Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Hydrotechnik Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Holzheimer Str. 94 - 96, 65549 Limburg a. d. Lahn, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Daniel Schlagheck seit 20.8.2025 | Prokura |
Ruben Baumann seit 31.7.2023 | Geschäftsführer |
Le Minh Truong seit 12.2.2019 | Prokura |
Harald Christian Dr. Schaeff seit 30.1.2003 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 70.00% | |
Felix Rothe | 30.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Hydrotechnik electronics GmbHAufgelöst | 100.00% |
| 25.10% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hydrotechnik Gesellschaft mit beschränkter HaftungLimburg a. d. LahnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024Inhalt I. Grundlagen des Unternehmens II. Wirtschaftsbericht III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht IV. Nichtfinanzielle Erklärung V. Angaben zur Beteiligungsstruktur VI. Erklärung zur Unternehmensführung I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die Hydrotechnik GmbH mit Sitz in Limburg an der Lahn ist ein führender Anbieter innovativer Messtechniklösungen für die Fluid- und Hydraulikindustrie. Seit ihrer Gründung im Jahr 1964 hat sich die Gesellschaft auf die Entwicklung, Produktion und den weltweiten Vertrieb von mobilen und stationären Systemen zur Messung, Analyse und Überwachung hydraulischer Prozesse spezialisiert. Zum Produktportfolio gehören unter anderem mechanische Messkupplungen, Sensoren, tragbare Messsysteme und Kalibriereinrichtungen. Ergänzt wird dieses Angebot durch eigens entwickelte Softwarelösungen für die Datenerfassung, Analyse und Fernüberwachung. Mit maßgeschneiderten Komplettlösungen unterstützt die Hydrotechnik Kunden aus dem Maschinen- und Anlagenbau, der Energietechnik, der Automobilindustrie, der Land- und Baumaschinentechnik sowie der Medizintechnik. Neben dem Hauptsitz in Limburg verfügt das Unternehmen über Tochtergesellschaften in den USA, China, Frankreich und Italien sowie ein Vertriebsbüro in Singapur. Ein internationales Netzwerk von Vertriebspartnern ermöglicht es, Kunden weltweit flexibel und serviceorientiert zu betreuen. Zum 31. Dezember 2024 beschäftigte die Hydrotechnik Gruppe rund 160 Mitarbeitende weltweit. 2. Forschung und Entwicklung Forschung und Entwicklung (F&E) bilden das Rückgrat der Innovationsstrategie der Hydrotechnik GmbH. Im Jahr 2024 lag der Schwerpunkt auf:
Ein besonderer Fokus lag auf der Erhöhung der Messgenauigkeit und der Verbesserung der Datensicherheit. Hydrotechnik beschäftigte 21 hochqualifizierte Mitarbeitende in diesem Bereich. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Jahr 2024 moderat positiv. In Deutschland sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,2 %. Nach einem Rückgang von 0,3 % in 2023, sank die deutsche Wirtschaft das zweite Jahr in Folge. Die Fluidtechnikbranche schrumpfte gemäß Angaben des VDMA um 8 %. Diese Entwicklung spiegelt die anhaltenden Herausforderungen in der Branche wider, darunter Investitionszurückhaltung, geopolitische Unsicherheiten und strukturelle Veränderungen im globalen Maschinenbau. Globale Unsicherheiten durch geopolitische Spannungen sowie eine volatile Rohstoffpreisentwicklung blieben bestehen, konnten die Branchenentwicklung jedoch nicht wesentlich beeinträchtigen. 2. Geschäftsverlauf Die Hydrotechnik GmbH konnte ihre positive Geschäftsentwicklung im Jahr 2024 fortsetzen. Der Umsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 5,0 % auf 24,7 Mio. €. Besondere Erfolge wurden erzielt in den Bereichen:
Durch gezielte Markterschließung in Nordamerika und Asien sowie verstärkte Aktivitäten im Bereich After-Sales-Services konnte die Marktposition weiter gestärkt werden. 3. VFE-Lage: Darstellung, Analyse, Beurteilung a) Ertragslage Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug im Jahr 2024 3,6 Mio. €. Das Jahresergebnis nach Steuern lag bei 3,2 Mio. €. Beide Kennzahlen verdeutlichen die hohe operative Ertragskraft der Hydrotechnik GmbH und spiegeln eine konsequent ertragsorientierte Unternehmenssteuerung wider. Das EBIT stellt eine zentrale finanzielle Steuerungsgröße dar, da es die Profitabilität des Kerngeschäfts unabhängig von Finanzierungseffekten abbildet. Das starke Jahresergebnis stärkt zudem das Eigenkapital und ermöglicht die weitere Finanzierung von Wachstums- und Innovationsvorhaben aus eigener Kraft. Maßgeblich für die positive Ergebnisentwicklung waren:
Trotz leicht gestiegener Materialkosten konnten die Margen stabil gehalten werden. Das Unternehmen steuert seine wirtschaftliche Entwicklung anhand folgender zentraler finanzieller Kennzahlen: EBIT, Umsatzwachstum und Auftragsbestand. Diese Kennzahlen werden regelmäßig durch die Geschäftsführung analysiert und dienen als Grundlage für strategische und operative Entscheidungen. b) Finanzlage Die Hydrotechnik GmbH verfügte zum Bilanzstichtag über eine komfortable Liquiditätsreserve von 4,65 Mio. €. Diese bildet eine wesentliche Grundlage für die finanzielle Unabhängigkeit des Unternehmens und ermöglicht die kurzfristige Bedienung aller bestehenden Verpflichtungen. Gleichzeitig schafft sie Spielraum für Investitionen in Forschung und Entwicklung, die Digitalisierung von Geschäftsprozessen sowie zur Absicherung gegen konjunkturelle Schwankungen. Die Liquiditätsreserve ist somit eine wichtige operative Steuerungsgröße im Rahmen der Finanzplanung. Die Eigenkapitalquote lag bei 82 % und unterstreicht damit die solide Vermögens- und Finanzstruktur der Hydrotechnik GmbH. Sie stellt eine zentrale Steuerungsgröße dar, um die langfristige finanzielle Stabilität sicherzustellen und unternehmerische Entscheidungen unabhängig von externen Kapitalgebern treffen zu können. Eine hohe Eigenkapitalquote stärkt zudem die Bonität des Unternehmens und bietet Handlungsspielraum für zukünftige Investitionen und Wachstumsinitiativen. Bestehende Bankverbindlichkeiten in Höhe von 225 T€ wurden planmäßig zurückgeführt. Dies spiegelt die kontinuierliche Stärkung der Innenfinanzierungskraft und den konservativen Finanzierungskurs der Hydrotechnik GmbH wider. Die planmäßige Tilgung unterstreicht die solide Liquiditätslage des Unternehmens und trägt zur weiteren Verbesserung der Eigenkapitalquote bei. Gleichzeitig reduziert sie die Abhängigkeit von externen Kapitalgebern und stärkt die finanzielle Flexibilität für zukünftige strategische Maßnahmen. Investitionen in Höhe von 1,78 Mio. € wurden hauptsächlich aus dem Cashflow finanziert und betrafen primär die Erweiterung der Fertigungskapazitäten sowie die Digitalisierung interner Prozesse. Die Finanzierung aus eigener Kraft verdeutlicht die hohe Innenfinanzierungskraft der Hydrotechnik GmbH und ermöglicht es dem Unternehmen, strategisch wichtige Zukunftsthemen unabhängig von externen Finanzierungsquellen umzusetzen. Damit wird sowohl die Wettbewerbsfähigkeit als auch die langfristige Effizienz der operativen Abläufe nachhaltig gestärkt. c) Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 28,2 Mio. €. Der Vorratsbestand stieg im Geschäftsjahr auf 9,1 Mio. €. Hintergrund dieser gezielten Erhöhung war insbesondere die Absicherung der Lieferfähigkeit bei kritischen Vorprodukten und Schlüsselkomponenten vor dem Hintergrund anhaltender Unsicherheiten in globalen Lieferketten. Die Maßnahmen dienen der Produktionssicherheit und der zuverlässigen Belieferung der Kunden auch in angespannten Beschaffungsphasen. Damit stellt der Aufbau des Vorratsbestands eine strategisch bewusste Entscheidung zur Stärkung der operativen Resilienz dar. d) Auftragsbestand Der Auftragsbestand erreichte zum Bilanzstichtag 5,2 Mio. €. Dies entspricht einer rechnerischen Auftragsreichweite von rund 2,5 Monaten bezogen auf den durchschnittlichen Monatsumsatz. Damit ist die Auslastung der Fertigungseinheiten zu Jahresbeginn 2025 solide abgesichert. Aufgrund des Rückgangs größerer Einzelprojekte liegt die Reichweite jedoch unter dem Niveau des Vorjahres. Das Unternehmen verstärkt daher gezielt die Akquisition mittelgroßer Aufträge und den Ausbau wiederkehrender Kundenbeziehungen, um die Planbarkeit der Kapazitätsauslastung zu erhöhen. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Die wesentlichen Risiken für die Geschäftsentwicklung im Jahr 2025 bestehen in:
Für das Jahr 2025 rechnet die Hydrotechnik GmbH mit einer temporär schwächeren Auftragslage im Bereich größerer Einzelprojekte. Mehrere Großprojekte, die ursprünglich für das Geschäftsjahr eingeplant waren, wurden seitens der Kunden verschoben oder bis auf Weiteres nicht beauftragt. Ursachen hierfür liegen in einer erhöhten Budgetzurückhaltung, geopolitischen Unsicherheiten sowie verlängerten Entscheidungsprozessen bei den Auftraggebern. Der daraus resultierende Projektwegfall wirkt sich im laufenden Jahr spürbar dämpfend auf Umsatz- und Ergebnisentwicklung aus. Die Gesellschaft begegnet dieser Entwicklung durch den gezielten Ausbau ihres Neukundengeschäfts, die Intensivierung der Zusammenarbeit mit kleinen und mittelgroßen Kunden sowie durch die strategische Erschließung zusätzlicher Absatzmärkte. 2. Chancenbericht Auf der Chancenseite bieten sich erhebliche Potenziale durch:
3. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2025 plante die Hydrotechnik GmbH ursprünglich ein Umsatzwachstum von 30 % ein. Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Situation bereits Ende 2024 war allerdings zu befürchten, dass diese Planung nicht erreicht werden würde. Aktuell gehen wir optimistisch davon aus, dass wir das Niveau des Vorjahres beibehalten können. Aufgrund der stetig steigenden Kosten - nicht zuletzt durch gestiegene Lohnkosten - dürfte das EBIT des Vorjahres voraussichtlich nicht vollständig erreicht werden können. Wachstumstreiber sind insbesondere Innovationen im Produktportfolio, Prozessoptimierung sowie die konsequente Weiterentwicklung des Dienstleistungsangebots. Diese positiven Impulse stehen jedoch im Spannungsfeld mit einer konjunkturellen Abschwächung und inflationsbedingten Kostensteigerungen. IV. Nichtfinanzielle Erklärung Die Hydrotechnik GmbH setzte im Jahr 2024 verschiedene Maßnahmen zur Steigerung der sozialen und unternehmerischen Nachhaltigkeit um. Das Unternehmen engagierte sich weiterhin regional in Bildungs- sowie Innovationsprojekten und fördert in enger Kooperation mit den Werkstätten Menschen mit Behinderung. V. Angaben zur Beteiligungsstruktur Die Beteiligungsverhältnisse der Hydrotechnik GmbH blieben im Jahr 2024 unverändert. Es bestanden keine übernahmerelevanten Ereignisse. VI. Erklärung zur Unternehmensführung Im Jahr 2024 trat Herr Karl Schaeff mit über 52 Jahren Betriebszugehörigkeit aus der Geschäftsführung der Hydrotechnik GmbH aus.
Limburg, den 2. Juni 2025
gez. Dr. Harald Schaeff gez. Ruben Baumann BILANZ zum 31. Dezember 2024AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024
Anhang für das Geschäftsjahr 2024I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den §§ 242 ff., 264 ff. des HGB und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Bei der Gesellschaft handelt es sich nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bei der Aufstellung wurden daher die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). 5. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bewertung des Vermögens basiert auf den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, beim Anlagevermögen vermindert um Abschreibungen. Entgeltlich erworbene immaterielle Wirtschaftsgüter werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear abgeschrieben, sofern diese der Abnutzung unterliegen. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.
Geringwertige Anlagegegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und es wird ihr Abgang unterstellt. Investitionszulagen und -zuschüsse mindern die Anschaffungs- und Herstellungskosten der entsprechenden Vermögensgegenstände und reduzieren damit die Abschreibungen der künftigen Perioden. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe des Unterschiedsbetrags zwischen den bisherigen Buchwerten und den beizulegenden Werten der betroffenen Vermögensgegenstände vorgenommen. Entfallen die Gründe der Wertminderung in den Folgejahren, so erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind mit den Einkaufspreisen, vermindert bzw. erhöht um Ab- und Zuschläge für Skonti bzw. Bezugsnebenkosten angesetzt. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten die Materialeinzelkosten und die Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten und der Fertigungsgemeinkosten bei normaler Auslastung der Produktionsanlagen. Darüber hinaus wird der Werteverzehr des Anlagevermögens, sofern dieser durch die Fertigung veranlasst ist, in den Herstellungskosten berücksichtigt. Soweit wegen Überalterung, Produktionseinstellung oder sonstiger eingeschränkter Gängigkeit ein niedrigerer Wert beizulegen ist, wird dieser angesetzt. Die Inventuraufnahme erfolgt mithilfe des Stichprobeninventurverfahrens. Forderungen werden mit dem Nominalwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Skontoabzüge und sonstige Risiken sind durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die sonstigen Vermögensgegenstände und die flüssigen Mittel werden zum Nominalwert bewertet. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben für zukünftige Geschäftsjahre. Vom Aktivierungswahlrecht wird nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB Gebrauch gemacht und aktive latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten in der Bilanz angesetzt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes von aktuell 28,78 %. Dieser setzt sich aus dem Körperschaftsteuersatz von 15 % zzgl. des Solidaritätszuschlags von 5,5 % und dem Gewerbesteuersatz von 12,95 % zusammen. Rückstellungen werden für alle ungewissen Verpflichtungen gebildet. Dabei werden alle Risiken berücksichtigt. Rückstellungen werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt und bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit einem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen laufzeitadäquaten Marktzinssatz abgezinst. Die bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, berücksichtigten zukünftigen Preis- und Kostensteigerungen orientieren sich an der Teuerungsrate. Die Pensionsrückstellungen werden nach der Projected-Unit-Credit-Methode unter der Verwendung der Heubeck-Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck ermittelt. Erwartete Gehaltssteigerungen werden mit 6,12 % alle drei Jahre und erwartete Rentensteigerungen mit 6,12 % alle drei Jahre berücksichtigt. Es wird keine Fluktuation berücksichtigt. Für die Abzinsung des Erfüllungsbetrags wird pauschal der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, verwendet. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Zinssatzes aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren beträgt zum Abschlussstichtag € - 29.692,00. Der Altersversorgungsaufwand setzt sich aus der Zinskomponente von € 621,00, der im Finanzergebnis innerhalb des Postens „Zinsen und ähnliche Aufwendungen“, und dem Dienstzeitaufwand von € 116.722,00, der im Personalaufwand ausgewiesen wird, zusammen. Das zum Zwecke der Sicherung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen verpfändete Rückdeckungsvermögen mit einem Zeitwert zum Bilanzstichtag von € 1.604.402,19 und den Anschaffungskosten von € 1.542.999,40 wird nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen in Höhe von € 2.251.715,00 verrechnet. Entsprechend werden auch die Erträge in Höhe von € 53.520,07 und Aufwendungen in Höhe von € 5.889,61 aus dem verpfändeten Rückdeckungsvermögen mit den Zinsaufwendungen in Höhe von € 621,00 verrechnet.
Der beizulegende Zeitwert des angelegten Vermögens entspricht dem Börsenwert zum Stichtag. Die Ermittlung der Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläumszuwendungen erfolgen unter Anwendung versicherungsmathematischer Methoden. Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen umfasst die Aufwendungen für die Lohn- und Gehaltszahlungen an Mitarbeiter in der Freistellungsphase sowie Aufstockungsleistungen. Diese Rückstellungen werden entsprechend IDW-Stellungahme (IDW RS HFA 3) vom 19. Juni 2013 gebildet. Die voraussichtlich zu leistenden Beträge werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt und mit dem Barwert angesetzt. Altersteilzeitrückstellungen werden mit einem laufzeitäquivalenten Zinssatz von 1,03 % p.a. abgezinst. Die Abzinsung der Jubiläumsrückstellung erfolgt mit einem pauschalen Zinssatz von 1,96 % p.a. Die Rückstellungen für Gewährleistungen werden pauschal in Höhe von 0,5 % der (gewährleistungspflichtigen) Umsatzerlöse der letzten zwei Jahre gebildet. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (Niederstwertprinzip) oder höher lagen (Höchstwertprinzip). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Geschäften in Fremdwährung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten „sonstige betriebliche Erträge“ bzw. „sonstige betriebliche Aufwendungen“ ausgewiesen. 6. Erläuterungen zur Bilanz 1. Angaben zum Anteilsbesitz Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
Das Eigenkapital und das Ergebnis des letzten Geschäftsjahres, für das ein Jahresabschluss in Fremdwährung vorliegt, werden zu Devisenkassamittelkursen am Abschlussstichtag umgerechnet. 2. Forderungen Der Posten Forderungen gegen verbundene Unternehmen, mit denen ein Geschäftsverhältnis besteht, ist mit einem Betrag von € 2.722.159,42 (Vorjahr: € 3.371.431,32) mitzugehörig zu dem Posten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Restlaufzeiten der Forderungen betragen weniger als ein Jahr. 3. Aktive latente Steuern Nach § 274 Abs. 1 HGB sind latente Steuern auf temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten zu bilden. Die latenten Steuern ergeben sich unter Anwendung eines für das Geschäftsjahr geltenden kombinierten Steuersatzes aus Körperschaftsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer von 28,78 %:
Die sich rechnerisch ergebende Steuerentlastung in Höhe von € 351.624,00 wurde nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB aktiviert. 4. Gewinnvortrag Der Gewinnvortrag hat sich wie folgt entwickelt:
5. Ausschüttungsgesperrte Beträge Für die Ausschüttung gesperrte Beträge i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB und § 253 Abs. 6 S. 2 HGB bestehen in Höhe von € 351.624,00. Davon entfallen auf die:
Zum 31. Dezember 2024 besteht nach § 268 Abs. 8 HGB keine Ausschüttungssperre, da ausreichend frei verfügbare Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags vorhanden sind. 6. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von € 1.401.618,50 (Vorjahr: € 839.680,00) setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:
7. Verbindlichkeitenspiegel Die Restlaufzeiten und Besicherung der Verbindlichkeiten können folgendem Verbindlichkeitenspiegel entnommen werden:
Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Halbfabrikaten und Ware. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit Grundschulden besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 455.409,21 (Vorjahr € 539.803,86) ausgewiesen. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Erläuterung der periodenfremden Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von € 55.683,00 (Vorjahr: € 33.688,00) enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (€ 24.410,00). Darüber hinaus handelt es sich um die Einbuchung einer Umsatzprovision des Beteiligungsunternehmens ADZ Nagano GmbH (€ 21.217,86), sowie die Ausbuchung einer Lieferanten-Doppelzahlung (€ 4.398,56). 2. Erläuterung der periodenfremden Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von € 25.369,57 (Vorjahr: € 10.971,17) enthalten. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um die Ausbuchung von EB-Werten der Verbindlichkeiten aus Personal (€ 22.112,01). V. Sonstige Angaben 1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
2. Angaben zum Organ Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Karl Schaeff, Kaufmann (bis 10.05.2024) Dr. phil., Dipl.-Ing. (FH) Harald Schaeff Ruben Baumann Das Wahlrecht gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen § 285 Nr. 3a HGB Verpflichtungen aus Leasingverträgen:
Es besteht ein Mietvertrag über Büroräume in Runkel-Ennerich mit einem monatlichen Mietzins inklusive Nebenkosten von insgesamt € 1.227,12. 4. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag gab es keine wesentlichen Ereignisse, die die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Hydrotechnik GmbH wesentlich beeinflussen. 5. Vorschlag über die ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von € 3.076.985,43 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von € 14.910.209,30 auf neue Rechnung vorzutragen.
Limburg a. d. Lahn, den 2. Juni 2025 Hydrotechnik Gesellschaft mit beschränkter Haftung Geschäftsführung gez. Dr. Harald Schaeff gez. Ruben Baumann "BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die HYDROTECHNIK GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der HYDROTECHNIK GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HYDROTECHNIK GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Idstein, den 2. Juni 2025 P & P Treuhand GmbH gez. Johannes Sturm, Wirtschaftsprüfer gez. Dorothee Becker, Wirtschaftsprüferin |
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