start:bausparkasse AGLiquidiert

Lübeckertordamm 1, 20099 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 15035
Vorher
DEUTSCHER RING Bausparkasse Aktiengesellschaft
Eingetragen
29.9.1972
Branche
BausparkassenKreditinstitute des SparkassensektorsBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Die Gesellschaft betreibt alle Geschäfte, die eine Bausparkasse nach dem Gesetz über Bausparkassen in seiner jeweiligen Fassung betreiben darf, sowie alle zulässigen Hilfsgeschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Matthias Bogk
seit 25.7.2024
Vorstandsmitglied
Christina Kehm
seit 16.5.2022
Prokura
Vorstandsmitglied
Fabian Mirko Caliebe
seit 17.3.2021
Prokura
Prokura

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

start:bausparkasse AG

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die start:bausparkasse AG, Hamburg

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der start:bausparkasse AG, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der start:bausparkasse AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die Angaben in den Abschnitten "Personal und Soziales" sowie "Mitgliedschaften" des Lageberichts, bei denen es sich um lageberichtsfremde Angaben handelt, haben wir nicht inhaltlich geprüft. Lageberichtsfremde Angaben im Lagebericht sind Angaben, die nicht nach §§ 289, 289a bzw. nach §§ 289b bis 289f HGB vorgeschrieben sind.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der Abschnitte "Personal und Soziales" sowie "Mitgliedschaften" des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte:

Bewertung von Rückstellungen für Zinsbonifikationen

Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt

Die bauspartechnischen Rückstellungen beinhalten insbesondere Rückstellungen für zu erwartende Belastungen aus Zinsbonifikationen. Die Höhe der zu bildenden Rückstellungen wird durch die Bausparkasse auf Basis der Bestandsdaten, der aktuellen Verbräuche und der Annahmen über das zukünftige Kundenverhalten ermittelt. Für die Ermittlung der zugrunde gelegten Wahrscheinlichkeiten des Kundenverhaltens liegen Annahmen hinsichtlich des künftigen Verhaltens der Bausparer auf Basis historischer Daten sowie der prognostizierten Zinsentwicklung zugrunde, die einen wesentlichen Einfluss auf die Bewertung der Rückstellungen haben. Die ermittelte Rückstellungshöhe wird unter Verwendung von Expertenschätzungen über die Wirkung der von der Bausparkasse durchgeführten Maßnahmen zur Verringerung der Inanspruchnahme von möglichen Zinsbonifikationen (Kündigungsaktionen) bestimmt. Die Prognosequalität des Kollektivsimulationsmodells wird jährlich im Rahmen der Validierung unter anderem anhand eines Backtestings überprüft.

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir, aufgrund der Komplexität der Simulationsmodelle und der notwendigen Einbeziehung von mit Unsicherheit verbundenen Annahmen und Schätzungen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Rückstellungshöhe haben, die Bewertung von Rückstellungen für Zinsbonifikationen als einen der bedeutsamsten Sachverhalte bestimmt.

Prüferisches Vorgehen

Wir haben uns mit dem Prozess zur Ermittlung der Höhe der Rückstellungen für Zinsbonifikationen befasst und die implementierten Kontrollen beurteilt.

Wir haben das verwendete Modell methodisch und rechnerisch nachvollzogen. Hierbei haben wir das angewendete Modell daraufhin untersucht, ob die wesentlichen Schätzparameter in das Modell einbezogen werden und das ausgewählte Modell mit den entsprechenden Modellannahmen die Rückstellungsbeträge im Rahmen branchenüblicher Schätzgenauigkeiten bei mathematisch gleichartigen Modellen angemessen ermitteln kann.

Zur Validierung der Schätzparameter haben wir die aktuellen Berechnungen anhand historischer Daten sowie die verwendeten Zeiträume und deren Gewichtung im Modell nachvollzogen.

Für die Prüfung der Rückstellungen für Zinsbonifikationen wurden Spezialisten im Prüfungsteam eingesetzt, die über besondere Fachkenntnisse auf dem Gebiet der Bausparmathematik verfügen.

Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen gegen die Bewertung der Rückstellungen für Zinsbonifikationen ergeben.

Verweis auf zugehörige Angaben

Die Angaben der Gesellschaft zur Bewertung von bauspartechnischen Rückstellungen sind in Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" des Anhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats nach § 171 Abs. 2 AktG verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Bericht des Aufsichtsrats sowie die in den Abschnitten "Personal und Soziales" sowie "Mitgliedschaften" des Lageberichts enthaltenen Angaben.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der ordentlichen Hauptversammlung am 30. Juni 2022 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 10. Oktober 2022 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2016 als Abschlussprüfer der start:bausparkasse AG tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Frank Bühring.

 

Hamburg, 17. Mai 2023

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bühring, Wirtschaftsprüfer

Zhou, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

2022 2022 2022 2021
1. Barreserve
a) Kassenbestand 0,00 0
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 100.000,00 132.953
darunter: 100.000,00 132.953
bei der Deutschen Bundesbank 132.953.049,79 Euro (Vorjahr: 71.142 Tsd. Euro)
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 142.930.359,93 41.984
b) andere Forderungen 12.533.401,84 19.098
155.463.761,77 61.082
3. Forderungen an Kunden
a) Baudarlehen
aa) aus Zuteilungen (Bauspardarlehen) 32.254.940,79 33.361
ab) zur Vor- und Zwischenfinanzierung 170.176.417,34 192.916
ac) sonstige 69.278.600,97 55.655
darunter: 271.709.959,10 281.932
durch Grundpfandrechte gesichert 65.764.816,66 Euro (Vorjahr: 45.461 Tsd. Euro)
b) andere Forderungen 3.910.323,69 5.119
275.620.282,79 287.051
4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
- Anleihen und Schuldverschreibungen
a) von anderen Emittenten 100.429.662,74 66.387
darunter: 100.429.662,74 66.387
nachrangige Schuldverschreibungen 0,00 Euro (Vorjahr: 0 Tsd. Euro)
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0 Euro (Vorjahr: 0 Tsd. Euro)
5. Beteiligungen 1,00 0
6. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.564,60 26
7. Immaterielle Anlagewerte
a) selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 266.470,00 1.135
b) entgeltliche erworbene Konzessionen, 36.274,00 20
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 302.744,00 1.155
8. Sachanlagen 14.007,00 38
9. Sonstige Vermögensgegenstände 13.994.021,76 10.147
10. Rechnungsabgrenzungsposten 18.821,17 22
Summe der Aktiva 545.968.866,83 558.861,00

Passiva

2022 2022 2022 2021
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 679.944,39 3.570
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Einlagen aus dem Bauspargeschäft und Spareinlagen
aa) Bauspareinlagen 461.675.307,60 466.607
darunter:
auf gekündigte Verträge 4.728.739,40 Euro (Vorjahr:6.956 Tsd. Euro)
auf zugeteilte Verträge 3.310.275,61 Euro (Vorjahr: 2.259 Tsd. Euro)
ab) Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 127.122,48 132
ac) Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 111.737,36 116
461.914.167,44 466.855
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 2.097.980,40 4.239
bb) mit vereinbarter Laufzeit 0,00 0
2.097.980,40 4.239
464.012.147,84 471.094
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.758.793,55 1.020
4. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 34.172.240,00 32.540
b) Steuerrückstellungen 0,00 0
c) andere Rückstellungen 21.559.108,70 21.722
55.731.348,70 54.262
5. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 12.782.297,03 12.782
b) Kapitalrücklage 15.839.651,84 15.840
c) Gewinnrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 920.325,39 920
cb) andere Gewinnrücklagen 14.264,55 14
d) Bilanzverlust -5.769.906,46 -641
23.786.632,35 28.915
Summe der Passiva 545.968.866,83 558.861,00
1. Andere Verpflichtungen
a) Unwiderrufliche Kreditzusagen 20.409.820,11 11.714

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

der start:bausparkasse AG

Aufwendungen 2022
Euro
2022
Euro
2021
Tsd. Euro
1. Zinsaufwendungen
a) für Bauspareinlagen 4.256.904,84 4.478
b) andere Zinsaufwendungen 346.153,38 338
4.603.058,22 4.816
2. Provisionsaufwendungen
a) Provisionen für Vertragsabschluss und -vermittlung 326.319,96 1.127
b) andere Provisionsaufwendungen 36.137,17 56
362.457,13 1.183
3. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 2.081.750,65 2.130
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.667.889,45 2.623
darunter: 4.749.640,10 4.753
für Altersversorgung 2.373.915,27 Euro (Vorjahr:2.255 Tsd. Euro)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 4.426.008,86 4.486
9.175.648,96 9.239
4. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 205.765,43 51
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.010.508,00 769
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 199
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 0,00 0
8. Außerordentliche Aufwendungen 74.000,00 0
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0
Summe der Aufwendungen 16.431.437,74 16.257
Erträge 2022
Euro
2022
Euro
2021
Tsd. Euro
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften
aa) Bauspardarlehen 1.230.582,98 1.244
ab) Vor- und Zwischenfinanzierungskrediten 4.780.242,94 5.874
ac) sonstigen Baudarlehen 842.157,29 816
ad) sonstigen Kredit- und Geldmarktgeschäften 449.710,20 -81
darunter: negative Zinsen auf Kredit- und Geldmarktgeschäfte 399.110,04 Euro (VJ. 591 Tsd. Euro) 7.302.693,41 7.853
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 1.384.197,65 1.738
8.686.891,06 9.591
2. Laufende Erträge aus
a) aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 0,00 170
0,00 170
3. Provisionserträge
a) aus Vertragsabschluss und -vermittlung -8.365,34 113
b) andere Provisionserträge 1.688.050,21 1.356
1.679.684,87 1.469
4. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 390.878,62 0
5. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 0,00 2.463
6. Sonstige betriebliche Erträge 544.882,43 347
7. Außerordentliche Erträge 0,00 400
0
Summe der Erträge 11.302.336,98 14.440
1. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss -5.129.100,76 -1.816
2. Verlustvortrag -640.805,70 1.175
3. Bilanzverlust -5.769.906,46 -641

ANHANG

Firmierung

Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31.12.2022 wurde unter dem Firmennamen start:bausparkasse AG aufgestellt. Der Sitz der Firma befindet sich in Hamburg. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Hamburg unter der HR Nr. HRB 15035 in der Abteilung B eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme des Grundsatzes der Unternehmensfortführung und unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB), des Aktiengesetzes (AktG) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) unter Berücksichtigung der für Bausparkassen geltenden Regelungen aufgestellt. Nicht belegte Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden gemäß § 265 Abs. 8 HGB nicht aufgeführt. Die Nummerierung des Formblatts wurde gemäß RechKredV angepasst.

Die Forderungen an die Zentralnotenbanken sowie an weitere Kreditinstitute werden zum Nennbetrag angesetzt. Die Nennbeträge der Forderungen und Verbindlichkeiten an Kreditinstitute für die Sicherheitsleistung von Derivatekontrakten werden je Derivat saldiert dargestellt. Damit wurde nach IDW RS HFA 5 die Variation Margin unterjährig an den veränderten Wert des Futures angepasst. Dies führt zu einer Bilanzverkürzung im Vergleich zum Vorjahr. Die Aktivposition verringerte sich hierdurch von 17.460 TEUR auf 3.540 TEUR, der Passivposten verringerte sich von 11.570 TEUR auf 680 TEUR

Die Forderungen an Kunden sind mit dem Nennbetrag abzüglich Tilgungen und vermindert um Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichitgungen bilanziert. Die Ermittlung der Einzelwertberichtigungen leistungsgestörter Engagements erfolgte unter Berücksichtigung der erwarteten Ausfallwahrscheinlichkeit und der Verlustquote zum Zeitpunkt des Ausfalls. Die Berechnung wird anhand eines modellbasierten Verfahrens zur Ermittlung der individuellen Risikoeinschätzung vorgenommen. Uneinbringliche Forderungen werden in voller Höhe wertberichtigt.

Den Regelungen zur Berücksichtugung der Risikovorsorge für vorhersehbare, noch nicht individuell konkretisierte Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft nach Neufassung des IDW RS BFA 7 wurden im Geschäftsjahr ordnungsgemäß nachgegangen. Die Bausparkasse verwendet für die fortlaufende Bewertung die Methodik zur ermittlung der Kreditrisikovorsorge nach IFRS 9.

Die in der Position Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere enthaltenen elf festverzinsliche Wertpapiere des Anlagevermögens wurden gemäß dem gemilderten Niederstwertprinzip zu fortgeführten Anschaffungskosten zuzüglich Disagien bzw. abzüglich Agien bewertet. Die Verteilung der Disagien bzw. Agien bis zur Fälligkeit wurden im Geschäftsjahr auf die Barwertmethode umgestellt. Durch die Umstellung ergab sich ein einmaliger Verlust von 184 Tsd. EURO.

Beiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten beziehungsweise bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Entfallen die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung, erfolgt eine Zuschreibung auf den beizulegenden Wert, allerdings maximal bis zur Höhe der Anschaffungskosten.

Die Betriebs- und Geschäftsausstattung im Sachanlagevermögen sowie die immateriellen Anlagewerte sind mit den Anschaffungs- oder Herstellkosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, bewertet. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Entfallen die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung, erfolgt eine Zuschreibung. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Sammelposten des Sachanlagevermögens wurden gemäß den steuerlichen Vorschriften erfasst und anteilig gewinnmindernd aufgelöst. Das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 S. 1 HGB, selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände zu aktivieren, wurde in Anspruch genommen.

Der aktivische Rechnungsabgrenzungsposten betrifft andere Verwaltungsaufwendungen, die erst in den folgenden Geschäftsjahren als Aufwand zu verrechnen sind.

Alle übrigen Aktiva sind mit dem Nennwert angesetzt. Für erkennbare Risiken werden angemessene Wertberichtigungen gebildet.

Auf das Bilanzwahlrecht aktiver latenter Steuern aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wurde verzichtet.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Pensionsrückstellungen wurden zum 31.12.2022 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) in Verbindung mit § 253 Abs. 1 S. 2 HGB auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Neben den gegenwärtigen wurden auch künftige Entwicklungen, Trends und Fluktuationen berücksichtigt. Die Abzinsung erfolgt mit dem von der Bundesbank gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsVO) veröffentlichten Zinssatz der letzten zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren gemäß § 253 Abs. 2 S. 2 HGB. Der Ausweis von Zinsänderungseffekten erfolgt im Personalaufwand.

Der Bewertung der Pensionsrückstellung zum 31.12.2022 liegen die folgenden Trendannahmen zugrunde:

Rechnungszins: 1,78 %

Gehaltstrend: 2,00 % p. a. tariflich

Rententrend 2,00 % im Versorgungswerk 1 (RL 87) und 2,00 % im Versorgungswerk 2 (RL 88), 1,00 % im Versorgungswerk 3 (VO95)

Fluktuation für den Innen- und Außendienst: alters- und geschlechtsabhängige Standardfluktuation

Die start:bausparkasse AG verzichtet auf den Ansatz des Mindestbetrags, resultierend aus dem Übergang auf das BilMoG, in Höhe von einem Fünfzehntel auf den ursprünglichen Unterschiedsbetrag von 3.581 Tsd. Euro. Der Unterschiedsbetrag aus der Bewertung der Pensionsrückstellung wurde letztmalig im Berichtsjahr 2019 zugeführt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung mit dem 10-Jahres-Durchschnittszinssatz (1,78 %) und des 7-Jahres-Durchschnittszinssatz (1,44 %) gemäß § 253 Abs. 6 S. 3 HGB beläuft sich per 31.12.2022 auf 1.729 Tsd. Euro.

Die ausschließlich zur Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen aus Pensionszusagen bei Gehaltsverzicht abgeschlossene Rückdeckungsversicherung (Anschaffungskosten und beizulegender Zeitwert: 100 Tsd. Euro) wurde gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit der korrespondierenden Pensionsrückstellung zu diesen Pensionszusagen (Erfüllungsbetrag: 100 Tsd. Euro) in Höhe von 100 Tsd. Euro verrechnet. Mit Erträgen zu verrechnende Aufwendungen fielen nicht an. Eine Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 S. 3 HGB resultierte aus dieser Verrechnung nicht.

Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Diese betreffen insbersondere bestehende Verpflichtungen aus Zinsbonusverpflichtungen. Diese wurden nach § 253 Abs. 1 S. 2 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt und - soweit die Laufzeiten mehr als ein Jahr betragen -gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Des Weiteren beruht die Beurteilung der Zinsbonusrückstellung unter Einbeziehung der Wahrscheinlichkeit des Kundenverhaltens der Bonusinanspruchnahme.

Bezüglich der verlustfreien Bewertung des Anlagebuchs gemäß IDW RS BFA 3 n.F. hat die start:bausparkasse AG auf Basis einer periodischen (GuV-orientierten) Betrachtungsweise die Notwendigkeit der Bildung einer Rückstellung ermittelt. Eine Rückstellung nach § 340a i. V. m. § 249 Abs. 1 S. 1 Alt. 2 HGB ist zum Stichtag 31. Dezember 2022 nicht erforderlich.

Zuführung zum Fonds zur bauspartechnischen Absicherung ergaben sich im Berichtsjahr gemäß den Regelungen im § 6 Abs. 2 S. 1 BauSparkG nicht.

Die niedrigeren steuerlichen Wertansätze zum 31.12.2022 insbesondere für selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände führten zu einer geringeren Steuerbelastung. Dem entgegen stehen geringe Mehrbelastungen für Pensionsrückstellungen und sonstige Rückstellungen. In Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB erfolgte kein Ansatz aktiv latenter Steuer. Der Berechnung liegt ein Steuersatz von 32,28% (Vj. 32,28%) zugrunde.

Negative Zinsen zu Guthaben bei der Deutschen Bundesbank und Geschäftsbanken werden bei den Zinserträgen aus sonstigen Kredit- und Geldmarktgeschäften abgesetzt.

Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

In den Forderungen an Kreditinstituten sind Forderungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 6.205 Tsd Euro (Vj. 25.822 Tsd. Euro) und Forderungen gegenüber der Bundesbank aus Overnight Deposits in Höhe von 132.698 Tsd. Euro (Vj. 0 Tsd. Euro) enthalten.

Fristengliederung der Forderungen ohne anteilige Zinsen

Restlaufzeit
bis 3 Monate
Euro
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr
Euro
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre
Euro
mehr als 5 Jahre
Euro
Forderungen an Kreditinstitute
Andere Forderungen * 0,00 3.500.000,00 5.441.215,54 3.500.000,00
Forderungen an Kunden
Bauspardarlehen 1.172.232,38 2.831.827,20 16.114.080,03 12.136.801,19
Vor- und Zwischenfinanzierung 1.349.207,74 5.991.780,93 64.818.938,91 98.016.489,76
Sonstige Baudarlehen 1.174.557,90 2.469.523,21 19.312.588,23 46.321.931,62
Andere Forderungen 921.701,69 0 0 5.000.000,00

*) Täglich fällige werden hier nicht ausgewiesen

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Der Gesamtbestand der Wertpapiere (Aktiva Nr. 4) ist börsenfähig und börsennotiert. Es wurden elf festverzinsliche Wertpapiere dem Anlagevermögen zugeordnet. Der Kurswert dieser Wertpapiere beträgt 89.885 Tsd Euro (Vj. 67.559 Tsd Euro). Zum 31.12.2022 ergeben sich bei diesen Wertpapieren nicht realisierte Kursverluste von 10.929 Tsd Euro und stille Reserven in Höhe von 114 Tsd. Euro. Die Wertpapiere im Anlagevermögen werden bis zum Laufzeitende gehalten und unterliegen daher keinem Wertberichtigungsbedarf bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung. Für das Geschäftsjahr 2023 ergeben sich hieraus Fälligkeiten in Höhe von 0 Mio. Euro (nominal).

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die start:bausparkasse AG ist mit 100 % an der FlexSi Finanz Vermittlungsgesellschaft m.b.H., Hamburg, beteiligt. Das Eigenkapital der Tochtergesellschaft beträgt 25 Tsd Euro. Die ausgewiesene Mehrheitsbeteiligung ist insgesamt von untergeordneter Bedeutung. Auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses wurde daher entsprechend § 290 Abs. 5 HGB i. V. m. § 296 Abs. 2 HGB verzichtet. Die Gesellschaft wurde mit Beschluss vom 16. November 2021 mit Ablauf des 31.12.2021 aufgelöst und befindet sich derzeit in Liquidation.

Beteiligungen

Die start:bausparkasse AG hat an einer Branchenlösung für die BSQ Bauspar AG (vormals Quelle Bauspar AG) mitgewirkt und - über eine Beteiligungsgesellschaft der privaten Bausparkassen - eine Beteiligung am Institut erworben.

Anlagespiegel

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
EUR
Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände
EUR
Sachanlagen EUR
Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2022 1.954.589,08 1.137.727,76 1.634.185,15
Zugänge 35.105,00 144.278,70 1.328,97
Abgänge 1.923.687,75 982.941,83 1.451.262,41
31.12.2022 66.066,33 299.064,63 184.251,71
Kumulierte Abschreibungen Auflösung Agio
01.01.2022 1.934.474,20 2.359,60 1.595.981,43
Zugänge 18.945,88 161.293,86 25.525,69
Abgänge 1.923.687,75 131.058,83 1.451.262,41
31.12.2022 29.732,33 32.594,63 170.244,71
Kumulierte Zuschreibungen Auflösung Disagio
01.01.2022 0,00 0,00 0,00
Zugänge 0,00 0,00 0,00
Abgänge 0,00 0,00 0,00
31.12.2022 0,00 0,00 0,00
Buchwerte
31.12.2022 36.274,00 266.470,00 14.007,00
31.12.2021 20.114,88 1.135.368,16 38.203,72
Schuldverschreibungen *
EUR
Beteiligungen
EUR
Anteile an verbundenen Unternehmen
EUR
Anschaffungs- und Herstellungskosten
65.086.300,00 696.712,14 25.564,60
33.800.500,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
98.886.800,00 696.712,14 25.564,60
Kumulierte Abschreibungen Auflösung Agio
206.184,02 696.711,14 0,00
408.808,63 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
614.992,65 696.711,14 0,00
Kumulierte Zuschreibungen Auflösung Disagio
826.243,12 0,00 0,00
440.790,36 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
1.267.033,48 0,00 0,00
Buchwerte
99.538.840,83 1,00 25.564,60
65.706.359,10 1,00 25.564,60

*) Anteilige Zinsen werden hier nicht ausgewiesen

Die Sachanlagen betreffen Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Im Berichtsjahr ergaben sich bei den Wertpapieren des Anlagevermögens aufgrund zeitanteiliger Auflösung von Agio- und Disagiobeträgen Abschreibungen in Höhe von 409 Tsd Euro (Vj. 206 Tsd Euro) und Zuschreibungen von 441 Tsd Euro (Vj. 826 Tsd Euro)

Sonstige Vermögensgegenstände

In diesem Posten sind im wesentlichen enthalten: Euro
Forderungen aus Erstattungsansprüchen 13.546.315,54
Forderungen an verbundene Unternehmen 137.744.90
Forderungen an Vermittler 0,00

Die Erstattungsansprüche gegen die ehemaligen Eigentümer der Bausparkasse resultieren aus vertraglichen Vereinbarungen bei Übernahme der Gesellschaft durch die BAWAG P.S.K. Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse Aktiengesellschaft, Wien (BAWAG P.S.K.) Sie betreffen Erstattungsansprüche von tariflich bedingten Zusatzleistungen im Vertragsbestand.

Fristengliederung der Verbindlichkeiten ohne anteilige Zinsen

Restlaufzeit
bis 3 Monate
Euro
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr
Euro
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre
Euro
mehr als 5 Jahre
Euro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
- täglich fällig 679.944,39
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden *
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 1.883.928,20 31.492,45 80.269,91 0,00
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit 15,33 0,00 0,00 0,00

* GEMÄß § 9 ABS. 1 SATZ 2 RECHKREDV WURDEN DIE BAUSPAREINLAGEN NICHT IN UE FRISTENGLIEDERUNG EINBEZOGEN.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dienen der Besicherung von offenen Swap Positionen und stehen nicht zur außerkollektiven Finanzierung von Bauspardarlehen zur Verfügung. Sie stellen in voller Höhe Verbindlichkeiten gegen die BAWAG P.S.K dar.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind in den Passiva 2.b) keine Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Gegenüber der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH besteht per 31.12.2022 im Zuge der Beitragserhebung eine unwiderrufliche Zahlungsverpflichtung von 490 Tsd Euro. Von einer Inanspruchnahme ist derzeit in Bezug auf die aktuelle Marktsituation und die gesetzlichen Bestimmungen geregelt in der Richtline 2014/49/EU des europäischen Parlaments und des Rates nicht auszugehen.

Sonstige Verbindlichkeiten

In diesem Posten sind unter anderem enthalten: Euro
Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt 604.547,28
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.437,50
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 216.897,44

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung mit der BAWAG P.S.K., der Health Coevo AG, Hamburg, sowie der E2E Services GmbH, Wien.

Eigenkapital

Nach Vollzug des Verkaufes der start:bausparkasse AG durch die bisherigen Eigentümer an die BAWAG P.S.K. für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse Aktiengesellschaft, Wien am 04.09.2018 hält diese zum 31.12.2022 100 % der Aktienanteile an der start:bausparkasse AG. Derzeit existieren ausschüttungsgesperrte Beträge nach § 253 (6) HGB in Höhe von 1.729 Tsd. Euro. Zudem belaufen sich die Beträge nach §268 (8) HGB auf 266 Tsd. Eur und setzen sich vollständig aus den selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen zusammen. Eine Ausschüttungssperre ergibt sich durch die ausreichende Deckung durch Rücklagen hieraus nicht.

Das gezeichnete Kapital von 25.000.000,00 DM (entspricht 12.782.297,03 Euro) setzt sich wie folgt zusammen:

Anzahl Gattung Nennwert je Aktie
10 Stammaktien zu je 1.000.000,00 DIVI (das sind 511.291,88 Euro)
128 Stammaktien zu je 100.000,00 DIVI (das sind 51.129,19 Euro)
109 Stammaktien zu je 10.000,00 DIVI (das sind 5.112,92 Euro)
1.110 Stammaktien zu je 1.000,00 DM (das sind 511,29 Euro)

Andere Verpflichtungen

Unwiderrufliche Kreditzusagen

31.12.2022 Euro
Bauspardarlehen 409.031,98
Sonstige Baudarlehen 1.066.057,20
Sonstige Kreditzusagen 18.934.730,93
20.409.820,11

Die start:bausparkasse AG geht von einer vollständigen Inanspruchnahme aus den unwiderruflichen Kreditzusagen aus.

Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinsaufwendungen

In den Zinsaufwendungen für Bauspareinlagen sind neben dem Aufwand aus der Zuführung zu den langfristigen Rückstellungen für Zinsbonusverpflichtungen (2.703 TEUR) in gleicher Höhe auch die Erträge aus der Erstattung aus der Zinsbonusvereinbarung mit dem Alteigentümer enthalten.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Aktivierung von Eigenleistungen 28 Tsd Euro und der Auflösung von nicht in Anspruch genommenen Rückstellungen 282 Tsd Euro.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden im Geschäftsjahr 2022 Zinsaufwände aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von 596 Tsd Euro ausgewiesen.

Außerordentliche Aufwendungen

Rückstellungen im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen im Zuge des Eigentümerübergangs an die BAWAG P.S.K. für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse Aktiengesellschaft, Wien, wurden in Höhe von 74 Tsd Euro zugeführt.

Aufstellung über die Produktbereiche des Derivategeschäfts

Restlaufzeit
Nominalwerte Marktwert
Bis 1 Jahr
Euro
Mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre
Euro
Mehr als 5 Jahre
Euro
Gesamt
Euro
Zins Swap 90 Mio. 90 Mio. -3,5 Mio.
Zins Swap 18 Mio. 18 Mio. 0,7 Mio.

Der Zinsswap wird bewertet, indem Cashflows ermittelt und anschließend diskontiert werden. Das hier genannte Geschäft wurde zur Deckung von eigenen Zinsänderungsrisiken abgeschlossen. Es dient der start:bausparkasse AG im Rahmen des internen Zinsmanagements. Bewertungseinheiten nach § 254 HGB wurden nicht gebildet. Eine Saldierung zwischen positiven und negativen Marktwerten wurde nicht vorgenommen.

Vorschlag zur Verlustverwendung

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von -5.129.100,76 € auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige Angaben

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist Mitglied des Konsolidierungskreises der BAWAG Group AG mit Sitz in Wien. Die BAWAG Group AG ist das oberste Mutterunternehmen, in dessen Konzernabschluss die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss der BAWAG Group AG wird aufgrund der Bestimmungen des §59a BWG nach International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wird im Internet veröffentlicht (www.bawaggroup.com/BAWAGGROUP/IR/DE/Finanzergebnisse) und liegt am Sitz der BAWAG Group AG in Wien aus.

Die BAWAG P.S.K. erstellt aufgrund der Bestimmungen des § 59a BWG einen Konzernabschluss nach International Financial Reporting Standards (IFRS). Dieser Konzernabschluss liegt am Sitz der BAWAG P.S.K. in Wien aus.

Angabe nach § 285 Nr. 17 HGB

Das auf den Abschlussprüfer im Geschäftsjahr 2022 entfallende Honorar für Abschlussprüferleistungen gemäß § 285 Nr. 17 a) HGB belief sich auf 215Tsd Euro. Sonstige Leistungen gemäß § 285 Nr. 17 d) HGB wurden in Höhe von 78 Tsd Euro durch den Abschlussprüfer erbracht. Andere Bestätigungsleistungen und Steuerberatungsleistungen gemäß § 285 Nr. 17 b) und c) HGB fielen im Geschäftsjahr 2022 nicht an.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Die start:bausparkasse AG hat zur Stärkung ihrer Eigenmittel eine Kapitalerhöhung durch die Muttergesellschaft BAWAG P.S.K. mit Sitz in Wien in Höhe von 5 Mio. EUR beschlossen. Die Einlage wurde per 27.01.2023 auf das Konto der start:bausparkasse AG gebucht und in die Kapitalrücklage eingestellt.

AUFSICHTSRAT

Dr. Guido Jestädt, Vorsitzender, Wien

Chief Administrative Officer BAWAG P.S.K. Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse AG, Wien

Marcus Kapun, Wien

Chief Strategy Officer, International Retail & SME Business BAWAG P.S.K. Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse AG, Wien

Nikita Tschursin, Wien

Chief Technology Officer BAWAG P.S.K. Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse AG, Wien

Dr. Andreas Putz, Wien

Chief Sales Officer (CSO)

BAWAG P.S.K. Versicherung AG, Wien

Viola Englisch * , Hamburg,

Kaufmännische Angestellte start:bausparkasse AG, Hamburg

Ralf Weltin * , Rohlstorf

Kaufmännischer Angestellter start:bausparkasse AG, Hamburg

*) von den Arbeitnehmern gewählt

VORSTAND

Hans-Christoph Schulz, Hamburg

Vertriebsvorstand start:bausparkasse AG, Hamburg

Helmut Kaufmann (bis 31.03.2022), Vösendorf

Finanz- und Controllingvorstand start:bausparkasse AG, Hamburg

Frank Wunderlich (ab 01.04.2022), Weil der Stadt

Finanz- und Controllingvorstand start:bausparkasse AG, Hamburg

Sonstige Angaben

Sonstige Angaben zu Aufsichtsrat und Vorstand

Die Gesamtbezüge für den Aufsichtsrat betrugen 8,7 Tsd Euro. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstandes ist in Höhe von 4.638 EUR und für aktive Mitglieder in Höhe von 1.111 EUR in den Pensionsrückstellungen berücksichtigt.

An Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstands wurden keine Kredite gewährt (§ 34 Abs. 2 Nr. 2 RechKredV).

Von der Angabe der Vorstandsbezüge im Anhang wurde abgesehen (§ 286 Abs. 4 HGB).

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer im Sinne des § 267 Abs. 5 HGB betrug:

Gesamt 27 Davon Teilzeitkräfte 5
Davon männlich 8 Davon Teilzeitkräfte 0
Davon weiblich 19 Davon Teilzeitkräfte 5

Der Gesamtbestand nach der durchschnittlichen Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer betrug im Geschäftsjahr umgerechnet in Vollzeitkräfte 27,17 Mitarbeiter.

Vertrauensmann

Vertrauensperson gemäß § 12 Absatz 1 des BausparkG:

Heino Baas, Quickborn

Sonderangaben der Bausparkasse

Angaben zum Kollektiv

Bewegung des Bestands an nicht zugeteilten und zugeteilten Bausparverträgen

I. Nicht zugeteilter Vertragsbestand

Anzahl Bausparsumme
in Tsd Euro
A. Bestand am Ende des Vormonats/-jahres 49.825 2.171.436
B. Zugang durch:
1. Neuabschluß (eingelöste Verträge) 127 4.266
2. Erhöhung (0) 0
3. Übertragung 78 4.050
4. Widerruf der Zuteilungsannahme 20 306
5. Teilung 312 0
6. Sonstiges 105 993
insgesamt: 642 9.615
C. Abgang durch:
1. Zuteilung bzw. Zuteilungsannahme 3.233 76.547
2. Auflösung 3.456 120.823
3. Herabsetzung (7) 116
4. Übertragung 78 4.050
5. Zusammenlegung 1 0
6. Sonstiges 0 1.162
insgesamt: 6.768 202.698
D. Reiner Zu-/Abgang -6.126 -193.083
E. Bestand am Ende des Ber.monats/-jahres 43.699 1.978.353
F. Fortgesetzte Verträge 14.433 272.483

II. Zugeteilter Vertragsbestand

Anzahl Bausparsumme
in Tsd Euro
A. Bestand am Ende des Vormonats/-jahres 3.693 103.689
B. Zugang durch:
1. Zuteilung bzw. Zuteilungsannahme 3.233 76.547
2. Übertragung 0 0
3. Teilung 0 0
4. Sonstiges 747 12.495
insgesamt: 3.980 89.042
C. Abgang durch:
1. Darlehensverzicht 3.624 72.134
2. Herabsetzung (0) 0
3. Zusammenlegung 0 0
4. Übertragung 0 0
5. Darlehenstilgung, Vertragsablauf 772 23.091
6. Widerruf der Zuteilungsannahme 20 306
7. Sonstiges 0 0
insgesamt: 4.416 95.532
D. Reiner Zu-/Abgang -436 -6.490
E. Bestand am Ende des Ber.monats/-jahres 3.257 97.199

Rückständige Zins- und Tilgungsbeträge

31.12.2022 Euro
a) aus Zuteilung 3.885.347,53
b) aus Vor- und Zwischenfinanzierung 5.760.601,66
c) Sonstige 308.514,41
9.954.463,60

Noch nicht ausgezahlte bereitgestellte Darlehen

31.12.2022 Euro
a) aus Zuteilung 409.031,98
e) Sonstige 1.066.057,20
1.475.089,18

Bewegung der Zuteilungsmasse

Bewegung der Zuteilungsmasse
2022
Euro
2021
Euro
Zuführungen
I. Vortrag aus dem Vorjahr (Überschuss)
noch nicht ausgezahlte Beträge 433.277.903,19 426.519.804,93
II. Zuführungen im Geschäftsjahr
1. Sparbeträge
(einschließlich verrechneter Wohnungsbauprämien) 54.033.199,25 59.837.589,36
2. Tilgungsbeträge
(einschließlich verrechneter Wohnungsbauprämien) 11.888.309,12 12.551.478,85
3. Zinsen auf Bauspareinlagen 7.181.589,15 8.248.325,39
4. Sonstige 2.451.537,82 28.783,30
508.832.538,53 507.185.981,83
Entnahmen
I. Entnahmen im Geschäftsjahr
1. Zugeteilte Summen, soweit ausgezahlt
a) Bauspareinlagen 42.289.917,97 31.690.024,99
b) Baudarlehen 9.464.063,42 11.076.714,59
2. Rückzahlung von Bauspareinlagen auf noch nicht zugeteilte Bausparverträge 23.905.482,16 31.141.339,06
3. Entnahme aus dem Fonds zur bauspartechnischen Absicherung 0,00 0,00
3. Sonstige 3.732.770,97 0,00
II. Überschuss der Zuführungen (noch nicht ausgezahlte Beträge am Ende des Geschäftsjahres) 429.440.304,01 433.277.903,19
508.832.538,53 507.185.981,83

 

Hamburg, den 11.05.2023

start:bausparkasse AG

Schulz

Wunderlich

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

Die start:bausparkasse AG Hamburg (start:bausparkasse) in Deutschland ist seit 1972 deutschlandweit als Anbieter von Bauspar- und Baufinanzierungsprodukten tätig.

Die start:bausparkasse ist ein 100 %- iges Tochterunternehmen der BAWAG P.S.K. Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse Aktiengesellschaft, Wien (im Folgenden: BAWAG P.S.K.). Die BAWAG P.S.K. gehört zur börsennotierten Holdinggesellschaft BAWAG Group AG mit Sitz in Wien, die mit 2,2 Millionen Kunden eine der größten Banken in Österreich ist. Die Bank ist auf Privat-, KMU- und Firmenkunden sowie auf Kunden des öffentlichen Sektors fokussiert. Sie bietet unter diversen Marken und über unterschiedliche Vertriebswege ein breites Sortiment an Spar-, Zahlungsverkehrs-, Kredit-, Leasing- und Veranlagungsprodukten sowie Bausparen und Versicherungen an. Die Bereitstellung von Produkten sowie Dienstleistungen, die den Bedürfnissen der Kunden entsprechen, steht in allen Geschäftsbereichen im Zentrum ihrer Strategie.

Die start:bausparkasse konzentriert sich im Rahmen des Retailgeschäftes in Deutschland auf das Angebot von Bausparprodukten vorzugsweise über digitale Vermittlungsplattformen und konzernunabhängige Vertriebsorganisationen. Neben dem Angebot eigener Baufinanzierungsprodukte organisiert die start:bausparkasse als Kompetenzzentrum der BAWAG Group für das Baufinanzierungsgeschäft den gesamten Vertrieb der Baufinanzierungsprodukte der SÜDWESTBANK -BAWAG AG Niederlassung Deutschland (im Folgenden: NL SWB) über digitale Plattformen.

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft konnte sich im Jahr 2022 trotz schwieriger Rahmenbedingungen weiter erholen. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vergangenen Jahr um 1,9 % gestiegen. Die Belastungen durch die Folgen des Krieges in der Ukraine sowie die noch andauernde COVID-19-Pandemie konnten die positiven Wachstumstendenzen jedoch nicht überlagern. So lag das BIP im vergangenen Jahr um 0,7 % über dem Vor-Corona-Jahr 2019.

Nach einer pandemiebedingten Delle bei der durchschnittlichen Zahl der Erwerbstätigen in den Jahren 2020 und 2021, war im vergangenen Jahr 2022 wieder ein Zuwachs von 589.000 Personen (1,3 %) festzustellen. Dies führte mit 45,6 Millionen Erwerbstätigen im Jahresdurchschnitt zu einem neuen Rekord seit der deutschen Wiedervereinigung. Die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte sowie eine gestiegene Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung konnten den dämpfenden Effekt des demographischen Wandels deutlich überkompensieren. Die Erwerbslosenquote hat sich von 3,3 % auf 2,8 % reduziert.

Zu einer anfänglich zögerlichen Haltung der Europäischen Zentralbank gesellten sich anhaltende Störungen der Lieferketten durch die COVID-19-Pandemie sowie den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, welche die Inflationsraten in den ersten Quartalen stark ansteigen ließen. Erst im letzten Quartal des Jahres 2022 begannen die Verbraucherpreise allmählich zu fallen. Zeitweise lag die Jahresteuerungsrate, gemessen an den Verbraucherpreisen, in Deutschland bei über 10 %. Im Jahresdurchschnitt waren es immer noch + 7,9 % und damit der höchste Wert seit Bestehen der Bundesrepublik. Neben Energie und Nahrung, wirkte sich die Inflation auch überproportional auf die Baupreise aus.

Bauaufträge wurden aufgrund der Materialengpässe, der immensen Kostensteigerungen bei den Baukosten sowie der im Jahresverlauf deutlich gestiegenen Finanzierungskosten zurückgestellt oder storniert. Hiervon war auch der Wohnungsbau massiv betroffen. Wie das von der Regierung formulierte Ziel einer Fertigstellung von 400.000 Wohneinheiten pro Jahr hier mittelfristig realisiert werden kann, scheint bei den gegebenen Rahmenbedingungen zweifelhaft. Dabei sind die anvisierten 400.000 Wohneinheiten bereits knapp bemessen. Eine erneute Flüchtlingskrise, dieses Mal schwerpunktmäßig durch den Zuzug durch schutzsuchende ukrainische Mitbürger, war bei der damaligen Planung noch nicht berücksichtigt.

Eine Nettozuwanderung auf Rekordniveau sorgte dafür, dass die Bevölkerungszahl in Deutschland mit 84,3 Millionen Menschen, eine Zunahme von 1,1 Millionen Menschen im Jahresverlauf, den höchsten Wert in der Geschichte der Bundesrepublik erreichte. Ein sehr geringes Angebot an Wohnraum, sowie eine anhaltend starke Nachfrage in Kombination mit stark gestiegenen Energiekosten, werden unweigerlich zu deutlich höheren Wohnkosten führen und bergen großen sozialen Sprengstoff.

Der deutsche Staatshaushalt wies nach vorläufigen Berechnungen in 2022 ein Finanzierungsdefizit von 101,3 Milliarden Euro aus. Die Defizitquote lag jedoch mit - 2,6 % spürbar unter der der Jahre 2021 (- 3,7 %) und 2020 (-4,3 %). Der Staat konnte die Ausgaben, um die Folgen der Corona-Krise abzumildern, stark zurückfahren, brachte aber drei Entlastungspakete auf den Weg, um den Folgen der anhaltend hohen Energiekosten für die Bevölkerung entgegenzuwirken.

Branchenentwicklung

Die vertrieblichen Ergebnisse des Jahres 2022 im Bausparneugeschäft für die privaten Bausparkassen haben sich aufgrund des deutlich gestiegenen Zinsniveaus erheblich verbessert. Sowohl im beantragten als auch im eingelösten Neugeschäft (Brutto- bzw. Nettoneugeschäft) nach vermittelter Stückzahl und nach Bausparsummen konnte die in den Vorjahren rückläufige Entwicklung gestoppt werden. Die Stückzahlen im beantragten Neugeschäft nahmen im Vergleich zum Vorjahr in der Branche deutlich zu, während sie im eingelösten Neugeschäft leicht rückläufig gewesen sind (in 2022:17 % bzw.- 0,5 %). Gemessen an der Bausparsumme verzeichneten die privaten Bausparkassen sowohl im beantragten als auch im eingelösten Neugeschäft ebenfalls enorme Zuwächse im Vergleich zum Vorjahr (in 2022: 46,8 % bzw. 26,4 %).

Geschäftsverlauf

Die Geschäftsentwicklung 2022 ist von einer Fokussierung auf die Vermittlung von Baudarlehen aus dem Plattformgeschäft an die NL SWB, und der Annahme eines geringen Neugschäftes im Bauspargeschäft geprägt gewesen. Der bereits im ersten Quartal 2022 eingetretene deutliche Zinsanstieg gepaart mit der durch Lieferengpässe, Fachkräftemangel und deutlichen Preissteigerungen für Material unsicheren Entwicklung im Immobiliensektor hat dazu geführt, dass auch die Konditionen für Immobilienkredite mit entsprechenden Risikoaufschlägen versehen worden sind. Zudem ging die Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen im Verlauf des Jahres deutlich zurück. Folglich konnte das geplante Vermittlungsvolumen an Baudarlehn an die SWB nicht erreicht werden. Im Bauspargeschäft wurde das geplante Neugeschäftsvolumen ebenfalls nicht erreicht. Der ursprünglich geplante Fehlbetrag für 2022 erhöhte sich im Verlauf des Jahres aufgrund ausserplanmäßger Abschreibungen auf die selbsterstellte Baufinanzierungs App, die aufgrund der Vermittlung an die NLSWB nicht mehr zum Einsatz gekommen ist. Zudem wirkten sich ungeplante Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen auf Basis eines neuen Pensionsgutachtens belastend aus. Dieses Ergebnis kann als nicht zufriedenstellend eingeordnet werden. Sowohl das Zinsergebnis als auch das Provisionsergebnis konnten nicht in der geplanten Höhe erreicht werden. Während im Zinsergebnis der geringere Bestand an Voraus- und Zwischendarlehen ursächlich gewesen ist, ist das Provisionsergebnis aufgrund der geringeren Vermittlung an die NL SWB niedriger als erwartet ausgefallen. Durch höhere Abschreibungen und Zuführungen zu Pensionsrückstellungen wurde das Ergebnis über Plan belastet. Insgesamt haben sich sowohl die Eigenkapitalrendite als auch die Cost-Income Ratio weiter verschlechtert.

Die COVID-19 Pandemie hatte weiterhin keinen erkennbaren negativen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der start:bausparkasse gehabt. In der start:bausparkasse war bereits in den beiden Vorjahren allen Mitarbeitern Homeoffice ermöglicht worden, mit sicherer technischer Anbindung, was ebenfalls für 2022 umfangreich genutzt wurde. Die Geschäftsprozesse konnten damit auch in 2022 weitgehend unverändert fortgeführt werden. Die notwendigen Hygienekonzepte für Anwesenheitszeiten in den Büroräumen wurden eingehalten und über ein Testkonzept sowie den Impfnachweis für Anwesende ergänzt. Abstimmungen und Sitzungen sind insbesondere durch Videokonferenzen adäquat ersetzt worden und auch die fortlaufende Information der Mitarbeiter wurde über virtuelle Mitarbeiter- und Betriebsversammlungen sichergestellt. Da der Vertrieb der Bausparkassenprodukte schon vor Ausbruch der Pandemie ausschließlich über externe Vermittler bzw. Vermittlungsplattformen erfolgte, sind auch hier keine explizit durch Corona bedingten Einschränkungen aufgetreten.

Das Geschäftsjahr 2022 ist von der für die SWB neu entwickelten und dort ab dem 3. Quartal 2022 eingesetzten sog. BauFi App geprägt gewesen, mit der eine automatisierte Prozesskette zur Kreditentscheidung umgesetzt wurde. Die start:bausparkasse hat Vermittlungsfunktionen für außerkollektive Darlehn an die NL SWB übernommen und dafür eine Provision vereinnahmt. Ziel der bis 2022 geltenden Geschäftsausrichtung war es, die start:bausparkasse AG planmäßig zu dem Kompetenz-Zentrum der BAWAG Group in Deutschland für das Produktmanagement, den Vertrieb und die digitale Abwicklung von wohnwirtschaftlichen Plattform-Baufinanzierungen zu entwickeln.

In 2020-2022 erfolgte in diesem Zusammenhang

der Start der neuen Produktmarke "Qlick Baufinanzierung" auf der Europace-Plattform (Angebot für Selbstnutzer bis zunächst 400 T€)

der Start eines "Speed-Produktes" unter der Marke "Qlick" für Kaufpreisfinanzierungen (Kreditentscheidung in 48 Std.)

Ab dem 2. Quartal 2021 wurde ein komplett digitaler Antrags- und Kreditentscheidungsprozess (Verbindung der Europace-Plattform mit der "Baufi App" und dem Kernsystem der start:bausparkasse) eingesetzt

Im 1. Halbjahr 2022 erfolgte die Pilotierung der "Oneclick"-Baufinanzierung in Kooperation mit Europace (Kreditentscheidung innerhalb von 4 Std)

Im 2.Halbjahr 2022: wurde die direkte Anbindung der BauFi App an das Atruvia-System in NL SWBrealisiert und ein voll automatisierten Kreditentscheidungsprozesses umgesetzt.

Vertriebliche Entwicklung in 2022

Aufgrund der margengetriebenen Positionierung des Qlick-Baufinanzierungsproduktes der NL SWB zeigte sich schnell, dass die im Geschäftsplan erwarteten Provisionseinnahmen in 2022 und auch in den Folgejahren nicht annähernd erreicht werden können.

In 2022 war die bausparunterlegte Baufinanzierung wie in den Vorjahren nicht mehr im Fokus, und ein Vertriebsstart der Online-Tarifvariante im Bauspartarif-System F war mangels vorhandener digitaler Abschluss-Strecke nicht möglich. Im Ergebnis wurde auch das geplante Minimalziel für das kollektive Neugeschäft dadurch nochmals deutlich unterschritten.

Im Finanzanlagenbereich unterblieben vor dem Hintergrund der Restriktionen des Bausparkassengesetzes (§ 4 BSpkG) weiterhin Anlagen in risikobehafteten Wertpapierarten. Die installierten Messungs- und Überwachungsmechanismen stellen eine vorsichtige und diversifizierte Anlagestrategie sicher.

Kollektives Neugeschäft

2019
Mio Euro
2020
Mio Euro
2021
Mio Euro
2022
Mio Euro
Beantragtes Neugeschäft Bausparen (Bausparsumme) 40,5 14,3 4,7 1,7
Eingelöstes Neugeschäft Bausparen (Bausparsumme) 200,6 41,2 16,2 4,3

Entwicklung des kollektiven Neugeschäfts

Die start:bausparkasse AG realisierte im beantragten Neugeschäft nach Bausparsumme ein Antragsvolumen von 1,7 Mio Euro. Der Rückgang im beantragten Neugeschäft belief sich auf 63 %. Gemessen an der Anzahl des beantragten Neugeschäfts von 116 Stück ergab sich eine Reduzierung von 37 % zum Vorjahresergebnis. Das eingelöste Neugeschäft erreichte 4,3 Mio Euro gleichbedeutend mit einem Rückgang von 73,7 %. Das eingelöste Neugeschäft nach der Anzahl liegt mit 128 Stück um 53,3 % unter dem Vorjahresniveau. Die durchschnittliche Bausparsumme des eingelösten Neugeschäfts belief sich auf 33,3 Tsd Euro (in 2021: 59,3 Tsd Euro).

Kollektive Bestandsentwicklung

2019
Mio Euro
2020
Mio Euro
2021
Mio Euro
2022
Mio Euro
Eingelöster Bestand (Bausparsumme) 2.780,7 2.498,7 2.275,1 2.075,7
Nicht zugeteilter Bestand (Bausparsumme) 2.662,5 2.386,7 2.171,4 2.066,9

Entwicklung des kollektiven Bestands

Der gesamte eingelöste Bestand verringerte sich im Geschäftsjahr 2022 in der Bausparsumme um -8,8 % auf 2.075,7 Mio Euro. Gemessen an der Anzahl reduzierte sich der Vertragsbestand auf 47.016 Verträge (-12,1 %).

Im nicht zugeteilten Bestand verzeichnete die start:bau-sparkasse mit einer Bausparsumme von 2.066,9 Mio Euro einen Rückgang von 4,8 %. Die Anzahl der betreuten Verträge zeigte zum Ende des Berichtsjahres einen Rückgang auf 46.666 Stück (-6,3 %). Die durchschnittliche Bausparsumme im nicht zugeteilten Bestand betrug 58,6. Tsd Euro (in 2021: 43,6 Tsd Euro). Die Bauspareinlagen sind im Berichtsjahr um 1,1 % auf 461,7 Mio Euro zurückgegangen.

Zuteilungen

2019
Mio Euro
2020
Mio Euro
2021
Mio Euro
2022
Mio Euro
Zuteilungsvolumen 64,3 64,6 63,0 76,5

Zuteilungen

Die Zuteilung haben 3.233 Bausparer mit einer Bausparsumme von 76,5 Mio Euro (+ 21,5 %) angenommen. Zum Bilanzstichtag verwaltete die start:bausparkasse 3.257 zugeteilte Verträge mit einer Bausparsumme von 97,2 Mio Euro (-6,3 %) und einer Darlehenssumme von 32,4 Mio Euro (-3,4%).

Mit 71,5 Mio Euro reduzierte sich der gesamte Geldeingang im Geschäftsjahr 2022 um 14,2 % gegenüber dem Vorjahr. Der Zuteilungsmasse konnten hiervon 68,5 Mio Euro (-5,4 %) an Spar- und Tilgungsleistungen sowie Wohnungsbauprämien zugeführt werden. Zinszahlungen haben die Bausparer in Höhe von 4,3 Mio Euro (-48,4 %) erhalten. Für Auszahlungen aus zugeteilten Bausparsummen wurden der Zuteilungsmasse 32,4 Mio Euro (-3,4 %) entnommen. Die Rückzahlung von Bauspareinlagen auf noch nicht zugeteilte Bausparverträge belief sich auf 23,9 Mio Euro (-23,2 %). Die verfügbaren Zuteilungsmittel verringerten sich damit auf 429,4 Mio Euro (-0,9%).

Außerkollektives Geschäft

2019
Mio Euro
2020
Mio Euro
2021
Mio Euro
2022
Mio Euro
Vor- und Zwischenfinanzierungen 241,1 220,1 193,5 170,7
Sonstige Baudarlehen 11,8 17,8 55,7 69,4

Entwicklung des außerkollektiven Finanzierungsbestands

Der außerkollektive Finanzierungsbestand reduzierte sich im Geschäftsjahr 2022 (-3,6%) und belief sich in der Darlehenssumme zum Bilanzstichtag auf 240,1 Mio Euro.

Neuauszahlungen erfolgten mit 20,5 Mio Euro (+66,8 %). Dem Bedarf der Bausparer an Vor- und Zwischenfinanzierungen sowie sonstigen Baudarlehen konnte auch im Jahr 2022 in vollem Umfang entsprochen werden.

Die start:bausparkasse weist zum Bilanzstichtag Spareinlagen von 0,24 Mio Euro aus (-3,6 %). Unter den täglich fälligen Verbindlichkeiten gingen die Kundeneinlagen in Form von Tagesgeldern in 2022 um 0,3 Mio Euro auf 1,8 Mio Euro zurück. Der Bestand an täglich fälligen Verbindlichkeiten belief sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt 2,1 Mio. Euro.

Ertragslage

In 2022 hat die start:bausparkasse einen Jahresfehlbetrag in Höhe von -5.129 Tsd. Euro erwirtschaftet (in 2021 Jahresfehlbetrag:-1.816 Tsd Euro).

2019
Mio Euro
2020
Mio Euro
2021
Mio Euro
2022
Mio Euro
Zinsüberschuss 8,1 6,6 4,9 4,1

Zinsergebnis

Im zinstragenden Geschäft lief das Ergebnis mit erzielten 4,1 Mio Euro unter Vorjahresniveau aus (-17,4%). Ergebnismindernd wirkten sich auf der Zinsertragsseite gegenüber dem Vorjahr nochmals geringere Volumen- und konditioneninduzierte Zinserträge für Kundenkredite sowie gegenläufig positive Zinsen für höhere kurzfristig liquide Mittel aus.

Das Provisionsergebnis 2022 zeigte mit 1,3 Mio Euro einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahresergebnis (> - 100 %). Im Wesentlichen ist dies durch die Vertriebsprovision gegenüber der NL SWB begründet.

Die Verwaltungsaufwendungen sind um 0,1 Mio Euro auf 9,4 Mio. Euro gestiegen. Neben anderen Effekten war eine höhere Zuführung zu den Pensionsrückstellungen ursächlich.

Die langjährig praktizierte risikoarme Kreditvergabepolitik zeigte auch in 2022 positive Effekte. Sowohl bei der bisherigen Kreditrisikovorsorge als auch bei den Pauschalwertberichtigungen auf Basis des sog. BFA 7 ist ein positives Risikoergebnis von insgesamt 0,4 Mio. Euro erzielt worden.

Der Fonds zur bauspartechnischen Absicherung wurde gemäß § 6 Abs. 2 S. 1 Nr. 2 BauSparkG i. V. m. § 8 Abs. 4 BausparkV zum Jahresende 2019 vollständig aufgelöst und wurde auch in 2022 nicht neu dotiert.

In 2022 ist ein negatives a.o. Ergebnis in Höhe von 0,1 Mio Euro aufgrund der Zuführung zur Restruktierungsrückstellung entstanden.

Finanzlage

Die Kapitalstruktur war überwiegend geprägt durch Bauspareinlagen. Die start:bausparkasse ist ein Nichthandelsbuchinstitut. Die Anlage verfügbarer Mittel in Wertpapieren erfolgt grundsätzlich nach der Strategie, diese bis zur Endfälligkeit zu halten. Die strengen Anlagevorschriften für Bausparkassen, reglementiert im § 4 BauSparkG, werden in enger Abstimmung mit dem Kapitalanlageverantwortlichen der BAWAG P.S.K. konsequent angewendet. Im Rahmen der Kapitalanlagepolitik achtet die start:bau-sparkasse darauf, das zu vergebende Anlagevolumen am Kapitalmarkt breit zu streuen und mit den Kreditinstituten langfristige Geschäftsbeziehungen zu unterhalten.

Die Liquiditätsvorschriften der maßgeblichen CRR (Capital Requirements Regulations) wurden über die LCR (per 31.12.2022 6.339 %) im Geschäftsjahr durchgehend eingehalten, und die Liquidität war somit gewährleistet. Die wichtigste Finanzierungsquelle ist grundsätzlich der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit. Zur Refinanzierung des derzeit bestehenden Bestands an außerkollektiven Kundenkrediten stehen, über die im gesetzlich zulässigen Umfang verwendeten Bauspareinlagen hinaus, externe und konzerninterne Refinanzierungen zur Verfügung.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um 2,3 % auf 546 Mio Euro. Auf der Aktivseite verminderten sich die Forderungen an Kunden um 4% auf 276 Mio. Euro und der Barmittelbestand leicht um 0,2 Mio. Euro auf 132,8 Mio. Euro, während der Geldmarkt-/Kapitalanlagebestand aufgrund von Zukäufen unter Berücksichtigung von Fälligkeiten um rd. 34 Mio. Euro auf 100,4 Mio. Euro angestiegen ist. Auf der Passivseite verminderten sich die Verbindlichkeiten gegenüber den Kunden um rd. 4,9 Mio. Euro auf 464 Mio. Euro. Das ausgewiesene Eigenkapital zum Jahresende 2022 beträgt 23,8 Mio Euro (Vorjahr rd. 29,1 Mio Euro).

Das haftende Eigenkapital wurde zum Bilanzstichtag mit 22,8 Mio Euro gemeldet. Die im Rahmen des Standardansatzes (SA) im Meldewesen errechnete Gesamtkennziffer gemäß CRR betrug in der Meldung zum Bilanzstichtag 11,1 %. (Vorjahr 14,8%) Die zu diesem Zeitpunkt gemeldete Kernkapitalquote fiel gleich hoch aus. In 2022 wurden die sich kumulativ ergebenden aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen gemäß Art. 92 Abs. 1 CRR, gemäß § 10c Abs. 1 KWG (Kapitalerhaltungspuffer) sowie gemäß § 10d Abs. 1 KWG (antizyklischer Kapitalerhaltungspuffer) eingehalten. Zu Beginn des Jahres 2022 hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) einen antizyklischen Kapitalpuffer auf inländische Risikopositionen festgelegt. Dieser wurde ab Februar 2023 auf 0,75 % festgesetzt. Außerdem ist der Systemrisikopuffer auf mit Wohnimmobilien besicherte Kredite in Höhe von 2,0 % ebenfalls ab Februar 2023 einzuhalten. Aus diesem Grund wurde Ende Januar 2023 eine Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von 5 Mio. Euro durchgeführt. Auf Basis unserer Planung wird die Einhaltung der neuen Kapitalvorgaben gewährleistet.

Steuerung

Die risikoadjustierte Ertragsteuerung der start:bauspar-kasse und die Optimierung der Kostenstruktur stehen weiterhin im Fokus der Steuerung. Als strenge Nebenbedingung wird die Risikotragfähigkeit fortlaufend gemessen und eingehalten.

Kernstück der Steuerung ist ein einheitliches Kennzahlensystem, welches mit den zentralen Steuerungsgrößen der BAWAG PSK im Einklang steht.

Die Eigenkapitalrentabilität und das Cost-Income Ratio sind die zentralen Steuerungsgrößen. Die Eigenkapitalrentabilät ermittelt sich als Verhältnis aus dem Ergebnis nach Steuern zum bilanziellen Eigenkapital. Die Cost-Income Ratio stellt die Relation aus der Summe der Verwaltungsaufwendungen und Abschreibungen auf das Anlagenvermögen ohne regulatorische Kosten und der Summe der Erträge dar. Im Jahr 2022 hat sich eine Eigenkapitalrentabiltät in Höhe von -17,1 % (Vorjahr: -6,3%) ergeben. Die Cost-Income-Ratio lag 2022 bei rund 219 % (Vorjahr rd. 109%).

Die Kapitalrendite als Quotient aus Nettogewinn und Bilanzsumme liegt bei -0,9 % (Vorjahr -0,3 %)

Risikobericht

Risikomanagement

Unter Risikomanagement wird die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Früherkennung und zum Umgang mit den Risiken der unternehmerischen Betätigung verstanden. Ausgehend von der vom Vorstand festgelegten Geschäftsstrategie und der damit korrespondierenden Risikostrategie, aus der die risikopolitischen Grundsätze und die risikofeldbezogenen Teilstrategien der start:bausparkasse abgeleitet sind, ist die Zielsetzung des Risikomanagements das frühzeitige Erkennen und Bewältigen von Risiken, die eine wesentliche monetäre Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-oder Ertragslage der Gesellschaft haben können.

Die start:bausparkasse betreibt ihr Risikomanagementsystem unter Berücksichtigung der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk). Das Risikomanagementsystem umfasst grundsätzlich alle Maßnahmen zur Risikoidentifizierung, Risikobewertung, Risikoberichterstattung, Risikoüberwachung und Risikosteuerung. Es enthält die klare Definition von Risikofeldern, die zu bestandsgefährdenden Entwicklungen führen können, sowie eindeutige Grundsätze für die einzelnen, klar definierten Prozessschritte. Die Verantwortlichkeiten und Regelungen beim Durchlaufen der Risikomanagementprozesse sind dabei eindeutig festgelegt. Die im Unternehmen verankerten Maßnahmen zum Risikomanagement sind in Arbeitshandbüchern ausführlich dokumentiert und allen involvierten Mitarbeitern zugänglich. Die Interne Revision prüft risikoorientiert und prozessunabhängig die Wirksamkeit und Angemessenheit des Steuerungs- und Überwachungssystems.

Die start:bausparkasse definiert ihren Risikoappetit über die Dimensionen Kapital, Liquidität und Funding sowie Portfolioqualität. Im Geschäftsjahr 2022 waren in Bezug auf die Risikobereitschaft folgende Ziel- und Limitwerte definiert:

Kennzahl Ziel Limit
CET 1 ratio ≥ 11,25% > 7,0%
Tier 1 ratio n.d. > 8,5%
TC ratio n.d. > 10,5%
ICAAP Limit < 95% < 100%
LCR > 120% > 110%
FACE n.d. >25 MEUR
Leverage ratio n.d. >3%
NSFR n.d. > 110%
NPL ratio < 1,5% < 2,0%
NPL coverage ratio n.d. > 90%

(n.d.: nicht definiert bzw. festgelegt).

Auf Basis des Gesamtrisikoprofils hat die startibausparkasse die nachfolgenden Risiken im Einklang mit den MaRisk als wesentlich eingestuft: Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken, Liquiditätsrisiken und operationelle Risiken. Mögliche Risikokonzentrationen bei einzelnen Risiken werden berücksichtigt.

Im Risikotragfähigkeitskalkül werden monatlich alle wesentlichen, Risiken erhoben und die festgestellten Risikoanrechnungsbeträge der verfügbaren, aus den haftenden Eigenmitteln hergeleiteten, Risikodeckungsmasse (rollierend, über den Bilanzstichtag hinaus) gegenübergestellt. Dabei finden Stresstests Eingang in die Gesamtbetrachtung. Ausgehend von der Gesamtverlustobergrenze, die auf Basis der Risikotragfähigkeit und der risikostrategischen Ausrichtung vom Vorstand Vorstand festgelegt wird, werden jeder Risikoart Frühwarn- und Risikolimite zugewiesen und zur daraus abgeleiteten operativen Risikosteuerung eingesetzt. Durch Anrechnung der kalkulierten Risikobeträge auf die risikoartenbezogenen Limite werden die jeweiligen Limitauslastungen ermittelt und zur Gesamtrisikoposition - der Risikotragfähigkeit - verdichtet. Im Jahr 2022 wurde das ICAAP & Stresstest Framework überarbeitet und im Einklang mit den Anforderungen gem. BaFin Leitfaden für Risikotragfähigkeit sowie den Vorgaben auf Gruppenebene, die ökonomische und normative Perspektive eingeführt.

Das Risikoreporting erfolgt monatlich. Empfänger sind der Vorstand, die Risikoverantwortlichen (Risk-Owner) sowie quartalsweise der Aufsichtsrat. Ergänzend werden die Auswirkungen eines schweren konjunkturellen Abschwungs auf Gesamtinstitutsebene im Sinne eines adversen Szenarios berichtet. Empfänger sind der Vorstand und der Aufsichtsrat.

Adressenausfallrisiko

Die wesentlichen Rahmenbedingungen für das Kreditgeschäft sowie der Umgang mit Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft sind Gegenstand der schriftlich niedergelegten Kreditrisikostrategie, die integrativer Bestandteil der Geschäftsstrategie der start:bausparkasse ist. Die dort verankerte strategische Ausrichtung zum privaten Baufinanzierungsgeschäft sorgt, in Verbindung mit einer bewussten Steuerung des Risikos (vor allem durch strenge Anforderungen an die Beleihungsobjekte und die Bonität der Darlehensnehmer), für eine positive Entwicklung des Gesamtportfolios und der Zuführungen zu den Einzelwertberichtigungen für die Risikovorsorge. Die herausgelegten Darlehen sind dabei grundsätzlich durch Grundpfandrechte an geeigneten Immobilien zu sichern. Hierbei erhebt die start:bausparkasse strikte Vorgaben an die Qualität der Sicherungsobjekte. Finanzierungen werden ausschließlich im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland durchgeführt. Durch die Fokussierung auf das breite Privatkundengeschäft wird der Notwendigkeit einer Risikostreuung hinreichend Rechnung getragen.

Die Bearbeitung der Kredite erfolgt auf Basis festgelegter Prozesse und Verfahren unter Berücksichtigung intern verabschiedeter Beleihungsrichtlinien und Limitierungen. Die Risikopolitik unterliegt den im BauSparkG vorgeschriebenen Beleihungsgrenzen und Sicherungsarten. Für identifizierte Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft wird ausreichend Risikovorsorge getroffen.

Die start:bausparkasse setzt verschiedene Verfahren zur Risikoüberwachung im Kreditgeschäft ein. Dazu zählen ein automatisiertes Mahnwesen, eine regelmäßige Portfoliobetrachtung und die Erhebung von verschiedenen Kennzahlen im Rahmen des Risikomanagementsystems, durch die auch die Einbindung in die Gesamtbankbetrachtung aus Sicht des Vorstands gewährleistet wird. Die Kreditvergabe erfolgt auf Basis eines Scoringverfahrens, das grundsätzlich auch den methodischen Anforderungen des IRBA (auf Internen Ratings Basierender Ansatz) gerecht wird. Dieses wurde im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts zusammen mit anderen Bausparkassen und einem externen Dienstleister entwickelt.

Das Kreditrisiko im außerkollektiven Finanzierungsgeschäft sowie im kollektiven Kreditgeschäft ist nach wie vor lediglich mit geringen Risiken behaftet. Die NPL Ratio zum Gesamtkreditportfolio beträgt lediglich 0,4% und ist damit unter dem Vorjahresniveau (0,5%). Vermehrte Kreditausfälle bedingt durch COVID-19 sind weiterhin nicht zu verzeichnen.

Die Ermittlung von Adressenausfallrisiken bei Handelsgeschäften im Sinne der Geldanlagen gem. § 4 Abs. 3 BauSparkG erfolgt regelmäßig unter Annahme von Ausfallwahrscheinlichkeiten pro Ratingklasse. Aufgrund der risikoarmen Geschäftspolitik sind bei der start:bausparkasse keine nennenswerten Adressenausfallrisiken im Anlageportfolio erkennbar.

Aufgliederung des Anlageportfolios nach Geographie

Land Buchwert
in TEUR
Länderrating S&P
Deutschland 40.272 AAA
Großbritannien 39.545 AA
USA 11.591 AA+
Belgien 10.229 AA
Schweiz 9.857 AAA
Niederlande 5.487 AAA
Summe 116.980

Marktpreisrisiko

Marktpreisrisiken bestehen - branchenüblich - im Bereich des Zinsänderungsrisikos und des Credit-Spread-Risikos. Geschäfte mit Währungs- oder sonstigen Preisrisiken werden nicht getätigt.

Im Risikotragfähigkeitskonzept wird das Zinsänderungsrisiko barwertig für das Anlagebuch ermittelt. Es werden dabei 6 regulatorische Szenarienanalog EBA/GL/2018/02 (Artikel 114) berücksichtigt. Für die ökonomische Perspektive im ICAAP-Prozess wird das Szenario dieser 6 Szenarien angesetzt, welches den größten Verlust produziert. Zusätzlich zu den genannten Stresstests wird auch die Zinssensitivität auf Basis des PVBP-Konzepts ermittelt.

Zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos hat die start:bau-sparkasse u.a. Derivategeschäfte (Zinsswap) mit der BAWAG P.S.K kontrahiert.

Das Credit Spread Risiko wird in der ökonomischen Perspektive mittels des VaR quantifiziert (Haltedauer 1 Jahr, Konfidenzniveau 99.9%).

Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag die Risikomessgröße für das Zinsänderungsrisiko zeitweise oberhalb des gesetzten Risikolimits.

Liquiditätsrisiko

Der Erhalt einer robusten Liquiditäts- und Funding-Position ist eines der Kernelemente für die erfolgreiche Implementierung der Gesamtgeschäftsstrategie. Dies wird auch durch die konservative Liquiditäts-Risikobereitschaft belegt, welches durch das Liquiditätsrisiko-Limit-Framework der start:bausparkasse operationalisiert wird.

Zentrales Element der Liquiditäts-Risikobereitschaft ist die Kennzahl Free Available Cash Equivalent (FACE). Um das Liquiditätsrisiko in Stressphasen zu verringern, wird die FACE für ein Portfolio hoch liquider Aktiva als Vorsichtsmaßnahme in Form eines Liquiditätspuffers angewandt.

Die Liquiditätsrisiken werden auch durch die fortlaufende monatliche Ermittlung verschiedener aufsichtsrechtlicher Kennzahlen wie LCR gemäß CRR überwacht, die zum Bilanzstichtag bei auskömmlichen 6.339 % (Vorjahr 8.940 %) lag.

Für die start:bausparkasse sind derzeit keine Liquiditätsrisiken ersichtlich.

Operationelles Risiko

Die Steuerung der operationellen Risiken im Rahmen der allgemeinen Geschäftsaktivitäten erfolgt durch eine Vielzahl von Richtlinien, organisatorischen Vorschriften und Steuerungsinstrumenten. Die Maßnahmen zum Umgang mit operationellen Risiken, die z.B. durch den Ausfall der IT entstehen können, werden in einer Information-Security Policy und einem Business Contingency Plan geregelt. Das Monitoring von Cyber-Risiken erfolgt im Rahmen der definierten Prozesse und in Abhängigkeit der Risikolage bei Bedarf in erhöhter Frequenz. Für die strukturierte Erfassung operationeller Schäden hat die start:bausparkasse eine Schadenfalldatenbank eingerichtet, die in die Prozesse des Risikomanagements integriert ist. Rechtsrisiken werden im Einklang mit der CRR als Ausprägung des operationellen Risikos einbezogen.

Sonstige Risiken

Mit Hilfe eines Simulationsmodells wird das Bestandsrisiko im Kollektiv überwacht und gesteuert. Dabei wird der kollektive Gesamtbestand der start:bausparkasse auf Einzelvertragsbasis unter Einbeziehung von Neugeschäftsszenarien und in der Vergangenheit beobachteter Verhaltensweisen in die Zukunft fortgeschrieben. Die Simulationsrechnungen zeigen, dass auch für die nächsten Jahre ein ausreichender kollektiver Überschuss vorhanden sein wird, um Zuteilungen zu den Mindestbewertungszahlen bzw. Mindestwartezeiten zu gewährleisten.

Zur Risikosteuerung und -Überwachung sonstiger Risiken, wie z.B. Absatz-, Kosten- und Geschäftsumfeldrisiken, setzt die start:bausparkasse ausgewählte operative Controlling-Instrumente zielgerichtet ein.

Risiken im Zusammenhang mit der Auslagerung von Aktivitäten oder Prozessen werden im Einklang mit den Anforderungen des § 25b Abs. 1 KWG behandelt. Demnach wird die Wesentlichkeit einer Auslagerung auf der Basis einer Risikoanalyse bestimmt, wobei diese Betrachtung alle Aspekte berücksichtigt, die für eine angemessene Einbindung der ausgelagerten Aktivitäten und Prozesse in das Risikomanagement maßgeblich sind. Die start:bausparkasse hat zudem ein zentrales Auslagerungsmanagement implementiert.

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Das Ergebnis der laufenden Überwachung durch das Risikomanagement zeigt, dass bis zur Fertigstellung dieses Berichts in 2022 keine unmittelbar aufkommende, den Fortbestand des Unternehmens beeinträchtigende Gefährdung der Bausparkasse vorlag. Trotz der Limitüberschreitung im Zinsänderungsrisiko war die Risikotragfähigkeit während des gesamten Geschäftsjahres 2022 gegeben. Gleiches erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023. Darüber hinaus bestehen Risiken aus der branchenbezogenen Rechtsprechung, z.B. im Zusammenhang mit Gebühren und Bestandsaktionen.

Die start:bausparkasse hat in 2022 die aufsichtsrechtlich geforderte Umstellung des Risikotragfähigkeitskonzepts vom bisherigen Going-Concern-Ansatz auf die ökonomische und normative Perspektive vorgenommen.

Die seit 2020 bestehende durch das Coronavirus bedingte Pandemie hat auf das Geschäftsmodell der start:bausparkasse bislang keine quantifizierbaren negativen Effekte gehabt, sodass sich daraus resultierende Risiken bisher nicht in erhöhtem Ausmaß materialisiert haben.

Aus dem im Februar 2022 von Russland begonnenen Angriffskrieges gegen die Ukraine ergeben sich, aufgrund der zu vernachlässigenden direkten Abhängigkeiten innerhalb des Portfolios und in Zusammenhang mit den Dienstleistern, keine unmittelbar erhöhten Risiken. Die Entwicklung wird weiterhin beobachtet und gegebenenfalls werden Maßnahmen ergriffen.

Die Veränderungen in der Zinslandschaft seit Anfang 2022 führen zu erhöhten Zinsänderungsrisiken - vor allem im kollektiven Geschäft. Diese Änderung war unmittelbar im ICAAP ersichtlich und wurde entsprechend in der Überarbeitung der Strategie berücksichtigt.

Offenlegungsbericht

Die start:bausparkasse ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der BAWAG P.S.K. AG und somit in die Konsolidierung nach Artikel 18 CRR einbezogen. Die BAWAG P.S.K als Muttergesellschaft erfüllt die Offenlegungspflichten nach Teil 8 CRR vollumfänglich. Daher macht die start:bausparkasse AG von der Ausnameregelung nach Artikel 6 (3) CRR Gebrauch und erstellt keinen Offenlegungsbericht auf Einzelbasis. Die Offenlegung der Gruppe kann auf der Internetseite der BAWAG Group eingesehen werden.

Personal und Soziales

Die start:bausparkasse beschäftigte zum Bilanzstichtag 25 Mitarbeiter(innen) (in 2021: 27 Mitarbeiter(innen)). Davon waren 5 Mitarbeiter(innen) teilzeitbeschäftigt (in 2021: 3 Mitarbeiter(innen)) und keine Mitarbeiter(innen) befanden sich in Elternzeit (in 2021: 2 Mitarbeiter(innen)). Der Anteil der weiblichen Beschäftigten lag mit 19 Mitarbeiterinnen bei 76,00% (in 2021: 66,67%).

Großen Wert legt die start:bausparkasse auf die Qualifizierung und Weiterbildung ihrer Beschäftigten sowie die Einhaltung der Verhaltenswerte.

Allen unseren Mitarbeiter(innen), die mit ihrem Engagement und Einsatzwillen zu dem Geschäftsergebnis 2022 maßgeblich beigetragen haben, spricht der Vorstand seinen Dank und seine Anerkennung aus.

Die start:bausparkasse bezieht Nachhaltigkeitsaspekte in ihr strategisches Handeln bewusst ein. Unter Nachhaltigkeit versteht der Vorstand im Allgemeinen den Erhalt eines Systems bzw. bestimmter Charakteristika eines Systems mit der Zielsetzung, diese(s) zum Wohl zukünftiger Generationen zu bewahren. Die nachhaltige und verantwortungsbewusste Unternehmensführung berücksichtigt ökonomische, gesellschaftliche und ökologische Aspekte und ist in der Unternehmensstrategie verankert.

Prognosebericht

Die nachfolgenden Ausführungen haben aufgrund ihres Zukunftsbezuges ausschließlich Prognosecharakter.

In seiner Konjunkturprognose Winter 2022 geht das Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München von einem gewaltigen Angebotsschock aus, unter dem die deutsche Wirtschaft leiden wird. Lieferengpässe sowie Knappheit an Enerige und Arbeitskräften belasten die Produktion und führen zu hoher Inflation. Ab dem Frühjahr 2023 soll sich die Konjunktur erholen. Insgesamt wird von einem geringfügigen Schrumpfen des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,1% ausgegangen.

Die Deutsche Bundesbank geht in ihrem Monatsbericht Dezember 2022 für 2023 ebenfalls von einem allerdings sogar um 0,5 % Rückgang des realen BIP in 2023 aus. Die durch die Energiekrise verursachte verstärkte Inflation wird bis Mitte 2023 zu einem Sinken der real verfügbaren Einkommen und des Konsums privater Haushalte führen. Für die zweite Jahreshälfte 2023 soll sich die deutsche Wirtschaft allmählich erholen, getragen von der höheren Auslandsnachfrage und einer wieder sinkenden Inflationsrate.

Wir gehen ebenfalls davon aus, dass erst im zweiten Halbjahr 2023, bedingt durch eine wieder sinkende Teuerungssrate, ein Erholungseffekt eintreten wird.

Der andauernde Ukraine-Krieg bleibt in seiner weiteren Entwicklung abzuwarten. Es muss von einer hohen Unsicherheit zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung ausgegangen werden.

Die start:bausparkasse AG, Hamburg, ist aufgrund ihres Geschäftsfeldes und der gesetzlichen Rahmenbedingungen auf den deutschen Markt konzentriert und hat daher kein Exposure in Russland und der Ukraine. Wir erwarten daher keine wesentlichen Auswirkungen auf die geschäftliche Entwicklung der Bausparkasse.

Die Bundesbank geht davon aus, dass auf dem Immobilienmarkt die gedrückte Wohnungsnachfrage zunächst zu weiter stagnierenden Preisen führen wird. Bei einem knapperen Angebot und den überaus hohen und weiter steigenen Baukosten wird aber allmählich wieder ein Preisauftrieb erwartet. Somit werden die Preise für Wohnimmobilien im Verlauf des Jahres 2023 wieder steigend erwartet. Der seit Mitte 2022 eingetretene Abschwung bei den Wohnungsbauinvestitionen soll anhalten. Neben den steigenden Baukosten drücken auch die höheren Finanzierungskosten die Nachfrage nach Wohnraum. Auf der anderen Seite besteht Bedarf an zusätzlichem Wohnraum, der durch hohe Migration weiter steigen kann. Daher wird damit gerechnet, dass gegen Ende 2023 die Wohnbauinvestitionen wieder auf einen Expansionspfad einschwenken. Bei weiterhin hohem Auftragsbestand geht die Baubranche mit Skepsis in das neue Baujahr. Um real 6 % soll der der Umsatz im Bauhauptgewerbe 2023 voraussichtlich sinken, lautet die Prognose vom Hauptverband der Deutschen Bauindustrie für 2023.

Die Immobilie spielt - selbstgenutzt oder auch als Kapitalanlage - nach wie vor eine herausragende Rolle für die Altersvorsorge, die sich - im Gegensatz zu anderen Vermögenskategorien - mit spezifischen Nutzeneffekten verbindet. Die Kunden schätzen den Schutz vor Inflation und die langfristige Stabilität dieser Form der Altersvorsorge.

Der Bausparvertrag fungiert dabei in erster Linie als Sicherungsinstrument für Finanzierungskonditionen.

Die start:bausparkasse nutzt weiterhin die mit ihrer Einbindung in die BAWAG Group neu entstandenen Möglichkeiten, ihre Geschäftsstrategie den aktuellen Herausforderungen anzupassen, in dem sie die dem kollektiven Bausparen innewohnenden Zinsänderungsrisiken für das Unternehmen durch geeignete Maßnahmen begrenzt. Zudem werden die mit der konsequenten Realisierung der aufgrund einer tiefgreifenden Integration in den Konzern einhergehenden Synergien dazu genutzt, die Betriebskosten auf einem niedrigen Niveau zu halten. Die zusätzlichen Refinanzierungsmöglichkeiten im Konzern können für neue Ertragschancen genutzt werden.

Unter den aktuellen Rahmenbedingungen und dem regulatorischen Handlungsrahmen für Bausparkassen ist ein auskömmliches Bausparneugeschäft, unter Absicherung der damit verbundenen langfristigen Zinsänderungsrisiken, nach unserer Überzeugung b.a.w. nicht darstellbar.

Die start:bausparkasse konzentriert sich daher darauf, die aus dem kollektiven Bausparen resultierenden Verluste durch zielgerichtete Bestandsaktionen weiter zu reduzieren und mit einem ertragssteigernden Wertpapierportfolio eine stabile Ertragslage herzustellen.

Die deutlich gestiegenen Marktzinsen führen weiterhin dazu, dass wir von steigenden Bauspardarlehensbestände ausgehen können, da die Kunden vermehr die im Marktvergleich niedrigere Verzinsung auf Bauspardarlehn nutzen werden.

Weiter zunehmende regulatorische und gesetzliche Anforderungen an die Branche könnten - insbesondere bei kleineren Bausparkassen - über einen unverhältnismäßigen Anstieg des daraus folgenden Aufwands der Notwendigkeit zur Kostenreduktion entgegenstehen und dadurch auch die Ertragslage zusätzlich belasten.

Das deutlich angestiegene Zinsniveau wird die Ertragslage positiv beeinflussen.

Für 2022 wurde ursprünglich mit einem negativen Jahresergebnis gerechnet, welches durch Einmaleffekte noch höher ausgefallen ist. Diese Einmaleffekte sind durch Abschreibungen auf selbsterstellte Software, höhere Zuführungen zu Pensionsrückstellungen und Rückstellungen für die Erstattung von Kontogebühren während der Sparphase geprägt.

Für das Jahr 2023 wird das Zinsergebnis deutlich höher erwartet, da die Negativzinsen bei der Bundesbank entfallen sind und Neuinvestitionen in Wertpapieren gepaart mit leicht steigenden Beständen im Baufinanzierungsgeschäft geplant sind. Das Provisionsergebnis wird deutlich niedriger erwartet aufgrund des Wegfalls der Kontogebühren während der Sparphase und der sinkenden Provisionseinnahmen aus der Kreditvermittlung an die SÜDWESTBANK. Es wird ein positives Jahresergebnis in Höhe von rd. 0,9 Mio. Euro mit entsprechenden positiven "Return on Equity" in Höhe von rd. 3 % und verbesserter "Cost Income Ratio" in Höhe von 74 % gegenüber dem Vorjahr erwartet.

Nach wie vor ist allerdings bei der Ertragslage von negativ beeinflussenden Risiken auszugehen, z.B. aufgrund von weiter steigenden regulatorischen Anforderungen und Rechtsprechung zu bausparrelevanten Sachverhalten. Die Entwicklung der Zinsen wird nach den starken Anstiegen in 2022 auch in 2023 von hoher Marktvolatilität geprägt, insbesondere vor dem Hintergrund der anhaltend hohen Inflation. Hinzu kommen die zunehmenden geopolitischen, klimatischen und gesundheitlichen Risiken. Dies führt zu größerer Volatilität und verlangt von uns eine größere Wachsamkeit beim Umgang mit diesen Risiken.

Mitgliedschaften

Die Startbausparkasse war in 2022 Mitglied des Verbandes der Privaten Bausparkassen e.V., Berlin, der Europäischen Bausparkassenvereinigung, Brüssel, des Deutschen Verbandes für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e.V., Berlin, der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH, Berlin sowie der International Union For Housing Finance, Brüssel.

ERKLÄRUNG DES VORSTANDES GEMÄß § 312 ABS. 3 AKTG

Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten.

Berichtspflichtige Maßnahmen auf Veranlassung der verbundenen Unternehmen wurden weder getroffen noch unterlassen.

 

Hamburg, den 11.05.2023

start:bausparkasse AG

Der Vorstand

Hans-Christoph Schulz

Frank Wunderlich

BERICHT DES AUFSICHTSRATES

Der Aufsichtsrat hat in seinen fünf Sitzungen, die sich etwa gleichmäßig über das Geschäftsjahr verteilten, die Geschäftsleitung durch Erörterung mit den Mitgliedern des Vorstandes, durch Einsicht in die Geschäftsunterlagen und anhand schriftlicher Berichterstattung laufend geprüft.

Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat zudem regelmäßig, zeitnah und umfassend auch zwischen den Aufsichtsratssitzungen über grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik sowie über sonstige wichtige Ereignisse.

Der Jahresabschluss des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2022 und der Lagebericht des Vorstandes sind durch die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, geprüft worden. Dem Bericht über die Prüfung haben wir nichts hinzuzufügen.

Der Aufsichtsrat hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung zum Bericht des Abschlussprüfers, zum Jahresabschluss und zum Bericht des Vorstandes keine Einwendungen zu machen. Er billigt den Jahresabschluss in der vorgelegten Form. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 172 Aktiengesetz festgestellt.

Der Aufsichtsrat hat auch den vom Vorstand gemäß § 312 des Aktiengesetzes für das Geschäftsjahr 2022 aufgestellten Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen geprüft. Die Prüfung hat ergeben, dass die vom Vorstand vorgenommene Beurteilung der Rechtsgeschäfte, über die berichtet wurde, sachgerecht ist. Der Bericht ist von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, geprüft worden. Zu dem Ergebnis ihrer Prüfung hat der Aufsichtsrat nichts zu bemerken. Der uneingeschränkt erteilte Prüfungsvermerk der Abschlusspüfer lautet:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind."

Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendung gegen die Erklärung des Vorstandes am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zu erheben.

 

Hamburg, 30. Mai 2023

Dr. Guido Jestädt, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzverlust des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von EUR -5.769.906,46 wie folgt zu verwenden:

Vortrag auf neue Rechnung in Höhe von: EUR -5.769.906,46

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

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