Hydrotechnik Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Holzheimer Straße 94, 65549 Limburg an der Lahn, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Limburg a. d. Lahn HRB 334
Eingetragen
30.1.2003
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand der Gesellschaft ist die Entwicklung, Konstruktion, Herstellung, Montage und der Vertrieb hydraulischer Geräte, insbesondere Meßgeräte, Prüfeinrichtungen sowie die Durchführung damit in Zusammenhang stehender Geschäfte jeglicher Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Daniel Schlagheck
seit 20.8.2025
Prokura
Ruben Baumann
seit 31.7.2023
Geschäftsführer
Le Minh Truong
seit 12.2.2019
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
70.00%
Felix Rothe
30.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

65623 Hahnstätten, Auf dem Pitzberg 23
2.800.000 €
70.00%
Felix Rothe
85591 Vaterstetten, Beethovenstr. 29
1.200.000 €
30.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hydrotechnik Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Limburg a. d. Lahn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Hydrotechnik GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen, das sich auf industrielle Messtechnik zur Diagnose und zum Condition Monitoring von Hochdrucksystemen spezialisiert hat. Die Gesellschaft entwickelt, produziert und vertreibt hydraulische Messgeräte und Prüfeinrichtungen weltweit und beschäftigt rund 150 Mitarbeitende. Neben dem Hauptsitz in Deutschland gibt es Tochtergesellschaften in den USA, China, Frankreich und Italien sowie Außenbüros in Singapur und Indien.

2. Forschung und Entwicklung

Das Unternehmen legt großen Wert auf Produktinnovationen, insbesondere in der Automatisierung und Qualitätssicherung. Entwicklungsprojekte zielen auf Anwendungen in Wasserstofftechnologie und kabellose Datentransmission.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft stagnierte 2023, beeinflusst auch durch geopolitische Unsicherheiten. Laut VDMA verzeichnete die Hydraulikbranche trotz anhaltender Herausforderungen wie Materialkosteninflation, Lieferkettenstörungen und Fachkräftemangel ein moderates Umsatzwachstum von 2 %, begleitet von erheblichen Einbrüchen bei den Auftragseingängen. Diese Rahmenbedingungen beeinflussten auch die Geschäftsentwicklung der Hydrotechnik GmbH.

2. Geschäftsverlauf

Umsatzentwicklung: Das Geschäftsjahr 2023 verzeichnete ein Umsatzwachstum von rund 13 %. Großaufträge mit mehrjähriger Laufzeit und viele weitere neue Projekte kompensierten die konjunkturelle Abkühlung. Zusätzlich brachte die Verbesserung der Situation um die Halteketten Stabilität in die Lieferfähigkeit.

Lagerbestand: Um eine bessere Lieferfähigkeit zu gewährleisten, wurden mehr Standardartikel vorrätig gehalten. Der Lagerbestand erhöhte sich um rund 19% auf 8,5 Mio. €.

Auftragsbestand: Es konnten aufgestaute Aufträge in Höhe von 1,9 Mio. € abgebaut werden. Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 liegt ein Auftragsbestand von rund 6,4 Mio. € in den Büchern vor.

Tochtergesellschaften:

Hydrotechnik USA, Inc. verzeichnete ein Umsatzwachstum von 56 % im Vergleich zum Vorjahr und bleibt ein starker Wachstumstreiber.

Durch schwächere Nachfrage im Export, auch aufgrund der wachsenden Spannungen mit den USA, agierten Unternehmen in China vorsichtiger. Die negativen Auswirkungen auf den Wirtschaftssektor beeinflussten auch die Hydrotechnik Measurement Technology (Shanghai) und führten zu einem Umsatzrückgang von 11 % im Vergleich zu 2022.

Die Hydrotechnik Italia S.r.l. konnte durch die erfolgreiche Umsetzung mehrerer Projekte und den Gewinn eines Großauftrags den Umsatz gewaltig steigern. Die italienische Tochter verbuchte ein Umsatzplus von 70 % im Vergleich zum Vorjahr.

Die Hydrotechnik France SAS setzt den positiven Kurs aus 2022 weiter fort und erzielt bei einer Umsatzsteigerung von 3 % ein durchaus zufriedenstellendes Jahresergebnis.

3. VFE-Lage: Darstellung, Analyse, Beurteilung

a) Ertragslage

Der Jahresüberschuss stieg aufgrund von Effizienzmaßnahmen und des gestiegenen Umsatzes auf etwa 2,3 Mio. €. Wechselkursgewinne trugen positiv zum Ergebnis bei, während Rohstoffpreissteigerungen und weiter gestiegene Personalkosten das Ergebnis leicht dämpften.

b) Finanzlage

Die finanzielle Lage der Hydrotechnik GmbH blieb stark, mit einer Eigenkapitalquote von mehr als 80 %. Bankverbindlichkeiten wurden reduziert und die Liquidität ermöglicht es dem Unternehmen, Investitionen ohne Fremdfinanzierung durchzuführen.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme stieg 2023 um über 5 % auf 24 Mio. €. Der Aufbau von Vorräten und Fertigwaren zur Absicherung der Lieferkette führte zu einem Anstieg des Umlaufvermögens.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Marktrisiken: Die Hydrotechnik GmbH sieht Risiken durch anhaltend hohe Inflationsraten und geopolitische Spannungen, insbesondere für die Exportmärkte.

Währungsrisiko: Die meisten Debitorenvorgänge werden in Euro abgewickelt. Das Kreditgeschäft findet größtenteils in Deutschland und Europa statt. Damit hält sich das Währungsrisiko in Grenzen.

Lieferkettenrisiken: Die Unsicherheiten in der Lieferkette bestehen fort. Die Lagerbestände wurden daher gezielt aufgestockt und die Lieferantendiversifizierung bleibt ein Schwerpunkt.

Fachkräftemangel: Die Rekrutierung qualifizierten Personals bleibt schwierig und könnte langfristig die Entwicklung des Unternehmens hemmen.

Bürokratie: Gesetzesänderungen, erhöhte Anforderungen und verschärfte Regulierungen stellen das Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen und erhöhen die operativen und finanziellen Risiken, da sie zu zusätzlichen administrativen Belastungen und zu höheren Kosten für Compliance führen.

2. Chancenbericht

Markterschließung und -ausweitung: Neue Absatzmärkte und Produkte für die Wasserstoffindustrie bieten erhebliches Wachstumspotenzial.

Innovationskraft und Digitalisierung: Der Fokus auf Digitalisierung und neue Technologien stärkt die Wettbewerbsposition und schafft Chancen für Produktinnovationen und Effizienzsteigerungen.

3. Prognosebericht

Für das Jahr 2024 strebt die Hydrotechnik GmbH ein Umsatzwachstum von 15 % an, gestützt auf neue Projekte und den Ausbau internationaler Geschäftsbeziehungen. Trotz Unsicherheiten erwartet das Unternehmen eine Stabilisierung der Rohstoffpreise und eine verbesserte Liquiditätssituation.

IV. Nichtfinanzielle Erklärung

1. Umweltbelange

Im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt die Hydrotechnik GmbH die weitere Reduktion von Abfällen und eine Optimierung der Materialnutzung.

2. Mitarbeiterbelange

Neue Programme zur Mitarbeitermotivation und Gesundheitsförderung sollen langfristig die Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung fördern. Die Professionalisierung aller Bereiche wird weiter vorangetrieben.

3. Gesellschaftliches Engagement

Hydrotechnik GmbH setzt sich besonders lokal für soziale Projekte ein, vor allem im Bereich der technischen Bildung, bei der Förderung von Nachwuchstalenten und als Netzwerkpartner der Lebenshilfen.

V. Angaben zur Beteiligungsstruktur

Es liegen keine übernahmerelevanten Änderungen in der Beteiligungs- und Inhaberstruktur der Hydrotechnik GmbH vor.

VI. Erklärung zur Unternehmensführung

1. Neuer Geschäftsführer

Mit dem Eintritt von Ruben Baumann in die Geschäftsführung hat die Hydrotechnik GmbH im Jahr 2023 eine gezielte Erweiterung ihrer Leitungsebene vorgenommen, um strategische Kompetenzen weiter auszubauen und neue Impulse für das Unternehmenswachstum zu setzen. Ruben Baumann bringt umfassende Erfahrung in den Bereichen Prozessoptimierung und Marktdiversifikation mit und hat bereits entscheidende Projekte in diesen Bereichen angestoßen. Seine Tätigkeit fokussiert sich auf die Stärkung der internationalen Präsenz und die Weiterentwicklung und Optimierung digitaler Geschäftsprozesse, die für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der Hydrotechnik GmbH von zentraler Bedeutung sind.

2. Internes Kontrollsystem

Die Hydrotechnik GmbH hat ein umfassendes internes Kontrollsystem, das sämtliche wesentliche Geschäftsprozesse überwacht. Die Organisation ist nach ISO 9001 zertifiziert und regelmäßige interne sowie externe Audits gewährleisten die Einhaltung höchster Qualitätsstandards.

 

Limburg, den 16. Dezember 2024

gez. Dr. Harald Schaeff

gez. Ruben Baumann

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 37.517,23 59.797,23
2. geleistete Anzahlungen 21.840,00 22.880,00
59.357,23 82.677,23
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.483.985,95 3.620.577,95
2. technische Anlagen und Maschinen 723.320,00 991.632,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 542.714,00 529.795,00
4.750.019,95 5.142.004,95
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 605.434,91 605.434,91
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.082.467,73 1.126.802,08
3. Beteiligungen 667.132,66 682.132,66
4. sonstige Ausleihungen 100.000,00 200.000,00
2.455.035,30 2.614.369,65
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.800.906,71 3.339.297,88
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.898.349,33 1.773.690,13
3. fertige Erzeugnisse und Waren 2.800.274,83 1.852.670,62
4. geleistete Anzahlungen 0,00 118.266,59
8.499.530,87 7.083.925,22
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.832.396,77 1.728.610,58
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.371.431,32 2.692.786,56
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 267,75
4. sonstige Vermögensgegenstände 335.844,72 588.235,74
5.539.672,81 5.009.900,63
III. Wertpapiere
sonstige Wertpapiere 730.000,00 1.343.074,08
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.532.439,14 1.014.449,04
C. Rechnungsabgrenzungsposten 25.464,31 53.353,82
D. Aktive latente Steuern 440.426,00 473.397,00
24.031.945,61 22.817.151,62

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
Euro Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 4.000.000,00 4.000.000,00
II. Kapitalrücklage 1.192.000,64 1.192.000,64
III. Gewinnvortrag 12.579.529,94 12.129.533,91
IV. Jahresüberschuss 2.330.679,36 1.249.995,71
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 590.139,58 863.423,03
2. Steuerrückstellungen 499.938,00 132.337,00
3. sonstige Rückstellungen 839.680,00 744.980,00
1.929.757,58
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 325.000,00 425.000,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 33.391,40 39.692,89
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 240.185,58 615.920,63
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 381,93 0,00
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 18.788,08
6. sonstige Verbindlichkeiten 1.401.019,18 1.405.479,73
1.999.978,09 2.504.881,33
- davon aus Steuern Euro 6.080,26 (Euro 0,00)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 97.437,34 (Euro 80.901,46)
24.031.945,61 22.817.151,62

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
1. Umsatzerlöse 23.497.451,18 20.803.375,21
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.072.263,41 748.278,12
3. sonstige betriebliche Erträge 612.178,36 591.896,06
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung Euro 98.280,58 (Euro 71.379,44)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -9.122.902,06 -8.434.267,05
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -921.683,96 -642.657,20
-10.044.586,02 -9.076.924,25
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -7.336.038,60 -6.999.739,56
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.523.241,49 -1.575.859,59
-8.859.280,09 -8.575.599,15
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -556.019,90 -656.551,14
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -2.663.688,63 -2.287.565,40
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung Euro -33.983,91 (Euro -35.463,50)
8. Erträge aus Beteiligungen 127.928,80 250.908,50
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 64.721,52 37.880,10
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -33.278,19 -132.281,66
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -859.057,97 -419.089,07
12. Ergebnis nach Steuern 2.358.632,47 1.284.327,32
13. sonstige Steuern -27.953,11 -34.331,61
14. Jahresüberschuss 2.330.679,36 1.249.995,71

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname: Hydrotechnik Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Firmensitz: Limburg a. d. Lahn
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Limburg a. d. Lahn
Register-Nr.: HRB 334

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den §§ 242 ff., 264 ff. des HGB und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Bei der Gesellschaft handelt es sich nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bei der Aufstellung wurden daher die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung des Vermögens basiert auf den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, beim Anlagevermögen vermindert um Abschreibungen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Wirtschaftsgüter werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear abgeschrieben, sofern diese der Abnutzung unterliegen.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Anlagengruppe Nutzungsdauern
Softwarelizenzen 1 bis 5 Jahren
sonstige immaterielle Anlagengegenstände 1 bis 10 Jahren
Gebäude und bauliche Betriebsvorrichtungen 5 bis 20 Jahren
technische Anlagen und Maschinen 5 bis 14 Jahren
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 8 bis 20 Jahren

Geringwerte Anlagegegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und ihr Abgang unterstellt.

Investitionszulagen und -zuschüsse mindern die Anschaffungs- und Herstellungskosten der entsprechenden Vermögensgegenstände und reduzieren damit die Abschreibungen der künftigen Perioden.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe des Unterschiedsbetrags zwischen den bisherigen Buchwerten und den beizulegenden Werten der betroffenen Vermögensgegenstände vorgenommen. Entfallen die Gründe der Wertminderung in den Folgejahren, so erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind mit den Einkaufspreisen, vermindert bzw. erhöht um Ab- und Zuschläge für Skonti bzw. Bezugsnebenkosten angesetzt.

Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten die Materialeinzelkosten und die Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten und der Fertigungsgemeinkosten bei normaler Auslastung der Produktionsanlagen. Darüber hinaus wird der Werteverzehr des Anlagevermögens, sofern dieser durch die Fertigung veranlasst ist, in den Herstellungskosten berücksichtigt.

Soweit wegen Überalterung, Produktionseinstellung oder sonstiger eingeschränkter Gängigkeit ein niedrigerer Wert beizulegen ist, wird dieser angesetzt.

Die Inventuraufnahme erfolgt mithilfe des Stichprobeninventurverfahrens.

Forderungen werden mit dem Nominalwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Skontoabzüge und sonstige Risiken sind durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände und die flüssigen Mittel werden zum Nominalwert bewertet.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben für zukünftige Geschäftsjahre.

Vom Aktivierungswahlrecht wird nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB Gebrauch gemacht und aktive latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten in der Bilanz angesetzt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes von aktuell 28,78 %. Dieser setzt sich aus dem Körperschaftsteuersatz von 15 % zzgl. des Solidaritätszuschlags von 5,5 % und dem Gewerbesteuersatz von 12,95 % zusammen.

Rückstellungen werden für alle ungewissen Verpflichtungen gebildet. Dabei werden alle Risiken berücksichtigt. Rückstellungen werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt und bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit einem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen laufzeitadäquaten Marktzinssatz abgezinst. Die bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, berücksichtigten zukünftigen Preis- und Kostensteigerungen orientieren sich an der Teuerungsrate.

Die Pensionsrückstellungen werden nach der Projected-Unit-Credit-Methode unter der Verwendung der Heubeck-Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck ermittelt. Erwartete Gehaltssteigerungen werden mit 6,12 % alle drei Jahre und erwartete Rentensteigerungen mit 6,12 % alle drei Jahre berücksichtigt. Es wird keine Fluktuation berücksichtigt. Für die Abzinsung des Erfüllungsbetrags wird pauschal der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, verwendet. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Zinssatzes aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren beträgt zum Abschlussstichtag € 39.983,00.

Der Altersversorgungsaufwand setzt sich aus der Zinskomponente von € 17.796,00, der im Finanzergebnis innerhalb des Postens "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" und dem Dienstzeitaufwand von € 107.943,00, der im Personalaufwand ausgewiesen wird, zusammen. Das zum Zwecke der Sicherung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen verpfändete Rückdeckungsvermögen mit einem Zeitwert zum Bilanzstichtag von € 1.544.232,42 und den Anschaffungskosten von € 1.481.112,15 wird nach §246 Abs. 2 S. 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen in Höhe von € 2.134.372,00 verrechnet. Entsprechend werden auch die Erträge in Höhe von € 75.077,91 und Aufwendungen in Höhe von € 84,56 aus dem verpfändeten Rückdeckungsvermögen mit den Zinsaufwendungen in Höhe von € 17.796,00 verrechnet.

31.12.2023
Erfüllungsbetrag der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 2.134.372,00 €
Beizulegender Zeitwert des angelegten Vermögens 1.544.232,42 €
Nettowert der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 590.139,58 €
Anschaffungskosten des bei der Baader Bank angelegten Vermögens 1.481.112,15 €

Der beizulegende Zeitwert des angelegten Vermögens entspricht dem Börsenwert zum Stichtag.

Die Ermittlung der Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläumszuwendungen erfolgen unter Anwendung versicherungsmathematischer Methoden. Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen umfasst die Aufwendungen für die Lohn- und Gehaltszahlungen an Mitarbeiter in der Freistellungsphase sowie Aufstockungsleistungen. Diese Rückstellungen werden entsprechend IDW-Stellungahme (IDW RS HFA 3) vom 19. Juni 2013 gebildet. Die voraussichtlich zu leistenden Beträge werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt und mit dem Barwert angesetzt. Altersteilzeitrückstellungen werden mit einem laufzeitäquivalenten Zinssatz von 0,59 % p.a. abgezinst. Die Abzinsung der Jubiläumsrückstellung erfolgt mit einem pauschalen Zinssatz von 1,74 % p.a.

Die Rückstellungen für Gewährleistungen werden pauschal in Höhe von 0,5 % der (gewährleistungspflichtigen) Umsatzerlöse der letzten zwei Jahre gebildet.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (Niederstwertprinzip) oder höher lagen (Höchstwertprinzip). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Geschäften in Fremdwährung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Angaben zum Anteilsbesitz

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Anteilsbesitz Name Sitz Eigenkapital zum 31.12. Jahresergebnis
Inland
25,10% ADZ Sensortechnik GmbH Dresden 8.271 T€ 1.570 T€
(2022) (2022)
24,00% AirMed PLUS GmbH Bochum 354 T€ -3,5 T€
(2022) (2022)
Ausland
100,00 % Hydrotechnik France SAS Créteil / Frankreich 194 T€ 88 T€
(2023) (2023)
100,00 % Hydrotechnik Italia S.r.l Saronno / Italien 203 T€ 83 T€
(2023) (2023)
89,93% Hydrotechnik USA Inc. Mars / USA -21 T€ 705 T€
(2022) (2022)
57,50 % Hydrotechnik Measurement Technology Co., Ltd. Shanghai / China 1.272 T€ 226 T€
(2023) (2023)

Das Eigenkapital und das Ergebnis des letzten Geschäftsjahres, für das ein Jahresabschluss in Fremdwährung vorliegt, werden zu Devisenkassamittelkursen am Abschlussstichtag umgerechnet.

3. Forderungen

Der Posten Forderungen gegen verbundene Unternehmen, mit denen ein Geschäftsverhältnis besteht, ist mit einem Betrag von € 3.371.431,32 (Vorjahr: € 2.692.786,56) mitzugehörig zu dem Posten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Restlaufzeiten der Forderungen betragen weniger als ein Jahr.

4. Aktive latente Steuern

Nach § 274 Abs. 1 HGB sind latente Steuern auf temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten zu bilden. Die latenten Steuern ergeben sich unter Anwendung eines für das Geschäftsjahr geltenden kombinierten Steuersatzes aus Körperschaftsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer von 28,78 %:

Aktive latente Steuern 31.12.2023
Guthaben bei Kreditinstituten 3.591,00 €
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 15.377,00 €
Rückstellungen für Pensionen und ähnlich Verpflichtungen 419.139,00 €
Sonstige Rückstellungen 48.762,00 €
Summe aktive latente Steuern 486.869,00 €
Passive latente Steuern 31.12.2023
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 28.280,00 €
Wertpapiere des Umlagevermögens 18.163,00 €
Summe passive latente Steuern 46.443,00 €

Die sich rechnerisch ergebende Steuerentlastung in Höhe von € 440.426,00 wurde nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB aktiviert.

5. Gewinnvortrag

Der Gewinnvortrag hat sich wie folgt entwickelt:

Vortrag zum 01.01.2023 12.129.533,91 €
Jahresüberschuss 2022 1.249.995,71 €
Gewinnausschüttung 2022 -799.999,68 €
Stand zum 31.12.2023 12.579.529,94 €

6. Ausschüttungsgesperrte Beträge

Für die Ausschüttung gesperrte Beträge i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB und § 253 Abs. 6 S. 2 HGB bestehen in Höhe von € 646.728,00. Davon entfallen auf die:

Aktivierung latenter Steuern 440.426,00 €
Unterschiedsbetrag aus dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen 39.983,00 €
480.409,00 €

Zum 31. Dezember 2023 besteht nach § 268 Abs. 8 HGB keine Ausschüttungssperre, da ausreichend frei verfügbare Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags vorhanden sind.

7. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von € 799.930,00 (Vorjahr: € 744.980,00) setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
Personalbezogene Rückstellungen 609.770,00 € 552.430,00 €
Rückstellung für Gewährleistung/Haftung 107.200,00 € 101.800,00 €
Jahresabschlusserstellung und -prüfung 41.560,00 € 38.050,00 €

8. Verbindlichkeitenspiegel

Die Restlaufzeiten und Besicherung der Verbindlichkeiten können folgendem Verbindlichkeitenspiegel entnommen werden:

Verbindlichkeiten zum 31.12.2023 Gesamt bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr über 5 Jahre davon besichert
T€(Vorjahr) T€ (Vorjahr) T€ (Vorjahr) T€ (Vorjahr) T€ (Vorjahr)
gegenüber Kreditinstituten 325 100 225 0 325
(425) (100) (325) (0) (425)
erhaltene Anzahlungen 33 33 0 0 0
(40) (40) (0) (0) (0)
aus Lieferungen und Leistungen 240 240 0 0 0
(616) (616) (0) (0) (0)
gegenüber Beteiligungsunternehmen 0 0 0 0 0
(19) (18) (1) (0) (0)
sonstige Verbindlichkeiten 1.398 1.120 278 0 0
(1.405) (1.405) (0) (0) (0)
Summe 1.996 1.493 503 0 325
(2.505) (2.179) (326) (0) (425)

Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie von Halbfabrikaten und Ware.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit Grundschulden besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 539.803,86 (Vorjahr € 504.532,71) ausgewiesen.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Erläuterung der periodenfremden Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von € 33.688,00 (Vorjahr: € 126.967,00) enthalten.

Diese resultieren im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (€ 22.960,00). Darüber hinaus handelt es sich um Ausbuchungen von Verbindlichkeiten aus L+G aus der Übernahme der HTe im Jahr 2016 (€ 5.737,90) sowie diverse Gutschriftausbuchungen aufgrund Verjährung des Anspruchs (€ 3.766,39).

2. Erläuterung der periodenfremden Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von € 10.971,17 (Vorjahr: € 79.115,00) enthalten.

Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um einen nachträglich aufgelösten ARAP aus dem Jahr 2022 (€ 3.767,40), die Ausbuchung von aus den Vorjahren stammenden sonstigen Forderungen (€ 2.304,29) sowie die Rückbuchung der Werbekosten von dem Konto geleisteten Anzahlung in den Aufwand (€ 1.040,00).

V. Sonstige Angaben

1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 127
Leitende Angestellte 1
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 128
Vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 107
Teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 11

2. Angaben zum Organ

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Karl Schaeff, Kaufmann (bis 10.05.2024)

Dr. phil., Dipl.-Ing. (FH) Harald Schaeff

Ruben Baumann (ab 31.07.2023)

Das Wahlrecht gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen § 285 Nr. 3a HGB

Verpflichtungen aus Leasingverträgen:

99.588,55 € mit Ablauf 2023
97.953,05 € mit Ablauf 2024
64.425,84 € mit Ablauf 2025

Es besteht ein Mietvertrag über Büroräume in Runkel-Ennerich mit einem monatlichen Mietzins inklusive Nebenkosten von insgesamt € 1.227,12.

4. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag gab es keine wesentlichen Ereignisse, die die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Hydrotechnik GmbH wesentlich beeinflussen.

5. Vorschlag über die Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, € 1.200.000,00 auszuschütten und den restlichen Jahresüberschuss in Höhe von € 1.130.679,36 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von € 12.579.529,94 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Limburg a. d. Lahn, den 16. Dezember 2024

Hydrotechnik Gesellschaft mit beschränkter Haftung

gez. Dr. Harald Schaeff

gez. Ruben Baumann

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die HYDROTECHNIK GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HYDROTECHNIK GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HYDROTECHNIK GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Idstein, den 16. Dezember 2024

P & P Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Torsten Weimar, Wirtschaftsprüfer

gez. Johannes Sturm, Wirtschaftsprüfer

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