Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 102443
Eingetragen
18.6.2015
Branche
Erholungs- und FerienheimeBeteiligungsgesellschaftenBetrieb von Sportanlagen
Gegenstand
Der Erwerb, die Errichtung, die Unterhaltung und der Betrieb von Ferienhotels und Ferienzentren (Erholungseinrichtungen). Der Unternehmensgegenstand wird verwirklicht insbesondere durch die Schaffung von Erholungsmöglichkeiten zur Erhaltung und Förderung der Gesundheit der Mitglieder der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt und ihrer Schwestergewerkschaften im Deutschen Gewerkschaftsbund sowie ihrer Familien. Darüber hinaus kann die Gesellschaft auch anderen Angehörigen und sonstigen Personen Erholungsmöglichkeiten verschaffen. Die vorstehend bezeichneten Zwecke werden des Weiteren dadurch verfolgt, dass die vorgenannten Erholungsmöglichkeiten zur Erhaltung und Förderung der Gesundheit auch befreundeten Organisationen der in Satz 2 genannten Gewerkschaften sowie Schulklassen und Sportvereinen zur Verfügung gestellt werden.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Vermögensverwaltungs- und Treuhandgesellschaft mit beschränkter Haftung der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Vermögensverwaltungs- und Treuhandgesellschaft mit beschränkter Haftung der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt
Germany
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GEW Ferien GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 52.035,00 62.834,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude einschließlich technischer Anlagen und Außenanlagen 17.828.713,03 18.361.133,03
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 896.718,23 941.594,23
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.770,00 18.736.201,26 117.317,28 19.420.044,54
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.400.000,00 1.400.000,00
2 Genossenschaftsanteil 646,76 592,33
3 Wertpapiere des Anlagevermögens 6.377.544,38 7.778.191,14 9.250.513,46 10.651.105,79
26.566.427,40 30.133.984,33
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 86.285,05 78.919,54
2. Waren 85.398,60 171.683,65 75.888,58 154.808,12
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 142.776,95 70.226,27
2. Sonstige Vermögensgegenstände 276.072,92 418.849,87 1.121.236,79 1.191.463,06
III. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten
1. Kassenbestände 35.173,61 26.462,15
2. Guthaben bei Kreditinstituten 2.381.433,87 2.416.607,48 928.925.77 955.387,92
3.007.141,00 2.301.659,10
C. Rechnungsabgrenzungsposten 64.930,09 30.682,81
29.638.498,49 32.466.326,24

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
. Kapitalrücklage 46.045.706,82 48.045.706,82
III. Verlustvortrag -24.621.127,13 -23.387.940,63
IV. Jahresfehlbetrag -1.060.490,02 - 1.233.186,50
21.364.089,67 24.424.579,69
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5.401.279,00 6.094.544,00
2. Sonstige Rückstellungen 651.947,41 643.919,07
6.053.226,41 6.738.463,07
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen 1.171.273,58 646.457,21
2 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 760,659,53 445.310,70
3 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.793,86 5.734,87
4 Sonstige Verbindlichkeiten 284.265,44 205.590,70
2.220.992,41 1.303.093,48
D. Rechnungsabgrenzungsposten 190,00 190,00
29.638.498,49 32.466.326,24

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 15.023.018,46 13.512.789,29
2. Sonstige betriebliche Erträge 620.312,61 1.037.297,47
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -2.302.071,47 -1.852.420,32
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -4.060.382,81 -6.362.454,28 -4.055.220,43 -5.907.640,75
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.121.376,99 -4.691.463,53
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.232.003,19 -6.353.380,18 -1.485.977,27 -6.177.440,80
- davon für Altersversorgung EUR 106.760,14 (i. Vj. EUR 483.196,26) -
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.114.504,31 -1.103.608,60
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.595.515,71 -2.324.924,83
7. Erträge aus anderen Wertpapieren 52.074,96 52.203,41
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.438,53 5.442,33
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00) -
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -113.170,00 -116.007,00
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -35.106,50 -37,727.00
11. Ergebnis nach Steuern -874.286,42 -1.059.616,48
12. Sonstige Steuern -186.203,60 -173.570,02
13. Jahresfehlbetrag -1.060.490,02 -1.233.186,50

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die GEW Ferien GmbH (im Folgenden: Gesellschaft oder GEW) weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264 und 267 Abs. 2 HGB auf.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff., 275 HGB).

Ergänzend wurden die Vorschriften des GmbH-Gesetzes beachtet.

Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Gesellschaft wird im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 102443 geführt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer von vier Jahren linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger (linearer) Abschreibungen bewertet. Erhaltene Zuschüsse werden von den Anschaffungskosten abgesetzt.

Bei den planmäßigen Abschreibungen wird überwiegend von folgenden Nutzungsdauern ausgegangen:

Nutzungsdauer Jahre
Gebäude 33-50
Grundstückseinrichtungen 10
Technische Anlagen und Maschinen 10
Andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 4-10

Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 150,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben (§ 6 Abs. 2 EStG). Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 werden im Jahr des Zugangs in einem Sammelposten aktiviert und über fünf Jahre linear abgeschrieben (§ 6 Abs. 2a EStG). Insofern wird vom Grundsatz der Einzelbewertung im Sinne von § 284 Abs. 2 Nr. 3 HGB abgewichen.

Für Zugänge im Anlagevermögen wird die Jahresabschreibung zeitanteilig nach Monaten verrechnet.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung wird eine Zuschreibung/Wertaufholung vorgenommen.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum Barwert oder zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt, soweit es sich um voraussichtlich dauernde Wertminderungen handelt. Bei Wegfall der Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung wird eine Zuschreibung/Wertaufholung vorgenommen.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt.

Flüssige Mittel werden zum Nennbetrag angesetzt.

Aktive latente Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts in § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht in der Bilanz angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Hierbei wurde für die Ermittlung der Pensionsrückstellungen unter Zugrundelegung der Heubeck- Richttafeln 2018 G ein 10-Jahres-Durchschnittszins von 1,82 % p. a. verwendet, der den Vorgaben der Deutschen Bundesbank bei einer angenommenen pauschalen Restlaufzeit der Versorgungszusagen von 15 Jahren zum 31. Dezember 2023 entspricht. Es wurde wie bereits im Vorjahr ein Gehaltstrend von 2,5 % p.a. und eine Beitragsbemessungsgrenze von ebenfalls 2,5 % p. a., sowie ein Rententrend von 0,0 % p. a. zugrunde gelegt. Bei einer Bewertung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre (§ 253 Abs. 6 HGB) hätte sich ein um TEUR 145 höherer Verpflichtungswert ergeben. Ansprüche aus der partiellen Rückdeckungsversicherung wurden entsprechend § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in Höhe ihres Erfüllungsbetrags von TEUR 186 (i. Vj. TEUR 187) mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Mit den korrespondierenden Aufwendungen und Erträgen wurde entsprechend verfahren.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen und bis zur Bilanzierung erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Die Dotierung erfolgt mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Sofern es sich um Risiken handelt, die zu Zahlungen später als nach einem Jahr führen, werden Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Eine Abzinsung wurde im vorliegenden Abschluss wegen Geringfügigkeit nicht vorgenommen.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert.

III. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Die folgende Tabelle zeigt den Anteilsbesitz zum Bilanzstichtag:

Gesellschaft Sitz Land Kapitalanteil Eigenkapital Jahresergebnis
in% In TEUR in TEUR
(Angaben für 2023)
Ferienzentrum Yachthafen Rechlin GmbH Rechlin Deutschland 100 900 -136

Die Kurswerte der Wertpapiere des Anlagevermögens liegen zum 31. Dezember 2023 insgesamt um TEUR 12 unter den Buchwerten.

(2) Vorräte

Die Vorräte in Höhe von TEUR 172 (i. Vj. TEUR 155) betreffen wie im Vorjahr Heizmaterial, Küchenwaren sowie Handelswaren.

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Restlaufzeiten aller Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände lagen wie im Vorjahr unter einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 845 auf TEUR 276 gesunken. Sie betreffen im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 179 (i.Vj. TEUR 174).

(4) Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 1.000 (in Worten: Euro eine Million). Alleinige Gesellschafterin ist die Vermögensverwaltungs- und Treuhandgesellschaft mit beschränkter Haftung der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt mit Sitz in Frankfurt am Main, die die Anteile treuhänderisch für die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt hält.

Entsprechend dem Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 7. November 2022 wurden im Berichtsjahr TEUR 2.000 steuerfrei aus der Kapitalrücklage der GEW entnommen und an den Gesellschafter ausgeschüttet."

Gemäß Gesellschafterbeschluss vom 10.Januar 2024 wurde der Jahresfehlbetrag zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 in Höhe von EUR 1.233.186,50 auf neue Rechnung vorgetragen.

(5) Rückstellungen

Aufgrund der geänderten Bewertung der laufenden Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen nach BilMoG war zum Umstellungsstichtag eine Zuführung zu den Pensionsrückstellungen erforderlich. Diese betrug insgesamt TEUR 1.139. Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB erlaubt, Zuführungen entweder sofort in vollem Umfang oder zu mindestens einem Fünfzehntel, darüber hinaus ist auch eine schnellere Ansammlung möglich, bis zum 31. Dezember 2024 zuzuführen. Die GEW Ferien GmbH hat entschieden, den Unterschiedsbetrag in jedem Geschäftsjahr zu mindestens einem Fünfzehntel anzusammeln. Im Geschäftsjahr wird, wie im Vorjahr, ein Betrag in Höhe von TEUR 76 zugeführt, der in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten ist. Die nicht gebildete Rückstellung beträgt damit zum Stichtag TEUR 76.

Ansprüche aus der partiellen Rückdeckungsversicherung wurden in Höhe von TEUR 186 (i. Vj. TEUR 187) mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet.

Der Bewertung der Rückstellung liegen zwei versicherungsmathematische Berechnungen der Mercer Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, vom 29. Februar 2024 zugrunde.

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

31.12.2023
TEUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Pensionsrückstellung zum 31.12.2023 4.708
Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherung zum 31.12.2023 148
Beizulegender Zeitwert der Rückdeckungsversicherung zum 31.12.2023 186
Verrechnete Aufwendungen 2023 95
Verrechnete Erträge 2023 1

Der Zeitwert der Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung liegt um TEUR 38 über deren Anschaffungskosten. Unter Berücksichtigung passiver latenter Steuern beträgt der Unterschiedsbetrag TEUR 26, für den eine Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 Satz 3 HGB besteht.

Die sonstigen Rückstellungen betragen im Geschäftsjahr TEUR 652 (i. Vj. TEUR 644). Die wesentlichen Positionen betreffen Urlaub und Überstunden in Höhe von TEUR 261, Abfindungs- und Abfertigungsansprüche in Höhe von TEUR 121, ausstehende Prämienzahlungen in Höhe von TEUR 68, Rückstellungen für die gegenüber dem Käufer einer Betriebsstätte eingegangene Verpflichtung, zukünftig zu leistende Pensionszahlungen an die vom Erwerber übernommenen Mitarbeiter teilweise auszugleichen (TEUR 88), sowie Prüfung und Veröffentlichung des Jahresabschlusses in Höhe von TEUR 53.

(6) Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die erhaltenen Anzahlungen betragen TEUR 1.171 (i. Vj. TEUR 646). Es handelt sich um Anzahlungen von Gästen für Reisen, die im Geschäftsjahr 2024 stattfinden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen unverändert den laufenden Verrechnungsverkehr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind mit TEUR 284 (i. Vj. TEUR 206) um TEUR 78 gestiegen und betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 55 (i. Vj. TEUR 40). Verpflichtungen aus Kundengutschriften werden in Höhe von TEUR 87 (i. Vj. TEUR 92) ausgewiesen.

(7) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:

TEUR
fällig 2023 321
fällig 2024 321
fällig 2025 321

davon gegenüber verbundenen Unternehmen

TEUR
fällig 2023 108
fällig 2024 108
fällig 2025 108

Darüber hinaus gibt es keine wesentlichen Verpflichtungen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(8) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse teilen sich im Geschäftsjahr wie folgt auf:

2023 Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Inland 11.997 10.572 1.425
Ausland 3.026 2.941 85
15.023 13.513 1.510

(9) Sonstige betriebliche Erträge

In diesem Posten sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 455 (i.Vj. TEUR 963) enthalten. Im Wesentlichen betrifft dies mit TEUR 430 die Auflösung einer Rückstellung aus Pensionsverpflichtungen. Weiterhin beinhaltet die Position Gewinne aus der Zuschreibung von Finanzanlagen in Höhe von TEUR 37 (i.Vj. TEUR 0), sowie weitere Versicherungsentschädigungen das Berichtsjahr betreffend in Höhe von TEUR 41 (i.Vj. TEUR 55).

(10) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 87 (i. Vj. TEUR 54). Weiterhin ist unverändert zum Vorjahr mit TEUR 76 der Aufwand aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung nach BilMoG enthalten. Hierbei wurde von dem Übergangswahlrecht Gebrauch gemacht, den Unterschiedsbetrag mit mindestens einem Fünfzehntel in jedem Geschäftsjahr bis zum 31. Dezember 2024 anzusammeln.

(11) Personalaufwand

Der Personalaufwand in Höhe von TEUR 6.353 (i. Vj. TEUR 6.177) enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 107 (i. Vj. TEUR 483).

(12) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 113 (i. Vj. TEUR 116) betrifft, wie im Vorjahr, den Aufwand aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen.

(13) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der ausgewiesene Aufwand ergibt sich als Saldo aus französischer Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 68 (i. Vj. TEUR 65), einer, entsprechend einer steuerlichen Bestimmung in Frankreich zu entrichtenden Abgabe auf den Mehrwert der Unternehmen (Cotisation sur la Valeur Ajoutée des Entreprises) in Höhe TEUR 2 und einer staatlichen Wirtschaftshilfe "Territorialer Wirtschaftsbeitrag" (Contribution Économique Territoriale) für das Geschäftsjahr 2023 (TEUR 36) die, entsprechend einer steuerlichen Bestimmung in Frankreich, auf die Unternehmenssteuer angerechnet wird.

(14) Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 186 und betreffen mit TEUR 183 (i. Vj. TEUR 169) im Wesentlichen Grundsteuer.

V. Sonstige Angaben

Im Jahresdurchschnitt waren im Geschäftsjahr an Vollzeitarbeitskräften 1 146 (i. Vj. 134) beschäftigt.

(Anzahl Mitarbeiter) 2023 2022
Service 133 120
Verwaltung 13 14
Total 146 134

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer nach Köpfen beträgt für das Geschäftsjahr 175 (i. Vj. 177).

Geschäftsführer der Gesellschaft war im Geschäftsjahr:

Herr Wilfried Furtwängler, Frankfurt am Main, Hotelkaufmann

Die Bezüge ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung belaufen sich auf TEUR 132.

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung wurden insgesamt TEUR 1.443 zurückgestellt. Die nicht gebildete Rückstellung für diese Verpflichtungen beträgt zum Stichtag TEUR 23.

Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar entfällt sämtlich auf die Abschlussprüfung und betrug TEUR 51.

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

 

Frankfurt am Main, den 31. Oktober 2024

Wilfried Furtwängler, Geschäftsführer

1 Die Ermittlung der Anzahl der Vollzeitarbeitskräfte erfolgte auf der Basis der tatsächlich geleisteten Jahresarbeitsstunden der Mitarbeiter.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungskosten
1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 372.767,76 17.070,50 0,00 1,00 389.837,26
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude einschließlich technischer Anlagen und Außenanlagen 58.858.837,47 335.486,92 0,00 11.675,00 59.182.649,39
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.510.795,01 186.345,89 0,00 818,00 7.696.322,90
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 117.317,28 10.770,00 0,00 117.317,28 10.770,00
66.486.949,76 532.602,81 0,00 129.810,28 66.889.742,29
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.302.653,00 0,00 000 0,00 2.302.653,00
2. Genossenschaftsanteile 592,33 54,43 0,00 0,00 646,76
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 10.329.742,89 499.994,88 0,00 3.410.323,00 7.419.414,77
12.632.988,22 500.049,31 0,00 3.410.323,00 9.722.714,53
79.492.705,74 1.049.722,62 0,00 3.540.134,28 77.002.294,08
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Zuschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 309.933,76 27.868,50 0,00 0,00 337.802,26
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude einschließlich technischer Anlagen und Außenanlagen 40.497.704,44 856.231,92 0,00 0.00 41.353.936,36
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.569.200,78 230.403,89 0,00 0,00 6.799.604,67
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0.00 0,00
47,066,905,22 1.086.635,81 0,00 0,00 48.153.541,03
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 902.653,00 0,00 0.00 0.00 902.653,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.079.229,43 0,00 37.359,04 0,00 1.041.870,39
1.981.882,43 0,00 37.359,04 0,00 1.944.523,39
49.358.721,41 1.114.504,31 37.359,04 0,00 50.435.866,68
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 52.035,00 62.834,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude einschließlich technischer Anlagen und Außenanlagen 17.828.713,03 18.361.133,03
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 896.718,23 941.594,23
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.770,00 117.317,28
18.736.201,26 19.420.044,54
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.400.000,00 1.400.000,00
2. Genossenschaftsanteile 646,76 592,33
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 6.377.544,38 9.250.513,46
7.778.191,14 10.651.105,79
26.566.427,40 30.133.984,33

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Der ehemals Gemeinnütziges Erholungswerk eingetragener Verein (im Folgenden: Verein) wurde am 14. Oktober 1963 von der Industriegewerkschaft Bau-Steine-Erden, heute Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, Frankfurt am Main (im Folgenden kurz: "IG BAU"), dem Zentralverband des Deutschen Baugewerbes, Bonn, und dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V., Wiesbaden, gegründet. Die beiden Arbeitgeberverbände erklärten im Juni 2007 ihren Austritt aus dem Gemeinnütziges Erholungswerk e.V.

Der Verein verfolgte bis zum Formwechsel am 18. Juni 2015 ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung 1977, und zwar durch Schaffung von Erholungsmöglichkeiten zur Erhaltung und Förderung der Gesundheit der Mitglieder der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt und ihrer Schwestergewerkschaften im Deutschen Gewerkschaftsbund sowie ihrer Familien, insbesondere durch den Erwerb, die Errichtung, die Unterhaltung und den hierfür notwendigen Betrieb von Ferienhotels und Ferienzentren (Erholungseinrichtungen).

Nach der Umwandlung in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH), die unter GEW Ferien GmbH (im Folgenden auch kurz: "GEW") firmiert, ist Gegenstand des Unternehmens nunmehr der Erwerb, die Errichtung, die Unterhaltung und der Betrieb von Ferienhotels und Ferienzentren (Erholungseinrichtungen). Der Unternehmensgegenstand wird verwirklicht insbesondere durch die Schaffung von Erholungsmöglichkeiten zur Erhaltung und Förderung der Gesundheit der Mitglieder der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt und ihrer Schwestergewerkschaften im Deutschen Gewerkschaftsbund sowie ihrer Familien. Darüber hinaus kann die Gesellschaft auch anderen Angehörigen und sonstigen Personen Erholungsmöglichkeiten verschaffen. Die vorstehend bezeichneten Zwecke werden des Weiteren dadurch verfolgt, dass die vorgenannten Erholungsmöglichkeiten zur Erhaltung und Förderung der Gesundheit auch befreundeten Organisationen der in Satz 2 genannten Gewerkschaften sowie Schulklassen und Sportvereinen zur Verfügung gestellt werden.

Die Aufgabe der Gemeinnützigkeit hat den Weg geebnet, die Produkte der GEW erstmals uneingeschränkt am freien touristischen Markt anzubieten. Die GEW ist nunmehr im Sektor der Ferienhotellerie und Touristik tätig. Der Schwerpunkt des Angebotes liegt auf den Produkten "Hotelzimmer" und "Ferienappartements" in Deutschland und Frankreich und setzt sich unverändert wie folgt zusammen:

Ferienhotels Anzahl der Gästezimmer Betten
Seehotel Grunewald, Berlin-Grunewald 50 100
Ferienhotel "Farbinger Hof", Bernau, Chiemsee 81 160
Hotel "Das Allgäu" in der Gemeinde Maierhöfen, Ortsteil Stockach, Allgäu 26 51
Hotel "Haus Halliger", Göhren, Rügen 10 28
Schloßhotel "Les Tourelles", Ste. Maxime, Département Var, Frankreich 11 22
2023 Insgesamt 178 361
Ferienzentren Anzahl der Gästewohnungen Betten
Ferienzentrum "Les Tourelles", Ste. Maxime, Département Var, Frankreich 81 326
Rügener Ferienhäuser am Hochufer, Göhren, Rügen 60 193
Ferienzentrum "Trassenmoor", Trassenheide, Usedom 21 84
Ferienzentrum in Wenningstedt, Wenningstedt, Sylt 61 236
Ferienclub in der Gemeinde Maierhöfen, Ortsteil Stockach, Allgäu 115 629
Ferienzentrum Yachthafen Rechlin, Rechtin 18 44
2023 insgesamt 356 1.512

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie hellen sich die weltwirtschaftlichen Aussichten weiter auf. Zusammen mit der begonnenen Lockerung der Geldpolitik und den daraus folgenden günstigeren Finanzierungsbedingungen für Unternehmen und private Haushalte dürften davon die Nachfrage nach deutschen Produkten aus dem Ausland und der Welthandel profitieren. Preisbereinigt sank allerdings das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 0,3 %. In der Frühjahresprojektion rechnet die Bundesregierung hingegen für das Jahr 2024 mit einem leichten Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,3%. (Bundesministerium für Wirtschafts- und Klimaschutz).

Die Exporte sind im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 2,2 % gesunken. Die Konsumausgaben privater Haushalte dagegen haben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,7 % erneut weiter zugenommen. Laut dem Statistischem Bundesamt in Wiesbaden (Destatis) hat sich die Inflationsrate in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht.

Die Bundesregierung rechnet in Ihrer Frühjahrsprognose mit steigenden Realeinkommen und einer weiter abnehmenden Inflation auf 2,4 % im Jahr 2024. Die Anzahl der Erwerbstätigen hat sich gegenüber dem Vorjahr von 45,4 Millionen um 0,5 Millionen (1,1 %) auf 45,9 Millionen erhöht (Statistisches Bundesamt Destatis).

2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Tourismusbranche in Deutschland hat im Jahr 2023 die Corona-Krise fast hinter sich gelassen. Die Zahl der Gästeübernachtungen lag nur noch 1,7% unter den Ergebnissen, die vor der Pandemie im Jahr 2019 erreicht wurden.

Mit 487,2 Millionen Übernachtungen (i. Vj. 450,8 Millionen) lag die Zahl um rund 8,1 % höher als im Jahr 2022 (Destatis, Statistisches Bundesamt).

Davon entfielen 406,3 Millionen (83,4 %) auf inländische und 80,9 Millionen (16,6 %) auf Übernachtungen ausländischer Touristen. Somit stieg weiterhin sowohl die Zahl der Übernachtungen inländischer Gäste mit rund 6,2 % als auch die der ausländischen Gäste mit 18,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Die weltweiten Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den internationalen Tourismus in Deutschland haben somit weiter abgenommen, die Zahlen vor der Pandemie konnten jedoch noch nicht wieder erreicht werden (Destatis, Statistisches Bundesamt).

Nach einer Studie vom Institut GfK ist Deutschland weiterhin mit einem Marktanteil von rund 37 % der Reisen das beliebteste Reiseziel der Deutschen. Der Anteil der Reisen ins außereuropäische Ausland stieg auf 16 %. Die durchschnittliche Dauer des Haupturlaubs betrug knapp 12 Tage. Die deutsche Tourismuswirtschaft ist vor allem mittelständisch geprägt: In Deutschland sind nach Branchenangaben über 2.300 Reiseveranstalter, ca. 4.000 Busunternehmen und rund 9.900 Reisebüros tätig. Darüber hinaus gibt es mehr als 197.000 Unternehmen im Gastgewerbe, darunter etwa 39.000 Beherbergungsunternehmen und mehr als 146.000 gastronomische Unternehmen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren 1.069.088 Personen im Gastgewerbe sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das sind rund 2,9 % mehr im Vergleich zum Vorjahr.

2.3 Darstellung des Geschäftsverlaufs

Die Zahl der verkauften Roomnights lag im Geschäftsjahr 2023 bei 103.103 und somit um 4.777 Einheiten (4,9 %) über dem Vorjahresniveau.

2023 2022 2021 2020 2019
Rooms sold 103.103 98.326 70.882 73.427 116.302

In den Hotelbetrieben war mit durchschnittlich 21,1 % erneut eine deutliche Steigerung in der Auslastung zu verzeichnen. Bei den Ferienzentren hingegen ging die Auslastung um 1,4 % zurück.

Dieser Rückgang begründet sich durch eine verlängerte Schließzeit der Ferienanlage auf Rügen im Frühjahr des Geschäftsjahres sowie durch eine außergewöhnlich schwache Nachfrage. Über alle Betriebsstätten hinweg konnten somit höhere Durchschnittserlöse je belegter Wohneinheit von 6 % erzielt werden.

Außerdem entsprach die geringere Auslastung der Ferienanlagen unseren Erwartungen als schlüssige Folge der konsequent verfolgten nachfrageorientierten Preisgestaltung.

Bei der Verteilung der Umsätze auf die verschiedenen Quellmärkte nimmt der touristische Bereich kontinuierlich zu. Der Anteil dieses Marktsegmentes am Gesamtumsatz betrug 62,2 % (i. Vj. 56,4 %) und konnte somit um 5,8 %-Punkte gesteigert werden. Der Schwerpunkt unserer Marketingaktivitäten lag auch im Jahr 2023 wieder im Online-Marketing. Nach Aufhebung aller Beschränkungen der Infektionsschutzmaßnahmen, konnten auch wieder Reise- und Verbrauchermessen in den für GEW Ferien GmbH interessanten Quellregionen (Schweiz, Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen) besucht werden. Die Teilnahmen am Ordentlichen Gewerkschaftstag der IG BAU sowie am Deutschen Betriebsrätetag gelten für das Unternehmen als obligatorisch. Neben dieser direkten Ansprache der Zielgruppen haben auch wir uns der veränderten Kommunikation und Informationsbeschaffung des Marktes angepasst und die Aktivitäten in den Bereichen Newsletter und Social Media nochmals erheblich intensiviert.

Die Problematik der Personalakquise und die Besetzung von vakanten Stellen hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter verschärft. Weitreichende Sozialleistungen, geregelte Arbeitszeiten, Sonn- und Feiertagszuschläge sowie zusätzliche Logis- und Verpflegungsleistungen reichen heute nicht mehr aus, die notwendige Aufmerksamkeit für qualifizierte Bewerber im Stellenmarkt zu erreichen. Ausfälle im bestehenden Mitarbeiterstamm führten in einigen Betrieben zu vorübergehenden Schließungen von Outlets oder Einschränkungen von Öffnungszeiten und Leistungsumfang. Positiv ausgewirkt hat sich die Externalisierung im Bereich Sales und Marketing. Dadurch ist es uns gelungen, die ambitionierte Zielplanung zu realisieren und kontinuierlich sowie zielgruppenorientiert am Reisemarkt durch professionelle Auftritte und Maßnahmen präsent zu sein.

Bewertungen und Gästemeinungen haben einen großen Einfluss auf Buchungen der Hotels und Ferienanlagen. Somit wirken sich diese direkt auf die Auslastung und somit auch auf den Umsatz aus. Daher ist es unerlässlich, zufriedene Gäste nach den Aufenthalten zu Bewertungen zu bewegen sowie stets den jeweils aktuellen Stand der Bewertungsportale im Blick zu behalten. Im Berichtsjahr konnte mit 2.466 Bewertungen eine Rücklaufquote von 29,2 % (VJ. 33,3 %) erreicht werden mittels Post-stay- Mails über die lizensierte Nutzung der Bewertungs- und Qualitätssoftware iiQ-Check. Die Übersicht der Bewertungen sind in Echtzeit auf den Webseiten eingeblendet.

In den öffentlichen Bewertungsportalen erreichen die GEW-Ferienanlagen und -Hotels durchgängig sehr gute Noten. So liegt in einem führenden Online-Portal der aktuelle Mittelwert der Gesamtnote bei 5,4 Punkten von 6,0 und der Mittelwert der Wiederempfehlungsquote bei 92,7 %. Eine hohe Kundenzufriedenheit wird auch erreicht bei Buchungen über Reiseveranstalter. Die kooperierenden Reiseveranstalter bestätigen durch deren Auswertungen, dass die GEW mit ihren Produkten und Leistungen im Tourismusmarkt mit sehr hohen Zufriedenheitswerten wahrgenommen wird.

2.4 Lage

2.4.1 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die für uns wesentlichen finanziellen Kennzahlen sind die Umsatzerlöse und das EBITDA (=Ergebnis vor Steuern, Erträgen aus Wertpapieren und Ausleihungen, Zinsen sowie Abschreibungen) sowie das Ergebnis nach Steuern.

Die wichtigsten nichtfinanziellen Kennzahlen betreffen die Kundenzufriedenheit. Diese auch von Kunden beachteten Kennzahlen werden regelmäßig eingehend betrachtet. Im Jahr 2023 lagen die Weiterempfehlungsquoten in den Bewertungsportalen zwischen 67 % und 100 % und die Gesamtbewertung nicht unter der Note "gut" (= 93 %) und entsprachen somit den Zielvorstellungen.

2.4.2 Ertragslage

Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 15.023 (i. Vj. TEUR 13.513). Dies bedeutet eine Steigerung um TEUR 1.510 bzw. 11,2 % gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr. Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
TEUR TEUR
Beherbergung und Beköstigung von Gästen 14.445 12.980
Sonstige 578 533
15.023 13.513

Die Umsätze im Berichtsjahr haben sich weiterhin positiv entwickelt. Die Umsatzsteigerung ist im Wesentlichen sowohl auf die erhöhte Nachfrage als auch auf Preissteigerungen in den inländischen Betriebsstätten in Bernau (+ TEUR 556), Maierhöfen (+ TEUR 513) und Berlin (+ TEUR 361) sowie der ausländischen Betriebsstätte in Frankreich (+ TEUR 85) zurückzuführen. Die sonstigen Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen Erlöse aus Kurtaxe sowie Vermietung und Verpachtung.

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres lagen insgesamt um TEUR 384 (rd. 3 %) über der Planung für 2023 (TEUR 14.639).

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um TEUR 417 auf TEUR 620 (i. Vj. TEUR 1.037) reduziert. Diese waren im Vorjahr vor allem durch Versicherungsentschädigungen aus einem Hochwasserschaden (TEUR 841) geprägt. Im Berichtsjahr werden insbesondere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 430 (i. Vj. TEUR 0), Versicherungsentschädigungen von TEUR 41 (i. Vj. TEUR 896) und Erträge aus Zuschreibungen im Anlagevermögen von TEUR 37 (i. Vj. TEUR 0) ausgewiesen.

Der Materialaufwand hat sich aufgrund gestiegener Umsatzerlöse (11,2 %) von TEUR 5.908 um TEUR 454 (7,7 %) auf TEUR 6.362 erhöht.

Das Rohergebnis (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) hat sich im Berichtsjahr um TEUR 1.056 auf TEUR 8.661 (i. Vj. TEUR 7605) erhöht, was maßgeblich auf die um rund 11,2% gestiegenen Umsätze zurückzuführen ist, während der Materialaufwand nur um 7,7 % zugenommen hat.

Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Vollzeitarbeitskräfte im Unternehmen ist mit 146 (i. Vj. 134) gegenüber dem vorangegangenen Jahr um rund 9 % gestiegen. Der Personalaufwand hat sich im Geschäftsjahr 2023 von TEUR 6.177 um TEUR 176 auf TEUR 6.353 erhöht, infolge gestiegener Mitarbeiterzahlen. Die Erhöhung des Personalstands ist u.a. auf die Einstellung von mehreren Auszubildenden in den Betriebsstätten in Berlin und auf Rügen zurückzuführen.

Die planmäßigen Abschreibungen liegen mit TEUR 1.115 um TEUR 11 leicht über dem Vorjahresniveau (i. V. TEUR 1.104).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr um TEUR 271 auf TEUR 2.596 gestiegen. Im Wesentlichen ist der Anstieg auf Kosten die im Rahmen der Jubiläumsfeier 60 Jahre GEW in Höhe von TEUR 154 angefallen sind, zurückzuführen. Bei den Beratungskosten für die Betriebsstätten war ein Anstieg um TEUR 21 von TEUR 199 auf TEUR 220 zu verzeichnen. Gleiches gilt auch für die Marketingaufwendungen, die sich um TEUR 62 auf TEUR 506 (i. Vj. TEUR 444) erhöhten. Darin sind auch die monatlichen Belastungen des externen Marketingteams enthalten.

Das EBITDA liegt bei TEUR 332 und damit um TEUR 529 über der Planung für 2023. Es hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 191 erneut weiter verbessert. Dies ist im Wesentlichen auf die verbesserte Auslastung und höheren Erlöse der Destinationen zurückzuführen.

Das unverändert negative Finanzergebnis, als Saldo aus Erträgen aus Wertpapieren, Zinserträgen, sowie Zinsaufwendungen und Abschreibungen auf Finanzanlagen, hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2 auf TEUR 57 verbessert.

Der unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesene Aufwand ergibt sich im Wesentlichen als Saldo aus französischer Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 68 (i. Vj. TEUR 65) einer, entsprechend einer steuerlichen Bestimmung in Frankreich, zu entrichtenden Abgabe auf den Mehrwert der Unternehmen (Cotisation sur la Valeur Ajoutée des Entreprises) in Höhe TEUR 2 und einer staatlichen Wirtschaftshilfe "Territorialer Wirtschaftsbeitrag" (Contribution Économique Territoriale) für das Geschäftsjahre 2023 (TEUR 36), die, entsprechend einer steuerlichen Bestimmung in Frankreich auf die Unternehmenssteuer angerechnet wird.

Das Ergebnis nach Steuern hat sich im Berichtsjahr hauptsächlich aufgrund der gestiegenen Umsätze von TEUR -1.060 um TEUR 186 auf TEUR -874 verbessert. Der Jahresfehlbetrag hat sich von TEUR -1.233 um TEUR 173 auf TEUR -1.060 verringert.

Trotz des deutlich gestiegenen Rohergebnisses fällt der Rückgang des Jahresfehlbetrags auf TEUR 1.060 (i.Vj. TEUR 1.233) nach wie vor moderat aus.

Das Geschäftsjahr 2023 ist für die GEW Ferien GmbH operativ damit noch nicht zufriedenstellend verlaufen.

2.4.3 Finanzlage

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergaben sich in 2023 Mittelzuflüsse in Höhe von TEUR 971 (i. Vj. Mittelzuflüsse von TEUR 948). Nach Berücksichtigung von Mittelzuflüssen aus der Investitionstätigkeit von TEUR 2.491 (i. Vj. TEUR 526) und Mittelabflüssen aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR 2.000 (i. Vj. TEUR 2.000) ergab sich ein positiver Gesamt-Cashflow von TEUR 1.462 (i. Vj. negativer Gesamt- Cashflow von TEUR -526), sodass sich unser Finanzmittelbestand auf TEUR 2.417 (i. Vj. TEUR 955) erhöht hat.

Auch in der Zukunft wird die GEW Ferien GmbH ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllen können. Die flüssigen Mittel betreffen mit TEUR 2.381 (i. Vj. TEUR 929) Guthaben bei Kreditinstituten und mit TEUR 35 (i. Vj. TEUR 26) Kassenbestände. Darüber hinaus sind im Anlagevermögen Wertpapierbestände in Höhe von TEUR 6.378 (i. Vj. TEUR 9.251) enthalten.

2.4.4 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der GEW Ferien GmbH belief sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 29.638. Sie hat sich damit im Berichtsjahr um TEUR 2.828 verringert. Der Rückgang des Gesamtvermögens ist im Wesentlichen auf die steuerfreie Entnahme aus der Kapitalrücklage der Gesellschaft i.H.v. TEUR 2.000 sowie den Verkauf von Wertpapieren des Anlagevermögens i.H.v. TEUR 2.873 zurückzuführen.

Die Vermögensstruktur ist nach wie vor durch einen hohen Anteil des Sachanlagevermögens an der Bilanzsumme von rund 63 % (i. Vj. 60 %) gekennzeichnet. Der Anteil der Wertpapiere des Anlagevermögens bildet mit rund 21 % (i. Vj. 28 %) den zweitgrößten Anteil an der Bilanzsumme.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 845 auf TEUR 276 verringert. Ursächlich hierfür ist vor allem die Auszahlung des Versicherers aus dem Hochwasserschaden i.H.v. TEUR 841.

Die Kapitalstruktur ist durch einen Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme von rund 72 % (i. Vj. rund 75 %) gekennzeichnet. Die Verminderung des Eigenkapitals um insgesamt TEUR 3.061 ist auf den Jahresfehlbetrag im Berichtsjahr i.H.v. TEUR 1.060 sowie auf die steuerfreie Entnahme aus der Kapitalrücklage der Gesellschaft i.H.v. TEUR 2.000 zurückzuführen.

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen betragen TEUR 5.401 und haben sich somit um TEUR 694 gegenüber dem Vorjahr reduziert, was auf ein vermindertes Mengengerüst zurückzuführen ist.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich nur im geringen Umfang um TEUR 8 von TEUR 644 auf TEUR 652 erhöht.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen im Berichtsjahr TEUR 761 (i. Vj. TEUR 445) und haben sich somit um TEUR 316 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Der Anstieg um rund 71 % ist lediglich stichtagsbedingt.

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich ebenfalls von TEUR 206 um TEUR 78 auf TEUR 284 im Geschäftsjahr erhöht. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Umsatzsteuerverbindlichkeiten, die Veranlagungszeiträume Oktober und November 2023 betreffend, zurückzuführen.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Die Prognosen von Touristikern überraschten zu Beginn des Jahres. Trotz wirtschaftlicher und politischer Unsicherheiten ergaben Kundenbefragungen ein optimistischeres Bild als noch im Vorjahr.

Mehr als die Hälfte der Befragten wollte sich durch Unsicherheiten nicht aufhalten lassen und räumte dem Wunsch nach Urlaub eine hohe Priorität ein. In Sachen Reisekosten ist jedoch Zurückhaltung gefragt. Es gilt einen kostengünstigen Urlaub zu planen und das Beste aus einem reduzierten Reisebudget zu machen. Auch die GEW Ferien GmbH startete das Geschäftsjahr 2023 mit verhaltenem Optimismus, da der Vorbuchungsstand über alle Betriebsstätten direkt am Jahresanfang mit 2,1% unter dem Vorjahresvergleich gelegen hat.

Unsere Erwartungen in den Umsatzerlösen für das Geschäftsjahr betrugen TEUR 14.639. Erzielt wurden Umsätze von TEUR 15.023 (i. Vj. TEUR 13.513), was gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum eine Umsatzerhöhung von TEUR 1.510 bzw. 11,2 % und 2,6% gegenüber der Prognose bedeutet. Als Folge des zuletzt in allen Stufen praktizierten Yield-Managements haben wir eine verminderte Auslastung erwartet. Durch das neue Preiskonzept und den daraus resultierenden gestiegenen Durchschnittszimmerpreisen in den Hotels und Ferienanlagen konnte dieser Rückgang allerdings kompensiert werden. In einigen Destinationen konnte durch entsprechende Angebotsgestaltung eine zusätzliche Auslastung in der an sich ruhigeren Herbstzeit realisiert werden. Typische Silvesterveranstaltungen waren in allen dafür in Frage kommenden Betrieben nur in geringem Umfang geplant, um zeitlich aufwändige Planungsarbeiten und personalintensive Aufwendungen zu vermeiden, besonders auch im Hinblick auf die angespannte Personalsituation in den meisten Betriebsstätten.

Die deutlich verbesserten Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr haben einen positiven EBITDA von TEUR 332 ergeben. Das seit einigen Jahren gesetzte Ziel eines ausgeglichenen Jahresergebnisses konnte jedoch erneut noch nicht erreicht werden, u.a. wegen hoher Reparatur- und Instandhaltungskosten sowie gestiegener Betriebs- und Allgemeinkosten in Folge der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, insbesondere der Verbrauchskosten im Energiebereich.

Wenn es auch weiterhin nicht gelingt, erforderliche oder zusätzliche Fachkräfte einzustellen bzw. vakante Positionen zu besetzen, wird es keine andere Lösung geben, als Einschränkungen in unseren Angeboten zu akzeptieren oder einzelne Leistungsbereiche wie z.B. Gastronomie, Housekeeping oder mögliche Andere durch zusätzliche Ruhetage zu entlasten oder falls erforderlich, komplett einzustellen. Diese Einschränkungen hätten gewiss ein geringeres Buchungsaufkommen sowie negative Bewertungen in den gängigen Portalen zur Folge.

Die bisher eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung der Erlössituation und die permanente Anpassung der Kostenstrukturen sind vom Gesellschafter anerkennend zur Kenntnis genommen worden. Nicht zu beeinflussende Rahmenbedingungen haben jedoch die Zielsetzung eines ausgeglichenen Jahresergebnisses um mindestens 3 Jahre verschoben.

Dieses strategische Ziel wird für die kommenden Geschäftsjahre weiterhin angestrebt und soll durch weitere Optimierung und Veränderungen bei Angeboten und Leistungen erreicht werden.

In der Gaststruktur über alle Destinationen hinweg hat sich keine signifikante Veränderung ergeben. Allerdings verzeichnen wir nach wie vor deutlich kürzere Vorbuchungszeiten und kürzere Aufenthaltsdauern gegenüber früheren Jahren. Das alle Betriebe umfassende betriebsinterne "Monitoring" mit Belegungsvergleichen und -übersichten, Belegungsentwicklungen in kurzen Zeitintervallen, Ermittlung der "pick-up"s" und Vorlaufzeiten der Buchungen, dient u.a. auch als wichtiges Steuerungselement der Marketingaktivitäten. Hieraus erkennen wir zeitweise kürzere Buchungsfristen insbesondere während der Ferienzeiten. Insgesamt betrachtet verlief der Saisonstart eher verhalten, doch durch die real eingetretene gute Entwicklung des Geschäftsverlaufs 2024 gehen wir im weiteren Jahresverlauf von einem Zuwachs bezüglich Auslastung und Umsatz aus.

Der Jahresvergleich der "Reservierungen in the books" mit einer Zunahme von 12,5% an gebuchten Zimmern ließ uns darauf hoffen, ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2024 erwarten zu können. Unsere Planungen für das Jahr 2024 sahen vor, das Umsatzvolumen um 7,7% zu steigern. Allerdings erwarten wir durch teils beachtliche Steigerungen der Betriebskosten einen um ca. TEUR 500 verminderten Gewinn. Den höchsten Anteil daran haben die Personalkosten (+ 3%), die deutlichste Steigerung erwarten wir jedoch bei den Energiekosten (+52%) sowie weitere hohe Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen im 61. Jahr des Bestehens des Unternehmens. Dieser Kostenbereich wird zusätzlich belastet durch veränderte Umwelt- und Brandschutzauflagen von Bund, Ländern und Kommunen. Dementsprechend wird sich auch das EBITDA gegenüber dem Vorjahr verringern.

Der Schwerpunkt unserer Marketingaktivitäten liegt nun im Onlinemarketing. Inserate in Printmedien wie auch die Präsenz auf Reise- und Verbrauchermessen wurden wegen des veränderten Verbraucherverhaltens deutlich reduziert. Dabei verfolgen wir nach wie vor das Ziel, einen höheren Bekanntheitsgrad im Tourismusbereich zu erreichen und das Buchungsvolumen über die eigene Webseite zu steigern. Eine intensive Zusammenarbeit mit OTA's (z.B, booking.com) bleibt jedoch weiterhin unverzichtbar. Die Kontingentvergabe an Reiseveranstalter wurde bereits auf ein erträgliches Minimum zurückgefahren. "Push-up-Kampagnen" werden weiterhin durchgeführt, um erkannte Belegungslücken kurzfristig zu füllen bzw. die Nachsaisonzeiten zufriedenstellend und kostendeckend zu belegen. An betrieblichen Schließzeiten in den Zeiten mit geringen Buchungsaktivitäten wird auch weiterhin festgehalten.

Die Preisgestaltung für 2024 erfolgte unter Anwendung aller erforderlichen Mechanismen des Revenue- Managements und unter stetiger Anwendung des Yield-Managements. Dadurch agieren wir aktiver und flexibler im touristischen Bereich bzgl. Preis- und Angebotspolitik in allen Monaten mit geringerer bzw. höherer Nachfrage bzw. nach den Verfügbarkeiten in den Hotels und Ferienzentren.

Trotz einer im Jahresverlauf 2024 festzustellenden Zurückhaltung im Buchungsverhalten in allen Destinationen, gehen wir von einer Steigerung der durchschnittlichen Zimmerraten von 4% aus und einer Auslastung, die nicht unter dem Vorjahresstand liegen wird.

Die bisherigen Stammgäste der GEW aus dem Mitgliederbereich der Gewerkschaften bilden auch weiterhin eine solide Basis und einen gesunden Grundstock für unsere Arbeit, obwohl die Buchungszahlen aus diesem Segment stagnieren. Gewerkschaftsmitglieder erhalten noch immer einen rabattierten Preis. Als Buchungsanreize für Gewerkschaftsmitglieder werden in schwächeren Nebensaisonzeiten wieder Rabatte von bis zu 30 % auf den Übernachtungspreis gewährt.

Die Investitionstätigkeiten in den eigenen Hotels und Ferienzentren beschränken sich in diesem Jahr wieder auf die Substanzerhaltung von Gebäuden und technischen Anlagen. Größere Aufwendungen sind hier zu erwarten bei der Sanierung des Flachdaches des Hotels "Das Allgäu" in Maierhöfen sowie die Anbindung des Sammelbeckens für Oberflächenwasser an die Kanalisation im Ostseebad Göhren auf Rügen. Alle weiteren priorisierten Instandhaltungsmaßnahmen in normalem Umfang werden auch im Jahr 2024 eine gleichbleibende Qualität und Funktionalität der Ferienhotels und -anlagen sicherstellen. Wir gehen davon aus, dass bei Erreichen der Zielsetzung in diesem Geschäftsjahr im Folgejahr zusätzliche Investitionsmittel für Sanierungen und Produktverbesserungen einzelner Betriebe geplant werden können.

Die Grundlage einer erfolgreichen Fortsetzung der bisherigen Geschäftsausrichtung ist eine geordnete Vermögens- und Finanzlage. Diese wesentliche Voraussetzung sehen wir als erfüllt an.

Bezüglich unserer nichtfinanziellen Kennzahl "Kundenzufriedenheit" streben wir auch für das Geschäftsjahr 2024 wieder höhere Werte in den Rückläufen der Bewertungen, aber auch der Weiterempfehlungsquote und der durchschnittlichen Bewertung über Vorjahresniveau an. Das externe Qualitäts- und Bewertungsmodul wird weiter im Einsatz bleiben und die jeweils aktuellen Bewertungen sind gut sichtbar auf der Webseite abgebildet. Interne Vorgaben und Maßnahmen sollen dazu verhelfen, in diesem Bereich eine interaktive Kommunikation unmittelbar nach Eingang der Bewertungen zu erreichen.

Um die Besucherzahlen der Webseite ebenso zu steigern, wie die wichtige Kennzahl "CR Besucher: Buchungen" (Verhältnis Besucher der Website zur Anzahl der Buchungen) wird uneingeschränkt an der Optimierung gearbeitet. Als derzeit noch wichtigstes Werbemittel wird auch weiterhin der GEW Ferienkatalog angesehen, der Ende Juli in leicht verändertem Design und hoher Stückzahl neu aufgelegt und bereits verteilt wurde. Wir arbeiten auch weiterhin über alle Medien und Maßnahmen an einer Markenbildung mit den vielfältigen Möglichkeiten von Cross-Selling über alle Standorte hinweg.

3.2 Chancen- und Risikobericht

Als international tätiges Touristikunternehmen sind wir im Rahmen unserer Geschäftstätigkeiten den unterschiedlichsten Risiken mit zum Teil kurzen Reaktionszeiten ausgesetzt. Risiken sind unsichere unternehmensexterne und -interne Einflussfaktoren, die Erfolgspotenziale (Vermögen, Erfolg und Liquidität) beeinträchtigen und damit die Realisierung geplanter Ziele verhindern oder zu verhindern drohen bzw. die weitere Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen können. Chancen sind dagegen unternehmensexterne und -interne Einflussfaktoren, die Erfolgspotenziale (Vermögen, Erfolg und Liquidität) schaffen und damit die geplanten Ziele bzw. die weitere Geschäftsentwicklung positiv beeinflussen. Im Folgenden werden die für die Gesellschaft bedeutsamen Risiken mit wesentlicher Auswirkung auf die Ergebnisentwicklung dargestellt. Dabei unterscheiden wir im Rahmen der Risikogewichtung zwischen geringen, moderaten, wesentlichen und bestandsgefährdenden Risiken.

Damit der nachhaltige wirtschaftliche Erfolg der GEW und das Erreichen des strategischen Ziels "schwarze Null" gewährleistet werden kann, werden bestehende und neu auftretende Chancen und Risiken laufend überwacht und gemanagt. Um Marktchancen zu nutzen und Erfolgspotenziale auszuschöpfen, ist es unvermeidbar, in angemessenem Umfang Risiken einzugehen. Insbesondere in Anbetracht der weiteren Positionierung in neuen Marktsegmenten ist für eine verantwortungsbewusste Unternehmensführung ein Risiko- und Frühwarnsystem unabdingbar. Das Controlling der betriebswirtschaftlichen Ergebnisse über den regelmäßigen Vergleich von betrieblichen Kennzahlen ist so wichtig wie der Einsatz weiterer Elemente für das aktuelle Reporting und den Benchmark-Vergleich.

Die GEW Ferien GmbH agiert mit der Vermarktung ihrer eigenen Ferien- und Urlaubseinrichtungen in einem stark umworbenen Markt, der einerseits durch einen hohen Preisdruck und andererseits durch hohe Dienstleistungsansprüche geprägt ist. Der anhaltende, eher noch zunehmende Mangel an Fachkräften und engagierten Mitarbeitern hat bereits bedrohliche Ausmaße angenommen. Für die GEW Ferien GmbH hatte dies bereits zur Folge, dass in einigen Betrieben Leistungsbereiche, wie z. B. die Gastronomie, erheblich eingeschränkt werden mussten.

Mit dem bereits bestehenden Potenzial an Stammkunden aus dem Gewerkschaftssegment und den steigenden Buchungen aus dem touristischen Markt bestehen aber weiterhin gute Chancen auf eine positive betriebswirtschaftliche Stabilisierung der GEW.

Mit dem Ausbau zusätzlicher Vertriebswege in beiden Marktsegmenten und zielgerichteten Marketingmaßnahmen sollen die bisher erschlossenen Zielgruppen verstärkt und stabilisiert werden. Die konsequente Umsetzung von Revenue- und Yield-Management hat dem Unternehmen schon dazu verholfen, Auslastung und Durchschnittszimmerpreise zu steigern und somit die Umsätze und das Jahresergebnis nachhaltig zu optimieren.

Neben der Ertragsseite wird es jedoch eine besondere Herausforderung sein, die Kostenstrukturen den Marktanforderungen anzupassen, um somit die Konkurrenzfähigkeit sicherzustellen. Zur Begrenzung dieser Risiken sind das zuvor erwähnte Controlling und ein Kostenüberwachungssystem erforderlich. Durch die Festlegung von internen Benchmarks werden Abweichungen frühzeitig erkannt und Maßnahmen ergriffen, um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken.

Chancen und Risiken für die zukünftige Entwicklung liegen darüber hinaus in den branchenbezogenen Rahmenbedingungen sowie der weiteren konjunkturellen Entwicklung insbesondere im Hinblick auf die privaten Konsumausgaben. Derzeit nicht vorhersehbar sind zu erwartende Vorgaben und Gesetze der Legislative, um den Umweltschutz zu stärken oder die Inflation zu senken. Diese Entscheidungen ziehen natürlich weitreichende gesamtwirtschaftliche Konsequenzen sowie auch wirtschaftliche Konsequenzen für die GEW Ferien GmbH nach sich. Unvorhersehbar sind auch Katastrophen und Unglücke, wie wir sie im August 2020 im Chiemgau und im Frühjahr 2021 im Ferienzentrum Trassenmoor erleben mussten. Auch nach erfolgter Sanierung des Hotels Farbinger Hof besteht jederzeit die latente Gefahr eines erneuten Hochwassers durch anhaltende Regenfälle im Nordstau der Alpen. Unter Berücksichtigung bestehender betrieblicher Versicherung wird das Risiko als gering eingeschätzt.

Wenn sich weltweite Turbulenzen und Unsicherheiten bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung in Europa wieder verstärken und sich daraus resultierend die Konjunktur abschwächt, kann dies die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Dadurch könnten für uns Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen. Ausgaben für Urlaubsreisen nehmen bei vielen Verbrauchern eine hohe Priorität ein, sodass es Ziel der GEW ist, einzigartige Reiseangebote zu schaffen, die auch unter geänderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen den Bedürfnissen unserer Kunden entsprechen. Die hieraus resultierenden Umsatz- und Ergebnisrisiken stellen aus unserer Sicht wesentliche Risiken dar.

Als Auswirkungen der gestiegenen Inflationsrate hat sich der private Konsum reduziert. Davon betroffen ist auch die Tourismusbranche, in der sich der Trend für kurzfristige Buchungen, kürzere Aufenthaltsdauern und die Inanspruchnahme von Rabatten und Boni stärker bemerkbar macht. Hier gilt es, diesen Entwicklungen in angemessenem Rahmen und durch geeignete Maßnahmen gerecht zu werden und diese werbewirksam zu platzieren. Die Preissensibilität der Kunden mit steigenden Qualitäts- und Leistungsansprüchen birgt für unser Unternehmen ein weiteres und als moderat einzuschätzendes Risiko. Das besteht einerseits darin, in einer fehlgeleiteten Markteinschätzung die "Preisschraube" zu überdrehen und somit Buchungen zu verhindern. Andererseits aber auch, dass mit höheren Preisen die Qualitäts- und Leistungsansprüche der Kunden steigen und durch hohe Betriebs- und Instandhaltungskosten keine Reserven mehr vorhanden sind, um wirksame Produkt- und Leistungsverbesserungen in den Betriebsstätten verwirklichen zu können.

Durch die konsequente Weiterentwicklung des Angebotes mit Aktions- und Saisonreisen, gerade in den umsatzschwächeren Perioden, wird antizyklisch gewirkt. Perspektiven bieten sich durch anstehende Kooperationen mit OTA's, Besuchen von bzw. Teilnahmen an neuen Reisemessen und Kundenbindungsmaßnahmen. Die Vermittlung von Fluss- und Seekreuzfahrten läuft bereits seit einigen Jahren erfolgreich.

Seit dem erfolgten Formwechsel im Geschäftsjahr 2015, stellen sich auch heute noch immer Situationen und Ereignisse ein, die weitere Umstrukturierungen bei der GEW erfordern. Somit bestehen auch künftig moderate Risiken in der Bewältigung und erfolgreichen Optimierung diverser Geschäftsprozesse auf allen Ebenen der GEW und in allen Fachbereichen der GEW. Branchenübliche Standards und Richtlinien sowie ein umfassendes Reporting sind bereits umgesetzt. Zur Steuerung des Unternehmens, besonders im Hinblick auf die Entwicklung von Umsatz und Auslastung in den Betrieben und dafür erforderliche Marketingaktivitäten, sind weitere Grundlagen in Form von Kennzahlen und Vergleichsberichte erforderlich. Diese Aktivitäten und die notwendige Interaktion, insbesondere in den Betriebsstätten, wird auch weiterhin eine Hauptaufgabe sein.

Die Ferienhotellerie ist stark personalintensiv und gerade dieser Bereich ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die GEW. Wir sehen es durchaus nicht als selbstverständlich an, dass Mitarbeiter/innen den umfassenden Service am Gast in Zeiten leisten, in denen die Mehrheit der Personen ihre Freizeit und Feiertage genießen. Daher gilt es, diese Leistung besonders zu entlohnen. Die stark gestiegenen Energie- und Lebenshaltungskosten der privaten Haushalte hatten zur Folge, dass die im September 2022 abgeschlossenen Tarifvereinbarungen und die Anpassung des gesetzlichen Mindestlohns, eine deutliche Steigerung der Personalkosten zur Folge hatte. Die gestiegenen Personal- und Energiekosten können unmöglich vollumfänglich im Rahmen unserer Preise weitergegeben werden, sodass hier ein geringes Ergebnisrisiko bestehen kann. Als kurzzeitiges Risiko ist auch zu sehen, dass durch eine überzogene Preisspirale weniger Buchungen zustande kommen bzw. die Gäste sich den Mitbewerbern zuwenden.

Für die GEW ist es äußerst wichtig, die Gesundheit und Sicherheit der Gäste zu gewährleisten. Das Risiko, dass Kunden während eines Urlaubsaufenthalts Schäden aus einem Gesundheits- oder Sicherheitsrisiko erleiden, würde die Reputation der GEW erheblich beeinflussen und auch finanzielle Auswirkungen auf unser Geschäft haben. Zur Risikominimierung wurden die Verantwortung und die Kompetenz in diesem Bereich dezentral bei den Betriebsdirektoren angesiedelt, sodass vor Ort direkt die notwendigen und laufenden Qualitäts- und Sicherheitskriterien aufgestellt und überwacht werden können. Erste Schritte und Prozesse dafür sind in den letzten Jahren bereits eingeleitet worden, erfordern jedoch eine kontinuierliche Überprüfung und Anpassung. Nach Berücksichtigung der Maßnahmen zur Risikominimierung wird aktuell von einem moderaten Risiko ausgegangen.

Die Rahmenbedingungen, Richtlinien und Prozesse für ein einheitliches Risikomanagement bestehen personalbedingt bisher noch immer nur in Ansätzen. Noch immer sind die Direktoren*innen gefordert, die Risikofaktoren in den Betrieben aufzuzeigen, zu bewerten und entsprechende Vorsorgemaßnahmen umzusetzen. In der Ableitung daraus werden in folgenden Schritten weitere mögliche Risiken der GEW identifiziert und beschrieben. Für alle Geschäftsbereiche sollen dann entsprechende Notfallpläne mit Maßnahmen bereitstehen. Der Aufbau und der Ablauf des operativen Risikomanagementprozesses soll über die definierten Risikofelder in der Verantwortung der Direktoren dezentral organisiert werden. Eine revisionsfähige Absicherung durch diverse Werkzeuge wird weiterhin angestrebt und erarbeitet.

Ein unwetterbedingtes Schadensereignis mit gravierenden Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf in der Hauptsaison im Ferienclub Maierhöfen hat aufgezeigt, wie wichtig die Ausarbeitung von Notfallplänen und -szenarien sind. Mitte Juli wurden die technischen Räume und Lagerräume während eines heftigen Unwetters geflutet, woraufhin die Energieversorgung der ganzen Anlage unterbrochen wurde. Personenschaden waren glücklicherweise nicht zu vermelden, der Sachschaden und die darauffolgenden Einschränkungen im Betrieb mit teilweiser kompletter Schließung von Betriebsteilen werden sich jedoch negativ auf das Geschäftsjahr 2024 und durch Umsatzausfall auf die Ertragslage auswirken.

Zum wiederholten Mal ist eine Betriebsstätte durch wetterbedingte Ereignisse geschädigt worden. Da eine Wiederholung nicht auszuschließen ist, kann jedes weitere Ereignis künftig als mögliches existenzgefährdendes Risiko eingestuft werden. Derzeit zwar kein aktuelles Thema mehr, doch als weiteres und mögliches existenzgefährdendes Risiko muss auch weiterhin eine unsichere Energieversorgung in Betracht gezogen werden. Eine Einstellung der Hauptenergieträger Strom und Erdgas, aber auch eine Rationierung durch die Bundesnetzagentur hätte unvorhersehbare Folgen für die Hotels und Ferienanlagen in allen Destinationen. Die Hotellerie ist durch die definierten Warnstufen der Behörde als nicht systemrelevant eingestuft worden. Durch das Einstellen der Energielieferungen sind die Küchen der Restaurants ebenso betroffen, wie die Versorgung der Zimmer und Wohnungen mit Wärme und Warmwasser. Aktuell gehen wir bei diesem Risiko von einer eher geringen Wahrscheinlichkeit aus.

Im Hinblick darauf, dass durch die zukünftige Entwicklung aufgrund gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen eine hohe Unsicherheit entsteht und daher die Prognose- bzw. Ertragsfähigkeit des Unternehmens wesentlich beeinträchtigt werden, kann auch nach dem Zusammentreffen mehrerer negativer Faktoren der Fortbestand über das Jahresende 2025 hinaus gesichert werden.

Darüber hinaus sind andere mögliche existenzgefährdende Risiken für uns derzeit nicht erkennbar.

Die Geschäftspolitik wird im Wesentlichen unverändert bleiben und wichtigstes Ziel ist zunächst, mittelfristig ein ausgeglichenes EBITDA zu erreichen. Dies soll auch ermöglichen, künftigen finanziellen Risiken entgegenzuwirken.

 

Frankfurt am Main, den 31. Oktober 2024

Wilfried Furtwängler, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die GEW Ferien GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GEW Ferien GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GEW Ferien GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 31. Oktober 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Torsten Hauptmann, Wirtschaftsprüfer

Andreas Galic, Wirtschaftsprüfer

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