Baltic Distillery Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Haack seit 5.2.2026 | Prokura |
Dirk Dietrich Hugo Hansen seit 5.2.2026 | Geschäftsführer |
Luca Giordano seit 16.10.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 33.40% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Michael Haack UG (haftungsbeschränkt) i. Gr. | 33.30% |
Cristalco Suisse SA | 24.90% |
Salco AG | 8.40% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Baltic Distillery GmbHDettmannsdorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023LageberichtA. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens in Dettmannsdorf ist die Herstellung und der Vertrieb von Alkohol, Branntwein, Branntweinprodukten und Nebenprodukten im In- und Ausland. Die Gesellschaft wurde am 26. Juli 2012 gegründet. An der Baltic Distillery GmbH war vom 10. Dezember 2013 bis zum 29. Juli 2022 als alleinige Gesellschafterin die Stock Spirits (UK) Limited, Buckinghamshire/Großbritannien, beteiligt. Durch Anteilsübertrag vom 29. Juli 2022 ist die alleinige Gesellschafterin nunmehr die Sunray Investments Luxembourg S.à.r.l., Luxemburg. Die Einbindung der Baltic Distillery GmbH in die Stock Spirits Group gibt dem Unternehmen die Möglichkeit der Planungssicherheit hinsichtlich des Alkoholabsatzes. Die Kunden der Gesellschaft sind überwiegend Unternehmen im Konzernverbund, sodass über Deutschland hinaus der europäische Markt bedient werden kann. Dadurch verbessert sich die Marktstellung unserer Gesellschaft. 2. Forschung und Entwicklung Im Geschäftsjahr 2022/2023 gab es keine Produktneuentwicklungen. Das Unternehmen arbeitet aber weiterhin eng mit externen Instituten sowie den gruppeninternen Qualitätsabteilungen zusammen, um bestehende Produkte im Hinblick auf den Mix der eingesetzten Getreidesorten zu verbessern oder die Produktpalette zu erweitern. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Grundsätzlich ist die branchenbezogene Marksituation gesamteuropäisch weiterhin angespannt und das Preisniveau ist aufgrund der Konkurrenzsituation weiterhin sinkend. Darauf reagiert die Stock Gruppe mit verschiedenen Maßnahmen, wie z. B. Rabatte, neue Produkte usw. Die Gruppe erwartet diesen Preisdruck auch im Geschäftsjahr 2023/2024 und reagiert mit einer flexiblen Produktpalette auf diese Gegebenheiten. Dies kann auch Änderungen für die Produkte der Baltic Distillery GmbH bedeuten, z. B. Einsatz von Dinkel oder anderen Getreidesorten. 2. Geschäftsverlauf Die Gesellschaft konnte im abgelaufenen Wirtschaftsjahr trotz der Absatzschwierigkeiten auf dem polnischen Markt erneut ein positives Ergebnis verzeichnen. Dieses positive Ergebnis ist auf die gruppenweite „Stock Transfer Price Policy" zurückzuführen, die eine 5 % EBIT-Marge nach der „Cost Plus“-Methode ermöglicht. Die Steuerung des Unternehmens erfolgt anhand verschiedener finanzieller und nicht finanzieller Leistungsindikatoren. Die bedeutendsten finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse, die sich als Produkt aus Verkaufsmengen und den budgetierten Transferpreisen ergeben, die Rohertragsmarge, kostenbezogene Kennzahlen und der Finanzmittelbestand. Eine Erläuterung zu diesen Leistungsindikatoren erfolgt in Abschnitt 3 „Lage“. Der bedeutendste nicht finanzielle Leistungsindikator ist die Tagesproduktion pro Produktionstag (der Quotient aus gesamter Produktionsmenge und Produktionstagen) von Alkohol und dem Nebenprodukt Trockenschlempe. Die durchschnittliche Tagesproduktion von Alkohol ist aufgrund der längeren Stillstandzeiten auf 62.567 Liter (2021/2022: 62.946 Liter) pro Produktionstag gesunken. Die Tagesproduktion des Nebenprodukts „Trockenschlempe“ ist ebenfalls aus diesem Grund zum Vorjahr um 5,5% auf 45 Tonnen pro Produktionstag gesunken. Die Anzahl der Voll-Produktionstage reduzierte sich von 288 Tage im Vorjahr auf 241 Tage. 3. Lage Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor sehr stabil. Im Geschäftsjahr 2022/2023 kam es zu Produktionseinbrüchen, aufgrund der schwierigen Absatzsituation auf dem polnischen Markt, deren Ursache eine Steueranhebung auf Alkoholprodukte war. Die unregelmäßigen Produktionsstillstände führten wiederum zu einer inkonsistenten Belieferung der Kunden für das Nebenprodukt Trockenschlempe, sodass in diesem Bereich ein Umsatzrückgang zu verzeichnen ist. a) Ertragslage Unsere wesentliche Ergebnisquelle stellt der Verkauf von Neutralalkohol an europäische Unternehmen im Konzernverbund dar, diese machten im Geschäftsjahr 2022/2023 rd. 81 % des Gesamtumsatzes und rd. 97 % des Alkoholumsatzes aus. Unsere Umsätze hängen stark von der Nachfrage der verbundenen Unternehmen ab. Die Umsatzerlöse betragen im Geschäftsjahr 2022/2023 unter Berücksichtigung von „True-Ups“ (der Anpassung der Preise an die IST-Kosten auf Basis des „Cost Plus“-Models zum Geschäftsjahresende) TEUR 25.322 (2021/2022: TEUR 23.156). Die Umsatzerlöse für Nebenprodukte sanken aufgrund der verringerten Produktion und der sinkenden Absatzpreise um 7,5 % auf TEUR 4.049 (2021/2022: TEUR 4.377). Der Materialaufwand hat sich im Geschäftsjahr 2022/2023 um 12,3 % auf TEUR 20.701 (2021/2022: TEUR 18.440) erhöht. Ursächlich hierfür waren die steigenden Rohstoff- und Energiepreise. Der Rohertrag (Umsatz und Bestandsänderung abzüglich Materialaufwand) beträgt für das Geschäftsjahr 2022/2023 TEUR 5.026 (2021/2022: TEUR 4.902). Die oben beschriebenen Entwicklungen wirkten sich bedingt durch das „Cost Plus“-Modell positiv auf die Rohertragsmarge per Liter Alkohol aus, die aufgrund der um knapp 18 % gesunkenen Alkoholproduktion um 6,5 Cent pro Liter oder 24,5 % über dem Niveau des Geschäftsjahres 2021/2022 lag. Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021/2022 bedingt durch Gehaltserhöhungen und Umstrukturierungen gestiegen. Unsere Beschäftigungslage ist als gut zu bezeichnen. Die Mitarbeiterzahl ist leicht über Vorjahresniveau. Die Altersstruktur ist ausgewogen. jüngere Mitarbeiter können durch interessante Angebote geworben werden. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind im Geschäftsjahr 2022/2023 bedingt durch das niedrige Investitionsniveau im Vergleich zum vorigen Geschäftsjahr um 53,4 % auf TEUR 218 gesunken. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 410 ist u.a. durch die Rückstellungsbildung für erwartete Vertragsstrafen (TEUR 200) sowie höhere Konzernumlagen bedingt. Die Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltung sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 % auf TEUR 724 gestiegen. Das Finanzergebnis ist im Wesentlichen durch den Zinsaufwand für die Darlehensaufnahme im Verbundbereich geprägt. Tilgungsbedingt hat sich der Zinsaufwand reduziert. Der Ertragsteueraufwand ist um 85,3 % auf TEUR 104 gesunken. Der Rückgang steht im Zusammenhang mit dem Verbrauch und der Auflösung von Rückstellungen für die Betriebsprüfung für die Kalenderjahre 2016 bis 2018. Insgesamt hat sich im Geschäftsjahr 2022/2023 ein Jahresüberschuss von TEUR 668 (2021/2022: TEUR 323) ergeben. b) Finanzlage Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Zur Sicherung der Liquidität werden Forecasts im 2-Wochen-Rhythmus erstellt und an den Konzern berichtet. Der Bestand an liquiden Mitteln zum 30. September 2023 ist mit 32,1 % der Bilanzsumme bzw. TEUR 2.321 (30. September 2022: TEUR 2.504) ausreichend. Im Bedarfsfalle gehen wir davon aus, dass kurzfristige Liquiditätsbedarfe durch Finanzierungen aus dem Konzern gedeckt werden können, um so kurzfristig den Bestand an liquiden Mitteln zu erhöhen. Hierzu steht eine flexible Intercompany Kreditlinie zur Verfügung. Die Eigenkapitalquote hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr von 37,4 % auf 59,0 % infolge gesunkener Verbindlichkeiten und dem Anstieg des Eigenkapitals aufgrund des Jahresüberschusses verbessert. Der Jahresüberschuss ist im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021/2022 um TEUR 346 auf TEUR 668 gestiegen. c) Vermögenslage Die Vermögenslage unserer Gesellschaft ist als gut zu bezeichnen. Der „goldenen Bilanzierungsregel“ wird genüge getan, indem langfristiges Vermögen auch langfristig finanziert wird. Das Anlagevermögen lag zum 30. September 2023 auf dem Niveau des vorigen Stichtags, da die Investitionen ins Anlagevermögen den Abschreibungen entsprachen. Das Vorratsvermögen zum 30. September 2023 ist gegenüber dem 30. September 2022 um 40,5 % auf TEUR 1.970 gestiegen. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen stichtagsbedingt. Die Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sind um 61,6 % auf TEUR 152 und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 9,2 % auf TEUR 940 gesunken. In beiden Fällen handelt es sich um stichtagsbedingte Effekte. Die Verbindlichkeiten im Verbundbereich haben sich um 82,1 % auf TEUR 678 (30. September 2022: TEUR 3.799) verringert. Grund hierfür ist u.a. die Rückführung eines von der Muttergesellschaft gewährten Darlehens sowie einer weiteren Intercompany-Finanzierung. d) Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft ist geordnet und die Liquiditätssituation ist stabil. Das Jahresergebnis lag unter dem Niveau des Plans, was durch die Stillstandzeiten der Produktion bedingt ist. Insgesamt ist die Geschäftsführung mit der Entwicklung der Gesellschaft zufrieden. C. Prognosebericht Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2023/2024 eine positive Geschäftsentwicklung. Der Verkauf von Neutralalkohol erfolgte bisher größtenteils an Unternehmen im Konzernverbund und soll zukünftig auch an Drittkunden erfolgen. Dieses Vorhaben hängt u.a. damit zusammen, dass beim wichtigsten Abnehmer aus dem Konzernverbund, einer polnischen Schwestergesellschaft, eigene Produktionskapazitäten aufgebaut werden. Bisher war es so, dass die Produktion in Dettmannsdorf zurückgefahren werden musste, wenn die Produktion der polnischen Schwestergesellschaft stillstand. Infolge der Diversifikation sollen Abhängigkeiten verringert und Beeinträchtigungen der Produktion vermieden werden. Im Zuge der Öffnung in Richtung des Drittmarktes wird die Rohstoffrezeptur angepasst. Es wird eine Vereinheitlichung des produzierten Neutralalkohols stattfinden. Die Gerste, die zu Effizienzverlusten in der Produktion führt, wird sukzessive durch andere effizientere Getreidesorten ersetzt. Dieser Prozess wird sich positiv auf die tägliche Alkoholproduktionsmenge auswirken. Die Energieverbräuche je produziertem Liter können durch den Einsatz von effizienteren Getreidesorten reduziert werden. Dies stellt weitere wirtschaftliche Vorteile in Aussicht. Neben der Öffnung in Richtung des Drittmarktes im Bereich des Neutralalkohols sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant. Im Geschäftsjahr 2023/2024 wird mit einem Gesamtumsatz von ca. TEUR 29.000 geplant. Im Gegensatz zum abgelaufenen Geschäftsjahr sollen die Produktionskapazitäten wieder vollausgeschöpft werden. Die ersten abgeschlossen Getreideverträge geben bereits ein Indiz, dass die Kosten deutlich verringert werden können. Das gleiche Bild zeichnet sich bereits seit Jahresmitte 2023 auf den Energiepreisbörsen ab. Diese Entwicklungen sind bereits in die Budgetplanung für das Geschäftsjahr 2023/2024 eingeflossen. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 wird ein EBITDA von TEUR 1.790 erwartet und ein deutlicher Anstieg des Jahresergebnisses auf ca. TEUR 950. D. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht a) Branchenspezifische Risiken Als branchenspezifisches Risiko ist vor allem die Marktpreisentwicklung für Getreide (unserem Hauptrohstoff) zu nennen. Diese Entwicklung hängt von der jeweiligen Ernte und von globalen Getreidebörsen ab. Der Beginn des Ukrainekonfliktes hat gezeigt, wie schnell der Preisindex für Getreide steigen kann. Dieses Risiko versuchen wir durch eine sehr gute Kontraktpolitik im Einkauf zu minimieren. Für das folgende Geschäftsjahr ist bereits ein Teil unseres geplanten Getreidebedarfs durch Kontrakte abgesichert. b) Ertragsorientierte Risiken Weitere Risiken sind die Nachfragesituation und die Preisentwicklung auf dem Alkoholmarkt. Die Inbetriebnahme der Alkoholproduktion im polnischen Schwesterbetrieb, dem derzeitigen Hauptabnehmer unseres Produkts, wurde bereits mehrere Male verschoben. Der unklare Termin beinhaltet das Risiko, dass der exakte Zeitpunkt, an dem unser Produkt am Drittmarkt platziert werden muss, nicht definiert werden kann. Diesem Risiko wird in enger Zusammenarbeit mit unserer Gruppe begegnet. Weiter werden Lagerkapazitäten bereitgehalten, um den Drittmarkt auch kurzfristig beliefern zu können. c) Finanzwirtschaftliche Risiken Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, sind nicht gegeben, da Einkäufe und Verkäufe in Fremdwährungen einen sehr geringen Anteil darstellen. Die Liquiditätslage ist gut, es sind keine Engpässe zu erwarten. Es steht zudem eine flexible Intercompany-Kreditlinie zur Verfügung, auf die im Bedarfsfalle kurzfristig zurückgegriffen werden kann. d) Politische Risiken Das aktuelle politische Risiko für unser Unternehmen besteht darin, auf die zunehmenden regulatorischen Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs sowie auf die Förderung umweltfreundlicher Produktionsmethoden zu reagieren. Die steigende weltweite Nachfrage nach umweltfreundlichen Produkten und der Druck auf Unternehmen, ihren CO2 -Fußabdruck zu verringern, könnten zu strengeren Umweltauflagen und höheren Energiekosten führen. Darüber hinaus könnten politische Entscheidungen zur Besteuerung von alkoholischen Getränken die Rentabilität des Unternehmens beeinflussen. Es ist daher wichtig, dass das Unternehmen strategische Maßnahmen ergreift, um sich auf diese politischen Risiken vorzubereiten und mögliche Einschränkungen der Geschäftstätigkeit zu minimieren. Den Risiken wird beispielsweise durch das Projekt zur Nutzung unserer Nebenprodukte zur Erzeugung von erneuerbaren Energien, effizientere Produktionsmethoden oder den Ausbau von Partnerschaften mit Regierungsbehörden zur gemeinsamen Entwicklung nachhaltiger Lösungen entgegengetreten. Des Weiteren werden Kundenbeziehungen außerhalb der Lebensmittelindustrie aufgebaut. Die Bedeutung der Risiken für die Gesellschaft wird einzeln und gesamt betrachtet als mittleres Risiko eingeschätzt. Insbesondere bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht. 2. Chancenbericht Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Um Preisschwankungen auf dem Rohstoffmarkt für Getreide entgegenzuwirken, reagieren wir entsprechend bei der zeitlichen Kontraktgestaltung. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen beim Wareneingang durch. Die lokale Getreidebeschaffung wird weiterhin ausgebaut. Die geplante Vereinheitlichung der Rezepturen birgt weitere Chancen bei der Rohstoffbeschaffung. Die aktuell herrschenden, sehr engen Rezepturvorgaben werden gelockert, sodass die Getreidebeschaffung flexibler gestaltet werden kann. Der Futtermittel-Direktvertrieb wird ebenfalls weiter ausgebaut, sodass sich in diesem Bereich weitere Verbesserungen ergeben. Mit der permanenten Anmietung eines Außenlagers sind zudem Möglichkeiten geschaffen, um ungünstigen Marktlagen auf dem Rohstoffmarkt durch temporäre Verringerung der Produktionsmengen bei gleichzeitigem Abverkauf des Lagers zu begegnen. Im langfristigen Blick wird das Projekt der Energieerzeugung aus unseren Nebenstoffen (Schlempen) vorangetrieben. Mit diesem Projekt wird der Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen vorbereitet. 3. Gesamtaussage Bestandsgefährdende Risiken oder Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Ertragslage liegen zurzeit nicht vor. Die Gesellschaft wird die sich bietenden Chancen der Entwicklung nutzen.
Dettmannsdorf, den 30. Juli 2024 Die Geschäftsführung: Bradley Holder Florian Scheffler BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Grundsätzliches zum Jahresabschluss Die Baltic Distillery GmbH hat ihren Sitz in Dettmannsdorf und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stralsund unter HRB 8528. Die Gesellschaft wurde am 26. Juli 2012 gegründet. Der Jahresabschluss der Baltic Distillery GmbH wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie der ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Das Geschäftsjahr umfasst abweichend vom Kalenderjahr den Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 30. September des jeweils folgenden Jahres. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungen gemä§ 288 Abs. 2 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht. In der Bilanz zum 30. September 2022 wurden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 2.000 ausgewiesen. Die mittlerweile vollständig getilgten Verbindlichkeiten bestanden jedoch gegenüber verbundenen Unternehmen, weshalb der Vorjahresausweis angepasst wurde. 2. Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung Zur Bewertung der einzelnen Vermögens- und Schuldposten bemerken wir Folgendes: Immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden ausschließlich nach der linearen Methode vorgenommen. Dabei wurden Nutzungsdauern von überwiegend drei Jahren (Büroeinrichtung, Hardware), fünf Jahren (Software und Laboreinrichtung), zehn Jahren (technische Anlagen und Transportmittel) sowie 20 Jahren (Gebäude) berücksichtigt. Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von bis zu EUR 800,00 werden in Anlehnung an steuerliche Vorschriften aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz im Zugangsjahr in voller Höher abgeschrieben. Zum Bilanzstichtag ausgewiesene Anlagen im Bau betreffen technische Anlagen. Für das Vorratsvermögen (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse und fertige Erzeugnisse und Waren) ist zum Bilanzstichtag 30. September 2023 eine Inventuraufnahme erfolgt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2 HGB bzw. zu den niedrigeren Tageswerten bewertet. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Entgegen der bisherigen Vorgehensweise wurden im Vorratsvermögen zum 30. September 2023 erstmals Ersatzteile aktiviert. Die Bewertung der Ersatzteile erfolgt mit ihren Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert in Höhe von TEUR 200. Die Aktivierung wirkt sich in voller Höhe ergebnisverbessernd aus. Forderungen sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen waren im Berichtszeitraum nicht erforderlich. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos sowie für Zinsverluste und Beitreibungskosten wurde auf nicht einzelwertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % vorgenommen. Sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert bilanziert. Liquide Mittel sind mit dem Nennbetrag bewertet. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag, die als Aufwendungen für eine bestimmte Zeit danach zu erfassen sind. Das Stammkapital ist mit EUR 25.000 und in Übereinstimmung mit dem Gesellschaftsvertrag und dem Eintrag im Handelsregister ausgewiesen. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt worden und berücksichtigen alle am Bilanzstichtag erkennbaren passivierungspflichtigen Risiken. Sonstige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Aktivüberhänge latenter Steuern werden entsprechend dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt. Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umzurechnen. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. 3. Erläuterungen zu einzelnen Posten des Jahresabschlusses Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Im Anlagenspiegel ist die Entwicklung des Anlagevermögens je Bilanzposition dargestellt (vgl. Anlage zum Anhang). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen gegen Unternehmen aus dem Konzernverbund sind zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 569 (i. Vj. TEUR 3.120) ausgewiesen und resultieren mit TEUR 569 (i. Vj. TEUR 3.120) aus Lieferungen und Leistungen. Eigenkapital Das zum Bilanzstichtag im Handelsregister eingetragene Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert zum Vorjahr EUR 25.000,00. Es ist eingeteilt in 25.000 Geschäftsanteile zu einem rechnerischen Nennbetrag von je EUR 1,00. Das Stammkapital ist im Gründungsjahr in voller Höhe in bar erbracht. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen resultieren überwiegend aus ausstehenden Rechnungen, Personalkosten sowie Vertragsstrafen für von unserer Seite nicht vollständig erfüllte Abnahmeverpflichtungen aus Rahmenvereinbarungen mit Lieferanten. In welcher Höhe aus den nicht vollständig erfüllten Abnahmeverpflichtungen Vertragsstrafen resultieren, ist zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht sicher abschätzbar. Die Rückstellungsbildung erfolgte unter Zugrundelegung alles bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses vorliegenden Erkenntnisse. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten weisen wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr aus. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 678 (i. Vj. TEUR 3.799) resultieren im Geschäftsjahr ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen. Der Vorjahressaldo betrifft mit TEUR 2.000 eine Darlehensverbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin. Innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 16 (i. Vj. TEUR 17) ausgewiesen. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnung sind unter den sonstigen betrieblichen Erträgen mit TEUR 2 (i. Vj. TEUR 3) bzw. Aufwendungen mit TEUR 5 (i. Vj. TEUR 0) ausgewiesen. In den Zinserträgen sind wie im Vorjahr TEUR 0,2 aus der Abzinsung von Rückstellungen enthalten. In den Zinsaufwendungen sind TEUR 47 an verbundene Unternehmen (i. Vj. TEUR 57) enthalten. Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 186 (i. Vj. TEUR 0). Diese stehen im Zusammenhang mit der Auflösung von im Vorjahr gebildeten Rückstellungen für die steuerliche Außenprüfung. In der Vorperiode ergaben sich aus der besagten Rückstellungsbildung periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 374. Entgegen der bisherigen Vorgehensweise wurden im Vorratsvermögen zum 30. September 2023 erstmals Ersatzteile aktiviert. Aus der Aktivierung resultiert ein Ertrag von außergewöhnlicher Bedeutung in Höhe von TEUR 200. Aus der Rückstellungsbildung für Vertragsstrafen aufgrund nicht vollständig erfüllter Abnahmeverpflichtungen aus Rahmenvereinbarungen mit Lieferanten hat sich ein Aufwand von außergewöhnlicher Bedeutung in Höhe von TEUR 200 ergeben. 4. Sonstige Angaben Angaben zum Personal Zum Bilanzstichtag waren 37 Arbeitnehmer und durchschnittlich gemäß § 267 HGB waren im Geschäftsjahr 2022/2023 38 Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer) beschäftigt. Davon sind acht Mitarbeiter der Verwaltung und 30 Mitarbeiter der Produktion zuzuordnen. Organe der Gesellschaft Organe der Baltic Distillery GmbH sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Im Berichtszeitraum waren Geschäftsführer: - Bradley Holder (Finance Director in der Stock Spirits Group PLC) - Florian Scheffler (hauptberuflich Geschäftsführer der Gesellschaft) Die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen überwiegend aus Sicherheits- und Wartungsverträgen für die technischen Anlagen. Sie betragen jährlich TEUR 203 (i. Vj. TEUR 130). Die Wartungsverträge haben Laufzeiten zwischen ein und zwei Jahren. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus zum Bilanzstichtag ungekündigten Dauerschuldverhältnissen beträgt TEUR 409. Zudem besteht zum Bilanzstichtag ein Bestellobligo auf Vorräte in Höhe von TEUR 2.558. Haftungsverhältnisse sind nicht bilanzierte Eventualverbindlichkeiten, die in Höhe der Valutierung am Bilanzstichtag ausgewiesen werden. Innerhalb der Haftungsverhältnisse bestehen Bürgschaften und Garantien aufgrund an Gesellschaften der Sunray-Gruppe ausgegebene Bankdarlehen. Gemeinschaftlich mit den betroffenen Sunray-Gesellschaften bürgt die Gesellschaft für gesamt EUR 640 Mio. (i. Vj. EUR 413 Mio.), davon entfallen auf die Gesellschafterin EUR 146 Mio. (i. Vj. EUR 303 Mio.). Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme wird aufgrund der guten Absicherung der Hauptunternehmen mit ihren Geschäftsentwicklungsplänen bis 2027/2028 und einen erwarteten entsprechend hohen Cashflow sowie der Erfahrung aus der Vergangenheit als gering eingeschätzt. Mutterunternehmen Alleinige Gesellschafterin der Baltic Distillery GmbH ist seit dem 29. Juli 2022 die Sunray Investments Luxembourg S.à.r.l., Luxemburg. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Sunray Investments Luxembourg S.a.r.l., Luxemburg, einbezogen. Dieser Konzernabschluss (kleinster Konsolidierungskreis) wird beim Handelsregister von Luxemburg (B 258.434) hinterlegt. Den Konzernabschluss des größten Konsolidierungskreises, in den die Gesellschaft einbezogen wird, stellt die Sunray Holdings S.a.r.l., Luxemburg auf. Die Offenlegung dieses Konzernabschlusses erfolgt beim Handelsregister von Luxemburg (B 258.163). Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft eingetreten. Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Dettmannsdorf, den 30. Juli 2024 Die Geschäftsführung Bradley Holder Florian Scheffler Vorstehende Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang sind eine verkürzte Fassung des aufgestellten Jahresabschlusses. Ergebnisverwendung: Gemäß Gesellschafterbeschluss vom 7. Januar 2025 wird der entstandene Gewinn in Höhe von EUR 668.476,10 auf neue Rechnung vorgetragen. Anlagenspiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 07.01.2025 festgestellt. BestätigungsvermerkDer nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht. Bei der Offenlegung des Jahresabschlusses wurde von den größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB Gebrauch gemacht. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Baltic Distillery GmbH, Dettmannsdorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Baltic Distillery GmbH, Dettmannsdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Baltic Distillery GmbH, Dettmannsdorf, für das Geschäftsjahr vom1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten , irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 30. Juli 2024 MÖHRLE HAPP LUTHER GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Wegner, Wirtschaftsprüfer Kulwatz, Wirtschaftsprüferin |
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