Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Oeynhausen HRB 8724
Vorher
Fitzner GmbHnwTec Arbeitsschutz und Freizeitartikel GmbH
Eingetragen
19.1.1983
Branche
Großhandel mit Sportartikeln und -zubehörBeteiligungsgesellschaftenGroßhandel mit Textilien
Gegenstand
Import, Herstellung, Groß- und Einzelhandel von Arbeiterschutz- und Freizeitartikeln. Die Gesellschaft ist berechtigt, weitere gleichartige oder ähnliche Unternehmen zu errichten oder bestehende zu erwerben oder sich an diesen zu beteiligen und sämtliche Geschäfte zu betreiben, die geeignet sind, die Unternehmung der Gesellschaft zu fördern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thilo Fitzner
seit 31.8.2022
Geschäftsführer
Nils Fitzner
seit 31.8.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
50.00%
50.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Thilo Fitzner
32361 Preußisch Oldendorf
50.00%
Nils Fitzner
32361 Preußisch Oldendorf
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Fitzner Global GmbH

Preußisch Oldendorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

Fitzner Global GmbH, Schillerstraße 53, 32361 Preußisch Oldendorf

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Die Fitzner Global GmbH (bis 28.02.2023 Firmierung unter: nwTec Arbeitsschutz- und Freizeitartikel GmbH) ist als Importeur und Großhändler von Artikeln der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) tätig. Sie vertreibt diese Artikel unter dem rechtlich geschützten Markennamen PRO FIT® im gewerblichen Bereich zum Schutz am Arbeitsplatz und in der Freizeit.

Das Produktspektrum ist breit aufgestellt und umfasst insbesondere

• jegliche Ausführungen von Arbeitshandschuhen (Schwerpunkt),

• Kleidung für bestimmte Berufsgruppen,

• Schutzschuhe und Schutzstiefel,

• Produkte zum Schutz von Mund, Augen und Ohren,

• Putztücher, Hautpflegeprodukte und Erste-Hilfe-Ausstattung am Arbeitsplatz.

Das Unternehmen vertreibt seine Produkte in der Bundesrepublik Deutschland und im Ausland, vorwiegend in Ländern der europäischen Gemeinschaft. Außerhalb des Gebietes der Bundesrepublik Deutschland erzielte die Gesellschaft rund 19 % ihrer Umsatzerlöse.

Die Fitzner Global GmbH unterhält weiterhin ein vollautomatisches Hochregallager, welches an nahestehende Unternehmen vermietet wird und folgedessen Mieteinnahmen hieraus erzielt werden.

Des Weiteren stellt die Fitzner Global GmbH das ERP-System für die Warenwirtschaft incl. FIBU, Mail-Ware etc. einschließlich der Hardware. Die Nutzung des EDV-Systems durch die Unternehmen wird ebenfalls über Mieteinkünfte abgegolten.

2. Entwicklung der Branche

Während sich die durch die Pandemie unterbrochenen Lieferketten weitgehend erholt haben, zeigt das globale Verarbeitende Gewerbe angesichts des schwachen Produktivitätswachstums, des Auslaufens der Stützungsmaßnahmen im Zuge der Covid-Krise und der schwierigen finanziellen Bedingungen Schwächen.

Darüber hinaus haben die nach der Pandemie eingetretene Verschiebung der Nachfrage in Richtung des Dienstleistungssektors sowie die erhöhte Unsicherheit über die künftige geoökonomische Lage zu einer Investitionszurückhaltung geführt. Zudem gerät ein erhofftes Zugpferd der Weltkonjunktur ins Straucheln: Es gibt Anzeichen dafür, dass der Aufschwung durch die Wiederöffnung Chinas nur von kurzer Dauer war und sich die Dynamik verlangsamt hat.

Im Jahr 2023 sind die Verbraucherpreise in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Durch den Krieg in der Ukraine stiegen die Energiepreise in Deutschland auf Rekordniveau an, dadurch stiegen ebenfalls die Produktions- und Lebenshaltungskosten. Im Vorjahr sorgte dies noch für die höchste jährliche Inflationsrate seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges, im Jahr 2023 lag die Teuerungsrate etwas niedriger.

(Quelle:https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1046/umfrage/inflationsrate-veraenderung-des-verbraucherpreisindexes-zum-vorjahr/

Der langanhaltende Krieg in der Ukraine und jetzt auch im Nahen Osten, weiterhin hohe Energie- und Lebensmittelpreise lassen sowohl die Wirtschaft als auch die Verbraucher Zurückhaltung üben. Die Inflation und die Sorge vor der Reaktion der Finanzmärkte bei weiteren kriegsbedingten Embargos hemmt die Wirtschaft in allen Bereichen. Die mittelfristigen Aussichten sind so trübe wie lange nicht. Die europäische Konjunktur stagniert bei schwacher Tendenz.

Auf dem PSA-Beschaffungsmarkt herrscht weiterhin ein Überangebot an Einwegprodukten, ein Preisverfall auf dem Absatzmarkt setzte sich auch nach dem WJ 21/22 fort und pendelte sich auf niedrigem Niveau ein. Auch in anderen Produktbereichen gab es Preissenkungen in Asien, die sofort an den Absatzmarkt durchgereicht wurden, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Nach einer kurzen Erholung der Seefrachtraten droht durch die Rebellen und Unruhen erneute Gefahr und Unsicherheit, die die Frachtraten derzeit wieder auf ein hohes Maß ansteigen lassen.

Die Nachfragen aus der Industrie- und Bauwirtschaft sind zurückhaltend und zudem stark umkämpft, denn der Markt für Arbeits- und Schutzkleidung steht weiterhin durch Verdrängungswettbewerb unter Druck. Dieser entwickelt sich durch eine höhere Anzahl von Wettbewerbern sowie einer Zunahme eines stärkeren Online-Versandhandel als direkten Vertriebsweg.

Der schwache €/US$-Wechselkurs konnte sich im 2. Halbjahr des Wirtschaftsjahres stabilisieren und pendelte sich um die € 1,09 ein, was für eine Stabilität unseren Beschaffungspreise sorgte, da diese zu einem Großteil des Einkaufsvolumens über den US-$ abgewickelt werden.

3. Umsatzentwicklung

Auch bedingt durch den Preisverfall am Absatzmarkt sank der Umsatz wertmäßig im Vergleich zum Vorjahr um 9,4 %.

Dabei handelt es sich weniger um mengenmäßigen Absatzrückgang, sondern um Preisreduzierungen in einigen Produktbereichen.

Demzufolge fiel auch der Umsatz gegenüber dem Unternehmen Fitzner GmbH & Co. KG um 14,5 %, welches die Importwaren von der Fitzner Global GmbH bezieht. Ein Rückgang des Umsatzes war aufgrund des Preisverfalls erwartet worden und liegt im Bereich der Planung. Der gesunkene Jahresüberschuss liegt sogar leicht über dem Plan.

4. Beschaffung

Die Beschaffung ist, wie erwähnt, zu einem großen Teil vom Devisenkurs des US-$ abhängig.

(Quelle::https://de.statista.com/statistik/daten/studie/214878/umfrage/wechselkurs-des euro-gegenueber-dem-us-dollar-monatliche-entwicklung/

Nach starker Abschwächung des € zum USD im 1. Halbjahr des Wirtschaftsjahres, stagnierte dieser im 2. Halbjahr wieder bei einem Kurs von Ø € 1,09. Diese Stabilisierung hatte eine Preisreduzierung auf dem Absatzmarkt zur Folge. Waren, die im 1. Halbjahr zu dem schwächeren Kurs beschafft wurden, verloren an Wert. Die weitere Entwicklung des US$ sowie die Stärkung des chinesischen Yuan bleiben bedeutende Einflussfaktoren auf unsere Bezugspreise.

5. Finanzierung

Die Eigenkapitalquote liegt zum 30.06.2023 bei 76,3 % und blieb nahezu unverändert zum Vorjahr (75,8 %).

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen zum Stichtag in Höhe von EUR 1.000.000,00 (Vorjahr TEUR 31).

Die weitere Finanzierung erfolgte überwiegend durch Lieferantenkredite.

Marktrisiken, insbesondere durch Preisschwankungen aufgrund Währungen, können signifikante Gewinn- und Cashflow-Auswirkungen zur Folge haben. Zur Sicherung bestehender Risikopositionen setzt die Gesellschaft daher Derivate ein, um durch Wechselkursschwankungen bedingte Finanzrisiken zu minimieren. Die Gesellschaft überwacht hierzu kontinuierlich die bestehenden Risikopositionen. Zum Bilanzstichtag lagen keine Devisentermingeschäfte zur Absicherung von Währungsschwankungen vor.

6. Personalbereich

Ein Großteil der Personalbeschaffung wurde über das Unternehmen Fitzner GmbH & Co.KG abgewickelt. Diese Personalkosten wurden entsprechend an Fitzner GmbH & Co.KG vergütet.

B. Darstellung der Lage

1. Ertragslage

2022/2023
TEUR
2021/2022
TEUR
Ergebnisauswirkung
TEUR
Rohgewinn 4.357 4.919 -562
Betriebsergebnis 2.213 2.905 -692
Finanzergebnis -30 109 -139
Ergebnis vor Ertragsteuern 2.183 3.014 -831
Steuern -573 -921 +348
Jahresergebnis 1.610 2.092 -482

Die Geschäftsführung rechnet für das kommende Wirtschaftsjahr mit einem vergleichbaren Jahresergebnis.

2. Vermögens- und Finanzlage

30.06.2023 30.06.2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
Langfristiges Vermögen 140 1,1 213 1,7 -73
Mittel- und kurzfristiges Vermögen 14.313 98,9 12.221 98,3 +2.092
Gesamtvermögen 14.453 100,0 12.434 100,0 +2.019
Eigenkapital 11.032 76,3 9.424 75,8 +1.608
Langfristiges Fremdkapital 559 3,9 577 4,7 -18
Mittel- und kurzfristiges Fremdkapital 2.862 19,8 2.433 19,5 +429
Fremdkapital 3.421 23,7 3.010 24,1 +411
Gesamtkapital 14.453 100,0 12.434 100,0 +2.019

Das Eigenkapital ist absolut um TEUR 1.608 gestiegen. Die Eigenkapitalquote ist auf 76,3 % leicht angestiegen.

Die mittel- und kurzfristige Fremdfinanzierung wird im Wesentlichen durch Lieferantenkredite von 1.144 TEUR (8,0 % der Bilanzsumme) sowie durch Gesellschafterdarlehen in Höhe von 1.000 TEUR (6,9 %) realisiert.

Das mittel- und kurzfristige Vermögen auf der anderen Seite setzt sich im Wesentlichen durch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.278 (22,7 % Bilanzsumme) sowie dem Vorratsvermögen in Höhe von TEUR 9.254 (64 % der Bilanzsumme) zusammen. Somit ist das mittel- und kurzfristige Fremdkapital durch mittel- und kurzfristiges Vermögen in Höhe von 500 % überdeckt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen über TEUR 3.278 bestehen gegenüber einem Kundenkreis, der regelmäßig auf Bonität geprüft wird. Im aktuellen Wirtschaftsjahr gab es keinen Forderungsausfall.

Zum Bilanzstichtag bestanden TEUR 2.836 gegen nahestehenden Unternehmen, die zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung ausgeglichen waren.

Die Kapitalstruktur ist sehr solide, die Eigenkapitalquote beträgt 76,3 % (Vorjahr: 75,8 %).

Durch eine nicht ausgeschöpfte Kreditlinie besteht die Möglichkeit, eventuelle kurzfristige Liquidationsengpässe zu überbrücken.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden regelmäßig innerhalb vereinbarter Ziele beglichen.

3. Finanzlage

Die Finanzlage kann insgesamt als sehr solide bezeichnet werden.

Weiteren Aufschluss über die Entwicklung der finanziellen Lage gibt die zusammenfassende Kapitalflussrechnung:

2022/2023
TEUR
2021/2022
TEUR
Jahres-Cashflow nach DVFA/SG 1.644 2.184
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -674 2.836
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 21 4.074
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 969 -9.013
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 316 -2.103
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.287 3.390
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.603 1.287

C. Hinweise auf wesentliche Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Die Unternehmenspolitik ist langfristig vorsichtig auf Wachstum ausgerichtet, allerdings ist die Entwicklung der politischen Weltlage und die damit verbundene wirtschaftliche Auslastung ungewiss.

Die Bonner Wirtschafts-Akademie (BWA) hat 2024 zum Jahr der Deindustrialisierung ausgerufen. Die Verunsicherung in weiten Teilen der Wirtschaft sei seit dem letzten Jahr derart hoch, dass Produktionsverlagerungen ins Ausland längst in großem Stil vorbereitet und teilweise schon durchgeführt werden, berichtet BWA-Geschäftsführer Harald Müller aus Gesprächen mit vielen Vorständen, Geschäftsführern und Betriebsräten aus dem Mittelstand oder der Konzernwelt.

(Quelle:https://www.springerprofessional.de/globalisierung/unternehmensstrategie/

deindustrialisierungbedroht-deutschlands-wirtschaft/26832770)

Die vorgenannten Risikofaktoren können zu relevanten Konjunkturbelastungen im Marktbereich der Fitzner Global GmbH führen und die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und insbesondere die Nachfrage in den für uns bedeutenden Industriebereichen nachhaltig negativ beeinflussen, mit für uns daraus resultierenden Umsatz- und Ertragseinbußen.

Die Bekanntheit und Akzeptanz der Eigenmarke Profit® im gesamten PSA-Bereich wird durch entsprechende Vertriebs- und Marketingmaßnahmen sowie von Sortimentsaktualisierungen weiter ausgebaut.

Das Unternehmen hat eine Umfirmierung in Fitzner Global GmbH zum 01.03.2023 vollzogen, um einen engeren Bezug zur Marke Profit® und dem Vertriebsunternehmen Fitzner GmbH & Co.KG herzustellen.

Auf den schnellen digitalen Wandel am Markt gilt es, sich einzustellen, Aktivitäten werden hierzu erweitert.

Durch das breite Spektrum von Lieferanten und Kunden ist eine Abhängigkeit nicht gegeben, insgesamt sieht man sich gut gerüstet, den kommenden Anforderungen gewachsen zu sein. Aufgrund der allgemeinen Entwicklung auf dem Weltmarkt ist eine Einschätzung in die Zukunft schwierig abwägbar.

Die Geschäftspolitik ist dennoch mittelfristig auf Wachstum ausgerichtet.

Dazu sollen die Positionierung der Eigenmarke bei den Importprodukten am Markt und die Sicherung der Qualität der Produkte beitragen. Auf Veränderungen am Absatzmarkt versuchen wir zeitnah zu reagieren. Der Herausforderung der Globalisierung und Digitalisierung der Absatzmärkte stellen wir uns weiterhin.

 

Preußisch Oldendorf, 10. Juni 2024

Nils Fitzner

Thilo Fitzner

Bilanz

Aktiva

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. Anlagevermögen 139.541,00 213.888,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 81.698,00 91.490,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 81.698,00 91.490,00
II. Sachanlagen 57.693,00 122.248,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.323,00 20.756,00
2. technische Anlagen und Maschinen 936,00 1.247,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 42.434,00 100.245,00
III. Finanzanlagen 150,00 150,00
1. sonstige Finanzanlagen 150,00 150,00
B. Umlaufvermögen 14.294.665,11 12.198.294,61
I. Vorräte 9.254.496,35 10.508.358,76
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.437.258,18 403.286,15
1. sonstige Vermögensgegenstände 3.437.258,18 403.286,15
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.602.910,58 1.286.649,70
C. Rechnungsabgrenzungsposten 18.884,34 22.134,45
Bilanzsumme, Summe Aktiva 14.453.090,45 12.434.317,06

Passiva

30.6.2023
EUR
30.6.2022
EUR
A. Eigenkapital 11.031.754,87 9.422.554,45
I. gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 26.000,00 26.000,00
III. Gewinnvortrag 9.370.554,45 7.278.579,11
IV. Jahresüberschuss 1.609.200,42 2.091.975,34
B. Rückstellungen 1.187.859,49 1.343.415,04
C. Verbindlichkeiten 2.226.291,09 1.657.085,57
1. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.000.000,00 31.230,59
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.226.291,09 1.625.854,98
D. Passive latente Steuern 7.185,00 11.262,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 14.453.090,45 12.434.317,06

Gewinn- und Verlustrechnung

1.7.2022 - 30.6.2023
EUR
1.7.2021 - 30.6.2022
EUR
1. Rohergebnis 4.483.580,69 4.989.913,41
2. Personalaufwand 360.822,06 530.814,17
a) Löhne und Gehälter 351.012,00 516.835,63
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 9.810,06 13.978,54
3. Abschreibungen 53.453,08 86.574,82
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 53.453,08 86.574,82
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.857.238,44 1.467.782,14
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 16.780,48 2.507,65
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 4,50 121.782,80
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 739,00 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 30.703,34 12.859,00
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 572.836,20 921.025,09
9. Ergebnis nach Steuern 1.609.271,07 2.092.640,99
10. sonstige Steuern 70,65 665,65
Jahresüberschuss 1.609.200,42 2.091.975,34

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

Fitzner Global GmbH, Schillerstraße 53, 32361 Preußisch Oldendorf

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Fitzner Global GmbH, Preußisch Oldendorf, ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Sie ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Bad Oeynhausen unter HRB 8724 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der deutschen handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Dabei wurden die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Gesellschaften gemäß § 276 Satz 1 HGB und § 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch genommen.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen der immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Abschreibungen beim Sachanlagevermögen erfolgen linear.

Die im Geschäftsjahr 2022/2023 zugegangenen geringwertigen Wirtschaftsgüter im Sinne von § 6 Abs. 2 EStG wurden sofort abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen wegen einer dauernden Wertminderung, angesetzt (§ 253 Abs. 1, Abs. 3 HGB).

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips und der LiFo-Methode.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert ausgewiesen.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden alle erkennbaren Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem verbleibenden allgemeinen Risiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden ebenfalls zum Nennwert bilanziert.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Das Eigenkapital der Gesellschaft wird zum Nennbetrag ausgewiesen.

Rückstellungen für Pensionen wurden auf der Grundlage des Gutachtens der Württembergischen Lebensversicherungs AG gebildet. Es wurde das modifizierte Teilwertverfahren angewandt. Berechnungsgrundlage waren die Richttafeln 2018 G der Heubeck-Richttafeln GmbH. Der bei der Berechnung zugrunde gelegte Zinssatz bei einer angenommenen Restlaufzeit von 10 Jahren beträgt 1,80 % (Vorjahr 1,78 %). Es wurde kein Rententrend und keine Fluktuation zugrunde gelegt.

Steuerrückstellungen wurden entsprechend dem Ergebnis der Gesellschaft gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel gemäß § 284 Abs. 3 HGB.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.07.2022
EUR
Zugänge
EUR
davon FK-Zinsen
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 30.06.2023
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 713.668,17 0,00 0,00 0,00 0,00 713.668,17
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 713.668,17 0,00 0,00 0,00 0,00 713.668,17
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.584.074,56 0,00 0,00 0,00 0,00 1.584.074,56
Technische Anlagen und Maschinen 23.592,22 0,00 0,00 0,00 0,00 23.592,22
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 493.329,36 8.229,08 0,00 171.638,65 0,00 329.919,79
Summe Sachanlagen 2.100.996,14 8.229,08 0,00 171.638,65 0,00 1.937.586,57
Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 150,00 0,00 0,00 0,00 0,00 150,00
Summe Finanzanlagen 150,00 0,00 0,00 0,00 0,00 150,00
Summe Anlagevermögen 2.814.814,31 8.229,08 0,00 171.638,65 0,00 2.651.404,74
kumulierte Abschreibungen 01.07.2022
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 30.06.2023
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 622.178,17 9.792,00 0,00 0,00 0,00 631.970,17
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 622.178,17 9.792,00 0,00 0,00 0,00 631.970,17
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.563.318,56 6.433,00 0,00 0,00 0,00 1.569.751,56
Technische Anlagen und Maschinen 22.345,22 311,00 0,00 0,00 0,00 22.656,22
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 393.084,36 36.917,08 0,00 142.515,65 0,00 287.485,79
Summe Sachanlagen 1.978.748,14 43.661,08 0,00 0,00 0,00 1.879.893,57
Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 2.600.926,31 53.453,08 0,00 142.515,65 0,00 2.511.863,74
Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Buchwert 30.06.2023
EUR
Buchwert 30.06.2022
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 81.698,00 91.490,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 81.698,00 91.490,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 14.323,00 20.756,00
Technische Anlagen und Maschinen 0,00 936,00 1.247,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 42.434,00 100.245,00
Summe Sachanlagen 0,00 57.693,00 122.248,00
Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 150,00 150,00
Summe Finanzanlagen 0,00 150,00 150,00
Summe Anlagevermögen 0,00 139.541,00 213.888,00

Die sonstigen Vorräte betreffen unterwegs befindliche Ware.

Die Anzahlungen wurden bei Auftragserteilung auf bestellte Ware geleistet.

Das Stammkapital beträgt EUR 26.000,00 (Vorjahr: EUR 26.000,00).

Der Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit einem zehnjährigen, anstatt bisher siebenjährigen Durchschnittszinssatz beträgt EUR 15.261,00 (Vorjahr: EUR 28.733,00). Dieser Unterschiedsbetrag ist mit einer Ausschüttungssperre belegt.

Die Angaben zu den Verbindlichkeiten sind in dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:

Bilanzposition zum Gesamt- Restlaufzeit Besiche-
30.06.2023 betrag
EUR
< 1 Jahr
EUR
> 1 Jahr
EUR
> 5 Jahre
EUR
rung
EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.143.666,69 1.143.666,69 0,00 0,00 (0,00)
(Vorjahr) (1.426.778,95) (1.426.778,95) (0,00) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.000.000,00 1.000.000,00 0,00 0,00 (0,00)
(Vorjahr) (31.230,59) (31.230,59) (0,00) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 82.624,40 82.624,40 0,00 0,00 (0,00)
(Vorjahr) (199.076,03) (199.076,03) (0,00) (0,00) (0,00)
2.226.291,09 2.226.291,09 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (1.657.085,57) (1.657.085,57) (0,00) (0,00) 0,00

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 9.056,91 (Vorjahr: TEUR 161) enthalten.

Aus Vereinfachungsgründen wurde nicht festgestellt, inwieweit die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit Eigentumsvorbehalten behaftet sind.

Passive latente Steuern sind bezüglich der Bilanzposition immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen aufgrund der Sofortabschreibung für digitale Wirtschaftsgüter gebildet worden. Die latenten Steuern wurden mit einem Steuersatz von 30 % (Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag) bewertet.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von EUR 32.296,31 (Vorjahr: TEUR 35) enthalten.

Die Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung betrugen im Geschäftsjahr EUR 29 Vorjahr: TEUR 6).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von EUR 16.780,48 (Vorjahr: TEUR 3) enthalten.

Der Zinsaufwand enthält EUR 10.270,00 (Vorjahr: TEUR 12) an Aufzinsungsaufwand für Pensionsverpflichtungen und EUR 20.433,34 (Vorjahr: TEUR 0) gegenüber Gesellschafter.

V. Sonstige Angaben

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

2023
Anzahl
2022
Anzahl
Leitende Angestellte 1 1
Angestellte 4 4
5 5

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres zum 30. Juni 2023 sind nicht zu verzeichnen.

VI. Angaben zu den Gesellschaftsorganen

Die Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

• Herr Wilhelm Fitzner, Kaufmann, Preußisch Oldendorf (bis 31.08.2022),

• Herr Nils Fitzner, Kaufmann, Preußisch Oldendorf (ab 31.08.2022),

• Herr Thilo Fitzner, Kaufmann, Preußisch Oldendorf (ab 31.08.2022).

Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

 

Preußisch Oldendorf, 31. Mai 2024

Nils Fitzner

Thilo Fitzner

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 28.06.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Fitzner Global GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Fitzner Global GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fitzner Global GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschluss und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, 28. Juni 2024 21700/227/we

HRP GmbH Wirschaftsprüfungsgesellschaft Bielefeld

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