Ferdinand Wolff GmbH & Co.

90425 Nürnberg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRA 2558
Eingetragen
7.6.2002

Historie

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Gesellschafter

2 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ferdinand Wolff GmbH & Co.

Nürnberg

Jahresabschluss zum 30. Juni 2019

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2018/19

FERDINAND WOLFF GMBH & CO. KG, NÜRNBERG

I. Geschäftsmodell

Die Ferdinand Wolff GmbH & Co. produziert überwiegend Herbstgebäcke mit Nürnberger Herkunftsbezeichnung für die Lambertz-Gruppe, die Marktführer auf dem Teilmarkt Herbstgebäcke ist. Wichtigster Absatzmarkt der Gruppe ist der internationale Lebensmitteleinzelhandel.

Das Produktsortiment umfasst im Wesentlichen Lebkuchenvariationen und Magenbrot.

Die Produktionsmenge liegt im Berichtszeitraum um rund 1.527 to unter dem Vorjahr.

Dieser Rückgang entfällt mit rd. 579 to auf die Vorproduktion für die Weihnachtssaison 2019, die im Berichtsjahr später gestartet wurde als im Vorjahr. Nach wie vor wird eine gute Auslastung der Produktionskapazitäten erreicht.

Das Unternehmen weist unverändert hohe Produktivität und Flexibilität im Produktionsbereich auf.

Die Beschaffung möglichst kostengünstiger, aber qualitativ unverändert hochwertiger Rohstoffe und Verpackungsmaterialien stellt wie bereits in den Vorjahren eine bedeutende Herausforderung dar. Das Unternehmen ist daher bestrebt, durch Einkaufsbündelungen und Ausnutzung internationaler Beschaffungsquellen Preisvorteile zu realisieren. Preisrisiken wichtiger Rohstoffe werden - soweit möglich - durch eine flexible Eindeckungspolitik in Stufen abgefedert.

Das Unternehmen verfügt über keine eigene Produktentwicklung, sondern partizipiert an der zentralisierten Produktentwicklung der Lambertz-Gruppe bei der Aachener Printen- und Schokoladenfabrik Henry Lambertz GmbH & Co. KG. Dort liegt neben der permanenten Verbesserung der Rezepturen der Sortimentsartikel der Schwerpunkt der Entwicklungsarbeit im Jahresgebäcksortiment und hier insbesondere bei modernen Gebäckmischungen und trendigen Gebäcken. Im Vordergrund der Entwicklung stehen weiterhin vor allem Bio-Artikel und vegane Artikel.

Des Weiteren wird bei Saisonartikeln zunehmend auf herkömmliche saisonale Verpackungselemente verzichtet. Stattdessen werden neutrale Verpackungen eingesetzt, die dabei helfen sollen, die Saison auszudehnen und damit zusätzliche Umsätze zu generieren.

II. Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die deutsche Volkswirtschaft befindet sich in einer der längsten Aufschwungphasen der Nachkriegszeit, jedoch hat sich das Expansionstempo mittlerweile spürbar verlangsamt. Entsprechend hat der Sachverständigenrat seine Wachstumsprognose für das Jahr 2019 nach unten revidiert und erwartet für das Jahr 2019 eine jahresdurchschnittliche Zuwachsrate des realen Bruttoinlandsproduktes (BIP) von nur noch 0,8%. Für 2020 wird diese durch den Sachverständigenrat mit 1,7% prognostiziert.

Die großen Herausforderungen, denen sich die deutsche Volkswirtschaft zu stellen hat, sind auf internationaler Ebene insbesondere die ungewisse Zukunft der multilateralen globalen Wirtschaftsordnung sowie auf nationaler Ebene vor allem der demografische Wandel.

Die wirtschaftliche Entwicklung unterliegt mit dem unsicheren Ausgang der Brexit-Verhandlungen und dem ungelösten Handelskonflikt zwischen den USA und China erheblichen Risiken. So hätte, auch wenn dieses angesichts der robusten Binnenmarktkonjunktur nicht zu erwarten ist, eine Spirale aus protektionistischen Maßnahmen das Potenzial, die deutsche Wirtschaft in eine Rezession abgleiten zu lassen.

Andererseits bieten sich durch eine unerwartet schnelle Lösung des Handelskonfliktes zwischen den USA und China und dem damit verbundenen Abbau bestehender Handelshemmnisse durchaus auch Chancen auf Wachstumsimpulse für die Entwicklung der Weltwirtschaft.

Auf nationaler Ebene zeigt sich aufgrund des immer noch hohen Beschäftigungsniveaus und des demografischen Wandels, ein anhaltender Engpass bei qualifiziertem Personal. Da es nach Experteneinschätzung nahezu unmöglich sein dürfte, den durch den demografischen Wandel bedingten Rückgang des Arbeitsvolumens zu kompensieren, wird ein stärkeres Produktivitätswachstum erforderlich sein. Chancen dazu bieten sich durch technologischen Wandel und insbesondere die Digitalisierung könnte dazu beitragen, die Folgen des demografischen Wandels für das Arbeitskräftepotenzial abzumildern.

Die deutsche Süßwarenindustrie blickt gemäß Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) auf ein durchwachsenes Jahr 2018 zurück. Während das Exportgeschäft ein Wachstum verzeichnete, stagnierte der Inlandsmarkt.

Die Produktgruppe Feine Backwaren, die u.a. Kleingebäcke, Kekse und Lebkuchen beinhaltet, verzeichnete für 2018 einen Rückgang. So sank die Menge um 0,9 % und der Produktionswert um 1,0%. Die Gesamtproduktion der Feinen Backwaren beträgt für das Jahr 2018 rund 732.000 to, was einem Produktionswert von rund 2,08 Mrd. EUR entspricht. Der Pro-Kopf-Verbrauch von feinen Backwaren lag im Jahr 2018 bei schätzungsweise 7,67 kg.

Hinter den Erwartungen blieb insbesondere das Saisongeschäft mit Herbst- und Weihnachtsgebäck zurück, welches aufgrund des außergewöhnlich langen und heißen Sommers erheblich beeinträchtigt wurde.

Hingegen weist die Exportentwicklung auch in dieser Produktgruppe eine Expansion auf. So konnte die Menge um 1,9 % auf rd. 347.000 to und der Warenwert um 1,6% auf rd. 1,15 Mrd. EUR gesteigert werden.

Für das Jahr 2019 schätzt die deutsche Süßwarenindustrie die Geschäftslage als stabil und das Exportklima als konstant ein, wobei sich die allgemeinen Geschäftsaussichten dennoch eingetrübt haben.

Als größte Herausforderung wird aktuell der Brexit angesehen, da Großbritannien einen bedeutenden Exportmarkt darstellt, in den rd. 5% der deutschen Süßwarenproduktion ausgeführt werden, und derzeit noch erhebliche Unklarheiten bezüglich der künftigen geschäftlichen Rahmenbedingungen bestehen.

Daneben stellen für die Hersteller die weiterhin volatile Situation auf wichtigen Rohstoffmärkten und die starke Handelskonzentration sowie die zunehmenden Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von Fachkräften wesentliche Herausforderungen dar.

Die Unternehmen der Lambertz-Gruppe beziehen zur Herstellung Ihrer Produkte zahlreiche Rohstoffe, insbesondere auch Kuvertüre, Ölsaaten, Weizenmehl und Zucker sowie Kartonagen und Folien.

Die Rohstoffe, beispielsweise Kuvertüre, unterliegen dabei erheblichen Preisschwankungen die teilweise ernteabhängig, aber auch durch Marktspekulation bedingt sind. Durch den Abschluss von Einkaufskontrakten konnte sich die Lambertz-Gruppe diesen Preisschwankungen weitgehend entziehen.

Nach wie vor mit Unsicherheiten behaftet ist auch der sehr bedeutende Exportmarkt USA. Hier bestehen einerseits erhebliche Chancen in der möglichen Beilegung des Handelskonfliktes mit China, andererseits aber auch beträchtliche Risiken in der Ausweitung des von US-Präsident Trump betriebenen Wirtschaftsprotektionismus durch zusätzliche Strafzölle. Letzteres würde den Welthandel durch damit einhergehende Preiserhöhungen nachhaltig beeinträchtigen und könnte durch eine Verunsicherung der Verbraucher auch einen deutlichen Wandel des Konsumverhaltens herbeiführen.

Auch die Wetterlage birgt ein bedeutendes Risiko, da die deutschen Süßwarenhersteller ohnehin schon mit hohen Energie- und Transportkosten zu kämpfen haben und ein langer, heißer Sommer die Kostenentwicklung u.a. durch notwendige Kühlung und Ernteausfälle weiter anheizen würde.

Noch schlagen sich die möglichen negativen Entwicklungsszenarien für 2019 nicht nieder, denn die aktuelle Marktentwicklung für Süßgebäck weist lt. Süßwarenmonitor der Information Resources GmbH (IRi) für den Zeitraum Januar bis April 2019 einen Zuwachs von wertmäßig 6,6 % und mengenmäßig 3,0 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf. Der Süßwarenmonitor von Nielsen kommt für den gleichen Zeitraum für die Warengruppe Gebäck zu etwas niedrigeren Zuwachsraten von wertmäßig 5,4 % und mengenmäßig 1,8 %, aber auch hier liegt das 1. Tertial 2019 deutlich über dem Vorjahr.

Wie zuvor bereits erwähnt kennzeichnet den deutschen Markt für Süßwaren und Gebäck eine starke Konsolidierung des Handels sowie ein intensiver Wettbewerb.

Für die Gesellschaften der Lambertz-Gruppe, die im Marken- und Handelsmarkensegment für Herbstgebäcke mit großem Abstand Marktführer sind, bedeutet der nach wie vor hohe Eigenmarkenanteil einen unverminderten Druck auf die Margen, der nur durch ein intensives Kostenmanagement und innovative Produkte abgefedert werden kann.

2. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

Ertragslage 30.06.2019
TEUR
30.06.2018
TEUR
Veränderung
TEUR
Umsatzerlöse 41.607 42.920 -1.312
Bestandsveränderung -907 1.173 -2.080
Gesamtleistung 40.700 44.092 -3.392
sonstige betriebliche Erträge 84 512 -428
Materialaufwand -23.111 -25.950 2.839
Personalaufwand -9.356 -9.352 - 4
Abschreibungen -570 -675 105
Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.924 -6.616 692
Finanzergebnis -23 -36 13
Steuern vom Einkommen und Ertrag -254 - 313 59
Ergebnis nach Steuern 1.546 1.661 -115
Sonstige Steuern -44 -59 15
Jahresüberschuss 1.502 1.602 - 100

Die Umsätze der Ferdinand Wolff GmbH & Co. KG gingen im Geschäftsjahr 2018/2019 gruppenbedarfsgesteuert um 1.312 TEUR auf 41.607 TEUR zurück.

Da auch die Vorproduktion für das Saisongeschäft später gestartet wurde minderte sich die Bestandsveränderung um 2.080 TEUR. So ergibt sich für die Gesamtleistung eine Abnahme von 3.392 TEUR.

Entsprechend weist auch der Materialaufwand einen Rückgang um insgesamt 2.839 TEUR auf. Die größten Rückgänge im Materialaufwand entfallen auf die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um 2.817 TEUR wobei diese im Wesentlichen den um 2.539 TEUR niedrigeren Rohstoffaufwand betreffen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 5.924 TEUR um 693 TEUR unter dem Vorjahr. Ursächlich hierfür ist vorrangig der im Vorjahr entstandene Verlust aus dem Abgang aus Anlagevermögen in Höhe von 565 TEUR.

Unter Berücksichtigung des ergebnisbedingten Steueraufwands von 254 TEUR (Vorjahr 313 TEUR) ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von 1.502 TEUR.

3.1 Finanzlage

Die Ferdinand Wolff GmbH & Co. KG, Nürnberg, wird in das bestehende Cashpooling mit der Aachener Printen- und Schokoladenfabrik Henry Lambertz GmbH & Co. KG, Aachen (Cashpool-Führerin), einbezogen. Aufgrund der hiermit verbundenen Konzentration der Liquidität der Unternehmensgruppe bei der Cashpool-Führerin hängt die Finanzierung der Gesellschaft und somit deren Finanzlage maßgeblich von der Reallokation finanzieller Mittel durch die Cashpool-Führerin innerhalb der Gruppe ab.

Die Cashpool-Führerin stellt in diesem Zusammenhang insbesondere die benötigte Liquidität für die Finanzierung des Materialeinsatzes regelmäßig im Rahmen des Cashpooling zur Verfügung. Insgesamt ist somit für die Beurteilung der Finanzlage zum 30.06.2019 auf die Finanzlage der Aachener Printen- und Schokoladenfabrik Henry Lambertz GmbH & Co. KG, Aachen, abzustellen.

Diese verfügte zum Stichtag über liquide Mittel von insgesamt 66.189 TEUR.

Die aus den Vorjahren abgegebene harte Patronatserklärung der Aachener Printen- und Schokoladenfabrik Henry Lambertz GmbH & Co. KG, Aachen, als Cashpoolführerin der Unternehmensgruppe Lambertz gegenüber der Gesellschaft Ferdinand Wolff GmbH & Co., Nürnberg, besteht unverändert und ist bis zum 30.06.2020 befristet.

3.2 Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist mit 18.809 TEUR um 332 TEUR höher als im Vorjahr.

Auf der Aktivseite erhöhte sich das Anlagevermögen um insgesamt 665 TEUR. Es wurden Gesamtinvestitionen in Höhe von 739 TEUR getätigt, die unter anderem auf die Anschaffung von 2 Schlauchbeutelmaschinen (440 TEUR), einem Automatenmischwolf (56 TEUR) und einem Rührwerksbehälter (38 TEUR) entfallen.

Das Vorratsvermögen reduzierte sich um 256 TEUR und die sonstigen Vermögensgegenstände um 87 TEUR.

Bei den Rückstellungen erhöhten sich die Steuerrückstellungen ergebnisbedingt um 175 TEUR.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich um 287 TEUR erhöht. Sie beinhalten insbesondere Personalrückstellungen mit 1.332 TEUR (im Vorjahr 1.125 TEUR) und eine Rückstellung für ausstehende Rechnungen in Höhe von 90 TEUR (VJ 39 TEUR).

Bei den Verbindlichkeiten zeigt sich im Berichtszeitraum ein Rückgang von 134 TEUR.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um 629 TEUR stichtagsbedingt angestiegen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern ist ergebnisbedingt um 1.507 TEUR angestiegen.

Die größte Position in den Verbindlichkeiten ist unverändert mit 9.922 TEUR (Vorjahr 12.229 TEUR) die der Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen. Diese beinhaltet mit 9.897 TEUR (Vorjahr 12.216 TEUR) das Verrechnungskonto mit der Aachener Printen- und Schokoladenfabrik Henry Lambertz GmbH & Co. KG.

3.3 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Das Unternehmen wird auf Basis der finanziellen Leistungsindikatoren "Umsatz", "EBIT" (Jahresüberschuss vor Ertragsteuern und Zinsergebnis) und "Gesamtkapital-Rendite" (Jahresüberschuss vor Ertragsteuern und Zinsaufwand/Summe aus Eigen- und Fremdkapital) gesteuert. Diese Kennzahlen stellen sich zum 30.06.2019 wie folgt dar:

Umsatzerlöse 41.607 TEUR (Vorjahr 42.920 TEUR)
EBIT: 1.779 TEUR (Vorjahr 1.951 TEUR)
Gesamtkapital-Rendite: 9,45% (Vorjahr 10,56%)

Entgegen der Prognose im Vorjahr konnte ein leichtes Umsatzwachstum nicht realisiert werden, stattdessen gingen die Umsatzerlöse um 1.312 TEUR zurück bei gleichzeitigem leichten Rückgang von EBIT und Gesamtkapital-Rendite.

Weiterhin werden für die laufende Beurteilung des Geschäftsverlaufs der Gesellschaft nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wie die Produktqualität und Kundenzufriedenheit herangezogen.

Das Unternehmen hat im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 190 Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren in der Produktion 164 Mitarbeiter eingesetzt. Das Unternehmen ist über den Bundesverband der Süßwarenindustrie tarifgebunden und gehört in den Zuständigkeitsbereich der BG Nahrung und Genuss.

Wie alle Werke der Lambertz-Gruppe ist das Unternehmen IFS-zertifiziert. Darüber hinaus misst das Unternehmen der Nachhaltigkeit bei der Verwendung von Rohstoffen große Bedeutung zu und verfügt entsprechend u.a. über die UTZ-Zertifizierung und handelt Produkte mit dem Fairtrade-Siegel.

III. Pronosebericht

Im Rahmen der Gesamtplanung wird für die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2019/2020 ein leichtes Umsatzwachstum sowie ein Betriebsergebnis (EBIT) und Gesamtkapitalrendite auf Vorjahresniveau erwartet. Das Umsatzwachstum soll auch über eine Expansion der Verkaufsmengen erreicht werden.

Für das Geschäftsjahr 2019/2020 ist mit Kostensteigerungen bei Rohstoffen, Logistik und Energie sowie Tariflöhnen zu rechnen. Bei Rohstoffen, bei denen wir unmittelbare Preissteigerungen erwarten, haben wir durch Kontrakte das Preissteigerungsrisiko - wenn möglich - abgefedert. Neben Qualität und Preis rückt zunehmend die Versorgungssicherheit mit Rohstoffen in den Vordergrund. Die Rohstoffe werden deshalb laufend auf ihr Risiko bewertet und eine frühzeitige gesicherte Grundversorgung mit kritischen Rohstoffen wird verfolgt.

Außerdem wird die Gesellschaft auch im Geschäftsjahr 2019/2020 weitere Produktivitätssteigerungen zur Verbesserung der Ertragslage umsetzen.

IV. Chancen- und Risikobericht

Unser Unternehmen ist wie alle Unternehmen der Nahrungsmittelbranche im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit allgemeinen wirtschaftlichen und branchenspezifischen Risiken ausgesetzt, die das Geschäftsergebnis beeinträchtigen können. Das Unternehmen verfügt über Überwachungsinstrumente und ein Controlling, um Risiken aus der Geschäftstätigkeit rechtzeitig zu erkennen. Insgesamt wird das Risikoportfolio unter den Gesichtspunkten Überwälzung (Versicherung) sowie Vermeidung und Verminderung durch projektbezogene Umgestaltung von Geschäftsprozessen laufend beobachtet und bearbeitet. Unser Versicherungskonzept sieht vor, eine ökonomisch sinnvolle Begrenzung des Prämienaufkommens durch optimierte Selbstbehalte zu erreichen. Katastrophenrisiken und Risiken, die wichtige Unternehmensziele gefährden, haben wir angemessen versichert.

Im Rahmen unseres Internen-Kontroll-Systems (IKS) bzw. Risikomanagementsystems benutzen wir zur Risikofrüherkennung Systeme, die anhand von Soll-Ist-Vergleichen auf Bilanz-, Ergebnis-, Cashflow- und Liquiditätsebene die laufende Entwicklung analysieren. Darüber hinaus erfolgen regelmäßige Revisionen und Überprüfungen des Versicherungsschutzes.

Die grundsätzliche Einschätzung der Chancen und Risiken hat sich im Hinblick auf das Geschäftsjahr 2019/2020 im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert.

Eine Einschätzung für das Geschäftsjahr 2020/21 ist zurzeit nicht hinreichend möglich, da Verschärfungen oder Abschwächungen des durch US-Präsident Trump betriebenen Wirtschaftsprotektionismus sowie die noch nicht abgeschlossenen Brexit-Verhandlungen mit Großbritannien erhebliche Unwägbarkeiten darstellen, deren Auswirkungen nicht konkret absehbar sind.

Ein weiteres Risiko besteht hinsichtlich der Beschaffungsmärkte, da die weltpolitische Isolationshaltung der Türkei als bedeutender Lieferant von Haselnüssen aufrechterhalten wird und dadurch die bestehenden Handelsbeziehungen beeinträchtigt werden könnten.

1. Risikobericht

a. Branchenspezifische Risiken

Im Umfeld der Süßwarenbranche besteht die Herausforderung flexibel auf die Veränderung des Konsumverhaltens mit Produktinnovationen bzw. -anpassungen zu reagieren um Umsatz- und Marktanteilsverluste zu vermeiden. Aufgrund der anhaltenden wirtschaftlich guten Lage und hohen Beschäftigung in Deutschland zeigen die Verbraucher unverändert ein wachsendes Qualitätsbewusstsein und greifen zunehmend auf höherwertige Produkte zu. Der Gesundheitstrend hat die Süßwarenbranche nachhaltig erreicht. Der Kunde wird wählerischer und setzt sich stärker mit dem Thema Ernährung auseinander. So wurden auf der internationalen Süßwarenmesse 2019 nun auch mehr zuckerfreie oder zuckerreduzierte Produkte angeboten. Auch die Unternehmen der Lambertz-Gruppe arbeiten entsprechend dieser Entwicklung daran, Ihren Kunden vermehrt Genuss und Gesundheit gleichzeitig zu bieten. Grundsätzlich sind der Reformulierung jedoch aufgrund bestehender gesetzlicher Bestimmungen, aus technologischen Gründen und unter Aspekten der Produktqualität und -sicherheit Grenzen gesetzt und somit bleiben zuckerfreie Süßwaren eine Nische.

Über den Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) haben sich die Süßwarenhersteller bisher erfolgreich gegen Forderungen aus der Politik zu Wehr gesetzt, den Produzenten die Zuckerreduzierung per Gesetz vorzuschreiben.

Ein weiteres Risiko besteht speziell im Saisongeschäft darin, dass die Witterungsbedingungen und eine damit einhergehende Kaufzurückhaltung der Konsumenten zusätzlich einen negativen Einfluss haben können.

b. Ertragsorientierte Risiken

Angebotsschwankungen auf den Rohstoffmärkten, die teilweise immer deutlicher werdenden Einflüssen durch spekulativ orientierte Fonds ausgesetzt sind, verursachen nicht bedarfsorientierte, unvorhersehbare Preissteigerungen, die kurzfristig auf den hochkonzentrierten Absatzmärkten nicht über Preiserhöhungen kompensiert werden können. Witterungsbedingte Einbrüche im Saisongeschäft können zu Verwertungsrisiken bei früh produzierter Saisonware führen.

c. Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der soliden Finanzlage - die Gesellschaft verfügt als Cashpool-Führerin der Lambertz-Gruppe in der Spitze über 125 Mio EUR liquide Reserven - und hat für die Saisonspitze eine Kreditlinie für den Eventualbedarf von 35 Mio EUR zur Verfügung - bestehen grundsätzlich keine finanzwirtschaftlichen Risiken.

Die Aachener Printen- und Schokoladenfabrik Henry Lambertz GmbH & Co. KG, Aachen, hat sich als Cashpoolführerin der Unternehmensgruppe Lambertz gegenüber der Ferdinand Wolff GmbH & Co. KG, Nürnberg, im Wege einer harten Patronatserklärung mit Datum 30.06.2017 verpflichtet, für sämtliche Verbindlichkeiten dieser Gesellschaft unwiderruflich und uneingeschränkt einzustehen und diese finanziell so auszustatten, dass sie stets in der Lage ist, ihren gegenwärtigen und künftigen Verbindlichkeiten gegenüber all ihren Gläubigern fristgemäß nachzukommen. Diese harte Patronatserklärung ist bis zum 30.06.2020 befristet.

2. Chancenbericht

Von dem Geschäftsjahr 2019/2020 erwarten wir einen leichten Umsatzanstieg, den das Unternehmen mit der angestrebten Produktivitätssteigerung zur Verbesserung des Ertrags nutzen will.

Das Unternehmen wird seine Marktanteile sowohl durch neue - u.a. anlassbezogene Produkte - als auch durch die Entwicklung von Produkten, die den Anforderungen an

Nachhaltigkeit entsprechen, ausbauen.

So ist das Unternehmen Mitglied im "Forum nachhaltiger Kakao" und als Mitglied des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) an zahlreichen Aktivitäten für einen nachhaltigen Kakaoanbau aktiv beteiligt. Dadurch konnte im Jahr 2018 der Anteil an nachhaltig erzeugtem Kakao in den in Deutschland verkauften Süßwaren auf 62% ausgebaut werden. Neben dem Ziel der Professionalisierung des Kakaoanbaus und der Verbesserung der Lebensverhältnisse der im Kakaoanbau tätigen Menschen, soll damit auch die Deckung des weltweit steigenden Bedarfs für die Zukunft gesichert werden.

Passgenaue Produkte für individuelle Verbraucherbedürfnisse bleiben im Süßwarenmarkt wichtig. Hierzu gehören insbesondere auch Produkte in Bioqualität oder mit nachhaltig angebauten Rohstoffen. So wird auch die Gesellschaft versuchen, die Chancen aus den sich wandelnden Verbraucherwünschen zu nutzen und neben den klassischen Produkten auch innovative Varianten zu entwickeln.

3. Gesamtaussage

Aufgrund unserer starken nationalen und internationalen Marktstellung sind wir für die Herausforderungen der Märkte gut aufgestellt. Wir befinden uns auf einem stabilen Weg, den wir konsequent weiterverfolgen. Deshalb schauen wir mit großer Zuversicht auf die kommenden Jahre und setzen weiterhin alles daran, die Stellung des Unternehmens und der Lambertz-Gruppe insgesamt als führender Anbieter für Herbst- und Jahresgebäcke weiter auszubauen.

 

Nürnberg, 25. September 2019

gez. Thomas Ulrich Wrede, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 30. JUNI 2019

FERDINAND WOLFF GMBH & CO. KG, NÜRNBERG

AKTIVA

30.6.2019
EUR
30.6.2018
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 4.135.940,49 3.470.803,09
I. Sachanlagen 4.085.940,49 3.420.803,09
1. Grundstücke und Bauten 413.099,48 417.045,48
2. technische Anlagen und Maschinen 2.377.526,00 2.232.336,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 416.477,00 389.187,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 878.838,01 382.234,61
II. Finanzanlagen 50.000,00 50.000,00
1. Beteiligungen 50.000,00 50.000,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 14.666.212,29 14.997.684,65
I. Vorräte 13.499.632,07 13.755.289,75
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.164.180,83 1.240.049,19
- davon aus Lieferungen und Leistungen: EUR 619.194,03 (Vorjahr: EUR 608.521,19)    
III. Kassenbestand 2.399,39 2.345,71
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 7.210,97 8.941,40
  18.809.363,75 18.477.429,14

PASSIVA

   
30.6.2019
EUR
30.6.2018
EUR
A. EIGENKAPITAL 616.106,72 609.707,45
I. Kapitalanteil des Kommanditisten 613.550,26 607.150,99
II. Kapitalanteil der Komplementärin 2.556,46 2.556,46
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.116.075,70 1.654.258,95
C. VERBINDLICHKEITEN 16.077.181,33 16.211.087,74
- davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen: EUR 54.505,47 (Vorjahr: EUR 53.901,77)    
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 2.375,00
  18.809.363,75 18.477.429,14

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2018/19

2018/19
EUR
2017/18
EUR
1. Rohergebnis 17.673.180,25 18.654.432,70
2. Personalaufwand -9.356.619,85 -9.352.400,90
a) Löhne und Gehälter -7.751.111,57 -7.755.256,11
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.605.508,28 -1.597.144,79
- davon für Altersversorgung: EUR 76.894,72 (Vj.: EUR 76.986,33)    
3. Abschreibungen -570.415,41 -675.234,22
a) Abschreibungen auf Sachanlagen -570.415,41 -675.234,22
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -5.923.834,46 -6.616.335,67
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -22.686,28 -36.329,05
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 21.452,28 (Vorjahr: EUR 23.158,05)    
6. Finanzergebnis -22.686,28 -36.329,05
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -253.905,41 -313.369,00
8. Ergebnis nach Steuern 1.545.718,84 1.660.763,86
9. sonstige Steuern -43.931,22 -59.087,02
10. Jahresüberschuss 1.501.787,62 1.601.676,84
11. Gutschrift auf das Verlustvortragskonto des Kommanditisten -6.399,27 -1.601.676,84
12. Gutschrift auf das Verbindlichkeitenkonto ggü. dem Kommanditisten -1.495.388,35 0,00
13. Ergebnis nach Verwendungsrechnung 0,00 0,00

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2018/19

FERDINAND WOLFF GMBH & CO. KG, NÜRNBERG

A. Allgemeine Angaben

1. Angewendetes Recht

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Regelungen des deutschen Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Die Ferdinand Wolff GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Nürnberg und ist in das Handelsregister des Amtsgerichts Nürnberg mit der Nummer HRA 2558 eingetragen.

Die Gesellschaft hat die Größenmerkmale einer mittelgroßen Personenhandelsgesellschaft i.S.v. § 264a Abs. 1 HGB i.V.m. § 267 Abs. 2 HGB.

B. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die vorliegende Bilanz wurde nach der Vorschrift des § 266 HGB gegliedert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Gliederungsschema nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden grundsätzlich stetig angewendet.

2. Anlagevermögen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten einschließlich der Anschaffungsnebenkosten oder zu Herstellungskosten bewertet, vermindert um planmäßige Abschreibungen.

Die Gegenstände werden - soweit abnutzbar - planmäßig unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und unter Berücksichtigung der steuerlichen Vorschriften abgeschrieben.

Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter werden in einem Sammelposten gemäß § 6 Abs. 2 EStG eingestellt und über 5 Jahre abgeschrieben.

Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen und der Anlagen im Bau erfolgte mit dem Nennwert.

Der Ansatz der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten. Im Falle dauerhafter Wertminderungen werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

3. Vorräte

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt gemäß § 240 Abs. 4 HGB mit dem gewogenen Durchschnittswert unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Bei Zugrundelegung des Marktpreises am Abschlussstichtag ergibt sich eine Wertdifferenz von 125 TEUR.

Bei der Ermittlung der Herstellungskosten der unfertigen und der fertigen Erzeugnisse wurden neben Material- und Fertigungseinzelkosten angemessene Gemeinkostenzuschläge für Fertigungs- und Materialkosten berücksichtigt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde bei der Bewertung insbesondere durch eine verlustfreie Bewertung zum Abschlussstichtag beachtet. Die Bestände an fremdbezogenen Waren wurden zu Einstandspreisen bewertet.

Die Bewertung der unter dem Vorratsvermögen ausgewiesenen Ersatzteile erfolgte nach § 240 Abs. 3 HGB mit einem Festwert.

4. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel

Der Ansatz der Forderungen, der sonstigen Vermögensgegenstände, des Kassenbestandes und der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgte zum Nennwert.

Bekannte Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

5. Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem Nennwert angesetzt. Sie betreffen ausschließlich Ausgaben i.S.v. § 250 Abs. 1 HGB.

6. Eigenkapital

Das Eigenkapital der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr um TEUR 6,4 erhöht. Ursächlich dafür ist der Ausgleich des bestehenden Verlustvortrages des Kommanditisten durch einen Teil des erwirtschafteten Jahresüberschusses.

7. Rückstellungen

Bei den Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen erfasst und mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 1.332 (im Vorjahr TEUR 1.125).

8. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen bewertet. Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Sicherheiten sind nicht bestellt.

Analog zum Vorjahr werden die bestehenden Verrechnungskonten aus gruppeninternen Liefer- und Leistungsbeziehungen in der Bilanz zum 30. Juni 2019 gemäß § 265 Abs. 5 S. 2 HGB gesondert unter den Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen ausgewiesen. Sie beinhalten mit TEUR 9.897 das Verrechnungskonto mit der Aachener Printen- und Schokoladenfabrik Henry Lambertz GmbH & Co KG.

C. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden gänzlich im Inland erzielt.

Sie entfielen ausschließlich auf Gebäckwaren.

2. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 27 enthalten.

D. Sonstige Angaben

1. Persönlich haftende Gesellschafterin

Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Lebkuchen Weiss GmbH, Neu-Ulm. Das gezeichnete Kapital dieser Gesellschaft beträgt DM 50.000,00 (EUR 25.564,59). Eine Umstellung auf die Währung EUR ist noch nicht erfolgt.

2. Organmitglieder

Geschäftsführer der Komplementärgesellschaft waren im Geschäftsjahr 2018/2019 die Herren:

Heiko Piossek, Geschäftsführer, (abberufen zum 30. Juli 2019) und

Thomas Ulrich Wrede, Geschäftsführer, (bestellt zum 01. August 2019).

Während des Geschäftsjahrs 2018/2019 hatte die Gesellschaft einen Beirat bestehend aus den Mitgliedern:

Herr Dr. Hermann Kittelberger-Bühlbecker, Aachen

Beiratsvorsitzender

Herr Harald Lutz, Urbach

Unternehmensberater

Herr Prof. Dr. Claus-Peter Mossler, Aachen

Rechtsanwalt

Frau Fatima Zahra Kittelberger-Bühlbecker, Aachen

Dipl. Mathematikerin und Dipl. Informatikerin

Die Bezüge des Beirats beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr anteilig auf TEUR 47.

3. Durchschnittliche Anzahl der Arbitnehmer

2019 2018
Angestellte (ohne Geschäftsführer) 24 24
Gewerbliche Arbeitnehmer 166 164
  190 188

4. Angabe zum Anteilsbesitz

Anteil
%
Eigenkapital 30.06.2019
Euro
Eigenkapital 30.06.2018
Euro
Wendler Nougat GmbH & Co. KG, Nürnberg 100 27.499,76 33.540,06

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Für die Gesellschaft ergeben sich aus laufenden Miet- und Leasingverträgen künftige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 579 (Vorjahr 807).

6. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Von dem Abschlussprüfer wurde für das Geschäftsjahr 2018/2019 folgendes Honorar für Abschlussprüfungsleistungen berechnet:

- Abschlussprüfung: TEUR 13
- Steuerberaterleistungen: TEUR 7

 

Nürnberg, den 25. September 2019

gez. Thomas Ulrich Wrede, Geschäfsführer

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.7.2018
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand am 30.6.2019
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände          
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 35.867,33 0,00 0,00 0,00 35.867,33
I. Sachanlagen          
1. Grundstücke und Bauten 3.590.742,12 0,00 0,00 0,00 3.590.742,12
2. technische Anlagen und Maschinen 11.434.351,06 70.303,25 28.002,02 539.867,94 12.016.520,23
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.358.504,49 58.038,17 26.335,77 70.740,05 1.460.946,94
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 382.234,61 1.107.211,39 0,00 -610.607,99 878.838,01
  16.765.832,28 1.235.552,81 54.337,79 0,00 17.947.047,30
II. Finanzanlagen          
1. Beteiligungen 50.000,00 0,00 0,00 0,00 50.000,00
  50.000,00 0,00 0,00 0,00 50.000,00
  16.851.699,61 1.235.552,81 54.337,79 0,00 18.032.914,63
Abschreibungen
Stand am 1.7.2018
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 30.6.2019
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände        
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 35.867,33 0,00 0,00 35.867,33
I. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten 3.173.696,64 3.946,00 0,00 3.177.642,64
2. technische Anlagen und Maschinen 9.202.015,06 464.981,19 28.002,02 9.638.994,23
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 969.317,49 101.488,22 26.335,77 1.044.469,94
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  13.345.029,19 570.415,41 54.337,79 13.861.106,81
II. Finanzanlagen        
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  13.380.896,52 570.415,41 54.337,79 13.896.974,14
Buchwerte
Stand am 30.6.2019
EUR
Stand am 30.6.2018
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände    
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 0,00
I. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten 413.099,48 417.045,48
2. technische Anlagen und Maschinen 2.377.526,00 2.232.336,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 416.477,00 389.187,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 878.838,01 382.234,61
  4.085.940,49 3.420.803,09
II. Finanzanlagen    
1. Beteiligungen 50.000,00 50.000,00
  50.000,00 50.000,00
  4.135.940,49 3.470.803,09

BESTÄTIGUNGSVERMERK FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2018/19

FERDINAND WOLFF GMBH & CO. KG, NÜRNBERG

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Ferdinand Wolff GmbH & Co. KG, Nürnberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Ferdinand Wolff GmbH & Co. KG, Nürnberg, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2018 bis zum 30. Juni 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ferdinand Wolff GmbH & Co. KG, Nürnberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2018 bis zum 30. Juni 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2018 bis zum 30. Juni 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichem Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 16. Dezember 2019

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Groll, Wirtschaftsprüfer

gez. Reidick, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 30. Juni 2019 erfolgte am 17. Dezember 2019.

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