ERIC Fund
Management GmbH
Berlin
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
1. Grundlagen der Gesellschaft
Die ERIC Fund Management GmbH (im Folgenden auch
"EFM" oder "Gesellschaft" genannt) ist eine 100%ige
Tochtergesellschaft der ERIC Group GmbH, Berlin (ab
19.01.2024 ERIC Group GmbH & Co. KGaA).
Die Gesellschaft wurde mit Schreiben der
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht vom
27. März 2018 als
AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft gemäß §
44 Abs. 1 i.V.m. § 2 Abs. 4 KAGB registriert.
Gegenstand des Unternehmens ist gemäß
Gesellschaftsvertrag und gleichlautender
Handelsregistereintragung die kollektive
Vermögensverwaltung von Spezial-AIF, die
Übernahme von Leitungs- und Verwaltungsaufgaben sowie
die Erbringung von Organisationsleistungen.
Die von der EFM verwalteten AIFs (PropTech1 Fund I
GmbH & Co. KG, "PT1 Fonds 1", und PT1 Early-Stage Fund
II GmbH & Co. KG, "PT1 Fonds 2", ERIC Opportunities I
GmbH & Co. KG, ERIC Opportunities II GmbH & Co. KG)
halten Venture Capital Investments in innovativen
Technologieunternehmen aus dem Segment Real Asset
Transformation, beschäftigen sich also thematisch mit
der digitalen und grünen Transformation der Sektoren
Immobilien, Bauwirtschaft, Energie und Infrastruktur und
ihren zunehmenden Überlappungen.
Das Ende der Erst-Investitionsphase des PT1 Fonds 1
wurde am 04.01.2023 beschlossen, der PT1 Fonds 2 hatte den
ersten Zeichnungsschluss am 05.01.2023. Zudem wurden zwei
weitere Fondsgesellschaften aus der Reihe der ERIC
Opportunity Fonds aufgelegt, die sich jeweils nur auf ein
Investmentobjekt in der Wachstumsphase beschränken.
Die beiden ERIC Opportunity Fonds führten im
Berichtszeitraum den jeweils ersten und einzigen
Zeichnungsschluss erfolgreich durch.
2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Im Jahr 2023 erlebte die Weltwirtschaft trotz
anhaltender Herausforderungen, wie geopolitischen
Spannungen und Inflationsdruck, eine moderate Erholung.
Besonders in den entwickelten Märkten zeigte sich eine
langsame doch stetige Stabilisierung, die durch expansive
Fiskal- und Geldpolitik unterstützt wurde. Der
Arbeitsmarkt zeigte im Jahr 2023 robuste Zahlen, wobei die
Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften in den
Bereichen Technologie und Bauwesen weiterhin stark blieb.
Dies führte zu einem anhaltenden Innovationsdruck, um
Effizienzsteigerungen durch Automatisierung und digitale
Lösungen zu ermöglichen.
Dies schuf ein vorteilhaftes Umfeld für
Investitionen in Technologie-Startups in unseren Segmenten,
da die Bewertungen im Verlgeich zu den Hochzeiten in 2021 /
2022 gesunken waren, und für die Bau- und
Immobilienwirtschaft zumindest Licht am Ende des Tunnels
erkennbar wurde. Themen der grünen Transformation also
insbesondere Energie- / Energieeffizienzthemen hatten
praktisch ununterbrochen starke Nachfrage, nicht nur auf
Grund der (temporär) sehr hohen Energiepreise, sondern
auch weil erste Technologien - beispielsweise
Batteriespreicher - erkennbar den wirtschaftlichen "Tipping
Point" erreichten, also dank sinkenden Komponentenkosten
auch ohne relevante Subventionen rein kapitalistisch
attraktive Renditen ermöglichten.
3. Geschäftsverlauf
Die EFM erhält als Venture Capital Fondsmanager
in der Regel eine feste prozentuale Verwaltungsgebühr
(auch Management Fee genannt) auf das von ihr über
alle Fonds verwaltete Committed Capital über mehrere
Jahre, also über die gesamte Laufzeit der Fonds.
Zu Beginn des Jahres 2023 wurde die initiale
Investmentphase des PT1 Fonds 1 abgeschlossen. Dies
führte dazu, dass im ersten Jahr nach Ablauf der
Investitionsphase die Management Fee von vormals 2% p.a.
auf 1,8% p.a. des Zeichnungskapitals zum Zeitpunkt des
letzten Zeichnungsschlusses sinkt und diese sich weiterhin
in jedem weiteren Jahr um 10% reduziert; d. h. die
Verwaltungsgebühr des jeweils folgenden Jahres
beträgt 90% der Verwaltungsgebühr des Vorjahres,
wie vertraglich vereinbart und prognostiziert.
Im Januar 2023 erfolgte das First Closing und im Juli
2023 das Second Closing des PT1 Fonds 2. Hierdurch konnte
die Managementfee in Höhe von 2% des jeweiligen
Commitments als Erlös verbucht werden. Dieser zweite
Jahregang der PT1 Fonds hat die Gesamterlöse deutlich
erhöht.
Für die ERIC Opportunity Fonds erhält die
EFM im Unterschied zu den PT1 Fonds die Management Fee
nicht jährlich über die Laufzeit, sondern
konzeptionsgemäß einmalig zum ersten und
einzigen Zeichnungsschluss. Diese Einmalgebühren
werden anschließend über einen Zeitraum von 52
bzw. 54 Monaten abgegrenzt und sind in den Jahren 2023 wie
erwartet in die Umsatzentwicklung eingeflossen.
Umsatz 2023: Der Umsatz der EFM für das
Geschäftsjahr 2023 betrug
1.859 TEUR . Dies stellt einen
Anstieg von
82% im Vergleich zum Vorjahr (2022:
1.024 TEUR) dar. Dieser starke Anstieg war
hauptsächlich auf das Closing des PT1 Fonds 2
zurückzuführen, während der Rückgang
der Fees aus dem PT1 Fonds 1 wie erwartet war.
Management Fees: Insgesamt blieben die Management
Fees im Jahr 2023 stabil. Der Rückgang der Fees aus
dem PT1 Fonds 1 wurde durch die neu generierten Fees des
PT1 Fonds 2 überkompensiert. Somit entsprach der
Verlauf der prognostizierten Entwicklung aus dem Vorjahr.
Prognoseabweichung: Die Einnahmen entsprachen den im
Vorjahr erstellten Prognosen. Es gab keine wesentlichen
Abweichungen von den prognostizierten Umsätzen, da das
Closing des PT1 Fonds 2 planmäßig erfolgte und
die Reduktion der Fees des PT1 Fonds 1 wie vertraglich
vereinbart und damit erwartet eintrat.
Insgesamt wird der Geschäftsverlauf für das
Jahr 2023 als
gut bewertet. Die prognostizierten Erlöse
konnten erzielt werden und die Umsatzentwicklung verlief im
Rahmen der Erwartungen. Trotz des vertraglich vereinbarten
und erwarteten Rückgangs der Management Fee aus dem
PT1 Fonds 1 konnte durch das Closing neuer Fonds der Umsatz
der EFM deutlich gesteigert und somit auch ein positives
Jahresergebnis errreicht werden. Für die kommenden
Jahre wird eine Fortsetzung dieses positiven Trends
erwartet, unterstützt durch weitere Closings des PT1
Fonds 2 sowie neue Fonds.
4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
I. Ertragslage
Im Geschäftsjahr 2023 hat die Gesellschaft
Umsatzerlöse aus Verwaltungsgebühren in Höhe
von
1.854 TEUR erzielt, was einem deutlichen
Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (2022:
1.004 TEUR) entspricht. Darüber hinaus
wurden
weitere Umsatzerlöse in Höhe
von
5 TEUR (2022:
20 TEUR) realisiert.
Zusätzlich wurden
sonstige betriebliche Erträge in Höhe
von
16 TEUR (2022:
15 TEUR) erwirtschaftet.
Die
Personalaufwendungen stiegen im Berichtsjahr
von
782 TEUR im Jahr 2022 um
90 TEUR auf
872 TEUR in 2023. Dieser Anstieg
resultiert aus dem gestiegenen Zeichnungskapital der zu
verwaltenden Fonds, dem erhöhten Investitionsvolumen
sowie der gestiegenen Anzahl der Portfoliounternehmen, die
einen höheren Personalbedarf zur Bearbeitung der
Aufgaben erforderlich machten.
Die
sonstigen betrieblichen
Aufwendungen erhöhten sich ebenfalls aufgrund
der genannten Faktoren von
369 TEUR im Vorjahr um
94 TEUR auf
463 TEUR im Jahr 2023.
Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2023 ein
Jahresüberschuss in Höhe von
11 TEUR erzielt, nachdem im Vorjahr
ein
Jahresfehlbetrag in Höhe von
313 TEUR ausgewiesen wurde.
Zusammenfassend ergeben sich folgende
Änderungen.
|
2023
|
|
2022
|
|
Veränderung
|
|
|
TEUR
|
%
|
TEUR
|
%
|
TEUR
|
%
|
Umsatzerlöse
|
1.859
|
100
|
1.024
|
100
|
835
|
82
|
Gesamtleistung
|
1.859
|
100
|
1.024
|
100
|
835
|
82
|
Sonstige betriebliche
Erträge
|
16
|
1
|
15
|
1
|
1
|
7
|
Materialaufwand
|
-512
|
-28
|
-239
|
-23
|
-273
|
114
|
Personalaufwand
|
-872
|
-47
|
-782
|
-76
|
-90
|
12
|
Abschreibungen
|
-15
|
-1
|
0
|
0
|
-15
|
0
|
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
|
-463
|
-25
|
-369
|
-36
|
-94
|
25
|
Betriebsergebnis
|
13
|
|
-351
|
|
364
|
|
Finanzergebnis
|
1
|
|
-15
|
|
16
|
|
Ergebnis vor Steuern
|
14
|
|
-366
|
|
380
|
|
Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag
|
-2
|
|
55
|
|
-57
|
|
Ergebnis nach Steuern
|
12
|
|
-311
|
|
323
|
|
Sonstige Steuern
|
-1
|
|
-2
|
|
1
|
|
Jahresergebnis
|
11
|
|
-313
|
|
324
|
|
II. Finanzlage
Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag 31. Dezember
2023 kurzfristige Forderungen in Höhe von TEUR 48
(2022: TEUR 228), Wertpapiere des Umlaufvermögens in
Höhe von TEUR 234 (2022: TEUR 219) sowie Guthaben
gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 54
(2022: TEUR 77).
Insgesamt beträgt das kurzfristig fällige
Umlaufvermögen zum Bilanzstichtag TEUR 413
(2022: TEUR 587) und damit 81% (2022: 95%) der
Bilanzsumme.
III. Vermögenslage
Zu der Vermögenslage verweisen wir auch auf die
vorangegangenen Erläuterungen zur Finanzlage. Die
Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 47% im
Vergleich zu 38% im Vorjahr. Das kurzfristig fällige
Umlaufvermögen entspricht 81% (2022: 95%) der
Bilanzsumme. In den Passiva sind u.a. Rückstellungen
für Körperschaft- und Gewerbesteuer in Höhe
von TEUR 2 (2022: TEUR 201) enthalten. Sämtliche
Verbindlichkeiten und Rückstellungen können zum
Fälligkeitstermin beglichen werden. Die
Mindestanforderung an die Eigenmittelausstattung
gemäß Art. 10. EuVECA-VO (mehr als 1/8
der letztjährigen Gemeinkosten) ist damit deutlich
übererfüllt. Aus den vorangegangenen
Ausführungen ergibt sich, dass die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage geordnet ist.
Zusammenfassend ergeben sich folgende
Änderungen:
|
31.12.2023
|
|
31.12.2022
|
|
Veränderung
|
|
VERMÖGENSSTRUKTUR
|
TEUR
|
%
|
TEUR
|
%
|
TEUR
|
%
|
Immaterielles
Anlagevermögen
|
3
|
1
|
0
|
0
|
3
|
k.A.
|
Sachanlagen
|
28
|
5
|
2
|
0
|
26
|
k.A.
|
Finanzanlagen
|
1
|
0
|
1
|
0
|
0
|
0
|
Forderungen aus LuL
|
44
|
9
|
7
|
1
|
37
|
k.A.
|
Forderungen gg. verb.
Unternehmen
|
1
|
0
|
222
|
36
|
-221
|
-100
|
Forderungen gg.
Beteiligungen
|
3
|
1
|
1
|
0
|
2
|
k.A.
|
Sonstige
Vermögensgegenstände
|
127
|
25
|
76
|
12
|
51
|
67
|
Sonstige Wertpapiere
|
234
|
46
|
219
|
36
|
15
|
7
|
Flüssige Mittel
|
54
|
11
|
77
|
13
|
-23
|
-30
|
Rechnungsabgrenzungsposten
|
16
|
3
|
11
|
2
|
5
|
45
|
Gesamtvermögen
|
511
|
100
|
616
|
100
|
-105
|
-17
|
|
31.12.2023
|
|
31.12.2022
|
|
Veränderung
|
|
KAPITALSTRUKTUR
|
TEUR
|
%
|
TEUR
|
%
|
TEUR
|
%
|
Eigenkapital
|
242
|
47
|
231
|
38
|
11
|
5
|
Rückstellungen
|
60
|
12
|
288
|
47
|
-228
|
-79
|
Verbindlichkeiten aus
LuL
|
15
|
3
|
78
|
13
|
-63
|
-81
|
Verbindlichkeiten
ggü. verb. Unternehmen
|
15
|
3
|
4
|
1
|
11
|
k.A.
|
Sonstige
Verbindlichkeiten
|
22
|
4
|
15
|
2
|
7
|
47
|
Passive
Rechnungsabgrenzungsposten
|
157
|
31
|
0
|
0
|
157
|
k.A.
|
Gesamtkapital
|
511
|
100
|
616
|
100
|
-105
|
-17
|
5. Risikobericht
I. Grundlagen des Risikomanagements
Das Risikomanagement der Gesellschaft basiert im
Wesentlichen auf den gesetzlichen Rahmenbedingungen
für Kapitalverwaltungsgesellschaften sowie den
Vorgaben der EuVECA-VO.
II. Risikomanagement: Investmentvermögen vs.
Gesellschaft
Es wird grundsätzlich zwischen dem
Risikomanagement für das Investmentvermögen und
dem Risikomanagement der Gesellschaft unterschieden.
III. Risiken des Investmentvermögens
a) Allgemeine wirtschaftliche Risiken
Ein wesentliches Risiko für das
Investmentvermögen besteht in den wirtschaftlichen
Risiken der investierten Unternehmen. Insbesondere die
beiden PT1 Fonds sind Venture Capital Gesellschaften, die
in frühphasige Unternehmen mit inhärent hohem
Risiko investieren. Ebenso konzentrieren sich die beiden
ERIC Opportunities Funds auf definierte Venture Capital
Investments in der Wachstumsphase, was ebenfalls ein
erhöhtes Risiko birgt. Es besteht daher das Risiko,
dass diese Unternehmen langfristig nicht fortbestehen und
die Investments teilweise oder vollständig ausfallen.
b) Risikominimierung durch
Diversifikation
Diese Risiken sind für Venture Capital Fonds
typisch und nicht vollständig vermeidbar. Daher wird
ein Diversifikationskonzept verfolgt, bei dem die
Investments pro PT1 Fonds-Jahrgang auf mehr als 10, in der
Regel 15-25 Beteiligungen verteilt werden. Dadurch soll das
Einzelgewicht einer Beteiligung auf i.d.R. unter 15% der
investierten Mittel eines Fonds reduziert werden.
Zusätzlich wird durch eine breite Auswahl potenzieller
Investitionen (durchschnittlich werden über 100
mögliche Ziel-Unternehmen pro Monat verarbeitet) und
eine strukturierte Selektion die Wahrscheinlichkeit auf
erfolgsversprechende Investments erhöht.
IV. Prozesse und Strukturen zur Risikosteuerung
a) Selektions- und Prüfungsprozesse
Die Auswahl der Zielunternehmen erfolgt unter anderem
durch ein Scoring der Investmentkandidaten, Analyse von
Geschäftskonzepten, Vertriebsstrategien,
Wettbewerbssituationen, Gesellschafterstrukturen sowie des
Hintergrunds der Gründer. Vor der Durchführung
eines Investments wird ein fondspezifisches Investment
Committee eingebunden und eine Due Diligence in
unterschiedlichem Umfang je nach Themenfeld und Reifegrad
des Zielunternehmens durchgeführt.
b) Beteiligungsverträge und
Investorensonderrechte
Die Investitionen erfolgen typischerweise über
umfassende Beteiligungsverträge mit zahlreichen
Investorensonderrechten, einschließlich
Vereinbarungen zu Informationsrechten, Governance,
Liquidationspräferenzen und Regelungen für den
strukturierten Exit.
c) Post-Investment Überwachung
Nach der Investition verfügen die Fonds
über weitreichende Einblicksrechte. Die PT1
Fondsgesellschaften nehmen zudem häufig Beirats- oder
Aufsichtsratspositionen in den Zielunternehmen ein, wobei
konsequent die Grenzen zur Vermeidung der Gewerblichkeit
beachtet werden. Bei Investments mit unzureichender
Entwicklung wird ein strukturierter Abverkauf,
beispielsweise durch Beauftragung eines Beraters oder einer
Investmentbank, erwogen.
V. Spezielle Risiken der ERIC Opportunity Fonds
Die ERIC Opportunity Fonds investieren jeweils nur in
ein ausgewähltes Unternehmen in der Wachstumsphase,
sodass eine Risikostreuung auf Fondsebene nicht
möglich ist. Die Risikodiversifizierung erfolgt nur
aus Sicht der Anleger durch Beteiligungen an mehreren
Fonds.
VI. Risiken aus Forderungsausfällen
Risiken aus Forderungsausfällen werden als sehr
gering angesehen, da sämtliche Forderungen der EFM
gegenüber den verwalteten Fonds bestehen.
VII. Liquiditätsrisiken
Am Bilanzstichtag bestehen keine
Liquiditätsrisiken. Es gibt keine Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten. Die wesentlichen Schulden
betreffen Ertragsteuerrückstellungen und das
Aktivvermögen kann kurzfristig in Liquidität
umgewandelt werden.
VIII. Zinsänderungsrisiken
Zinsänderungsrisiken werden als unwesentlich
erachtet, da keine verzinslichen Verbindlichkeiten oder
Forderungen bestehen. Lediglich eine indirekte Auswirkung
auf einzelne Zielunternehmen ist möglich, falls deren
Kunden temporär unter der Zinswende leiden.
IX. Weitere unternehmerische Risiken
Zusätzlich ist die Gesellschaft üblichen
unternehmerischen Risiken ausgesetzt, wie etwa dem
verschärften Wettbewerb, Fachkräftemangel,
Veränderungen politischer und rechtlicher
Rahmenbedingungen, makroökonomischen
Veränderungen sowie Organisations- und
Kontrollrisiken.
6. Prognosebericht
I. Prognose der Einnahmen und Kosten
Die Gesellschaft geht aufgrund der Verwaltung einer
steigenden Anzahl an Fondsgesellschaften von einem
kontinuierlichen Anstieg der Einnahmen aus. Für das
kommende Geschäftsjahr 2024 erwarten wir unter
berücksichtigung einer vorsichtigen Einschätzung
Umsatzerlöse, welche etwa auf dem Niveau des
Geschäftsjahres 2023 liegen werden. Das nächste
Closing der PT1 Early-Stage Fund II GmbH & Co. KG ist
in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2025
geplant, was zu einem signifikaten Anstieg der
Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2025 führen
würde. Gleichzeitig rechnen wir mit einem moderaten
Anstieg der Personalaufwendungen, um das erweiterte
Management der Fondsgesellschaften zu unterstützen.
II. Auswirkungen externer Faktoren
Die Folgen des Ukraine-Krieges, insbesondere in Bezug
auf Preissteigerungen bei Energie- und Materialkosten sowie
die tendenziell anhaltende Inflation, bleiben weiterhin
schwer vorherzusagen und könnten sich kurzfristig oder
mittelfristig auf die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage auswirken. Zudem bleibt die Zinswende eine
Herausforderung, vor allem für die Immobilienbranche,
was sich sowohl auf unsere Portfoliounternehmen als auch
auf die Investoren auswirkt.
III. Finanzielle Stabilität und
Finanzierungssituation
Mit Blick auf das erfolgreiche First Closing des PT1
Fonds 2 zu Beginn des Jahres 2023 und die erfolgreichen
Closings der ersten beiden ersten ERIC Opportunity Clubs
gehen wir davon aus, dass die Gesellschaft auch
mittelfristig ausreichend finanziert ist und die weitere
Entwicklung positiv verläuft. Die finanzielle
Stabilität ist aus unserer Sicht vor diesem
Hintergrund für den Prognosezeitraum von 2024 bis 2026
gesichert.
7. Chancenbericht
Die Gesellschaft sieht zudem Chancen durch das
wachsende Interesse institutioneller und privater Anleger
in den Bereichen Venture Capital und der Konvergenz der
Asset Klassen Immobilien, Infrastruktur und (Erneuerbarer)
Energie. Die Nachfrage nach innovativen Technologien und
tansformativen Lösungen gerade an den Schnittstellen
dieser Bereiche bietet Potenzial für weitere Fonds und
damit steigende verwaltete Assets. Weiterhin eröffnen
sich durch den stetigen Ausbau unseres Netzwerks, die
wachsende Anzahl an Investmentoptionen und den jedes Jahr
größer werdenden Schatz an nutzbaren Daten
Möglichkeiten zur Optimierung unserer Anlagestrategien
sowie zur weiteren Diversifikation unseres Portfolios.
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
32.195,27 |
1.773,00 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
3.141,00 |
|
| II.
Sachanlagen |
28.354,27 |
1.473,00 |
| III.
Finanzanlagen |
700,00 |
300,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
462.105,35 |
602.394,58 |
| I.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
174.341,70 |
306.563,56 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
49.226,85 |
15.226,85 |
| II.
Wertpapiere |
233.987,86 |
218.725,37 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
53.775,79 |
77.105,65 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
16.359,52 |
11.707,03 |
| Aktiva |
510.660,14 |
615.874,61 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
242.048,35 |
231.046,86 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
25.000,00 |
25.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
75.000,00 |
75.000,00 |
| III.
Gewinnvortrag |
131.046,86 |
444.548,89 |
| IV.
Jahresüberschuss |
11.001,49 |
-313.502,03 |
| B.
Rückstellungen |
59.553,50 |
287.489,78 |
| C.
Verbindlichkeiten |
51.645,79 |
97.337,97 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
51.645,79 |
97.337,97 |
| D.
Rechnungsabgrenzungsposten |
157.412,50 |
|
| Passiva |
510.660,14 |
615.874,61 |
Anhang
Allgemeine Hinweise
Die ERIC Fund Management GmbH, Berlin, hat ihren Sitz
in Berlin und wird im Handelsregister des Amtsgerichts
Berlin (Charlottenburg) unter der Registernummer HRB 191457
geführt.
Der vorliegende Jahresabschluss wurde
gemäß §§ 242 ff. und §§ 264
ff. HGB sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbHG
aufgestellt.
Die ERIC Fund Management GmbH, Berlin, ist eine
kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1
HGB.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem
Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und
Verlustrechnung entspricht den Vorschriften der
§§ 266 und 275 Abs. 2 HGB. Die Vermögens-
und Schuldposten sowie die Aufwendungen und Erträge
sind den einzelnen Posten des Jahresabschlusses zutreffend
zugeordnet. Die größenabhängigen
Erleichterungsvorschriften der §§ 274a und
288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren
im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Die
immateriellen Vermögensgegenstände sind zu
Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer
Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach
der linearen Methode vermindert.
Das
Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten
bilanziert und wird, sofern die
Vermögensgegenstände der Abnutzung unterliegen,
entsprechend seiner Nutzungsdauer um planmäßige
Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Bei
voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden
außerplanmäßige Abschreibungen
berücksichtigt. Bewegliche Gegenstände des
Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00
wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben.
Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder zum
niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Gemäß
dem in § 253 Abs. 3 S. 6 HGB vorgesehenen Wahlrecht
werden bei Finanzanlagen auch
außerplanmäßige Abschreibungen bei
voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung vorgenommen.
Entfallen die Gründe für die
außerplanmäßige Abschreibung in einem
Folgezeitraum, erfolgt eine Wertaufholung der ehemaligen
außerplanmäßigen Abschreibungen unter
Anwendung der Vorschriften des § 253 Abs. 5 HGB.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände werden am Bilanzstichtag
in Übereinstimmung mit § 253 Abs. 4 HGB
mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu
Anschaffungskosten oder zu einem niedrigeren Börsen-
oder Marktpreis bewertet. Ist kein Börsen- oder
Marktpreis für bestimmte Wertpapiere festzustellen,
werden die Wertpapiere mit dem niedrigeren beizulegenden
Wert angesetzt.
Guthaben bei Kreditinstituten werden zum
Nominalbetrag bewertet.
Als
Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite
Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand
für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Die
Rückstellungen enthalten ausschließlich
Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten.
Die Rückstellungen wurden gemäß § 253
Abs. 1 HGB in Höhe des nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei der Bemessung der
Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken
angemessen und ausreichend Rechnung getragen.
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Als
Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Passivseite
Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Ertrag
für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Erläuterungen zur Bilanz
|
Anschaffungs-,
Herstellungskosten |
Zugänge
|
Abgänge
|
Umbuchungen
|
Anschaffungs-,
Herstellungskosten |
|
01.01.2023
|
|
|
|
31.12.2023
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
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A. Anlagevermögen
|
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I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
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1. entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
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0,00
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3.427,20
|
|
|
3.427,20
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
0,00
|
3.427,20
|
|
|
3.427,20
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
2.297,43
|
27.140,21
|
|
|
29.437,64
|
2. geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau
|
0,00
|
14.716,27
|
|
|
14.716,27
|
Summe Sachanlagen
|
2.297,43
|
41.856,48
|
|
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44.153,91
|
III. Finanzanlagen
|
|
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|
|
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1. Beteiligungen
|
300,00
|
400,00
|
|
|
700,00
|
Summe Finanzanlagen
|
300,00
|
400,00
|
|
|
700,00
|
Summe Anlagevermögen
|
2.597,43
|
45.683,68
|
|
|
48.281,11
|
|
kumulierte Abschreibung
|
Abschreibung
|
Abgänge
|
Umbuchungen
|
kumulierte Abschreibung
|
Zuschreibung |
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01.01.2023
|
Geschäftsjahr
|
|
|
31.12.2023
|
Geschäftsjahr
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
A. Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
|
1. entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
0,00
|
286,20
|
|
|
286,20
|
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
0,00
|
286,20
|
|
|
286,20
|
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
|
1. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
824,43
|
14.975,21
|
|
|
15.799,64
|
|
2. geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau
|
0,00
|
|
|
|
0,00
|
|
Summe Sachanlagen
|
824,43
|
14.975,21
|
|
|
15.799,64
|
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
|
1. Beteiligungen
|
0,00
|
|
|
|
0,00
|
|
Summe Finanzanlagen
|
0,00
|
|
|
|
0,00
|
|
Summe Anlagevermögen
|
824,43
|
15.261,41
|
|
|
16.085,84
|
|
|
Buchwert |
Buchwert |
|
Geschäftsjahr
31.12.2023
|
Vorjahr
31.12.2022
|
|
EUR
|
EUR
|
A. Anlagevermögen
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
1. entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
3.141,00
|
0,00
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
3.141,00
|
0,00
|
II. Sachanlagen
|
|
|
1. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
13.638,00
|
1.473,00
|
2. geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau
|
14.716,27
|
0,00
|
Summe Sachanlagen
|
28.354,27
|
1.473,00
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
1. Beteiligungen
|
700,00
|
300,00
|
Summe Finanzanlagen
|
700,00
|
300,00
|
Summe Anlagevermögen
|
32.195,27
|
1.773,00
|
Die
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
beinhaltenForderungen gegen die Gesellschafterin in
Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 1.173,10) und
darüber hinaus Forderungen aus Verauslagungen in
Höhe von EUR 644,85 (Vorjahr: EUR 218.823,95),
sowie Darlehensforderungen in Höhe von EUR 0,00
(Vorjahr: EUR 2.000,00).
Die
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten
Forderungen aus Verauslagungen in Höhe von EUR
3.306,52 (Vorjahr: EUR 1.186,47).
Die
sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten
vor allem Steuerforderungen aus Vorjahren in Höhe von
EUR 55.198,58 (Vorjahr: 54.836,56), Forderungen aus
geleisteten Kautionszahlungen in Höhe von
EUR 49.226,85 (Vorjahr: EUR 13.226,85) sowie
Darlehensforderungen in Höhe von EUR 21.369,36
(Vorjahr: EUR 0,00).
Die
Steuerrückstellungen beinhalten die
voraussichtliche Steuerbelastung des Berichtsjahres.
Die
sonstigen Rückstellungen enthalten
ausschließlich Rückstellungen für ungewisse
Verbindlichkeiten in Form von Rückstellungen für
die Nachzahlung von Sozialversicherungsbeiträgen in
Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 45.902,10),
Rückstellungen für Abschluss- und Prüfkosten
in Höhe von EUR 41.535,00 (Vorjahr:
EUR 18.150,00), Rückstellungen für nicht
genommene Urlaubsansprüche der Mitarbeiter in
Höhe von EUR 14.400,00 (Vorjahr: EUR 7.500,00)
sowie sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR
1.130,50 (Vorjahr: EUR 15.074,87).
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Für die Angaben nach § 285 Nr. 4 HGB nimmt
die Gesellschaft die Befreiungsvorschriften des
§ 288 HGB in Anspruch.
Sonstige Angaben
Mitarbeiter
Für die Gesellschaft waren im Geschäftsjahr
2023 neben den durchschnittlich 7 Mitarbeitern 2
Geschäftsführer tätig.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die für
die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, lagen
zum Bilanzstichtag nicht vor.
Geschäftsführung
Geschäftsführer der Gesellschaft waren im
Berichtsjahr
· Herr Nikolas Samios, Berlin
· Frau Anja Rath, München
Die Geschäftsführer sind zur alleinigen
Vertretung der Gesellschaft berechtigt und gemäß
Handelsregistereintragung von den Beschränkungen des
§ 181 BGB befreit.
sonstige Berichtsbestandteile
Berlin, den 30. Juni
2024
Nikolas
Samios (Geschäftsführer)
Anja
Rath (Geschäftsführerin)
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 13.12.2024
festgestellt.
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