,0
Gedore Tools, Inc. North Charleston SC, USA 100,0
GEDORE (India) Private Ltd. New Delhi, Indien 100,0

Im Jahr 2022 ist das 100%-ige Tochterunternehmen Gedore Tool Center OOO, Moskau, aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Durch die im Vorjahr umgesetzte Einstellung sämtlicher Lieferungen an unsere Vertriebseinheit in Moskau und den Rückzug aus dem russischen Markt, hat die Gesellschaft nunmehr eine untergeordnete Bedeutung für den Konzern. Für weitere Informationen verweisen wir auf den Konzernlagebericht.

Weitere Veränderungen des Konsolidierungskreises haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht ergeben. Aus der Veränderung des Konsolidierungskreises ergab sich kein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Gemäß § 264 Abs. 3 HGB und § 264b HGB verzichten wir bei insgesamt vier inländischen Tochtergesellschaften auf die Bekanntmachung des Jahresabschlusses dieser Gesellschaften im Bundesanzeiger sowie auf die Erstellung eines Anhangs und eines Lageberichts. Die entsprechenden Gesellschaften sind in der vorstehenden Tabelle mit einem "*" gekennzeichnet.

Die folgenden zwei (Vorjahr: zwei) ausländischen Tochterunternehmen wurden aufgrund untergeordneter Bedeutung gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da die Gesellschaften in der Summe weniger als 1 % des Konzernvermögens bzw. der Aufwendungen und Erträge des Konzerns ausmachen.

Gesellschaft Sitz Anteile in %
GEDORE Middle East Tools Trading L.L.C. Dubai, Vereinigte Arabische Emirate 49,0
Gedore Tool Center OOO Moskau, Russland 100,0

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die Gedore el Aletleri SAN. ve TIC.Ltd.Sti, Istanbul, Türkei, liquidiert.

IV. Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens, das ist der 31. Dezember eines jeden Jahres, aufgestellt. Dieser Stichtag entspricht dem Abschlussstichtag aller einbezogenen Gesellschaften.

Vor der Zusammenfassung der Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden die Einzelabschlüsse der ausländischen vollkonsolidierten Tochterunternehmen hinsichtlich der Ansatz-, Bewertungs- und Ausweisvorschriften nach den von der Muttergesellschaft vorgegebenen konzerneinheitlichen Richtlinien auf die deutschen handelsrechtlichen Vorschriften (HB II) übergeleitet.

Die Kapitalkonsolidierung für die zum 17. Juli 2012 durch Sacheinlage erworbenen Anteile wird als Unternehmenszusammenschluss unter gemeinsamer Beherrschung abgebildet. Siehe dazu die Ausführungen in Abschnitt II.

Die Kapitalkonsolidierung für nach dem 17. Juli 2012 erworbene Tochterunternehmen wird nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an den jeweiligen Tochterunternehmen mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung durchgeführt. Das Eigenkapital des Tochterunternehmens ist mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen im Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3, Abs. 2 HGB und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB zu bewerten. Die Neubewertungsmethode ist im Konzernabschluss der GEDORE Holding GmbH bisher noch nicht zur Anwendung gelangt, da seit dem 17. Juli 2012 keine Tochterunternehmen erworben wurden.

Der Erstkonsolidierungszeitpunkt ist grundsätzlich der Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Ein nach der Verrechnung der Anschaffungskosten für die Anteile mit dem (neubewerteten) Eigenkapital verbleibender Unterschiedsbetrag ist in der Konzernbilanz, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als "Geschäfts- oder Firmenwert" und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital auszuweisen. Passivische Unterschiedsbeträge wurden direkt in die Konzernrücklagen eingestellt bzw. erfolgswirksam vereinnahmt, soweit feststand, dass sie einem realisierten Gewinn entsprachen bzw. die ungünstigen Entwicklungen eingetreten oder die erwarteten Aufwendungen angefallen waren.

In Höhe der Minderheitenanteile von fremden Gesellschaftern werden in der Bilanz zum 31. Dezember 2022 "Nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen.

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Aufrechnung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse, der sonstigen betrieblichen Erträge sowie der Zinserträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen.

Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen von Vermögensgegenständen des Vorratsvermögens wurden eliminiert.

Auf eliminierte Zwischengewinne wurden, wie im Vorjahr, latente Steuern nach § 306 HGB aktivisch abgegrenzt. Die Steuerabgrenzung erfolgte unverändert mit dem durchschnittlichen Steuersatz der Konzerngesellschaften in Höhe von 30,00 %.

Darüber hinaus war eine Steuerabgrenzung auf andere Maßnahmen der Vollkonsolidierung nicht erforderlich.

Auf Maßnahmen der Vereinheitlichung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wird eine aktive Steuerabgrenzung gemäß § 298 i.V. mit § 274 HGB vorgenommen. Ebenso werden latente Steuern auf Differenzen zwischen den handels- und den steuerrechtlichen Wertansätzen in den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gebildet.

V. Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem Umrechnungskurs der Erstbewertung oder mit dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtags bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem Umrechnungskurs bei der Erstbewertung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Für Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger kommen das Anschaffungskostenprinzip gemäß § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und das Imparitätsprinzip nach § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht zur Anwendung.

Soweit zur Sicherung gegen Wechselkursrisiken für bereits bilanzwirksame Fremdwährungspositionen im Einzelfall Devisentermingeschäfte abgeschlossen wurden, die in Anwendung des § 254 HGB mit den jeweiligen Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst werden, erfolgt die Bewertung der jeweiligen Forderungs- oder Verbindlichkeitsposition unmittelbar mit dem Sicherungskurs.

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen werden in Anwendung von § 308a HGB in Euro umgerechnet. Die Aktiv- und Passivposten werden mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zu historischen Kursen umgerechnet wird, mit den Devisenkassamittelkursen am Abschlussstichtag umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet.

Sich aus der Währungsumrechnung ergebende Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" im Eigenkapital ausgewiesen.

Im Konzernanlagenspiegel werden der Stand zu Beginn und am Ende des Geschäftsjahres zum jeweiligen Stichtagskurs und die übrigen Positionen zu Durchschnittskursen umgerechnet. Ein sich aus Wechselkursänderungen ergebender Unterschiedsbetrag wird sowohl bei den Anschaffungs- und Herstellungskosten als auch bei den kumulierten Abschreibungen in einer separaten Spalte als Währungsdifferenz ausgewiesen.

VI. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Konzernunternehmen sind nach den für Kapitalgesellschaften geltenden gesetzlichen Vorschriften aufgestellt.

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs. Das Realisations- und Imparitätsprinzip wurden beachtet.

Die durch die inländischen und ausländischen Tochterunternehmen im Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Grundsätzen des Mutterunternehmens.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert und linear über die gewöhnliche Nutzungsdauer (drei bis zehn Jahre) abgeschrieben.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden über Nutzungsdauern von zwei bis 15 Jahren linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige - i.d.R. lineare - Abschreibungen vermindert.

Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden in Anlehnung an die ertragsteuerlichen Regelungen betreffend die Bilanzierung sogenannter geringwertiger Wirtschaftsgüter vollständig abgeschrieben. Die bei den einzelnen Auslandstochtergesellschaften bestehenden Regelungen für die Bilanzierung geringwertiger Anlagegüter werden in den Konzernabschluss übernommen, da deren Anwendung ebenso wie die Anwendung der inländischen Regelungen lediglich unwesentliche Auswirkungen hat.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig ab dem Zeitpunkt der Betriebsbereitschaft. Für geringwertige Anlagegüter wird in der Regel unterstellt, dass diese am Beginn des Geschäftsjahres zugegangen sind.

Die Nutzungsdauern betragen wie folgt:

Gebäude von 8 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen von 3 bis 25 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung von 3 bis 35 Jahre

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen enthalten außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 8.466,58).

Bei der Ermittlung der Herstellungskosten für selbst erstellte Vermögensgegenstände des immateriellen- und Sachanlagevermögens sind Einzelkosten sowie angemessene Teile der Gemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Herstellung veranlasst ist, berücksichtigt.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Eine Zuschreibung erfolgt, wenn die Gründe für eine vorherige außerplanmäßige Abschreibung entfallen sind.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden ebenso wie Waren zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Unfertige und fertige Erzeugnisse sind mit den durchschnittlichen Herstellungskosten, die auf Basis der tatsächlichen Kosten ermittelt werden, oder einem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten neben den einzeln zurechenbaren Material- und Fertigungskosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr der Produktionsanlagen. Der niedrigere beizulegende Wert wird aus den Absatzmarktpreisen zum Abschlussstichtag im Wege der retrograden Bewertung abgeleitet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. zum Barwert, abzüglich angemessener Wertberichtigungen, angesetzt.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

In den Konzernabschluss werden latente Steuern gemäß §§ 298 i.V.m. 274 HGB aus den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen übernommen. Sie werden für temporäre, sich in Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Zudem werden latente Steuern nach §§ 298 i.V.m. 274 HGB auf Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen gebildet, die aus den Anpassungen an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften resultieren. Zusätzlich zu diesen temporären Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge bei der Bildung der latenten Steuern berücksichtigt.

Steuerliche Latenzen auf Konsolidierungsmaßnahmen werden, wie im Vorjahr, gemäß § 306 HGB angesetzt.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt unter Verwendung des Steuersatzes, der nach gegenwärtiger Rechtslage zum voraussichtlichen Ausgleichszeitpunkt der temporären Differenzen maßgeblich wird. Für die ausländischen Tochterunternehmen werden dazu die landesspezifischen Steuersätze zwischen 21,0 % und 34,0 % verwendet (Vorjahr: 19,0 % bis 34,0 %). Für die deutschen Tochterunternehmen werden ein Körperschaftsteuersatz inklusive Solidaritätszuschlag von unverändert 15,825 % und Gewerbesteuersätze zwischen 11,55 % und 16,18 % verwendet (Vorjahr: 11,55 % bis 17,15 %).

Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung ist grundsätzlich in der Bilanz als passive latente Steuer anzusetzen. Im Falle einer Steuerentlastung ist eine aktive latente Steuer nach § 274 HGB anzusetzen, soweit das Aktivierungswahlrecht nach §§ 298 i.V.m. 274 Abs. 1 Satz 2 HGB positiv ausgeübt wird. Aktive latente Steuern nach § 306 HGB sind hingegen verpflichtend anzusetzen. Zum Zwecke der Verbesserung des Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns werden dem gesetzlichen Wahlrecht entsprechend auch die über den verpflichtenden Ansatz nach § 306 HGB hinausgehenden aktiven latenten Steuern vollständig angesetzt, soweit von einer Werthaltigkeit der Latenzen auszugehen ist.

Gemäß des Wahlrechts nach §§ 298 i.V.m. 274 Abs. 1 Satz 2 HGB werden die latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Der sich zum 31. Dezember 2022 ergebende aktive Überhang der latenten Steuern in Höhe von EUR 9.467.609,31 resultiert in Höhe von EUR 1.169.144,12 (Vorjahr: EUR 1.125.572,60) aus der Zwischenergebniseliminierung. Des Weiteren ergeben sich aktive latente Steuern in Höhe von insgesamt EUR 9.272.861,60 (Vorjahr: EUR 8.738.699,95) aus der Bildung aktiver latenter Steuern auf temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen in den Jahresabschlüssen der einbezogenen Unternehmen, aus Anpassungen an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften und aufgrund der Bildung aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge. Diese wurden mit passiven latenten Steuern aus Bilanzdifferenzen in Höhe von EUR 974.396,41 (Vorjahr: EUR 1.577.628,47) saldiert.

Der Aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung entspricht der positiven Differenz zwischen dem Wert von Vermögensgegenständen, die der Absicherung von Pensionsverpflichtungen dienen und zur Verrechnung mit diesen qualifiziert sind, und eben diesen Pensionsverpflichtungen.

Das Gezeichnete Kapital entspricht dem Eintrag im Handelsregister und ist zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Pensionsrückstellungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze ermittelt. Zur Abbildung biometrischer Wahrscheinlichkeiten werden der Bewertung die 2018 veröffentlichten "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Sämtliche Bewertungsparameter werden entsprechend den jeweiligen lokalen Gegebenheiten ermittelt.

Für den aus Konzernsicht bedeutsamsten Teil der inländischen Verpflichtungen waren zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen in den versicherungsmathematischen Berechnungen aufgrund der Ausgestaltung der Zusage nicht zu berücksichtigen. Die Abzinsungssätze für die Pensionsverpflichtungen als Durchschnittssätze für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren belaufen sich zum 31. Dezember 2022 auf 1,79 % (Vorjahr: 1,87 %). Auswirkungen einer Änderung des Abzinsungssatzes auf den Erfüllungsbetrag werden im Finanzergebnis erfasst. Der Rententrend wurde in einer Bandbreite von 0,00 % bis 2,00 % p.a. (Vorjahr: von 0,00 % bis 2,00 % p.a.) bei der Berechnung berücksichtigt.

Für die Bewertung der Rückstellung für das neben den inländischen Versorgungszusagen bedeutsame Versorgungswerk bei einer Tochtergesellschaft in Großbritannien kommt ein nach den Grundsätzen des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB ermittelter Rechnungszins von 1,78 % (Vorjahr: 1,87 %) zur Anwendung. Der für diesen Kreis versorgungsberechtigter Personen relevante Gehaltstrend wurde mit 2,00 % (Vorjahr: 2,00 %) p.a. angenommen. In Abhängigkeit vom Zeitpunkt der Erteilung der Zusagen wurde der Rententrend in einer Bandbreite von 2,70 % bis 3,40 % (Vorjahr: von 2,70 % bis 3,40 %) p.a. bei der Berechnung berücksichtigt.

Für die Bewertung der Rückstellung für ein weiteres Versorgungswerk bei einer Tochtergesellschaft in Südafrika kommt ein nach den Grundsätzen des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB ermittelter Rechnungszins von 1,78 % (Vorjahr: 1,87 %) zur Anwendung. Die für diese Zusage relevanten Entwicklungen des Verbraucherpreisindex (CPI) wurde mit 4,50 % p.a. (Vorjahr: 4,50 %) und der Gesundheitskosten mit 6,50 % p.a. (Vorjahr: 6,50 %) angenommen.

Aufgrund der Struktur der in- und ausländischen Versorgungszusagen - es handelt sich sämtlich um zwischenzeitlich geschlossene Versorgungswerke - wurde bei den Bewertungen auf eine explizite Berücksichtigung von Mitarbeiterfluktuationen aus Gründen der Wesentlichkeit verzichtet.

Darüber hinaus bestehen bei der in Österreich ansässigen Konzerngesellschaft Gedore Austria GmbH gesetzliche Verpflichtungen aus sogenannten "Abfertigungsleistungen", die nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zur Auszahlung fällig werden. Die Verpflichtung wurde ebenfalls nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit einem Rechnungszins von -1,87 % (Vorjahr: -0,13 %) bewertet.

Soweit Verpflichtungen aus Altersversorgung oder ähnliche langfristige Verpflichtungen durch insolvenzgeschützte Wertpapiere gedeckt und dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind, werden die beizulegenden Zeitwerte des Deckungsvermögens mit den dazugehörigen Verpflichtungen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet.

Übersteigt der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens die Höhe der Verpflichtungen aus Altersversorgung, wird der übersteigende Betrag als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Konzernbilanz ausgewiesen.

Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Der zum 31. Dezember 2022 angesetzte Aktivwert für Deckungsvermögen in der Form von zu Marktwerten am Abschlussstichtag bewerteter Wertpapiere beträgt EUR 7.462.258,58 (Vorjahr: EUR 12.312.739,59). Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Pensionsverpflichtungen beträgt zum Abschlussstichtag EUR 10.071.170,22 (Vorjahr: EUR 10.336.165,33). Im Saldo werden auf der Passivseite der Bilanz "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" in Höhe von EUR 2.608.911,64 (Vorjahr: "Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung" EUR 1.976.574,26) ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Abschlusserstellung bekannt gewordenen Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Im Falle langfristiger Verpflichtungen werden bei der Bewertung angemessene Kostensteigerungen berücksichtigt (soweit relevant). Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die entsprechend der RückAbzinsV ermittelt werden. Entsprechende Abzinsungen waren im Geschäftsjahr lediglich in nachrangigem Umfang bei langlaufenden personalbezogenen Verpflichtungen (Altersteilzeit, Dienstjubiläen) vorzunehmen.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Angaben der Haftungsverhältnisse und der Sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind auf nominaler Basis ermittelt.

VII. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres dem als Anlage zum Konzernanhang beigefügten Konzernanlagespiegel zu entnehmen. Das Anlagevermögen beinhaltet selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 185.989,02 (Vorjahr: EUR 233.621,42). Die Gesamtkosten für Forschung und Entwicklung betragen EUR 2.316.776,32 (Vorjahr: EUR 2.527.982,11).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten, wie auch im Vorjahr, keine Posten mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten in Höhe von EUR 484.489,25 (Vorjahr: EUR 611.343,24) Posten mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr.

Eigenkapital

Das voll eingezahlte Gezeichnete Kapital der GEDORE Holding GmbH beträgt EUR 25.958,00.

Zur Entwicklung des Eigenkapitals wird auf den Konzern-Eigenkapitalspiegel verwiesen.

Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen entfallen vor allem auf personalbezogene Verpflichtungen in Höhe von EUR 6.411.838,43 (Vorjahr: 6.602.149,23), Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von EUR 565.280,62 (Vorjahr: EUR 495.070,67) sowie produktions- und vertriebsbezogene Rückstellungen (Garantien, Provisionen u.a.) in Höhe von EUR 7.181.193,47 (Vorjahr: EUR 3.018.481,35).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden im folgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 43.730.973,43 32.064.097,28
davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr 17.989.810,39 18.323.924,11
zwischen 1 und 5 Jahren 23.701.929,74 10.561.472,13
über 5 Jahre 2.039.233,30 3.178.701,04
davon mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr einschließlich der Werte über 5 Jahre 25.741.163,04 13.740.173,17
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 158.532,67 430.454,54
davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr 158.532,67 430.454,54
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.302.488,71 15.677.146,91
davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr 15.298.112,43 15.668.970,22
zwischen 1 und 5 Jahren 4.376,28 8.176,69
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 225.338,81
davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr 0,00 225.338,81
Sonstige Verbindlichkeiten 19.178.456,85 20.833.340,54
davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr 7.887.160,03 10.152.461,07
zwischen 1 und 5 Jahren 10.989.431,90 10.199.808,23
über 5 Jahre 301.864,92 481.071,24
davon Steuerverbindlichkeiten 3.302.917,00 3.557.337,70
davon Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.110.595,68 837.153,37
davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 6.320.898,33 6.310.778,50
Gesamt 78.370.451,66 78.370.451,66 69.230.378,08 69.230.378,08
davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr 41.333.615,52 44.801.148,75
zwischen 1 und 5 Jahren 34.695.737,92 20.769.457,05
von mehr als 5 Jahren 2.341.098,22 3.659.772,28

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt gesichert:

2022
EUR
Raumsicherungsübereignung Warenlager 24.000.000,00
eingetragene Grundschulden 10.804.696,86
Globalzession der Forderungen 6.002.876,03
Schuldverschreibung 1.123.726,36
Bürgschaften 594.101,94
Wechsel 289.302,00
42.814.703,19

VIII. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt nach Geschäftsbereichen und geografisch bestimmten Märkten:

2022 2021
EUR EUR
Nach Tätigkeitsbereichen
Werkzeuge - Eigene Marken 221.038.445,54 198.897.865,11
Werkzeuge - Fremde Marken 15.537.362,05 10.345.601,00
Sonstige Umsatzerlöse 824.259,02 824.146,87
237.400.066,61 210.067.612,98

Die Sonstigen Umsatzerlöse stammen aus Reparatur- und Kalibrierungs- und ähnlichen Leistungen.

2022 2021
EUR EUR
Nach geografisch bestimmten Märkten
Europa 131.451.819,85 131.330.770,06
Amerika 83.777.989,50 58.602.329,44
Afrika 11.618.887,09 10.667.586,46
Asien 10.324.643,06 9.172.132,76
Übrige Länder 226.727,11 294.794,26
237.400.066,61 210.067.612,98

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende Posten enthalten:

2022 2021
EUR EUR
Periodenfremde Erträge
Auflösung Rückstellungen und Verbindlichkeiten 1.283.364,73 694.284,88
Auflösung Wertberichtigungen 802.757,16 97.505,04
Erstattungen von Versicherungen 270.686,89 101.777,61
Erträge aus abgeschriebenen Forderungen 41.261,27 24.998,96
Ausbuchung Verbindlichkeiten 0,00 4.127,09
Übrige 138.537,09 127.504,59
Erträge aus der Währungsumrechnung 3.174.517,21 1.663.991,51

Materialaufwand

Der Materialaufwand des Geschäftsjahres enthält die Aufwendungen aus der zum Jahresende durchgeführten Bewertung des Vorratsvermögens. Der daraus resultierende Bestand an Abwertungen, welcher anhand einer Lagerreichweitenanalyse ermittelt wurde, beträgt zum Abschlussstichtag kumuliert EUR 9.199.545,13 (Vorjahr: EUR 10.699.869,82).

Personalaufwand

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 6.146.030,17 (Vorjahr: EUR 2.551.781,01) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende Posten enthalten:

2022 2021
EUR EUR
Periodenfremde Aufwendungen
Abschreibungen auf Forderungen und Forderungsverluste 223.911,30 555.305,28
Übrige periodenfremde Aufwendungen 281.132,80 122.337,09
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 2.738.224,92 1.611.164,71

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsaufwendungen sind in Höhe von EUR 812.050,50 (Vorjahr: EUR 40.504,24) Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind in Höhe von EUR 924.602,81 (Vorjahr: EUR 262.858,13) Erträge aus latenten Steuern enthalten.

Ertrags- oder Aufwandsposten von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ausgewiesenen Sonstigen betrieblichen Erträge bzw. Sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten die im Folgenden genannten Ertrags- oder Aufwandsposten von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung.

Bezeichnung GuV-Position 2022
EUR
Abfindungen und Freistellungen aus Strukturierungsmaßnahmen Sonstige betriebliche Aufwendungen 696.632,29
Beratungsaufwand aus Strukturierungsmaßnahmen Sonstige betriebliche Aufwendungen 97.504,04
Sonstiger Strukturierungsaufwand Sonstige betriebliche Aufwendungen 933.577,25
Entkonsolidierung Gedore Tool Center OOO Sonstige betriebliche Aufwendungen 408.283,55
Zuführung zu Pensionsrückstellungen Personalaufwand 4.255.767,26
Summe Aufwendungen 6.391.764,39

Darüber hinaus sind Aufwendungen aus Abgängen von Anlagevermögen in Höhe von EUR 126.315,77 in der Berichtsperiode entstanden.

IX. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Es bestehen in Höhe von EUR 589.302,00 (Vorjahr: EUR 717.870,00) Verbindlichkeiten aus Wechsel- und Scheckbürgschaften. Eine Passivierung möglicher Verpflichtungen aus diesen Haftungsverhältnissen war nicht erforderlich, da die originären Schuldner ihren jeweiligen Verpflichtungen bislang jeweils fristgerecht nachgekommen sind und auch keine Verschlechterung in deren Bonität erkennbar ist.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 2.684.056,62 (Vorjahr: EUR 2.758.847,82) aus Miet- und Leasingverträgen.

Unterschiedsbetrag i.S.d. § 253 Abs. 6 HGB

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt insgesamt EUR 816.734,02 (Vorjahr: EUR 1.324.728,53).

Derivative Finanzinstrumente

Es bestehen derivative Finanzinstrumente in Form von 14 Devisentermingeschäften.

Die Devisentermingeschäfte besitzen einen Nominalbetrag von insgesamt EUR 8.373.975,93 und dienen zur Minimierung des Währungsrisikos bei Investition in USD sowie den geplanten Transaktionsvolumen in USD und GBP für das Geschäftsjahr 2023. Diese Devisentermingeschäfte bilden mit den zugrundeliegenden Grundgeschäften Bewertungseinheiten (Micro- und Portfolio-Hedges) gemäß § 254 HGB. Diese Bewertungseinheiten sind zum 31. Dezember 2022 mit insgesamt EUR 7.502,77 negativ bewertet. Mit den Devisentermingeschäften werden Währungsrisiken abgesichert.

Die Feststellung der Wirksamkeit sämtlicher Bewertungseinheiten erfolgte anhand der sog. "critical terms match-Methode".

Kapitalflussrechnung

Die Darstellung der Kapitalflussrechnung erfolgt nach dem Mindestgliederungsschema aus dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 21 (DRS 21). Bei der Berechnung des Finanzmittelfonds sind hiernach kurzfristige Kreditaufnahmen, die ausschließlich der Finanzmitteldisposition dienen, von den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten abzusetzen. Der Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 2022 ist um die jederzeit fälligen Verbindlichkeiten reduziert.

Angabe nach § 313 Abs. 2 Nr. 6 HGB

Bei den folgenden Unternehmen ist deren unbeschränkt haftender Gesellschafter ein in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen:

Gesellschaft Sitz Rechtsform
GEDORE Werkzeugfabrik GmbH & Co. KG Remscheid Kommanditgesellschaft

Geschäftsführung/Organe

Geschäftsführer des Mutterunternehmens:

Karen Dowidat, Remscheid, Unternehmerin

Dr. Christian Dowidat, Neuss, Unternehmer, Geschäftsführender Gesellschafter

Rainer Bröcher, Wenden, Geschäftsführer Operations

Die Geschäftsführer sind alle einzelvertretungsberechtigt. Frau Dowidat und Herr Dr. Dowidat sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Mitarbeiter

Die im Jahresdurchschnitt im Konzern beschäftigten Mitarbeiter teilen sich nach Gruppen wie folgt auf:

2022
Mitarbeiter nach Funktionen
Direkte Mitarbeiter 1.131
Indirekte Mitarbeiter 779
Administrations-Mitarbeiter 336
2.246

Direkte Mitarbeiter sind in die Fertigung eingebundene Mitarbeiter (Beispiele: Arbeiter an der Schmiede, Presse etc.). Indirekte Mitarbeiter sind begleitend an der Wertschöpfung beteiligte Mitarbeiter in der Produktion (Beispiele: Schichtführer, Instandhaltung, Lager). Administrations-Mitarbeiter sind in der Verwaltung tätige Mitarbeiter (Beispiele: Mitarbeiter im Vertrieb, Einkauf, Disposition, Finanzbuchhaltung sowie Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung).

Gesamtvergütung der Geschäftsführung

Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung im Berichtsjahr belaufen sich auf TEUR 1.326,8.

Honorar des Konzernabschlussprüfers

Das vom Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 137 (Vorjahr: TEUR 124). Davon entfallen TEUR 136 (Vorjahr: TEUR 120) auf Abschlussprüfungsleistungen, TEUR O (Vorjahr: TEUR O) auf Steuerberatungsleistungen und TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 4) auf sonstige Bestätigungsleistungen.

Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses des Mutterunternehmens

Die Geschäftsführer des Mutterunternehmens schlagen der Gesellschafterversammlung vor, das im Jahresabschluss der GEDORE Holding GmbH zum 31. Dezember 2022 ausgewiesene Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

 

Remscheid, den 2. Mai 2023

GEDORE Holding GmbH

Die Geschäftsführung

Karen Dowidat

Dr. Christian Dowidat

Rainer Bröcher

Konzernanlagenspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2022 Währungsanpassungen
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte einschließlich dieser Vermögensgegenstände im Bau 476.323,80 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.084.976,33 16.341,47
3. Geschäfts- oder Firmenwert 2.055.131,20 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 317.852,82 0,00
12.934.284,15 16.341,47
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 36.742.311,76 141.340,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 76.648.589,82 1.261.012,71
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 26.873.118,75 100.631,76
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.309.898,97 -12.423,64
141.573.919,30 1.490.560,83
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.996.205,19 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
3. Beteiligungen 97.601,51 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 38.521,58 0,00
4.132.328,28 0,00
158.640.531,73 1.506.902,30
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Veränderung Konsolidierungskreis Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte einschließlich dieser Vermögensgegenstände im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 476.323,80
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -11.020,58 492.998,27 332.334,97 56.898,30 10.858.732,16
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00 2.055.131,20
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 -317.852,82 0,00 0,00
-11.020,58 492.998,27 14.482,15 56.898,30 13.390.187,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 507.777,60 115.986,00 0,00 37.507.415,36
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 5.341.887,64 302.217,52 1.959.235,64 81.594.472,05
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -207.361,89 1.523.621,10 663.813,26 373.243,17 28.580.579,81
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 2.198.320,22 -682.859,88 711.286,85 2.101.648,82
-207.361,89 9.571.606,56 399.156,90 3.043.765,66 149.784.116,04
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 411.708,47 0,00 0,00 237.001,00 4.170.912,66
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 145.832,46 0,00 0,00 0,00 145.832,46
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 97.601,51
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 38.521,58
557.540,93 0,00 0,00 237.001,00 4.452.868,21
339.158,46 10.064.604,83 413.639,05 3.337.664,96 167.627.171,41
Abschreibungen
1.1.2022 Währungsanpassungen Veränderung Konsolidierungskreis
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte einschließlich dieser Vermögensgegenstände im Bau 242.702,38 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.966.985,55 30.704,70 -5.175,11
3. Geschäfts- oder Firmenwert 2.055.131,20 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
11.264.819,13 30.704,70 -5.175,11
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.972.126,47 64.462,49 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 63.505.947,95 688.787,17 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.338.625,98 26.140,50 -168.554,88
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 229.667,13 -393,96 0,00
105.046.367,53 778.996,20 -168.554,88
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.759.202,19 0,00 411.708,47
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 145.832,46
3. Beteiligungen 97.601,51 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 38.520,58 0,00 0,00
3.895.324,28 0,00 557.540,93
120.206.510,94 809.700,90 383.810,94
Abschreibungen
Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte einschließlich dieser Vermögensgegenstände im Bau 47.632,40 0,00 0,00 290.334,78
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 633.807,77 12,97 44.566,64 9.581.769,24
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 2.055.131,20
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
681.440,17 12,97 44.566,64 11.927.235,22
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 717.686,84 0,00 0,00 19.754.275,80
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.614.354,58 -1.488,33 1.547.848,99 66.259.752,38
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.387.758,31 393.782,01 303.258,03 0,00
23.674.493,89
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 229.273,17
5.719.799,73 392.293,68 1.851.107,02 109.917.795,24
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 4.170.910,66
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 145.832,46
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 97.601,51
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 38.520,58
0,00 0,00 0,00 4.452.865,21
6.401.239,90 392.306,65 1.895.673,66 126.297.895,67
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte einschließlich dieser Vermögensgegenstände im Bau 185.989,02 233.621,42
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.276.962,92 1.117.990,78
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 317.852,82
1.462.951,94 1.669.465,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.753.139,56 17.770.185,29
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.334.719,67 13.142.641,87
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.906.085,92 4.534.492,77
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.872.375,65 1.080.231,84
39.866.320,80 36.527.551,77
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2,00 237.003,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 1,00 1,00
3,00 237.004,00
41.329.275,74 38.434.020,79

Kapitalflussrechnung

Position 1.1.-31.12.2022 1.1.-31.12.2021 Veränderung
Laufende Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis (Konzernjahresfehlbetrag einschließlich Ergebnisanteile fremder Gesellschafter) 6.274.515,73 6.315.115,45 -40.599,72
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 6.958.780,83 6.042.639,85 916.140,98
+ Zunahme der Rückstellungen 7.343.029,59 3.659.384,25 3.683.645,34
+ Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen 906.196,10 343.859,62 562.336,48
- Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -21.947.851,61 -18.924.752,87 -3.023.098,74
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -3.789.924,85 6.770.414,44 -10.560.339,29
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 124.330,62 -1.448.131,18 1.572.461,80
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 107.523,65 -702.336,21 809.859,86
+ Ertragsteueraufwand 2.952.011,64 3.679.112,40 -727.100,76
- Ertragsteuerzahlungen -3.947.228,49 -3.966.819,12 19.590,63
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -5.018.616,79 1.768.486,63 -6.787.103,42
Investitionstätigkeit
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 12.331,66 0,00 12.331,66
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -492.998,27 -662.727,08 169.728,81
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 1.068.328,02 2.288.446,18 -1.220.118,16
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -9.571.606,56 -7.550.636,28 -2.020.970,28
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 237.001,00 0,00 237.001,00
+ Erhaltene Zinsen 2.272.219,00 1.852.958,70 419.260,30
+ Erhaltene Beteiligungserträge 0,00 0,00 0,00
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -6.474.725,15 -4.071.958,48 -2.402.766,67
Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 197.755,84 0,00 197.755,84
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 28.792.787,49 5.707.121,72 23.085.665,77
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten -14.058.615,90 -5.046.105,33 -9.012.510,57
- Gezahlte Zinsen -2.344.287,60 -1.128.077,54 -1.216.210,06
- Gezahlte Ausschüttungen an andere Gesellschafter -20.017,48 -8.347,64 -11.669,84
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 12.567.622,35 -475.408,79 13.043.031,14
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 1.074.280,41 -2.778.880,64 3.853.161,05
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -1.984.846,98 618.391,48 2.603.238,46
Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 504.130,67 175.642,18 -328.488,49
Konsolidierungskreisbedingte Änderungen -359.231,18 0,00 359.231,18
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -765.667,08 -1.984.846,98 1.219.179,90
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von bis zu 3 Monaten 8.770.756,21 10.518.552,06 -1.747.795,85
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 9.536.423,29 12.503.399,04 2.966.975,75
-765.667,08 -1.984.846,98 1.219.179,90

Eigenkapitalspiegel nach HGB zum 31. Dezember 2022

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Alle Angaben in Euro Gezeichnetes Kapital Rücklagen
Kapitalrücklage Gewinnrücklagen
Stand am 31.12.2020 25.000,00 151.019.652,83 0,00 151.019.652,83
Umgliederung
Ausschüttung
Währungsumrechnung
Aufstockung von Anteilen an Tochterunternehmen
Änderung Konsolidierungskreis
Konzernjahresergebnis
Stand am 31.12.2021 25.000,00 151.019.652,83 0,00 151.019.652,83
Umgliederung
Ausschüttung
Währungsumrechnung
Aufstockung von Anteilen an Tochterunternehmen 958,00 196.806,18 196.806,18
Änderung Konsolidierungskreis
Konzernjahresergebnis
Stand am 31.12.2022 25.958,00 151.216.459,01 0,00 151.216.459,01
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Alle Angaben in Euro Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Konzern- Verlustvortrag Konzern-Jahresergebnis, das dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist SUMME
Stand am 31.12.2020 -32.117.924,20 -39.910.495,62 -9.559.502,10 69.456.730,91
Umgliederung -9.559.502,10 9.559.502,10
Ausschüttung
Währungsumrechnung 875.098,60 875.098,60
Aufstockung von Anteilen an Tochterunternehmen
Änderung Konsolidierungskreis
Konzernjahresergebnis 6.255.890,53 6.255.890,53
Stand am 31.12.2021 -31.242.825,60 -49.469.997,72 6.255.890,53 76.587.720,04
Umgliederung 6.255.890,53 -6.255.890,53
Ausschüttung
Währungsumrechnung 2.491.710,05 2.491.710,05
Aufstockung von Anteilen an Tochterunternehmen 197.764,18
Änderung Konsolidierungskreis -46.459,78 -46.459,78
Konzernjahresergebnis 6.227.331,64 6.227.331,64
Stand am 31.12.2022 -28.797.575,33 -43.214.107,19 6.227.331,64 85.458.066,13
Nicht beherrschende Anteile
Alle Angaben in Euro Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf Nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Auf Nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn/Verlust SUMME
Stand am 31.12.2020 604.859,04 0,00 219.375,60 824.234,64
Umgliederung
Ausschüttung
Währungsumrechnung
Aufstockung von Anteilen an Tochterunternehmen
Änderung Konsolidierungskreis
Konzernjahresergebnis 59.224,92 59.224,92
Stand am 31.12.2021 604.859,04 0,00 278.600,52 883.459,56
Umgliederung
Ausschüttung -28.365,12 -28.365,12
Währungsumrechnung
Aufstockung von Anteilen an Tochterunternehmen
Änderung Konsolidierungskreis
Konzernjahresergebnis 47.184,09 47.184,09
Stand am 31.12.2022 576.493,92 0,00 325.784,61 902.278,53
Konzerneigenkapital
Alle Angaben in Euro SUMME
Stand am 31.12.2020 70.280.965,55
Umgliederung
Ausschüttung
Währungsumrechnung 875.098,60
Aufstockung von Anteilen an Tochterunternehmen
Änderung Konsolidierungskreis
Konzernjahresergebnis 6.315.115,45
Stand am 31.12.2021 77.471.179,60
Umgliederung
Ausschüttung -28.365,12
Währungsumrechnung 2.491.710,05
Aufstockung von Anteilen an Tochterunternehmen 197.764,18
Änderung Konsolidierungskreis -46.459,78
Konzernjahresergebnis 6.274.515,73
Stand am 31.12.2022 86.360.344,66

Bestätigungsvermerk

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die GEDORE Holding GmbH, Remscheid

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der GEDORE Holding GmbH, Remscheid, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der GEDORE Holding GmbH, Remscheid, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 15. Mai 2023

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Groll, Wirtschaftsprüfer

Helmers, Wirtschaftsprüfer

Der Konzernabschluss wurde am 30.08.2023 gebilligt.

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