KVB Finanzdienstleistungsgesellschaft mbH

Johannes-Mechtel-Straße 2, 65549 Limburg an der Lahn, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Limburg a. d. Lahn HRB 351
Vorher
Kloetzel Finanzierungsvermittlungsgesellschaft mbH
Eingetragen
9.7.1980
Branche
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVermittlung von KreditenVermittlung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Gegenstand
Vermittlung von Darlehen, Kapital- und Rentenversicherungen und Immobilien, sowie der An- und Verkauf von Immobilien und die Durchführung aller damit zusammenhängender Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marc Brian Kloetzel
seit 17.9.2025
Geschäftsführer
Kai Kloetzel
seit 14.8.2020
Prokura
Tobias Udo Kloetzel
seit 27.9.2011
Prokura
Ute Kloetzel
seit 28.1.2003
Prokura
Udo Kloetzel
seit 28.1.2003
Geschäftsführer
Wolfram Schwendt
seit 28.1.2003
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Ute Kloetzel
Am Mehlpfuhl 2, 65604 Elz
51.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KVB Finanzdienstleistungsgesellschaft mbH

Limburg a. d. Lahn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht

der KVB Finanzdienstleistungsgesellschaft mbH

DARSTELLUNG UND ANALYSE DES GESCHÄFTSVERLAUFS UND DES GESCHÄFTSERGEBNISSES FÜR DAS KALENDERJAHR 2024

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die KVB Finanzdienstleistungsgesellschaft mbH (kurz: KVB oder KVB GmbH) ist ein 1980 gegründetes Familienunternehmen mit Firmensitz in Limburg an der Lahn. Mehr als 91 Prozent der deutschen Unternehmen sind Familienunternehmen. Sie stellen fast 60 Prozent aller Arbeitsplätze und erweisen sich auch in konjunkturell schwierigen Zeiten als stabilisierender Faktor auf dem Arbeitsmarkt. Im ersten Pandemiejahr schufen die Familienunternehmen noch weitere Arbeitsplätze, während die 26 Nicht-Familienunternehmen im DAX bereits Beschäftigung abbauten. Dies könnte als Indikator dafür gesehen werden, dass Familienunternehmen eher auf Beschäftigungssicherheit setzen als Publikumsgesellschaften.1

Geschäftszweck der KVB Finanzdienstleistungsgesellschaft mbH ist entsprechend dem Eintrag 351 im Handelsregister B beim Amtsgericht Limburg die Vermittlung von Darlehen, Kapital- und Rentenversicherungen und Immobilien sowie der An- und Verkauf von Immobilien und die Durchführung aller damit zusammenhängender Geschäfte.

Schwerpunktmäßig wurden im Jahr 2024 nach wie vor drei Segmente betrieben:

Vermittlung von:

• Finanzierungen zur Modernisierung, Instandsetzung und Umfinanzierung im Bestandsimmobilienbereich

• Konsumentendarlehen

• Versicherungsgeschäft

Zielgruppe der KVB ist der private Kreditnehmer, mit und ohne Grundbesitz.

2. Repräsentanzen

Neben dem Unternehmenssitz in Limburg an der Lahn ist die KVB GmbH für ihre Kunden bundesweit unter dreizehn weiteren Geschäftsadressen vertreten. Verarbeitung und Einreichung der Geschäfte erfolgen am Firmensitz.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft schrumpfte im Jahr 2024 erneut. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2024 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,2 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung in Deutschland ebenfalls 0,2 %.2

Von den privaten Konsumausgaben kamen im Jahr 2024 nur schwache positive Signale. Sie stiegen preisbereinigt um 0,3 %. Die sich abschwächende Teuerung und Lohnerhöhungen für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer konnten die Käufe nur bedingt ankurbeln.

Der Beschäftigungsaufbau fand im Jahr 2024 ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt, vor allem im Bereich öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit. Die Zahl der Erwerbstätigen im Produzierenden Gewerbe und im Baugewerbe sank dagegen.

Die Anzahl der insgesamt Erwerbstätigen in Deutschland stieg gegenüber dem Vorjahr nur noch leicht, um 0,2%, an3.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen/ Branchenkonjunktur

Die Nachfrage nach privaten Krediten verharrt weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Die weiterhin schwache Konsumnachfrage dämpft die Nachfrage nach Ratenkrediten.

Zart positiv Impulse hat die Nachfrage nach Baufinanzierungen durch die eingeleitete Zinswende erfahren. Steigende Risikokosten, der regulatorische Aufwand, Personal- und Sachkosten haben sich stark erhöht.

Für das erste Quartal 2025 rechnen die BLS (Bank-Lending-Survey) -Banken mit einem weiteren Anstieg der Nachfrage nach Wohnungsbaukrediten, die sie mit noch vergleichsweise niedrigen Immobilienpreisen und einem hohen Bedarf an Wohnraum begründeten. 4

EY bezeichnet 2024 im Hinblick auf Hypothekendarlehen als das schwächste in der vergangenen Dekade. Im kommenden Jahr geht der EY European Bank Lending Economic Forecast aber von einem Anstieg von immerhin 2,8 Prozent und im Jahr darauf von 4,1 Prozent aus.

Der deutsche Markt für Verbraucherkredite kontrahiert 2024 erneut mit einem erwarteten Minus von 0,9 Prozent. Besserung wird für 2025 mit einem Wachstum von 1,2 Prozent und 2026 von 3,4 Prozent erwartet.5

Geschäftsverlauf

Im Wirtschaftsjahr 2024 liegen die Umsätze der KVB im operativen Geschäft gegenüber dem Vorjahr um rund. 13% unter denen des Vorjahres, was bei der Darstellung des Ergebnisses aber durch weitere Kostensenkungen abgefangen wurde.

Etwa ein Fünftel des von der KVB vermittelten Geschäfts wurde über die Geschäftsstelle Erfurt in den neuen Bundesländern generiert.

Weitere Einsparungen bei den Personalkosten um 11%, sowie im Bereich Werbung um rund 27% konnten das Ergebnis stabil halten. Die in 2023 in Kraft getretene Neuausrichtung der Werbestrategie hat sich bewährt.

Die anhaltenden Ausschläge, sowohl bei den branchenbezogenen als auch allgemeinen Rahmenbedingungen des konjunkturellen Umfelds, haben im Bilanzierungszeitraum Gegenmaßnahmen wie Personalabbau und Maßnahmen zur Kostenoptimierung im Bereich Werbung ausgelöst. Die angestoßenen Maßnahmen werden im Jahr 2025 fortgeführt und verfeinert.

Die kontinuierliche Festigung bestehender Kooperationen hat einen maßgeblichen Einfluss auf unsere Geschäftsergebnisse.

Ausgewogene crossmediale Marketingstrategien und flexible Anpassungsprozesse im Zusammenspiel mit entsprechenden Personalstrukturen sollen die Reichweite unserer Marke weiter erhöhen und bestehende Potenziale sinnvoll nutzen. Die Anzahl der Kundenanfragen bestätigt den Erfolg dieses Ansatzes.

Dabei bleiben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unsere wichtigste Verbindung zum Kunden. Den Ausbau der digitalen Kompetenzen mit der persönlichen Kundenbeziehung in Einklang zu bringen ist eine der Herausforderungen bei der Schaffung eines "hybriden" Geschäftsmodells. Investitionen in die Umsetzung, Planung und Steuerung von entsprechenden Maßnahmen sind unerlässliche Investitionen in die zukünftige Entwicklung des Geschäftsmodells.

Gerade im Bestandskundenbereich liegt hier großes Potential und laufende Modellprojekte liefern vielversprechende Resultate.

Die Umsatzerlöse des Unternehmens verringerten sich im Jahr 2024 auf 19.7 Mio. Euro, was gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang von rund 13% entspricht. Gleichzeitig stieg das Volumen der vermittelten Kredite um 1,6% leicht an.

Die verminderte Wertschöpfung hat mehrere Ursachen. Zum einen waren die Umsätze aus dem Versicherungsgeschäft geringer, da ein überproportionaler Anteil des Ratenkreditgeschäfts aus den Bestandskunden generiert wurde, welche bereits mit laufenden Versicherungen ausgestattet waren. Ein weiterer Faktor war die verstärkte Umschuldung von Bestandskunden hin zu Banken, die zwar bessere Kreditkonditionen, aber weniger Vermittlungsprovisionen zahlen.

Der erwirtschaftete Jahresüberschuss von 933. T€ liegt 0,8 % über dem Vorjahresergebnis.

Die Auftragslage zum Ende des ersten Quartals 2025 liegt 12% unter dem Vorjahreswert, bei entsprechend angepassten Kosten.

Ernst & Young sieht als Hauptgrund für die derzeit allgemein noch schwache und restriktive Kreditvergabe die aktuelle Konjunkturschwäche und die Erwartung einer weiter stagnierenden Wirtschaft. 6

2. Darstellung und Analyse der VFE-Lage

Ertragslage

Die Bauzinsen haben sich in 2024 tendenziell seitwärts bewegt. Dieser Trend sollte sich auch im 1. Halbjahr 2025 fortsetzen. Dennoch ist aktuell mit erheblichen Schwankungen zu rechnen, wie auch der sprunghafte Anstieg der Bauzinsen Anfang März 2025 zeigt.7

Ein Quartalsvergleich der KVB-Umsätze mit dem Vorjahr bildet das volatile Umfeld ab.

Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen im Jahresverlauf, konnte die KVB ihre Marktposition auch im Jahr 2024 weiter behaupten.

Die KVB präsentiert mit einem ausgewiesenen Gewinn von 933. T€ ein solides Ergebnis.

Eine Stabilisierung im Zinsbereich und die Nachholung von im Jahr 2023 aufgeschobenen Bauprojekten und Immobilienerwerben haben 2024 zu einem langsamen, aber stetigen Erholungskurs bei der Kreditvergabe geführt. Am deutlichsten legten die Konsumentenkredite zu (plus 2,6% ggü. Vj.). Die Baufinanzierung befindet sich weiterhin auf einem stetigen, wenn auch langsamen Erholungskurs (plus 1,3%), wie eine Auswertung der Analysefirma Barkow Consulting, die auf Daten der Bundesbank beruht, zeigt. 8

Die KVB vermittelt zwar Immobiliardarlehen, aber fast ausschließlich im Bereich der Bestandsimmobilien und konnte von diesem Trend ebenfalls bedingt profitieren. Für Renovierungskredite und Umschuldungen besteht aber weiterhin Nachfrage. Mit 15-jähriger Zinsbindung abgeschlossene Darlehen, die nun auslaufen, wurden noch mit über 5% Zinsen abgeschlossen, was die Akzeptanz der betreffenden Kunden für die aktuelle Zinssituation begünstigt.

Der überproportionale Abschluss von Prolongationen wird sich erst nach dem Bilanzstichtag als Gewinn realisieren lassen und ist unter der Passiven Rechnungsabgrenzung ausgewiesen.

Für die Platzierung des Finanzierungsgeschäftes der KVB GmbH bei unseren Kooperationspartnern stellt dies weiterhin ein günstiges Umfeld dar.

Der Zuwachs des vermittelte Kreditvolumens um rund 1,6% entspricht etwa der allgemeinen Marktentwicklung.

Realistische Perspektiven für ein weiterhin erfolgreiches Geschäftsmodell und die Festigung unserer Marktposition sind gegeben.

Die für 2024 generierten Ergebnisse der KVB entsprechen im Umsatzbereich der prognostizierten Nullprognose.

Seit 2023 wurden kostenreduzierende Maßnahmen in die Wege geleitet. Zum Ende Februar 2025 liegen die monatlichen Gesamtkosten noch einmal 14,6% unter dem Vorjahreswert. Zielsetzung war eine Senkung der monatlichen Gesamtkosten auf 1.5 Mio Euro, was im Jahr 2024 erreicht wurde. Eine Neubewertung und weitere Kostenreduzierungen befinden sich Vorbereitung. Die Medienplanung für das Jahr 2025 beinhaltet weitere Kostenreduzierungen.

Der stetige Ausbau unserer digitalen Strukturen und das neue CRM-System unterstützen zudem einen weniger personalintensiven Geschäftsbetrieb.

FINANZLAGE (Kapitalstruktur, Investitionen und Liquidität)

Die Finanzlage kann im Zusammenspiel mit den bestehenden Barrücklagen und Wertpapierdepots als sehr gut bezeichnet werden. Unsere Eigenkapitalquote haben wir im Bilanzierungszeitraum von 77 % auf 78% erhöhen können. Die Eigenkapitalausstattung gilt als wichtiges Maß für Sicherheit und Kreditwürdigkeit.

Das unternehmerische Handeln der Geschäftsführung bleibt vor dem Hintergrund weiterhin bestehender Abwärtsrisiken auf den Erhalt der Kernarbeitsplätze und des Unternehmenswertes ausgerichtet. Wachstumspläne wurden zum Zeitpunkt der Berichterstellung erneut ausgesetzt.

Als Dienstleistungsunternehmen ist unser Geschäftsmodell wenig kapitalintensiv und erwirtschaftet sehr hohe Cashflows. Dies hat auch Auswirkungen auf die Investitionen und die Finanzierung der KVB GmbH. Da wir, abgesehen von der Finanzierung der firmeneigenen Immobilien, keine Fremdmittel zur langfristigen Finanzierung der Gesellschaft nutzen, beeinflussen Änderungen des allgemeinen Zinsniveaus oder zukünftiger Kreditkonditionen die Unternehmensfinanzierung nicht wesentlich.

Die KVB hat in zukunftsfähige, umweltfreundliche Energieversorgung investiert und das Firmengebäude in Limburg im März 24 mit einer entsprechenden Anlage ausgestattet. Die Arbeiten wurden im Herbst 2024 abgeschlossen. Der höchste Strombedarf unseres Unternehmens herrscht in der Zeit zwischen 8 und 18 Uhr und deckt sich mit dem Solarstromangebot. Neben dem wichtigen Beitrag zum Klimaschutz ergeben sich durch die günstigen gewerbeüblichen Nutzungszeiten erhebliche energetische Einsparungsmöglichkeiten.

Die aus dem Cashflow finanzierten Investitionen ohne Finanzanlagen betrugen im Jahr 2024 rund 310 T€ und beinhalten im Wesentlichen die Kosten für die Photovoltaikanlage, sowie Anschaffungskosten für KFZ.

Für die Weiterentwicklung der systematischen Gestaltung unserer Kundenbeziehungsprozesse (CRM) werden im laufenden Kalenderjahr rund 80 T€ eingeplant. Zusätzlich zur laufenden Weiterentwicklung entfällt ein Anteil von ca. 20 T€ auf ein Upgrade, welches uns die Implementierung einer REST-API Schnittstelle ermöglicht. Die Kommunikation unseres Softwaresystems mit Bankpartnern wird hierdurch erheblich komfortabler.

Um präventiv der zunehmenden Gefahr von Cyberangriffen entgegenzutreten, werden die Client und Serversysteme weiterhin stets auf den aktuellen Softwareständen gepflegt. Im Jahr 2023 wurde die Datensicherungsumgebung aktualisiert, um auch in diesem Bereich mehr Datensicherheit zu gewährleisten. Dabei wurde sowohl neue Hardware- als auch Software implementiert und das Gesamtkonzept neu aufgestellt. Im Bereich der Netzwerksicherheit werden ebenfalls weiterhin alle Netzwerkkomponenten im notwendigen Rahmen aktualisiert, um somit rechtzeitig Sicherheitslücken zu schließen. Des Weiteren wird im laufenden Geschäftsjahr verstärkt im Bereich des "Shared Workspace" auf Mobile Clients gesetzt, um eine höhere Flexibilität der Arbeitsplätze zu fördern und Kosteneinsparungen zu generieren.

Für das Jahr 2025 sind folgende Projekte in Planung beziehungsweise in Umsetzung für die momentan rund 50.000 T€ kalkuliert werden:

• Weitere Migrationen der Thin Clients zu Mobile Clients an diversen Standorten

• Aktualisierung / Erneuerung / Härtung der Endpoint-Protection Software aller Clients

• Umsetzung der geplanten Migration aller Windows 10 Clients zu Windows 11

• Umsetzung der Erneuerung der Kern-Server/Storage Infrastruktur (diese wird über einen in 2025 abgeschlossen Leasingvertrag finanziert)

• Stärkere Implementierung von Microsoft Teams in Unternehmensprozesse

Aufgrund von Veränderungen der Wirtschaftlichen Lage oder der eigenen Geschäftsprozesse können Projekte und Projektziele und die damit verbunden Ausgaben im Laufe des Geschäftsjahres variieren.

Für den agenturgestützten Ausbau der Webpräsenz bestehen Verträge über die Laufzeit maximal eines Jahres. Die hierfür eingeplanten monatlichen Kosten betragen rund 15 T€ (ohne Sonderaktionen).

VERMÖGENSLAGE

Zur langfristigen Vermögensbildung und zur Absicherung der Gesellschaft unterhält die KVB im Bilanzierungszeitraum diverse Immobilienwerte sowie Wertpapierdepots im Anlagevermögen.

Die weitere Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten aus der Finanzierung eigener Immobilien sind stabil.

Die Bar-Rücklagen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf rund 8,3 Mio. €, hinzu kommen Wertpapiere im Anlagevermögen von rund 13.5 Mio. €.

Die Bilanzsumme der KVB hat sich gegenüber dem Vorjahr um 716 T€ auf 31.2 Mio. € erhöht. Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme ist auf 78% angewachsen.

Art und Risikostruktur des Firmenvermögens spiegeln die Stabilität, das Wachstum und die Profitabilität der letzten Jahre wider. Unsere wirtschaftliche Lage ist insgesamt als sehr gut zu bezeichnen.

3. FINANZIELLE UND NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

MITARBEITER

Zum Bilanzstichtag waren 152 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Beschäftigungsstruktur hat sich gegenüber dem Vorjahr verändert. 31 Angestellte, 7 Außendienstmitarbeiter und 9 Auszubildende/Praktikanten, sind ausgeschieden. Demgegenüber stehen 6 neue Angestellte, sowie 8 Jahrespraktikanten und Auszubildende. Im ersten Quartal 2025 blieb die Anzahl der Beschäftigten unverändert. Die Reduzierung der Personaldecke betraf sämtliche Unternehmensbereiche und ist der veränderten Auftragslage, sowie der vorangetriebenen Digitalisierung im Kerngeschäft angepasst.

Eine einheitliche betriebliche Altersversorgung existiert nicht. Interessierten Arbeitnehmern bieten wir Beratungs- und Abschlussmöglichkeiten über einen Kooperationspartner an.

Im Vertrieb setzen wir überwiegend auf festangestellte Außendienstmitarbeiter, vereinzelt auch auf Kooperationen mit freien Handelsvertretern, die zur Erlangung der erforderlichen Qualifikationen regelmäßig intern und extern geschult werden.

KENNZAHLEN

Direkten Einfluss im Innenverhältnis auf die Entwicklung unserer Gesamterlöse haben verschiedene betriebliche Kennzahlen. Das neue CRM-System und die angepassten Betriebsstrukturen rücken hier folgende Auswertungen in den Vordergrund.

Genehmigungsquote:

Die Genehmigungsquote bezeichnet das Verhältnis der bei den Kooperationspartnern eingereichten Geschäfte zu den tatsächlich genehmigten Geschäften. Hieran lassen sich Qualität und die Effektivität der Umsetzung unseres Kerngeschäfts ablesen.

Unterjährig bestanden weiterhin schwierige Rahmenbedingungen, neben dem Zinsanstieg sind hier insbesondere seit 2023 massiv erhöhte Haushaltspauschalen zu nennen. Während die Quote in 2023 noch bei 73% lag, stieg sie im abgelaufenen Jahr bei unseren Hauptkooperationspartnern auf einen Mittelwert von 74%.

Deutlich über 80% liegende Quoten werden von den Banken nicht gewünscht, da sich die zu starke Vorselektion kontraproduktiv auswirken kann.

Quote "Verhältnis von gefahrenem Termin zu Abschluss"

Hier wird der Personal- und sonstige Kostenaufwand im Bereich Außendienst der Anzahl der erfolgreich abgeschlossenen Fianzierungen gegenübergestellt. Neue Betriebsabläufe bieten hier erhebliches Einsparpotential.

Während im Jahr 2022 auf einen erfolgreichen Geschäftsabschluss 4,75 gefahrene Außendienst Termine entfielen, wurde die Quote im Jahr 2023 auf durchschnittlich 3,96 gefahrene Termine gesenkt und im Berichtsjahr auf 3,76 optimiert.

Die Kennzahlen bilden ein maßgebliches Instrument der Früherkennung und ermöglichen der KVB kurzfristige Reaktionszeiten bezüglich Optimierung der Vertriebsprozesse. Risiken werden hier ebenso wie Chancen am Ort ihres Entstehens erfasst und durch die Geschäftsleitung zeitnah bewertet.

Die extremen Ausschläge, sowohl in der Dynamik der deutschen Wirtschaft als auch beim Konsumklima, haben die Zielplanung erschwert. Die KVB hat sich auf die Wahrnehmbarkeit ihrer Marke fokussiert. Es erfolgt eine kostengünstigere und inzwischen effektivere Verlagerung hin zu digitalen Werbemaßnahmen.

4. GESAMTAUSSAGE

Unsere Vermögens-, Finanzlage schätzen wir als sehr gut, die Ertragslage als befriedigend ein.

Die Nullprognose für die 2024er Geschäftsentwicklung der KVB GmbH hat sich im Gesamtkontext des vergangenen Jahres als realistisch erwiesen.

Die Deutsche Bundebank konstatierte in Ihrer Pressemitteilung vom 28.1.2025 zum Bank Lending Survey (BLS), dass die Nachfrage nach Bankkrediten im vierten Quartal 2024 in allen Kreditsegmenten angestiegen ist, insbesondere bei privaten Baufinanzierungen. Grund war das gesunkene Zinsniveau. Banken berichteten auch über verbesserte Aussichten auf dem Wohnimmobilienmarkt.

Dem entgegen ist die Risikotoleranz der Banken gesunken. Im Bereich der privaten Baufinanzierungen belasten negative Aussichten auf dem Wohnimmobilienmarkt die Kreditvergabe. Bei Konsumenten- und sonstigen Krediten führt eine schlechtere Bonität privater Haushalte zu restriktiven Maßnahmen. Banken habe in der Folge begonnen, die Bedingungen für private Wohnungsbaukredite zu straffen. Bei den Konsumenten- und sonstigen Krediten an private Haushalte nahmen sie im Ergebnis bislang keine Anpassungen vor. 9

Die Bonität unserer Kreditinteressenten zeigt vereinzelte Schwächen, auch der Schufa Risiko- und Kreditkompass 2024 sieht Zeichen einer möglichen Trendwende. Aktuelle SCHUFA-Daten zeigen, dass die Anzahl der Personen mit erstmaligen Zahlungsstörungen im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent angestiegen ist. 10

Im Jahr 2024 betrug die Arbeitslosenquote durchschnittlich rund sechs Prozent. Die Arbeitslosenquote im Februar 2025 lag bei 6,4 Prozent. Das Risiko, arbeitslos zu werden, ist gering, steigt jedoch und die Chancen, eine neue Anstellung zu finden, schwächen sich ab. Die Nachfrage nach Arbeitskräften sinkt weiter und bleibt schwach. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat zuletzt kaum zugenommen.11

Bei der KVB hat sich dieses Gesamtszenario in einer Reduzierung des Geschäftsumfangs (Umsatzrückgang proportional zu reduzierten Kosten) zum Jahresbeginn 2025 niedergeschlagen.

Die Ertragslage der KVB im ersten Quartal 2025 erfordert weitere Kostenschnitte.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt.

Im operativen Bereich ist die KVB in der Lage, bestehendem Finanzierungsbedarf unserer Kunden sowohl im Immobiliardarlehensbereich, als auch im Ratenkreditgeschäft mit maßgeschneiderten Lösungen entgegenzutreten.

Das Sicherheitsdenken der Kunden ist nach wie vor hoch, was die Bereitschaft zum Abschluss von Risikoversicherungen begünstigt.

III. Prognosebericht zur Beurteilung der zukünftigen Entwicklung

Prognosebericht

Der folgende Ausblick erfolgt zunächst losgelöst vom aktuellen wirtschaftlichen und politischen Umfeld:

Das Unternehmen plant auch im Jahr 2025, das Produktportfolio stetig wechselnden Herausforderungen anzupassen und zu erweitern, um die Marktposition der KVB nachhaltig zu stärken.

Durch Auswertung aller im CRM-System verwalteten Kundendaten lassen sich wertvolle Erkenntnisse über die eigenen Kunden gewinnen. So lassen sich beispielsweise Zielgruppen besser definieren und ein personalisiertes Marketing wird erleichtert.

Die Gesellschaft hat ihre solide Basis in den herausfordernden Vorjahren unter Beweis gestellt und blickt unter Berücksichtigung der bis 31.3.2025 generierten Zahlen weiter vorsichtig optimistisch in die Zukunft.

In 2024 wurde das anteilige Verhältnis von Baufinanzierungen (rd. 45%) zu Ratenkrediten (rd. 55%) gegenüber dem Vorjahr um 5% zu Gunsten der Baufinanzierungen verschoben, was dem Bundestrend folgt.

Die Provisionen im Bereich Ratenkredite sind geringer als bei den Baufinanzierungen, erheblich kürzere Abwicklungszeiten und weniger benötigte Beleihungsunterlagen lassen aber das Erreichen größerer Volumen zu. Begünstigend hinzu kommt, dass die durchschnittliche Höhe der über KVB finanzierten Ratenkredite inzwischen bei rund 30 T€ liegt. Gut ein Drittel hiervon fließen inzwischen in Renovierungsmaßnahmen.

Unter Berücksichtigung bereits eingeleiteter Sparmaßnahmen und der Umsatzzahlen für das 1. Quartal 2025 erachten wir es als realistisch, im laufenden Jahr eine leichte Ertragssteigerung um 5% erzielen zu können, mindestens aber im Bereich Umsatz- und Ergebnisentwicklung die Vorjahreswerte halten zu können.

Selbst eine mehrmonatige Flaute ließe sich mit der vorhandenen Vermögensstruktur ohne substanzielle Existenzgefährdung überbrücken.

Die Präsenz der KVB soll durch einen Mix von digitalen und analogen Werbemaßnahmen weiter verstärkt werden.

IV. Chancen- und Risikobericht

Die Führungsebene der KVB beobachtet kontinuierlich das Markt- und Wettbewerbsumfeld. Im Rahmen von Teamgesprächen werden regelmäßige Soll-/Ist-Vergleiche im Hinblick auf die Zielerreichung durchgeführt und regelmäßig besprochen. Notwendige Steuerungsmaßnahmen werden kurzfristig vereinbart und umgesetzt. Chancen rechtzeitig zu nutzen und die Risiken, die daraus erwachsen, so früh wie möglich zu identifizieren betrachtet die KVB als unternehmerische Aufgabe.

Chancen der künftigen Entwicklung

In Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit des Unternehmens ergeben sich eine Vielzahl von Chancen, die es teilweise schnell zu ergreifen gilt. Die KVB versteht Chancenmanagement als kontinuierliche Aufgabe. Wie schon in den Vorjahren weist das Unternehmen den nachstehend erläuterten Schwerpunkten gegenwärtig und in den kommenden Jahren eine besondere Bedeutung zu:

Ø Persönliche Kundenbeziehung

Immer komplexere Märkte und eine große Verunsicherung bei den Kunden machen den persönlichen Ansprechpartner immer wichtiger. Der voranschreitende Konsolidierungstrend im Bankensektor, Fusionen und die Schließung von immer mehr örtlichen Bankfilialen haben ein zunehmend anonymisiertes Umfeld erzeugt. Hiervon möchte sich die KVB GmbH ganz klar abgrenzen und hat es sich zum Ziel gemacht, vom Kunden als DIE HAUSBANK FÜR KREDITE wahrgenommen zu werden. Die emotionale Bindung des Kunden an seine Wohnimmobilie als Lebensmittelpunkt und Rückzugsort wird auch weiterhin persönliche Betreuung brauchen und darf im Wettbewerb nicht unterschätzt werden.

• Chancenbewertung: hoch

Ø Alternative Finanzierungsmodelle

Kreditnehmer sind zunehmend offen für digitale Angebote, insbesondere für Kredite, die über digitale Online-Kreditplattformen arrangiert werden. Oftmals aufwendige und langwierige Prozesse der Kreditantragsprüfung im traditionellen Bankwesen werden immer häufiger durch alternative, effizientere Finanzierungsmodelle ersetzt. Durch stetige Spezialisierung unserer Werbung, PR-Maßnahmen, die gezielte Nutzung der über Jahrzehnte aufgebauten Bestandskundenkontakte und die Entwicklung von Nischenprodukten, beispielsweise Finanzierungen ohne Altersbegrenzung, oder Darlehen an Hausbesitzer mit bevorzugten Konditionen ohne Grundbucheintrag sehen wir weiterhin gute bis sehr gute Chancen, ein lukratives Kosten-Nutzen-Verhältnis zu präsentieren. Wir leben in einer Zeit, in der sich Märkte und Wettbewerbssituationen rasch und unvorhersehbar ändern können. Während Banken früher oft Jahre benötigten, bis ein neues Produkt entwickelt wurde, ist heute eine anpassungsfähige und kundenzentrierte Organisation zwingend notwendig und hochrelevant. Agilität erlaubt die kurzfristige Auflage marktorientierter Produkte und Aktionen wie "Sofortkredit zur Bewältigung finanzieller Engpässe".

• Chancenbewertung: hoch

Ø Digitale Kompetenz

Die prozessualen und technischen Möglichkeiten bieten mit der fortschreitenden Digitalisierung stetige Optimierungsmöglichkeiten. Wettbewerbsvorteile können durch die sinnvolle Implementierung und Ausnutzung der Hebel: Automatisierung, Standardisierung, Organisation, Steuerung & Controlling generiert werden. Die KVB hat seit 2020 massiv in diese Entwicklung investiert.

Hinzu kommt der Stellenwert des Social Web am heutigen Markt, der unerlässlich für zukunftsorientiertes unternehmerisches Handeln ist. Verschiebungen bei der Akzeptanz unterschiedlicher Plattformen müssen berücksichtigt werden und die Positionierung des Unternehmens unterliegt stetiger Überprüfung. Für mehr und mehr Kunden findet der Erstkontakt zum Vermittler im Internet statt. Die professionelle Pflege und Aktualisierung der Inhalte auf der Firmenwebseite, sowie der weiteren Präsenzen ist inzwischen fester Bestandteil des Marketingkonzepts. Durch die bisherigen Kooperationen auf diesem Gebiet, sowie der Einsatz eigener Mitarbeiter soll die digitale Kompetenz auch im Innenverhältnis weiter an Stellenwert gewinnen und Synergien fördern. Die KVB plant, den Bereich Social Media kontinuierlich auszubauen und aufzuwerten, ohne dabei den Stellenwert eines persönlichen Ansprechpartners aus den Augen zu verlieren.

• Chancenbewertung: hoch

Angaben zu einzelnen Risiken

Die Darstellung der spezifischen Unternehmensrisiken folgt einer Nettobetrachtung. In der folgenden Betrachtung analysieren wir die definierten Unternehmensrisiken nach Kategorien und Eintrittswahrscheinlichkeit:

1. Umfeld- und Branchenrisiken

Ø Beschaffungsrisiko

Als Makler ist die KVB nicht von einzelnen Kooperationen abhängig, vielmehr kann sie auf ein Portfolio unterschiedler Partner aus dem Banken- und Versicherungswesen zurückgreifen. Sollten einzelne Partner wegfallen, ist eine kurzfristige Umplatzierung des eingereichten Geschäfts kurzfristig möglich.

• Risikobewertung: gering

Ø Risiken aus signifikanten Zinsanstiegen

Aufgrund der bereits umgesetzten Senkung durch die EZB (zuletzt am 6.3.2025) und prognostizierten weiteren Senkungen in 2025:

• Risikobewertung: gering

Ø Aktuelle Außergewöhnliche Unsicherheiten

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist uneinheitlich und geprägt von hohen innen- und außenpolitischen Ungewissheiten.

Der ifo Geschäftsklimaindex blieb im Februar unverändert: Die Einschätzungen zur Geschäftslage verschlechterten sich leicht, während sich die Erwartungen aufgehellt haben. Insbesondere Dienstleister bewerten ihre Geschäftslage und Perspektiven pessimistischer. Das Geschäftsklima des Mittelstands, ermittelt durch KfW und ifo Institut, zeigte im Februar ebenfalls schlechtere Bewertungen der aktuellen Lage und Erwartungen12.

Die EZB macht die Aussicht auf Zinssenkungen aber unmittelbar von der Entwicklung der drei binnenwirtschaftlichen Faktoren: Lohnwachstum, Gewinnmargen der Unternehmen und dem Realwachstum abhängig.

Die aktuelle Inflationserwartung hat einen erheblichen Effekt.

Aufgrund langjähriger Zinsbindungen müssen die Banken zudem kalkulieren, wie sich die kurzfristigen Zinsen über den Zinsbindungszeitraum entwickeln.

• Risikobewertung: mittel

2. Finanzwirtschaftliche Risiken

Ø Marketing

Das Marketing ist eine der Kategorien, die am stärksten von der Digitalisierung beeinflusst werden. In den Möglichkeiten der neuen CRM-Software sehen wir an dieser Stelle großes Potential, insbesondere was das bessere Verständnis für individuelle Kundenbedürfnisse und Budgets betrifft.

Nach Angaben von Statista nutzten im Januar 2024 weltweit 5,04 Milliarden Menschen soziale Netzwerke. Zehn Jahre zuvor waren es noch 1,86 Milliarden. Ein mächtiges Marketinginstrument in einem hart umkämpften Markt.

Der Erfolg des Unternehmens hängt erheblich von dem Erfolg der Marketinganstrengungen und den Maßnahmen zur Kundenbindung ab. Sollte KVB nicht in der Lage sein, (weitere) Kunden zu gewinnen, könnte dies ihr Geschäft und ihr künftiges Wachstum beeinträchtigen. KVB investiert rund 33 % ihrer Gesamtausgaben in die Kundengewinnung. Neben der Printwerbung gewinnt das Web Marketing stetig an Bedeutung und wird massiv vorangetrieben. Gleichermaßen wird der Pflege des Bestandskundenstammes ein hoher Wert beigemessen. Hier setzen die Durchsetzung von Qualitätsstandards zur Steigerung der Kundenzufriedenheit und zielgerichtete Marketingstrategien an.

• Risikobewertung: gering

Ø Schuldnerbonität

Die Überschuldungslage der Verbraucher in Deutschland hat sich weiter verbessert, was vornehmlich auf die Faktoren "Kriegsangst und Angstsparen" zurückzuführen ist. Während die Rate der Kreditausfälle bis 2023 kontinuierlich fiel, zeichnet sich 2024 aber ein Anstieg der Personen mit Zahlungsstörungen ab. 13

Die noch immer stabile Beschäftigungslage verschafft den Verbrauchern finanzielle Planungssicherheit.

Konjunktureinbrüche und weitere Zinserhöhungen könnten aber im Zusammenspiel mit hohen Inflationsraten Dominoeffekte auslösen, welche Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt nach sich zögen. Hinzu kämen erhebliche Preissteigerungen in vielen Bereichen. In der Summe könnten diese Effekte die Schuldnerbonität nachhaltig schwächen.

Wir beobachten daher fortwährend die Entwicklungen im politischen, ökonomischen und regulatorischen Umfeld sowie konjunkturelle Entwicklungen und die Anforderungen an den Finanzdienstleistungsmarkt.

• Risikobewertung: mittel

3. Interne Risiken

Ø Infrastrukturelle Störungen

Ausfälle oder Störungen der Strom-, Netzwerk- und Internetanbindung können zu sehr starken Einschränkungen der Geschäftstätigkeit führen. Zur Begrenzung dieses Risikos unterhalten wir Hardwareredundanzen in Form von Netzwerk und Serverinfrastruktur (Saarlandstraße), Redundanzen der Stromversorgung durch USVs der Netzwerk- und Serverinfrastruktur sowie Redundanzen im Bereich der Internetanbindung.

Aufgrund des digital gestützten Geschäftsmodells ist die KVB potenziell anfällig für Datenverluste und Systemschädigungen durch externe Angriffe auf die IT-Systeme und durch unzureichende Schutzmaßnahmen. Folgen daraus können datenschutzrechtlicher Natur sein, aber auch Reputationsverluste und nachgelagert finanzielle Verluste bedeuten.

Es werden kontinuierlich zahlreiche Maßnahmen zum Schutz der IT-Infrastruktur getroffen. Im Bilanzierungszeitraum wurden sämtliche Netzwerk-Gateways/ Firewalls ausgetauscht und die End-Point-Security erfüllt die aktuellen Sicherheitsstandards.

• Risikobewertung: gering

Ø Rechtsrisiken

Derzeit werden keine Ansprüche gegen die KVB geltend gemacht.

Die KVB, als Vermittler in den Bereichen Immobiliardarlehen, Konsumentenkredit und Versicherungen, unterliegt zahlreichen regulatorischen Anforderungen wie beispielsweise der Verordnung über die Immobiliardarlehensvermittlung.

In 2023 wurde die Whistleblower Richtlinie umgesetzt und eine entsprechende Meldestelle eingerichtet.

Seit 2024 besteht zudem eine Eintragungspflicht für Versicherungs- und Darlehensvermittler bei der Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen, welche wir fristgerecht vollzogen haben.

Die Nichteinhaltung von regulatorischen Anforderungen und Vorschriften kann zu Reputationsverlusten, Einschränkungen der Geschäftstätigkeit oder Strafzahlungen führen. Durch implementierte Compliance-Standards, wie die Qualifikation von Mitarbeitern nach den Richtlinien des Vermittlerregisters und den Ausbau des Kundenservice ist das Unternehmen in diesem Bereich gut aufgestellt.

• Risikobewertung: gering

Risikobericht zur Hervorhebung der Bedeutung aus der Darstellung der Risiken

Eine gesamtheitliche Betrachtung der sonstigen Geschäftsgrundlagen ergibt keine weiteren Risiken, die als wesentlich oder kritisch einzustufen wären.

Die KVB hat sich im Jahr 2024 stets im Rahmen ihrer ökonomischen Risikotragfähigkeit bewegt.

Abschließend lässt sich zusammenfassen, dass die Entwicklung der aktuellen Konjunktur- und Frühindikatoren zu Jahresbeginn vorsichtig optimistisch stimmt, und die Unternehmensleitung beurteilt ihre wirtschaftliche Lage sowohl zum Bilanzstichtag als auch zum Zeitpunkt der Lageberichtserstellung als positiv.

 

Limburg, den 17.04.2025

KVB Finanzdienstleistungsgesellschaft mbH - Limburg

Geschäftsführer Udo Kloetzel

1 https://www.familienunternehmen.de (Stiftung)

2 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2025/bip2024/statement-bip.pdf?__blob=publicationFile

3 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/01/PD25_019_811.html

4 Geldpolitik und Bankgeschäft | Publikationen der Bundesbank

5 https://www.ey.com/de_de/newsroom/2024/09/ey-european-bank-lending-forecast-2024

6 https://www.ey.com/de_de/newsroom/2024/09/ey-european-bank-lending-forecast-2024

7 https://www.drklein.de/zinsentwicklung-prognose.html

8 Kredite vor Comeback? - Barkow Consulting

9 https://www.bundesbank.de/de/presse/pressenotizen/januar-ergebnisse-der-umfrage-zum-kreditgeschaeft-bank-lending-survey-in-deutschland-950072

10 https://www.schufa.de/newsroom/finanzen/schufa-risiko-kreditkompass-2024-buy-now-pay-later-boomt/index.jsp

11 Startseite - Statistik der Bundesagentur für Arbeit

12 BMWK - Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im März 20251

13 SCHUFA Risiko- und Kreditkompass 2024: Buy Now Pay Later boomt - und kommt auch bei älteren Menschen an | SCHUFA

Bilanz

Aktiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen 21.103.018,26 21.348.113,50
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 337.875,50 635.746,00
II. Sachanlagen 7.293.794,31 7.469.647,31
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.667.435,81 6.798.620,31
2. technische Anlagen und Maschinen 91.780,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 534.578,50 671.027,00
III. Finanzanlagen 13.471.348,45 13.242.720,19
B. Umlaufvermögen 9.916.621,67 9.029.662,12
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.601.825,41 2.188.072,94
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 21.246,68 24.187,95
II. Wertpapiere 0,00 1.000.000,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 8.314.796,26 5.841.589,18
C. Rechnungsabgrenzungsposten 109.120,20 112.163,78
D. Aktive latente Steuern 100.667,11 23.258,42
Summe Aktiva 31.229.427,24 30.513.197,82

Passiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Eigenkapital 24.445.134,95 23.511.903,60
I. Gezeichnetes Kapital 51.000,00 51.000,00
II. Kapitalrücklage 24.600,00 24.600,00
III. Gewinnvortrag 23.436.303,60 22.503.814,68
IV. Jahresüberschuss 933.231,35 932.488,92
B. Rückstellungen 3.178.933,51 3.294.465,00
C. Verbindlichkeiten 3.166.297,78 3.475.322,11
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.891.862,43 3.094.287,94
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 754.615,40 792.440,74
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.137.247,03 2.301.847,20
2. sonstige Verbindlichkeiten 274.435,35 381.034,17
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 236.259,00 344.517,82
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 38.176,35 36.516,35
D. Rechnungsabgrenzungsposten 439.061,00 231.507,11
Summe Passiva 31.229.427,24 30.513.197,82

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2024 - 31.12.2024
EUR
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1. Rohergebnis 20.274.503,21 24.153.880,04
2. Personalaufwand 8.797.798,79 9.902.070,08
a) Löhne und Gehälter 7.395.874,72 8.302.539,16
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.401.924,07 1.599.530,92
davon für Altersversorgung 65.089,82 68.657,72
3. Abschreibungen 664.177,26 742.330,97
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 664.177,26 742.330,97
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 9.562.991,12 12.234.371,86
davon Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB 5.208,00 5.219,00
5. Erträge aus Beteiligungen 420,00 106,88
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 62.011,68 125.874,68
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 99.628,11 38.148,19
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 101.406,45 107.265,17
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 39.452,00 39.341,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 391.847,03 393.892,80
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 77.408,69
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 186.657,75
10. Ergebnis nach Steuern 918.342,35 938.078,91
11. sonstige Steuern -14.889,00 5.589,99
12. Jahresüberschuss 933.231,35 932.488,92

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: KVB Finanzdienstleistungsgesellschaft mbH
Firmensitz laut Registergericht: Limburg a. d. Lahn
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Limburg
Register-Nr.: 351

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

- sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte zum Nominalwert.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen 2.040.716,00 EUR und wurden mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen 10 Jahre abgezinst.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Unter dem Posten sonstige Verbindlichkeiten wird der Saldo eines Bankkontos zur Abwicklung von Fremdgeldern, gegen den entsprechenden Debitorenausweis gegenüber Versicherungen, im Haben saldiert. Die beiden Posten heben sich gegeneinander auf, sodass sich die Bilanzsumme um 464,7 TEUR verkürzt. Das Bankkonto wird ausschließlich für die erfolgsneutrale Abwicklung dieser Versicherungsgelder genutzt und insofern stehen die Aktiv- und Passivposten miteinander in direkter Verbindung.

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang ausgewiesen. Diese Beträge sind in der Geschäftsjahresabschreibung enthalten.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2024
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.024.860,38 0,00 23.134,27
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.024.860,38 0,00 23.134,27
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.854.923,95 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 92.942,39 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.089.633,93 217.303,37 377.283,08
Summe Sachanlagen 11.944.557,88 310.245,76 377.283,08
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 13.439.317,45 3.445.917,12 3.217.288,86
2. Genossenschaftsanteile 10.500,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 13.449.817,45 3.445.917,12 3.217.288,86
Summe Anlagevermögen 26.419.235,71 3.756.162,88 3.617.706,21
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2024
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 1.001.726,11
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 1.001.726,11
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 7.854.923,95
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 92.942,39
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 3.929.654,22
Summe Sachanlagen 0,00 11.877.520,56
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 13.667.945,71
2. Genossenschaftsanteile 0,00 10.500,00
Summe Finanzanlagen 0,00 13.678.445,71
Summe Anlagevermögen 0,00 26.557.692,38
kumulierte Abschreibung 01.01.2024
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2024
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 389.114,38 297.870,00 23.133,77 0,00 663.850,61
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 389.114,38 297.870,00 23.133,77 0,00 663.850,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.056.303,64 131.184,50 0,00 0,00 1.187.488,14
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.162,39 0,00 0,00 1.162,39
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.418.606,93 233.960,37 257.491,58 0,00 3.395.075,72
Summe Sachanlagen 4.474.910,57 366.307,26 257.491,58 0,00 4.583.726,25
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 207.097,26 0,00 0,00 0,00 207.097,26
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 207.097,26 0,00 0,00 0,00 207.097,26
Summe Anlagevermögen 5.071.122,21 664.177,26 280.625,35 0,00 5.454.674,12
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2024
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 337.875,50 635.746,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 337.875,50 635.746,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 6.667.435,81 6.798.620,31
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 91.780,00 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 534.578,50 671.027,00
Summe Sachanlagen 0,00 7.293.794,31 7.469.647,31
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 13.460.848,45 13.232.220,19
2. Genossenschaftsanteile 0,00 10.500,00 10.500,00
Summe Finanzanlagen 0,00 13.471.348,45 13.242.720,19
Summe Anlagevermögen 0,00 21.103.018,26 21.348.113,50

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 12.262,20 EUR (Vorjahr: 9.832,64 EUR).

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Position Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhaltet zum einen durchlaufende Gelder aus Abwicklungen von Finanzierungen der Kunden, die nicht zu Umsatzerlösen geführt haben, zum anderen Forderungen aus eigenen Leistungen. Die Forderungen wurden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 116.162,11 EUR.

Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:

Gesamtbetrag gemäß Ausschüttungssperre EUR
Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 0,00
Aktivierung latenter Steuern (saldierter Ausweis) 100.667,11
Aktivierung 7-Jahres-Durchschnittzins Bewertung Pensionsrückstellung 15.495,00
Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert 0,00
Gesamtbetrag 116.162,11

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher Betrachtungsweise gem. § 274 HGB. Die sich ergebenen Steuerbe- und entlastungen wurden verrechnet angesetzt. Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragssteuersatz liegt bei rd. 29%.

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Teilwertverfahren angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,90%
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 2,0% alle 3 Jahre
zugrunde gelegte Sterbetafel Prof. Dr. K. Heubeck (Richttafeln 2018 G)

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 15.495,00 EUR.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

EUR
aus Personalverpflichtungen (Urlaub, Prov.,RK, Tantieme) 225.187,00
aus Stornoreserven im Versicherungsgeschäft 528.050,00
aus Rückzahlungsansprüchen Provisionen und Gebühren 64.227,00

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 1.972.695,46 EUR (Vorjahr: 2.154.144,32 EUR).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 2.891.862,43 EUR.

Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden:

Gegenüber der Volksbank Rhein-Lahn-Limburg eG und der Nassauischen Sparkasse bestehen Grundschulden auf Immobilien im Anlagevermögen in Summe von 2.891.862,43 TEUR.

Gliederung der Restlaufzeiten

Stand 31.12.2024
EUR
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr
EUR
davon Restlaufzeit größer 1Jahr
EUR
davon RLZ größer 5 Jahre
EUR
Sicherungsrechte
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
2.891.862,43 190.504.05 2.701.358,38 1.934.519,11 2.891.862,43 Grundschulden
(3.094.287,94) (188.934,09) (2.905.893,85) (2.117.627,97) (3.094.287,94)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 139.700,85
(257.745,90) 139.700,85 0,00 0,00 0,00
(257.745,90) (0,00) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 134.734,50 * (123.288,27 *) 90.959,33 * (82.297,13) 43.775,17 38.176,35 0,00
(40.991,14) (36.516,35) (0,00)
Gesamt 3.166.297,78 * 421.164,23 2.745.133,55 * 1.972.695,46 2.891.862,43
(Vorjahr) (3.475.322,11) (528.977,12) (2.946.844,99) (2.154.144,32) (3.094.287,94)

* davon aus Steuern 1.575,23 EUR (Vorjahr 14.560,06 EUR)

davon aus sozialer Sicherheit 0,00 EUR (Vorjahr 0,00 EUR) Bewertungskorrektur Kundengelder -464.713,50 EUR (Vorjahr -525.574,24 EUR)

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind i. H. v. 483.376,26 TEUR Kundengelder aus Finanzierungen enthalten (Fremdgelder; vgl. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen). Eine Gliederung der Restlaufzeiten ist im Einzelnen nicht möglich und wird vereinfacht zu 70% im Folgejahr und zu 30% innerhalb von 5 Jahren unterstellt. Die Laufzeiten größer 1 Jahr ergeben sich aus den Spalten 3 und 4.

Haftungsverhältnisse aus sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:

Höhe der Verpflichtung
TEUR
Jahresbetrag
TEUR
Mietverträge Immobilien 826,5 114,0
Leasing- und Mietverträge Mobilien 679,2 349,9

Passive Rechnungsabgrenzung

Ausgewiesen werden u.a. Zahlungseingänge im abgelaufenen Wirtschaftsjahr für Provisionen und Courtagen, die wirtschaftlich erst im Folgejahr entstanden sind.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Aufwendungen und Erträge aus der Auf- und Abzinsung der Pensionsrückstellung i.H.v. 39.452,00 EUR sind im Finanzergebnis als Zinsen ausgewiesen.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Prokuristen 6,00
Angestellte/Arbeiter 103,50
Teilzeitbeschäftigte/Aushilfen 47,25
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 156,75
darüber hinaus Anzahl der Auszubildenden 8,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Udo Kloetzel ausgeübter Beruf: Versicherungskaufmann

Die Vergütung des Geschäftsführers wird gemäß der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB nicht ausgewiesen.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 933.231,35 EUR.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags ergibt sich ein Betrag von 24.369.534,95 EUR, der zu verwenden ist.

Am 28.01.2025 wurde ein Teilbetrag in Höhe von 700.000,00 € auf den Gewinnvortrag 01.01.2024 ausgeschüttet.

Auf neue Rechnung werden 24.369.534,95 EUR vorgetragen. Nach der Gewinnausschüttung verbleibt ein Betrag in Höhe von 23.669.534,95 EUR.

Honorar Abschlussprüfer

Das Honorar des Abschlussprüfers wird der Wirtschaftsprüferkammer auf Anforderung mitgeteilt gem. § 288 Abs. 2 HGB.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Limburg, den 17.04.2025

gez. Udo Kloetzel

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 17.04.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die KVB Finanzdienstleistungsgesellschaft mbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KVB Finanzdienstleistungsgesellschaft mbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KVB Finanzdienstleistungsgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Trier, den 17. 04.2025

Aloys und Christian Rech Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Rech, Wirtschaftsprüfer

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