Stammdaten

Register
Amtsgericht Aachen HRB 13990
Eingetragen
27.12.2006
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Produktion und der Vertrieb von Medizinprodukten bzw. von Verfahren zu deren Veredelung. Darüber hinaus kann die Gesellschaft auch Entwickler, Hersteller oder Vertreiber von solchen Produkten oder Verfahren beraten. Die Gesellschaft ist zur Vornahme aller Handlungen und Maßnahmen berechtigt, die unmittelbar oder mittelbar zur Förderung des vorstehenden Unternehmensgegenstandes geeignet sind. Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen zu errichten, andere ihr ähnliche Unternehmen zu erwerben oder sich an solchen zu beteiligen.

Historie

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Management

NameRolle
Angela Crueger
seit 11.12.2025
Vorstandsmitglied
Henning Lübben
seit 3.2.2025
Vorstandsmitglied

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hemoteq AG

Würselen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

1 Geschäft und Rahmenbedingungen

1.1 UNTERNEHMENSÜBERBLICK

Die Hemoteq AG ("Hemoteq") ist ein führender europäischer Spezialist im Markt für biokompatible und wirkstofffreisetzende Oberflächen von Medizinprodukten. Zum Produkt- und Serviceportfolio gehören die Entwicklung, Zulassung, einschließlich Serienfertigung, von medizintechnischen Beschichtungen. Der Schwerpunkt liegt im Bereich wirkstofffreisetzende Beschichtungen für medizintechnische Kombinationsprodukte sowie hydrophile Gleitbeschichtungen für verschiedenste medizinische Produkte.

Das Unternehmen versteht sich als zukunftsorientiertes Unternehmen in der Medizintechnik und hat ein Qualitätsmanagementsystem gem. EN ISO 13485:2016 eingerichtet.

Die Gesellschaft hält seit dem 10. Oktober 2013 eine Kommanditbeteiligung an der Blaesus Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz (Blaesus). Hemoteq ist zu 94% am Kapital der Gesellschaft beteiligt. Die Blaesus ist Eigentümerin der von Hemoteq gemieteten Betriebsgrundstücke. Es bestehen keine weiteren Beteiligungsverhältnisse.

Die Freudenberg Medical Europe GmbH (Freudenberg Medical) hält 87,485% der Anteile der Hemoteq AG. Die verbleibenden 12,515% der Anteile werden von Herrn Dr. Michael Hoffmann gehalten. Der Gründer der Gesellschaft, Dr. Michael Hoffmann, bildete auch 2019 gemeinsam mit dem Finanzvorstand der Gesellschaft, Dr. Peter Sieb, die Geschäftsleitung des Unternehmens.

Freudenberg Medical ist ein weltweit führender Hersteller von Komponenten für medizintechnische Geräte, komplexen Kathetersystemen für minimal-invasive Eingriffe und Komplettlösungen für die Biotechnologie, Gesundheits- und pharmazeutische Industrie. Die Freudenberg Medical mit Standorten in Asien, USA, Zentralamerika und Europa beschäftige Ende 2018 1.523 Mitarbeiter und erzielte im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 169,1 Mio. Euro. Freudenberg Medical ist Teil der Freudenberg Gruppe, Weinheim (Deutschland). Die Freudenberg Gruppe ist ein globales Technologieunternehmen und in mehr als 30 Marksegmenten aktiv. Dazu zählen insbesondere Dichtungen, schwingungstechnische Komponenten, Vliesstoffe, Filter, Spezialchemie, medizintechnische Produkte und modernste Reinigungsprodukte. Im Jahr 2018 beschäftigte die Freudenberg Gruppe im Jahresdurchschnitt mehr als 48.000 Mitarbeiter in rund 60 Ländern und erzielte einen Umsatz von rd. 9,46 Mrd. Euro.

Der Vorstand erklärt, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und anderen Maßnahmen im Geschäftsjahr nach den Umständen, die im Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, jeweils eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden ist.

1.2 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE SITUATION

Die Hemoteq AG ist durch die internationale Kundenstruktur insbesondere in Europa, USA und Asien geschäftlich tätig. Die Entwicklung der Weltwirtschaft hat daher grundsätzliche Bedeutung für die Geschäftsentwicklung und wird von der Gesellschaft beobachtet.

Die Dynamik der Weltwirtschaft hat im Berichtsjahr insgesamt an Fahrt verloren. Im Geschäftsjahr 2019 erzielte die Weltwirtschaft lediglich einen Zuwachs von ca. 2,9 Prozent. Für 2020 folgen wir der Prognose des IWFs, der eine Stabilisierung der Wachstumsrate bei 3,3 Prozent sieht.

Analog zur Entwicklung der Weltwirtschaft hat sich die Konjunktur in Deutschland zuletzt in einer sich abschwächenden Dynamik gezeigt. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im Jahr 2019 um 0,6%. Trotz nachlassenden Wachstums ist die Erwerbstätigkeit in Deutschland auf einem Höchststand. Die Suche nach Mitarbeitern ist auf allen Ebenen weiterhin herausfordernd. Wir erwarten keine merkliche Entspannung des Arbeitsmarktes und in der Folge mit einem weiteren Anstieg der Lohn- und Gehaltskosten.

1.3 Markt- und Branchenumfeld

Die Medizintechnikindustrie ist in den letzten Jahren weitergewachsen und ist 2018 mit ca. 198.000 Beschäftigten und 11.600 Unternehmen ein wichtiger Wirtschaftsbereich in Deutschland.

Der Gesamtumsatz der deutschen Industrie für Medizintechnik wuchs 2018 auf 32,73 Mrd. EUR. Der Exportanteil liegt bei rund 65% und dokumentiert die nach wie vor unverändert hohe Verflechtung der Unternehmen trotz überwiegend mittelständisch geprägter Struktur.

Die zusätzlichen Anforderungen durch die neue europäische Verordnung für Medizinprodukte werden als hohe Belastung für kleine und mittelständische Unternehmen wahrgenommen. Die Gesellschaft sieht sich diesen Herausforderungen gegenüber gut aufgestellt.

1.4 GESCHÄFTSENTWICKLUNG UND ERTRAGSLAGE

Im Geschäftsjahr 2019 gingen die Erlöse aus der Herstellung von Serienproduktion deutlich zurück. Auch die Entwicklung steuerte im Berichtsjahr einen geringeren Umsatz als in den Vorjahren bei. Jedoch konnten neue Entwicklungsprojekte initialisiert werden, die in den kommenden Jahren zu einer positiven Umsatzdynamik führen sollten.

Die Gesellschaft verzeichnete 2019 einen Rückgang der Gesamtleistung um TEUR 1.253 auf TEUR 15.107. Vor dem Hintergrund der Stärkung indirekter Unternehmensbereiche haben sich die betrieblichen Aufwendungen weiter erhöht; zudem wurde das Ergebnis durch Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 3.702 belastet. Im Geschäftsjahr wurde daher ein um TEUR 4.897 geringeres Ergebnis vor Steuern erzielt.

Der betriebliche Rohertrag ist im Jahr 2019 um TEUR -789 (-5%) auf TEUR 14.921 gesunken. Der Rückgang des betrieblichen Rohertrags ist im Wesentlichen auf einen Rückgang der Gesamtleistung (TEUR 1.253) zurück zu führen. Positiv wirkt wiederum ein Anstieg der sonstigen Erträge (TEUR 276).

Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen bewegen sich mit TEUR 4.111 unter Vorjahresniveau. Den gesunkenen Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 80 sowie geringeren Aufwendungen für die Patentverwaltung (TEUR 203) stehen höhere planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 28 sowie höhere Aufwendungen für Verbrauchsmaterialien (TEUR 17) gegenüber.

Die Personalaufwendungen sind im Jahr 2019 um TEUR 664 (+8,5%) auf TEUR 8.546 gestiegen und spiegeln weitgehend den Anstieg des Produktionspersonals in Erwartung weiterer Volumensteigerungen sowie den Ausbau des Qualitätsmanagements und des Engineerings wider.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr um TEUR 3.465 auf TEUR 7.538 gestiegen. Ursache für den Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind vor allem höhere Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferung und Leistung (TEUR 3.365); gestiegenen Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltung (TEUR 118) stehen geringere Werbe- und Reisekosten (TEUR 81) und geringere Kosten der Warenabgabe gegenüber (TEUR 17).

Die planmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen haben sich im Jahr 2019 um TEUR 7 auf TEUR 848 erhöht. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Abschreibung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände um TEUR 11. Der Posten der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurde in Vorjahren aufgebaut und seit dem Geschäftsjahr 2017 planmäßig abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Sachanlagen reduzierten sich 2019 planmäßig um TEUR 4.

Das Ergebnis vor Steuern reduzierte sich im Berichtsjahr um TEUR 4.897 auf TEUR -2.012 und resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Gesamtleistung um TEUR 1.253, dem Anstieg der Personalkosten um TEUR 664 sowie den Veränderungen der Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferung und Leistung in Höhe von TEUR 3.458.

Im laufenden Geschäftsjahr waren durchschnittlich 165 Mitarbeiter beschäftigt, was einen Anstieg von 17 Mitarbeitern bedeutet.

2 Finanz- und Vermögenslage

2.1 FINANZLAGE

Die Gesellschaft ist seit dem 01.11.2015 in den Cash Pool der Freudenberg Gruppe eingebunden. Zum Bilanzstichtag bestehen Guthaben aus der Nutzung des Cash Pools in Höhe von TEUR 311.

Die liquiden Mittel der Gesellschaft bei fremden Kreditinstituten betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 85.

Die Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen betrugen TEUR 885.

Im Geschäftsjahr erfolgte die Zahlung einer Dividende an die Aktionäre in Höhe von TEUR 959.

2.2 VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme verringere sich zum 31. Dezember 2019 um TEUR 4.474 auf TEUR 13.515.

Die Nettobuchwerte der immateriellen Vermögensgegenstände erhöhten sich nach Abzug der Abschreibungen um TEUR 10 auf TEUR 2.889. Bei den selbstgeschaffenen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um Ergebnisse einer klinischen Studie zum Nachweis der klinischen Performance einer Produktgruppe. Den künftigen Abschreibungen stehen Lizenzerträge und Herstellungserlöse aus getroffenen Vereinbarungen gegenüber.

Die Nettobuchwerte der Sachanlagen reduzieren sich nach Abzug der Abschreibungen um TEUR 48 auf TEUR 4.150.

Das Vorratsvermögen besteht aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie zu Herstellungskosten bewerteten Vorräten an fertigen Erzeugnissen. Die Verringerung des Vorratsvermögens um TEUR 224 auf TEUR 1.116 zum Bilanzstichtag resultiert im Wesentlichen aus der Reduktion des Bestandes an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen in Höhe von TEUR 138.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zum Bilanzstichtag um TEUR 5.360 auf TEUR 2.075 reduziert. Dieser Rückgang geht im Wesentlich auf die Bildung von Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 3.457 zurück.

Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um TEUR 556 auf TEUR 1.331 und beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Umsatzsteuer, Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer.

Das Eigenkapital ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.308 auf TEUR 11.603 gesunken. Die Eigenkapitalquote beträgt 85,8% (Vorjahr 77,3%).

Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Urlaubs- und Überstundenansprüche, Prämienzahlungen und sonstige Rückstellungen.

2.3 FINANZSTRATEGIE

Ziel des Finanzmanagements ist u.a. die stetige Verbesserung der Profitabilität sowie der Liquiditätssituation. Hierzu sollen ein nachhaltiges Kostenmanagement, zielgerichtete Investitionen sowie eine kontinuierliche Verbesserung des Working Capital einen Beitrag leisten.

3 Chancen- und Risikobericht

3.1 RISIKOMANAGEMENT

Als international tätiges Unternehmen wird Hemoteq mit zahlreichen Risiken konfrontiert, die erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können.

In Übereinstimmung mit branchenüblichen Standards und gesetzlichen Bestimmungen hat die Gesellschaft ein Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet, um potentielle Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen. Das Risikomanagement ist fester Bestandteil des im Unternehmen verankerten QM-Systems nach DIN ISO 13485 und schließt alle Fachbereiche des Unternehmens ein.

Die Unternehmensleitung wird laufend über die Vorgänge im Hause durch unterschiedliche Instrumente informiert. Wesentliche Basis für die Sicherstellung des fortlaufenden Risikoreportings ist die Sitzung des Managementboards bzw. das regelmäßige Management Review, an dem alle Führungskräfte der einzelnen Fachbereiche teilnehmen und die Funktion des Risikocontrollings und der Risikosteuerung wahrnehmen.

3.2. MARKTRISIKEN UND -CHANCEN

Das unternehmerische Umfeld der Gesellschaft wird von kontinuierlich steigenden Anforderungen an die Risikoanalyse und Risikobewertungen der Produkte geprägt.

Die zukünftigen Marktchancen der Gesellschaft stehen in direkter Beziehung zu der Fähigkeit des Unternehmens, innovative Produkte zu entwickeln. Gleichzeitig unterliegt die Gesellschaft damit auch den branchentypischen Risiken, die mit der Erforschung und Entwicklung neuartiger Verfahren und Produkte einhergehen. Nicht zuletzt können sich Forschungs- und Entwicklungsprogramme in jeder Phase verzögern oder abgebrochen werden. Weitere Risiken erwachsen aus der Verschlechterung der Verfügbarkeit von Ausgangsstoffen, erhöhten Ausschussquoten sowie geringeren Deckungsbeiträge aufgrund von Preisentwicklungen am Absatz- und Beschaffungsmarkt. Zuletzt können Entwicklungen im öffentlichen und privaten Gesundheitsmarkt, global wie regional, wesentliche Auswirkungen auf den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft haben.

Die Gesellschaft beobachtet fortlaufend die Markt- und Wettbewerbsentwicklung und nimmt zu diesem Zweck an Fachkongressen teil.

Weitere Instrumente zur Vermeidung von Produktrisiken sind insbesondere die Anwendung einheitlicher und im QM-System dokumentierte Vorgaben für die Produktentwicklung.

Insbesondere eine verstärkte Ausbreitung der Coronavirus-Epidemie kann sich auf die deutsche Konjunktur und auch auf das Geschäft der Gesellschaft negativ auswirken. Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2), welches die Atemwegserkrankung COVID-19 auslösen kann, hat sich inzwischen weltweit ausgebreitet. Aus dem Ausbruch des Coronavirus können sich gesamtwirtschaftliche Risiken ergeben, die zu signifikanten Rückgängen des Wirtschaftswachstums führen können. Eine Beurteilung des Ausmaßes und der Dauer der Auswirkungen des Coronavirus auf die europäische Wirtschaft und unser Geschäft ist aus heutiger Sicht nicht abschließend möglich.

3.3 RISIKEN DER OPERATIVEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Für die Herstellung der Produkte wichtige Lieferanten werden nach den Vorschriften des Qualitätsmanagements überwacht und regelmäßig überprüft.

Die laufende Zertifizierung nach DIN ISO 13485 Annex 2 dokumentiert den hohen Anspruch an unsere Produkte und ist wichtiger Bestandteil zur Sicherstellung der hohen Qualitätsstandards im Unternehmen.

Ein effizientes Projektmanagement ist Grundlage für eine erfolgreiche Forschung und Entwicklung. Das Projektmanagement ist im QM-System fest definiert. Projekte werden detailliert geplant und der Fortschritt in allen Phasen der Entwicklung bis zur Überführung in die Produktion unter Beachtung des QM-System koordiniert und überwacht.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Qualitätsmängeln bewerten wir aufgrund der intensiven Einbindung aller Fachbereiche in eine qualitätsorientierte Handlungsweise als gering. Gleichwohl erkennen wir aufgrund des Einsatzbereiches unserer Produkte das Risiko aus möglichen Qualitätsmängeln, sehen uns aber in unserer Rolle als Zulieferer und Hersteller im Sinne des Medizinproduktegesetzes angemessen abgesichert.

Weiterhin hat die Corona-Epidemie auf verschiedenen Ebenen Einfluss auf die Medizintechnikbranche im Ganzen wie auf die Gesellschaft im Besonderen.

Auf operativer Ebene besteht das Risiko einer Ausbreitung von Covid-19 unter den Mitarbeitern der Gesellschaft. Die Gesellschaft hat diesbezüglich frühzeitig eine Vielzahl von Hygiene- und Distanzierungsmaßnahmen umgesetzt, um einen etwaigen Ausbruch von Covid-19 in der Belegschaft einzugrenzen bzw. gänzlich zu verhindern. Bislang greifen die umgesetzten Maßnahmen, es sind keine Infektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus festgestellt worden.

Markseitig zeichnet sich eine Vielzahl von Effekten der Corona-Pandemie ab. Weltweit werden planbare bzw. elektive Eingriffe verschoben, um Krankenhauskapazitäten für die Behandlung von Covid-19-Patienten zu reservieren. Dabei ist davon auszugehen, dass der überwiegende Anteil der auf diese Weise verschobenen Operationen zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Kurzfristig reduziert dieser Umstand jedoch die Nachfrage nach entsprechenden Medizintechnikprodukten, insbesondere auch die Nachfrage nach Serienprodukten der Gesellschaft.

Die Gesellschaft tritt dieser kurzfristigen Reduktion der Marktnachfrage mit einer über die Wertschöpfungskette hinweg abgestimmten Glättung der Produktion entgegen. Für den zu erwartenden Nachfrageanstieg nach der akuten Pandemiephase werden sowohl bei den Kunden als auch bei der Gesellschaft entsprechende Bestände an Halb- und Fertigerzeugnissen aufgebaut.

Darüber hinaus führt die Pandemie bzw. der hieraus resultierende Lockdown vereinzelt zu Verzögerungen und Produktionsausfällen entlang der Wertschöpfungskette. Gleichermaßen stehen aus wirtschaftlichen wie lockdown-bedingten Gründen Verzögerungen bei der Zulassung von Serienprodukten und der Initiierung neuer Entwicklungsprojekte im Raum. Auf die Verzögerungen im Bereich der Serienproduktion hat sich die Gesellschaft bereits frühzeitig mit einer sehr vorsichtigen Personalplanung vorbereitet. Im Entwicklungsbereich reagiert die Gesellschaft mit einer Reallokation von Ressourcen auf bestehende interne wie externe Projekte.

Durch die konjunkturelle Eintrübung erhöht sich das Risiko von Forderungsausfällen und verspäteten Zahlungen. Die Gesellschaft verfolgt hier ein engmaschiges Monitoring der Kundenbonität, eine restriktive Handhabung von Zahlungsbedingungen und einen kontinuierlichen Austausch mit seinen Partnern und Kunden.

Insgesamt ist davon auszugehen, dass die Pandemie einen negativen Effekt auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben wird.

3.4 PERSONELLE RISIKEN

Der unternehmerische Erfolg ist abhängig vom Einsatz und der Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Risiken bestehen, soweit qualifizierte Mitarbeiter das Unternehmen verlassen und den Anforderungen entsprechender Ersatz nicht innerhalb angemessener Zeit beschafft werden kann. Gleichzeitig bestehen Risiken in der Geschäftsentwicklung, sollte zusätzliches qualifiziertes Personal nicht oder nur verspätet beschafft werden können.

Die Kompetenzen unserer Mitarbeiter ist ein zentraler Baustein des Unternehmenserfolgs. Die Anforderungen an die Mitarbeiter werden laufend geprüft, die notwendigen Unternehmensfunktionen in einer Kompetenzmatrix dokumentiert.

3.5 Risiken in Bezug auf Schutzrechte und Patente

Der umfassende patentrechtliche Schutz aller wichtigen Technologien und Produkte sowie die Fähigkeit, diese Rechte gegenüber eventuellen Ansprüchen Dritter erfolgreich zu verteidigen, sind Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft. Die Patentabteilung arbeitet mit international erfahrenen Patentanwälten zusammen und überwacht in Zusammenarbeit mit internationalen Experten mögliche Risiken aus der Verletzung von Schutzrechten.

Im Februar 2015 wurde die Gesellschaft außergerichtlich aufgefordert, ein in Europa und ein in den USA erteiltes Patent aufgrund einer behaupteten früheren Erfindung durch den Antragsteller auf diesen zu übertragen. Eine Vindikationsklage wurde der Gesellschaft im April 2015 zugestellt. Das Verfahren wurde 2017 fortgesetzt und am 19.12.2017 in erster Instanz entschieden. Die Klage wurde abgewiesen. Gegen dieses Urteil legte die Klägerin am 20.01.2018 Berufung ein. Das Berufungsverfahren ist zum 31.12.2019 schwebend.

Wir erwarten bezüglich dieses Verfahrens keine bestandsgefährdenden Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

3.6 FINANZIELLE UND RECHTLICHE RISIKEN

Als international tätiges Unternehmen unterliegt die Gesellschaft finanzwirtschaftlichen Risiken, die einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten. Hierzu gehören Währungs-, Zinsänderungs-, Kredit- und Rohstoffpreisänderungsrisiken. Zudem unterliegt die Gesellschaft Risiken aufgrund von Preisänderungen oder Zahlungsausfällen.

Die Gesellschaft geht im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit kontinuierlich vertragliche Verpflichtungen oder Zusagen gegenüber Dritten ein, die sich über die Zeit ändern können, über längere Zeit erfüllt werden müssen oder infolge unvorhergesehener Ereignisse nicht eingehalten werden können.

Zuletzt ist die Gesellschaft Produkthaftungsrisiken, Gewährleistungsrisiken sowie Risiken aus den Bereichen Wettbewerbsrecht, Antikorruptionsvorschriften, Exportkontrolle, Steuer- und Abgaben- rechts sowie Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz ausgesetzt. Diesen Risiken begegnet die Gesellschaft mit einem zertifizierten Qualitätsmanagementsystem und regelmäßigen Schulungen der Mitarbeiter. Ergänzt wird das Instrumentarium um einen branchenüblichen Versicherungsschutz.

Nach Einschätzung des Vorstandes sind aufgrund der bekannten Informationen keine bestandsgefährdenden rechtlichen Risiken für die Gesellschaft erkennbar.

3.7 GESAMTRISIKOSITUATION

Eine Gefährdung des Fortbestands der Gesellschaft ist aufgrund der bekannten Informationen nicht erkennbar.

4 Prognosebericht

Dieser Abschnitt enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die von der Gesellschaft aufgrund ihrer derzeitigen Erwartungen und Einschätzungen getroffen werden. Die tatsächlichen Ergebnisse und Ereignisse können wesentlich von den auf die Zukunft gerichteten Angaben abweichen.

4.1 ENTWICKLUNG DER WIRTSCHAFT UND DER MEDIZINTECHNIKBRANCHE

Wir erwarten, dass sich die Medizintechnikbranche ungeachtet der Dämpfung der wirtschaftlichen Dynamik weiterhin positiv entwickelt. Dazu beitragen werden insbesondere die Entwicklungen von neuen, innovativen Produkten, die demographische Entwicklung sowie auch ein verbesserter Zugang zu hochwertiger medizinischer Versorgung in Schwellenländern.

Gleichzeitig sehen wir erheblichen Kostendruck im Gesundheitssystem, die die Nachfrage nach kostengünstigen Produkten antreiben aber auch Gewinnrückgänge verursachen können. Der Entwicklung von neuen, innovativen Produkten kommt daher in Zukunft eine weiter steigende Bedeutung zu.

Weitere Risiken sehen wir in der Entwicklung der Rohstoffpreise und der Lohnkosten aufgrund der Beschäftigungslage. Die gestiegenen Anforderungen im Zulassungsprozess verursachen zusätzlichen Aufwand für die Unternehmen, stellen aber auch Markteintrittsbarrieren für Wettbewerber dar.

4.2 UNTERNEHMENSSTRATEGIE

Die kontinuierliche Entwicklung hochwertiger und innovativer Medizintechniklösungen mit anspruchsvollen Qualitätsstandards steht im Kern der Unternehmensstrategie. Hemoteq begleitet dabei die komplette Entwicklungsphase, unterstützt durch wertvolle Expertise im Bereich der Zulassung und bietet hochwertige Produktionskapazitäten für die Beschichtungen der Produkte. Die Aufrechterhaltung der Zertifizierung nach DIN EN ISO 13485 einschließlich MDD Annex II spielt dabei eine besondere Rolle.

Die Beurteilung des Ausmaßes und der Dauer der Auswirkungen des Coronavirus auf das Geschäft der Gesellschaft ist aus heutiger Sicht nicht abschließend quantitativ möglich, so dass aktuell keine detailliert bezifferbare Prognose für das Jahr 2020 erstellt werden kann.

4.3 ERGEBNISPROGNOSE

2019 war geprägt durch intensive Arbeiten im Bereich Forschung- und Entwicklung sowie einer mindestens kurzfristig veränderten Nachfragestruktur mit entsprechend nachteiligen Effekten auf die kontinuierliche Auslastung der Produktionskapazitäten.

In Erwartung wieder steigender Produktionsvolumina gehen wir bei den Personalaufwendungen von einem Ausbau unserer Kapazitäten aus. Für das Geschäftsjahr 2020 sind insbesondere Neueinstellungen für die Bereiche Produktion sowie Forschung- und Entwicklung geplant. Wir erwarten, dass sich die Anzahl der im Jahr 2020 durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiteranzahl bei 167 stabilisiert.

Die fixen Kosten werden im Wesentlichen geprägt durch die vorhandene Infrastruktur. Ein weiterer Ausbau der vorhandenen Produktions- und Verwaltungsgebäude ist im Geschäftsjahr 2020 nicht geplant.

Im Bereich Forschung- und Entwicklungen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr neue und bestehende Entwicklungsprojekte auf den Weg gebracht, die 2020 erfolgreich fortgesetzt werden.

In Abhängigkeit der Zielerreichung der langfristigen Entwicklungsprojekte sowie dem Erfolg neu zugelassener Produkte sehen wir eine gute Grundlage, das Ergebnis vor Steuern im Jahr 2020 auf einen Wert im Korridor zwischen TEUR 2.500 und TEUR 3.000 zu steigern.

 

Würselen, den 22. Mai 2020

Dr. Michael Hoffmann, Vorstandsvorsitzender

Dr. Peter Sieb, Finanzvorstand

Bilanz zum 31. Dezember 2019

AKTIVA

31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte in Entwicklung 2.807.476,00 2.850
2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 81.574,00 29
2.889.050,00 2.879
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.548.620,00 2.595
2. technische Anlagen und Maschinen 1.160.020,00 1.195
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 322.904,00 318
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 117.957,52 90
4.149.501,52 4.198
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 4.700,00 5
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 612.837,80 494
617.537,80 499
7.656.089,32 7.576
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 858.688,54 996
2. fertige Erzeugnisse und Waren 257.253,00 344
1.115.941,54 1.340
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.075.487,55 7.435
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.002.312,07 728
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.330.628,19 775
4.408.427,81 8.938
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 84.812,34 29
5.609.181,69 10.307
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 53.128,99 106
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 197.013,27 0
13.515.413,27 17.989

PASSIVA

31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 4.795.000,00 4.795
II. Kapitalrücklage 698.505,00 699
III. Gewinnrücklage 2.091.491,90 2.091
IV. Bilanzgewinn (+) / Bilanzverlust (-) 4.017.885,16 6.326
11.602.882,06 13.911
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 0,00 77
2. sonstige Rückstellungen 1.113.256,40 751
1.113.256,40 828
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 161.286,32 179
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 498.731,44 2.014
3. sonstige Verbindlichkeiten 139.257,05 115
- davon aus Steuern EUR 107.298,71 (i.V. TEUR 105)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 8.513,93 (i.V. TEUR 9))
799.274,81 2.308
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 0,00 942
13.515.413,27 17.989

Gewinn- und Verlustrechnung für 2019

2019 2018
EUR TEUR
1. Rohergebnis 14.920.915,36 15.710
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.103.026,23 6.649
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.442.508,19 1.233
davon für Altersversorgung EUR 147.124,13 (Vj. TEUR 128)
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 848.200,18 851
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 1.396,45 0
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.538.079,64 4.073
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 55.560,96 (Vj. TEUR 66)
16.933.210,69 12.806
5. Erträge aus Beteiligungen 250,00 0
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 250,00 (Vj. TEUR 0)
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.095,32 7
davon an verbundene Unternehmen EUR 15.095,32 (Vj. TEUR 7)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13.989,90 25
davon an verbundene Unternehmen EUR 13.989,90 (Vj. TEUR 16)
1.355,42 -18
-2.010.939,91 2.886
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag -664.697,16 989
davon Aufwand aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern EUR -1.139.156,46 (Vj. TEUR 0)
9. Ergebnis nach Steuern -1.346.242,75 1.897
10. Erstattete sonstige Steuern / sonstige Steuern 2.622,16 4
11. Jahresfehlbetrag / Jahresüberschuss -1.348.864,91 1.893
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6.325.750,07 5.899
13. Ausschüttung aus dem Bilanzgewinn 959.000,00 1.466
14. Bilanzgewinn 4.017.885,16 6.326

Anhang für 2019

Allgemeine Hinweise

Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2), welches die Atemwegserkrankung COVID-19 auslösen kann, hat sich aus China kommend im ersten Quartal 2020 weltweit und auch in Europa ausgebreitet. Wir werten diesen Sachverhalt in Übereinstimmung mit den entsprechenden Verlautbarungen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland als wertbegründendes Ereignis im Jahr 2020 und sehen keine Notwendigkeit zur Anpassung von Bilanzwerten im vorliegenden Abschluss.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Hemoteq AG mit Sitz in Würselen im Handelsregister des Amtsgerichts Aachen unter der Nummer HRB 13990 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsvorschiften nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Absatz 1 und 266 ff HGB).

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene und selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare bzw. degressive Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewendet. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 Prozent pro Jahr im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu den Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Liquide Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassakurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Vermögensgegenstände, die regelmäßig ersetzt werden, in ihrem Gesamtwert von nachrangiger Bedeutung sind und in ihrem Bestand nach Größe, Wert und Zusammensetzung nur geringen Veränderungen unterliegen, werden mit Festwerten berücksichtigt (TEUR 12, Vj. TEUR 12).

Entwicklungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wurden in Höhe von TEUR 271 (Vj. TEUR 314) aktiviert. Im Geschäftsjahr entstanden Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 4.382 (Vj. TEUR 4.568).

Vorräte

Für eine Gruppe von Hilfsstoffen, wird analog zur Handhabung beim Anlagevermögen ein Festwert (TEUR 30 Vj. TEUR 30) angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 195 (Vj. TEUR 68) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Eigenkapital

Die Hemoteq AG ist im Wege der formwechselnden Umwandlung aus der Hemoteq GmbH entstanden (Gesellschafterbeschluss vom 18. Dezember 2006; Eintragung ins Handelsregister des Amtsgerichts Aachen vom 27. Dezember 2006). Das Gezeichnete Kapital ist am 22. August 2007 von damals TEUR 69 um TEUR 4.726 auf TEUR 4.795 aus Gesellschaftsmitteln erhöht worden. Das Grundkapital ist seither eingeteilt in 4.795.000 vinkulierte Stückaktien ohne Nennbetrag, welche auf den Namen lauten.

Aufgrund der Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände besteht unter Berücksichtigung von § 268 Absatz 8 HGB eine Ausschüttungssperre in Höhe des aktivierten Betrags von TEUR 2.807 (Vj. TEUR 2.850) abzüglich der dafür gebildeten passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 931 (Vj. TEUR 942).

Da entsprechende freie Rücklagen vorhanden sind, wurde im Berichtsjahr eine Ausschüttung aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres von TEUR 959 (Vj. TEUR 1.466) vorgenommen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Gratifikationen (TEUR 170, Vj. TEUR 132), Urlaubsansprüche und Überstunden (TEUR 263, Vj. TEUR 260) sowie ausstehende Rechnungen (TEUR 322, Vj. TEUR 140) gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich unbesichert, lediglich den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen regelmäßig marktübliche Eigentumsvorbehalte zu Grunde.

2019 2018
RLZ bis 1 J Gesamt RLZ bis 1 J Gesamt
EUR EUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 161.286,32 161.286,32 179 179
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 498.731,44 498.731,44 2.014 2.014
3. Sonstige Verbindlichkeiten 139.257,05 139.257,05 115 115
- davon aus Steuern 107.298,71 107.298,71 105 105
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 8.513,93 8.513,93 9 9

Die Verbindlichkeiten umfassen solche gegenüber Gesellschaftern von EUR 2.241,07 (Vj. TEUR 26).

Latente Steuern

Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 33,15% zugrunde gelegt. Die latenten Steuern setzen sich aus solchen für passive latente Steuern in Höhe von TEUR 931 (Bilanzdifferenz bei selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen) und solchen für aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.128 (Bilanzdifferenz bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) zusammen.

Entwicklung der latenten Steuern

Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Saldo
TEUR TEUR TEUR
31.12.2018 0 942 942 (H)
31.12.2019 1.128 931 197 (S)
Veränderung 1.128 11 1.139 (S)

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Eventualverbindlichkeiten im Sinne von § 251 HGB.

Aufgrund abgeschlossener Mietverträge bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen bis zum Laufzeitende in Höhe von TEUR 3.553 (Vj. TEUR 4.298). Die Belastung des kommenden Geschäftsjahres ist mit einem Betrag von TEUR 876 (Vj. TEUR 860) zu beziffern.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Es erfolgten keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen. Wir verweisen auf die Ausführungen im Abhängigkeitsbericht der Gesellschaft.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern entfallen in Höhe von TEUR 474 (Vj. TEUR 920) auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Geschäftsjahres 2019. Weiterhin beruhen TEUR 1.139 auf Erträgen aus der Auflösung bzw. Zuführung latenter Steuern beruhen.

Sonstige Angaben

Vorstand

Während des Geschäftsjahres wurden die Geschäfte der Gesellschaft durch den Vorstand

Herrn Dr. Michael Hoffmann, Roetgen

Vorstandsvorsitzender

Herrn Dr. Peter Sieb, Bensheim

Finanzvorstand

geführt.

Aufsichtsrat

Herr Dr. Max-Gisbert Kley, München

Vorsitzender

Herr Roland Horres, Stolberg im Rheinland

Stellvertretender Vorsitzender (bis 20.03.2019)

Herr Michael Maurer, Hamburg

Stellvertretender Vorsitzender (ab 28.06.2019)

Herr Dr. Mark Ostwald, Galway, Irland

Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Angabe über die Bezüge der Organmitglieder unterbleibt unter Inanspruchnahme der Vorschrift des § 286 Absatz 4 HGB.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter.

Angestellte : 93
Gewerbliche Mitarbeiter: 72
Gesamt: 165

Honorar des Abschlussprüfers

Hinsichtlich der Honorare des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses wir die Ausführungen um Konzernanhang der Freudenberg SE, Weinheim, verwiesen.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Freudenberg SE, Weinheim, einbezogen, der beim elektronischen Bundesanzeiger eingesehen werden kann.

Der Konzernabschluss der Freudenberg SE wird seinerseits in den Konzernabschluss der Freudenberg & Co. Kommanditgesellschaft, Weinheim, als höchster Konzernspitze einbezogen.

Nachtragsbericht

Vor dem Hintergrund der Ausbreitung des Corona Virus COVID-19 und der Einstufung durch die WHO als pandemischer Virus verbunden mit den zwischenzeitlich ergriffenen Maßnahmen durch die Bundesregierung bzw. der Regierungen der einzelnen Bundesländer besteht insgesamt eine außergewöhnlich unsichere Situation für die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und somit auch für die künftige Entwicklung der Gesellschaft.

Ergebnisverwendung / Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 4.017.885,16 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Würselen, den 22. Mai 2020

Dr. Michael Hoffmann, Vorstandsvorsitzender

Dr. Peter Sieb, Finanzvorstand

Entwicklung des Anlagevermögens 2019

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2019 Zugänge Abgänge des Geschäftsjahres Umbuchungen Stand 31.12.2019
ANLAGEVERMÖGEN EUR EUR EUR EUR EUR
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte in Entwicklung 3.351.538,80 270.930,70 0,00 0,00 3.622.469,50
2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 441.539,44 21.097,13 72.040,25 44.381,21 434.977,53
3.793.078,24 292.027,83 72.040,25 44.381,21 4.057.447,03
B. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.891.672,43 80.908,85 0,00 12.996,41 3.985.577,69
2. technische Anlagen und Maschinen 3.907.284,39 170.507,88 20.197,04 47.736,43 4.105.331,66
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (incl. GWG) 2.586.545,52 133.734,57 96.879,22 0,00 2.623.400,87
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 90.252,21 88.438,15 0,00 - 60.732,84 117.957,52
10.475.754,55 473.589,45 117.076,26 0,00 10.832.267,74
C. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 4.700,00 0,00 0,00 0,00 4.700,00
2. Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 493.798,48 119.039,32 0,00 0,00 612.837,80
498.498,48 119.039,32 0,00 0,00 617.537,80
14.767.331,27 884.656,60 189.116,51 44.381,21 15.507.252,57
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2019 Zugänge Abgänge Umbuchungen des Geschäftsjahres Stand 31.12.2019
ANLAGEVERMÖGEN EUR EUR EUR EUR EUR
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte in Entwicklung 501.551,80 313.441,70 0,00 0,00 814.993,50
2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 412.337,44 13.103,34 72.037,25 0,00 353.403,53
913.889,24 326.545,04 72.037,25 0,00 1.168.397,03
B. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.296.887,43 140.070,26 0,00 0,00 1.436.957,69
2. technische Anlagen und Maschinen 2.712.578,39 252.928,31 20.195,04 0,00 2.945.311,66
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (incl. GWG) 2.268.336,52 128.656,57 96.496,22 0,00 2.300.496,87
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
6.277.802,34 521.655,14 116.691,26 0,00 6.682.766,22
C. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
7.191.691,58 848.200,18 188.728,51 0,00 7.851.163,25
Buchwerte
Stand 31.12.2019 Stand 31.12.2018
ANLAGEVERMÖGEN EUR TEUR
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte in Entwicklung 2.807.476,00 2.850
2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 81.574,00 29
2.889.050,00 2.879
B. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.548.620,00 2.595
2. technische Anlagen und Maschinen 1.160.020,00 1.195
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (incl. GWG) 322.904,00 318
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 117.957,52 90
4.149.501,52 4.198
C. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 4.700,00 5
2. Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 612.837,80 494
617.537,80 499
7.656.089,32 7.576

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Hemoteq AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hemoteq AG, Würselen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hemoteq AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1anuar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Mannheim, den 22. Mai 2020

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Matischiok, Wirtschaftsprüfer

Dr. Lauer, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates zum Geschäftsjahr 2019

Der Aufsichtsrat hat den Vorstand im abgeschlossenen Geschäftsjahr gemäß den ihm nach Gesetz, Satzung und der Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben überwacht und beratend begleitet.

Während des Berichtsjahres ha: sich der Aufsichtsrat über die laufende geschäftliche Entwicklung der Hemoteq AG ausführlich unterrichten lassen. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat schriftlich und mündlich über die Geschäftslage und Geschäftsentwicklung, die aktuelle Ertragssituation, die Risikolage, das Risikomanagement, die kurz- und langfristige Planung sowie Investitionen und organisatorische Maßnahmen unterrichtet Der Aufsichtsratsvorsitzende stand in engem Kontakt mit dem Vorstand und wurde regelmäßig über die Entwicklung der Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorgänge informiert. Der Aufsichtsrat war in alle wichtigen Entscheidungen eingebunden und fasste die nach Gesetz. Satzung und Geschäftsordnung erforderlichen Beschlüsse.

Der Jahresabschluss einschließlich Anhang, Lagebericht und Abhängigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2019 ist von der durch die Hauptversammlung vom 28.06.2019 für das Geschäftsjahr 2019 zum Abschlussprüfer bestellten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Saarbrücken, geprüft worden. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk gemäß § 322 Absatz 1 HGB wurde erteilt.

Der Jahresabschluss, der Lagebericht sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen. Wir haben die Dokumente geprüft und über den Jahresabschluss in der Sitzung am 17.06.2020 beraten. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung teil, stellte die wesentlichen Prüfungsergebnisse vor, erteilte ergänzende Auskünfte und beantwortete Fragen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung sind Einwendungen nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat hat sich nach eigener Prüfung der Unterlagen dem Abschlussprüfer angeschlossen und als Ergebnis seiner eigenen Prüfung festgestellt, dass Einwendungen nicht zu erheben sind. Er hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Hemoteq AG gebilligt, dieser ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sowie dem Vorstand für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und spricht allen Beteiligten seine Anerkennung für die geleistete Arbeit aus.

 

Würselen, dem 17.06.2020

Dr. Max Gisbert Kley, Aufsichtsratsvorsitzender

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6 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
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