Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 508020
Vorher
Wetobe Group GmbH
Eingetragen
3.2.2011
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Maschinen für die Papiererzeugung und -verarbeitung
Gegenstand
der Bau und Betrieb von Anlagen zur Herstellung von Wellpappformaten und verwandter Verpackungsprodukte und deren Vertrieb.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Philip Rummler
seit 12.3.2024
Geschäftsführer
Jacek Kryszkiewicz
seit 27.2.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
VPK Group NVBEL
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
VPK Group NV
Belgium
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Aquila GmbH

Leinefelde-Worbis

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.283,11 49.140,19
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.404.914,32 6.671.724,38
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.150.890,82 3.290.044,92
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 146.283,74 178.921,40
8.702.088,88 10.140.690,70
8.717.371,99 10.189.830,89
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.600.788,07 3.047.369,76
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 361.855,43 385.925,46
2.962.643,50 3.433.295,22
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 567.525,76 229.142,30
2. Sonstige Vermögensgegenstände 316.877,86 617.013,90
884.403,62 846.156,20
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 969.788,42 498.304,08
4.816.835,54 4.777.755,50
C. Rechnungsabgrenzungsposten 16.633,54 238.020,62
13.550.841,07 15.205.607,01

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Kapitalrücklage 2.390.000,00 2.390.000,00
III. Bilanzgewinn 6.758.726,67 6.586.086,34
9.348.726,67 9.176.086,34
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 1.720.209,43 2.036.832,14
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 935.167,00
2. Sonstige Rückstellungen 546.742,02 854.018,09
546.742,02 1.789.185,09
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.272.659,07 1.175.005,26
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 596.552,71 989.595,00
3. Sonstige Verbindlichkeiten 65.951,17 38.903,18
1.935.162,95 2.203.503,44
13.550.841,07 15.205.607,01

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 23.427.905,16 44.151.716,68
2. Verminderung des Bestands an fertigen Erzeugnissen -24.070,03 -143.541,77
3. sonstige betriebliche Erträge 535.074,69 599.554,57
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren 15.966.736,10 32.776.183,47
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.020.129,87 3.180.123,03
17.986.865,97 35.956.306,50
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.272.316,01 2.413.535,85
b) soziale Abgaben 394.907,12 445.356,93
2.667.223,13 2.858.892,78
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens-
gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.583.280,08 1.658.191,17
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.652.822,87 1.566.402,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 49.157,71 80.840,78
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -192.960,19 785.990,62
10. Ergebnis nach Steuern 192.520,25 1.701.105,63
11. sonstige Steuern 19.879,92 20.986,06
12. Jahresüberschuss 172.640,33 1.680.119,57
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6.586.086,34 4.905.966,77
14. Bilanzgewinn 6.758.726,67 6.586.086,34
Bruttobuchwerte
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 885.374,14 4.160,00 0,00 889.534,14
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.230.137,26 0,00 0,00 10.230.137,26
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.515.932,46 60.806,99 516,14 15.576.223,31
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 1.107.414,61 91.640,82 132.857,14 1.066.198,29
26.853.484,33 152.447,81 133.373,28 26.872.558,86
27.738.858,47 156.607,81 133.373,28 27.762.093,00
kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 836.233,95 38.017,08 0,00 874.251,03
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.558.412,88 266.810,06 0,00 3.825.222,94
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.225.887,54 1.199.444,95 0,00 13.425.332,49
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 928.493,21 79.007,99 87.586,65 919.914,55
16.712.793,63 1.545.263,00 87.586,65 18.170.469,98
17.549.027,58 1.583.280,08 87.586,65 19.044.721,01
Nettobuchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.283,11 49.140,19
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.404.914,32 6.671.724,38
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.150.890,82 3.290.044,92
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 146.283,74 178.921,40
8.702.088,88 10.140.690,70
8.717.371,99 10.189.830,89
Gesamt < 1 Jahr >1 bis <5 Jahre > 5 Jahre Check
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.273 1.273 0 0 0
Vorjahr 1.175 1.175 0 0 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 597 597 0 0 0
Vorjahr 990 90 900 0 0
3. Sonstige Verbindlichkeiten 66 66 0 0 0
Vorjahr 39 39 0 0 0
Gesamt 1.936 1.936 0 0 0
Vorjahr 2.204 1.304 900 0 0

Amtsgericht Jena, HRB 508020

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

Allgemeines

Der Jahresabschluss ist nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergän-zenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S. des § 267 Abs. 2 HGB.

Erläuterungen zur Bilanz

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Änderungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Vergleich zum Vorjahr liegen nicht vor.

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaf-fungs- oder Herstellungskosten einschließlich der aktivierungspflichtigen Nebenkosten ange-setzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Soweit erforderlich, wurde der niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Die planmäßige Abschreibung wurde nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermö-gensgegenstände und entsprechend der tatsächlichen Abnutzung linear vorgenommen. Bei der Bemessung der Nutzungsdauern werden die steuerlichen Abschreibungssätze (zwischen 3 und 33 Jahren) zugrunde gelegt.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs aktiviert und in voller Höhe abgeschrieben.

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Berichtsjahr ergibt sich wie folgt:

Bruttobuchwerte
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 885.374,14 4.160,00 0,00 889.534,14
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.230.137,26 0,00 0,00 10.230.137,26
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.515.932,46 60.806,99 516,14 15.576.223,31
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 1.107.414,61 91.640,82 132.857,14 1.066.198,29
26.853.484,33 152.447,81 133.373,28 26.872.558,86
27.738.858,47 156.607,81 133.373,28 27.762.093,00
Nettobuchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.283,11 49.140,19
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.404.914,32 6.671.724,38
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.150.890,82 3.290.044,92
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 146.283,74 178.921,40
8.702.088,88 10.140.690,70
8.717.371,99 10.189.830,89

Umlaufvermögen

Der mengenmäßige Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie fertigen Erzeugnissen wurde durch eine körperliche Bestandsaufnahme der Gesellschaft ermittelt. Der Ansatz erfolgte mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Zur Beachtung des Niederstwertprinzips er-folgt der Vergleich von Anschaffungskosten und letzten Einstandspreisen. Die fertigen Erzeug-nisse werden grundsätzlich zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen.

Angaben zu Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sowie liquiden Mitteln

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel wurden zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken, angesetzt. Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).

Eigenkapital

Das Stammkapital lautet unverändert auf TEUR 200.

Die Kapitalrücklage beträgt TEUR 2.390. Der Bilanzgewinn des Vorjahres von TEUR 6.586 wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Sonderposten für Investitionszuschüsse

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wurde ursprünglich in Höhe von TEUR 5.423 gebildet. Die Bildung des Sonderpostens erfolgte in Höhe der beantragten bzw. bewilligten Fördermittel; er wird anteilig in Höhe der auf die geförderten Vermögensgegenstände verrechneten Abschreibungen von TEUR 317 (Vorjahr: TEUR 332) aufgelöst.

Rückstellungen

Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. Die Rückstellungen sind mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verbindlichkeiten. Wenn die gesetzlich erforderlichen Voraussetzungen für die Beibehaltung von Rückstellungen nicht mehr gegeben waren, wurden die Rückstellungen erfolgswirksam aufgelöst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wurden nicht abgezinst.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen ausstehende Rechnungen i.H.v. TEUR 293 (Vorjahr: TEUR 157), Rückstellungen für Kundenboni i.H.v. TEUR 63 (Vorjahr: TEUR 376) sowie Sonstiges i.H.v. TEUR 191 (Vorjahr: TEUR 321).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert. Die Angaben zu den Restlaufzeiten ergeben sich aus folgender Tabelle:

Gesamt < 1 Jahr >1 bis <5 Jahre > 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.273 1.273 0 0
Vorjahr 1.175 1.175 0 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 597 597 0 0
Vorjahr 990 90 900 0
3. Sonstige Verbindlichkeiten 66 66 0 0
Vorjahr 39 39 0 0
Gesamt 1.936 1.936 0 0
Vorjahr 2.204 1.304 900 0

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter handelt es sich im Wesentlichen um ein kurzfristiges Gesellschafterdarlehen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 64 (Vorjahr: TEUR 32) sowie im Rahmen sozialer Sicherheit in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 7).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen von TEUR 326 (Vorjahr: TEUR 419) beruht auf mehrjährigen Pkw-, Gabelstapler- und Fahrrad-Leasingverträgen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 16) enthalten. Diese resultieren insbesondere aus der Erstattung für Strom- und Energiesteuern.

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 48 (Vorjahr: 54) Personen beschäftigt, davon 19 Angestellte und 29 Arbeiter.

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft sind im Geschäftsjahr 2023:

Thomas Schwalbach, Gesamtgeschäftsführer, einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit,

Martin Schnizer (bis Dezember 2023), Gesamtgeschäftsführer, einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit,

Pierre Macharis (seit Dezember 2023), CEO VPK, einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit,

Jacek Kryszkiewicz (seit Dezember 2023), CEO Cluster Aquila VPK, einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Alle Geschäftsführer üben die Tätigkeit hauptberuflich aus. Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB. Zwei der Geschäftsführer erhalten in 2023 Bezüge von der Gesellschaft.

Konzernzugehörigkeit

VPK Packaging Group NV (VPK), Aalst/Belgien stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konzernkreis auf. Dieser ist nicht veröffentlicht.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss von TEUR 173 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

In der Geschäftsführung der Aquila GmbH gab es Veränderungen. Martin Schnizer ist mit Wirkung zum 31. Dezember 2023 und Pierre Macharis ist mit Wirkung zum 31. Januar 2024 aus der Geschäftsführung ausgetreten. Philip Rummler ist mit Wirkung zum 1. März 2024 in die Geschäftsführung eingetreten.

Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.

 

Leinefelde-Worbis, 26. Juni 2024

Aquila GmbH

- Die Geschäftsführung -

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Unternehmensgegenstand

Die Aquila GmbH stellt in einem modernen Werk in Deutschland am Standort Leinefelde Wellpappenformate für die weiterverarbeitende Wellpappenindustrie her.

Branche

Die Gesellschaft ist in einem Marktsegment der Wellpappenindustrie tätig, dass auf die Erzeugung von Wellpappe beschränkt ist. Ihre Kunden sind im Wesentlichen Verarbeitungsbetriebe ohne eigene Erzeugung sowie erzeugende und verarbeitende Unternehmen, die Wellpappe zur Ergänzung ihres Programmes beziehen. In geringem Umfang werden auch Handelsunternehmen beliefert.

Die Entwicklung dieses Marktsegmentes wies bis 2021 ein stetiges Wachstum sowie eine starke Spezialisierung in der reinen Wellpappenerzeugung auf, zu denen - neben der Gesellschaft - ein marktbeherrschender sowie wenige kleinere Wettbewerber zählen.

Der Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Leistung in Deutschland hatte 2023 für die Wellpappenindustrie deutlich negative Folgen. Zusätzliche Belastung erfuhr die Branche durch die Pläne der Europäischen Kommission für E-Commerce- und bestimmte Transportverpackungen rigide Mehrwegquoten einzuführen. So ist die erhoffte wirtschaftliche Erholung ausgeblieben und es mussten gegenüber 2022 deutliche Einbußen hingenommen werden. Beim Absatz lag folglich ein Minus von 8,1 Prozent vor, was einem Rückgang von 681 Millionen Quadratmetern entspricht. Beim Umsatz fiel das Minus mit 13,8 Prozent gegenüber 2022 noch deutlicher aus, was die größte Reduzierung seit 2009 bedeutet. (vgl. VDW Pressemitteilung "Jahresbilanz der Wellpappenindustrie" vom 25. April 2024)

Da die Wellpappe mit 67,1 Prozent die mit Abstand wichtigste Transportverpackung in Deutschland ist und die Branche demnach eng an die Gesamtwirtschaftliche Entwicklung gekoppelt ist, sind solche Verluste wenig überraschend. Gleichzeitig sieht sich die Wellpappenindustrie mit neuen Kostensteigerungen konfrontiert. So sind beispielsweise die Personalkosten im Vergleich zum Vorjahr um 6,2 Prozent gestiegen. (vgl. VDW Pressemitteilung "Jahresbilanz der Wellpappenindustrie" vom 25. April 2024)

Letztendlich sah sich die Branche auch auf politischer Seite besonders mit der Herausforderung der europäischen Verpackungsverordnung konfrontiert. Hier hätte die ursprüngliche Fassung nicht nur ungerechtfertigte Einschnitte für die Wellpappenindustrie bedeutet, sondern wäre darüber hinaus Nachhaltigkeitszielen zuwidergelaufen. Erst im März 2024 konnte eine vorläufige Einigung erzielt werden, so dass die Wellpappenindustrie auch zukünftig ihren Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten kann. (vgl. VDW Pressemitteilung "Jahresbilanz der Wellpappenindustrie" vom 25.April 2024)

Geschäftsverlauf 2023

Ertragslage

Wie in der gesamten Wellpappenindustrie verzeichnet auch die Aquila GmbH im Jahr 2023 einen deutlichen Rückgang im Absatz als auch bei den Umsätzen. Durch die schwache Nachfrage sind die Papierpreise weiter unter Druck geraten, was schließlich zu Reduzierungen führte. Die noch im Jahr 2022 vorzufindende Rohstoffknappheit wich im Jahr 2023 einem Überangebot auf dem Papiermarkt.

Die Materialaufwendungen sanken aufgrund der oben geschilderten Marktentwicklung um TEUR 17.969 auf TEUR 17.987. Die Umsatzerlöse reduzierten sich um TEUR 20.724 auf TEUR 23.428. Die Materialaufwandsquote (Umsatzerlöse im Vergleich zum Materialaufwand) verbesserte sich von 81 % auf 77 %. Jedoch blieb aufgrund der stark reduzierten Absatzmenge weniger absolute Marge zur Deckung der Fixkosten. Gegenläufig wirkten die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, welche sich in Höhe von TEUR 979 reduzierten. Die weiteren Effekte innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung glichen sich weitestgehend aus, so dass am Jahresende ein Jahresüberschuss von TEUR 173 erreicht wurde.

Die Abweichung zwischen dem im Vorjahr prognostizierten EBITDA 2023 (1 Mio. EUR) und dem im Berichtsjahr 2023 tatsächlich erzielten EBITDA (1,6 Mio. EUR) lässt sich im Wesentlichen auf eine verbesserte Marge zurückführen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.655 reduziert. Auf der Aktivseite ist insbesondere das Anlagevermögen um TEUR 1.472 durch die planmäßigen Abschreibungen reduziert. Auf der Passivseite wurden die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 935 in Anspruch genommen. Weiter haben sich auch die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern um TEUR 393 reduziert.

Finanzlage

Aufgrund der bereits beschriebenen wirtschaftlichen Gesamtsituation hat die Aquila GmbH im Jahr 2023 auf große Investitionen verzichtet. Dennoch sei angemerkt, dass die Gesellschaft in der Lage ist, sämtliche Verbindlichkeiten aus dem laufenden Geschäft zu bedienen. Der Saldo der liquiden Mittel am Jahresende liegt deutlich über dem Vorjahr.

Prognosebericht für 2024

Der Branchenverband der Wellpappenindustrie sieht für 2024 etwas bessere Absatzprognosen. Während für das 1. Quartal noch ein Rückgang um 1,3 % vorausgesagt wird, wird erwartet, dass sich die folgenden Jahresviertel wieder im positiven Bereich bewegen. +1,2 % könnten es laut VDW-Prognose im 2. Quartal werden, +3,1 % im 3. Quartal und +2,5 % im 4. Quartal (vgl. EUWID "Wellpappenindustrie 2023 mit deutlichen Absatz- und Umsatzeinbußen" vom 26. April 2024). Dieses Ziel ist jedoch sehr von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (u.a. noch immer Auswirkungen des Ukraine Konflikts) sowie der Papierpreisentwicklung abhängig. Aquila wird Volumen nicht ausschließlich über den Preis realisieren, sondern vielmehr über neue Projekte und die Erweiterung des Produktionsportfolios.

Aktuell herrscht nach wie vor eine schwache Beschäftigung durch sehr geringe Nachfrage. Zusätzlich sind neue Kapazitäten im Markt an den Start gegangen, so dass die Papierpreise immens unter Druck geraten sind. Die Lagerbestände der Papierlieferanten sind noch immer auf einem historischen Hoch. Gleichzeitig ist das Konsumverhalten deutlich geschwächt, so dass deutliche Mengenverluste im gesamten Markt zu verzeichnen sind. Die Ertragslage in der Branche ist nach wie vor als sehr angespannt zu werten. Auch die gegenwärtige Auftragslage spiegelt dies wider und die Aquila GmbH hat nach wie vor mit schwachen Auftragseingängen zu kämpfen. Eine leichte, saisonale Verbesserung wird ab September erwartet, jedoch nicht ansatzweise auf dem Niveau des Jahres 2021.

Die Erhöhung der Rohstoffpreise zieht zwangsläufig eine Erhöhung der Durchschnittspreise nach sich. Analog verhält es sich bei Reduzierungen am Rohstoffmarkt Papier. Darum ist der Umsatz kein geeigneter KPI. Dem stark schwankenden Rohstoffbeschaffungsmarkt begegnet die Geschäftsführung mit kurzfristigen Preisanpassungen, so dass das EBITDA für Steuerungszwecke herangezogen wird. Aktuell geht die Geschäftsführung für das Jahr 2024 von einem EBITDA von EUR 2,2 Mio. aus.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Der wesentliche Kostenbestandteil der Gesellschaft ist das eingesetzte Wellpappenrohpapier. Der Marktpreis für diesen Rohstoff entwickelt sich meist sprunghaft. Aufgrund der dadurch möglichen Kostensteigerungen ist die Gesellschaft gezwungen, diese in höheren Verkaufspreisen an seine Kunden weiterzugeben. Dies ist zumeist nur mit einer Verzögerung möglich, so dass es dadurch kurzfristig zu einer negativen Beeinflussung des Ergebnisses kommen kann.

Die Verbesserung des Produktionsprozesses und die Erweiterung der Kapazitäten werden gezielt verfolgt. Somit ist eine sichere und zeitgerechte Belieferung unserer Kunden zu jeder Zeit gegeben.

Die kontinuierliche Beobachtung des Zahlungsverhaltens unserer Kunden sowie ein aktives Forderungsmanagement führen zu einer Reduzierung der Ausfallrisiken bei den Forderungen.

Der Liquiditätsbedarf der Gesellschaft ist grundsätzlich durch den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit gedeckt. Darüber hinaus existieren Kontokorrent-Kreditlinien, so dass eine ausreichende Liquidität der Gesellschaft jederzeit sichergestellt ist.

Zum heutigen Zeitpunkt sowie in nächster Zeit bestehen weder bestandsgefährdende Einzelrisiken noch ist der Fortbestand der Gesellschaft aus der Summe der Risiken gefährdet.

Ferner gilt es anzumerken, dass es im Kalenderjahr eine Änderung bei den Gesellschaftern gegeben hat. So haben die Herren Thomas Schwalbach und Martin Schnizer ihre jeweiligen Anteile an die VPK-Gruppe veräußert, so dass diese nun 100% der Gesellschaftsanteile hält.

 

Leinefelde-Worbis, 26. Juni 2024

Aquila GmbH

- Die Geschäftsführung -

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Aquila GmbH, Leinefelde-Worbis

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Aquila GmbH, Leinefelde-Worbis, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Aquila GmbH, Leinefelde-Worbis, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 26. Juni 2024

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Niclas Rauscher, Wirtschaftsprüfer

Kathleen Hennig, Wirtschaftsprüferin

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