Lufthansa Engineering and Operational Services GmbH

Airportring 322, 60546 Frankfurt am Main, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 39237
Vorher
Lufthansa Engineering and Operational Services Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
1.12.1994
Branche
Betrieb von Flughäfen und Landeplätzen für LuftfahrzeugeReparatur und Instandhaltung von zivilen Luft- und RaumfahrzeugenErbringung von sonstigen Dienstleistungen für die Luftfahrt a. n. g.
Gegenstand
Das Schleppen, Waschen und Enteisen von Flugzeugen, der Bodentransport von Crews und Passagieren, das Engineering, die Beschaffung und die Instandhaltung der hierzu erforderlichen Betriebsmittel sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Roman Klein
seit 15.4.2024
Prokura
Vinzenz Ackermann
seit 5.4.2023
Prokura
Michael Rader
seit 3.4.2020
Prokura
Peter Marcus Unger
seit 24.9.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lufthansa Engineering and Operational Services GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

1) Grundlagen des Unternehmens

LEOS erbringt seit 1995 Dienstleistungen in den Geschäftsbereichen Flugzeugschleppen, Fahrdienste, Werkstätten und Handel. Als 100%ige Tochtergesellschaft der Lufthansa Commercial Holding GmbH (LCH) besitzt LEOS einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft und ist gleichzeitig durchgängig in die steuerliche Organschaft mit der Deutschen Lufthansa AG (DLH) eingebunden. Die Beteiligungsführung der LEOS erfolgt durch Lufthansa Airlines (LHA) als operativer Teil der DLH. Die Verzahnung mit LHA am Standort FRA ist sowohl für die unmittelbare Geschäftsentwicklung als auch für strategische Fragestellungen von besonderer Bedeutung.

Die Geschäftsaktivitäten haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Neben den Vorfelddiensten Pushen und Schleppen von Flugzeugen sowie dem Crewtransport betreibt die Gesellschaft Werkstätten zur Instandhaltung der eigenen Flotte sowie von Bodengeräten und Betriebsmitteln der Flugzeugwartung für konzerninterne und konzernexterne Kunden. Ergänzend handelt LEOS mit Bodengeräten und Materialien zur Flugzeugwartung und Abfertigung.

LEOS führt an den drei Standorten Frankfurt (FRA), München (MUC) und Düsseldorf (DUS) eigene Betriebe. Während der Geschäftsbereich Werkstätten an allen Standorten tätig ist, werden Schleppleistungen nur in FRA und DUS angeboten. Fahrdienste und Handel finden sich ausschließlich in FRA im Portfolio.

Das Pushen von Flugzeugen sowie Vorfeld-Crewfahrten stellen Bodenverkehrsdienstleistungen (BVD-Leistungen) dar; diese unterliegen der Verordnung über Bodenabfertigungsdienste (BADV). LEOS erbringt diese Dienste in FRA, wo erforderlich formal als Subunternehmer der Fraport AG (Fraport). Zusätzlich erhielt LEOS in FRA Aufträge von der zweiten lizensierten Abfertigungsgesellschaft WISAG Ground Handling Frankfurt GmbH & Co. KG.

Am Standort DUS ist LEOS Subunternehmer der lizensierten Abfertigungsgesellschaften WISAG Airport Service Düsseldorf GmbH & Co. KG, der AAS Düsseldorf Ramp GmbH (ehemals ACCIONA Airport Service GmbH) sowie AAS Deutschland GmbH/ Aviapartner Düsseldorf GmbH & Co. KG. Nachdem in 2023 erstmals eine dritter Bodenabfertiger eine Lizenz erhielt, ist das Marktumfeld auf der Anbieterseite in 2024 mit der Übernahme der ACCIONA Airport Service GmbH durch die AAS erneut in Bewegung geraten. Maßgeblich getrieben durch die LEOS ist auch das Preisumfeld in DUS für Schleppen und Pushen deutlich gestiegen, da die Flughafenbewegungen nach wie vor nicht an das Niveau von 2019 heranreichen und ein entsprechender Fixkostenausgleich erforderlich war.

Die betriebliche Altersversorgung (bAV) und damit verbundene Effekte durch schwankende Zinsen und variierende Stichtagsbewertungen haben das Ergebnis der LEOS wie in den Vorjahren stark geprägt. Zum 31. Dezember 2024 bestanden Versorgungszusagen gegenüber aktuellen und ehemaligen Beschäftigten in Höhe von 51,7 Mio. € sowie ein Deckungsvermögen von 25,5 Mio. €. Der Anstieg der Versorgungszusagen gegenüber dem Vorjahr verhielt sich unterproportional zur erhöhten Stichtagsbewertung des Deckungsvermögens, so dass sich saldiert für 2024 ein deutlich positiver Ergebniseffekt aus der bAV ergibt.

LEOS ist in das Tarifgefüge der sogenannten gelben Bodenklammer des Lufthansa Konzerns für das Segment Technik und IT eingebunden, u.a. bestehend aus dem Manteltarif- und Vergütungstarifvertrag. Neben dem Tarifgefüge regeln zahlreiche Konzernbetriebsvereinbarungen aber auch gesellschaftsspezifische Betriebsvereinbarungen die weiteren betrieblichen Interessen. Als beherrschtes Unternehmen ist LEOS in die Konzernvorgaben der DLH - insbesondere hinsichtlich Finanz- und Kreditmanagement, Datenschutz und Compliance - vollumfänglich integriert. LEOS ist gemäß ISO 9001:2015 zertifiziert.

2) Veränderung gesamtwirtschaftlicher und branchenspezifischer Rahmenbedingungen

Deutschland hat sich in der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in 2024 weiter von den Industrienationen abgekoppelt und gehört zu den Schlusslichtern im europäischen Vergleich. Während das Bruttosozialprodukt in Deutschland um -0,2 % geschrumpft ist, verzeichnet die Eurozone ein Wachstum von 0,8 % und die globale Wirtschaft ein Wachstum von 3,2 % (Quelle: Internationaler Währungsfonds).

Auch der Luftverkehr in Deutschland steht unter zunehmendem wirtschaftlichem Druck. Staatlich veranlasste Kosten haben ein Rekordniveau erreicht und belasten Airlines sowie Flughäfen erheblich. Die Luftverkehrssteuer, steigende Flugsicherungsgebühren und Kosten für Sicherheitskontrollen sowie verpflichtende Investitionen in nachhaltige Kraftstoffe führen zu deutlich höheren Betriebskosten als in vielen anderen europäischen Ländern. Während einige Staaten gezielt Entlastungen für die Branche schaffen, bleibt Deutschland ein Hochkostenstandort.

Dementsprechend verläuft nach Angaben des Bundesverbands der Deutschen Fluggesellschaften (BDL) die Erholung des Luftverkehrs nach der Pandemie in Deutschland deutlich langsamer als in anderen europäischen Ländern. Während das Passagieraufkommen in vielen Staaten bereits das Vorkrisenniveau übersteigt, bleibt Deutschland zurück. Besonders betroffen ist der innerdeutsche Flugverkehr, dessen Angebot weiterhin nur rund die Hälfte des früheren Volumens erreicht. Zudem haben sich europäische Airlines zunehmend aus dem deutschen Markt zurückgezogen. 2024 stieg die Passagierzahl an den deutschen Flughäfen im Vergleich zum Vorjahr nur noch um 8,7 % auf 211,9 Millionen. Im Jahr 2023 lag das Plus noch bei 20 %. Damit hat die Erholungsrate des Luftverkehrs nach der Corona-Pandemie in Deutschland im Jahr 2024 lediglich 85 % erreicht, während das Angebot im übrigen Europa bereits auf 104 % wuchs. Deutschland liegt damit auf Rang 29 der 32 europäischen Länder. Im Punkt-zu-Punkt Verkehr erreichte das Sitzplatzangebot in Deutschland im vergangenen Jahr nur 76 % von 2019 - im restlichen Europa stieg es dagegen auf 124 %.

Sowohl die gesamtwirtschaftliche als auch die branchenspezifische Entwicklung verschlechtern die Ausgangssituation für profitables Wachstum bei LHA als wichtigstem Kunden der LEOS. Der gesamtwirtschaftliche Effekt des Heimatmarktes darf andererseits nicht überbewertet werden, da LHA als global agierende Netzwerk-Airline gleichzeitig auch in wachsenden Volkswirtschaften aktiv ist. LHA durchläuft dennoch in der Summe der erlös- und kostengetriebenen Einflüsse eine Schwächephase. Dadurch entsteht analog zu allen anderen Servicepartnern der LHA auch für LEOS ein zusätzlicher Kosten- und Produktivitätsdruck.

Seit November 2024 gilt für die Bodenverkehrsdienste an den großen deutschen Verkehrsflughäfen ein Branchentarifvertrag. Mit der durch das Bundesministeriums für Arbeit und Soziales beschlossenen Allgemeinverbindlichkeit in Bezug auf Vergütung und manteltarifvertragliche Regelungen reduziert sich der strukturelle Kostennachteil, der LEOS aus dem eigenen Haustarifvertrag gegenüber Wettbewerbern erwächst. LEOS selbst ist durch den Branchentarifvertrag nicht direkt betroffen.

Die nicht zuletzt durch den Branchentarifvertrag induzierte dynamische Entwicklung des Lohnniveaus mündet für die Unternehmen des Sektors in eine allgemein zunehmende Ertragsschwäche. Eine Abfederung über Fremdpersonal ist nur begrenzt möglich, da der gesetzliche Gleichbehandlungsgrundsatz zu "Equal Pay" im Kern keine Personalkostenentlastung, sondern primär nur eine Flexibilisierungsreserve ermöglicht. In der Folge des Ergebnisdrucks ändern sich punktuell die Anbieterstrukturen für die BADV-Leistungen an einzelnen Standorten durch Unternehmensübernahmen. Darüber hinaus wird der Anbietermix durch reguläre Neuausschreibungen der Abfertigungslizenzen standortbezogen nach spätestens 7 Jahren erneuert. Da die LEOS vielfach als Subunternehmer für die lizensierten BADV-Dienstleister tätig ist, gehen damit regelmäßig Umbrüche in der LEOS-Kundenstruktur einher.

Trotz des politisch vielfach geäußerten Willens zum Bürokratieabbau ist in der Wahrnehmung von LEOS der regulatorische Wendepunkt noch nicht eingetreten. In 2024 musste sich das Unternehmen den Anforderungen aus der europäischen Gesetzgebung zum CO 2 Grenzausgleichssystem (CBAM) stellen und sich in das konzerninduzierte Reporting zur Global Minimum Tax eingliedern. Zugleich waren vorbereitende Tätigkeiten für Gesetzgebungen erforderlich, die in den Folgejahren 2025/2026 ihre Wirkung entfalten. Hierzu zählen die europäische Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), die Zertifizierung nach ISO 50001 im Rahmen der EU-Energieeffizienzrichtlinie sowie die anstehende EU-weite Regulierung für das Ground Handling über die European Union Aviation Safety Agency (EASA).

3) Wirtschaftsbericht

Der Gesamtumsatz des Unternehmens erhöhte sich in 2024 gegenüber dem Vorjahr um 7,7% auf 42,1 Mio. € und verteilt sich auf die Geschäftsbereiche wie folgt:

Umsatz nach Standorten / Bereichen in 2024

Umsatz
in T€
FRA MUC DUS Summe Veränderung zum Vorjahr
Schleppdienste 13.478 4.687 18.165 +7,9%
Werkstattleistungen 7.408 4.510 1.285 13.203 +5,5%
Fahrdienste 10.328 10.328 +13,0%
Handel 382 382 -30,5%
Sonstige 0 0 -100,0%
Summe 31.597 4.510 5.971 42.078 +7,7%

Die Schleppdienste haben damit deutlich das Vorkrisenniveau aus 2019 übertroffen, während die Werkstätten dieses noch knapp verfehlen. Fahrdienste und Handel lagen deutlich unter den Werten von 2019, was in beiden Fällen strukturelle Gründe hat: Bei den Fahrdiensten hat sich LEOS im Jahr 2022 aus der Bedienung der deutschen Stationen zurückgezogen und im Bereich Handel sind bei der Herauslösung von LEOS aus der LH Technikgruppe Anfang 2022 signifikante Vermarktungssegmente in der ehemaligen Muttergesellschaft verblieben.

Das Betriebsergebnis verringerte sich gegenüber Vorjahr um 1,1 Mio. € auf 45 Tsd. €. Haupttreiber für den Ergebnisrückgang waren hohe Rückstellungsauflösungen im Jahr 2023 und die Inflationsausgleichsprämie in 2024 (beides Einmaleffekte) sowie die Neuausrichtung des IT-Betriebs und der IT-Weiterentwicklung mit deutlichen Kostensteigerungen in 2024.

Das Finanzergebnis entwickelte sich mit 1,9 Mio. € weitgehend stabil gegenüber Vorjahr. Wesentliche Elemente im Finanzergebnis waren die höhere Stichtagsbewertung des Deckungsvermögens für die betriebliche Altersvorsorge sowie Zinserträge aus den liquiden Mitteln.

Das Ergebnis nach Steuern betrug 1,7 Mio. € und lag 0,5 Mio. € unter dem Vorjahresergebnis. Ein Teilbetrag von 1,6 Mio. € ist abführungsgesperrt und wurde in den Gewinnvortrag übernommen. Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der LCH wurden 0,1 Mio. € abgeführt.

Im Vergleich zu den Budgetannahmen lagen die Umsätze um 4,4 Mio. € unter den Erwartungen. Die fehlenden Umsätze konnten weitgehend auf der Aufwandsseite kompensiert werden, so dass das Betriebsergebnis das Budget nur um 0,2 Mio. € verfehlte.

Zum 31. Dezember 2024 betrug der Anteil des Sachanlagevermögens an den Aktiva 30 %, zum Großteil bestehend aus Schleppern und anderen Fahrzeugen. Der größte Einzelposten des Umlaufvermögens betraf mit 59% der Bilanzsumme die kurzfristigen Forderungen gegenüber Konzerngesellschaften (insb. Cash-Pool). Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bildeten mit 65% der Bilanzsumme den größten Posten auf der Passivseite. Die Eigenkapitalquote lag bei 22%.

Die Liquidität der LEOS GmbH ist durch die Einbindung in das Cashpooling der Deutschen Lufthansa AG geprägt. Die Cashpool-Forderungen beliefen sich zum 31. Dezember 2024 auf 19,8 Mio. €.

Die Zahl der im Jahresdurchschnitt eingesetzten LEOS-Mitarbeitenden - inklusive Auszubildende, aber ohne Geschäftsführer und Mitarbeitende in der passiven Phase der Altersteilzeit - lag mit 305 leicht über dem Vorjahr.

Zum Stichtag 31. Dezember 2024 verteilten sich die Mitarbeitenden mit Festanstellung und Leihmitarbeitende wie folgt auf die Standorte:

Mitarbeiter 31.12.2024 FRA MUC DUS Summe Veränderung zum Vorjahr
Eigenpersonal 225 28 52 305 3%
Leihpersonal 14 0 2 16 -6%
Summe 239 28 54 321 3%

4) Geschäftsverlauf und Entwicklung der Geschäftsfelder

Am Standort FRA stiegen die Schleppvorgänge um 3 % gegenüber dem Vorjahr und lagen damit erstmals über dem Mengengerüst des Jahres 2019. Ein Treiber für die Mengensteigerung war auch die dichte Flughafenbelegung, die ein überproportional hohes Maß an Repositionierungen erforderte. Die Anzahl der Schleppvorgänge war somit nur in Teilen ein Indikator für die Entwicklung von Starts und Landungen. Der Zuwachs im Bereich Crewtransport betrug ebenfalls 3 % gegenüber 2023, während die Anzahl der Werkstattaufträge um 5 % zurückging.

LEOS leistete mit einer hohen operativen Stabilität einen deutlich positiven Beitrag für das insgesamt anfällige Gesamtsystem der Abfertigungsprozesse am Standort FRA.

Am Standort DUS entwickelte sich das Vorgangsvolumen im Kerngeschäft der Pushbacks mit -6 % rückläufig gegenüber Vorjahr. Dies war eine Folge des weiterhin schwachen Marktumfelds am Flughafen sowie der Umbrüche in der Kundenstruktur, u.a. aufgrund der Übernahme von ACCIONA durch AAS bei den lizensierten BADV Dienstleistern. Bei den Schleppvorgängen fiel der Rückgang mit -10 % im Vergleich zu 2023 noch deutlicher aus. Die Werkstattaufträge in DUS stiegen hingegen um 14 %.

Die Werkstatt in MUC verzeichnete im Auftragsvolumen ebenfalls einen positiven Trend mit einem Zuwachs um 8 % gegenüber Vorjahr.

5) Betriebsvermögen und Investitionen

Der größte Teil des Betriebsvermögens entfällt auf den Fuhrpark bestehend aus Schleppern und Bussen. Bei neuen Schleppern wird konsequent in elektrische Antriebe investiert. Die elektrisch betriebene Flotte konnte in FRA um zwei Goldhofer (GH) AST-2E und einen Kalmar TBL-190 sowie in DUS um zwei Kalmar TBL-180 Schlepper erweitert werden. Der Anteil an (hybrid-) elektrisch betriebenen Flugzeugschleppern beträgt zum Jahresende 2024 in FRA 41 % und in DUS 32 %.

Der Fuhrpark der Crewbusse wurde durch den Zugang von drei neuen Citaro-Bussen verjüngt. Im Bereich der kleineren Busse in der Sprinterklasse erfolgte der Einstieg in die Elektromobilität. Aufgrund sehr positiver Erfahrungen sind zwei weitere Busse mit Zugang im Jahr 2025 bestellt worden.

Fuhrpark Schlepper und Crewbusse zum 31. Dezember 2024:

Fahrzeug Anzahl Zugänge in 2024 Abgänge in 2024 Geordert
Schlepper CAT1 Diesel 10 - - -
Schlepper CAT2 Diesel 7 - 3 -
Schlepper CAT3 Diesel 9 - - -
Schlepper CAT1 elektrisch/hybrid 3 - - -
Schlepper CAT2 elektrisch/hybrid 11 5 - 3
Schlepper CAT3 elektrisch/hybrid 1 - - -
Bus MB Citaro 18 3 5 -
Bus Sprinter elektrisch 1 1 - 2
Bus "Sprinter" Diesel 8 - - -

Abgesehen vom Fuhrpark wurde in Betriebsmittel für die drei Werkstätten, IT- und Kommunikationsmittel sowie Büroausstattung investiert. Die Verteilung der Gesamtinvestitionen auf die drei Standorte ist nachfolgend dargestellt.

Investitionen 2024 FRA MUC DUS Summe Veränderung zum Vorjahr
in T€ 3.811 5 867 4.683 +19%

6) Einschätzung von Risiken und Chancen

Als 100%ige Konzerngesellschaft ist LEOS in das Risikomanagement der Lufthansa eingebunden. Dies betrifft neben den Bereichen Arbeitssicherheit, Datenschutz, Haftpflichtversicherung auch das Compliance-Programm des Lufthansa Konzerns. Hierdurch folgt die Gesellschaft für die Eingrenzung latenter Risiken, wie sie sich aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ergeben, einem strukturierten Prozess. Risiken werden im Rahmen des internen Risikomanagements erfasst und mit der Gesellschafterin regelmäßig besprochen. Einzelrisiken werden halbjährlich nach Eintrittswahrscheinlichkeit und potenzieller Schadenshöhe bewertet und durch Einzelmaßnahmen mitigiert.

Das Ergebnisrisiko, das sich aus der betrieblichen Altersvorsorge ergibt - insbesondere durch Stichtagsbewertungen des ausfinanzierten Pensionsvermögens oder durch Umbewertungseffekte - ist durch eine Sondervereinbarung mit der DLH abgesichert. Die Umstellung der betrieblichen Altersversorgung von "defined benefit" auf "defined contribution" verringert schrittweise das Risiko in der LH Group.

Mittelbar hat die gesamtwirtschaftliche Entwicklung eine hohe Korrelation zum Luftverkehr. LEOS wiederum ist als Systempartner eng an den Luftverkehr gebunden. Für die Entwicklung des globalen Luftverkehrs bestehen weiterhin deutliche Wachstumspotenziale, von denen auch die LH Group profitieren kann. Darüber hinaus könnten sich unter einer neuen Bundesregierung in 2025 die Rahmenbedingungen durch die Abmilderung von Sonderlasten auf deutscher und europäischer Ebene verbessern. Andererseits drohen Risiken aus schwer absehbaren geopolitischen Entwicklungen, z.B. durch disruptive Entscheidungen bedeutender Staaten in der internationalen Gemeinschaft, aber auch durch die Fortsetzung von kriegerischen Auseinandersetzungen mit mittelbaren und unmittelbaren Folgen für die europäische Luftverkehrsbranche. Hierzu zählen z.B. die temporäre Aussetzung von Flügen in den Nahen Osten oder die aufwendige Umfliegung des russischen Luftraums.

Einen wesentlichen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit stellen für LEOS die Investitionen dar. Die Anschaffungen von Bussen und Schleppern basieren auf einer Mehrjahresplanung, die sowohl den Substanzerhalt als auch Wachstumsoptionen berücksichtigt. Herausfordernd sind nach wie vor die langen Lieferzeiten und zunehmend auch die erheblichen Vorlaufzeiten für die Generalüberholung von großen Flugzeugschleppern. LEOS plant, bis 2030 die Schleppbetriebe vollständig auf nachhaltige Elektro-Schlepper umzustellen. Eine Voraussetzung dafür ist, dass sich auf Herstellerseite das Produktportfolio im Bereich der schweren Elektroschlepper verbessert, um betriebswirtschaftlich vertretbare Lösungen für große Flugzeuge (z.B. B777-9) für den Fuhrpark bereitstellen zu können. Alternativ ist ein Weiterbetrieb der schweren konventionellen Schlepper (AST-1X) mit nachhaltigen Treibstoffen angedacht.

Im Bereich des Crewtransports ist der Übergang in einen reinen Elektrobetrieb in einem Zeitraum von etwa 10 Jahren zu sehen. Aktuell gibt es noch nicht für alle Einsatzszenarien passende Lösungen, die die operativen, betriebswirtschaftlichen und infrastrukturellen Kriterien vollständig abdecken.

Investitionen in IT-Anwendungen zur Absicherung der Zukunftsfähigkeit und zur Effizienzsteigerung nehmen weiterhin einen hohen Stellenwert ein. Mit der Übernahme des IT Betriebs durch Lufthansa Industry Solutions in 2024 wurde eine wichtige Voraussetzung geschaffen, um die IT Infrastruktur in einen zeitgemäßen Cloud-Betrieb zu überführen und die Weiterentwicklungsfähigkeiten zu stärken.

Im Bereich der Werkstätten ist ein Projekt zur Ablösung der bestehenden Auftragsabwicklungssoftware mit dem Ziel gestartet, bis 2026 deutliche Fortschritte bei der Digitalisierung und Integration der Prozesse auf der Basis einer modernen IT-Plattform zu erreichen.

Der Finanzmittelbedarf für die mittelfristig geplanten Investitionen sowie für weitere mögliche Quotierungen zur Ausfinanzierung von Pensionsrückstellungen ist durch die hohe Cash Position der LEOS gesichert.

In den wichtigsten Compliance-Bereichen (Integrity-, Competition-, Fremdpersonal- und Embargo-/ Export Compliance) ist LEOS in das Rahmenwerk des Konzerns eingebunden. Hierdurch wird sichergestellt, dass Informationen über Neuerungen und aktuelle Fragestellungen an die relevanten und verantwortlichen Personen und Bereiche verteilt werden. Im Jahr 2024 traten keine meldepflichtigen Compliance-Verstöße auf.

7) Zukunftseinschätzung / Ausblick

LEOS ist in den unmittelbar beeinflussbaren Komponenten des Geschäftsmodells für die nahe Zukunft gut aufgestellt. In der Mehrzahl der Kundenverträge sind Preisgleitklauseln enthalten, die Anpassungen in Abhängigkeit von der Inflations- und Tarifentwicklung erlauben. Für den Standort DUS konnte nach kommerziell schwierigen Jahren eine absehbar tragfähige Erlös- und Kostenstruktur umgesetzt werden. Hohe Sonderbelastungen wie die Inflationsausgleichsprämie in 2024 sind zurzeit nicht erkennbar. Vorbehaltlich unerwarteter externer Effekte und bei einer stabilen Mengenentwicklung ist von einer planmäßigen wirtschaftlichen Entwicklung auszugehen. Als Serviceprovider mit einem strategischen Fokus auf die LH Group zielt LEOS auf eine operative Ergebnismarge von etwa 2 %.

FRA:

Das Flugzeugschleppen und der Crewtransport bilden nicht nur am Standort FRA den Kern der Geschäftstätigkeit von LEOS. Da sich LEOS als leistungsfähiger Partner in einem insgesamt anfälligen Abfertigungssystem erwiesen hat, ist opportunitätsgetrieben die Ausweitung der Unternehmensaktivitäten in bestehenden oder geschäftsmodellnahen Gewerken denkbar. Die Behördenentscheidung, dass zum 1. Februar 2025 die WISAG die Abfertigungslizenz für die nächsten 7 Jahre an die Swissport abgeben muss, wird kurzfristig zu einem unwesentlichen Rückgang der Einlastung im Schleppbetrieb in FRA führen.

Für die Werkstatt in FRA stehen operative, aber auch investive Richtungsentscheidungen an. Mit der Einführung der neuen Werkstattsoftware und einer engen kommerziellen Steuerung wird sich die Effizienz des Betriebs erhöhen. Diese Entwicklung soll durch Verbesserungen an der Gebäudeinfrastruktur und der Betriebsausstattung flankiert werden.

Das bisherige Nischenprodukt zur Bereitstellung von Ground Power Units (GPU) wird durch einen neuen Vertrag mit LHA ausgeweitet und kommerziell nachhaltig aufgestellt.

DUS:

Die Preiskomponente sämtlicher Schleppverträge am Standort DUS wurde in 2024 neu verhandelt und signifikant angehoben. Die Aufrechterhaltung der Nachtschicht ist seit Februar 2025 durch einen neuen Vertrag mit Eurowings Technik für Werftschleppvorgänge abgesichert. Auch im Werkstattumfeld wurden in 2024 auf der Erlös- und Kostenseite Verbesserungen erzielt. Weitere Effizienzeffekte sind analog zu FRA durch die neue Werkstattsoftware möglich. Im Jahresdurchschnitt wird für den Standort ein ausgeglichenes Ergebnis erwartet.

MUC:

Am Standort MUC bleibt die Gewinnung neuer Mitarbeitender aufgrund des besonders anspruchsvollen lokalen Arbeitsmarktes eine große Herausforderung. Allerdings ist die Personalstärke aufgrund der vergleichsweisen hohen Fixkostenbindung ein wichtiger Baustein für die Profitabilität der Werkstatt. Die Rekrutierungsmaßnahmen bleiben somit ein Fokusthema. Davon abgesehen sind in MUC erste Schritte zur durchgängigen Anhebung des Erlösniveaus erfolgt. Sobald dies für alle Verträge abgeschlossen ist, ist am Standort von einem positiven Ergebnisbeitrag auszugehen.

Für 2025 plant das Unternehmen mit einem Umsatz von 52,5 Mio. € und einem Betriebsergebnis von 0,7 Mio. €. Verbesserte Stückerlöse sowie der Wegfall von Einmalkosten führen zu einer steigenden Ergebniserwartung gegenüber 2024.

LEOS ist für die kommenden Jahre gut positioniert. Für den Planungszeitraum bis 2028 werden moderat steigende Betriebsergebnisse erwartet. Auch das Finanzergebnis ist im Planungszeitraum mit positiven Beiträgen ausgewiesen, allerdings in Abhängigkeit zur Entwicklung des Rechnungszinses für die Pensionsverpflichtungen mit einem leicht schwankenden Verlauf.

8) Nachtragsbericht - relevante Sachverhalte nach Abschluss des Geschäftsjahres

Anfang 2025 fand das ISO 9001: 2015 Überwachungsaudit durch DQS statt. Das Audit konnte ohne Abweichungen abgeschlossen werden.

Im Februar 2025 fand eine Vertragsunterzeichnung mit Eurowings Technik für Hallenschlepps in DUS statt, welcher den Standort nachts stabil auslastet.

Bilanz zum 31. Dezember 2024

Aktiva

31.12.2024
31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 200.839,38 273.385,50
2. Geleistete Anzahlungen 123.853,55 0,00
324.692,93 273.385,50
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 20.498,31 28.351,50
2. Flugzeugschlepper und Ladegeräte 7.192.129,37 5.648.847,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.099.714,60 3.570.022,50
4. Geleistete Anzahlungen 650.903,70 547.158,36
11.963.245,98 9.794.379,36
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 520,33 1.533,42
12.288.459,24 10.069.298,28
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.829.256,65 1.527.204,81
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 4.512,50
1.829.256,65 1.531.717,31
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.950.665,70 2.230.676,44
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 23.672.627,35 26.284.026,72
3. Sonstige Vermögensgegenstände 191.201,88 171.941,42
(davon mit einer Restlaufzeit größer ein Jahr € 12.500,00; Vorjahr € 15.625,00)
25.814.494,93 28.686.644,58
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 7.763,53 11.152,70
27.651.515,11 30.229.514,59
C. Rechnungsabgrenzungsposten 43.806,15 70.395,84
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 177.674,69 81.310,31
40.161.455,19 40.450.519,02

Passiva

31.12.2024
31.12.2023
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.560.000,00 2.560.000,00
II. Gewinnvortrag 4.810.940,04 3.197.307,41
III. Jahresüberschuss 1.578.145,97 1.613.632,63
8.949.086,01 7.370.940,04
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 26.264.285,03 27.891.780,97
2. Sonstige Rückstellungen 3.460.599,83 3.768.820,00
29.724.884,86 31.660.600,97
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.220,50 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 780.059,09 217.043,64
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 465.222,92 980.179,33
4. Sonstige Verbindlichkeiten 185.564,81 161.208,87
(davon aus Steuern € 184.223,94; Vorjahr € 160.986,64)
1.438.067,32 1.358.431,84
D. Rechnungsabgrenzungsposten 49.417,00 60.546,17
40.161.455,19 40.450.519,02

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

2024
2023
1. Umsatzerlöse 42.078.382,81 39.053.938,48
2. Sonstige betriebliche Erträge 529.494,54 1.485.806,44
42.607.877,35 40.539.744,92
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -6.963.611,55 -7.339.474,17
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.418.257,45 -250.997,43
-8.381.869,00 -7.590.471,60
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -20.110.691,49 -17.949.052,65
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -4.290.356,37 -4.478.648,78
(davon für Altersversorgung € 2.550.030,99; Vorjahr € 1.149.273,02)
-24.401.047,86 -22.427.701,43
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.452.927,69 -2.189.333,86
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.327.518,17 -7.161.843,17
7. Betriebsergebnis 44.514,63 1.170.394,86
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.928.599,92 1.394.861,99
(davon aus verbundenen Unternehmen € 677.205,08; Vorjahr € 566.219,06)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -9.939,09 90.103,40
(davon an verbundene Unternehmen € 0,00; Vorjahr € 0,00)
10. Finanzergebnis 1.918.660,83 1.484.965,39
1.963.175,46 2.655.360,25
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -232.868,02 -485.586,20
(davon Steuerumlage des Organträgers € -232.868,02; Vorjahr € -485.586,20)
12. Ergebnis nach Steuern 1.730.307,44 2.169.774,05
13. Sonstige Steuern -78.447,85 -68.329,11
14. Aufwand aus Ergebnisabführung -73.713,62 -487.812,31
15. Jahresüberschuss 1.578.145,97 1.613.632,63

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

A. Allgemeine Angaben

Die Geschäftsanteile der Lufthansa Engineering and Operational Services GmbH (LEOS) befinden sich im alleinigen Besitz der Lufthansa Commercial Holding GmbH, Frankfurt (LCH). Die Konzernmutter für den größten als auch kleinsten Konsolidierungskreis ist die Deutsche Lufthansa Aktiengesellschaft, Köln, die ihren Konzernabschluss gemäß § 315e HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufstellt und im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die LEOS hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main (HRB 39237).

Die LEOS ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Der Jahressabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) in der jeweils gültigen Fassung aufgestellt. Mit der LCH besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

In der Bilanz und im Anlagenspiegel sind zur besseren Darstellung die Mietereinbauten sowie die Flugzeugschlepper gesondert ausgewiesen.

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (Software) werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger, linearer Abschreibungen über eine Nutzungsdauer von zwei bis fünf Jahren bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Kosten für allgemeine Verwaltung, Einrichtungen des Betriebes, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung. Die Kosten der Generalüberholung von Flugzeugschleppern werden aufgrund der damit verbundenen Nutzungsdauerverlängerung aktiviert. Abnutzbare Sachanlagegegenstände werden planmäßig mit den höchstmöglichen steuerlichen AfA-Sätzen abgeschrieben. Die Abschreibung der angeschafften Flugzeugschlepper erfolgt über sechs bis zwölf Jahre, die der generalüberholten Flugzeugschlepper über sechs Jahre und die Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung werden über drei bis neunzehn Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der Mietereinbauten ist auf die Grundmietzeit bemessen. Zugänge von Wirtschaftsgütern, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten € 250 nicht übersteigen, werden sofort erfolgswirksam erfasst. Für Wirtschaftsgüter über € 250 und bis € 1.000 wird ein Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre linear abgeschrieben wird.

Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Marktpreis bewertet (Niederstwertprinzip). Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch die Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Kosten für allgemeine Verwaltung, Einrichtungen des Betriebes, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung, die durch den Produktionsprozess veranlasst sind. Die Folgebewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe basiert auf gewogenen Durchschnittspreisen.

Die in den Vorräten ausgewiesenen Ersatzteilbestände der Werkstätten in Frankfurt am Main, Düsseldorf und München werden aufgrund der Umschlaghäufigkeit wertberichtigt. Die Abschläge erfolgen, gestaffelt nach Jahren ohne Bewegung, bis zur Höhe von maximal 100%.

Die Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind zum Nennbetrag, ggf. unter Berücksichtigung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen, bilanziert.

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersversorgung sowie aus Altersteilzeitansprüchen der Mitarbeitenden sind entsprechende Mittel in insolvenzgeschützten Fondsanlagen bzw. Rückdeckungsversicherungen angelegt, die dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind. Das Deckungsvermögen wird zum beizulegenden Zeitwert unter Zugrundelegung von extern bereitgestellten Kursinformationen bewertet und mit den jeweils zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Zeitwert des Deckungsvermögens die korrespondierenden Verpflichtungen, erfolgt ein gesonderter Ausweis als "aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz. Soweit die Zeitbewertung des jeweiligen Deckungsvermögens über den historischen Anschaffungskosten liegt, unterliegt die Differenz zwischen dem Zeitwert und den historischen Anschaffungskosten gemäß § 268 Abs. 8 Satz 3 HGB der Abführungssperre.

Das Stammkapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Pensionsverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens unter Verwendung der Heubeck Richttafeln 2018 G ermittelt. Neben einem angemessenen Fluktuationstrend werden dabei wie im Vorjahr ein Gehaltstrend von grundsätzlich 2,5 % sowie ein Rententrend von grundsätzlich 1 % bzw. in Einzelfällen von 2,25 % berücksichtigt.

Die Abzinsung erfolgt mit dem von der Bundesbank zum 31.Dezember 2024 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser liegt bei 1,90 %. Der Zinssatz für die Bewertung zum 31. Dezember 2023 betrug 1,82 %. Der Effekt aus dieser Zinssatzänderung wird im Zinsaufwand erfasst.

Die Differenz zwischen den mit dem 10-Jahres- bzw. 7-Jahresdurchschnittszinssatz (1,96 %; Vorjahr 1,74 %) ermittelten Rückstellungsbeträgen beläuft sich zum 31. Dezember 2024 auf T€ 504. Dieser Ertrag ist aufgrund eines bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB nicht abführungsgesperrt.

Versorgungsverpflichtungen aus kapitalmarktabhängigen bzw. versicherungsförmig rückgedeckten Altersversorgungszusagen werden zum beizulegenden Zeitwert der zugrundeliegenden Wertpapiere angesetzt, soweit dieser Wert den Barwert der Garantieleistung überschreitet.

Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen wird mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Höhe des Erfüllungsrückstandes ergibt sich aus den bis zum 31. Dezember 2024 ausstehenden Gehaltszahlungen, die in der Freistellungsphase fällig werden, sowie den zusätzlichen Arbeitgeberbeiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung und den Aufstockungsbeträgen. Die Rückstellung wird unter angemessener Berücksichtigung biometrischer Wahrscheinlichkeiten und eines kurz-bis mittelfristigen Gehaltstrends von 3,5% ermittelt. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der durchschnittlichen vertraglichen Restlaufzeiten mit einem auf den 31. Dezember 2024 prognostizierten 7-Jahresdurchschnitts-Zinssatz. Er beträgt 1,48 % (Vorjahr 1,07 %).

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Erhaltene Anzahlungen werden zum Nennwert erfasst.

Geschäftsvorfälle, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, werden durch Umrechnung mit den in den betreffenden Monaten gültigen Verrechnungskursen der Deutschen Lufthansa AG (DLH), bewertet. Zum Jahresabschluss wird die Einhaltung des Niederstwertprinzips durch den Vergleich von Anschaffungs- und Mittelkurs zum Bilanzstichtag sichergestellt.

Im Berichtsjahr gab es keine Änderung der angewandten Darstellungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beiliegenden Anlagenspiegel.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen aus dem laufenden Finanzverrechnungsverkehr (T€ 19.672; Vorjahr T€ 25.089).

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Der Posten enthält den aktiven Überhang aus der Verrechnung des Deckungsvermögens mit den Verpflichtungen aus der Altersteilzeit in Höhe von T€ 178 (Vorjahr: T€ 81).

Passiva

Gewinnvortrag

Der Gewinnvortrag entspricht den bereits gebildeten Rücklagen für in Vorjahren abführungsgesperrte Beträge in Höhe von T€ 4.811 (Vorjahr: T€ 3.197).

Rückstellungen

Für die Mitarbeitenden bestehen betriebliche Altersversorgungszusagen. Die Versorgungsansprüche sind teilweise durch Dotierungen in externes zugriffsbeschränktes Treuhandvermögen ausfinanziert. Daneben existieren Verpflichtungen aus Gehaltsumwandlungen, denen Vermögen aus Rückdeckungsversicherungen gegenübersteht. Für den Bilanzausweis werden die versicherungsmathematischen Verpflichtungen mit dem jeweiligen Deckungsvermögen zum beizulegenden Zeitwert am 31. Dezember 2024 saldiert.

Für die betriebliche Altersvorsorge betragen die historischen Anschaffungskosten des Deckungsvermögens zum 31. Dezember 2024 T€ 19.080, der beizulegende Zeitwert liegt zum 31. Dezember 2024 bei T€ 25.456. Der Differenzbetrag von T€ 6.376 ist gemäß § 268 Abs. 8 HGB abführungsgesperrt. Der versicherungsmathematische Erfüllungsbetrag für die betriebliche Altersvorsorge wird zum 31. Dezember 2024 mit T€ 51.689 angesetzt.

Für die Verpflichtungen aus Gehaltsumwandlungen betragen die historischen Anschaffungskosten des Deckungsvermögens zum 31. Dezember 2024 T€ 503, der beizulegende Zeitwert liegt zum 31. Dezember 2024 bei T€ 509. Der abführungsgesperrte Zeitwertüberhang gemäß § 268 Abs. 8 HGB beläuft sich auf T€ 6.

Mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen in Höhe von T€ 1.049 und der Umbewertung der Verpflichtung auf den im Vergleich zum vorjährigen Stichtag gestiegenen Rechnungszins in Höhe von T€ 685 wurden Erträge aus der Marktbewertung des Deckungsvermögens in Höhe von T€ 1.584 verrechnet.

Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Mit den Verpflichtungen in Höhe von T€ 163 wird das Deckungsvermögen mit einem beizulegenden Zeitwert von T€ 340 verrechnet. Die historischen Anschaffungskosten des Deckungsvermögens liegen bei T€ 340.

Den Verlusten aus Deckungsvermögen von T€ 2 stehen zusätzliche Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellung von T€ 3 gegenüber.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Personalkosten (T€ 2.901) sowie Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (T€ 470).

Verbindlichkeiten

Alle ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben insgesamt eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Sicherheiten sind nicht gestellt.

Soweit aufrechenbar, wurden gleichartige Forderungen gegen verbundene und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen saldiert. Der verbleibende nicht saldierte Betrag beträgt T€ 159 und resultiert aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter bestehen in Höhe von T€ 307 und betreffen die Aufwendungen aus der Ergebnisabführung, der Gewerbesteuer, der Körperschaftssteuer und dem Solidaritätszuschlag.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Hier handelt es sich um die Förderung von E Autos sowie die Förderung eines aktivierten E Schleppers, die ratierlich aufgelöst werden.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Nach Tätigkeitsbereichen 2024
T€
2023
T€
Schleppdienste 18.165 16.834
Werkstattleistungen 13.203 12.516
Fahrdienste 10.328 9.141
Handel 382 550
Sonstige 0 13
42.078 39.054

Die Umsatzerlöse werden ausschließlich im Inland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Der Posten enthält im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 287) und Erträge aus Sachanlagenverkäufen (T€ 103). Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen T€ 3. Die periodenfremden Erträge belaufen sich auf T€ 394.

Materialaufwand

Erstmals sind in dem Posten Aufwendungen für bezogene Leistungen, d.h. operativ tätiges Fremdpersonal (T€ 1.175) enthalten. Im Vorjahr wurde diese Position unter sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen (T€ 1.037).

Abschreibungen

Bei den Abschreibungen handelt es sich im Wesentlichen um Abschreibungen auf Sachanlagen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Posten enthält im Wesentlichen Mieten (T€ 2.616) und Aufwendungen für EDV und Kommunikation (T€ 2.333). Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen T€ 5 (Vorjahr T€ 3).

Finanzergebnis

Im Finanzergebnis werden aufgrund der Anwendung der Vorschriften des BilMoG sowohl Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit Pensionsrückstellungen inkl. Ansprüchen aus Gehaltsumwandlungen (T€ 379; Vorjahr T€ 608) als auch Zinsaufwendungen aus Aufzinsungen der Altersteilzeitrückstellungen (T€ 3; Vorjahr T€ 2) sowie Erträge aus dem Deckungsvermögen (T€ 1.600; Vorjahr T€ 1.439) ausgewiesen.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Von dem Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in Höhe von T€ 1.652 sind T€ 1.578 abführungsgesperrt. Der nicht gesperrte Teilbetrag von T€ 74 wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die Gesellschafterin abgeführt. Die Geschäftsführung schlägt vor, den abführungsgesperrten Betrag von T€ 1.578 als Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Steuern

Mit Wirkung zum 1. Januar 2024 wurde in Deutschland das Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen verabschiedet. Die Lufthansa Group fällt aufgrund der steuerlichen Ansässigkeit der Deutsche Lufthansa AG in Deutschland in den Anwendungsbereich des Gesetzes und hat auf Basis der letzten eingereichten Steuererklärungen, länderbezogener Berichterstattung und historischer Finanzdaten eine entsprechende Betroffenheitsanalyse durchgeführt. Basierend darauf erwartet Lufthansa Group eine Erhöhung der laufenden Steuern.

Für den Rechtsmantel der LEOS sind auf der Grundlage einer in 2024 durchgeführten, konzernweiten Simulation zur globalen Mindestbesteuerung keine steuerlichen Auswirkungen erkennbar. Gleichwohl ist das Unternehmen in eine Berichtspflicht eingebunden, um auf der Ebene der Lufthansa Group die notwendigen steuerlichen Berechnungen zu ermöglichen.

E. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Peter Marcus Unger, Geschäftsführer, Wiesbaden

Die Vergütung des Geschäftsführers wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben.

Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr als Aufwand erfasstes Honorar für die Abschlussprüfung nach § 285 Nr. 17 HGB beträgt T€ 44.

Mitarbeitende

Im Geschäftsjahr waren ohne den Geschäftsführer durchschnittlich 305 Mitarbeitende (Vorjahr: 295) beschäftigt. Hiervon wurden 293 Mitarbeitende gemäß dem Vergütungstarifvertrag Boden bezahlt. Mit 36 Mitarbeitenden einschließlich Azubis bestand zum 31. Dezember 2024 ein befristetes Arbeitsverhältnis.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die jährlichen Verpflichtung aus Leasing-, Miet-, Pacht- und Dienstleistungsverträgen, die in der Regel innerhalb von zwölf Monaten kündbar sind, belaufen sich auf T€ 4.528; davon bestehen T€ 3.803 gegenüber verbundenen Unternehmen. Verpflichtungen aus dem Bestellobligo von insgesamt T€ 3.252 betreffen im Wesentlichen die Anschaffung von Schleppern und Crewbussen.

Nachtragsbericht

Anfang 2025 fand das ISO 9001: 2015 Überwachungsaudit durch DQS statt. Das Audit konnte ohne Abweichungen abgeschlossen werden.

Im Februar 2025 fand eine Vertragsunterzeichnung mit Eurowings Technik für Hallenschlepps in DUS statt, wodurch der Standort nachts stabil ausgelastet wird.

Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag gemäß § 285 Nr. 33 HGB lagen nicht vor.

 

Frankfurt am Main, den 17. April 2025

Peter Marcus Unger

Stand und Entwicklung des Anlagevermögens vom 01.01. bis zum 31.12.2024

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
01.01.2024
Zugänge
Abgänge
Umbuchung
31.12.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 1.436.251,35 0,00 0,00 0,00 1.436.251,35
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 123.853,55 0,00 0,00 123.853,55
1.436.251,35 123.853,55 0,00 0,00 1.560.104,90
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 150.025,44 0,00 12.541,10 0,00 137.484,34
2. Flugzeugschlepper und Ladegeräte 18.913.948,55 2.563.534,40 1.843.028,70 520.179,66 20.154.633,91
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.663.825,64 1.344.356,99 1.721.921,16 26.978,70 11.313.240,17
4. Geleistete Anzahlungen Flugzeugschlepper 547.158,36 650.903,00 0,00 -547.158,36 650.903,00
5. Geleistete Anzahlungen sonstige Sachanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
31.274.957,99 4.558.794,39 3.577.490,96 0,00 32.256.261,42
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 1.533,42 1.013,09 0,00 520,33
1.533,42 0,00 1.013,09 0,00 520,33
32.712.742,76 4.682.647,94 3.578.504,05 0,00 33.816.886,65
Abschreibungen
01.01.2024
Zugänge
Abgänge
31.12.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 1.162.865,85 72.546,12 0,00 1.235.411,97
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.162.865,85 72.546,12 0,00 1.235.411,97
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 121.673,94 7.853,19 12.541,10 116.986,03
2. Flugzeugschlepper und Ladegeräte 13.265.101,55 1.540.431,69 1.843.028,70 12.962.504,54
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.093.803,14 832.096,69 1.712.374,26 7.213.525,57
4. Geleistete Anzahlungen Flugzeugschlepper 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Geleistete Anzahlungen sonstige Sachanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
21.480.578,63 2.380.381,57 3.567.944,06 20.293.016,14
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
22.643.444,48 2.452.927,69 3.567.944,06 21.528.428,11
Buchwerte
31.12.2024
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 200.839,38 273.385,50
2. Geleistete Anzahlungen 123.853,55 0,00
324.692,93 273.385,50
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 20.498,31 28.351,50
2. Flugzeugschlepper und Ladegeräte 7.192.129,37 5.648.847,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.099.714,60 3.570.022,50
4. Geleistete Anzahlungen Flugzeugschlepper 650.903,00 547.158,36
5. Geleistete Anzahlungen sonstige Sachanlagen 0,00 0,00
11.963.245,28 9.794.379,36
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 520,33 1.533,42
520,33 1.533,42
12.288.458,54 10.069.298,28

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Lufthansa Engineering and Operational Services GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Lufthansa Engineering and Operational Services GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lufthansa Engineering and Operational Services GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 17. April 2025

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Guido Tamm, Wirtschaftsprüfer

ppa. Roswitha Hees-Brückmann, Wirtschaftsprüferin

*****

Der Jahresabschluss zum 31.12.2024 wurde am 28.05.2025 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

6 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.