kicker marketing solutions GmbH
Selbe AdresseErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tobias Offergeld seit 20.3.2026 | Prokura |
Werner Wittmann seit 24.9.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Druckhaus Nürnberg GmbHNürnbergKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021AKTIVA
PASSIVA
KONZERNGEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 01. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2021
Konzerneigenkapitalspiegel der Druckhaus Nürnberg GmbH, Nürnberg
Konzernkapitalflussrechnung
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021A. Allgemeines Die Gesellschaft wird unter der Firma Druckhaus Nürnberg GmbH im Handelsregister Nürnberg unter HRB 760 geführt. Der Konzernabschluss wird auf Grundlage der gesetzlichen Vorschriften nach den Rechnungslegungsgrundsätzen des deutschen Handelsgesetzbuches erstellt. Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten Unternehmen umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember des Kalenderjahres. B. Konsolidierungskreis und Stichtag Die Geschäftsjahre der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen stimmen überein und entsprechen dem Geschäftsjahr der Muttergesellschaft. Gemäß § 299 Abs. 1 HGB wird der Konzernabschluss auf den gemeinsamen Stichtag (31. Dezember) aufgestellt. Der Konzernabschluss der Gesellschaft ergibt sich aus der Zusammenfassung und Konsolidierung des Jahresabschlusses der Druckhaus Nürnberg GmbH (Mutterunternehmen) mit 29 (Vj.: 25) inländischen Tochterunternehmen. Im Rahmen der Equity-Bewertung werden sechs assoziierte Unternehmen einbezogen. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich folgende Änderungen im Konsolidierungskreis ergeben: Im Laufe des Geschäftsjahres 2021 wurden die Kicker Ventures GmbH, Nürnberg, und die kicker business solutions GmbH, Nürnberg, neu gegründet. Sie wurden im Geschäftsjahr 2021 erstmalig vollkonsolidiert. Im Geschäftsjahr wurde die QUARTER MEDIA GmbH, Hamburg, erworben und wird seitdem mit ihrer Tochtergesellschaft QUARTER MEDIA Technologies GmbH, Hamburg, im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Die Veränderungen des Konsolidierungskreises haben - nach Konsolidierungsmaßnahmen - folgende nennenswerte Auswirkungen zur Folge:
Folgende Unternehmen sind in den Konzernabschluss einbezogen: Verbundene Unternehmen
1) Unbeschränkt haftender Gesellschafter
gem. § 313 Abs. 2 Nr. 6 HGB ist die Druckhaus
Nürnberg GmbH, Nürnberg.
Assoziierte Unternehmen
Übrige Beteiligungen
1) Es handelt sich um Ergebnis und Kapital per
31.12.2020.
C. Konsolidierungsgrundsätze Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Konsolidierungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. Kapitalkonsolidierung Die Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB a.F. auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss wurde für Unternehmenserwerbe, die vor dem 1. Januar 2010 erfolgt sind, beibehalten. Für Unternehmenserwerbe ab dem 1. Januar 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung gemäß § 301 HGB nach der Neubewertungsmethode zum Erwerbszeitpunkt. Schuldenkonsolidierung Sämtliche Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen zwischen konsolidierten Unternehmen wurden gemäß § 303 HGB verrechnet. Eliminierung von Zwischenergebnissen Konzerninterne Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden nur in wesentlichen Fällen eliminiert. Ansonsten erfolgen keine Eliminierungen, da sie gemäß § 304 Abs. 2 HGB von untergeordneter Bedeutung sind. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Umsätze, Aufwendungen und Erträge zwischen den Konzernunternehmen wurden gemäß § 305 HGB verrechnet. At Equity Konsolidierung Im Rahmen der Equity-Bewertung werden die assoziierten Unternehmen nach der Buchwertmethode gem. § 312 HGB einbezogen. Latente Steuern Auf die ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgänge werden Steuerabgrenzungen vorgenommen und saldiert ausgewiesen. Als Steuersatz (30%) wird ein Mischsatz aus Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer herangezogen. D. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 liegen die Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, ergänzt um die für Personenhandelsgesellschaften geltenden Vorschriften, sofern aufgrund von Besonderheiten auf Ebene der Tochterpersonengesellschaften notwendig, die ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie die Regelungen des Gesellschaftsvertrages zugrunde. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt: Immaterielle Vermögensgegenstände Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und linear zwischen drei und fünfzehn Jahren abgeschrieben. Geschäfts- oder Firmenwerte werden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt und über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibung, angesetzt. Bei Gebäuden ist ein Abschreibungszeitraum von bis zu 50 Jahren zugrunde gelegt. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für Technische Anlagen und Maschinen liegt zwischen 5 und 20 Jahren, bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt sie zwischen 2 und 10 Jahren. Es wurde linear abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr abgeschrieben. Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder wegen nachhaltiger Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Der Wertansatz der Anteile an assoziierten Unternehmen wird nach den Grundsätzen der Equity-Bilanzierung, ausgehend vom Buchwert, weiterentwickelt. Soweit der fortgeschriebene Equity-Wert negativ wird, wird die Beteiligung mit einem Erinnerungswert angesetzt und darüberhinausgehende Verluste werden in einer Nebenrechnung außerhalb des Konzernabschlusses festgehalten. Geschäfts- oder Firmenwerte werden linear über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Daneben werden bei Forderungen erkennbare Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen und allgemeine Kreditrisiken sowie Kosten der Einziehung von Forderungen durch Pauschalwertberichtigungen in angemessenem Umfang berücksichtigt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet. Rechnungsabgrenzungsposten Auf der Aktiv-/Passivseite sind Rechnungsabgrenzungsposten in der Höhe ausgewiesen, wie Ausgaben/Einnahmen vor dem Abschlussstichtag Aufwand/Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Eigenkapital Die beim Eigenkapital abgesetzten eigenen Anteile wurden zum Nennwert übernommen. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Für die Zusagen auf Pensionsverpflichtungen wurden die Pensionsrückstellungen nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) unter Ansatz eines Rechnungszinsfußes von 1,87% p.a. und Verwendung der Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck 2018 G bewertet. Bei der Rückstellungsberechnung wurde von einer Anpassung laufender Renten von 2,0% p.a. ausgegangen. Steuerrückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des voraussichtlichen Anfalls aufgrund des steuerlichen Gewinns dotiert. Sonstige Rückstellungen wurden in Höhe der voraussichtlichen Verpflichtungen nach dem Grundsatz vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. E. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt. Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2021
In den Zugängen der immateriellen Vermögensgegenstände sind periodenfremde Erträge aus Nachaktivierung aufgrund Betriebsprüfung in Höhe von TEUR 18, in den Sachanlagen in Höhe von TEUR 313 enthalten. Aus den Nachaktivierungen, Zuschreibungen aufgrund Betriebsprüfung und Änderungen der gesamten Abschreibungen in Zusammenhang mit Zugängen ergeben sich bei den immateriellen Vermögensgegenständen periodenfremde Erträge i.H.v. TEUR 0, bei den Sachanlagen i.H.v TEUR 263, die in den betrieblichen Erträgen enthalten sind. Bei den Abschreibungen auf Finanzanlagen handelt es sich um außerplanmäßige aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung. Geschäfts- oder Firmenwert Der Posten enthält Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 5.652 (Vj.: TEUR 5.652), kumulierte Abschreibungen in Höhe von TEUR 5.652 (Vj.: TEUR 5.652) und auf Erinnerungswerte abgeschriebene Buchwerte in Höhe von EUR 4,03 (Vj.: EUR 4,03), die im Jahresabschluss einbezogener Unternehmen entstanden sind sowie Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 7.201 (Vj.: TEUR 3.374), kumulierte Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.545 (Vj.: TEUR 2.010) und einen Buchwert in Höhe von TEUR 4.656 (Vj.: TEUR 1.364) aus Konsolidierungsmaßnahmen. Anteile an assoziierten Unternehmen Wertmäßige Änderungen der Anteile an assoziierten Unternehmen werden im Anlagespiegel als Zu- oder Abgänge dargestellt. Die fortgeführten Buchwerte der assoziierten Unternehmen übersteigen das anteilige Eigenkapital der assoziierten Unternehmen zum Bilanzstichtag um TEUR 976 (Vj.: TEUR 1.295). Hierin enthalten sind Geschäfts- oder Firmenwerte i.H.v. TEUR 1.507 (Vj.: TEUR 1.606). Nicht berücksichtigte anteilige Ergebnisse in Nebenrechnung liegen in Höhe von TEUR -27 (Vj.: TEUR -30) vor. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben insgesamt eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind antizipative Forderungen (Zinsabgrenzungen) in Höhe von TEUR 264 (Vj.: TEUR 394) enthalten. Latente Steuern Der Überhang an aktiven (Vj.: passiven) latenten Steuern ermittelt sich wie folgt:
Eigenkapital Die Gesellschaft verfügt über eigene Anteile von nominell EUR 84.363,15 bzw. 55,0% des gezeichneten Kapitals. Der Gewinnvortrag beträgt TEUR 123.815 (Vj.: TEUR 128.597). Hinsichtlich der Entwicklung des Eigenkapitals wird auf den Konzerneigenkapitalspiegel verwiesen. Der Konzerneigenkapitalspiegel wurde gemäß DRS 22 aufgestellt. Der Eigenkapitalspiegel wurde um Positionen des Schemas für Personenhandelsgesellschaften ergänzt, um den Eigenkapitalbewegungen auf Ebene der Tochterpersonengesellschaften Rechnung zu tragen. Einstellung in den nicht beherrschenden Anteil Die Position Einstellung in den nicht beherrschenden Anteil beinhaltet den Anteil nicht beherrschender Anteile am Konzernergebnis in Höhe von TEUR 4.594 (Vj.: TEUR - 1.251), gekürzt um die in der Verwendungsrechnung gesondert ausgewiesenen Positionen Gutschrift/Belastung auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital TEUR 470 (Vj.: TEUR 3.175). Pensionsrückstellungen Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 193 (Vj.: TEUR 263) (Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB). Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter Pensionsverpflichtungen aus unmittelbaren und mittelbaren Zusagen im Sinne von Artikel 28 Abs. 2 EGHGB beläuft sich für das aktuelle Geschäftsjahr auf TEUR 42.544 (Vj.: TEUR 42.488). Sonstige Rückstellungen Wesentliche Positionen der sonstigen Rückstellungen stellen die Rückstellungen für Remittenden i.H.v. TEUR 1.192 (Vj.: TEUR 1.116), Urlaubsansprüche, Überstunden und freie Tage i.H.v. TEUR 2.229 (Vj.: TEUR 2.303), Altersteilzeit TEUR 6.664 (Vj.: TEUR 2.828), Abfindungen i.H.v. TEUR 1.482 (Vj.: TEUR 4.848), ausstehende Rechnungen i.H.v. TEUR 1.475 (Vj.: TEUR 283) Berufsgenossenschaft i.H.v. TEUR 874 (Vj.: TEUR 859), Jahresabschluss und -prüfung TEUR 202 (Vj.: TEUR 165) sowie sonstige i.H. v. TEUR 228 (Vj.: TEUR 144) dar. Verbindlichkeiten Sonstige Verbindlichkeiten haben in Höhe von TEUR 6.185 (Vj.: TEUR 6.141) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Im Übrigen haben die Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. F. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:
Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Von den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 367 (Vj.: TEUR 125) periodenfremd. Die periodenfremden Erträge betreffen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen mit TEUR 5 (Vj.: TEUR 25), Erträge aus Anlagenabgängen mit TEUR 52 (Vj.: TEUR 21), Erträge aus Zuschreibungen des Anlagevermögens mit TEUR 263 (Vj.: TEUR 0) sowie Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und aus abgeschriebenen Forderungen mit TEUR 47 (Vj.: TEUR 79). Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 96 (Vj.: TEUR 2.426) periodenfremd. Die periodenfremden Aufwendungen betreffen Forderungsverluste und Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 91 (Vj.: TEUR 288) und Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen TEUR 5 (Vj.: TEUR 2.138). Zinsergebnis In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind TEUR 105 (Vj.: TEUR 126) aus Aufzinsung enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind latente Steuererträge in Höhe von TEUR 493 enthalten. G. Angaben zur Kapitalflussrechnung Die Konzernkapitalflussrechnung wurde gemäß DRS 21 aufgestellt. Der Finanzmittelfonds setzt sich gemäß DRS 21 zusammen aus den kurzfristigen Forderungen gegen Kreditinstitute und Kassenbeständen abzüglich jederzeit fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und anderen kurzfristigen Kreditaufnahmen, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören. Der Finanzmittelfonds beinhaltet die Position Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Auszahlungen an Gesellschafter enthalten die im Wesentlichen im Rahmen der Steuerveranlagung der Gesellschafter der Druckhaus Nürnberg GmbH auf Ebene der Tochterpersonengesellschaften erfolgten Entnahmen. H. Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres Mit Beginn des neuen Geschäftsjahrs haben wir die Pfeiffer-Verlags-Gruppe, Hersbruck, übernommen. Des Weiteren wurde unser Konsolidierungskreis Ende Januar durch Gründung einer Vertriebs- und Vermarktungsgesellschaft in Österreich erweitert. Nach Bilanzstichtag wurde das Pandemiegeschehen sukzessive durch die Omikron- Variante beherrscht, die aufgrund schnellerer Übertragbarkeit zu höheren Fallzahlen, aber auch zu milderen Verläufen geführt hat. Zu den Unwägbarkeiten hinsichtlich des Verlaufs und der Folgen der Pandemie, wie z.B. Personal- und Lieferengpässen, kam Ende Februar mit Beginn des Kriegs zwischen Russland und Ukraine eine weitere Krisensituation für die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands hinzu. Das Bedürfnis der Menschen nach gesicherten Informationen und seriöser Berichterstattung ist in der Krise weiterhin hoch, demgegenüber sind Verschärfungen in der Problematik der Lieferketten und Steigerungen bei den Energie- und Roh Stoff kosten, vor allem im Bereich des Druckpapiers, eingetreten, die erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Wie schwerwiegend hieraus resultierende Verluste sein werden, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht seriös prognostiziert werden. I. Sonstige Angaben Zahl der Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 3.838 (Vj.: 4.300) Mitarbeiter. Organmitglieder Geschäftsführer der Gesellschaft ist im Geschäftsjahr: Frau Bärbel Schnell, Verlegerin, Nürnberg Frau Sabine Schnell-Pleyer, Verlegerin, Rückersdorf Frau Erika Gassner, operative Geschäftsführerin, Rückersdorf Organbezüge Es wird gemäß § 314 Abs. 3 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung verzichtet, da sich hieraus die Bezüge einzelner Mitglieder ableiten lassen. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen des Konzerns belaufen sich auf TEUR 1.833 (Vj.: TEUR 1.505). Hiervon entfallen TEUR 735 (Vj.: TEUR 491) auf Mieten, TEUR 351 (Vj.: TEUR 316) auf Leasingkosten sowie TEUR 747 (Vj.: TEUR 698) auf sonstige. Gegenüber assoziierten Unternehmen bestehen wie im Vorjahr eine Bankbürgschaft in Höhe von TEUR 2.577 sowie eine Rückbürgschaft in Höhe von TEUR 1.578. Gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis vorliegt, bestehen Resteinzahlungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 436 (Vj.: TEUR 436). Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers in Höhe von TEUR 178 (Vj.: TEUR 204) umfasst Abschlussprüfungsleitungen in Höhe von TEUR 138 (Vj.: TEUR 155), Steuerberatungsleitungen in Höhe von TEUR 34 (Vj.: TEUR 39) sowie sonstige Leistungen in Höhe von TEUR 6 (Vj.: TEUR 10). ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung des Mutterunternehmens Druckhaus Nürnberg GmbH, Nürnberg, schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -381.252,08 auf neue Rechnung vorzutragen.
Nürnberg, den 31. Mai 2022 Bärbel Schnell Sabine Schnell-Pleyer Erika Gassner Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021GRUNDLAGEN DES KONZERNS Geschäftsmodell des Konzerns Die Unternehmensgruppe um den Verlag Nürnberger Presse ist einer der Hauptakteure im bayerischen Medienmarkt. Die zu ihr gehörenden Firmen bereichern Kundinnen und Kunden in Nordbayern, in ganz Deutschland und darüber hinaus mit traditionsreichen und innovativen Medienangeboten, Produkten und Dienstleistungen. Zu der Gruppe mit Sitz in der fränkischen Metropole Nürnberg gehören verschiedene Unternehmen mit mehr als 15 Standorten, die zusammen den kompletten Entstehungs- und Verbreitungsprozess moderner Medien abdecken - von der Redaktion über den IT-Bereich bis hin zu Druck und Logistik. Insgesamt erscheinen innerhalb der Gruppe mehr als 20 Medienmarken: Dazu gehören auflagenstarke regionale Tageszeitungen ebenso wie journalistische Online-Portale, die national bedeutsame Sportmedienmarke ebenso wie das Special-Interest-Magazin, das Anzeigenblatt ebenso wie der regionale Podcast. Vervollständigt wird unsere Angebotspalette von verschiedenen, vorrangig regionalen Produkten und Dienstleistungen, die mit unseren Medienangeboten verzahnt sind und unseren Kundinnen und Kunden großen Mehrwert und höchste Qualität bieten. Unter anderen sind folgende Firmen und Marken Bestandteil der Unternehmensgruppe: Regionale Medienunternehmen Der Verlag Nürnberger Presse Druckhaus Nürnberg GmbH & Co. KG (VNP) gehört zu den größten regionalen Medienhäusern Deutschlands. Aus dem einst reinen Zeitungsverlag ist inzwischen ein digital aufgestelltes, multimedial agierendes Unternehmen geworden. Seinen Wurzeln - Pressefreiheit, freie Meinungsäußerung, Glaubwürdigkeit, Qualitätsjournalismus - ist das Unternehmen bis heute treu geblieben und bietet diese in analogen wie digitalen Angeboten an, die Hand in Hand gehen. Die Print-Flaggschiffe des VNP sind die regionalen Tageszeitungen "Nürnberger Nachrichten" und "Nürnberger Zeitung", die mit verschiedenen lokalen Titeln in ganz Mittelfranken, Teilen Oberfrankens und der Oberpfalz erscheinen. Lange Zeit organisatorisch und redaktionell getrennt, erscheinen beide Zeitungen seit Anfang 2020 unter dem Dach des VNP und profitieren von einer gemeinsamen Zentralredaktion. Diese besteht aus einer vollumfänglichen Mantelredaktion sowie sieben Lokalredaktionen. Zur Print-Produktpalette gehören weiterhin die wöchentlich erscheinende Kinderzeitung "nanu!?" sowie lokale Anzeigenblätter. Der zweite Fokus im Mediengeschäft des VNP liegt auf digitalen Angeboten. Im Bereich des Online-Journalismus verfolgen wir eine Drei-Portal-Strategie bestehend aus dem Reichweitenportal nordbayern.de, dem Premiumportal NN.de und dem Lifestyle-Portal fein-raus.de. Bereits 1996 - und damit lange vor Google und Facebook - wurde nordbayern.de gelauncht und damit der Grundstein für die journalistischen Online- Aktivitäten des VNP gelegt. Zum 25-jährigen Jubiläum im Jahr 2021 konnte nordbayern.de neben der reichweitenstarken Homepage auch auf eine News-App, verschiedene Social-Media-Auftritte und weitere Ausspiel-Kanäle wie Newsletter oder Podcasts verweisen. Bereits Ende 2020 haben wir das Lifestyle-Portal fein-raus.de auf den Markt gebracht; im Februar 2021 wurden die dazugehörige Website und die App gelauncht. Fein-raus.de versteht sich als die Stimme des jungen, urbanen Lebens im Städtedreieck Nürnberg, Fürth und Erlangen und wendet sich vorrangig an 18- bis 35-Jährige. Im Dezember 2021 wurde die journalistische Digitalstrategie mit dem Launch des bezahlpflichtigen Premiumportals NN.de komplettiert. Es bietet exklusive regionale und multimediale Inhalte, die für die Leser:innen kostenpflichtig im Abonnement-Modell erhältlich sind. Auch im nicht-journalistischen Bereich ist der VNP digital aktiv und verfolgt hier eine Diversifikationsstrategie. So betreibt er verschiedene digitale Plattformen, unter anderem Marktplätze zu den Themen Immobilien und Jobs sowie Angebote zum Verkauf von Tickets oder von regionalen Produkten im Zeitungsshop. Neu gelauncht wurde das Online-Portal reisen.vnp.de, auf dem unsere Kund:innen exklusive Urlaubsreisen buchen können. Zum Kerngeschäft des VNP gehört weiterhin ein eigenständiges Druckhaus im Herzen Nürnbergs mit verschiedenen Anlagen für den Zeitungs- und Digitaldruck. Hier werden nicht nur diverse Printprodukte der Unternehmensgruppe gedruckt, sondern auch Akzidenzprodukte unterschiedlichster Art. Neben dem VNP gehören zur Unternehmensgruppe zwei weitere Verlage, die ein Garant für Qualitätsjournalismus und höchste lokale Kompetenz sind. Der Verlag Hermann Millizer GmbH deckt den Bereich südlich von Nürnberg ab und gibt unter anderem die Tageszeitungen "Schwabacher Tagblatt", "Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung" und "Hilpoltsteiner Zeitung" heraus. Im südlichen Mittelfranken beheimatet ist die Emmy Riedel Buchdruckerei und Verlag GmbH in Gunzenhausen, in welcher die Tageszeitung "Altmühl-Bote" erscheint. Zum 1. April 2021 hat sie den Verlag J. Christian Leidel GmbH in Treuchtlingen und damit den Zeitungstitel "Treuchtlinger Kurier" übernommen. Darüber hinaus werden an den Standorten in Schwabach und Gunzenhausen eigene Druckereien betrieben. Hier entstehen neben Zeitungen und Magazinen Akzidenzprodukte wie beispielsweise Geschäftspapiere, Flyer oder Prospekte. Sportmedien Die Olympia-Verlag GmbH (OV) ist der Spezialist für Sport in der Unternehmensgruppe. Mit seiner Top-Sportmarke kicker bietet er geballte Fußball-Kompetenz auf allen Kanälen: Seit seiner Gründung im Jahr 1920 begeistert der kicker seine Leser, berichten Reporter aus den Stadien der Welt und begleitet die kicker-Redaktion jede Fußball-Begegnung national und international bis in die unteren Ligen per Live-Ticker. Die umfangreichen digitalen Angebote umfassen den starken Online-Auftritt kicker.de, die erfolgreichste deutsche Fußball-News-App, Audioformate wie Podcasts, die eMagazine- und Spiele-Apps, diverse Social-Media-Auftritte sowie das Bewegtbildangebot kicker.tv. Ebenfalls zum OV gehört die Marke ALPIN für den Bergsport. Sowohl im gleichnamigen Print-Magazin als auch auf alpin.de findet der moderne Bergsportler einen stets bestens informierten und recherchierten Begleiter. Neben Reiseberichten zu alpinen Sehnsuchtsorten bietet ALPIN Services wie Produkttests und Toureninformationen. Unter der Dachmarke "ALPIN" werden vielbeachtete Veranstaltungen durchgeführt, z.B. die "ALPIN Tiefschneetage", eines der größten Skitourenevents Europas, oder die Nachhaltigkeitsaktion "ALPIN-Bergputzen". Durch strategische Beteiligungen, unter anderem in den Bereichen der Software- und Produktentwicklung sowie eSport, hat der OV eine tragfähige Grundlage für die Besetzung neuer Geschäftsfelder geschaffen. Mit der Übernahme des Digitalvermarkters Quarter Media GmbH durch den OV im Sommer 2021 wurde die Voraussetzung dafür geschaffen, das Fundament der Vermarktungserlöse in der Unternehmensgruppe zu festigen und auszubauen. Der Hamburger Spezialist für programmatische Vermarktung übernimmt zum Jahreswechsel 2021/22 im Zusammenspiel mit den Kolleg:innen aus den Vermarktungsabteilungen die komplette Digitalvermarktung aller Angebote aus VNP und OV. Die Unternehmensgruppe gehört damit zu den 15 Publishern in Deutschland, deren Angebot und Reichweite groß genug sind, um die Vermarktung alleine stemmen zu können. Zwei Neugründungen konnte der OV im Jahr 2021 verzeichnen: Die kicker Ventures GmbH ermöglicht uns, das M&A-Geschäft weiter voranzutreiben. So wurde im August 2021 gemeinsam mit einem österreichischen Partner eine eigene Version der kicker-App speziell für den österreichischen Markt gelauncht und der Grundstein für eine weitere Internationalisierung unseres Angebots gelegt. Im November gründete der OV mit der kicker business solutions eine eigene Sportagentur, die den Bereich der Kooperationen mit Vermarktungspartnern weiter ausbauen soll. Im Herbst 2021 konnte der Olympia-Verlag mit einer Feier für die Belegschaft im Nürnberger Serenadenhof das 75-jährige Jubiläum des Verlags begehen. Der Abend unter freiem Himmel bot erstmals nach mehr als eineinhalb Jahren die Möglichkeit des persönlichen Kontakts aller Beschäftigten, was mit einer überdurchschnittlich hohen Teilnahmequote honoriert wurde. IT-Dienstleister Um der fortschreitenden Digitalisierung aller Lebensbereiche gerecht zu werden und innovativ am Markt agieren zu können, gehören zur Unternehmensgruppe zwei kompetente IT-Dienstleister: die ITSMedia GmbH und die ODN OnlineDienst Nordbayern GmbH & Co. KG. Erstere versteht sich als Full-Service-Dienstleister und stellt sämtliche IT-Services für die gesamte Unternehmensgruppe sowie weitere Firmen in der DACH-Region bereit. Ob Software oder Hardware, ob Desktop-Services, Netzwerk oder Applikationslandschaft - die IT-Spezialisten bieten ein Full-Service-Management für interne wie für externe Kund:innen. In Zusammenarbeit mit dem Schwesterunternehmen ODN kann sie beispielsweise individuelle Cloud-Lösungen zur Verfügung stellen. Darüber hinaus umfasst das Angebotsspektrum der ODN die Bereiche Housing, Hosting, IT-Security und Services rund um das Servermanagement. Dank eigener Data-Center in Fürth und Nürnberg ist höchste Performance sichergestellt - 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Die starke Performance im IT-Bereich ist dabei sichtbarer Teil einer klaren Strategie: Mit der Kombination aus ODN und ITSMedia sichert die Unternehmensgruppe ihre eigene Infrastruktur, positioniert sich als externer Dienstleister und stellt sich zukunftssicher für den Einstieg in neue Geschäftsfelder auf. Logistik-Unternehmen Um die Verbreitung ihrer eigenen Medien sowie zahlreicher weiterer Printprodukte zu sichern und damit die Meinungsvielfalt und die Demokratie zu fördern, gehören zur Unternehmensgruppe um den Verlag Nürnberger Presse zwei Logistik-Spezialisten: Die Nordbayerische Zeitungs- und Zeitschriften-Zustellgesellschaft mbH (NZZ) ist mit der Verteilung von regionalen und überregionalen Zeitungen, Anzeigen- und Mitteilungsblättern sowie Prospekten betraut. Das Zustellgebiet der NZZ umfasst Mittelfranken sowie Teile von Oberfranken und der Oberpfalz. Mit rund 2.200 fest angestellten Beschäftigten und Aushilfen stellt die NZZ sicher, dass die Kund:innen ihre gewünschten Printprodukte pünktlich und zuverlässig erhalten. Die Nordbayerische Presse Vertriebs GmbH & Co. KG (NPV) ist mit 240 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als Presse-Grossist in Nordbayern tätig und beliefert täglich Einzelhändler:innen mit Zeitungen und Zeitschriften. Zum Sortiment gehören mehr als 4.000 Magazine, Tages- und Sonntagszeitungen, Comics, Romane, Rätsel- und Taschenbücher. Neben ihrem Hauptsitz im Norden Nürnbergs betreibt die NPV Geschäftsstellen in Würzburg und Bayreuth und deckt damit ein Gebiet mit etwa 4,5 Millionen Einwohner:innen ab. Damit ist, innerhalb der Gebietsgrenzen, eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Zeitungen und Zeitschriften gewährleistet. Mit ihrer soliden wirtschaftlichen Basis hat die NPV seit 2003 einen dynamisch wachsenden Non-Press-Bereich geschaffen. Basierend auf der täglichen Belieferung mit Presseprodukten, wurde ein Netzwerk mit vielen Einzelhändler:innen im Vertriebsgebiet Nordbayern aufgebaut, um Tabak- und Convenience-Produkte zu vertreiben. Die NPV hat das Tochterunternehmen Noris Tabak und Convenience GmbH im Jahr 2017 gegründet, um bundesweit als Tabakwarengroßhändler auftreten zu können. Zum Sortiment zählen mehr als 2.000 Tabakwaren sowie etwa 1.500 Produkte des alltäglichen Bedarfs, zum Beispiel Getränke, Süßwaren, Bücher oder Geschenkartikel. In Kooperation mit anderen Presse-Grossisten werden diese mit einem Komplettpaket aus Convenience- und Tabakprodukten, einer Warenwirtschaft und einem Webshop versorgt. Die Noris Tabak und Convenience GmbH wurde 2021 verselbstständigt und ist mit 22 Mitarbeiter:innen tätig. WIRTSCHAFTSBERICHT Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2021 um 2,7 % höher als im Vorjahr. Auch im Jahr 2021 war die konjunkturelle Entwicklung stark abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen. Auch wenn das Bruttoinlandsprodukt um 2,0% unter dem Wert von 2019, dem Jahr vor Beginn der Pandemie, lag und die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreichen konnte, konnte sich die deutsche Wirtschaft trotz andauernder Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe nach dem Vorjahreseinbruch erholen. Die privaten Kosumausgaben blieben preisbereinigt auf dem niedrigen Vorjahresniveau und lagen damit weit unter dem Niveau vor der Krise (Quelle: Statistisches Bundesamt). Die durchschnittliche Arbeitslosenquote sank von 5,9 % auf 5,7 %, die Zahl der bei der Bundesagentur für Arbeit registrierten Arbeitslosen verringerte sich um 82.000 auf 2.613.000 (Quelle: Bundesagentur für Arbeit). Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflussen die Entwicklung der Werbe- und Anzeigenumsätze sowie den Grossistenmarkt. Mit einem Anstieg der Arbeitslosenquote oder einem Absinken der Realeinkommen könnte durch verringerte private Konsumausgaben ein Rückgang der verkauften Auflagen von Tageszeitungen, Zeitschriften und Handelswaren bedingt sein. Das Presse-Grosso befindet sich seit mehreren Jahren in einem starken strukturellen Wandel: Die Anzahl der Betriebe sinkt weiterhin, gleichzeitig steigen die Betriebsgrößen. Zum Jahresende 2021 waren in Deutschland noch 21 Pressegrossisten tätig. Wie die gesamte Wirtschaft, war das Geschäftsjahr 2021 des Pressegroßhandels weiterhin von der Corona-Pandemie geprägt. Die Gewährleistung eines flächendeckenden und reibungslosen bundesweiten Vertriebs wurde durch entsprechende betriebliche Investitionen und organisatorische Maßnahmen erreicht. Das Marktumfeld gestaltet sich durch strukturelle Veränderungen aufgrund des geänderten Mediennutzungsverhaltens der Konsumenten sowie Konkurrenz durch digitale Medien weiterhin schwierig. Der Umsatz im Presse-Grosso ging im Vergleich zum Vorjahr um EUR 76 Mio. bzw. 4,30 % zurück. Der Umsatz im Segment Presse ging um 4,56 % auf EUR 1,65 Mrd. zurück. Gegenüber dem Vorjahr wurden mit dem Verkauf von rund 1.132 Mio. Exemplaren an Zeitungen und Zeitschriften sowie pressenahen Produkten um 87 Mio. Exemplare bzw. 7,13 % weniger abgesetzt, wobei das Geschäftsjahr 2021 mit 52 Kalenderwochen gegenüber dem Vorjahr mit 53 Kalenderwochen weniger Verkaufstage hatte. Das Corona-bedingte veränderte Nachfrageverhalten nach bestimmten Produktgruppen hat sich in 2021 größtenteils wieder normalisiert, wobei die positive Entwicklung im Bereich der Kinderzeitschriften mit erneut deutlichen Umsatzzuwächsen fortgesetzt werden konnte. Demgegenüber wurden hohe Verkaufsrückgänge im Bereich der Computerzeitschriften sowie Multimedia/Technik verzeichnet (Quelle: Gesamtverband Pressegroßhandel e.V.). Die Entwicklung des deutschen Werbemarkts verlief im zweiten Pandemie-Jahr insgesamt positiv. Die von Nielsen ermittelten Brutto-Werbeaufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 6,6 % auf EUR 38 Mrd. und lagen damit über dem Wert vor der Krise aus dem Jahr 2019. Das umsatzstärkste Medium unter den Werbungtreibenden mit EUR 18,1 Mrd. Werbeausgaben und einem Zuwachs von 12,7 % ist weiterhin das Fernsehen. Im Bereich Radio blieben die Brutto-Werbeaufwendungen mit leichtem Rückgang von 0,7% auf dem Vorjahresniveau von EUR 1,9 Mrd. Im Bereich Tageszeitungen lagen die Bruttoaufwendungen mit einem Anstieg um 2,6 % auf EUR 5,3 Mrd. leicht über dem Vorjahresniveau, bei Publikumszeitschriften mit einem leichten Rückgang um 0,7 % auf dem Vorjahresniveau von EUR 2,9 Mrd. Werbesendungen (Direct Mail) hingegen verzeichneten einen Rückgang der Brutto-Werbeaufwendungen um 9,3 % auf EUR 2,5 Mrd. (Quelle: Media Perspektiven 3/2022). Geschäftsverlauf Maßgeblich für den Geschäftsverlauf des Konzerns sind die konsolidierten Ergebnisse der Tochterunternehmen. Die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Steuern stellen die für die Geschäftstätigkeit bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren dar. Die Corona-Pandemie hat das Geschäftsmodell des VNP spürbar beeinträchtigt. Die wirtschaftlichen Unsicherheiten sowie insbesondere der neuerliche Lockdown zu Beginn des Jahres 2021 wirkten sich negativ auf das Vermarktungsgeschäft aus: Anzeigen von Geschäftskund:innen blieben reihenweise aus, Werbebeilagen wurden nicht verbreitet, die Geschäftsstellen des VNP mussten vorübergehend schließen. Gleichzeitig zeigte sich erneut das Bedürfnis der Menschen nach gesicherten Informationen und seriöser Berichterstattung in der Krise. So konnten die journalistischen Angebote des VNP neue Reichweitenrekorde erzielen. Zusammengenommen erreichten alle journalistischen Angebote 2021 durchschnittlich mehr als 5,2 Millionen Nutzerinnen und Nutzer pro Monat (Quelle: b4p 2021-I). Der gemeinsame Werbeträger aus Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung erreichte im Jahr 2021 eine verbreitete Gesamtauflage von 219.244 Exemplaren. Dazu zählen sowohl die Printexemplare als auch die E-Paper-Versionen aller Ausgaben. Das E- Paper-Angebot vergrößerte seine Reichweite im Jahresverlauf auf 13.872 verkaufte Exemplare (alle Angaben gemäß IVW-Ausweisung für das Quartal 4/2021). Im Jahr 2021 erreichte der kicker mit monatlich über 200 Millionen Visits auf den digitalen Kanälen und einer durchschnittlich verkauften Auflage von ca. 96.000 (kicker Montag) bzw. 91.000 (kicker Donnerstag) Exemplaren insgesamt mehr als zehn Millionen Fußballinteressierte in Deutschland. Die Umstellung des IVW-Messverfahrens auf ein DSGVO-konformes System, die mit Inkrafttreten des Telekommunikation-Telemedien-Datenschutzgesetzes zum 1.12.2021 erfolgte, führt zu einer teilweise deutlichen Veränderung der ausgewiesenen Digitalreichweiten. Alpin erreichte im Geschäftsjahr 2021 durchschnittlich über 300.000 Visits bei alpin.de. Die Alpin-Printausgabe verkaufte im Durchschnitt ca. 21.000 Exemplare pro Monat. Bei unseren Logistikunternehmen waren sowohl im Pressegroßhandel als auch im Non-Press-Bereich Auswirkungen der Corona-Pandemie spürbar. Obwohl Presseerzeugnisse als Produkte des täglichen Bedarfs eingestuft und ihre Verkaufsorte damit vom Lockdown ausgenommen waren, mussten zahlreiche Presseverkaufsstellen eine spürbar geringere Kundenfrequenz verzeichnen. Einige Händler:innen entschieden sich auch zu einer kompletten Schließung ihres Betriebs, da sie ihr Hauptsortiment nicht zum Verkauf anbieten durften. Dennoch konnte bei den einzelnen Objektgruppen der Umsatz gesteigert werden. Auch der Bereich Non-Press der NPV konnte 2021 Mehrumsatz generieren. Ertragslage Die Gesamtumsatzerlöse stiegen gegenüber dem Vorjahr insgesamt um TEUR 17.083 bzw. 5,4 % auf TEUR 335.316. Maßgeblich hierfür war insbesondere der Anstieg der Anzeigen- und Beilagenerlöse um TEUR 16.693 bzw. 28,7% bei gleichzeitigem Rückgang der Vertriebserlöse um TEUR 5.072 bzw. 2,9%. Zuwächse im Bereich der Online-Werbeeinnahmen konnten den Rückgang im Printbereich mehr als kompensieren. Dies ist mit dem Wachstum der "digitalen" Vermarktungserlöse der Sportmagazinsparte zu begründen, beeinflusst durch die Erholung des Werbemarktes im zweiten Pandemiejahr, Zuwächse aufgrund von Zugängen zum Konsolidierungskreis sowie das positive Werbeumfeld der Fußball-Europameisterschaft 2021. Des Weiteren war insbesondere ein Anstieg der Erlöse aus Handelswaren um TEUR 4.653 bzw. 7,3 % zu verzeichnen, der durch den Ausbau des Tabakwarengroßhandels erzielt wurde. Die Materialaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr insbesondere aufgrund von Neuzugängen zum Konsolidierungskreis um TEUR 8.645 bzw. 5,5 % gestiegen. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um TEUR 833 bzw. 39,4% ist insbesondere durch geringere Erstattungen von Sozialversicherungsbeiträgen im Zusammenhang mit dem Kurzarbeitergeld begründet. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen haben sich um TEUR 436 bzw. 6,8 % verringert. Die Personalaufwendungen entsprechen bei einem leichten Rückgang um 0,4 % auf TEUR 114.453 in etwa dem Vorjahresniveau. Dem Abbau von Personalaufwendungen als Folge der Maßnahmen des Freiwilligenprogramms Redaktion der regionalen Tageszeitungen standen Mehraufwendungen aufgrund von Zugängen zum Konsolidierungskreis sowie geringere Erstattungen von Kurzarbeitergeld gegenüber. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 1.439 bzw. 3,0 %ist insbesondere dadurch bedingt, dass im Vorjahr um TEUR 2.133 höhere Buchverluste enthalten waren. Das Finanzergebnis ist um TEUR 569 bzw. 29,2 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Hierbei sind Zinserträge um TEUR 259, das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen um TEUR 303 sowie Erträge aus Beteiligungen um TEUR 53 gesunken und Abschreibungen auf Finanzanlagen haben sich um TEUR 776, der Aufwand aus Garantiedividende um TEUR 8 erhöht. Demgegenüber haben sich die Erträge aus Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens um TEUR 608 erhöht, Zinsaufwendungen haben sich um TEUR 148 und Verluste aus Beteiligungen um TEUR 74 verringert. Insgesamt resultiert hieraus ein positives Vorsteuerergebnis der Verlagsgruppe von TEUR 5.010. Vermögens- und Finanzlage Die Konzernbilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 18.210 bzw. 4,8 % auf TEUR 361.788 vermindert. Die Vermögensstruktur der Gesellschaft ist weiterhin geprägt von dem Anlagevermögen sowie den liquiden Mitteln. Das Anlagevermögen hat sich um TEUR 27.784 bzw. 15,8 % erhöht, wobei sich einerseits immaterielle Vermögensgegenstände um TEUR 2.949 und Finanzanlagen um TEUR 27.291 erhöht, andererseits aber Sachanlagen um TEUR 2.456 verringert haben. Im Berichtsjahr wurden auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 6.023 vorgenommen, die im Wesentlichen auf das Sachanlagevermögen entfallen sowie außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 859, die im Wesentlichen auf Beteiligungen entfielen. Zuschreibungen auf Sachanlagen wurden aufgrund einer Betriebsprüfung in Höhe von TEUR 58 vorgenommen. Investitionen entfielen in Höhe von TEUR 70.487 auf Finanzanlagen, in Höhe von TEUR 105 auf immaterielle Vermögensgegenstände und in Höhe von TEUR 2.358 auf Sachanlagen. Investitionen innerhalb des Sachanlagevermögens erfolgten überwiegend in andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, überwiegend bedingt durch übliche Ersatzinvestitionen. Bei den Sachanlagen ergaben sich Nachaktivierungen aufgrund Betriebsprüfung in Höhe von TEUR 313, bei immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 18. Die Sachanlagenintensität beträgt 11,1 % (Vj.: 11,2 %). Der Vorratsbestand verringerte sich um TEUR 511 bzw. 6,5 %, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.321 bzw. 14,7% gestiegen. Ursächlich hierfür sind insbesondere die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 4.891, denen ein Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 1.929 gegenübersteht. Die Eigenkapitalquote ist bei einem Anstieg des Eigenkapitals um TEUR 3.852 (1,5 %) von 65,7 % auf 70,0 % gestiegen, das Fremdkapital hat sich um TEUR 22.062 (16,9 %) vermindert. Der Anstieg des Eigenkapitals begründet sich durch den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 3.382 (Vj.: Jahresfehlbetrag TEUR 6.033), von dem TEUR 3.852 dem Konzerneigenkapital zugerechnet wurden, während TEUR 470 auf Kapitalkonten von Gesellschaftern im Fremdkapital belastet wurden. Rückstellungen haben sich um TEUR 3.335 (19,4 %) erhöht. Hierbei sind Pensionsrückstellungen um TEUR 39 bzw. 0,9 % gesunken, die sonstigen Rückstellungen um TEUR 1.800 bzw. 14,3% sowie Steuerrückstellungen um TEUR 1.574 gestiegen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt gegenüber dem Vorjahr um TEUR 209 oder 1,8% gestiegen, Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind um TEUR 24.988 bzw. 29,7 % und sonstige Verbindlichkeiten um TEUR 332 bzw. 2,6 % gesunken. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt überwiegend durch Eigenmittel. Unser Liquiditätsmanagement stellt die jederzeitige Finanzierung der laufenden Geschäfte sicher. Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 6.629 (Vj.:TEUR -994), der Cash Flow aus Investitionstätigkeit beläuft sich auf TEUR -31.963 (Vj.: TEUR -3.864) und der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR -24.883 (Vj.: TEUR -271), so dass sich zuzüglich konsolidierungskreisbedingter Erhöhung des Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 680 (Vj.:TEUR 97) eine zahlungswirksame Verminderung des Finanzmittelbestandes in Höhe von TEUR 49.537 bzw. 28,8 % (Vj.: TEUR 5.032 bzw. 2,8 %) und ein Innenfinanzierungsgrad von -0,2 (Vj.: 0,3) ergibt. Gesamtaussage Das Geschäftsjahr 2021 war erneut von der Pandemie geprägt. Einbußen durch gesunkene Anzeigen- und Beilagenerlöse im Printbereich konnten durch Steigerungen digitaler Vermarktungserlöse, Erlöse aus Handelswaren und Zuwächse zum Konsolidierungskreis gut aufgefangen werden, so dass sich das Konzernergebnis gegenüber dem Vorjahr planmäßig deutlich verbessert hat.. Dennoch kann die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und der Verlauf des Geschäftsjahres 2021 auf Gesamtkonzernebene nach wie vor nicht als zufriedenstellend bezeichnet werden. MITARBEITER:INNEN UND SOZIALE VERANTWORTUNG Im Geschäftsjahr 2021 waren in der Unternehmensgruppe knapp 4000 Mitarbeiter:innen angestellt. Wir verstehen unsere Beschäftigten als einen der zentralen Erfolgsfaktoren der Unternehmensgruppe, deren Wohlergehen, Gesundheit und soziale Absicherung uns sehr am Herzen liegt. Von jeher waren und sind wir ein Haus, das sich zur Tarifgemeinschaft bekennt und tarifgerechte Leistungen erbringt. Zusätzlich legen wir ein großes Augenmerk auf die Fähigkeiten, Kompetenzen und Talente unserer Beschäftigten. Diese fördern wir beispielsweise mit Inhouse-Schulungen, einer Online-Akademie und einem Fotowettbewerb für alle Mitarbeiter:innen unserer Unternehmensgruppe. Um die Gesunderhaltung unserer Mitarbeiterinnen zu unterstützen, haben wir ein eigenes Gesundheitsmanagement eingeführt. So finden im Laufe des Jahres verschiedene Aktionen und präventive Maßnahmen statt, unter anderem regelmäßige Gesundheitstage. Darüber hinaus beteiligt unser Haus sich an Aktionen wie "Mit dem Rad zur Arbeit" oder dem Firmenlauf und bietet Grippeschutzimpfungen an. Zusätzlich stehen den Beschäftigten im VNP als Ansprechpartner eine gewählte Schwerbehindertenvertretung sowie eine speziell ausgebildete Mobbing-Beauftragte zur Verfügung. Die Interessen unserer jungen Mitarbeiterinnen werden im VNP und in der NPV durch eigens gewählte Jugend- und Auszubildendenvertretungen repräsentiert. Im Olympia-Verlag wurde 2021 ein "JobRad"-Angebot geschaffen, darüber hinaus bietet das Haus verschiedene Kurse zur Gesundheitsförderung, wie "Aktive Pause" oder Yoga an, die - aufgrund der geltenden Homeoffice-Pflicht - digital stattfanden. Die ebenfalls bereits geplanten Business-Massagen wurden wegen des Pandemiegeschehens ausgesetzt und ins Folgejahr verschoben. Auch beim Thema Arbeitsschutz handeln wir proaktiv: Dank verschiedener Arbeitsschutzmaßnahmen ist die Anzahl der Arbeitsunfälle auf ein absolutes Minimum gesunken, auch die daraus resultierenden Ausfalltage sind weiterhin auf einem sehr niedrigen Stand. UMWELTSCHUTZ Die Unternehmensgruppe um den Verlag Nürnberger Presse bekennt sich zu ihrer ökologischen Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und zukünftigen Generationen. Aus dieser Verantwortung heraus sehen wir den Schutz der Umwelt als wichtigen Bestandteil unserer Unternehmenspolitik. Unsere Bestrebungen gelten der kontinuierlichen Verbesserung unseres Umweltmanagementsystems und des betrieblichen Umweltschutzes. Deshalb wurde am Standort Nürnberg bereits 1997 ein Umweltmanagement eingeführt und 1998 erstmals nach der EG-Öko-Audit-Verordnung durch einen Umweltgutachter validiert. Inzwischen beteiligen wir uns an EMAS, einem EU-Programm für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfungen, und werden jährlich durch einen unabhängigen Umweltgutachter geprüft. Die EMAS-Zertifizierung ist ein umfassender Nachweis für erbrachte Umweltleistungen und den verantwortlichen Umgang mit Ressourcen. Dabei sind wir verpflichtet, Jahr für Jahr Umweltschutzziele zu definieren und diese zu erfüllen. Eine eigens ernannte Umweltschutzbeauftragte stellt die fortwährenden Bemühungen und Verbesserung in diesem Bereich sicher. So konnte 2021 beispielsweise erneut unser Energieverbrauch reduziert und Papier eingespart werden. Außerdem haben wir erstmals den jeweiligen ökologischen Fußabdruck für den Verlag Nürnberger Presse und den Olympia-Verlag (am Standort Nürnberg) ermittelt. Die jährliche Umweltprüfung im Sommer 2021 haben wir ohne Einschränkungen erfolgreich bestanden. Durch die Umweltpolitik des Unternehmens werden auch die Beschäftigten zu umweltorientiertem Handeln verpflichtet. Entsprechende Leitsätze sind festgelegt. Die Beschäftigten werden regelmäßig über die Umwelterklärung und Umweltschutzthemen informiert. Der Verlag Nürnberger Presse ist außerdem Mitglied im "Umweltpakt Bayern". Dieser steht für erfolgreichen, freiwilligen und kooperativen Umweltschutz zwischen der Bayerischen Staatsregierung und der bayerischen Wirtschaft. Der Umweltpakt steht auch für die Überzeugung aller Beteiligten, dass Umweltschutz eine Gemeinschaftsaufgabe ist. DRUCKQUALITÄT Unsere Unternehmensgruppe überzeugt ihre Kund:innen stets mit höchster Qualität. Dies gilt auch für unser Nürnberger Druckhaus. Seit 2006 stellen wir uns im Rahmen des "International Color Quality Club" (ICQC), einer Initiative des Zeitungsdruck-Weltverbandes WAN IFRA, kontinuierlich dem Vergleich mit Zeitungsdruckereien auf der ganzen Welt und erreichen dabei konstant sehr gute Platzierungen. Alle zwei Jahre werden die Printerzeugnisse von vorab nicht bekannten Erscheinungstagen von einer internationalen Jury in verschiedensten Kriterien bis ins Detail bewertet. Unserem Druckhaus ist es dabei gelungen, sechs Mal in Folge ausgezeichnet zu werden - was gleichbedeutend ist mit zwölf Jahren hervorragender Druckqualität am Stück. Dank dieser Leistung wurden wir 2016 in den "Star Club" des International Color Quality Clubs aufgenommen, in dem die weltweit besten Druckereien/Verlage vertreten sind. Im Jahr 2018 erhielt unser Druckhaus erneut die Auszeichnung des ICQC. An der Wettbewerbsrunde 2020/2021 konnten wir Corona-bedingt nicht teilnehmen. GESELLSCHAFTLICHE VERANTWORTUNG Die Verlagsgruppe ist sich ihrer Bedeutung in der Region bewusst und setzt ihre Position ein, um in gesellschaftlich wichtigen Bereichen Verantwortung zu übernehmen. Freude für alle Traditionell betreibt der Verlag Nürnberger Presse eine Weihnachts-Spendenaktion namens "Freude für alle" und bittet über Berichterstattung in den eigenen Medien um Spenden für hilfsbedürftige Mitbürger:innen. Anders als viele ähnliche Initiativen unterstützt "Freude für alle" keine festen Einrichtungen oder Vereine, sondern Einzelpersonen oder Familien. Unsere Hilfe erfolgt direkt, unabhängig von Alter und Herkunft und in der ganzen Bandbreite sozialer Notlagen, ausgelöst zum Beispiel durch schwere Schicksalsschläge wie Unfälle, chronische Krankheiten oder Arbeits- und Wohnungslosigkeit. Die von uns Unterstützten leiden oft unter einer verhängnisvollen Kombination mehrerer dieser Faktoren, und das über Jahre hinweg. Gefördert werden ausschließlich Menschen aus unserer Region. Mit der Weihnachtsaktion 2021 (Zeitraum: Anfang November bis Ende Weihnachtsferien) konnten mehr als drei Millionen Euro von über 6000 Spender:innen eingeworben werden. Zusätzlich haben wir 2020 eine Sonderspendenaktion anlässlich des Jahrhundert-Hochwassers ins Leben gerufen: Nach der Flut im Aisch und Zenngrund wurden bis September 2021 insgesamt rund 1,3 Millionen Euro für betroffene Haushalte in unserer Region gespendet. Alle eingeworbenen Gelder gehen vollumfänglich und ohne Abzug an hilfebedürftige Personen, denn die Kosten für den Verwaltungsaufwand sowie alle anfallenden Gebühren trägt der VNP. Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten Die Förderung der regionalen Kunstszene ist ein besonderes Anliegen der Verlegerfamilie und des Verlagshauses. Deshalb loben wir seit 1993 jährlich den "Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten" aus. Er richtet sich an Kunstschaffende, die aus der Region Nürnberg stammen oder hier leben und arbeiten. Vergeben wird er in den Bereichen Malerei, Skulptur, Originalgrafik und künstlerische Gold- und Silberschmiedearbeiten. Der NN-Kunstpreis zeigt die enge Verbundenheit der Verlagsgruppe mit dem zeitgenössischen Kulturleben in unserer Region. Er gehört zu den höchstdotierten Auszeichnungen in Nordbayern. Dass er bei den Kreativen aus der Region einen hohen Stellenwert genießt, beweisen die Teilnehmerzahlen: 2021 wurden 1592 Werke von 684 Künstlerinnen eingereicht. Walther-Bensemann-Preis Wir glauben an die vereinigende Wirkung des Sports: Mit dem Walther-Bensemann-Preis zeichnet der Olympia-Verlag jährlich Personen der Zeitgeschichte aus, die im Sinne der Völkerverständigung Besonderes für den Fußball geleistet haben. Benannt nach dem Gründungsvater des kicker, Walther Bensemann, setzen wir damit ein Zeichen für Mut und Pioniergeist, Fairplay und interkulturelle Verständigung. 2021 wurde Clarence Seedorf, der als einziger Spieler überhaupt die Champions League mit drei verschiedenen Vereinen gewann, und der sich seit vielen Jahren für Menschenrechte und für Klimaschutz einsetzt, ausgezeichnet. VERÄNDERUNGSMANAGEMENT Wie viele andere Branchen auch, befindet sich die Medienbranche seit einigen Jahren in einem tiefgreifenden Umbruch. Die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden wandeln sich rasant, die immer schnellere Digitalisierung verändert unsere Märkte, neue Konkurrenz greift unsere Geschäftsmodelle an. Die Folge ist, dass insbesondere die klassischen Printmedien mit dem vermehrten Wettbewerb aus anderen Mediengattungen zu kämpfen haben und stetig an Reichweiten verlieren. Diesen geänderten Rahmenbedingungen stellen wir uns offensiv und haben dafür zwei Transformationsprogramme innerhalb unserer Unternehmensgruppe initiiert. Unter dem Namen WIR2023 stellen wir den Verlag Nürnberger Presse, die Verlage in Schwabach und Gunzenhausen, die NPV und unseren IT-Bereich zukunftssicher auf. Das Programm wurde 2018 initiiert und in der Anfangsphase durch das Fraunhofer-Institut IIS wissenschaftlich begleitet. Folgende Ziele haben wir uns für den Transformationsprozess gesetzt: Wir bringen innovative Produkte auf den Markt, schaffen neue Geschäftsfelder, organisieren unsere Prozesse lean, qualifizieren unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und wandeln uns hin zu einer partizipativen Kultur. Alle unsere Prozesse und Produkte werden optimiert und so aufgestellt, dass wir auf den sich wandelnden Märkten erfolgreich sind und die Chancen, die sich durch den Ausbau des digitalen Angebots sowohl im Bereich der Werbeerlöse als auch der Informationsleistungen ergeben, zu unserem Vorteil nutzen. Im Jahr 2020 wurde das WIR2023-Programm mit der zusätzlichen Unterstützung durch Weissman & Cie., eine auf Familienunternehmen spezialisierte Beratungsfirma mit Sitz in Nürnberg, auf breitere Füße gestellt. Die 2019 gegründeten acht Strategiefelder - diese sind: Digitalisierung, interne Dienstleistungseinheiten, Kernprozesse, Neue Geschäftsfelder, Nürnberger Modell 2.0, Steuerung, Unternehmenskultur sowie VNP-Lab - haben auch im Geschäftsjahr 2021 notwendige Maßnahmen und Projekte zu ihren jeweiligen Zielstellungen angestoßen und umgesetzt. Allen voran stand das Jahr 2021 im Zeichen der Umsetzung unserer Digitalstrategie: Sowohl unser Lifestyle-Portal fein-raus.de als auch unser journalistisches Premiumportal NN.de mit Bezahlinhalten wurden gelauncht; unser Reichweitenportal nordbayern.de erfuhr einen umfassenden Relaunch. Seit Januar steht unseren Kund:innen ein technisch und optisch modernisierter Aboshop zur Verfügung. Auch bei der digitalen Version der Tageszeitung wurden Innovationen implementiert: Nach einer Runderneuerung der Apps und Webversionen im Frühjahr erschien im November erstmals eine Vorabend-Ausgabe des E-Papers. Jeweils ab 20 Uhr sind die Tageszeitungen des nächsten Tages digital abrufbar. Bezüglich der Re-Organisation unserer Strukturen und Prozesse wurden im Geschäftsjahr 2021 weitere Meilensteine erreicht: Im März wurde die Geschäftsleitung des VNP um Erika Gassner erweitert, deren Aufgabenbereich vorranging in der operativen Geschäftsführung liegt. Im Juli wurde eine neue Top-Struktur für den VNP vorgestellt und in der Folge implementiert, die die fünf Unternehmensbereiche und sieben Stabsstellen des Unternehmens noch deutlicher als bisher positioniert und ihre Aufgaben schärft. In diesem Zuge wurde die Stabsstelle Unternehmensentwicklung ins Leben gerufen, die künftig den Veränderungsprozess des Verlags steuert und strategisch relevante Themen priorisiert und koordiniert. Unter dem Dach der Unternehmensentwicklung sind aktuell vier Themen verortet, die im Laufe des Jahres 2021 aufgebaut und/oder verstetig worden: das digitale Transformations-, das Innovations-, das Produktportfolio- und das Projektportfoliomanagement. Als neues Geschäftsmodell ging im Juli 2021 das Reiseangebot unter dem Namen VNP.reisen an den Start, das unseren Kund:innen eine Vielzahl an interessanten und außergewöhnlichen Reisen anbietet. Ein Alleinstellungsmerkmal sind unsere "grünen Reisen", also spezielle Angebote mit geringem ökologischem Fußabdruck. Ziel der NPV ist es, dem Branchenwandel durch optimierte Abläufe, neue Geschäftsfelder und mit Zusatzgeschäften in der bestehenden Logistik entgegenzuwirken. Das im Herbst 2020 im Olympia-Verlag gegründete New-Work-Team hat seine Arbeit aufgenommen. In den ersten acht Monaten des Jahres wurde gemeinsam mit Vertretern des Führungskreises und einer externen Agentur ein Fahrplan für den Transformationsprozess erarbeitet, der sich über die kommenden vier Jahre erstreckt. Gemeinsam wurden insgesamt fünf sogenannte "Disziplinen" ausgearbeitet, die für eine zukunftsfähige Unternehmenskultur relevant sind und unter dem Namen "Projekt Gold" auf der Jubiläumsfeier im September vorgestellt wurden: 1. Arbeitsplatz der Zukunft 2. Teamgeist 3. Weiterentwicklung 4. Innovationskultur 5. Führungskultur Jede der Disziplinen wird nach einem bestimmten Muster erarbeitet und im Unternehmen etabliert. Das New-Work-Team wird dabei mit Vertretern der Belegschaft und Vertretern des Führungskreises eng zusammenarbeiten. Die im Vorjahr gesammelten Erkenntnisse und Erfahrungen in der digitalen Zusammenarbeit wurden im Jahr 2021 dazu genutzt, eine langfristig nutzbare Technologie auszuwählen und einzuführen. Im Laufe des Jahres wurde mit Microsoft 365 und Microsoft Teams unternehmensgruppenweit eine einheitliche Software implementiert, die die unterschiedlichen Anwendungen, wie Kommunikation, Arbeitsorganisation und Videokonferenz bündelt und gleichzeitig die unternehmensübergreifende Vernetzung innerhalb der Gruppe deutlich vereinfacht. NACHTRAGSBERICHT Hinsichtlich Vorgängen von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres verweisen wir auf unsere Ausführungen im Konzernanhang. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT Die Geschäftsentwicklung und die damit verbundenen Chancen und Risiken werden fortlaufend von der Geschäftsleitung überwacht. Neben einem permanenten Ergebnis- und Liquiditätscontrolling umfasst unser Risikomanagement auch die permanente Marktbeobachtung und das Erarbeiten von Maßnahmenplänen. Dabei nehmen wir unter anderem folgende Themenbereiche in Blick: Allgemeine Markt- und Wettbewerbsrisiken sowie Wirtschaftskrisen können unsere Einnahmen in der Art verringern, dass sie durch kurzfristige Kosteneinsparungen nicht kompensiert werden können. Demgegenüber können positive konjunkturelle Veränderungen insbesondere im Werbemarkt zu steigenden Einnahmen und somit Verbesserungen des Ergebnisses führen. Spürbare Auswirkungen haben in diesem Zusammenhang auch Fußballgroßereignisse: Veranstaltungen wie Welt- oder Europameisterschaften sind für unser Haus wachstumsfördernd, insbesondere im Bereich der Vermarktungserlöse. Neue Gesetzeslagen, zum Beispiel Werbeverbote oder Datenschutz-Änderungen, können sich auf unsere wirtschaftliche Entwicklung auswirken. Sie führen potenziell zu geringeren Einnahmen oder verringerter Effizienz. Veränderungen im Medienmarkt sowie im Kundenverhalten gilt es, frühzeitig zu erkennen, Fehlentwicklungen schnellstmöglich zu identifizieren und somit unsere Reaktions- und Aktionsmöglichkeiten zu verbessern. Hier setzen unsere Transformationsprogramme an (s. Punkt Veränderungsmanagement). Unternehmensweit genutzte IT-Anwendungen bilden die Basis für die vertragsgerechte Lieferung von Produkten und Lösungen. Der Ausfall von geschäftskritischen IT-Anwendungen kann somit einen direkten Einfluss auf unsere Lieferfähigkeit und die Qualität der Produkte haben. Dies gilt auch für den Ausfall eines Rechenzentrums. Um die erforderliche Verfügbarkeit sicherzustellen, betreiben wir mehrfach redundant ausgelegte Systeme und Rechenzentren mit den Zertifizierungen "TÜV Level 3", "ISO 50001" und "ISO 27001". Weiterhin werden zur Risikominimierung mehrstufige Datensicherungs-Systeme sowie stets aktuelle Viren- und Zugangsschutzprogramme eingesetzt. Zudem investiert das Unternehmen laufend in die Weiterentwicklung und Pflege der eingesetzten Hardware und Anwendungen, um diese auf dem aktuellen Stand der Sicherheitsstandards zu halten. Ebenso können Komplikationen in der Umstellung von IT-Systemen deren Verfügbarkeit negativ beeinflussen. Eine enge Überwachung kritischer IT-Projekte dient als Mitigation. Mit Blick auf die Kostenstruktur fallen vor allem zwei Risiken ins Gewicht: Im Bereich der Personalkosten ist der Verlag stark von der Entwicklung von Tarifanpassungen abhängig. Im Bereich der Materialaufwendungen kann eine Erhöhung von Rohstoffkosten, insbesondere ein Anstieg des Papierpreises, die Ertragslage verschlechtern. Schadensersatzforderungen aufgrund von Medienberichten stellen ein generelles Risiko von Verlagsgesellschaften dar. Dem wirken wir durch unser redaktionelles Qualitätssicherungssystem entgegen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2021 waren wir in keine wesentlichen Rechtsstreitigkeiten oder Gerichtsverfahren mit negativem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage involviert. Das Zinsänderungsrisiko unterliegt laufender Überwachung. Im Bereich der Geldanlagen kann sich aufgrund der potentiellen Zahlung von Negativzinsen eine Verschlechterung der Ertragslage ergeben. Dank der überwiegend regionalen Geschäftstätigkeit der Verlagsgruppe sind keine Währungsrisiken erkennbar. Bereits im zweiten Jahr in Folge bestimmte die Corona-Pandemie weite Teile des öffentlichen Lebens und verursachte gesamtwirtschaftliche Risiken, die sich auch auf die Unternehmensgruppe auswirkten. Insbesondere stellte der neuerliche wirtschaftliche und gesellschaftliche Lockdown zu Jahresbeginn 2021 ein Risiko für verschiedene unserer Geschäftsmodelle dar. Hieraus können Einbußen im Bereich der Werbevermarktung resultieren. Ein Stillstand der Bundesliga und des Sportgeschehens allgemein kann sich deutlich negativ auf die Reichweiten unserer Medienmarke kicker auswirken. Demgegenüber kann sich im Bereich der lokalen und regionalen Berichterstattung durch das Bedürfnis der Menschen nach gesicherten Informationen und seriöser Berichterstattung in der Krise ein Positiv-Effekt auf die Reichweiten ergeben. Weitere negative Effekte können sich durch krankheits- und quarantänebedingte Einschränkungen unserer Mitarbeiterinnen ergeben sowie durch die Problematik abgebrochener Lieferketten. Bereits von Beginn der Pandemie an haben wir aktives Krisenmanagement in der Unternehmensgruppe betrieben: In mehreren unserer Unternehmen richteten wir eigene Krisenstäbe ein, um der pandemischen Lage zu begegnen. Diese hatten die Aufgabe, alle politischen und rechtlichen Regelungen so schnell wie möglich umzusetzen sowie den bestmöglichen Gesundheitsschutz für unsere Beschäftigten sicherzustellen und eine Ausbreitung des Virus in den Unternehmen zu verhindern. Dank vielfältiger Maßnahmen wie beispielsweise räumlicher und zeitlicher Trennung von Teams, digitaler Zusammenarbeit und mobilem Arbeiten sowie umfangreicher Testangebote und konsequenter Durchsetzung der Maskenpflicht konnten die Infektionszahlen innerhalb der Belegschaft erfreulich niedrig gehalten werden. Insbesondere war kein größerer Ausbruch innerhalb eines Unternehmens zu verzeichnen. Ab Juni 2021 konnten wir unseren Mitarbeiter:innen über unsere Betriebsärztin Impfangebote gegen das Corona-Virus machen und somit aktiv zu ihrem Gesundheitsschutz beitragen. Um die finanziellen Folgen der Pandemie abzufedern, setzten wir auch 2021 auf das Instrument der Kurzarbeit, die in verschiedenen Einheiten unserer Unternehmensgruppe bis in den Sommer hinein zur Anwendung kam. Darüber hinaus verfolgten wir eine restriktive Ausgaben- und Investitionspolitik. Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine sowie die damit einhergehenden Sanktionen gegen Russland verschärft die gesamtwirtschaftlichen Risiken, die sich auf die Unternehmensgruppe auswirken können. Risiken mit deutlich negativen Auswirkungen auf die Ertragslage bestehen hierbei in Kostensteigerungen aufgrund gestiegener Energie- und Rohstoffpreise, insbesondere der Druckpapierpreise. Ein weiteres Risiko besteht in der generellen Verfügbarkeit von Energie und Rohstoffen aufgrund von Lieferengpässen. Den negativen finanziellen Folgen versuchen wir durch entsprechende vertragliche Gestaltungen entgegenzuwirken. Ferner können Kostensteigerungen auch direkte Auswirkungen auf das Konsumentenverhalten haben. Demgegenüber kann sich auch in diesem Bereich ein Positiv-Effekt aus dem Bedürfnis nach seriöser Berichterstattung ergeben. Hinsichtlich der hier erläuterten Risiken und der gegenwärtigen Geschäftsaussichten sehen wir keine bestandsgefährdenden Risiken. PROGNOSEBERICHT Die deutsche Wirtschaft befindet sich mit höchsten Inflationsraten seit Jahrzehnten in einer angespannten Situation. Der Erholungsprozess von der Corona-Krise, der durch den Wegfalls von Pandemiebeschränkungen einerseits für konjunkturellen Auftrieb sorgt, wird zum einen durch die Problematik der Lieferketten gedämpft, die sich durch den Krieg in der Ukraine weiter verschärft. Hinzu kommt ein sprunghafter Anstieg von Energie- und Rohstoffpreisen, wodurch die Inflation weltweit hoch bleiben wird. Die Gemeinschaftsdiagnose 1/2022 der Institute DIW Berlin, ifo Institut, IfW Kiel, IWH Halle und RWI Essen hat den erwarteten Anstieg des Bruttoinlandprodukts für 2022 deutlich nach unten auf einen Wert von 2,7 % korrigiert. Die erwartete Arbeitslosenquote liegt bei 5,0 %. Gemäß Prognosen der PwC vor Ausbruch des Ukraine-Kriegs, wird für den Gesamtmarkt der Zeitungen und Zeitschriften weiterhin eine rückläufige Entwicklung prognostiziert. Es wird ein Rückgang der Vertriebs- und Werbeerlöse im Printbereich erwartet. Demgegenüber wird mit einem Anstieg der digitalen Vertriebs- und Werbeerlöse gerechnet, der aber den Schwund aus dem Printbereich nur teilweise kompensieren wird. (Quelle: PwC) Unsere Prognosen beruhen auf Annahmen, die wir aus heutiger Sicht unter Berücksichtigung einer vorsichtigen Betrachtungsweise als ausreichend wahrscheinlich erachten. Aufgrund generell Planungen innewohnender Unsicherheiten, die nach den Unabwägbarkeiten der Entwicklung der Corona-Pandemie und ihrer Auswirkungen nun auch noch mit den Unsicherheiten des Ukraine-Kriegs und seiner Auswirkungen behaftet sind, können Planabweichungen nicht ausgeschlossen werden. Nachdem sich die Zeitungsnachfrage in den ersten beiden Pandemiejahren noch relativ stabil entwickelt hatte, gingen die Auflagen Anfang 2022 etwas stärker zurück, und das trotz der Informationsflut nach dem Beginn des Russland-Ukraine-Kriegs. Die Gesamtauflage fiel im ersten Quartal. Aufgrund der fortschreitenden strukturellen Veränderungen in der Zeitungs- und Zeitschriftenverlagsbranche sind daher weitere Umsatzrückgänge in unseren Printprodukten zu erwarten. Ein wichtiger Teil unseres Umsatzes generiert sich aus der Werbevermarktung. Eine seriöse Prognose ist in der aktuellen Krisenphase aufgrund der Volatilität der Werbeerlöse nicht möglich. Das hohe Niveau an digitalen Vermarktungserlösen in der Sportmagazinsparte wird auch zukünftig als Wachstumsmotor angesehen. Aus diesem Grund werden die Investitionen im digitalen Umfeld weiter auf hohem Niveau stattfinden. Das anstehende Fußballgroßereignis im Winter - WM in Katar - gilt in der Regel als wachstumsfördernd. Die Prognose der Erzielbarkeit ähnlicher Positiv-Effekte wie in früheren Jahren fällt aufgrund der Jahreszeit und der Wahrnehmung des Austragungsorts als umstrittenes Gastgeberland eher zurückhaltend aus. Auf der Kostenseite explodierten die Preise für Zeitungsdruckpapier und erreichten im April 2022 ein neues Rekordhoch mit einem doppelt so hohen Preis gegenüber dem Jahr davor. Ebenso sind die Energiepreise gestiegen. Beim Personal werden sich Kostensteigerungen durch die Erhöhung des Mindestlohns auf EUR 12,00 pro Stunde ergeben. Für die Verlage verteuert sich insbesondere die Entlohnung der Zeitungsträger gegenüber dem Jahresanfang 2022 um rund 22%. Als Zugeständnis kann dafür die Erhöhung der Minijob-Grenze von EUR 450,00 auf EUR 520,00 gesehen werden. Insgesamt wird jedoch davon ausgegangen, dass durch weitere strukturelle Maßnahmen Einsparungen erzielt werden, die die Aufwendungen zur Umsetzung der Maßnahmen übersteigen, so dass ein leichter Rückgang der Personalkosten erwartet wird. Wir gehen nicht davon aus, dass eine Kompensation der gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise erreicht werden kann, so dass wir mit einer deutlichen Verschlechterung der Kostenstruktur rechnen. Nach einer nicht erwarteten, vorübergehenden, coronabedingten Sonderkonjunktur für Presseerzeugnisse im Vorjahr erwarten wir bei den Logistik- und Grosso-Einheiten der Unternehmensgruppe für 2022 einen deutlicheren Absatz- und Umsatzrückgang als in den Vorjahren. Zudem führt der kriegerische Angriff Russlands auf die Ukraine zu einer deutlichen Steigerung der Energiepreise wie Gas, Heizöl, Kraftstoffe. Den erwarteten Umsatzrückgang und die bereits jetzt zu verzeichnenden Preissteigerungen, die insbesondere der Transportsektor an uns weitergeben wird, können wir nicht durch unsere fortgesetzten Bemühungen um weitere Kostensenkungen auffangen. Insgesamt rechnen wir im Geschäftsjahr 2022 mit einer deutlichen Verschlechterung des Konzernjahresergebnisses.
Nürnberg, den 31. Mai 2022 Bärbel Schnell Sabine Schnell-Pleyer Erika Gassner Angaben zur Feststellung Der Jahresabschluss wurde am 06. April 2023 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Druckhaus Nürnberg GmbH, Nürnberg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Druckhaus Nürnberg GmbH, Nürnberg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Druckhaus Nürnberg GmbH, Nürnberg für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 05. April 2023 WPN Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Nürnberg GmbH Alois Schmidt, Wirtschaftsprüfer Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Konzernabschluss. |
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