Conductix-Wampfler Automation GmbH

Handelshof 16A, 14478 Potsdam, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Potsdam HRB 22579
Vorher
LJU Automatisierungstechnik GmbH
Eingetragen
23.10.2009
Branche
Herstellung von elektrischem InstallationsmaterialBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von elektrischen und mechanischen Anlagen sowie die Beteiligung an anderen Unternehmen. Sie kann sich auch an Kommanditgesellschaften als persönlich haftende Gesellschafterin beteiligen, insbesondere darf sie die Geschäftsführung ausführen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Delachaux S.A.FRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
50.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Conductix-Wampfler Automation GmbH

Potsdam

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

1 Prüfungsauftrag

2 Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

3 Grundsätzliche Feststellungen

3.1 Stellungnahme zur Lagebeurteilung des gesetzlichen Vertreters

3.2 Entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen

4 Durchführung der Prüfung

4.1 Gegenstand der Prüfung

4.2 Art und Umfang der Prüfungsdurchführung

5 Feststellungen zur Rechnungslegung

5.1 Buchführung und zugehörige Unterlagen

5.2 Jahresabschluss

5.3 Lagebericht

6 Stellungnahme zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses

6.1 Erläuterungen zur Gesamtaussage

6.2 Feststellung zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses

7 Schlussbemerkungen

Wir weisen darauf hin, dass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können.

Anlagenverzeichnis

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und Lagebericht

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Wirtschaftliche Grundlagen

Gesellschaftsrechtliche Grundlagen

Allgemeine Auftragsbedingungen

An die Conductix-Wampfler Automation GmbH, Potsdam

1 Prüfungsauftrag

In der Gesellschafterversammlung am 17. Juli 2023 der Conductix-Wampfler Automation GmbH, Potsdam, - im Folgenden auch kurz "CXWA" oder "Gesellschaft" genannt - sind wir zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 gewählt worden. Die gesetzlichen Vertreter haben uns demzufolge den Auftrag erteilt, den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht zu prüfen.

Dem Auftrag liegen die als Anlage 4 beigefügten Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in der Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde. Unsere Haftung richtet sich nach Nr. 9 der Allgemeinen Auftragsbedingungen. Im Verhältnis zu Dritten sind Nr. 1 Abs. 2 und Nr. 9 der Allgemeinen Auftragsbedingungen maßgebend.

2 Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Als Ergebnis unserer Prüfung haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Conductix-Wampfler Automation GmbH, Potsdam

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Conductix-Wampfler Automation GmbH, Potsdam, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Conductix-Wampfler Automation GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Freiburg im Breisgau, den 25. Juni 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Laubert, Wirtschaftsprüfer

gez. Ziemann, Wirtschaftsprüferin"

3 Grundsätzliche Feststellungen

3.1 Stellungnahme zur Lagebeurteilung des gesetzlichen Vertreters

Folgende Kernaussagen des Lageberichts sind aus unserer Sicht hervorzuheben:

Trotz der geringerer Steigerung Metall- und Elektroindustrie in Deutschland konnte im Jahr 2023 ein Umsatz von EUR 19,8 Mio erzielt werden, der Umsatz lag um 10,6 % über dem Vorjahreswert von EUR 17,9 Mio.

Im Geschäftsjahr 2023 lag das EBIT mit EUR -2,8 Mio um EUR 0,6 Mio unter dem Vorjahreswert (EUR -3,4 Mio), im Wesentlichen bedingt durch den aufgrund von Beschaffungsproblemen nach wie vor hohen Materialaufwand.

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 reduziert sich um EUR 1,0 Mio auf EUR 19,7 Mio (i. Vj. EUR 20,7 Mio). Dies resultiert im Wesentlichen aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den Forderungen gegen verbundene Unternehmen die insgesamt auf EUR 7,4 Mio zurückgegangen (i. Vj. EUR 8,3 Mio) sind. Des Weiteren wird auf der Aktivseite die Forderung gegenüber Organträger in Höhe von EUR 3,4 Mio bilanziert. Das Darlehen von verbundenen Unternehmen betrug EUR 15,0 Mio (i. Vj. EUR 17,5 Mio).

Das Eigenkapital per 31. Dezember 2023 beträgt unverändert EUR -2,0 Mio.

Die CXWA ist in das Liquiditätsmanagement der Muttergesellschaft integriert, welches sicherstellt, dass jederzeit ausreichend Liquidität für das operative Geschäft und für Investitionen zur Verfügung steht. Die Gesellschaft verfügt über eine freie Kreditlinie in Höhe von EUR 1,0 Mio bei Kreditinstituten. Des Weiteren wurde ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Conductix-Wampfler GmbH mit Sitz Weil am Rhein zum 1. Januar 2022 abgeschlossen.

Der verschärfte Wettbewerb im Steuerungs-Segment führte in den letzten Jahren zu einem signifikanten Druck auf die Verkaufspreise und Margen bei gleichzeitig steigenden Anforderungen an die Qualität und schnellerer Bereitstellung der Systeme. Hierdurch ergibt sich nach Ansicht der gesetzlichen Vertreter die Notwendigkeit zur substanziellen Reduzierung der Herstellungskosten, zur deutlichen Steigerung der Effizienz sowie zur Verbesserung der Margenqualität. Das Wettbewerbsrisiko wird als hohes und bedeutsamstes Risiko für die Gesellschaft eingeschätzt. Chancen sehen die gesetzlichen Vertreter in den Synergien aus der Vertriebsstruktur der Muttergesellschaft sowie in neuen Markterschließungskonzepten.

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet die Geschäftsführung im Budget mit einem Umsatz von EUR 20,3 Mio und einer Verbesserung der Marge. Durch zusätzlich hohe Forschungs- und Entwicklungskosten werden Ergebnis und EBIT nach wie vor negativ bleiben, aber deutlich über dem Vorjahr liegen.

Wir stellen aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse fest, dass der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Zu den wirtschaftlichen und gesellschaftsrechtlichen Grundlagen der Gesellschaft verweisen wir auf die Anlagen 2 und 3.

3.2 Entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen

Wie im Abschnitt B.3. "Lage des Unternehmens" im Lagebericht ausgeführt, lag das EBIT mit EUR -2,8 Mio um EUR 0,6 Mio über dem Vorjahreswert (EUR -3,4 Mio). Dieses resultiert im Wesentlichen aus den aufgrund der Beschaffungsprobleme nach wie vor hohen Materialaufwand. Zusätzlich belastet wurde das Ergebnis durch den Anstieg der Kosten für Entwicklung und Versuche, der Reisekosten um EUR 0,1 Mio und der Rechts- und Beratungskosten von EUR 0,1 Mio.

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe EUR 2,0 Mio aus (i. Vj. Fehlbetrag in Höhe von EUR 2,0 Mio).

Die liquiden Mittel belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf EUR 0,0 Mio (i. Vj. EUR 0,5 Mio). Die Gesellschaft verfügt über eine Kreditlinie in Höhe von EUR 1,5 Mio bei Kreditinstituten. Zum Bilanzstichtag war eine freie Kreditlinie in Höhe von EUR 1,0 Mio verfügbar. Des Weiteren wurde ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Conductix-Wampfler GmbH mit Sitz Weil am Rhein zum 1. Januar 2022 abgeschlossen.

Das Darlehen von verbundenen Unternehmen betrug zum Stichtag EUR 15,0 Mio (i. Vj. EUR 17,5 Mio) und hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2025.

Im Geschäftsjahr 2023 erzielt die Gesellschaft eine deutliche Steigerung des Umsatzes bei einem leicht verbesserten EBIT. Die Geschäftsführung der CXWA geht in ihrer Planung davon aus, dass durch angekündigte Entwicklungsaufträge der Muttergesellschaft sowie die positive Wirkung umgesetzter Kostensenkungsmaßnahmen im Geschäftsjahr 2024 zwar Verbesserungen erzielt werden, das operative Ergebnis aber dennoch negativ bleibt.

Die gesetzlichen Vertreter beschreiben im Abschnitt C.1. "Risiko- und Chancenbericht", dass das durch die Muttergesellschaft voran getriebene Liquiditätsmanagement darauf ausgerichtet ist, dass jederzeit ausreichend Liquidität für das operative Geschäft und für Investitionen zur Verfügung steht. Um den Bestand der Gesellschaft nachhaltig zu sichern, wurde seitens der Muttergesellschaft mit der Gesellschaft ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag in entsprechender Anwendung des § 291 AktG geschlossen, welcher am 17. September 2022 im Handelsregister eingetragen wurde.

Vor diesem Hintergrund sieht die Geschäftsführung der CXWA gegenwärtig keine einzelnen oder aggregierten Risiken, die den Bestand des Unternehmens unmittelbar gefährden könnten.

4 Durchführung der Prüfung

4.1 Gegenstand der Prüfung

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Conductix-Wampfler Automation GmbH für das zum 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr geprüft.

Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil über den Jahresabschluss und den Lagebericht abzugeben.

Die Prüfung der Einhaltung anderer gesetzlicher Vorschriften gehört nur insoweit zu den Aufgaben der Abschlussprüfung, als sich aus diesen anderen Vorschriften üblicherweise Rückwirkungen auf den Jahresabschluss oder den Lagebericht ergeben.

Gemäß § 317 Abs. 4a HGB hat sich eine Abschlussprüfung nicht darauf zu erstrecken, ob der Fortbestand der Gesellschaft oder die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden kann.

4.2 Art und Umfang der Prüfungsdurchführung

Die Grundzüge unseres prüferischen Vorgehens haben wir bereits im Abschnitt "Wiedergabe des Bestätigungsvermerks" (vgl. Abschnitt 2 in diesem Bericht) dargestellt. Zusätzlich geben wir folgende Informationen zu unserem Prüfungsansatz und unserer Prüfungsdurchführung:

Phase I: Entwicklung einer an den Geschäftsrisiken ausgerichteten Prüfungsstrategie

Erlangung von Geschäftsverständnis und Kenntnis der Rechnungslegungssysteme sowie des internen Kontrollsystems

Festlegung von Prüfungsschwerpunkten auf Basis unserer Risikoeinschätzung:

Prüfung des Prozesses der Jahresabschlusserstellung

Aufbau, Einrichtung und Wirksamkeit der internen Kontrollen im Bereich des Einkaufs, des Verkaufs und des Personalmanagements

Vollständigkeit, Bestand und Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und der unfertigen Erzeugnisse

Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Vollständigkeit der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Periodenabgrenzung in der Umsatzrealisierung

Festlegung der Prüfungsstrategie und des zeitlichen Ablaufs der Prüfung

Auswahl des Prüfungsteams und Planung des Einsatzes von Spezialisten

Phase II: Auswahl und Durchführung kontrollbasierter Prüfungshandlungen

Auswahl kontrollbasierter Prüfungshandlungen aufgrund von Risikoeinschätzung und Kenntnis der Geschäftsprozesse und Systeme

Beurteilung der Ausgestaltung sowie der Wirksamkeit der ausgewählten rechnungslegungsbezogenen Kontrollmaßnahmen

Phase III: Einzelfallprüfungen und analytische Prüfungen von Abschlussposten

Durchführung analytischer Prüfungen von Abschlussposten

Einzelfallprüfungen in Stichproben und Beurteilung von Einzelsachverhalten unter Berücksichtigung der ausgeübten Bilanzierungswahlrechte und Ermessensspielräume, u. a.

Einholen von Rechtsanwalts- und Steuerberaterbestätigungen und Bestätigungen der Kreditinstitute

Einholen von Saldenbestätigungen von Kunden auf Basis einer repräsentativen Auswahl und Lieferanten auf Basis einer bewussten Auswahl

Prüfung der Angaben im Anhang und Beurteilung des Lageberichts

Phase IV: Gesamtbeurteilung der Prüfungsergebnisse und Berichterstattung

Bildung des Prüfungsurteils auf Basis der Gesamtbeurteilung der Prüfungsergebnisse

Berichterstattung in Prüfungsbericht und Bestätigungsvermerk

Detaillierte mündliche Erläuterungen der Prüfungsergebnisse gegenüber dem Management

Wir haben die Prüfung (mit Unterbrechungen) in den Monaten Januar bis Juni 2024 bis zum 25. Juni 2024 durchgeführt. Eine Vorprüfung haben wir im Oktober und November 2023 vorgenommen.

Alle von uns erbetenen Aufklärungen und Nachweise sind erteilt worden. Die gesetzlichen Vertreter haben uns die Vollständigkeit der Buchführung, des Jahresabschlusses und des Lageberichts schriftlich bestätigt.

5 Feststellungen zur Rechnungslegung

5.1 Buchführung und zugehörige Unterlagen

Die Bücher der Gesellschaft sind ordnungsmäßig geführt. Die Belegfunktion ist erfüllt. Die Buchführung und die zugehörigen Unterlagen entsprechen nach unseren Feststellungen den gesetzlichen Vorschriften.

5.2 Jahresabschluss

Der uns zur Prüfung vorgelegte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist ordnungsmäßig aus den Büchern und den zugehörigen Unterlagen der Gesellschaft entwickelt worden. Die Eröffnungsbilanzwerte wurden ordnungsgemäß aus dem Vorjahresabschluss übernommen. Die deutschen gesetzlichen Vorschriften zu Ansatz, Ausweis und Bewertung sind in allen wesentlichen Belangen beachtet worden.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind in allen wesentlichen Belangen nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt. Der Anhang enthält alle vorgeschriebenen Angaben.

Größenabhängige Erleichterungen des § 288 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurden zutreffend teilweise in Anspruch genommen.

Die Inanspruchnahme der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB ist zu Recht erfolgt.

5.3 Lagebericht

Der Lagebericht der gesetzlichen Vertreter entspricht in allen wesentlichen Belangen den deutschen gesetzlichen Vorschriften.

6 Stellungnahme zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses

6.1 Erläuterungen zur Gesamtaussage

Die angewendeten Bewertungsmethoden für die Posten des Jahresabschlusses entsprechen in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Sie sind im Anhang der Gesellschaft (vgl. Anlage 1.3 Abschnitt B.) beschrieben.

Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte sowie die Nutzung von Ermessensspielräumen haben bei folgenden Posten des Jahresabschlusses wesentlichen Einfluss auf die Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft:

Immaterielle Vermögensgegenstände

In den Vorjahren hat die Gesellschaft das Wahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB zur Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens für Entwicklungskosten in Anspruch genommen. Der Buchwert der aktivierten selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 299 (i. Vj. TEUR 422)

Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft ein Entwicklungsprojekt von der Muttergesellschaft für TEUR 724 erworben und in den immateriellen Vermögensgegenständen aktiviert. Im Zuge des Weiteren Projektfortschrittes wurden weitere Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 400 hinzu aktiviert. Im Rahmen der Werthaltigkeitseinschätzung zum Stichtag wurde der Vermögensgegenstand aufgrund der fehlenden verlässlichen Schätzung des zukünftigen Nutzens vollständig außerplanmäßig abgeschrieben.

Vorratsvermögen

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu durchschnittlichen Einstandspreisen unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten bewertet. Dem Risiko fehlender Gängigkeit und überhöhter Reichweiten wird durch eine pauschale Abwertung aller Bestände Rechnung getragen, die je nach Lagerdauer gestaffelt erfolgt. Es erfolgen Abschläge zwischen 0 % (keine Zu- oder Abgänge in den letzten zwölf Monaten vor dem Stichtag) und 95 % (keine Zu- oder Abgänge in den letzten 48 Monaten vor dem Stichtag). Die hieraus resultierende Abwertung auf die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beträgt TEUR 1.112 (i. Vj. TEUR 842).

Die unter den unfertigen Erzeugnissen ausgewiesenen vorgefertigten Komponenten in Höhe von TEUR 1.412 (netto) werden zu ihren durchschnittlichen Herstellungskosten bewertet. Bei der Bewertung kommen pauschale Sätze von 10 % für die Materialgemeinkosten zum Ansatz. Dem Risiko fehlender Gängigkeit und überhöhter Reichweiten wird durch eine pauschale Abwertung aller Bestände Rechnung getragen, die analog zur Abwertungsroutine bei den Roh -, Hilfs- und Betriebsstoffen ermittelt wird. Hiervon ausgenommen sind Ersatzteile, die pauschal mit 20 % abgewertet werden. Die so gebildete Abwertung zum Bilanzstichtag betrug TEUR 219 (i. Vj. TEUR 317).

Die übrigen auftragsbezogenen unfertigen Leistungen werden gemäß § 253 Abs. 1 HGB i. V. m. § 253 Abs. 4 HGB und § 255 Abs. 2 HGB mit den Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet.

6.2 Feststellung zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses

In Gesamtwürdigung der zuvor beschriebenen Bewertungsgrundlagen sind wir der Überzeugung, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

7 Schlussbemerkungen

Dieser Prüfungsbericht wurde nach den Grundsätzen des IDW Prüfungsstandards 450 n.F. (10.2021) erstellt.

Wir bestätigen gemäß § 321 Abs. 4a HGB, dass wir bei unserer Abschlussprüfung die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet haben.

Der Bestätigungsvermerk ist in Abschnitt 2 wiedergegeben.

 

Freiburg im Breisgau, den 25. Juni 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Mathias Laubert, Wirtschaftsprüfer

Katja Ziemann, Wirtschaftsprüferin

Anlage 1

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und Lagebericht

1.1 Bilanz

1.2 Gewinn- und Verlustrechnung

1.3 Anhang

1.4 Lagebericht

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 299.093,74 422.298,39
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.539,07 323.632,81 8.648,48 430.946,87
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 320.607,08 332.978,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 136.555,84 108.989,53
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 994.798,85 823.445,74
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 51.253,49 1.503.215,26 116.808,96 1.382.222,43
1.826.848,07 1.813.169,30
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.605.672,50 3.815.122,71
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4.777.968,51 5.422.563,87
3. Geleistete Anzahlungen 223.008,94 249.416,75
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -1.134.282,57 8.472.367,38 -1.360.478,07 8.126.625,26
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 1.360.478,07 (i. Vj. EUR 1.360.478,07) -
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.672.294,60 2.970.187,82
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.687.859,62 5.347.118,16
- davon aus Lieferungen und Leistungen EUR 1.047.127,42 (i. Vj. EUR 1.442.737,3430) - 3. Sonstige Vermögensgegenstände 128.407,53 7.488.561,75 57.866,36 8.375.172,34
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 0,00 495.376,36
15.960.929,13 16.997.173,96
C. Rechnungsabgrenzungsposten 250,00 250,00
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.954.348,58 1.954.348,58
19.742.375,78 20.764.941,84

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Verlustvortrag (i. Vj. Gewinnvortrag) -2.004.348,58 -2.004.348,58
III. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.954.348,58 1.954.348,58
0,00 0,00
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.256.649,00 1.315.950,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 539.692,07 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.558.866,95 1.239.874,15
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 16.317.554,39 18.145.069,08
- davon aus Lieferungen und Leistungen EUR 1.236.456,50 (i. Vj. EUR 400.585,78) -
- davon gegenüber Gesellschaftern EU 15.081.097,89 (i. Vj. EUR 17.744.483,30) -
4. Sonstige Verbindlichkeiten 69.613,37 64.048,61
- davon aus Steuern EUR 67.181,27 (i. Vj. EUR 64.048,61) - 18.485.726,78 19.448.991,84
19.742.375,78 20.764.941,84

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 19.821.750,61 17.929.506,20
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -15.878.510,40 -16.187.957,05
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 3.943.240,21 1.741.549,15
4. Vertriebskosten -1.187.478,00 -1.085.618,05
5. Allgemeine Verwaltungskosten -2.059.413,69 -2.506.535,88
6. Entwicklungskosten -3.560.624,00 -1.557.115,38
7. Sonstige betriebliche Erträge 23.383,24 4.609,40
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.425,34 -9.330,66
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 16.268,25 3.103,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -569.547,00 -495.042,40
11. Ergebnis nach Steuern -3.395.596,33 -3.904.380,82
12. Erträge aus Verlustübernahme -3.395.596,33 3.904.380,82
13. Jahresfehlbetrag 0,00 0,00
14. Verlustvortag (i. Vj. Gewinnvortrag) -2.004.348,58 -2.004.348,58
15. Bilanzverlust (i. Vj. Bilanzverlust) -2.004.348,58 -2.004.348,58

ANHANG für das Geschäftsjahr 2023

A. ALLGEMEINE ANGABEN

Die Conductix-Wampfler Automation GmbH ist unter der HRB 22579 P mit Sitz in Potsdam im Handelsregister des Amtsgerichts Potsdam eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Grundlage für die Daten- Beschaffung war das Medium SAP mit der Version ECC 6.18. Die Restlaufzeiten der Forderungen und Verbindlichkeiten werden im Interesse einer besseren Darstellung im Anhang angegeben.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Umsatzkostenverfahren angewandt.

B. ALLGEMEINE ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

1. Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und werden um planmäßige Abschreibungen vermindert. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände wurden bis zum 31. Dezember 2016 mit ihren Herstellungskosten, die den bei ihrer Entwicklung anfallenden Aufwendungen entsprechen, aktiviert. Die planmäßige Nutzungsdauer beträgt 10 Jahre. Auf Grund der Anpassung an konzerneinheitliche Vorgaben, wurde das Wahlrecht seit 2017 nicht mehr ausgeübt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen werden linear und pro rata temporis entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Die geringwertigen Anlagengegenstände werden in einem Sammelposten erfasst und linear auf eine Laufzeit von fünf Jahren abgeschrieben.

Die Nutzungsdauern des Sachanlagevermögens betragen:

Gebäudeeinrichtungen von 11 Jahre bis 15 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen von 3 Jahre bis 15 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung von 3 Jahre bis 13 Jahre

2. Umlaufvermögen

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Bei den unfertigen Erzeugnissen erfolgt die Bewertung zu den Herstellungskosten, unter Berücksichtigung angemessener Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingter Abschreibungen. Risiken, die sich aus der Lagerdauer oder der geminderten Verwertbarkeit ergeben, werden durch Abwertungen berücksichtigt, welche durch eine zeitliche Reichweite für gelagerte Materialien von 0 % - 95 % betragen.

Zur verlustfreien Bewertung des Vorratsvermögens werden die Auftragserlöse den prognostizierten Selbstkosten der Kundenaufträge gegenübergestellt. Diese enthalten neben den geschätzten Herstellungskosten auch Sondereinzelkosten des Vertriebs sowie einen Zuschlag auf die ermittelten Herstellungskosten für noch anfallende Verwaltungs- und Vertriebskosten.

Die von Dritten erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden offen von den Vorräten abgesetzt. Der übersteigende Betrag wird passivisch ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Auf fremde Währung lautende Forderungen werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Zum Bilanzstichtag waren Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Fremdwährung nicht vorhanden.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert angesetzt.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben zu den Beträgen ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

4. Rückstellungen

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages werden die Steuerrückstellungen auf der Ebene der Muttergesellschaft bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem fristenadäquaten Zinssatz gemäß § 253 Abs. 2 S. 1 HGB abgezinst.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag bewertet. Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

6. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt.

7. Ermittlung der Ausschüttungssperre

Jahresüberschuss (·/· Jahresfehlbetrag) 0,00 EUR
+ Gewinnvortrag (·/· Verlustvortrag) - 2.004.348,58 EUR
Maximal ausschüttbarer Betrag vor § 268 = Abs. 8 HGB = - 2.004.348,58 EUR
·/. Aktivierte selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände ./. 299.093,74 EUR
= Maximal ausschüttbarer Betrag unter Berücksichtigung des § 268 Abs. 8 HGB = - 2.303.442,32 EUR

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Entwicklung des Anlagevermögens

Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HGB im Geschäftsjahr 2023 verweisen wir auf die gesonderte Anlage zum Anhang.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

3. Latente Steuern

Die latenten Steuern, welche sich aus temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen ergeben, werden seit dem Geschäftsjahr 2022 auf Ebene des Organträgers dargestellt.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen für Gewährleistungen in Höhe von TEUR 378 (Vj. TEUR 444), ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 252 (Vj. TEUR 348) und Personalkosten in Höhe von TEUR 581 (Vj. TEUR 486).

5. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 stellen sich wie folgt dar:

davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 Gesamt bis zu einem Jahr zwischen einem und fünf Jahren von mehr als fünf Jahren
(in TEUR)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 540 540 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.559 1.559 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 16.318 1.318 8.000 7.000
Sonstige Verbindlichkeiten 70 70 0 0
18.487 3.487 8.000 7.000
davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2022 Gesamt bis zu einem Jahr zwischen einem und fünf Jahren von mehr als fünf Jahren
(in TEUR)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.240 1.240 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.145 645 17.500 0
Sonstige Verbindlichkeiten 64 64 0 0
19.449 1.949 17.500 0

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Materialaufwand

2023 2022
EUR EUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 8.054.823,57 6.227.840,33
Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.889.302,57 3.583.965,41
11.944.126,14 9.811.805,74

2. Personalaufwand

2023 2022
EUR EUR
Löhne und Gehälter 5.342.634,34 5.634.700,36
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 947.153,84 991.276,28
6.289.788,18 6.625.976,64

E. SONSTIGE ANGABEN

1. Angaben zu Mitgliedern der Unternehmensorgane

Der Geschäftsführung mit jeweiliger Alleinvertretungsberechtigung gehörten im Berichtsjahr an:

 

Herr François Bernès, Sucé-sur-Erdre (Frankreich)

Der ausgeübte Beruf der Geschäftsführer entspricht jeweils ihrer Organstellung.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung gem. § 285 Nr. 9 Buchstabe a HGB wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten hat.

2. Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2023 beschäftigten Arbeitnehmer (nach Köpfen) betrug:

Kaufmänn./technischer Bereich 67,5
gewerbliche Arbeitnehmer 24,5
Gesamt 92,0

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Gegenüber Dritten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 200 (Vj. TEUR 121), davon entfallen TEUR 101 (Vj. TEUR 51) auf das Geschäftsjahr 2024. Des Weiteren besteht ein Mietvertrag mit einer monatlichen Mietzahlung in Höhe von TEUR 73 (Vj. TEUR 53). Das Mietverhältnis wurde auf die Dauer von 10 Jahren abgeschlossen. Weitere finanzielle Verpflichtungen für das Jahr 2024 bestehen in Höhe von 70 TEUR.

4. Außerbilanzielle Geschäfte

Zum Bilanzstichtag hatte die Conductix-Wampfler Automation GmbH offene Verpflichtungen aus unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen (siehe sonstige finanziellen Verpflichtungen) aus Kraftfahrzeug-Leasing und seit 2018 aus E-Bike Leasing.

Verträge über Kraftfahrzeug-Leasing haben in der Regel eine Laufzeit zwischen 24 und 48 Monaten. Der Leasinggegenstand wird nach Vertragsende wieder an den Leasinggeber zurückgegeben. Änderungen in der Höhe der monatlichen Leasingraten sind während der Vertragslaufzeit nicht vorgesehen. Operating-Leasing für Kraftfahrzeuge und E-Bikes, technische Anlagen und Maschinen hat für die Gesellschaft Vorteile, insbesondere hinsichtlich der Liquiditätsbelastung, der Eigenkapitalquote in Folge der Bilanzneutralität und der Planungs- und Kalkulationssicherheit durch feste Leasingvertragsparameter. Wesentliche Risiken aus den genannten Operating-Leasing-Verträgen bestehen nicht.

5. Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Delachaux S.A., Colombes/Frankreich, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Insoweit gelten alle in diesen Konzern einbezogenen Unternehmen als verbundene Unternehmen zur Gesellschaft. Eine Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt nicht.

6. Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag

Es besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Conductix-Wampfler GmbH mit Sitz in Weil am Rhein. Dieser gilt rückwirkend ab dem 01. Januar 2022. Die Gesellschafterversammlung hat durch den Beschluss vom 8. Juli 2022 zugestimmt. Die Eintragung im Handelsregister hat am 17. September 2022 stattgefunden.

7. Ergebnisverwendung

Gemäß Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag erfolgt der Verlustausgleich für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 3.395.596,33 EUR durch die Conductix-Wampfler GmbH.

8. Nachtragsbericht

Der Intercompany-Darlehensvertrag zwischen der Conductix-Wampfler GmbH und der Conductix-Wampfler Automation GmbH wurde am 09. Februar 2024 bis zum 31. Dezember 2025 verlängert.

 

Potsdam, den 28.03.2024

François Bernès, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.239.972,80 0,00 0,00 0,00 1.239.972,80
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 144.326,29 1.006,94 17.154,65 0,00 162.487,88
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 1.123.503,60 0,00 0,00 1.123.503,60
1.384.299,09 1.124.510,54 17.154,65 0,00 2.525.964,28
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 367.774,76 0,00 0,00 0,00 367.774,76
2. Technische Anlagen und Maschinen 353.631,68 55.927,44 0,00 0,00 409.559,12
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.518.543,46 212.767,65 83.086,79 22.257,36 1.792.140,54
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 116.808,96 34.685,97 -100.241,44 0,00 51.253,49
2.356.758,86 303.381,06 -17.154,65 22.257,36 2.620.727,91
3.741.057,95 1.427.891,60 0,00 22.257,36 5.146.692,19
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 817.674,41 123.204,65 0,00 940.879,06
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 135.677,81 2.271,00 0,00 137.948,81
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 1.123.503,60 0,00 1.123.503,60
953.352,22 1.248.979,25 0,00 2.202.331,47
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.796,56 12.371,12 0,00 47.167,68
2. Technische Anlagen und Maschinen 244.642,15 28.361,13 0,00 273.003,28
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 695.097,72 124.501,33 22.257,36 797.341,69
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
974.536,43 165.233,58 22.257,36 1.117.512,65
1.927.888,65 1.414.212,83 22.257,36 3.319.844,12
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 299.093,74 422.298,39
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.539,07 8.648,48
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
323.632,81 430.946,87
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 320.607,08 332.978,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 136.555,84 108.989,53
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 994.798,85 823.445,74
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 51.253,49 116.808,96
1.503.215,26 1.382.222,43
1.826.848,07 1.813.169,30

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Conductix-Wampfler Automation GmbH

Die Conductix-Wampfler Automation GmbH (im Folgenden auch: CXWA) ist ein international tätiges Unternehmen im Bereich des Anlagenbaus für die Automobilindustrie und der Lagertechnik als Lieferant von Produkten und Systemen mit dem Fokus auf Steuerungstechnik für Elektrohängebahnen und Bodenförderer, sowie induktiver Strom- und Datenübertragung.

Das Angebot deckt die gesamte Wertschöpfungskette von Entwicklung, Projektierung, Produktion, Programmierung, Inbetriebnahme und Service ab. Intelligente Steuerungssysteme, kundenspezifische Lösungen zur Automatisierung und Optimierung von komplexen Produktions- und Logistikprozessen zählen zum Know-how des Unternehmens.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2018 hat die Conductix-Wampfler GmbH alle Anteile an der CXWA erworben. Conductix-Wampfler (CxW) ist einer der weltweit führenden Hersteller von Energie- und Datenübertragungssystemen für bewegliche Verbraucher. Die Muttergesellschaft Conductix-Wampfler GmbH hat ihren Stammsitz in Weil am Rhein im Südwesten Deutschlands. Das Unternehmen, ein Teil der französischen Delachaux Gruppe, verfügt über ein weltweites Vertriebs- und Servicenetzwerk sowie mehrere Produktionsstandorte in Europa, Amerika und Asien.

2. Forschung und Entwicklung

Im Jahr 2023 wurde das Projekt Robin'6, zur gezielten weiteren Produktentwicklung, von Weil am Rhein an den Standort nach Potsdam transferiert. Das neue Produkt stellt schnelle, kabellose Datenübertragung für den wachsenden Markt der fahrerlosen Transportsysteme (AGV) und mobilen Roboter (AMR) zur Verfügung. Robin'6 wird in Deutschland gefertigt und weist Synergien mit anderen AGV/AMR Produkten der Standorte Potsdam und Weil am Rhein auf.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 sank das deutsche Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozent. Die gesamtwirtschaftliche Lage war noch immer geschwächt durch den anhaltenden weltweiten Konflikt, extremen Energiepreiserhöhungen und weiterhin hohen Materialpreisen. Hinzu kamen politische Verunsicherungen, durch schnell wechselnde Entscheidungen. Diese sowie die Zinsentwicklung als auch die starke Inflation und die weltweit sehr angespannten internationalen Verhältnisse führten zu einem stark rückläufigem Investitionsverhalten auf dem gesamten Markt.

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) hat seine Prognose für die Produktion in der Branche bekräftigt und geht angesichts der globalen Konjunkturabkühlung inflationsbereinigt von einem Rückgang um real 4 Prozent für 2024 aus.

2. Geschäftsverlauf der CXWA

a) Umsatzentwicklung

Obwohl 2023 die Produktion der Metall- und Elektroindustrie in Deutschland nur um 2,6% gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist, konnte CXWA einen Umsatzanstieg um 10,6% ausweisen; von 17,9 Mio. € im Jahre 2022 auf 19,8 Mio. € im Jahre 2023. Der Umsatz lag leicht über den Vorjahreserwartungen. Die Entwicklung der Branche wurde weiterhin durch Engpässe und Kostensteigerungen im Einkauf belastet. Das Niveau bleibt somit jedoch hoch, verglichen mit vorangegangenen Geschäftsjahren.

b) Beschaffung

Der Anteil des Materialaufwands für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Leistungen (11,9 Mio. €) an der Betriebsleistung (20,2 Mio. €) beträgt 59%. Dieser Anteil ist im Verhältnis zum Vorjahr (61%) somit leicht gesunken.

c) Investitionen

Das Volumen der im Geschäftsjahr getätigten Investitionen beträgt 1,4 Mio. € (Vj. 0,4 Mio. €). Davon entfallen 0,3 Mio. € auf Investitionen für Software/Hardware, technischen Anlagen, Maschinen und Werkzeugen sowie Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung. 1,1 Mio. € entfallen auf immaterielle Vermögensgegenstände.

d) Personal- und Sozialbereich

Im Durchschnitt des Jahres 2023 waren bei der CXWA 92,0 (Vorjahr 98,3) Mitarbeiter (Köpfe) (inkl. 6,2 Auszubildende) beschäftigt.

3. Lage des Unternehmens

a) Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 hat sich der EBIT um 0,6 Mio. € im Vergleich zum Vorjahreswert (-3,4 Mio. €) verbessert, im Wesentlichen bedingt durch den aufgrund der oben erwähnten Beschaffungsproblemen nach wie vor hohen Materialaufwand. Zusätzlich belastet wurde das Ergebnis durch den Anstieg der Kosten für Entwicklung und Versuche von 0,8 Mio. €, sowie der Reisekosten von 0,1 Mio. € und der Rechts- und Beratungskosten von 0,1 Mio. €. Des Weiteren wurde eine außerplanmäßige Abschreibung auf immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 1,1 Mio. € vorgenommen. Der EBIT lag deutlich unter den Vorjahreserwartungen.

Die Gesamtertragslage des Unternehmens für das Geschäftsjahr 2023 muss als negativ bezeichnet werden. Der Verlustausgleich wurde gemäß Ergebnisabführungsvertrag durch die Conductix-Wampfler GmbH ausgeglichen.

b) Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme zum 31.12.2023 reduziert sich um 1,0 Mio € auf 19,7 Mio. € (Vorjahreswert 20,7 Mio. €). Der Wert des Anlagevermögens bleibt auf dem Vorjahresniveau von 1,8 Mio. €. Das Umlaufvermögen reduziert sich von 17,0 Mio. € (2022) auf 16,0 Mio. €. Hierbei steigen die Vorräte auf 9,6 Mio. € (ohne Anzahlungen) an (Vorjahreswert 9,5 Mio. €). Dies entspricht einer Steigerung von 1,3 %. Die erhaltenen Anzahlungen sind auf 1,1 Mio. € zurückgegangen (Vorjahreswert 1,3 Mio. €). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind insgesamt auf 7,4 Mio. € zurückgegangen (Vorjahr 8,3 Mio. €). Diese enthalten Forderungen gegenüber dem Organträger in Höhe von 3,4 Mio. €. Die sonstigen Vermögensgegenstände veränderten sich auf 128,4 T € (Vorjahr 57,9 T €).

Die Passivseite weist im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten in Höhe von 18,5 Mio. € (Vorjahr 19,4 Mio. €). Der größte Anteil bildet hierbei die Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen mit 16,3 Mio. € (Vorjahr 18,1 Mio. €). Das darin enthaltene Darlehen von verbundenen Unternehmen betrug 15,0 Mio. € (Vorjahr. 17,5 Mio. €).

Die Rückstellungen in Höhe von 1,3 Mio. € (Vj. 1,3 Mio. €) setzen sich vor allem aus Personalkosten 0,6 Mio. €, Rückstellungen für Gewährleistungen 0,4 Mio. € und ausstehende Rechnungen 0,3 Mio. € zusammen.

Das Eigenkapital per 31. Dezember 2023 beträgt unverändert -2,0 Mio. €.

Die Fähigkeit, allen bestehenden Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, ist für die CXWA weiterhin uneingeschränkt gegeben. Die CXWA ist durch ein Intercompany- Darlehen in das Liquiditätsmanagement der Muttergesellschaft integriert, welches sicherstellt, dass jederzeit ausreichend Liquidität für das operative Geschäft und für Investitionen zur Verfügung steht.

Die Gesellschaft verfügt über eine Kreditlinie in Höhe von 1,5 Mio. € bei Kreditinstituten. Zum Bilanzstichtag war eine freie Kreditlinie in Höhe von 1,0 Mio. € verfügbar. Des Weiteren wurde ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Conductix-Wampfler GmbH mit Sitz Weil am Rhein zum 01.01.2022 abgeschlossen.

c) Finanzielle Leistungsindikatoren

Als bedeutsamste Leistungsindikatoren werden das EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) und die Umsatzerlöse gesehen.

d) Sonstiges

CXWA weiß um die Bedeutung von gut ausgebildeten Mitarbeitern und bietet daher Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen an. Im Berichtsjahr 2023 waren bei der CXWA im Durchschnitt 6,2 Auszubildende im Ausbildungsberuf Elektroniker für Geräte und Systeme beschäftigt. Interessierten Berufsanfängern mit Hochschulreife wird die Möglichkeit von Praktika angeboten. Dadurch können schon frühzeitig hochqualifizierte Fachkräfte an das Unternehmen gebunden werden.

C. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

1. Risiko- und Chancenbericht

a) Grundsätze

Die CXWA ist ein international operierendes Unternehmen. Jedes unternehmerische Handeln eröffnet neue geschäftliche Chancen, aber insbesondere in technologischer Hinsicht auch eine Vielzahl von Risiken. Ziel der Geschäftsführung der CXWA ist es, diese Risiken zu minimieren und die potenziellen Chancen zu nutzen, um den langfristigen Fortbestand des Unternehmens zu gewährleisten sowie den Unternehmenswert zu steigern.

b) Risikomanagement

Das durch die Muttergesellschaft voran getriebene Liquiditätsmanagement stellt wie vorstehend bereits erläutert sicher, dass jederzeit ausreichend Liquidität für das operative Geschäft und für Investitionen zur Verfügung steht. Zur Absicherung der Liquidität greift die CXWA auf die von den Banken bzw. der Muttergesellschaft gewährten Kreditrahmen zurück. Die Kreditlinien werden in regelmäßig stattfindenden Gesprächen mit den Banken und der Muttergesellschaft unter Berücksichtigung der Entwicklung des Umsatzes, des Auftragsbestandes und des Auftragseingangs so angepasst, dass sie auskömmlich sind.

Im Bereich Controlling werden die finanzwirtschaftlichen und rechtlichen Risiken identifiziert, analysiert und bewertet, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von CXWA mittel- und langfristig gefährden könnten.

Im jährlichen Turnus werden Planungen für Auftragseingang, Umsatz und strategische Ausrichtung erstellt. Daraus werden die Planungen für die Entwicklung des Personalbestandes, die zu tätigenden Investitionen sowie die Finanzplanung abgeleitet.

Insbesondere bei Projekten, in denen neuartige und bisher nicht zum Einsatz gelangte Technik eingesetzt wird, werden technische Risiken vor Auftragsannahme von Projektmanagement, Engineering und Vertrieb analysiert und bewertet. Die Freigabe zum Verkauf neuartiger Technik für den Vertrieb erfolgt prinzipiell durch die Geschäftsführung, bzw. bei Großprojekten in Abstimmung mit der Gruppe.

Die Auftragsabwicklung und das Projektmanagement überwachen alle aktuellen Aufträge und Projekte auf Einhaltung des vorgegebenen Budgets, der vertraglichen Termine und die zu erfüllenden vertraglichen Leistungskriterien. Bei sich abzeichnenden Risiken wie z.B. Kostenüberschreitung, Verzug oder Nichterfüllung von Leistungen werden Maßnahmen eingeleitet, um solche Risiken zu vermeiden oder zu minimieren.

Liefer- und Bezugsverträge unterliegen einer permanenten Überwachung. Sie werden im Rahmen unternehmerischer Entscheidungen im Vorfeld sorgfältig geprüft, um die mit ihnen verbunden Risiken zu minimieren. Für Verluste, die sich aus Liefer- und Bezugsverträgen ergeben können, sowie für sonstige Risiken, wie z.B. aus möglichen Gewährleistungsverpflichtungen, wird ausreichend bilanzielle Vorsorge getroffen.

Beschaffungsrisiken bestehen darin, dass Rohstoffe, Halbzeuge und sonstige Teile nicht fristgerecht, nicht in ausreichender Menge und Qualität oder nicht zu marktgerechten Preisen beschafft werden können. Um Versorgungssicherheit zu gewährleisten und um auf Veränderungen flexibel reagieren zu können, beobachtet die Einkaufsabteilung die Beschaffungsmärkte, ermittelt alternative Bezugsquellen und auditiert potenzielle und bestehende Zulieferer.

Den Risiken, die sich aus Personalfluktuation und Nachwuchskräftemangel ergeben können, wirkt das Unternehmen mit Ausbildungsangeboten, mit einer leistungsgerechten Vergütung sowie einer modernen betrieblichen Altersversorgung entgegen.

Die IT-gestützte vereinheitlichte Abwicklung der Geschäftsprozesse führt neben allen damit verbundenen Vorteilen, auf die ein modernes Unternehmen nicht mehr verzichten kann, natürlich auch zu Risiken hinsichtlich Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Systemintegrität. Hohe IT-Sicherheitsstandards und geltende IT- Sicherheitsrichtlinien begrenzen das Risiko von Systemausfällen, Datenverlusten sowie von unberechtigten Datenzugriffen. Ständige Überprüfungen und Anpassungen der eingesetzten Systeme sorgen dafür, dass die IT-Landschaft innerhalb des Unternehmens auf dem neuesten Stand der Technik ist, sodass eine sichere Abwicklung der Geschäftsprozesse gewährleistet ist. Die IT-Infrastruktur und Sicherheitsarchitektur ist voll in die Conductix-Wampfler Gruppe eingebunden.

c) Risiken und Chancen des Geschäftsbetriebs

Durch das umfangreiche Know-how sowie durch die ausgeprägte Innovationskraft seiner Mitarbeiter wird sich die CXWA trotz eines schwierigen Marktumfeldes im Segment Steuerungstechnik für industrielle Förderanlagen weiterhin als Anbieter behaupten können.

Jedoch führte in den letzten Jahren der verschärfte Wettbewerb im Steuerungs- Segment zu einem signifikanten Druck auf die Verkaufspreise und Margen bei gleichzeitig steigenden Anforderungen an Qualität und schnellerer Bereitstellung der Systeme. Hierdurch ergibt sich die Notwendigkeit zur substanziellen Reduzierung der Herstellungskosten, zur deutlichen Steigerung der Effizienz sowie zur Verbesserung der Margenqualität, um im weltweiten Wettbewerb auch in Zukunft bestehen zu können. Das Wettbewerbsrisiko wurde als hohes und bedeutsamstes Risiko identifiziert.

Im Jahr 2024 sind die Lieferschwierigkeiten und die damit verbundenen hohen Beschaffungskosten für Elektronik-Komponenten ein im Laufe der Zeit abnehmendes Risiko und lassen sich daher als mittleres Risiko einstufen. Ein weiteres mittleres Risiko sind verspätete Lieferungen eines inländischen Lieferanten, die zu Schadensersatzforderungen führen können.

Für das Jahr 2023 konnten wieder gängige Lieferzeiten geplant werden, da sich die Beschaffungssituation im Vergleich zum Jahr 2022 verbessert hat. Der Beschaffungsmarkt bleibt weiterhin auf einem hohen preislichen Niveau, sodass im Unternehmen diesbezüglich aktiv nach der besten Lieferantenoption gesucht wird.

Durch eine relativ ausgewogene Kunden- und Anwenderstruktur über alle weltweit agierenden Automobilhersteller bieten sich hohe Chancen für den Absatz von neuen Systemen auch weiterhin vor allem in Europa, den USA, Südostasien, China und in Südamerika.

Synergien aus der Vertriebsstruktur der Muttergesellschaft sowie neue Markterschließungskonzepte sollen dazu beitragen, dass neue Märkte und Produktbereiche gewonnen werden. In diesem Zusammenhang gibt Bestrebungen, das Angebot an Serviceprodukten weiter auszubauen. Durch eine organisatorische Optimierung in den Bereichen Ersatzteilwesen und Dienstleistungen wird die Reaktionszeit auf Kundenanfragen deutlich verkürzt.

Diese Situation wird es der CXWA nicht erlauben, bereits im Geschäftsjahr 2024 ein positives Ergebnis zu erzielen. Allerdings ist mit einer deutlichen Verbesserung der Geschäftssituation zu rechnen. Die Conductix-Wampfler Gruppe ist überzeugt, dass die Produkte und Technologien das Produktportfolio entscheidend erweitern und zum zukünftigen Markterfolg der Gruppe beitragen. Um den Bestand der CXWA nachhaltig zu sichern, wurde deshalb seitens der Conductix-Wampfler GmbH mit der CXWA ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen.

Die CXWA hat ihre Absatzmärkte primär in Europa und in China. In Bezug auf die aktuellen, weltweiten Krisen, werden Absatzrückgänge erwartet. Auch indirekte Auswirkungen auf die Lieferketten lassen sich nicht ausschließen, werden jedoch aktuell als geringes Risko bewertet.

d) Zusammenfassende Bewertung

Der negative Einfluss der weltweiten Konflikte auf den Beschaffungsmarkt hat sich insofern verändert, als die Engpässe des Jahres 2022 nicht mehr bestehen. Die Lieferantenkette ist stabil und die Kundenanforderungen können bedient werden. Allerdings sind die Preise im Vergleich zu den Jahren vor der Coronapandemie auf einem immer noch hohen Niveau. Diese Entwicklung hat einen direkten Einfluss auf das Ergebnis.

Investitionen in neue Märkte und Produkte führten in der Vergangenheit zu einer Schärfung des Produktportfolios. Zukünftig sollen Synergien mit der Conductix- Wampfler Gruppe weitere Reserven erschließen, neue Alleinstellungsmerkmale schneller und kostengünstiger entwickelt und Geschäftspotenziale einfacher realisiert werden.

Um die zukünftige Entwicklung der CXWA sicherzustellen wurde der genannte Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft abgeschlossen. Nach unserer Einschätzung ist unser Risikomanagementsystem geeignet wesentliche Risiken frühzeitig zu identifizieren, um geeignete Maßnahmen zur Risikobegrenzung treffen zu können. Ein bestandsgefährdendes Risiko ist derzeit nicht erkennbar.

2. Prognosebericht

a) Ausblick

Das Budget 2024 wurde mit einem Umsatz von 20,3 Mio. € und einer leichten Verbesserung der Marge kalkuliert. Dadurch könnte das Ergebnis leicht über dem Ergebnis vom Vorjahr liegen. Nach jetzigem Stand erfolgt der Auftragseingang schleppend. Ein Forecast für 2024 ist in Arbeit. Verstärkte Vertriebsaktivitäten wurden gestartet. Durch zusätzlich hohe Forschungs- und Entwicklungskosten werden Ergebnis und EBIT nach wie vor negativ bleiben, aber deutlich über dem Vorjahr liegen.

b) Gesamtaussage

Einem anhaltenden Druck auf Gewinnmargen wird die CXWA auch im kommenden Geschäftsjahr konsequente Maßnahmen entgegensetzen. Die Geschäftsführung der CXWA geht in ihrer Planung davon aus, dass durch angekündigte Entwicklungsaufträge der Muttergesellschaft sowie die positive Wirkung umgesetzter Kostensenkungsmaßnahmen im Geschäftsjahr 2024 zwar Verbesserungen erzielt werden, das operative Ergebnis aber dennoch negativ bleibt.

 

Potsdam, den 28. März 2024

Conductix-Wampfler Automation GmbH

François Bernès, Geschäftsführer

Wirtschaftliche Grundlagen

Tätigkeitsgebiet

Die Conductix-Wampfler Automation GmbH ist im Bereich des Anlagenbaus für die Automobilindustrie und der Lagertechnik als Lieferant von Produkten und Systemen mit dem Fokus auf Steuerungstechnik für Elektrohängebahnen und Bodenförderer tätig. Das Angebot deckt die gesamte Wertschöpfungskette von Entwicklung, Projektierung, Produktion, Programmierung, Inbetriebnahme und Service ab. Ausgeklügelte Steuerungssysteme, kundenspezifische Lösungen zur Automatisierung und Optimierung von komplexen Produktions- und Logistikprozessen mit langjährig gefestigten Kundenbeziehungen zählen zum Know-how des Unternehmens.

Personal

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer, getrennt nach Gruppen ist im Anhang der Gesellschaft (Anlage 1.3) aufgeführt.

Wichtige Verträge

Intercompany Loan Agreement

Im Rahmen des Kaufs der Conductix-Wampfler Automation GmbH wurde das von der vorherigen Muttergesellschaft ausgegebene Darlehen in Höhe von EUR 4,9 Mio von der Conductix Wanpfler GmbH übernommen und eine Kreditlinie vereinbart. Bis zum Stichtag wurden liquide Mittel zurückgeführt, sodass eine Ausleihung in Höhe von EUR 15,0 Mio besteht. Das Darlehen wird mit 3,5 % jährlich verzinst.

Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag

Am 23. Juni 2022 wurde ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Muttergesellschaft Conductix-Wampfler GmbH als Organträgerin und der Gesellschaft als Organgesellschaft abgeschlossen. Dieser wurde am 17. September 2022 in das Handelsregister eingetragen.

Gesellschaftsrechtliche Grundlagen

Gründung Die Gesellschaft wurde durch notariellen Vertrag vom 4. Juni 2007 errichtet und mit Eintragung in das Handelsregister am 28. März 2008 gegründet.
Firma Conductix-Wampfler Automation GmbH
Sitz Potsdam
Gesellschaftsvertrag Der Gesellschaftsvertrag in der ursprünglichen Fassung datiert vom 4. Juni 2007, dieser wurde durch Gesellschafterbeschlüsse vom 8. Juli 2009 (Änderung Sitz und Firma), vom 20. Juli 2009 (Erhöhung Stammkapital) und vom 3. September 2009 (Änderung Unternehmensgegenstand) geändert.
Handelsregister Amtsgericht Potsdam, Abteilung B, 22579 P. Der letzte uns vorliegende Handelsregisterauszug datiert vom 16. Januar 2024. Im Geschäftsjahr erfolgten keine Eintragungen.
Gegenstand Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von elektrischen und mechanischen Anlagen sowie die Beteiligung an anderen Unternehmen. Sie kann sich auch an Kommanditgesellschaften als persönlich haftende Gesellschafterin beteiligen, insbesondere darf sie die Geschäftsführung ausführen.
Geschäftsjahr Kalenderjahr
Gezeichnetes Kapital Kapitalverhältnisse Das Stammkapital beträgt EUR 50.000,00. Das Stammkapital ist unterteilt in fünf Geschäftsanteile. Diese werden seit dem 1. Januar 2018 aufgrund des notariellen Vertrags vom 13./14. November 2017 vollständig von der Conductix-Wampfler GmbH, Weil am Rhein, gehalten.
Unternehmensverträge Gemäß Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag erfolgt der Verlustausgleich für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von EUR 3.395.596,33 durch die Conductix- Wampfler GmbH
Vorjahresabschluss In der Gesellschafterversammlung am 17. Juli 2023 ist
(1) der von der Geschäftsführung aufgestellte, von uns geprüfte und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 nebst Lagebericht vorgelegt und der Jahresabschluss festgestellt worden;
(2) beschlossen worden, den zum 31. Dezember 2022 ausgewiesenen Bilanzverlust von EUR 2.004.348,59 auf neue Rechnung vorzutragen.
Größe der Gesellschaft Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.
Verbundene Unternehmen Die Gesellschaft gehört zum Konzern der Delachaux S.A., Colombes/Frankreich. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in deren Konzernabschluss einbezogen.
Alle übrigen Konzernunternehmen sind im Verhältnis zur Gesellschaft verbundene Unternehmen gemäß § 271 Abs. 2 HGB.
Geschäftsführer Die Mitglieder der Geschäftsführung sind im Anhang der Gesellschaft (Anlage 1.3) aufgeführt.
Steuerliche Verhältnisse Die letzte steuerliche Außenprüfung umfasst die Veranlagungszeiträume für Körperschaft-, Gewerbe- und Umsatzsteuer 2016 bis 2019 und wurde im Geschäftsjahr abgeschlossen.
Seit 2022 besteht eine körperschafts-, gewerbe- und umsatzsteuerliche Organschaft mit der Muttergesellschaft Conductix-Wampfler GmbH als Organträgerin und der Gesellschaft als Organgesellschaft.

Niederschrift über die Gesellschafterversammlung der Conductix-Wampfler Automation GmbH vom 28/06/2024

Am 28/06/2024 um 10h00 Uhr fand in Weil am Rhein eine Gesellschafterversammlung der Conductix-Wampfler Automation GmbH mit dem Sitz in Potsdam, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Potsdam unter HRB 22579 P, statt.

An der Gesellschafterversammlung nahmen teil:

1.

Herr François Bernès als Geschäftsführer der Conductix-Wampfler AUTOMATION GmbH

2.

Herr Sven Wolfsperger, Prokurist der Conductix-Wampfler GmbH (Versammlungsleiter)

3.

Herr Stefan Potschka, Prokurist der Conductix-Wampfler GmbH

Tagesordnungspunkt 1: Feststellung des Jahresabschlusses zum 31/12/2023

Der von der Geschäftsführung aufgestellte Jahresabschluss zum 31/12/2023 wird festgestellt.

Tagesordnungspunkt 2: Verwendung des Bilanzgewinns

Der Bilanzfehlbetrag per 31/12/2023 in Höhe von 2.004.348,58 EUR wird wie folgt verwendet:

Der Betrag von 2.004.348,58 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen

Tagesordnungspunkt 3: Entlastung des Geschäftsführers

Dem Geschäftsführer François Bernès wird für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt.

Tagesordnungspunkt 4: Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023

Es wird beschlossen, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Freiburg i. Br., zum Abschlussprüfer der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 zu wählen.

Weitere Beschlüsse wurden nicht gefasst. Der Vorsitzende erklärt die Gesellschafterversammlung für beendet

 

Weil am Rhein, den 28. Juni 2024

Conductix-Wampfler GmbH

ppa. Sven Wolfsperger

ppa. Stefan Potschka

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