Großhandel mit Sportartikeln und -zubehör
Precision Dispensing Solutions Europe GmbH
Schulstraße 33, 65795 Hattersheim am Main, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Julia Greipel seit 7.11.2025 | Prokura |
Yasmina Neff seit 7.11.2025 | Prokura |
Victor Julio Garcia Parra seit 7.11.2025 | Geschäftsführer |
Aliaksandra Hlushkova seit 17.6.2025 | Geschäftsführer |
Matthias Welp seit 27.10.2022 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Precision Global Corporation Netherlands B.V. | 90.00% |
Precision Valve Corporation | 10.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Precision Dispensing Solutions Europe GmbHHattersheim am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Precision Dispensing Solutions Europe GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Precision Dispensing Solutions Europe GmbH, Hattersheim - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Precision Dispensing Solutions Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf den Abschnitt "I. Anwendung der gesetzlichen Vorschriften" im Anhang sowie auf die Abschnitte "C.7. Finanzlage", "D. Risikomanagement sowie Chancen und Risiken" und "E. Prognosebericht" im Lagebericht, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass ein Liquiditätsrisiko im Zusammenhang mit den Verlusten aus dem operativen Geschäft sowie den hohen Kosten, die mit den Investitionsprojekten verbunden sind, besteht und insofern weitere Unterstützung von der Muttergesellschaft notwendig ist, damit die Gesellschaft weiterhin in der Lage bleibt, ihren finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachzukommen. Dazu hat die Precision Valve Corporation, Greenville, USA (PVC), mit Datum vom 8. November 2023 eine Patronatserklärung abgegeben, wonach sich PVC verpflichtet hat, die Precision Dispensing Solutions Europe GmbH finanziell so auszustatten, dass diese ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. Diese Patronatsverpflichtung endet am 31. Dezember 2024 und ist in ihrer Höhe auf EUR 9,5 Mio. begrenzt. Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft hängt somit von der finanziellen Unterstützung durch PVC ab. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Eschborn/Frankfurt am Main, 23. November 2023 Ernst
& Young GmbH
Bendler, Wirtschaftsprüfer Czekalla, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
HRB 10603, Amtsgericht Frankfurt/MainAnhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022I. Anwendung der gesetzlichen Vorschriften 1. Der Jahresabschluss der Precision Dispensing Solutions Europe GmbH (PDSE), Hattersheim, wurde gemäß den Vorschriften der §§ 242 ff. und 264 ff. HGB für große Kapitalgesellschaften und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Ergänzende Bilanzierungsvorschriften aus dem Gesellschaftsvertrag ergeben sich nicht. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde, wie im Vorjahr, das Gesamtkostenverfahren gewählt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind die gesetzlich vorgesehenen davon-Vermerke in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung teilweise im Anhang angegeben. 2. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Im Hinblick auf bestandsgefährdende Risiken wird auf die Abschnitte "C.7. Finanzlage", "D. Risikomanagement sowie Chancen und Risiken" und "E. Prognosebericht" des Lageberichts verwiesen. II. Anpassung der Vorjahreszahlen in der Gewinn- und Verlustrechnung 3. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 die Umsatzerlöse um T€ 1.517 erhöhend auf T€ 62.406 und korrespondierend die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhend um T€ 1.517 auf T€ 9.348 angepasst. Die Anpassung der Vorjahreszahlen resultiert aus dem nun dargestellten Bruttoausweis von konzerninternen Belastungen. Zudem erfolgte eine entsprechende Anpassung der Vorjahreszahlen in den Angaben zu den Umsatzerlösen in diesem Anhang. III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 4. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. 5. Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden unter Zugrundelegung einer voraussichtlichen Nutzungsdauer zwischen drei und sieben Jahren vorgenommen. In die Herstellungskosten der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der zurechenbaren Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Bei der Aktivierung wird zwischen Forschungs- und Entwicklungskosten unterschieden. Aktiviert werden nur Entwicklungskosten, die die Anforderungen des § 248 Abs. 2 S. 1 i. V. m. § 255 Abs. 2a HGB erfüllen. 6. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich bisher aufgelaufener planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode unter Zugrundelegung nachfolgender voraussichtlicher Nutzungsdauern vorgenommen.
Geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungskosten unter EUR 250,00 liegen, werden im Jahr des Zugangs direkt im Aufwand erfasst, ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungskosten über EUR 250,00 liegen, werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. 7. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten oder dem ihnen zum Abschlussstichtag beizulegenden niedrigeren Wert bewertet. Eine außerplanmäßige Abschreibung erfolgt bei voraussichtlich dauernder Wertminderung. 8. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden mit den Anschaffungskosten oder zu den niedrigeren Marktpreisen zum Bilanzstichtag unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Nicht verwendbare Vorräte bzw. Ladenhüter wurden wertberichtigt. 9. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden verlustfrei zu Herstellungskosten angesetzt. Bestandteile der Herstellungskosten sind neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen angemessene Teile der entsprechenden Gemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Soweit die erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der noch anfallenden Vertriebs- und Verwaltungskosten niedriger sind, werden diese angesetzt. Für schwergängige bzw. obsolete Erzeugnisse wurden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Die Wertansätze entsprechen dem Niederstwertprinzip. 10. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu Nennwerten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips zum Bilanzstichtag, d.h. abzüglich notwendiger Einzelwertberichtigungen, bilanziert. Zur Deckung des allgemeinen Ausfallrisikos wurde - basierend auf Erfahrungswerten im Geschäftsjahr 2022 zur Inanspruchnahme von Skonti - eine Pauschalwertberichtigung von 0,22 % (Vorjahr: 0,46 %) auf den um die einzelwertberichtigten Forderungen sowie die Umsatzsteuer verminderten Bestand an Inlandsforderungen gebildet. Im Geschäftsjahr 2009/10 wurde mit einer deutschen Factoring-Gesellschaft ein Vertrag über ein stilles Factoring abgeschlossen. Im Rahmen dieses Vertrages werden dem Factorer inländische und europäische Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Ankauf angeboten und daher im Voraus abgetreten. Abhängig von Kreditversicherungslinien pro Kunde werden die ausstehenden Forderungen mit 92 % des Rechnungswertes vorfinanziert. Vom Factorer angekaufte, aber nicht finanzierte Forderungen wurden unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Die Zahlungseingänge der an den Factorer veräußerten Kundenforderungen erfolgen zugunsten eines Bankkontos, über das die Gesellschaft keine Verfügungsberechtigung besitzt. Der Saldo des Kontos beträgt T€ 96 (Vorjahr: T€ 41). 11. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind zu Nennwerten abzüglich notwendiger Wertberichtigungen angesetzt. 12. Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wurden saldiert, soweit sie gegenüber denselben Unternehmen bestehen und gleichartig sind (Aufrechnungslage). 13. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag abzüglich notwendiger Wertberichtigungen angesetzt. 14. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten bewertet. 15. Der Rechnungsabgrenzungsposten wurde gemäß § 250 Abs. 1 HGB gebildet. 16. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Ergibt sich ein Aktivüberhang der latenten Steuern zum Bilanzstichtag dann wird nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB auf eine Aktivierung verzichtet. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 28,775 % zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Die Differenzen resultieren im Wesentlichen aus abweichenden Wertansätzen bei Ersatzteilen für Werkzeuge sowie bei Pensionsrückstellungen und anderen langfristigen Rückstellungen (Sonstige Rückstellungen). 17. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 und 2 HGB nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen (Projected-Unit-Credit-Methode). Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen mit einem Rententrend von 2,20 % p.a. (im Vorjahr 1,90 % p.a.) berücksichtigt. Da die Leistungen unabhängig vom Einkommen sind, ist kein Einkommenstrend zu berücksichtigen. Da ferner alle noch aktiven berechtigten Arbeitnehmer unverfallbare Anwartschaften erworben haben und eine Fluktuationswahrscheinlichkeit als recht gering anzusehen ist, sowie Ansprüche auch im Fall des Ausscheidens erhalten bleiben, erfolgt die Ermittlung ohne Fluktuation. Die Bewertung basiert wie im Vorjahr auf den biometrischen Grundlagen der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Abzinsung erfolgt pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre von 1,78 % p.a. zum 31. Dezember 2022 (Vorjahr: 1,87 %), der sich aus einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Eine Verrechnung mit vorhandenen Vermögensgegenständen (Rückdeckungsversicherung), die ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Alternsversorgungsverpflichtungen dienen, erfolgt nicht, da diese nicht dem Zugriff aller übrigen Gläubigern entzogen sind. Der Auswies erfolgt daher zum Nennwert in den sonstigen Vermögensgegenständen. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 S. 1 HGB aus der handelsrechtlichen Ermittlung der Pensionszusagen bei der Anwendung der unterschiedlichen Durchschnittszinssätze (7 vs. 10 Jahre) beträgt T€ 82 und unterliegt einer Ausschüttungssperre. 18. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Die Rückstellungen für Gewährleistungen wurden basierend auf bekannten Einzelsachverhalten sowie aufgrund der Erfahrungswerte der letzten vier Geschäftsjahre gebildet. 19. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Zur Saldierung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit den Forderungen gegen verbundene Unternehmen siehe Textziffer 11. 20. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung (insbesondere in USD) werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt des Entstehens erfasst und am Abschlussstichtag zum Konzernkurs 1 USD = 0,9323 € (Vorjahr: 1 USD = 0,8794 €), der annähernd dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag entspricht, umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. IV. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Anlagevermögen 21. Der Anlagenspiegel, der die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagemögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres enthält, ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. 22. Entwicklungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wurden im Geschäftsjahr in Höhe von T€ 97 (Vorjahr: T€ 0) aktiviert. Insgesamt fielen im Geschäftsjahr Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von T€ 626 an. Finanzanlagen 23. An folgenden Unternehmen besitzt die Gesellschaft zum Abschlussstichtag mindestens den fünften Teil der Anteile:
1 Eigenkapital: TGBP 1.099; Ergebnis: TGBP -70.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 24. In den sonstigen Vermögensgegenständen enthalten sind nicht vorfinanzierte Forderungen aus Factoring von T€ 690 (Vorjahr: T€ 624), Rückkaufwerte bei Rückdeckungsversicherungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr zum Buchwert in Höhe von insgesamt T€ 190 (Vorjahr: T€ 193) sowie eine Mietbürgschaft in Höhe von T€ 62. Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen für Management Fees in Höhe von T€ 144 (Vorjahr: T€ 308) davon gegen den Gesellschafter in Höhe von T€ 82 (Vorjahr: T€ 68) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit wie im Vorjahr von kleiner ein Jahr. Auch alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit kleiner ein Jahr. Eigenkapital 25. Das gezeichnete Kapital zum 31. Dezember 2022 beträgt unverändert zum Vorjahr T€ 11.000 und ist voll eingezahlt. 26. Die Kapitalrücklage ist auf Basis eines Gesellschafterbeschlusses vom 22. Dezember 2022 von T€ 6.102 auf T€ 9.862 durch den Erlass von Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter, der Precision Valve Corporation, sowie deren Umwandlung in Eigenkapital angestiegen. Sonstige Rückstellungen 27. Aufgliederung nach Art der Rückstellungen:
Verbindlichkeiten 28. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben T€ 501 (Vorjahr: T€ 418) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und kein Teilbetrag (Vorjahr: T€ 0) eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren. Teilbeträge mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren bestehen keine. 29. Sämtliche zum 31. Dezember 2022 ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 30. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von T€ 4.551 (Vorjahr: T€ 5.118), Verbindlichkeiten aus Royalties gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von T€ 3.745 (Vorjahr: T€ 2.394) sowie Darlehensverpflichtungen in Höhe von T€ 594 (Vorjahr: T€ 721) mit einer Restlaufzeit wie im Vorjahr von jeweils bis zu einem Jahr. Umsatzerlöse 31. Aufgliederung nach Regionen:
Unter Berücksichtigung der Organisation des Verkaufs erfolgt keine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen. Andere aktivierte Eigenleistungen 32. In den anderen aktivierten Eigenleistungen in Höhe von T€ 97 (Vorjahr: T€ 0) sind aktivierte Entwicklungskosten für neue Produkte enthalten. Sonstige betriebliche Erträge 33. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 9 (Vorjahr: T€ 90). Diese resultieren im Wesentlichen aus Anlagenabgängen. Ausgewiesen sind hier ebenfalls T€ 478 aus der Zuschreibung einer Finanzanlage (Vorjahr: T€ 297). Sonstige betriebliche Aufwendungen 34. Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind wie im Vorjahr keine periodenfremden Aufwendungen enthalten. Außergewöhnliche Aufwendungen sind für Restrukturierungen in Höhe von T€ 1.099 enthalten. Finanzergebnis 35. Das Finanzergebnis enthält Erträge aus Beteiligungen in Höhe von T€ 281 (Vorjahr: keine Erträge). Zudem sind Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 25 (Vorjahr: T€ 22) und aus der Abzinsung von Rückstellungen und Factoring in Höhe von T€ 128 (Vorjahr: T€ 137) enthalten. Sonstige Steuern 36. Die sonstigen Steuern beinhalten wie im Vorjahr Grundsteuer und Kfz-Steuer. V. Sonstige Erläuterungen und Angaben Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte 37. Sonstige finanzielle Verpflichtungen, außerbilanzielle Geschäfte Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestehen wie folgt:
Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasinggeschäften betreffen überwiegend das Leasing von Spritzgussanlagen sowie die Miete der Produktionshallen der Alimones Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs-KG (Alimones), Mainz. Sinn und Zweck der Miet- und Leasingverhältnisse ist die Nutzung von Vermögensgegenständen, die nicht im wirtschaftlichen Eigentum der Gesellschaft stehen, aber von dieser für die Ausübung ihrer Geschäftstätigkeit benötigt werden. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Am 25. Februar 2008 wurde zwischen der PDSE und zwei weiteren Gesellschaften ein Gesellschaftsvertrag über eine Kommanditgesellschaft, die Alimones Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs-KG (Alimones), Mainz, geschlossen. PDSE hält an der Alimones einen Kommanditanteil in Höhe von 94 %. Mit Vertrag vom 20. März 2008 hat die PDSE der Alimones als Erbbauberechtigter ein Erbbaurecht an einer Teilfläche von rund 6.200 m 2 aus dem Firmengelände der PDSE in Hattersheim auf die Dauer von 60 Jahren ab Eintragung im Grundbuch bestellt. Die Eintragung im Grundbuch ist am 4. März 2009 erfolgt. Besitz, Gefahr, Nutzen und Lasten sind zum 1. April 2008 auf die Erbbauberechtigte übergegangen. Im Zusammenhang mit der Bestellung des Erbbaurechtes für die Alimones hat die PDSE auch ihr neu errichtetes Produktions- und Verwaltungsgebäude an die Alimones zu einem Kaufpreis von T€ 2.180 veräußert, der den zuvor bei der PDSE angefallenen Anschaffungs- und Herstellungskosten entsprach. Ebenfalls am 20. März 2008 wurde ein Immobilien- Leasingvertrag zwischen der Alimones als Leasinggeber und der PDSE als Leasingnehmer über das Erbbaurecht inklusive des Produktions- und Verwaltungsgebäudes abgeschlossen. Die Vertragslaufzeit beträgt 18 Jahre mit Beginn ab dem 1. April 2008. Vertragsgemäß steht der PDSE ein Ankaufsrecht zu, das Erbbaurecht inklusive Gebäude entweder am Ende der ersten Mietperiode nach 15 Jahren (am 31. März 2023) oder am Ende der gesamten Mietzeit nach 18 Jahren (am 31. März 2026) zurückzuerwerben. Darüber hinaus hat die PDSE mit Kaufvertrag vom 9. April 2008 auch bestimmte Betriebsvorrichtungen und Gebäudetechnik mit Wirkung vom 1. April 2008 zu einem Kaufpreis von T€ 951, der ebenfalls den zuvor bei der PDSE angefallenen Anschaffungs- und Herstellungskosten entsprach, an eine weitere Leasinggesellschaft veräußert und mit dieser am selben Tage über diese Betriebsvorrichtungen einen Mobilien-Leasingvertrag abgeschlossen. Der Vertrag stellt auf eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 15 Jahren ab und ist frühestens nach Ablauf von 40 % der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer kündbar. Mit Wirkung zum 1. Juli 2009 wurde zwischen PDSE und Eurofactor AG, Oberhaching b. München, ein Factoringvertrag abgeschlossen, nach welchem PDSE dem Factor die gesamten Forderungen gegen ihre Kunden überträgt. Zweck des Vertrags ist die Beschaffung zusätzlicher liquider Mittel für die Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit. Risiken ergeben sich aus dem Vertrag nicht. Vorteile ergeben sich hingegen in einer besseren Liquiditätsplanung. Zum Stichtag war ein Forderungsbestand im Nominalwert von TEUR 3.763 verkauft worden. Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit und ist für beide Vertragspartner schriftlich mit einer Frist von drei Monaten jeweils zum Ende eines Vertragsjahres kündbar. Abschlussprüferhonorar 38. Für dieses Geschäftsjahr wurde von dem Abschlussprüfer folgendes Gesamthonorar abgerechnet:
Angaben zur Belegschaft Im Geschäftsjahr 2022 waren durchschnittlich beschäftigt:
Geschäfte mit nahen stehenden Unternehmen und Personen 39. Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahen stehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt. Ausschüttungssperre 40. In Höhe von T€ 179 ergibt sich aus Aktivierungen von selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechten und ähnliche Rechten und Werten gemäß § 268 Abs. 8 HGB sowie aufgrund des Unterschiedsbetrags i.S.v. § 253 Abs. 6 HGB eine Gewinnausschüttungssperre. Mitglieder der Geschäftsführung 41. Zusammensetzung der Organe: Herr Dr. Michael Müller, Operations Director Europe, Köln / Deutschland (bis 27. Oktober 2022) Herr Harald Biederbick, Group Chief Executive Officer, Bonn / Deutschland (seit dem 20. April 2022) Herr Christoph Vollstedt, Karlsruhe, Regional Operations Director Europe / Deutschland (seit dem 5. Juni 2023) Mitglieder des Aufsichtsrats Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:
Gesamtbezüge der Geschäftsführung sowie früherer Mitglieder der Geschäftsführung 42. Die Gesellschaft nimmt die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch. Gesamtbezüge des Aufsichtsrats 43. Der Aufsichtsrat erhielt im Geschäftsjahr 2022 keine Bezüge. Konzernzugehörigkeit 44. Der Jahresabschluss der Precision Dispensing Solutions Europe GmbH wird in den Konzernabschluss der obersten Muttergesellschaft einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss kann bei der Precision Valve Corporation, 5711 Old Buncombe Road, Greenville, South Carolina, USA, eingesehen werden. Nachtragsbericht 45. Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2022 sind die folgenden Sachverhalte eingetreten, die eine besondere Auswirkung auf die hier erläuterte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben: 46. Die Precision Valve Corporation, Greenville, USA (PVC), hat mit Datum vom 8. November 2023 eine Patronatserklärung abgegeben, wonach sich PVC verpflichtet hat, die Precision Dispensing Solutions Europe GmbH finanziell so auszustatten, dass diese ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. Diese Patronatsverpflichtung ist in ihrer Höhe auf EUR 9,5 Mio. begrenzt und endet am 31. Dezember 2024. M. Am 7. Oktober 2023 hat die Hamas einen Terrorangriff gegen Israel gestartet. Das israelische Sicherheitskabinett hat daraufhin den Kriegszustand ausgerufen. Die Gesellschaft hat die potenziellen Auswirkungen dieses Nahostkonfliktes auf ihre Geschäftstätigkeit evaluiert. Der Produktverkauf nach Israel ist bezogen auf den Gesamtanteil aller Verkäufe relativ gering (unter 2 % der Gesamtumsätze), so dass das potenzielle Risiko durch die Eskalation des Konfliktes für die Gesellschaft insgesamt als überschaubar angesehen wird. 48. Die Gesellschaft hat am 27. Oktober 2023 einen Verkaufsvertrag über das bisher im Eigentum der Gesellschaft befindliche Betriebsgrundstück - und Gebäude in Hattersheim abgeschlossen. Der Eigentumsübergang auf die Käuferin wird noch vor dem 31. Dezember 2023 erwartet. Der Verkaufspreis beträgt T€ 8.436. Gleichzeitig hat die Gesellschaft mit der Käuferin einen Mietvertrag über diese Liegenschaften sowie eine Absichtserklärung über die Anmietung einer neu zu errichtenden Halle einschließlich Büroräume abgeschlossen. Die Gesellschaft beabsichtigt, nach Errichtung der neuen Büroräume und der Halle, den Betrieb nur in diesen sowie in der bereits bestehenden Halle 10 fortzuführen und so die Effizienz der Betriebsabläufe durch einen verbesserten Materialfluss, erhöhte Automatisierung und kürzere Wege erheblich zu steigern. 49. Im Geschäftsjahr 2023 wurden zwei der unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen aufgeführten Leasingverträge der Gesellschaft beendet. Zum einen der Leasingvertag vom 20. März 2008 für das Produktions- und Verwaltungsgebäude mit der Alimones Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz, bei der die Gesellschaft ihr Ankaufsrecht nach Beendigung der 15 Jahre Vertragslaufzeit genutzt hat. Zum Zweiten wurde auch der Leasingvertrag vom 9. April 2008 für die Betriebsvorrichtung nach Ablauf der 15 Jahre Vertragslaufzeit beendet. 50. Darüber hinaus sind keine weiteren Ereignisse nach dem Bilanzstichtag mit einer besonderen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft eingetreten. Ergebnisverwendung 51. Der Geschäftsführer der Gesellschaft schlägt der Gesellschafterin vor, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von € -3.102.204 mit dem Verlustvortrag von € -11.021.317 auf neue Rechnung vorzutragen.
Hattersheim, 23. November 2023 Harald Biederbick, Geschäftsführer Christof Vollstedt, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2022
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022A. Grundlagen des UnternehmensDie Precision Dispensing Solutions Europe GmbH ("PDSE") fertigt und vertreibt am Hauptstandort Hattersheim Aerosolventile und Sprühköpfe für die Aerosolindustrie. Bei den Absatzmärkten liegt der Fokus auf Europa. Die Kernkompetenzen der Gesellschaft liegen im Bereich Kunststoff-Spritzguss, Hochgeschwindigkeitsmontage und Werkzeugfertigung. PDSE ist ein Teil der Precision Gruppe und gehört zu Precision Valve Corporation ("PVC"), Greenville (USA). B. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und BrancheDer Wachstumstrend des realen Bruttoinlandsproduktes (BIP) im Jahr 2022 wurde für ganz Europa und speziell für Deutschland durch den Krieg in der Ukraine, steigende Energiepreise und Rekordinflation beinflusst. Sowohl im Euroraum als auch im EU-27 wuchs das BIP im Vergleich zum Vorjahr um nur 3,4 %; die Wachstumsrate in Deutschland lag im gleichen Zeitraum sogar bei nur 1,8% 1 PDSE agiert in der Aerosolindustrie. Die Hauptanwendungsbereiche für Aerosole sind Körper- und Haushaltspflegeprodukte. Diese beiden Bereiche machen in Europa etwa 76 %, und in Deutschland etwa 65 %, vom gesamten Produktionsvolumen aus. Die europäische Gesamtproduktion von Aerosolprodukten ist im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um 1,5 % auf 5,3 Milliarden Stück gestiegen. 2 Bedingt durch den Krieg in der Ukraine und die damit zusammenhängenden steigenden Energiepreise sowie Inflation, sind im Jahr 2022 die Einkaufpreise gegenüber dem Vorjahr erneut gestiegen. So erhöhten sich die Einstandspreise bei Polyamid (PA), Polypropylen (PP) und sonstigen zugekauften Komponenten. Damit lag im Jahr 2022 der Beschaffungsaufwand erneut über dem Vorjahresniveau. C. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft1. Leistungsindikatoren Relevante Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse, der Jahresüberschuss bzw. Jahresfehlbetrag sowie das Eigenkapital.
1 Eurostat, Wachstumsrate des realen BIP -
Volumen (tec00115), Stand: 3.08.2023
2. Forschung und Entwicklung Die Aktivitäten der Forschungs- und Entwicklungsabteilung am Standort Hattersheim konzentrierten sich in erster Linie auf die Entwicklung neuer Produktlinien. So wurden im Jahr 2022 zwei neue Sprühköpfe vorgestellt auf der Basis der neuen Technologie STORM®, einer eigenen Entwicklung von PRECISION. Diese wurden von der Precision Gruppe zum Patent angemeldet. Diese Produktlinien, Smart 35 und Stylish 52, gehen im Jahr 2023 in Hattersheim in die Massenproduktion und bieten den Kunden Einsparungen durch reduziertes Gewicht und geringeren Aufwand ohne den Montageprozess für Düsen, bei weiterhin vorhandener Sprühkraft. Neben der Arbeit an neuen Produkten, arbeitete die Forschungs- und Entwicklungsabteilung an den Verbesserungen des bestehenden Produktportfolios sowie an kundenspezifischen Projekten. Die Kosten für Forschung und Entwicklung haben in dem Jahr 2022 EUR 0,6 Mio. erreicht. Davon wurden EUR 0,1 Mio. als selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte in der Bilanz aktiviert und in der Gewinn- und Verlustrechnung als andere aktivierte Eigenleistungen ausgewiesen. Die aktivierten Kosten sind für Entwicklungsprojekte zu neuen Produkten angefallen. 3. Anpassung der Vorjahreszahlen in der Gewinn- und Verlustrechnung In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 die Umsatzerlöse um EUR 1,5 Mio. erhöhend auf EUR 62,4 Mio. und korrespondierend die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhend um EUR 1,5 Mio. auf EUR 9,3 Mio. angepasst. Die Anpassung der Vorjahreszahlen resultiert aus dem nun dargestellten Bruttoausweis von konzerninternen Belastungen. Zudem erfolgte eine entsprechende Anpassung der Vorjahreszahlen in den folgenden Angaben zu der Kommentierung der Ertragslage der Gesellschaft. 4. Geschäftsverlauf Für 2022 erwartete die Geschäftsführung Umsatzerlöse in Höhe von EUR 70,5 Mio., einen Nettoverlust in Höhe von etwa EUR -2,2 Mio. und einen Rückgang des Eigenkapitals entsprechend dem Nettoverlust. Die realisierten Umsatzerlöse im Jahr 2022 von EUR 63,3 Mio. lagen zwar über dem Vorjahr (EUR 62,4 Mio.), jedoch unter den Erwartungen. Diese konnten teilweise durch Engpässe bei Lieferungen von bestimmten Komponenten und Force Majeure bei verschiedenen Lieferanten nicht realisiert werden. Dementsprechend fiel der Nettoverlust mit EUR -3,1 Mio. höher als erwartet aus. Um der Eigenkapitelreduzierung entgegenzuwirken, hat die Muttergesellschaft von PDSE, die Precision Valve Corporation, einen Forderungserlass von EUR 3,8 Mio. gewährt, der sich eigenkapitalerhöhend ausgewirkt hat. 5. Ertragslage Der Umsatz von PDSE hat sich im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um 1,4 % auf EUR 63,3 Mio. (2021: EUR 62,4 Mio.) leicht erhöht. Dieser geringe Umsatzanstieg betraf sowohl externe Verkäufe und als auch Verkäufe an verbundene Unternehmen und war in erster Linie durch Preisindexierung bedingt. Der Anteil des Inlandsumsatzes am Gesamtumsatz lag mit EUR 19,1 Mio. (Vorjahr: EUR 17,8 Mio.) bei etwa 30 % (Vorjahr: 29 %). Weitere EUR 27,4 Mio. (Vorjahr: EUR 28,3 Mio.) wurden an fremde Dritte im Ausland exportiert und sind damit sowohl anteilsmäßig als auch in absoluten Werten im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Der Anteil des Umsatzes mit verbundenen Unternehmen ist mit EUR 16,7 Mio. und 26 % (Vorjahr: EUR 16,3 Mio. und 26 %) auf Vorjahresniveau. Die Zusammensetzung der Umsatzanteile war damit insgesamt stabil. Die Bestandsveränderung von EUR 0,5 Mio. war durch den Produktionsplan für das Jahresende verursacht. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von EUR 0,6 Mio. auf EUR 1,2 Mio. gestiegen und setzen sich im Wesentlichen aus Wechselkurserträgen (EUR 0,7 Mio.) und einer Zuschreibung auf Finanzanlagen in Höhe von EUR 0,5 Mio. (Vorjahr: EUR 0,3 Mio.) zusammen. Die Fertigungsmengen sind am Standort Hattersheim gegenüber dem letzten Geschäftsjahr um -9,8 % gesunken. Diese Minderung war teilweise durch Reduktion des Volumens aber auch durch die Verlagerung eines Teiles des Montageanlagen zur Schwestergesellschaft nach Frankreich verursacht. Das Ziel der Verlagerung war die Komplexität im Werk zu reduzieren und entsprechend die Effizienz zu steigern. Der Materialaufwand hat sich im Geschäftsjahr 2022 durch den Anstieg von Rohmaterialpreisen sowie einen durch Inflation und Energiepreise verursachten Anstieg von Preisen der angekauften Komponenten von EUR 40,7 Mio. auf EUR 42,2 Mio. erhöht. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand geteilt durch die Umsatzerlöse) ist mit 66,6 % (Vorjahr: 65,2 %) auch entsprechend gestiegen. Der Personalaufwand ist von EUR 14,2 Mio. auf EUR 14,1 Mio. gesunken. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand geteilt durch die Umsatzerlöse) war damit in Relation zum Umsatz mit 22,2% gegenüber der Vorjahresquote geringer (Vorjahr: 22,8 %). Dies ist zum Teil mit der Verlagerung von einem Teil des Montagebereichs zur Schwestergesellschaft nach Frankreich zu erklären. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 18,5 % auf EUR 11,1 Mio. (Vorjahr: EUR 9,3 Mio.) gestiegen. Grund für den Anstieg sind Aufwendungen für Wechselkursverluste, die um EUR 0,5 Mio. gestiegen sind, Restrukturierungsmaßnahmen, welche im Vergleich zum Vorjahr von EUR 0,7 Mio. auf EUR 1,1 Mio. gestiegen sind, und Aufwendungen für Reparaturen, die um EUR 0,4 Mio. gestiegen sind. Im Geschäftsjahr 2022 gab es EUR 0,3 Mio. Erträge aus Beteiligungen (Vorjahr: keine Erträge). Nach Abzug der Zinsen und ähnlichen Aufwendungen von EUR 0,2 Mio. (Vorjahr: EUR 0,2 Mio.) sowie der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von EUR 0,2 Mio. (Vorjahr EUR 0,2 Mio.) ergibt sich für das Jahr 2022 ein Jahresfehlbetrag von EUR 3,1 Mio. (Vorjahr: Jahresfehlbetrag EUR 2,5 Mio.). 6. Vermögenslage und Kapitalstruktur Die Bilanzsumme betrug zum Stichtag EUR 23,6 Mio., und war damit höher als im Vorjahr (EUR 21,5 Mio.). Insgesamt haben sich die langfristigen Vermögensgegenstände um EUR 0,5 Mio. auf EUR 10,8 Mio. erhöht. Der Hauptgrund hierfür ist eine Zuschreibung bei den Finanzanlagen (EUR 0,5 Mio.). Die Investitionen in Sachanlagen (EUR 0,9 Mio.) und die planmäßigen Abschreibungen (EUR 0,8 Mio.) gleichen sich annähernd aus. Das Vorratsvermögen ist von EUR 6,4 Mio. auf EUR 7,0 Mio. gestiegen, da der Produktionsplan für das Jahresende vorsah, Lieferungen gleich nach Jahresanfang leisten zu können. Die Veränderung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zum Stichtag von EUR 4,1 Mio. auf EUR 5,4 Mio. ist hauptsächlich auf gestiegene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR 0,4 Mio.), Forderungen gegen verbundene Unternehmen (EUR 0,4 Mio.) und sonstige Vermögensgegenstände (EUR 0,6 Mio.) zurückzuführen. Der Kassenbestand bzw. das Guthaben bei Kreditinstituten ist von EUR 0,7 Mio. auf EUR 0,3 Mio. gesunken, was rein stichtagsbedingt ist. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 28,6 % (Vorjahr: 28,3 %). Dieser Anstieg ist durch den Forderungserlassvertrag mit PVC verursacht, der zu einer Erhöhung der Kapitalrücklage um EUR 3,8 Mio. führte. Gegenläufig wirkte der im Geschäftsjahr erzielte Jahresfehlbetrag. Die Rückstellungen sind mit EUR 3,3 Mio. vergleichbar mit dem Vorjahr (Vorjahr: EUR 3,3 Mio.). Die Verbindlichkeiten sind in Summe von EUR 12,0 Mio. auf EUR 13,4 Mio. gestiegen. Dahinter steht vor allem ein Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von EUR 0,7 Mio. aus Materialeinkäufen innerhalb des Konzernverbundes sowie Management Fees gegenüber der Muttergesellschaft, der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von EUR 0,4 Mio. und der sonstigen Verbindlichkeiten von EUR 0,3 Mio. 7. Finanzlage Die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds für das Geschäftsjahr beläuft sich auf minus EUR 0,4 Mio. Die Investitionen waren aus dem operativen Kapitalfluss finanziert. Im aktuellen Geschäftsjahr wurde wie geplant ein Jahresfehlbetrag erwirtschaftet. Auch für das kommende Geschäftsjahr wird bedingt durch die laufenden Projekte noch mit einem Verlust gerechnet. Um nachhaltig in die Gewinnzone zurückzukehren, wird der Fokus auf die neuen Produkte mit innovativer Technologie gelegt, die im Jahr 2023 anlaufen. Darüber hinaus werden Investitionen zur Optimierung der bestehenden Anlagen getätigt, die Produktionskapazitäten für kritische Produkte erweitert sowie weiter an Effizienzsteigerungen gearbeitet. Für die Zeit der Implementierung wird weitere Unterstützung von der Muttergesellschaft notwendig, damit die Gesellschaft weiterhin in der Lage bleibt, ihren finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachzukommen. In diesem Zusammenhang hat die PVC mit Datum vom 8. November 2023 eine Patronatserklärung abgegeben, wonach sich PVC verpflichtet hat, die PDSE finanziell so auszustatten, dass diese ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. Diese Patronatsverpflichtung endet am 31. Dezember 2024 und ist in ihrer Höhe auf EUR 9,5 Mio. begrenzt. 8. Gesamtwürdigung Die Erwartungen des Managements an die Entwicklung der Umsatzerlöse, des Jahresergebnisses und des Eigenkapitals wurden im Jahr 2022 nicht vollständig erfüllt, trotz der positiven Einflüsse von Projekten, die im Jahr 2022 und in Vorjahren realisiert wurden. Dabei haben die Auswirkung von externen Faktoren, wie der Krieg an der Ukraine, damit verbundene Engpässe in Lieferketten, Sanktionen gegen Russland, und Force Majeure bei verschiedenen Lieferanten die Entwicklung beeinflusst. D. Risikomanagement sowie Chancen und RisikenRisikomanagement Die Gesellschaft ist zusammen mit ihren Tochtergesellschaften operativ und finanziell in die Konzernstruktur und in das Risikomanagement des Konzerns mit Soll-Ist-Vergleichen eingebunden. Das Risikomanagementsystem wird ständig weiterentwickelt und hat sich über die Zeit bewährt. Chancen und Risiken Die Chancen und Risiken bilden mögliche positive oder negative Abweichungen von der dargestellten Prognose ab. In der aktuellen wirtschaftlichen Lage sind Risiken aus Einflüssen der geopolitischen Entwicklung, spezifischer Kundenrisiken, konjunkturellen Nachfrage, Risiken aus Lieferverpflichtungen und der Veränderung des Beschaffungsmarkt, sowie Qualitätsrisiken zu beachten. Es besteht ein Liquiditätsrisiko im Zusammenhang mit den Verlusten aus dem operativen Geschäft sowie den hohen Kosten, die mit den Investitionsprojekten verbunden sind. Die Muttergesellschaft (PVC) hat PDSE daraufhin bereits im Jahr 2022 durch Forderungserlass unterstützt. Weiterhin hat die PDSE eine Patronatserklärung von der PVC erhalten. Diese Patronatserklärung ist in ihrer Höhe auf EUR 9,5 Mio. begrenzt und hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024. Die Abhängigkeit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit von dieser finanziellen Unterstützung, die durch die Patronin (zukünftig) erst noch tatsächlich zu gewähren ist, stellt ein bestandsgefährdendes Risiko dar. Spezifische Kundenrisiken bestehen dort, wo sich die negative wirtschaftliche Entwicklung einzelner Vertragspartner auch auf Umsatz und Ergebnis der PDSE auswirken. Dieses kann u.a. durch die politischen Risiken verursacht werden, wie z.B. seit 2022 der Krieg in der Ukraine und damit verbundene Sanktionen gegen Russland. Weiterhin könnte PDSE dadurch Verluste erleiden, dass sich die Bonität einzelner Kunden verschlechtert und es zu Zahlungsverzögerungen oder -ausfällen kommt. Zur Absicherung betreibt das Unternehmen ein Debitorenmanagement und nutzt direkt oder indirekt die Möglichkeit der Versicherung eines Teils der Forderungen. Demensprechend wird das Risiko als gering eingeschätzt (Vorjahr: gering). Risiken aus Einflüssen der konjunkturellen Nachfrage beziehen sich vor allem auf das Konsumverhalten, da ein Großteil der Kunden im Bereich der Konsumgüterindustrie tätig ist. Im Allgemeinen begrenzt das Unternehmen hier das Risiko, indem die hohe Innovationskraft dieser Kunden mit Hilfe des in Hattersheim angesiedelten Design- und Entwicklungszentrums unterstützt werden kann. Das Risiko wird hier als sehr gering eingestuft (Vorjahr sehr gering). Um ihre Lieferverpflichtungen erfüllen zu können, ist Precision Dispensing Solutions Europe GmbH darüber hinaus auf Material und Dienstleistungen zahlreicher anderer Unternehmen im Beschaffungsmarkt angewiesen. Hier nutzt der Einkauf verschiedene Methoden, um Risiken zu beobachten, zu begrenzen und auf anstehende Probleme schnell zu reagieren; z.B. durch das Sourcing von mehreren Lieferanten. Insgesamt wird das hieraus resultierende Risiko durch den Beschaffungsmarkt als gering eingeschätzt (Vorjahr gering). Ein weiteres Risiko ist mit den Energiepreisen verbunden. Diese stiegen im Jahr 2022 und 2023 bedingt durch die Energiekrise und den Krieg in der Ukraine signifikant. Der installierte Indexierungsprozess der Kundenpreise hilft PDSE diese Kosten weiter zu belasten. Das Unternehmen geht zudem davon aus, dass sich die Energiepreise wieder ermäßigen werden. Das Risiko wird entsprechend als gering kategorisiert (Vorjahr: gering). PDSE unterhält ferner ein Qualitätsmanagementsystem, um Qualitätsrisiken in der eigenen Fertigung zu verringern. Dieses wird ständig weiterentwickelt und in regelmäßigen Abständen von unabhängigen Auditoren überprüft. Die Gesellschaft verfügt über ein ISO 9001 Zertifikat, das im Jahr 2022 rezertifiziert wurde und bis zum 29. Juni 2026 gilt. Für etwaige Haftungs- und Schadensfälle hat PDSE dazu Versicherungen abgeschlossen, um verbleibende Risiken für das Unternehmen zu begrenzen. Die Anstrengungen bei der weiteren Optimierung interner Abläufe werden jedoch unvermindert fortgesetzt und weitere Prozessverbesserungen und Investitionen sind in der Umsetzung. Das Qualitätsrisiko wird als sehr gering bewertet (Vorjahr sehr gering). Auf die Berichterstattung in Bezug auf die Risiken der Verwendung von Finanzinstrumenten wird verzichtet, da die PDSE keine Finanzinstrumente zum Handel oder für Sicherungsbeziehungen nutzt. Der im Jahr 2023 begonnene Produktionsstart des Stylish 52 Kopfes, der auf der neuen STORM® Technologie basiert, bietet eine Möglichkeit von zusätzlichem Umsatz über den Rahmen des Budgets und daher zugleich eine Chance für die Gesellschaft. Darüber hinaus sieht die Geschäftsführung durch die Einbeziehung der Gesellschaft in die Precision Gruppe weitere Chancen, auch verbunden mit der Möglichkeit, notwendige Anpassungen unter Zugriff auf die internen Ressourcen der Gruppe umzusetzen. Zusammenfassung der Risikolage Die identifizierten Risiken für den weiteren Geschäftsverlauf ohne das Liquiditätsrisiko werden insgesamt als gering eingestuft. Das Liquiditätsrisiko ist durch eine harte Patronatserklärung limitiert. E. PrognoseberichtDie Erwartungen für die Jahre 2023 und 2024 sind sehr gedämpft: Für 2023 wird von der OECD mit 0,3 % kaum Wachstum des realen Bruttoinlandsproduktes in Deutschland gegenüber dem Vorjahr erwartet; für 2024 von 1,7 %. 3 Für den Euroraum liegen diese Erwartungen zwar etwas höher, sind aber mit 0,8 % für 2023 und 1,5 % für 2024 ebenfalls vorsichtig. Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet die Geschäftsführung einen Anstieg der Umsatzerlöse auf EUR 67,4 Mio., im Wesentlichen durch Materialpreisindexierung getrieben, jedoch auch durch den Start der Produktion der neuen Produktlinien. Als Folge der Optimierung der Produktionsprozesse erwartet die Gesellschaft eine weitere Senkung des Personalaufwands. Da jedoch die Optimierungsprozesse noch nicht vollständig abgeschlossen sind, erwartet die Gesellschaft für 2023 immer noch ein negatives Nettoergebnis in Höhe von EUR -2,8 Mio., was auch einen entsprechenden Rückgang im Eigenkapital zur Folge haben wird. Um die Investitionen/Optimierungsvorhaben zu finanzieren, hat die Muttergesellschaft eine Patronatserklärung abgegeben, wonach sich PVC verpflichtet hat, die Precision Dispensing Solutions Europe GmbH finanziell so auszustatten, dass diese ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. Diese Patronatsverpflichtung wurde im November 2023 neu vergeben, ist in der Höhe auf EUR 9,5 Mio. begrenzt und hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024. Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft hängt somit von der finanziellen Unterstützung durch PVC ab. In dem Geschäftsjahr 2024 wird ein weiteres Wachstum des Gesamtvolumens erwartet, bedingt durch Erweiterung der Produktionskapazität und Expansion der neuen Produktlinien. Die Gesellschaft und Geschäftsführung gehen jedoch davon aus, dass die Verbesserungsmaßnahmen, die im aktuellen Jahr und Vorjahr implementiert wurden, bereits getätigte und geplante Investitionen zur Optimierung der bestehenden Produktlinien sowie die Einführung der neuen Produktlinien eine solide Basis für eine positive Entwicklung der Ergebnisse in den folgenden Jahren bieten wird. Hinsichtlich des Nachtragsberichtes verweisen wir auf unseren Anhang.
3 OECD Economic Outlook, June 2023
https://www.oecd.org/economic-outlook/june-2023/
F. ZweigniederlassungenDie PDSE besitzt eine Zweigniederlassung am Standort Vermezzo, Italien. Hierbei handelt es sich um eine selbstständige Niederlassung deren Hauptaufgabe in der Kundenbetreuung und im Vertrieb von Produkten in Italien und Südeuropa besteht. Der Gesamtumsatz verteilt sich zwischen dem Standort Hattersheim und dem Standort Vermezzo, Italien, mit EUR 55,7 Mio. / 88 %, respektiv EUR 7,5 Mio. / 12 %, und hat damit die ungefähr gleiche Verteilung wie im Vorjahr (EUR 54,6 Mio., respektiv EUR 7,8 Mio.). Die Vermögens- und Kapitalstruktur wird im Wesentlichen vom Standort Hattersheim mit rund 90 % (Vorjahr 90 %) dominiert. Der italienischen Zweigniederlassung kommt hier eine nachrangige Bedeutung zu.
Hattersheim, den 23. November 2023 Harald Biederbick, Geschäftsführer Christof Vollstedt, Geschäftsführer |
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