Interfer - Steel and Commodities GmbH

Wachhausstraße 5C, 76227 Karlsruhe, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 706937
Eingetragen
17.6.2009
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit Flachglas
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Der weltweite Handel mit Stahlprodukten und Rohstoffen sowie die Erbringung von unabhängigen Dienstleistungen im Zusammenhang hiermit und, ebenfalls in diesem Zusammenhang, das Agieren als Partner für die Industrie, für Veredler und Händler mit einem Schwerpunkt auf dem internationalen Streckengeschäft mit Flachstahlprodukten und Rohstoffen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Astrid Walz
seit 15.7.2020
Prokura
Daniel Ludwig Xander
seit 15.7.2020
Prokura
Gerold Lorenz
seit 17.6.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Gerold LorenzINTERFER Edelstahl Handelsgesellschaft mbH+1
55.00%
45.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Phase 6, Siddhachal chs. Off Pokhran Road No. 2, Thane West, Maharashtra (Indien)
22.500 €
45.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Interfer - Steel and Commodities GmbH

Karlsruhe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2021 bis zum 30.09.2022

Lagebericht zum Jahresabschluss 30.09.2022 (01.10.2021 - 30.09.2022)

der Interfer - Steel and Commodities GmbH

1. Geschäftstätigkeit

Gegenstand des Unternehmens ist der internationale Handel mit Stahlflachprodukten in Form von Coils, Brammen und Knüppeln sowie der Handel mit Rohstoffen zur Stahlherstellung. Kunden sind die be- und verarbeitende Industrie, der lagerhaltende Handel und die Stahlhersteller.

Die Interfer - Steel and Commodities GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des §267 Abs. 3 HGB. Die Interfer Edelstahl Handelsgesellschaft mbH hält 55% der Anteile an der Interfer - Steel and Commodities GmbH.

2. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Stark gestiegene Transport- und Energiekosten und neuerliche Unterbrechungen der Lieferketten prägten das wirtschaftliche Gesamtbild 2021/2022.

Im Herbst 2021 kam es durch neue Omikron-Varianten erneut zu einer Zunahme an COVID-Infektionen. Nicht zuletzt wegen hoher Durchimpfungsraten und einem vertrauten Umgang mit den Schutzmaßnahmen konnte auf flächendeckende Lockdowns verzichtet werden. Die Stahlmärkte in Europa zeigten eine dynamische Erholung aus der Pandemie.

Diese Dynamik wurde gebremst von Lieferkettenproblemen in Industrien mit globalen Wertschöpfungsketten und die negativen Auswirkungen waren keineswegs überwunden als es mit dem Russland Krieg in der Ukraine seit Ende Februar weltweit zu Beeinträchtigungen der globalen Wirtschaftsstruktur kam. Die zügig verhängten Sanktionen gegen Russland führten zu einer Reduzierung der globalen Verfügbarkeit von bedeutenden Materialien für die Stahlproduktion und zu einem explosionsartigen Anstieg der Preise von Erdgas, Erdöl und Strom.

Zu den hohen Rohstoffkosten kamen signifikant gestiegene Transport- und Logistikkosten als unmittelbare Folge von COVID-19. China reagierte seit März auf Covid-19 mit großflächigen Lockdowns in Shanghai und anderen chinesischen Städten und verschärfte damit die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft durch eingeschränkte und stillgelegte Produktionen und unterbrochenen Lieferketten mit weltweiten Schiffstaus. Die Transportkapazitäten in den asiatischen Häfen sanken stark bei einem hohen globalen Frachtaufkommen. Die hohen Logistik- und Transportkosten beeinträchtigten den Stahlhandel insbesondere ab Januar und hatten ihren Höhepunkt im Sommer.

Das Ende des Baubooms in Chinas wirkte sich negativ auf die gesamte chinesische Wirtschaft aus. Mit der Immobilienkrise fehlte ein wesentlicher Wachstumstreiber und das Wachstum hatte sich bis zum Sommer verlangsamt. Fehlende Investitionen für Bau- und Infrastrukturprojekte schwächten den chinesischen Stahlbau. Die Rohstahlproduktion entwickelte sich nach vielen Jahren des Wachstums rückläufig.

(Quellen: Eigene Marktbeobachtungen; MBI Stahl Aktuell 07.07.22 Nr. 129 S.3, zdf.de: Frachtschiff-Stau in Shanghai vom 22.04.2022, Spiegel.de: Das Ende des Baubooms vom 24.10.2022, worldsteel.org: Rohstahlproduktion vom 31.01.2023).

3. Geschäftsverlauf 01.10.2021 - 30.09.2022

Die Preise für Flachprodukte lagen zu Geschäftsjahresbeginn auf einem hohen Niveau. In Erwartung einer anhaltenden Marktdynamik hatten Kunden bereits im Vorjahr mit langen Vorlaufzeiten bestellt. Doch die erwartete gute Markteinschätzung blieb aus. Mit dem Russland Krieg und einer sich eintrübenden Marktlage reagierte insbesondere der Bereich Flachprodukte sehr schnell. Mit den Unsicherheiten über die Preisentwicklungen verschlechterte sich die Nachfrage, zumal die Läger zu Beginn des Geschäftsjahres noch gut gefüllt waren.

Der Russland Krieg und die Unsicherheit über die Gasversorgung in Europa führte in Q2 zu hohen Preisaufschlägen und europäische Hersteller für Flachprodukte waren in einem deutlich höheren Maß mit steigenden Energiekosten belastet. Zur Auslastung der Lieferwerkskapazitäten wurden kommerzielle Güten produziert, die normal nur importiert werden. Damit setzten die europäischen Hersteller den Preis für importiertes Material unter Druck. Viele Kunden waren bis zur Jahresmitte mit Neubestellungen zögerlich, insbesondere im Bereich der Automobilindustrie. Die Preise sanken teilweise unter das Niveau vor Kriegsbeginn. Weiterhin belasteten die Logistikprobleme die Auslieferungen und Faktura insbesondere in Q3 und Q4.

Zusammenfassend lag das Jahresergebnis aufgrund der Unsicherheiten bei Preiserhöhungen, Versorgungsengpässen, unkalkulierbaren Frachten und einer belasteten Logistikkette weit unter dem Planniveau. Aufgrund ausgeschöpfter Finanzierungslinien wurde zudem ein Teil des Geschäfts als konzerninterner Umsatz über die Muttergesellschaft abgewickelt.

Die Informationen zum Geschäftsverlauf basieren auf den Quartalsberichten der INTERFER-Gruppe des Geschäftsjahres 2021/22 und den dort verwendeten Quellen.

Für das Wirtschaftsjahr 2021/2022 erwartete die Interfer - Steel and Commodities GmbH einen Umsatz in Höhe von rd. 126 Mio. Euro und ein EBT in Höhe von TEuro 304. Der tatsächliche Umsatz lag mit rd. 51 Mio. Euro (Vorjahr rd. 87 Mio. Euro) um 75 Mio. Euro unter dem prognostizierten Niveau. Die Umsätze wurden überwiegend im Ausland erzielt.

Nach Abzug der Materialaufwendungen ergab sich für das Geschäftsjahr 2021/2022 ein Rohertrag in Höhe von TEuro 259 (Vorjahr TEuro 2.926). Nach Abzug sonstiger leistungsbezogener Aufwendungen betrug das Betriebsergebnis zum 30.09.2022 TEuro -434 (Vorjahr TEuro 905).

Insgesamt betrug der Jahresüberschuss vor Steuern TEuro 345 (Vorjahresfehlbetrag TEuro 43). Prägend hierfür war insbesondere der Ertrag aus einer Kaufpreisanpassung für einen Anlageabgang. Nach Ertragsteuern betrug das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2021/2022 TEuro 51 (Vorjahresfehlbetrag TEuro 156).

4. Bilanz und Kapital

Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum 30.09.2022 TEuro 19.693 (Vorjahr TEuro 23.926).

Die Entwicklung der Bilanzsumme zum 30.09.2022 gegenüber dem 30.09.2021 resultiert aus der Abnahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen auf TEuro 7.220 (Vorjahr TEuro 8.411), der Abnahme der Forderungen aus Lieferung und Leistung auf TEUR 7.601 (Vorjahr TEUR 8.828), sowie der Abnahme der sonstigen Forderungen, Rechnungsabgrenzungen und latenten Steuern auf TEuro 934 (Vorjahr TEuro 1.808). Die Vorräte blieben nahezu konstant bei TEuro 3.897 (Vorjahr TEuro 3.947).

Das Eigenkapital der Gesellschaft weist zum 30.09.2022 einen Wert in Höhe von TEuro 6.554 aus, so dass die Eigenkapitalquote zum 30.09.2022 33,3 % beträgt.

Das kurzfristige Fremdkapital der Gesellschaft zum 30.09.2022 besteht im Wesentlichen aus Bankverbindlichkeiten mit TEuro 3.614 (i.V. TEuro 4.030), sonstigen Verbindlichkeiten mit TEuro 6.090 (i.V. TEuro 7.225) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 2.947 (i.V. TEuro 4.739). Die Rückstellungen betragen TEuro 338 (i.V. TEuro 1.429). Der Anteil des kurzfristigen Fremdkapitals am Gesamtkapital beträgt insgesamt 66,7 % (i.V. 72,8 %).

5. Finanzlage der Gesellschaft

Von besonderer Bedeutung zur Nutzung unserer Geschäftschancen ist der Finanzierungsrahmen. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt unverändert durch kurzfristige Bankkredite und Projektfinanzierungen zu marktüblichen Konditionen. Der von den Banken zur Verfügung gestellte Finanzierungsrahmen war im Geschäftsjahr 01.10.2021 - 30.09.2022 zur Abwicklung der Geschäfte gesichert. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gegeben. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit auch für die Zukunft sichergestellt ist.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEuro -1.123 der aus der Investitionstätigkeit TEuro 2.567 und der aus der Finanzierungstätigkeit TEuro -2.119. Insgesamt haben sich die Finanzmittel zum Jahresende auf TEuro 41 verringert.

6. Risiken und Chancen

Die Gesellschaft hat ein Risikomanagementsystem eingerichtet, welches auch die Risikosteuerung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten umfasst. Dies stellt einen integralen Bestandteil der Geschäftsführung dar, welches laufend weiterentwickelt wird. Das Risikomanagementsystem zielt primär auf die Erkennung und Vermeidung von Risiken ab.

Ziel des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente ist es, diesbezüglich Risiken, soweit wirtschaftlich sinnvoll, zu beseitigen, wobei dem Unternehmen bewusst ist, dass bestimmte Risiken nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand zu vermeiden sind. Dabei wird durch die fortlaufende Risikoidentifikation, Risikobewertung und Risikobewältigung insbesondere hinsichtlich der Forderungen und Verbindlichkeiten das Ziel verfolgt, Risiken zu minimieren.

Personalrisiken liegen nicht vor, die Gesellschaft beschäftigt neben dem Geschäftsführer keine Mitarbeiter. Sämtliche Schlüsselfunktionen im Unternehmen sind über Dienstleistungsverträge mit der Muttergesellschaft durch deren Mitarbeiter adäquat besetzt. Die Prozessabläufe sind durch das Personal sichergestellt und kontrolliert.

Finanzrisiken liegen nicht vor. Die Finanzlage ist durch die ausreichend gewährten Kreditlinien der Interfer - Gruppe als stabil zu betrachten. Bei Geschäften, die in Fremdwährung erfolgen, werden die Risiken aus Währungsschwankungen durch Terminkontrakte für die Gesellschaft nahezu ausgeschlossen. Es werden keine Finanzinstrumente aus spekulativen Gründen gehalten. Auf die Berichterstattung im Anhang zum Jahresabschluss zum 30.09.2022 wird verwiesen.

Allen handelsüblichen Risiken entlang der Interfer Wertschöpfungskette wird durch bestehende Richtlinien und Prozesse sowie durch die strategische Gestaltung adäquat und vorausschauend begegnet.

Für den Warenbestand ist festzustellen, dass diese im Rahmen bestehender Verkaufskontrakte nach dem Bilanzstichtag veräußert wurden und somit keine Risiken für die Gesellschaft bestehen, die über die im Stahlhandel üblichen hinausgehen.

Längerfristige Zahlungsziele oder Forderungen, die über die Deckung der Warenkreditversicherung hinausgegangen sind, wurden teilweise durch andere Sicherungsinstrumente abgesichert. Wir sehen derzeit über die in der Bilanz gebildeten Wertberichtigungen hinaus keine Risiken in der Werthaltigkeit unserer Forderungen.

Dem Liquiditätsrisiko begegnete die Muttergesellschaft mit einer auf einen festen Planungshorizont ausgerichteten Liquiditätsvorschau für die gesamte Gruppe.

Bestandsgefährdende Risiken und sonstige Risiken, die die künftige Entwicklung der Firmengruppe ungünstig beeinflussen können und über das übliche unternehmerische Risiko hinausgehen, sind nicht bekannt.

Organisatorisch wurden alle Voraussetzungen geschaffen, um frühzeitig auf sich abzeichnende Veränderungen zu reagieren.

Die Chance der Interfer - Steel and Commodities GmbH liegt in der Sicherung fester Margen aus dem Verkauf von Flachprodukten an das Schwesterunternehmen Belmont & Knott Ltd. UK. Die Abwicklung dieser Coil-Geschäfte in UK basiert auf einem langjährigen Vertriebsnetz mit hoher Expertise in diesem Produktbereich, einem umfassenden Service vor Ort mit stabilen und langfristigen Kundenbeziehungen.

7. Einschätzung, Ausblick und Prognose

Die Stahlwerke in Europa reduzierten Produktionskapazitäten wegen der hohen Energiekosten. Die variablen Zuschläge der EU Stahlwerke für Schrott, Legierung und neuerdings für Fracht und Energie sind für unsere Kunden unkalkulierbar. So besteht auf der Nachfrageseite Besorgnis darüber, ob eine ausreichende Versorgung und Produktionsfähigkeit der europäischen Hersteller gewährleistet werden kann. Als Importeur für Flachstahl sehen wir aufgrund der Mengen- und Preisrisiken in Europa selbst bei einer rückläufigen Stahlnachfrage eine Verschiebung zu Gunsten des Imports bei kalkulierbaren Marktpreisen.

Wir halten für das Geschäftsjahr 2022/23 einen Umsatz von rund rund 72 Mio. Euro und ein Ergebnis vor Steuern und Tantiemen von TEuro 353 für realistisch.

Vorgänge von besonderer Bedeutung im Sinne des § 289 Abs. 2 HGB, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind:

Die Dauer und der weitere Verlauf des Russland Krieges sowie die wirtschaftlichen und geopolitischen Auswirkungen sind derzeit nicht absehbar. Die weiterhin unsichere politische Lage sowie die fehlende Stabilität im Bereich der Energieversorgung, die Veränderungen der Leitzinsen und die Entwicklung der Vorgaben zur Dekarbonisierung werden die weitere Planbarkeit erschweren und die Folgewirkungen auf die globalen Wertschöpfungsketten und internationale Lieferketten bleiben unklar.

Die damit verbundene Unsicherheit sorgt dafür, dass fundierte Prognosen in Bezug auf die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft nur eingeschränkt möglich sind. Wir sind aber sehr zuversichtlich, das geplante Ergebnis zu erreichen.

 

Karlsruhe, den 25.05.2023

Die Geschäftsführung

Bilanz

AKTIVA

30.09.2022
EUR
Vorjahr
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 215.954,52
2. Beteiligungen 1,00 1,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Waren 3.896.560,57 3.704.088,17
2. geleistete Anzahlungen 0,00 243.187,48
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.600.668,79 8.827.714,09
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.219.560,55 8.410.520,98
3. sonstige Vermögensgegenstände 521.492,47 1.044.719,88
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 41.443,33 716.424,06
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 21.059,94 52.939,86
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 392.000,00 710.000,00
19.692.787,65 23.925.550,04

PASSIVA

30.09.2022
EUR
Vorjahr
EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Gewinnvortrag 6.452.944,93 6.609.052,47
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 50.865,85 -156.107,54
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 26.460,44 168.000,00
2. sonstige Rückstellungen 311.583,08 1.261.487,78
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.614.049,28 4.029.626,91
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.947.420,79 4.739.089,78
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 149.891,88 0,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 6.089.571,40 7.224.400,64
19.692.787,65 23.925.550,04

Gewinn- und Verlustrechnung

Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
1. Umsatzerlöse 50.732.903,55 87.300.803,25
2. sonstige betriebliche Erträge 1.443.177,24 702.026,56
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 50.474.487,21 84.375.117,89
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.105.642,29 3.631.361,76
5. Erträge aus Beteiligungen 0,00 394.352,45
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 682.744,66 857.050,67
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 215.953,52 0,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 717.876,43 1.290.860,82
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 294.000,15 113.000,00
10. Ergebnis nach Steuern 50.865,85 -156.107,54
11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 50.865,85 -156.107,54

Anhang für das Geschäftsjahr 01.10.2021 - 30.09.2022

der Interfer - Steel and Commodities GmbH, Karlsruhe

A. Allgemeine Angaben

Die Interfer - Steel and Commodities GmbH mit Sitz in Karlsruhe ist eingetragen im Handelsregister bei Amtsgericht Mannheim unter HRB 706937.

Die Interfer - Steel and Commodities GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 01.10.2021 - 30.09.2022 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB und des GmbHG erstellt.

B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden orientieren sich grundsätzlich an den steuerrechtlichen Bestimmungen, soweit diese mit den Vorschriften des HGB vereinbar sind.

Über die angewandten Bewertungsmethoden berichten wir wie folgt:

1. Anlagevermögen

Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, gegebenenfalls vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauer der einzelnen Anlagegegenstände wurde grundsätzlich auf der Basis der steuerlichen AfA-Tabellen geschätzt, wobei die jeweiligen Mindestwerte zum Ansatz kamen. Der entgeltlich erworbene Kundenstamm, der unter "Geschäfts- oder Firmenwert" ausgewiesen ist, wurde ursprünglich über 5 Jahre voll abgeschrieben. Die bereits voll abgeschriebenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden im Geschäftsjahr vollständig ausgebucht, da sie wirtschaftlich und tatsächlich verbraucht waren und eine Nutzbarkeit soweit nicht mehr gegeben war.

Die Aufgliederung des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist aus dem beigefügten Anlagespiegel als Anlage zum Anhang ersichtlich.

2. Umlaufvermögen und Abgrenzungsposten

Die Waren wurden mit den zugrundeliegenden Einkaufspreisen zuzüglich Nebenkosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die geleisteten Anzahlungen des Vorjahres wurden zum Nennwert in Höhe des Zahlungsbetrages an die Lieferanten bewertet. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden grundsätzlich nach § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB soweit zulässig offen von den Vorräten abgesetzt; zum Stichtag und im Vorjahr bestanden jedoch keine.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bewertet. Risiken im Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen sind durch Einzelwertberichtigungen und darüber hinaus durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung zur Abdeckung allgemeiner Werthaltigkeitsrisiken berücksichtigt.

Kassenbestände und Bankguthaben sind mit dem Nominalwert bewertet.

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden Ausgaben vor dem Stichtag für künftige Zeiträume zeitanteilig abgegrenzt.

Der Abgrenzungsposten für aktive latente Steuern wurde mit den zum Stichtag geltenden Körperschaft- und Gewerbesteuersätzen angesetzt, welche auf zeitliche Ansatz- und Bewertungsdifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz sowie auf bestehende steuerliche Verlustvorträge angewendet wurden. Es wird angenommen, dass diese auch für den Zeitraum, in dem sich die Ansatz- und Bewertungsdifferenzen umkehren sowie den Zeitraum der Verlustverrechnung Bestand haben. Wertberichtigungen wurden vorgenommen, soweit mit einer Realisierung innerhalb von 5 Jahren nicht gerechnet werden kann.

3. Passivposten

Das gezeichnete Kapital beträgt 50.000,00 Euro.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken zum Bilanzstichtag und sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Vom Wahlrecht, Rückstellungen mit Laufzeit unter einem Jahr abzuzinsen, wurde kein Gebrauch gemacht.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 7.219.560,55 Euro (i.V. 8.410.520,98 Euro) betreffen ausschließlich sonstige Forderungen (kurzfristige Ausleihungen, Zins- und Gewinnansprüche). Hiervon bestehen 7.219.560,55 Euro (i.V. 6.824.332,40 Euro) gegenüber einer Gesellschafterin.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen insbesondere Erstattungsansprüche auf Ertragssteuern und debitorische Kreditoren.

Es unterliegen keine Guthaben bei Kreditinstituten Verfügungsbeschränkungen als Sicherheitseinbehalte im Rahmen des Factoring (i.V. 700.000,00 Euro)

Vom Bilanzgewinn unterliegen entsprechend der gebildeten aktiven latenten Steuern 392.000,00 Euro (i.V. 710.000,00 Euro) einer Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 Satz 2 HGB.

Die unter dem Posten "Sonstige Rückstellungen" bilanzierten Beträge entfallen im Wesentlichen auf Rückstellungen für Steuerzinsen, drohende Verluste aus schwebenden Kurssicherungen, ausstehende Rechnungen, sowie Rückstellungen für Jahresabschluss- und Prüfungskosten.

Die vom Gesetz geforderten Angaben zu den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten lassen sich aus der nachfolgenden Übersicht entnehmen:

Verbindlichkeiten Gesamt
TEuro
Restlaufzeit bis zu einem Jahr
TEuro
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
TEuro
Davon: Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
TEuro
Gegenüber 3.614 3.614 0 0
Kreditinstituten (i.V. 4.030) (i.V. 4.030) (i.V. 0) (i.V. 0)
Aus Lieferungen und Leistungen 2.947 2.947 0 0
(i.V. 4.739) (i.V. 4.739) (i.V. 0) (i.V. 0)
Gegen. verb. Unternehmen 150 150
(i.V. 0) (i.V. 0)
Sonstige 6.090 6.090 0 0
Verbindlichkeiten (i.V. 7.224) (i.V. 7.224) (i. V. 0) (i. V. 0)
Gesamt 12.801 12.801 0 0
(i.V. 15.993) (i.V. 15.993) (i. V. 0) (i. V. 0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind dadurch gesichert, dass zukünftige Forderungen aus den Verkaufserlösen abgetreten sind und im Rahmen von Importfinanzierungen die eingekauften Handelswaren sicherungsübereignet sind. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch handelsübliche Eigentumsvorbehalte gesichert. Von den sonstigen Verbindlichkeiten sind 6.090 TEuro (i.V. 7.224 TEuro) dadurch gesichert, dass zukünftige Forderungen aus den Verkaufserlösen der Handelswaren abgetreten sind und im Rahmen von Importfinanzierungen die eingekauften Handelswaren sicherungsübereignet sind.

Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 150 TEuro (i.V. 0 T Euro) betreffen ausschließlich sonstige Verbindlichkeiten (kurzfristige Darlehen, Zinsansprüche).

Währungsumrechnung

Die Umrechnung von Fremdwährung bei den kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten und Beständen an liquiden Mitteln erfolgte grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag (§ 256a HGB). Am Tag der Einbuchung wurden die Beträge mit den zugrundeliegenden Wechselkursen verbucht.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, für die Kurssicherungen abgeschlossen sind, werden im Rahmen von Bewertungseinheiten zum Sicherungskurs angesetzt.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 HGB gegliedert.

Die Umsatzerlöse betreffen nahezu ausschließlich Erlöse aus dem Stahlhandel und gliedern sich auf in Inlanderlöse in Höhe von 2.429.431,39 Euro (i.V. 23.078.368,17 Euro) und Erlöse im Ausland in Höhe von 48.303.472,16 Euro (i.V. 64.222.435,08 Euro).

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten 810.336,02 Euro (i.V. 378.658,08 Euro) periodenfremde Erträge, im Wesentlichen aus Kaufpreisanpassungen von Anlageabgängen, Auflösungen von Rückstellungen und Wertberichtigungen auf Forderungen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung enthalten (i.V. 1.030.000,00).

Steuerüberleitungsrechnung

KSt 15,825
%
GewSt 15,75
%
TEUR TEUR
erwartete Steuern aufgrund des handelsrechtlichen Ergebnisses 55 54
Korrekturen Steuern Beteiligungserträge (DE: 95 % stfr.) 0 0
zzgl. Steuern auf nicht abfzugsf. Aufwendungen / abzgl. Steuern auf nicht stpfl. Erträge 34 34
zzgl. Steuern auf gewstl. Hinzurechnungen 34
Nutzung steuerlicher Verlustvorträge
Begrenzung aktive latente Steuern auf Verlustvorträge 106 0
Steuern auf Vorjahre -24 0
Ertragsteuern laut GuV 171 123

D. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Im Berichtsjahr waren keine Arbeitnehmer neben der Geschäftsleitung beschäftigt.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftung aus Gewährleistungsverträgen, § 251 HGB, 3.Alt.

Es besteht eine gesamtschuldnerische Haftung der Gesellschaft für eingeräumte Linien für Kredite, Akkreditive, Avale und Bürgschaften von refinanzierenden Banken für die Muttergesellschaft und die Gesellschaft selbst, in Höhe von insgesamt 30.000 TEuro, die zum 30.09.2022 eine Valuta von insgesamt 23.442 TEuro (i.V. 75.397 TEuro) aufweist, für zum Stichtag durch die Muttergesellschaft in Anspruch genommene Kredite und gestellte Bankbürgschaften / Avale.

Die mögliche Mithaftung ist durch Abtretung von künftigen Verkaufserlösen und Sicherungsübereignung im Rahmen von Importfinanzierungen eingekauften Handelswaren gesichert.

Von einer Inanspruchnahme ist aufgrund geordneter wirtschaftlicher Verhältnisse der INTERFER-Gruppe nicht auszugehen.

Weitere Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten nach § 251 HGB bestanden nicht.

Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 01.10.2021 - 30.09.2022 und danach war Herr Gerold Lorenz, Diplom-Betriebswirt, zum alleinigen Geschäftsführer bestellt.

Es wurde von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht, auf die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführers zu verzichten.

Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten und Bewertungseinheiten

Die Gesellschaft schließt bei Verträgen in Fremdwährung zur Vermeidung von Währungsrisiken Devisentermingeschäfte ab. Die zum Bilanzstichtag vorliegenden Devisenterminkontrakte bestehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit zugrundeliegenden Einkaufs- und Verkaufskontrakten als schwebende Geschäfte.

Das Nominalvolumen der Kaufwährung betrug zum Bilanzstichtag bei Kaufwährung:

• Britische Pfund gegen Euro: 3.068.000,00 GBP
• Britische Pfund gegen amerikanische Dollar: 161.395,53 GBP
• Amerikanische Dollar gegen Euro: 12.535.475,00 USD
• Amerikanische Dollar gegen britische Pfund: 24.768.442,00 USD

Ein Ansatz des Zeitwerts in der Bilanz wurde insoweit nicht vorgenommen, da die Devisentermingeschäfte im Zusammenhang mit Einkaufs- und Verkaufskontrakten getätigt und zu Bewertungseinheiten zusammengefasst wurden. Insofern ist keine Gewinnrealisierung gegeben, wenn sich die Zahlungsströme aus den Devisentermingeschäften und den Einkaufs- und Verkaufskontrakten zukünftig ausgleichen werden. Die Laufzeiten betragen unter einem Jahr nach Bilanzstichtag. Die Ermittlung erfolgt nach der Critical-Terms-Match-Methode.

Der Zeitwert der Devisentermingeschäfte betrug zum 30.09.2022 kumuliert 4.080.667,54 Euro Gewinn und -73.739,25 Euro Verlust. Der Zeitwert wurde ermittelt auf der Basis von Marktdaten am Bilanzstichtag für die gültigen Terminbewertungskurse anhand derer ein Barwert abdiskontiert mittels einer laufzeitabhängigen Verzinsung berechnet wurde.

Eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften wurde in Höhe von 18.500,00 Euro für ineffiziente Anteile der Bewertungseinheiten und Devisentermingeschäfte, die nicht den formalen Anforderungen zur Bildung von Bewertungseinheiten entsprachen, aber wirtschaftlich zweckmäßig waren, gebildet.

Art und Zweck von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften

Für das Geschäftsjahr 01.10.2021 - 30.09.2022 wurden Factoringverträge abgeschlossen zum Verkauf und zur Abtretung von Forderungen aus Warenlieferungen. Der Zweck des Factoringvertrags bestand darin, die Liquiditätslage der Gesellschaft zu stärken und den Kunden weiter längerfristige Zahlungsziele anbieten zu können.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind:

• Die Dauer und der weitere Verlauf des Russland Krieges sowie die wirtschaftlichen und geopolitischen Auswirkungen sind derzeit nicht absehbar. Die weiterhin unsichere politische Lage sowie die fehlende Stabilität im Bereich der Energieversorgung, die Veränderungen der Leitzinsen und die Entwicklung der Vorgaben zur Dekarbonisierung werden die weitere Planbarkeit erschweren und die Folgewirkungen auf die globalen Wertschöpfungsketten und internationale Lieferketten bleiben unklar.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den erzielten Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 01.10.2021 - 30.09.2022 in Höhe von 50.865,85 Euro zusammen mit dem bestehenden Gewinnvortrag von 6.452.944,93 Euro als Gewinnvortrag (6.503.810,78 Euro) vorzutragen.

Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB

Anteil am Kapital Eigenkapital 30.09.2022
Euro
Ergebnis 2022
Euro
Interfer - Steel and Commodities FZE, Dubai 100,0% 161.152,59 -118.421,96 1)

1) Umrechnungskurs 0,9748 USD/Euro

Konzernzugehörigkeit

COMEAST Holding GmbH, Gaggenau, ist das Mutterunternehmen für den größten Kreis von Unternehmen, für den ein Konzernabschluss aufzustellen ist. Dieser wird beim elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht werden.

INTERFER Edelstahl Handelsgesellschaft mbH, Karlsruhe, ist das Mutterunternehmen für den kleinsten Kreis von Unternehmen, für den ein Konzernabschluss aufzustellen ist. Dieser wird beim elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht werden. Der Konzernabschluss hat befreiende Wirkung nach § 291 Abs.1 HGB. Die Gesellschaft ist daher davon befreit, selbst einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht auszustellen.

 

Karlsruhe, den 25.05.2023

Die Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Interfer - Steel and Commodities GmbH, Karlsruhe

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Interfer - Steel and Commodities GmbH, Karlsruhe, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Interfer - Steel and Commodities GmbH, Karlsruhe, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Karlsruhe, den 27. Juni 2023

CL Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Michael Ohmer, Wirtschaftsprüfer

Ingo Teine, Wirtschaftsprüfer

Anlagespiegel

Anschaffungskosten
Stand 01.10.2021
Zugang
Abgang
Stand 30.09.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert 749.000,00 0,00 749.000,00 0,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.096,10 0,00 15.096,10 0,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 215.954,52 0,00 0,00 215.954,52
Beteiligungen 6.000,00 0,00 0,00 6.000,00
221.954,52 0,00 0,00 221.954,52
986.050,62 0,00 764.096,10 221.954,52
Abschreibungen
Stand 01.10.2021
Zugang
Abgang
Stand 30.09.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert 749.000,00 0,00 749.000,00 0,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.096,10 0,00 15.096,10 0,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 215.953,52 0,00 215.953,52
Beteiligungen 5.999,00 0,00 0,00 5.999,00
5.999,00 215.953,52 0,00 221.952,52
770.095,10 0,00 764.096,10 221.952,52
Buchwert
30.09.2022
30.09.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 215.954,52
Beteiligungen 1,00 1,00
2,00 215.955,52
2,00 215.955,52

Datum der Feststellung

Der Jahresabschluss zum 30. September 2022 wurde am 14.09.2023 festgestellt.

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