Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 71949
Vorher
eprofessional GmbH
Eingetragen
30.7.1999
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieUnternehmensberatungErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Unternehmensberatung, Software- und Systementwicklung- sowie -einführung im E-Commerce Bereich und sämtliche damit verbundenen Tätigkeiten einer juristischen Person, soweit diese keiner Erlaubnis bedürfen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jan Altmeyer
seit 14.7.2025
Geschäftsführer
Jan Völker
seit 8.4.2025
Prokura
Elena Pfeif
seit 8.4.2025
Prokura
Gavin Jonderko
seit 8.4.2025
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Havas Media Group Spain, S.A. (Sociedad Anonima Unipersonal)ESP
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
43.750 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

eprofessional GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

Seit mehreren Jahren vollzieht die eprofessional GmbH einen Wandel von einer Full-Service Online-Marketingagentur zu einem Technologie- und Beratungsunternehmen für digitale Marketinglösungen. Das Unternehmen arbeitet international für bekannte Markenunternehmen, Webportale und Webshops. Das Leistungsspektrum umfasst die strategische Planung und Durchführung von integrierten performanceorientierten Online-Werbemaßnahmen, einschließlich Disziplinen wie Display Advertising, Search Engine Advertising (SEA), Search Engine Optimization (SEO), Social Media Marketing, Affiliate Marketing, Web Development, Mobile Marketing, Tool Consulting, Tool Reselling sowie Performance-Optimierung und strategische Beratung. Das Unternehmen legt dabei besonderen Wert auf eine ganzheitliche, strategische Beratung inklusive Umsetzung.

Vom Firmensitz in Hamburg aus betreut die eprofessional GmbH mit über 100 Mitarbeiter/innen ihre Kunden aus verschiedensten Branchen - von mittelständischen Unternehmen bis hin zu weltweit tätigen Großunternehmen.

Mit Wirkung zum 15. Juni 2023 wurden sämtliche Gesellschaftsanteile der eprofessional GmbH von der Axel Springer All Media GmbH mit Sitz in Berlin an die Havas Media Germany GmbH mit Sitz in Frankfurt/Main übertragen.

B. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2023 wurde durch folgende Ereignisse geprägt:

Der Trend zum Insourcing von Media-Aktivitäten durch große Advertiser setzte sich unverändert fort. Gleichzeitig verstärkt sich die Nachfrage von mittelständischen Kunden mit mittleren und kleinen Budgets, die sich keine eigene Performance Marketing Abteilung aufbauen wollen. 1

Agenturen erhalten verstärkt Anfragen zu Tool-, Daten- und Technikthemen, zusätzlich zu ihren klassischen Services für die Media-Kanäle. 2

Plattformen wie TikTok wachsen weiterhin stark und sind für Advertiser sehr relevant, um ihre relevanten Zielgruppen zu erreichen. 3

Data Privacy ist unverändert ein sensibles Thema, welches vielfältige Auswirkungen auf die Verwendung von Daten in der Werbung hat und fortlaufend zu neuen Herausforderungen im Bereich der Personalisierung und Zielgruppenansprache führt. 4,5

Es findet weiterhin eine Verschiebung von Werbeausgaben in den digitalen Bereich statt, während traditionelle Werbemedien wie Print und Außenwerbung rückläufig sind. 6,7

1 https://www.thinkwithgoogle.com/intl/de-de/marketing-strategien/google-suche/e-wie-einfach-setzt-aufsearch-ad-automation/
2 https://www.thinkwithgoogle.com/intl/de-de/marketing-strategien/google-suche/e-wie-einfach-setzt-aufsearch-ad-automation/
3 Quelle: eMarketer, März 2023 / www.insiderintelligence.com

Finanzlage

Durch den Gesellschafterwechsel im Juni 2023 endete die bisherige Cash-Pooling Vereinbarung mit der ehemaligen Konzernholding. Abweichend zum Vorjahr bestand daher Ende 2023 keine Cash-Pooling Forderung (Vorjahr: 8,21 Mio. Euro), sondern Guthaben bei Kreditinstituten (3,89 Mio. Euro).

Die Liquidität der eprofessional GmbH ist ab 2024 durch eine Cash-Pooling Vereinbarung mit der neuen Konzernholding gesichert. Die Gesellschaft war und ist jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Ertragslage

Die Steuerung der eprofessional GmbH erfolgt nach dem Rohergebnis und dem operativen EBIT. Das operative EBIT berechnet sich dabei aus dem Ergebnis vor Zinsen und Steuern.

Das Rohergebnis ist gegenüber dem Vorjahr um 51,3 % von 10,55 Mio. Euro auf 5,14 Mio. Euro gesunken. Die Hauptursachen sind reduzierte Werbeausgaben der Kunden sowie ein Sonderaufwand für drohende Rechtsstreitigkeiten (2,02 Mio. Euro). Zusätzlich haben Ausweisänderungen im Bereich der Freiberufler sowie der Pauschalen Wertberichtigungen das Rohergebnis und gleichermaßen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 693 reduziert.

Im Personalaufwand sind außerplanmäßige Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von TEUR 473 enthalten.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist dementsprechend gegenüber dem Vorjahr von 1,84 Mio. Euro auf -3,55 Mio. Euro gesunken.

Der Jahresfehlbetrag beläuft sich auf 3,47 Mio. Euro gegenüber einem Jahresüberschuss von 1,28 Mio. Euro im Vorjahr.

Im Lagebericht 2022 wurde ein Rohergebnis im oberen einstelligen Millionenbereich sowie ein negatives operatives EBIT im oberen sechsstelligen Bereich prognostiziert. Durch den Sonderaufwand im Rohergebnis wurden diese beiden Prognosen nicht erreicht.

4 https://www.thinkwithgoogle.com/intl/de-de/zukunft-des-marketings/digitale-transformation/coronabeschleunigt-digitale-transformation/
5 https://www.thinkwithgoogle.com/intl/de-de/zukunft-des-marketings/datenschutz-und-nutzervertrauen/studie-marketing-erfolg-mit-datenschutz/
6 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/870786/umfrage/prognose-der-werbemarktanteile-dermedien-in-deutschland/
7 https://www.wuv.de/Themen/Markenstrategie/Mittelstand-kuerzt-wegen-Inflation-die-Werbebudgets

Vermögenslage

Die Entwicklung der Vermögenslage im Vergleich zum Vorjahr wird anhand der folgenden Analyse verdeutlicht:

BILANZ alle Zahlen 31.12.2023 31.12.2022
in TEUR
AKTIVA Anlagevermögen 144 197
Kurzfristige Forderungen 11.327 21.569
Liquide Mittel 3.893 4
Übrige Aktiva 55 56
Summe AKTIVA 15.419 21.826
PASSIVA Eigenkapital 1.398 4.872
Kurzfristige Verbindlichkeiten 14.021 16.954
Summe PASSIVA 15.419 21.826
Eigenkapitalquote 9,07 % 22,32 %

Der Rückgang im Anlagevermögen resultiert aus planmäßigen Abschreibungen, welche die Neuinvestitionen übersteigen.

Der Wegfall der bisherigen Cash-Pooling Vereinbarung führt zu einer Reduzierung der kurzfristigen Forderungen und zu einer Erhöhung der liquiden Mittel. Ein weiterer Rückgang der kurzfristigen Forderungen resultiert insbesondere aus der Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Dieser Effekt ergibt sich aus den reduzierten Werbeausgaben sowie vermehrter Direktabrechnung von Medialeistungen zwischen Vermarkter und Kunde (sog. Selbstzahler).

Das Eigenkapital hat sich durch den Jahresfehlbetrag reduziert und wurde, wie im Vorjahr, nicht durch Ausschüttungen reduziert.

Der Rückgang in den kurzfristigen Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen auf die aufgrund der geringeren operativen Geschäftstätigkeit reduzierten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Dagegen sind die erhaltenen Anzahlungen aufgrund erhöhter Kundenanzahlungen deutlich gestiegen.

C. Risikobericht

Operative Risiken

Es gibt mehrere Risiken, denen Performance-Marketing-Agenturen allgemein ausgesetzt sind, z. B.:

Abhängigkeit von Plattformen:

Performance-Marketing-Agenturen sind abhängig von Plattformen wie Google, Facebook oder TikTok, um ihre Werbemaßnahmen umzusetzen. Änderungen der Algorithmen oder Nutzungsbedingungen können sich negativ auf die Performance der Kampagnen auswirken.

Zunehmende Konkurrenz:

Die Konkurrenz in der Performance-Marketing-Branche ist unverändert hoch. Dies kann zu einem Preisdruck und einer Verknappung der Aufträge führen.

Schwindendes Vertrauen:

Wenn eine Agentur keine messbaren Erfolge erzielt, kann das Vertrauen der Kunden schwinden und sie könnten zu anderen Agenturen wechseln oder versuchen, die Dienstleistungen Inhouse zu erbringen.

Fachkräftemangel:

Es gibt unverändert einen Mangel an qualifizierten Fachkräften im Bereich Performance- Marketing. Agenturen können Schwierigkeiten haben, talentierte Mitarbeiter zu finden und zu halten.

Datenschutzverletzungen:

Performance-Marketing-Agenturen sammeln oft große Mengen an Daten über Kunden und deren Verhalten. Eine Datenschutzverletzung könnte nicht nur zu rechtlichen Konsequenzen führen, sondern auch das Vertrauen der Kunden in die Agentur erschüttern.

Liquiditätsrisiko

Durch eine vorausschauende Liquiditätsplanung und den Abschluss einer neuen konzerninternen Cashpooling-Vereinbarung ist für ausreichende finanzielle Mittel gesorgt.

Ausfallrisiko

Dem Forderungsausfallrisiko wird durch eine kontinuierliche Verbesserung des Fakturierungsprozesses und durch ein effizientes Mahnwesens begegnet. Dem Ausfallrisiko wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen. 2024 wurde zusätzlich eine Versicherung gegen Forderungsausfall abgeschlossen.

IT-Risiken

Dem Risiko eines Tracking-Ausfalls, der zu einem Umsatzausfall führen könnte, wird durch die Verwendung redundanter Cloudlösungen begegnet.

Gesamtrisikolage

Die dargestellten Risiken werden angemessen im Rahmen des Risikomanagementsystems überwacht. Insgesamt sind Risiken, die bestandsgefährdend sind oder einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben, nicht zu erwarten.

Geopolitische Ereignisse wie aktuelle kriegerische Auseinandersetzungen können negative Auswirkungen auf den Markt haben, indem sie die Unsicherheit und die Volatilität in der globalen Wirtschaft erhöhen. Für die bestehenden Geschäftsfelder der eprofessional GmbH sind jedoch keine konkreten Risiken erkennbar.

D. Chancenbericht

Performance Marketing Agenturen haben eine Reihe von Chancen, um ihr Geschäft auszubauen und zu verbessern, darunter:

Steigende Nachfrage: Die Nachfrage nach Performance Marketing wächst stetig, da Unternehmen nach messbaren Ergebnissen und einer höheren Rendite für ihre Marketinginvestitionen suchen. Dies gilt insbesondere bei Kürzungen des Werbebudgets.

Technologische Fortschritte: Fortschritte in der Technologie und Datenanalyse ermöglichen es Agenturen, effektivere und präzisere Marketingkampagnen durchzuführen.

Wachstum der Online- und Mobilnutzung: Der Anstieg der Online- und Mobilnutzung bietet Performance Marketing Agenturen die Möglichkeit, die Zielgruppe effektiver und effizienter zu erreichen.

Globale Reichweite: Mit dem Aufstieg des E-Commerce und der Digitalisierung können Performance Marketing Agenturen global agieren und Kunden auf der ganzen Welt bedienen.

Diversifikation des Angebots: Durch die Diversifikation ihres Angebots können Performance Marketing Agenturen ihre Kundenbasis erweitern und das Geschäft ausbauen. Zum Beispiel können Agenturen neben Performance Marketing auch Social-Media-Marketing, Content-Marketing oder Influencer-Marketing anbieten.

Diesen Chancen stehen Risiken gegenüber, wie z. B. Verlust von Kunden, hoher Konkurrenzdruck oder technologische Stagnation. Daher ist es wichtig, dass Performance Marketing Agenturen agil und anpassungsfähig bleiben, um mit den sich ändernden Bedürfnissen und Herausforderungen des Marktes Schritt zu halten.

E. Prognosebericht

Erwartetes wirtschaftliches Umfeld

Im Jahr 2024 wird das digitale Marketing für Performance-Marketing-Agenturen weiterhin durch die zunehmende Bedeutung von Technologie und die Interdependenz der Marketingkanäle komplexer. Die Agenturen stehen vor der Herausforderung, den Privacy-Anforderungen und steigenden Preisen in den für sie relevanten Inventaren der Technologie-Unternehmen wie Google und Meta entgegenzuwirken, um auch zukünftig einen vergleichbar hohen Effizienzgrad bei den Werbeausgaben zu erreichen. Eine ganzheitliche Betrachtung der Wirkungszusammenhänge über verschiedene Ökosysteme und Kanäle hinweg und entlang des Marketing-Funnels gewinnt unverändert weiter an Bedeutung.

Inhouse-Marketingtätigkeiten hatten in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen, jedoch hat sich dieser Trend aufgrund einer Knappheit im Arbeitsmarkt für Online-Marketing abgeschwächt. Eine eigene Inhouse-Betreuung für Unternehmen mit einem kleineren oder mittleren Budget wird daher unattraktiv bleiben.

Um den allgemeinen Herausforderungen des Marktes zu begegnen, wird die eprofessional GmbH auch weiterhin auf ihr breites Dienstleistungsportfolio setzen. Durch den Gesellschafterwechsel im Juni 2023 hat das Unternehmen Zugang zu einem deutlich breiteren Leistungsspektrum sowie einer breiteren Kundenbasis. Eine zentrale Herausforderung wird es sein, mit diesen neuen Möglichkeiten am Markt wahrgenommen zu werden, da die lange Historie als Performance-Agentur die öffentliche Wahrnehmung beeinflusst.

Für das Jahr 2024 stehen auf der Kundenseite Themen wie die Optimierung der Budgeteffizienz durch flexible Verschiebung der Budgets zwischen den Kanälen und Ökosystemen, die Einhaltung von Data Privacy Richtlinien bei gleichzeitiger Absicherung von effizientem Mediaeinsatz, tiefgreifende Datenanalysen zur Ausschöpfung der Synergien zwischen den Kanälen und der Aufbau von Multichannel-Technologien und Know-how zur kanalübergreifenden Steuerung im Fokus. Darüber hinaus sind aktuelle Trends wie Kl und Automation im Performance Marketing und die Entwicklung von neuen, innovativen Technologien und Kanälen zu beobachten und optimal einzubinden.

Erwartete Geschäftsentwicklung

Die Geschäftsführung erwartet aus den zuvor beschriebenen Entwicklungspotentialen für das Geschäftsjahr 2024 ein Rohergebnis im oberen einstelligen Millionenbereich und ein nur knapp positives EBIT.

 

Hamburg, den 12. Juli 2024

Henner Uekermann, Geschäftsführer

Michael Neuner, Geschäftsführer

Bilanz zum 31.12.2023

AKTIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Erworbene Rechte und Lizenzen 0,00 19.473,00
0,00 19.473,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 143.424,00 177.589,00
143.424,00 197.062,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.022.587,75 11.613.804,04
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 8.209.739,06
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 11.995,20 220.277,76
4. Sonstige Vermögensgegenstände 292.456,18 1.524.619,50
11.327.039,13 21.568.440,36
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.893.152,44 3.818,26
15.220.191,57 21.572.258,62
C. Rechungsabgrenzungsposten 55.242,46 56.419,30
15.418.858,03 21.825.739,92

PASSIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 43.750,00 43.750,00
II. Kapitalrücklage 828.451,00 828.451,00
III. Gewinnrücklagen 2.722.821,35 2.722.821,35
IV. Gewinnvortrag 1.277.198,70 0,00
V. Jahresfehlbetrag/- überschuss -3.473.835,35 1.277.198,70
1.398.385,70 4.872.221,05
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 590.664,72 590.664,72
2. Sonstige Rückstellungen 7.257.706,94 6.910.914,21
7.848.371,66 7.501.578,93
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.507.968,31 3.167.872,13
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 856.528,51 5.085.084,34
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 341.287,56
4. Sonstige Verbindlichkeiten 807.603,85 850.939,16
6.172.100,67 9.445.183,19
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 6.756,75
15.418.858,03 21.825.739,92

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 5.143.772,48 10.552.285,60
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 583,24 (Vorjahr: EUR 395,78)
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.020.626,98 -5.531.201,18
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und Unterstützung
- davon für Altersversorgung: EUR -110,13 (Vorjahr: EUR -241,85) -1.136.731,35 -1.023.252,63
-7.157.358,33 -6.554.453,81
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -76.161,44 -86.161,69
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.461.145,11 -2.074.424,34
- davon aus Währungsumrechnung: EUR -78,13 (Vorjahr: EUR -699,00)
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 77.057,05 16.374,29
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 16.374,29)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 -3.099,35
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR -3.099,35)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -573.322,00
8. Ergebnis nach Steuern/Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss) -3.473.835,35 1.277.198,70

Anhang 2023

1. Grundlagen

Die eprofessional GmbH hat ihren Sitz in Hamburg, Deutschland. Die Gesellschaft wird beim Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter der Handelsregisternummer HRB 71949 geführt.

Mit Wirkung zum 15. Juni 2023 wurden sämtliche Gesellschaftsanteile der eprofessional GmbH von der Axel Springer All Media GmbH mit Sitz in Berlin an die Havas Media Germany GmbH mit Sitz in Frankfurt/Main übertragen.

Der Jahresabschluss der eprofessional GmbH ("Gesellschaft") wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den Gliederungsvorschriften des HGB; die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die eprofessional GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Das Rohergebnis wird gemäß der Erleichterung in § 276 Satz 1 HGB in einem Posten zusammengefasst. Gemäß der Erleichterung in § 288 Abs 2 Satz 1 HGB erfolgen keine Angaben nach § 285 Nr. 4, 17, 29 und 32 HGB.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Abweichend zum Vorjahr werden Aufwendungen für Freelancer (TEUR 642; Vorjahr: TEUR 405) nicht mehr im sonstigen betrieblichen Aufwand, sondern im Rohergebnis (Aufwendungen für bezogene Leistungen) ausgewiesen. Das Vorjahr wurde nicht angepasst.

Entgeltlich erworbene Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Abnutzbare Vermögensgegenstände werden planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer (Nutzungsdauer zwischen 3 und 15 Jahren) abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Einzelrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Liquide Mittel werden zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben zum Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag betreffen.

Der Ansatz des Eigenkapitals erfolgt mit dem Nennbetrag.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet; erwartete Preis- und Kostensteigerungen werden hierbei berücksichtigt.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden im Vorjahr Einnahmen zum Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag betreffen.

Die Fremdwährungsbewertung von Forderungen, Finanzmitteln, sonstigen Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten erfolgt grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag.

Entsprechend des Wahlrechts aus § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB werden keine aktiven latenten Steuern angesetzt.

3. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Berichtsjahr ist im Anlagespiegel dargestellt.

Die Forderungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände hatten wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 0, Vorjahr: TEUR 8.210) resultierten im Vorjahr aus der Cash-Pool Vereinbarung mit der damaligen Konzernholding.

Die Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 12, Vorjahr: TEUR 220).

Die sonstigen Rückstellungen enthielten im Wesentlichen Beträge für ausstehende Lieferantenrechnungen (TEUR 4.126) sowie für drohende Rechtsstreitigkeiten und Prozesskosten (TEUR 2.670).

Alle Verbindlichkeiten hatten wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen (TEUR 0, Vorjahr: TEUR 341) resultierten im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 360 (Vorjahr: TEUR 625).

4. Sonstige Angaben

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 2.406 (Vorjahr: TEUR 2.726), davon mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr: TEUR 575 und mit einer Laufzeit von 1 bis 5 Jahren: TEUR 1.831. Sie ergaben sich im Wesentlichen aus bestehenden Mietverträgen für Büro- und Geschäftsräume.

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 106 Mitarbeiter/innen, davon im Durchschnitt 68 in Vollzeit und 38 in Teilzeit (Vorjahr: 96, davon 61 Vollzeit und 35 Teilzeit).

Geschäftsführung

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr:

Herr Tim Christiansen, Berlin, Kaufmann (bis 22.04.2024)

Herr Dr. Robert Mayer-Uellner, München, Kaufmann (bis 15.06.2023)

Herr Hansjörg Blase, Hamburg, Kaufmann (bis 15.06.2023)

Herr Henner Uekermann, Friedrichsdorf, Kaufmann (ab 15.06.2023)

Herr Michael Neuner, Hamburg, Kaufmann (ab 01.05.2024)

Von dem Recht, gemäß § 286 Abs. 4 HGB die Angabe der Geschäftsführerbezüge zu unterlassen, wurde aufgrund der Tatsache Gebrauch gemacht, dass im Geschäftsjahr 2023 nur die Geschäftsführer Herr Tim Christiansen und Herr Hansjörg Blase bei der Gesellschaft angestellt waren und Geschäftsführerbezüge erhalten haben.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von TEUR 3.474 auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernzugehörigkeit

Alleinige Gesellschafterin ist die Havas Media Germany GmbH, Frankfurt am Main. Die eprofessional GmbH, Hamburg, wird als mittelbare Tochtergesellschaft in den Konzernabschluss der Vivendi S.A., Paris, Frankreich, einbezogen. Diese stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf. Damit ist die Gesellschaft verbundenes Unternehmen zu Vivendi S.A. und deren unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen.

Der Konzernabschluss der Vivendi S.A. wird bei der Autorite des Marches Financiers unter der Nummer D.18-0126 veröffentlicht.

 

Hamburg, 12. Juli 2024

eprofessional GmbH

Henner Uekermann

Micheal Neuner

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Rechte und Lizenzen 40.640,00 0,00 (40.640,00) 0,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 920.806,49 38.290,44 (652.002,44) 307.094,49
961.446,49 38.290,44 (692.642,44) 307.094,49
kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Rechte und Lizenzen (21.167,00) (10.160,00) 31.327,00 0,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (743.217,49) (66.001,44) 645.548,44 (163.670,49)
(764.384,49) (76.161,44) 676.875,44 (163.670,49)
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Rechte und Lizenzen 0,00 19.473,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 143.424,00 177.589,00
143.424,00 197.062,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die eprofessional GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der eprofessional GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der eprofessional GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023.

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 12. Juli 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Kritzer, Wirtschaftsprüfer

Frank Hübner, Wirtschaftsprüfer

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