Kehm Immobilien GmbH & Co. KG
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sarah Reitz seit 31.1.2025 | Prokura |
Lisa Woytinnek seit 4.3.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Ulrike Kehm | 70.00% |
| 30.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Autohaus Kehm GmbHBad Neustadt a.d.SaaleJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023AUTOHAUS KEHM GMBH, BAD NEUSTADT A. D. SAALEI. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Wir sind Vertragshändler für den Verkauf von neuen PKW der Marke Volkswagen sowie von neuen Volkswagen-Nutzfahrzeugen. Den VW-Nutzfahrzeug-Handelsvertrag, den wir lange Zeit hatten, haben wir aufgrund von nicht vorhandener Rentabilität gekündigt. Darüber hinaus handeln wir mit Gebrauchtwagen und sind Servicepartner für Volkswagen PKW und Nutzfahrzeuge, Audi, Seat und Skoda und betreiben markenübergreifend eine Unfall-/Karosserieabteilung. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Deutschlands geriet im Jahr 2023 ins Stocken und verzeichnete einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr. Gründe hierfür waren vor allem die nach wie vor hohen Preise, ungünstige Finanzierungsbedingungen durch gestiegene Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Die Erholung der deutschen Wirtschaft nach dem Corona-Jahr 2020 setzte sich damit nicht weiter fort und das Umfeld zeigte sich weiter krisengeprägt. Zum Ukraine-Krieg kam im Oktober 2023 der Konflikt mit Israel und Gaza hinzu. Dies brachte weitere Gründe für das schwächere BIP-Wachstum mit sich. Es bestehen nach wie vor Material- und Lieferengpässe (Konflikt Suez-Kanal), hohe Energiepreise, hohe Zinsen und zunehmender Fachkräftemangel. Die Inflationsrate hat sich einigermaßen normalisiert. Auch die Automobilbranche blieb von den Auswirkungen nicht unberührt. Das Jahr 2023 war ein gemischtes Autojahr. Die Gesamtzulassungen verzeichneten ein Plus von 7,3 % auf 2,84 Mio. Neuzulassungen. Die Marke Volkswagen verzeichnete zwar im Vergleich zu anderen deutschen Marken wie Audi (+15,7 %), BMW (+11,2 %), Mercedes (+13,7 %) und Porsche (+12,0 %) mit +7,9 % einen geringeren Zuwachs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, blieb dennoch dank eines Anteils von 18,2 % am Gesamtmarkt weiterhin deutlicher Marktführer. Die Besitzumschreibungen der PKW entwickelten sich in 2023 mit 6,03 Mio. Stück gegenüber 5,64 Mio. Stück im Vorjahr leicht steigend. Prozentual betrachtet entspricht dies einem Anstieg von 6,9 % zum Jahr 2022. Die Besitzumschreibungen der Marke VW lagen mit 1,26 Mio. Einheiten leicht über dem Vorjahresniveau von 1,16 Mio. Einheiten. Der Marktanteil verzeichnete ebenso einen leichten Anstieg von 20,6 % auf 20,9 %. Auch wenn sich der Markt besser entwickelte, als erwartet, verschlechterte sich die Ertragssituation in 2023. Dies ist - trotz der höheren Umsätze - auf gestiegene Kosten zurückzuführen. Rückläufige Erträge bei gleichzeitig steigenden Beständen führten zu einer Verschlechterung der Gesamtkapitalrenditen. Zusätzlich kam für das Autohaus und die Kaufinteressenten das Ende der Förderung für die E-Mobilität zum Ende des Jahres früher als erwartet. 2. Geschäftsverlauf Umsatz- und Auftragsentwicklung (Fahrzeugverkauf) Aufgegliedert nach Abteilungen stellen sich die Verkäufe wie folgt dar:
Anders als von Analysten und Verbänden zu Jahresbeginn vorhergesagt, entwickelten sich die Neuwagenzulassungen besser als erwartet. Es konnte ein leichter Anstieg (12,9 %) verzeichnet werden. Im Gebrauchtwagenverkauf kam es zwar durch mangelnde Verfügbarkeit zu einem Rückgang der Stückzahlen (-9,3 %). Dennoch konnten trotz langsam sinkenden Gebrauchtwagenpreisen noch gute Erträge erzielt werden. Aftersales (Werkstatt/Teile) Der Umsatzrückgang im Teiledienst von 8,5 % gegenüber dem Vorjahr ergibt sich durch den Wegfall des NORA-Leistungszentrums ab 01.01.2023 wegen zu hoher Kosten. Kleinere Werkstätten beziehen die Originalteile weiterhin von uns, zwei größere freie Werkstätten bestellen zum größten Teil nun online. Trotz des ganzjährig herrschenden Fachkräftemangels in der Werkstatt, langzeitkranker Mitarbeiter und mehreren Mitarbeitern in Elternzeit konnten wir unser Ziel der geplanten verkauften Stunden mit einem nur leichten Rückgang von 6,2 % erfüllen. Insgesamt sind die Umsatzerlöse wie prognostiziert stabil geblieben. Investitionen Die Gesamtinvestitionen betrugen in 2023 TEUR 161,3. Zu den üblichen Ersatzinvestitionen wurde in IT-Sicherheit, flächendeckendes WLAN, eine Absauganlage in der Karosserie, zwei Radmontagewagen sowie in eine Sharebox investiert. Wir erneuerten u. a. ein Punktschweißgerät, die Hebebühne der Dialogannahme und ein Rolltor. Durch die Anschaffung eines neuen VW-Pylons sowie einer Willkommenswand wurden die CI-Vorgaben eingehalten. Außerdem wurden im Laufe des Jahres Büroräume umstrukturiert und modernisiert. Weiterhin kamen Coachings und Weiterbildungen von Mitarbeiter*innen (Servicetechniker/Zubehörverkäufer) hinzu. Personal Die Zahl der Mitarbeiter hat sich zum jeweiligen Bilanzstichtag wie folgt entwickelt:
3. Lage Vermögenslage Das Vermögen sowie das Kapital unserer Gesellschaft stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 35,7 gestiegen. Dabei stehen den Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen (ohne Miet- und Vorführfahrzeuge) und Finanzanlagen in Höhe von TEUR 161,3 Abschreibungen in Höhe von TEUR 83,8 sowie Anlagenabgänge in Höhe von TEUR 41,9 gegenüber. Der Bestand der Vorräte ist um TEUR 411,6 gesunken. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind stichtagsbedingt um TEUR 47,9 gesunken. Das gesamte Eigenkapital beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahres auf TEUR 1.352,6 (Vorjahr 1.994,1). Die Eigenkapitalquote hat sich entgegen der Prognose stark verringert und liegt zum Stichtag bei 27,5 % (Vorjahr 37,3 %). Ursächlich für den Rückgang der Eigenkapitalquote ist die Minderung des Gewinnvortrags aufgrund einer Gewinnausschüttung im Geschäftsjahr 2023 zur Reduzierung von Forderungen gegen Gesellschafter. Daneben reduzierte auch der Jahresfehlbetrag das Eigenkapital. Die Rückstellungen haben sich zum Stichtag aufgrund Sondersachverhalten im Personalbereich erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Wesentlichen aufgrund der geringeren Überziehung der Kontokorrentkonten gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe kurzfristiger Natur. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt um TEUR 120,0 gestiegen. Sie sind in voller Höhe kurzfristig fällig. Finanzlage Unsere Finanzlage ist gut. Die Finanzierung des Vorratsvermögens der Fahrzeuge erfolgt zum überwiegenden Teil durch Fremdkapital, das uns im Rahmen der Händlerfinanzierung durch die Herstellerbank zur Verfügung gestellt wird. Darüber hinaus verfügen wir über höhere Kreditlinien als wir regelmäßig in Anspruch nehmen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen. Möglichkeiten zur Skontierung werden grundsätzlich genutzt. Leasingverpflichtungen sind nur von untergeordneter Bedeutung, da wir von Rücknahmeverpflichtungen in ca. 70 % der Fälle Abstand nehmen und insgesamt eher konservativ kalkulieren. Die Gesellschaft sieht sich aufgrund ausreichender Kreditlinien jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Der vereinfachte Cashflow hat sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt verändert:
Ertragslage Im Geschäftsjahr wurde ein Jahresfehlbetrag von -341,4 TEUR erzielt (Vorjahr Jahresüberschuss 110,5 TEUR). Damit konnte die im Vorjahr prognostizierte konstante Entwicklung des Jahresergebnisses nicht erfüllt werden. Die Verschlechterung des Jahresergebnisses ist insbesondere auf außergewöhnliche Aufwendungen im Personalbereich (TEUR 205), die Rückzahlung der Corona-Soforthilfe (TEUR 50), gestiegene Material- und Personalkosten sowie auf das hohe Zinsniveau zurückzuführen. Daraus ergibt sich in 2023 eine Umsatzrendite in Höhe von -2,2 % (Jahresergebnis vor Ertragsteuern/Umsatz) (Vorjahr 1,1 %) und eine Eigenkapitalrendite in Höhe von -25,2 % (Jahresergebnis vor Ertragsteuern/Eigenkapital) (Vorjahr 8,1 %). Das Finanzergebnis beinhaltet Zinserträge in Höhe von 32,1 TEUR (Vorjahr TEUR 16,2) und Zinsaufwendungen in Höhe von 179,5 TEUR (Vorjahr TEUR 126,2). Der hohe Anstieg der Zinserträge resultiert aus höheren Darlehenszinsen durch den gestiegenen Basiszinssatz, der Anstieg bei den Zinsaufwendungen ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Zinsen für die Einkaufsfinanzierung und die Kontokorrentkonten zurückzuführen. Der Kapitalumschlag (Umsatz / Gesamtkapital) beträgt wie geplant 3,1 (Vorjahr 2,8). III. Prognosebericht Für das Jahr 2024 gehen die "Wirtschaftsweisen" von einem Wirtschaftswachstum von nur 0,2 % aus. Die Aussichten im Autohandel sind nach wie vor herausfordernd: Lieferengpässe, Neuwagenrückgang vor allem durch den Verkauf weniger Elektrofahrzeuge, hohe Energiekosten, weiterhin hohe Zinsen, steigende Insolvenzquote, unklare und nicht kalkulierbare politische Ereignisse und Maßnahmen, nach wie vor Fachkräftemangel sowie steigende Preise. Die Lage in unserer Region verändert sich ebenfalls: Der Standort der Firma Valeo fällt weg und wird ins Ausland verlagert (über 300 Arbeitsplätze). Dadurch steigt die Arbeitslosigkeit und die Kaufkraft sinkt. Wegen der Generalsanierung der Baywa-Kreuzung wird unser Autohaus voraussichtlich für 5 Monate nur eingeschränkt erreichbar sein. Trotz der genannten Widrigkeiten hatten wir in unserem Autohaus zu Beginn des neuen Jahres einen hohen Auftragsbestand von über 160 Fahrzeugbestellungen, der uns einen erfolgreichen Start ermöglichte. Allerdings ist auch bei uns das Interesse an E-Fahrzeugen nach dem Auslauf der Förderung sehr gering. Obwohl die Versorgung mit Gebrauchtwagen weiterhin schwierig ist, gehen wir davon aus, dass wir unsere Verkaufszahlen steigern können, da wir im vergangenen Jahr zusätzlich 20 - 25 Ausstellplätze geschaffen haben, die ab April 2024 zur Verfügung stehen. Wir erwarten weiterhin einen erhöhten Service- und Reparaturbedarf und somit eine gleichbleibende Werkstattauslastung. Allerdings kommt es bei den Ersatzteilen noch immer zu Lieferverzögerungen und regelmäßigen Preissteigerungen. Trotz aller Herausforderungen rechnen wir mit leicht rückläufigen bis konstanten Umsatzerlösen und einem deutlich besseren, positiven Jahresergebnis. Personelle Anpassungen mit Freistellung und Trennung in zwei Fällen waren Einmaleffekte im Jahr 2023 und sind für 2024 nicht geplant, ebenso wie die Rückzahlung der Corona-Soforthilfe. Grundsätzlich ist nicht beabsichtigt, eventuell freiwerdende Stellen neu zu besetzen, da wir gleichzeitig unsere Prozesse optimieren werden. Entsprechend erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 auch eine leicht verbesserte Eigenkapitalquote. IV. Chancen- und Risikobericht Risiken Wie schon im Prognosebericht erwähnt, steht die Kfz-Branche weiterhin vor komplexen Herausforderungen. Die Kaufzurückhaltung der privaten Kunden im Neu- und Gebrauchtwagenbereich wird sich auch im Jahr 2024 aufgrund der nach wie vor hohen Zinsen und Lebenshaltungskosten fortsetzen. Das "unechte" Agenturmodell für die alternativen Antriebe wird einen Einfluss auf die Umsatzentwicklung haben und es bleibt abzuwarten, ob sich die avisierten Erwartungen auf Kosten und Erträge tatsächlich umsetzen lassen. Die Risiken aus Leasing-Rückläufern halten wir aufgrund unserer vorsichtigen Kalkulation in der Vergangenheit für gering, wir nutzen die verschiedenen Restwertabsicherungsmodelle der Hersteller. Auch die Gebrauchtwagen-Sachmangelhaftung/Garantie stellt wenig Risiko dar, da unsere Schadensquote durch einen sauberen Gebrauchtwagenprozess niedrig ist. Dem Fachkräftemangel wird aktiv durch eine permanent hohe Zahl an Auszubildenden, eine qualitativ gute Ausbildung und internen wie externen Schulungsprogrammen entgegengewirkt. Chancen Als Volkswagenhändler greifen wir nach wie vor auf ein qualitativ hochwertiges Produktportfolio zurück. Nach Rückgabe des Nutzfahrzeuge-Handelsvertrages zum 31.12.2023 fokussieren wir uns jetzt auf die Vermittlung der Nutzfahrzeuge. Ein weiterer Vorteil ist die Reduzierung des Nutzfahrzeug-Neuwagenlagers. Auch im Gebrauchtwagenbereich setzen wir auf den Verkauf von qualitativ hochwertigen Fahrzeugen. Durch den Abriss des alten Ausstellungsraumes und die Neugestaltung eines Gebrauchtwagenplatzes an der stark frequentierten Hauptstraße versprechen wir uns eine Steigerung der Gebrauchtwagenverkäufe. Durch die längere Haltedauer der Fahrzeuge erwarten wir im Jahr 2024 einen erhöhten Bedarf an Wartungen und Reparaturen. Wir werden uns auf den Service der Marken Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Skoda und Audi fokussieren und uns von der Marke Seat im zweiten Halbjahr 2024 trennen. Um unsere Serviceprozesse den digitalen Herausforderungen anzupassen, haben wir uns für ein zukunftsfähiges Warenwirtschaftssystem entschieden, mit dem wir auch eine digitale Serviceannahme am Fahrzeug durchführen können. Als Bestandteil der Unternehmenssteuerung erneuern wir in 2024 ebenfalls das Finanzbuchhaltungssystem. Die hauseigene IT-Abteilung arbeitet präventiv an der Cybersicherheit des Unternehmens. Mögliche Sicherheitslücken werden stetig geprüft und geschlossen. Der Abschluss einer Cyber-Risk-Versicherung wird 2024 ein Ziel sein, um das bestehende Restrisiko abzusichern. Nachdem im Jahr 2021 Frau Lisa Woytinnek zur zusätzlichen Geschäftsführerin ernannt wurde, steht nun die dritte Generation parat. Den Weg der Nachfolge gehen wir mit hoher Verantwortung für Mitarbeiter, Kunden und Partner. In einem gemeinsamen Coaching der Geschäftsleitung wurde sich die notwendige Zeit genommen, viel diskutiert und die Unterstützung bei professionellen Beratern gesucht. Zum 03.04.2024 wurde Frau Ulrike Kehm aus der Geschäftsführung abberufen, in ihrer Funktion als Gesellschafterin bleibt sie weiterhin tätig. Gesamtausblick Auch im Geschäftsjahr 2024 ergeben sich viele Unwägbarkeiten, die wir sehr genau beobachten werden. Eine wesentliche Veränderung der Geschäftspolitik ist nicht geplant. Prozessoptimierung im Service sowie die Stabilisierung der Ertragslage mit Eigenkapitalorientierung stehen dabei im Fokus. Das "unechte" Agenturmodell für die alternativen Antriebe wird einen Einfluss auf die Umsatzentwicklung haben. Es bleibt abzuwarten, ob sich die avisierten Erwartungen auf Kosten und Erträge tatsächlich umsetzen lassen. Unter den aktuellen Gegebenheiten und Abwägungen erwarten wir dennoch konstante Umsatzerlöse und ein deutlich besseres und positives Ergebnis zur strategischen Absicherung unseres Familienbetriebes. V. Risikomanagement und Risikokategorien der Finanzinstrumente Unsere Finanzinstrumente im Unternehmen sind insbesondere Wertpapiere, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Unsere Risikopolitik ist konservativ, Forderungsausfälle sind eher die Ausnahme. Wir verfügen über ein gutes Debitorenmanagement, ein effizientes Mahnwesen und hochqualifiziertes Personal in der Buchhaltung. Weitere wesentliche Risiken sehen wir derzeit nicht.
Bad Neustadt/Saale, 17. Juni 2024 gez. Lisa Woytinnek, Geschäftsführerin BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023AUTOHAUS KEHM GMBH, BAD NEUSTADT A. D. SAALE
AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. Bilanzierungsgrundsätze Die Gesellschaft ist als mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 des Handelsgesetzbuches (HGB) einzustufen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß der §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, wurden grundsätzlich in Anhang gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. II. Bewertungsgrundsätze Die Bewertung wurde nach den Bestimmungen der §§ 252 bis 256a HGB vorgenommen. Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Abschreibungen werden linear ermittelt. Im Berichtsjahr zugegangene Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 ohne Umsatzsteuer werden sofort als Betriebsausgaben verrechnet sowie Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten über EUR 250,00 bis EUR 800,00 ohne Umsatzsteuer Entsprechend der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes werden die Miet- und Vorführfahrzeuge trotz überwiegend kurzer Verweildauer im Vermögen der Gesellschaft im Anlagevermögen ausgewiesen und über eine Nutzungsdauer von sechs Jahren abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder bei dauerhafter Wertminderung dem niedrigeren beizulegenden Wert (Börsenkurs zum Bilanzstichtag) aktiviert. Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder dem am Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbaren Ausfallrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen. Die übrigen Kundenforderungen werden wegen des Ausfallwagnisses, des Zinsverlustes, des Skontoabzuges und der Kosten der Beitreibung der Außenstände pauschal wertberichtigt. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Dabei werden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem von der Bundesbank ermittelten maßgebenden Zinssatz abgezinst. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Erläuterungen zur Bilanz zum 31.12.2023 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist ausgehend von den Anschaffungskosten in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Im Posten "Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände" sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 317.458,58 (Vorjahr: EUR 501.798,49) enthalten. 3. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
4. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
Hinsichtlich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 1. Außergewöhnliche Posten Im Berichtsjahr sind folgende außergewöhnliche Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten
2. Personalaufwand In den Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 12.168,61 (Vorjahr: EUR 19.916,39) enthalten. 3. Finanzergebnis Im Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" sind Beträge von Gesellschaftern in Höhe von EUR 28.584,69 (Vorjahr: EUR 13.625,96) und Beträge aus der Abzinsung in Höhe von EUR 3.500,00 (Vorjahr: EUR 2.000,00) enthalten. V. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse
Das Risiko einer Inanspruchnahme ist als gering zu bewerten, da die Schuldner ihren Verpflichtungen in der Vergangenheit immer nachgekommen sind. Erkenntnisse über eine Verschlechterung der finanziellen Verhältnisse liegen nicht vor. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft betreibt ihr Unternehmen in gemieteten Räumen. Die finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen ohne Umsatzsteuer:
Bei Ermittlung der sonstigen finanziellen Verpflichtungen wurden die Mindestlaufzeiten der Verträge berücksichtigt. Aus dem Verkauf von Fahrzeugen bestehen branchenübliche Rücknahmeverpflichtungen für die Jahre 2024 bis 2029 in Höhe von TEUR 7.132,1. Der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 8.319,1. Der Fehlbetrag des Kassenvermögens gemäß Art. 28 Abs. 2 EGHGB beträgt zum 31.12.2023 TEUR 509,4 (Vorjahr: TEUR 488,4). 3. Angaben zu Geschäftsführungsorganen Geschäftsführerinnen der Gesellschaft waren im Berichtsjahr Frau Ulrike Kehm, gesamtverantwortliche Geschäftsführerin (bis 03.04.2024), und Frau Lisa Woytinnek, ebenfalls gesamtverantwortliche Geschäftsführerin. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 4. Anzahl der Arbeitnehmer Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 2023 beschäftigt:
5. Vorschlag zur Verwendung des ErgebnissesDer Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Gewinnvortrag auf den 01.01.2023 einschließlich des Jahresfehlbetrages 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.
Bad Neustadt/Saale, 17. Juni 2024 Autohaus Kehm GmbH gez. Lisa Woytinnek, Geschäftsführerin Anlagespiegel 2023Bad Neustadt a. d. Saale
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Autohaus Kehm GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Kehm GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Kehm GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 17. Juni 2024 Rath,
Anders, Dr. Wanner & Partner mbB
Wiedemann, Wirtschaftsprüfer Muggenthaler, Wirtschaftsprüferin Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 01. Juli 2024 festgestellt. |
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