HFS Hagener Feinblech Service GmbH

Im Lindental 10, 58135 Hagen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hagen HRB 2772
Eingetragen
23.6.1992
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
der Handel mit und die Bearbeitung von Metallen aller Art, insbesondere Stahl Produkten. Die Gesellschaft darf auch sonstige Geschäfte betreiben, sofern diese dem Gesellschaftszweck dienlich sind. Die Gesellschaft ist berechtigt, mit anderen Erzeugnissen Handel zu treiben. Sie ist ferner berechtigt, sich an gleichen oder ähnlichen Unternehmen zu beteiligen, solche Unternehmen zu erwerben oder neu zu gründen. Sie darf schließlich Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Frederick Küsters
seit 26.6.2023
Prokura
Alastair Taylor
seit 12.1.2021
Geschäftsführer
Daniel Stolte
seit 5.7.2017
Geschäftsführer
Prokura
Thomas Koshold
seit 1.3.2005
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Hagen
425.000 €
42.50%
Iserlohn
425.000 €
42.50%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HFS Hagener Feinblech Service GmbH

Hagen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Hagener Feinblech Service GmbH - gegründet 1992 in Hagen/Westfalen - ist ein Stahl Service Center das vornehmlich im Vollgeschäft und zusätzlich in den Geschäftsfeldern Handel-, Strecken- und Lohngeschäft tätig ist. Das Unternehmen verfügt über zwei Standorte in Hagen-Haspe und Hagen-Hohenlimburg. Der Standort Hohenlimburg wurde 2012 in Betrieb genommen. In Hohenlimburg wird ausschließlich Spaltband hergestellt, während am angestammten Standort Hagen - Haspe Feinblechtafeln und - zuschnitte produziert werden. HFS fertigt Bleche und Zuschnitte in einer Variationsbreite von 0,40 mm bis 4,00 mm Dicke und bis zu einer Länge von 9.000 mm. Spaltband wird im Dickenbereich von 0,40 mm - 8,00 mm produziert.

Die Absatzmärkte reichen von Skandinavien bis Süd - und Osteuropa, wobei der Binnenmarkt und die BENELUX - Länder nach wie vor die wichtigsten Absatzmärkte für HFS sind.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Situation auf dem Stahlmarkt gestaltete sich im Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres wie erwartet. Die Auswirkungen von Rohstoff - und Materialengpässen, die in ganz besonderem Maße durch die Produktionseinschränkungen der Covid19 - Maßnahmen bei einer gleichzeitig weltweiten stabil hohen Nachfrage nach Konsum- und Industriegütern verursacht wurden, haben das abgelaufene Wirtschaftsjahr nicht mehr beeinflusst. Eine allgemein sinkende Inlandsnachfrage und eine nach wie vor bestehende Ukraine-Krise haben die Preisentwicklung bei Stahl und anderen Rohstoffen beeinflusst. Der Absatzmarkt war im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz der problematischen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen stabil und konnte im Vergleich zum Vorjahr noch gesteigert werden. Die im Geschäftsjahr 20/21 seitens der Hüttenwerke mit Beginn des 4. Quartals vorgenommenen Preisreduktionen setzten sich auch im abgelaufene Wirtschaftsjahr fort.

Wir gehen insgesamt davon aus, dass es aus Gründen der derzeitigen angespannten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen immer wieder zu Volatilitäten des Stahlpreises kommen kann. Es zeichnet sich bisher ab, dass der aktuelle Stahlpreis die Bodenbildung erreicht hat. Wir rechnen im kommenden Wirtschaftsjahr insgesamt mit einem stabilen leicht steigenden Preisniveau. Grundlage der Einschätzung ist die Erwartung weiter steigender Rohstoffpreise, insbesondere bei Eisenerz und Kokskohle.

2. Geschäftsverlauf

Das gesamte Geschäftsjahr wurde von einem sinkenden Preisniveau begleitet. Die prognostizierte schwache Binnenkonjunktur, die multiplen weltweiten Krisen, steigende Arbeitskosten sowie drastisch gestiegene Energie - und Rohstoffpreise, bilden durch einen möglichen Absatz- und Preisrückgang zukünftig eine Risikokomponente für das Preis - und Ertragsniveau. Der geschilderten vorgenannten Entwicklung wurde mit einer Ausweitung der Back to Back Geschäfte und einer damit einhergehenden planbaren Absatz- und Ertragsentwicklung begegnet und dadurch wurde das Ertragsniveau insgesamt auf einem stabilen Niveau gehalten.

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022/2023 ist insgesamt auf gleichem Niveau ausgefallen, wie im Geschäftsjahr zuvor. Das geplante Umsatzniveau wurde im Laufe des Geschäftsjahres trotz eines rückläufigen Preisniveaus durch eine Absatzsteigerung aufgrund gestiegener Nachfrage, ausgeweitet. Auch die Rohertragsquote konnte trotz rückläufiger Preise durch ein gutes Einkaufsmanagement leicht gesteigert werden. Trotz Kostensteigerungen konnten wir das positive Geschäftsergebnis des Vorjahres mit + T€ 7.018 noch einmal leicht steigern. Wir hatten im letzten Lagebericht ein Rohergebnis und Jahresüberschuss auf niedrigerem Niveau als 2021/2022 prognostiziert.

Der Rohertrag (ohne sonstige betriebliche Erträge) fiel mit (+ 5,0 %) höher aus als im Vorjahr. Das Betriebsergebnis I liegt mit (- 2,4 %) unterhalb des Vorjahres. Die Personalaufwendungen sind im Wesentlichen aufgrund erfolgsabhängiger Vergütungen höher als im letzten Geschäftsjahr. Der Pachtaufwand liegt durch den höheren Auslastungsgrad der maschinellen Anlagen über dem Vorjahresniveau. Die Vertriebsaufwendungen sind aufgrund gestiegener Ausgangsfrachtkosten durch die Absatzmengensteigerung höher als im letzten Wirtschaftsjahr. Ein höherer Pachtaufwand sowie gestiegen Fremdlagerkosten sind im Wesentlichen ursächlich für einen gestiegenen Betriebsaufwand. Das Finanzergebnis ist gegenüber dem letzten Geschäftsjahr deutlich niedriger ausgefallen. Der Zinsaufwand ist aufgrund der unterjährig mehrfach gestiegenen Leitzinsen der EZB höher als im Vorjahr. Die Zinserträge liegen annährend auf Vorjahresniveau. Das neutrale Ergebnis hat sich im Vorjahresvergleich verbessert, vor allem auf Grund der per 30.06.2023 aufgelösten Drohverlustrückstellungen.

3. Lage

a) Ertragslage

Umsatzerlöse / Produktion

Die Gesamttonnage verzeichnet im abgelaufenen Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung in Höhe von (+ 8,2 %) und lag damit über dem prognostizierten Niveau. Dabei verlief die Entwicklung in den für HFS wichtigsten Geschäftsfeldern Spaltband und Zuschnitten unterschiedlich. Im Geschäftsfeld Spaltband entwickelte sich die Absatzentwicklung mit + 22,6 % auf einem deutlich höheren Level als im Vorjahr. Das Zuschnitt- mit - 2,3 % und das Handelsgeschäft mit - 4,5 % entwickelte sich gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Das Lohngeschäft war zugunsten des Vollgeschäfts mit -33,3 % niedriger. Ein Streckenverkauf fand im abgelaufenen Wirtschaftsjahr nicht statt. Dies spielt aber für das Geschäftsergebnis, wegen der im Jahresvergleich grundsätzlich niedrigen Absatzmenge eine untergeordnete Rolle.

Aufgrund des niedrigeren Marktpreisniveaus des abgelaufenen Geschäftsjahres gegenüber dem vergangenen Wirtschaftsjahr, waren die Umsatzerlöse pro Tonne im Geschäftsjahr 22/23 niedriger als im Vorjahr. Insgesamt konnten die Umsatzerlöse durch die erhebliche Absatzmengenausweitung der Spaltbandproduktion (+ 22,6 %) gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Trotz des Absatzrückgangs in den Geschäftsfeldern Zuschnitte und Lohn, sind die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr insgesamt um (+ 2,9 %) höher ausgefallen.

In dem Kerngeschäftsfeld Spaltband fiel die Steigerung der Umsatzerlöse mit (+ 11,3 %) gegenüber dem Vorjahr deutlich höher aus. Das Zuschnitt - Geschäft liegt mit einem Umsatzrückgang von (- 10,9 %) unter dem Niveau des vergangenen Wirtschaftsjahres. Auch die Lohnfertigung lag mit (- 20,6 %) unter Vorjahresniveau. Im Geschäftsfeld Lager waren die Umsatzerlöse insgesamt mit (- 4,3 %) niedriger als im vergangenen Wirtschaftsjahr. Im Geschäftsfeld Strecke gab es keine Verkäufe. Bedingt durch allgemein geringe Absatzmengen beeinflusst das Streckengeschäft die Umsatzerlöse insgesamt aber nur in geringem Umfang.

Insgesamt wird der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr mit T€ 286.341 um (+ 2,9 %) höher ausgewiesen. Die im Vorjahr prognostizierte stabile Entwicklung wurde damit erreicht.

Das Rohergebnis (ohne sonstige betriebliche Erträge) liegt um (+ 5,0 %) über dem bereits sehr hohen Vorjahresniveau.

Zusammenfassend kann das vergangene Geschäftsjahr hinsichtlich der Mengen-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung vor dem Hintergrund der volatilen Binnenkonjunktur, den erheblichen Energiepreissteigerungen und den multiplen weltweiten Krisen als sehr gut bezeichnet werden.

Beschaffung

Die Versorgung mit Vormaterial gestaltete sich in dem zurückliegenden Geschäftsjahr nicht problematisch. Aufgrund von Lieferantenkonzentrationen und einem vorausschauenden Einkaufsmanagement, war jederzeit ausreichend Material von den Stahlwerken verfügbar. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren die Einflüsse durch Importmengen wenig spürbar. Der Einstandspreisverlauf war während des zurückliegenden Geschäftsjahres durch ein rückläufiges Preisniveau gekennzeichnet. Im neuen Geschäftsjahr zeichnet sich im ersten Quartal ein weiter fallendes Einstandspreisniveau ab. Insgesamt erwarten wir im neuen Wirtschaftsjahr im zweiten Quartal zunächst einen seitwärts verlaufenden Einstandspreis und danach einen leichten Preisanstieg. Es hängt sehr viel von der Verfügbarkeit ausreichender und bezahlbarer Energie, sowie der Absatzsituation speziell im Inland ab. Wir rechnen durch die beschriebenen problematischen Rahmenbedingungen mit einer angespannte Binnenkonjunktur und einem niedrigen Wirtschaftswachstum. Die erheblich verteuerte Energie, die hohe Inflation und die durch widersprüchliche Energie- und Wirtschaftspolitik hervorgerufene Verunsicherung der Verbraucher haben zu einbrechendem Konsum geführt, wodurch die Wirtschaftsleistung insgesamt beeinträchtigt wird. Eine genaue Prognose ist zusätzlich aufgrund der weiteren Entwicklung der energiepolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Gesetzgebers, den Folgen des Ukraine Kriegs, der prognostizierten rückläufigen Wirtschaftsentwicklung im Binnenmarkt als auch auf internationaler Ebene sehr schwierig.

Personal

Die Gesellschaft beschäftigte am 30.Juni 2023 147 Mitarbeiter (81 Gewerbliche, 66 Angestellte, ohne Geschäftsführung) nach 151 Mitarbeitern am 30. Juni 2022. Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Ursächlich waren im Wesentlichen erfolgsabhängige Vergütungen.

Weitere Aspekte zur Ertragslage

Die Betriebsaufwendungen liegen über dem Vorjahresniveau. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen höhere Pachtaufwendungen und mengenbedingte Fremdlager- und Umlagerungsaufwendungen. Die Verwaltungsaufwendungen fielen gegenüber dem Vorjahr höher aus. Ursächlich ist vor allem ein höherer Aufwand für Beratungsleistungen und Notarkosten im Zusammenhang der Anteilsübertragung und IT-Kosten. Die gestiegenen Produktions- und Absatzmengen führten zu gestiegenen Vertriebsaufwendungen. Der Pachtaufwand liegt über dem Vorjahresniveau. Die Pachtberechnung beinhaltet flexible Komponenten und berücksichtigt darüber hinaus flexibel geänderte betriebliche Gegebenheiten.

Das neutrale Ergebnis ist um 1.030 T€ gegenüber dem Vorjahresergebnis gestiegen. Die wesentlichen Ursachen liegen in der Auflösung der im Vorjahr gebildeten Drohverlustrückstellung.

Aufgrund eines durchschnittlich gestiegenen Vorratsbestands und der damit verbunden höheren Inanspruchnahme des Kontokorrentrahmens, aber vor allem aufgrund der unterjährig mehrfach vorgenommenen Leitzinserhöhungen der EZB ist der Zinsaufwand im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Der Jahresüberschuss beträgt im Geschäftsjahr 2022/2023 T€ 7.018 und liegt damit über dem Niveau des Vorjahres, anders als im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021/2022 prognostiziert.

b) Vermögenslage

Gegenüber dem Vorjahr hat sich im Wesentlichen auf Grund des Abbaus des Vorratsvermögens (- 3.866 Mio. €), der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (- 4.948 Mio. €) und der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (- 15.808 Mio. €) eine Reduzierung der Bilanzsumme um rd. € 9.184 Mio. (- 12,31 %) ergeben. Zusätzlich wurden im Laufe des abgelaufenen Geschäftsjahres mit der weiteren Anpassung des in der Entwicklung befindlichen ERP - Softwaresystems unter der gleichnamigen Position immaterielle Vermögensgegenstände (€ 1.010 Mio.) ausgewiesen.

Bedingt durch den zum Stichtag vorliegenden Aufbau der Rohmaterialbestände mit einem Endbestand von insgesamt 52.176 TO (+ 6.167 TO), liegt das Vorratsvermögen oberhalb des Vorjahresniveaus. Die Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen erhöhten sich um rd. € + 2.025 Mio. Diese Erhöhung erklärt sich vor allem aus der Gewährung eines vorübergehenden Darlehens im Rahmen des Anteilsübergangs zur Finanzierung des Kaufs von Gesellschafteranteilen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen aufgrund von Anpassungen der Forderungsausfallsicherung unter dem Vorjahresniveau. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich vermindert. Ursächlich sind hier im Wesentlichen verminderte Einbehalte bei der Finanzierung des Umlaufvermögens.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr stellten die Kreditinstitute die Linien bis auf weiteres zur Verfügung.

c) Finanzlage

Das am 30. Juni 2023 ausgewiesene bilanzielle Eigenkapital beläuft sich auf rund € 33,3 Mio. nach rd. € 26,3 Mio. im Vorjahr.

Die Eigenkapitalquote beträgt 50,9 % und ist gegenüber dem Vorjahr mit 35,2 % deutlich gestiegen und befindet sich auf hohem Niveau.

Die Liquidität war jederzeit gesichert.

Die Aktiva des Unternehmens bestehen weiterhin im Wesentlichen aus kurzfristig gebundenen Vermögenswerten. Neben dem Eigenkapital erfolgt die Finanzierung des Vermögens fast ausschließlich über kurzfristiges Fremdkapital. Der kurzfristige Finanzierungsrahmen war im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr konstant.

Im Geschäftsjahr 2022/2023 ergab sich ein Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit von T€ 14.934. Im Vorjahr war ein Mittelabfluss von T€ 17.669 zu verzeichnen. Die Liquidität III. Grades beträgt + T€ 31.947 nach + T€ 25.071 im Vorjahr.

Es gab im vergangenen Geschäftsjahr keine Liquiditätsengpässe.

Die Firmenfahrzeuge sind zu einem Teil geleast. Das neue ERP - System wird aus dem cash flow finanziert. Im Berichtsjahr wurde ein Schneidezentrum aus dem Leasing ins Eigentum überführt. Die Investitionskosten beliefen sich auf T€ 60.

d) Gesamtaussage

Die wirtschaftliche Lage von HFS verlief im Geschäftsjahr 2022/23 außerordentlich gut und kann vor dem Hintergrund der momentanen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Binnenkonjunktur insgesamt als hervorragend bezeichnet werden.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Wir beurteilen im Rahmen der Unternehmenssteuerung unter anderem den cash flow. Dieser ist mit T€ + 4.759 im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr um T€ - 2.395 niedriger ausgefallen. Unsere diesbezügliche Prognose des Vorjahres ist somit eingetreten.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich die durchschnittliche Materialaufwandsquote mit 86,7 %, gegenüber dem Vorjahr von 87,0 % vermindert. Der im Vorjahr angenommene negative Einfluss auf das Rohergebnis ist aber in absoluter Höhe nicht eingetreten.

Als wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zählen für uns die Kundenzufriedenheit sowie die Personalentwicklung in quantitativer und qualitativer Hinsicht. Beides sind zentrale Bausteine zur Sicherung und Erhöhung des künftigen Unternehmenserfolges.

IV. Prognosebericht

Es zeichnet sich auf Grund der allgemeinen Markterwartung und der laufenden innerbetrieblichen, kontinuierlichen Verbesserungsmaßnahmen ab, dass im kommenden Geschäftsjahr die Geschäftsentwicklung weiterhin positiv, aber nicht auf dem gleichen Niveau verläuft. Dabei beurteilen wir die weitere Entwicklung des Unternehmens optimistisch. Der Gefahr einer sich weiter eintrübenden Binnenkonjunktur im Zusammenhang mit der Energie - und Rohstoffverteuerung, begegnen wir mit einem Ausbau der geschäftlichen Beziehungen zu unseren wichtigen Lieferanten und Kunden. Großen Wert legen wir auch auf die verstärkte Optimierung der Bevorratung. Die Energieversorgung hat sich in erheblichem Maße verteuert - korrespondierend zu den derzeitigen Marktgegebenheiten - aber ist gleichzeitig durch den Abschluss mit unseren bisherigen Energieversorgern gesichert und führt nicht zu einer Gefährdung unseres Geschäftsbetriebs. Die volatilen Preise wollen wir mit starken Lieferanten und Partnerschaften abfedern. Die hohe Inflation, hat zu einem deutlich rückläufigen Konsum der Verbraucher geführt. Die zeitweilig unklare Energiepolitik der Bundesregierung, hat ebenfalls zu einer Verunsicherung der Verbraucher beigetragen. Dies führt auch zu nachhaltigen Folgen für den bedeutenden Industriezweig in Deutschland - der Automotivindustrie. Die teils uneinheitlichen politischen Signale zur zukünftigen Klima- und Energiepolitik der derzeitigen Bundesregierung in Verbindung mit den allgemeinen Preis- und Zinssteigerungen werden die Wirtschaft weiter belasten und die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Industriestandorts beeinträchtigen. Der eklatante Fachkräftemangel stellt eine große Herausforderung für zukünftiges Wachstum und die dauerhafte Fortführung der bisherigen Unternehmensprozesssicherheit dar. Aus diesem Grund werden wir unsere Anstrengungen zur Attraktivitätssteigerungen unserer Arbeitsplätze weiter erhöhen.

In unserer aktuellen Planung gehen wir aus Gründen der kaufmännischen Vorsicht von einem steigenden negativen Einfluss der vorgenannten Faktoren - insbesondere bei den hohen Energiekosten und den starken Zinsanstiegen - von einem Kaufkraftrückgang mit seinen gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen - auf das Rohergebnis gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr aus. Insgesamt rechnen wir damit, dass sich der Jahresüberschuss und der cash flow trotz der eingeleiteten und fortgeführten Optimierungsmaßnahmen auf einem niedrigeren Niveau als im Vorjahr befinden wird. Wir erwarten für das Marktumfeld und die damit verbundene Preisentwicklung einen angespannteren Verlauf als im letzten Geschäftsjahr. Diese Planung beruht auf der Annahme, dass es auch zu deutlicheren Preisvolatilitäten gegenüber dem Vorjahr kommen kann, da die Wirtschaft verstärkt durch die Auswirkungen der multiplen Krisen negativ beeinflusst wird.

Um den preis- und mengeninduzierten gestiegenen Working-Capital-Bedarf finanzieren zu können, haben wir mit den uns finanzierenden Hausbanken ein dauerhaftes und stabiles Finanzierungskonzept umgesetzt. Dies sichert uns die finanzielle Handlungsfähigkeit, die jederzeit gegeben ist.

Wir werden auch zukünftig in der Lage sein unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

Eine hohe Diversifizierung unserer Kunden, insbesondere durch eine frühzeitige Bindung neuer Kunden, die in den zukunftsträchtigen Geschäftsfeldern der Nachhaltigkeit und erneuerbaren Energien tätig und erfolgreich sind, bilden die zentralen Elemente unserer kontinuierlichen positiven Unternehmens- und Personalentwicklung. Wir gehen davon aus, dass die Kundenzufriedenheit auf einem hohen Niveau bleiben wird. Dabei forcieren wir die Kunden mit langfristig vereinbarten Back to Back Geschäften.

Zukünftigen negativen Einflüssen aufgrund des Klimawandels - wie beispielsweise mögliches Hochwasser durch vermehrten Starkregen - begegnen wir mit geeigneten Maßnahmen für Überflutungsschutz. Um das Unternehmen unabhängiger von den energiepolitischen Einflüssen zu machen und die Nachhaltigkeit zu fördern, wurde ein Umsetzungskonzept erarbeitet, dessen Ergebnisse im Laufe des nächsten Kalenderjahres umgesetzt werden sollen.

V. Chancen und Risikobericht

1. Risikobericht

Ziel des Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art.

Die Risikolage stellt sich wie folgt dar:

Branchenspezifische Risiken

Sollte sich die Binnenkonjunktur aufgrund der hohen Energie- und Finanzierungskosten, oder infolge der Energiekrise als Folge des Ukraine Kriegs, der Mobilitätswende in der Automobilindustrie und fortgesetzter Inflation weiter eintrüben, kann dies die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und damit die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Der Ukraine Krieg und die damit verbundene angespannte politische Lage zu Russland und China mit möglicher Verschärfung wechselseitiger wirtschaftlicher Sanktionen, bildet einen Risikofaktor. Sollte sich die Wirtschaftslage in China, den USA und Europa verschlechtern, können sich die Stahlimportmengen in Europa erhöhen und die Marktpreise unter Druck setzen. Daraus können für uns Umsatz - und Ergebnisrisiken entstehen.

Ertragsorientierte Risiken

Die Wettbewerbsrisiken sind aufgrund der Überkapazitäten in der Branche, der Importmengenentwicklung, der Rohstoff- und Energiesituation und den politischen Rahmenbedingungen nach wie vor vorhanden. Durch unsere eingeleiteten Maßnahmen die Kundenstruktur hinsichtlich einer preisvolatilen Vertragsgestaltung und ihres zukünftigen Schwerpunkts des Geschäftsmodells zur Produktion und Förderung erneuerbarer Energien weiter zu diversifizieren, und den eingeleiteten Maßnahmen zur gesicherten Energieversorgung, wollen wir einer Veränderung der leistungswirtschaftlichen Risiken im Vergleich zum Vorjahr wirksam begegnen. Die Planungen für das laufende Geschäftsjahr berücksichtigen diese Entwicklungstendenzen und wir erwarten einen insgesamt angespannteren, aber positiven Geschäftsverlauf, sofern durch die Folgen des Ukraine Kriegs und des wieder stark aufgekommenen Nahostkonfliktes keine unvorhergesehenen weiteren Verwerfungen in der Wirtschaft hervorgerufen werden.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Finanz- und Liquiditätsplanung zeigt, dass keine finanziellen Engpässe im kommenden Geschäftsjahr zu erwarten sind und die benötigte Liquidität zu jedem Zeitpunkt vollumfänglich gewährleistet ist. Eine dauerhafte Sicherung der zur Verfügung stehenden Kontokorrentlinien wurde umgesetzt, um das steigende Preisniveau und den expansiven Geschäftsverlauf weiter begleiten zu können. Die gute Eigenkapitalsituation des Unternehmens trägt zusätzlich zur finanzwirtschaftlichen Stabilität bei. Währungsrisiken sind nicht vorhanden. Im Vergleich zum Vorjahr bestehen durch die Wende in der Zinspolitik weitere Risiken, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zusätzlich im Vergleich zum abgelaufenen Wirtschaftsjahr negativ beeinflussen können.

Klimarisiken

Klimarisiken in Folge von Starkregen und der damit verbunden Hochwassergefahr auch in diesen bisher unauffälligen Regionen, sind zukünftig nicht mehr auszuschließen. Wir begegnen diesem Risiko mit einer diesbezüglichen Standortgefahrenanalyse und der Erarbeitung möglicher Präventiv- und Sicherungsmaßnahmen. Zusätzlich wird die bereits bestehende Elementarversicherung auf die neue Situation angepasst.

2. Chancenbericht

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Lieferanten zurückgreifen. Den weitaus größten Teil des Vormaterials kaufen wir direkt von den Hüttenwerken, so dass sich der margenreduzierende Zwischenhandel verkleinert. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch eigene Qualitätskontrollen im Rahmen unserer Zertifizierung in einem eigenen Prüflabor um.

Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die Konkurrenz der werkseigenen Service Center in unserem Segment, begegnen wir mit unserer nach wie vor diversifizierten Kundenstruktur, der durchgeführten Expansion und den weiteren geplanten internen Effizienzmaßnahmen.

Unsere Zuverlässigkeit, Flexibilität und der geplante Ausbau der digitalen Vernetzung der internen organisatorischen Arbeitsabläufe, aber auch mit Kunden und Lieferanten, sichert uns Wettbewerbsvorteile, die wir konsequent nutzen können. Ein gutes Einkaufsmanagement mit breiter Materialverfügbarkeit sichert ein schnelles und flexibles Handeln auf Marktbedürfnisse. Ausreichende Liquidität und die damit verbundene effiziente Liquiditätsplanung ermöglicht spontane und lukrative Einkaufsspielräume.

Der Produktionsstandort Lindental arbeitet schon während des abgelaufenen Geschäftsjahres verbessert, da wir die Abläufe und technischen Gegebenheiten auf den Prüfstand stellen und kontinuierlich verbessern. Wir erwarten aufgrund der allgemeinen Marktsituation eine leicht reduzierte Entwicklung der Produktions - und Absatzzahlen. Diese Prognose beruht auf der Annahme, dass sich die Vielzahl der Krisen nicht ausweiten und beherrschbar bleiben.

Die rollierende Ist-Analyse der Unternehmensprozesse wird neue Effizienzpotentiale identifizieren, die einen positiven Effekt auf die Kosten und infolgedessen auf das Unternehmensergebnis haben werden.

3. Gesamtaussage

Risiken in der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, einem möglichen stagnierenden bis rückläufigen Preis- und Ertragsniveau, einer Mengenreduktion aufgrund einer sich eintrübenden Binnenkonjunktur durch die hohen Energie- und Rohstoffkosten, negative weltpolitische Ereignisse, eine wachsende Verunsicherung der Verbraucher vor dem Hintergrund fortgesetzter hoher Inflation und unklaren innenpolitischen Rahmenbedingungen. Der Fachkräftemangel stellt ebenfalls eine restriktive Komponente für zukünftiges Wachstum dar. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität, der geplante Nachhaltigkeitsmaßnahmen zur Energieeinsparung und der damit verbundenen Kostenreduktion, einer Optimierung der Kundenstruktur, einer verbesserten Leistungsfähigkeit unserer Organisation und dem Auf - und Ausbau des innerbetrieblichen Fort- und Ausbildungsmaßnahmen, sehen wir uns aber für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet.

Bestandsgefährdende Tatsachen oder Risiken sind derzeit nicht erkennbar. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.

VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzierungsinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzierungsinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Mit vielen Kunden und Lieferanten besteht zudem eine langjährige Zusammenarbeit.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfristen bezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft ausschließlich mittels Lieferantenkrediten, über Kreditlinien verschiedener Banken und weiteren Instrumenten zur Unternehmensfinanzierung. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko besteht ein Liquiditätsplan, der einen Überblick über die Geldaus - und - eingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall - und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Forderungsausfällen begegnen wir mit unserer Warenkreditversicherung und einem konsequenten Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

VII. Bericht über Zweigniederlassungen

Neben dem Sitz der Gesellschaft Hagen-Haspe gibt es eine Niederlassung für Längsteilungen in Hagen - Hohenlimburg. Alle vorgenannten Ausführungen beziehen sich, sofern nicht gesondert auf die einzelnen Standorte eingegangen wird, auf das Gesamtunternehmen.

 

Hagen, 31. Oktober 2023

HFS Hagener Feinblech Service GmbH

Die Geschäftsleitung

Bilanz

Aktiva

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.295.513,86 1.077.916,86
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.009.636,36 1.009.636,36
1. Geleistete Anzahlungen 1.009.636,36 1.009.636,36
II. Sachanlagen 279.477,50 61.880,50
1. technische Anlagen und Maschinen 51.666,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 217.811,50 61.880,50
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.000,00 0,00
III. Finanzanlagen 6.400,00 6.400,00
1. Genossenschaftsanteile 6.400,00 6.400,00
B. Umlaufvermögen 64.066.677,77 73.391.727,32
I. Vorräte 46.035.063,10 49.901.271,00
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 42.066.610,10 45.842.510,00
2. Fertige und unfertige Erzeugnisse 3.968.453,00 4.058.761,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 16.940.630,94 21.284.240,51
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.791.919,33 13.739.786,57
2. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 3.907.917,01 1.882.870,70
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.240.794,60 5.661.583,24
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.090.983,73 2.206.215,81
C. Rechnungsabgrenzungsposten 79.630,91 155.873,52
Bilanzsumme, Summe Aktiva 65.441.822,54 74.625.517,70

Passiva

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. Eigenkapital 33.322.041,02 26.304.427,04
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 128.845,55 128.845,55
III. Andere Gewinnrücklagen 5.871.154,45 5.871.154,45
IV. Gewinnvortrag 19.304.427,04 12.515.386,02
V. Jahresüberschuss 7.017.613,98 6.789.041,02
B. Rückstellungen 8.592.979,07 11.925.962,87
1. Steuerrückstellungen 3.450.686,68 5.270.763,00
2. Sonstige Rückstellungen 5.142.292,39 6.655.199,87
C. Verbindlichkeiten 23.526.802,45 36.395.127,79
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 920.018,80 16.728.262,80
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.766.976,36 15.587.273,58
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.839.807,29 4.079.591,41
Bilanzsumme, Summe Passiva 65.441.822,54 74.625.517,70

Gewinn- und Verlustrechnung

1.7.2022 - 30.6.2023
EUR
1.7.2021 - 30.6.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 286.340.687,03 278.330.211,55
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -90.308,00 1.303.826,43
3. Sonstige betriebliche Erträge 3.471.609,71 3.276.415,34
4. Materialaufwand 248.573.449,31 243.796.774,35
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 246.766.932,89 242.750.694,32
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.806.516,42 1.046.080,03
5. Personalaufwand 12.450.436,88 12.090.197,90
a) Löhne und Gehälter 10.775.036,87 10.518.302,50
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.675.400,01 1.571.895,40
davon für Altersversorgung 44.100,11 48.775,38
6. Abschreibungen auf Sachanlagen 27.024,88 7.220,44
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 16.755.087,60 15.858.642,12
8. Erträge aus anderen Wertpapieren 300,51 552,83
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 65.273,28 60.329,84
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.147.549,85 629.884,38
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.810.986,38 3.794.241,13
12. Ergebnis nach Steuern 7.023.027,63 6.794.375,67
13. Sonstige Steuern 5.413,65 5.334,65
Jahresüberschuss 7.017.613,98 6.789.041,02

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die HFS Hagener Feinblech Service GmbH hat ihren Sitz in Hagen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hagen unter HRB 2772 eingetragen.

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Absatz 3 HGB.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den handelsrechtlichen Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften gegliedert. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die dem Jahresabschluss 2022/23 zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden unverändert zum Vorjahr angewendet.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen angesetzt. Die Zugänge werden zeitanteilig entsprechend dem Monat des Zugangs abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen ist mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten bilanziert.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag. Für Maschinenersatzteile, die regelmäßig ersetzt werden und deren Gesamtwert für das Unternehmen von nachrangiger Bedeutung ist, wurde ein Festwert gebildet.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden mit Herstellkosten bewertet, in die neben den Material- und Fertigungskosten auch angemessene Teile der Gemeinkosten einbezogen werden. Soweit der beizulegende Wert am Bilanzstichtag unter den Herstellkosten liegt, wird dieser angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind verlustfrei bewertet.

Die Forderungen des Umlaufvermögens sind mit ihrem Nennbetrag bilanziert. Für das allgemeine Kreditrisiko sowie für besondere Risiken bei den Forderungen wurden sowohl Einzelwertberichtigungen als auch eine angemessene Pauschalwertberichtigung gebildet.

Die übrigen Posten des Umlaufvermögens sind grundsätzlich mit ihrem Nennwert bilanziert.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen enthalten die zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind jeweils mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Wertansatz der Eventualverpflichtungen entspricht dem am Bilanzstichtag tatsächlich bestehenden Haftungsumfang.

Die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang zu machenden Angaben erfolgen insgesamt im Anhang.

IV. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist vorstehend dargestellt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe enthalten einen Festwert in Höhe von T€ 795 für Maschinenersatzteile. Zum 30.06.2023 wurde der Festwert um T€ 26 gemindert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weisen sämtlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr auf. Des Weiteren bestehen keine Forderungen in Fremdwährung.

Unter den Forderungen gegen nahestehende Unternehmen werden Forderungen gegen die HFS - Immobilien GmbH & Co.KG, der Stolte Investment GmbH und der HFS -Immobilien & Verwaltungs - GmbH ausgewiesen.

Das voll eingezahlte und ins Handelsregister eingetragene Stammkapital beträgt unverändert € 1.000.000,00.

Die Kapitalrücklage beträgt unverändert zum Vorjahr € 128.845,55.

Die anderen Gewinnrücklagen belaufen sich zum 30. Juni 2023 unverändert auf € 5.871.154,45.

Im Jahresabschluss zum 30. Juni 2023 werden Jahresüberschuss und Gewinnvortrag gesondert ausgewiesen.

Unter den sonstigen Rückstellungen werden insbesondere Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, für Personalaufwendungen (Sondervergütungen, Resturlaubsansprüche, Berufsgenossenschaft, Weihnachtsgeld, Abfindungen) sowie Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen und ausstehende Gutschriften ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit den üblichen Eigentumsvorbehalten besichert.

Sämtliche Verbindlichkeiten weisen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr auf. Verbindlichkeiten in Fremdwährung bestehen nicht.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von € 57.593,54 (30.6.2022 € 55.045,60) ausgewiesen. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen nicht.

Umsatzerlöse

Das Produktspektrum von HFS umfasst im Wesentlichen Blechzuschnitte und Spaltband für verschiedene Abnehmerbranchen.

Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Regionen stellt sich wie folgt dar:

2022/2023
2021/2022
Inland 239.853.206,44 224.535.861,52
EU-Länder 43.919.228,48 48.993.240,16
Drittländer 2.568.252,11 4.801.109,87
286.340.687,03 278.330.211,55

Sonstige betriebliche Erträge

Der Posten beinhaltet im Wesentlichen Erträge aus dem Gegenposten zur Inanspruchnahme der Rückstellung für Drohverluste (T€ 2.255), Erträge durch Versicherungsentschädigungen (T€ 680), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 197) und verrechnete Sachbezüge (T€ 101).

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Der Ausweis beinhaltet im Wesentlichen die Erträge aus der Verzinsung des Verrechnungskontos zwischen der HFS Hagener Feinblech Service und der HFS - Immobilien GmbH & Co.KG.

V. Sonstige Angaben

Eventualverbindlichkeiten

Am Bilanzstichtag bestehen Eventualverbindlichkeiten aus der gesamtschuldnerischen Haftung für zwei Geldmarktkredite. Die Kredite sind in der HFS - Immobilien GmbH & Co.KG ausgewiesen und valutieren zum 30.06.2023 mit T€ 7.000 (2021/2022: T€ 7.000). Zudem wurden von HFS Sicherheiten (Sicherungsübereignung Vorräte) für diese Verbindlichkeiten bestellt. Risiken hinsichtlich einer Inanspruchnahme bestehen auf Grund der soliden wirtschaftlichen Verhältnisse nicht.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Die Gesellschaft hat bereits im Geschäftsjahr 2016/2017 einen Teil ihrer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen eines Factoring-Vertrages an eine Factoringgesellschaft veräußert. Diese Maßnahme diente der kurzfristigen Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der Factoring-Vertrag wurde im Geschäftsjahr 2022/2023 fortgeführt. Dem Liquiditätsvorteil stehen die Finanzierungskosten gegenüber. Die Factoringgesellschaft trägt jedoch das Risiko der Zahlungsunfähigkeit für alle von ihren angekauften Forderungen. Der Betrag der zum Stichtag 30.06.2023 abgetretenen Forderungen belief sich auf T€ 32.621.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Pachtverträgen über die von ihr genutzten Betriebsgrundstücke mit aufstehenden Gebäuden, Nutzflächen und sonstigem unbeweglichen Anlagevermögen sowie über Gegenstände des beweglichen Anlagevermögens. Die Pachtaufwendungen in variabler Höhe betragen nach derzeitigem Stand jährlich rd. T€ 2.844 (für 2021/2022 T€ 2.711). Aus weiteren Miet- und Leasingverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von jährlich rd. T€ 219 (Kfz, Telefonanlage etc.; 2021/2022: T€ 262). Durch diese Art der Finanzierung wird die Flexibilität der Gesellschaft erhöht. Wesentliche Risiken im Zusammenhang mit diesen Geschäften sind nicht ersichtlich.

Beschäftigte

Die Zahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt:

2022/2023 2021/2022
Geschäftsführung 2 2
Gewerbliche Mitarbeiter 77 76
Angestellte 59 61
Auszubildende 4 3
142 142

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Ende des Geschäftsjahres eingetreten sind

Die Folgen der Ukraine - Krise und dem schweren Nahost - Konflikt mit deren Auswirkungen für HFS sowie die getroffenen Maßnahmen sind im Prognose- sowie Chancen- und Risikobericht (Anlage IV) ausführlich dargestellt. Insofern verweisen wir auf den Lagebericht.

Geschäftsführung

Herr Alastair Taylor, Iserlohn - Kaufmann -

Herr Daniel Stolte, Schwerte - Dipl.-Kaufmann -

Abschlussprüferhonorar

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt T€ 30 (T€ 29 Abschlussprüfungsleistungen, T€ 1 sonstige Leistungen).

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von € 7.017.613,98 mit dem bestehenden Gewinnvortrag in Höhe von € 19.304.427,04 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Hagen, 30. Oktober 2023

HFS Hagener Feinblech Service GmbH

Die Geschäftsführung

"Ergebnisverwendung 2022/2023

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2021/2022 in Höhe von € 7.017.613,98 wird zusammen mit dem bestehenden Gewinnvortrag in Höhe von € 19.304.427,04 auf neue Rechnung vorgetragen."

Anlagespiegel

Anschaffungskosten
Vortrag 1.7.2022
Zugänge
Abgänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geleistete Anzahlungen 1.009.636,36 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 60.000,00 0,00
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 166.597,58 179.236,88 30.245,37
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 10.000,00 0,00
166.597,58 249.236,88 30.245,37
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 6.400,00 0,00 0,00
Summe 1.182.633,94 249.236,88 30.245,37
Abschreibungen
Stand 30.6.2023
Stand 1.7.2022
Abschreibungen des Geschäftsjahres
Änderungen i.Z.m. Abgängen
Stand 30.6.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geleistete Anzahlungen 1.009.636,36 0,00 0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 60.000,00 0,00 8.334,00 0,00 8.334,00
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 315.589,09 104.717,08 18.690,88 25.630,37 97.777,59
2. Geleistete Anzahlungen 10.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00
385.589,09 104.717,08 27.024,88 25.630,37 106.111,59
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 6.400,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 1.401.625,45 104.717,08 27.024,88 25.630,37 106.111,59
Buchwerte
30.6.2023
30.6.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geleistete Anzahlungen 1.009.636,36 1.009.636,36
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 51.666,00 0,00
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 217.811,50 61.880,50
2. Geleistete Anzahlungen 10.000,00 0,00
279.477,50 61.880,50
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 6.400,00 6.400,00
Summe 1.295.513,86 1.077.916,86

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.11.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die HFS Hagener Feinblech Service GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HFS Hagener Feinblech Service GmbH, Hagen - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HFS Hagener Feinblech Service GmbH, Hagen, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Altena, 14. November 2023

MÄRKISCHE REVISION GMBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT

Jörg Peters, Wirtschaftsprüfer

Michael Neuhaus, Wirtschaftsprüfer

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