PRECISE Recruitment GmbH

Rangstraße 9, 36037 Fulda, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Fulda HRB 6583
Vorher
JOBAG Business Service GmbH
Eingetragen
18.11.2014
Branche
Vermittlung von ArbeitskräftenSonstige Überlassung von ArbeitskräftenBefristete Überlassung von Arbeitskräften
Gegenstand
Personaldienstleistungen aller Art sowie Personalberatung und Projektmanagement.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Elsner
seit 26.11.2024
Geschäftsführer
Susanne Diel
seit 16.8.2023
Prokura
Jessica Famula
seit 17.2.2022
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

JOBAG Personaldienstleistungen AG

Fulda

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzern-Lagebericht 2021

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell der JOBAG Personaldienstleistungen AG (JOB AG)

Gegenstand des Unternehmens sind Personaldienstleistungen aller Art sowie Personalberatung und Projektmanagement.

Zu den Geschäftsfeldern der Gesellschaft gehören neben der Arbeitnehmerüberlassung im engeren Sinne (Zeitarbeit) auch die Personaldienstleistungsinstrumente Personalvermittlung, Master Vendor Management, Rahmenvertragsmanagement, Business Process Outsourcing (BPO) sowie Freelancer Contracting.

Zu den Kunden des Konzerns JOB AG zählen zahlreiche namhafte Unternehmen verschiedener Branchen im regionalen und überregionalen Raum Deutschlands. Die Gesellschaft betreibt bundesweit ihre operative Geschäftstätigkeit in gemieteten Geschäftsräumen mit der Service-Zentrale in Fulda.

Neben 281 Mitarbeitern (Vorjahr 332 Mitarbeiter) in den Geschäftsstellen und der Service-Zentrale wurden bei den Kunden in der Jahresspitze 2021, nach Köpfen, knapp 3.918 (Vorjahr 4.198) und im Jahresdurchschnitt 3.657 (Vorjahr: 3.842) Zeitarbeitnehmer eingesetzt. Das Stundenvolumen ist um rund 1,9 Prozent zum Vorjahr gestiegen, was an dem Rückgang der Nutzung des Instruments der Kurzarbeit liegt. Die Kurzarbeitergeld-Stunden sind in den gezahlten Stunden nicht enthalten.

Wesentliche Teile der operativen Geschäftstätigkeit erfolgen in gesellschaftsrechtlich eigenständigen Tochtergesellschaften. Die JOBAG Personaldienstleistungen AG ist überwiegend als operative und strategische Management-Holding tätig. Sie führt aber auch weiterhin eigene Umsätze mit bestimmten Kunden aus. Diese Umsätze resultieren im Wesentlichen aus der Zusammenarbeit mit Co-Lieferanten an bundesweit ansässige Kunden, die keiner einzelnen Niederlassung zugeordnet werden können. Die Organisationsstruktur umfasst neun Tochterunternehmen:

JOBAG Industrial Service GmbH

JOBAG Business Service GmbH

JOBAG Technology Service GmbH

JOBAG Medicare Service GmbH

Bräse & Hagedorn GmbH

JOBAG Logistik Inhouse Service GmbH

JOBAG source one GmbH

JOBAG Consult GmbH

JOBAG Infraserve GmbH (vormals: JOBAG Projekt GmbH)

Mit folgenden Gesellschaften bestehen zum 31. Dezember 2021 Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge:

JOBAG Industrial Service GmbH

JOBAG Business Service GmbH

JOBAG Technology Service GmbH

JOBAG Medicare Service GmbH

JOBAG Logistik Inhouse Service GmbH

JOBAG Infraserve GmbH

Bräse & Hagedorn GmbH*

* Der Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zwischen der JOBAG Personaldienstleistungen AG und der Bräse & Hagedorn GmbH wurde zum 31. Dezember 2021 aufgehoben.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 2021 - Entwicklung Bruttoinlandsprodukt

Wie bereits im vergangenen Jahr, war auch der Beginn des Jahres 2021 von der Corona-Pandemie geprägt - jedoch zeigt sich im Konjunkturverlauf des Jahres 2021 ein klar zweigeteiltes Bild. Während die ersten beiden Quartale des Jahres stagnierten oder sich rückläufig abzeichneten, stellte sich im weiteren Verlauf des Jahres Besserung im Hinblick auf pandemiebedingte Beeinträchtigung der deutschen Wirtschaft ein. Die Steigerung der Wirtschaftsleistung, zeichnete sich ab der Jahreshälfte durch einen Anstieg des deutschen Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2021 um insgesamt 2,7 Prozent ab. Unter Berücksichtigung des BIP-Rückgangs um 4,6 Prozent im Vorjahr, ist damit trotzdem noch nicht wieder das Niveau von 2019 erreicht.

Ab der zweiten Jahreshälfte 2021 traten verstärkt Lieferengpässe auf, die im Wesentlichen das verarbeitende Gewerbe beeinträchtigten. Trotzdem ist das verarbeitende Gewerbe mit einer Bruttowertschöpfung von 4,4 Prozent deutlich stärker gewachsen als die deutsche Wirtschaft im Durchschnitt. Überdurchschnittlich stark im Hinblick auf das Wachstum waren Unternehmensdienstleister wie Rechts- und Steuerberater, Ingenieurbüros oder Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, deren Sektor um 5,4 Prozent gewachsen ist. Im Baugewerbe hingegen war die Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Jahr 2020 um 0,4 Prozent rückläufig.

Der Warenhandel steht als klarer Gewinner des Jahres 2021 da. Die Branche konnte einen starken Anstieg um preisbereinigte 9,4 Prozent im Exporthandel und 8,6 Prozent im Importhandel verzeichnen. Damit lag der deutsche Außenhandel am Ende des Jahres 2021 nur noch knapp unter dem Niveau des Jahres 2019. Einzig im Vereinigten Königreich sind die Exportzahlen erneut um 2,5 Prozent gesunken (-15,3 Prozent in 2020), was deutlich auf den Brexit zurückzuführen ist.

Im zweiten Quartal konnte die deutsche Wirtschaft ein Plus von 3,5 Prozent und im dritten Quartal nochmals um 3,7 Prozent verbuchen. Trotz der wirtschaftlichen Einschränkungen durch Materialengpässe und Corona-Maßnahmen gab es auch im vierten Quartal ein erneutes Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent. Das Ergebnis der drei starken Quartale war ein Bruttoinlandsprodukt, welches nur noch 2 Prozent niedriger war als das, aus dem Jahr 2019 vor Beginn der Corona-Pandemie.

Der konjunkturelle Verlauf im Jahr 2021 zeigt erneut, wie bereits im Jahr zuvor, ein zweigeteiltes Bild. Zum Jahresbeginn war der Verlauf noch stark durch die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Maßnahmen beeinflusst und ab der zweiten Jahreshälfte zeichnete sich ein deutlicher Aufwärtstrend trotz neuer negativer Einflüsse auf die deutsche Wirtschaft ab.

Letztendlich ist das erneute Wachstum des Bruttoinlandsprodukts aber nicht nur auf eine sich erholende Wirtschaft zurückzuführen. Auch wenn die deutsche Wirtschaft weiterhin eine enorme Widerstandsfähigkeit aufwies, ist der erneute Aufschwung sicherlich auch auf weiterhin andauernde und umfangreiche Maßnahmenpakete der Bundesregierung zur Stützung der Wirtschaft und zur Stabilisierung der Einkommen zurückzuführen. Unterstützungsmaßnahmen, wie das Instrument der Kurzarbeit, wurden deutlich weniger in Anspruch genommen als noch im Jahr zuvor.

Auch der Arbeitsmarkt hat im Jahr 2021 erneut seine Widerstandsfähigkeit unter Beweis gestellt. Das beweisen sinkende Arbeitslosenzahlen bei gleichzeitig geringerer Inanspruchnahme von Kurzarbeit und der steigenden Zahl von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.

Abbildung 1: Entwicklung Bruttoinlandsprodukt in Deutschland (preisbereinigt)

Weltwirtschaftliche Entwicklung geprägt durch Engpässe und logistische Herausforderungen

Die Erholung der Weltwirtschaft vom coronabedingten Einbruch ist inzwischen stockend und ungleichmäßig. Die Weltproduktion stieg im Verlauf des Jahres 2021 zwar weiter deutlich, doch war die Dynamik insgesamt nur noch moderat. Die auf der Basis von Kaufkraftparitäten berechnete Weltproduktion stieg insgesamt im dritten Quartal sogar recht kräftig, weil sich die wirtschaftliche Aktivität in Indien von den Auswirkungen eines massiven Lockdowns erholte, der im Frühjahr angesichts einer dramatischen Covid-19-Welle verhängt worden war. In der übrigen Welt schwächte sich die Konjunktur hingegen nach der Jahresmitte spürbar ab. Die Schwäche im verarbeitenden Gewerbe ist natürlich nicht nachfragebedingt, sondern wohl wesentlich auf zunehmende Lieferengpässe zurückzuführen. Hierzu beigetragen haben Kapazitätsprobleme im Logistiksystem, insbesondere im Seeverkehr. Sie äußern sich nicht nur in drastisch gestiegenen Frachtraten, sondern auch darin, dass seit Beginn des Jahres der Anteil der Fracht, die sich auf Schiffen befindet, die nicht in Fahrt sind, stark gestiegen ist. Vielfach sind die Produktionskapazitäten aber schlicht nicht in der Lage, den hohen Bedarf zu befriedigen. So leidet insbesondere die Automobilindustrie zunehmend unter Lieferengpässen etwa bei Halbleitern, deren Hersteller derzeit nicht in der Lage sind, alle Bestellungen in den üblichen Fristen zu liefern. Weltweit ist die Autoproduktion in diesem Jahr bis zum Herbst um rund 30 Prozent gesunken, mit zum Teil erheblichen Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Produktion.

Industrie und Dienstleistungen leicht erholt!

Im Vergleich zum vorangegangenen Krisenjahr 2020, in dem die Produktion im Zuge der Corona-Pandemie teilweise massiv eingeschränkt worden war, hat sich die Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 in fast allen Wirtschaftsbereichen erhöht.

Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg im verarbeitenden Gewerbe deutlich um 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die meisten Dienstleistungsbereiche verzeichneten gegenüber 2020 merkliche Zuwächse. Lediglich im Baugewerbe, in dem die Corona-Pandemie im Jahr 2020 keine sichtbaren Spuren hinterlassen hatte, ging die Wirtschaftsleistung 2021 gegenüber 2020 leicht zurück.

Trotz der Zuwächse im Jahr 2021 hat die Wirtschaftsleistung in den meisten Wirtschaftsbereichen noch nicht wieder das Vorkrisenniveau erreicht. So lag die Wirtschaftsleistung im verarbeitenden Gewerbe 2021 noch 6,0 Prozent unter dem Niveau von 2019.

Material- und Transportknappheit behindern Produktion

Eine Ursache der verhaltenen Entwicklung im verarbeitenden Gewerbe ist die Knappheit von Inputfaktoren, also Rohstoffen und Vorprodukten. Diese sind, zum Teil auch wegen knapper Transportkapazitäten, nicht ausreichend in der Produktion verfügbar oder haben sich stark verteuert. Fast 75 Prozent aller Industrieunternehmen waren von Produktionsbehinderungen durch Knappheit bei Rohstoffen und Vormaterialien betroffen. Mit 88 Prozent aller Unternehmen sind die Hersteller von Bekleidung und die Automobilindustrie besonders von der Materialknappheit betroffen. Diese Auswirkungen erklären, warum sich das verarbeitende Gewerbe nur leicht erholt hat und teilweise Schwierigkeiten hatte, das Vorkrisenniveau zu erreichen. Dies war auch der Auslöser für einen Rückgang der Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe um -1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr - das entspricht einem Rückgang von 85.500 Beschäftigten in diesem Gewerbe. Insgesamt war der Arbeitsmarkt in 2021 allerdings stabil.

Arbeitsmarkt in weiterhin schwierigem Umfeld robust

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2021 von 44,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,2 Prozent bzw. 82.000 mehr Erwerbstätige als im Vorjahr.

Allerdings arbeiteten viele Erwerbstätige nun in anderen Wirtschaftsbereichen oder anderen Beschäftigungsverhältnissen als zuvor. Beschäftigungsgewinne gab es im Bereich öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+2,2 Prozent), im Bereich Information und Kommunikation (+2,4 Prozent) sowie im Baugewerbe (+1,2 Prozent). Dagegen kam es im Handel, Verkehr und Gastgewerbe wie schon im Jahr zuvor zu Beschäftigungsverlusten (-1,8 Prozent). Die Zahl geringfügig Beschäftigter und Selbstständiger nahm 2021 weiter ab, während mehr Erwerbstätige sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren.

Zusätzlich zu den stabilen Zahlen der Erwerbstätigen kommt ein stark abnehmender Einsatz von Kurzarbeit. Während 2020 im Jahresdurchschnitt noch 2,94 Millionen Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld bezogen, waren es in 2021 nur noch 1,85 Millionen im Jahresdurchschnitt.

Abbildung 2: Entwicklung Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung von 2018 bis 2021

(Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft)

Abbildung 3: Entwicklung Arbeitsmarkt 2021 gegenüber 2020 (Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft)

ARBEITSLOSE (SGB II und III)
3.Q. 4.Q. Okt. Nov. Dez.
in Mio. (Ursprungszahlen) 2,545 2,341 2,377 2,317 2,330
gg. Vorjahr in 1.000 -360 -381 -383 -382 -378
gg. Vorperiode in 1.000* -175 -110 -40 -34 -23
Arbeitslosenquote 5,5 5,1 5,2 5,1 5,1
ERWERBSTÄTIGE (Inland)
2.Q. 3.Q. Sep. Okt. Nov.
in Mio. (Ursprungszahlen) 44,7 45,1 45,3 45,4 45,4
ggü. Vorjahr in 1.000 27 287 293 316 403
gg. Vorperiode in 1.000* 104 185 41 37 43
SOZIALVERSICHERUNGSPFLICHTIG BESCHÄFTIGTE
2.Q. 3.Q. Aug. Sep. Okt.
in Mio. (Ursprungszahlen) 33,7 34,0 34,0 34,3 34,4
gg. Vorjahr in 1.000 386 512 509 529 504
gg. Vorperiode in 1.000* 103 152 40 48 37

2. Branchenentwicklung

In den letzten fünf Jahren vor der Pandemie entwickelte sich der Umsatz der Branche der - Arbeitnehmerüberlassung rückläufig. Durchschnittlich sank er um 4,49 Prozent pro Jahr. Verursacht wurde diese negative Entwicklung durch verschiedene Gesetzesänderungen in den vergangenen Jahren. 2020 wurde die Branche von der Corona-Pandemie beeinträchtigt, was für den Zeitraum von Februar bis Juni 2020 einen starken Umsatzeinbruch und einen kurzfristigen Rückgang der Leiharbeitnehmer von 9 Prozent zur Folge hatte. Viele Branchenakteure verloren Aufträge, da die wirtschaftliche Aktivität in Deutschland abnahm.

Im Jahr 2021 kam es zu einer spürbaren Erholung der Branche. Durch die Lockerungen der Corona-Maßnahmen ab dem 2. Quartal 2021 war wieder ein deutlicher Aufschwung der Branche spürbar und die Zeitarbeit erreichte im Branchendurchschnitt mit -4,9 Prozent im Vergleich zu 2019 nahezu wieder Vorkrisenniveau.

In der Personalvermittlung wurde ein noch deutlicheres Umsatzwachstum erreicht. Sogar das in 2019 erzielte Vorkrisenniveau wurde in 2021 mit einem Plus von 27,3 Prozent deutlich überschritten. Die äußerst positive Entwicklung dürfte u. a. durch die wieder aufkommenden Fachkräfteengpässe in der Gesamtwirtschaft begründet sein. So waren nach Angaben des KfW-ifo-Fachkräftebarometers im Oktober 2021 43 Prozent der befragten Unternehmen von Fachkräfteengpässen betroffen - ein Rekordwert. Dies führte dazu, dass mehr Unternehmen die Expertise von Personalvermittlern für die Personalbeschaffung in Anspruch nahmen.

Nachfrage nach Fachkräften erreicht Rekordhoch

Die Problematik bei Zeitarbeitsunternehmen, die bereits in den Jahren zuvor präsent war, nämlich, dass ein sehr großes Angebot an Hilfskräften auf eine tendenziell hohe Nachfrage nach Fachkräften trifft, hat sich nochmals merklich verstärkt. Zu Beginn der Corona-Pandemie war die Nachfrage nach Fachkräften zwar kurzfristig eingebrochen, allerdings steigt die Nachfrage nach eben diesen Fachkräften seit Beginn 2021 so stark wie nie zuvor. Der Anteil an Unternehmen mit Fachkräftemangel erreicht nach KfW-ifo- Fachkräftebarometer im Oktober 2021 ein Rekordhoch von 43 Prozent. Gut qualifizierte Arbeitnehmer bewerben sich allerdings meist eigenständig auf Stellen als festangestellte Mitarbeiter. Sie interessieren sich allenfalls eher für Personalvermittlung. Das hat zur Folge, dass die Anzahl der Leiharbeitnehmer im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) im Vergleich zum Vorjahr um 7 Prozent und die der kaufmännischen Fachkräfte sogar um 8 Prozent zurückgegangen ist. Der tatsächliche Anteil von Leiharbeitnehmern mit akademischem Abschluss lag 2021 nur bei durchschnittlich 11 Prozent, wohingegen 32 Prozent aller Leiharbeitnehmer keine abgeschlossene Berufsausbildung haben.

Während am Arbeitsmarkt zwar eine sehr hohe Nachfrage nach hoch qualifizierten Arbeitskräften herrscht, gilt diese Erkenntnis nicht gleichermaßen für die Arbeitnehmerüberlassung, denn durch das geringe Angebot an Fachkräften am Markt, werden diese meist von den Unternehmen direkt eingestellt.

Abbildung 4: Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr (Quelle: Statistisches Bundesamt; BAP)

Abbildung 5: Entwicklung Zeitarbeitnehmer von 1980 bis Juni 2021 (Quelle: Bundesagentur für Arbeit)

3. Geschäftsverlauf

Unter Berücksichtigung des erschwerten Marktumfeldes durch Corona und der ungeplanten Produktionsunterbrechungen, verursacht durch Lieferkettenengpässe, wurde für das Jahr 2021 das Umsatz- und Ergebnisziel einem neuen Forecast unterworfen, der für 2021 einen Umsatz von EUR 125 Mio. bei einem Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -1,2 Mio. vorsah.

Bei Erstellung des Forecasts war noch nicht bekannt, dass die Umstellung der Verwaltungsberufsgenossenschaft auf Vorschusserhebung einen einmaligen Sondereffekt im Geschäftsjahr 2021 zur Folge hat. Dies bedeutet, dass Mitgliedsunternehmen im Geschäftsjahr 2021 keinen Aufwand für Beiträge zur VBG und damit keine Rückstellung bilanzieren. Hieraus resultiert eine positive Ergebniswirkung in Höhe von EUR 2,5 Mio.! Es fehlt die zum 31.12.2021 rechtlich oder wirtschaftlich verursachte Verpflichtung.

Dieses angepasste Ziel wurde mit einem Ist-Umsatz in Höhe von EUR 125,8 Mio. (Vorjahr: EUR 121,9 Mio.) und einem EBIT in Höhe von rund EUR 1,8 Mio. erreicht.

Die Zahl der durchschnittlich intern beschäftigten Mitarbeiter betrug (nach Köpfen) im abgelaufenen Geschäftsjahr 281 (Vorjahr 332), davon 41 Auszubildende (Vorjahr 44).

Die Zahl der Projekt- und Servicemitarbeiter lag bei durchschnittlich 3.626 (Vorjahr 3.842), ebenfalls nach Köpfen.

Die JOBAG Personaldienstleistungen AG erzielte 2021 im Konzern einen Umsatz von EUR 125,8 Mio. (Vorjahr: EUR 121,9 Mio.).

Damit belegt sie laut Lünendonk ® -Liste 2022 (für das Jahr 2021) den 24. Platz (Vorjahr Platz 20) und gehört weiterhin zu den 25 führenden Zeitarbeits- und Personaldienstleistungsunternehmen in Deutschland.

Die pandemiebedingten besonderen Herausforderungen im Jahr 2021 lagen hauptsächlich darin begründet, die JOBAG Personaldienstleistungen AG auf die unsicheren Wirtschaftsbedingungen anzupassen. Dabei wurde der Hauptfokus auf die Sicherstellung der Liquidität und Produktivität gesetzt.

Neben der von der Bundesregierung erlassenen Kurzarbeiterregelung, die sowohl für die internen Mitarbeiter als auch die Zeitarbeitnehmer in Anspruch genommen worden ist, konnten die bereits im Vorjahr eingeleiteten und umgesetzten Kostensenkungsmaßnahmen auch im Berichtsjahr auf niedrigem Niveau gehalten werden (Mietkosten, Kommunikation, IT, Marketing, Mobilität u. a.).

Der EBIT fiel 2021 mit rund EUR 1,8 Mio. bzw. die EBIT-Marge um 1,5 Prozent positiv aus. Im Vorjahreszeitraum lag der EBIT bei EUR -0,3 Mio., die EBIT-Marge betrug -0,3 Prozent.

Die JOBAG Industrial Service GmbH stellt weiterhin die größte Gesellschaft des Konzerns dar, mit einem Umsatz in Höhe von EUR 85,6 Mio. Die JOBAG Industrial Service GmbH ist primär im produzierenden Gewerbe und der Logistik tätig. Besonderer Fokus der Geschäftsführung liegt derzeit darauf, die Leistungserstellung effizienter zu gestalten, um im preissensiblen Geschäft weiterhin profitabel und wettbewerbsfähig wirtschaften zu können.

Die JOBAG Technology Service GmbH ist im Qualifikationsumfeld der Ingenieure und Techniker sowie der Fachkräfte und Akademiker aus der Informationstechnologie positioniert. Diese Gesellschaft ist im hochpreisigen Segment tätig und wird seitens des Arbeits- und Absatzmarktes als projektorientierter Qualitätsdienstleister wahrgenommen. Der Umsatz lag im Jahr 2021 bei EUR 2,7 Mio.

Die JOBAG Business Service GmbH ist im kaufmännischen Sektor tätig und versorgt die Wirtschaft primär mit Personalressourcen aus dem klassischen Bürobereich (Sekretärinnen, Sachbearbeiter etc.) sowie aus dem Finanz- und Rechnungswesen. Der Schwerpunkt innerhalb des Geschäftsfeldes Arbeitnehmerüberlassung liegt im qualifizierten Fachkräftebereich. In der Personalvermittlung werden neben Fachkräften auch Führungskräfte des mittleren Managements dauerhaft bei den Kunden platziert. Im Jahr 2021 wurde ein Umsatz von EUR 4,3 Mio. generiert.

Die JOBAG Medicare Service GmbH ist eine spezialisierte Vertriebsgesellschaft in den Bereichen Gesundheits- und Sozialwesen sowie Erziehung. Der Schwerpunkt der Arbeitnehmerüberlassung liegt bei Fachkräften für Kliniken und Krankenhäuser, qualifizierten Spezialisten in Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie Fachkräften in Kinderkrippen, Kindertagesstätten und im Hort. Neben dem Geschäft der Arbeitnehmerüberlassung hat sich dieser Bereich in der Personalvermittlung verdient gemacht. Der Umsatz belief sich im Jahr 2021 auf EUR 5,6 Mio.

Die JOBAG source one GmbH erbringt ihre Dienstleistung primär in Ergänzung zu den Vertriebsgesellschaften der Technology Service GmbH und der Business Service GmbH. Sie unterstützt Unternehmen bei der Besetzung hochspezialisierter Projektanforderungen in den Bereichen Engineering, IT und Finance. Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit ist die Vermittlung und Disposition von hochqualifizierten Freelancern. Die JOBAG source one GmbH hat ihren Firmensitz in Fulda, die operative Tätigkeit wird jedoch aus den Räumlichkeiten der Business-Niederlassung in Frankfurt am Main ausgeführt. Der Umsatz belief sich im Jahr 2021 auf EUR 2,1 Mio.

Die JOBAG Logistik Inhouse Service GmbH ist im Bereich der effizienten Leistungserstellung in der Logistik tätig. Die Service-Mitarbeiter sind zum 01.01.2020 in die JOB AG Industrial Service GmbH gewechselt. Die JOBAG Logistik Inhouse Service GmbH verzeichnete im Kalenderjahr 2021 keine operative Geschäftstätigkeit.

Die Bräse & Hagedorn GmbH wird als hundertprozentige Tochtergesellschaft der JOBAG Personaldienstleistungen AG geführt. Der Umsatz belief sich im Jahr 2021 auf rund EUR 25,6 Mio. Die Gesellschaft hat Standorte in Berlin und Leipzig.

Die JOBAG Personaldienstleistungen AG als Muttergesellschaft des Konzerns erzielte darüber hinaus einen eigenen Außenumsatz im Bereich der Personalvermittlung in Höhe von EUR 0,02 Mio.

Die JOBAG Consult GmbH bietet Beratungs- und Unterstützungsleistungen innerhalb und außerhalb des Konzerns an.

Die JOBAG Infraserve GmbH ist für die Erbringung von Dienstleistungen entlang der betriebswirtschaftlichen Funktionsbereiche Finanzen, Personal, Markt, Infrastruktur sowie Management und Führung verantwortlich und erzielt keine eigenen Außenumsätze.

Insgesamt sind der Vorstand, die Geschäftsführung und der Aufsichtsrat mit dem erreichten Jahresergebnis für 2021 ausgesprochen zufrieden. Vieles wurde bei der JOBAG Personaldienstleistungen AG in unterschiedlichen Bereichen bewegt, um für die mittelfristige Zukunft sehr gut aufgestellt zu sein.

Gesellschaft Anzahl Niederlassungen (zum 31.12.2021) Eröffnungen Schließungen
Industrial Service GmbH 38 3 Karlsruhe 2 Hanau
Chemnitz Halle
Hannover
Technology Service GmbH 2 0 2 Stuttgart
München
Business Service GmbH 6 0 0
Medicare Service GmbH 4 1 Kiel 1 München
source one GmbH 1 0 0
JOBAG Logistik Inhouse Service GmbH 0 0 0 0
Bräse & Hagedorn GmbH 3 1 Hamburg 0
JOBAG Personaldienstleistungen AG 1 0 0
Service-Zentrale 1 0 0
KONZERN 56 5 5

Auszeichnungen

TOP COMPANY

Die JOB AG ist eine "TOP COMPANY" - Diesen Titel haben uns Mitarbeiter, Bewerber und Auszubildende verliehen, indem sie uns auf dem Arbeitgeber-Bewertungsportal kununu hervorragende und überdurchschnittlich gute Bewertungen gegeben haben. Somit haben wir uns für das TOP-COMPANY-Arbeitgeber-Gütesiegel qualifiziert. Übrigens bekommen weniger als fünf Prozent der Unternehmen auf kununu dieses Siegel verliehen.

Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2015

Bereits seit 2004 unterziehen wir unser Qualitätsmanagement regelmäßig einer unabhängigen Überprüfung und sind nach der DIN EN ISO 9001 zertifiziert. Damit stellen wir unser hohes Qualitätsbewusstsein unter Beweis. Seit Mai 2016 sind wir mit unseren Vertriebsgesellschaften nach der neuen DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert.

4. Lage

4.1 Ertragslage

Die Umsatzerlöse im Konzern der JOBAG belaufen sich im Geschäftsjahr 2021 auf TEUR 125.781 (Vorjahr: TEUR 121.908). Dies bedeutet einen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.873.

Der Umsatzzuwachs beruht auf der Entwicklung der Marktgegebenheiten und den Auswirkungen der Rahmenbedingungen durch den Einsatz des Instrumentes der Kurzarbeit, die im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen ist. Die Umsatzerlöse aus der Arbeitnehmervermittlung sind um 86,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gewachsen.

Die Umsatzerlöse können, entsprechend den wesentlichen Produktfeldern, wie folgt gegliedert werden:

2021 2020
TEUR TEUR
Erlöse Arbeitnehmerüberlassungen 122.443 118.879
Erlöse Arbeitnehmervermittlung 1.445 769
Erlöse Interimsmanagement 2.063 2.299
Sonstige Erlöse 747 762
126.698 122.707
Erlösschmälerungen -917 -801
125.781 121.908

Wesentlicher Tätigkeitsbereich der Gesellschaft ist somit die Arbeitnehmerüberlassung, die sich aus dem Überlassen von Zeitarbeitnehmern und dem Einsatz von Mitarbeitern im Rahmen von Serviceverträgen zusammensetzt.

Der gesamte Personalaufwand ist im Geschäftsjahr 2021 auf TEUR 112.898 (Vorjahr: TEUR 110.720) gesunken. Die Personalaufwandsquote liegt bei 89,8 Prozent (Vorjahr: 90,8 Prozent). Der Zuwachs des Personalaufwandes konnte durch die Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld sowie der Anpassung des Personalbedarfs dem gesunkenen Umsatzvolumen angepasst werden.

Der Konzernjahresüberschuss der JOBAG des Jahres 2021 beläuft sich auf TEUR 1.548 (Vorjahr: TEUR -362).

4.2 Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft zeigt sich weiterhin stabil. Das Finanzmanagement ist unverändert darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten jeglicher Art stets innerhalb der Zahlungsfrist unter Ausnutzung von Skonti zu begleichen.

Das ausgesprochen effektive Forderungsmanagement der Gesellschaft konnte bereits in den Vorjahren erreichen, dass Forderungen innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele beglichen werden. Forderungsausfälle sind nahezu nicht zu verzeichnen.

Kapitalstruktur

Zum 31. Dezember 2021 hatte die JOBAG ein Konzern-Eigenkapital in Höhe von TEUR 6.092 (Vorjahr: TEUR 4.544). Die Rückstellungen und Verbindlichkeiten beliefen sich auf TEUR 15.832 (Vorjahr: TEUR 20.678).

Die Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 4.854 (Vorjahr: TEUR 6.479).

Es handelt sich im Wesentlichen um Rückstellungen für ausstehenden Urlaub, Jahresabschlusskosten sowie Beiträge an Sozialkassen. Die Steuerrückstellungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 242 (Vorjahr: TEUR 0).

Es bestanden zum Bilanzstichtag keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Vorjahr TEUR 0). Dem gegenüber stehen flüssige Mittel in Höhe von TEUR 4.491 (Vorjahr TEUR 8.124).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 516 (Vorjahr: TEUR 652). Sie beziehen sich auf den laufenden Geschäftsbetrieb.

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus laufenden Lohn- und Gehaltsverbindlichkeiten sowie aus Umsatzsteuer- und Lohnsteuerverbindlichkeiten, die Anfang 2022 fast vollständig ausgeglichen sind.

Investitionen

Im Berichtszeitraum wurden Investitionen in Höhe von TEUR 25 getätigt, denen Abschreibungen in Höhe von TEUR 210 (Vorjahr: TEUR 250) gegenüberstehen.

Liquidität

Wie sich aus der im Folgenden wiedergegebenen Konzern-Kapitalflussrechnung 2021 entnehmen lässt, waren die JOBAG Personaldienstleistungen AG und ihre Tochtergesellschaften auch im Geschäftsjahr 2021 stets in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Auch im Berichtsjahr gab es keinerlei Verpflichtung, die Kreditlinie in Anspruch zu nehmen.

Umfangreiche vorzeitige Rückzahlungsverpflichtungen aufgrund von Garantien, Leasing-, Options- und anderen Finanzierungsverträgen bestehen nicht. Die Kreditlinien der Kreditinstitute stehen weiterhin in unveränderter Höhe zur Verfügung. Aufgrund eines straffen Kosten- und Liquiditätsmanagements mussten in keinem Zeitpunkt zusätzliche Bankkredite in Anspruch genommen werden.

2021 2020
TEUR TEUR
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -3.559 9.915
= Cashflow aus Investitionstätigkeiten -22 -85
= Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten -52 -66
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes -3.633 9.764
+ Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 8.124 -1.640
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 4.491 8.124

Der Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 4.491 setzt sich zusammen aus dem positiven Bestand der liquiden Mittel (TEUR 4.491).

5. Vermögenslage

Das Gesamtvermögen des JOB AG Konzerns beläuft sich zum 31. Dezember 2021 auf TEUR 21.924 (Vorjahr: TEUR 25.226) und hat sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag um TEUR 3.302 verringert. Die Minderung resultiert im Wesentlichen aus der Abnahme der liquiden Mittel.

Das Anlagevermögen des JOB AG Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 303 (Vorjahr: TEUR 488) und entspricht 1,4 Prozent (Vorjahr: 1,9 Prozent) des Gesamtvermögens.

Das mittel- und kurzfristig gebundene Vermögen (Umlaufvermögen) beläuft sich zum 31. Dezember 2021 auf TEUR 21.430 (Vorjahr: TEUR 24.655). Dies bedeutet eine Abnahme im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 3.225.

Die Kundenforderungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 748 gestiegen und betragen zum Bilanzstichtag TEUR 16.605 (Vorjahr: TEUR 15.857), dies entspricht 75,7 Prozent (Vorjahr: 62,9 Prozent) des Gesamtvermögens.

Das gesamte buchmäßige Eigenkapital des JOB AG Konzerns beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 6.092 (Vorjahr: TEUR 4.544), dies bedeutet eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.548. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 27,8 Prozent (Vorjahr 18,0 Prozent).

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 2.900. Es ist eingeteilt in TEUR 2.700 Stammaktien und TEUR 200 stimmrechtslose Vorzugsaktien.

Die Steuerrückstellungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 242 (Vorjahr TEUR 0).

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 4.612 (Vorjahr: TEUR 6.478) wurden für alle Verbindlichkeiten, die hinsichtlich ihrer Höhe oder des Zeitpunkts ungewiss sind, in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Sie beinhalten im Wesentlichen Urlaubsansprüche sowie Tantiemen, Prämien und den Schwerbehindertenausgleich für das Jahr 2021.

6. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

6.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung eine Vielzahl an verschiedenen Kennzahlen heran. Unter anderem verwenden wir für unser Controlling die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter, Umsatzrendite und den Cash Flow. Es wird eine mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung bis auf Niederlassungsebene eingesetzt. Die Umsatzrendite wird über den EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, der Cashflow aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Veränderung der Rückstellungen berechnet.

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren können wie folgt dargestellt werden:

Umsatz pro internem Mitarbeiter: 693 TEUR (Vorjahr: 697 TEUR) (Jahresumsatz/MA intern (FTE))
Eigenkapitalrendite: 25,40 % (Vorjahr: -7,97 %) (Jahresüberschuss/Eigenkapital x 100)
Gesamtkapitalrendite: 7,06 % (Vorjahr: -1,44 %) (Jahresüberschuss/Gesamtkapital x 100)
Umsatzrendite: 1,23 % (Vorjahr: -0,30 %) (Jahresüberschuss/Umsatzerlöse x 100)

Cashflow:

Lfd. Geschäftstätigkeit: Der Cashflow der JOB AG aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im Jahr 2020 TEUR -3.559 (Vorjahr: TEUR 9.915).
Investitionen: Im Geschäftsjahr 2021 wurden Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 85) vorgenommen.
Finanzierungstätigkeit: Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt im Jahr 2021
TEUR -52 (Vorjahr: TEUR -66).
EBIT: TEUR 1.839 (Vorjahr: TEUR -320)
EBT: TEUR 1.791 (Vorjahr: TEUR -362)

6.2 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Der JOB AG Konzern orientiert sich an einer hohen Kundenzufriedenheit. Zielsetzung ist neben dem Ausbau des Kundenstamms vor allem der Erhalt vorhandener Kunden und die Vertiefung entsprechender Geschäftsbeziehungen. Die Schulung der Mitarbeiter zielt hierauf ab. Das Ziel der Kundenzufriedenheit wird durch die konsequente Anwendung eines umfassenden internen Qualitätsmanagementhandbuchs (QMH) durch unsere Mitarbeiter angestrebt.

Die Mitarbeiterzufriedenheit wird durch erhebliche Schulungsinvestitionen erhalten und erhöht. Servicemitarbeiter und Zeitarbeitnehmer, aber auch die internen Mitarbeiter werden umfassend auf ihre Tätigkeit geschult, wobei bei den internen Mitarbeitern auch die aktuellen Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen der Zeitarbeit im Vordergrund stehen.

III. Prognosebericht

Trotz einer Erholung der deutschen Wirtschaft ist im kommenden Jahr weiterhin mit einer erhöhten Unsicherheit der Unternehmen zu rechnen.

Als Nachwirkung der coronabedingten Rezession dürften viele Kunden der Branche bei der Ausweitung ihrer Produktion vorerst auf temporäre Arbeitskräfte setzen, um bei einem erneuten Produktionsrückgang schnell mit einem Stellenabbau reagieren zu können. Produzierende Unternehmen greifen gern auf Zeitarbeitnehmer zurück, um Auftragsspitzen abzufangen oder bei kurzfristigen Marktentwicklungen flexibel reagieren zu können.

Der Vorteil dieser Zeitarbeitnehmer liegt darin, dass Unternehmen sich hier nicht nur einen langwierigen Einstellungsprozess ersparen, sondern auch die Beendigung des Arbeitsverhältnisses einfacher und schneller regeln können.

Die Stabilisierung der Gesamtwirtschaft bleibt weiterhin fraglich. Bedingt durch Lieferengpässe, die branchenübergreifend zu ungeplanten Produktionsunterbrechungen führen und die aktuellen globalen Ereignisse, allen voran den Ukraine-Krieg, fällt das Wirtschaftswachstum 2022 wohl deutend geringer aus als erwartet. Insbesondere eine weitere Verschärfung des Konfliktes sowie eine Ausweitung der Sanktionen können die deutsche Wirtschaft deutlich stärker belasten.

Die Zahlung von Kurzarbeitergeld für Zeitarbeitnehmer durch die Bundesagentur für Arbeit endet zum 30.06.2022, eine mögliche Verlängerung des Kurzarbeitergelds ist zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts noch nicht absehbar. Sollten im zweiten Halbjahr 2022 massive Produktionsunterbrechungen, bedingt durch die Coronapandemie oder den Ukrainekrieg, bei den Entleihern eintreten, hätten diese einen existenzgefährdenden Einfluss auf den Fortbestand des Unternehmens oder von Unternehmensteilen.

Die Erhöhung des Mindestlohns soll zum 1.Oktober 2022 auf 12,00 EUR pro Stunde erfolgen. Diese Erhöhung kann dazu führen, dass in einigen Entleiher-Betrieben der betriebswirtschaftliche Nutzen bezüglich Einsatz von Zeitarbeitnehmern nicht mehr gegeben ist. Die Gefahr besteht, dass eingesetzte Zeitarbeitnehmer der tariflichen Entgeltgruppen I und II übernommen oder abgemeldet werden.

Unter Berücksichtigung aller gegebenen Einflussfaktoren kann man auch bei der JOBAG Personaldienstleistungen AG nicht von einem starken Wachstum 2022 ausgehen und hält ein Ergebnis nahe des Break-even für realistisch.

IV. Risiko- und Chancenbericht

1. Risikobericht

1.1. Risikomanagementsystem

Das Unternehmen betreibt zur Sicherung der Überlebensfähigkeit ein Risikomanagementsystem. Dieses ist so aufgebaut, das definierte Einzelrisiken beobachtet oder gemessen werden und mit ihren Auswirkungen auf das Unternehmen analysiert und bewertet werden. Präventivmaßnahmen sollen die möglichen negativen Auswirkungen von vorhandenen Risiken idealerweise vermeiden, Reaktivmaßnahmen sollen die negativen Auswirkungen von vorhandenen Risiken mildern. Regelmäßige Kontrollen prüfen die Wirksamkeit der eingeleiteten Maßnahmen.

Das Risikomanagementsystem gliedert sich auf in folgende Teilrisiken:

allgemeine externe Risiken

leistungswirtschaftliche Risiken

finanzwirtschaftliche Risiken

interne Risiken

1.2. Allgemeine externe Risiken

Unter den allgemeinen Risiken verstehen wir sowohl innovative Technologien, Naturgewalten als auch Änderungen in den politischen Rahmenbedingungen.

In diesen Zusammenhang fällt die Corona-Pandemie, die nun schon seit 2020 Einfluss auf die weltweiten Volkswirtschaften hat. Anders als im Jahr 2020 haben aber die Volkswirtschaften und die Unternehmen mittlerweile ihre Prozesse anpassen können, sodass die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie mit dem verstärkten kurzfristigen Ausfall von Arbeitskräften kompensierbar sind. Hierzu helfen auch weiterhin die Instrumente der Bundesregierung, allen voran die Regelungen zur Kurzarbeit.

Die arbeitsteilige internationale Zusammenarbeit hat eine positive Wirkung sowohl auf den Wohlstand einzelner Länder als auch auf die Ergebnissituation von Unternehmen, ist aber anfällig bei Störungen innerhalb von Lieferketten (zum Beispiel bei der Halbleiterherstellung in der Chipindustrie). Dieses Thema begleitet die Wirtschaft seit Beginn der Corona-Pandemie und wird verstärkt durch Einmaleffekte (wie zum Beispiel die Havarie eines Containerschiffes im Suezkanal) oder der im Februar 2022 begonnene Ukraine-Krieg. Folge der gestörten Lieferketten sind ungeplante Produktionsunterbrechungen, die die Produktionskosten erhöhen und die Leistungserstellung reduzieren. Für die Personaldienstleister ist hier ein hoher Grad an Dispositionstätigkeit notwendig, was aber durch die allgemein schon schnelle Dienstleistungsbereitschaft im Geschäftsmodell gegeben ist.

Im Rahmen der technischen Entwicklung gilt weiterhin die Erhöhung des Digitalisierungsgrades als Zielgröße, um die internen Prozesse optimal aufeinander abzustimmen und so an Prozessgeschwindigkeit zu gewinnen. Der Einsatz der IT bringt neben den positiven Effekten durch Erhöhung von Produktivität und Leistung aber auch die Notwendigkeit zu Datenschutz und Datensicherheit mit sich. Im Falle eines IT-Systemausfalls gilt es, trotzdem handlungsfähig zu sein, um die Leistungserstellung nicht zu gefährden.

Ransomware, Pishing und DDoS-Attacken stellen die größten Gefahren bei Cyber-Attacken dar. Hierbei geht es vor allem sowohl um den Schutz sensibler personenbezogener Daten als auch Kundendaten, die Angriffsziele von Hackern bedeuten. Die Folgen sind mögliche Lösegeldforderungen sowie Imageschäden. Ein Ausfall der technischen Infrastruktur kann zu Ertrags- und Liquiditätsausfällen in unternehmensbedrohendem Ausmaß führen.

Das Unternehmen hat seine IT-Landschaft als Hosting in einer professionellen Infrastruktur outgesourced. Diese Geschäftspartner stellen sicher, dass mögliche Cyberangriffe erkannt und durch eine schnelle Reaktionszeit Schäden minimiert werden. Diverse Schulungen sensibilisieren die Mitarbeiter auf die zuvor beschriebenen Gefahren.

Bei den politischen Rahmenbedingungen ist festzustellen, dass auch die im Jahr 2021 neu gewählte Bundesregierung am Instrument der Arbeitnehmerüberlassung keine gravierenden Änderungen im Programm hat. Der gesetzlich festgelegte Mindestlohn von 12 Euro, der im Jahr 2022 schrittweise erreicht werden soll, wird den volatilen Personaldienstleistungsmarkt vor keine großen Herausforderungen stellen.

1.3. Leistungswirtschaftliche Risiken

Unter die leistungswirtschaftlichen Risiken fallen Themenkomplexe wie Beschaffung (Rekrutierung) und Einsatz der Service-Mitarbeiter bei bonitätsstarken Kunden.

Bei der Rekrutierung von neuen Service-Mitarbeitern ist es wichtig, diese über die richtigen Kanäle überzeugend anzusprechen. Dazu bedient sich das Unternehmen diverser Jobbörsen und veröffentlicht professionell gestaltete Stellenanzeigen, in denen unsere Attraktivitätsfaktoren wirksam dargestellt werden. Durch unser Kandidatenversprechen bauen wir einen attraktiven Erstkontakt mit dem Kandidaten auf, der im weiteren Prozess bis zur Einstellung führen soll.

Unsere Service-Mitarbeiter profitieren von exklusiven Vorteilen wie den Bausteinen "Sicherheit", "Weiterbildung" und "Mobilität".

Für das Unternehmen ist es wichtig, einen zukunftsorientierten Zuschnitt ihres Mitarbeiterpools zu entwickeln. Aufgrund der Automatisierung und der zunehmenden Komplexität der zu verrichtenden Arbeiten benötigen Betriebe vermehrt Fachkräfte und weniger Hilfskräfte.

Durch ein breites Angebot an solchen Arbeitskräften können sich die Anbieter des Wirtschaftszweigs nicht nur besser von Konkurrenten abheben, sondern auch ihre Gewinne steigern. Vorerst dürfte jedoch 2022 die Nachfrage nach Hilfsarbeitern wieder zunehmen, da viele Unternehmen ihren Mitarbeiterstamm zunächst nicht weiter ausbauen dürften. Solange nicht sicher ist, ob eine erneute Ausweitung der Produktion nachhaltiger Natur sein wird, setzen viele Unternehmen voraussichtlich auf Zeitarbeitnehmer.

Jedoch ist damit zu rechnen, dass dieser Trend ab 2023 wieder etwas abflauen wird, da den Unternehmen in Deutschland durch die Abstandsregeln während der Coronavirus-Pandemie auch das große Potenzial einer Automatisierung zunehmend bewusst wurde.

Intensive Investitionen in den Ausbau der Prozessautomatisierung sind bereits geplant und dürften nach der Implementierung vernetzter Lösungen dazu führen, dass die Nachfrage nach Hilfskräften erneut zurückgeht. Dies ist für die meisten Zeitpersonalunternehmen insofern problematisch, als in vielen Mitarbeiterpools ein großer Anteil der Arbeitskräfte nur über eine geringe oder keine Ausbildung verfügt. Ein Nachlassen der Nachfrage in diesem Bereich dürfte die Umsätze der Verleihbetriebe deutlich reduzieren.

Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, versuchen die Zeitpersonalunternehmen zunehmend, stärker auf die Überlassung spezialisierter Arbeitskräfte zu setzen.

Viele Industrieunternehmen und Dienstleister stehen vor dem Problem, dass sie für Auftragsspitzen qualifiziertes Personal benötigen, jedoch solche Arbeitskräfte zeitnah am Arbeitsmarkt nicht in ausreichender Menge zur Verfügung stehen und nur wenige gewillt sind, kurzfristige Beschäftigungsverhältnisse einzugehen.

Zeitpersonalunternehmen nutzen hier ihre Chance und bieten den Arbeitskräften ein langfristiges, stabiles Beschäftigungsverhältnis und zugleich den Entleihunternehmen kurzfristig verfügbares Personal.

Im Prozess der Kundengewinnung zentrieren wir unsere Aktivitäten auf bonitätsstarke Unternehmen, die im Geschäftsfeld "Arbeitnehmerüberlassung" Service-Mitarbeiter mit verfügbaren Qualifikationsanforderungen auf dem Bewerbermarkt suchen. Als vertrauenaufbauende Maßnahme dient hier "DAS-VIER-STUNDEN-VERSPRECHEN", womit wir uns mit schneller Reaktionszeit und hoher Problemlösung dem Kunden gegenüber verpflichten.

1.4. Finanzwirtschaftliche Risiken

Das Unternehmen subsumiert bei den finanzwirtschaftlichen Risiken die Themenkomplexe Preisgestaltung, Kundenbonität, Gewinnerfordernis und Liquidität.

Dabei bedient sich das Unternehmen unter anderen mit Planzahlen auf Jahres- und Mehrjahresbasis, um über Plan-Ist-Abweichungen die jeweilige Zielerreichung messen zu können. Ergänzt wird dieses System durch Forecasts, die eine Aktualisierung des erwarteten Jahresergebnisses unter Berücksichtigung neuer Rand- und Rahmenbedingungen als Ziel hat.

Die mehrstufige Deckungskalkulation gibt den Verantwortlichen im Unternehmen eine sichere Entscheidungsgrundlage zur Preisfindung. Dort werden transparent die Beschaffungskosten (Löhne für die Service-Mitarbeiter) den Verrechnungspreisen für die Kunden gegenübergestellt, um die Margen pro Auftrag bewerten zu können. Dabei gilt es, nicht nur den auftragsbezogenen Umsatz im Blick zu haben, sondern auch ein durch das Management festgelegtes Gewinnerfordernis, das mit Kunden erzielt werden soll, die ein niedriges Forderungsausfallrisiko haben.

Die Liquidität des Unternehmens unterliegt einem täglichen, monatlichen und jährlichen Monitoring mit Plan-Ist-Abweichungsanalyse, um mögliche Liquiditätsengpässe rechtzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

Um die Auswirkung von Forderungsausfällen zu minimieren, wurde neben den oben beschriebenen Maßnahmen noch eine Warenkreditversicherung abgeschlossen.

Die Finanzierung des Unternehmens erfolgt durch eigene Mittel ergänzt um eine Kontokorrentlinie.

1.5. Interne Risiken

Zu den internen Risiken zählt das Unternehmen Themenbereiche wie die implementierte Auf- und Ablauforganisation, das eingesetzte interne Personal, der Führungsstil, die Kommunikation und die Unternehmenskultur.

Eine effiziente Aufbauorganisation ist einer der wichtigsten Bausteine für nachhaltigen Erfolg. Daneben gilt es im Speziellen, die bestehenden Vertriebs- und Rekrutierungsprozesse immer wieder auf Wirksamkeit zu überprüfen und in der Qualität der Prozesse besser zu sein als der Wettbewerb. Das Management hat unter anderem die Aufgabe, die Einhaltung der definierten Prozesse sicherzustellen.

Das Unternehmen möchte durch eine einende und wertschätzende Unternehmenskultur eine übergreifende interne Ausrichtung auf "Effizienz" und "Leistungsbereitschaft" lenken. Sowohl die interne als auch externe Serviceorientierung ist auf Schnelligkeit und Partnerschaftlichkeit aufgebaut und fußt auf einen offenen, vertrauten Umgang der Mitarbeiter im gesamten Unternehmen.

Auf Kunden gerichtete Werte, wie "Professionalität" und "Zuverlässigkeit", sollen die zunehmende Bedeutung von Committment aufzeigen. Kurze Entscheidungswege sowohl bei einem stark mitarbeiter- als auch stark aufgabenorientierten Führungsstil, mit einheitlichen und transparenten Maßstäben, sind ein Baustein der Unternehmenskultur. Die Führungskräfte leben eine Vorbildfunktion und fördern ihr Team zum Erfolg.

Die Kommunikation im Unternehmen erfolgt hierarchieübergreifend, diskussionsoffen und transparent.

2. Chancenbericht

Laut der am 11.05.22 veröffentlichten Presseinformation von Lünendonk ist der Umsatz für Zeitarbeit im Jahr 2021 bei den 25 führenden Personaldienstleistern durchschnittlich um 20,9 Prozent zum Vorjahr gewachsen und für diese Gruppe kumuliert fast auf dem "Vorkrisenniveau" vom Jahr 2019. Das heißt, dass sich die Nachfrage am Markt nach Personaldienstleistungen wieder erholt hat.

Dabei gilt es, das Unternehmen so auszurichten, dass es auch in den Wachstumsbranchen vertreten ist.

Die Digitalisierung hat auch in der Branche der Zeitpersonalunternehmen längst Einzug gehalten. Zeitpersonalunternehmen nutzen neue Technologien und Medien, um nicht nur die Verwaltung zu vereinfachen, sondern auch zukünftige Trends zu erkennen.

Um dies zu ermöglichen, setzen Zeitpersonalunternehmen auf eine Ausweitung des Tätigkeitsfelds und die Kombination der Arbeitnehmerüberlassung mit diversen Online-Tools zur Jobsuche.

In den letzten Jahren ließ sich beobachten, dass etablierte Unternehmen begannen, Jobportale aufzukaufen. Die Motivation zu diesen Käufen liegt nicht nur in einer Verbreiterung der Umsatzbasis, sondern auch in der Hoffnung, mithilfe der erworbenen Online-Plattformen Zugriff auf zahlreiche Daten zu erhalten.

Diese Daten können dann genutzt werden, um Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt frühzeitig zu erkennen und die Strukturen des Mitarbeiterpools zeitnah an den Bedarf anzupassen. Damit solche Anpassungen tatsächlich möglich werden, benötigen die Zeitpersonalunternehmen eine moderne und effiziente Verwaltung.

Investitionen in Technologien und Anwendungen, die mithilfe von Datenanalysen die Effizienz der Branchentätigkeit steigern, zahlen sich jedoch aus, da sie den Arbeitsaufwand der Angestellten verringern und personelle Ressourcen im Bereich der Zeitarbeit optimal allokieren.

Dies bietet den Zeitpersonalunternehmen wiederum die Chance, ihre Profitabilität zu erhöhen.

3. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den in dem Unternehmen eingesetzten Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Ferner bestehen Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen sowie aus Bürgschaften.

Zu den Kunden des Unternehmens zählen namhafte Unternehmen verschiedener Branchen im regionalen und überregionalen Raum Deutschlands.

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten jeglicher Art stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen.

Das ausgesprochen effektive Forderungsmanagement des Unternehmens konnte bereits in den Vorjahren erreichen, dass Forderungen innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele beglichen werden. Forderungsausfälle sind nicht zu verzeichnen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind vertraglich gesichert. Eingeräumte Kreditlinien werden eingehalten.

Ziel des eingerichteten Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen etwaige finanzielle Risiken jeglicher Art. Unser diesbezügliches Management verfolgt eine konservative Risikopolitik. Es deuten aktuell keine Anhaltspunkte darauf hin, dass Effektivität und Wirksamkeit des Finanz- und Risikomanagements nicht gewährleistet sind.

4. Gesamtaussage

Vor dem Hintergrund der aktuell eingeleiteten Maßnahmen sowie der gegenwärtigen finanziellen Lage der JOBAG Personaldienstleistungen AG sehen wir uns für die Bewältigung der o.g. Herausforderungen (Risiken) sehr gut gerüstet.

Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht vorhanden.

V. Bericht über Zweiggeschäftsstellen

Die JOB AG Unternehmensgruppe betreibt bundesweit in gemieteten Geschäftsräumen zum 31.12.2021, mit der Hauptverwaltung in Fulda, zum Bilanzstichtag 56 Geschäftsstellen. Es handelt sich um rechtlich unselbstständige Geschäftsstellen.

 

Fulda, 30. März 2022

JOBAG Personaldienstleistungen AG

gez. Wigbert Biedenbach, Vorstandsvorsitzender

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

AKTIVA

Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 96.077,00 188.192,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.888,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 169.295,00 204.183,00 297.366,00
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 2.586,95 302.846,95 2.586,95
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.605.327,55 15.856.610,53
2. Sonstige Vermögensgegenstände 333.690,72 16.939.018,27 674.719,27
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.491.429,29 21.430.447,56 8.123.750,84
C. Rechnungsabgrenzungsposten 190.725,45 82.883,73
21.924.019,96 25.226.109,32

PASSIVA

Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.900.000,00 2.900.000,00
II. Kapitalrücklage 1.523.299,28 1.523.299,28
III. Konzern-Bilanzgewinn 1.600.302,51 93.644,98
IV. Nicht beherrschende Anteile 68.486,97 6.092.088,76 27.481,73
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 242.490,48 558,54
2. Sonstige Rückstellungen 4.611.749,77 4.854.240,25 6.478.396,58
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 516.466,01 652.388,71
2. Sonstige Verbindlichkeiten 10.461.224,94 10.977.690,95 13.546.793,65
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 3.545,85
21.924.019,96 25.226.109,32

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 125.781.484,53 121.908.154,88
2. Sonstige betriebliche Erträge 875.507,13 1.130.915,85
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -94.300.057,45 -83.895.378,80
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -18.598.267,94 -112.898.325,39 -26.824.154,56
- davon für Altersversorgung: EUR 15.524,33 (Vorjahr: EUR 21.547,63)
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -209.931,85 -249.722,33
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -11.709.288,07 -12.389.683,93
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.918,75 23.325,45
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -51.511,85 -65.810,58
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -243.216,48 391,10
9. Ergebnis nach Steuern 1.547.636,77 -361.962,92
10. Sonstige Steuern 26,00 -62,00
11. Konzern-Jahresüberschuss / -fehlbetrag 1.547.662,77 -362.024,92
12. Ergebnisanteil nicht beherrschende Anteile -41.005,24 -19.143,71
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 93.644,98 474.813,61
14. Gewinnausschüttung 0,00 0,00
15. Konzern-Bilanzgewinn 1.600.302,51 93.644,98

Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2021

Anschaffungskosten
01.01.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.934.308,17 0,00 0,00 1.934.308,17
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.602.608,54 0,00 0,00 2.602.608,54
4.536.916,71 0,00 0,00 4.536.916,71
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.012.610,81 25.125,85 39.341,35 1.998.395,31
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 2.586,95 0,00 0,00 2.586,95
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2.586,95 0,00 0,00 2.586,95
6.552.114,47 25.125,85 39.341,35 6.537.898,97
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.746.116,17 92.115,00 0,00 1.838.231,17
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.602.608,54 0,00 0,00 2.602.608,54
4.348.724,71 92.115,00 0,00 4.440.839,71
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.715.244,81 117.816,85 38.849,35 1.794.212,31
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
6.063.969,52 209.931,85 38.849,35 6.235.052,02
Buchwerte
31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 96.077,00 188.192,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
96.077,00 188.192,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 204.183,00 297.366,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 2.586,95 2.586,95
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
2.586,95 2.586,95
302.846,95 488.144,95

Konzernanhang 2021

1. Allgemeine Angaben zum Konzern

Die JOBAG Personaldienstleistungen AG (JOB AG) ist die Muttergesellschaft und bildet mit den Tochter- und Beteiligungsgesellschaften einen Konzern. Die JOB AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Fulda unter HRB 2099 eingetragen.

2. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Der vorliegende Konzernabschluss der JOBAG Personaldienstleistungen AG ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Gliederungsvorschriften nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie unter Beachtung der rechnungslegungsrelevanten Vorschriften des AktG erstellt worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) erstellt worden.

3. Angaben zum Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der JOBAG Personaldienstleistungen AG als Muttergesellschaft wurden folgende Gesellschaften im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen:

Anteile am Kapital
JOBAG Industrial Service GmbH, Fulda 100 %
JOBAG Technology Service GmbH, Fulda 100 %
JOBAG Business Service GmbH, Fulda 100 %
JOBAG Medicare Service GmbH, Fulda 100 %
Bräse & Hagedorn GmbH, Berlin 100 %
JOBAG Consult GmbH, Fulda 100 %
JOBAG Infraserve GmbH, Fulda 100 %
JOBAG Logistik Inhouse Service GmbH, Fulda 100 %
JOBAG source one GmbH, Fulda 51,0 %

4. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung wurde für die in den Konsolidierungskreis einzubeziehenden Unternehmen nach der Buchwertmethode auf den Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss vorgenommen, soweit die Unternehmen bereits vor dem 1. Januar 2010 zum Konzern der JOB AG gehörten.

Zwischenergebnisse, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften wurden eliminiert.

5. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Geschäftsjahre aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben den Bilanzstichtag 31. Dezember 2021. Die einzelnen Jahresabschlüsse wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellt.

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibungen ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt die Abschreibung linear. Die beweglichen Anlagegüter werden linear abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 wurden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 Abs. 2a EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben, solche mit Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 mit 20 % abgeschrieben.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem abgegrenzten Nominalwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

6. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

Eigenkapital

Das im Konzernabschluss ausgewiesene Eigenkapital und seine Veränderungen ergeben sich aus dem beigefügten Konzern-Eigenkapitalspiegel.

Rückstellungen

Die Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

Stand 01.01.2021 Verbrauch 2021 Auflösung 2021 Zuführung 2021 Stand 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
Steuerrückstellungen 558,54 558,54 0,00 242.490,48 242.490,48
Berufsgenossenschaft 2.308.647,70 2.308.647,70 0,00 564,07 564,07
Jahresabschlusskosten 140.000,00 112.111,89 27.888,11 136.000,00 136.000,00
Ausstehender Urlaub 2.261.810,00 2.261.810,00 0,00 1.650.954,67 1.650.954,67
Tantiemen und Prämien 300.830,00 300.830,00 0,00 577.930,54 577.930,54
Bonusabrechnungen 534.480,00 524.774,08 9.705,92 663.399,40 663.399,40
Schwerbehindertenausgleich 597.360,88 550.497,58 46.863,30 725.044,12 725.044,12
Prozesskosten 20.000,00 0,00 0,00 0,00 20.000,00
Archivierungskosten 82.400,00 0,00 63.800,00 142.321,84 160.921,84
Sonstige Rückstellungen 232.868,00 129.180,05 83.687,95 656.935,13 676.935,13
6.478.396,58 6.187.851,30 231.945,28 4.553.149,77 4.611.749,77
6.478.955,12 6.188.409,84 231.945,28 4.795.640,25 4.854.240,25

Verbindlichkeitenspiegel

Die Laufzeit und die Art der Besicherung der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Stand 31.12.2021 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Besicherung
Art der Verbindlichkeiten TEUR TEUR TEUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 517 517 0 0 keine
(Vorjahr) (652) (652) (0) (0)
2. Sonstige Verbindlichkeiten 10.461 10.461 0 0 keine
(Vorjahr) (13.547) (13.547) (0) (0)
Summe Verbindlichkeiten 10.978 10.978 0 0
(Vorjahr) (14.199) (14.199) (0) (0)

Für die Besicherung eingeräumter Kreditlinien bei Kreditinstituten bestehen Sicherungszessionen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

7. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Konzernergebnis

Das Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2021 setzt sich aus folgenden Jahresergebnissen der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften zusammen:

EUR
JOBAG Personaldienstleistungen AG 1.471.015,89
JOBAG Industrial Service GmbH 0,00
JOBAG Technology Service GmbH 0,00
JOBAG Business Service GmbH 0,00
JOBAG Medicare Service GmbH 0,00
Bräse & Hagedorn GmbH 0,00
JOBAG Consult GmbH -7.037,28
JOBAG Infraserve GmbH 0,00
JOBAG Logistik Inhouse Service GmbH 0,00
JOBAG source one GmbH 83.684,16
Konzernjahresüberschuss 1.547.662,77

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse, die im Inland erzielt werden, zeigen folgende Zusammensetzung:

2021 2020
EUR EUR
Erlöse Arbeitnehmerüberlassungen 122.442.949,77 118.879.075,43
Erlöse Arbeitnehmervermittlung 1.444.607,32 769.610,67
Erlöse Interimsmanagement 2.063.363,37 2.298.989,65
Sonstige Erlöse 747.292,72 761.899,61
126.698.213,18 122.709.575,36
Erlösschmälerungen -916.728,65 -801.420,48
125.781.484,53 121.908.154,88

Die vom Arbeitgeber zu tragenden Sozialversicherungsbeiträge, die den Konzerngesellschaften aufgrund der angemeldeten Kurzarbeit von der Agentur für Arbeit erstattet wurden, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung direkt dem Personalaufwand zugeordnet.

8. Sonstige Angaben

Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge sowie befreiender Konzernabschluss (§ 264 Abs. 3 HGB)

Die im Geschäftsjahr 2015 abgeschlossenen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge bestehen mit folgenden verbundenen Unternehmen unverändert weiter:

JOBAG Industrial Service GmbH

JOBAG Technology Service GmbH

JOBAG Business Service GmbH

JOBAG Medicare Service GmbH

Der Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Bräse & Hagedorn GmbH wurde mit Aufhebungsvertrag vom 21.12.2021 mit Wirkung zum Ablauf des 31.12.2021 beendet.

Des Weiteren wurden mit den verbundenen Unternehmen JOBAG Infraserve GmbH und JOBAG Logistik Inhouse Service GmbH im Jahr 2021 jeweils Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen. Diese Verträge bestehen weiterhin.

An diesen Gesellschaften ist die JOBAG Personaldienstleistungen AG jeweils als Alleingesellschafterin beteiligt. Sie hat durch Gesellschafterbeschlüsse gem. § 264 Abs. 3 HGB die Inanspruchnahme von Befreiungsmöglichkeiten bei den vorgenannten Gesellschaften für das Geschäftsjahr 2021 festgelegt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen zum 31. Dezember 2021 folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Höhe der Verpflichtung Jahresbetrag
EUR EUR
Mietverträge Immobilien 2.158.790,20 1.232.673,60
Mietverträge Mobilien 1.499.189,18 935.938,56
KFZ-Leasingverträge 663.084,70 626.898,60
4.321.064,08 2.795.510,76

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der JOBAG Personaldienstleistungen AG gehören im Berichtszeitraum an:

Herr Lic. oec. Thomas Reuter, Lutry/Schweiz, HR-Berater (Vorsitzender)

Herr Dr. Harald Hohmann, Rechtsanwalt und Notar, Künzell (stellv. Vorsitzender)

Herr Prof. Dr. Karsten Hadwich, Basel/Schweiz, Unternehmensberater und Professor für Dienstleistungsmarketing an der Universität Hohenheim

Im Jahr 2021 fanden vier reguläre Aufsichtsratssitzungen statt. Für die Aufsichtsratsmitglieder wurden in 2021 Vergütungen von insgesamt TEUR 60 (Vorjahr TEUR 71) als Aufwand gebucht.

Die Amtszeit der gewählten Aufsichtsratsmitglieder endet mit Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2021 beschließt.

Geschäftsführungsorgane

Den Geschäftsführungsorganen gehören im Berichtsjahr an:

Herr Dipl.-Ing. Wigbert Biedenbach (Vorstandsvorsitzender)

Herr Mario Trusgnach (Geschäftsführer Tochtergesellschaften)

Herr Robert Siegmann (Geschäftsführer Tochtergesellschaften)

Herr Peter Triepels (Geschäftsführer Tochtergesellschaft)

Herr Mario Albrecht (Geschäftsführer Tochtergesellschaft)

Frau Ines Heidinger (Geschäftsführerin Tochtergesellschaft)

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführerorgane (§ 285 Nr. 9 HGB) im Geschäftsjahr 2021 wird nach § 286 Abs. 4 HGB nicht vorgenommen.

Mitarbeiter

Im Jahr 2021 wurden durchschnittlich 281 (Vorjahr 332) interne Mitarbeiter beschäftigt, die sich wie folgt zusammensetzen:

Anzahl
Angestellte 239
Auszubildende 42
281

Ferner waren im Konzern im Jahr 2021 im Durchschnitt 3.667 (Vorjahr: 3.842) Servicemitarbeiter beschäftigt.

Haftungsverhältnisse

Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit der unter der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften (Avale) schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. Die unter der Bilanz der Gesellschaft ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften betragen zum Bilanzstichtag EUR 1.434.603,75 (Vorjahr: EUR 1.372.488,97).

Gesamthonorar Abschlussprüfer

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers nach § 319 Abs. 1 HGB beträgt TEUR 40. Das Honorar beinhaltet ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Bei den Vorgängen von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag haben wir die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie identifiziert. Es wird auf die Ausführungen im Lagebericht verwiesen.

 

Fulda, 6. April 2022

JOBAG Personaldienstleistungen AG

gez. Wigbert Biedenbach, Vorstandsvorsitzender

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die JOBAG Personaldienstleistungen AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der JOBAG Personaldienstleistungen AG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung sowie der Konzernsegmentberichterstattung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der JOBAG Personaldienstleistungen AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen/IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung/dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und der für die Überwachung Verantwortlichen für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Die für die Überwachung Verantwortlichen sind verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 15. Juni 2022

Main Auditors GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Christian Knittel, Wirtschaftsprüfer

Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021

Eigenkapital JOBAG Personaldienstleistungen AG
Gezeichnetes Kapital
Stammaktien Vorzugsaktien Summe
EUR EUR EUR
Stand am 31.12.2020 2.700.000,00 200.000,00 2.900.000,00
Ausschüttung
Einstellung in Gewinnvortrag
Konzernjahresfehlbetrag
Stand am 31.12.2021 2.700.000,00 200.000,00 2.900.000,00
Eigenkapital JOBAG Personaldienstleistungen AG
Kapitalrücklage Gewinnvortrag Konzernjahresüberschuss, der dem Mutterunternehmen zuzuordnen ist Summe
EUR EUR EUR EUR
Stand am 31.12.2020 1.523.299,28 474.813,61 -381.168,63 4.516.944,26
Ausschüttung 0,00
Einstellung in Gewinnvortrag -381.168,63 381.168,63 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 1.506.657,53 1.506.657,53
Stand am 31.12.2021 1.523.299,28 93.644,98 1.506.657,53 6.023.601,79
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Verluste / Gewinne Summe Summe
EUR EUR EUR EUR
Stand am 31.12.2020 -69.012,27 96.494,00 27.481,73 4.544.425,99
Ausschüttung 0,00 0,00
Einstellung in Gewinnvortrag 19.143,71 -19.143,71 0,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 41.005,24 41.005,24 1.547.662,77
Stand am 31.12.2021 -49.868,56 118.355,53 68.486,97 6.092.088,76

Konzern-Kapitalflussrechnung 2021

2021 2020
TEUR TEUR
Konzern-Jahresüberschuss / -fehlbetrag 1.548 -362
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 210 250
+/- Zunahme/Abnahme der kurzfristigen Rückstellungen -1.868 626
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 0 77
-/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen sowie anderer Aktiva -721 5.649
+/- Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0 0
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten sowie anderer Passiva -3.225 2.994
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 49 43
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 243 0
-/+ Ertragsteuerzahlungen 205 638
= Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit -3.559 9.915
- Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -25 -108
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0 0
+ erhaltene Zinsen 3 23
= Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -22 -85
- Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter (Gewinnausschüttung) 0 0
-/+ Entnahme/Einlage von Eigenkapital Fremdgesellschafter 0 0
- gezahlte Zinsen -52 -66
= Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -52 -66
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes -3.633 9.764
+ Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 8.124 -1.640
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 4.491 8.124

Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung vom 30. August 2022

über das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Vorschlags über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts für das Geschäftsjahr 2021

Der Aufsichtsrat der JOBAG Personaldienstleistungen AG (JOB AG) erstattet den nachfolgenden Bericht gemäß § 171 AktG an die Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2021.

Im Berichtsjahr 2021 hat der Aufsichtsrat der JOB AG alle Aufgaben wahrgenommen, die ihm nach Gesetz und Satzung obliegen. Er hat den Vorstand im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen beraten und bei der Leitung des Unternehmens überwacht und sich dabei von deren Recht- und Ordnungsmäßigkeit überzeugt. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über die für die Gesellschaft und den Konzern relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung sowie der Risikolage und Risikoentwicklung unterrichtet. Dies beinhaltete auch die Analyse und Informationen über Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung vom genehmigten Budget für das Geschäftsjahr 2021.

Es fanden vier ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrats im Beisein des Vorstands sowie zusätzlich eine außerordentliche Hauptversammlung am 14.12.2021 im Beisein des gesamten Aufsichtsrates statt. Darüber hinaus erfolgten Beschlussfassungen im schriftlichen Umlaufverfahren. Im Hinblick auf den satzungsgemäß nur aus drei Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat wurden keine gesonderten Aufsichtsrats-Ausschüsse gebildet.

Das vom Vorstand und vom rekrutierten Geschäftsführer vorgelegte Budget für das Geschäftsjahr 2022 wurde im Aufsichtsrat am 14. Dezember 2021 beraten und genehmigt. Das genehmigte Budget ging damals von einem Konzernumsatz von TEUR 135.365 und einem Konzern-EBIT von TEUR 1.037 aus.

Die Finanzierung der JOB AG und des Konzerns der JOB AG ist auch für das Geschäftsjahr 2022 gesichert. Es stehen weiterhin alle bewilligten Kreditlinien der Kreditinstitute zur Verfügung, die während des Geschäftsjahres 2021 nicht in Anspruch genommen wurden. Die Besicherung der eingeräumten Kreditlinien erfolgt unverändert durch Globalzession der Kundenforderungen, für die - wie in den Vorjahren - eine Kreditversicherung besteht.

Auch im Geschäftsjahr 2021 bestehen weiterhin unverändert die im Jahr 2015 abgeschlossenen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge mit den Tochtergesellschaften JOBAG Industrial Service GmbH, JOBAG Technology Service GmbH, JOBAG Business Service GmbH, JOBAG Medicare Service GmbH sowie Bräse & Hagedorn GmbH. Des Weiteren wurden im Jahr 2021 Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge mit der JOBAG Infraserve GmbH und der JOBAG Logistik Inhouse Service GmbH abgeschlossen. Diese Tochtergesellschaften haben im Rahmen der bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge für 2021 insgesamt TEUR 2.424 Gewinne an die JOB AG als Alleingesellschafterin abgeführt. Andererseits wurde der Verlust 2021 der JOBAG Infraserve GmbH, der JOBAG Logistik Inhouse Service GmbH und der Bräse & Hagedorn GmbH in Höhe von TEUR 318 aufgrund des Beherrschungs- und Ergebnisübernahmevertrages übernommen. Der Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Bräse & Hagedorn GmbH wurde mit Ablauf des Jahres 2021 aufgehoben.

Die JOB AG als Alleingesellschafterin der vorgenannten Gesellschaften hat wiederum die Inanspruchnahme sämtlicher in § 264 Abs. 3 HGB vorgesehenen Befreiungsvorschriften für das Geschäftsjahr 2021 und den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 durch Gesellschafterbeschlüsse vom 16. November 2021 in Anspruch genommen (befreiender Konzernabschluss).

Die Vermögens- und Finanzlage der JOB AG präsentiert sich wie folgt: Eigenkapitalquote gemäß Konzernabschluss der JOB AG zum 31. Dezember 2021 beträgt 27,8 % (Vorjahr: 18,0 %) und gemäß Einzelabschluss zum 31. Dezember 2020 55,6 % (Vorjahr: 47,7 %).

Im Konzern der JOB AG wurde im Geschäftsjahr 2021 ein Konzernumsatz von TEUR 125.782 (Vorjahr TEUR 121.908) erzielt. Der Konzern-Jahresüberschuss 2021 beträgt TEUR 1.548 (Vorjahr: Konzern-Jahresfehlbetrag TEUR -362).

Die JOB AG erzielte im Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz von TEUR 4.718 (Vorjahr: TEUR 12.542) und einen Jahresüberschuss von TEUR 1.471 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag TEUR -350).

Der von der letzten Hauptversammlung am 30. September 2021 gewählte Abschlussprüfer, die Main Auditors GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (vertreten durch ihren Geschäftsführer Herrn Wirtschaftsprüfer/Steuerberater Christian Knittel), hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021 geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Der Abschlussprüfer hat zugleich auch als gewählter Konzernabschlussprüfer den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 und den Konzern-Lagebericht 2021 der JOB AG geprüft und ebenfalls hierfür den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Der Aufsichtsrat - vertreten durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Thomas Reuter - hat mit dem Abschlussprüfer mehrere Zwischenbesprechungen und nach Abschluss der Prüfungshandlungen ein umfangreiches Abschlussgespräch zur Abschlussprüfung und zur Konzernabschlussprüfung der JOB AG einschließlich der Prüfung des Lageberichts sowie des Konzernlageberichts für das Geschäftsjahr 2021 geführt. Es wurde in allen Punkten Übereinstimmung erzielt und es haben sich keine Beanstandungen ergeben. Hierbei wurden insbesondere auch der Konzern-Lagebericht und der Lagebericht des Vorstands für das Geschäftsjahr 2021 erörtert. Die Entwicklungen des Arbeitsmarktes und insbesondere der Zeitarbeitsbranche sowie die Auswirkungen der Corona-Pandemie wurden in die Beurteilung der Lage und deren künftige Entwicklung einbezogen.

Pflichtgemäß hat auch der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 sowie den Lagebericht und den Konzern-Lagebericht des Vorstands für das Jahr 2021 geprüft. Es ergaben sich hierbei keine Beanstandungen. Im Rahmen seiner eigenen Prüfungstätigkeit hat der Aufsichtsrat - vertreten durch den Aufsichtsratsvorsitzenden - die einzelnen Prüfungsergebnisse und das abschließende Gesamtergebnis der Abschlussprüfung gemeinsam mit dem Vorstand erörtert. Es wurde in allen Punkten Einvernehmen erzielt.

Der Aufsichtsrat erklärt gem. § 171 Abs. 2 AktG, dass er nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss der JOB AG zum 31. Dezember 2021 erhebt und den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 billigt. Damit ist der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 der JOB AG gemäß § 172 AktG festgestellt.

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2021 in Höhe von EUR 3.947.345,95 auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Aufsichtsrat hat den Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Der Aufsichtsrat schlägt der Hauptversammlung der JOB AG vor, die Main Auditors GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (vertreten durch ihren Geschäftsführer Herrn Wirtschaftsprüfer/Steuerberater Christian Knittel) zum Abschlussprüfer und zum Konzernabschlussprüfer der JOBAG Personaldienstleistungen AG für das Geschäftsjahr 2022 zu wählen.

Der Aufsichtsrat dankt den Vorstandsmitgliedern, den Mitgliedern der erweiterten Geschäftsleitung sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der JOB AG für die im Geschäftsjahr 2021 geleistete erfolgreiche Arbeit und wünscht der JOB AG weiterhin viel Erfolg für das Geschäftsjahr 2022.

 

Fulda, 13. Juli 2022

Der Aufsichtsrat der JOBAG Personaldienstleistungen AG

gez. Thomas Reuter, Aufsichtsratsvorsitzender

gez. Dr. Harald Hohmann, Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

gez. Prof. Dr. Karsten Hadwich, Aufsichtsratsmitglied

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