Minit Service GmbHLiquidiert

Vogelsanger Weg 91, 40470 Düsseldorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 46923
Eingetragen
31.8.2001
Branche
Reparatur und Instandhaltung von Schuhen und LederwarenErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer ArtHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Die Erbringung von Dienstleistungen unter anderem auf dem Gebiet der Schuhreparatur und des Schlüsseldienstes sowie der Vertrieb hierzu dienlicher Erzeugnisse unter dem Namen "MISTER MINT" bzw. "MINIT" bzw. "MONTRE SERVICE".

Historie

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Management

NameRolle
Christoph Ralf Enkler
seit 18.9.2020
Geschäftsführer
Michael Heina
seit 26.2.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Minit Holding B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Minit Holding B.V.
Netherlands
1.000.000 DM
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Minit Service GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2017 bis zum 31.03.2018

Bilanz zum 31. März 2018

(Vorjahr zum Vergleich)

Aktiva

31.03.2018 Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.012,03 7.275,83
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 13.999,98
  6.012,03 21.275,81
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 802.600,03 913.065,14
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.225.458,77 1.486.748,31
  2.028.058,80 2.399.813,45
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
  2.034.070,83 2.421.089,26
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
Waren 885.634,54 1.082.871,79
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 171.689,40 160.722,42
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.828.520,88 11.243.698,84
3. Sonstige Vermögensgegenstände 517.438,38 588.758,37
  3.517.648,66 11.993.179,63
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 680.313,53 786.341,37
  5.083.596,73 13.862.392,79
C. Rechnungsabgrenzungsposten 40.143,63 52.271,74
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 6.224.019,75 2.093.187,59
  13.381.830,94 18.428.941,38

Passiva

   
  31.03.2018 Vorjahr
  EUR EUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 511.291,88 511.291,88
II. Kapitalrücklage 4.188.731,69 4.188.731,69
III. Verlustvortag 6.793.211,16 4.199.200,53
IV. Jahresfehlbetrag 4.130.832,16 2.594.010,63
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 6.224.019,75 2.093.187,59
  0,00 0,00
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.184.479,00 1.157.145,00
2. Steuerrückstellungen 18.287,00 18.287,00
3. Sonstige Rückstellungen 1.696.287,31 1.693.149,68
  2.899.053,31 2.868.581,68
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 363.969,33 414.953,84
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 363.969,33 (Vorjahr: TEUR 415)    
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.652,023,64 14.662.091,19
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 5.575.679,00 (Vorjahr TEUR 12.815)    
3. Sonstige Verbindlichkeiten 466.784,66 483.314,67
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 330.789,71 (Vorjahr: TEUR 332)    
davon aus Steuern: EUR 294.651,38 (Vorjahr: TEUR 196)    
  10.482.777,63 15.560.359,70
  13.381.830 94 18.428.941,38

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2017 bis 31. März 2018

(Vorjahr zum Vergleich)

2017/2018 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 23.182.660,25 24.373.369,88
2. Sonstige betriebliche Erträge 83.600,56 405.449,57
3, Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -2.915.283,84 -3.254.460,54
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.004.459,70 -1.058.864,56
  -3.919.743,54 4.313.325,10
4. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -11.269.929,33 -10.830.800,54
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -2.425.359,09 -2.164.379,92
- davon für Altersversorgung EUR 96.087,81 (Vj. EUR 95.305,30)    
  -13.695.288,42 -12.995.180,46
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -605.397,03 -929.025,37
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -9.057.267,12 -9.042.515,46
7. Betriebsergebnis -4.011.435,30 -2.501.226,94
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 130.146,85 149.704,88
- davon aus verbundene Unternehmen EUR 128.938,30 (Vj. EUR 148.676,53 )    
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -246.643,51 -255.066,21
- davon an verbundene Unternehmen EUR 197.734,51 (Vorjahr: EUR 202.618,21)    
- davon aus Aufzinsung EUR 48.904,00 (Vj. EUR 52.434,00)    
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.070,00 16.357,64
11. Ergebnis nach Steuern -4.124.861,96 -2.590.230,63
12. Sonstige Steuern -5.970,20 -3.780,00
13. Jahresfehlbetrag -4.130.832,16 -2.594.010,63

Anhang für das Geschäftsjahr 2017/2018

A. Allgemeine Hinweise

Die Minit Service GmbH hat ihren Sitz im Vogelsanger Weg 91 in 40470 Düsseldorf und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf (HRB 46923).

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB aufgestellt.

In Anbetracht der von der MINIT Invest S.à r.l. Luxemburg, abgegebenen Patronatserklärung mit Rangrücktrittserklärung, in der die MINIT Invest S.à r.l., Luxemburg, insbesondere versichert, die Gesellschaft unwiderruflich bis zum 31. Juli 2019 auf erstes Anfordern mit zusätzlicher Liquidität oder sonstigen finanziellen Mitteln bis zu einem Höchstbetrag von 5.000.000,00 Euro auszustatten, soweit dies erforderlich ist, um alle fälligen Forderungen der Gläubiger der MINIT Service GmbH zu befriedigen und dadurch eine bestehende oder drohende Illiquidität der Gesellschaft zu beseitigen, wurde die Fortführungsprämisse trotz der Verlustsituation aufrechterhalten.

Die Gesellschaft erfüllt gemäß § 267 Abs. 2 HGB die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft.

Von den größenabhängigen Erleichterungen gem. § 288 Abs. 2 HGB wird Gebrauch gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Prinzip der Darstellungsstetigkeit wurde beachtet.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert maßgebend.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bilanziert. Die Nutzungsdauer beträgt 3 Jahre.

Der Geschäfts- oder Firmenwert eines erworbenen Shops wird mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bilanziert. Die Nutzungsdauer beträgt 5 Jahre. Die Nutzungsdauer liegt in der Mietvertragslaufzeit begründet.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt worden. Die planmäßigen Abschreibungen sind nach der linearen Methode vorgenommen worden. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern betragen bei:

  Jahre
Technischen Anlagen und Maschinen 5 bis 10
Anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10

Anlagegüter im Einzelanschaffungswert bis EUR 410,00 werden sofort aufwandswirksam erfasst.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich angemessener Wertberichtigungen bei nicht nur vorübergehender Wertminderung angesetzt.

Bei der Bewertung der Vorräte (Waren) ist das Niederstwertprinzip beachtet worden. Die Bestände sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet worden. Für nicht gängige Bestände sind pauschale Abschläge vorgenommen worden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten oder Nominalwerten angesetzt worden, soweit keine Wertberichtigungen aufgrund des Niederstwertprinzips erforderlich gewesen sind.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Pensionsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) berechnet. Dabei wurde eine jährliche Rentenanpassung von 3,0 % bzw. 1,8 % bzw. 1,0 % (Vorjahr: 3,0 % bzw. 1,8 % bzw. 1,0 %) entsprechend berücksichtigt. Als Rechnungszinssatz wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Er beträgt 3,57 % (Vorjahr: 3,93 %). Es wurden die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt.

Aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen zum 1. April 2010 ergab sich ein Unterschiedsbetrag i.H.v. TEUR 240,3. Dieser wird in den Folgejahren mit jährlich TEUR 16 (1/15 nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB) als Aufwand den Rückstellungen zugeführt. Die verbleibende Unterdeckung zum 31. März 2018 beträgt somit TEUR 112,1 (Vorjahr: TEUR 128,2).

Gemäß § 253 Abs. 6 HGB ist der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren zu. ermitteln. Der Differenzbetrag der so ermittelten Rückstellungen beträgt 123,7 TEUR (Vorjahr 111 TEUR).

Der Unterschiedsbetrag unterliegt der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB.

Der in den Rückstellungsdotierungen der Pensionen enthaltene Zinsanteil in Höhe von TEUR 48,9 wird wie im Vorjahr nicht im Personalaufwand, sondern gesondert im Zinsaufwand ausgewiesen.

Die Auswirkungen der Änderung der Diskontierungszinssätze bei langfristigen Rückstellungen einschließlich der Rückstellungen für Pensionen werden nicht im Zinsergebnis, sondern mit den entsprechenden Aufwendungen im operativen Ergebnis saldiert ausgewiesen.

Die übrigen Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen. von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung wird von dem in § 274 Abs. 1 S. 2 HGB eingeräumten Wahlrecht Gebrauch gemacht und auf einen Bilanzansatz verzichtet. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt ein nicht bilanzierter Aktivüberhang.

Erträge und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung werden periodengerecht erfasst. Umsatzerlöse werden im Zeitpunkt der Übertragung des wirtschaftlichen Eigentums bzw. der an den Kunden erbrachten Leistung realisiert.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Bruttoentwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagengitter (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Sachanlagen

Im Geschäftsjahr wurden Zuschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von TEUR 113 vorgenommen (Vorjahr: außerplanmäßige Abschreibungen TEUR 155).

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen beinhalteten im Vorjahr die Anteile (99%) an der MINIT Polska Sp. z o.o., Poznań/Polen. Der Buchwert der Beteiligung war in Vorjahren angesichts der anhaltenden Verlustsituation mit insgesamt TEUR 3.438 zu 100 % wertberichtigt worden. Zum 31.03.2018 wurden sämtliche Anteile zum Preis von 1 Euro an die Minit Holding BV, Rotterdam, verkauft.

Forderungen

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 406 (Vorjahr: TEUR 409) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

Alle anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Forderung gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2.829 (Vorjahr: TEUR 11.244) beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus einem kurzfristigen Darlehen in Höhe von TEUR 82 (Vorjahr: TEUR 82) sowie Forderungen aus sonstigen Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 9.652 (Vorjahr: TEUR 14.662) beinhalten Darlehen und Zinsen in Höhe von TEUR 5.317 (Vorjahr: TEUR 12.119) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.335 (Vorjahr: TEUR 2.543). Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von TEUR 256 (Vorjahr: TEUR 551).

Der starke Rückgang der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist bedingt durch die Verrechnung der Forderung aus einem abstrakten Schuldversprechen in Höhe von TEUR 11.000 mit bestehenden Verbindlichkeiten.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.696 (Vorjahr: TEUR 1.693) beinhalten im Wesentlichen Urlaubsansprüche von TEUR 358 (Vorjahr: TEUR 330), Überstunden von TEUR 277 (Vorjahr: TEUR 351), ausstehende Mieten von TEUR 74 (Vorjahr: TEUR 68), Beratungs- und Abschlusskosten von TEUR 78 (Vorjahr: TEUR 52), Abfindungen von TEUR 59 (Vorjahr: TEUR 42) sowie Mitarbeiterprämien von TEUR 107 (Vorjahr: TEUR 80).

Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten enthalten wie im Vorjahr keine Posten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind.

Es bestehen wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch mit der

Webb Service GmbH, Düsseldorf

aus einer gemeinsamen Kreditlinie bei der Commerzbank AG, Frankfurt am Main, in Höhe von TEUR 1.430 (Vorjahr: TEUR 1.430). Die Kreditlinie wurde zum Bilanzstichtag insgesamt mit Avalkrediten in Höhe von TEUR 1.051 (Vorjahr: TEUR 1.057) in Anspruch genommen. Zum 31. März 2018 erachten wir das Haftungsrisiko hieraus als gering, da die Finanzierungen aller Gesellschaften durch Patronatserklärungen seitens der MIMT Invest S.à r.l. , Luxemburg/Luxemburg, abgesichert sind.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat diverse Miet- und Leasingverträge insbesondere im Rahmen der Shopanmietung abgeschlossen. Die Leasingverträge betreffen vorrangig die Firmen-PKW. Infolge der zum 31. März 2018 bestehenden nicht kündbaren Verträge summieren sieh die in den folgenden Jahren zu zahlenden Beträge wie folgt:

TEUR
2018/2019 4.662
20019/2020 bis 2022/2023 8.647
> 2023/2024 1.701
  15.010

Im Rahmen eines von der MINIT Benelux N.V., Erembodegem/Belgien, zum 31. März 2009 erklärten Forderungsverzichts über TEUR 1.062 wurde zugleich eine Besserungsabrede vereinbart. Hiernach hat sich die MINIT Service GmbH zur Rückzahlung verpflichtet, sobald wieder ein positives Jahresergebnis vor Steuern erzielt wird. Die Restschuld (vor Wiederaufleben) beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 989.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich in Deutschland erzielt und bestehen im Wesentlichen aus Warenverkäufen und Dienstleistungen von TEUR 22.470 (Vorjahr: TEUR 23.505) sowie aus Franchisegebühren von TEUR 713 (Vorjahr: TEUR 806).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 9.057 (Vorjahr: TEUR 9.020) betreffen im Wesentlichen berechnete Servicegebühren des Shared Service Centers (SSC - Erembodegem/Belgien) für die Erbringung von FT-Dienstleistungen von TEUR 262 (Vorjahr: TEUR 248), Managementgebühren von TEUR 690 (Vorjahr 632), Mietaufwendungen (inkl. Nebenkosten) von TEUR 5.397 (Vorjahr: TEUR 5.527), Rechts- und Beratungskosten von TEUR 118 (Vorjahr: TEUR 119) sowie Kosten der Lohnbuchhaltung von TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 36).

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 63) insbesondere aus der Auflösung von Rückstellungen und aus Mieten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 52) insbesondere aus dem Mietbereich.

Die in den Steuern vom Ertrag ausgewiesenen Erträge von TEUR 3 (Vorjahr Aufwendungen: TEUR 16) entfallen im Wesentlichen auf die Auflösung einer Rückstellung für Gewerbesteuer.

E. Sonstige Angaben

Organe

Geschäftsführung

Zum Geschäftsführer ist bestellt:

Marco Nikolay, Düsseldorf

Herr Nikolay ist hauptberuflich bei der MINIT Service GmbH, Düsseldorf, angestellt. Er übt daneben die Funktion des Geschäftsführers bei der Webb Service GmbH, Düsseldorf, aus.

Im Berichtsjahr wurden Pensionen in Höhe von TEUR 81 (Vorjahr: TEUR 81) an ehemalige Geschäftsführer ausgezahlt. Die Pensionsrückstellung für diese Personengruppe wies per 31. März 2018 eine Höhe von TEUR 1.099 (Vorjahr: TEUR 1.099) auf.

Mitarbeiter

Im Durchschnitt waren während des Berichtszeitraumes 405 Mitarbeiter (Vorjahr: 391) beschäftigt, davon waren 29 (Vorjahr: 33) Angestellte in der Verwaltung und 376 (Vorjahr: 358) in den Shops beschäftigt.

Konzernverhältnisse

Die Anteile der MINIT Service GmbH, Düsseldorf, werden vollständig von der MINIT Holding BV, Den Haag/Niederlande, gehalten. Der Konzernabschluss, zu dessen Konsolidierungskreis die Gesellschaft gehört (kleinster und zugleich größter Kreis von in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen), wird von der MINIT S.A., Luxembourg, Luxembourg, erstellt. Dieser Abschluss wird unter der No. du Register de Commerce: RCB 109 893 in Luxembourg offengelegt.

F. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ergeben.

 

Düsseldorf, den 30. Juli 2018

Marco Nikolay, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2017/2016

Bruttobuchwerte
Stand am 01.04.2017 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.03.2018
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Anheim Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.043,40 1.390,00 0,00 0,00 17.433,40
2. Geschäfts- oder Firmenwert 70.000,00 0,00 0,00 0,00 70.000,00
  86.043,40 1.390,00 0,00   87.433,40
           
II. Sachanlagen          
1. Technische Anlagen und Maschinen 6.032.422,50 57.075,35 0,20 72.039,70 6.017.458,15
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.981.839,72 162.170,67 0,00 289.960,58 9.854.049,81
  16.014.262,22 219.246,02 0,00 362.000,28 15.871.507,96
III. Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.437.874,47 0,00 0,00 3.437.874,47 0,00
  3.437.874,47 0,00 0,00   0,00
  19.538.180,09 220.636,02 0,00 362.000,28 15.958.941,36
kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.04.2017 Zugänge Abgänge Stand am 31.03.2018
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Anheim Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.767,57 2.653,80 0,00 11.421,37
2. Geschäfts- oder Firmenwert 56.000,02 13.999,98 0,00 70.000,00
  64.767,59 16.653,78 0,00 81.421,37
         
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 5.119.357,36 165.283,04 69.782,28 5.214.858,12
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.495.091,41 423.460,21 289.960,58 8.628.591,04
  13.614.448,77 588.743,25 359.742,86 13.843.449,16
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.437.874,47 0,00 3.437.874,47 0,00
  3.437.874,47 0,00 3.437.874,47 0,00
  17.117.090,83 605.397,03 3.797.617,33 13.924.870,53
Nettobuchwerte
Stand am 31.03.2018 Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Anheim Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.012,03 7.275,83
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 13.999,98
  6.012,03 21.275,81
     
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 802.600,03 913.065,14
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.225.458,77 1.486.748,31
  2.028.058,80 2.399.813,45
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
  0,00 0,00
  2.034.070,83 2.421.089,26

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017/2018

A. Allgemeine Angaben zur Gesellschaft

Die MINIT Service GmbH erbringt Dienstleistungen auf dem Gebiet der Schuhreparatur und der Schlüsselduplikation sowie den Vertrieb hierzu dienlicher Erzeugnisse unter dem Markennamen "MISTER MINIT". Darüber hinaus werden auch in den Bereichen Gravur, Stempelherstellung, Uhrenservice und Smartphone-Reparaturen eingehende Aufträge abgewickelt. Die Handwerks- und Dienstleistungen werden größtenteils in angemieteten Ladenlokalen, welche als Fachgeschäft ausgebaut wurden, oder im "shop-im-Shop-System" erbracht.

In der Firmenzentrale in Düsseldorf werden sämtliche administrativen Aufgaben wie Personaladministration, EDV, Rechnungswesen, Controlling, Marketing sowie allgemeine Verwaltungsaufgaben erledigt.

MINIT Service GmbH konkurriert mit einer Vielzahl von kleinen Betrieben. Einen Wettbewerber vergleichbarer Größe mit dem oben genannten Dienstleistungsprogramm gibt es derzeit nicht. Beziehungen zu sonstigen verbundenen Unternehmen bestehen wie folgt:

Zwischen der MINIT Service GmbH und der Merchandising International S.A., Genf/Schweiz, besteht ein Vertrag über die Nutzung der "MISTER MINIT" Markenrechte.

Die benötigte EDV-Dienstleistung sowie ein Großteil der Waren, die für die Reparatur der Schuhe sowie extra für MINIT "gebrandete" Artikel, die für Zusatzverkäufe benötigt werden, werden von der MINIT Benelux NV, Erembodegem/Belgien, bezogen.

Der Marktrückgang war auch in 2017/2018 deutlich zu merken und nur zum Teil durch weitere Shop-Schließungen zu kompensieren. Die Anzahl der Filialen sank im Berichtsjahr von 192 auf 191. Die Anzahl der Eigenfilialen verminderte sich dabei im Vergleich zum Vorjahr um eine auf 145, die Zahl der Franchisefilialen sank um acht auf 38.

B. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branchenentwicklung

Gesamtwirtschaftliche Situation in Deutschland

Im Jahr 2017 war in der deutschen Gesamtwirtschaft ein Plus des Bruttoinlandproduktes von 2,2 % gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Die deutsche Wirtschaft zeigt weiterhin ein solides und stetiges Wachstum. Vor allem der private Konsum hat mit einer Steigerung von 1,9 % zum Vorjahr hier einen wichtigen Beitrag geleistet.

Branchensituation

Auch wenn sich das allgemeine positive Konsumverhalten der Kunden im Vergleich zum Vorjahr weiterhin gesteigert hat, hat der deutsche Einzelhandel nur ein geringeres Umsatzwachstum von 1,0 % zu verzeichnen, als es der gesamt-europäische Markt mit 1,8 % Wachstum zeigt. Dieser Trend hat sich auch im Bereich der Dienstleistungen der Minit Service GmbH bemerkbar gemacht. Vor allem der Bereich der Schuh-Reparatur entwickelt sich im Gesamt-Markt weiterhin rückläufig. Dies macht sich unter anderem auch durch anhaltende Schließungen von kleinen Schuh-Reparaturdienstleistern im Markt bemerkbar. Der Hauptgrund hierfür liegt hauptsächlich in der veränderten Schuhmode, die weiterhin einen Trend zu sehr günstigen Schuhen und v.a. Sneakern zeigt, die allgemein gesellschaftsfähig geworden sind.

Im weiteren Haupt-Segment Schlüssel und Sicherheitstechnik hingegen ist nach wie vor ein branchenweiter Aufschwung zu erkennen. Ebenfalls positiv entwickelt sich der Markt für den Bereich Uhrenservice und Personalisierung.

Nach wie vor sind die großen Kaufhäuser wie Kaufhof und Karstadt immer noch von stark rückläufigen oder stagnierenden Umsätzen betroffen. Die neuen Strategien des Managementsgreifen erst langsam und haben in 2017 noch keinen klaren Trend erkennen lassen. Die rückläufige Kundenfrequenz in diesen Häusern trifft die Gesellschaft besonders hart, da sie traditionell hier das "Shop-in-Shop System" mit langfristigen Mietverträgen betreibt.

Desweiteren macht sich auch der Frequenz-Druck von Seiten des allgemeinen Online-Handels bei den großen Einkaufscenter-Betreibern wie ECE oder Unibail-Rodamco bemerkbar - diese versuchen durch erweiterte Öffnungszeiten und neue Einkaufs-Erlebnis Konzepte der Entwicklung entgegen zu wirken. Minit Service GmbH steht hier in engem Austausch und ist Teil dieser Entwicklung. Die Betreiber sehen die Dienstleistungssparte nach wie vor als wichtigen Treiber für zusätzliche Frequenz.

MINIT Service GmbH steuert dem Mengenrückgang v.a. im Schuhreparatur-Segment mit Qualität und Preiskonstanz bzw. Preiserhöhungen entgegen, kann damit aber nur teilweise den Mengenrückgang kompensieren. Der Fokus liegt daher v.a. auch im Ausbau der Dienstleistungen rund um Schlüssel und Sicherheitstechnik, Uhrenservice und Dienstleistungen für das Trendthema Sneaker.

C. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

In 2017/18 ist die Ertragslage entgegen der Prognose bedingt durch den anhaltenden Umsatzrückgang negativ ausgefallen. Der Jahresfehlbetrag betrug 4.131 TEUR.

Im Berichtsjahr erzielte die Gesellschaft Umsatzerlöse von insgesamt 23.183 TEUR (Vorjahr 24.373 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen 84 TEUR (Vorjahr 405 TEUR).

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Kostenweiterbelastungen und Personalkostenerstattungen. Der Rückgang zum Vorjahr ist insbesondere durch Erträge aus Auflösung von Rückstellungen im Vorjahr bedingt.

Der Materialaufwand betrug TEUR 2.915 ( 12,6%). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen (TEUR 1.004) enthalten im Wesentlichen mit TEUR 693 Lizenzgebühren für die Nutzung von Patenten, Warenzeichen, Ausrüstung und Know-how, die die Gesellschaft an die Merchandising International S.A. Genf/Schweiz, entrichten muss. Die Gebühren der Markenrechte berechnen sich fix aus 3% vom Umsatz. Einen weiteren Bestandteil stellen die Transportkosten dar, die mit TEUR 280 auf die Aufwendungen für bezogene Leistungen entfallen.

Minit Service bezieht zum größten Teil ihre Waren vom EDC in Belgien, so dass in Deutschland keine eigene Lagerhaltung notwendig ist. Die Preise vom EDC beinhalten entsprechende Verwaltungsaufschläge. Teilweise werden Smartphone-Ersatzteile und Uhren sowie Kommissionsware bei lokalen Lieferanten bestellt.

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 405 Mitarbeiter (Vorjahr 391). Die Personalkosten betrugen insgesamt TEUR 13.695 (VJ 12.995), die Personalquote lag bei 59,1% (VJ 53,5%). Mit der Erhöhung der Mitarbeiterzahl und dem damit verbundenen Anstieg der Personalkosten hat die Gesellschaft den Anforderungen an die immer längeren Öffnungszeiten insbesondere in Kaufhäusern und Shopping-Centern Rechnung getragen.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen betrug TEUR 589 und beinhaltet eine Zuschreibung von TEUR 113.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen insgesamt TEUR 9.057 und beinhalten im Wesentlichen Filialmieten (TEUR 4.781), Mietnebenkosten (TEUR 452) und Managementgebühren für das operative Geschäft (TEUR 1.201).

Die Zinsaufwendungen lagen bei TEUR 247 und die Zinserträge bei TEUR 130. Diese Posten betreffen hauptsächlich die Verzinsung der offenen Forderungen und Verbindlichkeiten der Schwestergesellschaften der Gruppe (Inter-Company) gegenüber MINIT Service GmbH.

Die außerordentlichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen die von der Gesellschaft zugesagten Pensionen.

Vermögens- und Finanzlage

Durch das negative Jahresergebnis in Höhe von TEUR 4.131 weist die Gesellschaft einen nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von TEUR 6.224 aus. Die Bilanzsumme geht um 5.048 TEUR auf TEUR 13.381 zurück. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen begründet durch den Rückgang der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Bedingt durch den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag ergeben sich Risiken für die Unternehmensfortführung. Zur Vermeidung des Risikos insolvenzrechtlicher Konsequenzen wegen Zahlungsunfähigkeit hat die MINIT Invest S.à r.l. Luxemburg, eine Patronatserklärung mit Rangrücktrittserklärung abgegeben.

In ihr versichert die MINIT Invest S.à r.l., Luxemburg, insbesondere, die Gesellschaft unwiderruflich bis zum 31. Juli 2019 auf erstes Anfordern mit zusätzlicher Liquidität oder sonstigen finanziellen Mitteln bis zu einem Höchstbetrag von 5.000.000,00 Euro auszustatten, soweit dies erforderlich ist, um alle fälligen Forderungen der Gläubiger der MINIT Service zu befriedigen und dadurch eine bestehende oder drohende Illiquidität der Gesellschaft zu beseitigen. Die Patronatserklärung hat eine Laufzeit bis zum 31. Juli 2019.

Das Fortbestehen des Unternehmens wird darüber hinaus durch zusätzliche liquide Mittel gewährleistet. Es bestehen Darlehen in Höhe von 300 TEUR von der MINIT Holding BV, Den Haag/Niederlande sowie von 2.043 TEUR von der Minit Invest S.à r.l., Luxemburg.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken um TEUR 51 auf TEUR 364 TEUR (VJ TEUR 415). Ebenso sanken die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 5.010 auf TEUR 9.652. Der starke Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist begründet durch eine Verrechnung der konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten.

Gesamtaussage zur Lage

Auch im vergangenen Geschäftsjahr haben der nach wie vor zurück gehende Schuhreparatur-Markt, aber auch die sinkenden Frequenzzahlen in den Kaufhäusern und Einkaufszentren, in denen die Shops der Minit Service GmbH vertreten sind, sowie die - strategisch gewollte - reduzierte Zahl der Shops den Gesamtumsatz beeinflusst.

Einiges hiervon konnte durch eine Stärkung des Geschäfts in den Bereichen Schlüssel und Sicherheitstechnik, Uhrenservice und Gravuren kompensiert werden.

Grundsätzlich sind aber im vergangenen Jahr die verschiedenen Effizienz-, Trainings- und Prozeßoptimierungs-Massnahmen umgesetzt worden, die nötig waren, um das Geschäft zu stabilisieren und für zukünftiges Wachsturn vorzubereiten.

Viele dieser Maßnahmen haben bereits am Ende des Geschäftsjahres gegriffen und zeigen hier eine positive Entwicklung in vielerlei Bereichen.

Wichtig war hierbei vor allem eine Umstrukturierung der Vertriebsaktivitäten, nicht nur in personeller Hinsicht, sondern vor allem auch durch die Installation einer Controlling-fokussierten Steuerung aller Aktivitäten auf Shop- und Bezirksebene. Hierzu gehört u.a. auch ein komplett überarbeitetes Prämien-und Bonussystem für alle vertrieblich involvierten Mitarbeiter.

Auch weiterhin werden im Rahmen der Gesamtstrategie unrentable Shops geschlossen und die Kräfte, v.a. in besetzungstechnischer Hinsicht, auf die zukünftig erfolgversprechenden Shops gebündelt. Weitere Optimierungsmaßnahmen durch Vertragsanpassungen sowie Nachverhandlungen der Mieten und der sonstigen Konditionen werden ebenfalls mittel- bis langfristig das Ergebnis wieder verbessern.

Die Gesellschaft wird weiterhin auf die liquiditätsmäßige Unterstützung durch den Konzern angewiesen sein. Mit der aktuellen Verlängerung der Patronatserklärung nunmehr bis zum 31. Juli 2019 erscheint diese auch gewährleistet.

D. Mitarbeiterentwicklung

Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 405 Mitarbeiter beschäftigt. Die meisten Mitarbeiter haben eine 42-Stunden-Woche, von diesen 405 Mitarbeitern arbeiten 71 auf Basis einer Teilzeitvereinbarung. Die Gehälter der Mitarbeiter werden jährlich von der Geschäftsleitung überprüft und bedarfsweise angepasst. Die Höhe der Vergütung richtet sich im Wesentlichen nach den Stellenanforderungen und ist auf der Grundlage eines festen Monatsgehaltes branchen- und ortsüblich. Die Shop-Mitarbeiter können durch Erreichen der Umsatzziel-Vorgaben einen zusätzlichen Bonus erarbeiten. Die Shop-Mitarbeiter erhalten darüber hinaus eine strikt erfolgsabhängige Vergütung. Die Führungskräfte des Außendienstes erhalten einen Bonus, der sich nach dem Grad einer gemeinsam vereinbarten Zielerreichung richtet.

Die MINIT Service GmbH hat im vergangenen Jahr das gesamte Trainingskonzept zukunftsfähig überarbeitet und neu aufgestellt.

Sie bietet ihren Mitarbeitern ein umfangreiches Trainings- und Ausbildungsprogramm, das in Zukunft im Zusammenspiel von interner Trainingsabteilung, Trainingsmitarbeitern in den dezentralen Ausbildungsshops und durch externe Trainingspartner sichergestellt wird.

Ebenfalls sind die Trainingsinhalte digitalisiert worden und so werden die Mitarbeiter mit dem Ziel einer kontinuierlichen Qualitätsverbesserung auch interaktiv weiterentwickelt.

Die Schwerpunkte der Ausbildung liegen sowohl auf den traditionellen Dienstleistungen (Schuhreparatur, Gravur, Schlüssel) als auch auf den neuen Services wie Uhrenreparaturen, aber auch Sneaker-Dienstleistungen und vor allem im Verkauf.

In der Verwaltungszentrale in Düsseldorf wird die Ausbildung zum/r Kaufmann/frau für Büromanagement durchgeführt.

E. Risikomanagement

Die Gesellschaft verfügt über ein effektives Risikomanagement, welches Risikobewusstsein auf allen Managementebenen und bei Mitarbeitern fördert. Ziel ist die Früherkennung, Vermeidung und Minimalisierung unternehmensgefährdender Risiken.

Bestandteil dieses Systems ist eine Geschäftsplanung mit einem stets aktuell detaillierten monatlichen Berichtswesen und einem Controlling, das sich eingehend mit Umsatz- und Kostenanalysen sowohl in der Verwaltungszentrale als auch in den Filialen beschäftigt.

Die Gesellschaft fakturiert und kauft fast ausschließlich in Euro und sieht daher das Fremdwährungsrisiko als vernachlässigbar an.

Auch das Forderungsrisiko wird als gering eingeschätzt. Die Umsätze in den Filialen erfolgen überwiegend in bar und bei den Franchisenehmern liegen überwiegend Sicherheiten vor. Es besteht ein funktionierendes Forderungsmanagement in der Verwaltungszentrale. Mieten und Pachten der Franchisepartner werden regelmäßig durch dekadische Abschläge gezahlt.

Die Mitarbeiter im Shop werden durch die Vorgesetzten anhand gängiger Kennzahlen überwacht, ergänzend werden im Verdachtsfall Testkunden eingesetzt. Die Einzahlung der in der Filiale vereinnahmten Beträge erfolgt in erster Linie durch einen externen Dienstleister - die Überwachung der Geldeingänge erfolgt in der Verwaltungszentrale.

F. Hinweis auf wesentliche Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Ausgehend von den schon umgesetzten und angestoßenen prozessualen wie strukturellen Veränderungen im Unternehmen werden diese Maßnahmen weiterhin engmaschig überwacht und optimiert. In den Bereichen Uhrenservice, Schlüssel & Sicherheitstechnik, sowie bei Gravuren und Personalisierung verzeichnet die Gesellschaft prozentuales (in Bezug auf die reduzierte Anzahl der Shops) Umsatzwachstum. Neue Dienstleistungen wie die Services rund um das Trendthema Sneaker werden kontinuierlich geschult und ebenfalls fokussiert, um zunehmend junge Kunden für die Marke Mister Minit zu begeistern.

Zur Sicherung einer möglichen zukünftigen Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft hat sich die MINIT Invest S.à r.l. , Luxemburg/Luxemburg, durch Patronatserklärung bereit erklärt, die Entwicklung der Unternehmensaktivitäten finanziell zu unterstützen. Die Patronatserklärung enthält die Zusage, hinter allen gegenwärtigen und zukünftigen Forderungen anderer Gläubiger der Gesellschaft im Range zurückzutreten. Die liquiditätsmäßige Unterstützung durch die MINIT Invest ist bis zum 31. Juli 2019 fest zugesichert.

Auch in Zukunft bleibt die Minit Service GmbH von der internen Finanzierung und Absicherung durch die MINIT-Gruppe abhängig. Durch die gegebene Patronatserklärung werden die Rechtsfolgen einer Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinne vermieden.

Der fokussierte Weg der Gesellschaft beinhaltet unter anderem, dass sie nicht profitable Filialen durch Kostenreduzierungen und konsequente Bereinigung des Standortportfolios eliminiert bzw. evtl. Randlagen, die die Besetzungs- und Betreuungsthematik verkomplizieren, an erfolgversprechende Partner verfranchised.

Trotz der rückläufigen Umsätze in einigen Bereichen existieren auch Chancen für die Gesellschaft, sowohl im bekannten MISTER MINIT Kerngeschäft durch die Eröffnung neuer Standorte als auch durch ständige Erweiterung des MISTER MINIT Sortiments- und Dienstleistungsangebotes, insbesondere der Uhren- und Batterieservice und Reinigungsdienstleitungen oder im erweiterten Schlüsselbereich wie z.B. Autoschlüssel/Autoschlüsselgehäuse oder Sicherheitstechnik, sowie Services rund um Sneaker.

Die angespannte Lage im Einzelhandel und hierbei insbesondere im Warenhausbereich (Karstadt und Kaufhof), in dem sich noch ca. 32 % unserer Standorte befinden, hat uns veranlasst, für die im Warenhaussegment befindlichen MINIT-Standorte Opportunitäten zu identifizieren und ggf. in nahe gelegene Ladenlokale zu wechseln. Da die großen Vermieter Karstadt und Kaufhof immer noch um ihre eigene Wirtschaftlichkeit und Attraktivität kämpfen müssen, sinken weiterhin die Frequenzen in diesen Häusern. Individuelle mit den jeweiligen Standortleitern vereinbarte Werbemaßnahmen führen hier und da zumindest zu einer leichten Stabilisierung. Grundsätzlich bleibt das Risiko bestehen.

Die Investitionstätigkeit des Unternehmens wird auch in den kommenden Geschäftsjahren den Werteverlust durch Abschreibungen deutlich überschreiten. Im Wesentlichen wird sich die Gesellschaft darauf konzentrieren, eine Vielzahl von MINIT-Filialen durch Umbauten zu modernisieren, den Verkauf zu beleben und durch mit Umbauten einhergehenden Vertragslaufzeitverlängerungen die Standorte langfristig zu sichern. Grundsätzlich werden in Einkaufscentern oder sehr attraktiven Lagen 5- bzw. 5+5-Jahresverträge abgeschlossen, wobei in der Regel dort vorzeitige Kündigungsfristen bei außergewöhnlichen Ereignissen möglich sind.

G. Umsatz- und Ertragsaussichten

Der Umsatzanteil im Bereich Schuhreparatur betrug im Geschäftsjahr immer noch über 35% und ist für die Gesellschaft noch ein sehr wichtiger Umsatzbereich. In Anbetracht des anhaltenden Trends zum günstigen Schuhwerk statt Schuhreparatur, rechnet die Gesellschaft weiterhin mit sinkenden, bzw. sich lediglich stabilisierenden Umsätzen in diesem Bereich. Ziel ist es, durch neue Produkte im Schuhpflegemittelbereich (Sneaker Cleaner, Renovator und Reinigungsdienstleistungen) dem Umsatzrückgang entgegenzuwirken.

Im Bereich Schlüssel verzeichnet die Gesellschaft eine deutlich positive Entwicklung zum Vorjahr. V.a. der Bereich Sicherheitsschlüssel ist deutlich gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Weiterhin konnte die Gesellschaft in der Dienstleitung Uhrenservice, wie im Vorjahr, ein relevantes Wachstum erreichen. Diese beschriebenen Trends setzen sich im laufenden Geschäftsjahr weiter fort.

Die Gesellschaft wird sich auf Einkaufszentren und Ladenlokale, sowie innovative Präsenzlösungen für zukünftige, neue Filialen konzentrieren. Hier wurde ein neues und frisches Shop-Design bereits mehrfach umgesetzt. Die so gestalteten Filialen zeigen ein deutliches Umsatzplus im Vergleich zu den anderen Filialen. Durch weitere Optimierungen im Kostenbereich (Miete, Personalkosten, Materialwirtschaft, Schließung von verlustbringenden Filialen) geht die Gesellschaft von einer verbesserten Ertragslage aus.

Für das Geschäftsjahr 2018/2019 wird ein Umsatz von MEUR 22,8 bei einem EBITDA von MEUR - 0,7 erwartet.

Desweiteren werden die umgesetzten prozessualen und strukturellen Maßnahmen im gesamten Unternehmen mittel- und langfristig zu einer deutlichen Steigerung der Effizienz der Minit Service GmbH beitragen.

 

Düsseldorf, den 30. Juli 2018

MINIT Service GmbH

vertreten durch

Marco Nikolay, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Minit Service GmbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2017 bis zum 31. März 2018 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen der Geschäftsführung im Lagebericht hin. Dort ist in Abschnitt F. Hinweis auf wesentliche Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung ausgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft nur gesichert ist, sofern die MIMT-Gruppe die Gesellschaft weiterhin finanziell unterstützt. Durch die Patronatserklärung mit Rangrücktrittsvereinbarung der Minit Invest S.à r.l., Luxemburg/Luxemburg, ist eine positive Fortführungsprognose mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben.

 

Düsseldorf, den 30. Juli 2018

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Michael Faßbender, Wirtschaftsprüfer

Christian Schrempf, Wirtschaftsprüfer

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