Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
c-LEcta GmbH
Alte Messe 3, 04103 Leipzig, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ronan Deasy seit 3.3.2022 | Geschäftsführer |
Carsten Fietz seit 18.2.2008 | Prokura |
Marc Dr. Struhalla seit 6.4.2004 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 5.80% |
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Kerry Group Finance International Limited | 92.96% |
| 1.24% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
c-LEcta GmbHLeipzigJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftszweck c-LEcta ist ein Biotechnologieunternehmen mit Sitz in Leipzig und ist spezialisiert auf Enzym-Engineering und Bioprozessentwicklung für regulierte Märkte, wie die Lebensmittel- und Pharmaindustrie. Das Unternehmen deckt die gesamte Wertschöpfungskette von der frühen Phase der Produktentwicklung über die Zulassung und Registrierung bis zur Produktion im kommerziellen Maßstab und Vermarktung ab. c-LEcta betreut über 200 Kunden in mehr als 40 Ländern. In den letzten Jahren lag der Fokus auf der Entwicklung der eigenen Produktpipeline, welche im abgeschlossenen Geschäftsjahr für einen signifikanten Umsatzzuwachs sorgte. Grund hierfür war die erfolgreiche Markteinführung sowie Marktdurchdringung eigener Produkte in den Zielmärkten "Food" und "Pharma". Neben den eigenen Produktentwicklungen sind Entwicklungspartnerschaften mit Industrieunternehmen der zweite Wachstumstreiber. Diese Entwicklungspartnerschaften zielen darauf ab, Produkte gemeinsam zu entwickeln und zu vermarkten. c-LEcta ist einer der weltweit führenden Anbieter von Spezialenzymen für Anwendungen als Prozesshilfsstoffe in der industriellen Produktion mit dem Schwerpunkt auf die Lebensmittel- und Pharmaindustrie. Diese Marktposition soll in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden. Zudem soll die Produktpipeline auf biotechnologisch hergestellte Ingredienzien ausgeweitet werden. 1.2 Forschung und Entwicklung Das Geschäftsmodell der c-LEcta hat in den letzten Geschäftsjahren die Transformation zum Produktunternehmen weiter vollzogen und verfestigt. Die Grundlage dieser Entwicklung sind allerdings innovative Produkte und Verfahren, welche auf Basis der Technologie-Plattform des Unternehmens entwickelt werden. Aus diesem Grund versteht c-LEcta sich als ein Technologieführer mit einem starken Fokus auf Forschung und Entwicklung. Im Bereich Forschung und Entwicklung waren 39 Mitarbeiter (VJ 35 MA) beschäftigt. Die Ausgaben in diesem Bereich belaufen sich auf 3,0 MEUR (VJ 2,7 MEUR) und sind analog des Anstiegs der Mitarbeiterzahl gestiegen. Darüber hinaus wurden Industriekooperationen mit Partnern aus den Kernsegmenten erfolgreich (weiter-) entwickelt. Durch diese Kooperationen konnte ein Teil der Umsätze realisiert werden. Weitere Kooperation im Bereich der Produkt- sowie Technologieentwicklung führte die c-LEcta im Geschäftsjahr auch in Konsortien, welche teilweise durch öffentliche Zuschüsse unterstützt wurden. Im Geschäftsjahr wurden 42% (i.Vj 19 %) der F&E Aufwendungen aktiviert. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen c-LEcta bewegte sich im Geschäftsjahr 2020 in einem sehr dynamischen Branchenumfeld. Alle zentralen wirtschaftlichen Kennzahlen der Biotech-Branche sind deutlich gestiegen. Die Branche in Deutschland konnte fast in allen Bereichen zweistellige Wachstumsraten verzeichnen. Der Umsatz stieg 2020 auf 6,49 Mrd. Euro, ein Plus von 36% gegenüber dem Vorjahr. Im Bereich der Forschung und Entwicklung war ein Anstieg der Ausgaben um 37% zu verzeichnen und die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich um 10%. Aufgrund der Corona-Pandemie verzeichnete die Branche außerdem eine Rekordfinanzierung: rund 3 Mrd. Euro konnten die Unternehmen in Form von Venture-Kapital, Kapitalerhöhung und Börsengängen einsammeln, dreimal so viel Kapital wie noch 2019. Dabei wurde jedoch gut die Hälfte des Kapitals in mRNA-basierte Corona-Impfstoff-Entwicklungen investiert. Insgesamt haben diese Entwicklungen der deutschen Biotechbranche eine erhöhte Wertschätzung und internationale Aufmerksamkeit beschert, andererseits hat der starke Fokus auf die Corona-Bekämpfung auch nachteilige Auswirkungen auf andere Therapiegebiete und Sektoren der Biotechnologie. So ist derzeit davon auszugehen, dass sich neue Pharma-Entwicklungen abseits der Anwendungen im Kontext Corona Pandemie verzögern und verschieben. c-LEcta gehört zu den 687 (Stand 2020) deutschen Biotech-Unternehmen in privater Hand. Diese konnten ihren Umsatz um 29% steigern und hatten 2020 einen Gesamtumsatz von rund 3,3 Mrd. Euro. Im internationalen Umfeld gehört die c-LEcta auch aufgrund ihrer Technologieführerschaft zu den wesentlichen Marktteilnehmen der industriellen Biotechnologie. 2.2 Geschäftsverlauf c-LEcta verfolgt eine Wachstumsstrategie. Folglich wurden folgende finanzielle Leistungsindikatoren identifiziert: - Umsatz - EBITDA Der Umsatz ist ein wesentlicher Indikator der Leistungsfähigkeit. Der Umsatz gliedert sich in drei Leistungsstränge: das Produkt- und Projektgeschäft sowie Umsatzbeteiligungen / Lizenzzahlungen. Das avisierte und teils bereits erzielte Wachstum erfolgt primär über das Produktgeschäft. Daher ist die Umsatzstruktur von Bedeutung. Das Produktgeschäft ist neben der Basis des Wachstums auch der wesentliche Treiber für das EBITDA. Das EBITDA stellt das Gesamtergebnis der c-LEcta vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen dar. 2.3 Ertragslage Im abgeschlossenen Geschäftsjahr lag c-LEcta im Bereich Umsatz mit 10.355 TEUR (VJ 9.093 TEUR) über dem Vorjahresniveau (+14%) und damit im Rahmen der Prognose. Das EBITDA von 1.967 TEUR konnte stärker als erwartet gesteigert werden und bewegte sich deutlich über dem Vorjahresniveau (187 TEUR). In Summe wird ein Gesamtergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Steuern von 1.517 TEUR (VJ -131 TEUR) ausgewiesen. Das Wachstum des Unternehmens (Gesamtumsatz +14%) ist im Wesentlichen auf den Anstieg im Produktgeschäft zurückzuführen (+27%). Weiterhin haben sich die Umsatzerlöse aus Lizenzen fast verdoppelt (+93%). Dadurch wird die Strategie des Unternehmens, sich zunehmend auf Produktgeschäft zu fokussieren, weiter untermauert. Bei den Produktumsätzen entwickelte sich vor allem das Kernsegment "Pharma" sehr gut und konnte mit einem Umsatzzuwachs von 156% deutlich zum Erfolg beitragen. Im Segment "Food" ging der Umsatz um 67% zurück. Dies lässt sich im Wesentlichen durch Verzögerungen bei der Marktdurchdringung von Produkten sowie dem Aufbau von initialem Lagerbestand vor Markteinführung im Food-Segment erklären. Das sehr starke Jahr 2019 konnte so in diesem Segment nicht gehalten werden. Das Projektgeschäft bewegte sich auf einem niedrigeren Niveau im Vergleich zum Vorjahr (-45%). Die Gründe hierfür liegen im vorsichtigen Agieren der Industriepartner aufgrund der Corona-Pandemie aber auch dem strikten Fokus der c-LEcta auf das Durchsetzen nachhaltiger Geschäftsmodelle. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind mit 424 TEUR gegenüber dem Vorjahr (519 TEUR) leicht gefallen. Wesentlicher Bestandteil stellen öffentliche Zuschüsse (299 TEUR, VJ 355 TEUR) dar. Auf der Aufwandsseite verringerten sich die Materialkosten um 44% im Vergleich zum Vorjahr. Wesentlicher Grund hierfür sind geringere Aufwendungen für von Auftragsproduzenten beschafften Produkten. Folglich sanken die Aufwendungen für bezogene Leistungen im Rahmen externer Fertigung von 3.358 TEUR auf 1.716 TEUR. Die zweite wesentliche Aufwandsposition ist dem Personalbereich zuzuordnen. Der Personalaufwand stieg von 4.094 TEUR um 24% auf 5.059 TEUR. Grund hierfür ist der Anstieg der Mitarbeiter seit Jahresbeginn von 71 auf 87 Mitarbeiter bis zum Jahresende. Weiterhin wurden Gratifikationen in Höhe von 424 TEUR (VJ 396 TEUR) verzeichnet. Der sonstige betrieblichen Aufwand stieg im Geschäftsjahr infolge des gestiegenen Umsatzes sowie Unternehmenswachstum von 2.660 TEUR um 11% auf 2.946 TEUR. Das EBITDA konnte in der Folge von 187 TEUR auf 1.967 TEUR gesteigert werden. 2.4 Vermögenslage Die Bilanzsumme des Unternehmens ist auf einen Betrag von 15,0 MEUR gestiegen und liegt damit 27% über der Summe des Vorjahres (VJ 11,8 MEUR). Die Eigenkapitalquote beträgt 67% (VJ 72 %). Im aktuellen Geschäftsjahr führte die systematische Weiterentwicklung der Produktpipeline zu einem weiteren Anstieg der selbsterstellen immateriellen Vermögensgegenstände um 1.281 TEUR (+79% im Vgl. zum VJ) auf einen Wert von 2.904 TEUR. So konnten die Produkte weiter Richtung Marktreife entwickelt werden. Der Bestand an fertigen Erzeugnissen ging im Vergleich zum Vorjahr um 15% auf 1.115 TEUR zurück (VJ. 1.312 TEUR). Aufgrund des stark wachsenden Produktgeschäfts wird in den nächsten Jahren eine Erhöhung des Lagerbestandes erfolgen, um das zukünftige Produktgeschäft absichern zu können. Im Gegenzug erhöhte sich der Bestand an unfertigen Leistungen im Vergleich zum Vorjahr um 316 TEUR. Wesentlicher Grund ist die Optimierung und Skalierung eines Herstellungsprozesses eines Produktes, welcher teilweise internalisiert wurde. In Summe bewegen sich die Vorräte mit 1.781 TEUR auf Vorjahresniveau (VJ. 1.753 TEUR) Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen konnten signifikant reduziert werden. Die ausstehenden Forderungen aus 2019 wurden vollumfänglich beglichen. Der Anstieg auf der Passivseite ist auf die Neuaufnahme von Bankdarlehen in Höhe von 2.332 TEUR zurückzuführen. Weiterhin stiegen die Verbindlichkeiten durch Fremdfinanzierung der Investitionen in das materielle Anlagevermögen an. Der Rückgang der Rückstellungen ergibt sich im Wesentlichen aus der Inanspruchnahme der Vorjahresrückstellung im Bereich der Fremdfertigung (-655 TEUR). Weitere Rückstellungen wurden für die Partizipation der Mitarbeiter an der erfolgreichen Geschäftsentwicklung in Form von Prämien sowie für etwaige Boni (416 TEUR, VJ 370 TEUR) sowie für Lizenzen (175 TEUR, VJ 60 TEUR) gebildet. 2.5 Finanzlage Kapitalstruktur Grundsätzlich erfolgten Investitionen im Wesentlichen aus Fremdkapital. Die Verbindlichkeiten gegenüber Fremdkapitalgebern stiegen um 2.786 TEUR an und sind im Wesentlichen durch die Aufnahme von Bankdarlehen geprägt. Der wesentliche Teil davon ist ein Ratentilgungsdarlehen über 2.000 TEUR mit einer Laufzeit bis 2025 und einem festen Zinssatz. Weiterhin ein Darlehen zur Finanzierung des Anlagevermögens über 390 TEUR mit einer Laufzeit bis 2025. Zusätzlich dazu gibt es Mietkäufe im Umfang von 454 TEUR mit Laufzeiten bis 2025. Zum Jahresende betrug die Fremdkapitalquote 33% (VJ 28%). Investitionsanalyse Im abgeschlossenen Geschäftsjahr wurde signifikant sowohl in die Entwicklung des Unternehmens als auch in dessen eigene Produktpipeline investiert. Die Investitionen konzentrierten sich einerseits auf den Bereich Forschung & Entwicklung, andererseits auf die Ausweitung von Produktionskapazitäten. So wurde das Sachanlagevermögen um 63% erhöht. Zusätzlich resultiert der Anstieg aus Nachlaufkosten / Verschiebungen von Investitionen aus dem Vorjahr. Weitere Investitionen erfolgten im Bereich Digitalisierung und Modernisierung der Unternehmensprozesse. Weiterhin war das letzte Geschäftsjahr von Investitionen in die eigene Produktpipeline geprägt. So wurde die Entwicklung eines funktionalen Zuckers für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie durch Arbeiten zur Skalierung weiter in Richtung Marktreife geführt. Neben der stetigen Weiterentwicklung eines Präbiotikums für den Bereich Food und eines aktiven kosmetischen Zusatzstoffes konnte die Produkt-Pipeline um einen enzymatischen Prozesshilfsstoff vor allem für den Einsatz im Bereich Food und Feed erfolgreich ergänzt werden. Liquiditätsanalyse
Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens war innerhalb des gesamten Geschäftsjahres sichergestellt. Die Gesamtentwicklung im Geschäftsjahr 2020 war aus Sicht des Ergebnisses sehr positiv und verlief über Plan. 3. Risikoberichterstattung Die andauernde Corona-Pandemie und die damit zusammenhängenden Auswirkungen auf die Weltwirtschaft lassen nur unzureichend zuverlässige Prognosen für die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu. Das Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel) rechnet in einer am 16.12.2020 veröffentlichten Prognose mit einer geringen Zuwachsrate des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2021 von 3,1%, nach einem Rückgang im Jahr 2020 von 5,2%. "Sofern die Pandemie ab Frühjahr nachhaltig zurückgedrängt werden kann, wird sich im Verlauf des kommenden Jahres eine kräftige Erholung einstellen und sich in einem deutlichen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 4,5% im Jahr 2022 widerspiegeln", so die Autoren der Kieler Konjunkturberichte Welt . Die Beurteilung der folgenden Risiken erfolgt unter der Berücksichtigung von entsprechenden Risikobegrenzungsmaßnahmen 3.1 Marktrisiken: Das Geschäftsmodell der c-LEcta basiert auf einer engen Zusammenarbeit mit Kunden und der vorwärtsintegrierten Industrie. Diese sind oftmals nicht leicht zu substituieren. Aus diesem Grund unterliegt c-LEcta häufig ähnlichen Marktrisiken, wie sie ihre Abnehmerindustrie vorfindet. Der Fokus der c-LEcta liegt auf den Zielmärkten "Food und Pharma". Aufgrund der Umsatzstruktur im abgelaufenen Geschäftsjahr kam es nach einer gewissen Ausgewogenheit in 2019 zu einer Verschiebung hin zur Pharmaindustrie in 2020. Mittelfristig wird jedoch von einer zunehmenden Ausgewogenheit der Zielmärkte ausgegangen, welche sich auch in der Umsatzstruktur widerspiegeln wird. Auch die Struktur der Kunden entwickelt sich durch eine steigende Diversifizierung aus Risikogesichtspunkten positiv. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass es im Rahmen einer Eintrübung der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung oder durch eine Reduktion des Wirtschaftswachstums, zu Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der c-LEcta kommen kann. In diesem Falle wird das Projektgeschäft in Kooperation mit der Industrie als erster Zweig betroffen sein, da hier meist zuerst Einsparungen im Bereich externer Kosten vorgenommen werden. Aufgrund der Corona-Pandemie ist dieses Risiko als nicht unwesentlich einzuschätzen. Im Bereich des Produktvertriebes für den Bereich "Pharma" ergeben sich aber auch Chancen durch eine erfolgreiche Marktdurchdringung mit Produkten, die noch am Beginn ihres Lebenszyklus stehen. Der derzeitige starke Fokus der Pharmaindustrie auf die Corona-Bekämpfung birgt aber das Risiko, dass andere Forschungsfelder und Therapien nicht genügend Ressourcen erhalten. In der Folge ist mit Verschiebungen von Projekten zu rechnen. Das Marktrisiko wird dennoch als mittel eingestuft. 3.2 Branchenrisiken Ein spezielles Branchenrisiko wird in den Kernsegmenten "Food" und "Pharma" nicht gesehen, da beide als nicht überdurchschnittlich konjunkturanfällig einzuschätzen sind. Dennoch ist davon auszugehen, dass die Marktrisiken im negativen Fall (v.a. hier auch Auswirkungen durch die Corona Krise) eine signifikante Auswirkung auf den Umsatz und folglich das EBITDA haben. Die Auswirkungen der Corona-Krise und ihr Einfluss auf die gesamtwirtschaftliche Situation können derzeit in ihren direkten Auswirkungen auf c-LEcta nicht abschließend beurteilt werden. Beschaffungsrisiken: Aufgrund der steigenden Nachfrage nach den Produkten in der pharmazeutischen Industrie und den durch die Corona-Pandemie verursachten Risiken in den Lieferketten sind Engpässe bei der Produktion grundsätzlich nicht auszuschließen und aufgrund der instabilen Gesamt-Situation teilweise sehr schwer zur prognostizieren. Die Risiken der Branche werden als mittel eingeschätzt. Ein erhöhter Sicherheitsbestand am Lager trägt dem Risiko etwaiger Lieferengpässe Rechnung. 3.3 Regulatorische Risiken c-LEcta bewegt sich mit ihren Produkten überwiegend auf regulierten Märkten. Dadurch entstehen Abhängigkeiten durch die eigenen Produktzulassungsverfahren und die unserer Kunden. Insbesondere im "Food"-Bereich unterliegen die Regularien dabei derzeit einer ständigen Veränderung. Biotechnologisch hergestellte Produkte stehen dabei besonders im Fokus. Das kann zu Verzögerungen führen. Im schlechtesten Fall werden Zulassungen nicht erteilt. Die regulatorischen Risiken werden als mittel bewertet. 3.4 Personalrisiken Der Fachkräftemangel, besonders in naturwissenschaftlich geprägten Berufsgruppen, könnte für das geplante Personalwachstum ein Risiko darstellen. Dieses Risiko ist allerdings aufgrund der aktuellen regionalen Entwicklung in Kombination mit den lokalen Alleinstellungmerkmalen der c-LEcta als Arbeitgeber nicht überrepräsentiert. Um der aktuellen Corona Situation Rechnung zu tragen, wurde ein Hygienekonzept für das Unternehmen entwickelt. Eine räumliche als auch zeitliche Trennung der Kontakte innerhalb des Unternehmens soll das Risiko deutlich reduzieren. Das Personalrisiko wird folglich als gering eingeschätzt. 3.5 Finanzierungsrisiko Je nach aktueller Entwicklung des operativen Geschäftes, aus dessen Umsätzen der Ausbau des Produktportfolios geplant ist, kann es zu einem zusätzlichen Kapitalbedarf kommen. Vor dem Hintergrund der relativen Kapitaldienstfähigkeit müssen neben einer klassischen Fremdkapitalfinanzierung auch potenzielle weitere Instrumente in Betracht gezogen werden. So konnte die Finanzierung der Gesellschaft durch Bankkredite sichergestellt werden. Etwaige Unsicherheiten bzgl. eines Kundenausfalls werden durch enges Monitoring entgegnet. Zusätzlich wurde mit dem weiteren Anstieg des Produktgeschäftes eine Warenkreditversicherung abgeschlossen. Das Finanzierungsrisiko wird folglich als mittel eingeschätzt. 3.6 Interne Risiken aus dem Bereich Forschung und Entwicklung Forschungsaktivitäten beinhalten immer das Risiko, dass Forschungsergebnisse nicht immer zufriedenstellend sind und dass Entwicklungen scheitern können. Die Ergebnisse der Forschung zielen immer auf das Generieren einer guten Patentposition ab. Es kann allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass dies auch durch Konkurrenten erfolgt und somit Märkte und/oder Applikationen verschlossen bleiben oder werden. Das Forschungs- und Entwicklungsrisiko wird als mittel eingeschätzt. 4. Prognosebericht und Chancen Das Marktforschungsinstitut "Grand View Research" prognostiziert in seiner Marktanalyse von März 2021 für den Biotechnologie-Markt eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von15,83% für die Jahre 2021-2028. Entsprechend positiv bewertet auch c-LEcta ihre eigene Geschäftsprognose für die nächsten Jahre. Der globale Trend hin zu funktionellen und gesünderen Lebensmitteln spielt bei dieser Betrachtung eine große Rolle. c-LEcta geht davon aus, dass das weitere Wachstum sowohl auf Basis des derzeitigen Produktportfolios als auch der zukünftigen Produkte aus der eigenen Pipeline resultieren wird. So sind in den folgenden Geschäftsjahren die Markteinführung weiterer Produkte geplant. Wesentliche Umsatzeinflüsse hieraus sind jedoch erst in den darauffolgenden Jahren prognostiziert, so dass das Wachstum im laufenden Geschäftsjahr im Wesentlichen aus der Skalierung des derzeitigen Produktportfolios resultieren wird. Das Geschäft mit Industriekooperationen wird stabil aber auf niedrigem Niveau erwartet. Trotz einer gut gefüllten Pipeline an potentiellen Industrie-Kooperationsprojekten, wird mit einem vorsichtigen Agieren der Industriepartner aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Risiken gerechnet. Weiterhin allokiert c-LEcta nur einen Teil ihrer Ressourcen auf industrielle Kooperationen, da ein wesentlicher Teil der Entwicklungsressourcen zum Ausbau der eigenen Produktpipeline eingesetzt wird. Grundsätzlich zeichnet sich bereits jetzt ab, dass die Umsätze aus dem Produktbereich der wesentliche Faktor des Unternehmenswachstums sind. Diese Entwicklung wird sich im folgenden Jahr weiter fortsetzen. Für das Geschäftsjahr 2021 wird ein weiterer Umsatzanstieg prognostiziert, welcher im Wesentlichen durch den Anstieg des Produktgeschäftes getragen werden soll. Insgesamt blickt das Unternehmen trotz der aktuellen Corona-Situation und damit verbundenen gesamtwirtschaftlichen Risiken positiv in die Zukunft und rechnet auch im aktuellen Geschäftsjahr mit einer starken Wachstumsdynamik im Umsatz als auch dem EBITDA. UNTERZEICHNUNG
Leipzig, 30.04.2021 Dr. Marc Struhalla, Geschäftsführer Thomas Pfaadt, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der c-LEcta GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Gesellschaftsvertrags zu beachten. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von den größenabhängigen Erleichterungen nach § 267 i.V.m. §§ 276, 288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht. Darüber hinaus wurden Offenlegungserleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht Firmenname laut Registergericht: c-LEcta GmbH Firmensitz laut Registergericht: Leipzig Registereintrag: Handelsregister Registergericht: Leipzig Register-Nr.: 20561 Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die c-Lecta nimmt das Wahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB zur Aktivierung selbst erstellter immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevremögens in Anspruch. Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten angesetzt. Die potenziellen Produktkandidaten wurden zu Herstellungskosten gemäß 3 255 Abs. 2 Sätze 1 und 2 und Abs. 2a HGB bewertet. Einbeziehungswahlrechte wie z.B. die Berücksichtigung von Verwaltungsgemeinkosten wurden nicht ausgeübt. Zu den Entwicklungskosten zählen Kosten, die im Zusammenhang mit der Entwicklung der Produktkandidaten im Geschäftsjahr 2020 angefallen sind. Die Nutzungsdauern betragen drei bis fünf Jahre, soweit die Nutzbarkeit schon gegeben war. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibung vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden in Anlehnung an die AfA-Tabellen der Finanzverwaltung nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. In die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse bzw. Leistungen wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch angemessene Gemeinkosten der Verwaltung und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu ihren Anschaffungskosten angesetzt und wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5% auf den nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestand vorgenommen. Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Die Posten des Eigenkapital wurden zum Nennwert angesetzt. Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. C-LEcta hat im Rahmen eines virtuellen Mitarbeiterprogramms berechtigten Mitarbeitern, bei einem vorab definierten EXIT Event, eine anteilige Vergütung gewährt. Da die Geschäftsführung den Eintritt eines dieser EXIT Events als unwahrscheinlich einschätzt, wird auf eine Bilanzierung verzichtet. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Passive latente Steuern werden bis zur Höhe der aktiven latenten Steuern verrechnet. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Aufgliederung und Entwicklung der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Forschungs- und Entwicklungskosten Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten betrug im Geschäftsjahr TEUR 2.751. Davon entfallen TEUR 1.289 auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Gemäß § 268 Abs. 8 HGB dürfen Gewinne nur ausgeschüttet werden, wenn nach der Ausschüttung verbleibende frei verfügbare Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrages und abzüglich eines Verlustvortrages mindestens den insgesamt aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 2.749 abzüglich ggf. hierfür gebildeter latenter Steuern in Höhe von TEUR 900 entsprechen. Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt TEUR 43 (Vorjahr: TEUR 43). Sonstige Vermögensgegenstände Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wurden u.a. größere Beträge für noch nicht vereinnahmte Fördermittel erfasst. Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind darüber hinaus die Umsatzsteuerforderung, die Mietkaution mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sowie sonstige Forderungen von untergeordneter Bedeutung erfasst. Rückstellungen Die Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalrückstellungen TEUR 738 (Vorjahr: TEUR 564) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen TEUR 264 (Vorjahr: TEUR 837). Verbindlichkeiten
Latente Steuern Latente Steuern werden nicht ausgewiesen, da die sich ergebende Steuerbe- und -entlastung verrechnet und der bestehende Aktivüberhang unter Ausnutzung des Wahlrechts des § 274 HGB bilanziell nicht angesetzt wird. Passive latente Steuern entstehen aus der Aktivierung der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen. Die latenten Steuern wurden mit einem Steuersatz von 31,925 % ermittelt. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanzielle Verpflichtungen betragen zum 31. Dezember 2020 TEUR 936. Sie bestehen im Wesentlichen aus Mietzahlungsverpflichtungen für die Räume im BioCube in Leipzig, mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2023. Eine Verlängerungsoption um weitere fünf Jahre wurde fest abgeschlossen. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor, dass der handelsrechtliche Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2020 (EUR 1.515.497,04) mit dem vorhandenen Verlustvortrag (EUR 7.714.904,60) verrechnet wird. UNTERZEICHNUNG
Leipzig, 30.April 2021 gez. Dr. Marc Struhalla, Geschäftsführer gez. Thomas Pfaadt, Geschäftsführer Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 10.06.2021 festgestellt. Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: "Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die c-LEcta GmbH, LeipzigPrüfungsurteil Wir haben den Jahresabschluss der c-LEcta GmbH, Leipzig - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der c-LEcta GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für das Prüfungsurteil Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, den 14. Mai 2021 KPMG
AG
Strom, Wirtschaftsprüfer Sachs, Wirtschaftsprüfer" |
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