GP Value Management GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Fumitaka Kiyotaki seit 31.8.2023 | Geschäftsführer |
Hiroshi Muraoka seit 31.8.2023 | Geschäftsführer |
Natsuyuki Onishi seit 31.8.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
AGC Inc. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AGC In-Vehicle Design Glass Europe GmbHLangen (Hessen)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 (vom 01.01.2023 bis 31.12.2023)
1. Gegenstand des Unternehmens 1.1 Allgemeine Informationen AGC In-Vehicle Design Glass Europe GmbH (AIEU) ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von AGC Inc. AGC Inc. wurde 1907 gegründet und ist ein globales Unternehmen mit Hauptsitz in Tokio/Japan, das mehr als 56.000 Mitarbeiter beschäftigt. AGC Inc. ist in 5 Hauptgeschäftsbereichen tätig: Architekturglas, Automobil, Elektronik, Chemie und Biowissenschaften. AGC Inc. ist in mehr als 30 Ländern und Regionen tätig, die in drei strategische Gebiete unterteilt sind: Japan-Asien, Europa und Nord- und Südamerika. Der Umsatz und der Betriebsgewinn von AGC Inc. beliefen sich im Jahr 2023 auf 2.019,3 Milliarden JPY bzw. 128,8 Milliarden JPY. AIEU wurde im Juli 2016 in Langen (Hessen) in der Nähe von Frankfurt, Deutschland, als Vertriebsgesellschaft gegründet, die für Marketing, Vertrieb und Kundenbetreuung in Bezug auf Qualität und Technik von Fahrzeug-Display-Glas verantwortlich ist und zur Division In-Vehicle Design Glass gehört, die zur Electronics Company (In-house Company von AGC Inc.) gehört, die das Elektronikgeschäft kontrolliert. In der Folge wurde die In-Vehicle Design Glass Division am 1. Januar 2019 in die Automotive In-house Company überführt und wurde eine Abteilung unter der Zuständigkeit der Mobility Business General Division in der Automotive In-house Company der AGC Inc. 1.2 Geschäftsfeld Das Hauptgeschäft von AIEU ist direktbeschichtetes Fahrzeug-Displayglas, das im Jahr 2023 94 % des Umsatzes ausgemacht hat. Die verbleibenden 6 % des Umsatzes wurden mit Abdeckglas für industrielle Anwendungen wie Displays in Krankenhäusern und dergleichen erzielt. Konventionell wurden Kunststoffabdeckungen oder Glasabdeckungen, auf die Folien aufgeklebt wurden, für Displayabdeckungen in Fahrzeugen verwendet. Nachdem AGCs Abdeckglas mit Direktbeschichtung jedoch 2012 zum ersten Mal in einem Fahrzeug eines Elektrofahrzeugherstellers eingesetzt wurde, entwickelte sich der Abdeckglasmarkt in Europa schnell, da das einzigartige und luxuriöse Erscheinungsbild sowie die hervorragenden optischen Eigenschaften und die Haltbarkeit von Glas mit Direktbeschichtung besonders von deutschen Herstellern im Luxussegment bevorzugt wurden. Im Jahr 2024 dürfte der weltweite Markt für direktbeschichtetes Deckglas auf über 29 Millionen Stück anwachsen. Es wird erwartet, dass der Markt in den nächsten sechs Jahren kontinuierlich wachsen wird. Die überlegenen Eigenschaften von Displayabdeckungen aus Glas werden auch in der Industrie sehr geschätzt, und obwohl der Markt nicht so groß ist wie der der Automobilanwendungen, zeigt er eine stetige Nachfrage, die jährlich 2 Mio. EUR Umsatz bringt. 1.3 Funktion des Unternehmens Auf dem europäischen Automobilmarkt, der auf dem Markt für Fahrzeug-Display-Glas führend ist, ist AIEU als Vertriebsgesellschaft tätig, die neben der Akquisition neuer Aufträge für europäische Kunden auch Marktforschung für die zukünftige Ausrichtung betreibt. Für Produkte, die sich in der Massenproduktion befinden, ist AIEU auch für die Kundenunterstützung in Qualitäts- und technischen Fragen verantwortlich, indem es eng mit den Kunden kommuniziert, um die Qualität weiter zu verbessern oder auf Qualitätsereignisse einschließlich Qualitätsprobleme zu reagieren. Da sich die Rolle von AIEU auf den Vertrieb/Marketing und die Kundenbetreuung als Vertriebsgesellschaft auf dem europäischen Automobilmarkt beschränkt, folgen alle Strategien und Taktiken dem Gesamtvertriebs- und Marketingplan der In-Vehicle Design Glass Division in Japan. Daher führt AIEU alle Verkaufs- und Marketingaktivitäten in enger Abstimmung mit der In-Vehicle Design Glass Division durch. 1.4 Geschäftsverlauf und Produkte AIEU betreibt das Geschäft im sog. Kostenaufschlagsmodell, d.h. AIEU kauft alle Produkte von AGC Inc. und verkauft sie an Kunden in Europa zum Preis des Produkts zuzüglich eines bestimmten Aufschlags. Aus diesem Grund ist AIEU weder in der Produktion noch im Einkauf tätig, sondern kauft lediglich Produkte von AGC und Verbrauchsmaterialien für den täglichen Gebrauch. Der kommerzielle und logistische Fluss, den AIEU betreibt, kann in zwei Kategorien unterteilt werden: direkte Lieferungen an Kunden und Lieferungen von Produkten, die bei AIEU gelagert sind. Bei den Direktlieferungen hat AIEU keine Bestände. Für einige Produkte verfügt AIEU jedoch über Bestände in vom Kunden verwalteten Lagern und bei einem Dritten, wo wir die Produkte vor der Auslieferung an den Kunden kontrollieren. 1.5 Forschung und Entwicklung sowie Investitionen Die Verbesserung der Produktleistung und die Entwicklung neuer Produkte werden von AGC Inc. durchgeführt. Daher hat AIEU keine Organisation für Forschung und Entwicklung. Die Rolle von AIEU in der Forschung und Entwicklung besteht darin, die Technologietrends und neuen Leistungsanforderungen der europäischen Kunden zu erfassen, die auf dem Markt für Fahrzeug-Display-Glas führend sind, und diese an die Abteilung für Fahrzeug-Designglas weiterzuleiten. Wie oben beschrieben, hat AIEU keine Funktion in den Bereichen Produktion und F&E, so dass keine Sachanlagen wie Produktions- oder F&E-Anlagen benötigt werden. Folglich tätigt AEIU keine Investitionen zum Erwerb solcher Sachanlagen. 1.6 Produkte Das Hauptprodukt von AIEU, "Abdeckglas für Fahrzeugdisplays", verwendet "DragontrailTM" - ein Spezialglas mit ausgezeichneten chemischen Verstärkungseigenschaften - als Basisglasmaterial und verfügt über hochwertige Beschichtungen mit optischen und mechanischen Eigenschaften und Erscheinungsbildern entsprechend den Kundenanforderungen. Die hervorragende Stoßfestigkeit und Haltbarkeit des AIEU-Produkts sowie die gut kontrollierte Qualität sind auf dem Markt hoch angesehen und haben den Spitzenplatz im Bereich der hochwertigen Abdeckgläser gesichert, bei denen eine hohe Stoßfestigkeit erforderlich ist, um die Sicherheit von Fahrern und Passagieren zu gewährleisten. 2. Makroökonomisches Umfeld und Unternehmensleistung 2.1 Gesamtwirtschaftliches und branchenspezifisches Umfeld im Geschäftsjahr 2023 Das Weltwirtschaftswachstum verlangsamte sich aufgrund steigender Energiepreise, ausgelöst durch den Einmarsch Russlands in der Ukraine, und einer Rekordinflation im Jahr 2022. Infolgedessen lag das globale Wachstum im Jahr 2022 bei knapp über 3 %, und dieser Trend setzte sich auch 2023 fort, was zu einem Wachstum von 3,2 % führte. Da sich die Automobilproduktion von COVID erholt hat, war die gesamte Automobilproduktion im Jahr 2023 die gleiche wie im Jahr 2019. Die neuesten Schätzungen gehen davon aus, dass die Automobilproduktion bis 2029 leicht ansteigen wird. Trotz dieser Verlangsamung des gesamtwirtschaftlichen Wachstums wuchs der Markt für KFZ-Scheiben im Jahr 2023 weiter, da die Einbauraten stiegen. Dieser Trend wird bis 2028 anhalten. Darüber hinaus wurde der Trend zum Erscheinungsbild durch die zunehmende Massenproduktion von Fahrzeugen, die mit großen gebogenen Display-Abdeckscheiben ausgestattet sind, weiter unterstrichen. 2.2 Ergebnis Der Umsatz und der Jahresüberschuss nach Steuern betrugen im Jahr 2023 29,7 MEUR bzw. 1,6 MEUR. Im Vergleich zu 2022 stieg der Umsatz um 4,5 MEUR (18%) von 25,2 MEUR und das Ergebnis nach Steuern um 677 kEUR von 935 kEUR Die wichtigsten Faktoren, die das Ergebnis beeinflussen, sind die folgenden: 2.2-1 Umsatz: Der Umsatz stieg um 4,5 MEUR (18%) von 25,2 MEUR auf 29,7 MEUR und entsprach damit nahezu den Erwartungen. Der Umsatzanstieg ist vor allem auf den Anstieg der aktuellen gebogenen Produkte zurückzuführen, die im Januar 2022 in die Massenproduktion gehen. 2.2-2 Kosten für Handelswaren: Alle Waren wurden von AGC Inc. gekauft. Der Wareneinsatz inklusive Lieferkosten und Einfuhrzöllen stieg in diesem Geschäftsjahr um 3,0 MEUR (13%) von 22,6 MEUR im Jahr 2022 auf 25,6 MEUR. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die eingekaufte Menge aufgrund des höheren Umsatzvolumens gestiegen ist. 2.2-3 Rohergebnis: Das Rohergebnis im Geschäftsjahr 2023 stieg um 1,3 MEUR (28%) von 4,8 MEUR im Jahr 2022 auf 6,1 MEUR, was auf die Erhöhung des aktuellen Modellvolumens zurückzuführen ist. 2.2-4 Abschreibung: Die Abschreibungen betrugen in diesem Geschäftsjahr 6 TEUR, was einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr (8 TEUR) darstellt, aber im Vergleich zur Bilanzsumme von 13,4 MEUR immer noch sehr gering ist. Wie bereits erwähnt, benötigt AIEU aus Sicht des Unternehmens keine Vermögenswerte für die Produktion oder Entwicklung. Daher wurden im laufenden Geschäftsjahr, wie in den Vorjahren, keine nennenswerten neuen Vermögenswerte erworben. Die abschreibungsfähigen Vermögenswerte bestehen nur aus Anlagegütern in Verbindung mit Büroausstattung und Nebengebäuden 2.2-5 Kosten für die Belegung: Die Raumkosten betrugen in diesem Geschäftsjahr 36 TEUR und sind damit deutlich niedriger als im Vorjahr (105 TEUR) 2.2-6 Ausgaben für den Fuhrpark: Die Ausgaben für den Fuhrpark beliefen sich auf 107 kEUR und werden im Jahr 2023 bei 115 kEUR 2.2-7 Personalaufwand: Der Personalaufwand betrug in diesem Geschäftsjahr 1,3 MEUR und erhöhte sich damit um 0,3 MEUR gegenüber 1,0 MEUR im Jahr 2022. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Zahl der Expats ab Juni 2023 von zwei auf drei erhöht wurde. 2.2-8 Sonstige betriebliche Aufwendungen: 1) Werbe- und Reisekosten: Die Werbe- und Reisekosten beliefen sich in diesem Geschäftsjahr auf 121 TEUR, ein Anstieg um 11 TEUR gegenüber 110 TEUR im Jahr 2022. Die Reisekosten der Mitarbeiter stiegen von 34 TEUR um 54 TEUR aufgrund der Wiederaufnahme der physischen Treffen nach dem Ende der COVID-Pandemie. 2) Verkaufs- und Vertriebskosten: Die Verkaufs- und Vertriebskosten beliefen sich in diesem Geschäftsjahr auf 110 TEUR, was einen Anstieg um 9 TEUR gegenüber 2022 (101 TEUR) bedeutet. Die Kosten für Dienstleistungen Dritter stiegen von 90 TEUR auf 103 TEUR, was auf neue Produkte und Testkosten wie die Messung physikalischer Eigenschaften zurückzuführen ist. 3) Verschiedene sonstige Betriebskosten: Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen in diesem Geschäftsjahr um 78 TEUR (22%) von 352 TEUR im Vorjahr und betrugen 429 TEUR. 4) Verschiedene sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen: Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen reduzierten sich in diesem Geschäftsjahr um 340 TEUR und 34 TEUR, was zu einer Ergebnisverbesserung von 0,16 MEUR führte. 2.3 Aktiva und Passiva Die Bilanzsumme betrug 13,4 MEUR und lag damit um 1,5 MEUR oder 13% über dem Vorjahreswert (11,9 MEUR). Auf der Aktivseite erhöhten sich insbesondere die Vorräte und die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnissen sowie Waren (1,47 MEUR) erhöhten sich um 0,88 MEUR gegenüber dem Vorjahr (0,60 MEUR) aufgrund des Umsatzanstiegs und der Umschichtung von Vorräten in Konsignationslager für den rund einmonatigen Bedarf eines Kunden. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen aufgrund des Umsatzanstiegs. Auf der Passivseite gab es deutliche Veränderungen beim Jahresüberschuss (+677 TEUR). Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist auf den Anstieg der eingekauften Produkte als Folge des höheren Umsatzes zurückzuführen. 2.4 Nicht-finanzieller Status Was die Betriebsstruktur des Unternehmens anbelangt, so hat das Unternehmen einen zusätzlichen Expatriate mit technischem Hintergrund eingestellt, um die betriebliche Struktur, insbesondere die technische Verkaufsfunktion, zu stärken. Die Zahl der Mitarbeiter im Bereich Customer Engineering wurde von zwei auf einen reduziert, da die Zahl der neuen Projekte aufgrund der Kommerzialisierung von Display-Abdeckgläsern verringert wurde und die Dokumentation für den Start von Projekten reduziert wurde. Infolgedessen war die Zahl der Mitarbeiter einschließlich der Expats Ende 2023 genauso hoch wie Ende 2022. 3. Prognosen und Risiken im Jahr 2024 3.1 Geschäftserwartung für 2024 Der Umsatz wird voraussichtlich um 1,3 MEUR oder 26% auf 31,0 MEUR im Jahr 2024 (2023: 29,7 MEUR) steigen, da der Absatz der aktuellen Produkte zunimmt, die Einführung neuer Produkte, die ab März 2024 in die Serienproduktion gehen, jedoch langsam beginnt. Auf der Kostenseite wird erwartet, dass die verkaufsfördernden Aufwendungen aufgrund der Verstärkung der Verkaufsförderungsaktivitäten durch Geschäftsreisen für künftiges Umsatzwachstum steigen werden. Das Unternehmen erwartet, dass der Gewinn aufgrund des zunehmenden Preiswettbewerbs niedriger ausfallen wird als im Jahr 2023. 3.2 Finanzielle Risiken Finanzierung und Liquidität wurden und werden unter der Aufsicht der AGC Inc. ordnungsgemäß verwaltet. Darüber hinaus wird erwartet, dass die künftigen Umsätze im Jahr 2024 weiter steigen werden, so dass das finanzielle Risiko aufgrund unzureichender Liquidität sehr gering sein wird. Das Risiko eines Kundenkonkurses halten wir nach wie vor für äußerst gering, da es sich bei allen Großkunden um führende Unternehmen der Automobilbranche handelt. 4. Prognosen und Risiken in der Zukunft 4.1 Prognose für den Markt Während der Anstieg der Automobilverkäufe nur sehr langsam vonstattengehen dürfte, wird erwartet, dass der Markt für KFZ-Displayglas weiter expandieren wird, da die Einbaurate von Displayglas voraussichtlich weiter steigen wird. Darüber hinaus wird erwartet, dass technologische Innovationen in neuen Bereichen wie CASE (Connected, Autonomous/Automated, Shared, Electric) die qualitativen Veränderungen beschleunigen werden, wie z. B. größere Formate und mehrere Bildschirme sowie die steigende Nachfrage nach verschiedenen Innenraumdesigns aufgrund der Entwicklung der automatisierten Fahrtechnologie. Unter diesen Marktbedingungen werden wir unser Geschäft ausbauen, indem wir auf die qualitativen Anforderungen des Marktes reagieren, indem wir den Einsatz unserer führenden Massenproduktionstechnologie für große gebogene Deckgläser maximieren. Einige Wettbewerber haben versucht, in den Markt einzutreten, aber wir sind immer noch wettbewerbsfähig, so dass wir unseren Marktanteil im Jahr 2023 erhöhen konnten und diesen Trend mindestens bis Ende 2025 beibehalten können. 4.2 Risiko und Maßnahmen Was die künftigen Risiken betrifft, so sollte unserer Meinung nach den Risiken, die sich aus den Veränderungen in der Weltwirtschaft ergeben, und den Risiken im Zusammenhang mit der Marktentwicklung Aufmerksamkeit geschenkt werden. Zu den Risiken aufgrund von Veränderungen in der Weltwirtschaft gehören der Einmarsch Russlands in der Ukraine, die Fragmentierung der wirtschaftlichen Aktivitäten aufgrund der sich intensivierenden Beziehungen zwischen den USA und China. In Zusammenarbeit mit AGC Inc. werden wir die entsprechenden Trends genau beobachten und umgehend auf Veränderungen reagieren, wobei wir auch Anpassungen der Verkaufspreise in Betracht ziehen. Es gibt zwei Hauptrisiken im Zusammenhang mit der Marktentwicklung. Das eine ist der Preiswettbewerb mit chinesischen Wettbewerbern. Der chinesische Wettbewerber senkt aggressiv die Preise, weil sein Hauptgeschäft das Deckglas für Smartphones ist, dieser Markt aber gesättigt ist und er versucht, in das Deckglas für die Automobilindustrie einzusteigen. Als Reaktion darauf werden wir die preisliche Wettbewerbsfähigkeit erhalten und verbessern, indem wir Informationen über die Wettbewerber sammeln und die Zusammenarbeit mit der Fertigungsabteilung von AGC verstärken. Außerdem werden wir versuchen, Aufträge in Segmenten zu gewinnen, in denen wir unsere Stärken in anderen Bereichen als dem Preis ausspielen können. Was die Diversifizierung der Anforderungen anbelangt, so werden wir noch enger als bisher mit den Kunden kommunizieren, um Trends bei den einzelnen Spezifikationen schnell zu erfassen und fertige Systeme zu entwickeln, die den Anforderungen jedes Kunden gerecht werden können. Ein weiterer Punkt ist der Strukturwandel unserer Kunden von Hardware zu Software aufgrund des Wettbewerbs mit Asien, einschließlich China, im Bereich der Hardware für den Fahrzeuginnenraum. Als Reaktion darauf sammeln wir Informationen und verstärken unsere Marketingaktivitäten für EU-Automobilhersteller.
Langen (Hessen), den 24. Januar 2025 Die Geschäftsführung der AGC In-Vehicle Design Glass Europe GmbH Hiroshi Muraoka Fumitaka Kiyotaki BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
I. Allgemeine ErläuterungenDie AGC In-Vehicle Design Glass Europe GmbH ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft nimmt teilweise die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, werden weitestgehend im Anhang aufgeführt. Um die Übersichtlichkeit in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zu erhöhen sind einige Vermerke abweichend zum Vorjahr statt in den vorgenannten Bestandteilen des Jahresabschlusses im Anhang aufgeführt. II. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeSachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von geringwertigen abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, die selbständig nutzbar sind, werden im Geschäftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 800,00 nicht übersteigen. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zuzüglich der Anschaffungsnebenkosten bewertet. Die unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten (Einzelkosten sowie angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten) bewertet, sofern nicht nach § 253 Abs. 4 HGB um noch anfallende Aufwendungen geminderte Verkaufswerte anzusetzen sind. Fremdkapitalkosten werden nicht mit in die Herstellungskosten einbezogen. Der Warenbestand wird mit dem gewogenen Durchschnittswert unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Die geleisteten Anzahlungen sind mit dem Nennwert bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird eine angemessene Pauschalwertberichtigung auf den Netto-Forderungsbestand gebildet. Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Bankguthaben in fremder Währung werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige (Sachleistungs- und) Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Alle Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und bedürfen daher keiner Abzinsung nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Im Wesentlichen ergeben sich die unterschiedlichen Bilanzansätze aus der Bewertung der Fremdwährungsforderungen, Fremdwährungsverbindlichkeiten, Fremdwährungsbankkonten sowie der Vorräte. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 29,13 % zugrunde (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 13,3 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 380 %. Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sog. davon-Vermerk ausgewiesen. III. Erläuterungen zu einzelnen Posten der BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens wird im Anlagespiegel dargestellt. Umlaufvermögen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 2.068 (Vorjahr: TEUR 294) gegenüber dem Gesellschafter und resultieren vollständig aus dem laufenden Liefer- und Leistungsverkehr. Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Erstattungsansprüche aus Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 1.214 sowie Mietkautionen in Höhe von insgesamt TEUR 40. In den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Betrag von TEUR 35 (Vorjahr: TEUR 41) mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten. Alle weiteren Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt TEUR 80. Mit Gesellschafterbeschluss vom 25. August 2023 wurde eine Gewinnausschüttung in Höhe von TEUR 935 beschlossen. Die Ausschüttung erfolgte am 31. August 2023. Für die Ausschüttung gesperrt i. S. d. § 268 Abs. 8 HGB sind Beträge in Höhe von TEUR 85. Diese entfallen vollständig auf die aktivierten latenten Steuern. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 329 werden im Wesentlichen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 229 sowie für Buchhaltungs-, Jahresabschluss- und Steuererklärungsarbeiten in Höhe von TEUR 92 gebildet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 10.744 (Vorjahr: TEUR 10.298) gegenüber dem Gesellschafter und resultieren vollständig aus dem laufenden Liefer- und Leistungsverkehr. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Sämtliche weiteren Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 62 (Vorjahr: TEUR 55). IV. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse resultieren aus Verkäufen an Kunden in Deutschland, Belgien, Portugal, Rumänien, Italien, Frankreich und Tschechische Republik. Sonstige betriebliche Erträge Der Hauptposten der sonstigen betrieblichen Erträge für das laufende Geschäftsjahr besteht in Währungsgewinnen in Höhe von TEUR 1.481 (Vorjahr: TEUR 1.754). Darin enthalten sind unrealisierte Wechselkursgewinne in Höhe von TEUR 202 (Vorjahr: TEUR 23). Personalaufwand In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 3) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insbesondere Aufwendungen für Qualitätskontrolle in Höhe von TEUR 103 (Vorjahr: TEUR 90) und aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.560 (Vorjahr: TEUR 1.662). Darin enthalten sind unrealisierte Wechselkursverluste in Höhe von TEUR 514 (Vorjahr: TEUR 610). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die im Jahresabschluss ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 611 (Vorjahr: TEUR 388) entfallen mit TEUR 713 auf das laufende Geschäftsjahr (Vorjahr: TEUR 367). Weiterhin sind Erträge aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 92 (Vorjahr Aufwand: TEUR 21) enthalten. V. Sonstige AngabenOrgane Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2023: • Natsuyuki Onishi, Yokohama, Japan (bis 18 Januar 2023 sowie erneut berufen und wieder ausgeschieden am 31. August 2023) • Hiroaki Homma, Tokyo, Japan (von 18. Januar 2023 bis 31. August 2023) • Shohei Chida, Frankfurt am Main, Deutschland (bis 31. August 2023) • Hiroshi Muraoka, Ichikawa, Japan (berufen seit 31. August 2023) • Fumitaka Kiyotaki, Frankfurt am Main, Deutschland (berufen seit 31. August 2023) Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 285. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 11 Arbeitnehmer, davon 3 Verwaltungs- und 8 Vertriebsmitarbeiter, beschäftigt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:
In den sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind unbefristete Mietverträge für Wohnräume mit einer Gesamtmiete von TEUR 2 pro Monat nicht enthalten. Die Nutzung der benötigten Büroflächen, Wohnungen inkl. Möblierung sowie der benötigten Fahrzeuge wird zum Teil durch Miet- und Leasingverträge sichergestellt. Die Miet- und Leasinggeschäfte verringern insbesondere die Kapitalbindung und verbessern die Eigenkapitalquote, führen aber während der Vertragslaufzeit auch zur Bindung an die geleasten Vermögensgegenstände. Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der AGC Inc., Tokyo / Japan, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich. Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Die Gesellschaft unterhält dabei Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Rahmen des Bezugs von Waren sowie in den Bereichen Qualitätskontrolle und Personal. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von EUR 1.612.494,82 an die Gesellschafterin AGC Inc., Tokyo / Japan auszuschütten.
Langen (Hessen), den 24. Januar 2025 Die Geschäftsführung der AGC In-Vehicle Design Glass Europe GmbH Hiroshi Muraoka Fumitaka Kiyotaki sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 18.03.2025 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Firma AGC In-Vehicle Design Glass Europe GmbH, Langen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der AGC In-Vehicle Design Glass Europe GmbH, Langen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AGC für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, 24. Januar 2025 Schiff-Martini
& Cie. GmbH
Weiler, Wirtschaftsprüfer Bolkovac, Wirtschaftsprüferin |
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