Großhandel mit Sportartikeln und -zubehör
Precision Dispensing Solutions Europe GmbH
Schulstraße 33, 65795 Hattersheim am Main, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Precision Global Corporation Netherlands B.V. | 90.00% |
Precision Valve Corporation | 10.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Precision Dispensing Solutions Europe GmbHHattersheim am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Precision Dispensing Solutions Europe GmbH Eingeschränkte Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Precision Dispensing Solutions Europe GmbH, Hattersheim - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Precision Dispensing Solutions Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile In einer Größenordnung von EUR 4,9 Mio. werden sonstige betriebliche Erträge aus dem Verkauf von Immobilien im Rahmen eines Sale-and-Lease-Back Vertrages ausgewiesen, obwohl sie am Abschlussstichtag nicht i.S.v. § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB realisiert waren. Demzufolge sind insbesondere die Sachanlagen um rund EUR 3,5 Mio. zu niedrig ausgewiesen sowie das Eigenkapital und der Jahresüberschuss um EUR 4,9 Mio. zu hoch ausgewiesen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt auch die im Lagebericht erfolgte Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung. Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Abschnitte "D. Risikomanagement sowie Chancen und Risiken", Unterabschnitt "Chancen und Risiken" und "E. Prognosebericht" im Lagebericht, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Planung eine wesentliche Erhöhung der operativen Marge aufgrund sinkender operativer Kosten im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen berücksichtigt. Die Gesellschaft plant infolgedessen im Prognosezeitraum mit positiven Zahlungsmittelbeständen. Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft hängt somit von dem Eintreten der Planungsprämissen ab. Im Fall von möglichen Planabweichungen im Prognosezeitraum ist die Precision Dispensing Solutions Europe GmbH zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit von der Zuführung liquider Mittel in erforderlicher Höhe abhängig. Aus diesem Grund hat die Muttergesellschaft eine Patronatserklärung mit Datum vom 15. Januar 2025 abgegeben, wonach sich die Precision Valve Corporation, Greenville, USA verpflichtet, die Precision Dispensing Solutions Europe GmbH finanziell so auszustatten, dass diese ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. Diese Patronatserklärung ist in der Höhe auf EUR 1,5 Mio. begrenzt und hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2026. Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft hängt somit im Fall von Planabweichungen von der finanziellen Unterstützung durch die Precision Valve Corporation, Greenville, USA, ab. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Eschborn/Frankfurt am Main, 14. Februar 2025 EY
GmbH & Co. KG
Dr. Zabel, Wirtschaftsprüfer Bendler, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
HRB 10603, Amtsgericht Frankfurt/MainAnhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023I. Anwendung der gesetzlichen Vorschriften 1. Der Jahresabschluss der Precision Dispensing Solutions Europe GmbH (PDSE), Hattersheim, wurde gemäß den Vorschriften der §§ 242 ff. und 264 ff. HGB für große Kapitalgesellschaften und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Ergänzende Bilanzierungsvorschriften aus dem Gesellschaftsvertrag ergeben sich nicht. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde, wie im Vorjahr, das Gesamtkostenverfahren gewählt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind die gesetzlich vorgesehenen davon-Vermerke in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung teilweise im Anhang angegeben. 2. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Im Hinblick auf bestandsgefährdende Risiken wird auf die Abschnitte "C.6. Finanzlage", "D. Risikomanagement sowie Chancen und Risiken (im Unterabschnitt "Chancen und Risiken")" und "E. Prognosebericht" des Lageberichts verwiesen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 3. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. 4. Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden unter Zugrundelegung einer voraussichtlichen Nutzungsdauer zwischen drei und sieben Jahren vorgenommen. In die Herstellungskosten der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der zurechenbaren Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Bei der Aktivierung wird zwischen Forschungs- und Entwicklungskosten unterschieden. Aktiviert werden nur Entwicklungskosten, die die Anforderungen des § 248 Abs. 2 S. 1 i. V. m. § 255 Abs. 2a HGB erfüllen. 5. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich bisher aufgelaufener planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode unter Zugrundelegung nachfolgender voraussichtlicher Nutzungsdauern vorgenommen.
Geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungskosten unter EUR 250,00 liegen, werden im Jahr des Zugangs direkt im Aufwand erfasst, ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungskosten über EUR 250,00 liegen, werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. 6. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten oder dem ihnen zum Abschlussstichtag beizulegenden niedrigeren Wert bewertet. Eine außerplanmäßige Abschreibung erfolgt bei voraussichtlich dauernder Wertminderung. 7. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden mit den Anschaffungskosten oder zu den niedrigeren Marktpreisen zum Bilanzstichtag unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Nicht verwendbare Vorräte bzw. Ladenhüter wurden wertberichtigt. 8. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden verlustfrei zu Herstellungskosten angesetzt. Bestandteile der Herstellungskosten sind neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen angemessene Teile der entsprechenden Gemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Soweit die erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der noch anfallenden Vertriebs- und Verwaltungskosten niedriger sind, werden diese angesetzt. Für schwergängige bzw. obsolete Erzeugnisse wurden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Die Wertansätze entsprechen dem Niederstwertprinzip. 9. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu Nennwerten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips zum Bilanzstichtag, d.h. abzüglich notwendiger Einzelwertberichtigungen, bilanziert. Zur Deckung des allgemeinen Ausfallrisikos wurde - basierend auf Erfahrungswerten im Geschäftsjahr 2023 zur Inanspruchnahme von Skonti - eine Pauschalwertberichtigung von 0,25 % (Vorjahr: 0,22 %) auf den um die einzelwertberichtigten Forderungen sowie die Umsatzsteuer verminderten Bestand an Inlandsforderungen gebildet. Im Geschäftsjahr 2009/10 wurde mit einer deutschen Factoring-Gesellschaft ein Vertrag über ein stilles Factoring abgeschlossen. Im Rahmen dieses Vertrages werden dem Factorer inländische und europäische Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Ankauf angeboten und daher im Voraus abgetreten. Abhängig von Kreditversicherungslinien pro Kunde werden die ausstehenden Forderungen mit 92 % des Rechnungswertes vorfinanziert. Vom Factorer angekaufte, aber nicht finanzierte Forderungen wurden unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Die Zahlungseingänge der an den Factorer veräußerten Kundenforderungen erfolgen zugunsten eines Bankkontos, über das die Gesellschaft keine Verfügungsberechtigung besitzt. Der Saldo des Kontos beträgt T€ 43 (Vorjahr: T€ 96). 10. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind zu Nennwerten abzüglich notwendiger Wertberichtigungen angesetzt. 11. Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wurden saldiert, soweit sie gegenüber denselben Unternehmen bestehen und gleichartig sind (Aufrechnungslage). 12. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag abzüglich notwendiger Wertberichtigungen angesetzt. 13. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und das Eigenkapital sind zu Nennwerten bewertet. 14. Der Rechnungsabgrenzungsposten wurde gemäß § 250 Abs. 1 HGB gebildet. 15. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Ergibt sich ein Aktivüberhang der latenten Steuern zum Bilanzstichtag dann wird nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB auf eine Aktivierung verzichtet. Der Berechnung der latenten Steuern liegt unverändert ein effektiver Steuersatz von 28,775 % zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Die Differenzen resultieren im Wesentlichen aus abweichenden Wertansätzen bei Ersatzteilen für Werkzeuge sowie bei Pensionsrückstellungen und anderen langfristigen Rückstellungen (Sonstige Rückstellungen). 16. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 und 2 HGB nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen (Projected-Unit-Credit-Methode). Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen mit einem Rententrend von 2,10 % p.a. (im Vorjahr 2,20 % p.a.) berücksichtigt. Da die Leistungen unabhängig vom Einkommen sind, ist kein Einkommenstrend zu berücksichtigen. Da ferner alle noch aktiven berechtigten Arbeitnehmer unverfallbare Anwartschaften erworben haben und eine Fluktuationswahrscheinlichkeit als recht gering anzusehen ist, sowie Ansprüche auch im Fall des Ausscheidens erhalten bleiben, erfolgt die Ermittlung ohne Fluktuation. Die Bewertung basiert wie im Vorjahr auf den biometrischen Grundlagen der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Abzinsung erfolgt pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre von 1,82 % p.a. zum 31. Dezember 2023 (Vorjahr: 1,78 %), der sich aus einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Eine Verrechnung mit vorhandenen Vermögensgegenständen (Rückdeckungsversicherung), die ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Alternsversorgungsverpflichtungen dienen, erfolgt nicht, da diese nicht dem Zugriff aller übrigen Gläubigern entzogen sind. Der Ausweis erfolgt daher zum Nennwert in den sonstigen Vermögensgegenständen. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 S. 1 HGB aus der handelsrechtlichen Ermittlung der Pensionszusagen bei der Anwendung der unterschiedlichen Durchschnittszinssätze (7 vs. 10 Jahre) beträgt T€ 17 und unterliegt einer Ausschüttungssperre. 17. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Die Rückstellungen für Gewährleistungen wurden basierend auf bekannten Einzelsachverhalten sowie aufgrund der Erfahrungswerte der letzten vier Geschäftsjahre gebildet. 18. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Zur Saldierung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit den Forderungen gegen verbundene Unternehmen siehe Textziffer 11. 19. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung (insbesondere in USD) werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt des Entstehens erfasst und am Abschlussstichtag zum Konzernkurs 1 USD = 0,9046 € (Vorjahr: 1 USD = 0,9323 €), der annähernd dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag entspricht, umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. III. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Anlagevermögen 20. Der Anlagenspiegel, der die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagemögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres enthält, ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. 21. Entwicklungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wurden im Geschäftsjahr in Höhe von T€ 159 (Vorjahr: T€ 97) aktiviert und zum Jahresende innerhalb des Konzerns verkauft. Insgesamt fielen im Geschäftsjahr Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von T€ 682 an. 22. Die Abschreibungen auf die Sachanlagen umfassen außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 229 auf technische Anlagen und Maschinen infolge von Restrukturierungsmaßnahmen. Finanzanlagen 23. An folgenden Unternehmen besitzt die Gesellschaft zum Abschlussstichtag mindestens den fünften Teil der Anteile:
1 Eigenkapital: TGBP 1.618; Ergebnis: TGBP 518.
Die Anteile an der Société Technique d'Equipment S.à.r.l., Carros/Frankreich wurden im Geschäftsjahr innerhalb des Konzerns verkauft. Die Gesellschaft Alimones Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs-KG, Wiesbaden, wurde mit Wirkung zum 30. Juni 2023 geschlossen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 24. In den sonstigen Vermögensgegenständen enthalten sind nicht vorfinanzierte Forderungen aus Factoring von T€ 548 (Vorjahr: T€ 690) sowie Rückkaufwerte bei Rückdeckungsversicherungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr zum Buchwert in Höhe von insgesamt T€ 187 (Vorjahr: T€ 190). Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen für Management Fees in Höhe von T€ 403 (Vorjahr: T€ 144), davon gegen den Gesellschafter in Höhe von T€ 308 (Vorjahr: T€ 82) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit wie im Vorjahr von kleiner ein Jahr. Auch alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit kleiner ein Jahr. Eigenkapital 25. Das gezeichnete Kapital zum 31. Dezember 2023 beträgt unverändert zum Vorjahr T€ 11.000 und ist voll eingezahlt. Sonstige Rückstellungen 26. Aufgliederung nach Art der Rückstellungen:
Verbindlichkeiten 27. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben T€ 436 (Vorjahr: T€ 501) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und kein Teilbetrag (Vorjahr: T€ 0) eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren. Teilbeträge mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren bestehen keine. 28. Sämtliche zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 29. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von T€ 555 (Vorjahr: T€ 4.551), Verbindlichkeiten aus Royalties gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von T€ 3.241 (Vorjahr: T€ 3.745) sowie Darlehensverpflichtungen in Höhe von T€ 596 (Vorjahr: T€ 594) mit einer Restlaufzeit wie im Vorjahr von jeweils bis zu einem Jahr. 30. Mit Vereinbarung vom 23. Dezember 2023 verzichtet die Valve Précision S.A.S., Saint Michel, Paris/Frankreich zugunsten der Precision Dispensing Solutions Europe GmbH mit Besserungsschein auf einen Teil der Forderungen i.H.v. T€ 7.880. Die Precision Dispensing Solutions Europe GmbH verpflichtet sich beim Auftreten der im Vertrag definierten Besserung, die Forderungen an Valve Précision S.A.S. zurückzuzahlen. Umsatzerlöse 31. Aufgliederung nach Regionen:
Unter Berücksichtigung der Organisation des Verkaufs erfolgt keine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen. Andere aktivierte Eigenleistungen 32. Im Geschäftsjahr wurden aktivierte Eigenleistungen in Höhe von T€ 159 (Vorjahr: T€ 97) erfasst. Die in diesem Zusammenhang stehenden selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte wurden dann im Geschäftsjahr innerhalb des Konzerns veräußert. Sonstige betriebliche Erträge 33. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 50 (Vorjahr: T€ 9). Diese resultieren im Wesentlichen aus Auflösung von Rückstellung von Abfindungen. Darüber hinaus enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge außergewöhnliche Erträge aus dem Verkauf von Immobilien im Rahmen eines Sale-and-Lease-Back Vertrages in Höhe von EUR 4,9 Mio. sowie aus einem Forderungsverzicht mit Besserungsschein von einer Tochtergesellschaft in Höhe von EUR 7,9 Mio. Personalaufwand 34. Der Personalaufwand ist um T€ 8.921 auf T€ 22.996 angestiegen. Der Anstieg ist hauptsächlich auf die außergewöhnlichen Aufwendungen im Zusammenhang mit einer Restrukturierung in Höhe von T€ 7.645 zurückzuführen. Sonstige betriebliche Aufwendungen 35. Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind wie im Vorjahr keine periodenfremden Aufwendungen enthalten. Außergewöhnliche Aufwendungen sind für Restrukturierungen in Höhe von T€ 3.031 enthalten. Finanzergebnis 36. Das Finanzergebnis enthält Erträge aus Beteiligungen in Höhe von T€ 153 (Vorjahr: T€ 281). Zudem sind Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 55 (Vorjahr: T€ 25) und aus der Abzinsung von Rückstellungen und Factoring in Höhe von T€ 261 (Vorjahr: T€ 128) enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 37. Die Gesellschaft erwartet keine Auswirkungen aus der Anwendung des Mindeststeuergesetztes (Angabe nach § 285 Nr. 30a HGB). Sonstige Steuern 38. Die sonstigen Steuern beinhalten wie im Vorjahr Grundsteuer und Kfz-Steuer. IV. Sonstige Erläuterungen und Angaben Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte 39. Sonstige finanzielle Verpflichtungen, außerbilanzielle Geschäfte Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestehen wie folgt:
Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasinggeschäften betreffen überwiegend die Miete der Produktionshallen. Sinn und Zweck der Miet- und Leasingverhältnisse liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Die Gesellschaft hat am 27. Oktober 2023 einen Verkaufsvertrag über das bisher im Eigentum der Gesellschaft befindliche Betriebsgrundstück - und Gebäude in Hattersheim abgeschlossen. Gleichzeitig hat die Gesellschaft mit der Käuferin einen Mietvertrag über die Liegenschaften sowie eine Absichtserklärung über die Anmietung einer neu zu errichtenden Halle einschließlich der neuen Büroräume und der Halle, den Betrieb nur in diesen sowie in der bereits bestehenden Halle 10 fortzuführen und so die Effizienz der Betriebsabläufe durch einen verbesserten Materialfluss, erhöhte Automatisierung und kürzere Wege erheblich zu steigern, vereinbart. Im Geschäftsjahr 2023 wurden zwei der unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen aufgeführten Leasingverträge der Gesellschaft beendet. Zum einen der Leasingvertrag vom 20.März 2008 für das Produktions- und Verwaltungsgebäude mit der Alimones Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz, bei der die Gesellschaft ihr Ankaufsrecht nach Beendigung der 15 Jahre Vertragslaufzeit genutzt hat. Zum zweiten wurde auch der Leasingvertrag vom 9. April 2008 für die Betriebsvorrichtung nach Ablauf der 15 Jahre Vertragslaufzeit beendet. Mit Wirkung zum 1. Juli 2009 wurde zwischen PDSE und Eurofactor AG, Oberhaching b. München, ein Factoringvertrag abgeschlossen, nach welchem PDSE dem Factor die gesamten Forderungen gegen ihre Kunden überträgt. Zweck des Vertrags ist die Beschaffung zusätzlicher liquider Mittel für die Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit. Risiken ergeben sich aus dem Vertrag nicht. Vorteile ergeben sich hingegen in einer besseren Liquiditätsplanung. Zum Stichtag war ein Forderungsbestand im Nominalwert von TEUR 2.746 verkauft worden. Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit und ist für beide Vertragspartner schriftlich mit einer Frist von drei Monaten jeweils zum Ende eines Vertragsjahres kündbar. Abschlussprüferhonorar 40. Für dieses Geschäftsjahr wurde von dem Abschlussprüfer folgendes Gesamthonorar abgerechnet:
Angaben zur Belegschaft Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich beschäftigt:
Geschäfte mit nahen stehenden Unternehmen und Personen 41. Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt. Ausschüttungssperre 42. Aufgrund des Verkaufs der selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte und Werte während des Geschäftsjahres besteht nur noch eine Ausschüttungssperre aufgrund des Unterschiedsbetrags i.S.v. § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von T€ 17 (Vorjahr: insgesamt TEUR 179). Mitglieder der Geschäftsführung 43. Zusammensetzung der Organe: Herr Harald Biederbick, Group Chief Executive Officer, Bonn/Deutschland Herr Christoph Vollstedt, Karlsruhe, Regional Operations Director Europe/Deutschland (seit dem 5. Juni 2023) Der ausgeübte Beruf der Geschäftsführer ergibt sich aus der Organstellung. Angaben zum Aufsichtsrat 44. Mit der Änderung des Gesellschaftsvertrags der Gesellschaft am 2. Februar 2024 wurde der freiwillige Aufsichtsrat aufgelöst. Es besteht daher kein Aufsichtsrat mehr. Bis zu seiner Auflösung erhielten die Mitglieder des Aufsichtsrates keine Bezüge. Gesamtbezüge der Geschäftsführung sowie früherer Mitglieder der Geschäftsführung 45. Die Gesellschaft nimmt die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch. Konzernzugehörigkeit 46. Der Jahresabschluss der Precision Dispensing Solutions Europe GmbH wird in den Konzernabschluss der obersten Muttergesellschaft einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss kann bei der Precision Valve Corporation, 5711 Old Buncombe Road, Greenville, South Carolina, USA, eingesehen werden. Nachtragsbericht 47. Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2023 sind die folgenden Sachverhalte eingetreten, die eine besondere Auswirkung auf die hier erläuterte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben: 48. Die Precision Valve Corporation, Greenville, USA (PVC) hat mit Datum vom 15. Januar 2025 eine Patronatserklärung abgegeben, wonach sich PVC verpflichtet hat, die Precision Dispensing Solutions Europe GmbH finanziell so auszustatten, dass diese ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. Diese Patronatserklärung ist in ihrer Höhe auf EUR 1,5 Mio. begrenzt und endet am 30. Juni 2026. 49. Mit Wirkung zum 29. November 2024 hat die Gesellschaft mit dem Vertragspartner aus der im Geschäftsjahr durchgeführten Sale-and-Lease-Back Transaktion einen langfristigen Mietvertrag über das Betriebsgrundstück und Gebäude in Hattersheim abgeschlossen, der den Interimsmietvertrag vom 27. Oktober 2023 ersetzt. Die Wirksamkeit des langfristigen Mietvertrags ist jedoch aufschiebend bedingt in Bezug auf die Erteilung der Baugenehmigung für eine neue Halle. 50. Die Gesellschaft hat zum 28. Juni 2024 einen Verkaufsvertrag über einige bisher im Eigentum befindliche technische Anlagen geschlossen, um weitere Investitionen in die neue Produktgeneration zu finanzieren. Der Nettoerlös betrug EUR 2,8 Mio. Gleichzeitig mietet die Gesellschaft diese Anlagen über die Tochtergesellschaft Valve Precision S.A.S. von dem neuen Eigentürmer weiter. 51. Darüber hinaus sind keine weiteren Ereignisse nach dem Bilanzstichtag mit einer besonderen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft eingetreten. Ergebnisverwendung 52. Die Geschäftsführer der Gesellschaft schlagen der Gesellschafterin vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von € 1.273.528 zusammen mit dem Verlustvortrag von minus € 14.123.521 zu verrechnen und auf neue Rechnung vorzutragen.
Hattersheim, 14. Februar 2025 Harald Biederbick, Geschäftsführer Christof Vollstedt, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023A. Grundlagen des UnternehmensDie Precision Dispensing Solutions Europe GmbH ("PDSE") fertigt und vertreibt am Hauptstandort Hattersheim Komponenten für Aerosolventile und Sprühköpfe für die Aerosolindustrie. Bei den Absatzmärkten liegt der Fokus auf Europa. Die Kernkompetenzen der Gesellschaft liegen im Bereich Kunststoff-Spritzguss, Hochgeschwindigkeitsmontage und Werkzeugfertigung. PDSE ist ein Teil der Precision Gruppe und gehört zu Precision Valve Corporation ("PVC"), Greenville (USA). B. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und BrancheDer Wachstumstrend des realen Bruttoinlandsproduktes (BIP) im Jahr 2023 wurde für ganz Europa und speziell für Deutschland durch den weitergehenden Krieg in der Ukraine und weiterhin hohe Energiepreise beinflusst. Sowohl im Euroraum als auch im EU-27 wuchs das BIP im Vergleich zum Vorjahr um nur 0,5 %; die Wachstumsrate in Deutschland lag im gleichen Zeitraum sogar bei nur -0,2 %. 1 PDSE agiert in der Aerosolindustrie. Die Hauptanwendungsbereiche für Aerosole sind Körper- und Haushaltspflegeprodukte. Diese beiden Bereiche machen in Europa etwa 76 % vom gesamten Produktionsvolumen aus. Die europäische Gesamtproduktion von Aerosolprodukten ist im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 1,9 % auf 5,2 Milliarden Stück gesunken. 2 Insgesamt sind im Jahr 2023 die Einkaufspreise gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Es minderten sich die Einstandspreise bei Polyamid (PA), Polypropylen (PP), aber die Preise von sonstigen zugekauften Komponenten sind gestiegen. Damit lag im Jahr 2023 der Beschaffungsaufwand insgesamt über dem Vorjahresniveau.
1 Eurostat, Wachstumsrate des realen BIP -
Volumen (tec00115), Stand: 3.07.2024
C. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft1. Leistungsindikatoren Relevante Leistungsindikatoren sind unverändert die Umsatzerlöse, der Jahresüberschuss bzw. Jahresfehlbetrag sowie das Eigenkapital. 2. Forschung und Entwicklung Die Aktivitäten der Forschungs- und Entwicklungsabteilung am Standort Hattersheim konzentrierten sich im Berichtsjahr in erster Linie auf die Entwicklung neuer Produktlinien, die auf der im Jahr 2022 vorgestellten Technologie STORM ® basieren. Neben der Arbeit an neuen Produkten, arbeitete die Forschungs- und Entwicklungsabteilung an den Verbesserungen des bestehenden Produktportfolios sowie an kundenspezifischen Projekten. Die Kosten für Forschung und Entwicklung betrugen im Jahr 2023 EUR 0,7 Mio. Davon wurden EUR 0,2 Mio. als selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte in der Bilanz aktiviert und in der Gewinn- und Verlustrechnung als andere aktivierte Eigenleistungen ausgewiesen. Die gesamte aktivierte Eigenleistung wurde zum 31. Dezember 2023 an die PVC verkauft. 3. Geschäftsverlauf Für 2023 erwartete die Geschäftsführung Umsatzerlöse in Höhe von EUR 67,4 Mio., einen Nettoverlust in Höhe von etwa EUR -2,8 Mio. und einen Rückgang des Eigenkapitals entsprechend dem Nettoverlust. Die realisierten Umsatzerlöse im Jahr 2023 in Höhe von EUR 68,2 Mio. lagen über dem Vorjahr (EUR 63,3 Mio.), und leicht über den Erwartungen. Diese Abweichung von den Erwartungen folgt aus höheren Umsätzen mit einer Tochtergesellschaft. Das Jahr 2023 konnte mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1,3 Mio. abgeschlossen werden. Dieser Jahresüberschuss ist wesentlich durch nicht wiederkehrende Sondereinflüsse geprägt. Positiv wurde der Jahresüberschuss durch den Gewinn aus dem Verkauf von Immobilien im Rahmen eines Sale-and-Lease-Back Vertrages in Höhe von EUR 4,9 Mio. und einen Forderungsverzicht mit Besserungsschein von einer Tochtergesellschaft in Höhe von EUR 7,9 Mio. beeinflusst, wohingegen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von EUR 10,7 Mio. gegenläufig wirkten. Auch bereinigt um diese Sondereffekte wäre das Jahresergebnis besser als prognostiziert ausgefallen, was im Wesentlichen durch die höheren Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr begründet ist. 4. Ertragslage Der Umsatz von PDSE hat sich im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 7,8 % auf EUR 68,2 Mio. (2022: EUR 63,3 Mio.) erhöht. Dieser Umsatzanstieg wurde durch Verkäufe an verbundene Unternehmen getrieben. Der Anteil des Inlandsumsatzes am Gesamtumsatz lag mit EUR 18,4 Mio. (Vorjahr: EUR 19,1 Mio.) bei etwa 27 % (Vorjahr: 30 %). Weitere EUR 28,2 Mio. (Vorjahr: EUR 27,4 Mio.) wurden an fremde Dritte im Ausland exportiert, was einem Anteil von rund 41% (Vorjahr: 44%) entspricht. Der Anteil des Umsatzes mit verbundenen Unternehmen ist mit EUR 21,7 Mio. und 32 % (Vorjahr: EUR 16,7 Mio. und 26 %) deutlich gestiegen. Die Fertigungsmengen sind am Standort Hattersheim gegenüber dem letzten Geschäftsjahr leicht gesunken. Dieser Rückgang war durch die Verlagerung eines Teiles der Montageanlagen zu einer Schwestergesellschaft nach Frankreich verursacht. Diese Reduktion wurde teilweise kompensiert durch Mengenanstiege in dem Spritzgussbereich. Die Bestandsveränderung beträgt EUR 0,1 Mio. (Vorjahr: EUR 0,5 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von EUR 1,2 Mio. auf EUR 16,0 Mio. gestiegen und setzen sich im Wesentlichen aus den oben genannten Ereignissen (aus dem Verkauf von Immobilien im Rahmen eines Sale-and-Lease-Back Vertrages und Forderungsverzicht) zusammen. Darüber hinaus sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen Wechselkurserträge (EUR 0,5 Mio.) sowie eine Zuschreibung auf Finanzanlagen in Höhe von EUR 0,4 Mio. (Vorjahr: EUR 0,5 Mio.) enthalten. Der Materialaufwand hat sich im Geschäftsjahr 2023 durch die Senkung von Rohmaterialpreisen und der gegenläufig überproportionalen Erhöhung von Einkaufspreisen von Komponenten insgesamt von EUR 42,2 Mio. auf EUR 44,6 Mio. erhöht. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand geteilt durch die Umsatzerlöse) ist mit 65,4 % (Vorjahr: 66,6 %) aufgrund der höheren Umsatzerlöse jedoch gesunken. Der Personalaufwand ist von EUR 14,1 Mio. auf EUR 23,0 Mio. gestiegen. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand geteilt durch die Umsatzerlöse) war in Relation zum Umsatz mit 33,7 % gegenüber der Vorjahresquote aufgrund der außergewöhnlichen Aufwendungen im Zusammenhang mit einer Restrukturierung (EUR 7,7 Mio.) höher (Vorjahr: 22,2 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 27,6 % auf EUR 14,1 Mio. (Vorjahr: EUR 11,1 Mio.) gestiegen. Grund für den Anstieg sind hier ebenfalls weitere außergewöhnliche Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von EUR 3,0 Mio. (Vorjahr EUR 1,1 Mio.). Im Geschäftsjahr 2023 wurden EUR 0,2 Mio. Erträge aus Beteiligungen (Vorjahr: EUR 0,3 Mio.) erfasst. Nach Abzug der Zinsen und ähnlichen Aufwendungen von EUR 0,4 Mio. (Vorjahr: EUR 0,2 Mio.) sowie der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von EUR 0,1 Mio. (Vorjahr EUR 0,2 Mio.) ergibt sich für das Jahr 2023 ein Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1,3 Mio. (Vorjahr: Jahresfehlbetrag EUR 3,1 Mio.). 5. Vermögenslage und Kapitalstruktur Die Bilanzsumme betrug zum Bilanzstichtag EUR 28,5 Mio., und war damit höher als im Vorjahr (EUR 23,6 Mio.). Die Hauptgründe dafür sind im Wesentlichen höhere Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie höhere sonstige Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Restrukturierungsprogramm. Insgesamt haben sich die langfristigen Vermögensgegenstände um EUR 1,5 Mio. auf EUR 9,3 Mio. verringert. Der Hauptgrund hierfür ist der Verkauf von Immobilien (EUR 1,9 Mio.) im Rahmen einer Sale-and-Lease-Back Transaktion. Die Investitionen in Sachanlagen (EUR 3,0 Mio.) überschreiten die planmäßigen Abschreibungen (EUR 1,1 Mio.). Eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von EUR 0,2 Mio. wurde im Zusammenhang mit der Restrukturierung vorgenommen. Dagegen wirkte eine Zuschreibung auf Finanzanlagen (EUR 0,4 Mio.). Die Tochtergesellschaft Société Technique d'Equipment S.à.r.l., Carros, Frankreich wurde verkauft und die Tochtergesellschaft Alimones Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs-KG, Mainz, in dem Jahr 2023 geschlossen. Im Zusammenhang mit der Schließung dieser Gesellschaft wurde zuvor eine Immobilie mit einem Wert in Höhe von EUR 1,6 Mio. an die PDSE übertragen. Diese Immobilie wurde dann im Rahmen der oben genannten Sale-and-Lease-Back Transaktion ebenfalls veräußert. Das Vorratsvermögen ist von EUR 7,0 Mio. auf EUR 7,1 Mio. nur leicht gestiegen. Die Veränderung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zum Stichtag von EUR 5,4 Mio. auf EUR 11,1 Mio. ist im Wesentlichen auf gestiegene Forderungen gegen verbundene Unternehmen (EUR 5,8 Mio.) zurückzuführen. Dagegen gingen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nur leicht um EUR 0,1 Mio. zurück. Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten ist von EUR 0,3 Mio. auf EUR 0,7 Mio. angestiegen, was rein stichtagsbedingt ist. Die Eigenkapitalquote verringerte sich leicht auf 28,1 % (Vorjahr: 28,6 %). Dieser Rückgang ist durch die Erhöhung der Bilanzsumme, insbesondere aufgrund der Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie der sonstigen Rückstellungen verursacht. Gegenläufig wirkte der im Geschäftsjahr erzielte Jahresüberschuss. Die Rückstellungen sind mit EUR 10,8 Mio. deutlich höher im Vergleich mit dem Vorjahr (EUR 3,3 Mio.). Diese Erhöhung ist im Wesentlichen durch die Rückstellung für Restrukturierungskosten in Höhe von EUR 7,7 Mio. verursacht. Die Verbindlichkeiten gingen insgesamt von EUR 13,4 Mio. auf EUR 9,5 Mio. zurück. Diese Entwicklung ist vor allem bedingt durch eine Nettoverringerung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 4,5 Mio., die mit einem Forderungsverzicht mit Besserungsschein sowie der Rückzahlung über die Mittelzuflüsse aus einer Sale-and-Lease-Back Transaktion im Zusammenhang steht. Gegenläufig wirkte eine Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus dem operativen Geschäftsbetrieb, unter anderem auf Basis konzerninterner Weiterbelastungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich mit EUR 0,3 Mio. und die erhaltenen Anzahlungen mit EUR 0,4 Mio. nur leicht. 6. Finanzlage Die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds für das Geschäftsjahr beläuft sich auf plus EUR 0,4 Mio. Die Investitionen waren aus dem operativen Kapitalfluss finanziert. Die im Vorjahr von der PVC erhaltene Patronatserklärung mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024 musste im Geschäftsjahr nicht in Anspruch genommen werden. Mit Datum vom 15. Januar 2025 wurde eine neue Patronatserklärung von der PVC an die PDSE ausgegeben. Im Rahmen dieser Erklärung verpflichtet sich die PVC, die PDSE finanziell so auszustatten, dass diese ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. Die Patronatserklärung ist in ihrer Höhe auf EUR 1,5 Mio. begrenzt und hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2026. Es wird in diesem Zusammenhang auf die Angaben zum bestandsgefährdenden Risiko in Abschnitt "D. Risikomanagement sowie Chancen und Risiken", Unterabschnitt "Chancen und Risiken" sowie auf den Prognosebericht verwiesen. 7. Gesamtwürdigung Sowohl die Entwicklung der Umsatzerlöse für das Jahr 2023 also auch das Jahresergebnis und Eigenkapital haben sich vor und nach den dargestellten Sondereffekten besser als prognostiziert entwickelt. D. Risikomanagement sowie Chancen und RisikenRisikomanagement Die Gesellschaft ist zusammen mit ihren Tochtergesellschaften operativ und finanziell in die Konzernstruktur und in das Risikomanagement des Konzerns mit Soll-Ist-Vergleichen eingebunden. Das Risikomanagementsystem wird ständig weiterentwickelt. Chancen und Risiken Die Chancen und Risiken bilden mögliche positive oder negative Abweichungen von der dargestellten Prognose ab. In der aktuellen wirtschaftlichen Lage sind Risiken aus Einflüssen der geopolitischen Entwicklung, spezifischer Kundenrisiken, konjunkturellen Nachfragen, Risiken aus Lieferverpflichtungen und der Veränderung des Beschaffungsmarkts, sowie Qualitätsrisiken zu beachten. Die Gesellschaft hat in der Vergangenheit Verluste aus dem operativen Geschäft sowie den hohen Kosten, die mit den Investitionsprojekten verbunden sind, erzielt. Die Muttergesellschaft (PVC) hat PDSE daraufhin bereits im Jahr 2022 durch einen Forderungserlass unterstützt. Ohne Berücksichtigung der Sondereinflüsse, welche im Kapital "C. 3. Geschäftsverlauf" dargestellt worden sind, hätte sich ebenfalls für das Geschäftsjahr 2023 ein Jahresfehlbetrag ergeben. Die Gesellschaft hat auch vor diesem Hintergrund im Zusammenhang mit der Analyse der Unternehmensfortführung einen detaillierten Businessplan mit entsprechender Liquiditätsplanung aufgestellt. Die Planung berücksichtigt dabei eine wesentliche Erhöhung der operativen Marge aufgrund sinkender operativer Kosten im Zusammenhang mit den Restrukturierungsmaßnahmen. Die Gesellschaft plant infolgedessen im Prognosezeitraum mit positiven Zahlungsmittelbeständen. Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft hängt somit von dem Eintreten der Planungsprämissen ab. Im Fall von möglichen Planabweichungen im Prognosezeitraum ist die PDSE zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit von der Zuführung liquider Mittel in erforderlicher Höhe abhängig. Aus diesem Grund hat die Muttergesellschaft eine Patronatserklärung mit Datum vom 15. Januar 2025 abgegeben, wonach sich PVC verpflichtet, die PDSE finanziell so auszustatten, dass diese ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. Diese Patronatserklärung ist in der Höhe auf EUR 1,5 Mio. begrenzt und hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2026. Die Abhängigkeit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit von dem Eintreten der Planungsprämissen sowie im Fall von Planabweichungen von der finanziellen Unterstützung, die durch die Patronin (zukünftig) erst noch tatsächlich zu gewähren ist, stellt eine wesentliche Unsicherheit und damit ein bestandsgefährdendes Risiko dar. Spezifische Kundenrisiken bestehen dort, wo sich die negative wirtschaftliche Entwicklung einzelner Vertragspartner auch auf Umsatz und Ergebnis der PDSE auswirken. Dieses kann u. a. durch die politischen Risiken verursacht werden, wie z. B. seit 2022 der Krieg in der Ukraine oder seit 2024 die Verschlechterung der Sicherheitssituation in Nahen Osten. Weiterhin könnte PDSE dadurch Verluste erleiden, dass sich die Bonität einzelner Kunden verschlechtert und es zu Zahlungsverzögerungen oder -ausfällen kommt. Um diesem Risiko zu begegnen, betreibt das Unternehmen ein Debitorenmanagement und nutzt direkt oder indirekt die Möglichkeit der Versicherung eines Teils der Forderungen. Demensprechend wird das Risiko als gering eingeschätzt (Vorjahr: gering). Risiken aus Einflüssen der konjunkturellen Nachfrage beziehen sich vor allem auf das Konsumverhalten, da ein Großteil der Kunden im Bereich der Konsumgüterindustrie tätig ist. Im Allgemeinen begrenzt das Unternehmen hier das Risiko, indem die hohe Innovationskraft dieser Kunden mit Hilfe des in Hattersheim angesiedelten Design- und Entwicklungszentrums unterstützt werden kann. Das Risiko wird hier als sehr gering eingestuft (Vorjahr: sehr gering). Um ihre Lieferverpflichtungen erfüllen zu können, ist Precision Dispensing Solutions Europe GmbH darüber hinaus auf Material und Dienstleistungen zahlreicher anderer Unternehmen im Beschaffungsmarkt angewiesen. Hier nutzt der Einkauf verschiedene Methoden, um Risiken zu beobachten, zu begrenzen und auf anstehende Probleme schnell zu reagieren; z. B. durch das Sourcing von mehreren Lieferanten. Insgesamt wird das hieraus resultierende Risiko durch den Beschaffungsmarkt als gering eingeschätzt (Vorjahr: gering). Ein weiteres Risiko ist mit den Energiepreisen verbunden. Diese stiegen im Jahr 2022 und 2023 und bleiben weiterhin im Jahr 2024 instabil. Der installierte Indexierungsprozess der Kundenpreise hilft PDSE diese Kosten weiter zu belasten. Das Unternehmen hat ein neues Energieeinkaufsmodell implementiert, das hilft, dieses Risiko zu minimieren. Das Risiko wird entsprechend als gering kategorisiert (Vorjahr: gering). PDSE unterhält ferner ein Qualitätsmanagementsystem, um Qualitätsrisiken in der eigenen Fertigung zu verringern. Dieses wird ständig weiterentwickelt und in regelmäßigen Abständen von unabhängigen Auditoren überprüft. Die Gesellschaft verfügt über ein ISO 9001 Zertifikat, das im Jahr 2023 rezertifiziert wurde und bis zum 29. Juni 2026 gültig ist. Für etwaige Haftungs- und Schadensfälle hat PDSE dazu Versicherungen abgeschlossen, um verbleibende Risiken für das Unternehmen zu begrenzen. Die Anstrengungen bei der weiteren Optimierung interner Abläufe werden jedoch unvermindert fortgesetzt und weitere Prozessverbesserungen und Investitionen sind in der Umsetzung. Das Qualitätsrisiko wird als sehr gering bewertet (Vorjahr: sehr gering). Auf die Berichterstattung in Bezug auf die Risiken der Verwendung von Finanzinstrumenten wird verzichtet, da die PDSE keine Finanzinstrumente zum Handel oder für Sicherungsbeziehungen nutzt. Der im Jahr 2023 begonnene Produktionsstart des Stylish 52 Kopfes und die am Anfang des Jahres 2024 begonnene Produktion des Smart 35 Kopfes, die auf der neuen STORM ® Technologie basieren, bietet eine Möglichkeit von zusätzlichem Umsatzwachstum über den Rahmen des Budgets. Darüber hinaus sieht die Geschäftsführung durch die Einbeziehung der Gesellschaft in die Precision Gruppe weitere Chancen, auch verbunden mit der Möglichkeit, notwendige Anpassungen unter Zugriff auf die internen Ressourcen der Gruppe umzusetzen. Eine wesentliche Chance stellt die am Ende des Jahres 2023 initiierte Restrukturierung dar, die zu einer Transformation des Standortes in ein Aktuatoren-Kompetenzzentrum führen wird. Die Fokussierung der Produktion auf diesen Bereich soll tiefere Produktionsablaufoptimierungen sowie eine Kostenstrukturanpassung erlauben. Zusammenfassung der Risikolage Die identifizierten Risiken für den weiteren Geschäftsverlauf ohne das bestandsgefährdende Risiko werden zusammenfassend als gering eingestuft. E. PrognoseberichtDie wirtschaftlichen Erwartungen waren für 2024 und sind für 2025 weiterhin gedämpft: Für 2024 wurde von der OECD mit 0,2 % kaum Wachstum des realen Bruttoinlandsproduktes in Deutschland gegenüber dem Vorjahr erwartet; für 2025 von 1,1 %. 3 Für den Euroraum liegen diese Erwartungen zwar etwas höher, sind aber mit 0,7 % für 2024 und 1,5 % für 2025 ebenfalls vorsichtig. Für das Geschäftsjahr 2024 hat die Geschäftsführung vorläufig einen leichten Rückgang der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr ermittelt, verursacht durch eine Reduktion der Umsätze mit verbundenen Unternehmen als Folge der Restrukturierung. Bei dem Umsatz mit Dritten wurde vorläufig ein leichter Anstieg errechnet. Für das Geschäftsjahr 2024 wurde darüber hinaus vorläufig ein Jahresüberschuss im niedrigen einstelligen Millionenbereich ermittelt und damit auch eine entsprechende Erhöhung des Eigenkapitals. Die geplanten Restrukturierungsmaßnahmen wurden im Geschäftsjahr 2024 durchgeführt und die Gesellschaft erwartet infolgedessen positive Auswirkungen auf die zukünftige Geschäftsentwicklung. In dem Geschäftsjahr 2025 wird eine Reduzierung des Absatzes erwartet, bedingt durch die Restrukturierung, die als Folge die Einstellung der Produktion von Kleinteilen hat. Gegenläufig wird aber ein Anstieg der Produktionsmengen von Sprühköpfen erwartet. Die Geschäftsführung erwartet für das Jahr 2025 eine weitere leichte Reduktion der Umsätze mit verbundenen Unternehmen, was mit dem Einstellen von bestimmten Produktionsprozessen als Folge der Restrukturierung im Jahr 2024 verbunden ist. Die Gesellschaft rechnet jedoch mit einer wesentlichen Erhöhung der operativen Marge aufgrund von sinkenden operativen Kosten sowie einem niedrigen Jahresüberschuss im einstelligen Millionenbereich, welcher sich entsprechend auf das Eigenkapital der Gesellschaft auswirken wird. Die Gesellschaft plant infolgedessen im Prognosezeitraum mit positiven Zahlungsmittelbeständen. Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft hängt somit von dem Eintreten der Planungsprämissen ab. Im Fall von möglichen Planabweichungen im Prognosezeitraum ist die PDSE zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit von der Zufuhr liquider Mittel in erforderlicher Höhe abhängig. Aus diesem Grund hat die Muttergesellschaft eine Patronatserklärung abgegeben, wonach sich PVC verpflichtet, die PDSE finanziell so auszustatten, dass diese ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. Diese Patronatserklärung wurde mit Datum vom 15. Januar 2025 neu ausgegeben, ist in der Höhe auf EUR 1,5 Mio. begrenzt und hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2026. Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft hängt somit im Fall von Planabweichungen von der finanziellen Unterstützung durch die PVC ab.
3 OECD Economic Outlook, Mai 2024
https://www.oecd.org/economic-outlook/may-2024/
F. ZweigniederlassungenDie PDSE besitzt eine Zweigniederlassung am Standort Vermezzo, Italien. Hierbei handelt es sich um eine selbstständige Niederlassung deren Hauptaufgabe in der Kundenbetreuung und im Vertrieb von Produkten in Italien und Südeuropa besteht. Der Gesamtumsatz verteilt sich zwischen dem Standort Hattersheim und dem Standort Vermezzo, Italien, mit EUR 60,1 Mio. / 88 %, respektiv EUR 8,1 Mio. / 12 %, und hat damit die ungefähr gleiche Verteilung wie im Vorjahr (EUR 55,7 Mio., respektiv EUR 7,5 Mio.). Die Vermögens- und Kapitalstruktur wird im Wesentlichen vom Standort Hattersheim mit rund 95 % (Vorjahr 90 %) dominiert. Der italienischen Zweigniederlassung kommt hier eine nachrangige Bedeutung zu.
Hattersheim, den 14. Februar 2025 Harald Biederbick, Geschäftsführer Christof Vollstedt, Geschäftsführer |
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