Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 753273
Eingetragen
9.7.2015
Branche
Herstellung von MehrzweckindustrieroboternBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: die Entwicklung, Planung, Konstruktion und Vermarktung von Roboter- und Automatisierungstechnologien und damit zusammenhängenden Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Thomas Thalhammer
seit 2.2.2022
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
VESCON GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
460.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MFI GmbH

Benningen am Neckar

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bilanz zum 31.12.2021

AKTIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.281.180,73 910.554,27
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Werten 20.042,00 7.767,00
2.301.222,73 918.321,27
III. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.964.320,65 2.014.420,65
2. Technische Anlagen und Maschinen 212.856,00 183.081,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 259.303,00 203.776,90
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00 29.511,36
2.436.479,65 2.430.789,91
4.737.702,38 3.349.111,18
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.402.925,09 1.210.700,42
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 12.678.040,00 10.600.490,31
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 412.405,52 51.176,21
4. Geleistete Anzahlungen 2.323.745,89 3.962.700,83
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -10.279.261,52 -10.600.490,31
6.537.854,98 5.224.577,46
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.725.646,44 810.987,34
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.894.232,26
3. Sonstige Vermögensgegenstände 411.708,65 158.158,64
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 43.867,81 (Vj: EUR 21.267,81)
6.031.587,35 969.145,98
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 203.002,85 2.976.037,91
12.772.445,18 9.169.761,35
C. Rechnungsabgrenzungsposten 61.831,17 47.593,20
D. Aktive latente Steuern 75.000,00 0,00
17.646.978,73 12.566.465,73

PASSIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 460.000,00 460.000,00
II. Kapitalrücklage 2.995.890,33 2.995.890,33
III. Gewinnvortrag 842.570,35 148.376,27
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag (-) -944.841,78 694.194,08
3.353.618,90 4.298.460,68
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 111.722,64 88.950,93
2. Steuerrückstellungen 0,00 87.035,43
3. Sonstige Rückstellungen 2.995.987,80 3.107.710,44 4.952.916,41
5.128.902,77
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 948.819,63 1.078.924,83
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.735.366,91 1.265.655,18
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.881.147,06 356.827,06
4. Verbindlichkeiten gg. verbundenen Unternehmen 17.825,00 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten: 513.022,11 158.761,29
davon aus Steuern: EUR 436.056,75 (Vj: EUR 155.259,70)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 3.729,56 (Vj: EUR 3.501,59)
davon mit einer Restlaufzeit bist zu einem Jahr: EUR 513.022,11 (Vj: EUR 158.761,29)
11.096.180,71 2.860.168,36
D. Rechnungsabgrenzungsposten 89.468,68 80.949,92
E. Passive latente Steuern 0,00 197.984,00
17.646.978,73 12.566.465,73

Gewinn- und Verlustrechnung 01.01.2021 bis 31.12.2021

2021 2020
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 16.365.713,05 12.151.296,15
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.438.779,00 7.996.358,66
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.473.222,11 517.840,87
4. Sonstige betriebliche Erträge 242.934,32 416.432,31
davon aus Währungsumrechnung EUR 39,71 (Vj: EUR 86,23)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -10.072.501,23 -9.563.122,21
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.403.089,03 -1.876.253,95
6. Personalaufwand -12.475.590,26 -11.439.376,16
a) Löhne und Gehälter -5.514.929,02 -5.347.730,72
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.153.351,85 -1.078.108,83
davon für Altersversorgung EUR 83.403,90 (Vj: EUR 78.994,98)
7. Abschreibungen -6.668.280,87 -6.425.839,55
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -348.994,74 -286.164,63
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.261.810,40 -1.884.959,15
davon aus Währungsumrechnung EUR 5.086,14 (Vj: EUR 74,88)
Betriebsergebnis -1.234.027,79 1.045.588,50
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Ertrage 23.186,69 6.831,88
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 23.186,69 (Vj: EUR 0,00)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -110.222,68 -45.158,43
davon an verbundene Unternehmen EUR 86.958,41 (Vj: EUR 0,00)
davon aus der Abzinsung von Rückstellungen EUR 2.737,49 (Vj: EUR 3.010,23)
Finanzergebnis -87.035,99 -38.326,55
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag 376.222,00 -313.067,87
davon aus latenten Steuern: Ertrag EUR 272.984,00 (Vj: Aufwand EUR 130.864,00)
12. Ergebnis nach Steuern -944.841,78 694.194,08
13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag (-) -944.841,78 694.194,08

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

A. Allgemeine Angaben

Die MFI GmbH hat ihren Sitz in Benningen am Neckar. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 753273 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 ist nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften(§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§ 288 II HGB) des Anhangs wurden in Anspruch genommen.

Die Gliederung der Bilanz erfolgte nach § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung änderte sich nicht gegenüber dem Vorjahr.

I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen, Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet worden.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, wurden mit diesen Schulden verrechnet. Entsprechend wurde mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rechnungsabgrenzungsposten wurden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen.

Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet.

2. Bewertungsmethoden

Das Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gem. § 248 II HGB wird in Anspruch genommen. Sie werden gem. (§ 255 II a HGB) mit den bei deren Entwicklung anfallenden Herstellungskosten bewertet. Auf das Wahlrecht Verwaltungsgemeinkosten in den Herstellungskosten zu berücksichtigen, wurde verzichtet.

Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 I 1, III HGB). Bei den immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt die Abschreibung linear. Die beweglichen Anlagegüter werden im Wesentlichen ebenfalls linear abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 250 werden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 II a EStG im Erwerbsjahr voll, solche mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von € 250 bis € 1.000 mit 20%, abgeschrieben.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen ist (§ 253 IV HGB).

Fertige und unfertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten (§ 255 II HGB) bewertet. Auf das Wahlrecht Verwaltungsgemeinkosten in den Herstellungskosten zu berücksichtigen, wurde verzichtet.

Allen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlich langer Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wird bei der Bewertung Rechnung getragen. Wegen mangelnder Gängigkeit und minderer Beschaffenheit werden Bewertungsabschläge vorgenommen.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen für bereits in Arbeit befindliche Aufträge werden gemäß des § 268 Abs. 5 HGB offen vom Posten Vorräte abgesetzt und mit dem Nennwert ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 I HGB).

Pensionsverpflichtungen und die saldierten Rückdeckungsversicherungen wurden nach versicherungsmathematischen Verfahren auf Basis eines eingeholten versicherungsmathematischen Gutachtens bewertet. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Laufzeit von 15 Jahren unterstellt. Als Abzinsungsfaktor wurde der von der Deutschen Bundesbank für diese Restlaufzeit ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre verwendet.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 I 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 II 1 HGB).

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 I 2 HGB).

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerlicher Betrachtungsweise gem. § 247 HGB. Im Geschäftsjahr 2021 macht die Gesellschaft erstmals vom Wahlrecht Gebrauch, aktive latente Steuern zu bilanzieren.

Soweit der Jahresabschluss Posten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr enthält, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, sind diese mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Im Jahresabschluss sind keine langfristigen Positionen enthalten, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung gelautet haben.

B. Angaben zur Bilanz

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden linear bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben.

Der Gesamtbetrag der aktivierten Entwicklungskosten betrug im Geschäftsjahr EUR 1.473.222,11 und entfällt auf Entwicklungsprojekte in den Geschäftsbereichen Lager- und Fördertechnik. Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB für aktivierte Entwicklungskosten einer Ausschüttungssperre unterliegt, gliedert sich wie folgt:

Aktivierung selbst geschaffener immaterieller VG des Anlagevermögens 2.281 TEUR
Passive latente Steuern -684 TEUR
Ausschüttungsgesperrter Betrag 1.597 TEUR

Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist nachfolgend dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von EUR 43.867,81 eine Restlaufzeit von über einem Jahr (Vorjahr: T€ 21).

Es wurden gemäß § 274 Abs. 2 HGB aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 759 gebildet (VJ. Passive latente Steuer 197.984,00€). Davon wurden TEUR 684 mit bestehenden passiven latenten Steuern verrechnet, so dass ein Aktivüberhang von TEUR 75 zum 31.12.2021 besteht. In Höhe der aktiven latenten Steuern von TEUR 759 besteht eine Ausschüttungssperre.

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der versicherungsmathematischen Teilwertmethode gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt:

Berechnung nach dem modifizierten Teilwertverfahren

Rechnungszins 1,90 %

Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G"

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 33.461,00. Dieser Betrag ist nach § 253 Abs. 6 HGB für die Ausschüttung gesperrt.

Am Abschlussstichtag waren nach § 246 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB saldierte Vermögensgegenstände und Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen wie folgt ausgewiesen:

Passivierung Pensionsverpflichtung € 317.494,00
Aktivierung Rückdeckungsversicherung: € 205.771,36
Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: € 111.723,00

Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:

Art der Rückstellung Betrag €
Ausstehende Rechnungen 2.526.597,78
Personalkosten 304.900,00
Jahresabschluss- und Prüfungskosten 44.190,00
Aufbewahrungspflichten 23.300,00
Rückstellung für Tantieme 55.000,02
Rückstellung BG + Schwerbehindertenabgabe 42.000,00
Gesamtbetrag: 2.995.987,80

Die Zusammensetzung der ausgewiesenen Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel (§285 Nr.2 HGB):

Restlaufzeit
bis 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
(Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr)
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten 130.680,92 443.138,71 375.000
(130.115,08) (473.809,75) (475.000)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.735.366,91 0,00 0,00
(1.265.655,18 (0,00) (0,00)
aus Lieferungen und Leistungen 1.881.147,06 0,00 0,00
(356.827,06) (0,00) (0,00)
gg. verbundene Unternehmen 17.825,00 0,00 0,00
(0,00) (0,00) (0,00)
sonstige 513.022,11 0,00 0,00
(158.761,29) (0,00) (0,00)
Summe 10.278.042,00 443,138,71 375,000,00
(1.911.358,61) (473.809,75) (475.000,00)
Summe davon gesichert Art und Form der Sicherheit
(Vorjahr) (Vorjahr)
Verbindlichkeiten T€
gegenüber Kreditinstituten 948.819,63 949 Grundschuld
(1.078.924,83) (1.078)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.735.366,91 7.735
(1.265.655,18) (1.265)
aus Lieferungen und Leistungen 1.881.147.06 1.881 Eigentumsvorbehalte
(356,827,06) (356)
gg. verbundene Unternehmen 17.825,00 0
(0,00) (0,00)
sonstige 513.022,11 00
(158.761,29) (0)
Summe 11.096.180,71 10.565
(2.860.168,36) (2.860)

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit Ausnahme der nicht einzeln ermittelten Verbindlichkeiten aus Dienstleistungsverträgen weitestgehend durch Eigentumsvorbehalte gesichert.

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestanden am 31.12.2021 folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Art der Verpflichtung Jahresbetrag Gesamtbetrag
Immobilien Miet- und Pachtverträge 183.518,36 1.199.918,36
Kfz-Leasingverträge 211.841,55 411.530,03
EDV-Verträge 40.679,08 94.195,18
Mobilien Mietverträge 26.648,64 49.006,16
Gesamtbetrag 462.687,63 1.754.649,73

C. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 II HGB) aufgestellt.

In der Bilanz zum 31.12.2021 waren die oben genannten saldierten Vermögensgegenständen und Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen bilanziell erfasst. Die entsprechenden Aufwendungen und Erträge wurden saldiert und wie folgt ausgewiesen:

Zinsaufwendungen Abzinsung Pensionsverpflichtung € 6.384,00
Zinserträge Aktivierung Rückdeckungsversicherung € -4.158,92
GuV-Ausweis Zinsen und ähnliche Aufwendungen € 2.225,08

In den ausgewiesenen Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind solche aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 2.225,08 (Vorjahr: EUR 2.737,49) enthalten.

D. Sonstige Pflichtangaben

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 99 (Vorjahr: 96) Arbeitnehmer beschäftigt. Davon waren 96 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Die Auszubildenden, Rentner und der Geschäftsführer wurden nicht berücksichtigt.

Geschäftsführer der Gesellschaft sind Herr Daniel Mihali, Ingenieur, Herr Thomas Thalhammer, Ingenieur (seit 01.01.2022), Herr Michael Werner Goepfarth (bis 01.01.2022)

Die Schutzklausel gem. § 286 IV HGB wurde in Anspruch genommen.

Am Ende des Geschäftsjahres bestanden keinerlei Ausleihungen, Forderungen oder Verbindlichkeiten gegenüber Organen der Gesellschaft.

Haftungsverhältnisse zugunsten von Mitgliedern von Organen der Gesellschaft wurden nicht eingegangen.

Seit dem 14.12.2020 ist die MFI GmbH Teil der SCIO Gruppe. Oberstes Mutterunternehmen ist die SCIO Automation Holding GmbH, Frankenthal. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der SCIO Automation Holding GmbH, Frankenthal, einbezogen. Der Konzernabschluss der SCIO Automation Holding GmbH wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Die Geschäftsführer schlagen vor, den Jahresfehlbetrag von € 944.841,78 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Benningen, den 10.05.2022

MFI GmbH

Daniel Mihali, Geschäftsführer

Thomas Thalhammer, Geschäftsführer

Anlagenspiegel zum 31.12.2021

Anschaffung- oder Herstellungskosten
Stand 01.01.2021 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.409.293,25 1.473.222,11 - 2.882.515,36
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 396.062,78 18.218,00 49.475,00 364.805,78
1.805.356,03 1.491.440,11 49.475,00 3.247.321,14
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.316.690,10 29.511,36 - 2.346.201,46
Technische Anlagen und Maschinen 294.910,69 56.394,17 10.702,58 340.602,28
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 793.946,18 189.751,66 67.547,00 916.150,84
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 29.511,36 29.511,36 -
3.435.058,33
5.240.414,36 1.491.440,11 49.475,00 3.247.321,14
Abschreibungen
Stand 01.01.2021 Abschreibungen Berichtsjahr Änderung der gesamten Abschreibungen i. Z. m. Abgängen Stand 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 498.738,98 102.595,65 - 601.334,63
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 388.295,78 5.943,00 - 49.475,00 344.763,78
887.034,76 108.538,65 - 49.475,00 946.098,41
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 302.269,45 79.611,36 - 381.880,81
Technische Anlagen und Maschinen 111.829,69 26.619,17 -10.702,58 127.746,28
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 590.169,28 134.225,56 -67.547,00 656.847,84
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - -
1.004.268,42 240.456,09 -78.249,58 1.166.474,93
1.891.303,18 348.994,74 -127.724,58 2.112.573,34
Buchwerte
Stand 31.12.2021 Stand 31.12.2020
EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.281.180,73 910.554,27
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.042,00 7.767,00
2.301.222,73 918.321,27
Sachanlagen -
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.964.320,65 2.014.420,65
Technische Anlagen und Maschinen 212.856,00 183.081,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 259.303,00 203.776,90
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - 29.511,36
2.436.479,65 2.430.789,91
4.737.702,38 3.349.111,18

Lagebericht 2021

MFI GmbH

Gliederung

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf und Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

4. Gesamtaussage

III. Zweigniederlassungsbericht

IV. Prognosebericht

V. Chancen- und Risikobericht

VI. Sonstiges

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Als Produzent und Hersteller für Intralogistik-Anlagen bieten wir ein umfassendes Leistungsangebot: Förder- und Lagertechnik, fahrerlose Transportsysteme aus Stahl und Edelstahl, Robotik und Greifsysteme, Lagermanagement-Software sowie umfangreiche Service-Angebote und Anlagenmodernisierungen.

Die Bedeutung unserer unternehmenseigenen Wertschöpfung ist im Laufe der vergangenen Jahre stetig gewachsen. Wir beliefern unsere Kunden nicht mit Standardprodukten, sondern erarbeiten gemeinsam mit ihnen kreative Lösungswege, welche von der Konstruktion, bis hin zu Montage und Inbetriebnahme MFI-intern umgesetzt werden. So ist es uns auch möglich, flexibler auf Kundenanforderungen zu reagieren und unabhängig von lieferantenbedingten Terminverzögerungen zu agieren. Aktuell sind Mechanik, Steuerung und Software zu großen Anteilen MFI-Produkte.

Zu den Kunden zählen mittelständische und große Unternehmen verschiedenster Branchen. MFI beliefert diese nicht mit Standardprodukten, sondern erarbeitet gemeinsam mit ihnen kreative und innovative Lösungswege, welche von der Konstruktion, bis hin zu Montage und Inbetriebnahme inklusive der Integration in die Systemlandschaft umgesetzt werden. Namhafte Kunden der Lebensmittelbranche, welche besondere Hygieneanforderungen an Transport- und Lagersysteme stellen, beliefern wir mit leicht zu reinigenden Maschinen und Baugruppen in Edelstahl-Ausführung. Im non-food-Bereich sind wir u.a. für mittelgroße und große Firmen in der Automobil-, Textil- und Pharmaindustrie, sowie für Zuliefererfirmen tätig - bei einigen bereits seit vielen Jahren.

Sei es als Integrator oder als Innovator - MFI ist in der Lage den Kunden ganzheitliche Lösungen angepasst auf die jeweiligen Bedürfnisse anzubieten.

Unsere technologischen Möglichkeiten unterschiedlichste Automatisierungsaufgaben in den Disziplinen Transport, Lagerung und Robotik gesamtverantwortlich zu realisieren und dabei stets individuelle Kundenlösungen zu entwickeln, unterscheidet die MFI GmbH von den klassischen Logistikanbietern mit Standardlösungen. Ein wesentlicher Vorteil der MFI GmbH, ist die Fähigkeit intralogistische Anlagen mit eigenen Stahl- und/oder Edelstahlkomponenten zu realisieren und dadurch die Branchen im food-Bereich genauso effektiv zu bedienen, wie die Branchen im non-food-Bereich. Das macht die MFI GmbH zum einen, als potentiellen Anlagenbauer interessant für alle Märkte und zum anderen ist dies ein eindeutiger Wettbewerbsvorteil.

2. Forschung und Entwicklung

In 2021 wurde die Entwicklung des flexiblen Kommissionier - Speichers weiter vorangetrieben.

Unser Produktportfolio für lebensmittelherstellende Unternehmen haben wir mit der Entwicklung von weiteren Sondermaschinen erweitert. Es wurden neue Stapelmaschinen und Dielendoppler entwickelt, wodurch die Anlagenleistungen teilweise verdoppelt werden konnten. Für industrielle teigverarbeitende Industrien wurden automatische Deckelpuffer mit Portalautomation entwickelt, wodurch ein vollautomatischer Transport und Handhabung von Teigbehältern gewährleistet werden konnte. Die Entwicklungen wurden im Wesentlichen seitens des Vertriebs getriggert, um bei anstehenden Projekten in diesen Branchen, innovative Lösungen anbieten zu können.

Analog zum bereits in den früheren Jahren entwickelten Baukastensystem für leichte Ladehilfsmittel (Kartons, Behälter, Körbe, Dielen), wird nun die Entwicklung eines Baukastensystems für Palettentransporttechnik welche in unterschiedlichsten Branchen, Umfängen und Konstellationen eingesetzt werden kann.

Mit der Entwicklung und Einführung des Baukastensystems Palettentransporttechnik im MFI - Sortiment werden Abhängigkeiten von Dritten in Bezug auf Kosten, Termin und Qualität vermieden. Ebenso ermöglicht dies der MFI die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der jeweiligen Kundenanforderung sowie örtlichen Begebenheit. Die Einführung des Baukastensystems Palettentransporttechnik schafft die Möglichkeit einen Projektmix aus Transport und Handhabung von Kleinladungsträgern und Palettentransport bzw. Ladehilfsmitteln bis zu 1,5 Tonnen Gewicht, aus einer Hand zu realisieren. Somit werden Dritte in MFI Projekten in diesem Bereich eliminiert und die eigene Wertschöpfungskette erweitert. Dies bietet zudem die Schaffung neuer Arbeitsplätze, das Verbleiben des Know-Hows innerhalb der MFI, die tatsächliche Kontrolle über Kosten, Termin und Qualität sowie die Erweiterung des After Sales Umsatzes durch Ersatzteile und Wartung.

Durch die o. g. Einführung werden Projektrisiken wie technische Integration und Produkt Design ebenso deutlich reduziert. Durch die Fertigung, Montage und Inbetriebnahme von MFI eigenen Produkten bleibt der rote Faden auf der Zielgeraden und die technische Integration verläuft ohne Mehraufwand aufgrund anderer Technologien.

Durch die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte, der potentiellen Aufträge in der Projektpipeline sowie eines bereits realisierten Auftrags in einem Pilotkundenprojekt im Automotive Sektor ist gewiss, dass die Anforderung von Palettentransporttechnik kein Sonderfall ist, daher ist die Investition in diese Entwicklung folgend der Entwicklung der Behälterfördertechnik, sowie der jeweiligen Komponenten ausschließlich folgerichtig.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Weltwirtschaftliche Lage

Nach den starken Belastungen der Weltwirtschaft durch die Corona-Pandemie im Vorjahr hat sich die Weltwirtschaft im Jahr 2021 erholt. Die Pandemie ist allerdings noch nicht überwunden, was auch die im vierten Quartal wieder deutlich steigenden Inzidenzen und neu auftretenden Virusvarianten belegten. Die deshalb gegen Ende des Berichtsjahres wiedereingeführten lokalen Mobilitätsbeschränkungen in vielen Ländern verhinderten dabei eine stärkere Erholung der Weltwirtschaft. Zudem beeinflussten die im Jahresverlauf spürbaren Unterbrechungen in den Lieferketten weltweit die Produktionstätigkeiten negativ. Die im Vergleich zum Vorjahr erkennbaren Erholungseffekte fielen in den Regionen und Wirtschaftssektoren unterschiedlich aus - beeinflusst sowohl von der jeweiligen Pandemie-Situation und dem Zugang zu Impfstoffen als auch vom Ausmaß der wirtschafts- und fiskalpolitischen Unterstützungsmaßnahmen. Die entwickelten Volkswirtschaften erreichten laut Internationalem Währungsfonds (IWF) im Gesamtjahr 2021 ein Wirtschaftswachstum von +5,0%. Die Eurozone lag mit +5,2% über diesem Wert, blieb damit aber hinter dem Vorkrisenniveau aus dem Jahr 2019 zurück. Dagegen verzeichneten die USA, unterstützt durch umfangreiche staatliche Konjunkturprogramme, mit +5,6% einen leicht überproportionalen Zuwachs, nachdem sie im Vorjahr geringere Einbußen zu verzeichnen hatten. Die Schwellen- und Entwicklungsländer steigerten ihre Wirtschaftsleistung um +6,5% nach einem Rückgang von lediglich -2,0% im Vorjahr. China lag mit +8,1% oberhalb dieser Wachstumsrate. Das Wirtschaftswachstum wurde dabei von starken Exporten und einem gestiegenen Inlandskonsum angetrieben. Die globale Wirtschaftsleistung erhöhte sich laut dem Internationalen Währungsfonds um +5,9%, womit der Rückgang des Vorjahres von -3,1% mehr als ausgeglichen wurde. Das im Vorjahr stark belastete Welthandelsvolumen (-8,2%) legte laut IWF im Berichtsjahr um +9,3% zu. Allerdings nahmen die Risiken für eine Fortsetzung des wirtschaftlichen Aufschwungs zum Jahresende wieder zu. Ursächlich dafür waren im Wesentlichen neben der Verbreitung der hochansteckenden Delta- und später Omikron-Variante des Corona Virus auch der eingeschränkte Zugang zu Impfstoffen in einkommensschwächeren Ländern, was regionale Unterschiede im Wirtschaftswachstum hervorrief.

Zusätzlich nahmen Produktions- und Liefereinschränkungen als Folgewirkung der Pandemie im Jahresverlauf erheblich zu und führten zu Engpässen bei wichtigen Produktionsmitteln. Angetrieben durch höhere Rohstoff- und Energiepreise, Lieferengpässe sowie eine verstärkte Verbrauchernachfrage, nahm die Inflation in den letzten Monaten weltweit zu. Im Euro-Raum lag die Inflationsrate im September 2021 bei 3,4 %. Für 2021 erwartete die EU-Kommission eine Preissteigerung um 2,4 %. Im Vergleich dazu lag die US-Inflationsrate im Oktober bei 6,2 % und erreichte damit sogar ein 30-Jahreshoch. Für die hohen Inflationsraten gab es mehrere Gründe. Ein Teil des Inflationsanstiegs war auf Basiseffekte zurückzuführen. Aufgrund der niedrigeren Preise im Vorjahr fiel der Unterschied vergleichsweise hoch aus. In Deutschland war die Inflation im Jahr 2020 mit nur 0,5 % so niedrig wie zuletzt 2009. Außerdem war auch die Absenkung der Mehrwertsteuer im Jahr 2020 verantwortlich dafür, den in der Pandemie eingebrochenen Konsum anzukurbeln. Trotz der wachsenden Inflationsgefahren blieb die Geld- und Fiskalpolitik expansiv ausgerichtet, wenngleich sich gegen Jahresende erste Leitzinsanhebungen in den USA abzeichneten.

Fortschreitender Automatisierung der Lebensmittelproduktion

Die Nahrungsmittelindustrie gehört zu den großen Wachstumsmärkten der Automatisierungsbranche. Ob bei der Herstellung von Lebensmitteln, der Primär- oder Sekundärverpackung. Roboter melken Kühe, schneiden Käse, sortieren Backwaren, verpacken Salatköpfe, palettieren Getränke und sind aus kaum einem Prozess wegzudenken. Ob Back-, Teig- und Süßwaren, Fleisch und Fisch, Molkereierzeugnisse, Tiefkühlkost oder Obst und Gemüse, in allen Anwendungsbereichen innerhalb der Lebensmittelproduktion sorgen automatisierte Lösungen für Output und Wirtschaftlichkeit. Die Innovationskraft und die Dynamik der Branche entwickelten sich bereits vor der Corona-Pandemie sehr stark und wurden nur noch weiter beschleunigt. Die weltweite Marktgröße für Automatisierung der Lebensmittelproduktion wird bis 2025 ein Volumen in Höhe von ca. 3 Mrd. EUR erreichen und bei einer jährlichen Wachstumsrate von 13,1% wachsen. Moderne Produktionslinien erreichen einen Ausstoß, der vor Jahren als undenkbar galt. Gerade bei der Prozess-schritten, bei welchen die Maschinen mit offenen Lebensmitteln in Berührung kommen, gelten besondere Hygienevorschriften. Roboter in Standardbauform haben hier keinen Zutritt, Sonderausführungen sind gefragt. Dabei stehen Faktoren wie Reinraumtauglichkeit, Befüllung mit lebensmittelgeeignetem Öl sowie dauerhafte Verfügbarkeit trotz aggressiver Reinigungsprozeduren an erster Stelle. Für diese anspruchsvollen Applikationen ist das Angebot an geeigneten Robotern und darauf spezialisierten Lösungsanbietern noch deutlich überschaubarer als im Bereich der Standardanwendungen.

Die MFI GmbH hat in 2021 Ihre Marktposition in lebensmittelproduzierenden Unternehmen durch Realisierung von Großprojekten bei namhaften Nahrungsmittelherstellern weiter ausgebaut. Im Jahr 2021 realisierte MFI wichtige Projekte bei systemrelevanten Kunden.

COVID bedingt kam es kundenseitig gegenüber dem Vorjahr zu mehr Verzögerungen von Investitionsvorhaben und dadurch zu einer Verschiebung von Vergabeentscheidungen in das Folgejahr.

Aufgrund des weiterhin stabilen Auftragsbestands war die Auslastung dennoch sehr hoch. Die Baustellen konnten trotz pandemischer Einschränkungen termingerecht besetzt werden.

Die vielen notwendigen Hygienemaßnahmen und Reisebeschränkungen erforderten flexible Personal- und Projektplanungen, die im Geschäftsjahr 2021 erfolgreich umgesetzt wurden.

Vor allem das Pandemiejahr 2021 zeigte, dass die Unternehmensstrategie der MFI GmbH, auf eigene Wertschöpfung und Produktentwicklung zu setzen, die richtige war. Nur dadurch war es möglich flexibel auf die gegebenen Herausforderungen zu reagieren und Abhängigkeiten von Schlüssellieferanten zu vermeiden.

Aufgrund dessen konnte man sich auch in 2021 von Marktbegleitern entsprechend abheben und erfolgreich abschließen. Ein wesentlicher Vorteil der MFI GmbH ist die hohe eigene Wertschöpfung in den Bereichen Mechanik und Automatisierung. Ein entscheidender Faktor für viele mittelständische Unternehmen, die in Intralogistik investieren und direkt mit dem Hersteller arbeiten möchten.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Die Gesamtleistung von 2021 konnte aufgrund des sehr hohen Bestandsaufbaus von Großaufträgen sowie gestiegener Entwicklungsleistungen weiterhin konstant beibehalten werden und beläuft sich im Jahr 2021 auf T€ 20.278. Dies entspricht einer Abweichung/Reduktion von < 2,0% und bleib auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr.

Die Umsatzerlöse erhöhten sich aufgrund abgeschlossener Kundenprojekte und betrugen T€ 16.365 nach T€ 12.151 im Vorjahr.

Der Materialeinsatz lag im Geschäftsjahr um T€ 1.036 (9,1%) über dem Vorjahr. Damit hat sich das Rohergebnis um T€ 1.597 (16,6%) auf T€ 8.045 verschlechtert.

Die Personalkosten sind gegenüber dem Vorjahr aufgrund von Personalaufbau um T€ 242 (3,7%) gestiegen.

Die Abschreibungen des Anlagevermögens sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 63 gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um T€ 377gestiegen.

Das Betriebsergebnis ist gegenüber dem Vorjahr um T€ 2.280 zurückgegangen auf T€ -1.234.

Das Finanzergebnis ist aufgrund erhöhter Zinsaufwendungen um T€ 49 auf T€ -87 zurückgegangen.

Unter Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und Ertrag ergibt sich im Geschäftsjahr ein Jahresfehlbetrag von T€ -945 (Vorjahr: T€ 694). Das Jahresergebnis liegt damit um T€ 1.639 unter dem Vorjahr.

Unsere Prognose zu Beginn des Geschäftsjahres hinsichtlich einer mit dem Geschäftsjahr 2020 vergleichbaren Gesamtleistung konnten wir erreichen.

Das sehr gute Ergebnis des Vorjahres konnte aufgrund der immer noch bestehenden COVID Effekte und Störungen der Lieferketten und damit verbundenen höheren Materialaufwendungen bei der Projektabwicklung nicht erreicht werden.

a) Ertragslage

Der Materialaufwand in Relation zur Gesamtleistung erhöht sich im Berichtsjahr aufgrund immer noch bestehender COVID Effekte und Störungen der Lieferketten und damit verbundenen höheren Materialaufwendungen auf 61,5% (Vorjahr: 54,3%).

Die Personalintensität hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 31,1% auf 32,9% erhöht.

Aufgrund des im Vergleich zum Vorjahr hohen Bestands noch nicht abgeschlossener Kundenprojekte sank die Gesamtleistung geringfügig. Bei gleichzeitig teilweise deutlich gestiegenen operativen Kosten (Material-, Personal- und sonstige betriebliche Aufwendungen) ist das Betriebsergebnis im Berichtsjahr mit T€ --1.234 gegenüber dem Vorjahr (T€ 1.046) rückläufig.

Teilweise kompensiert wird dies über die Ertragsteuern, bei denen im Berichtsjahr u.a. durch Verlustrücktrag sowie der Aktivierung von latenten Steuern auf Verlustvorträgen ein Steuerertrag von T€ 376 gegenüber einem Steueraufwand von T€ 313 im Vorjahr ausgewiesen wird.

b) Finanzlage

Die Finanzlage ist mit einem Stand der liquiden Mittel in Höhe von T€ 203 (Vorjahr T€ 2.976) stark verringert und ist darauf zurückzuführen, dass MFI in 2021 in das konzernweite Cashpooling der SCIO-Gruppe angebunden wurde.

c) Vermögenslage

Der Anstieg des Anlagevermögens um T€ 1.389 ist auf einen, um T€ 1.371 höheren Bestand an produktbezogenen Entwicklungsprojekten zurückzuführen.

Der Anstieg des Vorratsvermögens um T€ 1.313 beruht auf einen Anstieg noch nicht abgeschlossener Großprojekte im Geschäftsjahr 2021. Aufgrund der Großprojekte sind sowohl die ausgewiesenen Kundenanzahlungen als auch Anzahlungen an Sublieferanten deutlich gestiegen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Zuge des Umsatzzuwachses um T€ 1.915 erhöht.

Aufgrund des Jahresfehlbetrags von T€ -945 verringerte sich das Eigenkapital im Vergleich zum Vorjahr von T€ 4.298 auf T€ 3.354 am Bilanzstichtag. Da sich die Bilanzsumme im Berichtsjahr um 40,43% erhöht hat, verringerte sich die Eigenkapitalquote von 34,2% auf 19%.

Das Eigenkapital deckt das Anlagevermögen zu 71% (Vorjahr 128%). Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sowie Sonstigen Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 10,7% (Vorjahr 2,8%) der Bilanzsumme. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen, welchen noch keine Leistungen im Vorratsbereich gegenüberstehen, betragen zum Stichtag 43,8% (Vorjahr 10%) der Bilanzsumme.

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich aufgrund höherer Umsatzsteuerverbindlichkeiten gegenüber dem Vorjahr um T€ 354 erhöht.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche Kennzahlen für die Unternehmenssteuerung sind neben der EBIT-Marge die Gesamtleistung pro Mitarbeiter und der Cash Flow.

Die Gesamtleistung pro Mitarbeiter beträgt T€ 188 und ist damit um T€ 13 gesunken. Bei der Berechnung wurden Geschäftsführer und Auszubildende mitgezählt.

Die Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Dotierung (bzw. Auflösung) längerfristiger Rückstellungen bildet den Cash Flow. Dieser beträgt T€ -596 gegenüber T€ 980 im Vorjahr.

Die EBIT-Marge ist im Geschäftsjahr von 5,06% im Vorjahr auf -6,09% im Geschäftsjahr gesunken.

4. Gesamtaussage

Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Lage und unseres Dienstleistungs- und Produktportfolios sehen wir für die nächsten Jahre gute Voraussetzungen für weiteres Wachstum. Unsere Finanzlage, die im Wesentlichen die Sicherstellung von Avalkredit Linien der uns finanzierenden Bankinstitute erfordert, sowie die geschlossenen Finanzierungsvereinbarungen mit den externen Kapitalgebern auf Gesamt-Gruppenebene gestatten uns weiterhin notwendige Investitionen vorzunehmen und so den bestehenden Vorsprung im Wettbewerb zu manifestieren und freien Lauf zu lassen. Auch die Projekt- und Unternehmensfinanzierung wurden weitgehend ohne externe Mittel realisiert.

Dennoch wird es auch zukünftig wichtig sein, dass ausreichende Finanzierungsmittel von Bankinstituten bereitgestellt werden.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei vielen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch Forderungen, liquide Mittel und das Warenlager gedeckt.

III. Zweigniederlassungsbericht

Unser Unternehmen verfügt neben dem Hauptsitz in Benningen unverändert über drei inländische Service- und Vertriebsniederlassungen in

Dresden / Sachsen,

Hildesheim / Niedersachsen, sowie

Neubrandenburg / Mecklenburg-Vorpommern, sowie einer Produktionsstätte in

sowie einer Produktionsstätte in Arnstadt / Thüringen

IV. Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Der IWF erwartet für das Jahr 2022 einen Anstieg der Weltwirtschaftsleistung von 4,4% (Vorjahr: 5,9%). In den einzelnen Regionen wird von einer unterschiedlich hohen Wachstumsdynamik ausgegangen. Das höhere Wachstum für das Jahr 2021 war durch die erwarteten Aufholeffekte im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie geprägt. Für die entwickelten Volkswirtschaften rechnet der IWF im Jahr 2022 mit einem Wachstum von 3,9% und damit unterhalb dem des Jahres 2021 (+5,0%). Dabei werden die USA den Erwartungen zufolge mit 4,0% leicht oberhalb des Durchschnittswerts von 3,9% für die entwickelten Volkswirtschaften liegen, während für die Eurozone ein Plus von 3,9% erwartet wird. Die Schwellen- und Entwicklungsländer werden laut IWF mit 4,8% erheblich langsamer wachsen als im Vorjahr (+6,5%). Insbesondere für China wird nach einem Wachstum von 8,1% im zurückliegenden Jahr lediglich ein Anstieg von 4,8% für das Jahr 2022 prognostiziert. Zurückzuführen ist dies unter anderem auf die Anspannungen im Immobiliensektor sowie die mit der Null-COVID-Strategie einhergehenden wirtschaftlichen Einschränkungen. Das Welthandelsvolumen wird gemäß IWF im Jahr 2022 mit 6,0% ebenfalls deutlich langsamer wachsen als im durch Aufholeffekte beeinflussten Jahr 2021 (+9,3%).

Risiken für die makroökonomische Prognose liegen laut dem IWF unter anderem im Auftreten neuer SARS-CoV-2-Varianten, die die Pandemie verlängern und zu erneuten wirtschaftlichen Störungen führen könnten. Darüber hinaus bedeuten Unterbrechungen der Lieferketten, Energiepreisvolatilität und lokaler Lohndruck, dass die Unsicherheit in Bezug auf die Inflationsentwicklung und die daraus resultierenden Folgen hoch ist. Russlands Krieg gegen die Ukraine beschleunigt nach Einschätzung des ifo-Instituts den Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland deutlich. Die Inflationsrate dürfte in diesem Jahr auf den höchsten Stand seit 1982 steigen. Die Münchner Forscher rechnen nun mit 5,1% bis 6,1% für das Jahr 2022. Das wäre die höchste Rate seit 40 Jahren. Im Dezember hatten die ifo-Experten hier noch 3,3 Prozent vorhergesagt.

Die mögliche Anhebung von Leitzinsen in fortgeschrittenen Volkswirtschaften könnte Risiken für die Finanzstabilität und die Kapitalströme, Währungen und die Finanzsituation der Schwellen- und Entwicklungsländer nach sich ziehen. Andere globale Risiken könnten sich herausbilden, da die geopolitischen Spannungen hoch bleiben und der anhaltende Klimanotstand die Wahrscheinlichkeit größerer Naturkatastrophen erhöht.

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass der russische Einmarsch in der Ukraine die Erholung der Weltwirtschaft von den Folgen der Corona-Krise bremsen könnte. Wirtschaftsverbände erwarten zunehmende Störungen von Lieferketten, die bereits in der Autoindustrie Produktionsstopps verursacht haben. Dazu kommt, dass es bei Rohstoffen aus Russland zu einer Knappheit kommen könnte und damit steigende Energiepreise Wirtschaft stark belasten würden.

Entwicklung des Automatisierungsmarktes

Globale Megatrends, der rasante Wandel sowie der Drang effizientere Automatisierungslösungen in Produktions- und Logistikumgebungen zu schaffen waren bereits vor der Corona-Pandemie im Gange. Jedoch forderte die globale Pandemie Unternehmen verstärkt dazu auf ihre Strategien in Bezug auf die Lagerautomatisierung zu optimieren. Die Erfahrungen aus der Pandemie zeigten, dass Megatrends wie der demographische Wandel, Globalisierung, Gesundheit & Sicherheit, Mobilität, grüne Logistik, autonome Welt, Individualisierung und Digitalisierung stärker als bisher berücksichtigt und gewichtet werden müssen, um solchen Herausforderungen gewachsen zu sein.

Die zunehmende Ausbreitung des E-Commerce und der dringende Wunsch nach Effizienz, Kostensenkung und Flexibilität beschleunigen den Bedarf nach Automatisierung im Supply-Chain-Betrieb, weswegen man in den kommenden Jahren von einem deutlichen Wachstum im Intralogistiksegment ausgehen kann. Nach Angaben des Forschungsberichts des Fact.MR zufolge, wird der globale Intralogistikmarkt voraussichtlich bis 2030 mit einer CAGR von 15,5% wachsen. Unternehmen überdenken aufgrund von aufkommenden Trends und zur Sicherung des Marktes innerhalb der Werke die interne Supply-Chain mit der Integration der Intralogistik zu optimieren. Die IIoT-Implementierung (IIoT = Industrial Internet of Things) zur Steigerung der Produktivität von Anlagen durch kürzere Überbrückungswege und einen reibungslosen Materialfluss und die Einführung von 5G in der Fertigungsindustrie, sorgen für ein hohes Marktwachstum.

Die Fortschreitung der technologischen Möglichkeiten hinsichtlich roboterbasierten Automatisierungslösungen eröffnen zusätzliche Wachstumsaussichten. Die globalen Auswirkungen der Pandemie waren überwältigend, dennoch verzeichneten die industrielle Automatisierungsbranche ein stetiges Wachstum. Die ansteigende Nachfrage ist auf das Aufkommen der drahtlosen 5G-Technologie, der Mensch-Maschine-Kollaboration, den IIoT-Lösungen (IIoT = Industrial Internet of Things) mit cloudbasierten Systemen und auf die Einführung der Industrie 4.0 zurückzuführen. Die globale Marktgröße für industrielle Automatisierung belief sich laut Business Fortune Insight im Jahr 2021 auf 192 Mrd. USD und soll bis 2029 auf 395 Mrd. USD wachsen. Im Prognosezeitraum wird ein stetiges Wachstum des industriellen Automatisierungsmarktes mit einer CAGR von 9,8% erwartet.

Die Nachfrage nach präziser Produktion, hoher Qualität und vor allem aufgrund weiterer notwendiger Modernisierungsmaßnahmen und erforderlicher Umrüstungen in bestehenden Produktionsstätten treibt den Markt für industrielle Automatisierung weiterhin hoch. Die globalen Megatrends wie die Digitalisierung und Automatisierung wirken sich auf alle Branchen aus und verändern die Arbeitswelt. Für MFI eröffnen sich dadurch neue Chancen und Wachstumsmöglichkeiten.

Der Markt für Lebensmittelautomatisierung und Lebensmittelrobotik entwickelt sich aufgrund von stetig steigenden automatisierten Lösungen, zunehmenden Vorschriften zur Lebensmittelsicherheit, Investitionen in Roboter für die Nahrungsmittelindustrie und der Digitalisierung schnell. Die globale Marktgröße für Lebensmittelrobotik wird Prognosen zufolge bis 2031 6 Mrd. USD erreichen - mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 10,4%. Technologische Weiterentwicklungen in der Automatisierungsbranche und die strengen Vorschriften zur Lebensmittelsicherheit in Bezug auf die Lebensmittelhygiene fördern das Wachstum des Marktes positiv.

Weiterhin wird die erhöhte Nachfrage von Robotern in Schwellenländern das Wachstum dieses Marktes ankurbeln. Intralogistiklösungen in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie bieten immense Vorteile wie Simulationsmodelle, vorherige Datenanalyse zur Bestätigung des Produktmix und die Verarbeitung von Materialien.

Voraussichtliche Geschäftsentwicklung

Ohne Berücksichtigung von Effekten aus der Corona-Pandemie, Störungen der Lieferketten und geopolitischer Spannungen würden wir im Geschäftsjahr 2022 ein deutliches Wachstum der Gesamtleistung erwarten. Im Hinblick auf die bereits genannten Risiken, wurden alle eingeleiteten bzw. noch einzuleitenden Maßnahmen mit dem Ziel definiert die Gesamtleistung im Jahr 2022 zu steigern bzw. mindestens auf dem Niveau von 2021 zu halten. Das prognostizierte Marktwachstum unserer Zielmärkte würde sich unter normalen Voraussetzungen in einer Bandbreite zwischen 5 % und 10 % in den nächsten 5 Jahren bewegen.

V. Chancen- und Risikobericht

Risikomanagement ist ein Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse. Um den Unternehmenserfolg langfristig zu sichern, ist es nach Auffassung der Geschäftsleitung daher unerlässlich, die Risiken effektiv zu identifizieren, zu analysieren, zu dokumentieren und durch geeignete Steuerungsmaßnahmen zu beseitigen oder zu begrenzen. Unser aktives Risikomanagement eröffnet uns somit auch Chancen. Wir haben eine Reihe von aufeinander abgestimmten Risikomanagement- und Kontrollsystemen, die uns unterstützen, Entwicklungen, die den Fortbestand von MFI gefährden können, frühzeitig zu erkennen. Besonderes Gewicht haben dabei unsere konzernweiten Prozesse für die strategische Planung und das interne Berichtswesen.

Für alle relevanten Risiken und Chancen werden Verantwortlichkeiten definiert. In einem ersten Schritt erfordert die Übernahme der Verantwortung für ein spezifisches Risiko oder für eine spezifische Chance die Festlegung einer beziehungsweise die Kombination mehrerer allgemeiner Reaktionsstrategien. Bezogen auf den Umgang mit den identifizierten Risiken haben wir folgende Handlungsalternativen definiert: Vermeiden, übertragen, vermindern oder akzeptieren. Bezogen auf Chancen gilt: Teilweise oder vollständig realisieren. In einem zweiten Schritt beinhaltet die Risiko- bzw. Chancenverantwortung das Entwickeln, Initiieren und Überwachen geeigneter Maßnahmen entsprechend der Reaktionsstrategie.

Die Eröffnung weiterer lebensmittelproduzierender Märkte - getrieben durch die Entwicklungsergebnisse in den Vorjahren, sicherten den Auftragseingang im Berichtsjahr. Diese neuen Referenzen werden auch zukünftig zusätzliches Vertriebs- und folglich Auftragspotential generieren.

Die Unternehmensstrategie - mit eigenen Produkten und einer hohen Wertschöpfung, den intralogistischen Markt, mit seinen grundsätzlich unterschiedlichen Anforderungsbranchen (food /non-food) bedienen zu können, ist einer der Erfolgsgaranten der MFI GmbH. Diese Strategie soll auch im Folgejahr weiterverfolgt werden.

Aktuell begrenzt sich die vertriebliche Aktivität des Vertriebes im Wesentlichen auf Deutschland und wenige angrenzende europäische Länder. Selbstverständlich kann sich durch den Ausbau des Vertriebes noch erhebliches Potential entwickeln. Insofern gilt es im Folgejahr diesbezüglich Maßnahmen zu beschreiben.

Die allgemeine Wirtschaftsentwicklung in Verbindung mit der Corona-Krise, war im Berichtsjahr in Bezug auf Neubeauftragungen stagnierend und kann bei Fortdauer im Folgejahr 2022 zu einer weltweiten Rezession führen. Wir rechnen mit Investitionsverschiebungen unserer (potentiellen) Kunden aus besonders betroffenen Branchen zur Reduktion von deren Ausgaben als Maßnahme zur Liquiditätssicherung mindestens bis in das 2.Quartal des Folgejahres.

Die aktuelle Finanzierung deckt den benötigten Finanzierungsbedarf ausreichend und somit ist die Unternehmensfinanzierung gesichert.

Unser Geschäft ist von anspruchsvoller Technik und komplexen Prozessen in der Projektrealisierung geprägt, zu deren Beherrschung das Unternehmen kompetente und langjährig erfahrene Mitarbeiter beschäftigt. Ein wesentliches Risiko dabei sind Fluktuation und fehlende Fachkräfte. Dem werden wir durch Ausbildungsmaßnahmen und verschiedenster Möglichkeiten zur Mitarbeitermotivation entgegenwirken.

Bei der Kalkulation von Aufträgen im Anlagenbau ist nicht auszuschließen, dass Kosten falsch eingeschätzt werden und dadurch Margenrisiken entstehen. Dem beugen wir vor, indem das Kostencontrolling als übergeordnete Projektsteuerung die einzelnen Projektleiter unterstützt. Zudem wird bereits in der Vertriebsphase und somit in der Kalkulationserstellung das Mehraugenprinzip verfolgt.

Weitere Ertragsrisiken können durch von uns zu vertretende zeitliche Verzögerungen bei der Inbetriebnahme von Großprojekten, welche Konventionalstrafen oder Schadenersatzforderungen auslösen, entstehen. Diesem Risiko wird in erster Linie durch eine laufende Projektsteuerung und flexible Ressourcenplanung begegnet. Bei Aufträgen, welche von unseren Verkaufsbedingungen abweichen, legen wir Wert darauf, mögliche Risiken aus Lieferverzug, Gewährleistung, Produkthaftung und Zahlungsbedingungen vertraglich zu begrenzen.

Risiken aufgrund technischer und logistischer Komplexität von Projekten begegnen wir mit laufender Projektsteuerung und regelmäßigen Projekt-Reviews.

Dem Wettbewerb am Markt und der Konkurrenz von Anbietern in unserem Segment werden wir weiterhin durch Zuverlässigkeit, Innovationen, Erfahrung und hoher Qualität begegnen. Die Strategie mit eigenen Produkten am Markt unabhängig agieren zu können hat unsere Marktposition gestärkt und soll weiter ausgebaut werden. Damit wird nicht nur unsere eigene Wertschöpfung aus den Projekten erhöht. Wir bieten den Kunden alles aus einer Hand: als Projektverantwortlicher und Hersteller zugleich.

Wir erwarten, die sich bietenden Chancen unseres Geschäfts nutzen zu können, um die sich aus den vorstehend dargestellten Risiken ergebenden Herausforderungen mit Erfolg, soweit abschätzbar, meistern zu können.

Dennoch erhalten einige der im Lagebericht gemachten Angaben zukunftsbezogene Aussagen. Diese wurden auf der Grundlage unserer Erwartungen und Einschätzungen über künftige uns betreffende Ereignisse formuliert. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen unterliegen naturgemäß Risiken und Ungewissheiten.

VI. Chancen- und Risikobericht

Die MFI GmbH ist seit Dezember 2020 Teil der SCIO Gruppe mit der Konzernmutter SCIO Automation Holding GmbH mit Sitz in Frankenthal.

 

Benningen a.N., den 10. Mai 2022

MFI GmbH MFI GmbH

Daniel Mihali, Geschäftsführer

Thomas Thalhammer, Geschäftsführer

Der Jahresabschluss wurde am 22.6.2022 festgestellt

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MFI GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MFI GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MFI GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Frankfurt am Main, den 10. Mai 2022

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