Stammdaten

Register
Amtsgericht Kassel HRB 14501
Eingetragen
13.3.2008
Branche
Großhandel mit FlachglasHerstellung von Flaschen und anderen Behältnissen aus GlasGlasergewerbe
Gegenstand
Die Produktion von Isolierglas und Isolierglas-Solarkollektoren, der Glasbau sowie Handel mit Glasprodukten aller Art einschließlich Zubehör.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ralf Mensing
seit 14.11.2025
Prokura
Bernhard Pavlic
seit 14.6.2024
Geschäftsführer
Mirco Franke
seit 15.3.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ENERGY Glas GmbH

Wolfhagen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

der ENERGY Glas GmbH, Wolfhagen

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Als Teil der Schollglas Unternehmensgruppe produziert die ENERGY Glas GmbH Isolierglas und in geringem Umfang Einscheibensicherheitsglas. Das Einscheibensicherheitsglas wird in der eigenen Isolierglasproduktion eingesetzt und an einige wenige Kunden geliefert.

Die Isoliergläser werden hauptsächlich für den Fenstermarkt produziert. In geringerem Umfang, aber dann mit höherwertigen Produkten, wird der Fassadenmarkt bedient.

2. Forschung und Entwicklung

Forschung wird in unserem Unternehmen nicht betrieben. Wir verfügen in der Unternehmensgruppe über eine Technik- und Entwicklungsabteilung, die sich laufend mit neuen Verfahrens- und Prozessabläufen beschäftigt. Entwicklungsaufträge können gestellt und der Geschäftsführung der Holding zur Freigabe vorgelegt werden.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2021 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 2,7 % höher als im Vorjahr. Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr erholen, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2021 noch um 2,0 % niedriger.

Im Vergleich zum vorangegangenen Krisenjahr 2020, in dem die Produktion im Zuge der Corona-Pandemie teilweise massiv eingeschränkt worden war, hat sich die Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 in fast allen Wirtschaftsbereichen erhöht. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg im Verarbeitenden Gewerbe deutlich um 4,4 % gegenüber dem Vorjahr an. Auch die meisten Dienstleistungsbereiche verzeichneten gegenüber 2020 merkliche Zuwächse. So nahm die Wirtschaftsleistung der Unternehmensdienstleister, zu denen Forschung und Entwicklung, Rechts- und Steuerberater, sowie Ingenieurbüros zählen, um 5,4 % zu. Im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe fiel das Wirtschaftswachstum aufgrund der anhaltenden pandemiebedingten Einschränkungen mit einem Plus von 3,0 % etwas verhaltener aus. Lediglich im Baugewerbe, in dem die Corona-Pandemie im Jahr 2020 keine sichtbaren Spuren hinterlassen hatte, ging die Wirtschaftsleistung 2021 gegenüber 2020 leicht um 0,4 % zurück.

Trotz der Zuwächse im Jahr 2021 hat die Wirtschaftsleistung in den meisten Wirtschaftsbereichen noch nicht wieder das Vorkrisenniveau erreicht.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2021 von 44,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren etwa genauso viele Erwerbstätige wie im Vorjahr.

Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Prozentpunkte auf 5,7 %. Damit waren im Jahr 2021 2,6 Millionen Personen arbeitslos - 100.000 weniger als im Vorjahr.

Im Jahr 2022 wird das BIP in Deutschland laut der Prognose des DIW um 3,0 % gegenüber dem Vorjahr steigen. Durch den Krieg in der Ukraine sind die Prognosen für die deutsche Wirtschaft jedoch schwierig.

1.2 Branchenentwicklung Flachglas

Nachdem die deutsche Flachglasindustrie bereits im Jahr 2020 den Umsatz um 2,8 % steigern konnte, hat sich dieser Trend im Jahr 2021 fortgesetzt. Nach Angaben des Bundesverband Flachglas wurde im Jahr 2021 ein Umsatz von 2.892 Mio. EUR erreicht, was gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von 6,5 % bedeutet. Auch beim Absatz waren in allen Bereichen Steigerungen zu verzeichnen.

1.3. Geschäftsfelder

Der Bereich Isolierglas hatte wie im Vorjahr auch im Jahr 2021 wieder einen Zuwachs zu verzeichnen. Der Absatz stieg im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr um 1,6 % und entwickelte sich damit etwas besser als der deutsche Fenstermarkt, der mit 15,3 Millionen Fenstereinheiten auf Vorjahresniveau verharrte.

Der Absatz beim Einscheibensicherheitsglas hat sich im Jahr 2021 wieder positiv entwickelt. Nachdem der Absatz im Jahr 2020 um 1,6 % zum Vorjahr gesunken war, stieg er im Jahr 2021 um 2,5 % auf 18,8 Millionen Quadratmeter.

Die ENERGY Glas GmbH hat sich unter Berücksichtigung von Sondereffekten im Jahr 2021 analog des Marktes entwickelt. So ging die Produktion von Isolierglas um 11,6% zurück. Dieser Rückgang ist aber ausschließlich auf ein 2020 abgewickelt Großprojekt zurückzuführen. Die Produktion von Einscheibensicherheitsglas wurde um mehr als 30,0 % gesteigert. Die Umsatz- und Absatzziele wurden damit erreicht und beim Einscheibensicherheitsglas übertroffen. Ebenso verhält es sich beim Ergebnis. Hier wurde das geplante Ergebnis ebenfalls erreicht.

2. Geschäftsverlauf und Lage

2.1. Ertragslage

Die Umsatzerlöse stiegen im Jahr 2021 auf TEUR 15.486 nach TEUR 14.856 im Jahr 2020.

Das Betriebsergebnis fiel im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 341 geringer aus und beläuft sich nunmehr auf TEUR 484. Dieser Rückgang ergibt sich im Wesentlichen aus einer geringeren Rohertragsquote. Der Rohertrag ging gegenüber dem Vorjahr um TEUR 406 zurück. Die Abschreibungen lagen mit TEUR 469 um TEUR 104 unter denen des Vorjahres. Der Personalaufwand ist im Jahr 2021 um 1,2 % gestiegen und betrug TEUR 3.393.

Das Finanzergebnis fiel mit TEUR -21 um TEUR 12 besser als im Vorjahr aus. Dies ist vor allem auf geringere Zinsaufwendungen zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen fallen im Berichtszeitraum 2021 mit TEUR 2.985 um TEUR 13 höher aus als im Vorjahr (TEUR 2.972).

Aus dem Betriebs- und Finanzergebnis ergibt sich somit unter Berücksichtigung der sonstigen und Ertragssteuern ein handelsrechtlicher Jahresüberschuss von TEUR 457. Damit liegt das Ergebnis um TEUR 326 unter dem des Jahres 2020.

2.2 Finanzlage

Das Finanzmanagement auf Unternehmensebene ist Aufgabe der Geschäftsführung. Kernthema des Finanzmanagements ist das Liquiditätsmanagement. Hier wird sichergestellt, dass unser Unternehmen jederzeit seine Zahlungsverpflichtungen erfüllen kann. Die Gesellschaft nimmt am Cashpool-Verfahren der Schollglas Unternehmensgruppe teil und wird darüber mit der notwendigen Liquidität ausgestattet.

Die Energy Glas GmbH war im vergangenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren fälligen Verpflichtungen nachzukommen.

Das Eigenkapital der Gesellschaft ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 457 gestiegen und beträgt zum Stichtag 31.12.2021 TEUR 1.164.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten im Berichtsjahr planmäßig und vollständig getilgt werden. Eine Anschlussfinanzierung durch Kreditinstitute ist nicht geplant.

Sämtliche Fremdmittel sind kurzfristiger Natur und setzen sich aus sonstigen Rückstellungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zusammen und betrugen im Berichtszeitraum TEUR 3.507 nach TEUR 3.806 im Jahr 2020.

2.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme wird im Jahr 2021 mit TEUR 4.671 ausgewiesen und ist damit im Vorjahresvergleich um TEUR 159 gestiegen. Der Buchwert des Anlagevermögens besteht aus immateriellen Vermögensgengenständen und Sachanlagen und wird in der Bilanz mit TEUR 2.372 ausgewiesen, dies ist gegenüber dem Jahr 2020 eine Abnahme um TEUR 95. Somit beträgt der Buchwert des Anlagevermögens 50,8 % (Vorjahr 54,7 %) der Bilanzsumme.

Das Umlaufvermögen (einschl. RAP) wird mit TEUR 2.299 ausgewiesen. Die Vorräte beliefen sich auf TEUR 1.236 nach TEUR 1.074 im Vorjahr. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen um TEUR 139 und werden zum Stichtag 31.12.2021 mit TEUR 731 - nach TEUR 592 im Vorjahr - ausgewiesen.

Die liquiden Mittel sanken um TEUR 48 und betrugen zum Jahresende TEUR 325.

3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Hauptaugenmerk auf der Umsatz- und Rohertragsentwicklung sowie dem EBITDA. Die Umsatzerlöse stiegen dabei um 4,2 % und liegen zum 31.12.2021 bei TEUR 15.486 (Vorjahr: TEUR 14.856). Der Rohertrag fiel im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 405 geringer aus und lag bei TEUR 7.151 (Vorjahr: TEUR 7.556). Das EBITDA fiel um TEUR 442 geringer aus. Zum 31.12.2021 wurde ein EBITDA von TEUR 948 (Vorjahr: TEUR 1.390) erzielt.

Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren wird seit dem Geschäftsjahr 2018 regelmäßig die Produktivität je eingesetzte Mitarbeiterstunde und die Leistung je Maschinenstunde betrachtet. Bei beiden Kennzahlen war leider keine Verbesserung festzustellen.

4. Gesamtaussage

Das Jahr 2021 hat sich bei Umsatz und Absatz wie erwartet entwickelt. Sowohl die Absatz- als auch die Umsatzzahlen wurden erreicht. Sowohl prozentual als auch absolut sank der Rohertrag. Während die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und der Personalaufwand leicht über dem Niveau des Vorjahres liegen, sind die Abschreibungen gesunken und haben sich positiv auf das Ergebnis ausgewirkt. Die Gesellschaft hat sich im abgelaufenen Wirtschaftsjahr aktiv dem Wettbewerb gestellt, hat aber die gestiegenen Einkaufspreise durch die Erhöhung der Verkaufspreise nicht vollständig kompensieren können. Während der Absatz beim Einscheibensicherheitsglas gesteigert werden konnte, war die Entwicklung beim Isolierglas rückläufig.

III. Prognosebericht

In Anbetracht der anhaltenden Corona Virus-Pandemie und den daraus resultierenden Auswirkungen auf die allgemeine Wirtschaft in Deutschland und des Krieges in der Ukraine ist eine ausreichend belastbare und gesicherte Einschätzung über den Verlauf der Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2022 nur eingeschränkt gegeben. Wir gehen derzeit davon aus, dass die Auswirkungen des Corona Virus weitestgehend überwunden sind, wie sich aber der Krieg in der Ukraine auf die deutsche Wirtschaft auswirken wird, ist schwer einzuschätzen. Wir gehen aber davon aus, dass unser Geschäftsmodel resilient genug gegenüber der aktuellen Situation ist, dass die Auswirkungen nicht wesentlicher Natur sind.

Sowohl Absatz als auch Umsatz werden höher als im Vorjahr erwartet. Belastend werden sich die steigenden Basisglaspreise als auch die steigenden Hilfsstoffpreise auswirken. Ebenso rechnen wir mit einem erheblichen Anstieg der Energie- und Personalkosten Der Rohertrag ist mit 7,8 Mio. EUR und das EBITDA mit 0,6 Mio. EUR geplant. Bei der Produktivität je MA-Stunde und Maschinenstunde erwarten wir keine signifikanten Verbesserungen.

Für die folgenden Jahre rechnen wir trotz des zunehmenden Wettbewerbsdrucks mit einem moderaten Wachstum. Die Zukunftseinschätzungen des Bau- und Ausbaugewerbes sind verhalten positiv. Der weiterhin erkennbare Trend hin zu höherwertigem Glas und mehr individuellen Lösungen sollte sich zudem positiv auf die Spannen auswirken. Die Gesellschaft hat für das Jahr 2022 Produktivitätssteigerungen und in einigen Bereichen Kostensenkungen geplant. Die Margen werden sich unter dem Niveau des letzten Jahres 2021 bewegen. Außerdem spielt der Werkstoff Glas ganz allgemein eine immer stärkere Rolle und gewinnt - auch aufgrund der in Folge des Klimawandels geänderten Anforderungen an Energieeinsparungen - zunehmend an Bedeutung.

Mit den auf dem neuesten Stand der Technik befindlichen Fertigungsanlagen ist die Gesellschaft produktionsseitig in der Lage, annähernd alle Kundenwünsche zu erfüllen und in der geforderten Quantität und Qualität zu liefern.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Der zunehmende Wettbewerb, nicht nur in unserem Kerngeschäft, sondern auch auf unsere Abnehmer, kann sich verstärkt auf die Verkaufspreise auswirken. Die Margen werden unter Druck bleiben und den Absatz, gerade einfacher Produkte, erschweren. Die weiter steigenden Basisglaspreise werden das Ergebnis maßgeblich beeinflussen. Die daraus resultierenden Umsatz- und Ergebnisrisiken sind in unsere Planung eingeflossen. Sollte sich darüber hinaus auch noch die Konjunktur eintrüben, könnten Umsatz- und Ergebnisrückgänge die Folge sein.

Ein weiteres Risiko stellt die immer anspruchsvollere Suche nach qualifiziertem Personal dar. Dies betrifft sowohl den gewerblichen als auch den kaufmännischen Bereich.

Weitere Risiken sehen wir durch steigende Kosten für Fertigungsmaterialien, Fracht- und Speditionsleistungen, Energiekosten sowie Personal, die nicht ausreichend weitergegeben werden und das Ergebnis negativ beeinflussen können.

Das Unternehmen verfügt über ein effizientes Forderungsmanagement. Nennenswerte Forderungsausfälle waren im Geschäftsjahr 2021 nicht zu verzeichnen. Für eventuelle Ausfallrisiken wurde entsprechend Vorsorge getroffen. Größere Restrisiken werden durch einen umfassenden Versicherungsschutz abgedeckt.

Ein Abschwung oder eine abnehmende Nachfrage im gewerblichen Bau durch gestiegene Fremdkapitalkosten stellt ein weiteres Risiko dar, wird jedoch als gering betrachtet.

2. Chancenbericht

Aufgrund unserer vielfältigen Geschäftstätigkeiten können wir Rückgänge in einzelnen Branchen mit Steigerungen in anderen Branchen bzw. Produktgruppen kompensieren. Die stark gestiegenen Basisglaspreise sollten bei den transformierten Produkten zu geringeren Margen führen. Mit den auf dem neuesten Stand der Technik befindlichen Produktionsmitteln wird effizient gefertigt und wir können uns dem Preisdruck stellen. Ob dem alle Wettbewerber so gewachsen sein werden, bleibt abzuwarten. Neben einer effizienten Produktion bieten wir unseren Kunden ein Höchstmaß an Qualität und Zuverlässigkeit. Mit diesen Werten hat unsere Gesellschaft langfristige Kundenbindungen aufbauen können und erwartet diese noch weiter zu festigen. Die baulichen Anforderungen und die archetektonische Tendenz zum Baustoff Glas mit individuellen Lösungen wird als Chance begriffen.

3. Gesamtaussage

Risikomanagement wird in der Schollglas Unternehmensgruppe als Managementaufgabe aufgefasst. Durch die permanente Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Risiken im Rahmen standardisierter Management-Systeme wird eine nachhaltige Geschäftsentwicklung gewährleistet. Mögliche Risiken werden sowohl auf der operativ-technischen als auch auf der operativ-wirtschaftlichen Ebene evaluiert. Das Risikomanagementsystem zielt darauf ab, wesentliche und auch bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und zu kontrollieren.

Sowohl das interne Kontrollsystem als auch das Risikomanagementsystem haben zum Ziel, die Ordnungsmäßigkeit und Wirksamkeit der operativ-technischen wie auch der Rechnungslegungsprozesse bis hin zur Finanzberichterstattung sicherzustellen. Risiken aus den laufenden Projekten werden durch die Verantwortlichen regelmäßig mit der Geschäftsführung diskutiert und bewertet.

Das Risikomanagement ist auch zentrales Thema im Rahmen der ISO9001-Zertifizierung. Die bestehenden Risiken wurden im Rahmen eines Managementreviews eruiert und bewertet.

Die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird u. a. durch ein standardisiertes Berichtswesen, eine etablierte Regelkommunikation, ein konsequentes Mahnwesen sowie eine verantwortungsvolle Investitions- und Finanzierungstätigkeit kontrolliert.

Um unternehmerische Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und konsequent zu handhaben, werden wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme eingesetzt. Eine Verrechnung von Chancen und Risiken erfolgt nicht, beide Systeme werden stets getrennt voneinander betrachtet.

Die Risikolage der Gesellschaft zeigt sich gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Wesentliche neue Geschäftsrisiken sind in unserer Planung berücksichtigt. Die Aufgaben von Planung, Controlling und Rechnungswesen sind weiterhin eng verzahnt. Im Rahmen unserer Ein- bis Dreijahresplanungen werden auf Basis von unterjährigen Abweichungsanalysen, Hochrechnungen, detaillierten Produkterfolgs- sowie Kostenrechnungen und Produktionsdaten sowie -parametern kontinuierlich Geschäftsverläufe berechnet und hieraus, falls erforderlich, die notwendigen Maßnahmen abgeleitet.

Von den verhalten positiven Erwartungen der Flachglasbranche werden wir, sofern sie denn eintreffen, profitieren können und unsere Stellung am Markt behaupten. Die Voraussetzungen dafür wurden in den letzten Jahren geschaffen. Gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter werden ein Übriges dazu beitragen.

Als dauerhaftes Kontrollinstrument wird bei allen Geschäftsvorgängen strikt das Vier-Augen-Prinzip angewandt. Diese Maßnahmen haben sich als erfolgreich bewährt.

4. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, sonstigen Vermögensgegenständen, Verbindlichkeiten, Guthaben bei Kreditinstituten, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstige Verbindlichkeiten.

Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten werden generell unter Ausnutzung von Skonto beglichen.

Geschäfte in Fremdwährungen werden nicht getätigt.

Ein wöchentlich aktualisierter Finanzplan, mit einem 52 Wochen Forecast, lässt uns evtl. Liquiditätsrisiken jederzeit frühzeitig erkennen.

Investitionen werden ausschließlich aus dem laufenden Cash getätigt oder die Mittel werden vom Gesellschafter zur Verfügung gestellt.

Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, oder den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Bedrohungen, sind nicht erkennbar. Existenzbedrohende Restrisiken werden durch einen umfassenden Versicherungsschutz abgedeckt.

 

Wolfhagen, den 23. September 2022

Ralf Ludewig, Kaufmann, Geschäftsführer

Hans Franke, Industriefachwirt, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2021

AKTIVSEITE

31.12.2021
EUR
Vorjahr
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 38.318,00 48.064,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.854,00 2.366,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.034.736,00 2.106.396,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 297.544,00 309.818,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 203,94
2.334.134,00 2.418.783,94
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 1.022,58
2.372.452,00 2.467.870,52
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.059.166,41 800.697,40
2. fertige Erzeugnisse 177.261,85 273.426,82
1.236.428,26 1.074.124,22
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 378.996,88 209.059,08
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 44.254,33 11.750,76
3. sonstige Vermögensgegenstände 307.576,20 370.650,09
730.827,41 591.459,93
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 325.108,85 372.979,24
2.292.364,52 2.038.563,39
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 6.440,02 6.221,13
4.671.256,54 4.512.655,04

PASSIVSEITE

31.12.2021
EUR
Vorjahr
EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.200,00 25.200,00
II. Kapitalrücklage 2.885.721,07 2.885.721,07
III. Bilanzverlust (1.747.365,38) (2.204.337,20)
1.163.555,69 706.583,87
B. RÜCKSTELLUNGEN
sonstige Rückstellungen 543.278,59 499.459,59
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 240.990,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 345.557,79 274.199,48
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.563.471,13 2.722.272,72
4. sonstige Verbindlichkeiten 55.393,34 69.149,38
- davon aus Steuern: EUR 23.500,54 (Vj.: EUR 23.227,68)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vj.: EUR 2.583,40)
2.964.422,26 3.306.611,58
4.671.256,54 4.512.655,04

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021
EUR
Vorjahr
EUR
1. Umsatzerlöse 15.485.508,28 14.855.547,40
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen Erzeugnissen (96.164,97) 35.887,75
3. Gesamtleistung 15.389.343,31 14.891.435,15
4. sonstige betriebliche Erträge 180.702,32 165.460,39
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (7.681.515,38) (6.752.400,06)
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen (556.887,03) (582.205,19)
(8.238.402,41) (7.334.605,25)
6. Rohergebnis 7.331.643,22 7.722.290,29
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (2.803.875,59) (2.790.745,73)
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (588.820,76) (560.275,41)
- davon für Altersversorgung: EUR 10.663,12 (Vj.: EUR 11.431,62)
(3.392.696,35) (3.351.021,14)
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (469.491,51) (573.596,58)
9. sonstige betriebliche Aufwendungen (2.985.082,27) (2.972.249,82)
10. Betriebsergebnis 484.373,09 825.422,75
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.236,66 7.098,86
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (28.495,75) (40.048,04)
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 27.419,16 (Vj.: EUR 38.730,04)
13. Finanzergebnis (21.259,09) (32.949,18)
14. Ergebnis nach Steuern 463.114,00 792.473,57
15. sonstige Steuern (6.142,18) (9.726,06)
16. Jahresüberschuss 456.971,82 782.747,51
17. Verlustvortrag aus dem Vorjahr (2.204.337,20) (2.987.084,71)
18. Bilanzverlust (1.747.365,38) (2.204.337,20)

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: ENERGY Glas GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Wolfhagen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Kassel
Register-Nr.: HRB 14501

Der vorliegende Jahresabschluss erfolgte nach den Vorschriften des HGB in der aktuell anwendbaren Fassung und den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG).

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

Die Gesellschaft nimmt die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Erleichterungen des § 288 HGB in Anspruch.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Es werden grundsätzlich folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3 Jahre
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 9 und 19 Jahre
technische Anlagen und Maschinen 3 bis 21 Jahre
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 15 Jahre

Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, mit Anschaffungskosten über EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 werden in einen Sammelposten eingestellt und über 5 Jahre abgeschrieben.

Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Abgänge werden zu den auf den Zeitpunkt des Ausscheidens aus dem Anlagevermögen ermittelten Restbuchwerten ausgebucht.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Zinsen für Fremdkapital wurden weder in die Herstellungskosten des Anlagevermögens noch in die Herstellungskosten der Vorräte einbezogen.

Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwertes angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wurde durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigung Rechnung getragen.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Angabe zu Forderungen

Alle Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 209.812,96 haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Vorjahr: EUR 250.200,67).

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten "sonstige Rückstellungen" sind im Wesentlichen nachfolgende Rückstellungsarten enthalten.

TEUR
Gewährleistungen 185
Personalrückstellungen 293

Angaben zu Verbindlichkeiten

Gesamtbetrag RLZ < 1 Jahr RLZ zwischen 1 und 5 Jahren RLZ > 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr:) (240.990,00) (240.990,00) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 345.557,79 345.557,79 0,00 0,00
(Vorjahr:) (274.199,48) (274.199,42) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.563.471,13 2.563.471,13 0,00 0,00
(Vorjahr:) (2.722.272,72) (2.722.272,72) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 55.393,34 55.393,34 0,00 0,00
(Vorjahr:) (69.149,38) (69.149,38) (0,00) (0,00)
Summe: 2.964.422,26 2.964.422,26 0,00 0,00
(Vorjahr:) 3.306.611,58 3.306.611,58 0,00 0,00

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte besichert.

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf EUR 2.534.455,03 (Vorjahr: EUR 2.454.645,93) und ist in dem Posten "Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen" ausgewiesen. Außerdem sind in dem Posten die Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten in Höhe von EUR 29.016,10 (Vorjahr: EUR 267.626,79) enthalten.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 466 p.a. folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

- aus Mietverträgen von Immobilien TEUR 335 p.a. Laufzeit: 12 Monate bei fristgerechter Kündigung. Andernfalls automatische Verlängerung der Laufzeit.
- aus Leasingverträgen TEUR 131 p.a. Laufzeit: 36 -72 Monate

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

2021 2020
kaufmännische Angestellte 17 16
gewerbliche Angestellte 69 74
Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer 86 90

Namen der Geschäftsführer

Der Geschäftsführung gehörten im Berichtsjahr an:

 

Ralf Ludewig, Kaufmann, Geschäftsführer, Hannover

 

Hans Franke, Industriefachwirt, Geschäftsführer, Naumburg

Vergütungen der Geschäftsführer

Die Angabe der gezahlten Vergütung an die Geschäftsführung kann gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterbleiben.

Konzernzugehörigkeit

Die ENERGY Glas GmbH, Wolfhagen, wird in den Konzernabschluss der Schollglas Invest-GmbH, Barsinghausen, einbezogen.

Die Schollglas Invest-GmbH, Barsinghausen, stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konzernkreis auf. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht werden.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Am 24.02.2022 sind russische Streitkräfte in die Ukraine einmarschiert. Sowohl national als auch international führt der Einmarsch zu einer Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Lage. Die Geschäftsführung sieht hierin ein wertbegründendes Ereignis. Aufgrund der anhaltenden kriegerischen Aktivitäten geht die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2022 von dauerhaft erhöhten Einkaufspreisen für Energie und Rohstoffe aus. Diese münden in einem allgemeinen Inflationsdruck.

Darüber hinaus sind keine weiteren Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss beträgt EUR 456.971,82.

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, diesen Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Wolfhagen, 23. September 2022

ENERGY Glas GmbH

Ralf Ludewig

Hans Franke

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.1.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand am 31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 130.047,81 0,00 0,00 0,00 130.047,81
130.047,81 0,00 0,00 0,00 130.047,81
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 23.886,51 0,00 0,00 0,00 23.886,51
2. technische Anlagen und Maschinen 7.060.421,05 296.900,99 -22.228,66 0,00 7.335.093,38
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.812.038,24 88.625,58 -1.424.050,39 203,94 1.476.817,37
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 203,94 0,00 0,00 -203,94 0,00
9.896.549,74 385.526,57 -1.446.279,05 0,00 8.835.797,26
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 1.022,58 0,00 -1.022,58 0,00 0,00
1.022,58 0,00 -1.022,58 0,00 0,00
10.027.620,13 385.526,57 -1.447.301,63 0,00 8.965.845,07
Abschreibungen
Stand am 1.1.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 81.983,81 9.746,00 0,00 91.729,81
81.983,81 9.746,00 0,00 91.729,81
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.520,51 512,00 0,00 22.032,51
2. technische Anlagen und Maschinen 4.954.025,05 358.302,99 -11.970,66 5.300.357,38
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.502.220,24 100.930,52 -1.423.877,39 1.179.273,37
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
7.477.765,80 459.745,51 -1.435.848,05 6.501.663,26
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
7.559.749,61 469.491,51 -1.435.848,05 6.593.393,07
Buchwerte
Stand am 31.12.2021
EUR
Stand am 31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 38.318,00 48.064,00
38.318,00 48.064,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.854,00 2.366,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.034.736,00 2.106.396,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 297.544,00 309.818,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 203,94
2.334.134,00 2.418.783,94
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 1.022,58
0,00 1.022,58
2.372.452,00 2.467.870,52

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ENERGY Glas GmbH, Wolfhagen:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ENERGY Glas GmbH, Wolfhagen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ENERGY Glas GmbH, Wolfhagen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen Ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und Im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten Internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, den 23. September 2022

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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Schumacher, Wirtschaftsprüfer

Wiethe, Wirtschaftsprüfer

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