Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 118923
Eingetragen
19.12.1997
Branche
Herstellung von Futtermitteln für NutztiereVeterinärwesen a. n. g.Forschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Gegenstand
Forschung und Entwicklung sowie Herstellung und Vertrieb von veterinärmedizinischen Produkten einschließlich Impfstoffen, Pharmazeutika, Arzneimittelvormischungen und Diagnostik sowie Tätigkeiten in verwandten Geschäftsbereichen.

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Rinn
seit 7.4.2017
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Prokura
Michael Gehringer
seit 18.3.2013
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

MERIAL GmbH

Hallbergmoos

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der MERIAL GmbH, Hallbergmoos, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 17. Juli 2015

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Gallowsky, Wirtschaftsprüfer

Weidenbach-Koschnike, Wirtschaftsprüferin

Lagebericht für das Jahr 2014

der MERIAL GmbH

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Marktentwicklung

Ertragslage

Vermögenslage

Finanzlage und wesentliche Verträge

Nachtragsbericht

Personal bereich

Forschung und Entwicklung

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Ausblick für die nächsten Geschäftsjahre

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Merial GmbH ist, über Merial SAS (Frankreich, direkte Muttergesellschaft), Sanofi 4 (Frankreich) und Aventis Agriculture (Frankreich) zu 100% im Besitz der Sanofi SA (Frankreich), in deren Konzernabschluß das Unternehmen einbezogen ist.

Der Tätigkeitsbereich des Unternehmens liegt in der Hauptsache im Vertrieb von Tierarzneimitteln. Abnehmer sind neben Tierarztpraxen/-kliniken auch Veterinär- und pharmazeutische Großhändler. Das Umsatzaufkommen des Unternehmens wird traditionell von Medikamenten für Hunde und Katzen dominiert. Größter Umsatzträger des Unternehmens ist das Antiparasitikum für Hunde und Katzen, FRONTLINE®. Zum Gesamtergebnis tragen allerdings auch das Nutztier- und das Pferde-Geschäft erhebliche Anteile bei.

Neben dem Bürostandort in Hallbergmoos betreibt Merial GmbH ein Forschungszentrum in Lauterbach (Gemeinde Rohrdorf), das im Auftrag der Research & Development-Division bzw. Merial Inc. (USA) forscht. Die Merial GmbH unterstützt weiterhin die Merial SAS bei der Bearbeitung des österreichischen Markts.

Wesentlichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung haben die Zahl gehaltener Tiere, die konjunkturelle und politische Situation (letztere besonders im Nutztierbereich), klimatische Entwicklungen (Einfluß auf die Präsenz und Entwicklung von Parasiten), die Marktentwicklung an sich, insbesondere das Auftreten (oder Verschwinden) von Mitbewerbern (innovativ oder generisch), sowie Neuprodukte und die Erweiterung des Sortimentes bei Merial.

Marktentwicklung

Nach zwei Jahren eines ausgesprochen geringen Marktwachstums verzeichnete der Markt für Tierarzneimittel und -impfstoffe 2014 wieder einen deutlicheren Schub.

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) weist für den Tierarztmarkt im Moving Annual Total (MAT) Dezember 2014 ein Wachstum von 2,9% nach im Verhältnis zu einem 9-Jahres-Trend (Dez 2005 bis Dez 2014) von 4,9% und einem Gesamtjahreswachstum 2013 von 1,7%.

Verantwortlich hierfür zeichnen vor allem günstige klimatische Bedingungen mit einem frühen Beginn des Frühjahrs und großem Zeckenaufkommen und, später im Jahr, eine gute Floh-Saison. Überzeugende Produktneueinführungen im Bereich der Antiparasitika, darunter die hauseigenen Produkte Broadline® und Nexgard®, haben zu dieser Markterweiterung deutlich beigetragen.

Merial GmbH ist parallel zum Markt gewachsen: der von GfK nachgewiesene Marktanteil liegt unverändert bei 4,8%. Dies vor einem Hintergrund, wo es bei den Mitbewerbern zwar keine Änderungen im Rang gegeben hat, allerdings doch spürbare Entwicklungen bei den jeweiligen Marktanteilen.

Noch deutlich freundlicher für Merial GmbH fällt das Bild aus, das IMS Health für das Antiparasitika-Geschäft in den Apotheken, dem größten Segment des kleineren Apothekenveterinärmarktes (Niedergelassene und Online-Apotheken), zeichnet. Der Sell-out in Wert wird für den Gesamtmarkt mit +29,9% dargestellt. Merial GmbH, mit großem Abstand Marktführer in diesem Segment, wächst immer noch um 25,5%.

Die Statistik des Bundesverbands für Tiergesundheit e.V. (BfT, beruhend auf Selbstmeldungen praktisch aller relevanten Hersteller für ihren Umsatz in alle inländischen Vertriebskanäle) für das Moving Annual Total 12/2014 weist ein Marktwachstum (einschließlich Futtermittel) von 5,2% aus nach einem Wachstum im Kalenderjahr 2013 von nur 1,3% und zeichnet somit ebenfalls ein noch positiveres Bild als GfK.

Für die Merial GmbH ergibt sich aus den MAT-Zahlen 12/2014 des BfT (bei einem Gesamtmarkt einschließlich der Apotheke von M EUR 799,9) ein Marktanteil von 7,1% (nach 7,2% auf bereinigter Basis für 2013). Damit dürfte Merial GmbH weiterhin Platz 4 im Tiermedizin-Markt einschließlich Apotheke behaupten.

GfK differenziert den (Tierarzt-) Markt weiter nach Tierarten: treibende Kraft im Markt ist weiterhin eindeutig der Kleintierbereich mit 6,9% (+9,3% bei Hunden, +2,6% bei Katzen). Das zwischenzeitliche Wachstum im Nutztierbereich hat sich erneut in ein deutliches Minus umgekehrt (-2,8%). Auch das Pferdegeschäft trägt (mit -1,5%) 2014 nicht mehr zum Marktwachstum bei.

In der Betrachtung nach Indikationsgruppen (GfK, MAT 12/2014) liegen die Antiparasitika wie oben ausgeführt als Wachstumssegment mit +13,7% deutlich voraus. Ein struktureller Wandel vollzieht sich auch zwischen den beiden größten Indikationsgruppen: mit einem Wachstum von +2,5% haben die Vakzine die stark schrumpfenden Antiinfektiva (-6,3%) auf dem ersten Platz abgelöst.

Die Viehbestände in Deutschland heben sich im Zweijahreszeitraum bis November 2014 laut Statistischem Bundesamt nur geringfügig verändert (Rinder +1,9%, Schweine +0,0%). Dem steht im selben Zeitraum eine deutliche Reduktion der Haltungen gegenüber (Rinder -4,1%, Schweine -10,4%). Der Rückgang ist wohl auf Druck auf die Verkaufspreise bei gleichzeitig steigenden Herstellkosten und politische Unwägbarkeiten zurückzuführen, resultiert allerdings auch für die Tiermedizinbranche in einer Konzentration der Nachfrage und gesteigertem Konkurrenzdruck.

Weniger zuverlässig dokumentiert ist die Bestandszahl von Heimtieren. Die vom Industrieverband Heimtierbedarf verwendete Statistik weist für das Jahr 2012 einen scharfen Anstieg bei der Haltung von Hunden und Katzen aus, nachdem sich die Bestandszahlen über die vorhergehenden Jahre langsam, aber stetig erhöht hatten. Für 2013 ist der rapide Zuwachs im Jahr 2012 wieder ein deutliches Stück nach unten korrigiert worden. Eine Stabilisierung dieser Statistik bleibt somit abzuwarten. Allerdings ist ein klarer Wachstumstrend im letzten Jahrzehnt sicher nicht abzustreiten.

Ertragslage

Kennzahlen Gewinn- und Verlustrechnung 2014
M EUR
2013
M EUR
+/-
VJ
2014
% Ums.
2013
% Ums.
Umsatzerlöse 58,7 56,4 4,1% 100,0% 100,0%
Sonstige betriebliche Erträge 3,4 3,2 8,1% 5,8% 5,6%
Materialaufwand -39,3 -37,7 4,2% -66,9% -66,9%
Rohergebnis 22,8 21,8 4,5% 38,9% 38,8%
Löhne und Gehälter -8,5 -6,9 22,7% -14,4% -12,2%
Soziale Abgaben und Aufwendungen -1,6 -2,1 -23,3% -2,8% -3,8%
Personalaufwand -10,1 -9,0 11,8% -17,2% -16,0%
Abschreibungen -0,3 -0,3 6,0% -0,5% -0,5%
Sonstige betriebliche Aufwendungen -10,8 -10,2 5,1% -18,3% -18,2%
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,0 0,0 -90,6% 0,0% 0,0%
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -0,4 -0,5 -19,7% -0,6% -0,8%
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigk. 1,3 1,8 -28,6% 2,2% 3,3%
Außerordentliche Aufwendungen 0,0 0,0    0,0% 0,0%
Außerordentliches Ergebnis 0,0 0,0   0,0% 0,0%
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -0,5 -0,5 7,1% -0,9% -0,9%
Jahresüberschuss 0,8 1,3 -42,3% 1,3% 2,4%

Merial GmbH hat von der günstigen Konjunktur des Jahres 2014 profitiert und einen guten Boden gefunden für die beiden bedeutenden Neueinführungen der Kleintier-Antiparasitika Broadline und Nexgard. Entsprechend konnte der Gesamtumsatz der Firma um 4,1% gesteigert werden trotz der Nichtlieferfähigkeit bei einem größeren Produkt aus dem Nutztier-Sortiment und mehrerer zeitweiliger Lieferunterbrechungen. Der Umsatzeinbruch des Jahres 2013, verursacht durch ungünstige klimatische Verhältnisse, ist damit überwunden.

Im umsatzstärksten Geschäftsbereich Hobbytiere (Hunde, Katzen und Pferde) wurde ein Umsatzplus von 11,4% verzeichnet, dass den Rückgang im Vorjahr (-3,8%) bei Weitem überkompensiert hat. Das Geschäft mit Kleintier-Antiparasitika legte um 15,5% zu und kam damit um 3,5% höher zu liegen als im bisherigen Spitzenjahr 2012. Diese Entwicklung ist zu einem guten Teil auf Broadline® und Nexgard® zurückzuführen, die im Mai bzw. Juli eingeführt wurden und bereits über € 3 Mio Umsatz generieren konnten. Ausgesprochen positiv entwickelten sich auch die anderen Linien unseres Kleintier-Sortiments (Impfstoffe +6,3%, andere Kleintier-Erzeugnisse: +10,5%) und, vor dem Hintergrund beginnender Generifizierung eines Hauptprodukts, unsere Pferde-Palette (+1,8%).

Im Nutztiergeschäft (Wiederkäuer, Schweine, Geflügel) mußten dagegen Umsatzrückgänge verzeichnet werden, besonders ausgeprägt durch Lieferunterbrechungen im Wiederkäuer-Geschäft, aber auch aufgrund starken Wettbewerbsdrucks. Lediglich im Geflügelgeschäft konnte ein Zuwachs verzeichnet werden.

Auch die Sonstigen betrieblichen Erträge (im Wesentlichen beruhend auf Weiterbelastungen von Leistungen im Konzernverbund) entwickelten sich wieder positiver auf € 3,4 Mio.

Nach der nachhaltigen Senkung der Einstandspreise, die 2013 mit unseren Hauptlieferanten im Konzernverbund verhandelt werden konnte, verlief die Entwicklung des Materialaufwands 2014 annähernd linear zur Umsatzentwicklung.

Das Rohergebnis wuchs somit, ebenfalls noch fast linear zum Umsatz, auf € 22,8 Mio (+4,5%) und lag somit deutlich höher als 2013 und auch 2012.

In der Gewinn- und Verlustrechnung für 2014 zeigt sich aber auch deutlich das finanzielle Engagement, das Merial GmbH gegenwärtig unternimmt, um für die Zukunft aufzubauen: die Aufwendungen für Personal, Abschreibungen und die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von € 19,5 Mio in 2014 auf € 21,2 Mio (+8,2%). Auch im Verhältnis zur ohnehin guten Umsatzentwicklung ist diese Zahl signifikant: der Umsatzanteil erhöht sich von 34,7% auf 36,1%. Getrieben war dieser Kostenanstieg besonders vom Personalaufwand und hier vor allem durch einen Netto-Personalaufbau, Erhöhungen bei den Bezügen der Mitarbeiter und einer Abfindungsrückstellung. Für die Gewinn- und Verlustrechnung 2014 noch nicht schlagend geworden sind der Wechsel des ERP für den kaufmännischen Betrieb und die Neuerrichtung der Heizanlage am Forschungsstandort in Lauterbach, in die Merial GmbH investiert hat.

Die bewußte Erhöhung der betrieblichen Aufwendungen bewirkt auch, dass das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und der Jahresüberschuß 2014 niedriger ausfallen als im Vorjahr (- € 0,5 Mio = -28,6% bzw. -42,3%).

Vermögenslage

Die Bilanzsumme liegt mit € 26,1 Mio um 8,3% unter Vorjahr. Wesentliche Veränderungen auf der Aktivseite sind sehr deutliche Reduktionen bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, aber auch bei den Forderungen an verbundene Unternehmen (diese waren aufgrund von Sonderfällen im Jahr 2013 ungewöhnlich hoch gewesen). Gegenläufig war allerdings, wie oben angedeutet, der Trend beim Netto-Anlagevermögen.

Hauptverantwortlich für die Kürzung der Bilanzsumme auf der Passivseite ist der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Hatten sich zum Abschlußstichtag nach umfangreichen Wareneingängen in den Vorwochen die Verbindlichkeiten an verbundene Unternehmen deutlich erhöht, war im Gegenzug die Kontokorrent-Verbindlichkeit gegenüber Hoechst GmbH volllständig abgebaut worden.

Zu dieser Stärkung der Liquidität von Merial GmbH im Jahr 2014 hat auch wesentlich der Verzicht auf eine Gewinnausschüttung durch unsere Gesellschafterin beigetragen.

Auch die Eigenkapitalquote hat sich dadurch deutlich auf jetzt 12,1% verbessert nach 8,3% der Bilanzsumme im Vorjahr.

Rückstellungen für Ertragssteuern sind im Passiv nicht ausgewiesen, da die Höhe der festgesetzten Vorauszahlungen den gebuchten Steueraufwand übersteigt und somit erneut Forderungen aktiviert wurden.

Finanzlage und wesentliche Verträge

Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist am Bilanzstichtag durch ein Umlaufvermögen in Höhe von € 21,3 Mio. (Vorjahr: € 24,8 Mio.) gekennzeichnet, dem 2014 kurzfristiges Fremdkapital in Höhe von € 13,2 Mio. (im Vorjahr noch: € 16,8 Mio) gegenübersteht.

Zu den wesentlichen neuen Verträgen des Jahres 2014 gehört die Verlängerung des Vertrages über Lagerführung mit der Trans-o-flex-Gruppe, die zu Jahresbeginn 2014 in Kraft trat. Zu erwähnen ist weiterhin ein Abkommen mit MedConsult/Dr. Heberlein über die Bereitstellung von Call Center-Leistungen und Abkommen über die Zusammenarbeit mit Tierärzte ohne Grenzen, der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) und dem Deutschen Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR).

Nachdem bereits im Vorjahr mit Sanofi SA eine Vereinbarung mit Vollmacht geschlossen worden war, über die Merial GmbH dem zwischen Sanofi SA und der Deutschen Bank bestehenden SWIFTNet beigetreten war, wurde eine entsprechende Vereinbarung zugunsten von Sanofi SA im Jahr 2014 auch gegenüber der UniCredit Bank AG abgeschlossen (SWIFTNet ist eine Standardlösung für die Finanzindustrie auf einer Windows-Oberfläche, über die die gängigen E-Banking-Transaktionen abgewickelt werden können). Über die in Rahmen dieses Beitritts erteilten Vollmachten kann Sanofi SA Transaktionen im Auftrag von Merial GmbH durchführen und auch die sonstigen Interessen von Merial GmbH in Bezug auf SWIFTNet wahrnehmen.

Nachtragsbericht

Es gibt keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten oder bekannt geworden sind.

Personalbereich

Der Personalstand lag insgesamt über dem Niveau des Vorjahres und hat am Jahresende 2014 wieder 100 Mitarbeiter (Vorjahr 94) erreicht.

Forschung und Entwicklung

Die Forschungsaktivitäten der Betriebsstätte Kathrinenhof Research Center, die zur Abteilung Klinische Forschung & Entwicklung EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) mit Sitz in Saint Vulbas, Frankreich, gehört, werden von der F&E Zentrale in Duluth, USA, gesteuert. Die MERIAL GmbH ist für die administrativen, personellen und finanztechnischen Belange des Forschungszentrums zuständig und erhält hierfür eine Dienstleistungspauschale.

Im Jahre 2014 wurden am Kathrinenhof Research Center Studien zur Prüfung der Wirksamkeit von Formulierungen mit makrozyklischen Laktonen und Verbindungen anderer Substanzklassen gegenüber Endoparasiten (Magen-Darm- und Lungenwürmer sowie Leberegel) für Wiederkäuer an Rindern und Schafen durchgeführt, einschließlich Untersuchungen zur Pharmakokinetik und zum Rückstandsverhalten dieser Wirkstoffe in essbaren Geweben und Milch. Darüber hinaus erfolgen Pharmakokinetik- und Rückstandsuntersuchungen im Rahmen der Entwicklung eines Antibiotikums für Schafe sowie Studien unter Praxisbedingungen zur Wirksamkeit dieses Antibiotikums bei Schweinen und bei Schafen.

Im Mittelpunkt der Aktivitäten bei Hobbytieren standen weitere Wirksamkeitsprüfungen für ein Kombinationspräparat zur Behandlung des Ekto- und Endoparasitenbefalls bei Katzen im Rahmen der Indikationserweiterung.

Im analytischen Labor des Forschungszentrums wurden neue chemische Nachweismethoden etabliert und validiert sowie zahlreiche Untersuchungen von pharmakologisch aktiven Substanzen in Blutplasma, verschiedenen essbaren Geweben und Milch vorgenommen.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Das Risikomanagementsystem von Merial GmbH baut auf folgenden Elementen auf:

Einem Selbstauditprogramm, das alljährlich neu vom Audit-Verantwortlichen und der Geschäftsleitung festgelegt wird, und in dessen Rahmen die wichtigsten SOPs und Prozesse der Firma von eigenen Mitarbeitern geprüft werden. Diese Kontrollen loten Schwachstellen in der eigenen Organisation aus.

Den Company Level Controls der Sanofi-Gruppe, die auch in der Merial GmbH regelmäßig neu evaluiert werden. Die Company Level Controls umfassen klassische Audit-Fragestellungen zu den Finanzprozessen ebenso wie Themen zu Unternehmensethik und allgemeiner Compliance. Die Effektivität der vorhandenen Kontrollen muss dokumentiert und von der Geschäftsleitung und den Leitern Finanzen/Materialwirtschaft und IS bestätigt werden.

Regelmäßige Reviews über die Geschäftsrisiken (und -chancen) durch das lokale Leadership-Team im Rahmen regelmäßiger Management-Meetings und in Planungsphasen. Reviews durch die Region der Merial-Gruppe im Rahmen von Budgets, Planungen oder anderer Routinen erlauben darüber hinaus eine Bewertung von Risiken und Chancen aus einer zusätzlichen und übergeordneten Sicht.

Dieser letzte Teil des Risiko-Managements zielt insbesondere auf die folgenden Risiken:

Marktrisiken

Z.B. durch Wettbewerb, Reglementierungen, Gesetzesänderungen und die gesamtwirtschaftliche Situation.

Produktrisiken

Z.B. durch die Einführung innovativer Konkurrenzprodukte oder von Generika oder durch Nebenwirkungen oder Qualitätsprobleme.

Mitarbeiterrisiken

Z.B. durch den Verlust von Schlüsselmitarbeitern und/oder fehlenden Back-up.

Beschaffungsrisiken

Z.B. durch Lieferunterbrechungen, schlechte Verkaufsplanung oder ungenügende Sicherheitsbestände.

Risiken aus politischen Rahmenbedingungen

Z.B. durch Gesetzesmaßnahmen, die direkt oder indirekt (z.B. durch ständig zunehmende Dokumentationspflichten) die Entscheidungen der Kunden steuern und einschränken oder Einfluß auf Preisgestaltung oder Vertriebskanäle nehmen.

Risiken aus Finanzkrisen

Z.B. durch den Anstieg der offenen Forderungen oder Auswirkungen auf das Finanzergebnis.

Für akute Krisensituationen ist in Ergänzung zu den oben genannten Risikovorkehrungsmaßnahmen 2003 im Auftrag der internationalen Firmenleitung ein Crisis Management Team zusammengestellt worden, das unter Leitung der GmbH-Geschäftsführung beim Auftreten von Krisen deren Bearbeitung und Kommunikation nach innen und außen verantwortlich abwickelt. Das Team setzt sich aus einem Crisis-Management-Director, mehreren Koordinatoren und einem Crisis-Communicator zusammen. Im Sommer 2003 wurde ein Meldesystem RAPIDO für alle Mitarbeiter getestet und eingeführt, mit dem eine unmittelbare Information des Gesellschafters verbunden ist. Neuere Testfälle sind 2013 und 2014 erfolgreich durchgespielt worden.

Die Geschäftsführung geht aufgrund der vorliegenden wirtschaftlichen Verhältnisse und ihrer Risiko-Beurteilung davon aus, dass der Fortbestand des Unternehmens gesichert ist und derzeit auch keine Risiken erkennbar sind, die diesen Fortbestand gefährden könnten.

Ausblick für die nächsten Geschäftsjahre

Die Grundtendenzen auf der Nachfrageseite in Deutschland erscheinen unverändert: längerfristig noch Wachstum bei der Heimtierpopulation, stagnierende Zahlen bei den Nutztieren mit deutlicher Verringerung/Konzentration der Haltungen. Eine Trendumkehr beim Nutztier ist bedingt durch den hohen wirtschaftlichen Druck auf die Landwirtschaft und die weiter wachsenden Anforderungen aus der Politik nicht zu erwarten. Hierdurch wird die Preissensibilität im Nutztiersegment noch weiter steigen.

Die Angebotsseite bleibt stark geprägt von Konsolidierungsbemühungen, hohem Konkurrenzdruck und Generifizierung.

2014 hat dem Markt etwas Luft verschafft durch ein wieder stärkeres Wachstum, aber dennoch deuten speziell die Zahlen von GfK darauf hin, dass der langfristige Trend sich weiter abschwächt. Für Merial GmbH entscheidend wird die Entwicklung im Bereich der Kleintier-Antiparasitika sein, in dem sich der Hauptumsatzträger Frontline® und die beiden erfolgreichen Einführungen Broadline® und Nexgard® bewegen.

Wir gehen davon aus, dass wir in diesem (auch für den Gesamtmarkt) Schlüsselbereich gut aufgestellt sind und sehen große Chancen, durch weitere Sortimentsergänzungen und konsequente Vertriebsstrategien unsere Position in den Jahren 2015 und 2016 und auch darüber hinaus zu behaupten und auszubauen.

Im Geschäftsfeld Nutztiere hat Merial GmbH sich neu formiert und ist jetzt in der Lage, aufzubauen und zu wachsen.

Merial GmbH bereitet für 2015,2016 und auch die darauf folgenden Jahre Markteinführungen in beiden großen Geschäftsfeldern vor, mit deren Hilfe das Umsatzaufkommen auf ein breiteres und moderneres Portfolio als heute gestützt werden kann. Zur Einführung werden sowohl selbst entwickelte als auch Lizenzprodukte kommen. Daneben wird Merial GmbH zusammen mit dem Gesellschafter auch andere Möglichkeiten des internen wie externen Geschäftsausbaus (z.B. Kooperationen u.ä.) angehen.

Größere Preisänderungen beim Materialaufwand erwartet Merial GmbH für 2015 und die folgenden Jahre nicht. Kostenseitig wird der (noch nicht abgeschlossene) Personalaufbau und die Unterstützung der Markteinführungen zu einer weiteren Erhöhung der Aufwendungen führen, den das Unternehmen durch Umsatzwachstum über zu kompensieren plant.

Risiken für die Geschäftsentwicklung sehen wir vor allem in einer ungünstigen Marktentwicklung, aber auch im Nichtbestehen gegenüber Mitanbietern in einzelnen Segmenten. Beides sind allerdings allgemeine Risiken unserer Branche und wir sehen gegenwärtig für Merial GmbH insgesamt kein gesteigertes Gefahrenpotential.

Vorbehaltlich einer ungünstigen Gesamtmarktentwicklung oder einer für unser Geschäft nachteiligen Wetterlage erwarten wir für 2015 ein Umsatzwachstum in der Größenordnung von 4-6% und einen im Vergleich zu 2014 deutlich höheren Jahresüberschuss von ca. 2 Mio €. Auch für die auf 2015 folgenden Jahre sehen wir eine deutliche Umsatzentwicklung, nicht zuletzt aufgrund erwarteter Produkteinführungen, und einen kontinuierlichen Zuwachs beim Jahresüberschuss.

 

Hallbergmoos, 17. Juli 2015

Dr. Gerfried Zeller, Geschäftsführer

Bernhard Fürst, Geschäftsführer

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014

2014
EUR
2013
EUR
1. Umsatzerlöse 58.683.241,85 56.357.728,71
2. Sonstige betriebliche Erträge 3.418.080,31 3.162.724,69
(davon Erträge aus Währungsumrechnungen EUR 0,00; Vorjahr TEUR 0,3)    
3. Materialaufwand    
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -39.263.492,88 -37.675.295,98
Rohergebnis 22.837.829,28 21.845.157,42
4. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -8.464.259,07 -6.896.067,91
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.643.661,29 -2.141.972,65
(davon für Altersversorgung EUR 584.596,62; Vorjahr TEUR 683)    
  -10.107.920,36 -9.038.040,56
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -285.198,18 -269.149,30
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -10.763.097,95 -10.240.141,92
(davon Aufw. aus Währungsumrechnungen EUR 0,00; Vorjahr TEUR 0,6)    
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 102,40 1.093,90
(davon aus verbundene Unternehmen EUR 102,40; Vorjahr TEUR 0,05)    
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -364.535,95 -453.809,08
(davon an verbundene Unternehmen EUR 9.011,95; Vorjahr TEUR 17)    
(davon Aufwendungen aus Aufzinsung EUR 448.416,00; Vorjahr TEUR 437)    
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.317.179,24 1.845.110,46
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -547.740,94 -511.634,85
(davon Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern EUR 29.228,00; Vorjahr Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern TEUR 62)    
11. Jahresüberschuss 769.438,30 1.333.475,61

Bilanz zum 31. Dezember 2014

Aktiva

31.12.2014
EUR
31.12.2013
EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 135.313,42 31.766,42
2. geleistete Anzahlungen und Software in Entwicklungen 440.102,50 0,00
  575.415,92 31.766,42
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.597.245,08 2.685.254,08
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.439,47 3.962,97
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 349.080,78 359.920,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 617.103,22 0,00
  3.566.868,55 3.049.137,55
III. Finanzanlagen    
Wertpapiere des Anlagevermögens 7.664,22 7.664,22
  4.149.948,69 3.088.568,19
B. Umlaufvermögen    
1. Vorräte    
fertige Erzeugnisse und Waren 11.272.750,36 10.336.376,17
  11.272.750,36 10.336.376,17
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.412.768,07 11.051212,76
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.192.517,10 2.605.254,09
3. Sonstige Vermögensgegenstände 379.796,83 484.315.18
  9.985.082,00 14.140.782,03
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 24.883,18 294201,92
  21.282.715,54 24.771.360,12
C. Rechnungsabgrenzungsposten 54.865,33 20.585,00
D. Aktive latente Steuern 585.532,00 556.304,00
  26.073.061,56 28.436.817,31

Passiva

   
  31.12.2014
EUR
31.12.2013
EUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 520.000,00 520.000,00
II. Gewinnrücklagen    
Andere Gewinnrücklagen 511.291,88 511.291,88
III. Gewinnvortrag 1.341.008,57 7.532,96
IV. Jahresüberschuß 769.438,30 1.333.475,61
  3.141.738,75 2.372.300,45
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 9.754.423,90 9.449.531,04
2. Sonstige Rückstellungen 3.136.529,88 2.598.223,55
  12.890.953,78 12.047.754,59
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 704.475,88 795.648,25
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.293.278,20 12.251.373,85
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.042.614,95 969.740,17
(davon aus Steuern EUR TEUR 800.520,42 : Vorjahr TEUR 770)    
(davon im Rahmen der soz. Sicherheit EUR 0,00: Vorjahr TEUR -10)    
  10.040.369,03 14.016.762,27
  26.073.061,56 28.436.817,31

Anhang zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2014

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff., 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die MERIAL GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Der Geschäftswert wurde planmäßig entsprechend der geschätzten Nutzungsdauer über 15 Jahre (letztmalig in 2012) linear abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger, linearer Abschreibung bewertet. Die Festlegung der Nutzungsdauer von abnutzbaren Anlagengegenständen erfolgt unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer des Wirtschaftsguts. Geringwertige Anlagengüter im Einzelanschaffungspreis bis zu € 150,-- werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, Anlagengüter zwischen € 150,-- bis € 1.000,-- Einzelanschaffungspreis werden auf einen Sammelposten gebucht und über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert.

Die Bewertung der Handelswaren erfolgt zu Anschaffungskosten. Notwendige Abwertungen für überalterte und nicht gängige Handelswaren sowie für solche, die absehbar nur (noch) mit Verlust verkäuflich oder deren künftige Anschaffungskosten niedriger sind als die ursprünglichen, wurden durchgeführt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert bilanziert. Möglichen Risiken wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel werden mit dem Nominalbetrag angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gebildet für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die erst in Folgeperioden Aufwendungen darstellen.

Aktive latente Steuern werden aufgrund unterschiedlicher Bewertungsansätze der Pensionsverpflichtungen in der Handels- und Steuerbilanz ausgewiesen.

Rückstellungen für Pensionen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet, die Berechnung erfolgt mittels der sogenannten Projected-Unit-Credit-Methode (PUC). Als biometrische Rechnungsgrundlage werden die "Richttafeln 2005 G" von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Als Rechnungszinssatz wurden 4,58% (Vorjahr 4,91%), als Anwartschaftstrend 3,00% (Vorjahr 3,25%) und als Rententrend 1,75% (Vorjahr 2,0%) zugrunde gelegt. Die steuerliche Bewertung nach § 6a EStG erfolgt mit einem Zinssatz von 6,0% und deckt den Teilwert der Verpflichtungen ab.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen und sind jeweils in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zu deren Erfüllung notwendig erscheint. Künftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Am Abschlussstichtag werden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährung zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

II. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagegitter.

Vorräte

Bei den Vorräten handelt es sich im Wesentlichen um von Konzernunternehmen erworbene Handelswaren. Zum Bilanzstichtag wurden Wertberichtigungen aufgrund der verlustfreien Bewertung von T€ 387 (Vorjahr T€ 740) gebildet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 31.12.2014 bis 1 Jahr
T€
1-5 Jahre
T€
Über 5 Jahre
T€
Gesamt
T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.412 0 0 8.412
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.193 0 0 1.193
Sonstige Vermögensgegenstände 339 41 0 380
  9.944 41 0 9.985

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gliedern sich wie folgt:

31.12.2014
T€
31.12.2013
T€
Merial SAS, Lyon, Frankreich 48 53
Sonstige Forderungen 48 53
Merial Inc., Duluth, USA 800 2.552
Sonstige Forderungen 800 2.552
Merial Ltd., Harlow, Vereinigtes Königreich 71 0
Sonstige Forderungen 71 0
Hoechst GmbH, Frankfurt 274 0
Kontokorrent 274 0
  1.193 2.605

Die Forderungen an MERIAL Inc., die amerikanische Niederlassung von MERIAL Ltd., erklären sich durch die Übernahme der Kosten des deutschen Forschungsstandortes durch MERIAL Inc.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Erstattungsansprüche für Körperschaft- und Gewerbesteuer in Höhe von T€ 219 (Vorjahr T€ 249). Teil davon ist ein Körperschaftsteuerguthaben von T€ 69 (Vorjahr T€ 97), das uns in gleichbleibenden jährlichen Raten von T€ 28 bis ins Jahr 2017 zurückerstattet wird.

Liquide Mittel

In den flüssigen Mitteln sind Kassenbestand (2014 T€ 1; Vorjahr T€ 2) und Guthaben bei Kreditinstituten (2014 T€ 24; Vorjahr T€ 292) enthalten.

Latente Steuern

Die aktivierten latenten Steuern ergeben sich aufgrund unterschiedlicher Ansätze der Pensionsverpflichtungen zwischen Handels- und Steuerbilanz. Die steuerliche Bewertung erfolgte, wie für laufende Steuern, mit einem durchschnittlichen Steuersatz von 26,9%.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der MERIAL GmbH beträgt T€ 520 und ist voll eingezahlt. Daneben besteht eine Gewinnrücklage in Höhe von T€ 511. Im Berichtsjahr erfolgte keine Gewinnausschüttung.

(Eine Ausschüttungssperre besteht für den Wert der aktiven latenten Steuern in Höhe von K EUR 586.)

Rückstellungen

Alle Pensionsverpflichtungen der MERIAL GmbH sind durch Rückstellungen gedeckt und bestimmen sich gemäß der Betriebsvereinbarung vom 28. Dezember 1998 nach dem "MERIAL Zusatzplan betriebliche Altersversorgung" in der Neufassung vom 1. Mai 2005. In 2005 wurde für alle Mitarbeiter ein Zusatzplan "Bruttogehaltsumwandlung" eingeführt. Die darauf entfallende Rückstellung beträgt T€ 781 zum Bilanzstichtag.

Aufgrund hoher Steuervorauszahlungen ergeben sich keine Steuerrückstellungen.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten folgende Posten:

31.12.2014
T€
31.12.2013
T€
Rückstellungen für Umsatzminderungen 836 1.003
Personalbezogene Rückstellungen 1.538 872
Ausstehende Rechnungen 685 618
Altersteilzeitprogramm 0 45
Übrige 78 60
  3.137 2.598

Der Rückgang bei der Rückstellung für Umsatzminderungen erklärt sich hauptsächlich durch die noch in 2014 erfolgte Auszahlung der Umsatzboni an Tierärzte (2013 war dieser Posten noch rückgestellt und erst im Folgejahr ausbezahlt worden). Die Erhöhung der personalbezogenen Rückstellungen ist wesentlich bedingt durch eine Abfindungsrückstellung.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten 31.12.2014 bis 1 Jahr
T€
1-5 Jahre
T€
Über 5 Jahre
T€
Gesamt
T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 704 0 0 704
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.293 0 0 8.293
Sonstige Verbindlichkeiten 1.043   0 1.043
  10.040 0 0 10.040

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gliedern sich wie folgt:

31.12.2014
T€
31.12.2013
T€
Merial SAS, Lyon, Frankreich (Gesellschafter) 8.142 1.808
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.417 1.729
Weiterzuleitenden Zahlungseingänge 725 79
Sanofi Aventis Deutschland GmbH 75 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 75 0
Sanofi Aventis Groupe, Frankreich 69 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 69 0
Hoechst GmbH, Frankfurt 0 8.408
Kontokorrent 0 8.408
Merial Italia SpA, Mailand, Italien 0 108
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 108
Merial Ltd., Harlow, Vereinigtes Königreich 0 1.927
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 11
Sonstige Verbindlichkeiten 0 1.916
Carraig Insurance Ltd, Dublin, Irland 7 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7 0
  8.293 12.251

Die Verbindlichkeit gegenüber dem alleinigen Gesellschafter MERIAL SAS hat sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund nicht fälliger Rechnungen deutlich erhöht, daher auch kein Ausweis einer Verbindlichkeit bei Hoechst Frankfurt (Cash Pooling). Die weiterzuleitenden Zahlungseingänge (MKS) haben sich aufgrund sehr später Zahlungen der Bundesländer erhöht.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten in der Hauptsache Verbindlichkeiten aus Steuern (Umsatzsteuer T€ 651, Lohnsteuer T€ 150) und für T€ 363 gegenüber Debitoren.

Für die zum 31.12.2014 ausstehenden Verbindlichkeiten sind keine Sicherheiten/Garantien von Merial GmbH hinterlegt worden.

III. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die MERIAL GmbH hat im Geschäftsjahr 2014 einen Gesamtumsatz von T€ 58.683 (Vorjahr T€ 56.358) erzielt. Der gestiegene Umsatz ist im Wesentlichen dem wieder erholten und stark wachsenden Kleintiergeschäft zu danken.

31.12.2014
T€
31.12.2013
T€
Kleintierprodukte 40.000 35.455
Rinderprodukte 4.732 6.676
Schweineprodukte 5.287 5.713
Pferdeprodukte 5.331 5.237
Geflügelprodukte 3.333 3.263
Tierseuchenbekämpfung 0 14
  58.683 56.358

Die Inlandsumsätze betrugen T€ 55.964 (Vorjahr T€ 54.235). Im europäischen Ausland wurden T€ 2.719 (Vorjahr T€ 2.123) umgesetzt.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Weiterbelastung der Kosten für das Kathrinenhof-Research-Center (T€ 2.723, Vorjahr T€ 2.552) und Erträge aus Sachbezügen von Mitarbeitern mit Firmenfahrzeugen (T€ 295, Vorjahr T€ 324).

Personalaufwand

Der Personalaufwand betrug T€ 10.108 (Vorjahr T€ 9.038) und hat sich um 11,8% gegenüber dem Vorjahr erhöht. Hintergrund sind ein moderater Personalaufbau und Abfindungsleistungen im EinzelfaII.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

31.12.2014
T€
31.12.2013
T€
Vertriebsaufwendungen 6.151 6.252
Betriebsaufwendungen 2.557 2.338
Verwaltungsaufwendungen 2.055 1.650
  10.763 10.240

Zu den Betriebsaufwendungen zählen insbesondere Mieten und Leasingkosten, Versicherungen, wissenschaftliche Beratung und Zulassungskosten. Zu den Verwaltungsaufwendungen Porto, Telefon, Büromaterialien, Rechts- und Beratungskosten, Beiträge, Gebühren und Fremdleistungen. Zu den Vertriebskosten Reisekosten, Bewirtung, Repräsentation, Veranstaltungen, Werbung, Lager- und Versandkosten und Wertberichtigungen auf Forderungen.

Gegenüber Vorjahr haben sich insbesondere die Verwaltungsaufwendungen deutlich erhöht, was unter anderem auf Personalüberlassungen durch Sanofi-Aventis Deutschland GmbH bedingt ist.

Es sind keine periodenfremden Aufwendungen angefallen.

Steuern

Die ausgewiesenen Ertragssteuern des Berichtsjahres in Höhe von T€ 548 entfallen vollständig auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

IV. Sonstige Angaben

1. Geschäftsführer

Geschäftsführer im Jahr 2014 waren Herr Dr. Gerfried Zeller, Tierarzt, (seit dem 1. Januar 2014) und Herr Bernhard Fürst, Diplom-Kaufmann, (vom 1. Januar 2014 bis 31. März 2014).

Von § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht. Für ehemalige Geschäftsführer bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 2.348.

Die Geschäftsführer haben 2014 vom Unternehmen keine Vorschüsse und Kredite erhalten. Auch ist Merial GmbH in kein Haftungsverhältnis zugunsten der Geschäftsführer eingetreten.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 100 Angestellte (Vorjahr 96 Angestellte) beschäftigt, davon 81 am Standort Hallbergmoos und in den Außendiensten und 19 am Forschungsstandort Lauterbach (Vorjahr 79+17 Angestellte).

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die von MERIAL GmbH eingegangenen sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen gliedern sich wie folgt:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen 31.12.2014 bis 1 Jahr
T€
1-5 Jahre
T€
Über 5 Jahre
T€
Gesamt
T€
Aus Miete 456 242 0 698
Aus Leasing 76 274 0 350
  76 516 0 1.048

Weitere Haftungsverhältnisse bestehen nicht.

3. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das von dem Abschlussprüfer bezogene Honorar betrug für die Abschlussprüfungsleistung und die DSD-Prüfung und Vollständigkeitserklärung für Verkaufspackungen insgesamt T€ 43.

Weitere Leistungen wurden nicht erbracht.

4. Konzernabschluss

Die Gesellschaft ist in den Konzernabschluss der Sanofi SA (Frankreich) für den größten Kreis von Unternehmen einbezogen. Dieser Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft, 54 Rue de la Boétie, Paris (Frankreich), erhältlich.

Weiterhin ist Merial GmbH in den Abschluss der direkten Muttergesellschaft Merial SAS, 29, Avenue Tony Garnier, Lyon (Frankreich), als kleinsten Kreis von Unternehmen eingeschlossen. Der Abschluss von Merial SAS ist in der Geschäftsstelle des Lyoner Handelsgerichts veröffentlicht.

5. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, zur Stärkung der Liquidität der Gesellschaft für das Jahr 2014 keinen Gewinn auszuschütten.

 

Hallbergmoos, 17. Juli 2015

Dr. Gerfried Zeller, Geschäftsführer

Bernhard Fürst, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagengitter)

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2014
EUR
Zugänge
EUR
31.12.2014
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.743.645,57 153.040,24 1.896.685,81
2. Geschäfts- und Firmenwert 102.258,38 0,00 102.258,38
3. Geleistete Anzahlungen und Software in Entwicklung 0,00 440.102,50 440.102,50
  1.845.903,95 593.142,74 2.439.046,69
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 3.827.229,42 0,00 3.827.229,42
2. Technische Anlagen und Maschinen 43.448,52 0,00 43.448,52
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.603.331,99 136.332,72 1.739.664,71
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 617.103,22 617.103,22
  5.474.009,93 753.435,94 6.227.445,87
III. Finanzanlagen      
Wertpapiere des Anlagevermögens 7.664,22 0,00 7.664,22
  7.327.578,10 1.346.578,68 8.674.156,78
Abschreibungen Restbuchwerte
01.01.2014
EUR
Zugänge
EUR
31.12.2014
EUR
31.12.2014
EUR
31.12.2013
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.711.879,15 49.493,24 1.761.372,39 135.313,42 31.766,42
2. Geschäfts- und Firmenwert 102.258,38 0,00 102.258,38 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen und Software in Entwicklung       440.102,50 0,00
  1.814.137,53 49.493,24 1.863.630,77 575.415,92 31.766,42
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 1.141.975,34 88.009,00 1.229.984,34 2.597.245,08 2.685.254,08
2. Technische Anlagen und Maschinen 39.485,55 524,00 40.009,55 3.438,97 3.962,97
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.243.411,49 147.171,94 1.390.583,43 349.081,28 359.920,50
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 617.103,22 0,00
  2.424.872,38 235.704,94 2.660.577,32 3.566.868,55 3.049.137,55
III. Finanzanlagen          
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 7.664,22 7.664,22
  4.239.009,91 285.198,18 4.524.208,09 4.149.948,69 3.088.568,19

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