Kraus Grundstücks-Verwaltungs Beteiligungs GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mehmet Taskin seit 27.10.2025 | Prokura |
Johannes Fuchs seit 27.10.2025 | Prokura |
Bernd Schlee seit 8.11.2022 | Prokura |
Alfred Fuchs seit 9.2.2009 | Geschäftsführer |
Rudolf Kraus seit 25.10.2002 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Alfred FuchsFuchs Verwaltungs GmbH | 70.00% |
| 30.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 25.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Autohaus Konrad GmbHErlangenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Unsere Hauptgeschäftstätigkeit liegt im Verkauf bzw. in der Vermittlung von neuen Fahrzeugen der Marken Ford und MG-SAIC sowie im Handel mit Gebrauchtfahrzeugen. Weiterhin gehört zu unserem Geschäftsbetrieb insbesondere der Handel mit Kfz-Ersatzteilen und Zubehör, die Wartung und Instandhaltung von Kraftfahrzeugen, Karosserie- und Lackierarbeiten sowie die Vermittlung von Leasing-, Finanzierungs- und Versicherungsgeschäften und die kurzfristige Vermietung von Kraftfahrzeugen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2023 durch globale Krisen belastet. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (=BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des statistischen Bundesamtes um 0,3 v.H. niedriger als im Vorjahr. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 v.H. höher. Im Jahr 2023 wurden insgesamt 2,84 Millionen Fahrzeuge neu zugelassen. Das sind 7,3 v.H. mehr als im Jahr 2022. Unser Hauptvertriebspartner Ford konnte bei den Neuzulassungen einen Marktanteil in Deutschland von 4,1 v.H. erreichen. Im Jahr 2022 lag der Marktanteil von Ford bei 5,0 v.H. Die Marke MG schloss das Jahr 2023 mit einem Marktanteil in Höhe von 0,7 v.H. und einem Wachstum in Höhe von 35,4 v.H. gegenüber 2022 ab. Die Jahresbilanz des Gebrauchtfahrzeugmarktes schloss mit mehr als 6,03 Millionen Pkw (+6,9 v.H.) Besitzumschreibungen. Die Werkstattauslastung im Jahr 2023 hat sich auch wegen des weiter steigenden Pkw-Bestandes (1.1.2024: 49,1 Mio. Pkw, Vorjahr: 48,8 Mio. Pkw), der höheren Zahl an Wartungen und höherer Kosten aufgrund der zunehmend aufwendigeren Technik weiter erholt. Nach Angaben des Zentralverbandes des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZdK) auf seiner Jahrespressekonferenz vom Februar 2024 ist die Auslastung der Werkstätten weiter auf 87 % gestiegen, nach dem der Wert im Vorjahr noch bei 85 % gelegen hatte. Nach Angaben des ZdK hat sich die Umsatzrendite der Kfz-Betriebe im Jahr 2023 auf 2,1 % (Vorjahr 3,1 %) vermindert. Dabei sind die Erlöse insgesamt um rd. 11,9 % gestiegen. Während der Umsatz im Neuwagenhandel aufgrund höherer Preise, der gestiegenen Lieferfähigkeit sowie der Umweltprämie für E-Fahrzeuge um 2,7 % stieg, legte der Handel mit älteren Gebrauchtwagen um 15,2 % als Folge des Mengenwachstum zu. Service und Reparatur stiegen um 17,7 % als Folge des gewachsenen Fahrzeugbestandes und gestiegener Kosten. 2. Geschäftsverlauf Umsatz- und Auftragsentwicklung Der Umsatz hat sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund unserer neuen Zweigniederlasssungen um ca. 29,5 v.H. erhöht. Damit verbunden sind insbesondere Umsatzzuwächse im Bereich der Gebrauchtfahrzeuge. Aufgegliedert nach Abteilungen stellt sich die Umsatzverteilung wie folgt dar:
Investitionen und Finanzierungsmaßnahmen Die Investitionen ins Anlagevermögen - ohne Miet- und Vorführfahrzeuge - betrugen im Geschäftsjahr TEUR 1.394. Die erforderlichen Ersatzinvestitionen wurden getätigt. Personal Die absolute Zahl der Mitarbeiter stellt sich zum Jahresende wie folgt dar:
Die Zunahme gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der Übernahme von drei neuen Standorten im Geschäftsjahr 2023. Die Entlohnung orientiert sich bei den gewerblichen Arbeitnehmern und den Angestellten an den Tarifverträgen des Kfz-Gewerbes, darüber hinaus bestehen abweichende einzelvertragliche Regelungen. Eine leistungsorientierte Bezahlung existiert insbesondere bei den Neu- und Gebrauchtwagenverkäufern. Mitarbeitergespräche werden laufend geführt. Hierbei wird der Leistungsstand des Mitarbeiters beurteilt und gegebenenfalls Verbesserungsmaßnahmen vereinbart. 3. Lage Vermögenslage
*) Änderungen > 200% werden nicht
angezeigt
Die Steigerung des Anlagevermögens ergibt sich aus der Übernahme von drei Standorten im Juli 2023. Hier wurden neben der Betriebsaussattung auch die Vorführ- und Mietwagen gekauft, deren Bestände sich dadurch erhöht haben. Ebenfalls erhöht das Anlagevermögen der Kauf eines Grundstücks in Fürth. Bei den Vorräten veränderte sich der Bestand stichtagsbedingt aufgrund einer außerplanmäßigen Lieferung bzw. verspäteten Lieferung von rd. 160 Neufahrzeugen. Dadurch erhöhten sich auch die Bankverbindlichkeiten. Bei den Fahrzeugen handelte es sich um von Großkunden bestellte Ware, die im ersten Quartal 2024 auch an die Kunden ausgeliefert wurde. Der Gebrauchtwagenbestand erhöhte sich aufgrund des Zukaufs der neuen Standorte ebenfalls. Das Eigenkapital veränderte sich im Wesentlichen durch thesaurierte Gewinne. Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital im Verhältnis zum Gesamtkapital) beträgt 23,1 v.H. (Vorjahr 41,8 v.H.). Die Reduzierung der Eigenkapitalquote ist stichtagsbedingt auf die Ausweitung der Vorratsbestände in Folge der vorstehend beschriebenen, außerplanmäßigen Auslieferungen des Herstellers zum Jahresende zurückzuführen. Finanzlage Unsere Finanzlage ist stabil. Wir verfügen im Vergleich zum Vorjahr über gleichbleibende Konditionen und Kreditlinien. Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten wurden nicht getätigt. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Skontiermöglichkeiten grundsätzlich zu nutzen. Forderungen werden möglichst innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Die Entwicklung der Liquidität stellen wir in der nachfolgenden Kapitalflussrechnung dar.
Ertragslage
Das Betriebsergebnis hat sich trotz höherer Personalaufwendungen, Abschreibungen und sonstiger Sachaufwendungen aufgrund des höheren Rohergebnisses um TEUR 341,8 verbessert. Das Finanzergebnis liegt in Folge höherer Zinsaufwendungen um TEUR 127,7 unter dem Vorjahr. Das neutrale Ergebnis ist um TEUR 361,0 niedriger. Der Jahresüberschuss hat sich um TEUR 81,1 gemindert. Die Vorjahresprognose hat sich hinsichtlich der Erzielung eines rückläufigen Ergebnisses erfüllt. 4. Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren Die interne operative Unternehmenssteuerung nutzt als Instrument eine Deckungsbeitragsrechnung nach den Kostenstellen Neuwagen, Gebrauchtwagen, Werkstatt, Ersatzteile und sonstige Dienstleistungen bzw. Verwaltung. Im Blickpunkt stehen permanent die Eigenkapitalquote und die Umsatzrendite (vor Steuern), welche für die Geschäftsbanken ein wesentlicher Bestandteil des Ratings sind. Die Umsatzrentabilität hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 1,4 Prozentpunkte reduziert. III. Prognosebericht Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) rechnet im kommenden Jahr bei den Pkw-Neuzulassungszahlen mit einer rückläufigen Entwicklung auf rund 2,65 Mio. Einheiten. Das wären rund 190.000 Pkw weniger als im Geschäftsjahr. Im Jahr 2023 sei durchgehend einen Rückgang bei den Auftragseingängen zu verzeichnen gewesen. Das wird sich im kommenden Jahr negativ auf die Zulassungszahlen auswirken. Es bleibe abzuwarten, inwieweit der Neufahrzeugmarkt über das prognostizierte Maß hinaus auch ohne vom Hersteller induzierte Sondermaßnahmen aufnahmefähig sei. Gestiegene Rohstoffkosten würden außerdem zu höheren Fahrzeugpreisen führen. Deshalb zögerten viele private Kaufinteressierte den Autokauf hinaus, weil deren real verfügbare Einkommen der Ausgabensituation nicht annähernd angepasst seien. Die Besitzumschreibungen werden laut dem ZDK im Jahr 2024 wohl das dritte Jahr in Folge nicht den Umfang der vorherigen Jahre erreichen, aber trotzdem wieder leicht wachsen, da Gebrauchtwagen für viele Menschen bezahlbare Mobilität bieten. Das ifo Institut prognostiziert in seiner Pressemitteilung vom 14. Dezember 2023 für die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 ein Wachstum von 0,9 v.H. Unsicherheit verzögert derzeit die Erholung, da sie die Sparneigung der Konsumentinnen und Konsumenten erhöht und die Investitionsbereitschaft von Unternehmen und privaten Haushalten senkt. Befördert wird dies zusätzlich durch die unklare Lage um den Bundeshaushalt nach dem Urteil des Verfassungsgerichts. Sollte der Haushalt 2024 um 20 Milliarden Euro gekürzt werden, würde die Wachstumsrate dem ifo-Modell zufolge auf 0,7 v.H. fallen. Grundsätzlich seien aber die Weichen auf Erholung gestellt. Die Löhne stiegen kräftig, die Beschäftigung sei so hoch wie nie zuvor, damit kehre die Kaufkraft zurück und die gesamtwirtschaftliche Nachfrage sollte wieder zulegen. Zudem hätten wir die Höchststände beim Zinsniveau hinter uns gelassen. Der Preisauftrieb verlangsame sich. In der zweiten Jahreshälfte werde die Inflationsrate 2 Prozent erreichen. Hierzu trügen vor allem sinkende Energiepreise bei. Doch die Inflation der konsumnahen Dienstleistungen werde noch eine Weile deutlich über 3 Prozent liegen, da dort kräftig steigende Löhne zu Buche schlügen. Wir erwarten für das Jahr 2024 aufgrund steigender Werkstatt-, Teile und Gebrauchtwagenerlösen gegenüber dem Jahr 2023 einen Umsatzzuwachs sowie ein besseres Ergebnis vor Steuern und Ergebnisabführung. Wir erwarten eine Steigerung der Eigenkapitalquote im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Risiken aufgrund wirtschaftlicher Rahmenbedingungen Die zukünftige Konjunktur- und Beschäftigungslage in Deutschland ist schwer abschätzbar. Entscheidend für das Jahr 2024 wird sein, wie sich Zins, Inflation und Arbeitnehmereinkommen sowie die geopolitschen Krisen (Ukrainekrieg, kriegerische Handlungen im Nahen Osten) mit Folgen auf Lieferketten und Energieversorgung weiterentwickeln. Nach der Pressemitteilung vom 24. April 2024 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz zeigen die Konjunkturindikatoren eine "leichten Belebung". Insbesondere rückläufige Energiekosten und steigende Realeinkommen haben die Industrieproduktion leicht steigen lassen. Diese wird getragen vom privaten Konsum sowie einer steigenden Auslandsnachfrage. Risiken bestehen darin, dass die konjunkturelle Entwicklung deutlich schlechter als erwartet ausfällt. Branchenrisiken Das Geschäftsrisiko unserer Gesellschaft korreliert stark mit dem allgemeinen Branchenrisiko des Kfz-Handels, für welches eine rückläufige wirtschaftliche Entwicklung prognostiziert wird. Branchenbedingt sind ebenfalls eine erhöhte Abhängigkeit von Bonuszahlungen und Eigenzulassungen der Hersteller zu nennen. Als Ford-Vertragshändler bzw. Vermittler von Fahrzeugen der Marke MG bestehen Risiken in der Abhängigkeit zu den Lieferanten für Neuwagen (Marken-Image, Produktqualität, Preispolitik, Lieferzeiten, Zunahme Direkt- und Agentur-Vertrieb). Marktpreisrisiken Bedingt durch die, wahrscheinlich nach Bewältigung der Lieferengpässe, wieder entstehenden Überkapazitäten der Hersteller kommt es im Neufahrzeugverkauf ständig zu Sonderaktionen mit entsprechenden Preisnachlässen, die sich kurz- und mittelfristig auch negativ auf die Preise der Gebrauchtfahrzeuge sowie der Leasingrückläufer auswirken. Auch sehen wir den Gebrauchtwagenmarkt nach der Überhitzung der Vorjahre in einer Korrekturphase als Folge des wieder zunehmenden Angebots an jungen Gebrauchten. Sollte die Käuferzurückhaltung dazu andauern, können die negativen Auswirkungen auf die Gebrauchtwagenpreise stärker als erwarten ausfallen. Loyalität Risiken könnten in einer abnehmenden Loyalität im After Sales-Geschäft liegen. Personalrisiken Den Personalrisiken, die insbesondere mit Fluktuation und Know-how-Verlust verbunden sind, begegnen wir durch intensive und fachbereichsspezifische Qualifizierung. Der Umwelt- und Arbeitsschutz ist für uns von größtem Interesse. IT-Risiken IT-Risiken begegnen wir insbesondere durch Abschirmung unserer Systeme gegen unberechtigte Eingriffe von außen und organisationskonforme Zugangs- und Zugriffsberechtigungen. Trotz aller ergriffenen Vorsichtsmaßnahmen kann nicht vollständig ausgeschlossenen werden, dass Störungen oder Angriffe auftreten und sich negativ auf unsere Geschäftsprozesse auswirken. 2. Chancenbericht Neu- und Gebrauchtwagen Im schwierigen Marktumfeld sehen wir unsere Chancen im Neufahrzeugverkauf vor allem im Segment der Nutzfahrzeuge. Große Chancen bestehen im Ausbau des Gebrauchtwagengeschäftes durch die neuen Zweigniederlassungen. Durch den Rücklauf der Leasingfahrzeuge steht uns in den nächsten Monaten ein ausreichender Bestand an attraktiven Gebrauchtfahrzeugen zur Verfügung. Die Marke MG, die bis Mitte 2023 ausschliesslich Elektrofahrzeuge im Angebot hatte, bietet nun auch Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor an. Hier erwarten wir eine steigende Nachfrage. After-Sales Chancen bestehen im After Sales-Geschäft. Der bundesweite steigende Pkw-Bestand von rd. 49,1 Mio. Fahrzeugen muss mit Wartungs- und Reparaturarbeiten betreut werden. Von diesen Fahrzeugen entfallen auf die Marke Ford rd. 3,4 Mio. Der Bedarf an Serviceleistungen sollte nach der Käuferzurückhaltung der vergangenen Jahre wieder steigen. An dieser Entwicklung glauben wir durch unsere Kundenbindungsprogramme, Schulung und Weiterqualifikation unserer Mitarbeiter sowie durch die Zusammenarbeit mit Versicherern und Leasinggesellschaften zu partizipieren. Durch den Betrieb der neuen Zwiegniederlassungen werden wir auch weiterhin gute Service- und Teileumsätze generieren können. 3. Gesamtaussage Nach unseren Informationen bestehen keine Risiken, die für sich gesehen oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden könnten. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten 1. Risikomanagementziele und -methoden Ziel des Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die Unternehmensleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik. 2. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Unser Handelsgeschäft ist kapitalintensiv. Die Erbringung von Serviceleistungen erfordert Investitionsentscheidungen mit langfristigen Amortisationsdauern. Durch konsequentes Forderungsmanagement versuchen wir Ausfallrisiken bei Kundenforderungen möglichst gering zu halten. Am Bilanzstichtag bestehende Risiken sind durch Wertberichtigungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Im Bereich der Verbindlichkeiten kann die Gesellschaft bei Fälligkeit Liquiditätsrisiken ausgesetzt sein, d.h. dem Risiko Zahlungsverpflichtungen im Zeitpunkt ihrer Fälligkeit nicht nachkommen zu können. Aufgrund der stabilen Finanzlage unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Für den kurzfristigen Bedarfsfall im Tagesgeschäft sind ausreichende Kreditlinien vertraglich vereinbart. VI. Bericht über Zweigniederlassungen Neben unserem Hauptbetrieb in Erlangen unterhält unsere Gesellschaft die folgenden im Handelsregister eingetragenen Zweigniederlassungen:
Diese Zweigniederlassungen haben die gleichen Tätigkeitsfelder wie unser Hauptbetrieb.
Erlangen, 27.06.2024 gez. Rudolf Kraus, Geschäftsführer gez. Irmhild Kraus, Geschäftsführerin gez. Alfred Fuchs, Geschäftsführer Registergericht Fürth (Bayern), HRB 1457BILANZ zum 31.12.2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Bilanzierungsgrundsätze Die Gesellschaft ist als mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB einzustufen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, wurden grundsätzlich im Anhang gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. II. Bewertungsgrundsätze Die Bewertung wurde nach den Bestimmungen der §§ 252 bis 256a HGB vorgenommen. Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Sachanlagen sind mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode. Im Berichtsjahr zugegangene Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 werden sofort als Betriebsausgaben verrechnet. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten über EUR 250,00 bis EUR 800,00 werden sofort voll abgeschrieben. Entsprechend der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes werden die Miet- und Vorführfahrzeuge trotz überwiegend kurzer Verweildauer im Vermögen der Gesellschaft im Anlagevermögen ausgewiesen und über eine Nutzungsdauer von sechs Jahren abgeschrieben. Miet- und Vorführfahrzeuge, die während des Geschäftsjahres ge- und wieder verkauft wurden, werden aus Vereinfachungsgründen hier nicht erfasst. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten aktiviert. Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die Anschaffungskosten wurden mittels Einzelbewertung zu Einstandspreisen (Fahrzeuge) bzw. in Gruppen mit dem gewogenen Durchschnitt (Ersatzteile und Zubehör) ermittelt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder dem am Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbaren Ausfallrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen. Die übrigen Kundenforderungen werden wegen des Ausfallwagnisses, des Zinsverlustes, des Skontoabzuges und der Kosten der Beitreibung der Außenstände pauschal wertberichtigt. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Dabei werden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem von der Bundesbank ermittelten maßgebenden Zinssatz abgezinst. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Erläuterungen zur Bilanz zum 31. Dezember 2023 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist ausgehend von den historischen Anschaffungskosten dargestellt. Angaben zu Beteiligungen i.S.d. § 285 Nr. 11 HGB
2. Ausschüttungsgesperrte Beträge Der ausschüttungsgesperrte Betrag in Höhe von EUR 19.840,00 resultiert aus dem Unterschiedsbetrag der Abzinsung der Pensionsrückstellung. 3. Bilanzgewinn Im Posten ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 5.655.343,69 (Vorjahr: EUR 4.858.421,00) enthalten. 4. Pensionsrückstellungen Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach der PUC-Methode auf der Grundlage eines technischen Zinsfußes von 1,82 v.H. und der Sterbetafeln von Dr. Klaus Heubeck (Richttafeln 2018G). Als Rentendynamik wurden 2,0 v.H. angesetzt. Bei der Festlegung des Rechnungszinssatzes wurde gemäß der Vereinfachungsregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB eine pauschale Laufzeit von 15 Jahren angenommen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ermittelt sich wie folgt:
Die Pensionsrückstellungen mit einem Barwert von TEUR 1.933 wurden mit dem zu ihrer Absicherung angelegten Vermögen verrechnet. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen (Planvermögen). Die Anschaffungskosten dieses Planvermögens betrugen TEUR 418, der verrechnete beizulegende Zeitwert TEUR 418. 5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten aus:
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 1. Personalaufwand In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 119.821,80 (Vorjahr: EUR45.196,40) enthalten. 2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten einen Zinsaufwand aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 34.200,00 (Vorjahr: EUR 37.139,00). V. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft betreibt ihr Unternehmen in gepachteten Räumen. Die finanziellen Verpflichtungen aus den Pachtverträgen betragen TEUR 2.088 für die Jahre 2024 bis 2028. Aus dem Verkauf von Fahrzeugen bestehen branchenübliche Rücknahmeverpflichtungen für die Jahre 2024 bis 2028 in Höhe von TEUR 9.393. 2. Angaben zu Geschäftsführungsorganen Im Berichtsjahr waren zu Geschäftsführern bestellt: Herr Rudolf Kraus, Kfz-Betriebswirt Herr Alfred Fuchs, Kaufmann Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 3. Anzahl der Arbeitnehmer Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 2023 beschäftigt:
Erlangen, 27. Juni 2024 gez. Rudolf Kraus, Geschäftsführer gez. Alfred Fuchs, Geschäftsführer Brutto-Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023Erlangen
Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Autohaus Konrad GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Konrad GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Konrad GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bad Wörishofen, 27. Juni 2024 Rath,
Anders, Dr. Wanner & Partner mbB
Neubacher, Wirtschaftsprüfer Lutz, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde am 27. Juni 2024 festgestellt. |
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