Stammdaten

Register
Amtsgericht Gießen HRB 2474
Vorher
Systec GmbH Labor-SystemtechnikSystec GmbH
Eingetragen
25.4.1994
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von Dienstleistungen von medizinischen LaboratorienHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Gegenstand von Amts wegen berichtigt, nun: Beratungsleistungen im Bereich der Laborund Medizintechnik, die Planung und Weiterentwicklung labor- und medizinischer Anlagen sowie die Lösung technischer Probleme im Bereich der Labor- und Medizintechnik; außerdem Kundendienstleistungen aller Art für labormedizintechnische Anlagen und Geräte, insbesondere deren Wartung und Reparatur.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tanja Winkelmann
seit 4.11.2022
Geschäftsführer
Sandra Emmerich
seit 4.11.2022
Geschäftsführer
Jörg Winkelmann
seit 4.11.2022
Geschäftsführer
Andreas Ihme
seit 27.8.2020
Prokura
Helmut Winkelmann
seit 24.9.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (5)

Gesellschafter

5 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 5 angezeigt

JW Beteiligungen GmbH
Germany
15.600 €
30.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

JST Holding GmbH (vormals: Systec GmbH)

Linden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftstätigkeit

An unserem Hauptsitz in Linden und unserer Produktionsstätte in Osnabrück entwickeln, produzieren, vertreiben und warten wir Autoklaven, Medienpräparatoren sowie Abfüllgeräte für Flüssigmedien und mikrobiologische Nährmedien. Für Labore in Forschung und Wissenschaft, etwa in den Bereichen Pharmazie und Biotechnologie werden innovative Komplettlösungen angeboten. Gleiches gilt für den Bereich der Produktion, etwa in der Lebensmittelindustrie. Die Produkte sind ganz auf die individuellen Bedürfnisse unserer Kunden bspw. für die Produktion oder die Qualitätskontrolle zugeschnitten.

Der Kundenkreis umfasst Unternehmen und Forschungseinrichtungen aller Art, auch solche in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft. Die Kunden kommen aus dem außereuropäischen Ausland, aus Europa und aus dem Inland.

2. Forschung und Entwicklung

Für uns als weltweit führendem Produzenten von Autoklaven im Bereich der Labortechnik ist die ständige Neu- und Weiterentwicklung der Geräte selbstverständlich. Dies entspricht den stetig steigenden Anforderungen der Kunden an Lösungen genau für ihre Aufgabenstellung. Der konsequent modulare Aufbau macht es möglich alle Standard- und Sonderanwendungen im Bereich Labor-Dampfsterilisation abzudecken. Den Kundenwünschen entsprechend werden auch neue Komponenten erforscht, entwickelt und marktreif gemacht.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2021 hat sich nach dem Corona-bedingten Absinken der Wirtschaftsleistung im Jahr 2020 wieder gebessert. Die Steigerung des Bruttoinlands-produkts betrug 2,7 %. Im Vergleich zum vorangegangenen Krisenjahr 2020, in dem die Produktion im Zuge der Corona-Pandemie teilweise massiv eingeschränkt worden war, hat sich die Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 in fast allen Wirtschaftsbereichen erhöht. 1 Das Jahr 2021 wurde noch von einer verstärkten Forschungstätigkeit im Rahmen der Pandemiebekämpfung geprägt. Ein solches Umfeld brachte ständige technische Herausforderungen für die Entwick-lungstätigkeit der Gesellschaft mit sich. Durch die erhöhte Entwicklungstätigkeit hat sich der Umsatz positiv entwickelt.

1 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 14. Januar 2022

2. Geschäftsverlauf

Systec gehört zu den wenigen Anbietern von Medienpräparatoren-Lösungen- und flexiblen Autoklaven weltweit. Hinsichtlich Ihrer Größe und den flexiblen Einbaumöglichkeiten finden die Produkte eine breite Verwendung. In einem von moderat steigenden Umsätzen geprägten Geschäftsverlauf des Jahres 2021 spiegelt sich wider, dass erneut mehr Geräte als im Vorjahr abgesetzt werden konnten.

Der Rohgewinn beträgt TEUR 20.953 und der Jahresüberschuss TEUR 4.201. Der Geschäfts-verlauf des Jahres 2021 ist aus Sicht der Geschäftsführung zufriedenstellend.

Die Gesellschaft hat auch im Geschäftsjahr 2021 in den Ausbau von Produktionsanlagen investiert und Ihre Kapazitäten ausgebaut. Neben der Sicherstellung der hohen Qualitäts-standards spielen hier auch Gesichtspunkte einer aktiven Umweltschutzpolitik, der Ergonomie des Arbeitens und damit der Gesundheitsschutz der Mitarbeiter eine wichtige Rolle. Die Mitarbeiter tragen die stetige Orientierung an einer Reduzierung von Umweltbelastungen durch die Produktion und alle weiteren Geschäftsbereiche, etwa im Service und den damit verbun-denen Reisen zu den Kunden mit und sind hier besonders geschult.

Probleme mit der Materialbeschaffung ergaben sich im Berichtsjahr nicht. Die Gesellschaft hat auf die Herausforderungen der Corona-bedingten Lieferengpässe durch einen Ausbau der Lagerkapazitäten reagiert.

III. Lage der Gesellschaft

1. Ertragslage

Der Rohgewinn (Umsatzerlöse zuzüglich Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen abzüglich Materialaufwand) konnte durch einen gestiegenen Absatz von neuen Geräten um TEUR 786 auf TEUR 20.953 erhöht werden.

Die auf den Rohgewinn bezogene Materialeinsatzquote beträgt 79,6 % nach 67,6 % im Vorjahr. Die Veränderung resultiert aus der Zusammensetzung der im Geschäftsjahr verkauften Produkte und Leistungen. Dies gilt insbesondere für die Umsätze für Service und Leistungen, die anteilsmäßig etwas rückläufig waren. Da bei diesen Umsätzen der Personalaufwand im Vordergrund steht, hat dies im Umkehrschluss zu einer höheren Materialeinsatzquote geführt.

Mit 52,1 % liegt die auf den Rohgewinn bezogene Personalaufwandsquote deutlich über dem Vorjahresniveau (46,1 %). Dies kommt in erster Linie durch den gestiegenen Personalaufwand.

Der Personalaufwand stieg durch das Einstellen von neuem Personal und durch die jährliche Lohnerhöhung. Die Steigerung der Durchschnittlichen Mitarbeiterzahl betrug circa zehn Prozent.

Die Abschreibungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 79 auf TEUR 430 deutlich gestiegen (Vorjahr TEUR 351). Die Steigerung der Abschreibungen sind in den Investitionen in bewegliches Anlagevermögen begründet.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 3.790 nach TEUR 4.382 im Vorjahr. Der Rückgang um TEUR 592 ist mit den im Vorjahr eingetretenen Sondersachverhalten auf der Absatzseite begründet, denen keine vergleichbaren Kosten im Berichtsjahr gegenüberstehen.

Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 14 auf -TEUR 76 verbessert.

Der Jahresüberschuss liegt mit TEUR 4.201 um TEUR 79 (- 1,8 %) unter dem Vorjahres-ergebnis.

2. Finanzlage

Die Geschäftsführung verfolgt eine stabile und flexible Finanzpolitik mit dem Ziel, jederzeit über ausreichende Liquiditätsreserven zu verfügen.

Die liquiden Mittel, bestehend aus Kassenbestand und Bankguthaben, beliefen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 5.778 (Vorjahr TEUR 5.741). Eine untergeordnete Bedeutung, im Verhältnis zur Bilanzsumme haben mit TEUR 901 die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 war die Gesellschaft stets zahlungsfähig.

Die Finanzlage kann insgesamt als gut bezeichnet werden.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich um TEUR 4.143 auf TEUR 24.582 (+20,3 %) erhöht.

Um TEUR 1.679 (+40,6 %) auf TEUR 5.818 hat sich das Anlagevermögen gegenüber dem Vorjahreswert erhöht. Mit 23,7 % liegt die Anlagenintensität leicht über dem Niveau des Vorjahres (20,3 %). Der Schwerpunkt der Investitionen lag im Berichtsjahr in der Ausweitung der Lager- und Produktionskapazitäten.

Das Umlaufvermögen ist um TEUR 2.415 (+14,9 %) gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Diese Steigerung beruht auf einer Erhöhung der Vorräte um TEUR 1.806, der liquiden Mittel um TEUR 37 und der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 572. Die Umlaufintensität beträgt 75,7 % nach 79,2 % im Vorjahr. Der Aufbau der Vorräte erfolgte insbesondere um eventuellen Lieferengpässen vorzubeugen.

Mit einer Quote von 60,4 % (Vorjahr 52,1 %) trägt das Eigenkapital wesentlich zur Finanzierung der Gesellschaft bei.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten liegen mit TEUR 901 um TEUR 125 unter dem Vorjahreswert (TEUR 1.026).

IV. Prognosebericht

Durch die rege Forschungstätigkeit, den hervorragenden Ruf der Produkte und Anpassungen der Preise an gestiegene Kosten wird das Unternehmen auch im Jahr 2022 und 2023 eine positive Entwicklung nehmen. Eine entsprechende Entwicklung lassen die derzeit vorliegenden Zahlen erkennen.

Eine weiterhin positive Entwicklung mit einer Steigerung des Rohergebnisses weisen die vorläufigen Werte für die Geschäftsjahre 2022, 2023 und für das erste Halbjahr 2024 aus. In den Jahren ist von einer leichten Steigerung des Rohergebnisses und des Jahresüberschusses auszugehen. Die konjunkturelle Lage verschlechterte sich jedoch in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 zunehmend insbesondere im deutschen Markt. Diese konjunkturelle Ver-schlechterung erholt sich dann im Jahr 2024. Durch die im Umfeld des Ukraine-Krieges ergangenen Lieferbeschränkungen bzw. Lieferverbote in den russischen Markt werden keine Lieferungen in den russischen Markt mehr möglich sein. Da der russische Markt für die Gesellschaft eine untergeordnete Rolle hat, werden die Auswirkungen allerdings nicht wesent-lich sein.

Weitere Investitionen in zukunftsweisende Technologien im Bereich der Entwicklung und in Bauten auf eigenen Grundstücken sind auch im Geschäftsjahr 2022 und 2023 für die Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens durchgeführt worden, um die Zielsetzungen Qualitäts-sicherstellung, Mitarbeiter- und Umweltschutz zu verwirklichen.

V. Risikobericht

Im Rahmen von Quartalsabschlüssen bestehend aus einer Bilanz, Gewinn- und Verlust-rechnung und der Entwicklung des Anlagevermögens erfolgt die Steuerung und Kontrolle der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens. Durch regelmäßige Statusberichte werden Einschätzungen zur voraussichtlichen Geschäftsentwicklung abgefragt. Der Planungszeitraum für die Erfolgs- und Liquiditätsrechnung ist auf ein Kalenderjahr ausgerichtet.

Mit unseren Hauptlieferanten verfolgen wir im Rahmen des Lieferantenmanagements eine beständige und vertrauensvolle Geschäftsbeziehung. Mit Preis- und Mengenabsicherungen, sowie einer energischen Lieferantenauswahl begegnen wir dem Risiko steigender Rohstoffpreise.

Nach wie vor ist der Absatzmarkt - Käufermarkt - geprägt durch international tätige kommerzielle Kunden und öffentlich-rechtliche Körperschaften.

Wir sehen nach unserem derzeitigen Kenntnisstand keine weiteren Risiken, die die Entwicklung des Unternehmens gefährden könnten.

Durch den vollständigen Wegfall der Corona-bedingten Einschränkungen im April 2023 ist das durch Corona bedingte Risiko weggefallen.

In Folge des Ukraine Kriegs werden keine Umsätze im russischen Markt mehr möglich sein. Wegen des geringen Umfangs der Exporte nach Russland stellt dies kein erhöhtes Risiko für das Unternehmen dar.

Kostensteigerung im Bereich Energie spielen für das Unternehmen direkt nur eine unterge-ordnete Rolle. In Folge der gestiegenen Energiekosten erhöhen sich indirekt die Einkaufspreise der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Es besteht das Risiko, dass diese Preissteigerungen nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden können. Dadurch kann sich die Marge negativ entwickeln.

VI. Chancenbericht

Durch geeignete Maßnahmen im Personal- und Qualifizierungsbereich begegnen wir dem Wettbewerb durch ein hohes Fachwissen, Innovation, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität. Dem Ziel des Unternehmens bei der Produktpalette den Maßstab am Markt vor-zugeben, dienen die regelmäßigen Investitionen in unsere Produktionsstätten zur Optimierung der Produktionsabläufe.

Systec Produkte stehen für absolute Zuverlässigkeit - selbst unter strengsten Laborbe-dingungen. Um dies sicherzustellen und durch unabhängige Seite zu belegen, unterhalten wir ein Qualitätsmanagement-System nach DIN EN ISO 9001, zertifiziert vom TÜV Rheinland. Darüber hinaus ist sich Systec auch der Verantwortung bewusst, die ein Unternehmen von Weltrang gegenüber der Umwelt hat, was die Einhaltung aller gängigen Umwelt- und Ethik-standards für Systec unabdingbar macht. Um diesen Anspruch zu bekräftigen, arbeiten wir auf Basis eines nach DIN EN ISO 14001 zertifizierten Umweltmanagement-Systems. Dies stellt sicher, dass die Umweltbelastung durch unsere qualitativ hochwertigen Autoklaven in der Produktion sowie beim täglichen Betrieb bei unseren Kunden auf ein Minimum begrenzt wird.

Um Profitabilität und Rendite zu gewährleisten, nehmen wir ständige Optimierungen unserer Geschäftsprozesse vor. Insbesondere nehmen unser Lean Management Projekt sowie eine stringente Transparenz in der Ergebnis- und Kostenentwicklung einen hohen Stellenwert ein.

Nachtragsbericht

Im Jahr 2022 wurde der produktive Bereich des Unternehmens in eine GmbH & Co. KG ausgegliedert. Die ertragsteuerliche Ausgliederung erfolgte zum 1. Januar 2022.

 

Linden, 13. Dezember 2024

Systec GmbH (jetzt: JST Holding GmbH)

Geschäftsführung

gez. Helmut Winkelmann

gez. Jörg Winkelmann

gez. Tanja Winkelmann

gez. Sandra Emmerich

Bilanz der zum 31. Dezember 2021

Aktiva

Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2020
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 135.456,00 223.550,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.625.205,44 2.558.442,44
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.740,00 21.021,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 774.221,00 340.488,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.098.332,91 811.926,07
5.512.499,35 3.731.877,51
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 170.102,32 183.572,32
5.818.057,67 4.138.999,83
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.937.828,37 5.366.091,62
2. Unfertige Erzeugnisse 711.066,15 184.430,17
3. Fertige Erzeugnisse 726.707,93 1.022.490,85
4. Geleistete Anzahlungen 2.935,00 0,00
8.378.537,45 6.573.012,64
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.691.259,79 2.678.105,15
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 446.303,69 838.376,64
3. Sonstige Vermögensgegenstände 315.574,78 364.298,28
- davon gegen Gesellschafter: EUR 52.007,45 (i. V. EUR 52.007,45)
4.453.138,26 3.880.780,07
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 5.777.615,47 5.740.794,10
18.609.291,18 16.194.586,81
C. Rechnungsabgrenzungsposten 154.450,76 105.308,63
24.581.799,61 20.438.895,27

Passiva

Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2020
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 52.000,00 52.000,00
II. Gewinnvortrag 10.601.448,93 6.321.354,36
III. Jahresüberschuss 4.200.618,80 4.280.094,57
14.854.067,73 10.653.448,93
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.793.150,00 2.747.871,00
2. Steuerrückstellungen 1.887.252,48 2.022.873,91
3. Sonstige Rückstellungen 1.304.000,00 1.535.500,00
5.984.402,48 6.306.244,91
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 900.646,63 1.026.001,93
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.206.956,40 925.571,76
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.353.233,22 1.179.118,18
4. Sonstige Verbindlichkeiten 282.493,15 348.509,56
- davon aus Steuern: EUR 150.323,81 (i. V. EUR 134.451,18)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 24.959,57 (i. V. EUR 30.482,02)
3.743.329,40 3.479.201,43
24.581.799,61 20.438.895,27

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021

2021 2020
EUR EUR
1. Rohergebnis 21.299.395,09 20.340.101,55
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.105.873,24 7.607.782,95
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.803.248,85 1.690.374,54
- davon für Altersversorgung: EUR 229.767,83 (i. V. EUR 177.145,23)
10.909.122,09 9.298.157,49
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 430.387,40 350.731,84
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.789.833,15 4.381.302,63
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.174,31 6.076,23
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 77.995,70 96.317,51
- davon aus der Abzinsung: EUR 63.201,00 (i. V. EUR 73.214,00)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.876.700,03 1.922.740,51
8. Ergebnis nach Steuern 4.217.531,03 4.296.927,80
9. Sonstige Steuern 16.912,23 16.833,23
10. Jahresüberschuss 4.200.618,80 4.280.094,57

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Gießen unter HR B 2474 eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Linden. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Die Bilanz zum 31. Dezember 2021 und die Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 wurden nach den Gliederungsschemata für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Die Gesellschaft nimmt für die Aufstellung des Anhangs die größenabhängigen Erleichterungen des HGB in Anspruch.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren linear abgeschrieben.

2. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen bemessen sich unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von einem bis dreiunddreißig Jahren nach der linearen Methode.

Die Abschreibungen werden dem Zugangsdatum entsprechend monatsgenau berechnet (pro rata temporis). Gebrauchte Anlagegüter sind entsprechend ihrer Restnutzungsdauer linear abgeschrieben worden.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis Euro 800,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben und in der Entwicklung des Anlagevermögens als Zu- und Abgang des Berichtsjahres ausgewiesen.

3. Die in den Finanzanlagen enthaltenen Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

4. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten, wobei für Lager- und Verwaltungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen wurden.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten.

Im Vorjahresabschluss unter dem Posten Waren ausgewiesene Zukaufteile, halbfertige Erzeugnisse und fertige Erzeugnisse wurden im Berichtsjahr in die Posten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Unfertige Erzeugnisse bzw. Fertige Erzeugnisse umgegliedert. Der Vorjahresausweis sowie der Ausweis der Veränderung der Bestände der unfertigen und fertigen Erzeugnisse in der Gewinn- und Verlustrechnung wurden entsprechend angepasst.

5. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbaren Risiken ist durch entsprechende Wertberichtigungen angemessen Rechnung getragen worden. Die Forderungen gegenüber Gesellschaftern werden in einem Davon-Vermerk innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände gezeigt. Alle Forderungen haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

6. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ansprüche der Gesellschaft, deren Aufwendungen einem folgenden Geschäftsjahr zuzuordnen sind.

7. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Die zugrundeliegenden Annahmen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Bewertungsverfahren PUC-Methode
Rechnungsgrundlagen Kommutationswerte des aus "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck, Köln
Rechnungszins 1,87 %
Rententrend 0,00 %
Einkommenstrend 0,00 %


Der Rechnungszinssatz basiert entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB auf dem von der Deutsche Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre. In Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wird bei der Abzinsung pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt.

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2021 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre eine Verminderung der Rückstellung für Pensionen in Höhe von TEUR 163 (Unterschiedsbetrag).

Weiterhin macht die Gesellschaft von der Möglichkeit des Wahlrechts aus der Veränderung des Rechnungszinses Gebrauch und hat den Differenzbetrag aus Dienstzeitaufwand und den im Geschäftsjahr erbrachten Leistungszahlungen im operativen Ergebnis als Personalaufwand erfasst.

8. Für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten werden Rückstellungen in dem Umfang gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung und unter Berück-sichtigung der kaufmännischen Vorsicht notwendig ist. Die Rückstellungen wurden zum notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet.

9. Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens erfolgt gemäß § 268 Abs. 2 HGB nach der sogenannten Bruttomethode und ist aus der Anlage zum Anhang ersichtlich.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen in Höhe von TEUR 446 enthalten, die aus Lieferungen und Leistungen resultieren.

3. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.304 enthalten neben den Rückstellungen für Gewährleistungen (TEUR 744) im Wesentlichen Rückstellungen aus Jahresabschluss und Prüfung (TEUR 167) und Personalrückstellungen (TEUR 379).

4. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten, mit Ausnahme des Bankdarlehns, haben eine zu erwartende Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Zur Verbesserung der Klarheit und der Übersichtlichkeit werden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:

Restlaufzeit
Stand am 31.12.2021 bis 1 Jahr 1 - 5 Jahre über 5 Jahre davon gesichert
EUR EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 900.646,63 126.928,42 526.964,75 246.753,46 750.000,00
(im Vorjahr) (1.026.001.93) (125.355,30) (533.905.,06) (366.741,57) (750.000,00)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.206.956,40 1.206.956,40 0,00 0,00 0,00
(im Vorjahr) (925.571,76) (925.571,76) (0,00) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.353.233,22 1.353.233,22 0,00 0,00 0,00
(im Vorjahr) (1.179.118,18) (1.179.118,1) (0,00) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 282.493,15 282.493,15 0,00 0,00 0,00
(im Vorjahr) (348.509,56) (348.509,56) (0,00) (0,00) (0,00)
3.743.329,40 2.969.611,19 526.964,75 246.753,46 750.000,00
(3.479.201,43) (2.578.554,80) (533.905,06) (366.741,57) (750.000,00)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von EUR 750.000,00 durch Grundpfandrechte gesichert.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit TEUR 294 Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen.

V. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen ausschließlich aus Miet- und Leasingverträgen. Sie betragen TEUR 420 pro Jahr.

2. Anteilsbesitz

Eigenkapital Ergebnis Beteiligungshöhe
31.12.2021 2021 31.12.2021
CNY CNY %
Systec Shanghai Trading Co. Ltd., Shanghai/China 2.216.515,54 560.996,05 100,00

3. Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt wurden folgende Mitarbeiter beschäftigt:

2021
Gewerbliche Arbeitnehmer 128
Angestellte 52
Gesamt 180

Daneben hat die Gesellschaft im Berichtsjahr durchschnittlich 17 Auszubildende beschäftigt.

4. Geschäftsführung

Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2021

Herr Helmut Winkelmann, Kaufmann

Die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen.

5. Nachtragsbericht

Hinsichtlich der Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Kriegs in der Ukraine verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht.

Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 8. Juli 2022 hat die Gesellschaft eine Änderung des Gesellschaftsvertrages in § 1 (Firma) beschlossen. Die Gesellschaft wurde in JST Holding GmbH umfirmiert. Die Änderung wurde am 19. Juli 2022 in das Handelsregister eingetragen.

Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 30. September 2022 wurden Jörg Winkelmann, Wettenberg, Tanja Winkelmann, Rabenau und Sandra Emmerich, Rabenau, zu Geschäftsführern bestellt. Die Bestellungen wurden am 4. November 2022 in das Handelsregister eingetragen.

6. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2021 in Höhe von EUR 4.200.618,80 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Linden, den 13. Dezember 2024

Systec GmbH (jetzt: JST Holding GmbH)

Geschäftsführung

gez. Helmut Winkelmann

gez. Jörg Winkelmann

gez. Tanja Winkelmann

gez. Sandra Emmerich

Entwicklung des Anlagevermögens der Systec GmbH (jetzt: JST Holding GmbH), Linden, im Geschäftsjahr 2021

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.031.164,72 59.561,05 0,00 0,00 1.090.725,77
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.187.066,85 19.875,41 0,00 146.073,16 3.353.015,42
2. Technische Anlagen und Maschinen 92.219,58 0,00 0,00 0,00 92.219,58
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.333.500,77 567.048,78 0,00 43.950,00 2.944.499,55
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 811.926,07 1.476.430,00 0,00 -190.023,16 2.098.332,91
6.424.713,27 2.063.354,19 0,00 0,00 8.488.067,46
III. Finanzanlagen 183.572,32 0,00 13.470,00 0,00 170.102,32
7.639.450,31 2.122.915,24 13.470,00 0,00 9.748.895,55
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2021 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 807.614,72 147.655,05 0,00 955.269,77
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 628.624,41 99.185,57 0,00 727.809,98
2. Technische Anlagen und Maschinen 71.198,58 6.281,00 0,00 77.479,58
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.993.012,77 177.265,78 0,00 2.170.278,55
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
2.692.835,76 282.732,35 0,00 2.975.568,11
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
3.500.450,48 430.387,40 0,00 3.930.837,88
Buchwerte
Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 135.456,00 223.550,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.625.205,44 2.558.442,44
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.740,00 21.021,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 774.221,00 340.488,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.098.332,91 811.926,07
5.512.499,35 3.731.877,51
III. Finanzanlagen 170.102,32 183.572,32
5.818.057,67 4.138.999,83

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Systec GmbH (jetzt: JST Holding GmbH), Linden

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Systec GmbH (jetzt: JST Holding GmbH), Linden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Systec GmbH (jetzt: JST Holding GmbH), Linden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetz- lichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Siegen, 13. Dezember 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

gez. Markus Schneider, Wirtschaftsprüfer

gez. Burkhard Völkner, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 und des Lageberichts 2023 erfolgte in der Gesellschafterversammlung am 16. Dezember 2024.

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