Stammdaten

Register
Amtsgericht Regensburg HRB 1938
Vorher
Buergofol GmbH Verbundfolien
Eingetragen
16.5.1978
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Herstellung und der Vetrieb von Kunststofffolien und anderer Folien, Veredelung, Druck und aller damit verbundener weiterer Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Adam Konz
seit 9.8.2023
Prokura
Tanja Franz
seit 13.7.2021
Prokura
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Biedersteiner Str. 4, 80802 München
510.000 €
51.00%
Am Bachl 21, 85049 Ingolstadt
490.000 €
49.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Buergofol GmbH

Siegenburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen das Unternehmens

Die Buergofol GmbH ist ein mittelständisches, inhabergeführtes Unternehmen, das bereits seit 50 Jahren erfolgreich am Markt besteht. Als Produzent für hochwertige Folien, Druck, Kaschierung und Konfektion fertigt die Gesellschaft Hart- und Weichfolien an den Standorten Siegenburg, Ingolstadt und Neutraubling.

2. Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage der Kapitalgesellschaft

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die in den bisherigen Lageberichten bereits genannten Auswirkungen, welche das neue Verpackungsgesetz mit sich bringt, sind nun deutlich zu spüren. Nachdem wir die Verarbeitungstechnologie R-PET bereits vor mehr als zehn Jahren als eines der ersten Unternehmen in Europa eingeführt und erfolgreich vermarktet haben, hat der Wettlauf um rezyklierte Rohstoffe an Intensität gewonnen: Die bereits im vergangenen Jahr spürbaren Engpässe bei recyceltem APET haben sich aufgrund der sehr hohen Nachfrage, vor allem großer Getränkefirmen, weiter verschärft ("Flasche wird zur Flasche").

Eine vollständige Absehbarkeit der Konsequenzen, die aus dem Verpackungsgesetz resultieren, besteht nach wie vor nicht. Geplante Vorgaben zu PCR-Quoten (Post Consumer-Rezyklate) stehen im Raum. Am größten sind die damit verbundenen bürokratischen Hemmnisse, die die Wirtschaft zu tragen hat. Nachdem die Technologien bereits seit über einem Jahrzehnt erfolgreich betrieben werden, die damit hergestellten Produkte alle für den Lebensmittelkontakt notwendigen Eigenschaften aufweisen und diese sogar von der EU getestet und zugelassen sind, muss die Technologie nun erneut registriert, auditiert und zugelassen werden.

Jede Handelskette greift die Themen Nachhaltigkeit und Recycling auf unterschiedliche Weise auf. Oberstes Ziel ist es, die Recyclingfähigkeit anzuheben sowie den Anteil von Recyclingmaterial zu erhöhen. Bei APET-Folien sind wir als einer von wenigen europäischen Herstellern bereits seit vielen Jahren in der Lage, diese Anforderungen überzuerfüllen. Dies ist unseren modernen technischen Anlagen zu verdanken. Eigene produktionsbedingte Abfälle werden in den Produktionskreislauf zurückgeführt und wiederverwertet, indem diese inhouse rezykliert werden.

Die Verwendung und Entsorgung von Produktionsabfällen ist nach wie vor schwierig.

Geschäftsverlauf und Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt von sehr verhaltenem Abrufverhalten unserer Kunden sowie spürbar gesunkenen Einkaufspreisen in allen Kostengruppen. Die in 2022 erzielten hohen Umsatzerlöse resultierten aus in erster Linie hohen Preissteigerungen der Rohstoffe, welche teilweise weitergegeben werden konnten. Das Verkaufspreisniveau in 2023 entsprach wie erwartet nicht mehr dem Niveau von 2022, weshalb die Zahlen aus beiden Jahren nur bedingt vergleichbar sind - allerdings waren die Verkaufspreise auch in 2023 im Rahmen der Erwartungen. Das Umsatzniveau liegt aus oben genannten Gründen mit 76,2 Mio. EUR bei ca. 73 % verglichen mit den Vorjahresumsätzen. Die Preise für sämtliche Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe lagen trotz der Rückgänge weiter auf einem hohen Niveau. Die in den letzten Jahren erlebten Schwierigkeiten im Rohstoffeinkauf waren in 2023 deutlich weniger gravierend. Unsere Lieferfähigkeit war wie in den Vorjahren ganzjährig gewährleistet. Die Auftragslage war wieder zufriedenstellend - ganz im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern, die teilweise Maschinen aufgrund Auftragsmangels abstellen mussten. Und doch hätten noch mehr Aufträge abgearbeitet werden können: Dies war allein aufgrund des vorherrschenden Personalmangels nicht möglich, denn auch unsere größte Extrusionsanlage stand aus diesem Grund während einiger Monate.

Insgesamt können wir trotz der weiterhin schwierigen Marktbedingungen zufrieden auf das vergangene Jahr blicken. Erneut hat sich unser Geschäftsmodell mit breitem Portfolio bestätigt und wir konnten trotz allgemein hoher Rohstoffkosten unsere Ertragskraft nicht nur beibehalten, sondern sogar steigern. Wir waren in der Lage, trotz des Umsatzrückgangs ein gutes Ergebnis zu erzielen.

Die Mitarbeiterzahl ist aufgrund der sehr schwierigen Wettbewerbssituation mit Firmen aus dem Automotive-Bereich wieder leicht gesunken. Einstellungen von neuem gelerntem Personal bleibt die Ausnahme. Besonders für den Produktionsbereich war es weiterhin schwierig, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Die am Markt verfügbaren Mitarbeiter sind meist weniger qualifiziert. Die sich daraus ergebende Fluktuation verursacht erheblichen Mehraufwand.

Durchschnittlich waren in 2023 261 Personen beschäftigt. Der Personalaufwand einschließlich Leiharbeiter stieg im Vergleich zum Vorjahr um T-EUR 542. Aufgrund der Situation am Arbeitsmarkt müssen in regelmäßigen Abständen Lohnanpassungen für die Produktionsmitarbeiter durchgeführt werden. Von der Möglichkeit steuerfreie Beträge aus dem Volumen von EUR 3.000,00 an die Beschäftigten auszubezahlen wurde seit 2022 bis in das Jahr 2023 hinein Gebrauch gemacht.

Die Rohstoffpreise im flexiblen Bereich waren in 2023 bis zum Juli tendenziell rückläufig, bevor sie ab August wieder deutlich anzogen, um dann ab Oktober bis zum Jahresende nochmals leicht zurückzugehen.

Mit den einkaufsseitig schwächeren Rohstoffpreisen waren Verkaufspreisanpassungen in 2023 verbunden, diese waren leicht rückläufig. Der grundsätzliche Verkaufspreisrückgang fiel jedoch durch entsprechende Preisgestaltung moderater aus. Die Rohstoffverfügbarkeit bei einigen Spezialrohstoffen war in 2023 weniger problematisch als in den Vorjahren.

Die sonstigen Sachkosten haben sich entsprechend der Entwicklung der übrigen Kostengruppen nach unten entwickelt.

Fracht- und Verpackungskosten sind gesunken, die Stromkosten sogar sehr stark gesunken. Die erheblichen Preissteigerungen in den unterschiedlichen Produktsegmenten aus 2022 waren in 2023 nicht mehr im gleichen Ausmaß festzustellen.

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir wieder mit steigenden Rohstoffpreisen, was sich bereits in den ersten beiden Monaten bestätigt hat.

Unser Umsatzplanungsziel 2024 wurde aufgrund unserer ständig anzupassenden Preisgestaltung, die mit höheren Rohstoffpreisen einhergeht, angeglichen.

Bei den Frachtkosten werden sich für 2024 Preiserhöhungen ergeben.

Im Ergebnis erwirtschaftete die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von T-EUR 400. Wir lagen damit über unserer Planung, wobei zu berücksichtigen ist, dass das Ergebnis mit 4,9 Mio. EUR Abschreibungen und Leasingraten belastet ist. Das entspricht etwa 6,4 % des Umsatzes. Branchenüblich sind zwischen 2,0 % - 3,0 %.

Vermögenslage und Kapitalstruktur

Das Gesamtvermögen der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2023 T-EUR 41.673 (Vorjahr T-EUR 45.389). Im Anlagevermögen reduzierte sich der Buchwert der Sachanlagen durch hohe Abschreibungen. Insgesamt ist der Anteil des langfristig gebundenen Vermögens am Gesamtvermögen gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Der Buchwert des Anlagevermögens für Maschinen besteht zu mehr als 70,0 % aus Anlagen, die in den letzten sechs Jahren angeschafft wurden. Wir haben heute im Anlagevermögen erhebliche stille Reserven. Das Anlagevermögen wird sich innerhalb der nächsten vier Jahre durch die Abschreibungen um ca. 12 Mio. EUR zurückbilden.

Der mengenmäßige Lagerbestand hat sich etwas reduziert. Der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen reduzierte sich um 3,3 Mio. EUR, bei Rohware um 1,7 Mio. EUR, was auf die rückläufigen Einkaufspreise zurückzuführen ist. Aus Gründen der Liefersicherheit gehen wir von einem gleichbleibenden mengenmäßigen Warenbestand aus.

Der Forderungsbestand hat sich um - 0,3 Mio. EUR verringert. Dies ist den Preisrückgängen sowie auch dem verhalteneren Abrufverhalten unserer Kunden geschuldet. Das Deckungsverhalten der Kreditversicherer, das direkt auf unseren Factoringpartner durchschlägt, fiel ähnlich zum Vorjahr aus.

Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote ist aufgrund der Tilgungen bei Finanzverbindlichkeiten und Reduzierungen von Lieferantenverbindlichkeiten und trotz der Erhöhung der Debitoren erheblich auf 34,2 % (Vj. 31,1 %) gestiegen. Für 2024 erwarten wir bei etwa gleichbleibendem hohem Lagerbestand eine Reduzierung der Bilanzsumme, verbunden mit einer Steigerung der Eigenkapitalquote. Anfang 2024 getätigte größere Ersatzinvestitionen werden erst in 2025 aktiviert werden.

In den folgenden fünf Jahren wird das wirtschaftliche Eigenkapital durch Tilgungen, Abschreibungen, Gewinnthesaurierungen geplant weiter auf ca. 47 % der Bilanzsumme steigen.

Die Finanzstruktur ist überwiegend von lang- und mittelfristigen Finanzierungen gekennzeichnet.

Für 2024 planen wir mit Investitionen in Höhe von ca. 1 Mio. EUR. Hierbei handelt es sich um Rationalisierungsinvestitionen (Umbau von Produktionsanlagen) und Sanierungen im Gebäudebestand. Weitere kapazitätserweiternde Investitionen sind an keinem unserer Standorte mehr möglich. Verträge für größere Ersatzinvestitionen wurden in 2024 bereits geschlossen, weitere werden folgen.

Die Abschreibungen der nächsten vier Jahre werden sich insgesamt auf jährlich etwa 5 % vom Umsatz zurückbilden.

Finanzlage

Die Zahlungsbereitschaft der Gesellschaft war immer gewährleistet. Investitionen wurden aus dem Cash-Flow sowie über lang- und mittelfristige Mietkauf- und Leasingfinanzierungen bankenfremd abgewickelt.

Das Unternehmen hat neben einer Hausbank noch mehrere Finanzierungspartner. Die mittelfristigen Verbindlichkeiten verminderten sich durch planmäßige Tilgungen.

Die Finanzierungstruktur besteht überwiegend aus langfristigen Darlehen. Die Bankverbindlichkeiten konnten insgesamt um 1,7 Mio. EUR reduziert werden, davon entfallen 80,4 % auf Darlehen.

Diese Darlehen werden über einen Zeitraum von 7 Jahren mit jährlich 1,0 Mio. EUR getilgt. Die sonstigen Finanzverbindlichkeiten aus Mietkäufen wurden ebenfalls planmäßig mit ca. 2,5 Mio. EUR getilgt.

Für laufende Rechtsstreitigkeiten und Risiken sind, soweit notwendig, ausreichend Rückstellungen gebildet.

Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft, Chancen und Risiken

Für das Geschäftsjahr 2023 erwarten wir wieder ein mengenmäßiges Wachstum von ca. 1,0 % - 3,0 % in Abhängigkeit von der Personalsituation. Dieses Wachstum wird sich aufgrund unserer Erwartung in etwa gleich bleibender Verkaufspreise in einem höheren Umsatz zeigen. Die für Wachstum notwendigen Kapazitäten wären in den Bereichen Druck und APET vorhanden. Aufgrund der derzeitigen Marktstellung gehen wir von einem qualitativen Wachstum aus. Die Unternehmensentwicklung befindet sich weiter im Plan. Wir gehen davon aus, dass der Umsatz auch durch Preisanpassungen leicht höher ausfallen wird.

Der sehr hohe technische Standard der Produktionsanlagen bringt Wettbewerbsvorteile. Ziel ist es, die Ertrags- und Finanzlage sowie die Marktstellung weiter zu festigen. Erreichen wollen wir dies durch eine ausgezeichnete Qualität, eine weitere Steigerung der Produktivität, die Ausweitung der Diversifikation und die Erschließung neuer Märkte im In- und Ausland.

Die Buergofol GmbH verfügt über drei Produktionsstandorte mit jeweils ca. 10.000 m 2 Produktions- und Lagerflächen. Alle Standorte bewegen sich heute an der Kapazitätsgrenze.

Weiteres Wachstum hängt auch von der Akquisition von qualifizierten Mitarbeitern ab. Der Wettbewerb verlagert überwiegend Produktionen in das Ausland. Umweltrisiken sind nicht vorhanden oder erkennbar.

Wir planen derzeit nicht mit einer weiteren Zunahme der Mitarbeiterzahl in der Produktion.

Die mittelfristige Unternehmensplanung sieht für die Zukunft auf Grund räumlicher Begrenzungen an den heutigen Standorten keine weiteren Investitionen vor.

Die Auftragslage in allen Extrusionsabteilungen und Veredelungsstufen ist gut.

Aufgrund unserer breiten Kundenstruktur und Absatzmärkte - Lebensmittelverpackungen, technische Anwendungen, Export und verschiedene Produktgruppen - werden wir auch bei veränderten Marktverhältnissen weniger betroffen sein als andere Branchen. Es wurden und werden weiter verstärkte Verkaufsbemühungen im außereuropäischen Ausland unternommen.

Unser Unternehmen ist sehr gut gerüstet, um die Herausforderungen des Marktes anzunehmen. Für 2024 erwarten wir ein stabiles Geschäft bei durchschnittlich leicht steigenden Rohstoffpreisen und ein zu den vergangenen Jahren vergleichbares positives Betriebsergebnis. Der gute Auftragsbestand sowie das gut angelaufene Jahr 2024 stützen unsere Prognose.

Risikomanagement

Die Geschäftsleitung und die Gesellschafter beraten sich regelmäßig über die Entwicklung der Gesellschaft und beobachten das Marktumfeld, um gegebenenfalls kurzfristig notwendige Entscheidungen zu treffen.

Nachdem wir in EURO fakturieren, bestehen keine Währungsrisiken. Risikobehaftete Finanzierungsinstrumente setzen wir weiterhin nicht ein.

Preisänderungsrisiken aufgrund von Verkaufskontrakten bewegen sich im Monatsbereich und sind ansonsten nicht vorhanden. Alte Preisfestschreibungen sind zum Jahresende ausgelaufen und deshalb im Jahresergebnis bereits mit enthalten.

Wir sehen auf absehbare Zeit im wirtschaftlichen Umfeld keine Risiken für unser Unternehmen. Die Russland-Ukraine-Krise ist aufgrund der erlassenen Sanktionen für unser Russlandgeschäft weiterhin zwar ärgerlich, wir erwarten hieraus aufgrund eines nur geringen Anteils am Gesamtumsatz in Verbindung mit dem derzeit sehr hohen Auftragsbestand jedoch keine Auswirkungen. Dies gilt auch insgesamt für unser Geschäftsmodell - Risiken bestehen nämlich vor allem für Unternehmen, die von neuen technischen Entwicklungen überrascht werden. Die Physik kann jedoch nicht durch neue Technologien ersetzt werden. Umsatzrisiken aus alternativen Vertriebskanälen (wie z. B. Internetverkauf) bestehen nicht.

Der internationale Konzentrationsprozess unserer Kunden hält absatzseitig weiter an. Diesem Effekt begegnen wir mit systematischer Anpassung unserer Vertriebsaktivitäten, verstärkter Diversifikation in neue Produktgruppen, Neuentwicklungen sowie stetigen Produktivitätssteigerungen. Im Bestreben der Kunden nach langfristiger Liefersicherheit sehen wir auch eine Chance zur Gewinnung von Marktanteilen. Unsere Position im Wettbewerberumfeld ist stabil, wir erwarten keine signifikanten Veränderungen.

Durch intensive Öffentlichkeitsarbeit, auch im europäischen Ausland und Übersee, werden neue Kunden angesprochen, was sich stark imagebildend auswirkt. Verstärkten Wettbewerb verspüren wir aus den ehemaligen Ostblockstaaten. Das dortige Lohnniveau liegt um ca. 75 % niedriger als im Inland. Wettbewerber haben deshalb verstärkt begonnen, diesen Vorteil durch Betriebsverlagerungen zu nutzen.

Das interne Kontrollsystem wurde weiter verfeinert. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden überwiegend Warenkreditversicherungen abgeschlossen.

Aufgrund der hohen Materialaufwandsquote kommt der wirtschaftlichen und ordnungsgemäßen Bestandsführung der Fertigerzeugnisse sowie der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe große Bedeutung zu. Wir erfüllen dieses Erfordernis durch ein auftragsbezogenes Planungssystem sowie durch permanente Inventur mit ergänzenden laufenden Lagerkontrollen.

Das Unternehmen ist aber üblichen Risiken wie

- Rohstoffpreisänderungen, Rohstoffverfügbarkeit,

- technischen Maschinenproblemen,

- Kundenverlusten durch Wettbewerb und Insolvenz,

- Veränderungen im Verbraucherverhalten,

- Auswirkungen durch lokale und globale Wirtschaftsentwicklungen

- Schäden an Produktionsstätten,

- Änderungen bei gesetzlichen Rahmenbedingungen,

- Personalmangel,

- IT- und Cyberangriffen,

ausgesetzt.

Daraus sind aber bestandsgefährdende Risiken für das Unternehmen nicht abzuleiten. Zum einen besteht ausreichender Versicherungsschutz. Außerdem wird seit vielen Jahren an drei Standorten produziert. Wir haben für alle Produktionsgruppen mehrere Anlagen. Auch dies ist heute bei unseren Kunden Voraussetzung für eine Geschäftsbeziehung.

Die IT-Sicherheit erhält bei uns eine immer größere Bedeutung, weshalb wir unsere Systeme zu Jahresbeginn 2024 von Spezialisten überprüfen haben lassen.

Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. (Nachtragsbericht).

Aus dem Darlehensbestand mit Rangrücktritt wird ein Betrag von EUR 4.000.000,00 in die Kapitalrücklage eingestellt werden.

Nachdem in EURO fakturiert wird, bestehen keine Währungsrisiken.

Die Gesellschaft unterhält keine rechtlich selbstständigen Zweigniederlassungen.

Buergofol arbeitet stetig an Produktentwicklungen, zur Zeit verstärkt an recyclingfähigen Verbunden.

 

Siegenburg, 16.02.2024

gez. Dipl.-Ing. (FH) Gregor Schleicher, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 15.503.276,00 18.772.229,26
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.287.655,00 1.597.099,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte und Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.287.655,00 1.597.099,00
II. Sachanlagen 14.215.621,00 17.175.129,26
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.189.825,00 1.315.552,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.965.346,00 14.552.076,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.060.450,00 1.286.127,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 21.374,26
III. Finanzanlagen 0,00 1,00
Beteiligungen 0,00 1,00
B. Umlaufvermögen 26.107.642,62 26.577.771,21
I. Vorräte 15.477.130,23 20.471.481,74
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.176.688,58 8.852.840,26
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 8.300.441,65 11.618.641,48
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.104.157,69 4.843.126,06
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.122.650,76 2.428.415,84
2. Sonstige Vermögensgegenstände 6.981.506,93 2.414.710,22
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.526.354,70 1.263.163,41
C. Rechnungsabgrenzungsposten 49.418,78 39.410,45
Andere 49.418,78 39.410,45
Bilanzsumme, Summe Aktiva 41.660.337,40 45.389.410,92

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.192.766,05 3.790.627,08
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 700.000,00 700.000,00
III. Bilanzgewinn 2.492.766,05 2.090.627,08
1. Gewinnvortrag 2.090.627,08 1.741.255,15
2. Jahresüberschuss 402.138,97 349.371,93
B. Rückstellungen 2.772.198,48 2.027.483,88
1. Rückstellungen für Pensionen 109.475,00 118.072,00
2. Steuerrückstellungen 58.999,00 51.511,00
3. Sonstige Rückstellungen 2.603.724,48 1.857.900,88
C. Verbindlichkeiten 34.695.372,87 39.571.299,96
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.470.100,67 10.205.220,56
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.703.844,97 5.934.339,38
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 10.065.622,38 10.300.458,55
4. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 2.339.277,64 1.945.131,38
5. Sonstige Verbindlichkeiten 9.116.527,21 11.186.150,09
davon aus Steuern 289.399,96 287.367,56
Bilanzsumme, Summe Passiva 41.660.337,40 45.389.410,92

Gewinn- und Verlustrechnung

01.01.2023 - 31.12.2023
EUR
01.01.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 76.173.653,86 104.245.052,72
2. Verminderung (Vj. Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -3.318.199,83 -754.198,42
3. Sonstige betriebliche Erlöse 862.243,91 274.759,08
4. Materialaufwand 38.686.635,15 62.990.171,60
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 38.676.227,42 62.900.830,51
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 10.407,73 89.341,09
5. Personalaufwand 13.694.349,69 13.153.373,64
a) Löhne und Gehälter 11.459.867,39 10.972.316,76
b) Soziale Abgaben 2.234.482,30 2.181.056,88
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen 4.312.448,83 4.485.000,38
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 15.410.859,04 21.469.218,23
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.060,84 3.172,47
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 907.272,67 1.091.376,09
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 711.193,40 579.645,91
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -285.424,08 -205.568,52
12. Ergebnis nach Steuern 425.769,32 374.077,39
13. Sonstige Steuern -23.630,35 -24.705,46
14. Jahresüberschuss 402.138,97 349.371,93

Anhang

1. Gesetzliche Grundlagen

Der Jahresabschluss wurde nach den Bestimmungen der §§ 242 bis 256 und §§ 264 bis 288 HGB unter Berücksichtigung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (kurz BilRUG) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft ist als große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB einzustufen.

Die Gesellschaft ist unter HRB Nr. 1938 im Handelsregister beim Amtsgericht Regensburg eingetragen.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (§ 284 Abs. 2 HGB) sind im Rahmen der handelsrechtlichen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, unter Beachtung ergänzender Vorschriften für Kapitalgesellschaften, ausgeübt.

2.1 Die Immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungszeit der Vermögensgegenstände und entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften nach der linearen bzw. degressiven Abschreibungsmethode vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Aufgliederung und die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

2.2 Finanzanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten bewertet.

2.3 Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die beizulegenden Werte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Für erkennbare Wertminderungen und mögliche Risiken sind ausreichende Abschläge vorgenommen. Die fertigen Erzeugnisse wurden, ausgehend vom Verkaufspreis, retrograd bewertet.

2.4 Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Den erkennbaren Risiken wurde durch Einzelwertberichtigungen und eine angemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen, die das allgemeine Kreditrisiko in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen berücksichtigt.

2.5 Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft ist mit dem Nominalbetrag ausgewiesen und stimmt mit dem Eintrag im Handelsregister überein. Die Kapitalrücklage ist ebenfalls mit dem Nominalbetrag bilanziert.

2.6 Die Pensionsrückstellung wurde unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze nach dem Teilwertverfahren mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre bei einer Restlaufzeit von 7 Jahren von 1,12 % (Vj. 0,95 %) ermittelt. Dabei wurden die Richttafeln 2018 G nach Prof. Dr. Klaus Heubeck angewendet. Eine Dynamik war nicht zu berücksichtigen.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre kein Unterschiedsbetrag mehr, so dass auch keine Ausschüttungssperre mehr besteht.

2.7 Die Steuerrückstellungen und Sonstigen Rückstellungen sind nach dem notwendigen Maß vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB). Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.

2.8 Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

3. Arbeitnehmerzahl

Die Gesellschaft beschäftigte in 2023 durchschnittlich 89 Angestellte (Vj. 91), 167 Arbeiter (Vj. 171) und 5 Auszubildende (Vj. 6). Das sind 261 (Vj. 268) Arbeitnehmer. Die Berechnung erfolgte methodisch nach § 267 Abs. 5 HGB.

4. Informationen zum Jahresabschluss

4.1 Pensionsrückstellungen

Zum Ende des Geschäftsjahres bestanden keine ausschüttungsgesperrte Beträge (§ 268 Abs. 8 HGB) mehr, die zuvor aus dem geänderten Zinssatz zur Abzinsung von Pensionsrückstellungen resultierten.

4.2 Sonstige Rückstellungen

Hierin sind insbesondere Beträge für Garantieleistungen, Urlaub, Berufsgenossenschaft, Abfindungen, ausstehende Rechnungen und Belastungen, Einkaufskonditionen, Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen, Kosten der Betriebsprüfung und Abschluss-, Prüfungs- und Offenlegungskosten enthalten.

4.3 Verbindlichkeiten (in T-EUR)

Restlaufzeit
31.12.2023 Vj. 1 Jahr Vj. 1-5 Jahre Vj.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.470 10.205 2.917 3.030 5.428 2.425
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.704 5.934 4.704 5.934 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 10.066 10.301 0 0 10.066 10.301
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 2.339 1.945 0 0 2.339 1.945
Sonstige Verbindlichkeiten 9.116 11.186 3.355 3.586 2.930 5.425
davon aus Steuern (289) (287) (289) (287) (0) (0)
mehr als 5 Jahre Vj.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 125 4.750
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 2.831 2.175
davon aus Steuern (0) (0)

Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen bankübliche Sicherheiten. Sie sind durch Bürgschaften Dritter besichert.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von T-EUR 5.300 durch Sicherungsübereignung von bereits voll abgeschriebenen Maschinen gesichert. Außerdem sind in den sonstigen Verbindlichkeiten T-EUR 5.303 Verpflichtungen aus bestehenden Mietkaufverträgen enthalten.

4.4 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden durch den Vertrieb von Kunststoff und anderen Folien erzielt (Umsatzerlöse nach Tätigkeitsgebieten). Nachfolgend dargestellt sind die ( Umsatzerlöse nach geographischen Märkten).

2023
T-EUR
2022
T-EUR
Inland 26.913 35.149
EU 41.907 57.496
Drittland 7.354 11.600
76.174 104.245

4.5 Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Buchgewinne aus Anlagenabgängen in Höhe von T-EUR 98 enthalten.

4.6 Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft ist finanzielle Verpflichtungen eingegangen, die nicht in der Bilanz erscheinen, aber von Bedeutung für die Beurteilung der Finanzlage sind. Es handelt sich hierbei um Miet- und Leasingverträge.

Die Gesellschaft hat von der FS Verpachtungs GmbH & Co. KG, Siegenburg, Geschäftsräume, Produktionshallen und Maschinen angemietet. Die jährliche Miete beträgt derzeit T-EUR 826.

Des Weiteren bestehen folgende Mietverträge für Produktionshallen:

T-EUR
Miete jährlich 54
Miete jährlich 180

Für Mitarbeiter hat die Gesellschaft außerdem mehrere Wohnungen angemietet. Die monatliche Netto-Miete hierfür beträgt T-EUR 10. Diese Miete wird von den Mitarbeitern übernommen.

Die Gesellschaft ist Leasingverpflichtungen aus mehreren Leasingverträgen eingegangen. Am Bilanzstichtag bestanden noch Verpflichtungen aus Leasingverträgen für PKW in Höhe von T-EUR 445 sowie aus Leasingverträgen für Maschinen in Höhe von T-EUR 500.

6. Sonstige Angaben

Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. Wir weisen aber darauf hin, dass sich das Unternehmen im Umfeld der multiplen Krisen - auszugsweise seien Energiekrise, Flüchtlingskrise, Bürokratiekrise, Schuldenkrisen diverser Staaten, Lieferkettenproblematik, Inflation, hohe Fremdkapitalzinsen, Naturkatastrophen und Kriege an verschiedensten Orten dieser Welt genannt - in einer ungeahnten Unsicherheitslage befindet. Diese verstärkt sich auch durch den schnellen technologischen Fortschritt und sich verändernde Märkte sowie eine zunehmende Komplexität. Ob sich dadurch mögliche Auswirkungen für das Unternehmen in der Zukunft ergeben können, muss offen bleiben.

Es werden im neuen Geschäftsjahr 2024 laut dem Beschluss der Gesellschafterversammlung EUR 4.000.000,00 in die Kapitalrücklage eingestellt.

Honorar Abschlussprüfer

Das Honorar des Abschlussprüfers betrug T-EUR 24 für Abschlussprüfungsleistungen, und T-EUR 5 für Bestätigungsleistungen.

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn 2023 in Höhe von EUR 2.492.766,05 (Jahresüberschuss von 402.138,97 und Gewinnvortrag von EUR 2.090.627,08) auf neue Rechnung vorzutragen.

Geschäftsführungsorgan

Zum alleinigen Geschäftsführer der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 bestellt Herr Gregor Schleicher, Diplom-Ingenieur, Ingolstadt.

Die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurden gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Für Pensionen für ehemalige Organmitglieder war eine Rückstellung in Höhe von T-EUR 109 zu passivieren. Die jährlich zu zahlenden Versorgungsbezüge betragen T-EUR 24.

 

Siegenburg, 01.02.2024

gez. Dipl.-Ing. (FH) Gregor Schleicher, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs-/ Herstellungskosten
in EUR
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte und Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.054.657,98 23.520,00 0,00 14.635,28 2.063.542,70
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 2.054.657,98 23.520,00 0,00 14.635,28 2.063.542,70
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 5.111.806,25 199.465,62 21.374,26 1.565.837,54 3.766.808,59
2. Technische Anlagen und Maschinen 41.017.926,87 755.926,18 0,00 1.363.404,09 40.410.448,96
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.262.837,66 84.538,77 0,00 634.806,21 2.712.570,22
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 21.374,26 0,00 -21.734,26 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 49.413.945,04 1.039.930,57 0,00 3.564.047,00 46.889.827,77
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 1,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 1,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamtsumme Anlagevermögen 51.468.604,02 1.063.450,57 0,00 3.578.684,12 48.953.370,47
kumulierte Abschreibungen
in EUR
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte und Lizenzen an solchen Rechten und Werten 457.558,98 332.962,00 14.633,28 775.887,70
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 457.558,98 332.962,00 14.633,28 775.887,70
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 3.796.254,25 346.537,88 1.565.808,54 2.576.983,59
2. Technische Anlagen und Maschinen 26.465.850,87 3.342.538,18 1.363.286,09 28.445.102,96
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.976.710,66 290.410,77 615.001,21 1.652.120,22
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 32.238.815,78 3.979.486,83 3.544.095,84 32.674.206,77
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamtsumme Anlagevermögen 32.696.374,76 4.312.448,83 3.558.729,12 33.450.094,47
Buchwerte
in EUR
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte und Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.287.655,00 1.597.099,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.287.655,00 1.597.099,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.189.825,00 1.315.552,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.965.346,00 14.552.076,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.060.450,00 1.286.127,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 21.374,26
Summe Sachanlagen 14.215.621,00 17.175.129,26
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 1,00
Summe Finanzanlagen 0,00 1,00
Gesamtsumme Anlagevermögen 15.503.276,00 18.772.229,26

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Buergofol GmbH, Siegenburg

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Buergofol GmbH, Siegenburg, bestehend aus Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Buergofol GmbH, Siegenburg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Buergofol GmbH, Siegenburg, zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung (GOA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes" unseres Bestätigungsvermerkes weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben.

Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichtes, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichtes in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung (GOA) durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt.

Falsche Darstellungen können aus Irrtümern und dolosen Handlungen resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichtes getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter und unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichtes relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerkes erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichtes mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen u. a. den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hirschaid, 16.02.2024

WPT Wirtschaftsprüfung und Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Klaus Sgonina, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde am 16.02.2024 mit der von der Geschäftsführung vorgeschlagenen Ergebnisverwendung von der Gesellschafterversammlung gebilligt und festgestellt.

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