Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 245843
Eingetragen
9.1.2019
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungBauträger für WohngebäudeIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen
Gegenstand
Durchführung von Bauprojekten als Generalunternehmer sowie Planung, Errichtung und technische Ausstattung von Rechenzentren und anderen Gebäuden und Gebäudeteilen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Andrew O'Hare
seit 23.6.2025
Prokura
Bernard Keane
seit 25.4.2023
Geschäftsführer
Anne Marie Dooley
seit 9.1.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Winthrop Technologies LimitedIRL
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Winthrop Technologies Limited
Ireland
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Winthrop Technologies GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.05.2021 bis zum 30.04.2022

BILANZ ZUM 30. APRIL 2022

(Vorjahr zum Vergleich)

AKTIVSEITE

30. Apr. 2022 30. Apr. 2021
EURO EURO
A. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 33.084.004,90 7.184.227,77
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.338.115,61 409.086,88
34.422.120,51 7.593.314,65
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 139.743,15 472.042,99
B. Rechnungsabgrenzungsposten 126.692,24 64.546,76
34.688.555,90 8.129.904,40

PASSIVSEITE

30. Apr. 2022 30. Apr. 2021
EURO EURO
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 470.257,63 52.984,68
III. Jahresüberschuss 1.044.322,81 417.272,95
1.539.580,44 495.257,63
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 781.707,27 234.325,75
2. Sonstige Rückstellungen 3.083.859,99 123.608,60
3.865.567,26 357.934,35
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 28.960.732,59 7.110.414,11
2. Sonstige Verbindlichkeiten 322.675,61 166.298,31
davon aus Steuern EURO 265.265,35 (im Vorjahr EURO 120.275,29 )
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EURO 57.410,26 (im Vorjahr EURO 42.612,07 )
29.283.408,20 7.276.712,42
34.688.555,90 8.129.904,40

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. MAI 2021 BIS 30. APRIL 2022

(Vorjahr zum Vergleich)

2022 2021
EURO EURO
1. Rohergebnis 13.053.452,53 5.137.603,63
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (7.763.767,93) (2.867.102,51)
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (923.927,17) (431.010,37)
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen (2.774.053,10) (1.213.458,08)
4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (547.381,52) (208.759,72)
5. Ergebnis nach Steuern 1.044.322,81 417.272,95
6. Jahresüberschuss 1.044.322,81 417.272,95

ANHANG ZUM 30. APRIL 2022

§§ 284 ff. HGB

A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Das Unternehmen führt die Firma "Winthrop Technologies GmbH" und hat seinen Sitz in München. Die Gesellschaft ist im Handelsregister B des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 245843 eingetragen.

Der Jahresabschluss ist unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes erstellt worden. Die Gesellschaft ist "mittelgroß" i.S.v. § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt unter Anwendung des § 266 Abs. 2 und 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung gliedert sich in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 1 und 2 HGB). Von der größenabhängigen Erleichterung des § 276 HGB wurde Gebrauch gemacht, es erfolgte eine entsprechende Zusammenfassung der Posten zum Rohergebnis.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten worden.

1. Anlagevermögen

Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EURO 800,00 werden sofort aufwandswirksam erfasst; parallel dazu wird auch ihr Abgang unterstellt. Über Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als EURO 800,00 verfügt die Gesellschaft unverändert nicht.

2. Umlaufvermögen

a) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalbetrag angesetzt. Konkrete Ausfallrisiken bestehen nicht.

b) Flüssige Mittel

Kassenbestände und Bankguthaben werden zum Nenn- bzw. Nominalwert angesetzt.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag wurde ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Datum darstellen.

4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt und entspricht dem Gesellschaftsvertrag sowie dem Handelsregistereintrag.

5. Rückstellungen

Die Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie sind der Höhe nach so bemessen, dass allen erkennbaren Risiken Rechnung getragen wird. Sämtliche Rückstellungen sind, ebenso wie im Vorjahr, kurzfristig.

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

7. Umsatzerlöse

Die Umsatzrealisierung erfolgt bei erbrachter Leistung.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

I. Angaben zu den Posten der Bilanz

1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, ebenso wie im Vorjahr, alle eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in voller Höhe von EUR 33.084.004,90 (Vorjahr: EUR 7.184.227,77) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und bestehen, ebenso wie im Vorjahr, ausschließlich gegen die Gesellschafterin.

2. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von EUR 2.830.892,92 (Vorjahr: EUR 7.933,60), Rückstellungen für ausstehenden Urlaub in Höhe von EUR 216.792,07 (Vorjahr: EUR 103.000,58), Rückstellungen für Abschlusskosten in Höhe von EUR 34.975,00 (Vorjahr: EUR 9.675,00) und Rückstellungen für Verwaltungskosten in Höhe von EUR 1.500,00 (Vorjahr: EUR 0,00).

3. Verbindlichkeiten

Aufgliederung und Fristigkeit stellen sich wie folgt dar:

Gesamt davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr davon Restlaufzeit über 1 bis 5 Jahre davon Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
EURO EURO EURO EURO
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
30. Apr. 2022 28.960.732,59 28.960.732,59 0,00 0,00
30. Apr. 2021 7.110.414,11 7.110.414,11 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten
30. Apr. 2022 322.675,61 322.675,61 0,00 0,00
30. Apr. 2021 166.298,31 166.298,31 0,00 0,00
Gesamt 30. Apr. 2022 29.283.408,20 29.283.408,20 0,00 0,00
Gesamt 30. Apr. 2021 7.276.712,42 7.276.712,42 0,00 0,00

In den Verbindlichkeiten sind, ebenso wie im Vorjahr, weder Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen noch gegenüber Gesellschaftern enthalten.

4. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte, sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 3.434. Die Verpflichtungen ergeben sich aus Verträgen mit Lieferanten für den Bezug von Leistungen für die Durchführung der aktuellen Projekte (TEUR 3.279) und haben eine Restlaufzeit von bis zu zwei Jahren.

Zudem bestehen Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 155 für die Unterbringung der Mitarbeiter nahe den Baustellen. Auch diese haben eine Laufzeit von bis zu zwei Jahren.

I. Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse:

Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 2021/2022 EUR 136.505.093,61 (Vorjahr: EUR 43.178.572,41) und entfielen vollständig auf die Gesellschafterin.

2. Sonstige betriebliche Aufwendungen:

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Kurzzeitmieten für unbewegliche Wirtschaftsgüter in Höhe von EUR 1.450.813,68 (Vorjahr: EUR 508.760,24) sowie Reisekosten für Arbeitnehmer in Höhe von EUR 602.111,66 (EUR 216.234,06).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von EUR 11.377,28 (Vorjahr: EUR 13.055,42).

D. SONSTIGE ANGABEN

1. Geschäftsführung

Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:

 

Anne Marie Dooley (Diplom-Ingenieurin)

 

Bernard Keane (Bauprojektmanager, seit April 2023)

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

2. Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl

Die Berichtsfirma beschäftigte während des Geschäftsjahres 2021/2022 durchschnittlich 65 Arbeitnehmer (Vorjahr: 27), davon 7 weiblich und 58 männlich (Vorjahr: 2 weiblich und 25 männlich).

3. Angaben zum Mutterunternehmen

Die Winthrop Technologies GmbH ist ein indirekt gehaltenes 100%iges Tochterunternehmen der Winthrop Technologies Holdings Ltd., Dublin, Irland, und wird in deren Konzernabschluss einbezogen, der in Irland beim Companies Registration Office ("CRO") veröffentlicht wird. Dabei handelt es sich um den Konzernabschluss für den größten und zugleich für den kleinsten Kreis von Unternehmen (§ 285 Nrn. 14 und 14a HGB).

4. Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres von EUR 1.044.322,81 zusammen mit dem Gewinnvortrag von EUR 470.257,63 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, den 21. Dezember 2023

Geschäftsführer

Anne Marie Dooley

Bernard Keane

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. MAI 2021 BIS ZUM 30. APRIL 2022

A. GESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND WIRTSCHAFTLICHE LAGE

1. Geschäftstätigkeit

Die Winthrop Technologies GmbH mit Sitz in München ist 100%ige Tochtergesellschaft der Winthrop Technologies Limited mit Sitz in Dublin, Irland, deren Anteile wiederum von der Winthrop Technology Holdings Limited, Dublin, Irland, der Führungsholding der "Winthrop Group", gehalten werden.

Die Haupttätigkeit der Winthrop Group besteht darin, Kunden schlüsselfertige Rechenzentren bereitzustellen. Dabei hat sich die Winthrop Group von einem reinen technischen Gebäudeausrüster (MEP Mechanical, Electrical, and Plumbing) zu einem Anbieter entwickelt, der mit zwischenzeitlich siebzehn Landesgesellschaften europaweit schlüsselfertige Design- und Baulösungen anbietet, die alle Bauaktivitäten, einschließlich Bau-, Struktur- und Architekturarbeiten, umfassen. So werden den Kunden aktuell beispielsweise Rechenzentren angeboten, die über eine 300-Megawatt-Einspeiseleistung verfügen und damit eine enorme Kapazität für z.B. Cloud- oder Künstliche Intelligenz (KI)-Lösungen bieten. Dadurch konnte der Umsatz kontinuierlich ausgebaut werden, auf im Geschäftsjahr 2021/2022 gruppenweit rd. 685 Millionen Euro. 1

Die Winthrop Technologies GmbH (nachfolgend "WTG" oder "die Gesellschaft") erbringt als deutsche Landesgesellschaft primär Dienstleistungen im Rahmen der Projektentwicklung und -durchführung für die Winthrop Technologies Limited, ihre Alleingesellschafterin. Die WTG fungiert dabei ausschließlich als Unterauftragnehmerin der Gesellschafterin. Die Beschaffung von Vorleistungen (z.B. Subunternehmer, Material und Ausrüstung) erfolgt durch die Gesellschaft selbst in eigener Verantwortung. Entstehende Kosten werden auf Grundlage eines dezidierten "Service Agreement" über ein Cost-Plus- Modell an die Gesellschafterin weiterbelastet. Die unternehmerische Gesamtverantwortung und damit auch das Risiko verbleiben bei der Winthrop Technologies Limited, die die Gesellschaft im Rahmen der Projektausführung instruiert und überwacht. Konsequentermaßen werden Geschäftsplanung, Beschaffung, Konstruktion, Vertrieb sowie die gesamte Verwaltung aus der Zentrale der Gesellschafterin in Irland gesteuert.

1 https://www.irishtimes.com/business/2023/07/04/profits-rise-at-winthrop-due-to-busy-pipeline-of-data-centre-projects/

Um im Rahmen dessen bestmöglichen Service zu bieten, beschäftigt die Gesellschaft sowohl direkt angestellte Mitarbeiter*innen als auch Unterauftragnehmer. Dabei folgt die eigene Mitarbeiterzahl bislang dem steigenden Auftrags- und Umsatzvolumen. Material und Ausrüstung werden entweder direkt von externen Lieferanten lokal in Deutschland beschafft oder durch die Beauftragung von Subunternehmern.

2. Wirtschaftliche Lage der Gesellschaft

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland war auch im Jahr 2021 stark abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen, den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen und dem damit verbundenen Einbruch des deutschen Bruttoinlandsproduktes im Vorjahr. 2 Die deutsche Wirtschaft konnte sich in den meisten Bereichen trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe nach dem Einbruch im Vorjahr erholen, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat. Im Jahr 2021 stieg das deutsche Bruttoinlandsprodukt laut Statistischem Bundesamt preisbereinigt um 2,7 % gegenüber dem Vorjahr. 3

Für das Jahr 2022 war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 1,9% höher als im Vorjahr, während das Wirtschaftswachstum kalenderbereinigt 2,0 % betrug. 4. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war 2022 zudem geprägt von den Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine, insbesondere den extremen Energiepreiserhöhungen. Damit verbunden kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende, Corona-Pandemie hinzu. Diese Effekte wirkten sich mehr oder weniger deutlich bereits auf das Geschäftsjahr der Gesellschaft bis zum 30. April 2022 aus.

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Nachdem die Baubranche im Vergleich zu den meisten anderen Wirtschaftszweigen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie relativ gut überstanden hatte, schien Ende 2021 eine gewisse Rückkehr zur Normalität einzusetzen. Die Bauwirtschaft startete in das Jahr 2022 mit einem historisch hohen Auftragsbestand von 64,3 Milliarden Euro. Die Lieferketten wurden allmählich effizienter, und die Aufträge nahmen zu. Dabei blieben die Erwartungen der führenden Verbände der Baubranche für das Jahr 2022 mit einem moderaten Wachstum von 1,5 % verhalten. 5

2 Vgl. ifo Institut (2022), ifo Jahresbericht 2021.
3 Vgl. DESTATIS, Statistisches Bundesamt (2022), Pressemitteilung Nr. 020 vom 14. Januar 2022.
4 Vgl. DESTATIS, Statistisches Bundesamt (2023), Pressemitteilung Nr. 020 vom 13. Januar 2023.
5 Vgl. Landesverband Bayerischer Bauinnungen - LBB (2023), Merkblatt Lagebericht eines Bauunternehmens für den Jahresabschluss 2022.

Darüber hinaus war die Baubranche zu Beginn von 2022 vom russischen Angriff auf die Ukraine, insbesondere in Form der stark steigenden Energiepreise, betroffen. Aufgrund von weltweiten Produktions- und Logistikproblemen verharrten zudem die Materialkosten auf historisch hohem Niveau. 6

Die Gesellschaft hat sich als Teil der Winthrop-Gruppe zu einem etablierten Marktteilnehmer in der Bereitstellung von Rechenzentren in Deutschland entwickelt. Die Konkurrenzsituation und die Marktsituation haben sich aufgrund neuer Anbieter von Rechenzentren in den letzten Jahren verändert. Der Preisdruck auf dem Markt hat sich durch die neuen Anbieter wesentlich erhöht.

Geschäftsverlauf

Trotz der allgemeinen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie sowie der o.g. Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine verbuchte die Gesellschaft im am 30. April 2022 endenden Geschäftsjahr einen im Vergleich zum Vorjahr höheren Auftragseingang. Auch der Umsatz konnte gesteigert werden und betrug im Geschäftsjahr 2021/2022 TEUR 136.505.

Insgesamt wurde dabei ein Jahresüberschuss von TEUR 1.044 (Vorjahr: TEUR 417) erzielt.

Die für die Gesellschaft bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

2021/2022 2020/2021
TEUR TEUR
Umsatzerlöse 136.505 43.179
Jahresüberschuss 1.044 417

B. DARSTELLUNG DER ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2021/2022 umfasst den Zeitraum vom 1. Mai 2021 bis zum 30. April 2022.

6 Vgl. Landesverband Bayerischer Bauinnungen - LBB (2023), Merkblatt Lagebericht eines Bauunternehmens für den Jahresabschluss 2022.

Wie oben erläutert, betrugen die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2021/2022 insgesamt TEUR 136.505. Die Umsätze wurden ausschließlich mit der Winthrop Technologies Ltd. erzielt und ergeben sich durch die Weiterbelastung der entstandenen Kosten in einem Cost-Plus-Modell. Der Wert entsprach auch im Wesentlichen den Planungen für das Geschäftsjahr.

Die Materialaufwendungen haben sich im laufenden Geschäftsjahr leicht überproportional zu den Umsatzerlösen entwickelt; die Materialaufwandsquote beträgt 90,4% nach 88,1% im Vorjahr. Grund hierfür ist im Wesentlichen der Zugewinn von zwei Großprojekten mit projektspezifisch leicht abweichenden Kostenstrukturen. Die Materialaufwandsquote (Anteil Materialaufwand am Umsatz) bewegte sich damit im geplanten Wert für das Geschäftsjahr.

Die Personalaufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht und betrugen im Geschäftsjahr TEUR 8.688. Der Grund hierfür ist insbesondere der Anstieg der Mitarbeiteranzahl von durchschnittlich 27 Mitarbeiter*innen im Vorjahr auf durchschnittlich 65 im Geschäftsjahr. Dies entspricht etwa dem geplanten Niveau.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich signifikant und betrugen im Geschäftsjahr TEUR 2.774. Wesentlicher Grund für den Anstieg ist insbesondere der Anstieg des Geschäftsvolumens und damit einhergehend auch der Anstieg der Mitarbeiteranzahl. Folglich kam es auch zu deutlichen Steigerungen bei den Aufwendungen für die Miete von Unterkünften und Reisekosten der Mitarbeiter*innen zur Durchführung der jeweiligen Projekte.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betrugen im Geschäftsjahr TEUR 547.

Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2021/2022 beträgt TEUR 1.044 (Vorjahr: TEUR 417) und liegt damit auf Planniveau.

Finanzlage

Der Finanzmittelfonds von TEUR 140 (im Vorjahr: TEUR 472) enthält Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft finanziert sich ausschließlich über das Cost-Plus-Modell mit der Gesellschafterin Winthrop Technologies Limited. Die von der Gesellschaft erbrachten Leistungen, die im Rahmen des Service Agreements der Winthrop Technologies Limited belastet werden, werden auf monatlicher Basis abgerechnet und ausgeglichen. Durch diese Handhabung wird laufend ausreichend Liquidität zur Begleichung der eigenen Verpflichtungen generiert. Zur Sicherstellung der Liquidität hat die Gesellschafterin unter dem 21. Dezember 2023 eine Patronatserklärung zugunsten der Gesellschaft abgegeben.

Vermögenslage

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 26.829 erhöht. Die Erhöhung resultiert aus der Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die Gesellschafterin zum Bilanzstichtag, was insbesondere auf gestiegene Kostenabrechnungen und damit Umsatzerlöse um den Bilanzstichtag zurückzuführen ist.

Die Erhöhung der Rückstellungen entfällt hauptsächlich auf Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Diese haben sich deutlich erhöht, da wesentlich mehr Leistungen gegen Ende des Geschäftsjahres bezogen wurden als im Vorjahr.

Die Verbindlichkeiten haben sich um TEUR 22.006 auf insgesamt TEUR 29.283 erhöht. Die Erhöhung resultiert nahezu ausschließlich aus der Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Erhöhung ist, ebenso wie bei den Rückstellungen, insbesondere darauf zurückzuführen, dass wesentlich mehr Leistungen gegen Ende des Geschäftsjahres bezogen wurden als im Vorjahr.

C. RISIKEN UND CHANCEN DER ZUKÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

Die Gesellschaft überwacht und steuert ihre Projekte durch Projektteams, die ihrerseits von der Geschäftsführung überwacht und, falls notwendig, unterstützt werden. Die unternehmerische Gesamtverantwortung und damit auch das unternehmerische Risiko verbleiben jedoch bei der Winthrop Technologies Limited, die die Gesellschaft im Rahmen der Projektausführung instruiert und überwacht.

1. Risiken der zukünftigen Entwicklung

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Sollten sich die weltweiten Turbulenzen, bspw. infolge des Kriegs in der Ukraine oder des aktuellen Konflikts in Israel, weiter verstärken und sich dadurch die Konjunktur insbesondere in Deutschland weiter abschwächen, kann dies die wirtschaftliche Situation allgemein und die Nachfrage nach Dienstleistungen und Produkten der Winthrop Group negativ beeinflussen. Daraus können für die Gesellschaft als konzerninternen Servicedienstleister Umsatzrisiken entstehen. Die Geschäftsführung schätzt die Eintrittswahrscheinlichkeit jedoch als gering ein, da sich - wie vorgenannt - die Nachfrage nach Rechenzentren auf konstant hohem Niveau bewegt. Auswirkungen der o.g. gesamtwirtschaftlichen Risiken auf die Winthrop Group und damit auch auf die Gesellschaft sehen wir daher als möglich an bezüglich des Eintritts, aber mit potenziell eher geringer Auswirkung auf die Gesellschaft.

Absatz-, Wettbewerbs- und Beschaffungsrisiken

Branchenspezifische Risiken bestehen in Form eines intensiven Wettbewerbs und des hieraus resultierenden Absatzrisikos durch vergleichbare Konkurrenzprodukte, die zum Teil preisaggressiv vermarktet werden. Diesem Risiko begegnet die Winthrop Group, indem wir auf Basis unserer innovativen Produktpalette unseren Kunden eine Komplettlieferung schlüsselfertiger Rechenzentren bieten. Dies maximiert den Nutzen für die Kunden, da die Rechenzentren unmittelbar in Betrieb genommen werden können. Ein weiteres Risiko können erneut auftretende Liefer- und Lieferkettenprobleme sein. Konkret handelt es sich dabei um mögliche Preiserhöhungen, Lieferprobleme oder gänzliche Lieferantenausfälle sowie Qualitätsprobleme. Wir sehen uns in Bezug auf diese Risiken durch die Einbindung in die Winthrop Group gut aufgestellt.

Technologische Risiken, einschließlich Datenschutz

Aus der schnellen technologischen Entwicklung, der immer weiter ansteigenden zu verarbeitenden Datenmenge und den damit verbundenen schnellen Änderungen bei den Anforderungen an Rechenzentren ergeben sich für die Gruppe operative Risiken. Die vereinbarte Beschaffenheit sowie die Funktionsfähigkeit für den vorgesehenen Zweck muss zum festgelegten Zeitpunkt erreicht werden. Bei der langfristigen Errichtung eines Rechenzentrums darf dabei der technologische Fortschritt und die steigenden Anforderungen an die zu verarbeitende Datenmenge nicht außer Acht gelassen werden. Diesen Risiken kann durch laufende Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter, laufender Projektüberwachung sowie Bezug und Einbau neuster und verlässlicher Technik begegnet werden.

Kreditrisiko und Liquiditätsrisiko

Aufgrund der stringenten vertraglichen Vereinbarungen und des Cost-Plus-Modells mit der Winthrop Technologies Limited (s.o.) wird sowohl das Kreditrisiko (unsere Forderungen bestehen sämtlich gegen die Alleingesellschafterin) als auch das Liquiditätsrisiko (alle von der Gesellschaft erbrachten Leistungen werden mit der Alleingesellschafterin auf monatlicher Basis abgerechnet und von dieser ausgeglichen, womit wiederum die Liquidität der WTG gewahrt wird) als sehr gering eingeschätzt.

Personalrisiken

Personalrisiken bestehen aufgrund des Bedarfs an qualifizierten Fach- und Führungskräften bzw. darin, dass es nicht gelingt, die erforderliche Anzahl an qualifizierten Mitarbeiterinnen für das geplante weitere Wachstum des Unternehmens zu gewinnen. Dieser Aspekt wird besonders vor dem Hintergrund des demografischen Wandels gewichtig. Dem Fachkräftemangel wird insbesondere durch die Schaffung eines positiven Arbeitsumfelds und die betriebliche Aus- und Weiterbildung begegnet, weshalb das Personalrisiko derzeit als eher gering eingeschätzt wird.

Projektrisiken

Aus der Durchführung der Projekte entstehen Risiken für die Gesellschaft und ihre Auftraggeberin und Gesellschafterin. Diese bestehen insbesondere in der Durchführung der Projektsteuerung im Hinblick auf Einhaltung von Kostenbudgets, Einhaltung von Zeitplänen sowie einer funktionierenden Qualitätssicherung zur Sicherstellung der Kundenzufriedenheit sowie der Einhaltung vertraglicher Vereinbarungen. Die Gesellschaft sieht sich hier sowohl personell als auch organisatorisch gut aufgestellt und ist durch die laufende Überwachung der Projekte gegen dieses Risiko sehr gut abgesichert.

Steuerliche Risiken

Steuerliche Risiken für die Gesellschaft resultieren aufgrund der grenzüberschreitenden Integration in die Winthrop Group insbesondere aus Änderungen nationaler Steuergesetze und -regelungen, der Rechtsprechung und der Auslegung durch die nationalen Finanzbehörden. Feststellungen der nationalen Prüfungsbehörden der verschiedenen Länder können zu höheren Steueraufwendungen und -zahlungen führen und zudem Einfluss auf die Höhe der Steuern haben. Konkret erscheinen hier Auswirkungen aus Betriebsprüfungen in Bezug auf das Cost-Plus-Modell, konzerninterne Transferpreise sowie (Einfuhr-)Umsatzsteuer möglich. Die Gesellschaft hat bisher noch keiner steuerlichen Außenprüfung unterlegen. Zwecks Risikomiminierung werden wir diesbezüglich, auch auf Ebene der Winthrop Group, durch externe Spezialisten beraten.

Gesamtbild der Risikolage

Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Gesellschaft durch die enge organisatorische und wirtschaftliche Einbindung in die Winthrop Group von vielen Risiken lediglich indirekt betroffen ist; auch die Projektrisiken sind für die Gesellschaft selbst liquiditäts- und kostenseitig quasi Null. Umgekehrt ist die WTG aber wie die Winthrop Group insgesamt den o.g. Absatz-, Wettbewerbs- und Beschaffungs- sowie technologischen Risiken ausgesetzt. Dabei sind nach unserer Einschätzung jedoch derzeit keine den Bestand der Gesellschaft direkt oder indirekt gefährdenden Risiken zu identifizieren.

2. Chancen der zukünftigen Entwicklung

Technologie und Digitalisierung

Der Markt für Rechenzentren wächst, da die voranschreitende Digitalisierung einen großen Bedarf an Datenverarbeitung, Speicherung und Cloud-Services mit sich bringt. Insbesondere aufgrund der ständig wachsenden Menge an Daten, die in der heutigen digitalen Welt erzeugt wird, wird immer mehr Rechen- und Speicherkapazität benötigt. Dieser Bedarf schafft eine kontinuierliche Nachfrage nach hochmodernen Rechenzentren. Zudem steigt mit dem Bedarf an rechenintensiven Anwendungen wie Künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen (ML) die Nachfrage nach Hochleistungsrechenzentren. Dabei sieht die Winthrop Group Chancen insbesondere darin, sich auf Grundlage technologischer Führung auf die Bereitstellung eines umfassenden Produktangebots von schlüsselfertigen Rechenzentrumslösungen, Anwendungs-Know-how und größtmöglichem Service zu konzentrieren.

Datenschutz und -sicherheit

Die Sicherheit von Daten und Informationen zu gewährleisten, ist für Unternehmen von entscheidender Bedeutung. Rechenzentren, die robuste Sicherheitsmaßnahmen integrieren, um Daten vor Bedrohungen zu schützen, sind besonders gefragt. Um auf technologische Neuerungen und sich ändernde Rahmenbedingungen kurzfristig reagieren zu können, benötigen die Mitarbeiter detaillierte Kenntnisse und Erfahrungen. Vor dem Hintergrund der steigenden Anforderungen an Datenschutz und -sicherheit bietet dabei die konstante Weiterentwicklung der Produktpalette der Winthrop Group in Verbindung mit technischen Neuerungen wesentliche Chancen und Möglichkeiten, auch in Zukunft die Produkte am Markt erfolgreich anzubieten.

D. PROGNOSEBERICHT

Für die Jahre 2023 und 2024 wird gemäß den Angaben des Statistischen Bundesamtes mit einer Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts von -0,6 % im Jahr 2023 und 1,3 % im Jahr 2024 gerechnet. Für die nahe Zukunft kann infolge des Kriegs in der Ukraine und des Konflikts in Israel von einer Erhöhung der Unsicherheit über die weltwirtschaftliche Entwicklung und einer Dämpfung für das weitere Wachstum ausgegangen werden. Der Krieg in der Ukraine hat laut IWF eine kostspielige humanitäre Krise ausgelöst. Die wirtschaftlichen Schäden durch den Konflikt haben zu einer erheblichen Verlangsamung des globalen Wachstums im Jahr 2022 beigetragen und die Inflation deutlich erhöht. Jedoch wird damit gerechnet, dass sich im Verlauf der Jahre 2023 und 2024 die weltwirtschaftliche Erholung wieder durchsetzt. Für die kommenden Jahre wird weiter mit einem Zuwachs der weltweiten Produktion (gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten) gerechnet. 7

7 Vgl. ifo Institut (2023), Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2023.

Die Gesellschaft führt, begleitet von ihrer Gesellschafterin Winthrop Technologies Limited, in regelmäßigen Abständen einen Bottom-up-Prognoseprozess durch. Dieser Prozess liefert eine rollierende 12-, 24-, 36- und 48-monatige Sicht auf das Geschäft auf Projektbasis. Damit besteht die Möglichkeit, die jeweiligen Projekte im Hinblick auf diverse Gesichtspunkte zu beurteilen und dabei die finanziellen Auswirkungen festzustellen. So können sowohl lang- als auch kurzfristige Projekte überwacht und bei Notwendigkeit flexibel auf geänderte Rahmenbedingungen reagiert werden.

Ausgehend von den vorläufigen Ist-Werten für das Geschäftsjahr 2022/2023 und der aktuellen Planung wird für die Geschäftsjahre 2022/2023 und 2023/2024 folgende Entwicklung erwartet:

Umsatzerlöse Jahresüberschuss
Mio. EUR Mio. EUR
2022/2023 - vorläufige Werte 255 1,6
2023/2024 - Planung 458 3,0

Die der gemeinsam mit der Winthrop Technologies Limited erstellten Planung zugrunde liegenden Umsatzerlöse werden grundsätzlich auf individueller Projektbasis auf der Grundlage von jeweiligen vergleichbaren Projekten mit Drittkunden aus der Vergangenheit in Deutschland ermittelt. Die insoweit prognostizierten Umsatzerlöse werden hierbei auf einer Bottom-up-Planung auf Projektbasis ermittelt, wobei ein dreijähriger Planungshorizont für die Jahre bis einschließlich 2025/2026 betrachtet wird.

Die entsprechenden Umsatzkosten werden dabei entsprechend auf Projektbasis mithilfe einer Bottom-up-Projekterwartung und anhand einer Kostenbasisanalyse früherer und bestehender Projekte geschätzt. Hierbei wird entsprechend zwischen Materialkosten, Kosten für Subunternehmer und Fremdfirmen sowie Personalkosten differenziert. Hinzu kommen Verwaltungskosten, die im Vergleich zu den Verkaufskosten ein geringes Niveau aufweisen.

 

München, 21. Dezember 2023

Die Geschäftsführung

Anne Marie Dooley

Bernard Keane

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Zu dem vollständigen Jahresabschluss, der in der Gesellschafterversammlung am 21. Dezember 2023 festgestellt wurde, und dem Lagebericht wurde der nachfolgende Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Winthrop Technologies GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Winthrop Technologies GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 30. April 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2021 bis zum 30. April 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Winthrop Technologies GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2021 bis zum 30. April 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. April 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2021 bis zum 30. April 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt - Erstprüfung

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das vorhergehende Geschäftsjahr vom 1. Mai 2020 bis zum 30. April 2021, der die Grundlage für die Vergleichsangaben im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2021 bis zum 30. April 2022 bildet, wurde nicht geprüft. Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2021 bis zum 30. April 2022 ist diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehrfortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 21. Dezember 2023

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marco Farrenkopf, Wirtschaftsprüfer

Ruth Ehrlich, Wirtschaftsprüferin"

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