Fly Ventures Management GmbH

Monbijouplatz 2, 10178 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 172105
Vorher
aptus 1040. GmbH
Eingetragen
19.11.2015
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die kollektive Vermögensverwaltung von inländischen Spezial-AIF als registrierte AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft im Rahmen von § 44 KAGB i.V.m. § 2 Abs. 4 KAGB ausschließlich zur erlaubnisfreien Verwaltung von geschlossenen Spezial-AIF aus dem Bereich Venture Capital, deren verwaltete Vermögensgegenstände insgesamt nicht den Wert von 500 Millionen Euro überschreiten und die keinen Leverage einsetzen. Dies beinhaltet auch das Halten und Verwalten von Beteiligungen an Unternehmen, wenn der Geschäftszweck des Unternehmens gesetzlich oder satzungsmäßig im Wesentlichen auf Geschäfte ausgerichtet ist, welche die Gesellschaft selbst betreiben darf und bei denen die Haftung der Gesellschaft aufgrund der Rechtsform des Beteiligungsunternehmens beschränkt ist. Dienstleistungen und Nebendienstleistungen nach § 20 Abs. 3 KAGB werden nicht erbracht. Die Gesellschaft betreibt keine erlaubnispflichtigen Geschäfte nach dem KWG, KAGB und/oder nach der GewO.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

66.66% identifiziert33.33% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
33.33%

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
OliveTree GmbH
Germany
8.334 €
33.33%
Fredrik Lars Bergenlid
Zürich, Schweiz
8.334 €
33.33%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Fly Ventures Management GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Struktur

Die Fly Ventures Management GmbH ("Gesellschaft") ist eine Kapitalverwaltungsgesellschaft ("KVG") i.S.d. Kapitalanlagegesetzbuches ("KAGB"). Gegenstand des Unternehmens ist die externe, kollektive Verwaltung von inländischen Spezial-AIF im Sinne von § 1 Abs. 6 KAGB.

Seit 2016 ist die Gesellschaft bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ("Bundesanstalt" oder "BaFin") als externe AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft registriert. Ihre Tätigkeit unterliegt der Aufsicht durch die Bundesanstalt.

Die Gesellschaft verwaltet die von ihr nach dem KAGB konzipierten, geschlossenen inländischen alternativen Investmentfonds ("AIF" oder "Fonds").

1.2. Geschäftstätigkeit

Die Gesellschaft legt extern verwaltete Fonds auf und übernimmt für diese die kollektive Vermögensverwaltung im Sinne von § 1 Abs. 19 Nr. 24 KAGB. Dies umfasst ausschließlich geschlossene inländische Spezial-AIF im Bereich Wagniskapital.

Die Fonds können Anteile direkt oder über Wandelinstrumente an Firmen erwerben, die Technologien entwickeln und / oder technologiebezogene Dienstleistungen anbieten.

Der Gesellschaft obliegen die nach dem KAGB vorgeschriebenen Tätigkeiten, deren Kernbereiche das Portfoliomanagement sowie das Risikomanagement darstellen. Es bestehen Auslagerungsverträge mit Dritten. Hierbei handelt es sich insbesondere um die Fondsadministration inkl. der Buchhaltung und der Steuerberatung,

Die Gesellschaft verwaltet im Berichtsjahr folgende inländische Spezial-AIF im Sinne des KAGB inkl. des Jahres der Aufsetzung.

Fly Ventures Fund I GmbH & Co. KG - 2016 - "Fonds I"

Fly Ventures Fund II GmbH & Co. KG - 2020 - "Fonds II"

Fly Ventures Fund III GmbH & Co. KG - 2023 - "Fonds III"

Zusammen "Aktive Fonds".

Im Berichtsjahr sind die aktiven Fonds die einzigen verwalteten Fonds der Gesellschaft. Sie behält sich die Möglichkeit vor, künftig weitere Fonds aufzulegen und deren Verwaltung zu übernehmen.

1.3. Leitung und Kontrolle

Die Geschäftsführung der Gesellschaft besteht zum Zeitpunkt der Berichterstellung aus Gabriel Matuschka und Fredrik Lars Bergenlid. Es besteht zum Zeitpunkt der Berichterstellung ein Investment Committee aus den genannten zwei Personen für Fonds I und zusätzlich Matt Wichrowski und Marie Brayer für Fonds II und III.

1.4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentliche Steuerungsgröße der Gesellschaft ist im Berichtsjahr wie auch im vorangegangenen Jahr der durchschnittliche Bestand an liquiden Mitteln. Absehbar wird die Gesellschaft keine wesentlichen Überschüsse erzielen.

Als Leistungsindikator für die Wertentwicklung der verwalteten Fonds ist die Summe der gesamten Kapitalzusagen eine wesentliche Kennzahl. Sie beeinflusst als Bemessungsgrundlage die laufenden Erlöse der Gesellschaft aus der Vermögensverwaltung. Weitere wesentliche Kennzahlen der verwalteten Fonds sind Multiple on Invested Capital und Total Value to Paid-In Capital.

Die Gesellschaft konnte in 2023 rd. 97,83 % ihrer gesamten Erträge mit Vergütungen aus Provisionen (hierunter fallen ggf. auch Erträge für die Konzeption und Strukturierung aus der Fondsauflage) erzielen.

Die Gesellschaft hat ESG-Richtlinien und entsprechende interne Leistungsindikatoren erarbeitet. Die Gesellschaft hat sich verpflichtet diese für alle Mitarbeiter einzuhalten.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1. Allgemeine Entwicklungen

Die Weltwirtschaft ist laut dem Internationalen Währungsfonds ("IWF") im Berichtsjahr 2023 um 3,3 % gewachsen. Die IWF-Finanzexperten gehen davon aus, dass sich das Wachstum der Weltwirtschaft in den Jahren 2024 und 2025 auf einem ähnlichen Niveau mit 3,2 % bzw. 3,3 % bewegen wird. Der IWF weist insbesondere darauf hin, dass die Inflation bei den Dienstleistungen die Fortschritte in der Inflationsbekämpfung verzögern, was die geldpolitische Normalisierung erschwert. Die Aufwärtsrisiken für die Inflation haben somit zugenommen, was höhere und länger anhaltende Zinssätze ermöglichen sollte.1

2.1.2. Markt für Kapitalverwaltungsgesellschaften (KVGen) in Deutschland

Laut des Jahresberichts für 2023 der Bundesanstalt erhielten im Jahr 2023 weitere fünf deutsche KVGen (Vorjahr: sechs Gesellschaften) die Erlaubnis, Investmentvermögen zu verwalten, oder die BaFin erweiterte ihre bereits bestehende Zulassung. Zwei Gesellschaften gaben ihre Erlaubnis zurück; im Vorjahr war es eine. Ende 2023 verfügten damit 144 Unternehmen mit Sitz in Deutschland über eine Erlaubnis nach dem KAGB (Vorjahr: 144 Unternehmen). Darüber hinaus ließen sich in 2023 insgesamt 54 KVGen nach § 44 KAGB registrieren; 2022 hatten sich 85 Gesellschaften eintragen lassen. 37 Gesellschaften gaben ihre Registrierung zurück, im Vorjahr waren es 38. Damit belief sich die Gesamtzahl der registrierten KVGen Ende 2023 auf 540 (Vorjahr: 523 KVGen).2

2.1.3. Markt für Wagniskapitalinvestitionen

Die globalen Wagniskapitalinvestitionen haben laut dem Analyse-Institut CB Insights im Jahr 2023 einen drastischen Rückgang um 42 % gegenüber dem Vorjahr erfahren und erreichten weltweit 248 Milliarden US-Dollar. Der Finanzierungsrückgang war während des gesamten Jahres 2023 zu verzeichnen, aber insbesondere im vierten Quartal 2023 mit einem Finanzierungsvolumen von 51 Milliarden US-Dollar besonders stark ausgeprägt, was einem Rückgang um 24 % gegenüber dem Vorquartal entspricht und womit das Niveau von Ende 2016 bzw. Anfang 2017 erreicht wurde.3

2.2. Geschäftsverlauf

Die Gesellschaft blickt auf ein positives Geschäftsjahr 2023 zurück. Nach der Gründung der Gesellschaft im Jahr 2015 wurde die operative Geschäftstätigkeit 2016 aufgenommen. Das Geschäftsjahr war vom Aufbau und der Betreuung des Investmentportfolios der aktiven Fonds geprägt.

Fonds I hat die Investitionsphase in 2020 abgeschlossen und im Geschäftsjahr auch nur noch kleinere Folgeinvestments getätigt. Die Kapitalzusagen betrugen im Berichtsjahr unverändert EUR 35,3 Mio. Das neu abgerufene Investitionskapital betrug im Berichtsjahr rund EUR 0,8 Mio.

Fonds II hat seine Investitionsphase in 2020 begonnen und im Geschäftsjahr sowohl neue als auch Folgeinvestments getätigt. Die Kapitalzusagen betrugen im Berichtsjahr unverändert EUR 53,0 Mio. Das neu abgerufene Investitionskapital betrug im Geschäftsjahr rund EUR 6,0 Mio.

Fonds III wurde in 2023 gegründet. Investoren wurden im Berichtsjahr noch nicht aufgenommen. Das erste Closing erfolgte im zweiten Quartal 2024.

Gemessen an den wesentlichen Leistungsindikatoren der Gesellschaft ist der Geschäftsverlauf als positiv zu bewerten. Es wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von EUR 98.325,39 erwirtschaftet, der damit über dem für 2023 prognostizierten Ergebnis von EUR 924 lag. Neben einem um TEUR 40 höheren Rohergebnis waren die wesentlichen Ursachen für den höheren Jahresüberschuss die geringeren Betriebsausgaben, insbesondere um TEUR 42 geringerer Personalaufwand und um TEUR 13 geringere nicht abziehbare Vorsteuerbeträge.

Der Finanzmittelbestand hat sich im Geschäftsjahr von EUR 74.108,45 auf EUR 21.299,60 verringert.

2.3. Lage des Unternehmens

2.3.1. Ertragslage

Die Ertragslage der Gesellschaft wurde im Berichtsjahr von Personalaufwand und Verwaltungsaufwendungen im Zusammenhang mit dem laufenden Geschäftsbetrieb beeinflusst. Die Gesellschaft erzielte Erträge in Höhe von insgesamt EUR 1.326.349,60. Diese stammen im Wesentlichen in Höhe von EUR 1.297.603,61 aus ihrer Verwaltungstätigkeit (Management-Fees).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 1.098.564,40 beinhalten im Wesentlichen Rechts- und Beratungskosten in Höhe von EUR 679.709,32, Geschäftsbesorgungskosten in Höhe von EUR 207.245,50, Mietkosten in Höhe von EUR 60.840,00 sowie Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von EUR 33.597,50 und Werbekosten in Höhe von EUR 11.292,46. Darüber hinaus ist die nicht abziehbare Vorsteuer für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von EUR 26.966,28 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

Zudem betreffen die Aufwendungen der Gesellschaft auch den Personalaufwand in Höhe von 82.527,00. Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich einen Mitarbeiter.

2.3.2. Finanzlage

Kapitalstruktur
Das Eigenkapital der Gesellschaft hat sich im Vorjahresvergleich um EUR 98.325,39 erhöht. Ursächlich für diese Veränderung ist ausschließlich der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres.

Bei den Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 305.396,04 handelt es sich um sonstige Verbindlichkeiten, die teilweise verzinst werden. Insgesamt sind die Verbindlichkeiten kurzfristig fällig und bestehen nur in Euro.

Die Rückstellungen in Höhe von EUR 120.417,36 beinhalten Rückstellungen für die Erstellung des Jahresabschlusses und der Steuererklärungen in Höhe von EUR 18.000,00 für das Jahr 2021 sowie in Höhe von jeweils EUR 21.400,00 für die Jahre 2022 und 2023, für die Jahresabschlussprüfung 2023 in Höhe von EUR 11.900,00 und Steuerrückstellungen für die Jahre 2022 und 2023 in Höhe von insgesamt EUR 47.717,36.

Liquidität
Der Finanzmittelbestand hat sich ausgehend vom Vorjahr von EUR 74.108,45 auf EUR 21.299,60 verringert. Diese Minderung ist auf einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR -52.808,85 zurückzuführen.

2.3.3. Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist zum Stichtag im Wesentlichen geprägt durch kurzfristig fällige Bankguthaben in Höhe von EUR 21.299,60, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 840.877,95 sowie Finanzanlagen in Höhe von EUR 65.300,00.

Die Vermögenswerte der Gesellschaft sind somit im Wesentlichen durch kurzfristige Positionen geprägt. Dem stehen kurzfristige Verbindlichkeiten in geringer Höhe gegenüber.

Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 rd. 54,79 %.

2.4. Gesamtaussage

Insgesamt ist die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft im Berichtsjahr gut verlaufen. Dies ist in erster Linie auf die Erträge aus der Verwaltungstätigkeit zurückzuführen. Dem stehen die aus der Geschäftstätigkeit resultierenden Verwaltungsaufwendungen gegenüber. Aus diesem Delta ergibt sich das Jahresergebnis der Gesellschaft.

3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

Die Geschäftspolitik der Gesellschaft ist ausgerichtet auf die Steigerung der Unternehmenswerte der aktiven Fonds durch erfolgreiche Investitionen in die Portfoliounternehmen.

Dies setzt zum einen ein effektives Chancenmanagement voraus, damit die Gesellschaft die Chance zur Beteiligung an vielversprechenden Unternehmen erkennen und nutzen kann. Das Chancenmanagement beinhaltet zum Beispiel eine laufende Marktbeobachtung oder eine strukturierte Analyse der identifizierten und infrage kommenden Beteiligungsmöglichkeiten.

Zum anderen ist ein Risikomanagement erforderlich, das einen umfassenden Überblick über die Risikolage der Gesellschaft gewährleistet. Insbesondere die Früherkennung von Risiken mit wesentlichen negativen finanziellen Auswirkungen auf die aktiven Fonds ist von großer Bedeutung, damit Maßnahmen zur Vermeidung, Reduzierung oder zur Bewältigung von Risiken ergriffen werden können.

3.1. Chancen

Die nachfolgend beschriebenen Chancen können einen vorteilhaften Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

3.1.1. Chancen aus Veränderungen des Umfeldes und der Branche

Laut IWF ist von einem globalen Wirtschaftswachstum von 3,2 % bzw. 3,3 % in den Jahren 2024 und 2025 auszugehen. Der IWF weist insbesondere darauf hin, dass die Inflation bei den Dienstleistungen die Fortschritte in der Inflationsbekämpfung verzögern, was die geldpolitische Normalisierung erschwert. Die Aufwärtsrisiken für die Inflation haben somit zugenommen, was höhere und länger anhaltende Zinssätze ermöglichen sollte.4

Zum Zeitpunkt der Berichterstellung ist im Umfeld weiterhin viel Dry Powder im Markt vorhanden. Die Anlage in andere Asset-Klassen ist zunehmend unattraktiv, bspw. in Immobilien, aufgrund der rückgängigen Rendite, in Private Equity, aufgrund des steigenden Zinsniveaus für die Aufnahme von Fremdkapital. Signifikante Vermögen müssen dennoch allokiert werden. Die Wagniskapital-Klasse stellt deshalb eine weiterhin attraktive Anlageklasse dar.

Zudem erfährt der Investitionsschwerpunkt in KI im Speziellen weiterhin enormen globalen Aufwind.

3.2. Risiken

3.2.1. Risikomanagementsystem

Die Gesellschaft erfasst und identifiziert laufend die wesentlichen Risiken der verwalteten Fonds. Wesentliches Instrument ist hierzu insbesondere eine quartalsweise Abfrage und Beobachtung der operativen Leistung der Minderheitsbeteiligungen der verwalteten Fonds.

Schutzvorkehrungen gegen Interessenkonflikte bestehen durch geordnete Maßnahmen, insbesondere ein mehrköpfiges Investment Committee, Investor Advisory Boards, Prozessmanagement, Geschäftsordnungen und ausgelagerte Fondsadministration. Die Gesellschaft erfasst und überprüft regelmäßig Geldwäscherisiken aus Investments in Form von verbindlichen GwG-Auskünften durch die potenziellen Investments. Die Gesellschaft unterliegt ihrerseits regelmäßigen Überprüfungen durch die Investments in Form von Handels- und Transparenzregister-Auskünften.

3.2.2. Allgemeine und wesentliche Risiken

Die nachfolgend beschriebenen Risiken können sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken.

Operative Risiken
Der Erfolg der verwalteten Fonds wird von der wirtschaftlichen Entwicklung der Zielgesellschaften und der Entwicklung der Preise pro Anteil der Zielgesellschaften beeinflusst. Negative Entwicklungen der Zielgesellschaften wirken sich auf den Wert der Beteiligungen eines Fonds aus. Das Risiko wird für die Gesellschaft aufgrund der derzeitigen Struktur der Portfolios und bisherigen Wertentwicklung bei einzelnen Investments auf Basis des derzeitigen Kenntnisstands des Managements als gering eingestuft.

Marktrisiken
Der Erfolg der verwalteten Fonds wird (indirekt) ebenfalls durch die Entwicklung des Marktes für Wagniskapital beeinflusst. Ein Rückgang an Wagniskapital könnte (indirekt) zu geringeren oder ausbleibenden Investitionen in die Zielgesellschaften führen, was möglicherweise zu Liquiditätsengpässen und/oder geringeren Preisen pro Anteil der Zielgesellschaften führen kann.

Sollte das allgemeine Zinsniveau signifikant ansteigen, könnte sich das Marktklima für Spezial-AIF verschlechtern. Gleiches gilt möglicherweise für die weltweiten Wagniskapitalinvestitionen, die insofern auch Wagniskapitalinvestitionen in Technologiefirmen betreffen würden. Sollte sich das Marktumfeld für den Vertrieb neuer Wagniskapitalfonds verschlechtern, besteht für die Gesellschaft möglicherweise das Risiko, dass in den kommenden Jahren keine neuen Fonds aufgelegt werden können. Hieraus würde ein Ertragsrückgang ab dem Jahre 2027 folgen. Das Risiko wird für die Gesellschaft als moderat eingestuft.

Mit dem Begriff Kontrahentenrisiko wird das Risiko beschrieben, dass Vertragspartner ihren jeweiligen Verpflichtungen nicht (mehr) nachkommen. Im Kontext der Gesellschaft besteht das wesentliche Kontrahentenrisiko darin, dass Investoren der von der Gesellschaft verwalteten Fonds den Kapitalabrufen, welche die Verwaltungsgebühren beinhalten, nicht (mehr) nachkommen. Bislang wurden keine Vertragsverletzungen festgestellt. Das Risiko wird für die Gesellschaft als gering eingestuft.

Es besteht grundsätzlich das Risiko, dass der Gesellschaft die Verwaltung eines Fonds entzogen wird. Dies könnte der Fall sein, wenn sich aus Sicht der Bundesanstalt aufsichtsrechtliche Mängel in Bezug auf die Tätigkeit der Gesellschaft ergeben. Bislang sind hierfür der Gesellschaft keine Anzeichen bekannt. Das Risiko wird für die Gesellschaft als gering eingestuft.

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass ein Vermögensgegenstand oder eine Position nicht hinreichend schnell bei begrenzten Kosten veräußert, liquidiert oder geschlossen werden kann, sodass die Erfüllung von Zahlungs- und Rückgabeverpflichtungen nicht gewährleistet werden kann. Es wurden im Berichtsjahr keine Liquiditätsrisiken der Gesellschaft identifiziert. Das Risiko wird für die Gesellschaft als gering eingestuft.

3.3. Prognosebericht

Das allgemeine Marktumfeld wird seit Beginn des Jahres 2023 zum einen durch die steigende Inflation und erste steigende Zinsen sowie zum anderen durch den Russland-Ukraine-Konflikt geprägt. Es ist davon auszugehen, dass im Jahr 2024 speziell in den westlichen Marktwirtschaften Wagniskapital mit einer im Vergleich zu 2021 geringeren Geschwindigkeit investiert werden könnte. Dies könnte sich in möglicherweise betragsmäßig kleineren Finanzierungsrunden äußern.

Für 2024 sind für Fonds II zwei neue Investments, zzgl. Folgeinvestments, geplant. Für Fonds I sind in 2024 ausschließlich Folgeinvestments geplant. Für Fonds III sind in 2024 drei neue Investments geplant.

In 2023 hat die Gesellschaft mit der Fly Ventures Fund III GmbH & Co. KG ("Fonds III") einen weiteren inländischen Spezial-AIF aufgelegt. Das erste Closing von Fonds III hat erst in Q2/2024 stattgefunden, so dass für 2024 nur zeitanteilige Management-Fee-Zahlungen aus Fonds III an die Gesellschaft erfolgen werden.

Die Erlöse werden im Jahr 2024 voraussichtlich leicht über dem Niveau des Berichtsjahres liegen.

in EUR - Plan 2024 ggü. Ist 2023
2024
2023
ggü Vorjahr
Rohergebnis
1,773,532
1,326,350
447,182
Kostenarten



Personalkosten
1,419,348
969,482
449,866
Raumkosten
87,282
71,605
15,677
Werbe-/Reisekosten
56,914
32,073
24,841
Abschreibungen
4,000
4,191
-191
Nicht abziehbare Vorsteuern
20,000
26,966

Sonstige Kosten
180,834
80,965
99,869
Gesamtkosten
1,768,378
1,185,283
583,095
Zinserträge
2,000
2,156
-156
Zinsaufwendungen
1,000
1,286
-286
Steuern
2,100
43,611
-43,611
Betriebsergebnis
4,055
98,325
-92,170



Die Gesellschaft erwartet mit Ablauf des Jahres 2024 eine Erhöhung des Finanzmittelbestand ausgehend von EUR 21.299,60 aus dem Vorjahr auf EUR 368.000. Diese Erhöhung ist auf einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR 346.700,40 zurückzuführen.

 

Berlin, den 17. Juli 2024

gez. Fly Ventures Management GmbH, vertreten durch die Geschäftsführer



Gabriel Matuschka, Frederik Lars Bergenlid   

1 Quelle: IWF, World Economic Outlook, Juli 2024
2 Quelle: BaFin, Jahresbericht 2023, Mai 2024
3 Quelle: CB Insights: State of Venture 2023 Report, 4. Januar 2024
4 Quelle: IWF, World Economic Outlook, Juli 2024

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 78.287,00 67.848,00
I. Sachanlagen 12.987,00 15.148,00
II. Finanzanlagen 65.300,00 52.700,00
B. Umlaufvermögen 862.177,55 548.920,54
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 840.877,95 474.812,09
davon gegen Gesellschafter 160.977,21 159.405,96
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 21.299,60 74.108,45
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.445,32 4.499,98
Aktiva 941.909,87 621.268,52

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 516.096,47 417.771,08
I. ausgegebenes Kapital 16.668,00 16.668,00
1. Gezeichnetes Kapital 25.002,00 25.002,00
2. eigene Anteile -8.334,00 -8.334,00
II. Gewinnvortrag 401.103,08 392.187,98
III. Jahresüberschuss 98.325,39 8.915,10
B. Rückstellungen 120.417,36 118.954,55
C. Verbindlichkeiten 305.396,04 84.542,89
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 305.396,04 84.542,89
davon gegenüber Gesellschaftern 42,00 2.249,00
Passiva 941.909,87 621.268,52

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist unter der Firma "Fly Ventures Management GmbH" Sitz in Berlin im Handels-register des Amtsgerichts Charlottenburg unter der Abteilung B, Nr. 172105 B eingetragen.

Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB. Die Rechnungslegung erfolgt nach handelsrechtlichen Vorschriften (§ 45 KAGB i.V.m. §§ 264 ff. HGB). Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Bestimmungen der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Der Anhang wurde gemäß § 285 i.V.m. § 288 HGB erstellt.

Die Bezeichnung einzelner Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß
§ 265 Abs. 6 HGB geändert, sofern dies einer klareren Darstellung der Posten dient.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter teilweise Ausnutzung der größenabhängigen Erleichterungen gemäß §§ 266 Abs. 1 Satz 3, 274a, 276 und 288 HGB.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgten linear nach den üblichen Nutzungsdauern der Anlagegüter. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800,00 wurden im Jahr ihres Zuganges gemäß § 6 Abs. 2 EStG voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB waren nicht erforderlich.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nominalwert bewertet.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit diese Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen; sie wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in angemessenem Umfang gebildet.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Rückzahlungsbetrag erfasst.

Die Erträge und Aufwendungen sind periodengerecht abgegrenzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Forderungen gegen Gesellschafter

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände beinhalten mit EUR 160.977,21 (Vorjahr: EUR 159.405,96) zum Bilanzstichtag Forderungen gegen Gesellschafter.

2. Eigenkapital

Das Nennkapital der Gesellschaft beträgt EUR 25.002,00 und ist vollständig eingezahlt. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr keine Ausschüttungen aus dem bestehenden Gewinnvortrag an die Gesellschafter vorgenommen. Der verbleibende Gewinnvortrag aus Vorjahren beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 401.103,08.

3. Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen entsprechen den zu erwartenden Abschlusszahlungen für das laufende Geschäftsjahr.

4. Rückstellungen

Die Rückstellungen in Höhe von EUR 120.417,36 (Vorjahr: EUR 118.954,55) beinhalten Rückstellungen für die Erstellung des Jahresabschlusses und der Steuererklärungen in Höhe von EUR 18.000,00 für das Jahr 2021 sowie in Höhe von jeweils EUR 21.400,00 für die Jahre 2022 und 2023, für die Jahresabschlussprüfung 2023 in Höhe von EUR 11.900,00 und Steuerrückstellungen für die Jahre 2022 und 2023 in Höhe von insgesamt EUR 47.717,36.

5. Verbindlichkeiten

In den Verbindlichkeiten sind zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 301.008,52 (Vorjahr: EUR 64.948,08) enthalten.

Zum 31. Dezember 2023 bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von
EUR 42,00 (Vorjahr: EUR 2.249,00).

Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Das Rohergebnis in Höhe von EUR 1.326.349,60 beinhaltet im Wesentlichen die Management-Fees für 2023 in Höhe von EUR 1.297.603,61.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 1.098.564,40 beinhalten im Wesentlichen Rechts- und Beratungskosten in Höhe von EUR 679.709,32, Geschäftsbesorgungskosten in Höhe von EUR 207.245,50, Mietkosten in Höhe von EUR 60.840,00 sowie Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von EUR 33.597,50 und Werbekosten in Höhe von EUR 11.292,46. Darüber hinaus ist die nicht abziehbare Vorsteuer für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von EUR 26.966,28 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.
V. Sonstige Angaben

1. Geschäftsführung und Vertretung

Geschäftsführer waren im Berichtszeitraum:
Herr Gabriel Matuschka, Berlin
Herr Fredrik Lars Bergenlid, Zürich, Schweiz

Die Geschäftsführung ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

2. Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich einen Mitarbeiter.

VI. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine Ereignisse ergeben, die eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

 

Berlin, 17. Juli 2024

gez. Gabriel Matuschka, Geschäftsführer

gez. Fredrik Lars Bergenlid, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 17.10.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS


An die Fly Ventures Management GmbH

Prüfungsurteile

Wir  haben  den  Jahresabschluss  der  Fly  Ventures  Management  GmbH -   bestehend  aus  der  Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr  vom  l.  Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fly Ventures Management GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und
-  vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß§ 45a Abs. 1 KAGB i.V.m. § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 45a Abs. 1 KAGB i.V.m. § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deut­ schen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres­ abschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtli­ chen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahr esabsc hluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verant­ wortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwort­ lich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers far die Prüfung des Jahresabschluss es und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 45a Abs. 1 KAGB i.V.m. § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

München, den 30. September 2024


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