SAAF Beteiligung UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Josef Schultheis seit 25.3.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
The KaDeWe Group GmbHEssenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2020 bis zum 30.09.2021Lagebericht zum 30.09.20211. Grundlagen der Gesellschaft The KaDeWe Group GmbH, Essen, (im Folgenden kurz "KaDeWe Group" oder "Gesellschaft" genannt) betreibt mit dem KaDeWe in Berlin, dem Alsterhaus in Hamburg und dem Oberpollinger in München drei der größten Premiumwarenhäuser Deutschlands mit Verkaufsflächen von 24.560 qm bis 54.495 qm. Zum Sortiment gehören die Kategorien Fashion, Beauty, Home, Stationery, Accessories und Food. Charakteristisch sind wertige Marken von nationalen und internationalen Designern im Premium- und Luxussegment. Produkte und Services stehen für die Idee Einkauf zum Erlebnis werden zu lassen. Die Gastronomie, insbesondere die Gourmetabteilung in der 6. Etage des KaDeWe, erweist sich als wichtiger Frequenz- und Aufenthaltstreiber. Die KaDeWe Group ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der The KaDeWe Group Holding GmbH. Der thailändische Marktführer im Einzelhandel und der Gastronomie, die Central Group, mittelbar durch die CRC Luxembourg S.a.r.l., hält 50,1% und die Signa Gruppe, einer der bedeutendsten Immobilieninvestoren in Europa und Betreiber namhafter Handelsunternehmen, mittelbar durch die Signa Retail GmbH 49,9% an der KaDeWe Group Holding. Vom Head Office am Katharina-Heinroth-Ufer in Berlin aus werden alle Dienstleistungen für die derzeit drei Vertriebshäuser erbracht. 2. Ziele und Strategien Ziel ist es, die drei Häuser in den nächsten Jahren als internationale "Best in Class" innerhalb der Gruppe der internationalen Luxury Department Stores zu positionieren. Dies wird durch konsequentes "Trading up / Trending up" in den einzelnen Häusern umgesetzt. Die Gesellschaft verfolgt daher einen strategischen Achtjahresplans zur Umsetzung. Um das Wachstumspotenzial im Premium- und Luxussegment noch offensiver zu erschließen, investiert die Gesellschaft insgesamt einen dreistelligen Millionenbetrag in den Umbau und die Neugestaltung des KaDeWe in Berlin, des Alsterhaus in Hamburg sowie des Oberpollinger in München. Die KaDeWe Group wird damit die traditionsreiche Warenhauskultur fortführen und ihren drei Häusern in den nächsten Jahren ein neues Gesicht geben: Das KaDeWe wird vom niederländischen Architekten und Pritzker-Preisträger Rem Koolhaas umgebaut. In Hamburg ist das vielfach ausgezeichnete deutsche Architekturbüro Kleihues + Kleihues für die Neugestaltung des Alsterhaus verantwortlich. Der Engländer John Pawson, der unter anderem das Storedesign von Calvin Klein entworfen hat, hat sich der Umgestaltung im Oberpollinger angenommen. Die großen Department Stores der KaDeWe Group waren, sind und sollen so auch in Zukunft Innovationsführer im Premiumsegment in ihren Metropolen sein. Zu den strategischen Zielgruppen zählen Touristen sowie wohlhabende nationale und internationale Kunden. Gezielte Marketingaktionen stellen weiterhin eine wichtige Komponente dar, um den definierten Zielgruppen gerecht zu werden. Die Steuerung des Unternehmens erfolgt im Wesentlichen auf Basis der Entwicklung des Gesamtumsatzes auf der Verkaufsfläche (Gross-Transaction-Value, kurz GTV) sowie des EBITDAR (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Miete). Der GTV setzt sich zusammen aus dem eigenen Einzelhandelsumsatz der KaDeWe Group zuzüglich der Umsätze der Concession-Partner sowie der Mieter auf den Flächen. Im gehobenen Premiumsegment verfolgt die Gesellschaft weiter das Ziel, die Anzahl der Concession- und Mietpartner überproportional zu steigern. Dadurch sinken die eigenen Umsatzerlöse, während die Erträge aus Concession- und Mietumsätzen steigen. Dies dient der Reduktion risikobehafteter Investitionen im Anlagevermögen sowie dem Absenken der Personalkosten bei gleichzeitiger Steigerung der Umsatzerlöse pro Quadratmeter. 3. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 3.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Jahr 2021 wird das BIP in Deutschland laut der Prognose des DIW um 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen. Für das Jahr 2022 wird ein Wirtschaftswachstum von 2,9 Prozent prognostiziert. Um die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland einzudämmen, wurden im März 2020 weitreichende Einschränkungen der wirtschaftlichen Tätigkeiten beschlossen und angeordnet. Dieser wirtschaftliche Shutdown aufgrund der Corona-Krise betraf große Teile der Unternehmen und Selbstständigen in Deutschland. Nach einem Rückgang der Infektionszahlen wurden bundesweit nach und nach Lockerungen in Kraft gesetzt. Im November mussten die Einschränkungen aufgrund erneut steigender Infektionszahlen allerdings wieder verstärkt werden. Die Folgen waren insgesamt gravierend, das BIP ging 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 4,6% zurück. [1] Die Verbraucherpreise im Euro-Raum stiegen zu Jahresbeginn wieder stärker an, nachdem die Inflationsrate im Jahr 2020 zeitweise sogar negativ war. Im Februar 2021 lag der Harmonisierte Verbraucherpreisindex um 0,9 % höher als im Vorjahresmonat. Die Inflationsentwicklung ist aktuell von verschiedenen Faktoren geprägt. Insbesondere die Energiepreiskomponente wirkt preissteigernd. Neben dem mittlerweile wieder auf das Vorkrisenniveau angestiegenen Ölpreis trägt hierzu die Einführung von CO 2 -Bepreisungssystemen in einigen Mitgliedstaaten bei. Besonders hoch war die Inflationsrate im Januar bei Bekleidung und Schuhen. Hierbei dürften Verschiebungen des Schlussverkaufs in einigen Mitgliedstaaten eine Rolle gespielt haben. In Deutschland sorgt zudem die Wiederanhebung der zeitweise gesenkten Umsatzsteuersätze Anfang des Jahres für weiteren Preisdruck. [2] 3.2 Branchenspezifische Rahmenbedingungen In den vergangenen Jahren konnte der Einzelhandel in Deutschland die Umsätze kontinuierlich steigern. Für das Jahr 2021 berechnete der Handelsverband Deutschland einen Umsatz von rund 605,4 Milliarden Euro. Die Prognose umfasst dabei den Einzelhandel im engeren Sinne (d. h. ohne Umsätze aus Fahrzeughandel, Tankstellen, Brennstoffhandel sowie Apotheken). Die Marktlandschaft des Einzelhandels befindet sich im Wandel. Zum einen herrscht eine hohe Marktkonzentration, dem der nicht-filialisierte Einzelhandel schwer standhalten kann und durch große Handelsketten vom Markt verdrängt wird. Zum anderen steigt der Marktdruck durch den wachsenden E-Commerce: Der Umsatzanteil des Online-Handels stieg in den vergangenen Jahren kontinuierlich an und liegt bei rund 13,3 Prozent. [3] 4. Geschäftsentwicklung Im Alsterhaus wurde die neue Women's Wear mit einer erstklassigen Designer- und Contemporary- sowie Shoes & Accessories-Fläche in zwei Abschnitten (Nov. 2020 & März 2021) eröffnet. Im Alsterhaus sind damit alle strategischen Umbauten im Fashion Bereich vollzogen. Im Oberpollinger wurde ebenfalls in zwei Bauabschnitten (Nov. 2020 & März 2021) der Umbau der gesamten ersten Etage mit der neuen Männerwelt vollendet. Im Oberpollinger sind damit alle strategischen Umbauten im Fashion Bereich vollzogen. Im KaDeWe erfolgte eine Serie von Neueröffnungen. Im Erdgeschoss erweiterte sich der Luxury Boulevard um weitere Boutiquen Gucci (10/20), Bottega Veneta (11/20), Bucherer (12/20), Hermes (12/20), Prada (03/21) und Celine (03/21), welche wesentliche Bestandteile des Wachstumspotenziales im Premium- und Luxussegment sind. Ein weiterer wichtiger Meilenstein zum Abschluss des Umbaues erfolgte mit den Eröffnungen des Beauty Atrium's im August 2021 und der Eröffnung einer neuen Rolltreppe im September 2021. Damit verbunden war die Wiedereröffnung längerfristig geschlossener Verkaufsflächen (Men's Designer 06/21 und Men's Designer Boutiquen Parda, Louis Vuitton 04/21) von etwa 10.000 Quadratmeter. Die Eröffnung bietet somit nach vielen Umbaujahren wieder ein faszinierendes gesamtheitliches Einkaufserlebnis. Die Weiterentwicklung der im Jahr 2020 eröffneten Omnichannel Plattform hat den Fokus, die Steigerung des Customer Lifetime Values der Bestandskunden der KaDeWe Group zu steigern. Dies soll durch eine enge Verzahnung von Offline- und Online-Handel erreicht werden. Das Go Live erfolgte im Juni 2020 und die Produktpalette und Serviceangebote werden seitdem stetig weiterentwickelt. Der Fashion-Sortimentsbereich der im Eigenkauf befindlichen Ware wird vollständig auf der Plattform präsentiert. Im März 2021 wurde mit Dyson der erste Brandshop mit eigenen Markendesign integriert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Gesellschaft die Umsetzung des strategischen Achtjahresplans fortgeführt. Der Achtjahresplan sieht Investitionen in die drei Vertriebshäuser in dreistelliger Millionenhöhe vor, die durch Darlehen von Gesellschaftern oder externen Kapitalgebern finanziert werden. Seit Beginn der Umsetzung der Umbaumaßnahmen im Geschäftsjahr 2015/2016 wurden bereits mehr als EUR 228,9 Mio. (Vj. EUR 178,2 Mio) investiert. Aufgrund der umfangreichen Umbaumaßnahmen waren im vergangenen Wirtschaftsjahr größtenteils ca. 10% der Verkaufsfläche nicht nutzbar. Dies führte zur Beeinträchtigung des operativen Geschäfts. Hierzu hat auch die Schließung des Parkhauses in der Passauer Str. in Berlin sowie umfangreiche Bauarbeiten am U-Bahnhof Wittenbergplatz in Berlin beigetragen. Die Corona Pandemie hat für die KaDeWe Group wesentlichen Einfluss auf die Kundenströme und Frequenzen in den Stores. Während der Pandemie gab es verschiedene Phasen, wie Komplettschließung, Click & Meet, Test & Meet oder Öffnung mit starken Hygieneregeln (z.B. Maskenpflicht, Kundenauslastungslimitierung). Die vier für die KaDeWe Group wesentlichen Kundengruppen sind dabei unterschiedlich betroffen. Durch massive Einschränkungen im Reiseverkehr sind internationale und Nicht-EU Touristen nahezu weggefallen, sowie die Zahl nationaler Touristen deutlich zurückgegangen. Lokale Kunden sind dagegen weniger betroffen gewesen. 5. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 5.1 Ertragslage Der Gesamtumsatz (GTV) auf der Verkaufsfläche der KaDeWe Group inklusive Miet- und Concessionumsatz ist mit 372,6 Mio. EUR um -19% geringer als im Vorjahr. Der Grund für diesen GTV-Rückgang i.H.v. 87,9 Mio. EUR sind im Wesentlichen auf die Covid 19 Pandemie und die entsprechenden behördlich angeordneten Maßnahmen zur Eindämmung des Virus zurückzuführen. Insbesondere die komplette Schließung der Stores während der umsatzstarken Weihnachtszeit (Mitte Dezember 2020 bis Mitte März 2021), die fehlenden Touristen durch Reisebeschränkungen und massiven Zutrittsbeschränkungen (Mitte Dezember 2020 bis Ende Mai 2021) für Kunden in einem Department Store haben das operative Geschäft stark beeinträchtigt. Darüber hinaus standen aufgrund der Umbauten nicht die gesamten Verkaufsflächen ganzjährig zur Verfügung. Als Resultat des GTV-Rückgangs und bestehenbleibenden fixen Kosten stiegen die Operating Costs in der Ratio zum GTV um 1,8% Punkte auf +27,9%. Das EBITDAR mit 45,1 Mio. EUR (Vj. EUR 19,5 Mio.) weist eine Rendite i.H.v. 12,2% (Vj. 4,3 %) aus. Im EBITDAR ist ein Ertrag aus der nach dem Bilanzstichtag beantragten Überbrückungshilfe III der Bundesregierung Deutschland in Höhe von 52 Mio. EUR enthalten. Die Rohertragsmarge aus Einzelhandelsumsätzen fiel im Vergleich zum Vorjahr um 5,2% Punkte auf 33,1%. Die Abnahme der Einzelhandelsmarge ist auf eine aggressivere Strategie bei Rabatten zurückzuführen, die nach dem zweiten Lockdown implementiert wurde, um das operative Geschäft zu stärken. Die Einzelhandelsumsätze werden ausschließlich im Inland erzielt und verteilen sich auf folgende Kategorien:
Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 55,7 Mio. auf EUR 66,8 Mio. erhöht. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Erträgen aus der beantragten Überbrückungshilfe III i. H. v. EUR 52,0 Mio. Der Personalaufwand beträgt im Geschäftsjahr 2020/2021 EUR 52,8 Mio. und ist gegenüber dem Vorjahr um EUR 8,4 Mio. gesunken. Im Wesentlichen ist dies auf die Corona-bedingte Kurzarbeit zurückzuführen. Neben dem originären Personalaufwand ist Aufwand für Fremdpersonal i.H.v. EUR 2,9 Mio. angefallen, der in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten ist. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen stiegen aufgrund der Umbau- und Investitionstätigkeiten in den einzelnen Häusern um EUR 8,3 Mio. auf EUR 28,0 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 4,3 Mio. auf 130,0 Mio. EUR gesunken. Der Zinsaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um EUR 0,9 Mio. auf 5,5 Mio. EUR angestiegen. Der Anstieg resultiert aus der im Geschäftsjahr 2020/2021 gewährten Kreditlinie mit der BNP Paribas i.H.v. EUR 90,0 Mio. Die KaDeWe Group schließt das Geschäftsjahr mit einem Jahresfehlbetrag von EUR 57,4 Mio. ab und liegt damit EUR 17,2 Mio. über dem Jahresfehlbetrag des Vorjahres von EUR 74,6 Mio. 5.2 Vermögenslage Das Anlagevermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 33,1 Mio. auf EUR 209,9 Mio. erhöht. Die wesentlichen Zugänge im Sachanlagevermögen bestehen aus den Investitionen in die drei Häuser. Die am Bilanzstichtag noch laufenden Umbauten sind entsprechend ihren Investitionen als Anlagen im Bau ausgewiesen. Der Vorratsbestand ist im Vergleich zum Vorjahr um EUR 8,8 Mio. auf EUR 48,1 Mio. gesunken. Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände mit EUR 76,6 Mio. sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 54,6 Mio. gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der beantragten Überbrückungshilfe III in Höhe von EUR 52,0 Mio. Sie beinhalten darüber hinaus im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus Kreditkartenabrechnungen und Forderungen aus Umsatzmietabrechnungen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten hat sich um EUR 7,4 Mio. auf EUR 52,3 Mio. erhöht. Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von EUR 84,7 Mio. (Vj EUR 77,3 Mio.) aus und ist damit weiterhin bilanziell überschuldet. Die Gesellschafterdarlehen in Höhe von EUR 125,0 Mio. zuzüglich EUR 5,4 Mio. Zinsen unterliegen dabei einem qualifizierten Rangrücktritt. Im Geschäftsjahr wurden weitere EUR 50,0 Mio. (Vj. EUR 63 Mio.) Gesellschafterdarlehen umgewandelt und der Kapitalrücklage zugeführt. Insgesamt sind die Verbindlichkeiten im Vergleich zum Vorjahr um EUR 103,9 Mio. auf EUR 339,2 Mio. angestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einem Darlehen der BNP Paribas i.H.v. EUR 90,0 Mio. Zur Finanzierung des operativen Geschäftes wurde am 27. Oktober 2020 mit der BNP Paribas eine Kreditlinie aufgrund eines Kreditvertrages bis zu maximal EUR 90,0 für allgemeine betriebliche Zwecke mit einer Laufzeit von insgesamt vier Kalenderjahren vereinbart. Zudem wurden mit der Gesellschafterin zwei weitere Gesellschafterdarlehen in Gesamthöhe von EUR 60 Mio. im Oktober 2020 vereinbart. Das erste Darlehen in Höhe von EUR 45,0 Mio. wurde im Februar 2021 und das zweite Darlehen i. H. v. EUR 15,0 Mio. im Februar 2022 ausgezahlt. Gegenläufig wurden Gesellschafterdarlehen in Höhe von EUR 50 Mio. in Eigenkapital umgewandelt. Ferner erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um EUR 4,8 Mio. auf EUR 70,1 Mio. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten wird ein Restbetrag für Investitionen in Folgejahren in Höhe von EUR 16,6 Mio. (Vj. EUR 4,5 Mio.) ausgewiesen. Kompensationszahlungen für Mietzeitanpassungen und für Investitionen in das Anlagevermögen werden im Jahr der Zahlung in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt und werden über die Restlaufzeit des Mietvertrages bzw. über die Nutzungsdauer des Anlagevermögens aufgelöst. Zum Bilanzstichtag beträgt der Passive Rechnungsabgrenzungsposten im Zusammenhang mit den Kompensationszahlungen EUR 124,4 Mio. (Vj. EUR 132,5 Mio.). 5.3 Finanzlage Die Finanzierung des operativen Geschäfts der Gesellschaft erfolgt aus dem laufenden operativen Cash Flow, geleisteten Kompensationszahlungen des Vermieters sowie durch Darlehensgewährungen der Gesellschafterin und Vermieterin sowie durch Bankenfinanzierung. Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit umfasst Investitionen in die Häuserumbauten, welche mit der Umsetzung des Achtjahresplanes begonnen wurden. Hierzu wurden von der Gesellschafterin Darlehen in Höhe von insgesamt 175 Mio. EUR zur Verfügung gestellt. Die Darlehen haben zunächst eine Laufzeit von 3 Jahren und verlängern sich danach automatisch um ein weiteres Jahr, wenn sie nicht vorab gekündigt werden. Im Geschäftsjahr wurden weitere Gesellschafterdarlehen in Höhe von EUR 50,0 Mio. (i. Vj. EUR 63 Mio.) in das Eigenkapital umgewandelt. Die nachstehende Kapitalflussrechnung zeigt die Entwicklung vom 1. Oktober 2020 zum 30. September 2021:
Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2020/2021 jederzeit in der Lage, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Insgesamt hat sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft unter Berücksichtigung der strategischen Neuausrichtung und der Anpassung im Rahmen der Prognose entsprechend entwickelt, bleibt aber unter den Erwartungen der Gesellschaft. 6. Risiko- und Chancenbericht 6.1 Risikomanagement Das Risikomanagement wird durch den Fachbereich Revision geführt. Die Risiken werden systemisch erfasst. Risiken werden in vierteljährlichen Abständen gemeinsam mit den entsprechenden Risikoverantwortlichen geprüft und aktualisiert und die Risikosituation des Unternehmens an die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat berichtet. Das Risikomanagement der Gesellschaft durchläuft vier Phasen: Risikoidentifikation: Strukturierte Erfassung der wesentlichen, d. h. bestandsgefährdenden Risiken. Risikobewertung: Systematische Bewertung aller Risiken nach Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit; der Bewertungszeitraum beträgt 12 Monate. Risikonavigation: Ermittlung von Nettorisiken durch Aufnahme und Erarbeitung von risikominimierenden Maßnahmen. Risikoreporting: Quartalsweise Berichterstattung der TOP 20 Risiken an die Geschäftsführung sowie einmal jährlich an den Aufsichtsrat. Aus dem Risikomanagement leitet die Gesellschaft folgende wesentliche Risiken ab: 6.2 Marktrisiken und Chancen Der Einzelhandel und damit auch die KaDeWe Group sind stark abhängig vom Konsumklima in Deutschland. Hinzu kommen Beeinträchtigungen durch Themen wie Inflation, dem akuten Russland-Ukraine-Kriegs sowie den Nachläufern der Corona-Pandemie. Es ist weiterhin mit einem Umsatzrückgang im stationären Einzelhandel, insbesondere durch Zuwächse im Online-Handel zu rechnen. Auch ist weiterhin von einem starken Zuwachs der Einzelhandelsfläche, insbesondere durch Centerentwicklungen in den Innenstädten auszugehen. Darüber hinaus bestehen Risiken durch die zunehmende Vertikalisierung von Händlern und Herstellern sowie der Eintritt von internationalen Premiummarken in den deutschen Markt. Ebenso besteht das Risiko der internationalen Konjunkturentwicklung. Durch Ereignisse wie den Brexit sowie neue Zollvorschriften besteht eine Unsicherheit in der Entwicklung des Geschäfts. Diese Risiken stellen aus Sicht der Geschäftsführung hohe Risiken dar. Diesen Risiken begegnet die KaDeWe Group mit der konsequenten Verfolgung der Strategie des "Trading up / Trending up" mit dem Ziel, die drei Häuser in den nächsten Jahren als international führend innerhalb des Luxusmarktes zu positionieren. Neben dem Angebot von exklusiven Waren und Luxusmarken gehört auch die luxuriöse Gestaltung der Stores zur Strategie des "Trading up/Trending up". Dabei liegt der Fokus darauf, für den Kunden ein einmaliges Einkaufserlebnis zu erschaffen. Dies wird unterstützt durch den Ausbau der Dienstleistungen (Services) wie VIP-Shopping, Personal-Shopping, Catering etc., um sich im wettbewerbsintensiven Markt zu differenzieren und als Premiumanbieter zu positionieren. Ein weiteres Risiko besteht durch die nachhaltigen Auswirkungen aus der Corona-Pandemie. Ein allgemeines wirtschaftliches Risiko kann sich aufgrund des Angriffs Russlands auf die Ukraine ("Russland-Ukraine-Krieg") ergeben. Der Russland-Ukraine-Krieg führt aus heutiger Sicht zu kaum abschätzbaren Folgen für die Weltwirtschaft. Eine weiter zunehmende Inflation und eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums erscheinen wahrscheinlich. Für die entsprechenden Maßnahmen wird auf den Prognosebericht verwiesen. 6.3 Risiken aus der strategischen Neuausrichtung Die strategische Neuausrichtung des Unternehmens birgt neben den beschriebenen Chancen auch Risiken. Zum einen führt der Strategiewechsel bei den Kunden gegebenenfalls zu einem vorläufigen Frequenz- und Umsatzverlust, zum anderen kann ein nicht erfolgreicher Change-Management-Prozess bei den Mitarbeitern zu Unsicherheiten und Motivationsverlust führen. Diesen Risiken tritt die Gesellschaft durch qualifizierte Trainings des Verkaufspersonals zur Verbesserung der Service- und Verkaufsleistung sowie der Erstellung und Implementierung eines verbesserten Kommunikationskonzeptes entgegen. Regelmäßige Überprüfung quantitativer Indikatoren wie die Entwicklung des Umsatzes sowie des Return on Investment (ROI) sollen dabei unterstützen, frühzeitig nachteilige Trends zu identifizieren sowie geeignete Maßnahmen zu ergreifen. 6.4 Risiken aus der Finanzierung Risiken bestehen in den saisonalen Schwankungen der Liquiditätszuflüsse. Die Gesellschaft finanziert sich aus dem operativen Cash Flow, Kompensationszahlungen sowie Zuschüssen zu Bau- und Sanierungsmaßnahmen durch die Vermieter, ebenso wie aus Darlehensgewährungen der Gesellschafterin und Vermieterin sowie Kreditinstituten. Die zum Bilanzstichtag weiterhin bestehenden Gesellschafterdarlehen zur Finanzierung der Umbauten in den drei Häusern i.H.v. insgesamt EUR 130 Mio. haben initial eine Laufzeit von 3 Jahren und verlängern sich danach automatisch um ein weiteres Jahr, wenn sie nicht vorab gekündigt werden. Eine Kündigung ist laut Vertrag vom 13. Juli 2018 solange ausgeschlossen bis die Gesellschaft die Darlehen aus zukünftigen Gewinnen, Liquidationsüberschüssen oder anderem freien Vermögen zurückzahlen kann. Keine dieser Voraussetzungen ist aktuell gegeben. Zukünftige Investitionen in die Umbauten werden durch weitere Gesellschafterdarlehen sowie Zuschüsse der Vermieter finanziert. Die Investitionen werden erst mit Vorliegen einer Finanzierungszusage durch die Gesellschafter begonnen. Langfristig hängt die Entwicklung der Liquidität von der gesamten Marktentwicklung und der erfolgreichen Positionierung des Unternehmens im Markt ab. Zu möglichen bestandsgefährdenden Risiken vgl. unter 7. Prognosebericht. Der aktuelle Liquiditätsstatus der Gesellschaft wird täglich überwacht. Zur Steuerung werden die Einnahmen und Ausgaben tageweise geplant, prognostiziert und kontrolliert. 7. Prognosebericht Die Umbaumaßnahmen in allen drei Häusern sind zum größten Teil bis Oktober 2022 abgeschlossen. Im kommenden Geschäftsjahr werden planmäßig ca. EUR 45 Mio. (inkl. E-Commerce Plattform) investiert, deren Finanzierung über Gesellschafterdarlehen sowie Kompensationszahlungen bereits sichergestellt sind. Die Umbaumaßnahmen auf den bestehenden Flächen sollen zu einer höheren Quadratmeterproduktivität und damit mittel- bis langfristig zu einem höheren GTV führen. Die Eröffnung des Department-Stores in Düsseldorf ist für September 2022 geplant. Planmäßig wird auch im laufenden Geschäftsjahr das Zusammenspiel zwischen den Systemen, Prozessen und der Organisation weiter optimiert. Es wird sowohl an der Optimierung des ERP-Systems gearbeitet wie auch an der Synchronisation zwischen System und Organisation. Im September 2021 erfolgte die Initialisierung der Umstellung des ERP Systems auf SAP S4/Hana. Das Projekt ist bis 2023 geplant. Die E-Commerce Plattform wird um weitere Kategorien erweitert und als Marketplace mit Concession-Partner ausgebaut. Im Zuge einer abflachenden Pandemie wird für das kommende Geschäftsjahr ein starker Anstieg des GTVs im Vergleich zum Vorjahr erwartet, welcher jedoch auf Grund des weiterhin eingeschränkten Reiseverkehrs internationaler Nicht-EU Touristen, vorwiegend aus dem asiatischen Raum, noch deutlich unter dem Vorkrisenniveau zu erwarten ist. Der Russland-Ukraine-Krieg wirkt sich durch fehlende Kunden aus Russland und der Ukraine gepaart mit der verbundenen Inflation ebenfalls stark aus, was bereits durch das erste Halbjahr des neuen Geschäftsjahres bestätigt wird. Das geplante EBITDAR und das geplante Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2021/22 wird deutlich unter dem des Vorjahres liegen, da das Vorjahresergebnis durch den einmaligen Ertrag aus der Überbrückungshilfe III in Höhe von EUR 52,0 Mio. positiv beeinflusst war. Die erwartete Ergebnisentwicklung ist in der Liquiditätsplanung vollumfänglich berücksichtigt. Die Gesellschaft finanziert sich und die geplanten Investitionen aus dem operativen Cashflow, den Kompensationszahlungen der Vermieter, den Gesellschafter- und Bankdarlehen sowie der im neuen Geschäftsjahr beantragten und genehmigten Überbrückungshilfe III. Die Geschäftsführung geht daher von der positiven Fortführung des Unternehmens aus. Die Gesellschaft war am 30. September 2021 mit TEUR 84.682 (Vj. TEUR 77.311) bilanziell überschuldet. Trotz der vorliegenden bilanziellen Überschuldung ist die Gesellschaft ausweislich der aktuellen Liquiditäts- und Ertragsplanung voraussichtlich bis zum 30.09.2023 jederzeit in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Weitere liquiditätsgenerierende und kostensenkende Maßnahmen zur Fortbestandssicherung werden erforderlich, wenn zusätzliche Ereignisse eintreten sollten (z. B. es aufgrund der Corona-Pandemie oder des Russland-Ukraine-Kriegs zu weitergehenden negativen Auswirkungen auf die Ertrags- und Finanzlage kommt), die die Gesellschaft über die bisher in der Planung kalkulierten und mit der BNP Paribas vereinbarten Liquiditätsreserven hinaus belasten. Diese Ereignisse und Gegebenheiten stellen eine wesentliche Unsicherheit dar, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Frauenquote Die Gesellschafterin der Gesellschaft, die The KaDeWe Group Holding GmbH, hat am 18.12.2017 für den Aufsichtsrat eine Zielquote für Frauen von 30% und für die Geschäftsführung eine Zielquote für Frauen von 0% festgelegt, diese sollen bis 30.06.2022 erreicht werden. Die Geschäftsführung hat in ihrer Sitzung am 06.12.2017 für die 1. und 2. Führungsebene der Gesellschaft jeweils eine Zielquote für Frauen von 30% festgelegt, diese sollen bis 30.06.2022 erreicht werden. Die für die Gesellschaft festgesetzten Zielquoten für Frauen (Aufsichtsrat: 30%, Geschäftsführung 0%, 1. und 2. Führungsebene: 30%) wurden im Geschäftsjahr erreicht.
1
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/74644/umfrage/prognose-zur-entwicklung-des-bip-in-deutschland/#statisticContainer
Bilanz zum 30.09.2021Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung 01.10.2020 - 30.09.2021
Anhang zum Jahresabschluss 30.09.2021Allgemeine Grundlagen Die KaDeWe Group ist unter der Firma The KaDeWe Group GmbH beim Amtsgericht Essen, Deutschland, (HRB 22704) eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Berlin. Die Anschrift lautet: The KaDeWe Group GmbH, Katharina-Heinroth-Ufer 1, 10787 Berlin. Die Erstellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis 30. September 2021 der KaDeWe Group wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff.) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Das Geschäftsjahr der KaDeWe Group umfasst 12 Monate. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Alle Posten der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung sind zudem in TEUR dargestellt. Wir weisen darauf hin, dass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können. Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft zur Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit einen Kreditvertrag mit der BNP Paribas über eine Kreditlinie in Höhe von EUR 90 Mio. abgeschlossen Die Gewährung erfolgte mit einer Staatsbürgschaft und die Linie wurde im Geschäftsjahr komplett gezogen. Der Kreditvertrag hat eine Laufzeit von insgesamt 4 Jahren. Weiterhin hat die Gesellschaft am 22. Oktober 2021 einen Antrag über die Gewährung einer Billigkeitsleistung des Bundes in Form einer Corona-Überbrückungshilfe in Höhe von EUR 52 Mio. eingereicht. Bei der Überbrückungshilfe III handelt es sich um eine nicht rückzahlbare Zuwendung der öffentlichen Hand, die handelsrechtlich gemäß IDW St/HFA 1/1984 bilanziert wurde und bereits im Jahresabschluss zum 30. September 2021 erfolgswirksam erfasst wurden. Die beantragte Überbrückungshilfe III wird unter den Sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Der erfolgswirksame Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und hat das Jahresergebnis des Geschäftsjahres entsprechend erhöht. Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie nach dem Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Zu den Ereignissen und Gegebenheiten, die auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hindeuten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann, verweisen wir auf unsere Ausführungen in den Abschnitten Risiko- und Chancenbericht sowie Prognosebericht im Lagebericht. Die Gesellschaft hat für alle Standorte Mietverträge mit der SIGNA Unternehmensgruppe abgeschlossen. Die daraus für die Gesellschaft resultierenden Modernisierungsverpflichtungen wurden als Sonstige Verbindlichkeit ausgewiesen. Im Jahr der Modernisierung erfolgt eine Umgliederung in den Passiven Rechnungsabgrenzungsposten und eine ergebniswirksame Auflösung über die Laufzeit des Mietvertrages bzw. die Nutzungsdauer des investierten Anlagevermögens. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Bei den unter den Immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesenen ähnlichen Rechten handelt es sich ausschließlich um entgeltlich erworbene Vermögensgegenstände, vor allem entgeltlich erworbene Software. Diese sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden in den Fällen vorgenommen, in denen der beizulegende Wert den Buchwert unterschreitet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear über folgende Nutzungsdauern:
Der Geschäfts- oder Firmenwert wird entsprechend der durchschnittlichen Nutzungsdauer der im Wesentlichen hier enthaltenen Komponenten Image, Knowhow, Kundenstamm und Humankapital über zehn Jahre linear abgeschrieben. Bei der Ermittlung der Nutzungsdauer wurden auch die durchschnittliche Mietlaufzeit der Premiumhäuser sowie der durchschnittliche Innovationszyklus berücksichtigt. Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauern:
Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei Vorliegen einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung. Sie werden in den Fällen vorgenommen, in denen der beizulegende Zeitwert den Buchwert unterschreitet. Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250 Euro und 1.000 Euro wurde ein Sammelposten gebildet und entsprechend der gesetzlichen Vorgabe gewinnmindernd aufgelöst. Die Warenvorräte werden gemäß dem strengen Niederstwertprinzip nach § 253 Absatz 4 HGB mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. letzten Einkaufspreisen bewertet. Im Rahmen der verlustfreien Bewertung wurden sorgfältig bemessene Abschläge für Altersstruktur und Gängigkeit berücksichtigt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden gemäß § 240 Absatz 3 HGB mittels Festwertverfahren bilanziert. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt worden. Als uneinbringlich eingeschätzte Forderungen werden abgeschrieben. Bei der Überbrückungshilfe III handelt es sich um eine nicht rückzahlbare Zuwendung der öffentlichen Hand, die handelsrechtlich gemäß IDW St/HFA 1/1984 bilanziert wurde und unter den Sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen wird. Der erfolgswirksame Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt unter den sonstigen betrieblichen Erträgen. Die Flüssigen Mittel werden zum Nennwert bilanziert. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand der Folgejahre darstellen. Auf der Passivseite werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag der Folgejahre darstellen. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag wird in der Höhe, in der die bilanzierten Passiva die bilanzierten Aktiva zuzüglich des Nennwerts des Eigenkapitals übersteigen, auf der Aktivseite ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen werden versicherungsmathematisch mit dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck und nach RV-AGAnpG 2007 auf der Basis eines Zinsfußes von 1,98 % ermittelt. Rentensteigerungen wurden mit 1,75 % berücksichtigt. Es wurde eine Fluktuationsrate von durchschnittlich 5 % angesetzt. Der Gehaltstrend ist mit 2 % angesetzt. Die Pensionsrückstellungen werden mit dem von der Deutschen Bundesbank herausgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst. Vom Wahlrecht iSd § 253 (2) S. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht (Annahme pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren für Zwecke der Auswahl des Zinssatzes). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren (1,39 %) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren (1,98 %) beträgt TEUR 161 (Vj. TEUR 201) und wäre für Zwecke einer ggf. bestehenden Ausschüttungssperre im Sinne von § 253 (6) S. 2 HGB zu berücksichtigen. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen decken alle bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses erkannten Risiken und ungewissen Verpflichtungen ab. Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Bei der Ermittlung der Rückstellungen werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt, wenn ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank herausgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre zum 30. September abgezinst. Der Bewertung der Rückstellung für Altersteilzeit liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten zugrunde. Als Beginn des Erdienungszeitraums wurde das Datum des individuellen Altersteilzeitvertrages angesetzt. Als Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Es wurde ohne Abzinsung gerechnet, da die durchschnittliche Restlaufzeit unter 1 Jahr liegt. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Aus Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten wird ein Überhang an Passiven latenten Steuern angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in den künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Sofern insgesamt eine künftige Steuerentlastung erwartet wird, wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, keine Aktiven latenten Steuern anzusetzen. Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des geltenden Körperschaftsteuersatzes sowie entsprechend den gewichteten gewerbesteuerlichen Hebesätzen der Städte und Gemeinden mit Standorten der KaDeWe Group. Unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer ergab sich im Geschäftsjahr ein Steuersatz von 30,84 %. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Für die Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagespiegel. 2. Vorräte
Es wird insoweit auf die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze verwiesen. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten im Wesentlichen Kundenforderungen, Forderungen aus Baukostenzuschüssen, Werbekostenzuschüssen sowie Weiterbelastungen von Aufwendungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Beratungsleistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich im Wesentlichen aus Forderungen aus der beantragten Überbrückungshilfe i.H.v. TEUR 52.000 (Vj. TEUR 0), Umsatzsteuererstattungsansprüchen i.H.v. TEUR 1.018 (Vj. TEUR 1.626) sowie Forderungen aus Kreditkartenabrechnung i.H.v. TEUR 2.499 (Vj. TEUR 1.478) zusammen. Außerdem sind in den sonstigen Vermögensgegenständen TEUR 6.175 (Vj. TEUR 6.125) Forderungen aus Avalen und Mietsicherheiten enthalten. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Insgesamt wurden aufgrund von Kurzarbeit Forderungen gegen die Krankenkasse sowie an die Bundesagentur für Arbeit in Höhe von TEUR 143 gestellt. Gegen die Sozialversicherungsträger hingegen wurde eine Forderung in Höhe von TEUR 96 geltend gemacht. Gegen weitere Sozialversicherungsträger wurde eine Forderung in Höhe von TEUR 3.357 (Vj. TEUR 2.125) geltend gemacht. 4. Flüssige Mittel
Die Flüssigen Mittel werden entsprechend der Ausführungen zu den Bewertungs- und Bilanzierungsgrundsätzen mit dem Nennwert angesetzt. 5. Eigenkapital Die The KaDeWe Group Holding GmbH hält am Bilanzstichtag unverändert sämtliche Anteile an der KaDeWe Group GmbH. 6. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage beträgt TEUR 165.000 und liegt damit um TEUR 50.000 über dem Vorjahr. Mit Gesellschafterbeschlüssen vom 24.09.2021 hat die Gesellschafterin beschlossen, weitere bestehende Gesellschafterdarlehen mit einem Betrag von TEUR 50.000 in die Kapitalrücklage einzulegen. Die im Vorjahr irrtümlich unter Gewinnrücklagen ausgewiesenen Beträge in Höhe von TEUR 12.000 wurden auf Grundlage der ursprünglichen Gesellschafterbeschlüsse vom 16.07.2018 und 23.09.2020 in die Kapitalrücklage umgegliedert. Das Vorjahr wurde in der Bilanz entsprechend angepasst. 7. Rückstellungen
Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen TEUR 3.351(Vj. TEUR 3.369) wurde gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem zweckgebundenen Treuhandvermögen (TEUR 209, Vj. TEUR 255) verrechnet. Das zweckgebundene Treuhandvermögen wurde in Höhe des Zeitwerts bilanziert (TEUR 171, Vj. TEUR 157). Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR -161. Im Weiteren verweisen wir auf unsere Ausführungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen. Die Sonstigen Rückstellungen enthalten vor allem Rückstellungen für ausstehende Rechnungen i.H.v. TEUR 1.437 (Vj. TEUR 2.265), für Tantieme i.H.v. TEUR 3.061 (Vj. TEUR 1.964), für Resturlaub und Mehrarbeit i.H.v. TEUR 967 (Vj. TEUR 1.333) sowie Rückstellungen für Kundenboni i.H.v. TEUR 1.281 (Vj. TEUR 1.058). 8. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen die Darlehensverträge mit The KaDeWe Group Holding GmbH inkl. aufgelaufener Zinsen. Im Geschäftsjahr 2020/2021 wurden TEUR 45.000 neue Darlehen gewährt sowie Darlehen in Höhe von TEUR 50.000 ins Eigenkapital umgewandelt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus einer Kreditlinie mit der BNP Paribas in Höhe von TEUR 90.000 zur Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit. Die Kreditlinie wurde im Geschäftsjahr vollständig in Anspruch genommen. Der Kreditvertrag ist mit einer Staatsbürgschaft versehen, beinhaltet einzelne von der Gesellschaft einzuhaltende Covenants und hat eine vertragliche Laufzeit von insgesamt vier Kalenderjahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen betreffen ein Vermieterdarlehen aus 2020 in Höhe von TEUR 20.000 sowie die dazugehörigen Zinsen. Die Verbindlichkeit aus Steuern stellen die Zahllasten aufgrund der Lohnsteueranmeldung für September 2021 und die Abzugssteuern für das dritte Quartal 2021 dar. Unter den Sonstigen Verbindlichkeiten wird noch ein Restbetrag für Investitionen in Folgejahren i.H.v. TEUR 16.582 (Vj. TEUR 4.548) ausgewiesen. 9. Rechnungsabgrenzungsposten
Soweit die im Geschäftsjahr erhaltenen Kompensationszahlungen für Mietzeitanpassungen oder aber für Investitionen in das Anlagevermögen geleistet worden sind, so wurden diese in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt und über die Restlaufzeit des Mietvertrages bzw. über die Nutzungsdauer des Anlagevermögens aufgelöst. Zum Bilanzstichtag beträgt der passive Rechnungsabgrenzungsposten im Zusammenhang mit den Kompensationszahlungen TEUR 124.115 (Vj. TEUR 132.544) sowie im Zusammenhang mit Weiterbelastungen TEUR 235 (Vj. TEUR 0). 10. Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen Finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen
Die Miet- und Leasingverpflichtungen haben folgende Fälligkeiten:
Miet- und Leasingverpflichtungen beinhalten im Wesentlichen die Verpflichtungen aus den Mietverträgen mit der SIGNA Unternehmensgruppe für die Warenhäuser. Weitere finanzielle Verpflichtungen resultieren aus dem Bestellobligo, für im Rahmen der Umbaumaßnahmen bereits in Auftrag gegebene Leistungen:
Diese sonstigen finanziellen Verpflichtungen haben eine Restlaufzeit < 1 Jahr. Am Bilanzstichtag bestehen - wie im Vorjahr - keine wesentlichen Haftungsverhältnisse. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 11. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse werden ausschließlich im Inland generiert. Die sonstigen Umsatzerlöse umfassen im Wesentlichen Erträge aus Werbekostenbeteiligungen. 12. andere aktivierte Eigenleistungen
Bei den anderen aktivierten Eigenleistungen handelt es sich um Eigenleistungen im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 3 HGB. Sie umfassen im Wesentlichen die Mitwirkung eigener Mitarbeiter an der Planung, Durchführung und Steuerung der Investitionen in die drei Häuser. 13. Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus der Überbrückungshilfe i.H.v. TEUR 52.000 (Vj. TEUR 0), Personalkostenerstattungen i.H.v. TEUR 391 (Vj. TEUR 567), Erträge aus Abschreibungen der Sanierungsbeiträge des Vermieters i.H.v. TEUR 4.485 (Vj. TEUR 3.947), Erträge aus Reparatur- und Umbauleistungen i.H.v. TEUR 1.398 (Vj. TEUR 1.171), Erträge aus Zuschüssen i.H.v. TEUR 1.684 (Vj. TEUR 978), Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen i.H.v. TEUR 300 (Vj. TEUR 847) sowie periodenfremden Erträgen i.H.v. TEUR 4.694 (Vj. TEUR 877) enthalten, welche im Wesentlichen aus Korrekturen von Concession-Rechnungen i.H.v. TEUR 2.564 resultieren. 14. Materialaufwand
Die Aufwendungen für bezogene Leistungen enthalten den anteiligen Mietaufwand aus den Mietverträgen der Häuser für die untervermieteten Flächen. 15. Personalaufwand
Im Geschäftsjahr 2021 hat die Gesellschaft an Ihre Mitarbeiter Kurzarbeitergeld ausbezahlt. In Höhe der ausgezahlten Beträge erfolgt monatlich die Einbuchung einer Forderung gegen die Bundesagentur für Arbeit und diverse Krankenkassen. In der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt eine ergebnisneutrale Darstellung: Das als Personalaufwand gebuchte ausbezahlte Kurzarbeitergeld wird mit der Erstattung durch die Bundesagentur für Arbeit saldiert. Abweichend hierzu stellen die pauschalierten Erstattungen der vom Arbeitgeber zu tragenden Aufwendungen zur Sozialversicherung keinen durchlaufenden Posten dar, da das bilanzierende Unternehmen in Bezug auf die Sozialversicherungsbeiträge primär verpflichtet bleibt und diese Aufwendungen somit als Personalaufwand zu erfassen hat. Dieser Sachverhalt wurde ebenfalls im Personalaufwand erfasst. 16. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
Zu den Abschreibungen verweisen wir auf unsere Ausführungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen. 17. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die Vertriebskosten beinhalten im Wesentlichen die Aufwendungen für Fremdkräfte i.H.v. TEUR 2.890 (Vj. TEUR 5.203), für logistische Abwicklung i.H.v. TEUR 3.266 (Vj. TEUR 3.602), für Kunden-Bonussysteme i.H.v. TEUR 1.651 (Vj. TEUR 3.455), für Verbrauchsmaterialien und Dekoration i.H.v. TEUR 1.891 (Vj. TEUR 1.942) sowie für Marketing i.H.v. TEUR 8.715 (Vj. TEUR 7.613). Die Verwaltungskosten setzten sich im Wesentlichen aus den Aufwendungen für Rechts- und Beratungskosten i.H.v. TEUR 2.928 (Vj. TEUR 2.043), für IT-Betrieb i.H.v. TEUR 2.787 (Vj. TEUR 2.760), für Dienstleistungen durch Fremde i.H.v. TEUR 2.027 (Vj. TEUR 2.373) sowie Sachversicherungen i.H.v. TEUR 1.331 (Vj. TEUR 1.057) zusammen. Die Miet-, Pacht- und Leasingkosten bilden im Wesentlichen die Mietaufwendungen für die Häuser ab. Die Kosten für die Hausbewirtschaftung addieren sich im Wesentlichen aus den Aufwendungen für den Bezug von Strom i.H.v. TEUR 4.484 (Vj. TEUR 5.117), für Gebäudeinstandsetzung i.H.v. TEUR 1.718 (Vj. TEUR 1.713), für Hausreinigung i.H.v. TEUR 2.181 (Vj. TEUR 2.721) sowie für Bewachung durch Fremdkräfte in Höhe von TEUR 1.390 (Vj. TEUR 1.518). Die verschiedenen Aufwendungen ergeben sich im Wesentlichen aus periodenfremden Aufwendungen i.H.v. TEUR 2.856 (Vj. TEUR 4.422), für Instandhaltung i.H.v. TEUR 2.376 (Vj. TEUR 2.283) sowie für sonstige Personalaufwendungen i.H.v. TEUR 1.075 (Vj. TEUR 1.099). 18. Zinsergebnis
Der Anstieg der sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen resultiert aus der Erhöhung der Gesellschafterdarlehen. Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge beruhen wie im Vorjahr im Wesentlichen aus der Umwandlung der Gesellschafterdarlehen im Eigenkapital. 19. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Bei den übrigen Steuern handelt es sich um abgeführte Abzugsteuer auf Lizenzzahlungen. Sonstige Angaben Konzernabschluss Die CRC Luxembourg S.á.r.l., Luxembourg/Luxembourg, stellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss soll im Handelsregister zu Luxemburg bekannt gemacht werden. Die Harng Central Department Store Limited, Bangkok/Thailand, stellt einen Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
Honorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Honorar für Abschlussprüfungsleistungen betrug TEUR 162 (Vj. TEUR 160). Hiervon fallen TEUR 101 (Vj. TEUR 98) auf Abschlussprüfungsleistungen, TEUR 5 (Vj. TEUR 6) auf andere Bestätigungsleistungen und TEUR 55 (Vj. TEUR 56) auf sonstige Leistungen. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf die Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Nachtragsbericht Der Bescheid über die Bewilligung der bereits im Jahresabschluss zum 30. September 2021 bilanzierten Überbrückungshilfe III in Höhe von TEUR 52.000 ging am 20.04.2022 ein und die Auszahlung ist zwischenzeitlich erfolgt. Es wurde vom Wahlrecht Gebrauch gemacht, die Überbrückungshilfe III zum 30.09.2021 zu bilanzieren. Eine Berücksichtigung im nächsten Geschäftsjahr hätte einen um TEUR 52.000 höheren Jahresfehlbetrag zur Folge gehabt. Im Februar 2022 wurde ein Darlehensvertrag mit dem Vermieter über TEUR 33.000 für die Durchführung einer Vielzahl von ihm im Rahmen einer Technischen Due-Dilligence ermittelten Maßnahmen gewährt. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30.09.2025. Die erste Tranche in Höhe von EUR 16,5 Mio. wurde im Februar 2022 ausgezahlt, der Restbetrag ist für spätestens 30. Juni 2022 zur Auszahlung vereinbart. Am 31.03.2022 wurde ein Rahmendienstleistungsvertrag mit der ARP Fourtysix GmbH für die Erbringung von Beratungsdienstleistungen geschlossen. Hinsichtlich der weiteren Entwicklungen durch die Coronapandemie wird auf die Angaben im Lagebericht verwiesen. Seit dem 24.02.2022 führt Russland Krieg gegen die Ukraine ("Russland-Ukraine-Krieg"). Die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Kriegs stellen ein wertbegründendes Ereignis dar und haben daher keine Auswirkungen auf Ansatz und Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden zum Abschlussstichtag. Wir verweisen auch hier auf unsere Aussagen in der Prognoseberichterstattung im Lagebericht. Darüber hinaus haben sich nach dem Bilanzstichtag keine weiteren Ereignisse ergeben, die eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Ergebnisverwendung Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresfehlbetrag i.H.v. TEUR -57.380 ab. Nach Verrechnung mit dem Verlustvortrag des Vorjahres ergibt sich ein Bilanzverlust von TEUR -249.707. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. Aufsichtsrat Dr. Patrick Biagosch, München, Rechtsanwalt, Steuerberater Wolfram Keil, München, Kaufmann Vorsitzender Tanja Gutzmann, Lübeck, Einzelhandelskauffrau Arbeitnehmervertreterin, stellv. Vorsitzende Der Aufsichtsrat erhält keine Vergütung. Geschäftsführung André Maeder, CEO Dr. Michael Peterseim, CFO
Essen, den 09.05.2022 The
KaDeWe Group GmbH
André Maeder, Berlin, CEO Dr. Michael Peterseim, Berlin, CFO Anlagenspiegel zum 30.09.2021
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die The KaDeWe Group GmbH, Essen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der The KaDeWe Group GmbH, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der The KaDeWe Group GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die im Prognosebericht des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben in den Abschnitten 6. "Risiko- und Chancenbericht" sowie 7. "Prognosebericht" des Lageberichts sowie im Abschnitt "Allgemeine Angaben" im Anhang, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft zur Sicherung der Finanzierung des operativen Geschäftes sowie der Investitionen auf Basis der aktuellen Finanzierungs- und Liquiditätsplanung Finanzierungsmaßnahmen eingeleitet hat. Weitere liquiditätsgenerierende und kostensenkende Maßnahmen zur Fortbestandssicherung werden erforderlich, wenn zusätzliche Ereignisse eintreten sollten (z. B. es aufgrund der Coronapandemie oder des Russland-Ukraine-Kriegs zu weitergehenden negativen Auswirkungen auf die Ertrags- und Finanzlage kommt), die die Gesellschaft über die bisher in der Planung kalkulierten und mit der BNP Paribas vereinbarten Liquiditätsreserven hinaus belasten. Wie in den Abschnitten 6. "Risiko- und Chancenbericht" sowie 7. "Prognosebericht" des Lageberichts und im Abschnitt "Allgemeine Angaben" im Anhang dargelegt, deuten diese Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die im Prognosebericht des Lageberichts enthalten ist. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 25. Mai 2022 KPMG
AG
Mund, Wirtschaftsprüferin Behrendt, Wirtschaftsprüfer Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss wurde am 30. Mai 2022 festgestellt. |
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