EPH Projekt 201 GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jan-Jacob Ehlers seit 7.2.2023 | Prokura |
Simon Henry Brunke seit 5.12.2014 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
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| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Exporo AGHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20231. Grundlagen und Geschäftsmodell der Gesellschaft Die Exporo AG mit Sitz in Hamburg ("Gesellschaft") ist Muttergesellschaft der EPH Investment GmbH und von rund 180 weiteren Tochtergesellschaften. Die Exporo AG mit Ihren Tochtergesellschaften versteht sich als die führende Investment-Plattform für digitale Immobilieninvestments in Deutschland. Die EPH Investment GmbH ist ein kleines Wertpapierinstitut, welches Schwarmfinanzierungsdienstleistungen erbringt, eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Exporo AG und von dieser beaufsichtigt wird. Die Gesellschaft wendet sich an zwei Zielgruppen. Auf der einen Seite vermittelt sie Kapital an Projektentwickler, die zur Optimierung ihrer Finanzierungsstruktur eines Projektvorhabens im Immobiliensektor sowie dem Bereich der erneuerbaren Energien, auf der Suche nach Kapital sind. Auf der anderen Seite vermittelt die Gesellschaft beratungsfrei über die Plattform Vermögensanlagen an Endkunden. Der Hauptabsatzmarkt für die Vermittlungstätigkeit ist Deutschland. Die Vermittlungstätigkeit richtet sich vornehmlich an Privatkunden. Zudem erbringt die Gesellschaft ggü. ihren Tochtergesellschaften Leistungen im Zusammenhang mit der IT-technischen Umsetzung und Überwachung des durch die Tochtergesellschaften vorgegebenen Anforderungskataloges. Im Weiteren erbringt die Gesellschaft auch Leistungen für Werbemaßnahmen und Lizenzen sowie für die Geschäftsführung, den Bereich Legal, Human Resources, Finanzen, IT Security und betriebliche Kosten und verrechnet sämtliche Leistungen an die Tochtergesellschaften. 2. Forschung und Entwicklung Die Exporo AG entwickelt weite Teile ihrer Internetpräsenz, der zugrundliegenden Logik als auch prozessunterstützende Anwendungen mittels angestellter Programmierer selbst. Für die Entwicklungen wurden im Geschäftsjahr 2023 rund T€ 2.663 eingesetzt. Der Fokus der Entwicklung lag wie schon im Vorjahr in den Bereichen Weiterentwicklung der Website und des User-Cockpits, Entwicklung einer Investment-App sowie Automatisierung interner Prozessabläufe. 3. Wirtschaftsbericht Wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland Die Entwicklung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2023 zeigte eine differenzierte Dynamik, die durch verschiedene wirtschaftliche und geopolitische Faktoren beeinflusst wurde. Die deutsche Wirtschaft erholte sich zu Jahresbeginn 2023 nur mühsam von dem breit angelegten und kräftigen Rücksetzer aus dem Dezember des vergangenen Jahres. Inmitten globaler Schwierigkeiten, einschließlich der Auswirkungen des Konflikts in der Ukraine und anhaltenden Lieferengpässen, zeigte sich eine beachtliche Resilienz in bestimmten Wirtschaftssektoren. Dies manifestierte sich insbesondere in der Industrieproduktion, die, trotz insgesamt rückläufiger Tendenz, in einzelnen Bereichen eine stärkere Erholung als prognostiziert verzeichnete. [1] Ein signifikanter Faktor hierbei war die Belebung in der Automobilbranche, begünstigt durch eine Stabilisierung der Energiepreise. Demgegenüber standen jedoch Sektoren, die Rückgänge aufwiesen. Die Bauinvestitionen verzeichneten einen deutlichen Rückgang, beeinflusst durch hohe Baupreise und gestiegene Bauzinsen. [2] Der private Konsum blieb aufgrund der anhaltend hohen Inflation verhalten, was sich in einem gedämpften Einzelhandelsumsatz niederschlug. [3] Bis April sank die jährliche Inflationsrate innerhalb der Industrieländer auf 6,0 %, obwohl der zugrunde liegende Preisauftrieb wenig Anzeichen einer Abschwächung zeigte. [4] Besonders im Dienstleistungssektor, wo die Kosten stark von der Lohnentwicklung beeinflusst werden, blieb die Preisdynamik hoch. Im Kontext dieser Entwicklungen schrumpfte die deutsche Wirtschaft auch im ersten Quartal 2023, was zu einer technischen Rezession im vorangegangenen Winterhalbjahr führte. [5] Dieser Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) entsprach den Projektionen vom Dezember 2022. Jedoch war der Rückgang der realen Bruttowertschöpfung (BWS) insgesamt eher moderat, und es wurde sogar ein signifikanter Anstieg im ersten Quartal verzeichnet. Im zweiten Quartal des Jahres zeigte sich eine leichte Verbesserung in der wirtschaftlichen Leistung Deutschlands, angetrieben durch eine anhaltende Erholung in der Industrie und eine Stabilisierung im Baugewerbe. Trotz dieser positiven Entwicklung blieben die Inflationsraten hoch, was sich weiterhin negativ auf die Kaufkraft der Verbraucher auswirkte. Der Arbeitsmarkt zeigte sich robust mit einer stabilen Beschäftigungslage, obwohl Anzeichen einer Zunahme der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen waren. [6] Die Industrie profitierte von nachlassenden Lieferengpässen, einem hohen Auftragspolster und gesunkenen Energiepreisen, was die Erholung begünstigte. [7] Im Gegensatz dazu liegt für das Baugewerbe ein Produktionsrückgang vor, bedingt durch eine stark gesunkene Nachfrage und den Wegfall der stützenden Effekte durch milde Witterung. Im Einzelhandel stiegen die preis- und saisonbereinigten Umsätze im zweiten Quartal im Vergleich zum Vormonat deutlich an, lagen jedoch leicht unter dem Durchschnitt der ersten drei Monate des Jahres. [8] Im Gastgewerbe hingegen sanken die Umsätze im April spürbar. Das ifo Beschäftigungsbarometer zeigte im Mai einen deutlichen Rückgang und signalisierte keinen Beschäftigungsanstieg in den kommenden Monaten. [9] Parallel dazu sank die Zahl der offenen Stellen bei der Bundesagentur für Arbeit, blieb jedoch auf einem hohen Niveau. Die saisonbereinigte Arbeitslosigkeit sank im Mai auf 2,54 Millionen, während die Arbeitslosenquote bei 5,5 % verharrte. [10] Aufgrund gedämpfter globaler Nachfrageaussichten fielen die Energie- und Rohstoffpreise im Mai und Juni weiter. Der Preis für Rohöl der Sorte Brent sank um etwa 9 % im Vergleich zum April. [11] Die harmonisierte Inflationsrate ging im Jahresvergleich deutlich auf 6,3 % zurück, beeinflusst durch den Preisrückgang bei Energie und der Einführung des Deutschlandtickets im öffentlichen Nahverkehr. [12] Die Kerninflationsrate, bereinigt um volatile Energie- und Nahrungsmittelpreise, hielt sich im Frühjahr hartnäckig bei 5,6 %, nach 5,5 % im ersten Quartal. [13] Das Geldmengenwachstum im Euroraum verlangsamte sich weiterhin im zweiten Quartal 2023. Die Jahresrate des Geldmengenaggregats M3 sank Ende Juni auf etwa 0,5 %. [14] Dies war hauptsächlich auf den Rückgang täglich fälliger Einlagen zurückzuführen, die weiterhin relativ niedrig verzinst werden. Zudem trugen die fortgesetzte geldpolitische Straffung, der Abbau der Eurosystembilanz und die schwache Buchkreditvergabe der Banken zur Verlangsamung des Geldmengenwachstums bei. Im dritten Quartal zeigte die deutsche Wirtschaft Anzeichen einer weiteren Erholung, unterstützt durch eine Zunahme der Exportaktivitäten und eine anhaltende Stärke in der Produktion. Eine leichte Abschwächung der Inflation trug zu einer Verbesserung der Verbraucherstimmung bei, obwohl Unsicherheiten bezüglich der globalen Wirtschaftslage und der Energieversorgung weiterhin die Investitionsneigung dämpften. Die Energie- und Rohstoffpreise, die in der ersten Jahreshälfte merklich gesunken waren, setzten ihren Rückgang im dritten Quartal nicht fort. Im Juli 2023 lag der Preis für ein Fass Rohöl der Sorte Brent bei 80 US-Dollar, was einen Anstieg im Vergleich zu den vorherigen Monaten darstellt. Bis September stieg dieser Preis weiter auf 93 US-Dollar pro Fass, was einem Anstieg von etwa 17 % seit Juli entspricht. [15] Diese Entwicklung wurde maßgeblich durch Produktionskürzungen Saudi-Arabiens und Russlands beeinflusst. Die Dienstleistungspreise, insbesondere für Pauschalreisen, stiegen ebenfalls stark an. Die harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI)-Rate erhöhte sich von 6,3 % auf 6,8 % im Vorjahresvergleich. [16] Produktion und Auftragseingänge sanken im Juli laut Einkaufsmanagerindizes erneut, was auf eine Beeinträchtigung des Dienstleistungssektors hindeutet. Trotzdem nahm die Konsumentenzuversicht in einigen großen Industrieländern zu, angetrieben durch robuste Arbeitsmärkte und die Aussicht auf steigende Realeinkommen. In der Gruppe der Industrieländer verringerte sich die jährliche Inflationsrate bis Juli auf 4,3 %, hauptsächlich aufgrund der gesunkenen Energiepreise. [17] Die saisonbereinigte Arbeitslosigkeit in Deutschland stieg im August leicht um 18.000 Personen auf 2,696 Millionen, mit einer konstanten Quote von 5,7 %. [18] Dieser Anstieg betraf sowohl das Versicherungssystem des SGB III als auch das Grundsicherungssystem des SGB II, was teilweise auf die schwache Konjunktur und Integrationsprozesse von Zuwanderern zurückzuführen ist. Trotz dieser Herausforderungen blieb die Arbeitslosenquote stabil und vergleichsweise niedrig. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte im dritten Quartal 2023 leicht. Mehrere Faktoren bremsten die deutsche Wirtschaft: Schwache Auslandsnachfrage nach Industrieprodukten, gestiegene Finanzierungskosten, die die Investitionen dämpften, und ein Rückgang der inländischen Nachfrage in der Industrie und insbesondere im Bau. Der Rückgang der Auftragspolster milderte diese Effekte nur teilweise ab. Die Industrie und das Baugewerbe verzeichneten einen deutlichen Produktionsrückgang. Der private Konsum blieb trotz kräftiger Lohnsteigerungen und rückläufiger Inflationsraten zurückhaltend. Im Gegensatz dazu erwies sich der Dienstleistungssektor als relativ robust. Die Arbeitslosigkeit stieg im dritten Quartal moderat an, im Oktober jedoch stärker. Die Zahl der offenen Stellen ging leicht zurück, blieb aber auf hohem Niveau, was auf eine anhaltende Anspannung des Arbeitsmarktes hindeutet. Im vierten Quartal 2023 stabilisierte sich die deutsche Wirtschaft trotz anhaltender globaler Unsicherheiten und Inflationsdruck. Die Industrieproduktion und das Baugewerbe zeigten weiterhin Stärke, unterstützt durch eine hohe Nachfrage und eine Erholung der Auftragslage. Der private Konsum und die Dienstleistungsbranchen verzeichneten eine leichte Verbesserung, angetrieben durch eine stabilere Inflationssituation und steigende Löhne. [19] Die Staatsfinanzen profitierten von der allgemeinen wirtschaftlichen Erholung und einer günstigeren Entwicklung der Energiepreise. Das Jahr 2023 endete mit einer vorsichtigen Erholung, trotz Herausforderungen wie hoher Inflation und geopolitischen Spannungen. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging im vierten Quartal jedoch leicht zurück, vor allem aufgrund einer Flaute in der Industrie und im Bau. [20] Die Produktion in diesen Sektoren war im Oktober deutlich geringer als im Durchschnitt der vorherigen drei Monate, beeinträchtigt durch schwache Nachfrage und weniger wirksame Auftragspolster. Die Industrieproduktion litt zudem unter dem vorangegangenen Anstieg der Energiepreise, und gestiegene Finanzierungskosten dämpften die Investitionen, insbesondere im Wohnungsbau. Nach Angaben des ifo Instituts beurteilten die Unternehmen ihre Geschäftslage in den Monaten Oktober und November sogar etwas schlechter als im Vorquartal. [21] Demgegenüber zeigte der private Verbrauch Anzeichen einer langsamen Erholung, mit steigenden Ausgaben im Einzelhandel und für Kraftfahrzeuge. [22] Die realen verfügbaren Einkommen der Haushalte verbesserten sich, getragen von kräftigen Lohnsteigerungen und sinkenden Inflationsraten. Der Arbeitsmarkt blieb stabil, was diese positive Entwicklung unterstützte. Die registrierte Arbeitslosigkeit stieg jedoch im November saisonbereinigt um 22.000 auf 2,70 Millionen Personen, nach einem bereits spürbaren Anstieg im Oktober. Die Arbeitslosenquote kletterte auf 5,9 %. [23] Dieser Anstieg betraf sowohl das Versicherungssystem als auch das Grundsicherungssystem und war teilweise auf die hohe Zahl an Zuwanderern, darunter viele Flüchtlinge, sowie konjunkturelle Faktoren zurückzuführen. Die Rohstoffpreise für Energie gingen im vierten Quartal deutlich zurück. Ein Fass Brent-Rohöl kostete zum Ende des Berichtszeitraums 74 US-Dollar, rund 19 % weniger als im Oktober. [24] Dieser Rückgang wurde durch abnehmende Sorgen über die zukünftige Ölnachfrage und geringere Befürchtungen über eine regionale Ausweitung des Konflikts im Nahen Osten begünstigt. Auch die europäischen Gas- und Strompreise sanken merklich, was auf stabile Gaslieferungen, günstige Witterungsbedingungen und gut gefüllte Gasspeicher zurückzuführen ist. [25] Die Preise auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen änderten sich im Oktober nur wenig. Die Erzeugerpreise blieben gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt unverändert, während die Einfuhrpreise leicht um 0,4 % stiegen. [26] Im Jahresvergleich sanken die Preise für Einfuhren um 13 % und für inländische gewerbliche Erzeugnisse um 11%, hauptsächlich aufgrund der gefallenen Energiepreise. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise sanken die Einfuhrpreise um 3,5 %, während sich gewerbliche Erzeugerpreise um 0,5 % verteuerten. [27] Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) setzte im November seinen Rückgang fort. Der saisonbereinigte Preisrückgang gegenüber dem Vormonat betrug 0,2 %, ebenso stark wie im Oktober. [28] Die Preise für Industriegüter blieben unverändert, während Nahrungsmittel sich deutlich stärker verteuerten. Die HVPI-Rate sank gegenüber dem Vorjahr erheblich im Oktober. Insgesamt war das Jahr 2023 für die deutsche Wirtschaft ein Jahr der langsamen Erholung und Anpassung an veränderte globale Bedingungen. Die Wirtschaft zeigte insbesondere in der Industrie und im Bausektor Resilienz, während der private Konsum und Dienstleistungssektor unter der anhaltenden Inflation litten. Die Staatsfinanzen verbesserten sich im Laufe des Jahres, unterstützt durch eine Reihe von wirtschaftlichen und politischen Maßnahmen. Insgesamt spiegelt das Jahr 2023 die Fähigkeit der deutschen Wirtschaft wider, sich an wechselnde globale und lokale Bedingungen anzupassen und dabei ein gewisses Maß an Stabilität und Wachstum zu bewahren. Dies half dabei, die Auswirkungen der anhaltenden globalen Herausforderungen abzumildern. Gesamtwirtschaftliche Tendenzen im Euroraum Die gesamtwirtschaftlichen Tendenzen im Euroraum für das Jahr 2023 zeigen ein Bild gemischter und dynamischer Entwicklungen, geprägt von einer Kombination aus Herausforderungen und Erholungszeichen. Die wirtschaftliche Situation war im Laufe des Jahres von hoher Inflation, ungleichmäßiger Erholung in verschiedenen Sektoren und Regionen, schwankenden Energiepreisen, geopolitischen Unsicherheiten und restriktiven Finanzierungsbedingungen beeinflusst. Die Wirtschaftsleistung stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,1 %. Dabei wuchs Spanien um 1,8%, Frankreich um 0,7 %, Italien blieb unverändert (0,0 %) und Deutschland sank um 0,4%. [29] Im ersten Quartal 2023 standen hohe Inflationsraten, insbesondere aufgrund hoher Energiepreise, im Vordergrund. Die Inflation sank leicht im Februar, beeinflusst durch den Rückgang der Energiepreise. Die Industrieproduktion stieg im Januar um 2 %, angetrieben hauptsächlich durch energieintensive Branchen. Jedoch blieb der Inflationsdruck durch andere Faktoren wie Lebenshaltungskosten und Löhne hoch. Das zweite Quartal 2023 war von verhaltenem Wachstum und einer Mischung aus positiven und negativen wirtschaftlichen Beiträgen geprägt. Die Binnennachfrage und der Lageraufbau leisteten positive Beiträge, während der Außenhandel durch geringere Auslandsnachfrage und einen Verlust an Wettbewerbsfähigkeit negativ beeinflusst wurde. Die Industrieproduktion blieb nahezu unverändert, während der Dienstleistungssektor ein positives Wachstum verzeichnete. [30] Private Konsumausgaben stagnierten angesichts hoher Inflation und restriktiver Finanzierungsbedingungen, obwohl die Bruttoanlageinvestitionen einen positiven Beitrag leisteten. Im dritten Quartal 2023 zeigte sich eine leichte Abschwächung der Konjunktur im Euroraum. Die Wirtschaftsleistung ging um 0,1 % zurück, was leicht unter dem erwarteten Nullwachstum lag. [31] Der Dienstleistungssektor verzeichnete Zuwächse, während die Wertschöpfung im verarbeitenden Gewerbe und im Baugewerbe zurückging. Die privaten Konsumausgaben erhöhten sich, insbesondere für Dienstleistungen und Gebrauchsgüter, während die Exporte aufgrund von Wechselkurs- und Energiepreisentwicklungen schrumpften. Im Bereich der Inflation erlebte die Eurozone eine anhaltend hohe Inflationsrate, obwohl sich diese von ihrem Höhepunkt von 10,6 % im Oktober leicht abschwächte und im April bei 7% lag. [32] Die Kerninflation, die Lebensmittel und Energie ausschließt, zeigte jedoch kaum Anzeichen einer Verringerung und lag im April bei 5,6 %. [33] Im dritten Quartal 2023 verlangsamte sich die Wirtschaftsaktivität im Euroraum leicht, mit Indikatoren, die auf eine wirtschaftliche Kontraktion im Dezember hindeuten und die Möglichkeit einer technischen Rezession in der zweiten Jahreshälfte bestätigen. Für das vierte Quartal 2023 wird ein gedämpftes Wachstum des realen BIP erwartet, beeinflusst durch restriktive Finanzierungsbedingungen. Der Rückgang der Inflation und steigende Löhne sollten jedoch die Kaufkraft der privaten Haushalte unterstützen. Das Exportwachstum bleibt verhalten, aber es gibt Anzeichen dafür, dass die Wirtschaftstätigkeit allmählich anziehen wird, da das real verfügbare Einkommen und die Auslandsnachfrage weiter steigen. [34] Die Arbeitslosenquote im Euroraum blieb nahe ihrem historischen Tief, mit 6,4 % im November, was auf eine anhaltende Widerstandsfähigkeit des Arbeitsmarktes hindeutet. [35] Trotz dieser Robustheit zeigten sich erste Anzeichen einer Korrektur auf dem Arbeitsmarkt, was auf eine bevorstehende Anpassung hindeutet. In Bezug auf die Geld- und Finanzpolitik hielt die Europäische Zentralbank ihre Schlüsselzinsen unverändert, um eine rechtzeitige Rückkehr der Inflation zum Zielwert zu unterstützen. Insgesamt wird für das Jahr 2023 ein verhaltenes Wachstum im Euroraum erwartet, bedingt durch eine Kombination aus anhaltenden Herausforderungen und Zeichen der Erholung. Die Wirtschaft war von einer schwachen Industrieproduktion, einem robusten Dienstleistungssektor, hohen Inflationsraten, volatilen Energiepreisen und restriktiven Finanzierungsbedingungen geprägt. Trotz eines robusten Arbeitsmarktes und einer abnehmenden Inflation waren die Herausforderungen in der Industrie und im Bausektor sowie in den öffentlichen Finanzen deutlich spürbar. Für den Euroraum wird ein Wachstum von 0,9 % und eine Inflationsrate von fast 5,6 % erwartet. [36] Diese Entwicklungen spiegeln die Herausforderungen wider, denen sich die Eurozone gegenübersieht, einschließlich der hohen Inflation, der geopolitischen Unsicherheit und der anhaltenden Auswirkungen von COVID-19 und des Ukraine-Krieges auf die Lieferketten und Energiepreise. Finanzmärkte Das Jahr 2023 kennzeichnete sich durch eine schrittweise Stabilisierung der Inflation und eine Fortsetzung der geldpolitischen Straffung an den internationalen Finanzmärkten. Trotz anfänglicher Unsicherheiten verbesserte sich das makrofinanzielle Umfeld im Laufe des Jahres. Eine vorsichtige Erholung folgte auf die Marktkorrekturen des Vorjahres, wobei Banken, Versicherungen und Investmentfonds ihre Positionen festigten. Die Kreditvergabe blieb stabil, was die Effektivität des Finanzsystems unterstreicht. Risiken waren weiterhin vorhanden, insbesondere im Hinblick auf geopolitische Spannungen und Energieversorgung, jedoch mit geringerer Intensität als im Vorjahr. Die globalen Finanzmärkte wurden durch geopolitische Krisen, wie den Krieg in der Ukraine, und eine generell schwächere Wirtschaftslage beeinflusst. Trotz dieser makroökonomischen Unsicherheiten konnten die Aktienmärkte in Deutschland und auch global an Wert gewinnen. [37] In den Zentralbanken setzte sich der Trend zur Zinserhöhung fort. Die US-Notenbank erhöhte ihren Leitzins im Februar und Juli jeweils um 25 Basispunkte und beließ ihn seitdem unverändert. [38] Das Eurosystem nahm die Schrittgröße von zuvor 75 Basispunkten zurück, mit Anstiegen im Februar um 50 Basispunkte und weiteren Schritten im Juli und September. Beide Notenbanken betonten die Notwendigkeit, die Leitzinsen ausreichend lange auf einem restriktiven Niveau zu belassen, und hielten sich die Option offen, abhängig vom Inflationsbild die Leitzinsen weiter anzuheben. Der Euro erlebte im ersten Halbjahr 2023 eine Aufwertungsphase gegenüber dem US-Dollar, verlor jedoch ab Mitte Juli sukzessive an Wert. [39] Die Abwertung des Euro war hauptsächlich auf die Erwartung der Marktteilnehmer zurückzuführen, dass die Federal Reserve die Leitzinsen zum Jahresende möglicherweise erhöhen würde. Ein enttäuschender US-Arbeitsmarktbericht und gefallene Inflationsraten in den USA im November wendeten die Stimmung an den Devisenmärkten. Zuletzt wurde der Euro bei 1,09 US-Dollar gehandelt. [40] An den Aktienmärkten war eine Erholung zu beobachten, angetrieben durch verbesserte Konjunkturaussichten und eine Rückkehr des Risikoappetits, insbesondere in Europa. Der EuroStoxx verlor 2,3 % an Wert, während der S&P 500 leicht zulegen konnte (+1,3 %). [41] Trotz der geldpolitischen Straffung blieb das Finanzsystem stabil, wobei es weiterhin potenziell anfällig für externe Schocks war. Im Bereich der Unternehmensanleihen erreichten globale Unternehmensanleihen im Jahr 2023 einen Höhepunkt, angetrieben durch die Annahme, dass die Inflationskrise ihren Zenit überschritten hat. Die Transaktionen im grenzüberschreitenden Wertpapierverkehr Deutschlands führten im dritten Quartal 2023 zu Netto-Kapitalimporten von 48 Milliarden Euro. [42] Im Bereich der Direktinvestitionen gab es Netto-Kapitalexporte von 21 Milliarden Euro. Unternehmen mit Sitz in Deutschland weiteten ihre Direktinvestitionen im Ausland aus, besonders in EU-Ländern wie den Niederlanden, Dänemark und Luxemburg. Ausländische Unternehmen reduzierten ihre Direktinvestitionen in Deutschland um 3,5 Milliarden Euro. [43] Besonders hohe Rückflüsse von Direktinvestitionsmitteln waren in die Niederlande, China und die Vereinigten Staaten zu verzeichnen. Insgesamt weiteten Unternehmen mit Sitz in Deutschland ihr Engagement im Ausland aus, jedoch nur halb so stark wie im Vorjahreszeitraum. Die ausländischen Direktinvestitionen in Deutschland nahmen per Saldo um 7,5 Milliarden Euro zu, verglichen mit 59,5 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. [44] Insgesamt zeigte das Jahr 2023 eine allmähliche Rückkehr zur Normalität, jedoch in einem Umfeld, das weiterhin von Vorsicht und Unsicherheit geprägt war. Diese Entwicklungen spiegeln die Komplexität und Dynamik der internationalen Finanzmärkte wider und unterstreichen die Bedeutung einer fortwährenden Beobachtung und Anpassung an die sich ständig ändernden globalen wirtschaftlichen Bedingungen. Darstellung des Marktumfeldes Die Entwicklung des deutschen und europäischen Marktumfeldes im Jahr 2023 im Bereich Investment, Baugewerbe, erneuerbare Energien und Crowdinvesting zeigt ein facettenreiches Bild, das durch verschiedene wirtschaftliche und politische Faktoren geprägt wurde. Im Investmentsektor war die deutsche Wirtschaft 2023 von einem deutlichen Rückgang des Transaktionsvolumens im Bereich der Immobilieninvestitionen gezeichnet. Mit einem Volumen von rund 32 Milliarden Euro am Ende des vierten Quartals lag das Transaktionsvolumen 52 % unter dem des Vorjahreszeitraums. Dieser Rückgang ist auf eine Kombination aus schnell steigenden Zinsen, hohen Grundstückspreisen und Finanzierungskosten sowie einer Verknappung potenzieller Käufer zurückzuführen, was neue Entwicklungsprojekte nahezu unmöglich machte. [45] Im Bereich des Baugewerbes gab es ähnliche Herausforderungen. Hier spielten hohe Kosten und Finanzierungsbedingungen eine Rolle, die die Realisierung neuer Projekte erschwerten. Diese Situation wurde durch die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit noch verstärkt. In Bezug auf erneuerbare Energien wurde die Bedeutung einer geordneten ökologischen Transformation und Energiewende betont. Die Deutsche Bundesbank führte eine Stresstestanalyse durch, die zeigte, dass Klimaübergangsrisiken für die meisten Finanzinstitutionen handhabbar sind. Allerdings könnten sich Expositionen gegenüber kohlenstoffintensiven Sektoren entwerten und zu sogenannten "stranded assets" führen. Trotzdem sollte der Klimaschutz nicht zu Lasten der finanziellen Stabilität gehen. [46] Im Sektor Crowdinvesting und ausländischen Direktinvestitionen in Deutschland war ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Die ausländischen Direktinvestitionen fielen im ersten Halbjahr 2023 auf 3,5 Milliarden Euro, was den niedrigsten Stand seit fast 20 Jahren darstellt. Dies deutet auf einen Verlust der Attraktivität Deutschlands als Wirtschaftsstandort hin. [47] Insgesamt war das wirtschaftliche Umfeld in Deutschland 2023 von einem leichten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,3 % geprägt. Der Arbeitsmarkt blieb jedoch robust, mit einem Anstieg der Beschäftigungszahlen um 0,7 % oder 333.000 Personen. Dieser Anstieg wurde teilweise durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte und eine höhere Arbeitsmarktbeteiligung der inländischen Bevölkerung ermöglicht. [48] Im Hinblick auf die Investitionserwartungen deutscher Unternehmen zeigte das ifo-Institut, dass die Investitionserwartungen für 2023 auf 2,2 Punkte im November fielen, gegenüber 14,7 Punkten im März. Dies spiegelt die herausfordernden Bedingungen wider, unter denen Unternehmen höhere Finanzierungskosten, schwächere Nachfrage und wirtschaftspolitische Unsicherheiten bewältigen müssen. [49] Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das deutsche und europäische Marktumfeld im Jahr 2023 durch eine Reihe von Herausforderungen, insbesondere in den Bereichen Investment, Baugewerbe und erneuerbare Energien, gekennzeichnet war. Trotz des wirtschaftlichen Abschwungs und der Unsicherheiten auf den Märkten blieb der Arbeitsmarkt in Deutschland jedoch stabil. 4. Wesentliche Entwicklungen im abgelaufenen Geschäftsjahr Die Exporo AG blickt auf ein unter Plan verlaufenes Geschäftsjahr zurück. Im Verlaufe des Geschäftsjahres 2023 ist das vermittelte Volumen (Intermediated Capital) im Geschäftsbereich Anlagevermittlung im Vergleich zum Vorjahr stark zurückgegangen (-44%). Durch eine Verbesserung der Margensituation, die Erweiterung von Geschäftsfeldern sowie Zusatzerlöse sind die Provisionserlöse der Gesellschaft allerdings nur um 22 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Zwar konnten auch die Gesamtkosten im Vergleich zum Vorjahr erheblich reduziert werden, allerdings bleibt durch starken Umsatzrückgang ein mittleres 7-stelliges negatives Ergebnis, welches über den Erwartungen liegt. Im Ergebnis wird das Geschäftsergebnis 2023 - auch unter Berücksichtigung eines stark volatilen Marktumfeldes - als nicht zufriedenstellend gewertet. 5. Darstellung der Lage der Gesellschaft 5.1 Darstellung der Vermögenslage Die Bilanzsumme betrug zum Bilanzstichtag TEUR 15.472 (Vorjahr: TEUR 22.780). Die Aktivseite setzt sich im Wesentlichen aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen TEUR 4.288 (Vorjahr: TEUR 8.157) sowie Anteilen an verbundenen Unternehmen von TEUR 4.392 (Vorjahr: TEUR 6.002) zusammen. Zudem sind die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag auf TEUR 4.368 (Vorjahr: TEUR 5.496) gesunken. Die Forderungsintensität[a] ist im Vergleich zum Vorjahr von 45 % auf 40 % gesunken. Das bilanzielle Eigenkapital betrug am Bilanzstichtag TEUR 11.690 (Vorjahr: TEUR 18.831). Die Veränderung i. H. v. TEUR 7.141 gegenüber dem Vorjahr resultiert vor allem aus dem Jahresergebnis i. H. v. -TEUR 7.955. Die Eigenkapitalquote[b] ist weiterhin sehr solide und beträgt im Geschäftsjahr 76% (Vorjahr: 83 %). Die Gesellschaft tätigte im Geschäftsjahr Investitionen in das Finanzanlagevermögen in Höhe von TEUR 397. Das Sachanlagevermögen und das immaterielle Vermögen werden durch die Muttergesellschaft zur Nutzung zur Verfügung gestellt. Es bestehen keine wesentlichen Investitionsverpflichtungen. Die gesamten Verbindlichkeiten belaufen sich auf TEUR 2.722 (Vorjahr: TEUR 2.390). Die Erhöhung der Verbindlichkeiten im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus einer Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie Unternehmen, mit denen ein Beteilungsverhältnis besteht. Die Rückstellungen haben sich im Vorjahresvergleich um TEUR 499 auf TEUR 1.060 verringert. Die Fremdkapitalquote[c] beträgt 24% (Vorjahr: 17%). [a] Berechnung der Forderungsintensität: Forderungen / Gesamtvermögen [b] Berechnung der Eigenkapitalquote: Eigenkapital / Gesamtkapital [c] Berechnung der Fremdkapitalquote: Fremdkapital / Gesamtkapital 5.2 Darstellung der Finanzlage Im Geschäftsjahr 2023 war die Liquiditätslage der Gesellschaft jederzeit geordnet und die Zahlungsfähigkeit war stets gewährleistet. Zur Verdeutlichung der Liquiditätssituation und deren Verwendung wurde die nachfolgende Kapitalflussrechnung erstellt. Die Cash-Flows der Gesellschaft entwickelten sich wie folgt:
5.3 Darstellung der Ertragslage und des Geschäftsergebnisses Die Provisionserträge stammen aus Vermittlungsleistung an Projektentwickler, Finanzanlagenvermittlung an Investoren, Emissionsmarketing sowie Erträgen durch Umlagen an Tochtergesellschaften. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 beträgt 10.787 TEUR und ist um 3.059 TEUR gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 13.846 TEUR stark gesunken. Damit geht der Umsatz der Gesellschaft weiter zurück. Zeitgleich wurden die Ausgaben für Marketing weiter reduziert (TEUR 1.837 in 2023 vs. TEUR 3.538 in 2022). Die Personalaufwendungen sind gesunken und lagen 2023 bei TEUR 6.052 (Vorjahr: TEUR 9.677). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 11.678 (Vorjahr: TEUR 8.585) und sind somit gestiegen. Ursächlich hierfür sind Abschreibungen auf Forderungen in unüblicher Höhe von TEUR 4.205. Der Jahresfehlbetrag 2023 von TEUR 7.954 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag TEUR 5.916) entspricht dem, was erwartet wurde. Die Gesellschaft konnte ihre Kosten reduzieren und so den eingeschlagenen Konsolidierungskurs erfolgreich bestreiten. 5.4 Finanzielle Leistungsindikatoren Zur Analyse und Steuerung der wertorientieren Unternehmensführung werden die folgenden Kennzahlen eingesetzt:
Diese finanziellen Leistungsindikatoren stellen für die Exporo AG die bedeutendsten Werte für die Entwicklung dar. 5.4 Gesamteinschätzung Die Kapitalstruktur der Gesellschaft ist solide. Die Liquiditätssituation ist geordnet. Die Geschäftsentwicklung ist zwar entgegen der Planung verlaufen, die Kosten und Erträge der Gesellschaft und damit auch das gesamte Geschäftsergebnis, haben sich allerdings in einem vertretbaren Rahmen entwickelt. Zweigniederlassungsbericht Die Exporo AG verfügt über keine Zweigniederlassungen. 6. Chancen- und Risikobericht 6.1 Risikobericht 6.1.1 Risikomanagementsystem Die Gesellschaft verfügt über ein angemessenes System zur Risikosteuerung und Risikoüberwachung. Dieses System gewährleistet die Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken. Verantwortlich für die Risikosteuerung und Risikoüberwachung ist der Vorstand des Unternehmens. Regelmäßig und bei bedeutenden Geschäftsvorfällen wird eine Neueinschätzung der identifizierten Risiken vorgenommen. Bei Bedarf werden Maßnahmen zur Risikoreduktion eingeleitet. Wesentlicher Bestandteil des Risikomanagementsystems ist eine systematische, alle Unternehmensbereiche umfassende Risikoinventur. Die ermittelten Risiken werden anhand einer Risikomatrix hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und finanzieller Auswirkungen beurteilt und einer Risikoklasse zugeordnet. Die Provisionserträge haben im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder keinen kostendeckenden Beitrag zur Deckung der laufenden Kosten der Gesellschaft erzielen können. Zudem befindet sich die Gesellschaft in einer Phase der Konsolidierung hin zur Profitabilität. Dabei ist sie weiterhin von der Eigenkapitalfinanzierung abhängig und greift unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit zur Gesamtsteuerung der nachfolgend beschriebenen Risiken auf ein einfaches System der Kostenkontrolle und Planung der (Eigenkapital-)Finanzierung zurück. Bei den Themen Datenschutz und IT-Security arbeitet die Gesellschaft mit einem zertifizierten externen Datenschutzbeauftragten sowie einem externen CISO (Chief Information Security Officer) zusammen. 6.1.2 Wesentliche Risiken Folgende Risiken sieht der Vorstand als wesentlich für die Gesellschaft an: (Eigenkapital-)Finanzierungsrisiko: Da sich die Gesellschaft nach wie vor in einer Wachstumsphase befindet, ist sie noch von der Eigenkapitalfinanzierung abhängig. Es besteht insofern das Risiko, dass die (Eigenkapital-)Finanzierung nicht rechtzeitig zur Gewährleistung der Zahlungsfähigkeit gesichert werden kann. Geschäftsrisiko/ Ertragsrisiko: Das Geschäftsrisiko bezeichnet das Risiko der Gesellschaft, die auflaufenden Aufwendungen nicht durch Erträge langfristig decken zu können. Dieses Risiko kann sich realisieren, wenn es der Gesellschaft nicht gelingt, ausreichende Erträge zu generieren. Das Geschäftsrisiko wird durch striktes Kostencontrolling gesteuert. Der Vorstand vergleicht die laufenden Kosten kontinuierlich mit den erwarteten Erträgen und ergreift kurzfristig Gegenmaßnahmen, sofern aus Geschäftsrisiken Kostenreduzierungen und/oder (Eigenkapital-)Finanzierungsrunden notwendig sind. Operationelle Risiken aus dem Geschäftsmodell: Die Gesellschaft betreibt ein Geschäftsmodell mit überwiegend privaten Kunden. Es besteht das Risiko, dass das bestehende Geschäftsmodell, u. a. aufgrund von Reputationsschäden bei notleidenden Immobilienprojekten, aber auch aufgrund regulatorischer Entwicklungen, nicht mehr marktfähig ist. Es besteht auch das Risiko, dass der Vorstand wesentliche Entwicklungen und Trends im Finanzdienstleistungsbereich nicht rechtzeitig erkennt oder falsch einschätzt. Dadurch sind Strategieentscheidungen möglich, die eine langfristige Erreichung der Unternehmensziele erschweren oder sogar unmöglich machen. Die Gesellschaft wird sich durch fortwährende Marktbeobachtung über Veränderungen informieren. Auf Bedrohungen für das Geschäftsmodell und die Produkte und Dienstleistungen wird es reagieren und gegebenenfalls die erforderlichen Maßnahmen einleiten. Im Rahmen der kontinuierlichen Neufassung der Geschäfts- und Risikostrategie wird der Vorstand eine kritische Bewertung des Geschäftsmodells vornehmen sowie die Notwendigkeit von Änderungen im Geschäftsmodell besprechen und evaluieren. Reputationsrisiko: Unter Reputationsrisiken werden im Allgemeinen solche Risiken gefasst, die die Reputation des Unternehmens nach außen, sodann in der Öffentlichkeit gefährden können. Dies kann vor allem dann auftreten, wenn es zu Zweifeln über die Kompetenz und die Integrität der Gesellschaft kommt. Diese können durch Fehler in den Geschäftsprozessen, einer fehler- oder mangelhaften Leistungserbringung oder durch Misserfolge, die vom Kunden als Falschberatung wahrgenommen werden können, entstehen. Es wurden aber Maßnahmen getroffen, die diesem wesentlichen Risiko proaktiv entgegenwirken sollen. Dazu zählen vor allem die Einhaltung der Unternehmensziele und der Gesamtstrategie, die Verpflichtung aller Mitarbeiter zur Einhaltung aller für das Unternehmen relevanter rechtlicher Vorschriften sowie die Einhaltung der institutsinternen Regelungen. Personalrisiko: Der Bereich der Finanzdienstleistung hat Vertrauen der Kunden zur Voraussetzung, so dass sich realisierende Personalrisiken schnell die Reputation gefährden, Haftungsfälle begründen und zu aufsichtsrechtlichen Maßnahmen führen können. Aus diesem Grund steuert die Gesellschaft die Personalrisiken durch einen qualifizierten Personalauswahlprozess. In diesen Prozess können externe Dienstleister einbezogen werden. Mitarbeiter sollen durch regelmäßige Schulungen intern und extern stets die notwendige Qualifikation erhalten. Zur Steuerung, insbesondere der Motivation von ausgewählten Mitarbeitern, soll stets eine angemessene Vergütungspolitik umgesetzt werden. Rechtliches Risiko: Im Bereich der rechtlichen Risiken sind vor allem die folgenden Risiken zu erörtern. Es können sich Risiken aus der Änderung und Erweiterung der für die Gesellschaft relevanten rechtlichen Vorschriften, oder aber erhöhte Anforderungen, komplizierte Umsetzbarkeit, Unsicherheit der vollständigen und korrekten Umsetzung, Unverhältnismäßigkeit zur Größe der Gesellschaft sowie zu Art und Umfang unserer Geschäftstätigkeit ergeben. Insbesondere das deutsche Umsetzungsgesetz zur ECSP-VO, das Schwarmfinanzierungsbegleitgesetz, das seit Mitte 2021 in Kraft ist, stellt aus Sicht der Geschäftsleitung ein nicht unerhebliches Risiko für das Geschäftsmodell der Gesellschaft dar. Risiken können zudem aus Fehlern im Geschäftsprozess, fehlerhafter Leistungserbringung, Falschberatung, Kundenklagen, Haftungsrisiken, Schadensersatzforderungen und aus Fehlern in der Erfüllung formaler Anforderungen, z.B. Dokumentation, Erhebung von Kundendaten, korrektes Ausfüllen aller erforderlichen Formulare, entstehen. Dem wurde durch den Abschluss einer geeigneten Haftpflichtversicherung, Kommunikation von Risiken, Schulungen zu rechtlichen Anforderungen und Neuerungen zwecks Minimierung formaler Fehler und auch der Einrichtung eines angemessenen und wirksamen Beschwerdemanagements entgegengewirkt. Zudem besteht die Möglichkeit, im Bedarfsfall eine externe Rechtsberatung, wie auch Rechtsanwälte hinzuzuziehen. IT-Risiken: Informationssysteme, Netze und Organisationen sind gefährdet durch Cyber-Angriffe, Sabotage, Spionage und Vandalismus, aber auch Elementarschäden durch Wasser, Feuer sowie Katastrophen und andere Gefahren. Gesetzliche Regelungen fordern Schutzmaßnahmen für sensible Informationen. Der Begriff "Informationen" wird hierbei sehr weit gefasst. Unabhängig vom Medium und dem Übertragungsmittel ist die Aufgabe der Informationssicherheit, diese Informationen angemessen vor der zunehmenden Zahl von Bedrohungen zu schützen. Nur so können die Risiken minimiert, der Geschäftsbetrieb gesichert und die Wettbewerbsfähigkeit, Rentabilität sowie die Chancen einer Organisation maximiert werden. Das gilt im besonderen Maße für Finanzdienstleistungen. Die Gesellschaft hat die zu erbringenden Leistungen für im Rahmen von Auslagerungen bezogene IT-Dienstleistungen vertraglich konkretisiert. Zur Überwachung der Einhaltung dieser Vereinbarungen wurden Kontrollen zur Steuerung und Überwachung eingerichtet. Nachhaltigkeitsrisiken: Die Gesellschaft prüft fortlaufend, ob Ihre Geschäftsstrategie den Nachhaltigkeitskriterien - Umwelt, Soziales und Unternehmensführung - entspricht und trägt für deren Einbindung in die Geschäftsstrategie Sorge. Darüber hinaus prüft die Gesellschaft fortlaufend, ob die von Ihr vermittelten Produkte der wachsenden Nachfrage nach nachhaltigen Vermögensanlagen gerecht werden, und prüft im Bedarfsfall deren Aufnahme in das Produktportfolio. Kriegerische Ereignisse: Die Gesellschaft hat die wirtschaftlichen Folgen der derzeitigen kriegerischen Handlungen in Europa in ihrer Finanzprognose abgebildet. Der weitere Vorgang dieser Handlungen und die Reaktion der Konsumenten darauf, insbesondere hinsichtlich ihrer Nachfrage nach Anlagemöglichkeiten sowie der Veränderung ihres mittel- bis langfristigen Nutzerverhaltens, sind allerdings nicht final abschätzbar. Es besteht somit das Risiko, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen der kriegerischen Ereignisse mittel- bis langfristig schwerwiegender sind als prognostiziert. Die nachfolgenden Risiken sieht der Vorstand als von eher untergeordneter Bedeutung an: Adressausfallrisiko: Unter Adressausfallrisiko wird das Risiko verstanden, dass bestimmte Forderungen und Außenstände bei bestimmten Adressen nicht mehr beizubringen sind, weil diese an Bonität verlieren oder gänzlich als Zahlungsadressat ausfallen. Die Gesellschaft legt ihre Eigenmittel nur bei Einlagenkreditinstituten hinreichender Bonität an. Das dahingehende Adressausfallrisiko ist deswegen vernachlässigbar. Darüber hinaus bestehen Ausfallrisiken bei Provisionsansprüchen gegenüber Produktpartnern im Fall einer Zahlungsunfähigkeit des jeweiligen Vertragspartners. Die Eintrittswahrscheinlichkeit ist eher gering und die Gefahr eines Totalausfalls ist durch Streuung auf mehrere Vertragspartner minimal. Die Auswirkung einzelner Ausfälle auf unser Unternehmen wäre durch betragsmäßige und zeitliche Begrenzung nicht gefährdend. Auch hier ist das dahingehende Adressausfallrisiko zu vernachlässigen. Liquiditätsrisiko: Es werden keine Barmittel oder Einlagen von Kunden entgegengenommen. Die Gesellschaft ist nicht im Bereich des Einlagengeschäfts tätig. Die Gesellschaft hat jedoch sicherzustellen, dass es ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen kann. Zu diesem Zweck überwacht die Risikocontrolling-Funktion kontinuierlich die Bankkontostände und -kontobewegungen der Gesellschaft. Marktpreisrisiko: Das Marktpreisrisiko bezeichnet mögliche Wertveränderungen der von der Gesellschaft gehaltenen Positionen als Folge der Veränderung von Marktpreisen einzelner Anlagen und umfasst das Zinsänderungsrisiko, Aktien- und Wertpapierkursrisiko, sonstige Preisrisiken sowie das Währungsrisiko. Die Gesellschaft hält keine Marktpositionen und ist nicht im Eigenhandel tätig. Sie hat sich als Nichthandelsbuchinstitut eingestuft. Vermögenswerte von Kunden nimmt sie nicht entgegen. Die Gesellschaft unterliegt daher keinen direkten Marktpreisrisiken. 6.1.3 Zusammenfassende Darstellung der Risikolage Nach Einschätzung des Vorstandes verfügt die Gesellschaft über angemessene Prozesse und Strukturen im Hinblick auf Risikomanagement und Compliance. Die (Eigenkapital-) Finanzierung der Gesellschaft ist bei Eintritt der den jeweiligen Planungsszenarien zu Grunde liegenden Prämissen gesichert. Zusammenfassend stehen die identifizierten Risiken einer nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft nicht entgegen. 6.2 Chancenbericht Aus gesamtwirtschaftlicher und finanzmarkttechnischer Sicht sehen wir folgende Chancen für die von uns angebotenen Dienstleistungen: - Die Akzeptanz technologiebasierter und blockchain-basierter Lösungen - insbesondere im Privatkundengeschäft - hat in den letzten Jahren aufgrund der Finanzkrise und der zunehmenden Technologisierung aller Lebensbereiche zugenommen, so dass das Geschäftsmodell der Gesellschaft von dieser Entwicklung profitieren kann. - Eine weitere Automatisierung der Prozesse kann dazu führen, dass die Kosten gesenkt werden, um langfristig ein nachhaltiges Ergebnis erzielen zu können. - Die Fortsetzung in der Vertikalisierung in der Produktstruktur durch die Aufnahme weiterer Assetklassen kann die Attraktivtät des Plattform-Modells steigern. - Das Eingehen von strategischen Partnerschaften kann neue Kundengruppen erschließen und zusätzliche Ertragsquellen möglichen machen. 7. Prognosebericht Für das Jahr 2024 erwartet die Bundesregierung eine leichte Erholung der deutschen Wirtschaft, mit einem prognostizierten Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,6 Prozent im Jahr 2024 und einer weiteren Steigerung in den folgenden Jahren. [50] Diese vorsichtige Erholung spiegelt eine Verbesserung der wirtschaftlichen Bedingungen im Vergleich zu 2023 wider, bleibt aber anfällig für externe Schocks und Unsicherheiten, insbesondere im Kontext der geopolitischen Lage und der globalen Wirtschaftsentwicklung. Inflation und Verbraucherpreise sind weiterhin ein zentrales Thema. Das ifo-Institut prognostiziert beispielsweise für das Jahr 2024 eine Inflationsrate von 2,3 Prozent in Deutschland, getrieben durch anhaltend hohe Energiepreise und die Nachwirkungen der globalen Lieferkettenstörungen. [51] Gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), wird die Inflation voraussichtlich auf 2,4% im Jahr 2024 sinken, was eine Halbierung gegenüber dem Vorjahr darstellt. [52] Die staatlichen Maßnahmen zur Preisstabilisierung, einschließlich Energiepreisbremsen, dürften weiterhin eine wichtige Rolle spielen, um die Kaufkraft der Verbraucher zu unterstützen. Die Investitionstätigkeit in der deutschen Wirtschaft wird voraussichtlich um 1,2 Prozent ansteigen, getrieben durch erhöhte Ausgaben in den Bereichen Infrastruktur und Digitalisierung, was die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft stärkt. Der Immobiliensektor, insbesondere der Wohnimmobilienmarkt, bleibt robust, begünstigt durch anhaltend hohe Nachfrage und unterstützende Finanzierungsbedingungen. Unsicherheiten, insbesondere im Zusammenhang mit der Energieversorgung und geopolitischen Spannungen, könnten jedoch weiterhin eine dämpfende Wirkung haben. Dennoch gibt es positive Signale, wie einen hohen Auftragsbestand und die Notwendigkeit zu Investitionen im Zuge der sozial-ökologischen Transformation. Die Bauinvestitionen könnten stabil bleiben, getrieben von der Nachfrage nach Wohnraum, insbesondere in Ballungsräumen. Die Investitionsquote wird voraussichtlich bei etwa 12 Prozent des BIP liegen. [53] Für den Immobilienmarkt und speziell für Unternehmen wie die die Exporo AG sind die Aussichten für 2024 verhalten optimistisch. Die anhaltende Nachfrage nach Wohnraum, besonders in städtischen Gebieten, und die fortlaufende Digitalisierung im Immobiliensektor bieten Wachstumsmöglichkeiten. Die Exporo AG plant, ihre Marktstellung durch strategische Investitionen und eine weitere Digitalisierung ihrer Dienstleistungen zu stärken. Für das Segment Crowdinvesting wird ein Anstieg des Transaktionsvolumens um 4,95 Prozent prognostiziert, was auf eine anhaltend hohe Attraktivität dieses Finanzierungsmodells hindeutet. [54] Im Bereich der erneuerbaren Energien ist zu erwarten, dass die Exporo AG von einem zunehmenden Interesse an nachhaltigen Investitionen profitieren könnte. Angesichts des globalen Trends zur Dekarbonisierung und der zunehmenden Bedeutung des Klimawandels könnten Investitionen in erneuerbare Energieprojekte sowohl aus ökologischer als auch aus ökonomischer Sicht attraktiv werden. Dies könnte besonders relevant sein, da die Bundesbank in ihrer Prognose auch auf die Notwendigkeit hinweist, die Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft gegenüber klimabedingten Risiken zu stärken. Die Prognose der Finanz- und Leistungsindikatoren, bedingt durch die derzeitige makroökonomische und weltwirtschaftliche Lage, bleibt weiterhin herausfordernd. Für das Jahr 2024 wird jedoch mit einer weiteren Verbesserung des Jahresergebnisses im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des eingeschlagenen Restrukturierungsprozesses gerechnet. Der Vorstand erwartet für das Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 eine Verringerung beim vermittelten Kapital, der Anzahl Projekte und Provisionserträge sowie sinkende Kundenzahlen. Gleichzeitig werden die Investitionen und Ausgaben in Relation zu den erwarteten Umsätze reduziert, was zu einem weiter verbesserten Jahresergebnis für 2024 führen sollte. Erwartet wird dabei ein Verlust im unteren 7-stelligen Bereich und damit eine weitere Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr. Die Mitarbeiteranzahl sollte im Vergleich zum Vorjahr weiter zurückgehen. Sollte wider Erwarten der prognostizierte Umsatz sich nicht materialisieren, verfügt das Unternehmen über bereits anderweitig identifizierte Handlungsalternativen.
Hamburg, 29. November 2024 Exporo AG Simon Brunke Vorstand [1] https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2023/20231213-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-dezember-2023.html [2] https://www.ifo.de/DocDL/sd-2023-01-bauwirtschaft.pdf [3] https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Preise/Verbraucherpreisindex/Methoden/Downloads/Hintergrundpapier-VPI-Revision_2020.pdf?__blob=publicationFile [4] https://www.bundesbank.de/resource/blob/799628/f54d342ec77d4bca09bde31421a3832d/mL/2023-05-monatsbericht-data.pdf [5] https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2023/07/13-wirtschaftliche-entwicklung.html [6] https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2024/05/08-konjunktur-wirtschaftliche-lage.html [7] https://www.bundesbank.de/resource/blob/904850/673e78acfa50fe878b531c249dcdc09e/mL/2023-02-konjunktur-data.pdf [8] 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https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/inflation-eurozone-lebensmittel-energie-ezb-leitzinsen-100.html [33] https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/inflation-eurozone-lebensmittel-energie-ezb-leitzinsen-100.html [34] Gesamtwirtschaftliche Euroraum-Projektionen von Fachleuten des Eurosystems, Dezember 2023 (europa.eu) [35] https://ec.europa.eu/eurostat/documents/2995521/18278350/3-09012024-AP-DE.pdf/f25d455a-fed8-8688-f15b-1e6b1fb8432b [36] https://germany.representation.ec.europa.eu/news/winterprognose-eu-wirtschaft-ist-trotz-schockwellen-durch-russischen-angriffskriegs-gewachsen-2023-02-13_de [37] https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/Broschueren_Bestellservice/finanzbericht-2024.pdf?__blob=publicationFile&v=2 [38] https://www.bundesbank.de/resource/blob/918726/0e850d17ae28d2135fab5b307ffa655a/mL/2023-11-finanzmaerkte-data.pdf [39] https://www.bundesbank.de/resource/blob/918726/0e850d17ae28d2135fab5b307ffa655a/mL/2023-11-finanzmaerkte-data.pdf 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DEZEMBER 2023AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. ALLGEMEINE ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Identifikation der Gesellschaft
Das Geschäftsjahr 2023 entspricht dem Kalenderjahr. Der Jahresabschluss der Exporo AG wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktien-Gesetzes zu beachten. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.
II. ANGABEN ZUR BILANZIERUNG UND BEWERTUNG Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Herstellungskosten aktiviert und über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von € 800,00 werden im Jahr des Zugangs aktiviert und in voller Höhe abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten Soweit erforderlich wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die flüssigen Mittel sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Dabei werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. III. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ Bruttoanlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Geschäftsjahresabschreibung Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen sind im Geschäftsjahr in Höhe von € 2.481.004,40 vorgenommen worden (im Vorjahr € 737.483,00), da bei 31 Beteiligungen an verbundenen Unternehmen mit einem Gesamtprojektverlust gerechnet wird. Angabe zu Forderungen Von den Forderungen entfallen insgesamt € 4.288.409,24 (im Vorjahr € 8.157.193,40) auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Auf die Forderungen an verbundene Unternehmen wurde eine pauschale Wertberichtigung gebildet. Eigenkapital Das Grundkapital zum 31. Dezember 2023 beträgt gemäß der Eintragung des Amtsgerichts Hamburg HRB 134393 vom 03. Juni 2022 € 190.427,00 und ist in 190.427 Stück Namensaktien im Nennbetrag von je € 1,00 eingeteilt. Die Gesellschaft ist nicht an der Börse notiert. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 190.427,00, der Nennbetrag der eigenen Anteile beläuft sich zum Bilanzstichtag auf EUR 364,00. Das Ausgegebene Kapital beträgt mithin EUR 190.063,00. Ausschüttungssperre Zum 31. Dezember 2023 unterliegt nach § 268 Abs. 8 HGB ein Gesamtbetrag von € 45.725,00 einer Ausschüttungssperre. Die Ausschüttungssperre resultiert aus der Aktivierung eines selbst geschaffenen immateriellen Wirtschaftsguts. Ergebnisverwendung Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Jahresfehlbetrag i.H.v. € 7.954.592,28 auf neue Rechnung vorzutragen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen zum Bilanzstichtag € 1.294.775,40 (Vorjahr: T€ 728). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betragen zum Bilanzstichtag € 382.680,79 (Vorjahr: T€ 306). Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind keine Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften zu vermerken. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von T€ 3.314,3 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte in T€:
IV. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung In diesem Wirtschaftsjahr sind Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung in Höhe von 4.205 T€ für die außerplanmäßige Abschreibung auf kurzfristige Ausleihungen an Konzerngesellschaften angefallen, im Vorjahr T€ 0. Außerdem wurden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen T€ 500 im Zusammenhang mit einer Vertragserfüllungsgarantie für eine Konzerngesellschaft erfasst (Aufwand von außergewöhnlicher Größenordnung). Es wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagevermögen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB in Höhe von 2.481 T€ vorgenommen, im Vorjahr T€ 737,4 (Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung). Sonstige betriebliche Erträge Im Geschäftsjahr wurden T€ 971 sonstige betriebliche Erträge realisiert. Die Wesentlichen Geschäftsvorfälle sind periodenfremde Erträge, Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen (T€ 429) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 416). V. SONSTIGE PFLICHTANGABEN Pflichtangaben zu Mitarbeitern und Organen Namen des Vorstands Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte der Exporo AG durch folgende Personen geführt: Vorstand: Die Vorstände - Herr Simon Brunke, Dipl.-Kaufmann, Hamburg ist seit dem 17. November 2014 durch Beschluss AR zum ordentlichen einzelvertretungsberechtigten Vorstand bestellt. Mit Beschluss des Aufsichtsrats vom 31.01.2024 wurde die Bestellung vorzeitig bis zum 31.08.2026 verlängert. Die Vertretungsberechtigung wurde ab dem 01.05.2021 geändert, Aufhebung der Einzelvertretungsberechtigung bei mehr als einem Vorstandsmitglied. - Herr Herman Tange, Loenen aan de Vecht, Niederlande wurde mit Beschluss des Aufsichtsrates vom 17.03.2021 zum Vorstand bestellt, Eintragung im Handelsregister am 18.05.2021. Mit Wirkung zum 30.04.2023 hat der Vorstand Herman Tange sein Amt niedergelegt, eintragen im Handelsregister am 05.05.2023. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen für das Geschäftsjahr 2023 € 341.916,32. Aufsichtsräte Nachfolgende Aufsichtsräte wurden bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsratsmitglieds für das Geschäftsjahr 2024 beschließt, gewählt. - Herr Dr. Christian Saller, MBA, Investmentmanager, München (Vorsitzender) - Herr Jonathan Becker, Investmentmanager, Berlin (stellv. Vorsitzender) - Herr Bruno Crémel, Investmentmanager, Paris - Herr Jimmy Fussing Nielsen, Investmentmanager, Kopenhagen - Herr Dr. Marlon Braumann, Unternehmer, Berlin Im Berichtsjahr wurden an die Aufsichtsräte Vergütungen in Höhe von € 0,00 gezahlt. Angaben zu Beteiligungsverhältnissen Anteilsbesitz § 285 Nr. 11 HGB
v) Daten des Vorjahres nn) kein Vorjahr Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 67 (im Vorjahr: 103) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB eingetreten.
Hamburg, den 29. November 2024 Der Vorstand Simon Brunke ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Exporo AG, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Exporo AG, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Exporo AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulation der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Kassel, den 12. Dezember 2024 FACT GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Andreas Gottmann, Wirtschaftsprüfer Uwe Schweickert, Wirtschaftsprüfer Feststellung Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 12. Dezember 2024 festgestellt. Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023Der Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres 2023 - in Wahrnehmung der ihm nach dem Gesetz und der Satzung der Exporo AG obliegenden Aufgaben - den Vorstand überwacht und beratend begleitet. Im Geschäftsjahr 2023 hat sich der Aufsichtsrat zu nachfolgenden Terminen über die aktuellen Entwicklungen informieren lassen bzw. hat entsprechende Beschlüsse gefasst. Die Sitzungen und Beschlussfassungen fanden am 12.01.2023, 24.01.2023, 07.02.2023, 29.03.2023, 12.05.2023, 13.07.2023 und 21.12.2023 statt. Die Schwerpunkte, die der Aufsichtsrat im abgelaufenen Geschäftsjahr zu überwachen hatte, lagen in nachfolgenden Bereichen: - Tippgebervereinbarung mit Aufsichtsratsmitglied - Regulatorik - Kooperation mit Tochtergesellschaften - Personalplanung - Outsourcingstrategien - Geschäftsplanung, einschließlich der Budgetplanung - Bericht zu "Problemprojekten" und allgemeine Presseberichterstattung Über die Sitzungen des Aufsichtsrats hinaus hat sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats über alle wichtigen Geschäftsvorfälle und Vorgänge informieren lassen. Weiterhin erfolgen schriftliche Beschlussfassungen zur Übertragung von Namensaktien. Der vom Vorstand aufgestellte und geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde dem Aufsichtsrat vorgelegt. In diesem Zusammenhang berichtet der Vorstand, dass er die gesetzlich geforderten Maßnahmen getroffen hat und ein Überwachungssystem eingerichtet hat, damit Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, frühzeitig erkannt werden. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und den Vorschlag über die Ergebnisverwendung auch seinerseits geprüft und mit Beschluss vom 12. Dezember 2024 gebilligt. Die Feststellung des Jahresabschlusses wird gemäß dem Beschluss der Aufsichtsratssitzung vom 12. Dezember 2024 auf die Hauptversammlung übertragen. Dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzergebnisses stimmt der Aufsichtsrat zu. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens.
Hamburg, den 12. Dezember 2024 Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Christian Saller |
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