Stammdaten

Register
Amtsgericht Kempten HRB 12062
Vorher
LI Leasing GmbHN.C. Leasing & Trading GmbH
Eingetragen
25.4.1990
Branche
Vermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3,5 tVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels CarsharingVermietung von sonstigen Maschinen, Geräten und beweglichen Sachen a. n. g.
Gegenstand
Mobilien-Leasing-Geschäfte aller Art, insbesondere An- und Verkauf von beweglichen Wirtschaftsgütern aller Art, die der gewerblichen, industriellen oder privaten Nutzung dienen, Finanzierung dieser oder artverwandter Geschäfte, Durchführung von Beratungs- und Verwaltungstätigkeiten für Mobilien-Leasing-Geschäfte und aller artverwandten Tätigkeiten, sowie der An- und Verkauf von Kraftfahrzeugen aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Oliver Frauscher
seit 9.9.2013
Geschäftsführer
Petra Frauscher
seit 9.9.2013
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

88131 Lindau (B), Wannental 31
26.000 €
56.52%
88131 Lindau (B), Wannental 31
20.000 €
43.48%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

N.C. Leasing GmbH

Weißensberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Jahr 2023

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Wirtschaftsbericht

Angaben zum Unternehmen

1. Unternehmensstruktur

2. Lage der Gesellschaft

2.1 Geschäftsverlauf

2.2 Rechtliche Lage

2.3 Finanzlage

2.4 Ertragslage

2.5 Vermögenslage

2.6 Nachtragsbericht

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Risikobericht

3.1.1 Adressausfallrisiko:

3.1.2 Marktpreisrisiko

3.1.3 Liquiditätsrisiko

3.1.4 Operationelles Risiko

3.1.5 Risiken der künftigen Entwicklung

3.2 Chancen der künftigen Entwicklung

3.3 Prognosebericht

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Entwicklung Vertragsanzahl von 2012 bis 2023

Abbildung 2: Entwicklung offene Forderungen an Kunden von 2012-2023

Abbildung 3: Gesamtanzahl Leasing- und Mietkaufobjekte 2023

Abbildung 4: Gesamtanzahl Leasing- und Mietkaufobjekte 2022

Abbildung 5: Größenklassen Leasing- und Mietkaufverträge

Abbildung 6: Risiken für die Gesellschaft

Abbildung 7: Kunden- und Vertragsverteilung nach Berufsgruppen 2023

Abbildung 8: Kunden- und Vertragsverteilung nach Berufsgruppen 2022

Abbildung 9: Aufteilung Leasing- und Mietkaufobjekte in 2023

Abbildung 10: Aufteilung Leasing- und Mietkaufobjekte in 2022

Abbildung 11: Kundeneinteilung nach Berufsgruppen 2023

Abbildung 12: Kundeneinteilung nach Berufsgruppen 2022

Wirtschaftsbericht

Leasing unterstützt Zukunftsinvestitionen

Aufgrund ihres Know-hows, der Assets und ihrer Marktnähe sind Leasing-Gesellschaften qualifiziert Investitionen in innovative und nachhaltige Wirtschaftsgüter für die Energiewende zu realisieren.

Die Branche finanziert bereits Zukunftsinvestitionen in Photovoltaik- oder Biogasanlagen, Windparks, Wärmepumpen, Kälte-, Klima- und Lüftungstechnik.

Eine aktuelle Umfrage unter den BDL-Mitgliedern hat gezeigt, dass Leasing bereits für eine große Bandbreite an Investitionen in die Energiewende genutzt wird. Drei von vier Leasing-Gesellschaften verzeichnen eine zunehmende Nachfrage nach nachhaltigen Wirtschaftsgütern und erneuerbaren Energieanlagen.

Handwerker nutzen geleaste Elektrofahrzeuge und Ladestationen, Verkehrsbetriebe schaffen klimafreundliche Straßenbahnen und Züge über Leasing an.

Dank Leasing erlebt auch das Fahrrad einen neuen Boom. Über eine Million E-Bikes und Fahrräder sind in den vergangenen zwei Jahren mittels Leasings auf die Straße gebracht worden.

Gerade bei innovativen Technologien mit kurzen Innovationszyklen steht "Nutzen statt Eigentum" im Vordergrund. Denn wer will zum Beispiel einen Neuwagen kaufen, wenn die Erfahrungswerte zu neuen Antriebstechnologien fehlen oder zur Preisentwicklung auf dem Gebrauchtwagenmarkt? Ein Großteil der Elektroautos auf deutschen Straßen ist daher geleast 1.

Wie schon im letzten Wirtschaftsbericht 2022 aufgezeigt, konnten wir erneut eine moderate Steigerung des Geschäftsergebnisses im Berichtsjahr erreichen.

Besonders erfreulich ist anzumerken, dass trotz nahezu gleichbleibender Stückzahl an Leasing- und Mietkaufobjekten im Berichtsjahr, bezogen auf das Vorjahr, der Substanzwert der N.C. Leasing GmbH eine erneute Steigerung in 2023 verzeichnen konnte (siehe nachfolgende Diagramme über Vertragsanzahl und Entwicklung offener Forderungen).

1 Quelle: Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen, Jahresbericht 2023

Der Grund hierfür liegt aus Sicht der Gesellschaft an der steigenden Nachfrage unserer Kunden in Fahrzeuggruppen, die aus einem zum Teil deutlich höheren Marktpreisbereich mit hochwertigeren Produkten stammen.

Aus den beiden nachfolgenden Diagrammen ist die nahezu gleichbleibende Stückzahl der Leasing- und Mietkaufobjekte im Berichtsjahr zum Vorjahr dargestellt.

Trotz diverser Angebote unsererseits ist das Interesse, bzw. die Akzeptanz der Elektromobilität bei unseren Kunden nach wie vor sehr verhalten.

Kontraproduktiv sind hier mit Sicherheit die von der Bundesregierung vorgenommenen ersatzlosen Streichungen der Förderprogramme für Elektrofahrzeuge.

Auch die nach wie vor hohen Anschaffungskosten geben wenig Anreiz für diese Fahrzeuge. Die zum Großteil viel zu geringen Batterieleistungen, fehlende Infrastruktur von Ladesäulen und der sehr hohe Wertverlust bei einem Verkauf des Fahrzeuges, sind die meistgenannten Gründe unserer Kunden, um von einer Kaufentscheidung für die Elektromobilität abzusehen.

Wir bleiben somit, wie auch in den Vorjahren, unserer bewährten Strategie treu und bieten unseren Kunden weiterhin Diesel-Fahrzeuge mit EU 6/7 Norm, sowie Benzin und Hybrid-Fahrzeuge über Leasing -und Mietkaufverträge zur Nutzung an.

Auch die im Berichtsjahr angebotenen Sonder-Dienstleistungen, speziell auf dem Versicherungssektor, sind wieder sehr gerne und gut von unseren Kunden angenommen worden.

Wie schon im letzten Berichtsjahr ausgeführt sehen wir uns durch das Gesamtergebnis in 2023 mit unserer Strategie und unseren Angeboten am Markt grundsätzlich richtig aufgestellt.

Mit realistischer Skepsis und angemessenem Argwohn sehen wir die momentane Entwicklung auf dem Kapitalmarkt. Aufgrund der zum Teil drastischen Zinserhöhungen im Berichtsjahr erwarten wir für das Jahr 2024 ein Ergebnis auf ähnlichem Niveau, da diese Kosten nicht eins zu eins an den Markt weitergegeben werden können.

Auch auf die Folgejahre wird dies seinen Einfluss haben, da wir in der Regel mit Finanzierungs- "Paketen" arbeiten, die mit Zinsfestschreibungen auf drei bis vier Jahre abgeschlossen werden.

Im Gesamtergebnis sehen wir uns trotz aller äußeren Einflüsse auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und Europa für die künftigen Jahre gut gerüstet.

Angaben zum Unternehmen

1. Unternehmensstruktur

Die N.C. Leasing GmbH hat Ihren Sitz in 88138 Weißensberg bei Lindau am Bodensee.

Die Gesellschaft, gegründet am 01.04.1990, blickte im Jahr 2023 auf 33 Jahre erfolgreiche Firmengeschichte zurück.

Die Kunden werden mit Ausnahme von einigen selbstständigen Vermittlern direkt aus unserem Standort in Weißensberg betreut.

Die eingesetzten selbstständigen Vermittler betreuen ihre Kunden nach Absprache mit der Geschäftsleitung der N.C. Leasing GmbH jeweils vor Ort.

Das Geschäft wurde bisher vornehmlich von zwei geschäftsführenden Gesellschaftern, einer Prokuristin sowie einer Vollzeit und einer Teilzeit Bürokauffrau betrieben. Im Oktober 2020 wurde zusätzlich eine neue Vollzeitkraft eingestellt. Seit 01.03.2020 steht auch der Firmengründer, der ab 01.06.2019 eine Auszeit genommen hatte, wieder in Vollzeit zur Verfügung.

Die N.C. Leasing GmbH hat sich auf das Verleasen von mobilen Investitionsgütern im Geschäftskundenbereich spezialisiert, vornehmlich Kraftfahrzeuge im PKW-, Nutzfahrzeug- und Personenbeförderungsbereich, sowie Agrarmaschinen und Sondergerätschaften.

Das Privatkundengeschäft bezieht sich ausschließlich auf PKW-Leasing, sowie Mietkauf.

Des Weiteren werden Dienstleistungen in den Bereichen Reparaturen, PKW-Tuning, Ersatzteilbeschaffung, sowie Versicherungsleistungen aller Art vermittelt.

2. Lage der Gesellschaft

2.1 Geschäftsverlauf

In der nachfolgenden Größenklassengliederung ist ersichtlich, dass die Anzahl der Leasingverträge um etwa 3,9% rückläufig zum Vorjahresniveau ist. Aufgrund der gesunkenen Vertragsanzahl ist auch der Forderungsbestand entsprechend um TEUR 140 (≈1,1%) gesunken.

Bei den Mietkaufverträgen konnte erneut eine Erweiterung im Berichtsjahr erreicht werden, bei nahezu konstanter Vertragsanzahl (leicht steigend um ein knappes Prozent) konnte der Forderungsbestand um etwa 7,7% auf TEUR 17.402 gesteigert werden.

Größenklassen 31.12.2023 Vorjahr
Objekt-Anzahl offene Forderungen Volumen Objekt-Anzahl offene Forderungen Volumen
Anzahl in T€ in % Anzahl in T€ in %
LEASING
zwischen T€ 0 und T€ 25 411 4.932 39,7 454 5.296 42,1
zwischen T€ 25 und T€ 50 138 4.595 37,0 118 4.104 32,7
zwischen T€ 50 und T€ 100 30 1.969 15,8 30 2.018 16,1
zwischen T€ 100 und T€ 250 7 931 7,5 8 1.150 9,1
über T€ 250 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
586 12.428 100 610 12.568 100
Vertrags-Anzahl Vertrags-Anzahl
MIETKAUF
zwischen T€ 0 und T€ 25 598 7.424 42,7 608 6.913 43,0
zwischen T€ 25 und T€ 50 178 6.010 34,5 166 5.648 35,1
zwischen T€ 50 und T€ 100 40 2.596 14,9 36 2.219 13,8
zwischen T€ 100 und T€ 250 10 1.372 7,9 9 1.290 8,0
über T€ 250 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
826 17.402 100 819 16.070 100

Abbildung 5: Größenklassen Leasing- und Mietkaufverträge

Die im Prognosebericht 2022 erwartete Stabilisierung des Leasingüberschusses ist mit gerundet TEUR 4.150 im Berichtsjahr eingetreten und leicht erhöht im Vergleich zum Vorjahresergebnis (TEUR 4.139).

Die im Prognosebericht 2022 geplante moderate Steigerung des Neugeschäftes für das Geschäftsjahr 2023 ist erwartungsgemäß mit einem Zuwachs von TEUR 1.192 erreicht worden.

Bei den Provisionsentgelten für vermittelte Dienstleistungen lag das Ergebnis im Berichtsjahr (TEUR 155) unterhalb des Ergebnisses des Vorjahres 2022 (TEUR 197).

2.2 Rechtliche Lage

Die N.C. Leasing GmbH betreibt Finanzierungsleasing und ist damit erlaubnispflichtig. Die Anmeldung hierzu bei Bundesbank und BaFin erfolgte im Dezember 2009.

2.3 Finanzlage

Die Refinanzierung der Gesellschaft erfolgt durch Festdarlehen mit Forderungszession (ohne Forfaitierung) im Wesentlichen bei der langjährigen Hausbank, die Darlehen mit vertragskonformen Laufzeiten und Zinsfestschreibungen in sog. Paketlösungen, anbietet.

Auch stehen der Gesellschaft nach wie vor Darlehen mit qualifizierten Rangrücktrittserklärungen zur Verfügung. Die Liquidität der Gesellschaft war über das gesamte Jahr und zu jeder Zeit gewährleistet. Die Gesellschaft konnte im Berichtsjahr jederzeit und lückenlos ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen.

2.4 Ertragslage

Trotz weiterhin bestehenden Resolutionen der Bundesregierung sowie einer erneuten Anpassung der Gehaltsstruktur, konnte der Ertrag mit TEUR 1.080 das Vorjahresniveau leicht übertreffen.

Im Vorjahr wurde erwartet, dass sich der Umsatz bei Leasingentgelten im Berichtsjahr 2023 im Vergleich zu 2022 moderat erhöht. Diese Erwartung konnten wir nicht ganz erreichen - die Leasingentgelte sanken um TEUR 526 (-8,4%) auf TEUR 5.732, jedoch konnte das Leasingergebnis um TEUR 11 auf TEUR 4.150 gesteigert werden.

Ebenfalls konnten die Zinserträge aus dem Mietkaufgeschäft um TEUR 253 (13,2%) auf TEUR 1.904 im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden.

Aufgrund dessen konnte der Jahresüberschuss auf TEUR 1.080 um TEUR 53 (4,9%) gesteigert werden.

2.5 Vermögenslage

Bei Eigenmitteln (einschließlich Nachrangdarlehen) von insgesamt TEUR 12.853 ist bei einer Bilanzsumme von TEUR 21.935 die Eigenmittelquote von 56,70 % im Vorjahr auf 58,60 % im Berichtsjahr erneut gestiegen.

Auch die Forderungen aus Mietkaufverträgen konnten von TEUR 12.225 im Vorjahr auf TEUR 13.844 im Berichtsjahr deutlich um 11,7 % gesteigert werden.

Somit weist die Vermögenslage geordnete Verhältnisse aus.

2.6 Nachtragsbericht

Der Geschäftsbetrieb im Berichtsjahr, sowie das Betriebsergebnis und die getroffenen Maßnahmen der Geschäftsleitung (vor allem durch intensiv erfolgtes Risikomanagement und -steuerung, sehr genaue Vorausschau des geplanten Neugeschäftes, sowie außerordentlicher Einsatz des gesamten Teams) haben auch im Geschäftsjahr 2023 zu einer weiterhin positiven Entwicklung geführt.

Die nach wie vor bestehenden politischen Unsicherheiten, sowie auch der Ukraine Konflikt und die daraus resultierenden Folgen für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft und den Geschäftsbetrieb der Gesellschaft sind nach wie vor zu beobachten, um bei Bedarf sofort handlungsfähig zu sein.

Auch wird von der Geschäftsleitung die im Berichtsjahr weiterhin bestehende Veränderung in der Zinslandschaft sehr sorgfältig beobachtet, um kurzfristig in den Folgejahren die Weichen im Bereich der Refinanzierung für den weiteren Geschäftsbetrieb neu einzustellen.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Risikobericht

Es werden durch die Geschäftsleitung die Risikosteuerung, -messung und -bewertung bearbeitet.

Eine wesentliche Aufgabe des gesamten Vertragsmanagements steht in der permanenten Überwachung desselben, sowie in der Bonitätsbeurteilung. Unter Risiko sieht die Geschäftsführung der N.C. Leasing GmbH in erster Linie die Unsicherheiten über künftige Entwicklungen sowie politische Veränderungen, die die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft negativ beeinflussen könnten.

Diese Risiken können je nach Ursprung in verschiedene Risikoarten gegliedert werden. Gleichzeitig analysiert und bewertet die Geschäftsleitung der N.C. Leasing GmbH stets auch die Chancen, welche sich aus bewusst eingegangenen Risiken ergeben.

Grundsätzlich wird bei der Risikostrategie beachtet:

Verzicht auf Geschäfte die mit der Risikostrategie der Gesellschaft nicht vereinbar sind

Erfolgschancen und Risiken müssen in angemessenem Verhältnis zueinander stehen

Risikokonzentrationen (Klumpenrisiken) müssen weitgehend vermieden werden

Auftretende Schadensfälle werden direkt von uns abgewickelt, um die Gefahr von Wertverlusten durch unreparierte Schäden zu begrenzen

Die N.C. Leasing GmbH ist im Wesentlichen den nachfolgenden vier Risiken ausgesetzt:

3.1.1 Adressausfallrisiko:

Da sich die N.C. Leasing GmbH in der Regel über Darlehen refinanziert, trägt die Gesellschaft ein Adressausfallrisiko, das immer dann eintritt, wenn ein Leasingnehmer seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann und sich gleichzeitig das Marktpreisrisiko (siehe hierzu Punkt 3.1.2) in der Form realisiert, dass die Forderungen der Gesellschaft nicht durch den Verwertungserlös durch übermäßigen Verschleiß oder erhöhten Wertverzehr, der dem Vertrag zugrunde liegenden Objekte, gedeckt werden kann, wodurch der Gesellschaft ein wirtschaftlicher Schaden entsteht.

Schon in 2011 hatte die N.C. Leasing GmbH das Finanzierungsvolumen deshalb für den einzelnen Kunden deutlich gesenkt.

Hierbei muss auch das Klumpenrisiko gesehen werden, d.h. die Anzahl, bzw. die Summe der Verträge pro Einzelkunde. Die Gesellschaft entgegnet diesem Risiko mit Obergrenzen für das Engagement pro Einzelkunde in Summe. Zudem spielen die Cross-Selling-Quoten beim Abschluss von Leasing- bzw. Mietkaufverträgen eine entscheidende Rolle.

Um die Entstehung von Klumpenrisiken/Konzentrationen auf einzelne Kundengruppen und Branchen zu vermeiden, wurden die in 2011 gesetzten Obergrenzen für das Engagement pro Bestandskunden (Neukunden max. 5 %) von bisher 10%, ab 2014 auf 8%, nochmals im Jahr 2020 auf 5 % der Summe des Eigenkapitals und der nachrangigen Darlehen gesenkt.

Eine Überschreitung dieser Limits ist auch in diesem Berichtsjahr nicht erfolgt und wäre nur gegen Gewährung zusätzlicher Sicherheiten möglich.

Zur weiteren Risikominimierung werden ausschließlich Leasingobjekte angenommen, für die im Verwertungsfall ein breiter Markt besteht.

Die N.C. Leasing GmbH investiert in ein möglichst breit diversifiziertes Portfolio, welches sich von 2022 auf 2023 wie nachfolgend dargestellt entwickelt hat.

Im Einzelnen:

Bei den Rückbuchungen von Forderungen aus Leasing-& Mietkaufentgelten musste im Berichtsjahr in Summe erneut eine leichte Steigerung verzeichnet werden, was zum einen wieder mit der Erhöhung des Geschäftsvolumens einhergeht und zum anderen der noch anhaltenden schwierigen wirtschaftlichen und politischen Situation geschuldet ist (Teuerung der Lebenshaltungskosten, Inflation, Zahlungsverhalten von Auftrag-& Arbeitgebern sowie Zahlungsunfähigkeiten und Insolvenzen).

Durch den unverzüglichen und direkten Einsatz der Geschäftsleitung, den Mitarbeitern vor Ort, sowie dem direkten Einsatz von Forderungsinstituten, konnten trotz der Ausnahmesituation mehr als 75 % der rückgebuchten Leasing- & Mietkaufentgelte im anfallenden Monat, sowie weitere 15 % innerhalb von 45 Tagen nach Fälligkeit neu eingezogen werden bzw. sind durch den Kunden selbst überwiesen worden. Die restlichen 10 % wurden durch Umrechnung/ Verlängerung der bestehenden Leasingund Mietkaufverträge bzw. bei Abverkauf von Objekten realisiert.

Wenn erforderlich, werden Vorkehrungen getroffen, damit bisherige Schadensfälle nicht mehr eintreten, z.B. durch vorzeitiges Kündigen von Leasingverträgen und zeitnahem Einsatz bei Sicherstellungen im drohenden Fall des Unterganges eines Leasingobjektes.

Als zusätzliche Sicherheitsvorkehrung werden seit Mitte 2022 für sämtliche Neuverträge Sicherungsübereignungen für die Fahrzeuge bei den jeweiligen Zulassungsstellen beantragt. Somit kann durch einen "Sperrvermerk" beim Zentralregister des Kraftfahrtbundesamtes kein Kunde ohne unsere ausdrückliche schriftliche Zustimmung Änderungen an den Fahrzeugpapieren vornehmen lassen.

Aufgrund einer nahezu konstant gebliebenen Anzahl der Leasinggüter, sowie eine moderat gestiegene Kundenanzahl, konnte die Cross-Selling-Quote (Stückzahl der laufenden Verträge pro Einzelkunde 2) über sämtliche Berufsgruppen im Berichtsjahr auf 1,44 erneut leicht reduziert werden.

Finanzpolitische Einflußfaktoren, sowie auch andere Risiken, sind für die Zukunft nicht eindeutig abschätzbar.

Angesichts der im Berichtsjahr eingetretenen Forderungsverluste von TEUR 64, sowie den Pauschal- und Einzelwertberichtigungen aus Forderungen an unsere Kunden in Höhe von knapp TEUR 297, ergänzt durch einen Abschlag von einem Prozent auf die gesamten offenen Forderungen (≈ TEUR 298), wurde die Höhe der Adressausfallrisiken durch die Geschäftsführung der Gesellschaft entsprechend um knapp 5% erhöht auf TEUR 660.

2 je geringer die Cross-Selling- Quote, desto geringer ist das Adressausfallrisiko pro Einzelkunde

3.1.2 Marktpreisrisiko

Ein Marktpreisrisiko besteht im Fall von Verwertungen bei vorzeitiger Vertragsbeendigung 3, als auch im Hinblick auf die kalkulierten Nachgeschäftserlöse, falls der in der Verwertung der Objekte erzielte Kaufpreis geringer ausfällt, als der ursprünglich festgesetzte Wert des Objektes (kalk. Restwert).

Diesem Risiko begegnet die Gesellschaft mithilfe der eigenen Verwertungskompetenz, sowie der Auflage für den Kunden eine Kasko-Versicherung abzuschließen, die mit einer GAP-Deckung versehen ist, um im Schadensfall die eventuelle Differenz zwischen Wiederbeschaffungswert und Buchwert bei der Gesellschaft auszugleichen. Eine entsprechende Bestätigung einer Versicherungsgesellschaft hat bei Vertragsabschluss vorzuliegen.

Auch aufgrund der erneut konstant gehaltenen Cross-Selling-Quote beim Abschluss von Leasing- bzw. Mietkaufverträgen pro Einzelkunde zum Vorjahr ist das Marktpreisrisiko der Gesellschaft im Verhältnis zum Gesamtvolumen gesunken (siehe nachfolgende Grafiken: Kundeneinteilung nach Berufsgruppen).

3 z.B. durch Kündigung des Leasingvertrages gemäß den AGB der N.C. Leasing GmbH, Insolvenz des Leasingnehmers, Abrechnung bei Totalschaden, bzw. Totalverlust über Versicherungen zum Wiederbeschaffungswert, politische Veränderungen, etc.

Die maximale Höhe bei Marktpreisrisiken wurde auf Basis der erfolgten Teilwertabschreibungen von TEUR 320 und den KFZ-Reparaturen in Höhe von 56 TEUR im Berichtsjahr auf dem Vorjahresniveau von TEUR 425 belassen.

3.1.3 Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beschreibt das Risiko der Gesellschaft, ihren Zahlungsverpflichtungen nicht termingerecht oder nicht in voller Höhe nachkommen zu können, sowie bei Bedarf nicht ausreichend finanzielle Mittel zu den erwarteten Konditionen beschaffen zu können.

Liquiditätsrisiken können bei der N.C. Leasing GmbH als eher gering angesehen werden, da Kreditlinien von Refinanzierern, sowie nachrangige Darlehen der Gesellschaft in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.

Verpflichtungen (z.B. aus unwiderruflichen Finanzierungszusagen) erstrecken sich ausschließlich auf Bestelleintritte für das Leasingvermögen der Gesellschaft.

Das Zinsänderungsrisiko der N.C. Leasing GmbH ist aufgrund von Zinsfestschreibungen der Refinanzierungsdarlehen, die in vertragskonformen Laufzeiten zu den Leasingverträgen abgeschlossen werden, sowie der festgeschriebenen Zinssätze der rangrückgestellten Darlehen, unbedeutend.

Um Zinsänderungsrisiken künftig gänzlich auszuschließen, werden Neugeschäfte mit festen Refinanzierungspaketen (mit jeweiligen Zinsfestschreibungen, analog zu den Laufzeiten der Leasingverträge) mit den refinanzierenden Banken vereinbart.

Durch die Zinssteigerung im Berichtsjahr bei den refinanzierenden Banken (ca. 2%) und der anzunehmenden Stabilisierung des Zinsniveaus für das Folgejahr wurde die Höhe der Liquiditätsrisiken der Gesellschaft durch die Geschäftsführung als ausreichend angesehen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten beliefen sich im Berichtsjahr auf TEUR 7.107 und waren somit knapp TEUR 266 unter dem Vorjahreswert.

Ausgehend von einem ähnlichen Liquiditätsbedarf, bei stabil bleibendem Zinsniveau für das kommende Geschäftsjahr, kalkuliert die Gesellschaft bei Verbindlichkeiten von ca. TEUR 7.000 die maximale Höhe für das Liquiditätsrisiko auf Vorjahresniveau in Höhe von TEUR 140.

3.1.4 Operationelles Risiko

Die operationellen Risiken werden bei der N.C. Leasing GmbH als Gefahr von Verlusten definiert, die in Folge von Vertragsverwaltungsfehlern, Verfahrensfehlern oder externen Einflüssen entstehen können.

Um Vertragsverwaltungsfehler so weit wie möglich minimieren zu können, werden sämtliche Neuverträge anhand eines Leitfadens seitens der Innenrevision auf Vollständigkeit geprüft.

Des Weiteren ist die Geschäftsleitung bestrebt die Aufbau- & Ablauforganisation risikoorientiert zu steuern und permanent zu überwachen.

Ausgehend von einem Worst-Case-Szenario (z.B. vollständiger Untergang der Geschäftsausstattung durch einen Brand im Büro) setzen wir vorsichtig folgenden Kostenblock für die Instandsetzung an:

TEUR 60 neue Büroausstattung (EDV-Hardware, Möbel, etc.)
TEUR 50 zusätzlicher Mitarbeiter für Übergangsjahr bis Normalbetrieb
TEUR 30 externe Dienstleister (Einrichtung IT-Landschaft, Telefonanlage, etc.)
TEUR 10 Mehrkosten durch Umzug (höhere Miete, etc.)
TEUR 50

Puffer für "unvorhersehbare" Kosten

Die maximale Höhe bei operationellen Risiken sieht die Geschäftsführung der Gesellschaft deshalb bei insgesamt TEUR 200.

3.1.5 Risiken der künftigen Entwicklung

Um ein weiteres Risiko der künftigen Entwicklung zu minimieren, wurde im Rahmen der Betrugsprävention bereits im Vorjahr ein wichtiger Schritt für die Zukunft beschlossen.

Jedes Fahrzeug der N.C. Leasing GmbH, das auf einen Kunden zugelassen wird, wird künftig bei der jeweiligen Zulassungsstelle eine Sicherungsübereignungsanzeige eingetragen. Somit ist ein eventueller Betrugsversuch, das Fahrzeug umzumelden oder neue Fahrzeugpapiere durch den Kunden erstellen zu lassen, ausgeschlossen. Die Kosten hierfür sind vergleichsweise gering und auch der dafür erforderliche Aufwand hält sich in Grenzen.

Personeller Ausfall:

Das operative und administrative Geschäft wird weiterhin in erster Linie von den zwei Geschäftsführern und einem leitenden kaufmännischen Angestellten geführt. Die in den letzten Jahren getroffenen Personalentscheidungen, sowie die erneute Erweiterung von Kompetenzen der Mitarbeiter, hat sich auch im Berichtsjahr wieder bewährt.

Politischer Einfluss:

Mit angemessener Vorsicht beobachten wir weiterhin die aktuelle Entwicklung auf dem Kapitalmarkt. Zwar gehen wir von einer Stabilisierung des Zinsniveaus aus, allerdings bleibt abzuwarten, wohin sich die Zinsentwicklung bewegt und ob die dadurch für die Gesellschaft erhöhten Kostensätze auf die Kunden aus Industrie, Gewerbe und Privathaushalten umgelegt werden müssen. Auch die weiteren politischen Entscheidungen in Sachen Elektromobilität werden in der Gesellschaft mit großem Interesse verfolgt.

Aufgrund der relativ hohen Beschaffungskosten und der Streichung von Subventionen bei dem Kauf eines Neufahrzeuges, sowie die teilweise sehr geringen Reichweiten der Fahrzeuge, vor allem aber die nach wie vor viel zu geringe Anzahl an Ladestationen, haben bei uns die erwarteten Nachfragen für strombetriebene Fahrzeuge bei weitem nicht erfüllt.

Auch die Wertentwicklung im Gebrauchtwagen-Sektor ist bei reinen Elektrofahrzeugen, gemäß unseren Beobachtungen auf dem Fahrzeugmarkt, eher unbefriedigend.

Dennoch versuchen wir unseren Teil zur Nachhaltigkeit beizutragen, indem wir nicht nur unser Portfolio um Elektrofahrzeuge erweitern wollen, sondern auch im alltäglichen Geschäftsbetrieb CO² einsparende Maßnahmen vornehmen (PV-Anlage auf dem Dach, Nutzung von Energiesparlampen, papierlose Kommunikation, etc.) und auch weiterhin forcieren.

3.2 Chancen der künftigen Entwicklung

In den letzten Jahren haben wir uns aus dem Neuwagengeschäft wegen der Rabattschlachten und den teilweise angebotenen Null-Prozent Finanzierungen der Fahrzeughersteller, weitestgehend herausgehalten.

Aufgrund von zum Teil erheblichen Lieferengpässen einiger namhafter Hersteller, den daraus resultierenden geringeren Rabattierungen im Verkauf und den deutlich angestiegenen Zinssätzen der Autobanken, haben wir uns deshalb in diesem Berichtsjahr im Neuwagen-, sowie junge Gebrauchtwagengeschäft erneut positionieren können.

Diese Strategie werden wir nun weiterverfolgen, sodass wir unser Portfolio in den nächsten Jahren im Bereich der jungen Gebrauchten, sowie Neu- und Vorführfahrzeugen sukzessive erweitern wollen.

Wie auch in den Vorjahren sehen wir weiterhin großes Potential in der Zusammenarbeit mit unserem Partner Barmenia-Versicherungen.

Aufgrund der Bandbreite an Angeboten werden wir unseren Kunden die Versicherungsleistungen nicht nur im KFZ-Bereich anbieten, sondern das gesamte Leistungsportfolio der Barmenia, was mit guten Margen für die Gesellschaft sehr interessant ist. In einigen Fällen finden so auch Kunden über die Barmenia den Weg zur N.C. Leasing GmbH, was für uns einen weiteren Vorteil darstellt.

Wie auch in den letzten Jahren werden wir zukünftig weiter auf die bewährte Vertriebsstruktur, vordergründig mit unserem langjährigen Partner MIR-Auto, sowie der Firma Acar-Exklusiv Automobile setzen.

So werden wir, wie bereits in den Vorjahren, speziell im After-Sales Bereich, sowie bei Vertragsauflösungen, bzw. Vertragsbeendigungen und den damit verbundenen Rücknahmen von Fahrzeugen unseren Kostensatz hierfür in Zukunft auf stabilem Niveau halten können.

3.3 Prognosebericht

Die in den vergangenen Jahren erstellten Prognosen der Geschäftsentwicklung wurden auch im Berichtsjahr wieder erreicht und partiell erneut übertroffen.

Das Geschäftsjahr 2024 sowie die Folgejahre erwarten wir vom Geschäftsverlauf auf Vorjahresniveau bzw. leicht rückläufig. Dies liegt nicht unbedingt an bestehenden Restriktionen der Regierung, wirtschaftlicher Unwägbarkeiten oder fehlenden Subventionen, sondern an den damit verbundenen Begleiterscheinungen.

Aufgrund der immer noch bestehenden weltweiten Lieferengpässe, speziell in der Chip- Produktion, sind weitere Produktionsengpässe oder ganze Ausfälle in den nächsten Jahren zu erwarten, was sich vor allem in der Preisstruktur bei Gebrauchtwagen jetzt schon bemerkbar gemacht hat. Eine wesentliche Entspannung ist aktuell nicht in Sicht.

In der Folge wird keine deutliche Steigerung an Leasing- und Mietkaufobjekten wie in den letzten Jahren möglich sein.

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor für die kommenden Geschäftsjahre ist die, nach wie vor angespannte wirtschaftliche Lage auf dem Finanz-& Kapitalmarkt, mit den damit verbundenen Folgen und den nachfolgenden Auswirkungen, deren Tragweite zum aktuellen Zeitpunkt nicht abzusehen sind.

Trotz allen Unwägbarkeiten und den zu erwartenden Schwierigkeiten, sieht sich die Gesellschaft für die nächsten Jahre gut gerüstet, insbesondere aufgrund der sehr breit aufgestellten Kundenstruktur und den langjährig zuverlässigen Vertriebspartnern.

Daher prognostizieren wir für 2024 und die Folgejahre keine Steigerungen wie in den Vorjahren, aber einen positiven Geschäftsverlauf, ähnlich dem Niveau des Berichtsjahres.

 

Weißensberg, 19. April 2024

N.C. Leasing GmbH

Dieter Frauscher

Oliver Frauscher

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
1. Barreserve
a) Kassenbestand 22.633,51 30.372,76
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 83.788,42 81.992,54
b) andere Forderungen 0,00 0,00
3. Forderungen an Kunden 13.676.831,49 12.173.256,72
4. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0,00 51.316,87
5. Leasingvermögen 7.978.508,00 7.871.230,50
6. Immaterielle Anlagewerte 0,50 0,50
7. Sachanlagen 6.782,00 8.524,00
8. Sonstige Vermögensgegenstände 112.526,36 52.150,00
9. Rechnungsabgrenzungsposten 53.965,00 60.426,00
21.935.035,28 20.329.269,89

Passiva

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute
a) täglich fällig 0,00 0,00
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 7.107.290,37 7.107.290,37 7.373.002,40
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) andere Verbindlichkeiten
aa) mit vereinbarter Laufzeit- oder Kündigunsfrist 667.739,97 278.710,37
3. Sonstige Verbindlichkeiten 204.589,32 193.461,17
4. Rechnungsabgrenzungsposten 648.270,02 635.354,75
5. Passive Latente Steuern 3.009,79 3.009,79
6. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 359.744,47 228.260,54
b) sonstige Rückstellungen 90.090,00 449.834,47 90.090,00
7. Nachrangige Verbindlichkeiten 5.449.352,95 6.002.690,21
8. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
b) Kapitalrücklage 1.400.000,00 600.000,00
c) andere Gewinnrücklagen 5.200.000,00 4.200.000,00
d) Bilanzgewinn 604.948,39 524.690,66
davon Gewinnvortrag Euro 524.690,66 (Vj. Euro 297.655,19)
21.935.035,28 20.329.269,89

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar - 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
1. Leasingerträge 5.732.255,50 6.257.915,83
2. Leasingaufwendungen -1.581.806,71 4.150.448,79 -2.119.341,39
3. Zinserträge aus - Kredit - und Geldmarktgeschäften 1.904.874,25 1.651.322,35
4. Zinsaufwendungen -520.884,92 -503.142,47
5. Provisionserträge 154.257,18 197.215,59
6. Provisionsaufwendungen -26.588,23 -25.835,71
7. Sonstige betriebliche Erträge 10.519,18 9.244,55
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -747.013,97 -535.851,43
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -33.108,35 -780.122,32 -29.073,87
-darunter: für Altersversorgung Euro 4.152,00 (Euro 4.152,00)
b) andere Verwaltungsaufwendungen -196.156,65 -207.523,79
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Leasingvermögen, immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen -2.996.186,19 -3.070.042,41
10. sonstige betriebliche Aufwendungen -200,00 -200,00
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -209.126,55 -207.998,59
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -409.076,81 -388.153,19
13. Sonstige Steuern -1.500,00 -1.500,00
14. Jahresüberschuss 1.080.257,73 1.027.035,47
15. Verlust-/Gewinnvortrag 524.690,66 297.655,19
16. Einstellung in andere Gewinnrücklagen -1.000.000,00 -800.000,00
17. Bilanzgewinn 604.948,39 524.690,66

ANHANG

I. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Die Firma N.C. Leasing GmbH hat ihren Sitz in Rothkreuz 75, 88138 Weißensberg. Sie ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Kempten unter der Nummer B 12062.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeines

Die Gesellschaft wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 16. Februar 1990 gegründet. Der Jahresabschluss der N.C. Leasing GmbH wurde nach den allgemeinen Vorschriften der §§ 242 ff HGB sowie den spezifischen bankrechtlichen Vorschriften der §§ 340 ff HGB, den Vorschriften für Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach den für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute geltenden Vorgaben gemäß § 2 RechKredV.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Barreserve und Forderungen an Kreditinstitute werden zum Nominalwert bilanziert.

Forderungen an Kunden werden mit dem Nennbetrag, vermindert um die zur Risikovorsorge erforderlichen Pauschal- und Einzelwertberichtigungen, angesetzt. Für die latenten Zins- und Kreditrisiken wurde die Pauschalwertberichtigung mit 1% der nicht einzelwertberichtigten Forderungen nach Abzug der abgegrenzten Gebührenanteile ermittelt.

Aufgrund der Corona-Krise wurden auch auf die Forderungen aus Mietkaufdarlehen vorsichtshalber eine Pauschalwertberichtigung i.H.v. 1% durchgeführt.

Leasingvermögen, Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Grundlage für die Zurechnung des Leasingvermögens beim Leasinggeber ist das Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) vom 19. April 1971. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode ermittelt. Die Abschreibungen wurden nach steuerlich anerkannten Vorgaben vorgenommen. Teilwertabschreibungen wurden vorgenommen soweit der Wert des Wirtschaftsgutes zum Bilanzstichtag mindestens für die halbe Restnutzungsdauer unter dem planmäßigen Restbuchwert lag.

Vermögensgegenstände, deren Nettoanschaffungskosten unter EUR 800,00 liegen, werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Vermögensgegenstände, deren Nettoanschaffungskosten über EUR 800,00 liegen werden aktiviert und auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Der Ansatz der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Nominalwerten.

Bei den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um in voraus bezahlte Aufwendungen, die in späteren Perioden ergebniswirksam verbucht werden.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten bestehen aus Mietsonderzahlungen der Kunden, die linear über die Restlaufzeit der Leasingverträge aufgelöst werden.

Rückstellungen für erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Aufwendungen und Erträge sind entsprechend ihrem Verursachungs- und Realisationszeitpunkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

III. Erläuterungen zum Jahresabschluss

1. Erläuterungen der Bilanz

- Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute sind unverbrieft und täglich fällig.

- Forderungen an Kunden und sonstige Vermögensgegenstände

Bei den Forderungen an Kunden handelt es sich um unverbriefte Forderungen aus offenen Leasingraten mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Die Fristengliederung nach Restlaufzeiten für die in § 9 RechKredV genannten Forderungen ist im folgenden Fristigkeitenspiegel dargestellt.

Gesamt bis 3 Monate mehr als 3 Monate bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Forderungen an Kunden 13.677 1.368 3.739 8.463 107
Sonstige Vermögensgegenstände 113 53 0 0 60

- Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung ist im beigefügten Anlagespiegel dargestellt.

Das Leasingvermögen setzt sich überwiegend aus PKW, LKW und sonstigen Transportmitteln zusammen. Außerplanmäßige Abschreibungen sind im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 320 (Vorjahr TEUR 349) erfolgt.

Die immateriellen Anlagewerte (1 EUR) umfassen entgeltlich erworbene Werte.

- Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen ein Rücklagekonto der Barmenia Versicherung und eine Forderung für die Kaution für das Büro in Rothkreuz.

- Fristengliederung

Die Fristengliederung nach Restlaufzeiten für die in § 9 RechKredV genannten Forderungen ist im Fristigkeitenspiegel dargestellt.

- Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Es handelt sich hier um im Voraus bezahlte Aufwendungen, die in späteren Perioden gewinnwirksam verbucht werden.

- Verbindlichkeiten

Für die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten gelten nach § 9 RechKredV die folgenden Restlaufzeiten:

Gesamt bis 3 Monate mehr als 3 Monate bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
- täglich fällig 0 0 0 0 0
- vereinbarte Laufzeit 7.107 653 1.835 4.506 113
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 668 668 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 205 205 0 0 0
- davon aus Steuern 110 110 0 0 0
Nachrangige Verbindlichkeiten 5.449 0 0 5.449 0

- Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Hier werden Mietsonderzahlungen der Kunden ausgewiesen.

- Rückstellung für latente Steuern

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gem. § 274 HGB. Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragsteuersatz liegt bei 27,325%. Der Gewerbesteuer-Hebesatz beträgt hierbei 330 %.

- Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen die Körperschaftsteuer und die Gewerbesteuer des laufenden Jahres und des Vorjahres.

- andere Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen betreffen die Kosten für eine Stornoreserve der Barmenia Versicherung (54 TEUR), die Erstellung (19 TEUR) und Prüfung des Jahresabschlusses (15 TEUR) sowie die Rückstellung für die Aufbewahrungspflicht (2 TEUR).

2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

- Leasingerträge / Leasingaufwendungen

Unter diesen Positionen werden alle Erträge bzw. Aufwendungen die im Zusammenhang mit dem Leasinggeschäft entstehen ausgewiesen.

2023 2022
TEUR TEUR
Erträge
- Erlöse Leasing 3.643 3.654
- Verkauf Leasinggegenstände 1.509 1.829
- Auflösung Passiver RAP 416 630
- Erlöse Handel 0 0
- Versicherungsentschädigungen 165 145
Aufwendungen
- Abgang Leasinggegenstände 1.323 1.751
- Aufwendungen Handel 0 0
- sonstige Leasingaufwendungen 259 368

Zinsaufwendungen

Es handelt sich im Wesentlichen um Aufwendungen aus der Refinanzierung i. H. v. 521 TEUR.

- Provisionserträge

Hier werden die Erträge aus der Vermittlung von Versicherungen ausgewiesen.

- Andere Verwaltungsaufwendungen

Unter den anderen Verwaltungsaufwendungen werden unter anderem Abschluss und Prüfungskosten in Höhe von 24 TEUR, Buchführungskosten i.H.v. 30 TEUR, Miete Büroräume i.H.v. 21 TEUR, Nebenkosten Geldverkehr 22 TEUR und Versicherungen i.H.v. 10 TEUR ausgewiesen.

- Steuern

Unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wird die Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag 2023 (TEUR 236), die Gewerbesteuer 2023 (TEUR 173) ausgewiesen.

3. Sonstige Angaben

- Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB bestehen aus dem aktuellen Mietverhältnis. Die Verpflichtung aus dem Mietverhältnis beträgt in den nächsten 10 Jahren TEUR 213.

Darüberhinausgehende nennenswerte sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen nicht.

- Arbeitnehmer

Die Firma beschäftigt im Berichtsjahr im Durchschnitt fünf (im Vorjahr fünf) Arbeitnehmer.

- Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern waren im Berichtsjahr Herr Dieter Frauscher, Kaufmann und Herr Oliver Frauscher, Kaufmann bestellt.

- Nachrangige Darlehen von Organmitgliedern

Am Bilanzstichtag bestanden nachrangige Darlehen von der Geschäftsführung in Höhe von 1.500 TEUR. Der darauf entfallende Zinsaufwand belief sich in 2023 auf 65 TEUR

- Nachrangige Verbindlichkeiten, die 10% der Gesamtsumme überschreiten, bestehen gegenüber Herrn Dieter Frauscher (Valuta 31.12.2023: 1.490 TEUR). Die Darlehen werden verzinst mit 5% p.a. und sind mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten zum Jahresende kündbar. Erfolgt keine Kündigung, verlängert sich das Darlehen stillschweigend um ein weiteres Jahr.

- Die übrigen nachrangigen Verbindlichkeiten sind ebenfalls drei Monate vor Jahresende kündbar. Erfolgt keine Kündigung, verlängert sich das Darlehen stillschweigend um ein weiteres Jahr. Die Darlehen werden mit durchschnittlich 5 % p.a. verzinst.

- Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung belaufen sich auf 635 TEUR.

- Vom Abschlussprüfer berechnetes Gesamthonorar

Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar in 2023 beträgt 20 TEUR. Andere Beratungsleistungen wurden im Geschäftsjahr nicht durch den Abschlussprüfer erbracht.

- Ergebnisverwendung

Aus dem Jahresüberschuss wurde am 27.12.2023 durch die geschäftsführenden Gesellschafter beschlossen einen Teilbetrag von T€ 1.000 in die Gewinnrücklagen einzustellen. Der verbliebene Bilanzgewinn von € 604.948,39 soll auf neue Rechnung übertragen werden.

 

Weißensberg, den 19.April.2024

N.C. Leasing GmbH

(Geschäftsführung)

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die N.C. Leasing GmbH, Weißensberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der N.C. Leasing GmbH, Weißensberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der N.C. Leasing GmbH, Weißensberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigung) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen und Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zu Grunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 19. April 2024

Ypsilon Audit GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wolfgang von Thermann, Wirtschaftsprüfer

Christian Klein, Wirtschaftsprüfer

Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin.

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Leasingvermögen
520 PKW 12.749.279,01 4.101.211,73 3.192.979,94
540 LKW 2.086.155,12 186.387,92 548.394,17
560 Sonstige Transportmittel 800.178,54 81.567,85 252.551,80
400 Technische Anlagen und Maschinen 98.008,40 0,00 55.008,40
630 Betriebsausstattung 285.996,10 0,00 11.048,28
690 sonst. Betriebsausstattung 145.231,36 49.415,12 0,00
16.164.848,53 4.418.582,62 4.059.982,59
II. immaterielle Anlagewerte
130 Ähnliche Rechte und Werte 999,00 0,00 0,00
135 EDV-Software 796,00 0,00 0,00
1.795,00 0,00 0,00
III. Betriebs- und Geschäftsausstattung
635 Geschäftsausstattung 1.122,64 0,00 0,00
650 Büroeinrichtung 41.158,20 2.770,59 0,00
330 Mietereinbauten 18.112,48 0,00 0,00
670 Geringwertige Wirtschaftsgüter 20.059,59 3.007,48 0,00
Summe Anlagevermögen 80.452,91 5.778,07 0,00
16.247.096,44 4.424.360,69 4.059.982,59
16.247.096,44 4.424.360,69 4.059.982,59
Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen
Stand 31.12.2023 kumulierte 01.01.2023 normal afa Teilwert afa Abgänge
Euro Euro Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Leasingvermögen
520 PKW 13.657.510,80 6.223.219,51 2.278.385,23 298.200,00 2.122.727,44
540 LKW 1.724.148,87 1.151.430,62 248.832,92 21.500,00 365.444,17
560 Sonstige Transportmittel 629.194,59 466.173,54 111.150,35 0,00 190.278,30
400 Technische Anlagen und Maschinen 43.000,00 86.576,40 7.765,50 0,00 51.342,40
630 Betriebsausstattung 274.947,82 234.189,60 12.864,00 0,00 7.551,28
690 sonst. Betriebsausstattung 194.646,48 132.028,36 9.968,12 0,00 0,00
16.523.448,56 8.293.618,03 2.668.966,12 319.700,00 2.737.343,59
II. immaterielle Anlagewerte
130 Ähnliche Rechte und Werte 999,00 998,50 0,00 0,00 0,00
135 EDV-Software 796,00 796,00 0,00 0,00 0,00
1.795,00 1.794,50 0,00 0,00 0,00
III. Betriebs- und Geschäftsausstattung
635 Geschäftsausstattung 1.122,64 1.121,64 0,00 0,00 0,00
650 Büroeinrichtung 43.928,79 33.691,70 3.457,09 0,00 0,00
330 Mietereinbauten 18.112,48 17.056,48 1.055,50 0,00 0,00
670 Geringwertige Wirtschaftsgüter 23.067,07 20.059,09 3.007,48 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 86.230,98 71.928,91 7.520,07 0,00 0,00
16.611.474,54 8.367.341,44 2.676.486,19 319.700,00 2.737.343,59
16.611.474,54 8.367.341,44 2.676.486,19 319.700,00 2.737.343,59
Abschreibungen Zuschreibungen Buchwert
kumulierte 31.12.2023 Geschäftsjahr Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
Euro Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Leasingvermögen
520 PKW 6.677.077,30 0,00 6.980.433,50 6.526.059,50
540 LKW 1.056.319,37 0,00 667.829,50 934.724,50
560 Sonstige Transportmittel 387.045,59 0,00 242.149,00 334.005,00
400 Technische Anlagen und Maschinen 42.999,50 0,00 0,50 11.432,00
630 Betriebsausstattung 239.502,32 0,00 35.445,50 51.806,50
690 sonst. Betriebsausstattung 141.996,48 0,00 52.650,00 13.203,00
8.544.940,56 0,00 7.978.508,00 7.871.230,50
II. immaterielle Anlagewerte
130 Ähnliche Rechte und Werte 998,50 0,00 0,50 0,50
135 EDV-Software 796,00 0,00 0,00 0,00
1.794,50 0,00 0,50 0,50
III. Betriebs- und Geschäftsausstattung
635 Geschäftsausstattung 1.121,64 0,00 1,00 1,00
650 Büroeinrichtung 37.148,79 0,00 6.780,00 7.466,50
330 Mietereinbauten 18.111,98 0,00 0,50 1.056,00
670 Geringwertige Wirtschaftsgüter 23.066,57 0,00 0,50 0,50
Summe Anlagevermögen 79.448,98 0,00 6.782,00 8.524,00
8.626.184,04 0,00 7.985.290,50 7.879.755,00
8.626.184,04 0,00 7.985.290,50 7.879.755,00

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