studio fiftynine GmbH
Selbe AdresseFernsehveranstalter und Verbreitung von Videoinhalten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Benjamin Steen seit 22.4.2026 | Geschäftsführer |
Axel Hellmann seit 15.12.2025 | Geschäftsführer |
Oliver Dr. Bäcker seit 9.7.2025 | Geschäftsführer |
Johannes Möglich seit 30.7.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Eintracht Frankfurt Fußball AktiengesellschaftFrankfurt am MainKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. Juni 2023Konzernlagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. Juni 2023I. Grundlagen des Konzerns 1. Konzernstruktur 2. Geschäftsmodelle II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf 3. Lage 4. Gesamtaussage III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht 2. Chancenbericht 3. Risikobericht I. Grundlagen des Konzerns 1. Konzernstruktur
Die Eintracht Frankfurt Fußball Aktiengesellschaft hält Anteile zu 100 % an fünf Tochtergesellschaften:
Die Tochtergesellschaft Eintracht Frankfurt Stadion GmbH hält Anteile zu 62,5 % an einer Enkelgesellschaft:
2. Geschäftsmodelle Eintracht Frankfurt Fußball Aktiengesellschaft Die Eintracht Frankfurt Fußball Aktiengesellschaft unterhält eine Männer Profifußballmannschaft und ist Mitglied im DFL Deutschen Fußball Liga e.V., Frankfurt am Main. Ferner unterhält die Gesellschaft seit dem 1. Juli 2020 eine Frauen Profifußballmannschaft. Neben der Abwicklung der Heimspiele und dem damit verbundenen Ticketverkauf besteht die Geschäftstätigkeit in der Verwertung eigener Rechte und dem Handel mit Fanartikeln unter der Marke Eintracht Frankfurt. Darüber hinaus wird unter der Leitung der Muttergesellschaft Eintracht Frankfurt e.V., Frankfurt am Main, ein Nachwuchs-Fußball-Leistungszentrum betrieben, welches der Eintracht Frankfurt Fußball Aktiengesellschaft nachhaltig die Ausbildung von Profi-Fußball-Spielern sichert. Entsprechend der Geschäftspolitik konzentriert sich die Gesellschaft dabei auf dieses Kerngeschäft und ist nur in Bereichen tätig, die eng mit dem professionellen Fußball verbunden sind. Die Eintracht Frankfurt Fußball Aktiengesellschaft ist gemäß der Lizenzierungsordnung der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH, Frankfurt am Main, verpflichtet, den sportlichen Unterbau der Lizenzfußballmannschaft, den Amateur- und Jugendfußball, zu unterhalten. Mit Vertrag vom 14. November 2007 wurde mit dem Mehrheitsgesellschafter Eintracht Frankfurt e.V. ein Vertrag geschlossen, der die Durchführung des Amateur- und Jugendfußballs regelt. Auf Basis dieses Vertrages wendet die Eintracht Frankfurt Fußball AG bis zu 9 Mio. Euro pro Saison bzgl. der Entwicklung von Nachwuchsfußballspielern auf. Zum 1. Juli 2023 geht das Nachwuchsleistungszentrum auf die Eintracht Frankfurt Fußball Aktiengesellschaft über und wird fortan von dieser selbst betrieben. Eintracht Frankfurt Event GmbH Zweck der Gesellschaft ist die Durchführung von Vermarktungs- und Dienstleitungsgeschäften im Zusammenhang mit sämtlichen Eigen- oder Fremdveranstaltungen für die Eintracht Frankfurt Fußball AG und deren Tochtergesellschaften, für Eintracht Frankfurt e.V., Frankfurt am Main, Eintracht Frankfurt Pro Sports GmbH, Frankfurt am Main, und Fremdveranstaltungen sonstiger externer Auftraggeber. Eintracht Frankfurt Museum GmbH Zweck der Gesellschaft ist die Förderung kultureller Zwecke durch die Förderung und Bewahrung des Bewusstseins der Geschichte des Vereins Eintracht Frankfurt sowie der Frankfurter und Hessischen Sportgeschichte mittels Aufbau, Betrieb und Unterhalt eines Museums. Eintracht Frankfurt Football (Beijing) Co., Ltd. Zweck der chinesischen Tochtergesellschaft ist es, den chinesischen Markt mit deutschem Know-how im Fußballbereich zu bedienen. EintrachtTech GmbH Diese Gesellschaft bündelt alle künftigen digitalen Geschäftsmodelle der Gruppe, die Entwicklung und das Customizing einer Plattform zum Betrieb und zur Aussteuerung von digitalen Geschäftsmodellen, das Anbieten und Durchführen von Beratungs- und Konzeptionsdienstleistungen mit Ausnahme einer Beratung, die der Genehmigung oder Zulassung bedarf, sowie den Betrieb, die Content-Erstellung und Kuration digitaler Produkte. Eintracht Frankfurt Stadion GmbH Die Gesellschaft übernimmt den Betrieb sowie die Vermarktung der Grundstücke, der anschließenden Sportareale, der Parkplätze und des Gebäudes des Stadions im Süden von Frankfurt am Main (Waldstadion) mit Ausnahme von Tätigkeiten, die nach der Gewerbeordnung einer Erlaubnis bedürfen, sowie die Organisation, Durchführung und Vermarktung eigener oder fremder Veranstaltungen. Eintracht Frankfurt Sportpark Dreieich GmbH Zweck der Gesellschaft ist die Errichtung und der Betrieb von Sportstätten, die Sanierung, Übernahme und Vermarktung von Sportstätten sowie die Unterstützung und Förderung gemeinnütziger eingetragener und ortsansässiger Sportvereine sowie die Vermietung, Unterhaltung und Vermarktung der Baulichkeiten "Sportpark Dreieich", Am Bürgeracker 24, 63303 Dreieich. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft erfuhr im zurückliegenden Winterhalbjahr einen kräftigen Rücksetzer. Als Folge der hohen Inflation schwächte sich die Nachfrage spürbar ab. In diesem Jahr wird das Bruttoinlandsprodukt um 0,4% zurückgehen und im kommenden Jahr um 1,5% zunehmen. Die Inflationsrate dürfte von 6,9% im Jahr 2022 auf 5,8% im Jahr 2023 und 2,1% im Jahr 2024 sinken. Der Gesamtumsatz des deutschen Profifußballs ist erstmals seit Ausbruch des Coronavirus wieder gestiegen - lag aber auch in der Saison 2021/22 weit unter dem Rekordniveau aus Zeiten vor der Pandemie. Insgesamt erlösten die 36 Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga in der Spielzeit 2021/22 4,48 Milliarden Euro. Das entspricht einer Steigerung um 10,5 Prozent im Vergleich zur vorherigen Saison, liegt aber noch immer um rund 325 Millionen Euro unter dem Erlös, der vor Corona erzielt wurde (2018/19: 4,8 Milliarden Euro). Da es weiterhin signifikante pandemiebedingte Einschränkungen bei der Zulassung von Zuschauerinnen und Zuschauern zu den Stadien gab, erreichten vor allem die Spielerträge (hauptsächlich Einnahmen aus dem Ticketabsatz) in der Saison 2021/22 noch nicht einmal ansatzweise das Vor-Corona-Niveau: 2018/19 waren es noch rund 650 Millionen Euro - in der vergangenen Spielzeit 402 Millionen Euro. Hinzu kommt unter anderem, dass die Erlöse aus der Verwertung der deutschsprachigen Medienrechte für den laufenden Zyklus (2021/22 bis 2024/25) auf Grundlage der kurz nach Pandemie-Beginn unter herausfordernden Rahmenbedingungen abgeschlossenen Verträge etwas geringer ausfallen als in den vorherigen vier Jahren (durchschnittlich 1,1 Milliarden Euro statt zuvor 1,16 Milliarden Euro pro Saison). Der deutsche Profifußball ist derweil weiterhin ein bedeutender Steuerzahler: Rund 1,4 Milliarden Euro an Steuern und Abgaben haben die 36 Clubs in der vergangenen Saison an die Finanzbehörden sowie die Sozial- und Unfallversicherungen entrichtet (2020/21: 1,3 Milliarden Euro). Dass im Verlauf der Saison die Fans sukzessive in die Stadien zurückkehren durften, spiegelt sich auch in der Anzahl der direkt und indirekt rund um die Bundesliga und 2. Bundesliga beschäftigten Personen wider, die sich deutlich von 26.183 auf 48.372 erhöht hat. Das entspricht einer Steigerung um 85 Prozent. 2. Geschäftsverlauf Im Rumpfgeschäftsjahr (1. Januar bis 30. Juni 2023) wurden 9 (Vorjahr 17) Bundesliga-Heimspiele und 2 (Vorjahr 0) Heimspiele im DFB-Pokal durchgeführt. Zudem hat Eintracht Frankfurt 0 (Vorjahr 3) Heimspiele in der Europa League und 1 (Vorjahr 3) Heimspiel in der UEFA-Champions League ausgetragen. Ferner fielen im Rumpfgeschäftsjahr keinerlei coronabedingten Beschränkungen bei den Zuschauerzahlen an, wie dies in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2022 noch bestand. Für das Rumpfgeschäftsjahr (1. Januar bis 30. Juni 2023) prognostizierte der Vorstand im Vorjahr für den Konzern einen Umsatz von 117 Mio. Euro sowie einen Jahresfehlbetrag von 4 Mio. Euro. Für den Fall der Teilnahme am internationalen Wettbewerb wurde ein Jahresergebnis von 10 Mio. Euro für die Saison 2023/24 prognostiziert. Zur weiteren Analyse wird auf die Ausführungen zur Ertragslage verwiesen. 3. Lage a. Ertragslage Ergebnisentwicklung Im Rumpfgeschäftsjahr (1. Januar bis 30. Juni 2023) erzielte die Gruppe einen Jahresfehlbetrag vor nicht beherrschenden Anteilen i. H. v. 3.470 Tausend Euro (Vorjahr: Jahresfehlbetrag i. H. v. 14.353 Tausend Euro). Gegenüber dem prognostizierten Jahresfehlbetrag von 4,0 Mio. Euro stellt dies eine leichte Verbesserung dar, die im Wesentlichen durch die Teilnahme am DFB-Pokalfinale bedingt wurde. Ertragsentwicklung Die im operativen Betriebsergebnis enthaltenen Erträge entwickelten sich in den letzten beiden Geschäftsjahren wie folgt: Zur besseren Vergleichbarkeit der Ertragsentwicklung werden aus Gründen der Klarheit und Aussagefähigkeit die ungeprüften Werte des Vorjahreszeitraums (1. Januar bis 30. Juni 2022) verwendet. Ein Vergleich mit den Werten des gesamten Geschäftsjahres 2022 ist durch die unterschiedlichen Zeiträume nicht aussagekräftig. Die Werte des Geschäftsjahres 2022 sind in der Tabelle ebenfalls ergänzt.
Die Ertragslage ist dadurch gekennzeichnet, dass die Gesamterträge (Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge) des Rumpfgeschäftsjahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (1. Januar bis 30. Juni 2022) um 17,8 % auf 137.805 Tausend Euro gestiegen sind. Die Erträge aus Spielbetrieb stiegen im Rumpfgeschäftsjahr (1. Januar bis 30. Juni 2023) um 4.522 Tausend Euro (+47,8 %). Dies ist bei numerisch gleichbleibender Anzahl an Heimspielen insbesondere auf die in den ersten Monaten 2022 noch geltenden Corona-Beschränkungen bei den Zuschauerzahlen zurückzuführen. In den jeweils ersten sechs Monaten der beiden Geschäftsjahre richtete man insgesamt in der Champions League (1, VJ 0), Europa League (0, VJ 3) DFB-Pokal (2, VJ 0) und Bundesliga (9, VJ 9) Heimspiele aus. Die Erträge aus Vermarktung stiegen um 13.522 Tausend Euro (+44,6 %) auf 43.832 Tausend Euro. Der Anstieg resultiert vor allem aus dem gesteigerten Vermarktungsvolumen über alle Fußballmannschaften (Männer, Frauen, U21) und der höheren Anzahl an Heimspielen und daraus resultierenden Hospitality-Erlösen. Ferner wirken sich hier die gestiegenen Fremdvermarktungen des Stadions für Veranstaltungen aus. Die Erträge aus TV-Rechten stiegen um 8.297 Tausend Euro auf 61.508 Tausend Euro (+15,6 %). Neben Erträgen aus der Teilnahme an der Bundesliga i.H.v. 40.627 Tausend Euro wurden im Wesentlichen Erträge aus UEFA-Wettbewerben i.H.v. 11.647 Tausend Euro und aus dem DFB-Pokal 8.739 Tausend Euro erzielt. Die Erträge aus Spielertransfers beliefen sich im Rumpfgeschäftsjahr (1. Januar bis 30. Juni 2023) auf 1.083 Tausend Euro (-85,8 %). Die Erträge aus Merchandising sanken um 943 Tausend Euro (-8,2 %) auf 10.595 Tausend Euro. Aufwandsentwicklung Die operativen, im Betriebsergebnis enthaltenen Aufwendungen entwickelten sich in den letzten beiden Geschäftsjahren wie folgt: Zur besseren Vergleichbarkeit der Aufwandsentwicklung werden aus Gründen der Klarheit und Aussagefähigkeit die ungeprüften Werte des Vorjahreszeitraums (1. Januar bis 30. Juni 2022) verwendet. Ein Vergleich mit den Werten des gesamten Geschäftsjahres 2022 ist durch die unterschiedlichen Zeiträume nicht aussagekräftig. Die Werte des Geschäftsjahres 2022 sind in der Tabelle ebenfalls ergänzt.
Insgesamt sanken die operativen Aufwendungen um 10.977 Tausend Euro (-7,3 %). Die Personalaufwendungen sanken um 8.681 Tausend Euro auf 55.899 Tausend Euro (-13,4 %). Dies ist insbesondere auf Prämienzahlungen im Zuge des Gewinns der Europa League und der damit verbundenen Qualifikation zur Champions League zurückzuführen. Die Abschreibungen sanken aufgrund der Veränderungen des Spielerkaders um 5.108 Tausend Euro (-25,4 %). Die Spielbetriebsaufwendungen sanken um -1.944 Tausend Euro auf 13.289 Tausend Euro (-12,8 %). Die Transferaufwendungen sanken um 5.280 Tausend Euro auf 3.514 Tausend Euro (-60,0 %). Die Reduzierung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus dem geringeren Transfervolumen inkl. der Berücksichtigung von Drittbeteiligungen an den Verkaufserlösen sowie Provisionsaufwendungen aus dem Verkauf von Spielern. Die Aufwendungen für das Nachwuchsleistungszentrum (Amateurfußball) betrugen 5.262 Tausend Euro (1. HJ 2022: 3.411 Tausend Euro). Die Aufwendungen für den Bereich Frauenfußball betrugen 724 Tausend Euro (1. HJ 2022: 311 Tausend Euro). Die Aufwendungen für den Bereich Fußballschule betrugen 438 Tausend Euro (1. HJ 2022: 282 Tausend Euro). Die Aufwendungen für Marketing & Kommunikation stiegen um 7.032 Tausend Euro auf 31.225 Tausend Euro (+29,1 %). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus höheren Spieltagskosten wie Catering und Stadionmiete sowie höheren Veranstaltungskosten. Die Aufwendungen für Handel sanken aufgrund der geringeren Merchandisingerlöse um 1.370 Tausend Euro auf 5.858 Tausend Euro (-19,0 %). Die Aufwendungen für die Verwaltung betrugen 8.784 Tausend Euro (1. HJ 2022: 6.830 Tausend Euro). b. Finanzlage Ausgangslage Die Kernaufgabe des Finanzmanagements der Konzernobergesellschaft ist die jederzeitige ausreichende Liquiditätsversorgung der Konzerngesellschaften. Langfristige Investitionen werden mit langfristigen Darlehen finanziert. Ergänzend werden Finanzierungsmaßnahmen vorgenommen, um die kurz- bis mittelfristige Liquiditätsversorgung sicherzustellen. Die Geldanlagen erfolgen unter der Prämisse höchstmöglicher Risikovermeidung. Diese Grundsätze resultieren auch daraus, dass im Lizenzierungsverfahren der Deutschen Fußball Liga GmbH der Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit durch die Darlegung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit erbracht wird. Sollten sich zukünftig Möglichkeiten zur Erweiterung des laufenden Betriebsmittelkredits ergeben, werden diese geprüft. Diese sollen vorrangig zur Risikovorsorge dienen und den Erhalt der Lizenz sichern. Kapitalstruktur Die Eigenkapitalquote betrug zum 30. Juni 2023 16,0 % (31.12.2022: 15,7 %). Die Erhöhung ist trotz eines Jahresfehlbetrags von 3.470 Tausend Euro auf die um 25.340 Tausend Euro (-14,1%) gesunkene Bilanzsumme zurückzuführen. Investitionen Im Rumpfgeschäftsjahr (1. Januar bis 30. Juni 2023) wurden entsprechend dem Anlagenspiegel folgende Investitionen (ohne Konsolidierungskreisveränderungen) vorgenommen:
Das Rumpfgeschäftsjahr (1. Januar bis 30. Juni 2023) war maßgeblich durch eine niedrigere Investitionstätigkeit in Spielerwerte gekennzeichnet, da üblicherweise die Transferaktivitäten überwiegend im Sommer stattfinden. Liquiditätsanalyse Zum 30. Juni 2023 verfügte der Konzern über liquide Mittel i. H. v. 6.204 Tausend Euro (31.12.2022: 22.749 Tausend Euro). Zum Bilanzstichtag hatten wir folgende Liquiditätskennzahlen zu verzeichnen:
1 Liquide Mittel / kurzfristiges Fremdkapital 2 Kurzfristiges monetäres Umlaufvermögen / kurzfristiges Fremdkapital 3 Kurzfristiges monetäres Umlaufvermögen + Vorräte / kurzfristiges Fremdkapital Die Liquiditätsentwicklung lässt sich durch die nachfolgende Konzernkapitalflussrechnung verdeutlichen:
Der Finanzmittelfonds am Ende der Periode umfasst ausschließlich Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände sowie Kreditkartenverkehr. Die Eintracht Frankfurt Fußball Aktiengesellschaft konnte auch im Rumpfgeschäftsjahr (1. Januar bis 30. Juni 2023) ihren Zahlungsverpflichtungen vollumfänglich nachkommen. Bedingt durch die Änderungen im DRS 21, werden erstmalig Veränderungen der Kontokorrentdarlehen gegenüber Tochtergesellschaften im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Es wurden aus Risikovorsorgegründen vier Kreditlinienverträge i. H. v. insgesamt 50 Mio. Euro, davon 10 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2024 und 40 Mio. Euro unbefristet, abgeschlossen. Zum 30. Juni 2023 erfolgte keine Inanspruchnahme. Die Inanspruchnahme des langfristigen Immobilien-Darlehens für den Neubau des Proficamps betrug zum 30. Juni 2023 31.903 Tausend Euro. Hinsichtlich der Forfaitierung wird auf die Ausführungen im Konzernanhang verwiesen. Bei einer um 25.340 Tausend Euro gesunken Bilanzsumme auf 153.811 Tausend Euro betrug das Verhältnis von Eigen- zu Fremdkapital zum 30. Juni 2023 19,1 % (31.12.2022: 18,6 %). c. Vermögenslage Das Vermögen hat sich im Rumpfgeschäftsjahr (1. Januar bis 30. Juni 2023) wie folgt entwickelt:
Die Veränderung des Gesamtvermögens um 25,3 Mio. Euro ist im Wesentlichen auf eine Reduzierung des Bankbestandes zurückzuführen.
Die Veränderung der Mittelherkunft um 25,3 Mio. Euro ist im Wesentlichen auf eine Reduzierung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditunternehmen zurückzuführen. 4. Gesamtaussage Die Höhe des Eigenkapitals, die vorhandene Liquidität und das Bestehen von Kreditlinien führen neben den zur Ertragslage gemachten Ausführungen dazu, die Vermögenslage als angemessen und die Finanzlage der Eintracht Frankfurt Fußball Aktiengesellschaft und des Konzerns weiterhin als stabil zu bezeichnen. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Entwicklung der Ertragslage Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2023 und nach Abschluss der Bundesligasaison 2022/2023 belegt die Männermannschaft mit 50 Punkten Tabellenplatz 7 und hat somit die Qualifikation zur UEFA Conference League erreicht. Damit spielt die 1. Männermannschaft auch in der Saison 2023/2024 in der ersten Bundesliga. Für die Spielzeit 2023/2024 plant der Vorstand mit einem Umsatz i. H. v. ca. 340 Mio. Euro und ein Jahresergebnis von ca. 37 Mio. Euro. Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage Die Konzernobergesellschaft verfügt durch die hohe Zahlungsmoral ihrer Kunden und Partnerunternehmen und die im Geschäftsjahr eingeleiteten Maßnahmen weiterhin über eine angemessene Liquidität zum Bilanzstichtag, um die anstehenden Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können. Zur Absicherung allgemeiner und branchenspezifischer Risiken hält die Konzernobergesellschaft dennoch durch den Abschluss von Kreditlinien durchgängig im Prognosezeitraum ausreichende Liquiditätsreserven vor. Man beabsichtigt, das hohe Volumen der Kreditlinien im gleichen Umfang auch zukünftig mindestens beizubehalten, um den Risiken adäquat zu begegnen. Die Konzernobergesellschaft hat im Geschäftsjahr 2021 planmäßig den Bau eines neuen Verwaltungsgebäudes sowie eines Trainingszentrums für den Sportbereich auf dem Stadiongelände abgeschlossen. Das Gebäude ist auf einem Erbpachtgrundstück gebaut (Laufzeit 60 Jahre). Diese Investition ist eine zukunftsweisende Infrastrukturmaßnahme und soll nachhaltig die sportliche Entwicklung sichern. Im Jahr 2020 wurde mit der digitalen Modernisierung des Stadions begonnen. Das Stadion wird seit 1. Juli 2020 durch eine eigene Konzerngesellschaft betrieben. Die sich dadurch verbesserte Vermarktungslage und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle sollen den zu leistenden Kapitaldienst sichern. Des Weiteren wurde die Zuschauerkapazität des Stadions aktuell durch eine durch die Stadt Frankfurt begonnene Baumaßnahme um ca. 6.000 Plätze erweitert und eine der größten Stehplatz Kapazitäten in der Bundesliga geschaffen. Im Zuge der Neugründung der zweiten Männermannschaft hat Eintracht Frankfurt zum 7. März 2022 62,5 Prozent der Geschäftsanteile der Dreieich Sportstätten Betriebs- und Marketing GmbH (DSBM) übernommen, um die infrastrukturellen Möglichkeiten zu erweitern. Die Anteile werden über die Eintracht Frankfurt Stadion GmbH gehalten. Die in diesem Zuge neu firmierte Gesellschaft Eintracht Frankfurt Sportpark Dreieich GmbH betreibt das Stadiongelände. Der Sportpark Dreieich ist ab der Saison 2022/2023 die Trainings- und Heimspielstätte der neuen U21 der Eintracht in der Hessenliga. Das 35.000 Quadratmeter große Stadiongelände soll in Zukunft weiterentwickelt werden. Zum Beginn der Saison 2023/2024 ist der Erwerb des Nachwuchsleistungszentrums aus dem Mutterverein Eintracht Frankfurt e.V., durch einen bereits getroffenen Beschluss der Mitgliederversammlung vollzogen worden. Bis zum 30. Juni 2023 übernahm der Mutterverein den Betrieb, finanziert durch eine vertragliche Zahlung der Gesellschaft. Sämtliche Amateur- und Jugendfußball-Mannschaften des Nachwuchsleistungszentrums werden zukünftig bei der Eintracht Frankfurt Fußball AG von der Gesellschaft vor allem auf dem angemieteten Gelände des Muttervereins betrieben. Gesamtdarstellung der Entwicklung Der Konzern erwartet für die Zukunft, dass sich die sportlichen Entwicklungsmöglichkeiten, wie in der Vergangenheit, an der aktuellen Finanzlage des Konzerns orientieren. Die Aufnahme von Fremdkapital, mit dem Ziel der sportlichen Weiterentwicklung, ist aufgrund der damit verbundenen Chancen erhöhter Transfererlöse eine Option, wenn ein ausgewogenes Chance-/Risiko- Verhältnis vorliegt. Das Interesse an der Fußballbundesliga ist weiterhin hoch. Die Deutsche Fußball Liga GmbH (DFL) hat die Ausschreibung des neuen TV-Vertrages ab der Spielzeit 2021/2022 beendet und mit einem für die aktuelle Lage gutem Ergebnis abgeschlossen. Die nationalen Medienerlöse für die Rechteperiode bis zur Saison 2024/2025 steigen auf 4,4 Mrd. Euro. Das entspricht durchschnittlich 1,1 Mrd. Euro pro Saison. Die TV-Gelder stellen gerade im Pandemiefall die maßgebliche Umsatzgröße dar. 2. Chancenbericht In der Saison 2023/2024 bestehen hinsichtlich einer positiven Veränderung von Umsatz und Ergebnis noch Chancen, die noch keinen Eingang in die vorgenannte Prognose gefunden haben. Zudem besteht die Möglichkeit sowohl in der UEFA Conference League als auch im DFB-Pokal die nächsten Runden zu erreichen. Ferner werden die neuen Geschäftsfelder Digitalisierung, Stadionbetrieb und Eventorganisation, die durch die Konzerngesellschaften umgesetzt werden, weitere Wachstumschancen bieten. Die Eigenvermarktung hat sich als stabil und verlässlich erwiesen, sodass man auch in diesem Bereich aufgrund der konstant hohen Nachfrage weiter wirtschaftlich wachsen kann. 3. Risikobericht Risikomanagement Durch das implementierte Planungs-, Berichts- und Kontrollsystem, das kontinuierlich weiterentwickelt wird, ist der Konzern jederzeit in der Lage, positive und negative Veränderungen zu erkennen und adäquat darauf zu reagieren. Die Qualität dieses Controlling-Systems hat es uns in den letzten Jahren ermöglicht, sportliche und finanzielle Ziele in Einklang zu bringen. Daneben sind Auswahl und Qualifikation verantwortlicher Mitarbeiter und deren Informationsaustausch mit den Mitgliedern des Vorstandes ein geeignetes Mittel, um Risiken frühzeitig zu erkennen, exakt zu bestimmen und geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Aufgrund der Unternehmensgröße existiert auch weiterhin keine interne Revisionsabteilung. Das Entstehen von Risiken, die durch eine interne Revisionsabteilung aufgedeckt werden können, versucht die Konzernobergesellschaft durch organisatorische Maßnahmen und Grundsätze der Führung und Zusammenarbeit zu verhindern. Die Konzernobergesellschaft hat relevante interne Kontrollen in Form von programmierten (insbesondere hinsichtlich der Kostenkontrolle und Budgetplanung) und manuellen Prüfungshandlungen eingerichtet. Die manuellen Prüfungshandlungen sind insbesondere in einer Kassenrichtlinie, Einkaufsrichtlinie und Datenschutzrichtlinie festgelegt. Darüber hinaus wird ein Tax Compliance Management System entwickelt. Somit sollen zukünftig die steuerlichen Risiken besser gemanagt werden. Ein weiterer Baustein wird der begonnene Aufbau eines ESG-Managements sein, der Nachhaltigkeitsaspekte stärker in den Vordergrund stellen wird. Damit wird auch den auf die Konzernobergesellschaft zukommenden erhöhten Anforderungen aus gesetzlichen Vorgaben und der DFL Rechnung getragen. Sportliche Risiken Der wirtschaftliche Erfolg von der Eintracht Frankfurt Fußball Aktiengesellschaft hängt in erheblichem Maße von der sportlichen Leistung der Lizenzmannschaft der Männer ab. Der sportliche Erfolg wiederum ist nur in eingeschränktem Maße planbar und hängt nicht unwesentlich von Faktoren ab, die nur schwer beeinflussbar sind. Diese Risiken lassen sich nur begrenzt minimieren. Die Verantwortlichen wirken diesen Risiken durch intensives Scouting und sportmedizinische Untersuchungen vor der Verpflichtung eines Spielers entgegen. Während einer Spielzeit wird durch qualifiziertes Fachpersonal darauf hingewirkt, die Trainings- und Rehabilitationsmaßnahmen ständig zu optimieren. Mit dem neuen ProfiCamp stehen nunmehr moderne Räumlichkeiten und Ausstattungen dafür zur Verfügung. Die sportlichen Risiken werden insgesamt als mittel eingestuft. Wirtschaftliche Risiken Durch das neu gestaltete Stadionmodell mit der Stadt Frankfurt kann sich der Konzern sowohl auf der Umsatz- als auch auf der Kostenseite besserstellen. Der Stadionbetrieb erfolgt seit 1. Juli 2020 durch eine 100%ige Tochtergesellschaft. Zudem konnte durch die Eigenvermarktung bereits ein erhöhter Deckungsbeitrag im Bereich Sponsoring erzielt werden. Die eigenen leistungswirtschaftlichen Risiken, wie einen Abstieg in die 2. Bundesliga, versucht der Konzern durch variable Vertragsgestaltungen sowie eine an die wirtschaftlichen Möglichkeiten angepasste Investitions- und Liquiditätspolitik zu begrenzen. Die aktuelle Konjunktur- und Inflationsentwicklung in Deutschland könnte sich nachteilig auf die Höhe der Erträge aus der Vermarktung und aus dem Merchandising auswirken. Die weiterhin erfolgreiche Entwicklung der Gesellschaft im sportlichen, Bereich wie auch in der öffentlichen Wahrnehmung ist entscheidend, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen abgefedert werden können. Mit der Umsetzung der Digitalstrategie und des Eigenbetriebs des Stadions über Tochtergesellschaften, die über einen Ergebnisabführungsvertrag mit der Gesellschaft verbunden sind, besteht die Notwendigkeit, die wirtschaftliche Geschäftstätigkeit aus Sicht der Muttergesellschaft durch ein Beteiligungscontrolling zu monitoren. Durch das Lizenzierungsverfahren der DFL ist der Konzern angehalten, die wirtschaftlichen Risiken so zu begrenzen, dass die Liquidität in der laufenden und kommenden Spielzeit nachweislich gesichert ist. Die wirtschaftlichen Risiken werden insgesamt als mittel eingestuft. Finanzielle Risiken Die Darlehen zur Finanzierung der neuen Geschäftsstelle/ProfiCamp sind mit langfristigen Zinsbindungen und planbaren Kapitaldiensten ausgestattet, um die finanziellen Risiken auf niedrigem Niveau zu begrenzen. Für den Kapitalbedarf des digitalen Stadionausbaus wird eine Finanzierungsstruktur angestrebt, die dem Konzern den nötigen Handlungsspielraum und die notwendige Planungssicherheit bietet. Das Aufrechterhalten der bestehenden Betriebsmittellinien sichert darüber hinaus die unsichere wirtschaftliche Entwicklung ab. Im Falle der Nutzung der Kreditlinien würde sich dagegen das gestiegene variable Zinsniveau niederschlagen. Die in Anspruch genommenen Mittel werden in den zukünftigen Planungsrechnungen berücksichtigt und sollen maßvoll zurückgeführt werden. Zudem bieten Forderungsverkäufe bspw. aus Spielertransfers eine Handlungsoption, um Liquiditätsrisiken abzusichern. Preisänderungs- und Ausfallrisiken werden durch ein konsequentes Vertrags- und Debitorenmanagement begrenzt. Die finanziellen Risiken werden insgesamt als mittel eingestuft. Ergebnis der Risikoanalyse aus Sicht des Vorstandes Es ist festzuhalten, dass der Konzern den identifizierbaren Risiken bis zum jetzigen Zeitpunkt adäquat begegnen kann.
Frankfurt am Main, den 12. Oktober 2023 Axel Hellmann, Vorstandssprecher Oliver Frankenbach, Mitglied des Vorstands Markus Krösche, Mitglied des Vorstands Philipp Reschke, Mitglied des Vorstands Konzernbilanz zum 30. Juni 2023Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2023
Konzernkapitalflussrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr 1. Januar bis 30. Juni 2023
*) Der Finanzmittelfonds besteht ausschließlich aus Kasse und Guthaben bei Kreditinstituten sowie aus dem umlaufenden Kreditkartenzahlungsverkehr. Konzerneigenkapitalspiegel für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2023
Konzernanhang zum Jahresabschluss für das Rumpfwirtschaftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 30. Juni 2023der Eintracht Frankfurt Fußball AG1. Allgemeine Angaben Die Konzernobergesellschaft wird unter der HR-Nummer HRB 49421 beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter der Firma Eintracht Frankfurt Fußball Aktiengesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main geführt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 3 HGB. Der Konzernabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der zum Bilanzstichtag gültigen Fassung aufgestellt. Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgen im Konzernanhang, soweit dies zur Aufstellung eines klaren und übersichtlichen Konzernabschlusses erforderlich ist. Die Gliederung der Konzernbilanz erfolgt nach dem um konzernspezifische Posten erweiterten Gliederungsschema nach § 266 HGB für große Kapitalgesellschaften. Die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung entspricht dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB. Zur Verbesserung der Klarheit der Konzernbilanz wurde das gesetzliche Gliederungsschema der Bilanz um die Posten "Spielerwerte", "Kautionen und Sonstiges", "Forderungen aus Transfer" und "Verbindlichkeiten aus Transfer" ergänzt. Das handelsrechtliche Gliederungsschema der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde durch Zwischensummen ergänzt. Zusätzlich wurden ergänzende Darstellungen zu Laufzeiten und der Zusammensetzung von Posten der Konzernbilanz und Konzern-GuV in den Konzernanhang aufgenommen, die sich an der Struktur der DFL Berichterstattung orientieren. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Vergleich zum Vorjahr stetig angewendet Das Geschäftsjahr des Konzerns wurde zur Harmonisierung der Konzernrechnungslegung der Eintracht Frankfurt Fußball Aktiengesellschaft vom Kalenderjahr auf den Zeitraum vom 1. Juli bis zum 30. Juni des Folgejahres geändert. Der Berichtszeitraum betrachtet das Rumpfwirtschaftsjahr beginnend vom 1. Januar 2023 bis zum 30. Juni 2023. Für den Fall von abweichenden Stichtagen erfolgt die Einbeziehung der Tochterunternehmen auf der Grundlage von auf den Stichtag und den Zeitraum des Konzernabschlusses aufgestellten Zwischenabschlüssen zum 30. Juni 2023. 2. Konsolidierungskreis Folgende Tochterunternehmen werden im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen:
1 Die Gesellschaft nimmt durch die Einbeziehung in den Konzernabschluss der Eintracht Frankfurt Fußball AG die Erleichterungen des § 264 Abs. 3 HGB zur Befreiung von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Anhangs und Lageberichtes sowie zur Offenlegung zum 30. Juni 2023 in Anspruch. 3. Konsolidierungsmethoden Die Kapitalkonsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen erfolgte nach der Neubewertungsmethode zum Erwerbszeitpunkt oder zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung. Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Schulden zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen. Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen gegeneinander aufgerechnet. Auf die Eliminierung von Zwischenergebnissen wird gem. § 304 Abs. 2 HGB verzichtet, da diese im Hinblick auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung sind. Aus dem Erwerb der Eintracht Frankfurt Sportpark Dreieich, Dreieich, zum 1. März 2022 resultiert ein Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 1.063 Tausend Euro. Dieser Betrag wird über eine ihm zweckbestimmte Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die Fremdwährungsumrechnung der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Jahresabschlüsse erfolgt nach der Stichtagskursmethode gem. § 308a HGB. Sämtliche Bilanzposten mit Ausnahme des Eigenkapitals werden mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag sowie die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Das Eigenkapital wird mit historischen Kursen umgerechnet. 4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen werden einheitlich nach den hier beschriebenen Grundsätzen bilanziert und bewertet. Die Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) wurden insoweit beachtet, als diese vom Bundesministerium der Justiz im Bundesanzeiger bekannt gemacht worden sind und dazu im Anhang keine davon abweichenden Aussagen getroffen werden. Der vorliegende Konzernabschluss ist unter der Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss der Eintracht Frankfurt Fußball AG angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Im Konzernabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nicht anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Differenzen aus der Aufwands- und Ertragseliminierung sowie der Schuldenkonsolidierung werden erfolgswirksam ausgebucht. Bei der Bewertung wurde von der Fortführungsprämisse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt. Die Zugänge innerhalb der immateriellen Vermögensgegenstände bei den Spielerwerten werden mit den gezahlten Ablösezahlungen angesetzt. Darüber hinaus werden zusätzliche Provisionen an Spielervermittler als Anschaffungsnebenkosten behandelt. Die Anschaffungskosten werden über die Dauer der individuellen Vertragslaufzeit der Anstellungsverträge der Lizenzspieler abgeschrieben. Die übrigen immateriellen Vermögensgegenstände betreffen entgeltlich erworbene Lizenzen und Software sowie Anzahlungen darauf; diese werden mit den Anschaffungskosten angesetzt und mit Nutzungsbeginn über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer (zwischen 2 und 5 Jahren) linear abgeschrieben. Die entgeltlich erworbenen Geschäfts- und Firmenwerte werden über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Bei dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Die Anschaffungskosten umfassen die einzeln zuordenbaren Anschaffungsnebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten; Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Die gewöhnliche Nutzungsdauer liegt für die Bauten auf fremden Grundstücken bei 30 bis 33 Jahren, bei den restlichen Sachanlagen zwischen drei und zehn Jahren. Aktivierte Zinsen auf Zugänge fielen nicht an. Bei dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Geleistete Anzahlungen werden zum Nominalwert angesetzt. Die Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt. Liegen Anzeichen für eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vor, werden die Finanzanlagen mit dem niedrigeren Wert angesetzt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern notwendige Wertberichtigungen vorzunehmen waren, wurden diese vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag unter Abzug pauschaler Abschläge zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos bilanziert. Darüber hinaus werden alle erkennbaren Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der Konzern macht von dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch und verzichtet auf den Ausweis von aktiven latenten Steuern aus den Einzelabschlüssen. Diese resultieren aus dem Minderansatz von Rückstellungen und Verbindlichkeiten in der Steuerbilanz. Daneben liegen körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Verlustvorträge vor. Es bestehen keine passiven Steuerlatenzen sowie latente Steuern nach § 306 HGB zum Bilanzstichtag. Der Steuersatz der Konzernobergesellschaft liegt aktuell bei 31,9%. Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) sowie die Rücklagen sind zum Nennbetrag angesetzt. Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und in Höhe der voraussichtlichen Verpflichtung mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Aufgrund der unwesentlichen Beträge für Rückstellungen von mehr als einem Jahr wurden keine Abzinsungen vorgenommen. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Erläuterungen zur Bilanz 5. Immaterielle Vermögensgegenstände Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände wird in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
Die Zugänge im Bereich Spielerwerte setzen sich aus den Spielerwerten für die Lizenzspielerinnen und Lizenzspieler Aaronson, Alario, Chandler, Doorsoun-Khajeh, Götze, Jakic, Lindström, N'dicka, Ramaj, Rode, Simoni, Smolcic, Toure, Trapp, Wamser sowie Cheftrainer Glasner zusammen. Die Abgänge im Bereich Spielerwerte stehen im Zusammenhang mit den Lizenzspielerinnen und Lizenzspielern Kamada, N'dicka, Toure, Co-Trainer Brunmayer sowie Cheftrainer Glasner. In der Position geleistete Anzahlungen sind Anzahlungen für die Lizenzspielerinnen und Lizenzspieler Kromp und Pacho sowie die Software "Contract Manager" enthalten. Im Berichtszeitraum setzen sich die Zugänge im Bereich der entgeltlich erworbenen Lizenzen und Software aus der Erweiterung und Anpassung von Softwarelizenzen zusammen. Der größte Posten i.H.v. 290 Tausend Euro ergibt sich aus den Anschaffungskosten einer vertriebsorientierten Softwarestrategie, welche zum 1. Juli 2021 in Betrieb genommen wurde. Zum 30. Juni 2020 wurden die erste und zweite Mannschaft des 1. FFC Frankfurt in die Eintracht Frankfurt Fußball AG eingegliedert, und somit wurde auch die Spiellizenz für die erste und zweite Frauen-Fußball-Bundesliga erworben. Der Kaufpreis in Höhe von 119 Tausend Euro für den Erwerb der zukünftigen Spielerlaubnis wurde als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Anfang März 2022 hat die Eintracht Frankfurt Stadion GmbH die Eintracht Frankfurt Sportpark Dreieich GmbH (Vormals Dreieich Sportstätten -Betriebs- und Marketing GmbH) für die Summe von einem (1,00) Euro erworben. Der daraus resultierende Firmenwert wurde in der Konzernbilanz mit 1.063 Tausend Euro als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und wird über die Nutzungsdauer von 10 Jahren linear abgeschrieben. 6. Sachanlagen Die Entwicklung des Sachanlagevermögens lässt sich aus der nachstehenden Übersicht entnehmen:
Für die Zugänge im Bereich andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sind hauptursächlich neue EDV-Komponenten, Medizinische Ausrüstung für die Lizenzspielerabteilung, Investitionen in die Infrastruktur auf dem Stadiongelände des Deutsche Bank Parks sowie Ladeneinrichtungen verantwortlich. Die Bauten auf fremden Grundstücken betreffen den zum 1. Juli 2021 in Betrieb genommenen Neubau der Geschäftsstelle "ProfiCamp". Die geleisteten Anzahlungen resultieren aus dem Projekt "Kletterpark", Investitionen in die Stadioninfrastruktur sowie den Umbau des Businessbereiches des Deutsche Bank Parks. 7. Finanzanlagen Die Entwicklung des Finanzanlagevermögens lässt sich aus der folgenden Übersicht entnehmen:
Ausleihungen an Gesellschafter Mit Datum vom 2. Juli 2018 wurde zwischen der Eintracht Frankfurt Fußball AG und der Eintracht Frankfurt e.V., Frankfurt am Main, ein Darlehensvertrag über 2.050 Tausend Euro abgeschlossen. Dieser hat eine Laufzeit bis zum 1. Juli 2025. Das Darlehen betrug zum 30. Juni 2023 inkl. aufgelaufener Zinsen 632 Tausend Euro. Beteiligungen Die Eintracht Frankfurt Stadion GmbH hat sich mit einer Beteiligung in Höhe von 50% an der Kletterpark Stadion Frankfurt GmbH, Frankfurt am Main, mit einem Betrag von EUR 100.000,00 beteiligt. Die Gesellschaft plant den Betrieb eines Kletterparks auf dem Gelände des Deutsche Bank Parks. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss erfolgt nach Aufnahme des Geschäftsbetriebs gemäß § 311 HGB. Kautionen und sonstiges Hierin enthalten sind überwiegend Mietkautionen i.H.v. 153 Tausend Euro, die im Wesentlichen die Mietkautionen für die Fan Shops sowie für die Nutzung der Trainings- und Geschäftsräume im Deutsche Bank Park beinhalten. Genossenschaftsanteile Darüber hinaus hält die Gesellschaft je 10 Genossenschaftsanteile an der Volksbank Mittelhessen und der VR-Bank Bad Salzungen Schmalkalden e.G., die im Zusammenhang mit der bestehenden Geschäftsbeziehung mit den Banken erworben wurden. 8. Vorräte Zum 30. Juni 2023 weist der Konzern ein Vorratsvermögen i.H.v. 7.719 Tausend Euro aus. Die Vorräte betreffen ausschließlich Merchandise- und Ausrüstungsartikel. 9. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Übersicht der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ist im folgenden Forderungsspiegel zusammengefasst:
Zum Zwecke der Hinterlegung im Rahmen der Lizenzierungsprüfung 2023/2024 der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH wird der Forderungsspiegel zeitlich wie folgt gegliedert:
Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergibt sich im Wesentlichen aus dem Bereich Sales und Marketing für noch offene Vermarktungserlöse sowie noch ausstehende Transfereinnahmen aus dem Lizenzspielerbereich. Zum Bilanzstichtag bestanden pauschale Wertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus dem Spielbetrieb i.H.v. 129 Tausend Euro. Der Ermittlung liegt ein Wertberichtigungssatz von 1 % zu Grunde. Darüber hinaus bestehen Einzelwertberichtigungen i.H.v. 616 Tausend Euro, um das Ausfallrisiko angemessen zu berücksichtigen. Die Forderungen aus Transfer ergeben sich im Wesentlichen aus den Transferentschädigungen und FIFA-Solidaritätsabgaben für die Lizenzspieler Haller, Joveljic, Kohr, Kostic, Köster, Nüsken, Steck und Zuber. Bei den Forderungen gegen Gesellschafter i.H.v. 732 Tausend Euro handelt es sich wie im Vorjahr um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände werden im Wesentlichen Forderungen aus Erstattungsansprüchen aufgrund der Abführung von Quellensteuer aus Leihgeschäften und der treuhänderischen Hinterlegung bei der Deutschen Fußball Liga von nicht angeforderten Solidaritätszahlungen aus Spielertransfers i.H.v. 1.049 Tausend Euro ausgewiesen. 10. Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel setzten sich ausnahmslos aus bestehenden Kassen- und Bankguthaben sowie aus dem umlaufenden Kreditkartenzahlungsverkehr zusammen. 11. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Die Übersicht der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist im folgenden Spiegel zusammengefasst:
Zum Zwecke der Hinterlegung im Rahmen der Lizenzierungsprüfung 2023/2024 der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH wird der Spiegel zeitlich wie folgt gegliedert:
12. Eigenkapital Das Grundkapital der Konzernobergesellschaft beträgt 2.802.500,00 Euro und ist eingeteilt in 2.802.500 Stückaktien mit einem rechnerischen Wert i.H.v. 1,00 Euro pro Aktie. Die Aktien lauten auf den Namen der Aktionäre. Sie können nur mit Zustimmung der Gesellschaft übertragen werden. Am 17. April 2018 wurde durch die Gesellschafter eine Eigenkapitalerhöhung von 14.994 Tausend Euro durchgeführt. Diese erfolgte durch Einzahlung in die Kapitalrücklage. Des Weiteren hat die Gesellschaft am 09. April 2021 von ihrem Aktienoptionsrecht Gebrauch gemacht. Durch den anschließenden Verkauf der Aktien wurden 21.695 Tausend Euro Eigenkapital in bar eingebracht, welches in die Kapitalrücklage eingezahlt wurde. Somit beläuft sich die Kapitalrücklage nach den beschriebenen Maßnahmen auf 38.978 Tausend Euro. Die ausgewiesenen Gewinnrücklagen i.H.v. 10.503 Tausend Euro bestehen i.H.v. 280 Tausend Euro aus der gesetzlichen Rücklage gem. § 150 AktG sowie anderen freiwilligen Gewinnrücklagen i.H.v. 10.223 Tausend Euro der Konzernobergesellschaft. Der sich aus der Fremdwährungsumrechnung ergebende Währungsausgleichsposten beträgt zum 30. Juni 2023 37,7 Tausend Euro. Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Juni 2023 wurde der Bilanzverlust der Konzernobergesellschaft zum 31. Dezember 2022 i.H.v. -24.662 Tausend Euro auf neue Rechnung vorgetragen. 13. Rückstellungen Die Aufgliederung der Rückstellungen lässt sich dem nachstehenden Rückstellungsspiegel entnehmen:
Zum Zwecke der Hinterlegung im Rahmen der Lizenzierungsprüfung 2023/2024 der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH wird der Rückstellungsspiegel zeitlich wie folgt gegliedert:
Die Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus pauschaler Lohnsteuer i.H.v. 577 Tausend Euro, 24 Tausend Euro für Gewerbesteuer sowie 23 Tausend Euro für Körperschaftsteuer. Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Abfindungszahlungen in Höhe von 2.242 Tausend Euro sowie bedingte Verpflichtungen aus Erfolgsprämien und sonstige spieltagbezogene Prämien in Höhe von insgesamt 1.094 Tausend Euro. 14. Verbindlichkeiten Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten ist dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:
Zum Zwecke der Lizenzierungsprüfung 2023/2024 der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH wird der Verbindlichkeitenspiegel zeitlich wie folgt gegliedert:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen aus einem Immobiliendarlehen i.H.v. 31,9 Mio. Euro. Dieses ist durch Forderungsabtretungen und die Verpfändung von Festgeldern besichert. Im Zusammenhang mit der Finanzierung der Neubaumaßnahme besteht eine vollstreckbare Buchgrundschuld über 34,1 Mio. Euro im Erbbaugrundbuch. Das Immobiliendarlehen hat eine Laufzeit bis 2048 und sieht eine jährliche Annuität in Höhe von 1,7 Mio. Euro vor. Zusätzlich bestehen 50,0 Mio. Euro an Kreditlinien, die zum Bilanzstichtag nicht genutzt wurden. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen enthalten Einzahlungen für den Erwerb von Tageskarten für Spiele der Lizenzspielermannschaft sowie Tageskarten für Veranstaltungen des Stadionsommers 2024 ab dem 1. Juli 2023 (i.Vj. ab dem 1. Januar 2023). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter i.H.v. 3.941 Tausend Euro beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber dem Minderheitsgesellschafter der Eintracht Frankfurt Sportpark Dreieich GmbH. Diese resultieren wie im Vorjahr aus Darlehen mit einer Endfälligkeit zum 31. Dezember 2031 zuzüglich Zinsen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten als wesentliche Posten Steuerverbindlichkeiten aus der Lohnsteuer des Monats Juni 2023 i.H.v. 3.400 Tausend Euro, laufende Umsatzsteuerverbindlichkeiten für die Monate Mai und Juli 2023 i.H.v. 3.873 Tausend Euro sowie ein Gesellschafterdarlehen i.H.v. 3.485 Tausend Euro. Im Vorjahr betrugen die Lohnsteuerverbindlichkeiten 4.273 Tausend Euro sowie die Umsatzsteuerverbindlichkeiten 3.680 Tausend Euro. 15. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Dieser Posten i.H.v. 31.447 Tausend Euro umfasst im Wesentlichen die bereits vereinnahmten Zahlungen für verkaufte zukünftige Forderungen für das Naming Right in der Saison 2022/2023, 2023/2024 sowie 2024/2025 i.H.v. 16.650 Tausend Euro, 7.339 Tausend Euro für Dauerkarten der Saison 2023/2024, Marketingleistungen i.H.v. 3.475 Tausend Euro, 979 Tausend Euro für Veranstaltungsmieten im Stadionsommer 2023, 600 Tausend Euro für Partnerrechte der EintrachtTech GmbH, 328 Tausend Euro für vergebene Plätze der Fußballschule und Eintracht-TV-Abonnements sowie 100 Tausend Euro für Veranstaltungen im Rahmen der EintrachtTech GmbH. Mit Datum vom 28. September 2021 wurde ein Forderungsabtretungsvertrag mit der Oldenburgischen Landesbank über die Namensrechte des Stadions geschlossen. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis zum 2. Januar 2026 und sieht einen ratierlichen Forderungsverkauf von insgesamt 22,2 Mio. Euro bis zum 5. Januar 2023 vor. Zum Bilanzstichtag wurden davon 16,65 Mio. Euro in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 16. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden entsprechend § 277 Abs. 1 HGB erfasst und resultieren aus folgenden Geschäftsfeldern:
Analog zum Vorjahr werden die anteiligen Einnahmen von den Werbepartnern für die Belegung der Logen- und Businessseats den Vermarktungserlösen und nicht den Einnahmen aus Spielbetrieb zugeordnet. Die Umsätze aus Spielertransfers enthalten Veräußerungserlöse von aktivierten und nichtaktivierten Spielern (1.057 Tausend Euro) sowie vereinnahmte Ausleihgebühren (26 Tausend Euro) der laufenden Berichtsperiode. Davon entfallen 1.057 Tausend Euro auf nachträgliche bedingte Transferentschädigungen. Die Restbuchwerte aus Spielerabgängen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (Aufwendungen für Spielbetrieb Lizenzfußball) ausgewiesen. Mit Ausnahme eines Teils der Umsätze aus Spielertransfer und eines Teils der Umsätze aus Vermarktung werden die Umsätze im Inland getätigt. Umsätze werden grundsätzlich in Euro fakturiert. Umsätze in China, die im Geschäftsjahr in Höhe von 441 Tausend Euro getätigt wurden, wurden in CNY fakturiert. 17. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge i.H.v. 3.859 Tausend Euro bestehen im Wesentlichen aus:
Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge i.H.v. 480 Tausend Euro (Vergleichszeitraum Vorjahr: 1.592 Tausend Euro) enthalten. 18. Personalaufwand Die Gesellschaft beschäftigte neben dem Vorstand (4 (Vorjahr 4)) während des Geschäftsjahres durchschnittlich 444 Mitarbeiter (416), getrennt nach den Beschäftigungsgruppen Lizenzfußball 93 (82), Frauenfußball 75 (74) und Back Office 276 (260), davon 10 (10) Personen in Teilzeit. Darüber hinaus wurden monatlich zwischen 297 und 335 Mitarbeiter als Aushilfskräfte beschäftigt. Die Personalaufwendungen i.H.v. 55,9 Mio. Euro sind zu 72,8% (40,7 Mio. Euro) dem sportlichen Bereich zuzurechnen. 19. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen aus den folgenden Einzelaufwendungen:
Die Aufwendungen für Spielbetrieb Lizenzfußball i.H.v. 13.289 Tausend Euro beinhalten als größte Posten 1.002 Tausend Euro für den Abgang von Spielerwerten, 4.369 Tausend Euro für Verbandsabgaben, 3.420 Tausend Euro für die Inanspruchnahme von Sicherheits-, Ordnungs- und Kassendienstleistungen, 1.200 Tausend Euro für Reisekosten, 1.000 Tausend Euro für die Nutzung des Stadions, 720 Tausend Euro für gesundheitliche Betreuung sowie 362 Tausend Euro für Aufwendungen des Trainingscenters. Die Aufwendungen für Marketing und Kommunikation i.H.v. 31.225 Tausend Euro beinhalten als größte Posten die Aufwendungen für die Nutzung der Stadionvermarktungsleistungen i.H.v. 10.654 Tausend Euro, 3.454 Tausend Euro für Kommunikationsdienstleistungen, 2.857 Tausend Euro für die Entwicklung und Bereitstellung von digitalen Geschäftsmodellen, 2.626 Tausend Euro für das Catering des Businessbereiches, 2.141 Tausend Euro für Veranstaltungen, 1.988 Tausend Euro für Sponsorenbetreuung, 1.250 Tausend Euro für Lizenzgebühren sowie 649 Tausend Euro für Vermarktungsprovisionen. Die Aufwendungen im Bereich Transfer i.H.v. 3.514 Tausend Euro beinhalten als größte Posten 1.347 Tausend Euro für Transfer- und Ausleihgebühren sowie 1.165 Tausend Euro Vermittlungsprovisionen. Die Aufwendungen im Bereich Merchandising i.H.v. 2.032 Tausend Euro beinhalten als größte Posten 1.083 Tausend Euro für Logistikdienstleister, 346 Tausend Euro für die Fanshops (Miete, Nebenkosten, Reinigung), 337 Tausend Euro für externe Vertriebsdienstleistungen sowie 116 Tausend Euro für diverse Werbemaßnahmen. Die Aufwendungen Verwaltung i.H.v. 8.784 Tausend Euro beinhalten als größte Posten 2.081 Tausend Euro für Miete und Nebenkosten sowie Reinigung der Geschäftsräume im Deutsche Bank Park, der Betriebsstätte in Otto-Fleck-Schneise 7 sowie die Erbpacht für das Gebäude "Im Herzen von Europa 1", 878 Tausend Euro für die Unterhaltung der IT-Struktur, 307 Tausend Euro für Porto und Nebenkosten des Geldverkehrs, 379 Tausend Euro für Werbekosten, 465 Tausend Euro für Rechts- und Beratungskosten sowie 175 Tausend Euro für Aufwendungen des Aufsichtsrates. Die Aufwendungen Frauen- und Jugendfußball i.H.v. 5.986 Tausend Euro beinhalten die mit Eintracht Frankfurt e.V. vereinbarten Unterstützungsleistungen für das Leistungszentrum i.H.v. 5.263 Tausend Euro. Für den Bereich Frauenfußball wurden 723 Tausend Euro aufgewendet. Die Aufwendungen für den Bereich Fußballschule i.H.v. 438 Tausend Euro beinhalten als größte Posten 78 Tausend Euro Trainerhonorare, 121 Tausend Euro Trainingsmaterialien, 47 Tausend Euro für das Catering der einzelnen Fußballcamps sowie 10 Tausend Euro für die Miete von Trainingsplätzen. 20. Finanzergebnis Das negative Finanzergebnis in Höhe von 1.263 Tausend Euro beinhaltet im Wesentlichen 24 Tausend Euro Zinserträge und Erträge aus Ausleihungen (im Vorjahr 59 Tausend Euro) und 1.262 Tausend Euro (im Vorjahr 2.429 Tausend Euro) für Zinsbelastungen in Zusammenhang mit Kreditverträgen mit verschiedenen Banken zur Überbrückung der "Covid19 Pandemie" sowie Zinsen für das Baudarlehen für den Neubau "ProfiCamp". Ferner fielen im Rumpfgeschäftsjahr 25 Tausend Euro Abschreibungen auf Finanzanlagen an. Im Geschäftsjahr fielen 1 (i.Vj. 17) Tausend Euro Erträge und 19 (i.Vj. 3) Tausend Euro Aufwendungen aus Währungsumrechnung an. 21. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Auf Basis des Verlustes vor Ertragssteuern der Konzernobergesellschaft als Organträgerin ergibt sich keine Ertragssteuerbelastung für den Berichtszeitraum. Der Konzern weist unter dieser Position einen Steueraufwand i.H.v. 38 Tausend Euro für eine Konzerntochter außerhalb des Organkreises aus. 22. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Mit Vertrag vom 30. Juni 2020 wurde mit der Sportpark Stadion Frankfurt am Main Gesellschaft für Projektentwicklung mbH (SSF) ein gewerblicher Mietvertrag über die Nutzung des Stadiongeländes rund um den Deutsche Bank Park getroffen. Eintracht Frankfurt kann das Stadion an 80 % der Tage im Jahr nutzen. Darunter fallen vor allem die Heimspiele der Lizenzspielermannschaft und darüber hinaus noch weitere Großveranstaltungen wie Konzerte. Hierfür wird pro Spielzeit (1. Juli bis 30. Juni des Folgejahres) ein pauschales Mietentgelt i.H.v. 8 Mio. Euro (bzw. 4 Mio. Euro in der 2. Liga) fällig. Der Vertrag beinhaltet zudem eine Pandemie-Klausel, die bei einer Umsatzreduzierung für Eintracht Frankfurt ebenfalls eine Mietreduzierung vorsieht. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2035 mit einer maximalen Restgesamtverpflichtung von 96 Mio. Euro. Darüber hinaus hat die Eintracht Frankfurt Fußball Aktiengesellschaft einen Lizenzvertrag mit ihrem Gesellschafter Eintracht Frankfurt e. V. geschlossen. Demnach steht Eintracht Frankfurt e. V. eine gestaffelte Lizenzgebühr auf Basis der Umsatzerlöse während einer Spielzeit (1. Juli bis 30. Juni des Folgejahres) mit einer Minimalvergütung von 1,0 Mio. Euro und einer Maximalvergütung von 2,5 Mio. Euro zu. Daraus resultierte für die Saison 2022/2023 eine Lizenzgebühr i.H.v. 2,5 Mio. Euro. Der Vertrag hat eine unbestimmte Laufzeit. Die Eintracht Frankfurt Fußball Aktiengesellschaft ist gemäß der Lizenzierungsordnung der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH verpflichtet, den sportlichen Unterbau der Lizenzfußballmannschaft, den Amateur- und Jugendfußball, zu unterhalten. Mit Vertrag vom 14. November 2007 wurde mit dem Mehrheitsgesellschafter Eintracht Frankfurt e. V., der die Durchführung des Amateur- und Jugendfußballs übernimmt, eine Vereinbarung getroffen, die diese Unterstützung regelt. Für die Spielzeit 2022/2023 wurde eine Unterstützungsleistung i.H.v. 8,9 Mio. Euro festgelegt. Mit Übernahme des Nachwuchsleistungszentrums zum 1. Juli 2023 wurde der Vertrag angepasst; zukünftig wird noch für durch den Eintracht Frankfurt e.V. zu erbringende Dienstleistungen eine Vergütung von ca. 1,0 Mio. Euro anfallen. Aus Transfervereinbarungen mit ablösepflichtigen Spielern können zukünftig einsatz- und prämienbedingte Eventualverpflichtungen gegenüber den abgebenden Vereinen resultieren. Ferner bestehen prämienbedingte Eventualverpflichtungen gegenüber Spielervermittlern. Die zukünftige Höhe dieser Zahlungsverpflichtungen hängt vom Eintritt der einzelvertraglichen Bedingungen ab und ist damit nicht abschließend bestimmbar. Die Gesellschaft weist auf eine mögliche maximale Verpflichtung in Höhe von 22,07 Mio. Euro aus einsatzabhängigen Zusatzzahlungen an die abgebenden Klubs im Zeitraum 1. Juli 2023 bis 30. Juni 2027 hin. Zugunsten von Eintracht Frankfurt e.V. wurde eine Bürgschaft i.H.v. 3,3 Mio. Euro nebst Avalprovision gestellt. Durch die bestehende Gesellschafterstellung ist nicht von einer Inanspruchnahme auszugehen. Weiterhin bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen i.H.v. insgesamt 16.729 Tausend Euro mit Laufzeiten bis längstens 31. Mai 2033. Der größte Anteil stammt aus den Mietverpflichtungen gegenüber der OFS GmbH & Co. KG für die Miete des Gebäudes Otto-Fleck-Schneise 7 i.H.v. 15.628 Tausend Euro mit einer Laufzeit bis zum 30. April 2033. Mit Datum vom 6. Februar 2020 wurde der Erbbaurechtsvertrag für das Gelände der neuen Geschäftsstelle notariell beurkundet. Der Vertrag hat eine ursprüngliche Laufzeit von 60 Jahren bis zum 31. Dezember 2080 und sieht eine jährliche Erbbaupacht von 175 Tausend Euro vor (Restgesamtverpflichtung 10,05 Mio Euro). Die Eintracht Frankfurt Fußball AG hat mit der Mainova AG einen Contracting-Vertrag mit einer Laufzeit vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2036 über die Haustechnik des "ProfiCamp" geschlossen. Er sieht bei einer Gesamtverpflichtung von 10,6 Mio. Euro eine jährliche Vergütung von 787 Tausend Euro vor. Mit der DAL Deutsche Anlagen-Leasing GmbH & Co. KG hat die Eintracht Frankfurt Fußball AG mit Beginn der Saison 2022/2023 (01. Juli 2022) einen Leasing Vertrag über die WLAN-Infrastruktur des Deutsche Bank Parks abgeschlossen. Die Laufzeit beträgt fünf Jahre bis zum 30. Juni 2027. Bei einer jährlichen Verpflichtung i.H.v. 519 Tausend Euro ergibt sich eine Gesamtverpflichtung bis zum Vertragsende i.H.v. 2.076 Tausend Euro. Sonstige Angaben 23. Honorar des Abschlussprüfers Im Rumpfgeschäftsjahr 1.1. bis 30.6.2023 fielen auf Konzernebene 121 Tausend Euro für Prüfungsleistungen, 13 Tausend Euro für prüfungsnahe Leistungen und 55 Tausend Euro für steuerliche Beratung im Sinne des § 285 Nr. 17 HGB an. 24. Organe der Gesellschaft Als Vorstände der Eintracht Frankfurt Fußball Aktiengesellschaft waren im Berichtszeitraum tätig: Herr Oliver Frankenbach, Selters/Taunus, Mitglied des Vorstandes für die Geschäftsbereiche Finanzen und IT Herr Axel Hellmann (Vorstandssprecher), Frankfurt am Main, Mitglied des Vorstandes für die Geschäftsbereiche Marketing und Kommunikation Herr Markus Krösche, Paderborn, Mitglied des Vorstandes für den Geschäftsbereich Sport Herr Philipp Reschke, Frankfurt am Main, Mitglied des Vorstandes für die Geschäftsbereiche Fanbetreuung, Merchandising und Personal An die Mitglieder des Vorstandes wurden im Berichtszeitraum 2.799 Tausend Euro Gesamtbezüge gewährt. Darüber hinaus wurde eine Rückstellung in Höhe von 930 Tausend Euro für variable Vorstandsvergütungen gebildet. Die Eintracht Frankfurt Fußball Aktiengesellschaft hat als Kontrollorgan einen Aufsichtsrat mit in einer Geschäftsordnung festgelegten Aufgaben. Der Aufsichtsrat besteht laut Satzung aus 9 Personen. Die Gesellschaft gewährte in dieser Berichtsperiode Vergütungen an den Aufsichtsrat in der Gesamthöhe von 175 Tausend Euro. Die Hauptversammlung der Konzernobergesellschaft trat am 6. Juni 2023 zu ihrer ordentlichen Versammlung zusammen. 25. Vorgänge nach dem Abschlussstichtag Nach dem Bilanzstichtag zum 30. Juni 2023 haben wir zu Beginn der Saison 2023/2024 folgende Transfers vorgenommen: Abgänge:
Zugänge:
Die Eintracht Frankfurt Fußball AG hat ihr Wirtschaftsjahr im Zuge der Harmonisierung der Bilanzstichtage aller Konzerngesellschaften auf den Zeitraum 1. Juli bis zum 30. Juni des Folgejahres geändert. Dadurch befindet sich die Eintracht Frankfurt Fußball AG aktuell in einem Wirtschaftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024. Zum 1. Juli 2023 hat die Eintracht Frankfurt Fußball AG das Nachwuchsleistungszentrum von Eintracht Frankfurt e.V. im Rahmen eines Asset-Deals übernehmen und in die eigene Struktur eingliedern. 26. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Vorstand und der Aufsichtsrat der Konzernobergesellschaft planen der Hauptversammlung vorzuschlagen, den zum 30. Juni 2023 ausgewiesenen Bilanzverlust der Eintracht Frankfurt Fußball AG in Höhe von Euro 27.369.543,59 auf neue Rechnung vorzutragen. 27. Konzernabschluss Die Eintracht Frankfurt Fußball Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, stellt zum 30. Juni 2023 einen Konzernabschluss nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften auf. Dieser Konzernabschluss stellt den Konzernabschluss für den größten sowie den kleinsten Kreis von Unternehmen dar. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht und kann dort eingesehen werden.
Frankfurt am Main, den 12. Oktober 2023 Axel Hellmann, Vorstandssprecher Oliver Frankenbach, Mitglied des Vorstands Markus Krösche, Mitglied des Vorstands Philipp Reschke, Mitglied des Vorstands Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Eintracht Frankfurt Fußball Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Eintracht Frankfurt Fußball Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. Juni 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Eintracht Frankfurt Fußball Aktiengesellschaft für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 12. Oktober 2023 KPMG
AG
Pürsün, Wirtschaftsprüfer Pebler, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats Rumpfgeschäftsjahr 01.01 - 30.06.2023Eintracht FRANKFURT Fußball AG1) Aufsichtsrat Im Rumpfgeschäftsjahr 01.01 - 30.06.2023 absolvierte der Aufsichtsrat der Eintracht Frankfurt Fußball AG insgesamt zwei ordentliche Sitzungen. In alle für das Unternehmen bedeutsame Entscheidungen wurde er frühzeitig einbezogen. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über die Lage des Unternehmens und relevante Geschäftsvorgänge. Über die Entwicklung der Finanz- und Vermögenslage erhielt der Aufsichtsrat monatlich einen schriftlichen Bericht vom Finanzvorstand. Gemeinsam mit dem Vorstand hat der Aufsichtsrat die strategische Ausrichtung des Unternehmens sowie alle wichtigen Vorhaben diskutiert und einstimmig befürwortet. 2) Ausschüsse Der Hauptausschuss hat sich im Rumpfgeschäftsjahr 01.01 - 30.06.2023 regelmäßig in Sitzungen und Telefonaten intern und mit dem Vorstand abgestimmt. Er war in alle wesentlichen Entscheidungen des Vorstands, insbesondere die Verpflichtung von Spielern, involviert und hat sie genehmigt. Der Finanz- und Prüfungsausschuss tagte im Rumpfgeschäftsjahr 01.01 - 30.06.2023 drei Mal. Neben der Planung für die Spielzeit 2023/2024 beschäftigte sich der Ausschuss insbesondere mit Maßnahmen zur Stärkung der Kapitalbasis und damit einhergehend auch mit der Unternehmensbewertung der Eintracht Frankfurt Fußball AG, sowie mit der Optimierung der Kreditlinien. Der Kreativausschuss tagte im Rumpfgeschäftsjahr 01.01 - 30.06.2023 einmal und hat sich zudem regelmäßig mit dem Vorstand abgestimmt. Dabei hat er Themen rund um die Vermarktung, Medien & Kommunikation sowie Digitalisierung behandelt. Alle relevante Vertragsverlängerungen mit Sponsoren wurden zwischen Vorstand und Ausschuss abgestimmt und von diesem genehmigt. 3) Feststellung des Jahresabschlusses Die Eintracht Frankfurt Fußball AG stellte neben dem Einzelabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr 01.01 - 30.06.2023 auch einen Konzernabschluss auf. Der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Prüfbericht sowohl für das Einzelunternehmen als auch für den Konzern wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrates ausgehändigt. Sie sind in der Sitzung des Aufsichtsrats am 30. Oktober 2023 in Anwesenheit von Yaman Pürsün und Marcus Pebler (KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft), die auch die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfungen vortrugen, ausführlich besprochen worden. Nach den abschließenden Ergebnissen der Prüfungen des Jahresabschlusses, Konzernjahresabschlusses, des Lageberichtes, Konzernlageberichts und des Ergebnisverwendungsvorschlages des Vorstands durch den Aufsichtsrat bestanden keine Einwände. Den Ergebnissen der Prüfungen durch den Abschlussprüfer und dem Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands wurde zugestimmt. Der Aufsichtsrat hat die vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlüsse des Einzelunternehmens sowie des Konzerns zum 30. Juni 2023 festgestellt bzw. respektive gebilligt. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern der Gesellschaft für die im vergangenen Rumpfgeschäftsjahr geleistete Arbeit seinen Dank aus.
Frankfurt am Main, den 08.11.2023 Der Aufsichtsrat Philip Holzer, Vorsitzender Beschluss über die Verwendung des BilanzergebnissesDie ordentliche Hauptversammlung der Eintracht Frankfurt Fußball Aktiengesellschaft vom 11. Dezember 2023 hat entsprechend dem Beschlussvorschlag des Vorstandes und Aufsichtsrates einstimmig beschlossen, den Bilanzverlust der Muttergesellschaft aus dem Rumpfgeschäftsjahr 1. Januar - 30. Juni 2023 in Höhe von EURO 27.369.543,59 auf Rechnung des Geschäftsjahres 1. Juli 2023 bis 30. Juni 2024 vorzutragen. Billigung des KonzernabschlussesDer geprüfte Konzernabschluss der Eintracht Frankfurt Fußball Aktiengesellschaft vom 30. Juni 2023 wurde in der AR Sitzung am 30. Oktober 2023 vorgelegt, gebilligt und damit festgestellt. |
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