ELWEMA Automotive GmbH
Dr.-Adolf-Schneider-Straße 21, 73479 Ellwangen (Jagst), DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Joachim Weiß seit 16.5.2024 | Geschäftsführer |
Oliver Matthias Merget seit 5.1.2021 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ELWEMA Automotive GmbHEllwangen (Jagst)Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012LAGEBERICHT FÜR DAS Geschäftsjahr 2012ELWEMA Automotive GmbH, Ellwangen (Jagst)1. Darstellung des Geschäftsverlaufes a. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche Gesamtwirtschaft: Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft ist hoch, das deutsche Wirtschaftswachstum ist trotz zunehmender Belastungen und Risiken aus dem In- und Ausland robust. Beschäftigung und Wohlstand sind in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Auch im Jahr 2012 verzeichnete Deutschland - anders als die Eurozone insgesamt - ein beachtliches Wachstum von 0,7%. Im Jahresverlauf ließ die konjunkturelle Dynamik jedoch kontinuierlich nach. Zentrale Ursachen für den Jahresausklang 2012 waren neben einer merklichen Abkühlung der Weltwirtschaft vor allem die mit der hohen Verschuldung in den Industriestaaten einhergehende Verunsicherung der Marktteilnehmer, die schon seit Beginn des Jahres die Investitionsbereitschaft der deutschen Wirtschaft massiv beeinträchtigt hat (vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Jahreswirtschaftsbericht 2013, Januar 2013). Die Beschäftigungslage in Deutschland war in 2012 wiederum sehr gut. Die Arbeitslosenquote war niedrig und die Zahl der erwerbstätigen Personen hat mit 41,6 Mio. einen neuen Beschäftigungsrekord erreicht. Der Hauptrefinanzierungszinssatz der Europäischen Zentralbank lag in 2012 über das gesamte Jahr hinweg auf einem sehr niedrigen Niveau von 0,75%. Branche: Nach Schätzungen des Branchenverbandes VDMA stieg der globale Maschinenumsatz in 2012 um nominal 10% auf ein neues Rekordniveau von 2.250 Milliarden Euro. Der deutsche Maschinenbau (250 Milliarden Euro) liegt auf Platz vier im Weltranking. Gegenüber dem Vorjahr ist der Umsatz deutscher Maschinen- und Anlagenbauer um nominal drei Prozent gestiegen. Somit war 2012 für die Maschinenbaubranche erneut ein gutes Jahr. Da sich der Kundenkreis der Gesellschaft ausschließlich aus Großunternehmen der Automobilindustrie zusammensetzt, ist das Investitionsverhalten der Automobilindustrie von besonderer Bedeutung. Der Automobilsektor hat sich in 2012 in eine Zwei-Klassen-Gesellschaft entwickelt: Deutsche, japanische und koreanische Hersteller wuchsen zuletzt deutlich, während südeuropäische Autobauer mit sinkenden Erlösen und rückläufigen Verkaufszahlen zu kämpfen hatten. Weltweit sind die Absatzzahlen in 2012 deutlich gestiegen, die Zahlen in Westeuropa waren rückläufig. Marktschätzungen zufolge wächst der Automobilmarkt nach Stückzahlen von 2011 bis 2018 um 36%. Die ELWEMA Automotive GmbH ("ELWEMA") profitiert von diesem Marktwachstum. Die Zahl ausländischer Werke deutscher Hersteller ist seit 2000 eher moderat gewachsen, bis 2015 wird sich die Zahl deutlich erhöhen. Die neuen Werke werden tendenziell größer und es wird mehr investiert. Dies war auch im Berichtsjahr der Fall. Die Zahl der Wettbewerber hat sich im Jahre 2012 wiederum nicht verändert. Es gab jedoch Verschiebungen unter den Wettbewerbern und in der Wettbewerbsintensität: Einige sind stärker, andere sind schwächer geworden. Das Wettbewerbsumfeld besteht aus ca. 10 Unternehmen, die größtenteils dem Mittelstand zuzurechnen sind. Die Wettbewerber der Gesellschaft stammen aus dem In- und Ausland. Der Wettbewerb ist intensiv und unterliegt einem hohen Preisdruck. b. Geschäftsergebnis Das im Berichtsjahr 2012 erzielte Geschäftsergebnis sieht die Geschäftsführung grundsätzlich positiv. Das Betriebsergebnis (EBIT) beträgt € 3,2 Mio. und liegt im Rahmen der Erwartungen. Das gute Ergebnis ist auf eine sehr hohe Gesamtleistung und Vollauslastung der Gesellschaft zurückzuführen. Weiterhin tragen eine schlanke Kostenstruktur (niedrige Fixkosten) und ein in Teilen hoher Standardisierungsgrad dazu bei. Aufgrund der Auslastungssituation musste im Berichtsjahr auf ein sehr hohes Maß an externen Kapazitäten zurückgegriffen werden, die in diesem Umfang zu Mehrkosten geführt und sich belastend auf das Ergebnis ausgewirkt haben. Dementsprechend ist die EBIT-Marge gesunken. Ferner hat ein sehr hoher Übersee-Anteil zu einem deutlichen Anstieg der Fracht- und Verpackungskosten geführt und sich ebenfalls belastend auf das Ergebnis ausgewirkt. Das Finanzergebnis beträgt T€ -748 und beinhaltet im Wesentlichen Bankzinsen und Avalprovisionen für die Finanzierung des Working Capitals. c. Umsatz- und Auftragsentwicklung Die Gesellschaft hat die im Herbst 2011 für das Geschäftsjahr 2012 erstellte Umsatzplanung um 22% - die Gesamtleistung gar um 38% - übertroffen. Die ELWEMA hat im Berichtsjahr eine Gesamtleistung von € 89,9 Mio. erzielt. Es lag eine Vollauslastung während des gesamten Geschäftsjahres vor. Die Gesellschaft ist mit einem hohen Auftragsbestand in das Jahr 2012 gestartet. Im Berichtsjahr hat sich der Auftragseingang wiederum hervorragend entwickelt. Die ELWEMA verfügt zum Bilanzstichtag über einen außerordentlich hohen Auftragsbestand von € 90,7 Mio. (mit Reichweiten bis in das Jahr 2014) und wird die für das Geschäftsjahr 2013 geplanten Umsatzerlöse in Höhe von € 74,9 Mio. (Gesamtleistung € 77,6 Mio.) somit sicher erreichen. Der Auftragsbestand setzt sich aus Bestellungen von Kunden aus dem Inland und dem Ausland, insbesondere aus den USA, China und aus europäischen Nachbarländern, zusammen. Die Gesellschaft verfügt über einen festen Stamm von ca. 20 bis 30 Kunden. Die ELWEMA hat bei einigen Schlüsselkunden die Marktanteile im Berichtsjahr ausgebaut und somit ein wichtiges strategisches Ziel erreicht. Die sehr positive Auftragsentwicklung hängt einerseits mit dem anhaltend starken Investitionsverhalten der Automobilindustrie zusammen. Andererseits ist die Auftragsentwicklung ein Beleg dafür, dass die Gesellschaft produktseitig exzellent positioniert ist. Die Investitionen der vergangenen Jahre in die Produkte machen sich bezahlt. Die ELWEMA wurde im Berichtsjahr erneut für den VW Group Award nominiert. ELWEMA wird von einigen Kunden als Technologieführer gesehen. Im Bereich RPM verfügt die Gesellschaft über ein Alleinstellungsmerkmal. d. Analyse und Erläuterungen von finanziellen Leistungsindikatoren Für die Beurteilung der Gesellschaft stellen nach Ansicht der Geschäftsführung die Rohertragsquote, die Personalkostenquote, die Aufwandsquote (sonstige betriebliche Aufwendungen bezogen auf die Gesamtleistung) und letztlich die EBIT-Marge geeignete Leistungsindikatoren dar. Die Rohertragsquote beträgt 22,6% bezogen auf die Gesamtleistung und ist gegenüber dem Vorjahr nochmals gesunken. Dies hängt nicht mit einem nochmals höheren Anteil an Fremdvergaben an Lieferanten und Dienstleister zusammen. Teilweise spiegelbildlich ist die Personalkostenquote von 13,5% auf ein niedriges Niveau von 9,0% gesunken. Die Gesamtleistung je Mitarbeiter (ohne Auszubildende) liegt bei einem außerordentlich hohen Wert von T€ 731. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind wegen des höheren Geschäftsvolumens und der zahlreichen internationalen Projekte in Ländern wie China, Brasilien und Mexiko von € 4,5 Mio. auf € 8,8 Mio. gestiegen. Dies entspricht einer branchenüblichen Quote von 9,8%. Neben den vorstehend genannten Fracht-, Verpackungs- und Reisekosten sind insbesondere die EDV-Kosten nach einer grundlegenden Erneuerung stark angestiegen. Die Fixkosten befinden sich weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Die Gesellschaft sichert sich somit gegen etwaige Beschäftigungsschwankungen ab. Die EBIT-Marge beträgt 4,0%. Diesbezüglich wurden die Erwartungen aus den oben genannten Gründen nicht erfüllt. 2. Darstellung der Vermögens-/ Finanz-/ Ertragslage Vermögenslage: Das Anlagevermögen hat eine untergeordnete Bedeutung. ELWEMA konstruiert und montiert Maschinen. Insofern sind Investitionen in Fertigungsanlagen nicht relevant. Im Anlagevermögen sind somit im Wesentlichen Betriebs- und Geschäftsausstattung aus dem Bürobereich sowie IT (Software/Hardware) enthalten. Neuinvestitionen im Bereich IT sind im Berichtsjahr im Wesentlichen über die AIM erfolgt, die über eine IT-Umlage an die ELWEMA abgerechnet werden. Auf der Aktivseite sind insbesondere die Vorräte und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hervorzuheben. Das Vorratsvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr nochmals deutlich erhöht. Die unfertigen Erzeugnisse sind von € 18,9 Mio. auf € 30,6 Mio. angestiegen. Vom Vorratsvermögen werden die erhaltenen Anzahlungen aktivisch abgesetzt. Diese betragen € 18,2 Mio. und sind im Vergleich zum Vorjahr um € 2,5 Mio. gestiegen (Vj. € 15,7 Mio.). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen € 12,9 Mio. und konnten um € 3,0 Mio. verringert werden. Die Umschlagshäufigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beläuft sich rechnerisch auf 60 Tage. Die Gesellschaft hatte auch im Berichtsjahr keinerlei Forderungsausfälle. Bedingt durch die Kundenstruktur, die ganz überwiegend die sog. OEM's (Automobilhersteller) umfasst, bestehen quasi keine Ausfallrisiken. Die Zahlungsmoral ist jedoch bei einigen Kunden als weniger gut zu beurteilen. Insbesondere erlauben sich die Kunden regelmäßig Einbehalte, die in Bezug auf noch zu erbringende Restleistungen (z.B. Erstellung einer Dokumentation) unverhältnismäßig hoch ausfallen. Dank großer Anstrengungen hat sich der Forderungsbestand in 2012 jedoch sehr erfreulich entwickelt. Das wirtschaftliche Eigenkapital der Gesellschaft, definiert als Eigenkapital zuzüglich der Gewinnabführung aus dem Ergebnisabführungsvertrag, beträgt € 6,5 Mio. und entspricht einer Quote von 22,5%, bezogen auf die Bilanzsumme. Die Eigenkapitalquote der ELWEMA ist jedoch nur bedingt von Bedeutung, da die Bonitätsbeurteilung durch die Kreditgeber zutreffend auf der Ebene des AIM-Konzerns erfolgt. Der AIM-Konzern verfügt über ein Eigenkapital von € 14,1 Mio. und eine Eigenkapitalquote von 31%. Die Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um € 1,3 Mio. verringert und betragen zum Bilanzstichtag € 2,6 Mio. Rückstellungen wurden im Wesentlichen gebildet für ausstehende Eingangsrechnungen, noch anfallender Aufwand für fakturierte Projekte, Gewährleistungen und für Personal (Urlaub, Prämien). Finanzlage: Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über einen Cashbestand in Höhe von € 0,5 Mio. Die Bankverbindlichkeiten zur Finanzierung des Working Capitals betragen € 10,7 Mio. Die Nettofinanzverbindlichkeiten belaufen sich somit auf € 10,2 Mio. Die Inanspruchnahme von Kreditlinien hat sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Der hohe Bestand an Vorräten wird durch die relativ niedrigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kompensiert. Die Gesellschaft partizipiert an der Ende 2011 neu abgeschlossenen Rahmenfinanzierung der AIM. Es stehen über die Inanspruchnahme hinaus bei Bedarf weitere Kreditlinien zur Verfügung. Die Finanzlage ist sehr solide. Ertragslage: Die Ertragslage hat sich gegenüber dem Vorjahr nur wenig verändert. Das EBIT konnte von € 3,0 Mio. auf € 3,2 Mio. leicht gesteigert werden, dabei ist jedoch die EBIT-Marge gesunken. Im Übrigen wird zur Ertragslage auf die Ausführungen unter 1 b. Geschäftsergebnis verwiesen. 3. Nachtragsbericht Es sind nach dem Bilanzstichtag keine besonderen Ereignisse eingetreten, die einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft haben. 4. Prognosebericht a. Chancen und Risiken Chancen: - Der hohe Auftragsbestand von € 90,7 Mio. führt für das Geschäftsjahr 2013 zu einer durchgängigen Vollauslastung der Gesellschaft und zu einer vollständigen Absicherung der geplanten Umsatzerlöse in Höhe von € 74,9 Mio. - Die schlanke Fixkostenstruktur schützt die Gesellschaft weiterhin vor etwaigen Beschäftigungsschwankungen. - Der in 2012 vollzogene Quantensprung in der Gesamtleistung war organisatorisch schwierig. Es wurde jedoch eine gute organisatorische und personelle Grundlage geschaffen, die zu einer Ergebnissteigerung in 2013 ff. führen wird. - Die Erhöhung der Marktanteile bei einigen wichtigen Schlüsselkunden erhöht die Chance auf zukünftige Aufträge - auch in konjunkturell schlechteren Zeiten. - Das technologische Potential der Gesellschaft ist sehr hoch. Dies zeigt sich u. a. in den Erfolgen mit der "RPM-Suite" (Reinigen, Prüfen und Montieren in einer kombinierten Anlage). Die Wettbewerber müssen sich zusammenschließen, um das Konzept zu adaptieren. - Die Gesellschaft betreibt ein Servicegeschäft, welches für die Zukunft ausbaufähig ist und zusätzliche Ertragschancen bietet. - Die Gesellschaft hat im AIM-Verbund sehr interessante Möglichkeiten, die komplementären Technologieschwerpunkte der Rohwedder Macro Assembly GmbH und der Rohwedder Micro Assembly GmbH für gemeinsame Entwicklungen im Bereich innovativer Montageanlagen zu nutzen. - Der AIM-Verbund bietet darüber hinaus die Möglichkeit, Kapazitätsschwankungen bestmöglich auszusteuern. Insbesondere die Rohwedder Macro Assembly GmbH kann bedeutende Teile der Produktion fast reibungslos übernehmen. ELWEMA kann seine Kunden somit auch in Spitzenzeiten besser und sicherer bedienen als der Wettbewerb. Risiken: - Das Geschäft der ELWEMA ist grundsätzlich konjunkturabhängig bzw. abhängig vom Investitionsverhalten der Automobilindustrie. Es ist derzeit jedoch (noch) kein Nachlassen des Investitionsverhaltens der Kunden zu erkennen. - Die Situation auf den Beschaffungsmärkten ist für die Gesellschaft von hoher Bedeutung. Dies betrifft Beschaffungspreise und insbesondere Lieferzeiten. Für 2013 hat sich die Situation insbesondere für mechanische Komponenten deutlich verbessert. Der Einkauf von individueller Software ist nach wie vor schwierig. - Die Gesellschaft benötigt für den angestrebten Unternehmenserfolg gut ausgebildetes Personal. Die zwischenzeitlich sehr niedrige Arbeitslosenquote in Deutschland stellt ein Risiko in der Personalbeschaffung dar. Gleichwohl hat die ELWEMA im Jahr 2012 zahlreiche Neueinstellungen durchgeführt. Insbesondere der Standort Monschau wurde deutlich ausgebaut. Ferner legt die Gesellschaft großen Wert auf Berufsausbildung und Weiterbildung, um das Personalrisiko zu beherrschen. - Die Volatilität des Projektgeschäfts stellt die Organisation teilweise vor hohe Herausforderungen. Der notwendige personelle Einsatz und die damit verbundenen Belastungen der Belegschaft sind in Spitzenzeiten hoch. Dies birgt gewisse Risiken, u. a. bezüglich der Einhaltung von Terminen. - Das Wettbewerbsumfeld ist trotz einer sehr guten Kapazitätsauslastung weiterhin sehr intensiv. Dies wirkt sich auf die am Markt erzielbaren Preise aus. Die Gesellschaft hat sich darauf eingestellt. b. Zukünftige Entwicklung der Gesellschaft Die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft wird weiterhin sehr positiv gesehen. Das Unternehmen hat das Potential, die Ergebnisse kurz- und mittelfristig nochmals zu steigern. Für die Gesellschaft ist das Investitionsverhalten der Automobilindustrie von wesentlicher Bedeutung. Die relevanten Markttreiber für die Produkte der ELWEMA sind die Anstrengungen der Automobilhersteller die CO2-Emission und den Kraftstoffverbrauch zu senken. Global schärfere gesetzliche Anforderungen zur CO2-Reduktion und steigende Kraftstoffpreise bewirken hohe Investitionsanforderungen bei den Automobilherstellern (vgl. Commerzbank, Branchenbericht Automobil-zulieferer, Januar 2013). Beide Markttreiber werden als nachhaltig angesehen und werden zukünftig zu einer hohen Nachfrage nach den Produkten der Gesellschaft führen. 5. Sonstige Angaben a. Vorgänge von besonderer Bedeutung Die Gesellschaft hat mit ihrem Mutterunternehmen, der Orpheus Capital GmbH & Co. KG, einen Ergebnisabführungsvertrag geschlossen, der am 23. Dezember 2010 in das Handelsregister eingetragen wurde. Seither wird der Jahresüberschuss im Wesentlichen an die Muttergesellschaft abgeführt. b. Verwendung von Finanzinstrumenten Zur Absicherung von Währungsrisiken im US$ wurden im Berichtsjahr mehrere Kurssicherungsgeschäfte durchgeführt. Dabei handelte es sich jeweils um Devisentermingeschäfte. Die Gesellschaft hat keine Optionen, Derivate, etc. eingesetzt. c. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft arbeitet an mehreren aktuellen Forschungs- und Entwicklungsprojekten, die teilweise sehr intensiv und mit einem entsprechenden Zeitaufwand betrieben werden. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr mehrere Patentanmeldungen geprüft und durchgeführt. BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2012ELWEMA AUTOMOTIVE GMBH, ELLWANGEN (JAGST)AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2012
ANHANG FÜR DAS Geschäftsjahr 2012ELWEMA Automotive GmbH, Ellwangen (Jagst)I. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) sowie den ergänzenden Vorschriften des Gesellschaftsvertrags aufgestellt worden. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 3 HGB) auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungs-/Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten der unfertigen Erzeugnisse/unfertigen Leistungen setzen sich sowohl aus den Einzel- als auch den angemessenen Teilen der Gemeinkosten zusammen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert nach Abzug der erforderlichen Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 1,0 % ausreichend Rechnung getragen. Flüssige Mittel werden zu Nennwerten bilanziert. Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen. Für die sonstigen Rückstellungen wurde der Erfüllungsbetrag als Bewertungsmaßstab berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Für Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger findet § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB keine Anwendung. III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2012 ist im Anlagenspiegel der ELWEMA Automotive GmbH dargestellt. 2. Vorräte Im Berichtsjahr wurden die erhaltenen Anzahlungen von den unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen abgesetzt. 3. Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 2.000 und ist voll eingezahlt. Im Berichtsjahr wurde der Kapitalrücklage ein Betrag in Höhe von TEUR 1.000 zugeführt. 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten enthalten unter anderem: - Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 10.727 (Vj.: TEUR 10.419) -Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 7.299 (Vj.: TEUR 4.082) - Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.575 (Vj.: TEUR 471) - Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 2.481 (Vj.: TEUR 2.483) - sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 156 (Vj.: TEUR 181) Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 110 und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 12. 6. Haftungsverhältnisse, außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Abschlussstichtag bestehen folgende Haftungsverhältnisse:
Dabei haben TEUR 501 (Vorjahr: TEUR 640) der sonstigen finanziellen Verpflichtungen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und TEUR 874 (Vorjahr: TEUR 1.371) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Die Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften bestehen aufgrund des Sicherheiten-Treuhandvertrages aus der gesamtschuldnerischen Haftung der: Elwema Automotive GmbH, Ellwangen, Rohwedder Macro Assembly GmbH, Bermatingen, sowie Rohwedder Micro Assembly GmbH, St. Leon-Rot. Die Elwema Automotive GmbH haftet für die Rohwedder Macro Assembly GmbH i.H.v. TEUR 10.229 und für die Rohwedder Micro Assembly GmbH i.H.v. TEUR 6.415. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten:
2. sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 630. 3. Personalaufwand Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1). 4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00). 5. Finanzergebnis Im Finanzergebnis sind Zinsaufwendungen und zinsähnliche Aufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 58) enthalten. V. Sonstige Angaben 1. Beschäftigte im Jahresdurchschnitt Im Jahresdurchschnitt 2012 wurden 134 (Vj. 114) Arbeitnehmer, davon 11 (Vj. 8) Auszubildende beschäftigt. 2. Konzernzugehörigkeit Den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen ist, stellt die Günther GmbH, Bamberg, auf. Dieser Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. 3. Honorar des Abschlussprüfers Im Geschäftsjahr sind Aufwendungen für Honorare des Abschlussprüfers für Abschlussprüfung (EUR 14) angefallen. 4. Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen Das Unternehmen unterhält eine Vielzahl von Geschäftsbeziehungen, vereinzelt auch zu nahestehenden Unternehmen und Personen. Als nahestehende Personen werden die Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen der Gesellschaft und deren nahe Familienangehörige definiert. Alle Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt. 5. Geschäftsführer Der Geschäftsführung gehörte im Geschäftsjahr 2012 an: - Antonio Alvarez Vega, Stolberg. Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung verzichtet.
Ellwangen (Jagst), den 8. Februar 2013 ELWEMA Automotive GmbH Der Jahresabschluss 2012 wurde von der Gesellschafterversammlung am 11. Juli 2013 festgestellt.
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERSWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ELWEMA Automotive GmbH, Ellwangen (Jagst), für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages, die unter Inanspruchnahme der Erleichterungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften des Ersten Abschnitts des Dritten Buches des HGB erfolgt sind, liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Zum Zeitpunkt der Beendigung unserer Prüfung konnte nicht abschließend beurteilt werden, ob die Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB zu Recht in Anspruch genommen worden sind, weil die Voraussetzungen der Nr. 3 (Einbeziehung in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens) und Nr. 4 (Angabe der Befreiung im Anhang des vom Mutterunternehmen aufgestellten und offen gelegten Konzernabschlusses sowie Mitteilung der Befreiung im elektronischen Bundesanzeiger) ihrer Art nach erst zu einem späteren Zeitpunkt erfüllt werden können.
Osnabrück, den 22. Mai 2013 Dr.
Klein, Dr. Mönstermann + Partner GmbH
Dr. Niemann,Wirtschaftsprüfer Dunkel, Wirtschaftsprüfer Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde in gesetzlich zulässigem Maß zum Zweck der Publizität verkürzt. Der beigefügte Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. |
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