Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 29525
Vorher
Kölnarena Management GmbH
Eingetragen
11.12.1997
Branche
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer ArtBetrieb von Sportanlagen
Gegenstand
ist die Anpachtung und der Betrieb des Veranstaltungszentrums "Lanxess arena" und die Organisation, Durchführung und Vermarktung von Veranstaltungen aller Art, insbesondere in der "Lanxess arena", einschließlich aller damit in Zusammenhang stehenden Begleitgeschäfte sowie der Vermarktung der daraus resultierenden Rechte.

Historie

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Management

NameRolle
Sebastian Henzel
seit 14.12.2012
Prokura
Stefan Löcher
seit 6.12.2001
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Arena Holding GmbH
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Arena Holding GmbH
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

Arena Management GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015

1.

Bilanz zum 31. Dezember 2015

2.

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015

3.

Anhang für das Geschäftsjahr 2015

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2015

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Lagebericht

I. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1. Veranstaltungsmarkt allgemein/Zusammenfassende Marktbetrachtung

In Anlehnung an das Meeting- und Eventbarometer Deutschland 2014/2015, welches im Auftrag der Europäische Verband der Veranstaltungs-Centren e.V. (EVVC), des GCB Convention Bureau e.V. und der DZT Deutschen Zentrale für Tourismus e.V. erstellt wurde, erwartete der Veranstaltungsmarkt für 2015 eine im Vorjahresvergleich bessere oder mindestens gleiche Buchungssituation. Der Veranstaltungsmarkt in Deutschland entwickelte sich auch weiterhin bei einer leicht steigenden Marktentwicklung auf hohem Niveau. Neben einem konstanten Marktwachstum der vergangenen Jahre, erfolgte auch für 2015 eine positive Einschätzung und Entwicklung der Marktlage. Diese Erwartung wurde, rückblickend betrachtet, bestätigt. Das Wachstum im Geschäftsjahr 2014 in Höhe von 1,3% konnte im Berichtsjahr erneut um 1,0% gesteigert werden.

Das bestehende Überangebot an Hallenkapazität sowie der hieraus resultierende Druck der Hallenbetreiber bei der Akquise von Veranstaltungen sind nach wie vor wesentliche Einflussfaktoren, die das wirtschaftliche Ergebnis der Lanxess arena negativ beeinflussen können. Des Weiteren führten hohe Gagenforderungen bzw. zu leistende Garantien, die im Wesentlichen aus sinkenden Tonträgerverkäufen der Künstler resultieren, zu einem erhöhten wirtschaftlichen Risiko in Form von Kostensteigerungen, bei den Arena Betreibern und auch Preissteigerungen bei den Endkunden. Die Lanxess arena entgegnet dem Wettbewerbsdruck durch hohe Qualität und Professionalität; zudem erfolgt aufgrund der Größe und Flexibilität eine deutliche Differenzierung im Angebot.

2. Marktumfeld/Wettbewerbssituation

Im nationalen sowie internationalen Vergleich behauptet die Lanxess arena auch weiterhin eine der Spitzenpositionen. Im internationalen Vergleich rangiert Sie weltweit in Sachen Besucherzahl, wie die letzten Jahre auch, unter den Top 10 der erfolgreichsten Venues und konnte sich im Vergleich zum Vorjahr sogar um zwei Plätze verbessern.

Auf regionaler Ebene konkurriert die Lanxess arena mit ihrer Kapazität von bis zu 20.000 Besuchern im Ballungszentrum Köln-Bonn-Düsseldorf mit der Esprit Arena und dem ISS Dome. Seit 2011 zählen die Düsseldorf Congress sowie das Burgwächter-Castello zu ihrem Location-Portfolio. Des Weiteren etabliert sich die Mitsubishi Electric Halle mit einer Kapazität für bis zu 7.500 Personen im Markt für Sport-, Unterhaltungs- sowie Firmenevents. Neben der Oberhausener König-Pilsener-Arena mit einer Kapazität von bis zu 13.000 Zuschauern entwickelt sich nunmehr auch die Dortmunder Westfalenhalle mit rund 15.400 Besuchern im unmittelbaren Einzugsgebiet zur Konkurrenz. Des Weiteren steigt der Bonner Telekom Dome vermehrt ins Veranstaltungsgeschehen ein. Darüber hinaus versuchen auch weiterhin kleine Hallen in den Veranstaltungsmarkt einzudringen.

Im Marktsegment der Sport- und Konzertveranstaltungen konkurriert die Lanxess arena auf regionaler Ebene mit Sportstätten wie zum Beispiel das durch die Stadt Köln bezuschusste Rhein-Energie-Stadion.

Museen, Theater und öffentliche Plätze sind zwischenzeitlich auch im Unterhaltungssegment aktiv und richten vermehrt Events mit Showcharakter sowie Konzerte oder Family-Entertainment-Veranstaltungen aus. Im Firmenkundengeschäft konkurriert man vor allem mit Messezentren, die teils durch öffentliche Träger unterstützt werden. Hinsichtlich der Durchführung von Kongressen, Tagungen oder Mitgliederversammlungen erweisen sie sich als starker Wettbewerber.

Als eine der privat geführten Arenen bewegt sich die Lanxess arena durch öffentlich geförderte Konkurrenzarenen in einem völlig verzerrten Wettbewerbsumfeld. Die Lanxess arena muss sich damit gegenüber öffentlich finanzierten, regionalen und bundesweiten Konkurrenzarenen behaupten, ohne selbst öffentliche Förderung und Subventionen zu erhalten. Dies führt vor allem dazu, dass Marktmechanismen ausgeschaltet werden. Durch die Subventionierung ähnlicher Veranstaltungsformate wird auch die Kaufkraft der Lanxess arena geschwächt.

Nach wie vor haben alle großen Veranstaltungszentren durch ihre Wertschöpfung für die Regionen und Städte eine enorme Bedeutung. Durch die rein private Trägerschaft besteht die bereits erläuterte ungleiche Ausgangslage gegenüber Arenen, die sich der Unterstützung der öffentlichen Hand im Wege offener oder verdeckter Quersubventionen sicher sein können.

3. Auftragsbestand

Für das Geschäftsjahr 2016 stehen aktuell 140 Veranstaltungen fest. Die Betrachtung zeigt, dass das Niveau quantitativ annähernd dem Vorjahresvolumen entspricht. Der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2017 spiegelt eine positive Auslastungsentwicklung wider. Bedingt durch das hochwertige Qualitätsportfolio der CTS Eventim AG & Co. KGaA können mögliche Synergien zu einer Erhöhung der Veranstaltungsauslastung beitragen.

4. Investitionen

Aufgrund des nunmehr 17-jährigen Bestehens der Lanxess arena fallen naturgemäß hohe Instandhaltungsaufwendungen an. Im Vorfeld des 2015 vollzogenen Immobilienverkaufs wurde durch den bisherigen Eigentümer der Arena eine intensive Prüfung des Ist-Zustandes der Immobilie vorgenommen. In diesem Zusammenhang festgestellte Mängel müssen aufgrund des Pachtvertrages von der Betreibergesellschaft umgesetzt werden.

Des Weiteren sind im Geschäftsjahr 2015 u.a. unabdingbare Investitionen in die Erneuerung des Kassensystems sowie in unterschiedliche Gastronomie- und IT-Ausstattung durchgeführt worden. Nach Auslaufen der bestehenden Zusammenarbeit wurden der Videowürfel im Innenraum der Arena sowie das LED-Board am Parkhaus P1 erworben.

Wegen des Alters und der allgemeinen technischen Lebenserwartung besteht weiterhin die Notwendigkeit von Investitionen, trotz bereits in der Vergangenheit durchgeführter Instandhaltungsmaßnahmen. Hinzu kommen vermehrt unterschiedliche Außenverpflichtungen von Aufsichtsbehörden, wie beispielsweise die Trennung der Trink- und Löschwasserversorgung. Zudem werden u.a. die vollumfängliche Sprinkleranlage, Evakuierungsanlage sowie die Lichtanlage und die Bühnenpodeste ausgebessert. Des Weiteren werden die Bestuhlung sowie Oberrangvorhänge instandgesetzt.

Aus diesem Grund wurde ein umfangreicher Investitions- bzw. Instandhaltungsmaßnahmenplan erarbeitet. Durch diese o.g. Maßnahmen sieht sich die Lanxess arena weiterhin als moderne Multifunktionsarena gut für die Zukunft gerüstet.

5. Personalwesen/Sozialbereich

31.12.15 31.12.14
Geschäftsführung 1 1
Angestellte Arbeitnehmer 54 54
gewerbliche Arbeitnehmer 257 227
Ø MA-Zahl 312 282

Durchschnittlich beschäftigte die ARENA Management GmbH im Berichtsjahr 312 Vollzeit-/Teilzeitkräfte. Der wesentliche Anstieg resultiert aus der Einstellung von Aushilfskräften im Gastronomie und -Merchandise Bereich. Am Ende des Geschäftsjahres betrug die Mitarbeiter-Gesamtzahl 320 Mitarbeiter (Vorjahr: 301). Davon arbeiten 54 im Bereich der Verwaltung, 265 für die Gastronomie.

6. Umweltschutz

Die Lanxess arena sichert eine ordnungsgemäße Verwertung und Beseitigung von Abfällen. Durch die Kopplung der Eintrittskarten und der Möglichkeit der An- und Abreise im VRS Nahverkehrsnetz trägt die Lanxess arena neben der infrastrukturellen Entlastung ebenfalls zum umweltbewussten Verhalten bei.

II. Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Arena Management GmbH haben sich wie folgt entwickelt:

Arena Management GmbH erzielte im Berichtsjahr 2015 einen Umsatzerlös von T€ 43.871 (Vorjahr: T€ 40.614). Dies entspricht einem Anstieg von 8,0% gegenüber dem Vorjahr und resultiert überwiegend aus der sowohl quantitativ wie auch der qualitativ sehr hochwertigen Veranstaltungsauslastung. Zentraler Faktor ist dabei die jährliche Veranstaltungszahl. Diese bewegt sich i.d.R. zwischen 130 bis 160 Events. Im Vorjahresvergleich ist die Anzahl der Besucher mit insgesamt knapp 1,51 Mio. Gästen (2014: 1,50 Mio. Besucher) leicht angestiegen. Unter Berücksichtigung der rückläufigen Veranstaltungszahl erhöhte sich die durchschnittliche Besucherzahl pro Event. Die Anzahl der Events ist in 2015 um 4,5% von 155 auf insgesamt 148 Events zurückgegangen. Damit konnte der Auslastungsgrad im direkten Vorjahresvergleich zwar nicht ganz erreicht werden, allerdings überwog das sehr hochwertige qualitative Eventniveau erheblich. Sowohl die Zuschauerzahl wie auch die Auslastung der Arena befinden sich im soliden Durchschnitt der vergangenen Geschäftsjahre. Die Veranstaltungsauslastung der Lanxess arena im Geschäftsjahr 2015 war von Events mit wiederkehrendem Charakter geprägt. Neben den hochmargigen Eigenveranstaltungen der Lanxess arena wurden weiterhin Konzerte von Peter Maffay, Die fantastischen Vier, Andre Rieu, Katy Perry, Paul Simon & Sting, Herbert Grönemeyer, Taylor Swift, U2, Madonna durchgeführt. Ergänzend hierzu wurden die jährlich stattfindenden Hauptversammlungen der Deutschen Telekom AG oder der Lanxess AG ausgetragen. Zudem konnten unterschiedliche Firmen Events und Tagungen akquiriert werden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014 um rund 111,4% von T€ 632 auf T€ 1.337 angestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Weiterberechnung verauslagter Kosten. Das Rohergebnis erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 430 auf T€ 11.693. Der Rohertrag beläuft sich insgesamt 25,9 % (Vorjahr: 27,3 %) der Gesamtleistung. Dem voran genannten Umsatzanstieg von 8,0% steht ein Anstieg des Materialaufwands in Höhe von 11,8% gegenüber. Beides ist im Wesentlichen durch die hohe Veranstaltungsauslastung begründet. Der Anstieg des Personalaufwands um T€ 338 auf T€ 5.513 ist durch die erhöhte Mitarbeiterzahl im Gastronomie- und Merchandise-Segment sowie durch die Tarifanpassungen begründet.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 4,7% auf T€ 2.023 gesunken. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem Wegfall von Vermarktungsprovisionen im Rahmen der Vermarktung des LED-Boards. Auch im Geschäftsjahr 2015 konnte das Aufwandsniveau der Vorjahre durch die umfangreichen, zur Effizienzsteigerung initiierten Maßnahmen, gehalten werden.

Die Reduzierung des Finanzergebnisses gegenüber 2014 um rund T€ 19 auf nunmehr T€ 8 (2014: T€ 27) resultiert im Wesentlichen aus der Vorjahres-Zinserstattung der Körperschaftssteuer. Analog den Vorjahren ist das Finanzergebnis nach wie vor durch das allgemein niedrige Zinsniveau geprägt.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,5% auf T€ 3.863.

Der Anstieg der Steuern vom Einkommen und Ertrag resultiert im Wesentlichen aus Steuernachzahlungen für Vorjahre.

Der Jahresüberschuss hat sich von T€ 3.882 um T€ 1.329 auf T€ 2.553 im Wesentlichen aufgrund höherer Steuern vom Einkommen und Ertrag verringert.

Insgesamt ist festzustellen, dass das Geschäftsjahr 2015 aus Sicht der Geschäftsführung, bedingt durch die Anzahl an qualitativ sehr hochwertigen Events sowie den Firmen-Sonderveranstaltungen, eine überaus positive Entwicklung aufweist.

III. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um T€ 6.051 auf insgesamt T€ 28.571 gestiegen. Dies entspricht einem Anstieg von 26,9%. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die höheren liquiden Mittel (T€ +6.278) zurückzuführen.

In den liquiden Mitteln sind unter anderem Ticketgelder aus dem Kartenvorverkauf enthalten, die unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen sind. Die Arena Management GmbH verfügte zu jeder Zeit des Jahres 2015 über ausreichend Liquidität. Aufgrund der früh startenden Ticketvorverkäufe kam es zu keinen Liquiditäts-Engpässen. Die liquiden Mittel beliefen sich zum Ende der Berichtsperiode auf insgesamt rund T€ 23.565. Dies entspricht rund 82,5% der Bilanzsumme.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um T€ 704 auf insgesamt T€ 2.101 reduziert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen befinden mit T€ 2.124 auf dem Niveau des Vorjahres. Für das Geschäftsjahr 2015 ergeben sich keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die Eigenkapitalquote der Arena Management GmbH beläuft sich auf 13,7% (Vorjahr: 22,9%).

Aufgrund der bereits voran dargestellten notwendigen Instandhaltungsmaßnahmen sind die sonstigen Rückstellungen um T€ 4.871 angestiegen.

IV. Nachtragsbericht

Nach dem Abschlussstichtag haben sich keine berichtspflichtigen Ereignisse ergeben.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Chancen

Im Hinblick auf die ausgeprägten Service-, Vertriebs- und Marketingaktivitäten ist die Lanxess arena anderen Arenen voraus. Dennoch wird auch weiterhin das Marktpotential an vermarkt baren Marketing- und Sponsoring Leistungen ausgeschöpft. Ergänzend zur errichteten LED-Videowand wurde bereits 2014 ein zusätzliches LED-Board in Betrieb genommen. Somit wird der, nach der positiv erwarteten Anlaufphase, deutlich positive Vermarktungstrend untermauert.

Auf nationaler und internationaler Ebene ist die Lanxess arena zudem ein absolut gesetzter und präferierter Partner. Dies ist nur durch ein eigenes Netzwerk und eigene Geschäftsverbindungen möglich. Sie stellt sich diesem Wettbewerbsdruck durch eine stets hohe Qualität und Professionalität und erfreut sich nach wie vor einer hohen Akzeptanz bei den (Tournee-) Veranstaltern.

Durch den stetigen Rückgang von Mega-Events renommierter Künstler und die gleichzeitige Zunahme von kurzlebigen Veranstaltungskonzepten erfolgt die tendenzielle Geschäftsverlagerung von großen Stadien hin zu Arenen. Die Lanxess arena als Hallenbetreiber versucht sowohl bei Konzerten als auch bei Firmenevents weiterhin verstärkt die Rolle des örtlichen Veranstalters bzw. der jeweiligen Agentur einzunehmen. Durch die vertikale Erweiterung der Wertschöpfungskette werden Kosten für Koordination und Vorleistungen reduziert. Da das notwendige Know-How hinsichtlich der Abwicklung von großen Megaevents bereits vorhanden ist, wird auch der Ausbau der Firmeneventaktivitäten weiterhin forciert. In den vergangenen beiden Geschäftsjahren konnten zudem neue Veranstaltungs-Genres implementiert werden, die es gilt auch zukünftig auszubauen bzw. zu etablieren.

2. Risiken/Risikomanagement

Hohe Gagenforderungen bzw. zu leistende Garantien, die im Wesentlichen aus sinkenden Tonträgerverkäufen der Künstler resultieren, können auch zu entsprechenden Preissteigerungen bei den Endkunden führen. Zum Teil hohe Ticketpreise können sich negativ auf Zuschauerzahlen und damit einhergehend auch auf den finanziellen Erfolg einer Veranstaltung auswirken. Mit einem bloßen Vermietungsgeschäft im Rahmen von Konzerten können Veranstaltungsstätten nicht ausreichend hohe Margen erzielen.

Branchenrisiken/Umfeld Risiken

Die Lanxess arena führte in den vergangenen Jahren zahlreiche Eigenveranstaltungen durch, bei denen sie die konzeptionelle Idee entwickelt, umsetzt und die vollständige Eventorganisation übernimmt. Es ist jedoch schwierig, zusätzliche Eigenproduktionen (Konzeption und Ideen) zu akquirieren, da man gemäß branchenüblicher Praxis im Vorfeld ins wirtschaftliche Risiko gehen muss. Hinzu kommt, dass der sich weiterhin abzeichnende Trend von Großevents mit über 10.000 Zuschauern hin zu mittleren und kleinen Veranstaltungen mit 3.000 bis 8.000 Besuchern nicht zwangsweise eine Reduzierung der Kosten ermöglicht.

Trotz der geringeren Zuschauerzahl müssen die gleich hohen Anforderungen an Qualität, Infrastruktur und Sicherheit gewährleistet werden, so dass in der Zukunft aufgrund steigender Bezugskosten von geringeren Deckungsbeiträgen bei Veranstaltungen auszugehen sein wird. Nur durch ein breitgefächertes Angebot an unterschiedlichen Zielgruppen sieht die Geschäftsführung ein hohes Erfolgspotential. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass Arenen, als direkte/regionale und indirekte/überregionale Konkurrenten, teils ausschließlich durch kommunale Mittel und Bundesmittel subventioniert werden. Hierdurch können sie nicht kostendeckende Mieten durchsetzen.

Im Hinblick auf das Risikoprofil kann die Lanxess arena eine sehr gute Bilanz zwischen Sportveranstaltungen, Events mit Musik- und Showcharakter, Firmenevents sowie sonstigen Veranstaltungen aufweisen. Durch intensives Beobachten des Marktes und der Zielgruppen sowie durch optimale Presse- und Marketingkonzepte ist es gelungen, jede Eigenveranstaltung separat gerechnet zu einem wirtschaftlichen Erfolg zu führen. Darüber hinaus sind einige profitable Eigenveranstaltungen, wie z.B. die Lachende Kölnarena, bereits bis zum Jahr 2022 oder das Handball Champions League Final Four bis 2020 fixiert worden.

Geschäftsrisiken

Durch das zunehmende Alter der Arena besteht ein erhöhter Instandhaltungsaufwand. Hierzu wurde für die kommenden Jahre ein Maßnahmenplan erarbeitet um die Lanxess arena auch zukünftig wettbewerbsfähig zu halten. In diesem Zusammenhang wurde bereits für das Folgejahr ein umfangreiches Instandsetzungs- und Investitionspaket geschnürt.

Ein wesentliches Risiko liegt zudem in der über die letzten Jahre rückläufigen dauerhaften Clubauslastung, welche sich durch kundenseitige Compliance-Vorgaben sowie Einschränkungen durch steuerliche Regelungen im Hinblick auf das Clubmodell der Lanxess arena ergeben.

Im Personaldienstleistungs- wie auch im Servicedienstleistungs- sowie Sicherheitsdienstbereich erfolgen weiterhin teils jährliche Erhöhungen der Tarifgrundlöhne, die einen weiteren wesentlichen Kostenfaktor für die Lanxess arena bedeuten. Auch für das aktuelle Geschäftsjahr schlagen diese zu Buche. Neben diesen Aspekten ist von Preiserhöhungen im Lebensmittelsegment auszugehen, die von Lieferantenseite 1:1 weitergegeben werden und sich ergebnismindernd auswirken. Aus diesem Grund stellen diese wesentlichen, nicht beeinflussbaren Kostenfaktoren ein weiteres Risiko für die Lanxess arena dar.

Im Weiteren führen Terroranschläge sowie die Übergriffe in der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof zu erhöhten Personaleinsätzen im Sicherheitsdienstbereich und damit zu erhöhten Kosten.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Bedingt durch das Geschäftsfeld sowie die aktuelle Struktur des Unternehmens spielen Fremdwährungs-, Kredit- und Zinsrisiken derzeit keine Rolle. Vorsichtiges Liquiditätsmanagement setzt voraus, dass genügend flüssige Mittel vorhanden sind. Die Arena Management GmbH ist aus heutiger Sicht auf keine Kredite angewiesen. Um eventuelle Risiken rechtzeitig zu erkennen und beseitigen zu können, wird der aktuelle Liquiditätsstatus permanent überwacht.

Zusätzlich erfolgen Liquiditätsplanungen auf Monatsbasis, anhand derer der kurz- und mittelfristige Liquiditätsstatus prognostiziert und gesteuert werden. Es kam in 2015 zu keinen Liquiditätsengpässen.

Zur Risikoüberwachung wird ein standardisiertes Risikomanagementsystem des CTS-Konzerns eingesetzt. Dieses beinhaltet u.a. Parameter wie ein Internes Überwachungssystem, Risiko-Controlling sowie ein Frühwarnsystem. Das Risikomanagement soll dazu beitragen, Entwicklungen die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig aufzudecken.

Zusammenfassend betrachtet wird die Gesamt-Chancen- und Risikosituation seitens dem Management der Arena Management GmbH im Vergleich zum Vorjahr als unverändert eingestuft.

VI. Prognose

1. Prognose-Ist-Vergleich 2015

Nach Erstellung der Prognose für 2015 konnten u.a. weitere hochkarätige Events, wie beispielsweise Doppelkonzerte von U2, Taylor Swift und Madonna, sowie Konzerte von Violetta, David Guetta, der Foo Fighters, Söhne Mannheims und Frei.Wild akquiriert werden. Ergänzend hierzu entwickelten sich auch geplante Events wie zum Beispiel die ESL Counter-Strike Weltmeisterschaft, das Amphi Festival sowie beispielhafte Veranstaltungen wie PUR, Santiano oder Westernhagen überaus positiv. Des Weiteren fanden Firmen-Sonderveranstaltungen der Generali-Versicherungsgruppe, der PWC Ambition Day oder das Media-Markt-Firmenjubiläum statt, die die geplanten Erwartungen deutlich übertrafen. Die dadurch höhere Veranstaltungsauslastung sowie überdurchschnittlich hohe Besucherzahl führte im Ergebnis zu Umsatzerlösen, die die prognostizierte konstante Entwicklung deutlich übertrafen.

Das für das Geschäftsjahr 2015 prognostizierte EBIT von T€ 2.777 konnte aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs und trotz der Zuführungen bei den Rückstellungen mit T€ 3.854 übertroffen werden.

2. Prognose 2016

Die Geschäftsführung der Arena Management GmbH geht für das kommende Geschäftsjahr 2016 davon aus, dass das Niveau der Umsatzerlöse und Besucherzahlen im Vorjahresvergleich nicht gehalten werden kann. Auf Basis der aktuellen Vorverkaufsentwicklung sowie des Auslastungsgrads wird von einem relativ deutlichen Rückgang ausgegangen. Gegenläufig zu den erwarteten Umsatzreduzierungen wird gegenüber dem Vorjahr aufgrund geringerer Aufwendungen eine moderate Verbesserung des EBIT geplant.

Im Hinblick auf das Auftragsvolumen der Lanxess arena in 2016 ist anzumerken, dass das quantitative Niveau dem Durchschnitt der vergangenen Jahre entspricht. Aus qualitativer Sicht ist die Auslastung jedoch nicht mit dem Vorjahresniveau zu vergleichen.

Für die Entwicklung des kommenden Geschäftsjahres ist insbesondere auf Folgendes hinzuweisen:

Die Auslastung des ersten Quartals 2016 ist im Vergleich zu 2015 um rd. 17% angestiegen. Während in den ersten drei Monaten 2016 insgesamt mindestens 55 Events durchgeführt werden, waren es im Vorjahreszeitraum 47 Veranstaltungen. Für das Geschäftsjahr 2016 wurden Top-Events wie beispielsweise Adele, Udo Lindenberg, Justin Bieber und David Garrett gebucht. Des Weiteren konnten Konzerte von Mariah Carey, Muse, Sunrise Avenue, Tabaluga mit Peter Maffay sowie die Veranstaltungsreihe Disney on Ice oder das Amphi-Festival akquiriert werden. Hochmargige Eigenveranstaltungen im Portfolio dienen weiterhin als solides Standbein gegen Umsatzschwankungen. Des Weiteren wurde der Vertrag mit der Europäischen Handballföderation EHF für das Final4-Turnier der Handball-Champions-League verlängert.

Aufgrund der verstärkten Nachfrage von Multifunktionalitätskonzepten für Events mit einer Kapazitätsgrenze von max. 5.000 Besuchern, werden auch weiterhin Veranstaltungen in einer flexiblen Kapazität, der sogenannten Clubkonzert-Variante, angeboten. Die von der Arena entwickelte und angebotene Theaterversion ist bereits seit Jahren erfolgreich am Markt platziert. Weiterhin plant das Management die Verstärkung des lokalen Veranstaltungsangebotes sowie eine Ausweitung von Events mit Partycharakter.

Der Ausbau der bestehenden Kontakte zu unterschiedlichen Eventagenturen im Segment der Firmen-Events soll die Auslastung entsprechend erhöhen. Zudem wird das positive Image der Lanxess arena als geeignete Plattform für Marketing-Aktivitäten genutzt.

Das Aufdecken und zeitnahe Umsetzen sämtlicher Optimierungspotentiale hat für das Management der Lanxess Arena nach wie vor oberste Priorität. Die in den vergangenen Jahren initiierten Optimierungsmaßnahmen werden auch im kommenden Geschäftsjahr 2016 konsequent umgesetzt. Das Kostensenkungsmanagement hat, unter Beachtung der Wahrung aller Qualitätsansprüche gegenüber den Kunden der Lanxess Arena, nach wie hohe Priorität. Etwaige (positive wie auch negative) Sondereffekte ab 2016 werden seitens der Arena Management GmbH nicht erwartet.

 

Köln, den 31. März 2016

Geschäftsführung

Stefan Löcher

Bilanz zum 31. Dezember 2015

Aktiva

31.12.2015
31.12.2014
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 66.510,90 29.582,08
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 46.976,23
  66.510,90 76.558,31
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.826,48 4.272,60
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 750.490,47 475.617,49
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 145.864,94 216.311,06
  899.181,89 696.201,15
  965.692,79 772.759,46
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
Waren 432.649,95 309.881,14
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.101.165,03 2.805.384,95
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 155.853,85 225.126,47
(davon aus Lieferungen und Leistungen € 155.853,85; Vorjahr € 225.126,47)    
3. Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 55.742,48 0,00
(davon aus Lieferungen und Leistungen € 55.742,48; Vorjahr € 0,00)    
4. Sonstige Vermögensgegenstände 864.479,44 634.076,13
  3.177.240,80 3.664.587,55
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 23.564.583,74 17.306.942,95
  27.174.474,49 21.281.411,64
C. Rechnungsabgrenzungsposten 431.121,67 466.030,26
  28.571.288,95 22.520.201,36

Passiva

   
  31.12.2015
31.12.2014
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 1.023.095,05 1.023.095,05
II. Kapitalrücklage 2.752.024,63 2.752.024,63
III. Bilanzgewinn 134.942,52 1.382.474,99
  3.910.062,20 5.157.594,67
B. Rückstellungen    
1. Steuerrückstellungen 1.228.604,13 527.864,13
2. Sonstige Rückstellungen 7.714.996,62 2.843.975,35
  8.943.600,75 3.371.839,48
C. Verbindlichkeiten    
1. Erhaltene Anzahlungen 33.751,52 90.751,27
(davon aus Lieferungen und Leistungen € 33.751,52; Vorjahr € 90.751,27)    
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.124.408,85 2.058.621,22
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 26.993,35 0,00
(davon aus Lieferungen und Leistungen € 26.993,35; Vorjahr € 0,00)    
4. Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 3.639,02 0,00
(davon aus Lieferungen und Leistungen € 3.639,02; Vorjahr € 0,00)    
5. Sonstige Verbindlichkeiten 11.894.848,56 10.057.941,21
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 68,72; Vorjahr € 1.547,48)    
  14.083.641,30 12.207.313,70
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.633.984,70 1.783.453,51
  28.571.288,95 22.520.201,36

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015

2015
2014
1. Umsatzerlöse 43.870.990,60 40.614.138,12
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.336.526,07 632.079,04
(davon aus Währungsumrechnung € 31,67; Vorjahr € 0,00)    
3. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 4.924.613,98 4.327.380,33
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 28.589.519,86 25.655.527,09
4. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 4.667.222,62 4.364.536,56
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 845.399,72 809.643,35
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 303.504,95 149.224,51
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.023.046,73 2.123.480,27
(davon aus Währungsumrechnung € 0,00; Vorjahr € 400,59)    
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.732,98 34.159,02
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.466,00 7.174,18
(davon Aufwendungen aus Aufzinsung € 1.230,00; Vorjahr € 1.250,00)    
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 3.862.475,79 3.843.409,89
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.306.728,37 -49.697,81
11. Sonstige Steuern 3.279,89 10.632,71
12. Jahresüberschuss 2.552.467,53 3.882.474,99
13. Verrechnung mit Verlustvortrag 82.474,99 0,00
14. Vorabgewinnausschüttung an die Gesellschafter 2.500.000,00 2.500.000,00
15. Bilanzgewinn 134.942,52 1.382.474,99

Anhang für das Geschäftsjahr 2015

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss (bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) der Gesellschaft und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015 wurden nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB aufgestellt.

Hinsichtlich der in § 267 Abs. 2 HGB enthaltenen Größenmerkmale gilt die Gesellschaft als große Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt (§ 275 Abs. 2 HGB).

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze haben sich nicht geändert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen pro rata temporis über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von vier Jahren.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet; die Abschreibungen werden nach der linearen Methode berechnet. Die den Abschreibungen zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen den voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauern. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 410,00 € werden aus Vereinfachungsgründen analog der steuerlichen Regelung in voller Höhe im Jahr des Zugangs abgeschrieben.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten; soweit erforderlich, sind Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert abzüglich notwendiger Einzelwertberichtigungen und pauschaler Wertberichtigungen angesetzt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nominalwert bilanziert. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen im laufenden Geschäftsjahr angesetzt, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennwert bilanziert.

Die ausgewiesenen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzaufstellung bekannt gewordenen ungewissen Schulden und Risiken, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Kassenbestände in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält insbesondere die erhaltenen Lieferantengelder sowie Entgelte für die Anmietung Logen bzw. Boxen, die über den Vertragszeitraum ertragswirksam aufgelöst werden.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Entwicklung Anlagevermögen

Die in der Bilanz ausgewiesenen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens sind in ihrer Gliederung und Entwicklung in der dieser Anlage II ausführlich dargestellt.

2. Eigenkapital

Der Bilanzgewinn in Höhe von 134.942,52 € ergibt sich aus der Differenz von Jahresüberschuss in Höhe von 2.552.467,53 € und Vorabgewinnausschüttung von 2.500.000,00 € sowie dem verblieben Jahresüberschuss aus 2014 in Höhe von 82.474,99 €.

3. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:

31.12.2015
T€
31.12.2014
T€
Instandhaltung aufgrund von Außenverpflichtungen 6.350 0
Ausstehende Rechnungen 656 656
Personalrückstellungen 377 297
Übrige 332 256
Instandhaltung 0 1.635
  7.715 2.844

4. Verbindlichkeitenspiegel

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamt < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Gesicherte Beträge
(Vorjahr: in Klammern) T€ T€ T€ T€ T€
Erhaltene Anzahlungen 34 34 0 0 0
  (91) (91) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.124 2.124 0 0 0
(2.059) (2.059) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 27 27 0 0 0
(0) (0) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 4 4 0 0 0
(0) (0) (0) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 11.895 11.895 0 0 0
  (10.058) (10.058) (0) (0) (0)
  14.084 14.084 0 0 0
  (12.208) (12.208) (0) (0) (0)

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 383.026,05 € (Vorjahr: 424.129,51 €) enthalten.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Eine Aufgliederung der Umsatzerlöse erübrigt sich, da die getätigten Umsätze ausschließlich mit dem Betrieb des Veranstaltungszentrums "LANXESS arena" zusammenhängen.

Sonstige betriebliche Erträge aus der Währungsumrechnung lagen nur in unwesentlicher Höhe (31,67 €) vor. Des weiteren sind periodenfremde Erträge in Höhe von 426.935,21 € enthalten. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um die Nebenkostenabrechnung Arena/Trainingshalle 2014, Erstattungen der Berufsgenossenschaft, Nachberechnung von Werbekostenzuschüssen sowie die Ausbuchung einer Verbindlichkeit nach einem Rechtsstreit.

Die periodenfremden Aufwendungen belaufen sich auf 102.506,68 €. Die wesentlichen Posten betreffen geänderte Bescheide der IHK und die Ausbuchung einer Forderungen nach gerichtlichem Vergleich. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen wie im Vorjahr zum weit überwiegenden Teil das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

E. Sonstige Angaben

1. Angaben der durchschnittlichen Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2015 setzt sich die Zahl der durchschnittlich Beschäftigten wie folgt zusammen:

2015
Anzahl
2014
Anzahl
Angestellte 54 54
Gewerbliche Arbeitnehmer 65 66
Aushilfen 192 161
  311 281

2. Angaben der Aufwendungen für die Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da im gesamten Geschäftsjahr 2015 nur ein Geschäftsführer für die Gesellschaft tätig war.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den branchenüblichen Miet-, Pacht- und Leasingverträgen bestehen insbesondere Verpflichtungen aus dem Pachtvertrag mit den Eigentümern sowie aus den Mietverträgen mit der Stadt Köln der vom Berichtsunternehmen selbst genutzten bzw. vermieteten Gebäude (einschließlich Parkhaus), wobei sich über die Restlaufzeit eine Gesamtverpflichtung in Höhe von rd. 48 Mio. € ohne Nebenkosten ergibt. Die der Berechnung der Gesamtverpflichtung zugrunde gelegte Jahresmiete bzw. Jahrespacht ohne Nebenkosten beträgt zur Zeit 6.826.299,44 €.

Des weiteren bestehen Leasingverträge mit einer Gesamtverpflichtung in Höhe von 47.706,00 € über die Restlaufzeit, davon für 2016 19.404,00 €.

4. Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Herr Stefan Löcher, Geschäftsführer

5. Befreiender Konzernabschluss

Die Arena Management GmbH ist ein Tochterunternehmen der Arena Holding GmbH, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufzustellen hätte. Sie ist nach § 291 Abs. 2 HGB davon befreit, als Mutterunternehmen einen eigenen Konzernabschluss aufzustellen. Die Arena Holding GmbH wird beim Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter Nr. HR B 76162 geführt.

Die Arena Management GmbH ist Enkelunternehmen der CTS Eventim AG & Co. KGaA, die mittelbar sämtliche Geschäftsanteile hält, und wird in den befreienden Konzernabschluss der CTS Eventim AG & Co. KGaA einbezogen. Die CTS Eventim AG & Co. KGaA wird beim Handelsregister des Amtsgerichts München unter HR B 156963 geführt und veröffentlicht den Konzernabschluss im elektronischen Bundesanzeiger.

Ergänzend wird darauf hingewiesen, dass der Jahresabschluss in den Konzernabschluss der CTS Eventim AG & Co. KGaA als oberstes Mutterunternehmen einbezogen wird. Ein von der CTS Eventim AG & Co. KGaA für das Geschäftsjahr 2015 aufgestellter Konzernabschluss ist auf der Internetseite (www.eventim.de) einsehbar.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Köln, den 31. März 2016

Stefan Löcher

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2015

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2015
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.12.2015
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 233.218,22 15.626,18 46.976,23 0,00 295.820,63
2. Geleistete Anzahlungen 46.976,23 0,00 -46.976,23 0,00 0,00
  280.194,45 15.626,18 0,00 0,00 295.820,63
II. Sachanlagen          
1. Technische Anlagen und Maschinen 5.579.074,10 0,00 0,00 0,00 5.579.074,10
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.248.750,96 334.947,16 216.311,06 51.000,00 6.749.009,18
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 216.311,06 145.864,94 -216.311,06 0,00 145.864,94
  12.044.136,12 480.812,10 0,00 51.000,00 12.473.948,22
  12.324.330,57 496.438,28 0,00 51.000,00 12.769.768,85
Abschreibungen
01.01.2015
Zugänge
Abgänge
31.12.2015
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 203.636,14 25.673,59 0,00 229.309,73
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  203.636,14 25.673,59 0,00 229.309,73
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 5.574.801,50 1.446,12 0,00 5.576.247,62
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.773.133,47 276.385,24 51.000,00 5.998.518,71
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  11.347.934,97 277.831,36 51.000,00 11.574.766,33
  11.551.571,11 303.504,95 51.000,00 11.804.076,06
Restbuchwert
31.12.2015
31.12.2014
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 66.510,90 29.582,08
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 46.976,23
  66.510,90 76.558,31
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.826,48 4.272,60
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 750.490,47 475.617,49
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 145.864,94 216.311,06
  899.181,89 696.201,15
  965.692,79 772.759,46

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Arena Management GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Geschäftsführers der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Geschäftsführers sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Osnabrück, den 31. März 2016

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Achim Lienau, Wirtschaftsprüfer

ppa. Andrea Uhlen, Wirtschaftsprüferin

Feststellungsdatum des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2015 der ARENA Management GmbH ist der 24.08.2016.

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