s+p dinkel Architektur GmbH
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Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Roman Rudolf seit 9.11.2015 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Orchestra Service GmbHGilchingJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Bilanz zum 31. Dezember 2015Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015
Anhang für das Geschäftsjahr 2015Allgemeines Die Orchestra Service GmbH hat ihren Sitz in Gilching und ist beim Amtsgericht München unter der Registernummer HRB 190993 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015 wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242 ff. HGB sowie den Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 3 HGB eine große Kapitalgesellschaft. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB dargestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis abgeschrieben. Die Nutzungsdauern betragen drei bis vier Jahre. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauern betragen drei bis 13 Jahre. Die Neuzugänge von Anlagegütern werden ab dem Zugangsmonat (pro rata temporis) abgeschrieben. Abnutzbare, bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungskosten EUR 410,00 nicht übersteigen, wurden im Berichtsjahr in voller Höhe als Aufwand abgezogen. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet, wobei - soweit einschlägig - zur Berücksichtigung von Risiken und Wertminderungen pauschale Abschläge im betriebsüblichen Umfang vorgenommen wurden. Die Forderungen sind zu Nominalbeträgen abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt. Die Pauschalwertberichtigung wird mit 1 % ermittelt. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden im Vorjahr mit den Anschaffungskosten bewertet und gegebenenfalls auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die sonstigen Vermögensgegenstände, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet. Fremdwährungsforderungen werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs gemäß § 256a HGB am Bilanzstichtag bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen sind zum 31. Oktober 2015 nach der Projected Unit Credit Method ermittelt worden. Den Berechnungen liegen die Heubeck Richttafeln 2005 G (RT 2005 G) zugrunde. Die Bewertung erfolgte gemäß dem zugrunde gelegten Rechnungszinssatz von 4,00 %. Zum Bilanzstichtag werden die Pensionsrückstellungen ausgehend von dem Gutachtenwert zum Oktober 2015 nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung neu bewertet. Die Steuer- und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und passivierungspflichtigen ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sämtliche Rückstellungen wurden mittels Einzelbewertung bewertet. Bei der Rückstellungsbildung sind künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Bei einer zugrundeliegenden Verpflichtung mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wird der Erfüllungsbetrag der entsprechenden Rückstellung mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Die Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs gemäß § 256a HGB am Bilanzstichtag bewertet. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2015 zeigt sich wie folgt:
Finanzanlagen Orchestra hält 100 % des Anteils am Kapital der Orchestra Service d.o.o., Rijeka/Kroatien. Der Jahresabschluss der Orchestra Service d.o.o. weist einen Jahresfehlbetrag in Höhe von rd. EUR 11.508 und ein negatives Eigenkapital in Höhe von rd. EUR 10.594 aus. Auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses wird nach § 296 Abs. 2 Satz 1 HGB verzichtet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben EUR - (Vj. TEUR 128) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Der Vorjahreswert resultierte aus Darlehensforderungen. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen haben EUR 2.313,00 (Vj. TEUR 5) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Des Weiteren sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 38.000,00 (Vj. TEUR 1.522) enthalten; diese sind zugleich Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Eigenkapital Das gezeichnete Eigenkapital beträgt EUR 120.000,00 und ist vollständig einbezahlt. Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 15. Oktober 2015 wurde aus dem Bilanzgewinn eine Ausschüttung in Höhe von EUR 8.861.963,81 vorgenommen. Pensionsrückstellungen Die pensionsähnlichen Rückstellungen wurden für eine Invalidenrente in Höhe von EUR 9.503,00 erstmals in 2013 passiviert. Zum 31. Oktober 2015 wurde die Rückstellung durch ein versicherungsmathematisches Gutachten mit EUR 22.241,00 bewertet. Zum 31. Dezember 2015 erfolgte eine Erhöhung um EUR 5.000,00. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für noch ausstehende Rechnungen, Bonuszahlungen, noch zu erbringende Leistungen sowie für Personalkosten gebildet. Verbindlichkeiten
Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung der Waren. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 2.769,57 (Vj. TEUR -) enthalten. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse beinhalten periodenfremde Erlöse in Höhe von EUR - (Vj. TEUR 10.225). Der Vorjahreswert resultiert aus der Auflösung nicht mehr vorzunehmender passiver Rechnungsabgrenzungsposten von durchgehandelten Leistungen. Gemäß § 285 Nr. 4 HGB werden die Umsatzerlöse wie folgt aufgegliedert:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Währungsgewinne in Höhe von EUR 112.072,68 (Vj. TEUR 55). Materialaufwand Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 99.567,00 (Vj. TEUR 10.663); der Vorjahreswert resultiert aus der Auflösung nicht mehr vorzunehmender aktiver Rechnungsabgrenzungsposten von durchgehandelten Leistungen. Personalaufwand In den Personalaufwendungen sind periodenfremde Abfindungen in Höhe von TEUR - (Vj. TEUR 750) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 625.125,20 (Vj. TEUR -) - im Wesentlichen aus der Ausbuchung von Darlehensforderungen - und Währungsverluste in Höhe von EUR 75.305,50 (Vj. TEUR 12). Zinserträge In den Zinsen sind Erträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR - (Vj. TEUR 3) enthalten. Sonstige Angaben Mitglieder und Gesamtbezüge der Geschäftsführung
Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung sowie den Betrag der für die Geschäftsführung gebildeten Pensionsrückstellung verzichtet. Abschlussprüferhonorar Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen betrug für das Geschäftsjahr 2015 TEUR 20 und für sonstige Leistungen TEUR 20. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen, die zu marktunüblichen Konditionen abgeschlossen wurden, haben im Geschäftsjahr 2015 ein Volumen in Höhe von TEUR 143. Hierbei handelt es sich um Dienstleistungen. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 39 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführung) beschäftigt. Diese verteilen sich in folgende Gruppen:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB in Höhe von insgesamt TEUR 784. Davon werden 2016 TEUR 184 fällig. Angabe gemäß § 285 Nr. 29 HGB Zwischen den Wertansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz bestehen keine wesentlichen Unterschiede. Angabe gemäß § 285 Nr. 14 HGB Mutterunternehmen der Orchestra Service GmbH ist die Avnet Technology Solutions GmbH, Nettetal. Sie steht zu 100 % im Besitz der Tenva Belgium Comm. VA, Diegem/Belgien, und ist über dieses Unternehmen ein verbundenes Unternehmen der Avnet Inc., Phoenix/USA. Die Avnet Inc., Phoenix/USA, stellt für den größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss auf, der auf der Web-Site der US Securities and Exchange Commission erhältlich ist. Die Avnet Holding Germany GmbH, Poing, stellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der Avnet Holding Germany GmbH wird in deutscher Sprache im elektronischen Bundesanzeiger hinterlegt. Die Gesellschaft ist damit gemäß § 291 Abs. 1 HGB von der Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses befreit.
Gilching, den 6. Juni 2016 Orchestra Service GmbH Geschäftsführer Dietmar Ulrich Roman Rudolf Lagebericht für das Geschäftsjahr 20151. Gesamtwirtschaft, Branchensituation und Ausblick a) Weltwirtschaft und Deutschland Im Berichtsjahr hat die Dynamik des wirtschaftlichen Wachstums in der EU stark zugelegt. Laut den Zahlen der Europäischen Kommission stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2015 EU-weit um 1,9 Prozent. Im Vorjahr lag das Wachstum bei 1,4 Prozent. Innerhalb der EU zeigten fast alle Länder Wachstum, allerdings unterschiedlich ausgeprägt. Am unteren Ende der Skala liegen mit einem Wachstum des BIP um 0,7 Prozent beziehungsweise 0,8 Prozent Österreich und Italien. Ganz oben finden sich Tschechien mit 4,5 Prozent und der EU-weite Spitzenreiter Irland mit 6,9 Prozent. Die für die IT-Branche als Indikator relevanten Ausrüstungsinvestitionen sind 2015 in der EU mit 4,4 Prozent überproportional gewachsen. Die Dynamik hat gegenüber dem Vorjahr mit 4,1 Prozent zugelegt. Die deutsche Wirtschaft konnte 2015 das hohe Niveau des Vorjahres halten. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg das BIP im Berichtsjahr um 1,7 Prozent (Vorjahr: 1,6 Prozent), die Ausrüstungsinvestitionen legten um 3,6 Prozent zu (Vorjahr: 3,7 Prozent). Das Wachstum der staatlichen Investitionen lag in Deutschland bei 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit 1,7 Prozent. b) Der deutsche Markt/Branche Der IT-Markt gehörte mit einer überdurchschnittlichen Steigerung auch 2015 zu den Wachstumstreibern. Das Marktforschungsinstitut EITO beziffert das Wachstum für den IT-Markt in der EU mit 3,6 Prozent, nach 2,6 Prozent im Vorjahr. Alle drei Teilsegmente haben dazu beigetragen. Umsätze mit Services stiegen um 2,5 Prozent, Software konnte um 4,9 Prozent zulegen. Eine Überraschung gelang dem Segment Hardware: Gingen zu Beginn des Berichtsjahres die Prognosen noch von einem Rückgang bei Umsätzen mit Hardware aus, steht jetzt ein Plus von 5,3 Prozent zu Buche. Zwar waren wie erwartet Umsätze mit PCs rückläufig. Dies wurde aber durch Wachstum in allen anderen Produktgruppen kompensiert. c) Ausblick Orchestra Service GmbH Die gesamtwirtschaftliche Lage war im Berichtsjahr positiv. Das BIP in Deutschland konnte das gute Niveau halten und das BIP in der EU auf dieses Niveau aufschließen. Auch die IT-Branche war geprägt von hohen Zuwachsraten. Der IT-Markt insgesamt entwickelte sich gegenüber dem BIP überproportional. Besonders erwähnenswert ist der Hardwaremarkt, der sich entgegen allen Prognosen 2015 als Wachstumsmotor zeigte. Die Orchestra GmbH konnte die konjunkturellen Vorgaben aufgrund Ihrer Produkte und der hohen Kompetenz bei allen relevanten Lösungsthemen optimal umsetzen. Laut Bitkom (Januar 2016) erwarten drei Viertel der Unternehmen (74 Prozent) für das erste Halbjahr steigende Umsätze verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Nur 8 Prozent rechnen mit rückläufigen Geschäften. Der Bitkom-Index steigt damit gegenüber dem Sommer leicht auf 66 Punkte. Die insgesamt guten Geschäftserwartungen sind auch Folge des für die große Mehrheit der Unternehmen günstig verlaufenen zweiten Halbjahres 2015. Drei Viertel der Unternehmen (73 Prozent) konnten von Juli bis Dezember ihre Umsätze steigern, nur 13 Prozent berichten von einem Rückgang. Auch in diesem Zeitraum liefen die Geschäfte für IT-Dienstleister und Softwareanbieter am besten, jeweils 80 Prozent der Unternehmen konnten ihre Umsätze steigern. Bei den Anbietern von Kommunikationstechnik (56 Prozent) und Hardware-Herstellern (51 Prozent) liegt der Anteil deutlich darunter. Für das Gesamtjahr 2016 erwarten 81 Prozent aller IT- und Telekommunikationsunternehmen ein Umsatzplus, gerade einmal 5 Prozent gehen von einem Minus aus. Diese positiven Erwartungen werden sich wie in den Vorjahren auch auf den Arbeitsmarkt auswirken. Sechs von zehn Unternehmen (62 Prozent) planen, im laufenden Jahr zusätzliche Stellen zu schaffen, nur 8 Prozent gehen von einem Personalabbau aus. All dies führt zu regen Nachfragen für Storage-Hard- und Software sowie für Data-Protection Lösungen, die für den Betrieb großer Server und Netzwerke gebraucht werden und die aufgrund der immer größer werdenden Datenflut ständig ausgebaut werden müssen. Genau dies ist das Kerngeschäftsfeld, auf dem die Orchestra Service GmbH tätig ist. Auch 2016 wird eine ähnliche Marktlage mit voraussichtlich nachhaltigem Wachstum in allen Segmenten (Soft-, Hardware und Dienstleistungen) mit sich bringen. Die Marktlage und der Ausblick sind demnach für den Geschäftsbereich, in dem Orchestra tätig ist, durchwegs positiv, wenngleich der Preiswettbewerb und Margendruck in der deutschen IT-Branche trotz positiver Entwicklung des Gesamtmarkts vor allem im Hard- und Softwarebereich weiterhin zunimmt. 2. Unternehmens-, Umsatz- und Gewinnentwicklung Orchestra wurde 1998 gegründet und unterhält eine 100 %-ige Tochterfirma in Rijeka (Kroatien). Daneben existieren Außendienstvertretungen in Hannover und Leipzig. Orchestra ist ein Dienstleistungs- und Handelsunternehmen mit hoher Technologie- und Beratungskompetenz. Orchestra hat sich inzwischen zu einem der führenden Value-Added-Distributoren im deutschsprachigen Storage- und Data-Protection-Markt entwickelt. Seit Anfang November 2015 ist die Orchestra ein Teil des global agierenden Avnet - Konzern mit Sitz in Phoenix, Arizona, USA. Die Orchestra hat sich im Geschäftsjahr 2015 in einem dynamischen Marktumfeld hervorragend behauptet. Im Rahmen der dargelegten gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Entwicklung konnte der Umsatz im Vorjahresvergleich weiter gesteigert werden. Die Umsatzerlöse stiegen von TEUR 84.226 im Jahre 2014 auf TEUR 109.555 im Jahre 2015 um TEUR 25.329 oder 30,1 Prozent. Zum positiven Gesamtbild hat zum wiederholten Male insbesondere die Entwicklung in den Bereichen Hardware, Service und Support überproportional beigetragen. Die Rohertragsmarge reduzierte sich jedoch auf 14,2 Prozent (Vj. 14,7 Prozent). 2015 ergab sich ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 7.694 (Vj. TEUR 4.480), woraus ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 5.616 (Vj. TEUR 3.218) resultierte. 3. Investitionen Im Geschäftsjahr 2015 wurden mit Ausnahme von Ersatzinvestitionen keine größeren Sachanlageninvestitionen vorgenommen. 4. Personal Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der Orchestra Service GmbH betrug 2015 39 Personen. Der gesetzlichen Vorgabe, den Mitarbeitern die Möglichkeit einer betrieblichen Altersvorsorge anzubieten, wurde entsprochen. Die langfristige Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen, eine hohe Motivation und eine positiv wirkende Unternehmenskultur hat für Orchestra eine große Bedeutung. Wesentliche Voraussetzung für ein gutes Klima im Unternehmen ist der praktizierte Führungsstil. Das Management des Unternehmens schafft ein offenes Klima des wechselseitigen Vertrauens. Kurze Kommunikationswege gehören ebenso dazu wie der offene Austausch zwischen den Unternehmensbereichen, Lokationen und Hierarchieebenen. Das ist wichtig, um vorhandenes Wissen nutzbar zu machen und die Prozesse ständig zu verbessern. Der in Deutschland herrschende Fachkräftemangel stellt für Orchestra eine zunehmende Herausforderung dar. 5. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Das Gesamtvermögen ist um TEUR 11.406 gewachsen, hauptsächlich bedingt durch Anwachsen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich auf rd. 15,3 % (Vj. 34,5), verursacht durch eine Ausschüttung von TEUR 8.862 an die Gesellschafter im Oktober 2015. Die Finanzlage ist weiterhin sehr solide. Die Gesellschaft hat keine dauerhaften offenen Dritt- oder Bankverbindlichkeiten. Der Cashflow aus der laufenden Tätigkeit betrug 2015 TEUR -1.219 und war vor allem verursacht aus den hohen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Jahresende 2015. Darüber hinaus verfügte Orchestra im Berichtszeitraum über jederzeit ausreichend aktivierbare Kreditlinien, die eine hohe geschäftliche Flexibilität gewährleisten und ist seit November 2015 auch in die Finanzierungsmöglichkeiten des Avnet Konzerns eingebunden. Auch die Ertragslage des Unternehmens ist weiterhin solide. 2015 ergab sich wiederum ein verbessertes Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 7.694 (Vj. TEUR 4.480). Grund dafür sind die im Wesentlichen gesteigerten Umsatzerlöse in der Berichtsperiode. Unter Beachtung obiger Sondereffekte ergibt sich nachfolgender Jahresvergleich:
6. Chancen und voraussichtliche Entwicklung in 2016 In einem positiven aber dynamisch-kompetitiven geschäftlichen Umfeld bleiben ein aktuelles, ständig verbessertes Produktportfolio und hoch motivierte Mitarbeiter entscheidende Voraussetzungen für die erfolgreiche Umsetzung des Geschäftsmodells der Orchestra. Die Einbindung in den global agierenden Avnet Konzern ermöglicht der Orchestra Zugang zu weiteren Kunden in der IT Distribution, sowohl im Inland, wie auch im europäischen Ausland. Avnet schätzt sowohl die hohe Kompetenz der Orchestra Mitarbeiter, wie auch das Geschäftsmodell mit Fokus auf Servicedienstleistungen und möchte dies europaweit ausrollen. Die Mitarbeiter sind sorgfältig ausgewählt und gut in ihre jeweiligen Teams eingebunden, in der Branche gut vernetzt und haben eine hohe Fachkompetenz. Zusätzlich betrachtet die Orchestra die bei ihr eingesetzte moderne, auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Technik, IT und das damit zusammenhängende Processing und Customer Relationship Management als einen ihrer maßgeblichen Wettbewerbsvorteile. Diese Faktoren gilt es auch im Jahr 2016 weiter zu verbessern und den Anforderungen des Marktes weiter anzupassen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt im Ausbau unserer Value Add Strategie und hier im Besonderen in unserem Cloud Portal. Nicht zuletzt sind funktionierende Beziehungen zu Herstellern, Partnern, Systemhäusern und Endkunden kombiniert mit der konsequenten Umsetzung des bewährten Geschäftsmodells die entscheidenden Voraussetzungen, um in dem heutigen dynamischen Marktumfeld der IT-Industrie bestehen zu können. Unter Berücksichtigung einer normalen Entwicklung erwarten wir für das Rumpfgeschäftsjahr 2016 (Januar - Juni 2016) eine moderate Umsatzsteigerung gegenüber den Vorjahresmonaten in 2015; bei einem erwarteten Anstieg des Materialaufwands um rd. 3 % ergibt sich bei ebenfalls ansteigenden sonstigen betrieblichen Erträgen und leicht ansteigenden Personalaufwendungen ein erwartetes Ergebnis etwa auf Vorjahresniveau. 7. Risiken Auch bei dem attestierten positiven Ausblick für das Geschäft der Orchestra gibt es geschäftsimmanente Risiken, deren wichtigste nachfolgend aufgelistet werden:
8. Sonstige Angaben Nach Ende des Rumpfgeschäftsjahres 2016 (30. Juni 2016), werden Anfang Juli 2016 die meisten Mitarbeiter in die Avnet Technolgy Solutions GmbH übergehen und das operative Geschäft in das Kommissionsmodell der europäischen Avnet Technology Solutions übertragen.
Gilching, den 15. Juni 2016 Orchestra Service GmbH Geschäftsführer Dietmar Ulrich Roman Rudolf Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Orchestra Service GmbH, Gilching, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Regensburg, den 15. Juni 2016 CM
Treuhandgesellschaft Regensburg mbH
Christgau, Wirtschaftsprüfer Beschluss über die Verwendung des ErgebnissesDie Gesellschafterversammlung der Orchestra Service GmbH, Gilching, hat beschlossen, den Jahresüberschuss 2015 von EUR 5.615.575,03 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. Feststellung des JahresabschlussesDie Gesellschafterversammlung der Orchestra Service GmbH, Gilching, hat am 23. August 2016 den Jahresabschluss der Orchestra Service GmbH, Gilching, zum 31. Dezember 2015 festgestellt. |
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