Oak Germany Buyer GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Corinna Rumpf seit 15.5.2024 | Prokura |
Jochen Cuntz seit 15.5.2024 | Prokura |
David Gebhardt seit 15.5.2024 | Prokura |
Florian Baur seit 15.5.2024 | Prokura |
Christin Schink seit 15.5.2024 | Prokura |
Katja Thieme seit 23.2.2024 | Geschäftsführer |
Ajay Bhatia seit 17.10.2022 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
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| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
mobile.de GmbHKleinmachnowJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Lagebericht 20201. Grundlagen des UnternehmensDie mobile.de GmbH betreibt unter www.mobile.de den führenden Online-Marktplatz für den Fahrzeugkauf und -verkauf in Deutschland. Das Angebot steht dabei in zehn Sprachen zur Verfügung. Die Gesellschaft bietet darüber hinaus in Frankreich, Polen, Rumänien, Tschechien, Russland, Niederlande, Spanien und der Türkei sogenannte Showrooms mit Inventar der auf der deutschen Seite registrierten Nutzer an. Weiterhin betreibt die mobile.de GmbH die Webseite www.motor-talk.de. Es handelt sich hierbei um ein Internetportal, welches ein Internetforum mit vornehmlich kraftfahrzeug- und verkehrsspezifischen Themen bietet. Das Angebot richtet sich sowohl an Fahrzeughändler als auch an Privatkunden. Informationen und Angebote rund um den Fahrzeugkauf und -verkauf runden das Angebot ab. Neben dem Kerngeschäft, der Bereitstellung einer Online-Plattform für den Kauf und Verkauf von Fahrzeugen in Europa, stellt Online-Werbung auf den verschiedenen Marktplätzen eine weitere bedeutende Einnahmequelle dar. Darüber hinaus monetarisiert das Unternehmen neue Produkte in den Bereichen Finanzierung, Leasing und Fahrzeugankauf. Des Weiteren erbringt die mobile.de GmbH Leistungen im Bereich technische Produktentwicklung für andere Unternehmen im eBayKonzern. Die in den Vorjahren zu beobachtende Entwicklung im Nutzerverhalten mit einem kontinuierlichen Anstieg der Nutzung von mobilen Angeboten zeigt sich in einem weiteren Anstieg der Seitenaufrufe über Mobilgeräte und einem Visitwachstum für mobile (Web-)Angebote von 2 % gegenüber dem Vorjahr, wobei die App-Nutzung stabil geblieben ist. Über App und Mobile Web erfolgen inzwischen 76 % der Seitenaufrufe nach 74 % im Vorjahr. Muttergesellschaft der mobile.de GmbH ist die eBay Classifieds Holding B.V. (Amsterdam/Niederlande). 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Mit einer BIP-Reduzierung um 4,8 % in 2020 zeigte sich die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland durchweg durch das COVID-19 Infektionsgeschehen gekennzeichnet und dessen Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation sind deutlich spürbar. Dies zeigt sich auch in einer rückläufigen Entwicklung im Fahrzeugmarkt. Die Anzahl der gebrauchten PKW, die im Jahr 2020 den Besitzer wechselten, lag mit 7,02 Mio. etwa auf dem Vorjahresniveau (7,20 Mio.). Die Anzahl der Fahrzeugneuzulassungen hat sich mit 2,9 Mio. Einheiten gegenüber dem Vorjahr (3,6 Mio.) jedoch um 19% verringert. Die Anzahl der von Händlern auf mobile.de angebotenen Fahrzeuge verringerte sich, bedingt durch die Schließung der Einzelhandelsgeschäfte während der COVID-19 Pandemie, im Jahresvergleich um 2%. 2.2. Geschäftsverlauf Die Gesellschaft konnte ihre starke Position im Wettbewerb im Jahr 2020 bestätigen: In Deutschland ist mobile.de weiterhin Marktführer und liegt im Hinblick auf registrierte Händler, Privatinserate und Reichweite weiterhin vor dem Hauptwettbewerber Autoscout24. Die zentrale finanzielle Steuerungsgröße (KPI's) Umsatz hat sich, wie in den nachstehenden Absätzen geschildert, analog zur beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Situation entwickelt. Dennoch konnte die Gesellschaft das Ergebnis nach Steuern verbessern. 2.3. Lage a) Ertragslage Insgesamt musste die Gesellschaft im Jahr 2020 einen Umsatzrückgang um ca. 7 % gegenüber dem Vorjahr auf EUR 328,6 Mio. (Vorjahr: EUR 352,4 Mio.) verzeichnen. Im Lagebericht des Vorjahres wurden bereits leicht sinkende Umsätze durch die COVID19 Pandemie prognostiziert, was auch entsprechend eingetroffen ist. Obwohl die Gesellschaft die Gebühren für Händler während des Lockdowns im April 2020 erlassen hatte und keine Preisanpassungen vorgenommen wurden, blieben die Händlerumsätze im gesamten Jahr stabil (Umsatzrückgang 0,1 % auf EUR 245,3 Mio.). Im Privatkundenbereich kam es zu einer Umsatzsteigerung von 40 % (EUR 8,1 Mio., Vorjahr EUR 5,8 Mio.). Bei den sonstigen Umsatzerlösen konnte die Gesellschaft eine Umsatzsteigerung von 26 % verzeichnen (EUR 14,8 Mio., Vorjahr EUR 11,8 Mio.), was maßgeblich auf eine Erhöhung im Bereich Finanzierungsangebote zurückzuführen ist (EUR 9,4 Mio., Vorjahr EUR 6,7 Mio.). Im Bereich der Online-Werbung reduzierte sich der Umsatz indes von EUR 35,8 Mio. auf EUR 33,7 Mio. Diese Reduktion lässt sich auch mit einem verringerten Auftragsvolumen der Werbetreibenden, bedingt durch die COVID19 Pandemie, erklären. Der Haupttreiber für die Umsatzreduzierung ist jedoch der Umsatzrückgang mit verbundenen Unternehmen um 50 % (EUR 26,7 Mio., Vorjahr EUR 53,4 Mio.), der maßgeblich durch verringerte Dienstleistungen an die Marktplaats B. V., Amsterdam, Niederlande, im Rahmen der "Motors Vertical Plattform", kurz "MOVE Plattform" veranlasst ist (EUR 28,1 Mio.). Außerdem konnte die Gesellschaft weniger Dienstleistungen im Bereich Bereitstellung von Serverkapazitäten (EUR -4,9 Mio.) an verbundene Unternehmen abrechnen. Allgemeine Servicetätigkeiten für verbundene Unternehmen, den administrativen Bereich und Consulting betreffend, konnten jedoch um insgesamt EUR 6,7 Mio. gesteigert werden. Im Gegensatz zur Umsatzminderung sind die Aufwendungen für bezogene Leistungen im Vergleich zum Vorjahr um 7,3 % auf EUR 79,4 Mio. gestiegen. Das lässt sich damit erklären, dass die Gesellschaft höhere Aufwendungen von verbundenen Unternehmen aus Platzierungen von Händler-Fahrzeugen auf konzerneigenen Plattformen sowie aus konzerninternen Dienstleistungen zu verzeichnen hat. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl ist im Vergleich zum Vorjahr um 7,1 % auf 405 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen angestiegen (Vorjahr: 378), was mit dem Ausbau der Geschäftstätigkeit einher geht. Der Personalaufwand stieg korrespondierend um EUR 6,9 Mio. auf EUR 52,0 Mio. (+15,3 % ggü. Vorjahr). Der im Vergleich zur Mitarbeiteranzahl überproportionale Anstieg des Aufwands ist im Wesentlichen bedingt durch die jährliche Anpassung der Gehälter sowie höhere Bonizahlungen im Geschäftsjahr als Folge einer hohen Performance des Mutterkonzerns. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von EUR 74,7 Mio. auf EUR 49,1 Mio. gesunken. Im Vorjahr hatten Aufwendungen aus der Veräußerung der Private Sale GmbH (im Nachgang des zum 31. Juli 2019 beendeten Ergebnisabführungsvertrags) zu einem einmaligen sonstigen betrieblichen Aufwand in Höhe von EUR 9,7 Mio. geführt. Darüber hinaus wurden die Werbeaufwendungen um EUR 9,0 Mio. gekürzt (EUR 22,7 Mio., Vorjahr EUR 31,7 Mio.) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen sanken um EUR 5,0 Mio. im Vergleich zum Vorjahr. Bedingt durch die Pandemie reduzierten sich die Reisekosten von EUR 1,4 Mio. auf EUR 0,3 Mio. Weitere EUR 1,4 Mio. konnten in den gesamten sonstigen betrieblichen Aufwendungen eingespart werden. Die planmäßigen Abschreibungen im Geschäftsjahr 2020 blieben mit EUR 7,3 Mio. nahezu konstant (Vorjahr EUR 7,4 Mio.). Die Zinsaufwendungen, bedingt durch die anfallenden Negativzinsen auf Guthaben bei Kreditinstituten, verringerten sich um EUR 0,7 Mio. auf EUR 0,9 Mio. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag blieben weitestgehend stabil im Vergleich zum Vorjahr (EUR 39,9 Mio., Vorjahr EUR 41,6 Mio.). Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich von EUR 94,1 Mio. auf EUR 101,8 Mio. Damit wurde die Vorjahresprognose übertroffen. Das Ergebnis nach Steuern abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen erreicht eine Umsatzrendite nach Steuern von rund 31 % (Vorjahr: 27 %). b) Finanzlage Aufgrund der guten Ertragslage verfügte die Gesellschaft jederzeit über ausreichende Liquidität. Die Investitionen konnten vollständig aus laufender Geschäftstätigkeit finanziert werden. Zum Ende des Geschäftsjahres verfügte die Gesellschaft über Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von EUR 16,6 Mio. (Vorjahr: EUR 73,6 Mio.). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der am 4. November 2020 vorgenommenen Ausschüttung an die Gesellschafterin in Höhe von EUR 189,9 Mio. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gesichert. c) Vermögenslage Die Bilanzsumme betrug zum Ende des Geschäftsjahres EUR 66,2 Mio. und hat sich somit im Vergleich zum Vorjahr um EUR 89,5 Mio. vermindert. Auf der Aktivseite ist im Anlagevermögen eine Reduzierung von EUR 8,3 Mio. auf EUR 7,3 Mio. zu verzeichnen, da die planmäßigen Abschreibungen die Investitionen übersteigen. Der Firmenwert (Vorjahr: EUR 3,4 Mio.) wurde planmäßig vollständig abgeschrieben. Das Umlaufvermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 89,0 Mio. auf EUR 57,9 Mio. reduziert, was hauptsächlich auf den dividendengeprägten Rückgang des Bestandes an liquiden Mitteln (EUR -57,0 Mio.) zurückzuführen ist. Gleichzeitig reduzierten sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (EUR -29,2 Mio.), bedingt durch die geringere Abrechnung für die MOVE Plattform. Ferner ist bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ein leichter Rückgang um EUR 1,0 Mio. auf EUR 35,2 Mio. zu verzeichnen, was mit dem Umsatzrückgang korrespondiert. Die Reduzierung der Passivseite ist im Wesentlichen auf die Verminderung des Eigenkapitals von EUR 96,8 Mio. auf EUR 8,7 Mio. zurückzuführen. Die oben genannte Dividendenausschüttung umfasst auch einen großen Teil des Jahresüberschusses des laufenden Jahres, was zu einer Nettoveränderung von EUR -88,1 Mio. im Eigenkapital führte. Die mobile.de GmbH hat mit einer Eigenkapitalquote von 13% jedoch unverändert eine solide Bilanzstruktur (Vorjahr: 62 %). Die sonstigen Rückstellungen blieben stabil etwa auf Vorjahresniveau (EUR 14,7 Mio., Vorjahr: EUR 13,3 Mio.). Die Steuerrückstellungen sind indes ergebnisbedingt von EUR 21,9 Mio. auf EUR 25,0 Mio. gestiegen. Innerhalb der Verbindlichkeiten ist eine stichtagsbedingte Reduktion der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von EUR 17,4 Mio. auf EUR 11,3 Mio. zu konstatieren. Langfristige Verbindlichkeiten und insbesondere langfristige Bankverbindlichkeiten bestehen nicht. Die Geschäftsführung schätzt die Entwicklung des Geschäftsjahres unter den gegebenen gesamtwirtschaftlichen Bedingungen als günstig ein. 3. Chancen- und RisikoberichtDie Konzernobergesellschaft der mobile.de, die eBay Inc., ist ein börsennotiertes Unternehmen in den USA. Für die mobile.de GmbH gelten damit die Anforderungen des Sarbanes-Oxley-Act (SOX). Die Gesellschaft war im Berichtszeitraum in das interne Risiko-Kontrollsystem der eBay-Gruppe eingebunden. Die festgelegten Kontrollen werden jährlich durch interne und externe Stellen auf ihre Wirksamkeit überprüft. 3.1. Chancen Wachstumschancen ergeben sich aus Investitionen in neue Initiativen und Preisanpassungen. Insbesondere der kontinuierliche Ausbau an Services entlang des Autokaufs- und -verkaufsprozesses wird hier weiterhin eine maßgebliche Rolle spielen. Für Fahrzeughändler wird der Fokus auf der Schaffung und Monetarisierung von zusätzlicher Nachfrage sowie im Ausbau segmentspezifischer Angebote liegen. Für das Geschäftsjahr 2021 wird weiterhin davon ausgegangen, dass die wegen der COVID-19 Pandemie beschränkten Öffnungsmöglichkeiten des Autohandels die Umsätze im Bereich des Händlergeschäfts unter Druck setzen. Da die Umsatzbasis im Händlergeschäft im Vergleichszeitraum 2020 durch Verzicht auf Listinggebühren im Monat April stark reduziert war, wird dennoch ein hohes einstelliges oder niedriges zweistelliges Umsatzwachstum erwartet. Wegen der grundsätzlich positiven Entwicklung von wichtigen KPIs und vor dem Hintergrund des Fortschreitens der Impfkampagne gegen COVID-19 in Deutschland, wird die Grundstruktur der Umsatzströme als positiv beurteilt. Im Bereich der Werbeumsätze erwartet die mobile.de GmbH in 2021 ein ähnliches Niveau wie im Vorjahr und wird angesichts der fortschreitenden Konsolidierung im Online-Werbemarkt weiterhin auf eine Kernzielgruppen-Fokussierung, den Ausbau mobiler Angebote sowie Investitionen in neue Produkte, die Reichweite über die eigene Plattform hinaus ermöglichen, setzen. Im Juli 2020 wurde auf Konzernebene eine Vereinbarung mit der norwegischen Adev-inta Gruppe geschlossen, die eBay Classifieds Group (Muttergesellschaft eBay Classi-fieds Holding B.V. mit Sitz in den Niederlanden) an selbige zu veräußern. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung ist diese Veräußerung noch Gegenstand wettbewerbsrechtlicher Zustimmungsprozesse. Ein erfolgreicher Abschluss des Verkaufs wird von den beteiligten Parteien Ende des zweiten Quartals erwartet. Zur eBay Classifieds Group gehören in Deutschland unter anderem die Portale eBay-kleinanzeigen.de und auch mobile.de. Die erwerbende Gruppe betreibt bereits eine Vielzahl von gleichgelagerten Portalen und Marktplätzen und ist in 20 Ländern aktiv. Mit dem Zusammenschluss wird eine weltweit führende Gruppe im sog. Classifieds Business entstehen. Für die mobile.de GmbH werden hieraus mittel- und langfristig positive Synergieeffekte erwartet, wenngleich die spezifischen Auswirkungen durch den noch nicht erfolgten Zusammenschluss noch nicht abschließend abschätzbar sind. eBay als bisheriger Gesellschafter soll nach Veräußerung indirekt weiterhin beteiligt bleiben durch den Erhalt von Anteilen an der Adevinta Gruppe in Höhe von 44%, wovon 33,3% mit Stimmrechten ausgestattet sein sollen. Hierdurch werden ebenfalls positive Effekte erwartet. 3.2. Risiken Im März 2020 erklärte die World Health Organization (WHO) das neuartige Coronavirus ( COVID 19) zur weltweiten Pandemie, die sich auch im Zeitpunkt der Aufstellung dieses Jahresabschlusses weiter und regional unterschiedlich stark ausbreitet. Es wird erwartet, dass die Pandemie grundsätzlich über einen begrenzten Zeitraum andauert, indes ist das Ende der Ausbreitung und der damit verbundenen Folgewirkungen schwer abzuschätzen. Die von der Politik initiierten Maßnahmen zur Viruseindämmung wie Schließungen oder Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen führen auch noch in 2021 zu einer hohen ökonomischen Volatilität und Unsicherheit. Die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus haben auch auf den Markt und die Geschäftstätigkeit der mobile.de GmbH vielfältige und tiefgreifende Auswirkungen. So brach die Produktion und der Handel mit Neufahrzeugen in vielen europäischen Märkten ein und auch der Handel mit Gebrauchtwagen wurde und wird durch temporäre Schließungen und soziale Abstandsgebote ("social Distancing") erschwert. Die weitere Entwicklung der Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft hängt von vielen, schwer zu prognostizierenden Faktoren ab. Sollten die pandemiebedingten politischen Einflüsse sowie die Entwicklungen am Arbeitsmarkt, Finanzmarkt, auf den Binnenkonsum und in der Wirtschaft allgemein (Risiko einer Rezession) länger andauern oder sich stärker auswirken als erwartet, hätte dies negative Effekte auf die weitere Entwicklung der Gesellschaft. Gleichwohl bleibt abzuwarten, wie sich die großvolumigen Hilfspakete der Regierungen zur Kriseneindämmung auf nationaler und internationaler Ebene auswirken. Hierdurch werden wiederum positive wirtschaftliche Auswirkungen erwartet, die die negativen Folgen der Coronakrise wirksam reduzieren können. Aufgrund der relativ geringen Eintrittsbarrieren für neue Anbieter bleibt der Markt für Angebote rund um das Thema Fahrzeughandel im Internet nach wie vor wettbewerbsintensiv. Dies kann sich künftig durch die mögliche Erweiterung von transaktional orientierten Angeboten ebenso wie durch eine Erweiterung der Produktpalette der Mitbewerber noch weiter intensivieren. Aus Sicht der Gesellschaft bleiben somit die systematische Analyse der Kundenzufriedenheit, die kontinuierliche Weiterentwicklung des Angebots und das frühzeitige Erkennen von neuen Trends entscheidend für den langfristigen Unternehmenserfolg. Weiterhin kann der Wettbewerb mit bestehenden Konkurrenten oder durch neue Markteintritte weiter zunehmen. Wie in den Vorjahren ist und bleibt die Gesellschaft auf eine zuverlässige technische Infrastruktur sowie eine kontinuierliche Verbesserung der auf der Plattform angebotenen Funktionalitäten angewiesen, so dass die Modernisierung der technischen Infrastruktur und die stetige Verbesserung der Skalierbarkeit der Systeme ein ständiger Prozess sind, um dem anhaltenden Wachstum Rechnung zu tragen. Nach wie vor ist das Vertrauen der Konsumenten ein wesentlicher Grundstein für den Geschäftserfolg. Daher bleibt die kontinuierliche Verbesserung der Nutzungssicherheit für Privatkunden und Händler zur Vermeidung von Betrugsfällen auch weiterhin eine der Prioritäten für die Gesellschaft. Das Forderungsausfallrisiko wird aufgrund der kontinuierlichen Steuerung und Überwachung als gering erachtet. Liquiditätsrisiken sind aufgrund der gesunden Bilanzstruktur sowie des nach wie vor ausreichend hohen Kassenbestands als gering zu bewerten. Es bestehen Prozesskostenrisiken aus Rechtsstreitigkeiten, die zu zukünftigen Kosten führen können. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird als sehr gering eingestuft. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt liegen der mobile.de keine Anhaltspunkte vor, dass einzelne Risiken oder die Zusammenfassung aller Risiken im Berichtszeitraum den Bestand gefährden. 4. PrognoseberichterstattungFür das Jahr 2021 bestehen, wie im Risikobericht (Abschnitt 3.2) erläutert, erhöhte Unsicherheiten zur weiteren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Ein gedämpfter Binnenkonsum betrifft verstärkt Großinvestitionen von Verbrauchern, weshalb ein spürbarer Rückgang der Aktivitäten am Gebrauchtwagenmarkt zu erwarten ist. Wir gehen korrespondierend von einer leicht sinkenden Zufriedenheit der Fahrzeughändler aus. Wegen des Verzichts auf die Listinggebühren für Fahrzeughändler im April 2020 und des damit einhergehenden geringeren Umsatzniveaus im Berichtszeitraum wird für das Jahr 2021 eine positive Umsatzentwicklung in diesem Segment im Jahresvergleich erwartet. Im Werbekundengeschäft sind auch weiterhin im ersten Halbjahr 2021 Auswirkungen der COVID-bezogenen Einschränkungen spürbar. Für das Gesamtjahr 2021 werden leicht steigende Umsatzerlöse im Vergleich zu 2020 erwartet. Gleichzeitig geht die Gesellschaft für das Jahr 2021 im Vergleich zum Berichtsjahr 2020 von einem leicht höheren Ergebnis nach Steuern aus. Die Auswirkungen des in Abschnitt 3.1 (Chancen) beschriebenen Erwerbs der Gesellschaft bzw. der gesamten eBay Classifieds Group durch die norwegische Adevinta Gruppe sind in der Jahresplanung 2021 noch nicht enthalten, da sich aufgrund des noch nicht erfolgten Zusammenschlusses die Konsequenzen noch nicht konkret abschätzen lassen. Darüber hinaus werden sich die erwarteten Auswirkungen (Synergieeffekte) voraussichtlich erst ab dem Jahresende 2021 und in 2022 in einem wesentlichen Umfang auswirken.
Kleinmachnow, 23. Juni 2021 Malte Krüger, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2020Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020I. Allgemeine AngabenDie mobile.de GmbH hat ihren Sitz in Kleinmachnow und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Potsdam (HR B Reg.Nr. 18517). Die mobile.de GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Der Gliederung der Bilanz liegt die Vorschrift des § 266 HGB zugrunde. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Übereinstimmung mit dem in § 275 Abs. 2 HGB enthaltenen Gesamtkostenverfahren gegliedert. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. II. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bewertung erfolgt nach den Bewertungsgrundsätzen des HGB sowie den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bewertet. Die auf das Geschäftsjahr der Aktivierung entfallende Abschreibung wird pro-rata-temporis monatlich ermittelt, wobei die voraussichtliche Nutzungsdauer anhand konzernüblicher Vorgaben (in der Regel 1-3 Jahre) bestimmt wird. Außerplanmäßige Abschreibungen auf niedrigere beizulegende Werte werden gegebenenfalls vorgenommen. Zu Beginn des Wirtschaftsjahres 2016 wurde die Motor Talk GmbH auf die mobile.de GmbH zu Anschaffungskosten nach §§ 253 Abs. 1 und 255 Abs. 1 HGB verschmolzen (IDW RS HFA 42). In diesem Zusammenhang wurde der Beteiligungswert unter anderem auf Patente in Höhe von TEUR 4.658, Markenrechte in Höhe von TEUR 1.896, den Kundenstamm in Höhe von TEUR 993 und den Geschäfts- und Firmenwert mit TEUR 16.746 verteilt. Die Patente, Markenrechte und der Kundenstamm wurden linear über 3 Jahre und somit bis zum Jahresende 2019 vollständig abgeschriebenen. Der Geschäfts- und Firmenwert wurde über 5 Jahre linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800, die nach dem 31. Dezember 2011 angeschafft worden sind, werden im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben und im Anlagespiegel als Abgang ausgewiesen. Finanzanlagen werden mit Anschaffungskosten gegebenenfalls unter Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Auf der Passivseite werden als Rechnungsabgrenzungsposten Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen werden zu ihrem Erfüllungsbetrag nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung angesetzt. Die Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Der Zinssatz wird monatlich durch die Deutsche Bundesbank bekannt gegeben. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die erhaltenen Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum 31. Dezember 2020 bewertet. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Jahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Zur Ermittlung der latenten Steuern ist ein Steuersatz in Höhe von 27,44 % herangezogen worden. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird ggf. in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als davon-Vermerk ausgewiesen. III. Erläuterungen zu einzelnen Posten der BilanzAnlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2020 sind in dem beigefügten Anlagespiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 5.862, Vorjahr TEUR 35.013). Latente Steuern Der in der Bilanz nicht ausgewiesene Überhang an aktiven latenten Steuern beträgt TEUR 300. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen des Geschäfts- oder Firmenwertes sowie des Diskontsatzes zur Abzinsung der Rückbauverpflichtung in der Handels- und Steuerbilanz. Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 2.712.000,00 und ist voll eingezahlt. Der Bilanzgewinn (EUR 5.945.306,69) resultiert aus dem vorgetragenen Bilanzgewinn des Vorjahres (EUR 94.075.413.09) zuzüglich des Jahresüberschusses 2020 (EUR 101.792.893,60) abzüglich der Dividendenausschüttung (EUR 189.923.000,00). Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Verbindlichkeiten Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Besicherungen bestehen nicht. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Liefer- und Leistungsbeziehungen (TEUR 11.326; Vorjahr: TEUR 17.439). IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Insgesamt musste die Gesellschaft im Jahr 2020 einen Umsatzrückgang um ca. 7 % gegenüber dem Vorjahr auf EUR 328,6 Mio. (Vorjahr: EUR 352,4 Mio.) verzeichnen. Im Lagebericht des Vorjahres wurden bereits leicht sinkende Umsätze durch die COVID19 Pandemie prognostiziert, was auch entsprechend eingetroffen ist. Obwohl die Gesellschaft die Gebühren für Händler während des Lockdowns im April 2020 erlassen hatte und keine Preisanpassungen vorgenommen wurden, blieben die Händlerumsätze im gesamten Jahr stabil (Umsatzrückgang 0,1 % auf EUR 245,3 Mio.). Im Privatkundenbereich kam es zu einer Umsatzsteigerung von 40 % (EUR 8,0 Mio., Vorjahr EUR 5,8 Mio.). Bei den sonstigen Umsatzerlösen konnte die Gesellschaft eine Umsatzsteigerung von 26 % verzeichnen (EUR 14,8 Mio., Vorjahr EUR 11,8 Mio.), was maßgeblich auf eine Erhöhung im Bereich Finanzierungsangebote zurückzuführen ist (EUR 9,4 Mio., Vorjahr EUR 6,7 Mio.). Im Bereich der Online-Werbung reduzierte sich der Umsatz indes von EUR 35,8 Mio. auf EUR 33,7 Mio. Diese Reduktion lässt sich auch mit einem verringerten Auftragsvolumen der Werbetreibenden, bedingt durch die COVID19 Pandemie, erklären. Der Haupttreiber für die Umsatzreduzierung ist jedoch der Umsatzrückgang mit verbundenen Unternehmen um 50 % (EUR 26,7 Mio., Vorjahr EUR 53,4 Mio.), der maßgeblich durch verringerte Dienstleistungen an die Marktplaats B. V., Amsterdam, Niederlande, im Rahmen der "Motors Vertical Plattform", kurz "MOVE Plattform" veranlasst ist (EUR -28,1 Mio.). Außerdem konnte die Gesellschaft weniger Dienstleistungen im Bereich Bereitstellung von Serverkapazitäten (EUR -4,9 Mio) an verbundene Unternehmen abrechnen. Allgemeine Servicetätigkeiten für verbundene Unternehmen, den administrativen Bereich und Consulting betreffend, konnten jedoch um insgesamt EUR 6,7 Mio. gesteigert werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.718 (Vorjahr: TEUR 1.623) beinhalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 1.594; Vorjahr: TEUR 1.551). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 49.115 (Vorjahr: TEUR 74.748) beinhalten im Wesentlichen Marketingaufwendungen in Höhe von TEUR 28.444, Weiterberechnungen (insb. IT-Umlagen) von TEUR 8.263 durch andere eBay-Gesellschaften für Leistungen am Standort in Kleinmachnow, Softwarekosten von TEUR 3.904, Reisekosten von TEUR 340 und Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 940. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für das Geschäftsjahr 2020 betragen TEUR 39.861 (Vorjahr: TEUR 41.560). V. Sonstige AngabenHaftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestand eine sonstige finanzielle Verpflichtung gegenüber einem Servicedienstleister in Höhe von TEUR 400. Darüber hinaus bestanden keine weiteren, für die Finanzlage bedeutenden, sonstigen finanziellen Verpflichtungen. Angaben zur Geschäftsführung Geschäftsführer ist:
Herr Malte Krüger ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter betrug im Geschäftsjahr 405 (Vorjahr 378). Hiervon waren 332 Angestellte (Vorjahr 313) und 73 leitende Angestellte (Vorjahr 65). Honorar des Abschlussprüfers Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr beträgt TEUR 71 und betrifft Abschlussprüfungsleistungen. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft ist eine Tochtergesellschaft der eBay Classifieds Holding B.V. mit Sitz in Amsterdam, Niederlande (kleinster Konzernkreis). Konzernobergesellschaft ist die eBay Inc., San José, USA, in deren Konzernabschluss die Gesellschaft ebenfalls einbezogen wird (größter Konzernkreis). Der Ort der Hinterlegung des Konzernabschlusses ist San José, USA. ErgebnisverwendungsvorschlagAuf Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 27. Oktober 2020 wurde am 4. November 2020 eine Dividende von TEUR 189.923 ausgeschüttet, die den Gewinnvortrag aus dem Vorjahr (TEUR 94.075) und eine Vorabdividende auf den Jahresüberschuss 2020 (TEUR 95.848) umfasste. Der Geschäftsführung wird vorgeschlagen, den danach verbleibenden Bilanzgewinn (TEUR 5.945) in voller Höhe an den Gesellschafter auszuschütten. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht) Im März 2020 erklärte die World Health Organization (WHO) das neuartige Coronavirus (COVID 19) zur weltweiten Pandemie, die sich auch im Zeitpunkt der Aufstellung dieses Jahresabschlusses weiter und regional unterschiedlich stark ausbreitet. Es wird erwartet, dass die Pandemie grundsätzlich über einen begrenzten Zeitraum andauert, indes ist das Ende der Ausbreitung und der damit verbundenen Folgewirkungen schwer abzuschätzen. Die von der Politik initiierten Maßnahmen zur Viruseindämmung wie Schließungen oder Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen führen auch noch in 2021 zu einer hohen ökonomischen Volatilität und Unsicherheit. Das Ausmaß, in dem sich die COVID-19-Pandemie in der Zukunft auf unser Geschäft, unsere Ertrags- und Finanzlage und unsere Liquidität auswirkt, wird von zahlreichen sich entwickelnden Faktoren abhängen, die nur schwer vorherzusagen sind. Für das Geschäftsjahr 2021 wird weiterhin davon ausgegangen, dass die wegen der COVID-19 Pandemie beschränkten Öffnungsmöglichkeiten des Autohandels die Umsätze im Bereich des Händlergeschäfts unter Druck setzen. Da die Umsatzbasis im Händlergeschäft im Vergleichszeitraum 2020 durch Verzicht auf Listinggebühren im Monat April stark reduziert war, wird dennoch ein hohes einstelliges oder niedriges zweistelliges Umsatzwachstum erwartet. Wegen der grundsätzlich positiven Entwicklung von wichtigen KPIs und vor dem Hintergrund des Fortschreitens der Impfkampagne gegen COVID-19 in Deutschland, wird die Grundstruktur der Umsatzströme als positiv beurteilt. Im Bereich der Werbeumsätze erwartet die mobile.de GmbH in 2021 ein ähnliches Niveau wie im Vorjahr und wird angesichts der fortschreitenden Konsolidierung im Online-Werbemarkt weiterhin auf eine Kernzielgruppen-Fokussierung, den Ausbau mobiler Angebote sowie Investitionen in neue Produkte, die Reichweite über die eigene Platform hinaus ermöglichen, setzen. Im Juli 2020 wurde auf Konzernebene eine Vereinbarung mit der norwegischen Adevinta Gruppe geschlossen, die ebay classifieds group (Muttergesellschaft ebay Classifieds Holding B.V. mit Sitz in den Niederlanden) an selbige zu veräußern. Zur ebay classifieds group gehören in Deutschland unter anderem die Portale ebay-kleinanzeigen.de und auch mobile.de. Die erwerbende Gruppe betreibt bereits eine Vielzahl von gleichgelagerten Portalen und Marktplätzen und ist in 20 Ländern aktiv. Mit dem Zusammenschluss wird eine weltweit führende Gruppe im sog. Classifieds business entstehen. Für die mobile.de GmbH werden hieraus positive Synergieeffekte erwartet, wenngleich die spezifischen Auswirkungen durch das frühe Stadium der Integration noch nicht abschließend abschätzbar sind. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung ist diese Veräußerung noch Gegenstand wettbewerbsrechtlicher Zustimmungsprozesse. Ein erfolgreicher Abschluss des Verkaufs wird von den beteiligten Parteien Ende des zweiten Quartals 2021 erwartet. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.
Kleinmachnow, den 23. Juni 2021 Malte Krüger, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2020
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die mobile.de GmbH, Kleinmachnow Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der mobile.de GmbH, Kleinmachnow, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der mobile.de GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. G rundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 23. Juni 2021 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Dr. Frederik Mielke, Wirtschaftsprüfer ppa. Nils Karraß, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2020 wurde am 22.07.2021 festgestellt. |
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