hTRIUS GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Prüfmaschinen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
riese electronic gmbhHorb a.N.Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012der riese electronic gmbhVorbemerkungen Dieser Lagebericht folgt den wesentlichen Inhalten des Deutschen Rechnungslegungsstandards DRS 15 des Deutschen Standardisierungsrates (DSR) in der am 18. Februar 2010 durch das Bundesministerium der Justiz bekannt gemachten Form sowie dessen Empfehlung in TZ 5 der analogen Anwendung auf Lageberichte nach § 289 HBG soweit dies für die Beurteilung des Geschäftsverlaufs und der Lage der riese electronic gmbh sowie der künftigen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken von Bedeutung ist. Auf die Wiederholung von Angaben und Berechnungen aus dem Jahresabschluss 2012 wurde soweit als möglich verzichtet und vom Wahlrecht in DRS 15 Tz. 11 Gebrauch gemacht. Insofern sei an dieser Stelle auf die Angaben im Jahresabschluss 2012 verwiesen. Geschäft und Rahmenbedingungen Die riese electronic gmbh ist ein seit 1958 bestehendes mittelständisches Familienunternehmen mit Sitz in Horb am Neckar (Baden-Württemberg). Seit 1991 besteht ein Zweigwerk in Thüringen, das Ende 2008 in einen Neubau in Langenwolschendorf verlegt werden konnte. Das Unternehmen betätigt sich in zwei wesentlichen Geschäftsfeldern: EMS Electronic Manufacturing Service (kundenspezifische Entwicklung und Fertigung elektronischer Baugruppen einschl. Software) A+S Automation & Safety (Entwicklung und Herstellung von Eigenprodukten/ Relais, Vertrieb von Handelsware) Das Unternehmen wird in der Rechtsform einer deutschen Gesellschaft mit beschränkter Haftung geführt, das Stammkapital beträgt 670,5 T€. Alleiniger Geschäftsführer ist Herr Dipl.-Betriebswirt (BA) Oliver Riese. Unsere Kunden kommen überwiegend aus den Bereichen Automatisierungstechnik, Maschinen- und Apparatebau, Sensortechnik, der Medizin sowie der Automobilindustrie. Dies bestätigt unsere strategische Ausrichtung auf den EMS: unsere Kunden verlagern ihre elektronische Entwicklung und die Serienproduktion auf die riese electronic gmbh, weil sie auf diese Weise kostengünstiger produzieren können. Wir gewährleisten ihnen hohe Qualität in Entwicklung, Testphase und Produktion bei gleichzeitig höchst möglicher Flexibilität (weitere Informationen unter www.riese-electronic.de). Der zweitwichtigste Geschäftsbereich heißt AUTOMATION & SICHERHEIT. Dieser beinhaltet Eigenprodukte wie Sicherheitsrelais sowie Handelsprodukte wie Befehls- und Meldegeräte (siehe auch www.automation-sicherheit.de). Produktionskapazitäten In 2012 gab es keine Kapazitätsengpässe. Die Produktionskapazitäten reichen zur termingerechten Abarbeitung des Auftragsbestandes aus. Es besteht eine Produktionspartnerschaft in Ungarn (mit Beteiligung). Der Auftragsbestand liegt aktuell bei 3,804 Mio. € in KW 37/2013. Wettbewerb Wesentlicher Wettbewerbsfaktor ist unverändert das - als Reaktion auf den starken Wettbewerb aus Fernost sowie den permanenten Preisdruck aus den osteuropäischen Ländern - im Unternehmen entwickelte und auf allen Hierarchieebenen konsequent umgesetzte Qualitätsbewusstsein. Die organisatorische Implementierung und Sicherstellung der kontinuierlichen Weiterentwicklung erfolgte durch die bereits vor Jahren und seither mehrfach wiederholte Zertifizierung nach ISO 9001, die seit Dezember 2008 schrittweise durch DIN EN ISO 13485 (Medizinsektor) und TS 16949 (Automobilsektor) ergänzt wurde. Unveränderter Schwerpunkt unserer Arbeit ist die weitere Optimierung von Produktionsprozessen. Das mittlerweile eingeführte "Toyota-Produktionssystem" hat die Durchlaufzeiten innerhalb der einzelnen Produktionsstufen nicht unerheblich verkürzt und wird die nötige Lagerhaltung entsprechend weiter reduzieren. Wegen Konjunktureintrübungen sind im vergangenen Jahr 2012 Kunden bzw. Rahmenverträge verloren gegangen. Eine Abhängigkeit von nur einer Branche ist durch unsere große Produktpalette nicht gegeben. Das in 2012 abgeschlossene Entwicklungsprojekt Sicherheitsrelais SAFE Eco - das erste Sicherheitsrelais der Welt, das nach EuP/ErP entwickelt und gefertigt (u. a. Vorteil durch Energieeffizienz) wurde - befindet sich derzeit in der Markteinführungsphase. Allgemeine konjunkturelle Situation / Branchenumfeld Nach veröffentlichten Informationen des Fachverbandes ZVEI sank der Umsatz der Elektrobranche als zweitgrößter Industrie-Branche Deutschlands im vergangenen Jahr 2012 auf insgesamt 172,8 Mrd. (178,4 Mrd.) Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 5,6 Mrd. € oder - 3,2 % im Vorjahresvergleich. Die allgemeine Konjunktur- und Branchenentwicklung wird vom Fachverband ZVEI in seinem Jahresbericht 2012/2013 (Quelle: ZVEI Jahresbericht 2012/2013 "Forschen Fördern Leben", Frankfurt a.M. im März 2013, veröffentlicht im Internet unter http:// zvei.de) ausführlich beschrieben, statistisch aufbereitet und mit Grafiken dargestellt. Auf eine gesonderte Darstellung soll an dieser Stelle verzichtet werden. Dieser Einschätzung des wirtschaftlichen Umfeldes schließt sich die Geschäftsleitung der riese electronic gmbh in ihrer Gesamtaussage an. Die allgemeine Konjunktur des Jahres 2012 beeinflusste auch das Ergebnis der riese electronic gmbh maßgeblich. Sinkende Umsätze bei gleichzeitiger Entspannung am Beschaffungsmarkt waren die bestimmenden Faktoren des Berichtsjahres. Der schnelle Umsatzrückgang im 2. Halbjahr 2012 konnte durch die eingeleiteten Maßnahmen abgefangen aber nicht komplett aufgefangen werden. Grundlegende Maßnahmen, wie z.B. die Lagerreorganisation wurden angegangen, was zu einem großen Lagerabbau von mehr als einer Mio. Euro, allerdings teilweise unter Einstandskosten, führte. Diese organisatorische Maßnahme wird in 2013 ihren Abschluss finden. Personelle Umstrukturierungen Im Rahmen des Unternehmensumbaus wurden Führungskräfte z.B. im Einkauf und der EDV, ausgetauscht. Außerdem kommt im 4. Quartal 2013 ein zweiter Geschäftsführer ins Unternehmen mit einem Schwerpunkt im Bereich Vertrieb. Forschung und Entwicklung Im Berichtsjahr wurde u.a. die Entwicklung des SAFE eco (erstes Sicherheitsrelais der Welt, das nach EuP/ErP entwickelt wurde) sowie das BEUS Messgerät (erstes Messgerät der Welt für den Erstarrungszeitpunkt für Beton) in der Industrieversion abgeschlossen. Die Fachabteilung "Entwicklung" ist nur teilweise ausgelastet. Es liegen kundenspezifische Entwicklungsprojekte an bzw. viele Anfragen hierzu vor. Des Weiteren werden strategisch wichtige Eigenproduktentwicklungen angegangen (z.B. BEUS Laborversion). Ertragslage Wie oben bereits ausgeführt, lag der durchschnittliche Umsatzrückgang der Branche in 2012 bei - 3,2%. Besonders schmerzhaft war, dass sich auch große Kunden aus dem Bereich elektrische Antriebe unter diesen Kunden befanden. Diese Teilbranche sank sogar um -7,7%. Die Umsatzentwicklung der einzelnen Fachbereiche der Elektroindustrie hat sich dabei im Jahr 2012 generell sehr unterschiedlich dargestellt. Die Fachzweige konnten zum Teil steigende und sinkende Umsatzentwicklungen verbuchen. Demgegenüber hat sich der Umsatz bei der riese electronic gmbh mit ca. - 20% unterdurchschnittlich entwickelt. Die oben beschriebenen Lagerbereinigungen, Personalkosten und Prozesskosten belasten insgesamt das Ergebnis 2012. Durch konsequente Prozessoptimierungen im Einkauf und der Lagerhaltung konnte das relative Rohergebnis im Vorjahresvergleich um ca. 7,88% Punkte gesteigert werden. Die Personalkosten konnten nicht so zügig, wie der Umsatzrückgang eintrat, analog angepasst werden. Die eingeleiteten Maßnahmen konnten nicht kostenneutral umgesetzt werden, wurden aber im Sommer 2013 abgeschlossen. Weitere Prozessrisiken sind hier nicht zu erwarten. Im Ergebnis musste trotz aller realisierten Einsparungen ein Jahresfehlbetrag i.H.v. -83,1 T€ (Vorjahr: + 100,3 T€) hingenommen werden. Die Ertragslage ist aus Sicht der Geschäftsleitung als nicht befriedigend zu bezeichnen. Nach Einschätzung der Geschäftsleitung wird das Jahr 2013 für die riese electronic gmbh ein Jahr der grundlegenden Konsolidierung. Wir planen für 2013 einen Gesamtumsatz, der um ca. 30 % unter dem des Vorjahres liegen wird. Die ersten sechs Monate des Jahres 2013 haben diese Prognose bestätigt. Finanzlage Die Finanzierungsstrukturen haben sich gegenüber dem Vorjahr verändert. Wesentliche Risiken aus Fremdwährungsgeschäften bestehen nicht. Fällige Tilgungen auf das Fremdkapital wurden termingerecht bei Fälligkeit beglichen. Während des ganzen Jahres standen freie Kreditlinien zur Verfügung. Die Gesamtverbindlichkeiten sanken um ca. 14,34% von ca. 3.815,2 T€ auf 3.084,3 T€ im Berichtsjahr. Dies entspricht einer Reduzierung um 730,9 T€. Die Inanspruchnahme freier Kreditlinien wuchs in 2013 an. Im vergangenen Jahr 2012 waren keine Forderungsverluste zu verzeichnen. Nach der aktuellen Liquiditätsplanung werden wir unter Beibehaltung der jetzigen Finanzierungsstrukturen auch in den Jahren 2013/2014 unseren vereinbarten Kapitaldienst regelmäßig und fristgerecht erfüllen können. Vermögenslage Die Eigenkapitalquote (ohne beteiligungsnahes Eigenkapital) der riese electronic gmbh zum 31.12.2012 beträgt 25,9% (Vorjahr: 22,9%). Die Ziele der Bilanzplanung 2012 wurden durch die realisierte Lagerbereinigung, personelle Maßnahmen sowie dem plötzlichen Umsatzrückgang, die in dieser Höhe nicht geplant waren, nicht erreicht. Die riese electronic gmbh ist Komplementärin der Dr. Reinhold Riese & Sohn GmbH & Co. KG, welche durch die Stellung von Sicherheiten in den Haftungsverbund einbezogen wird. Die Vermögenslage der riese electronic gmbh ist deshalb aus unserer Sicht insgesamt als positiv einzustufen. Risikobericht Die Risiken der künftigen Entwicklung der riese electronic gmbh wurden in den wesentlichen Teilen bereits in den vorangegangenen Abschnitten erläutert. Weitere berichtspflichtige Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres 2012 bis heute sind uns nicht bekannt, insbesondere sind uns keinerlei Risiken aus der Beseitigung von Altlasten oder sonstige umweltrelevanten Risiken bekannt. Der Umsatzanteil mit unserem Hauptkunden ist um ca. 9,55 %-Punkte gesunken, so dass nun keine risikobehaftete Größenordnung mehr vorliegt. Prognosebericht Bezüglich der konjunkturellen und branchenbezogenen Rahmendaten schließen wir uns grundsätzlich den prognostischen Einschätzungen unseres Fachverbandes ZVEI an. So wurde z.B. für den Zeitraum Januar-April 2013 von einem weiteren Rückgang von -3,8% ausgegangen. Für unser Unternehmen gehen wir für das laufende Jahr 2013 von einer konjunktur- und umstrukturierungsbedingten Umsatzkonsolidierung in Höhe von rund -30% aus. Deshalb lässt der Geschäftsverlauf 2013 kein positives Ergebnis erwarten. Für das Geschäftsjahr 2014 rechnen wir mit einem positiven Jahresergebnis. Verstärkte Outsourcingaktivitäten unserer Kunden sowie eine weitere Erholung der gesamtwirtschaftlichen Situation werden die Umsätze ab 2014 voraussichtlich wieder steigen lassen. Generell soll der größte Geschäftsbereich von Fa. riese, der EMS Bereich lt. einer Studie von IHS iSuppli bis Ende 2014 jährlich um 8,5% wachsen. Im zweitgrößten Geschäftsbereich, den Sicherheitsrelais, wächst lt. einer Studie von Forst & Sullivan der europäische Markt für Maschinensicherheitssysteme bis 2017 um jährlich +19%. Auf diese Branchentrends will sich das Unternehmen ausrichten. Hier werden auch die neuen Führungskräfte sowie die neuen Produkte, z.B. BEUS (mit eigener Webseite s. www.beus-controls.de) aktiven Einfluss nehmen. Mit diesen und anderen Maßnahmen ist für 2014 ein Wachstum von +12 % geplant mit positivem Ertrag. Sonstige Informationen Das Jahr 2013 wird im Zeichen der Konsolidierung und weiteren Prozessoptimierungen stehen. Sämtliche Unternehmensprozesse werden kontinuierlichen Verschlankungsprozessen unterzogen werden.
Horb a.N., den 27. September 2013 Dipl.-Bw. (BA) Oliver Riese, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersIch habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der riese electronic gmbh für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzung der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet. Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Loßburg, den 28. September 2013 Dipl.-Kfm. Martin Bäppler, Wirtschaftsprüfer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2012Allgemeine Angaben Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den §§ 242 ff. und den §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) und den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie den einschlägigen Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft nimmt die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Angabenerleichterungen der §§ 274a, 276 und 288 HGB in Anspruch. Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden mit den angefallenen Entwicklungskosten angesetzt und planmäßig abgeschrieben. Die zu Anschaffungskosten aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände werden linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen, angesetzt.Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben. Die Anschaffungskosten der Zugänge an beweglichen geringwertigen Anlagegegenständen mit Anschaffungskosten im Einzelnen von mehr als 150,- € bis 1.000,- € werden in den Sammelposten nach § 6 Abs. 2a EStG einbezogen und im Jahr des Zugangs und den folgenden vier Jahren linear aufgelöst. Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten einschließlich aktivierungspflichtigerAnschaffungsnebenkosten bewertet. Beträge in Fremdwährungen sind zum historischen Umrechnungskurs oder dem niedrigeren Stichtagskurs bewertet. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Es werden altersbezogene Bewertungsabschläge gebildet. Bauteile, deren Anschaffung vor einem Jahr erfolgte und sich noch an Lager befinden, wurden um 10% abgewertet. Lagerrestbestände aus Anschaffungen vor 2 und 3 Jahren wurden aufgrund gesunkener Wiederbeschaffungskosten um 20% bzw. 30% abgewertet. Bei Restbeständen aus Einkäufen vor 4 und mehr Jahren liegt die Höhe der Abwertung bei 40%. Erfolgten im laufenden Kalenderjahr für Bauteile keine Lagerbewegungen mehr, waren diese nicht mehr marktgängig und wurden daher um 75% abgewertet. Die einzeln zuzurechnenden Anschaffungsnebenkosten wurden mit 6% angesetzt. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu durchschnittlichen Herstellungskosten angesetzt. Diese umfassen neben dem Fertigungsmaterial, den Fertigungslöhnen und den Abschreibungen auch die steuerlich aktivierungspflichtigen Material- und Fertigungsgemeinkosten. Die Fertigungsgemeinkosten betragen je nach Produktgruppe zwischen 14,5% und 16,0%. Unfertige Erzeugnisse wurden ihrem Fertigstellungsgrad entsprechend bewertet. Die Bestimmung des Fertigstellungsgrades erfolgte im Berichtsjahr erstmals in 5% Schritten (bisher: 10% Schritten). Soweit erforderlich, werden Abschreibungen auf den niedrigeren Marktpreis oder beizulegenden Wert vorgenommen. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung von Fremdkapitalzinsen nach § 255 Abs. 3 HGB als Herstellungskosten wird kein Gebrauch gemacht. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen, dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen worden. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden abgezinst. Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt. Bei Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert. Die Umrechnung der Geschäftsvorfälle in fremder Währung erfolgt mit dem Kurs am Entstehungstag bzw. bei Fremdwährungsforderungen mit dem am Bilanzstichtag höheren Stichtagskurs (Briefkurs) mit der Folge eines niedrigeren und bei Fremdwährungsverbindlichkeiten mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren Stichtagskurs (Geldkurs) mit der Folge eines höheren Stichtagswerts. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahrs im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Forschungs- und Entwicklungskosten Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres beläuft sich auf insgesamt 574,7 T€. Davon entfallen auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 212,2 T€. Hieraus ergeben sich ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von insgesamt 438.977,- €. Finanzanlagen Es bestehen keine Finanzinstrumente des Finanzanlagevermögens die über ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Umlaufvermögen Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:
Rechnungsabgrenzungsposten Unter diesem Bilanzposten wird ein Disagio von 4.811,00 € ausgewiesen. Zusätzlich wurden die Kosten eines Zinsbegrenzungsgeschäftes zeitanteilig in Höhe von 9.500,00 € abgegrenzt. Eigenkapital Mit notariellem Vertrag vom 06.12.2011 wurde das Stammkapital um 50.000,00 € auf 670.500,00 € erhöht. Der Betrag ist mit dem Nennwert angesetzt. Der Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von 100.322,83 € wurde durch Beschluss der Gesellschafterversammlung in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen, Prozesskosten, Abfindungen, Urlaubs- und Überstundenverpflichtungen, Abschluss- und Prüfungskosten, zu erwartende Nachzahlungen aus Prüfungen der Sozialversicherungsträger sowie Verpflichtungen für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen. Die Gewährleistungsrückstellung wurde auf Grund der tatsächlichen Inanspruchnahme der Vorjahre in angemessenem Umfang reduziert. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
Latente Steuern Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz von 28,425 %. Folgende Sachverhalte haben zur Entstehung von Steuerlatenzen geführt: Verlustvorträge zur Körperschaftsteuer von 540.278,- €. Differenzen aus abweichendem Bilanzansatz zwischen Handels- und Steuerbilanz betreffen die Bilanzpositionen
Auf den Ansatz des sich hieraus ergebenden aktiven Überhangs an Steuerlatenzen wurde verzichtet. Haftungsverhältnisse Die riese electronic gmbh ist Komplementärin der am 19.12.2001 gegründeten Dr. Reinhold Riese & Sohn GmbH & Co. KG. Die Gesellschaft wird beim Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRA 440275 geführt. Mit einer Inanspruchnahme aus diesem Haftungsverhältnis wird nicht gerechnet. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten und auch nicht nach den §§ 251, 285 Nr. 3 HGB anzugeben sind, beträgt 42.247,- €. Angaben zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Ergebnisverwendung Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag mit den bestehenden Gewinnrücklagen zu verrechnen. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind aperiodische Aufwendungen aus Nachzahlungen von Sozialversicherungsbeiträgen und Kurzarbeitergeld aufgrund von Betriebsprüfungen in Höhe von 8.090,- € enthalten. Außerordentliche Erträge und Aufwendungen Der Posten "außerordentliche Erträge" beinhaltet den Ertrag aus einem Forderungsverzicht gegen Besserungsschein durch Dipl.-Ing. Roland Riese und Jutta Riese auf Darlehen in Höhe von 151.920,74 €. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen aufgrund von Verlustvorträgen 0,- €. Es wurden bestehende Rückstellungen für passive latente Steuern auf Ansatz- und Bewertungsdifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz in Höhe von 17.729,- € aufgelöst. Sonstige Angaben Anzahl der Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt
Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahres lag die Führung der Geschäfte ausschließlich bei Herrn Dipl.-Bw. (BA) Oliver Riese. Hinsichtlich der Angabe zu den Gesamtbezügen des Geschäftsführers gemäß § 285 Nr. 9 Buchstabe a HGB wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Soweit dieser Anhang keine Angaben über sonstige, nach den §§ 264 ff, 284 ff HGB angabepflichtige Sachverhalte enthält, haben diese im Geschäftsjahr nicht vorgelegen.
Horb a.N., den 27. September 2013 Dipl.-Bw. (BA) Oliver Riese, Geschäftsführer Anlagenentwicklung vom 01. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012
Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 27.9.2013. |
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