Fly
Ventures Management GmbH
Berlin
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2023
1. Grundlagen des Unternehmens
1.1. Struktur
Die Fly Ventures Management GmbH ("Gesellschaft") ist
eine Kapitalverwaltungsgesellschaft ("KVG") i.S.d.
Kapitalanlagegesetzbuches ("KAGB"). Gegenstand des
Unternehmens ist die externe, kollektive Verwaltung von
inländischen Spezial-AIF im Sinne von § 1 Abs. 6
KAGB.
Seit 2016 ist die Gesellschaft bei der Bundesanstalt
für Finanzdienstleistungsaufsicht ("Bundesanstalt"
oder "BaFin") als externe
AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft registriert. Ihre
Tätigkeit unterliegt der Aufsicht durch die
Bundesanstalt.
Die Gesellschaft verwaltet die von ihr nach dem KAGB
konzipierten, geschlossenen inländischen alternativen
Investmentfonds ("AIF" oder "Fonds").
1.2. Geschäftstätigkeit
Die Gesellschaft legt extern verwaltete Fonds auf und
übernimmt für diese die kollektive
Vermögensverwaltung im Sinne von § 1 Abs. 19 Nr.
24 KAGB. Dies umfasst ausschließlich geschlossene
inländische Spezial-AIF im Bereich Wagniskapital.
Die Fonds können Anteile direkt oder über
Wandelinstrumente an Firmen erwerben, die Technologien
entwickeln und / oder technologiebezogene Dienstleistungen
anbieten.
Der Gesellschaft obliegen die nach dem KAGB
vorgeschriebenen Tätigkeiten, deren Kernbereiche das
Portfoliomanagement sowie das Risikomanagement darstellen.
Es bestehen Auslagerungsverträge mit Dritten. Hierbei
handelt es sich insbesondere um die Fondsadministration
inkl. der Buchhaltung und der Steuerberatung,
Die Gesellschaft verwaltet im Berichtsjahr folgende
inländische Spezial-AIF im Sinne des KAGB inkl. des
Jahres der Aufsetzung.
Fly Ventures Fund I GmbH & Co. KG - 2016 - "Fonds
I"
Fly Ventures Fund II GmbH & Co. KG - 2020 -
"Fonds II"
Fly Ventures Fund III GmbH & Co. KG - 2023 -
"Fonds III"
Zusammen "Aktive Fonds".
Im Berichtsjahr sind die aktiven Fonds die einzigen
verwalteten Fonds der Gesellschaft. Sie behält sich
die Möglichkeit vor, künftig weitere Fonds
aufzulegen und deren Verwaltung zu übernehmen.
1.3. Leitung und Kontrolle
Die Geschäftsführung der Gesellschaft besteht
zum Zeitpunkt der Berichterstellung aus Gabriel Matuschka
und Fredrik Lars Bergenlid. Es besteht zum Zeitpunkt der
Berichterstellung ein Investment Committee aus den
genannten zwei Personen für Fonds I und
zusätzlich Matt Wichrowski und Marie Brayer für
Fonds II und III.
1.4. Finanzielle Leistungsindikatoren
Die wesentliche Steuerungsgröße der
Gesellschaft ist im Berichtsjahr wie auch im
vorangegangenen Jahr der durchschnittliche Bestand an
liquiden Mitteln. Absehbar wird die Gesellschaft keine
wesentlichen Überschüsse erzielen.
Als Leistungsindikator für die Wertentwicklung
der verwalteten Fonds ist die Summe der gesamten
Kapitalzusagen eine wesentliche Kennzahl. Sie beeinflusst
als Bemessungsgrundlage die laufenden Erlöse der
Gesellschaft aus der Vermögensverwaltung. Weitere
wesentliche Kennzahlen der verwalteten Fonds sind Multiple
on Invested Capital und Total Value to Paid-In Capital.
Die Gesellschaft konnte in 2023 rd. 97,83 % ihrer
gesamten Erträge mit Vergütungen aus Provisionen
(hierunter fallen ggf. auch Erträge für die
Konzeption und Strukturierung aus der Fondsauflage)
erzielen.
Die Gesellschaft hat ESG-Richtlinien und
entsprechende interne Leistungsindikatoren erarbeitet. Die
Gesellschaft hat sich verpflichtet diese für alle
Mitarbeiter einzuhalten.
2. Wirtschaftsbericht
2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
2.1.1. Allgemeine Entwicklungen
Die Weltwirtschaft ist laut dem Internationalen
Währungsfonds ("IWF") im Berichtsjahr 2023 um 3,3 %
gewachsen. Die IWF-Finanzexperten gehen davon aus, dass
sich das Wachstum der Weltwirtschaft in den Jahren 2024 und
2025 auf einem ähnlichen Niveau mit 3,2 % bzw. 3,3 %
bewegen wird. Der IWF weist insbesondere darauf hin, dass
die Inflation bei den Dienstleistungen die Fortschritte in
der Inflationsbekämpfung verzögern, was die
geldpolitische Normalisierung erschwert. Die
Aufwärtsrisiken für die Inflation haben somit
zugenommen, was höhere und länger anhaltende
Zinssätze ermöglichen sollte.1
2.1.2. Markt für Kapitalverwaltungsgesellschaften
(KVGen) in Deutschland
Laut des Jahresberichts für 2023 der Bundesanstalt
erhielten im Jahr 2023 weitere fünf deutsche KVGen
(Vorjahr: sechs Gesellschaften) die Erlaubnis,
Investmentvermögen zu verwalten, oder die BaFin
erweiterte ihre bereits bestehende Zulassung. Zwei
Gesellschaften gaben ihre Erlaubnis zurück; im Vorjahr
war es eine. Ende 2023 verfügten damit 144 Unternehmen
mit Sitz in Deutschland über eine Erlaubnis nach dem
KAGB (Vorjahr: 144 Unternehmen). Darüber hinaus
ließen sich in 2023 insgesamt 54 KVGen nach § 44
KAGB registrieren; 2022 hatten sich 85 Gesellschaften
eintragen lassen. 37 Gesellschaften gaben ihre
Registrierung zurück, im Vorjahr waren es 38. Damit
belief sich die Gesamtzahl der registrierten KVGen Ende
2023 auf 540 (Vorjahr: 523 KVGen).2
2.1.3. Markt für Wagniskapitalinvestitionen
Die globalen Wagniskapitalinvestitionen haben laut
dem Analyse-Institut CB Insights im Jahr 2023 einen
drastischen Rückgang um 42 % gegenüber dem
Vorjahr erfahren und erreichten weltweit 248 Milliarden
US-Dollar. Der Finanzierungsrückgang war während
des gesamten Jahres 2023 zu verzeichnen, aber insbesondere
im vierten Quartal 2023 mit einem Finanzierungsvolumen von
51 Milliarden US-Dollar besonders stark ausgeprägt,
was einem Rückgang um 24 % gegenüber dem
Vorquartal entspricht und womit das Niveau von Ende 2016
bzw. Anfang 2017 erreicht wurde.3
2.2. Geschäftsverlauf
Die Gesellschaft blickt auf ein positives
Geschäftsjahr 2023 zurück. Nach der Gründung
der Gesellschaft im Jahr 2015 wurde die operative
Geschäftstätigkeit 2016 aufgenommen. Das
Geschäftsjahr war vom Aufbau und der Betreuung des
Investmentportfolios der aktiven Fonds geprägt.
Fonds I hat die Investitionsphase in 2020
abgeschlossen und im Geschäftsjahr auch nur noch
kleinere Folgeinvestments getätigt. Die Kapitalzusagen
betrugen im Berichtsjahr unverändert EUR 35,3 Mio. Das
neu abgerufene Investitionskapital betrug im Berichtsjahr
rund EUR 0,8 Mio.
Fonds II hat seine Investitionsphase in 2020 begonnen
und im Geschäftsjahr sowohl neue als auch
Folgeinvestments getätigt. Die Kapitalzusagen betrugen
im Berichtsjahr unverändert EUR 53,0 Mio. Das neu
abgerufene Investitionskapital betrug im Geschäftsjahr
rund EUR 6,0 Mio.
Fonds III wurde in 2023 gegründet. Investoren
wurden im Berichtsjahr noch nicht aufgenommen. Das erste
Closing erfolgte im zweiten Quartal 2024.
Gemessen an den wesentlichen Leistungsindikatoren der
Gesellschaft ist der Geschäftsverlauf als positiv zu
bewerten. Es wurde ein Jahresüberschuss in Höhe
von EUR 98.325,39 erwirtschaftet, der damit über dem
für 2023 prognostizierten Ergebnis von EUR 924 lag.
Neben einem um TEUR 40 höheren Rohergebnis waren die
wesentlichen Ursachen für den höheren
Jahresüberschuss die geringeren Betriebsausgaben,
insbesondere um TEUR 42 geringerer Personalaufwand und um
TEUR 13 geringere nicht abziehbare Vorsteuerbeträge.
Der Finanzmittelbestand hat sich im
Geschäftsjahr von EUR 74.108,45 auf EUR 21.299,60
verringert.
2.3. Lage des Unternehmens
2.3.1. Ertragslage
Die Ertragslage der Gesellschaft wurde im Berichtsjahr
von Personalaufwand und Verwaltungsaufwendungen im
Zusammenhang mit dem laufenden Geschäftsbetrieb
beeinflusst. Die Gesellschaft erzielte Erträge in
Höhe von insgesamt EUR 1.326.349,60. Diese stammen im
Wesentlichen in Höhe von EUR 1.297.603,61 aus ihrer
Verwaltungstätigkeit (Management-Fees).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe
von EUR 1.098.564,40 beinhalten im Wesentlichen Rechts- und
Beratungskosten in Höhe von EUR 679.709,32,
Geschäftsbesorgungskosten in Höhe von EUR
207.245,50, Mietkosten in Höhe von EUR 60.840,00 sowie
Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von EUR
33.597,50 und Werbekosten in Höhe von EUR 11.292,46.
Darüber hinaus ist die nicht abziehbare Vorsteuer
für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von EUR
26.966,28 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen
enthalten.
Zudem betreffen die Aufwendungen der Gesellschaft
auch den Personalaufwand in Höhe von 82.527,00. Die
Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr
durchschnittlich einen Mitarbeiter.
2.3.2. Finanzlage
Kapitalstruktur
Das Eigenkapital der Gesellschaft hat sich im
Vorjahresvergleich um EUR 98.325,39 erhöht.
Ursächlich für diese Veränderung ist
ausschließlich der Jahresüberschuss des
Geschäftsjahres.
Bei den Verbindlichkeiten in Höhe von EUR
305.396,04 handelt es sich um sonstige Verbindlichkeiten,
die teilweise verzinst werden. Insgesamt sind die
Verbindlichkeiten kurzfristig fällig und bestehen nur
in Euro.
Die Rückstellungen in Höhe von EUR
120.417,36 beinhalten Rückstellungen für die
Erstellung des Jahresabschlusses und der
Steuererklärungen in Höhe von EUR 18.000,00
für das Jahr 2021 sowie in Höhe von jeweils EUR
21.400,00 für die Jahre 2022 und 2023, für die
Jahresabschlussprüfung 2023 in Höhe von EUR
11.900,00 und Steuerrückstellungen für die Jahre
2022 und 2023 in Höhe von insgesamt EUR 47.717,36.
Liquidität
Der Finanzmittelbestand hat sich ausgehend vom
Vorjahr von EUR 74.108,45 auf EUR 21.299,60 verringert.
Diese Minderung ist auf einen Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR
-52.808,85 zurückzuführen.
2.3.3. Vermögenslage
Die Vermögenslage der Gesellschaft ist zum
Stichtag im Wesentlichen geprägt durch kurzfristig
fällige Bankguthaben in Höhe von EUR 21.299,60,
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in
Höhe von EUR 840.877,95 sowie Finanzanlagen in
Höhe von EUR 65.300,00.
Die Vermögenswerte der Gesellschaft sind somit
im Wesentlichen durch kurzfristige Positionen geprägt.
Dem stehen kurzfristige Verbindlichkeiten in geringer
Höhe gegenüber.
Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt zum
31. Dezember 2023 rd. 54,79 %.
2.4. Gesamtaussage
Insgesamt ist die Geschäftsentwicklung der
Gesellschaft im Berichtsjahr gut verlaufen. Dies ist in
erster Linie auf die Erträge aus der
Verwaltungstätigkeit zurückzuführen. Dem
stehen die aus der Geschäftstätigkeit
resultierenden Verwaltungsaufwendungen gegenüber. Aus
diesem Delta ergibt sich das Jahresergebnis der
Gesellschaft.
3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht
Die Geschäftspolitik der Gesellschaft ist
ausgerichtet auf die Steigerung der Unternehmenswerte der
aktiven Fonds durch erfolgreiche Investitionen in die
Portfoliounternehmen.
Dies setzt zum einen ein effektives Chancenmanagement
voraus, damit die Gesellschaft die Chance zur Beteiligung
an vielversprechenden Unternehmen erkennen und nutzen kann.
Das Chancenmanagement beinhaltet zum Beispiel eine laufende
Marktbeobachtung oder eine strukturierte Analyse der
identifizierten und infrage kommenden
Beteiligungsmöglichkeiten.
Zum anderen ist ein Risikomanagement erforderlich,
das einen umfassenden Überblick über die
Risikolage der Gesellschaft gewährleistet.
Insbesondere die Früherkennung von Risiken mit
wesentlichen negativen finanziellen Auswirkungen auf die
aktiven Fonds ist von großer Bedeutung, damit
Maßnahmen zur Vermeidung, Reduzierung oder zur
Bewältigung von Risiken ergriffen werden können.
3.1. Chancen
Die nachfolgend beschriebenen Chancen können einen
vorteilhaften Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft haben.
3.1.1. Chancen aus Veränderungen des Umfeldes und
der Branche
Laut IWF ist von einem globalen Wirtschaftswachstum
von 3,2 % bzw. 3,3 % in den Jahren 2024 und 2025
auszugehen. Der IWF weist insbesondere darauf hin, dass die
Inflation bei den Dienstleistungen die Fortschritte in der
Inflationsbekämpfung verzögern, was die
geldpolitische Normalisierung erschwert. Die
Aufwärtsrisiken für die Inflation haben somit
zugenommen, was höhere und länger anhaltende
Zinssätze ermöglichen sollte.4
Zum Zeitpunkt der Berichterstellung ist im Umfeld
weiterhin viel Dry Powder im Markt vorhanden. Die Anlage in
andere Asset-Klassen ist zunehmend unattraktiv, bspw. in
Immobilien, aufgrund der rückgängigen Rendite, in
Private Equity, aufgrund des steigenden Zinsniveaus
für die Aufnahme von Fremdkapital. Signifikante
Vermögen müssen dennoch allokiert werden. Die
Wagniskapital-Klasse stellt deshalb eine weiterhin
attraktive Anlageklasse dar.
Zudem erfährt der Investitionsschwerpunkt in KI
im Speziellen weiterhin enormen globalen Aufwind.
3.2. Risiken
3.2.1. Risikomanagementsystem
Die Gesellschaft erfasst und identifiziert laufend die
wesentlichen Risiken der verwalteten Fonds. Wesentliches
Instrument ist hierzu insbesondere eine quartalsweise
Abfrage und Beobachtung der operativen Leistung der
Minderheitsbeteiligungen der verwalteten Fonds.
Schutzvorkehrungen gegen Interessenkonflikte bestehen
durch geordnete Maßnahmen, insbesondere ein
mehrköpfiges Investment Committee, Investor Advisory
Boards, Prozessmanagement, Geschäftsordnungen und
ausgelagerte Fondsadministration. Die Gesellschaft erfasst
und überprüft regelmäßig
Geldwäscherisiken aus Investments in Form von
verbindlichen GwG-Auskünften durch die potenziellen
Investments. Die Gesellschaft unterliegt ihrerseits
regelmäßigen Überprüfungen durch die
Investments in Form von Handels- und
Transparenzregister-Auskünften.
3.2.2. Allgemeine und wesentliche Risiken
Die nachfolgend beschriebenen Risiken können sich
nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
der Gesellschaft auswirken.
Operative Risiken
Der Erfolg der verwalteten Fonds wird von der
wirtschaftlichen Entwicklung der Zielgesellschaften und der
Entwicklung der Preise pro Anteil der Zielgesellschaften
beeinflusst. Negative Entwicklungen der Zielgesellschaften
wirken sich auf den Wert der Beteiligungen eines Fonds aus.
Das Risiko wird für die Gesellschaft aufgrund der
derzeitigen Struktur der Portfolios und bisherigen
Wertentwicklung bei einzelnen Investments auf Basis des
derzeitigen Kenntnisstands des Managements als gering
eingestuft.
Marktrisiken
Der Erfolg der verwalteten Fonds wird (indirekt)
ebenfalls durch die Entwicklung des Marktes für
Wagniskapital beeinflusst. Ein Rückgang an
Wagniskapital könnte (indirekt) zu geringeren oder
ausbleibenden Investitionen in die Zielgesellschaften
führen, was möglicherweise zu
Liquiditätsengpässen und/oder geringeren Preisen
pro Anteil der Zielgesellschaften führen kann.
Sollte das allgemeine Zinsniveau signifikant
ansteigen, könnte sich das Marktklima für
Spezial-AIF verschlechtern. Gleiches gilt
möglicherweise für die weltweiten
Wagniskapitalinvestitionen, die insofern auch
Wagniskapitalinvestitionen in Technologiefirmen betreffen
würden. Sollte sich das Marktumfeld für den
Vertrieb neuer Wagniskapitalfonds verschlechtern, besteht
für die Gesellschaft möglicherweise das Risiko,
dass in den kommenden Jahren keine neuen Fonds aufgelegt
werden können. Hieraus würde ein
Ertragsrückgang ab dem Jahre 2027 folgen. Das Risiko
wird für die Gesellschaft als moderat eingestuft.
Mit dem Begriff Kontrahentenrisiko wird das Risiko
beschrieben, dass Vertragspartner ihren jeweiligen
Verpflichtungen nicht (mehr) nachkommen. Im Kontext der
Gesellschaft besteht das wesentliche Kontrahentenrisiko
darin, dass Investoren der von der Gesellschaft verwalteten
Fonds den Kapitalabrufen, welche die
Verwaltungsgebühren beinhalten, nicht (mehr)
nachkommen. Bislang wurden keine Vertragsverletzungen
festgestellt. Das Risiko wird für die Gesellschaft als
gering eingestuft.
Es besteht grundsätzlich das Risiko, dass der
Gesellschaft die Verwaltung eines Fonds entzogen wird. Dies
könnte der Fall sein, wenn sich aus Sicht der
Bundesanstalt aufsichtsrechtliche Mängel in Bezug auf
die Tätigkeit der Gesellschaft ergeben. Bislang sind
hierfür der Gesellschaft keine Anzeichen bekannt. Das
Risiko wird für die Gesellschaft als gering
eingestuft.
Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass ein
Vermögensgegenstand oder eine Position nicht
hinreichend schnell bei begrenzten Kosten
veräußert, liquidiert oder geschlossen werden
kann, sodass die Erfüllung von Zahlungs- und
Rückgabeverpflichtungen nicht gewährleistet
werden kann. Es wurden im Berichtsjahr keine
Liquiditätsrisiken der Gesellschaft identifiziert. Das
Risiko wird für die Gesellschaft als gering
eingestuft.
3.3. Prognosebericht
Das allgemeine Marktumfeld wird seit Beginn des Jahres
2023 zum einen durch die steigende Inflation und erste
steigende Zinsen sowie zum anderen durch den
Russland-Ukraine-Konflikt geprägt. Es ist davon
auszugehen, dass im Jahr 2024 speziell in den westlichen
Marktwirtschaften Wagniskapital mit einer im Vergleich zu
2021 geringeren Geschwindigkeit investiert werden
könnte. Dies könnte sich in möglicherweise
betragsmäßig kleineren Finanzierungsrunden
äußern.
Für 2024 sind für Fonds II zwei neue
Investments, zzgl. Folgeinvestments, geplant. Für
Fonds I sind in 2024 ausschließlich Folgeinvestments
geplant. Für Fonds III sind in 2024 drei neue
Investments geplant.
In 2023 hat die Gesellschaft mit der Fly Ventures
Fund III GmbH & Co. KG ("Fonds III") einen weiteren
inländischen Spezial-AIF aufgelegt. Das erste Closing
von Fonds III hat erst in Q2/2024 stattgefunden, so dass
für 2024 nur zeitanteilige Management-Fee-Zahlungen
aus Fonds III an die Gesellschaft erfolgen werden.
Die Erlöse werden im Jahr 2024 voraussichtlich
leicht über dem Niveau des Berichtsjahres liegen.
in EUR - Plan 2024
ggü. Ist 2023
|
2024
|
2023
|
ggü Vorjahr
|
Rohergebnis
|
1,773,532
|
1,326,350
|
447,182
|
Kostenarten
|
|
|
|
Personalkosten
|
1,419,348
|
969,482
|
449,866
|
Raumkosten
|
87,282
|
71,605
|
15,677
|
Werbe-/Reisekosten
|
56,914
|
32,073
|
24,841
|
Abschreibungen
|
4,000
|
4,191
|
-191
|
Nicht abziehbare
Vorsteuern
|
20,000
|
26,966
|
|
Sonstige Kosten
|
180,834
|
80,965
|
99,869
|
Gesamtkosten
|
1,768,378
|
1,185,283
|
583,095
|
Zinserträge
|
2,000
|
2,156
|
-156
|
Zinsaufwendungen
|
1,000
|
1,286
|
-286
|
Steuern
|
2,100
|
43,611
|
-43,611
|
Betriebsergebnis
|
4,055
|
98,325
|
-92,170
|
Die Gesellschaft erwartet mit Ablauf des Jahres 2024
eine Erhöhung des Finanzmittelbestand ausgehend von
EUR 21.299,60 aus dem Vorjahr auf EUR 368.000. Diese
Erhöhung ist auf einen Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR
346.700,40 zurückzuführen.
Berlin, den 17. Juli
2024
gez.
Fly Ventures Management GmbH, vertreten durch die
Geschäftsführer
Gabriel Matuschka, Frederik Lars
Bergenlid
1 Quelle: IWF, World Economic Outlook, Juli 2024
2 Quelle: BaFin, Jahresbericht 2023, Mai 2024
3 Quelle: CB Insights: State of Venture 2023 Report,
4. Januar 2024
4 Quelle: IWF, World Economic Outlook, Juli 2024
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
78.287,00 |
67.848,00 |
| I.
Sachanlagen |
12.987,00 |
15.148,00 |
| II.
Finanzanlagen |
65.300,00 |
52.700,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
862.177,55 |
548.920,54 |
| I.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
840.877,95 |
474.812,09 |
| davon
gegen Gesellschafter |
160.977,21 |
159.405,96 |
| II.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
21.299,60 |
74.108,45 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
1.445,32 |
4.499,98 |
| Aktiva |
941.909,87 |
621.268,52 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
516.096,47 |
417.771,08 |
| I.
ausgegebenes Kapital |
16.668,00 |
16.668,00 |
| 1.
Gezeichnetes Kapital |
25.002,00 |
25.002,00 |
| 2.
eigene Anteile |
-8.334,00 |
-8.334,00 |
| II.
Gewinnvortrag |
401.103,08 |
392.187,98 |
| III.
Jahresüberschuss |
98.325,39 |
8.915,10 |
| B.
Rückstellungen |
120.417,36 |
118.954,55 |
| C.
Verbindlichkeiten |
305.396,04 |
84.542,89 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
305.396,04 |
84.542,89 |
| davon
gegenüber Gesellschaftern |
42,00 |
2.249,00 |
| Passiva |
941.909,87 |
621.268,52 |
Anhang für
das Geschäftsjahr 2023
I.
Allgemeine Angaben
Die Gesellschaft ist unter der Firma "Fly Ventures
Management GmbH" Sitz in Berlin im Handels-register des
Amtsgerichts Charlottenburg unter der Abteilung B, Nr.
172105 B eingetragen.
Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft
im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB. Die Rechnungslegung
erfolgt nach handelsrechtlichen Vorschriften (§ 45
KAGB i.V.m. §§ 264 ff. HGB). Die Bilanz und die
Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Bestimmungen der
§§ 266 und 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Der Anhang
wurde gemäß § 285 i.V.m. § 288 HGB
erstellt.
Die Bezeichnung einzelner Posten der Bilanz und der
Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß
§ 265 Abs. 6 HGB geändert, sofern dies
einer klareren Darstellung der Posten dient.
Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter
teilweise Ausnutzung der größenabhängigen
Erleichterungen gemäß §§ 266 Abs. 1
Satz 3, 274a, 276 und 288 HGB.
Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die
Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.
Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.
II.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Das
Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder
Herstellungskosten und soweit abnutzbar, vermindert um
planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die
Abschreibungen erfolgten linear nach den üblichen
Nutzungsdauern der Anlagegüter. Geringwertige
Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten
bis EUR 800,00 wurden im Jahr ihres Zuganges
gemäß § 6 Abs. 2 EStG voll abgeschrieben.
Die
Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten
angesetzt. Wertberichtigungen auf den niedrigeren
beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 3 Satz
5 HGB waren nicht erforderlich.
Die
Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände sind zum Nennwert
angesetzt.
Die
Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem
Nominalwert bewertet.
Als
Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite
Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit diese
Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag
darstellen.
Die
Rückstellungen berücksichtigen alle
erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen; sie
wurden nach vernünftiger kaufmännischer
Beurteilung in angemessenem Umfang gebildet.
Die
Verbindlichkeiten wurden mit ihrem
Rückzahlungsbetrag erfasst.
Die
Erträge und Aufwendungen sind periodengerecht
abgegrenzt.
III.
Erläuterungen zur Bilanz
1.
Forderungen gegen Gesellschafter
Die Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände beinhalten mit
EUR 160.977,21 (Vorjahr: EUR 159.405,96) zum
Bilanzstichtag Forderungen gegen Gesellschafter.
2.
Eigenkapital
Das Nennkapital der Gesellschaft beträgt EUR
25.002,00 und ist vollständig eingezahlt. Die
Gesellschaft hat im Geschäftsjahr keine
Ausschüttungen aus dem bestehenden Gewinnvortrag an
die Gesellschafter vorgenommen. Der verbleibende
Gewinnvortrag aus Vorjahren beträgt zum 31. Dezember
2023 EUR 401.103,08.
3.
Steuerrückstellungen
Die Steuerrückstellungen entsprechen den zu
erwartenden Abschlusszahlungen für das laufende
Geschäftsjahr.
4.
Rückstellungen
Die Rückstellungen in Höhe von EUR 120.417,36
(Vorjahr: EUR 118.954,55) beinhalten Rückstellungen
für die Erstellung des Jahresabschlusses und der
Steuererklärungen in Höhe von EUR 18.000,00
für das Jahr 2021 sowie in Höhe von jeweils EUR
21.400,00 für die Jahre 2022 und 2023, für die
Jahresabschlussprüfung 2023 in Höhe von EUR
11.900,00 und Steuerrückstellungen für die Jahre
2022 und 2023 in Höhe von insgesamt EUR 47.717,36.
5.
Verbindlichkeiten
In den Verbindlichkeiten sind zum Bilanzstichtag
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in
Höhe von EUR 301.008,52 (Vorjahr: EUR 64.948,08)
enthalten.
Zum 31. Dezember 2023 bestehen Verbindlichkeiten
gegenüber Gesellschaftern in Höhe von
EUR 42,00 (Vorjahr: EUR 2.249,00).
Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines
Jahres fällig.
IV.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Das Rohergebnis in Höhe von EUR 1.326.349,60
beinhaltet im Wesentlichen die Management-Fees für
2023 in Höhe von EUR 1.297.603,61.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe
von EUR 1.098.564,40 beinhalten im Wesentlichen Rechts- und
Beratungskosten in Höhe von EUR 679.709,32,
Geschäftsbesorgungskosten in Höhe von EUR
207.245,50, Mietkosten in Höhe von EUR 60.840,00 sowie
Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von EUR
33.597,50 und Werbekosten in Höhe von EUR 11.292,46.
Darüber hinaus ist die nicht abziehbare Vorsteuer
für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von EUR
26.966,28 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen
enthalten.
V.
Sonstige Angaben
1.
Geschäftsführung und Vertretung
Geschäftsführer waren im Berichtszeitraum:
Herr Gabriel Matuschka, Berlin
Herr Fredrik Lars Bergenlid, Zürich, Schweiz
Die Geschäftsführung ist
einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen
des § 181 BGB befreit.
2.
Arbeitnehmer
Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigte die
Gesellschaft durchschnittlich einen Mitarbeiter.
VI.
Nachtragsbericht
Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine Ereignisse
ergeben, die eine wesentliche Auswirkung auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft
haben.
Berlin, 17. Juli 2024
gez.
Gabriel Matuschka, Geschäftsführer
gez.
Fredrik Lars Bergenlid, Geschäftsführer
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 17.10.2024 festgestellt.
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Fly Ventures Management GmbH
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss
der Fly Ventures Management GmbH
- bestehend aus der Bilanz
zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung
für das Geschäftsjahr vom l.
Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang,
einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus
haben wir den Lagebericht der Fly Ventures Management GmbH
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum
31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
- entspricht der beigefügte Jahresabschluss
in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für
Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der
Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum
31. Dezember 2023 und
- vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht
dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und
stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß§ 45a Abs. 1 KAGB i.V.m. §
322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere
Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die
Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des
Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 45a
Abs. 1 KAGB i.V.m. § 317 HGB unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deut schen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahres abschlusses und
des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtli chen Vorschriften
und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung
der
gesetzlichen Vertreter
für
den
Jahr
esabsc
hluss
und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verant wortung, Sachverhalte in
Zusammenhang mit der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig,
anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür
verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwort lich für die Vorkehrungen
und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig
erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers far
die Prüfung
des
Jahresabschluss
es
und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 45a Abs. 1 KAGB i.V.m.
§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine
wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche
Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder
Irrtümern resultieren und werden als wesentlich
angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden
könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der
Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts
getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer
(IDW) enthält unter
https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie
eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des
Abschlussprüfers für die Prüfung des
Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung
ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
München, den 30.
September 2024
BTR Beratung Treuhand Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez.
Lothar Ponzer, Wirtschaftsprüfer
gez.
Ralph-Peter Scholz, Wirtschaftsprüfer
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