Lufthansa Engineering and Operational Services GmbH
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Roman Klein seit 15.4.2024 | Prokura |
Vinzenz Ackermann seit 5.4.2023 | Prokura |
Michael Rader seit 3.4.2020 | Prokura |
Peter Marcus Unger seit 24.9.2014 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lufthansa Engineering and Operational Services GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023Grundlagen des UnternehmensLEOS erbringt seit 1995 Dienstleistungen in den Geschäftsbereichen Fahrdienste, Flugzeugschleppen, Werkstätten und Handel. LEOS ist seit 1. Januar 2022 eine 100%ige Tochtergesellschaft der Lufthansa Commercial Holding GmbH ( LCH). Die Beteiligungsführung der LEOS erfolgt direkt durch Lufthansa Airlines ( LHA) als operativer Teil der Deutschen Lufthansa AG (DLH). Die Verzahnung mit LHA am Standort FRA ist sowohl für die unmittelbare Geschäftsentwicklung als auch für strategische Fragestellungen von besonderer Bedeutung. LEOS besitzt einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der LCH und ist durchgängig in der steuerlichen Organschaft mit der DLH eingebunden. Die betriebliche Altersversorgung (bAV) und damit verbundene Effekte durch sinkende Zinsen und variierende Stichtagsbewertungen haben das Ergebnis der LEOS in den letzten Jahren stark geprägt. Während sich noch in 2022 ein stark belastender Effekt aus der Stichtagsbewertung der bAV ergab, ist für 2023 ein deutlich positiver Effekt zu verzeichnen.
Die Geschäftsaktivitäten haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Neben den Vorfelddiensten Pushen und Schleppen von Flugzeugen sowie dem Crewtransport betreibt die Gesellschaft Werkstätten zur Instandhaltung der eigenen Flotte sowie von Bodengeräten und Betriebsmitteln der Flugzeugwartung als auch weiterer Kunden und handelt mit Bodengeräten und Werkzeugen zur Flugzeugwartung und Abfertigung. LEOS führt an den drei Standorten Frankfurt (FRA), München (MUC) und Düsseldorf (DUS) eigene Betriebe. An verschiedenen deutschen Flughäfen erbrachte LEOS bis 2022 zusätzlich Crewtransportfahrten durch Subunternehmer, vorwiegend für Gesellschaften des Lufthansa Konzerns. Dieses Geschäftsfeld wird seit 2023 in Eigenregie der Lufthansa Airlines durchgeführt. Das Pushen und Schleppen von Flugzeugen sowie Vorfeld-Crewfahrten stellen Bodenverkehrsdienstleistungen ( BVD-Leistungen) dar, diese unterliegen der Verordnung über Bodenabfertigungsdienste ( BADV). LEOS erbringt diese Dienste in FRA, wo erforderlich formal als Subunternehmer der Fraport AG (Fraport). Zusätzlich erhält LEOS in FRA Unteraufträge von der zweiten lizensierten Abfertigungsgesellschaft WISAG Ground Handling Frankfurt GmbH & Co. KG. Am Standort DUS ist LEOS Subunternehmer der lizensierten Abfertigungsgesellschaften Wisag Airport Service Düsseldorf Gmbh & Co. KG, ACCIONA Airport Service GmbH sowie AAS Deutschland GmbH/ Aviapartner Düsseldorf GmbH & Co. KG. Alle 7 Jahre werden die Abfertigungslizenzen neu vergeben. Daraus ergab sich zum 1. April 2023 ein deutlich verändertes Marktumfeld, da erstmals ein dritter Bodenabfertiger eine Lizenz erhielt und diese aktiv ausübt. Das verbreiterte Angebot trifft jedoch auf eine gegenüber dem Vorkrisenniveau nach wie vor schleppende Nachfrage. Die Konkurrenzsituation führt in Teilen zu nicht kostendeckenden Preisen, wovon in der Folge auch LEOS als Subdienstleister im Bereich Schleppen betroffen ist. LEOS ist in das Tarifgefüge der sogenannten gelben Bodenklammer des Lufthansa Konzerns für das Segment Technik und IT eingebunden, u.a. bestehend aus dem Manteltarif- und Vergütungstarifvertrag. Um zukünftig die Personalpolitik gezielt im Sinne der LEOS weiter zu entwickeln, wurde zum 1. Dezember 2022 mit dem (Wieder-)Aufbau einer eigenen Personalabteilung begonnen, der ein Jahr später erfolgreich mit den geplanten Ressourcen abgeschlossen werden konnte. LEOS ist gemäß ISO 9001:2015 zertifiziert. Anfang 2023 fand ein Überwachungsaudit durch DQS statt. Es wurden keine Abweichungen festgestellt. Veränderung gesamtwirtschaftlicher und branchenspezifischer Rahmenbedingungen2023 war ein Jahr der Konsolidierung mit dem Ziel, im Rahmen der Mengenerholung in möglichst vielen Bereichen wieder die Ergebnisse des Vorkrisenniveaus zu erreichen. Der Passagierluftverkehr nach der Pandemie ist in Deutschland in 2023 gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Allerdings bleibt diese Entwicklung weiterhin deutlich hinter den anderen europäischen Ländern zurück. Die Passagierzahlen an den deutschen Flughäfen sind um 20 Prozent auf 197,2 Millionen gestiegen. Das Sitzplatzangebot an den deutschen Flughäfen erreichte 79% des Vor-Corona-Niveaus. Dagegen liegt die Entwicklung des Luftverkehrs in den übrigen europäischen Ländern mit 96% des Angebotes von 2019 deutlich darüber und hat damit den pandemiebedingten Einbruch des Luftverkehrs nahezu überwunden. Eine wesentliche Ursache für die zurückbleibende Entwicklung in Deutschland sind die seit 2020 besonders stark gestiegenen Standortkosten. Nach Angaben des Bundesverbands der Deutschen Fluggesellschaften (BDL) sind Steuern und Gebühren in Deutschland fünf bis zehn Mal so hoch wie an Flughäfen im europäischen Ausland. Vor allem die für den Wirtschaftsstandort wichtigen europäischen Punkt-zu-PunktVerkehre, die viele Wirtschaftszentren direkt miteinander verbinden, blieben in Deutschland auch im Jahr 2023 weit hinter den übrigen europäischen Ländern zurück. Während das Angebot der Punkt-zu-Punkt-Airlines in Deutschland nur 68 Prozent des VorCorona-Niveaus erreichte, stieg es im übrigen Europa auf 115 Prozent. Von dieser Negativentwicklung ist auch der LEOS Produktionsstandort DUS signifikant betroffen, derunter den veränderten Marktgegebenheiten wirtschaftlich unter Druck geraten ist. LEOS hat aus diesem Grund ein Expertenteam beauftragt, die Zukunftsfähigkeit des Standortes zu analysieren und Szenarien zu erarbeiten, die es ermöglichen DUS wieder profitabel zu entwickeln. Aufgrund einer positiven Stichtagsbewertung musste der Gesellschafter keine Ausgleichszahlung für die bAV vornehmen. Im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags erhielt der Gesellschafter einen Betrag von 0,5 Mio. €. Insgesamt konnte die Positionierung der LEOS am Markt aufgrund der Verlängerung wichtiger Kundenverträge und der Umsetzung deutlicher Preiserhöhungen gefestigt werden. Wesentlicher Erfolgsfaktor der LEOS war im Jahr 2023 die operative Stabilität und Flexibilität gerade in Hochsaisonzeiten wie z.B. Ostern oder dem Sommerzeitraum durch proaktives Ops-Management. Dabei konnten auch Kapazitätsprobleme anderer Prozessbeteiligter durch LEOS mitabgefedert werden. WirtschaftsberichtDer Gesamtumsatz des Unternehmens erhöhte sich gegenüber Vorjahr um 10% auf 39,1 Mio. € und blieb nur leicht unter Vorkrisenniveau. Er verteilte sich auf die Geschäftsbereiche wie folgt: Umsatz nach Standorten / Bereichen Jahr 2023
Das Betriebsergebnis verringerte sich um 2,6 Mio. € auf 1,2 Mio. €. Bereinigt um den Sonderertrag in 2022 für den Ausgleich der negativen Stichtagsbewertung der bAV verbesserte sich das Betriebsergebnis hingegen um 1,6 Mio. €. Das Finanzergebnis verbesserte sich um 6,3 Mio. € auf 1,5 Mio. €. Diese Entwicklung ist auf die Stichtagsbewertung des Deckungsvermögens für die betriebliche Altersvorsorge zurückzuführen. Während die Bewertung des Deckungsvermögens zum Zeitwert in 2022 zu einem hohen Zinsaufwand geführt hat, konnten im Geschäftsjahr 2023 wieder Zinserträge erwirtschaftet werden. Das Ergebnis nach Steuernbeträgt 2, 2 Mio. € und liegt um 2 ,7 Mio. € über dem Vorjahresergebnis. Nach Abzug der sonstigen Steuern ergibt sich ein Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von 2,1 Mio. €. Hiervon ist ein Teilbetrag von 1,6 Mio. € abführungsgesperrt. Der nicht gesperrte Betrag von € 0,5 Mio. wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die Gesellschafterin abgeführt. In Summe lagen die Umsätze um 3,4 Mio. € unter den Erwartungen der Vorjahresprognose von 42,4 Mio. €. Das Betriebsergebnis lag knapp um 0,1 Mio. € unter der Budgetannahme 2023. Der Anteil des Sachanlagevermögens an den Aktiva beträgt 25% und entfällt zum Großteil auf Schlepper und andere Fahrzeuge. Die größte Einzelposition des Umlaufvermögens mit 87% betrifft kurzfristige Forderungen gegenüber Konzerngesellschaften. Größte Einzelposten der Passivseite bilden mit knapp 69% Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Die Eigenkapitalquote liegt bei 18%. Die Finanzlage der LEOS GmbH ist durch die Einbindung in das Cashpooling der Deutschen Lufthansa AG geprägt. Die Cashpool-Forderungen beliefen sich zum 31. Dezember 2023 auf 23,4 Mio. €. Die Zahl der im Jahresdurchschnitt eingesetzten LEOS-Mitarbeitenden - inklusive Geschäftsführer und Auszubildende, aber ohne Mitarbeitende in der passiven Phase der Altersteilzeit - lag mit 296 leicht über dem Vorjahr mit 289. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 verteilten sich die Mitarbeitenden mit Festanstellung und Leihmitarbeitende wie folgt auf die Standorte:
Geschäftsverlauf und Entwicklung der Geschäftsfelder Im Bereich Schleppen FRA steigerte sich bei den Flugzeugbewegungen die Auftragsmenge um 4% gegenüber dem Vorjahr. Mit den deutlich gestiegenen Preisen führte dies zu einem Umsatzanstieg von 18%. Damit liegt der Umsatz 19% über dem Niveau 2019, die Menge hingegen um 2% darunter. Am Standort DUS entwickelte sich im Hauptgeschäft Pushbacks die Menge um +13% ggü. 2022. Gleichzeitig reduzierte sich die Anzahl der Umschlepps um 14%. Der Umsatz stieg um 25% ggü. dem Vorjahr lag jedoch 24% hinter dem Vorkrisenjahr 2019. Der Umsatz im Geschäftsbereich Transportdienste FRA lag in Summe um 17% über dem Vorjahr und auch 16% über dem Jahr 2019 Der Gesamtumsatz der Werkstätten stieg gegenüber 2022 um 18%. Die Einlastung stieg an allen Standorten. MUC verzeichnete das größte Wachstum um 22%, gefolgt von DUS mit 17% und FRA mit 15%. Der Umsatz im Handelsgeschäft reduzierte sich um 77%. Der Geschäftsbereich verhält sich sehr volatil und ist mit einem Umsatzanteil von 1,4% verhältnismäßig klein. Betriebsvermögen und InvestitionenDer größte Teil des Betriebsvermögens entfällt auf den Fuhrpark bestehend aus Schleppern und Bussen. Unter der langfristigen Perspektive der Erholung wurde der pandemiegetriebene Investitionsstau weiter aufgelöst. Entsprechend konnte die Flotte um weitere zwei Goldhofer (GH) AST-2E in FRA und zwei weitere vollelektrischen Kalmar FB-150E in DUS erweitert werden. Der Anteil an (hybrid)elektrisch betriebenen Flugzeugschleppern beträgt zum Jahresende 2023 in FRA 27% und in DUS 20%. Durch die anstehenden Zugänge in 2024 steigt der Anteil in FRA auf 45% und in DUS auf 30% an. Der Fuhrpark der Crew Busse konnte durch den Zugang von 6 neuen Fahrzeugen und dem Ausflotten entsprechender alter Fahrzeuge verjüngt werden. Fuhrpark: Zugänge 2023 Flugzeugschlepper: Stangenlos:
Mit Stange:
Crew Bus:
Orderbuch zum 31. Dezember 2023 Flugzeugschlepper:
Crew Bus:
Erstmalig lag im August 2023 der Anteil an vollelektrischen Schlepps >50% im Bereich der Flugzeugmuster bis A330/340. Weitere Investitionen betrafen Betriebsmittel für die drei Werkstätten sowie IT- und Kommunikationsanwendungen.
Einschätzung von Risiken und ChancenAls 100%ige Konzerngesellschaft ist LEOS in das Risikomanagement der Lufthansa eingebunden. Dies betrifft neben den Bereichen Arbeitssicherheit, Datenschutz, Risikoversicherung, steuerliche Organschaft auch das Compliance-Programm des Lufthansa Konzerns. Hierdurch ist die Gesellschaft für die Eingrenzung latenter Risiken, wie sie sich aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ergeben, in einen strukturierten Prozess eingebunden. Risiken werden im Rahmen des internen Risikomanagements erfasst und mit dem Gesellschafter regelmäßig besprochen. Einzelrisiken werden halbjährlich nach Eintrittswahrscheinlichkeit und potenzieller Schadenshöhe bewertet und durch Einzelmaßnahmen mitigiert. Das Ergebnisrisiko aus dem Rückstellungsaufwandfür die betriebliche Altersvorsorge ist weiterhin durch die Sondervereinbarung zur bAV durch die DLH abgesichert. Die Umstellung der betrieblichen Altersversorgung von "defined benefit" auf "defined contribution" verringert schrittweise das Risiko im LH Konzern. Der perspektivisch erwartete steigende Rechnungszins kann in den Folgejahren zu Erträgen im Finanzergebnis führen. Aktuell sind keine direkten Effekte aus der geopolitischen Lage erkennbar. Mittelbar hat historisch jedoch das Wirtschaftswachstum eine hohe Korrelation zum Luftverkehr. Daher beobachtet die Geschäftsführung die geopolitische und DE-Wirtschaftslage eng. Ein monatlicher Ausblick zum LHG-Flugplan wird über die internen Systeme zur Verfügung gestellt. Das Risiko aus Schadenseffekten in den Versicherungsprämien ist weiterhin vorhanden. Die umsatzbasierte Prämie liegt bei 250 T€. Eine rein schadensbasierte Prämie könnte die Dimension von 1.000 T€ erreichen. Daher ist für LEOS der Verbleib in der Konzernpolice sinnvoll. Ein wesentlicher Beitrag zur Zukunftsfähigkeit stellen für LEOS die Investitionen dar. Die Anschaffungen von Bussen und Schleppern basieren auf einer Mehrjahresplanung zur Substanzerhaltung und Optionen für Wachstum. Herausfordernd sind nach wie vor die langen Vorlaufzeiten bei Lieferungen von Flugzeugschleppern und Ersatzteilen für den Fuhrpark. Parallel verfolgt LEOS zugleich Einsparziele bei den Betriebskosten und nimmt das Thema Nachhaltigkeit in den Fokus. So plant LEOS bis 2030 die Schleppbetriebe vollständig auf nachhaltige Elektro-Schlepper umzustellen. Darüber hinaus wird für 2024 der Zugang eines ersten elektrisch betriebenen Kleinbusses im Bereich Crewtransport erwartet. Investitionen in IT-Anwendungen zur Effizienzsteigerung nehmen weiterhin einen hohen Stellenwert ein. Zum 04.03.2024 wird LEOS die historisch komplett in-house betriebene IT durch einen konzerninternen Dienstleister erbringen lassen und sich selbst auf die Spezifikation, Sicherstellung der IT Sicherheit und Steuerung fokussieren. Für die Zukunft ist eine stärkere Digitalisierung der Werkstattprozesse durch die Ablösung des bestehenden papiergebundenen Auftragsabwicklungsprozesses geplant. Der Finanzmittelbedarf für die bis Ende 2027 geplanten Investitionen sowie für weitere mögliche Quotierungen zur Ausfinanzierung von Pensionsrückstellungen ist durch die hohe Cash Position der LEOS gesichert. Eine hierdurch mögliche Optimierung des Fuhrparks im Hinblick auf Nachhaltigkeit und geringere laufende Kosten (inkl. AfA) kann in den Folgejahren die Marktposition der LEOS weiter stärken. In den Bereichen Integrity-, Competition- und Zoll-/ Export Compliance ist LEOS in das Monitoring des Konzerns eingebunden. Hierdurch wird sichergestellt, dass Informationen über Neuerungen und aktuelle Fragestellungen an alle relevanten und verantwortlichen Personen und Bereiche verteilt werden. Im Jahr 2023 traten keine Compliance-relevanten Vorfälle auf. Die Gesamtrisikoposition stellt sich im Vergleich zum Vorjahr unverändert dar. Zukunftseinschätzung / Ausblick Gesamtwirtschaftlich dämpft die beschlossene erneute Erhöhung der Luftverkehrsteuer zum 1. Mai 2024 sowie die geplante Erhöhung der Luftsicherheitsgebühren im kommenden Jahr grundsätzlich die weitere Erholung des Luftverkehrs. Die laufenden Tarifverhandlungen können für LEOS zu einer wirtschaftlichen Belastung werden. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn der Abschluss deutlich über den Prämissen für die Personalkostenplanung 2024 - 2027 erfolgt. Mittelbar kann LEOS auch von Streikmaßnahmen in anderen Tarifkonflikten (z.B. Kabinenpersonal, Sicherheitsdienste) in seiner Geschäftstätigkeit betroffen sein. Die zukünftige Ausrichtung des LEOS IT-Betriebs wird ab 4. März 2024 mit der Übergabe des IT-Betriebs- und der Entwicklung an einen internen Konzern-IT-Dienstleister vorangetrieben. Hierbei wird sichergestellt, dass die Lufthansa IT-Konzernstandards in puncto IT-Sicherheit, Compliance, Betrieb und Weiterentwicklung eingehalten werden. Das Zieldesign und der Weg zur Übernahme des IT-Betriebes und der Entwicklung sind in 2023 ausgestaltet worden. FRA: Die strategische Ausrichtung des Geschäftsmodells wurde mit dem Gesellschafter überarbeitet. LEOS wird zukünftig vorwiegend als Konzerndienstleister positioniert. Das stärkt insbesondere die Position im Konzern als systemrelevanter Ops-Dienstleister. Aufgrund des Personalmangels und der Kapazitätenengpässe bei anderen Systempartnern in FRA bestehen Chancen, das Geschäftsmodell der LEOS auszuweiten. Erste Ideen sind definiert und werden ggf. in Testszenarien auf Umsetzbarkeit und Erfolgsaussichten geprüft. Das Flugzeugschleppen und Crewbusfahren waren die maßgeblichen Treiber für das Ergebnis in 2023. LEOS erwartet für 2024 in diesem Bereich eine unveränderte Situation, und schafft damit die Grundlage für mögliche Erweiterungen des Produktportfolios. Durch die Entscheidung des Kunden Gate Gourmet, wesentliche Teile der Hubfahrzeug-Flotte künftig als Full-Service-Leasing zu betreiben, ist das Geschäft der LEOS, mit der Wartung und Reparatur der Cateringfahrzeuge, nicht mehr grundsätzlich gesichert. LEOS hat einerseits Interesse an einer langfristigen Fortführung des Geschäfts mit dem Lessor TCR, könnte aber, aufgrund der Altersfluktuation und dem Wachsen der Schlepperflotte, die aktuell bei Gate Gourmet beschäftigten Mitarbeitenden perspektivisch auch anderweitig einsetzen. DUS: Aufgrund des Negativergebnisses des Standortes DUS beim Schleppen und der Werkstatt und des in 2024 prognostizierten Fehlbetrages hat LEOS im Jahresabschluss 2023 eine Drohverlustrückstellung von 0,3 Mio. € gebildet. Aufgrund der negativen Ergebnisentwicklung 2023 in DUS und der prognostizierten Verluste für das Jahr 2024 hat die Geschäftsführung ein Ergebnissicherungsprogramm initiiert mit dem Ziel, bis Ende des ersten Quartals 2024 ein angepasstes Produktionsmodell entwickelt zu haben, das es ermöglicht, im operativen Ergebnis wieder perspektivisch die Null-Linie durchschreiten zu können. MUC: Das Ziel einer Erholung der Werkstatt MUC wurde in 2023 nicht erreicht. Die für 2024 prognostizierte Auftragslage sieht aber positiv aus. Zur Abarbeitung der erwarteten Nachfrage beabsichtigt LEOS mindestens 3 Werkstattmitarbeitende einzustellen. Für 2024 plant das Unternehmen mit einen Umsatz von 46,5 Mio. € und einem Betriebsergebnis von 0,2 Mio. €. Ein bereits in der Planung enthaltener hoher Tarifabschluss führt zu der rückläufigen Ergebniserwartung gegenüber 2023. Insgesamt ist LEOS für die Zukunft gut aufgestellt. LEOS erwartet für den Planungszeitraum bis 2027 durchgängig positive EBTs, getragen sowohl von der operativen Geschäftsentwicklung als auch von einem Aufwärtstrend des Rechnungszinses für die Pensionsverpflichtungen. Der operative Cash-Flow wird ebenfalls positiv erwartet. Vorgänge von Bedeutung, die nach dem Abschluss des Geschäftsjahres eingetreten sind - Nachtragsbericht Anfang 2024 fand das ISO 9001: 2015 Überwachungsaudit durch DQS statt. Das Audit konnte ohne Abweichungen abgeschlossen werden. Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023A. Allgemeine AngabenDie Geschäftsanteile der Lufthansa Engineering and Operational Services GmbH (LEOS) befinden sich im alleinigen Besitz der Lufthansa Commercial Holding GmbH, Frankfurt (LCH). Die Konzernmutter für den größten als auch kleinsten Konsolidierungskreis ist die Deutsche Lufthansa Aktiengesellschaft, Köln, die ihren Konzernabschluss gemäß § 315e HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufstellt und im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die LEOS hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main (HRB 39237). Die LEOS ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Der Jahressabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) in der jeweils gültigen Fassungaufgestellt. Mit der LCH besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. B. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenIn der Bilanz und im Anlagenspiegel sind zur besseren Darstellung die Mietereinbauten sowie die Flugzeugschlepper gesondert ausgewiesen. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (Software) werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger, linearer Abschreibungen über eine Nutzungsdauer von zwei bis fünf Jahren bewertet. Das Sachanlagevermögen wird zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Kosten für allgemeine Verwaltung, Einrichtungen des Betriebes, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung. Die Kosten der Generalüberholung von Flugzeugschleppern werden aufgrund der damit verbundenen Nutzungsdauerverlängerung aktiviert. Abnutzbare Sachanlagegegenstände werden planmäßig mit den höchstmöglichen steuerlichen AfA-Sätzen abgeschrieben. Die Abschreibung der angeschafften Flugzeugschlepper erfolgt über sechs bis zwölf Jahre, die der generalüberholten Flugzeugschlepper über sechs Jahre und die Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung werden über drei bis neunzehn Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der Mietereinbauten ist auf die Grundmietzeit bemessen. Zugänge von Wirtschaftsgütern, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten € 250 nicht übersteigen, werden sofort erfolgswirksam erfasst. Für Wirtschaftsgüter über € 250 und bis € 1.000 wird ein Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre linear abgeschrieben wird. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Marktpreis bewertet (Niederstwertprinzip). Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch die Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Kosten für allgemeine Verwaltung, Einrichtungen des Betriebes, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung, die durch den Produktionsprozess veranlasst sind. Die Folgebewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe basiert auf gewogenen Durchschnittspreisen. Die in den Vorräten ausgewiesenen Ersatzteilbestände der Werkstätten in Frankfurt am Main, Düsseldorf und München werden aufgrund der Umschlaghäufigkeit wertberichtigt. Die Abschläge erfolgen, gestaffelt nach Jahren ohne Bewegung, bis zur Höhe von maximal 100%. Die Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind zum Nennbetrag, ggf. unter Berücksichtigung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen, bilanziert. Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersversorgung sowie aus Altersteilzeitansprüchen der Mitarbeitenden sind entsprechende Mittel in insolvenzgeschützten Fondsanlagen bzw. Rückdeckungsversicherungen angelegt, die dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind. Das Deckungsvermögen wird zum beizulegenden Zeitwert unter Zugrundelegung von extern bereitgestellten Kursinformationen bewertet und mit den jeweils zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Zeitwert des Deckungsvermögens die korrespondierenden Verpflichtungen, erfolgt ein gesonderter Ausweis als "aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz. Soweit die Zeitbewertung des Deckungsvermögens über den historischen Anschaffungskosten liegt, unterliegen die daraus resultierenden Beträge gem. § 268 Abs. 8 Satz 3 HGB der Abführungssperre. Rückstellungen Die Pensionsverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens unter Verwendung der Heubeck Richttafeln 2018 G ermittelt. Neben angemessenen Fluktuations- und Karrieretrends werden dabei wie im Vorjahr ein Gehaltstrend von grundsätzlich 2,5 Prozent sowie ein Rententrend von grundsätzlich 1 Prozent bzw. in Einzelfällen von 1,5 Prozent berücksichtigt. Die Abzinsung erfolgt mit dem von der Bundesbank zum 31. Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser liegt bei 1,82 Prozent. Der Zinssatz für die Bewertung zum 31. Dezember 2022 betrug 1,78 Prozent. Der Effekt aus dieser Zinssatzänderung wird im Zinsaufwand erfasst. Die Differenz zwischen den mit dem 10-Jahres- bzw. 7-Jahresdurchschnittszinssatz per 31. Dezember 2023 ermittelten Rückstellungsbeträgen beträgt T€ 711 und ist gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB nicht abführungsgesperrt. Der für die Ermittlung dieses Unterschiedsbetrages korrespondierende 7-Jahresdurchschnittszinssatz beträgt zum 31. Dezember 2023 1,74 Prozent (Vorjahr: 1,44 Prozent). Versorgungsverpflichtungen aus kapitalmarktabhängigen bzw. versicherungsförmig rückgedeckten Altersversorgungszusagen werden zum beizulegenden Zeitwert der zugrundeliegenden Wertpapiere angesetzt, soweit dieser Wert den Barwert der Garantieleistung überschreitet. Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen wird mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Höhe des Erfüllungsrückstandes ergibt sich aus den bis zum 31. Dezember 2023 ausstehenden Gehaltszahlungen, die in der Freistellungsphase fällig werden, sowie den zusätzlichen Arbeitgeberbeiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung und den Aufstockungsbeträgen. Die Rückstellung wird unter angemessener Berücksichtigung biometrischer Wahrscheinlichkeiten und eines kurz-bis mittelfristigen Gehaltstrends von 4,1% ermittelt. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der durchschnittlichen vertraglichen Restlaufzeiten mit einem auf den 31. Dezember 2023 prognostizierten 7-Jahresdurchschnitts-Zinssatz. Er beträgt 1,07 Prozent (Vorjahr 0,59 Prozent). Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Erhaltene Anzahlungen werden zum Nennwert erfasst. Geschäftsvorfälle, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, werden durch Umrechnung mit den in den betreffenden Monaten gültigen Verrechnungskursen der Deutschen Lufthansa AG (DLH), bewertet. Zum Jahresabschluss wird die Einhaltung des Niederstwertprinzips durch den Vergleich von Anschaffungs- und Mittelkurs zum Bilanzstichtag sichergestellt. Im Berichtsjahr gab es keine Änderung der angewandten Darstellungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. C. Erläuterungen zur BilanzAktiva Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beiliegenden Anlagenspiegel. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen aus dem laufenden Finanzverrechnungsverkehr (T€ 25.089; Vorjahr T€ 29.330). Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Der Posten enthält den aktiven Überhang aus der Verrechnung des Deckungsvermögens mit den Verpflichtungen aus der Altersteilzeit in Höhe von T€ 81. Passiva Gewinnvortrag Der Gewinnvortrag entspricht den bereits gebildeten Rücklagen für in Vorjahren abführungsgesperrte Beträge in Höhe von T€ 3.197. Rückstellungen Für die Mitarbeitenden bestehen betriebliche Altersversorgungszusagen. Die Versorgungsansprüche sind teilweise durch Dotierungen in externes zugriffsbeschränktes Treuhandvermögen ausfinanziert. Daneben existieren Verpflichtungen aus Gehaltsumwandlungen, denen Vermögen aus Rückdeckungsversicherungen gegenübersteht. Für den Bilanzausweis werden die versicherungsmathematischen Verpflichtungen mit dem jeweiligen Deckungsvermögen zum beizulegenden Zeitwert am 31. Dezember 2023 saldiert. Die historischen Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen zum 31. Dezember 2023 T€ 18.829, der beizulegende Zeitwert liegt zum 31. Dezember 2023 bei T€ 23.640. Der Differenzbetrag von T€ 4.811 ist gemäß § 268 Abs. 8 HGB abführungsgesperrt. Der versicherungsmathematische Erfüllungsbetrag zum 31. Dezember 2023 wird mit T€ 50.974 angesetzt. Mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen in Höhe von T€ 1.053 und der Umbewertung der Verpflichtung auf den im Vergleich zum vorjährigen Stichtag gestiegenen Rechnungszins in Höhe von T€ 445 wurden Erträge aus der Marktbewertung des Deckungsvermögens in Höhe von T€ 1.429 verrechnet. Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Mit den Verpflichtungen in Höhe von T€ 340 wird das Deckungsvermögen mit einem beizulegenden Zeitwert von T€ 421 verrechnet. Die historischen Anschaffungskosten des Deckungsvermögens liegen bei T€ 421. Den verrechneten Erträgen aus Deckungsvermögen von T€ 10 stehen Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellung von T€ 2 gegenüber. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Personalkosten (T€ 2.748) sowie Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (T€ 380). Verbindlichkeiten Alle ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben insgesamt eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sicherheiten sind nicht gestellt. Soweit aufrechenbar, wurden gleichartige Forderungen gegen verbundene und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen saldiert. Der verbleibende nicht saldierte Betrag beträgt T€ 980 und resultiert aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie der Steuerumlage des Organträgers. Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter bestehen in Höhe von T€ 488 und betreffen die Aufwendungen aus der Ergebnisabführung. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Hier handelt es sich um die Förderung von E Autos sowie die Förderung eines aktivierten E Schleppers, die ratierlich aufgelöst werden. D. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse
Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten ist nicht notwendig, da LEOS nur im Inland tätig ist. Sonstige betriebliche Erträge Der Posten enthält im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 1.295) und Erträge aus dem Sachanlagenverkäufen enthalten (T€ 89). Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen T€ 3 (Vorjahr T€ 5). Die periodenfremden Erträge belaufen sich auf T€ 1.393. Abschreibungen Bei den Abschreibungen handelt es sich im Wesentlichen um Abschreibungen auf Sachanlagen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Der Posten enthält im Wesentlichen Mieten (T€ 2.673), Fremdpersonal (T€ 1.037) und Aufwendungen für EDV und Kommunikation (T€ 740). Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen T€ 3 (Vorjahr T€ 19). Finanzergebnis Im Finanzergebnis werden aufgrund der Anwendung der Vorschriften des BilMoG sowohl Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit Pensionsrückstellungen (T€ 608; Vorjahr T€ 1.414) als auch Zinsaufwendungen aus Aufzinsungen der Altersteilzeitrückstellungen (T€ 2; Vorjahr T€ 2) sowie Erträge aus dem Deckungsvermögen (T€ 1.439) ausgewiesen. Im Vorjahr gab es einen Aufwand aus dem Deckungsvermögen i.H.v. T€ 3.338. Ergebnisverwendungsvorschlag Von dem Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in Höhe von T€ 2.102 sind T€ 1.614 abführungsgesperrt. Der nicht gesperrte Teilbetrag von T€ 488 wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die Gesellschafterin abgeführt. Die Geschäftsführung schlägt vor, den zu thesaurierenden Betrag von T€ 1.614 als Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. Steuern Mit Wirkung zum 1. Januar 2024 wurde in Deutschland das Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen verabschiedet. Die Lufthansa Group fällt aufgrund der steuerlichen Ansässigkeit der Deutsche Lufthansa AG in Deutschland in den Anwendungsbereich des Gesetzes und hat auf Basis der letzten eingereichten Steuererklärungen, länderbezogener Berichterstattung und historischer Finanzdaten eine entsprechende Betroffenheitsanalyse durchgeführt. Basierend darauf erwartet Lufthansa Group eine Erhöhung der laufenden Steuern. Steuerwirkungen, die sich aus der künftigen Anwendung der Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung ergeben können, werden bei der Ermittlung des Ansatzes von aktiven und passiven latenten Steuern nicht berücksichtigt. E. Sonstige AngabenGeschäftsführung
Die Vergütung des Geschäftsführers wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben. Honorar des Abschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr als Aufwand erfasstes Honorar für die Abschlussprüfung nach § 285 Nr. 17 HGB setzt sich wie folgt zusammen:
Mitarbeitende Im Geschäftsjahr waren ohne den Geschäftsführer und ohne Auszubildende durchschnittlich 317 Mitarbeitende (Vorjahr: 283) beschäftigt. Hiervon wurden 275 Mitarbeitende gemäß dem Vergütungstarifvertrag Boden bezahlt. Mit 27 Mitarbeitenden bestand zum 31. Dezember 2023 ein befristetes Arbeitsverhältnis. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Verpflichtung aus Leasing-, Miet-, Pacht- und Dienstleistungsverträgen, die in der Regel innerhalb von zwölf Monaten kündbar sind, belaufen sich für das nächste Geschäftsjahr auf T€ 4.036; davon bestehen T€ 3.453 gegenüber verbundenen Unternehmen. Verpflichtungen aus dem Bestellobligo von insgesamt T€ 4.521 betreffen im Wesentlichen die Anschaffung von Schleppern und Crewbussen. Nachtragsbericht Anfang 2024 fand das ISO 9001:2015 Überwachungsaudit durch DQS statt. Das Audit konnte ohne Abweichungen abgeschlossen werden.
Frankfurt am Main, den 11. April 2024 Peter Marcus Unger Stand und Entwicklung des Anlagevermögens vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Lufthansa Engineering and Operational Services GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurtei le Wir haben den Jahresabschluss der Lufthansa Engineering and Operational Services GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lufthansa Engineering and Operational Services GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. G rundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter f ür den Jahres abschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres abschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 11. April 2024 PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Guido Tamm, Wirtschaftsprüfer ppa. Roswitha Hees-Brückmann, Wirtschaftsprüferin
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