Stammdaten

Register
Amtsgericht Koblenz HRB 28852
Eingetragen
13.4.2022
Branche
Herstellung von Schleifkörpern und Schleifmitteln auf UnterlageHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Isolatoren und Isolierteilen aus Keramik
Gegenstand
Gegenstand der Gesellschaft ist die Herstellung, der Vertrieb und der Verkauf von Schleifmitteln, Elektrowerkzeugen, Keramik und allen damit zusammenhängenden Produkten (unter anderem Trennscheiben, Schleifscheiben, Lamellenschleifscheiben, Diamantwerkzeugen, sonstigen gebundenen Schleifmitteln, Schleifmitteln auf Unterlage, Hartmetallfräsern, technischen Drahtbürsten usw.), sowie alle mit dem vorgenannten Gegenstand zusammenhängenden Geschäfte einschließlich der Beteiligung an Unternehmen, die den vorgenannten Gegenstand verfolgen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Schneider
seit 27.1.2026
Prokura
Gunnar Dr. Bühler
seit 23.11.2023
Prokura
Manfred Schneider
seit 23.11.2023
Prokura
Alexander Menges
seit 23.11.2023
Prokura
Jürgen Neubert
seit 18.8.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
CUMI INTERNATIONAL LIMITEDCYP
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

CUMI INTERNATIONAL LIMITED
Cyprus
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

RHODIUS Abrasives GmbH

Burgbrohl

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2022 bis zum 31.03.2023

Bilanz zum 31. März 2023

Aktiva

Stand am 31.3.2023 Stand am 31.3.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.596.134,40 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.837.532,91 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 266.567,65 0,00
21.700.234,96 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.272.830,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.882.825,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.838.437,51 0,00
4. prepaid expenses 1.788.988,10 47.926.789,00
18.783.080,61 47.926.789,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 104.281,25 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 19.809,93 0,00
124.091,18 0,00
40.607.406,75 47.926.789,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.721.408,97 0,00
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 295.540,61 0,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 9.815.073,22 0,00
13.832.022,80 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.886.832,32 0,00
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.318.362,11 0,00
10.205.194,43 0,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks
1. Kassenbestand 6.749,82 0,00
2. Guthaben bei Kreditinstituten 5.673.971,06 8.169.217,60
5.680.720,88 8.169.217,60
29.717.938,11 8.169.217,60
C. Rechnungsabgrenzungsposten 388.821,52 0,00
D. Aktive latente Steuern 45.935,92 0,00
E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 68.422,86 0,00
70.828.525,16 56.096.006,60

Passiva

Stand am 31.3.2023 Stand am 31.3.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Stammkapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 56.100.000,00 56.100.000,00
III. Währungsdifferenzen -57.846,45 0,00
IV. Verlustvortrag -56.375,40 0,00
V. Konzernjahresfehlbetrag -5.613.595,65 -56.375,40
50.397.182,50 56.068.624,60
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 752.680,00 0,00
2. Steuerrückstellungen 4.374.746,59 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 6.238.967,70 27.382,00
11.366.394,29 27.382,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.750.000,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.417.699,11 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 283.135,00 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 606.091,57 0,00
9.056.925,68 0,00
D. Passive latente Steuern 8.022,69 0,00
70.828.525,16 56.096.006,60

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023

2022/23 Rumpfgeschäftsjahr 14.01. 31.03.2022 der RHODIUS Abrasives GmbH
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 64.548.690,79 0,00
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 131.771,62 0,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 404.975,26 0,00
4. Gesamtleistung 65.085.437,67 0,00
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 29.540.928,40 0,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.788.937,40 0,00
31.329.865,80 0,00
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 17.323.040,20 0,00
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.339.934,79 0,00
20.662.974,99 0,00
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.844.916,83 0,00
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.517.242,00 48.125,40
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.737,86 0,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 88.606,41 8.250,00
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -5.355.430,50 -56.375,40
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 246.828,19 0,00
13. Ergebnis nach Steuern -5.602.258,69 -56.375,40
14. Sonstige Steuern 11.336,96 0,00
15. Jahresfehlbetrag -5.613.595,65 -56.375,40

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022/23

I. Angaben zum Konzernabschluss

A. Vorbemerkung

Die RHODIUS Abrasives GmbH, begründet durch den Gesellschaftsvertrag vom 14. Januar 2022, als Muttergesellschaft der RHODIUS Abrasives Gruppe hat ihren Sitz in Burgbrohl und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Koblenz unter der Nummer HRB 28852.

Die RHODIUS Abrasives GmbH ist gemäß § 290 HGB erstmalig ab dem 1. April 2023 zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Der Konzernabschluss wurde unter Beachtung der Vorschriften des HGB, des GmbHG sowie der DRS erstellt.

Der Konzern ist mit Wirkung zum 1. April 2022 entstanden, durch den Kauf der RHODIUS Schleifwerkzeuge GmbH & Co. KG und deren Töchter von der CUMI International Limited, Limassol/Zypern. Alle unter B. genannten einbezogenen Unternehmen wurden mit Wirkung zum 1. April 2022 erstmalig Teil des Konsolidierungskreises.

Alle einbezogenen Gesellschaften haben ein vom Mutterunternehmen abweichendes Geschäftsjahr und enden am 31. Dezember eines jeden Jahres. Für alle einbezogenen Gesellschaften wurde freiwillig, gemäß § 299 Abs. 2 HGB, ein auf den Stichtag und Zeitraum des Konzernabschlusses (31. März 2023) aufgestellter Zwischenabschluss in den Konzernabschluss einbezogen.

Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Gesellschaften wurden die nach landesrechtlichen Vorschriften aufgestellten Zwischenabschlüsse der Konsolidierung zu Grunde gelegt. Die Zwischenabschlüsse der ausländischen Konzernunternehmen wurden, soweit dies erforderlich war, im Rahmen der Konsolidierung an die konzerneinheitlichen Bilanzierungsgrundsätze angepasst.

Die Gliederung des Konzernabschlusses zum 31. März 2023 erfolgt nach den Bestimmungen des Dritten Buches des HGB gemäß §§ 265 ff. iVm § 298 Abs. 1 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 iVm § 298 Abs. 1 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Da ein Mutter-Tochter Verhältnis und somit auch die Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses gemäß § 290 ff. HGB mit Wirkung zum 1. April 2023 entstand, besteht keine Pflicht zur Angabe von Vorjahreszahlen. Gleichwohl haben die gesetzlichen Vertreter von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Vorjahreszahlen aus dem Abschluss des Mutterunternehmens für das Rumpfgeschäftsjahr vom 14. Januar 2022 bis 31. März 2022 freiwillig anzugeben. Daher sind die Vorjahreszahlen nicht vergleichbar.

B. Abgrenzung des Konsolidierungskreises

In den Konzernabschluss der RHODIUS Abrasives GmbH werden folgende Gesellschaften im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen:

Name Sitz Höhe des Anteils am Kapital in %
RHODIUS Abrasives GmbH (Muttergesellschaft) Burgbrohl
RHODIUS Nederland B.V. Apeldoorn / NL 100,0
RHODIUS France S.A.R.L. St. Martin du Vivier /F 100,0
RHODIUS Korea Inc. Seoul / Südkorea 100,0
RHODIUS South America Assessoria Tecnica e Commercial em Abrasivos Ltda Curitiba / Brasilien 100,0
RHODIUS Schleifwerkzeuge Verwaltungsgesellschaft mbH Burgbrohl 100,0

C. Konsolidierungsgrundsätze und Währungsumrechnung

Die Zwischenabschlüsse der nach den Vorschriften der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden gemäß § 308 HGB nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Die Aktiv- und Passivposten der auf fremde Währung lautenden Bilanzen der ausländischen Gesellschaften werden gemäß § 308a HGB mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs in Euro umzurechnen ist, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral den "Währungsdifferenzen" zugeordnet.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode entsprechend § 301 Abs. 1 HGB. Als Zeitpunkt der Kapitalkonsolidierung wurde nach § 301 Abs. 2 HGB grundsätzlich einheitlich der Erwerbszeitpunkt der Anteile der 1. April 2022 gewählt.

Aus der Erstkonsolidierung ergab sich ein Zugang zum Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 3.708. Dieser wird über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben.

Die Schuldenkonsolidierung gemäß § 303 Abs. 1 HGB besteht in der gegenseitigen Aufrechnung von Forderungen und Schulden.

Alle wesentlichen Umsätze und andere Erträge und Aufwendungen zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden gemäß § 305 HGB miteinander verrechnet.

Zwischenergebnisse in Vorratsbeständen aus konzerninternen Lieferungen wurden gemäß § 304 HGB eliminiert.

D. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände

Der entgeltlich erworbene sowie der aus der erstmaligen Kapitalkonsolidierung entstandene Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine Laufzeit von 15 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwertes erfolgt in Abhängigkeit des technischen Lebenszyklus der Produkte, insbesondere des Produktlebenszyklus der von RHODIUS entwickelten und produzierten Trennscheiben, die mit weitem Abstand den größten Anteil am Gesamtgeschäft darstellen.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Hergestellte Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden auf Einzelkostenbasis zuzüglich angemessener Gemeinkostenzuschläge, soweit diese für die Herstellung notwendig sind, bewertet. Fremdkapitalzinsen sind nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wurden nicht aktiviert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben. Für abnutzbare Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vorgenommen. In begründeten Einzelfällen erfolgt aufgrund dauernder Wertminderung eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800, werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Die Abschreibungsmethodik entspricht dem tatsächlichen Werteverzehr.

Die Abschreibungssätze betragen:

Immaterielle Vermögensgegenstände (Software, Patente, Markenrechte): 6,67 - 100%
Bauten auf fremden Grundstücken: 6,67 - 10%
Technische Anlagen und Maschinen : 7,69 - 33,33%
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 6,67 - 40%

Finanzanlagen

Die Bewertung des Anteilsbesitzes erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert; Ausleihungen werden mit ihren Nennbeträgen bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren wurden zu Anschaffungskosten nach der Durchschnittsmethode und unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Fertige und unfertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bewertet, die durch Kalkulation auf Basis der innerbetrieblichen Kostenrechnung der Gesellschaft ermittelt wurden. Angemessene Gemeinkostenzuschläge wurden berücksichtigt. Dem Prinzip der verlustfreien Bewertung wurde durch absatzmarktorientierte Abschläge Rechnung getragen.

Forderungen und sonstige Aktiva

Die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgte zum Nennwert. Dem allgemeinen Kreditrisiko sowie dem internen Zinsverlust wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 3%, bei kreditversicherten Forderungen von 1,5% des um die einzelwertberichtigten Forderungen bereinigten Nettoforderungsbestands Rechnung getragen. Zweifelhaften Forderungen wurde durch angemessene Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Auf ausländische Währung lautende Forderungen wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Der Bestand an liquiden Mitteln wird mit Nominalwerten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet, der sich aus einem Börsen- oder Marktpreis am Bilanzstichtag ergibt. Auf ausländische Währung lautende Bankguthaben wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Der Ansatz der sonstigen Aktiva erfolgt zu Nennwerten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert, der sich aus einem Börsen- oder Marktpreis am Bilanzstichtag ergibt.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Rückstellungen

Die Rückstellungen werden grundsätzlich mit ihren nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zu erwarteten Erfüllungsbeträgen angesetzt, Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als 12 Monaten werden gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die unter der Position Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ausgewiesenen Rückstellungen werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst.

Wertguthaben aus Lebensarbeitszeitkonten werden gemäß § 253 Abs. 1 S. 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Nach Verrechnung verbleibt ein aktivischer Unterschiedsbetrag.

Für alle Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als zwölf Monaten erfolgt die Ermittlung des oben genannten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben bzw. zehn Geschäftsjahre pauschal mit einer angenommenen Restlaufzeit von fünfzehn Jahren.

Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag, unverzinsliche Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 12 Monaten werden gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Auf ausländische Währung lautende kurzfristige Schulden werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Latente Steuern

Latente Steuern werden für zeitliche begrenzte Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften gemäß § 306 HGB berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt mit den länderspezifischen Steuersätzen.

E. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens (Konzernanlagenspiegel) ist als Anlage 4 beigefügt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen haben allesamt eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Umsatzsteuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 905 enthalten.

Liquide Mittel

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten bilden den Finanzmittelfonds in der Konzern-Kapitalflussrechnung, diese ist als Anlage 5 beigefügt.

Aktive latente Steuern

Aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 46 resultieren aus der Zwischengewinneliminierung in den Vorratsbeständen. Die Berechnung der Steuerlatenz erfolgt mit dem individuellen Steuersatz des empfangenden Unternehmens.

Aktivischer Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Das Deckungsvermögen beträgt TEUR 1.404. Nach Verrechnung mit den zugehörigen Rückstellungen für Lebensarbeitszeitkonten und Altersteilzeit verbleibt ein aktivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 68.

Eigenkapital

Der Konzernjahresfehlbetrag zum 31. März 2023 beträgt TEUR 5.614. Die Entwicklung des Eigenkapitals ist im Konzern-Eigenkapitalspiegel als Anlage 6 dargestellt.

Rückstellungen

Die Pensionsverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach der projected unit credit method berechnet. Rechnungsmäßiges Endalter ist bei Männern und Frauen das 60. bzw. 63. Lebensjahr. Die Rückstellung für die Anwartschaft auf Witwenrente wurde kollektiv ermittelt.

Die Berechnung der Pensionsrückstellung erfolgte unter Anwendung der "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck sowie eines einheitlichen technischen Zinsfußes von 1,79 % p. a. Die Rentendynamik wurde bei der Rückstellungsberechnung mit 1 % p. a. berücksichtigt. Der Gehaltstrend beträgt 0 % p. a.

Der gemäß § 253 Abs. 6 HGB auszuweisende Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des durchschnittlichen Zinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren (TEUR753) und Maßgabe des durchschnittlichen Zinssatzes aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren (TEUR780) beträgt TEUR 27.

Die Rückstellungen wurden nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) i.d.F. der Änderung vom 16.03.2016 (BilRUG) ermittelt.

Steuerrückstellungen wurden nach dem Stand des Veranlagungsverfahrens berechnet.

Die zu bildende Rückstellung für Wertguthaben aus Lebensarbeitszeitkonten wurde gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit den durch ein Treuhandmodell gesicherten Wertguthaben der Arbeitnehmer verrechnet. Das Wertguthaben wird in Form eines Depotkontos, welches Anteilsscheine festgelegter Investmentfonds enthält, geführt. Das die Rückstellung übersteigende Vermögen wurde im Aktivischen Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von TEUR 68 ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Altersteilzeit enthalten die Aufstockungsbeträge in voller Höhe und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Muttergesellschaft RHODIUS Abrasives GmbH. Die Rückstellungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,48 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 1,0 % zugrunde gelegt. Die Berechnung erfolgte unter Anwendung der "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck. Die zu bildende Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 145 wurde gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit den durch ein Treuhandmodell gesicherten Wertguthaben der Arbeitnehmer verrechnet. Die Anschaffungskosten der Wertguthaben betragen TEUR 79, der beizulegende Zeitwert beträgt TEUR 79. Bei der Verrechnung des Planvermögens mit Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden Erträge in Höhe von TEUR 0 mit Aufwendungen in Höhe von TEUR 0 verrechnet.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 3.799 sowie Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich in Höhe von TEUR 1.909 (Vorjahr: Einzelabschluss RHODIUS Abrasives GmbH TEUR 27).

Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Sonstige Verbindlichkeiten

Zusammensetzung:

TEUR
Gesamtbetrag 606
- davon aus Steuern 285
(Vorjahr) (0)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 24
(Vorjahr) (0)

Passive Latente Steuern

Passive latente Steuern in Höhe von TEUR 8 resultieren aus dem Zwischenabschluss einer ausländischen Tochtergesellschaft

F. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt:

Schleifwerkzeuge TEUR Sonstige TEUR
Umsatz 64.549 405

Die Umsätze wurden überwiegend (zu etwa 66 %) im Ausland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 52 aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten.

Erträge aus der Währungsumrechnung nach § 256a HGB sind mit TEUR 187 enthalten.

Personalaufwand

Der Personalaufwand des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 20.663 gliedert sich in Aufwand für Löhne und Gehälter (TEUR 17.323) sowie Aufwendungen für soziale Abgaben und Altersversorgung und Unterstützung (TEUR 3.340). Davon betragen die Aufwendungen für Altersversorgung TEUR 64.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Fremdleistungen (TEUR 2.691), Instandhaltungen (TEUR 2.069), Ausgangsfrachten (TEUR 1.721) sowie Provisionen (TEUR 1.319) als auch Werbungskosten (TEUR 899).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 332 aus der Währungsumrechnung nach § 256a HGB enthalten.

Finanzergebnis

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung nach § 277 Abs. 5 HGB in Höhe von TEUR 15 enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Steuern vom Einkommen und Ertrag bestehen in Höhe von TEUR 247. Hierin sind latente Steuererträge in Höhe von TEUR 46 enthalten. Es wurden Aufwendungen in Höhe von TEUR 293 verbucht, wovon TEUR 111 auf die ausländischen Betriebsstätten in Spanien, Slowakei und Tschechien entfielen.

II. Sonstige Angaben

A. Personal

Die durchschnittliche Zahl der im Konzern während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

Kaufm./techn. Angestellte 102
Gewerbliche Arbeitnehmer 242
344

B. Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Verträge

Art, Gegenstand Aufwand in 2022/ 23 Vertragsende Aufwand bis Vertragsende
TEUR TEUR
Gebäudepachtverträge 318 verschieden 1.028
Fuhrpark-Leasing Full-Service 155 verschieden 197
Summe 473 1.225

C. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Die Aktivitäten bezüglich der Lagerung und des Versands der Fertigwaren des burgbrohler Schleifwerkzeug-Bereiches wurde im Jahr 2022/23 von einem externen Dienstleister ausgeführt. Hierdurch erfolgten Kosteneinsparungen, ein zeitnaher Warenversand wurde dabei sichergestellt. Risiken aufgrund der Auslagerung werden zurzeit nicht gesehen.

Daneben bestehen Konsignationslagervereinbarungen mit Kunden. Der Vorratsbestand in diesen Kundenkonsignationslägern zum 31. März 2022/23 beträgt EUR 901.891 (bewertet zu Herstellungskosten). Da bei allen Konsignationslägern eine jährliche Inventur durchgeführt wird, die durch Mitarbeiter der Gesellschaft bei Lägern mit Beständen von TEUR 50 und mehr begleitet wird, werden hierin keine Risiken gesehen. Die Einrichtung dieser Läger führt zu einer stärkeren Kundenbindung.

Darüber hinaus bestehen auch Konsignationslagervereinbarungen mit Lieferanten. Der Vorratsbestand in diesen Lieferantenkonsignationslägern zum 31. März 2022/23 beträgt EUR 16.615 (bewertet zum letzten Einkaufspreis). Da für diese vor allem aus Rohstoffen bestehenden Vorräte keine Abnahmeverpflichtung existiert, werden hierin keine Risiken gesehen. Darüber hinaus haben diese Bestände lediglich eine durchschnittliche Reichweite von einem Monat, lediglich bei einzelnen Rohstoffen kommt es zu längeren Reichweiten, Rücklieferungen sind aber jederzeit möglich. Diese Rohstofflagerung schont die Liquidität der Gesellschaft und stellt sicher, dass es nicht zu Stillstandszeiten aufgrund von Lieferengpässen kommt.

D. Organe des Mutterunternehmens

Geschäftsführer der Konzernmuttergesellschaft waren:

Herr Jürgen Neubert, (Geschäftsführer, CEO; verantwortlich für Strategie, Finanzen, Controlling, Personal, IT und CSO, verantwortlich für Marketing und Vertrieb) Oberursel

Herr Michael Klaus Rudolph, (Geschäftsführer, COO, verantwortlich für Qualität, Produktion, Einkauf, Supply Chain) Pullach (bis 22. Juni 2023)

Herr Ernst-Henning Wolf Sager (Geschäftsführer, CSO, verantwortlich für Marketing und Vertrieb) Glees (bis 30.04.2024)

Herr Adrian Gansen (Geschäftsführer, COO, verantwortlich für Qualität, Produktion, Einkauf, Supply Chain) Saarbrücken (seit 12. März 2024)

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde gemäß § 314 Abs. 3 HGB verzichtet.

E. Konzernzugehörigkeit

Mutterunternehmen der RHODIUS Abrasives GmbH, dass den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen erstellt, ist die CUMI International Ldt. Limassol,Zypern. Der Abschluss ist abrufbar unter: https://www.cumi-murugappa.com/annual-reports/

Die RHODIUS Abrasives GmbH wird in den Konzernabschluss der Murugappa Gruppe, Indien, welches den Konzernabschluss für den größten Kreis an Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Abschluss ist abrufbar auf der Internetseite des Unternehmens unter: https://www.murugappa.com/

F. Honorar für Leistungen des Konzernabschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers beträgt:

Abschlussprüferhonorar TEUR 25

Sonstige Leistungen TEUR 65

G. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 5.614, auf neue Rechnung vorzutragen.

H. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung innerhalb der RHODIUS Abrasives Gruppe sind nicht bekannt.

Der Fortbestand des Kriegsgeschehens in der Ukraine sowie der Reaktionen hierauf in Form von Sanktionen und anderen Maßnahmen kann erheblichen Einfluss auf die künftige wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns nehmen. Der Umfang der Auswirkungen kann - Stand heute - nicht abgeschätzt werden.

I. Sonstige Angaben

Die Kapitalflussrechnung wurde gemäß DRS 21 nach der indirekten Methode erstellt. Der Finanzmittelfonds zum 3 März 2023 entspricht dem Bilanzposten "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten".

 

Burgbrohl, 30. Juli 2024

gez. die Geschäftsführung

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/23

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.04.2022 Akquisition durch Unternehmens Zusammenschluss Zugänge
I. Immaterielle Vermögengsgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 14.347.209 571.126
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8.132.667 -
3. Geleistete Anazahlungen 337.352
Summe - 22.817.228 571.126
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auffremden 3.200.000 302.954
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.794.402 185.561
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.907.144 783.826
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.669.484 1.234.051
Summe - 19.571.030 2.506.392
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 104.281 -
2. Sonstige Ausleihungen - 19.810
Summe - 104.281 19.810
Summe - 42.492.539 3.097.327
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Abgänge Umbuchungen Stand am 31.03.2023
I. Immaterielle Vermögengsgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten -29.845 14.888.490
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8.132.667
3. Geleistete Anazahlungen -70.784 266.568
Summe -29.845 -70.784 23.287.724
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auffremden 3.502.954
2. Technische Anlagen und Maschinen - 1.010.667 11.990.631
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -3.814 70.784 4.757.936
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -103.880 -1.010.667 1.788.988
Summe -107.694 70.784 22.040.508
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen - - 104.281
2. Sonstige Ausleihungen - - 19.810
Summe - - 124.091
Summe -137.539 -0 45.452.323
kummulierte Abschreibungen Nettobuchwerte
Stand am 01.04.2022 Zugang Abgang Stand am 31.03.2023 Stand am 31.03.2023
I. Immaterielle Vermögengsgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 1.292.355 1.292.355 13.596.135
2. Geschäfts- oder Firmenwert 295.134 295.134 7.837.533
3. Geleistete Anazahlungen - 266.568
Summe - 1.587.489 - 1.587.489 21.700.235
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auffremden 230.124 230.124 3.272.830
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.107.806 2.107.806 9.882.825
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 922.167 2.669 919.498 3.838.438
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - 1.788.988
Summe - 3.260.097 2.669 3.257.428 18.783.080
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen - - - - 104.281
2. Sonstige Ausleihungen - - - - 19.810
Summe - - - 124.091
Summe - 4.847.585 2.669 4.844.917 40.607.406

KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23

2022/23 Rumpfgeschäftsjahr RHODIUS Abrasives GmbH 14.01. bis 31.03.2022
TEUR TEUR
Konzernjahresergebnis -5.614 -56
+ Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 4.845
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen
- Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva (die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind) -705
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva (die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind) -605 27
+ Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 86 8
+ Ertragsteueraufwand 293
- sonstige nicht zahlungswirksame Erträge -45
= Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -1.745 -21
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -571
+ Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 1.035
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -2.507 -47.927
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -19
= Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit -2.062 -47.927
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzufühurungen von Gesellschaftern 56.125
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz- ) Krediten 3.475
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -2.070
- Gezahlte Zinsen -86 -8
= Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit 1.319 56.117
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -2.488 8.169
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 8.169 0
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 5.681 8.169
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 5.681
kurzfristige Bankverbindlichkiten 0
Flüssige Mittel 5.681

KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23

gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnung
Stand am 01.04.2022 25.000,00 56.100.000,00 0,00 0,00
Kapitalerhöhung/herabsetzung
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforerter Einlagen
Einstellung in/Entnahmen aus Rücklagen
Ausschüttung
Währungsumrechnung -57.846,45
sonstige Veränderungen
Änderung des Konsolidierungskreises
Konzernjahresfehlbetrag
Stand am 31.03.2023 25.000,00 56.100.000,00 0,00 -57.846,45
Gewinn- /Verlustvortrag Konzernjahresjahresfehlbetra g Konzerneigenkapital
Stand am 01.04.2022 0,00 -56.375,40 56.068.624,60
Kapitalerhöhung/herabsetzung 0,00
Einforderung/Einzahlung bisher nicht eingeforerter Einlagen 0,00
Einstellung in/Entnahmen aus Rücklagen 0,00
Ausschüttung 0,00
Währungsumrechnung -57.846,45
sonstige Veränderungen 0,00
Änderung des Konsolidierungskreises 0,00
Konzernjahresfehlbetrag -5.613.595,65 -5.613.595,65
Stand am 31.03.2023 -56.375,40 -5.613.595,65 50.397.182,50

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis 31. März 2023

1 Grundlagen des Konzerns

1.1 Geschäftsmodell des Konzerns

Unternehmensgegenstand der RHODIUS Abrasives GmbH, mit Sitz in Burgbrohl ist die Herstellung, der Vertrieb und der Verkauf von Schleifmitteln, Elektrowerkzeugen, Keramik und allen damit zusammenhängenden Produkten (unter anderem Trennscheiben, Schleifscheiben, Lamellenschleifscheiben, Diamantenwerkzeug, sonstigen gebundenen Schleifmitteln, Schleifmitteln auf Unterlage, Hartmetallfräsen, technische Drahtbürsten usw.), sowie alle mit dem vorgenannten Gegenstand zusammenhängenden Geschäfte einschließlich der Beteiligungen an Unternehmen, die den vorgenannten Gegenstand verfolgen.

Die RHODIUS Abrasives GmbH, ist das Mutterunternehmen der RHODIUS Abrasives Gruppe (kurz: RAG). Die Gesellschaft wurde durch den Gesellschaftsvertrag vom 14. Januar 2022 gegründet. Der Konzern ist mit Wirkung zum 1. April 2022 entstanden, durch den Kauf der RHODIUS Schleifwerkzeuge GmbH & Co. KG und deren Töchter von der CUMI International Limited, Limassol. Die Gesellschaft ist somit Gruppenunternehmen der in Indien börsennotierten CUMI-Gruppe. Die RAG-Unternehmensgruppe besteht aus 6 zu konsolidierenden Gesellschaften und beschäftigte im Geschäftsjahr im Durchschnitt 344 Mitarbeiter.

In der Muttergesellschaft RHODIUS Abrasives GmbH werden für einen Teil der Tochterunternehmen typische Shared-Service-Funktionen, wie Rechnungswesen, Kostenrechnung, Finanzen, Controlling, Human Resources, Versicherungswesen, Fuhrparkmanagement, Allgemeine Verwaltung und die Informationstechnologie wahrgenommen.

Als eine in den internationalen Märkten tätige Unternehmensgruppe führt die RAG ihr Markengeschäft nach geografischen Gesichtspunkten. Bei der Fertigung von Fremdmarken für Großkunden herrscht im Konzern eine typische Key-Account-Struktur vor. In der Marktbearbeitung richtet sich RAG konsequent auf die Segmente Handel, E-Commerce, Industrie, Importeure und Private Label aus.

1.2 Forschung und Entwicklung

RAG folgt dem Slogan "Simplify your work" und der Idee, das Mensch-Maschine-Werkzeug- System zu optimieren. Über die vergangenen Jahre hinweg wurden Produktinnovationen entwickelt. Auch die Produktionsprozesse werden permanent weiterentwickelt. Forschung und Entwicklung werden auch von Kundenanforderungen sowie der Einhaltung entsprechender Sicherheits- und Qualitätsstandards bestimmt.

Bei unseren Innovationen lag der Fokus 2022 / 2023 auf die Produktoptimierung und die spürbar höhere Performance der neuen Produkte im Vergleich zum Vorgänger. Mit der innovativen EXTENDED Technologie zielt RAG darauf ab, einen rechenbaren Nutzen für unsere Kunden zu schaffen. Der Aufwand für F&E belief sich auf insgesamt rund EUR 0,5 Mio. €. im Berichtsjahr, davon entfallen rd. EUR 0,5 Mio. auf Personalaufwendungen.

1.3 Nachhaltigkeit / Energiemanagement bei RAG

Wir streben kontinuierlich danach, uns im Bereich der Energieeffizienz und der direkt beeinflussbaren CO 2 -Emissionen zu verbessern. Wir vermeiden heute schon CO 2 , da wir Ökostrom aus Wasserkraft erzeugt einkaufen.

Für das Geschäftsjahr 2024 planen wir die Installation einer Photovoltaikanlage, um so unseren Strom auch selbst immer mehr aus erneuerbaren Quellen zu produzieren und den CO 2 Verbrauch zu mindern.

Im Berichtsjahr 2022/23 wurde unser Energiemanagementsystem erneut nach DIN EN ISO 50001 rezertifiziert. Unser Aufgabenbereich umfasst neben der systematischen Datenerfassung auch die regelmäßige energetische Bewertung sowie die Dokumentation der Maßnahmenplanung und -durchführung. Alle Aktivitäten werden durch unsere Abteilung Controlling überwacht und gesteuert.

Um Transparenz und Genauigkeit der Daten weiter zu erhöhen und speziell die Wirkung und Kontrolle unserer Maßnahmen noch einfacher erfassen und verfolgen zu können, haben wir Anfang 2023 die neueste KBR-Energiemanagement Software installiert. Individuelle Dashboards, normgerechte Auswertungen oder Live-Analysen zeigen uns das gesamte Potential unserer Energiedaten. Gezieltere Identifikation von Einsparpotenzialen sind somit ersichtlich.

Die RAG setzt an ihrem Produktionsstandort Burgbrohl erfolgreich auf Abwärme, die in den Kompressoren entsteht, und nutzt diese gezielt über Wärmetauscher für die Gebäudeheizung und Klimatisierung.

Wir haben bereits im Jahr 2022 angefangen, unsere bestehenden Beleuchtungssysteme durch modernste LED-Beleuchtungstechnik zu ersetzen, um den Energieverbrauch noch weiter zu reduzieren.

Nach dem Gaslieferstopp Russlands im Zuge des Ukraine-Krieges hat der Autarkiegrad zur Risikominimierung bei der Energieversorgung eine ganz neue Bedeutung gewonnen. Unsere Produktion, in der Schleifscheiben in Gasöfen gehärtet werden, könnte durch die Bereitstellung von LPG-Flüssiggas in Tanks, weiterarbeiten und abgesichert werden.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war im Kalenderjahr 2022 und 2023 von den Folgen der globalen Krisen (Corona-Pandemie und Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine) geprägt. Preise blieben auf allen Wirtschaftsstufen weiterhin hoch und dämpften die Konjunktur. Zusätzlich verschlechterten sich die Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen, und die Nachfrage sowohl im In- als auch im Ausland nahm kontinuierlich ab. Somit konnte sich die deutsche Wirtschaft nicht weiter vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 erholen. Als Folge war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. 1

Die globalen Wachstumsaussichten hatten sich zum Ende des Kalenderjahres 2022 weiter eingetrübt. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dämpfte in allen Regionen das Wachstum. Der Rückgang des Wachstums in China - bedingt durch die dortige Immobilienkrise und die strikte Corona-Eindämmungspolitik - bremste die Entwicklung zusätzlich. Als Folge des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine war Europa besonders von höheren Energiepreisen betroffen, insbesondere das produzierende Gewerbe.

1 https://www.handelsdaten.de/branchen/gesamtwirtschaftliche-rahmenbedingungen

Auch im Kalenderjahr 2023 verlor die Weltwirtschaft an Schwung. Dies resultierte im Wesentlichen aus einer schwachen Industrieproduktion und den in den meisten Weltregionen stark gestiegenen Zinsen.

In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften dürften zudem die demografischen Herausforderungen zu einer verringerten Erwerbsbeteiligung beigetragen haben. 2

2.2 Entwicklung der Branche

Durch die Aktivitäten der RAG in verschiedenen Branchen sind die Geschäftsfelder von unterschiedlicher Ausprägung.

RAG ist ein Hersteller von Trenn- und Schruppscheiben (Flex Scheiben) für den professionellen Anwender. Ergänzt wird das Sortiment um Diamantwerkzeuge, Schleifmittel auf Unterlage, technische Bürsten, Polierwerkzeuge und Hartmetallfräser, die über die gleichen Absatzkanäle des Handels vertrieben werden.

Der Weltmarkt für Schleifmittel kann grob auf ein Volumen von ca. EUR 15 - 16 Mrd. geschätzt werden. Der Teilmarkt "gebundene Schleifmittel", in welchen RAG seinen Schwerpunkt legt, kommt dabei auf ca. EUR 5 Mrd .. Für die kommenden Jahre wird ein Wachstum von 3-5 % vorhergesehen. Insbesondere die Chancen aus staatlichen Konjunkturpaketen, sowie weltweiter industrieller Fertigung bringen wieder Dynamik in den Nachfragemarkt. Insbesondere der Private-Label Absatzkanal wird dabei überdurchschnittlich wachsen und an Marktanteilen gewinnen.

Im Vergleich zu anderen Werkzeug-Branchen (wie bspw. Bohrer, Sägeblätter, Diamant- Scheiben etc.) bleibt der Markt der Schleifwerkzeuge weiterhin stark fragmentiert, mit einer Vielzahl lokaler Hersteller. Der zunehmende Wettbewerbsdruck, insbesondere durch asiatische Wettbewerber, ist weiterhin spürbar und wir gehen von einer Konsolidierung und einer Fortsetzung des Trends zur Fertigung in Niedriglohn-Standorten aus.

Mit dem Ende der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Beendigung der indizierten Verzerrungen am internationalen Beschaffungsmarkt ist eine De- Regionalisierung / Internationalisierung von Lieferketten, zu Lasten von RAG als deutschem Hersteller, verbunden. Gleichzeitig führten Lieferzeiten und Rohstoffengpässe auf der Beschaffungsseite sowohl für die Fertigung als auch für Investitionsprojekte zu Verzögerungen.

2 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2023/12/11weltwirtschaft.html (Stand: 28.11.2023)

Produkttrends in der Branche sind weiterhin eine Umsatzverschiebung von Schrupp- auf Fächerscheiben, und von Freihand-Trennscheiben (> 2 mm Stärke) zu Extradünnen Trennscheiben (< 2 mm Stärke), welche sich entsprechend auch in der RAG- Umsatzentwicklung widerspiegeln.

Marktseitig sehen wir insbesondere in Europa und Nordamerika eine Verschiebung vom traditionellen Fachhandel (dem historisch stärksten Absatzkanal von RAG) primär zum Direktvertrieb, aber auch zum eCommerce, in welchem RAG ebenfalls aktiv ist.

Global steigt das Eigenmarkengeschäft der Power-Tools-Hersteller (SB&D / DeWalt, TTI / Milwaukee, Bosch, Makita, Chervon, etc.) und Direktvertreiber (Würth, Berner, Walter, Fischer, Partsmaster, etc.), sowie regionaler Eigenmarken.

Eindeutig belastbare Marktzahlen stehen für die Branche der Schleifwerkzeuge nicht zur Verfügung. Die Zahlen basieren auf einer Konsolidierung von Marktstudien (bspw. E / D / E, PWC, Globe Newswire, MarketsandMarkets), Informationen der FEPA (Federation of European Producers of Abrasives) und internen Einschätzungen.

2.3 Verlauf der Geschäftsentwicklung

Die für den Konzern wesentlichen Steuerungskennzahlen sind die Umsatzerlöse, das Working Capital und das Betriebsergebnis. Wir ziehen für unsere interne Konzernsteuerung die Kennzahlen operative Marge, EBITDA und den Cashflow I heran. Zu deren Entwicklung verweisen wir auf die Berichterstattung zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wie Mitarbeiterzahlen werden nicht zur Steuerung verwendet, da sich hieraus keine quantifizierbaren Aussagen ableiten lassen.

Das erste operative Geschäftsjahr 2022/23 der RAG war geprägt durch das schwierige ökonomische Umfeld als Folge des russischen Angriffskrieges in der Ukraine. Daher hat das Geschäftsjahr 2022/23 nicht den Erwartungen der Geschäftsführung entsprochen und blieb hinter der Planung zurück.

Die weltweite hohe Inflation führte zu einem Rückgang der Geschäftstätigkeit in den Abnehmerbranchen, weshalb der Absatz weltweit hinter den Erwartungen zurückblieb. Dies wurde durch politische Krisen in einigen wichtigen Abnehmerländern verschärft.

Wie üblich führte die Krise zu einem Preiskampf zwischen den Wettbewerbern um den verbliebenen Markt, sodass die krisenbedingt gestiegenen Energie-, Rohstoff- und Transportkosten nur zum Teil über die Verkaufspreise an die Kunden der RAG weitergegeben werden konnten.

Die ausländischen Tochtergesellschaften in den Niederlanden, Frankreich, Korea und Brasilien, allesamt Vertriebsgesellschaften, haben durchweg einen positiven Ergebnisbeitrag geleistet.

Die im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielten Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 64.549 liegen mit TEUR 8.976 hinter der ursprünglichen Planung von TEUR 73.525 für das Geschäftsjahr 2022/23. Im Wesentlichen ist die Planabweichung durch den Ukraine Krieg und der damit einhergehenden wirtschaftlichen Gesamtsituation bedingt. Der Umsatzeinbruch war insbesondere in unserem Private Label-Bereich spürbar.

Die Umsatzerlöse werden zu 66 % im Ausland davon vornehmlich in Europa mit TEUR 22.160, in Nord- und Mittelamerika mit TEUR 13.560 und Asien mit TEUR 5.620 erzielt.

Folglich erzielte die Gruppe einen Konzern-Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -5.614. Ursächlich hierfür waren vor allem die oben angesprochenen Kostenerhöhungen, die nur zu einem geringen Teil und erst zeitverzögert an die Abnehmer weitergegeben werden konnten. Hinzu kam, dass der außereuropäische Wettbewerb von den zusätzlichen Kostenbelastungen wesentlich weniger stark betroffen war, was die Weitergabe der Kosten zusätzlich erschwerte. Die Vertriebs-Tochtergesellschaften in Frankreich, den Niederlanden, Südamerika und Südkorea erwirtschafteten allesamt im Geschäftsjahr 2022 /23 ein positives Ergebnis.

Auf Konzern-Ebene konnten wegen erhöhter Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation (TEUR 2.856) und erhöhter ergebnisvariable Kosten die Effekte kaum durchgeschlagen.

Das Betriebsergebnis des Konzerns war folglich negativ und lag bei TEUR - 5.270 und somit um TEUR 4.657 unterhalb des prognostizierten Betriebsergebnisses.

Die nachfolgenden Erläuterungen und Kennzahlen beziehen bzw. errechnen sich im Wesentlichen anhand unserer betriebswirtschaftlichen internen Ermittlungen.

Der relative Deckungsbeitrag I der RAG lag bei 18,7 %. Geringere Auslastung der Produktion und höhere Beschaffungskosten wirkten sich hierbei deutlich negativ aus. Zwar konnte weiter erfolgreich an einer Optimierung der Produktionseffizienz bei RAG gearbeitet werden, aber gestiegene Einkaufspreise in den Sektoren Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe, sowie Energie und Fracht haben den relativen Deckungsbeitrag unter 20 % gedrückt.

Der Personalbestand zum Geschäftsjahresende, auf Vollzeitbasis gerechnet, betrug 335 Mitarbeiter. Darunter sind 13 Mitarbeiter*innen aus den Bereichen Rechnungswesen und Finanzen, IT, Personalwesen und Haustechnik, die zum 1. Januar 2023 von der Gebrüder RHODIUS GmbH & Co. KG zur RHODIUS Abrasives GmbH gewechselt haben. Der Pro-Kopf- Rohertrag betrug TEUR 101 Die Vertriebskostenintensität betrug in 2022/23 18,8 %, die Verwaltungskostenintensität 6,8 %.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen rd. 21 % der Gesamtleistung. Maßgeblich verantwortlich für den Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Fremdleistungen (TEUR 2.691), Instandhaltungsaufwendungen (TEUR 2.069), Ausgangsfrachten (TEUR 1.721) sowie Provisionen (TEUR 1.319).

Das Finanzergebnis der Gruppe betrug im Geschäftsjahr 2022/23 TEUR -86. Nach Abzug des Finanzergebnisses vom Betriebsergebnis verbleibt ein negatives Geschäftsergebnis in Höhe von TEUR -5.355.

3 Vermögens- Finanz- und Ertragslage

3.1 Vermögenslage

Nachfolgend sind die zusammengefassten Konzernbilanzzahlen zum 31. März 2023 angegeben.

VERMÖGEN:

Immaterielle Vermögensgegenstände TEUR 21.700
Sachanlagen: TEUR 18.783
Finanzanlagen: TEUR 124
Vorräte: TEUR 13.832
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände: TEUR 10.205
Liquide Mittel: TEUR 5.681
Rechnungsabgrenzungsposten: TEUR 389
Latente Steuern: TEUR 46
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung: TEUR 68
Konzernbilanzsumme: TEUR 70.829

Zur Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände, Sachanlagevermögens sowie Finanzanlagevermögens verweisen wir auf den Konzernanlagenspiegel.

Entgeltlich Erworbene Rechte wurden in Höhe von TEUR 14.347 aus der Kaufpreisallokation und den Buchwerten der übernommenen RHODIUS Schleifwerkezeuge GmbH & Co. KG aktiviert und prägen das Bild der Vermögenslage. Planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.292 wurden vorgenommen.

Unter dem Geschäfts- oder Firmenwert wird der aktive Unterschiedsbetrag aus der Kaufpreisallokation auf Ebene des Mutterunternehmens (TEUR 4.130) sowie der aktive Unterschiedsbetrag aus der erstmaligen Kapitalkonsolidierung (TEUR 3.708) ausgewiesen.

Dem stehen planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 295 gegenüber.

Zugänge zu den Technischen Anlagen und Maschinen ebenfalls bedingt durch den Kauf in Höhe von TEUR 10.794 stehen planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.108 gegenüber.

Die Kennzahl "Anlagendeckung" betrug im Geschäftsjahr 2022/23 rd. 124 % und ist als sehr gut zu klassifizieren, da das Anlagevermögen komplett durch Eigenkapital finanziert ist.

Unsere Investitionen in das Anlagevermögen im abgelaufenen Geschäftsjahr finanzierten wir aus eingeräumten Kreditlinien. Die Investitionen betrugen im Jahr 2022/23 TEUR 3.097. Die Investitionstätigkeiten stehen insbesondere im Zusammenhang mit der Modernisierung und der Erweiterung unserer Produktionsanlagen, den steigenden Anforderungen hinsichtlich Qualität und Umweltschutz, der Erstellung der IT-Infrastruktur sowie der Verbesserung unserer internen Prozesse.

Vorräte in Höhe von TEUR 13.832 sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 8.886 prägen das Bild des Umlaufvermögens. Die RAG trägt dem Risiko des Forderungsverlustes durch Kreditversicherungen und Pauschalwertberichtigungen ausreichend Rechnung.

Ebenfalls sind liquide Mittel in Höhe von TEUR 5.681 vorhanden. Hierzu verwiesen wir auf die Ausführungen zur Finanzlage.

KAPITAL

Eigenkapital: TEUR 50.397
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: TEUR 752
Steuerrückstellungen: TEUR 4.375
Sonstige Rückstellungen: TEUR 6.239
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten: TEUR 6.750
Verbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten: TEUR 2.307
Latente Steuern: TEUR 8
Konzernbilanzsumme: TEUR 70.829

Das Konzerneigenkapital liegt zum 31. März 2023 bei TEUR 50.397. Bei einer Bilanzsumme von TEUR 70.829 liegt die Eigenkapitalquote bei 71,1 %. Wir verweisen auf die Darstellung im Konzern-Eigenkapitalspiegel.

Steuerrückstellungen resultieren aus im Zuge der Anwachsung der Rhodius Schleifwerkzeuge GmbH & Co. KG (kurz: RQS) auf die Rhodius Abrasives GmbH zum 1. April 2022 übernommenen Gewerbesteuerrückstellungen für die Geschäftsjahre 2021 und das zum 31. März 2022 endende Rumpfgeschäftsjahr der RQS.

Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 3.799) sowie Rückstellungen im Personalbereich (TEUR 1.909).

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen in Höhe von TEUR 6.750.

Die weiteren Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.418.

3.2 Ertragslage

Die Entwicklung von Umsatz, Betriebsergebnis und weiteren ausgewählten Aufwandsposition ist im Kapital 2.3 Verlauf der Geschäftsentwicklung dargestellt. Abweichungen zur Planung werden dort ebenfalls festgehalten. Wir verweisen auf unsere dort gemachten Ausführungen.

3.3 Finanzlage

Das Finanzmanagement der RHODIUS Gruppe basiert auf einer aktuellen Finanzplanung und dem Cash- und Liquiditätsmanagement. Organisatorisch ist das Finanzmanagement in die Abteilung Finanz- und Rechnungswesen integriert. Im Cash- und Liquiditätsmanagement werden alle Zahlungsmittelbedarfe und -überschüsse zentral ermittelt und die Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen sichergestellt

Die Gruppe erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2022/23 einen negativen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR -1.745, maßgeblich dafür ist der Anstieg des Working Capitals um TEUR 1.310.

Zur Stärkung der Finanzkraft des Konzerns im Geschäftsjahr 2023/24 richten wir ein wesentliches Augenmerk auf die Reduzierung des Working Capital.

Die Investitionstätigkeiten in Höhe von TEUR 3.097 im ersten Geschäftsjahr konzentrierten sich im Wesentlichen auf die Bereiche: Erstellung einer neuen IT-Infrastruktur (rd. TEUR 700), Modernisierung unseres Maschinenparks, Prozessoptimierung/Kostensenkung und Umwelt/Sicherheit (rd. TEUR 800) sowie neue Produkte (rd. TEUR 500) . Ein positiver Cash Effekt von TEUR 1.035 ergab sich im Zusammenhang mit dem Kauf der RHODIUS Schleifwerkzeuge GmbH & Co. KG.

Insgesamt ergab sich im Geschäftsjahr 2022/23 ein negativer Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR -2.062.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit war positiv und betrug im Berichtsjahr TEUR 1.319 der aus im Geschäftsjahr zusätzlich eingeräumten Kreditlinien unserer Geschäftsbanken resultiert, die das Unternehmen zum Bilanzstichtag in Form von Terminkrediten in Anspruch genommen hat, u.a. zur Finanzierung der Investitionen. Neue langfristige Darlehen wurden nicht aufgenommen. Weitere langfristige Finanzierungszusagen für das Geschäftsjahr 2023/24 in Höhe von TEUR 4.000 wurden jedoch eingeholt. TEUR 1.000 wurden im Geschäftsjahr 2022 / 23 für die planmäßige Tilgung von Darlehen verwendet. In Summe nahmen die Finanzmittel des Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr um etwa TEUR 2.488 ab. Wir verweisen auf die Darstellung in der Konzern-Kapitalflussrechnung.

Die Finanzlage ist solide. Fällige Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen werden gewöhnlich innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele vereinnahmt.

Insgesamt beurteilen wir die Vermögens- Finanz- und Ertragslage des Konzerns als gesund. Die Einschätzung basiert auf der Einbettung der RAG in den ertragsstarken und finanzkräftigen CUMI-Konzern. Kostensenkungsmaßnahmen, die Fokussierung auf deckungsbeitragsstarke Umsätze stehen auf der Agenda, um mit verbesserter Ertragslage bei gleichzeitiger Reduzierung des Working Capital die Renditen zu steigern.

4 Risiko-/Chancenbericht

Als international agierende Unternehmensgruppe ist RAG in seinen verschiedenen Geschäftstätigkeiten Risiken unterschiedlichster Art ausgesetzt. Da unternehmerisches Handeln untrennbar mit dem Eingehen von Risiken verbunden ist, ist das Hauptziel des Risikomanagements sicherzustellen, dass Risiken kalkuliert eingegangen werden und verantwortungsvoll mit ihnen umgegangen wird.

4.1 Risikobericht

Das Risiko für RAG liegt auch im Geschäftsjahr 2024/25 weiterhin in der Ungewissheit hinsichtlich der Gesamtentwicklung der deutschen Wirtschaft, teilwiese bedingt durch die weiterhin spürbaren Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine. Daraus folgt ebenfalls die weiterhin anhaltende Unsicherheit bezüglich der künftigen Entwicklung der Inflation.

Weiterhin sind die, ebenfalls bedingt durch den Ukraine Krieg, steigenden Preise, insbesondere bei den Rohmaterialien, Energie und Transportkosten noch spürbar. Der grundsätzliche Wille der Kundschaft, Preisanpassungen zu akzeptieren, ist dabei nicht immer gegeben und birgt das Risiko, Umsatz und / oder Marge und damit Profit zu verlieren, wenn keine Zugeständnisse gemacht werden.

Weiterhin liegt ein Risiko im stark steigenden Wettbewerbsdruck und der Verlagerung der Produktion in den kostengünstigeren asiatischen Raum. RAG hat hier, mit den bereits begonnen Investitionen in Forschung- und Entwicklungsprojekte begonnen entgegenzuwirken. Produkt- und Prozessoptimierungen stehen dabei im Vordergrund.

Da alle Gruppenunternehmen, bis auf Korea und Brasilien in Euro fakturieren, sehen wir kein weitreichendes Währungsrisiko im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Generell geprägt ist unsere Situation durch Schwierigkeiten bei der Personalbeschaffung, insbesondere im Fachkräftebereich in der Produktion und Verwaltung. In der Produktion konnten nicht alle Arbeitsplätze besetzt werden und dies führte zu einer anteiligen Reduzierung des geplanten Produktionsvolumens. Unserer Einschätzung nach wird sich dieser Trend im Arbeitsmarkt fortsetzten, durch Maßnahmen wie Prozessoptimierung und Automatisierung wollen wir diesem entgegenwirken.

4.2 Chancenbericht

Durch die Eingliederung in den Cumi-Verbund sind wir ein vertikal integriertes Unternehmen, da wir den Hauptrohstoff, unser Mischkorund in der Gruppe selbst herstellen. Dies gibt uns einen strategischen Vorteil gegenüber vielen unserer Wettbewerber, die diese Rohstoffe von extern zukaufen müssen und somit steigenden Preisen für Rohstoffe direkt ausgesetzt sind. Dieser strategische Vorteil wird in zukünftigen Geschäftsjahren weiter an wichtig gewinnen und daher weiter ausgebaut.

Zum Anfang des Geschäftsjahres 2023/24 wurde ein Beirat implementiert. Der Beirat der RHODIUS Abrasives GmbH besteht derzeit aus sechs Mitgliedern und wird von der Gesellschafterversammlung gewählt. Das Unternehmen hat eine eigene Beiratsordnung. Hier sind die Rechte und Pflichten des Beirats geregelt sowie die durch den Beirat genehmigungspflichtigen Geschäftsvorgänge. Die Geschäftsführung berichtet dem Beirat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung, der Strategie, der aktuellen Geschäftsentwicklung sowie über die Lage des Konzerns, einschließlich der Risikolage. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen werden im Einzelnen erläutert. Der Beirat soll als weiters Instrument der internen Kontrolle die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts und den langfristige Fortbestand als mittelständisches Unternehmen sicherstellen.

Weitere Chancen, vor allem im Bereich der Kosteneinsparungen sehen wir in der geplanten Installation einer Photovoltaikanlage, um unseren Strom selbst aus erneuerbaren Quellen beziehen zu können. Die RAG setzt an ihrem Produktionsstandort Burgbrohl erfolgreich auf Abwärme, die in den Kompressoren entsteht, und nutzt diese gezielt über Wärmetauscher für die Gebäudeheizung und Klimatisierung. Wir haben bereits im Jahr 2022 angefangen, unsere bestehenden Beleuchtungssysteme durch modernste LED-Beleuchtungstechnik zu ersetzen, um den Energieverbrauch noch weiter zu reduzieren.

5 Prognosebericht

5.1. Entwicklung der Weltwirtschaft

Der IWF hebt in seinen jüngsten Veröffentlichungen vom Juni 2023 die Prognosen für das Wirtschaftswachstum in 2024 gegenüber der aktuellen Situation an. Der IWF prognostiziert ein Weltwirtschaftswachstum von 1,8 % für 2024 gegenüber 0,5 % für 2023. Das deutsche ifo Institut geht in seiner Herbst 2023 Prognose von einem Rückgang des BIP für Deutschland von -0,4 %, und für 2024 von einer mäßigen Steigerung um 1,4 % aus.

Verlässliche Prognosen sind im derzeitigen Umfeld internationaler Spannungen schwierig. Wir erwarten jedoch, dass die tendenziell sinkende Inflation sich auf der Kostenseite positiv bei den Rohstoff- und Energiepreisen auswirken wird.

5.2. Entwicklung des RHODIUS Abrasives Konzerns

In unserer Planung für das Jahr 2024/25 rechnen wir mit leichtem Umsatzrückgang im Vergleich zu 2022/23 bzw. 2023/24 auf TEUR 61.200. Während wir in den nachfolgenden Geschäftsjahren wieder von einem Umsatzwachstum von rund 15% ausgehen.

In dieser Planung sind wir davon ausgegangen, dass bedingt durch die Nachwirkungen der Corona Pandemie, der anhaltenden Anspannungen bei den Einkaufspreisen und den unverändert hohen Energiekosten, bei sich gleichzeitig abschwächender Konjunktur, insbesondere in Europa, es zu einer Seitwärtsbewegung des Marktes auch für das Geschäftsjahr 2024/25 kommen wird. Insoweit wurden keine höheren Umsätze als in den Vorjahren planerisch angesetzt. Trotz der Anstrengungen Preissteigerungen im Rahmen von Preiserhöhungen weiterzugeben, unterstellen wir, dass uns dies nur partiell gelingen wird. Somit wird trotz strenger Kostendisziplin, nur ein geringes positives Ergebnis erwirtschaftet werden können, da erhöhte Abschreibungen die im Rahmen der Allokation des Kaufpreises auf Wirtschaftsgüter und dem darüber hinaus entstandenen Firmenwert, nicht vollständig kompensiert werden können.

 

30. Juli 2024

Jürgen Neubert

Adrian Gansen

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die RHODIUS Abrasives GmbH, Burgbrohl

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der RHODIUS Abrasives GmbH, Burgbrohl, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. März 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der RHODIUS Abrasives GmbH, Burgbrohl, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt - Erstmalige Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses sowie Erstprüfung

Da ein Mutter-Tochter Verhältnis und somit auch die Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses gemäß § 290 ff. HGB mit Wirkung zum 1. April 2023 entstand, besteht keine Pflicht zur Angabe von Vorjahreszahlen im Konzernabschluss. Gleichwohl haben die gesetzlichen Vertreter von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Vorjahreszahlen aus dem Abschluss des Mutterunternehmens für das Rumpfgeschäftsjahr vom 14. Januar 2022 bis 31. März 2022 freiwillig anzugeben. Der Jahresabschluss der RHODIUS Abrasives GmbH, Burgbrohl, für das vorherige, am 31. März 2022 endende Geschäftsjahr, der Grundlage für die Vergleichsangaben im Konzernabschluss zum 31. März 2023 ist, wurde nicht geprüft.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 30. Juli 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Guido Glörfeld, Wirtschaftsprüfer

ppa. Sarah Christoph, Wirtschaftsprüferin

Angaben zur Feststellung:

Der Konzernabschluss wurde am 16. August 2024 gebilligt.

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