TJM Schimscha Solarverwaltungs-GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dominik Otto Schimscha seit 23.12.2025 | Prokura |
Lilli-Sophie Katrin Schimscha seit 23.12.2025 | Prokura |
Jan Johannes Schimscha seit 23.12.2025 | Prokura |
Katrin Schimscha seit 23.12.2025 | Prokura |
Johannes Schimscha seit 5.5.2006 | Geschäftsführer |
Michael Schimscha seit 5.5.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
K***** S******** | 14.67% |
D****** O*** S******** | 14.67% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Schimscha GmbHEigenbeteiligung | 33.33% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 33.33% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Schimscha GmbHRavensteinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Anlagenverzeichnis Bilanz zum 31. Dezember 2023 Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023 Anhang für das Geschäftsjahr 2023 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Bestätigungsvermerk vom 31. Mai 2024 Bilanz zum 31. Dezember 2023(mit Vergleichszahlen des Vorjahres)AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023(mit Vergleichszahlen des Vorjahres)
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss 1. Angaben gemäß § 264 Abs. 1a HGB
2. Gesetzliche Grundlagen Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften über die Rechnungslegung von Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Die Gesellschaft gilt nach den Kriterien des § 267 Abs. 2 HGB als "mittelgroße" Kapitalgesellschaft. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind Vermerke zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Wertminderungen werden durch planmäßige Abschreibungen erfasst. Die Abschreibungen erfolgen sowohl nach der degressiven als auch nach der linearen Methode. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Abschlussstichtag, der sich aus dem Börsen- oder Marktpreis ergibt, angesetzt worden. Die unfertigen Erzeugnisse wurden mit anteiligen Lohn- und Gemeinkosten sowie Materialkosten aufgrund von Fertigstellungsgraden bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder bei längerer Laufzeit mit dem abgezinsten Barwert bilanziert. Das allgemeine Kreditrisiko ist in Form eines pauschalen Abschlags berücksichtigt. Flüssige Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt. Die Pensionsverpflichtungen (Erfüllungsbetrag nach dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz) sind auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach der PUC-Methode unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G (Dr. Heubeck) und eines Zinssatzes von 1,83 % errechnet. Der Zinsaufwand beträgt 4.412,00. Der Unterschiedsbetrag zum Erfüllungsbetrag nach dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz beträgt € 1.062,00. Für diesen Betrag gilt eine Ausschüttungssperre nach § 253 Abs.6 HGB. Die Rückstellungen berücksichtigen in angemessenem Umfang alle Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Der Wertansatz der Eventualverbindlichkeiten entspricht dem am Bilanzstichtag tatsächlich bestehenden Haftungsumfang. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der folgenden Übericht dargestelltB. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen
C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
D. Sonstige Angaben
Ravenstein, 31. März 2024 Michael Schimscha Dipl.-Betriebswirt (FH) Johannes Schimscha Hinweis gemäß § 328 Abs. 1 und 5 HGB: Der testierte Jahresabschluss 31.12.2023 wurde durch Gesellschafterversammlung am 24.07.2024 festgestellt. Lagebericht 2023der Schimscha GmbH in Ravenstein-ErlenbachInhaltsverzeichnis I. Grundlagen des Unternehmens II. Darstellung des Geschäftsverlaufs (§ 289 Abs. 1 HGB) 1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft 2. Entwicklung der Branche 3. Umsatz und Auftragsentwicklung 4. Produktion 5. Beschaffung 6. Personal- und Sozialbereiche 7. Vertrieb 8. Umweltschutz 9. Sachinvestitionen 10. Finanzierungsmaßnahmen/-vorhaben III. Darstellung der Lage 1. Vermögens- und Ertragslage 2. Finanzlage IV. Voraussichtlich Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung 1. Risikobericht 2. Prognosebericht I. Grundlagen des Unternehmens Die Schimscha GmbH ist ein inhabergeführtes Familienunternehmen, welches in vierter Generation von den Geschäftsführern Johannes und Michael Schimscha geführt wird. Das Unternehmen wurde 1896 als Spenglerei und Kupferschmiede in Südmähren (heutiges Tschechien) gegründet und ist seit 1946 im badenwürttembergischen Ravenstein-Erlenbach ansässig. Die Otto Schimscha Metallbau GmbH wurde am 02.04.1980 im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HRB Nr. 450062 eingetragen. Im Rahmen der Gesellschafterversammlung wurde am 26.10.2020 die Änderung des Gesellschaftsvertrages (§ 1 Firma und Sitz) beschlossen. Der Name der Firma lautet seit der Eintragung in das Handelsregister am 07.12.2021 Schimscha GmbH. Als Experte für maßgeschneiderte Blechkonstruktionen konzentriert sich die Schimscha GmbH auf die Fertigung von kundenindividuellen Schaltschränken, Gehäusen, Maschinengestellen und Bedienpulten, sowohl in Einzelanfertigung als auch in Serienproduktion. Das Unternehmen bedient hauptsächlich Kunden aus dem produzierenden Gewerbe mit dem Hauptsitz in Deutschland, darunter führende Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, sowie der Elektronik-, Lebensmittel- und Pharmaindustrie. II. Darstellung des Geschäftsverlaufs (§ 289 Abs. 1 HGB) 1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft Im Jahre 2023 geriet die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Deutschlands in einem weiterhin von Krisen geprägten Umfeld ins Stocken. Globale Unruhen, steigende Zinsen und ungünstige Finanzierungsbedingungen, zusammen mit einer nachlassenden Nachfrage sowohl im In- als auch im Ausland, dämpften das Wachstum. Ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes zufolge verzeichnete das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 einen Rückgang um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich. Im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) sank die Wirtschaftsleistung um 2 %. Die meisten Dienstleistungsbereiche hingegen konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vergleich zum Vorjahr erneut ausweiten. Unser Kundenportfolio erstreckt sich über eine Vielzahl von Branchen, von kleinen und mittelständischen Unternehmen bis hin zu globalen Marktführern und Großkonzernen. Hauptsächlich bedienen wir produzierende Unternehmen im B2B- Segment mit Sitz in Deutschland. Im Folgenden werden die beiden Hauptbranchen, zu denen unsere Kunden gehören, genauer betrachtet: Dies umfasst den Maschinenbau sowie die Elektroindustrie. Der Verlauf des Jahres 2023 im deutschen Maschinenbau war von gemischten Signalen geprägt. In den ersten zehn Monaten konnte die Maschinenproduktion dank hoher Auftragsbestände und weniger Engpässe in den Lieferketten mit einem realen Plus von 0,9% vergleichsweise gut abschneiden. Allerdings verschlechterten sich im Laufe des Jahres die Wachstumserwartungen zunehmend. Das PwC Maschinenbau-Barometer blickt mit Skepsis und Verunsicherung in das Jahr 2024, und Branchenführer prognostizieren einen Rückgang des Branchenwachstums. Der Maschinenbau sieht sich einer Reihe von Herausforderungen gegenüber, darunter hoher Kostendruck aufgrund steigender Personalkosten, Energie- und Rohstoffausgaben sowie einem Mangel an Fachkräften. Zudem beeinflussen politische Entwicklungen im internationalen Umfeld die Branche. Die VDMA-Prognose für 2024 sieht ein reales Produktionsminus von 4% vor. Im Gegensatz dazu blickt der Verband der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) auf ein erfolgreiches Jahr 2023 zurück. Trotz der Lieferengpässe verzeichnete die Branche ein Umsatzwachstum von 6,6% auf 239 Milliarden Euro. Jedoch prognostiziert der ZVEI aufgrund des gesamtwirtschaftlich schwachen Ausblicks eine Wachstumsrate von 3% für die kommenden Jahre. 2. Entwicklung der Branche Die deutsche Metallindustrie spielt eine entscheidende Rolle in der industriellen Wertschöpfung und ist eng mit den anderen Wirtschaftszweigen und Branchen vernetzt. Im Jahr 2023 erwirtschaftete die Metallbranche (Basismetalle, Gusserzeugnisse, Nichteisenmetalle sowie Eisen und Stahl) einen Gesamtumsatz von 384 Milliarden Euro, im Vergleich zu 404 Milliarden Euro im Vorjahr. Laut dem Branchenbericht der Allianz blieben die Preise für Stahl im Jahr 2023 stabil, und die Nachfrage robust. Für das Jahr 2024 prognostiziert der Branchenbericht jedoch einen Umsatzrückgang von knapp 17 %. Die Branche sieht sich mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert, darunter die angespannte Finanzlage und die hohen Zinssätze. Diese Belastungen setzen die Industrie unter Druck, während sich gleichzeitig verschiedene Trends und Herausforderungen abzeichnen. Die Versorgungskette für Metalle ist sowohl stark fragmentiert als auch global verteilt. Aufgrund dieser weltweiten Fragmentierung ist der Sektor in hohem Maße geopolitischen Risiken ausgesetzt. Darüber hinaus stehen Metallunternehmen einem wachsenden Druck durch ESG-Regelungen gegenüber, die verstärkt Umweltaspekte wie Wasserverbrauch und Umweltverschmutzung in den Fokus rücken. Dies erfordert von Unternehmen verstärkte Bemühungen, um Umweltauswirkungen zu minimieren und Nachhaltigkeitsstandards zu erfüllen. 3. Umsatz und Auftragsentwicklung Das Geschäftsjahr 2023 konnte mit einem Auftragseingang von 17,96 Mio. € abgeschlossen werden. Somit lag der Auftragseingang 3,68 % über Plan. Der Umsatz der Schimscha GmbH ist im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 15,37 % gestiegen. Über die Hälfte des Umsatzes konnte durch den Verkauf von Produkten aus Stahlblech generiert werden (Umsatzanteil 55,1 %). Weitere 41,6 % konnten durch den Verkauf von Blechverarbeitungen aus Edelstahl und der Rest durch die Veräußerung von Produkten aus Aluminium erzielt werden. Im Bereich Aluminium verzeichneten wir eine Umsatzsteigerung von 4,1 % und im Bereich Edelstahl (Anwendungsbeispiele z.B. Pharma- und Lebensmittelindustrie, Energie- und Umwelttechnik) eine Zunahme von 17,9 %. Auch im Bereich Stahlblech (Anwendungsbeispiele z.B. Maschinenbau, Automotive) konnte der Umsatz um 13,2 % gesteigert werden. Wir blicken auf eine positive Geschäftsentwicklung zurück. Im laufenden Geschäftsjahr 2024 verzeichnen wir weiterhin eine solide Auslastung. Trotzdem zeichnet sich eine gewisse Zurückhaltung in unserem Marktumfeld ab. 4. Produktion Unser Portfolio umfasst die Produktion von Schaltschränken, Kleingehäusen, Maschinenverkleidungen, Automatisierungszellen und Sonderkonstruktionen. Diese werden aus Stahlblech, Edelstahl und Aluminium ab Losgröße 1 bis hin zur Großserie an unserem Unternehmensstandort in Ravenstein-Erlenbach gefertigt. Auf 22.500 Quadratmetern Betriebsfläche entwickeln, konstruieren und produzieren wir zukunftsweisende, wirtschaftliche und qualitativ hochwertige Lösungen und vereinen hierbei über 128 Jahre entwickeltes Know-how und modernste Technologien unter einem Dach. Für ein Maximum an Wirtschaftlichkeit, Effizienz und Präzision kommen bei uns Stanz- bzw. Stanz-Laser-Kombimaschinen zum Einsatz. Im Bereich Abkanten setzen wir ebenfalls Hightech-Maschinen mit verschiedensten Biege- und Abkanttechnologien ein. Durch die hohe Bandbreite an Maschinen gelingt es uns, selbst komplizierte Formen, Rundungen, Radien, Schenkellängen in den gewünschten Blechdicken zu fertigen. Je nach Materialwahl und Anwendungsgebiet greifen wir beim nachfolgenden Schweißen auf die vielfältigen Möglichkeiten (MAG-/MIG-/WIG-Schweißen, Laserschweißen, Roboter- oder Handschweißen) zurück. Nach dem Umformen, Fügen und einer chemischen Vorbehandlung, werden die Teile in unserer modernen Pulverbeschichtung mit Power & Free Fördertechnik beschichtet und letztlich in der Endmontage sorgfältig zusammengefügt und einer letzten Qualitäts- und Warenendkontrolle unterzogen. 5. Beschaffung Aufgrund unserer hohen Fertigungstiefe und der verhältnismäßig geringen Fremdbeschaffungsquote, benötigen wir zur Leistungserstellung im Vergleich zu anderen Branchen einen nur sehr geringen Anteil an Zukaufteilen. Unsere Beschaffungsstrategie basiert auf langfristigen Partnerschaften mit zuverlässigen Lieferanten und einem sorgfältigen Risikomanagement (z.B. ABC- Lieferantenbewertung, Sicherheitsbestände von kritischen Bauteilen, Diversifizierung der Lieferantenbasis). Es besteht zwar kein Abhängigkeitsverhältnis zu einzelnen Lieferanten, trotz dessen haben sich in den unruhigen Zeiten die langfristigen, partnerschaftlichen und regionalen Lieferantenbeziehungen bewährt. Nach den turbulenten Jahren von 2020 bis 2022 konnten wir im Geschäftsjahr 2023 von einem Rückgang der Blechpreise profitieren, während gleichzeitig eine zuverlässige Versorgung gewährleistet war. Der Preis für C-Teile bzw. Beschlagteile ist stabil geblieben, jedoch haben sich teilweise die Lieferzeiten erheblich verlängert. Aus diesem Grund haben wir bei kritischen Teilen den Mindestbestand und die Bevorratung im Kommissionslager erhöht, um Lieferengpässen entgegenzuwirken und eine reibungslose Produktion sicherzustellen. Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr absolut um rund T€ 850 gesunken. Dies spiegelt sich in einer positiven Diskrepanz zwischen dem Vorjahr und dem aktuellen Geschäftsjahr in Bezug auf den Umsatz wider. Trotz der gestiegenen Personal- und Energiekosten konnten wir somit unsere Profitabilität erhöhen. 6. Personal- und Sozialbereiche Die Gesamtzahl der 146 Mitarbeiter teilt sich auf in durchschnittlich 35 Angestellte (inklusive Geschäftsführer), 96 Arbeiter, 3 Auszubildende und 12 Aushilfen. Im zurückliegenden Geschäftsjahr konnten wir aufgrund der positiven Auftragslage unser Team um insgesamt 10 Mitarbeiter erweitern. Alle fluktuations- und rentenbedingten offenen Stellen konnten erfolgreich neu besetzt werden. Die Entlohnung erfolgt angelehnt an die Tarifverträge der IG Metall. Diese sind jedoch nicht bindend, da keine Mitgliedschaft im Arbeitgeberverband besteht. Es wird ein Urlaubsgeld in Höhe von 50 % des Gehalts als Urlaubslohn und ein pauschaler Betrag an Weihnachtsgeld gezahlt. Im Geschäftsjahr 2023 haben wir keine Kurzarbeit in Anspruch genommen. Dank der guten Auftragslage konnten allen Mitarbeitenden (einschließlich Aushilfen mit einem anteiligen Betrag) im Dezember 2023 der zweite Teil der Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 1.500 € ausgezahlt werden. Bereits im Geschäftsjahr 2022 wurde die erste Teilzahlung der Prämie in gleicher Höhe (1.500 €) anteilig ausgezahlt. 7. Vertrieb Von 1971 bis 2021 erfolgte die Auftrags- und Vertriebsabwicklung ausschließlich über einen externen Vertriebspartner, welcher auch die Fakturierung und Auftragsabwicklung übernahm. Diese Vertriebspartnerschaft ermöglichte uns zwar eine flächendeckende Marktpräsenz zu geringen Kosten, jedoch ist die Abhängigkeit als rechtlich und wirtschaftlich eigenständiges Unternehmen von einem einzigen Vertriebskanal mit Risiken verbunden. Angesichts des volatilen Marktumfeldes gewinnt der Vertrieb als Schnittstelle zwischen dem Unternehmen und dem marktwirtschaftlichen Umfeld jedoch zunehmend an Bedeutung. Aus diesem Grund und um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit unseres Familienunternehmens zu sichern, bauen wir seit dem 01.01.22 eine eigene Vertriebsorganisation auf. Um unsere Marktpräsenz zu erweitern und um unseren Kunden den bestmöglichen Betreuungs- und Beratungsservice bieten zu können, haben wir im Geschäftsjahr 2023 zwei weitere Außendienstmitarbeiter eingestellt. Damit haben wir im Rahmen unserer vertrieblichen Neuausrichtung insgesamt drei Mitarbeiter für den deutschlandweiten Außendienst rekrutiert. Im Zuge der digitalen Transformation gewinnt der digitale Marktauftritt zunehmend an Bedeutung. Daher setzen wir beim Aufbau unserer Vertriebsorganisation nicht nur auf den klassischen Vertriebsweg über Außendienst-Mitarbeiter, sondern auch auf digitale Vertriebskanäle (Webseite inkl. Anfragekonfigurator, Suchmaschinenwerbung, Kommunikation des Markenversprechens über die sozialen Medien u.v.m.). Seit der Loslösung von unserem exklusiven Vertriebspartner verfolgen wir das Ziel, einen eigenen Kundenstamm aufzubauen, den Eigenumsatz im Vergleich zum Umsatz über externe Vertriebspartner in ein gesundes Verhältnis zu bringen und somit die Abhängigkeit zu minimieren. Im Jahr 2023 verzeichneten wir einen Gesamtauftragseingang von knapp 18 Millionen Euro, wobei Aufträge im Wert von 3 Millionen Euro auf die Zusammenarbeit mit dem externen Vertriebspartner entfielen. Folglich konnten rund 15 Millionen Euro (83,33 %) des Auftragseingangs ohne den zwischengeschalteten Vertriebspartner generiert werden. Diese Zahlen zeigen deutlich, dass wir auch ohne einen externen Vertriebspartner erfolgreich am Markt bestehen können. Unser Ziel ist es nun, diesen neu gewonnenen Kundenstamm zu langfristig profitablen Bestandskunden auszubauen. 8. Umweltschutz Unsere Umweltpolitik zeichnet sich durch ein starkes Engagement für nachhaltiges Wirtschaften aus. Wir sind nach der ISO 9001 (QM) und ISO 50001 (Energiemanagement) zertifiziert und folgen den Richtlinien der DIN EN ISO 14001 für Umweltmanagement. In allen Phasen unseres Herstellungsprozesses streben wir danach, umweltverträgliche Stoffe einzusetzen. Durch unsere kontinuierlichen Investitionen in einen modernen und effizienten Maschinen- und Anlagenpark und durch die stetige Optimierung unserer Prozessabläufe, sind wir in die Lage versetzt worden, unsere Rohstoff- und Energieverbräuche bestmöglich zu optimieren. Zur Verbesserung der Energieeffizienz trägt auch unser Energiemanagement und - controlling bei. In Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden werden die gültigen Umweltauflagen und die laufenden behördlichen Kontrollen (Landratsamt/Umweltbehörde) aktuell und zeitnah umgesetzt. Professionelle Beratung und Unterstützung erhalten wir vom Steinbeis-Beratungszentrum 4IES aus Ulm. 9. Investitionen Wir setzen konsequent darauf, unsere Gewinne in eine moderne Infrastruktur und innovative Maschinen zu reinvestieren, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens zu sichern und zu festigen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von 254 T€ getätigt, was jedoch eine vergleichsweise niedrige Investitionsquote darstellte. Dies war bedingt durch ungünstige Finanzierungsbedingungen, die hohen Zinsen, eine allgemein zurückhaltende Stimmung in der Branche sowie unsichere wirtschaftliche Prognosen. Daher wurden zwar viele Investitionen in der Planungsphase initiiert, jedoch wurde nur ein geringer Teil davon im Jahr 2023 umgesetzt. Für das Jahr 2024 und 2025 liegt unser besonderer Fokus auf der Digitalisierung und Optimierung unserer innerbetrieblichen Abläufe. Aktuell befinden wir uns in der Kick-Off-Phase für die Einführung einer neuen Software zur Planung und Steuerung unserer Produktion. Des Weiteren streben wir im Geschäftsjahr 2024 die Implementierung eines CRM-Systems an, um unsere Vertriebsaktivitäten effizienter zu steuern und die Kundenbeziehungen zu optimieren. Für das Jahr 2024 planen wir außerdem weitere Investitionen in neue Anlagen und Technologien. Hierzu zählen unter anderem eine Biegemaschine sowie eine zusätzliche Stanzmaschine. Diese Investitionen sollen es uns ermöglichen, unsere Produktionskapazitäten zu erweitern und unsere Fertigungstechnologien kontinuierlich zu verbessern. 10. Finanzierungsmaßnahmen/-vorhaben Die Finanzierung der oben genannten Investitionen erfolgt im Jahr 2023 durch Eigenmittel. III. Darstellung der Lage 1. Vermögens und Ertragslage Die Entwicklung der Ertragslage hat sich im Jahre 2023 stark verbessert. Der Jahresüberschuss hat sich gegenüber dem Vorjahr von T€ 909 um T€ 1.363 auf T€ 2.272 erhöht. Die Umsatzrentabilität hat sich mit 16,1%, gegenüber dem Vorjahr (7,7%), deutlich verbessert. Die Eigenkapitalquote ist von 71,66% auf 75,82% gestiegen. 2. Finanzlage Die Finanzlage der Gesellschaft ist weiterhin gut. Das unbewegliche Sachanlagevermögen ist zu günstigen Bedingungen langfristig finanziert. Kontokorrentkredite für den laufenden Geschäftsbetrieb werden nicht in Anspruch genommen. Die Bankguthaben ermöglichen weiterhin ein gewisses Liquiditätspolster im Zeichen der wirtschaftlichen verhaltenen Stimmung und zudem im Zuge der vertrieblichen Neuorganisation. Der Cash Flow stellt sich wie folgt dar:
IV. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung 1. Risikobericht Das Geschäftsjahr 2023 wurde erneut von einer Reihe an wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Unsicherheiten geprägt, darunter die geopolitischen Spannungen, die zunehmende Cyberkriminalität und die verhaltene wirtschaftliche Stimmung am Wirtschaftsstandort Deutschland. Die geopolitischen Risiken haben in den vergangenen Jahren zugenommen und belasten die globale Konjunktur. Insbesondere der Ukraine-Krieg sowie der Gaza- Konflikt haben zu einer weiteren Spaltung geführt und verschärfen die Sorge vor möglichen Handelskonflikten. Eine proaktive Herangehensweise und eine kontinuierliche Überwachung der geopolitischen Lage sind daher unerlässlich. Nur so können wir potenzielle Konflikte und Spannungen frühzeitig erkennen, die sich auf unsere Lieferketten auswirken könnten. Zudem erhöht sich mit der fortschreitenden Digitalisierung und der verstärkten Nutzung von Informationstechnologien das Risiko für Cyberangriffe. In Anbetracht der zunehmenden Cyberkriminalität und zur Sicherung unseres Know-hows sind wir seit 2021 bestrebt, unsere EDV-Infrastruktur komplett neu zu konzeptionieren. Hier setzen wir auf unseren Partner, die Firma CSS-Connect GmbH aus Künzelsau. Gemeinsam haben wir eine umfassende Risikoanalyse durchgeführt und darauf basierend eine IT-Sicherheitsstrategie entwickelt, die unsere Systeme im Ernstfall schützt. Um dem steigenden Risiko der Cyberkriminalität entgegenzuwirken, haben wir in den letzten Jahren rund 300.000 Euro in eine komplett neue Serverstruktur investiert und eine neue Virtualisierungsumgebung geschaffen. Unser mittelständisches Familienunternehmen, das ausschließlich in Deutschland produziert und auf einen deutschen Kundenstamm ausgerichtet ist, sieht sich angesichts der aktuellen verhaltenen Marktstimmung in Deutschland zunehmend wachsenden Risiken gegenüber, die langfristig unsere Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen könnten. Ein wesentliches Risiko ergibt sich aus der geringen Wachstumsquote der deutschen Wirtschaft. Da ein Großteil unserer Kunden in Deutschland ansässig ist, sind wir besonders anfällig für Schwankungen in der Wirtschaftslage des Landes. Um dieser Abhängigkeit entgegenzuwirken und unsere Widerstandsfähigkeit gegenüber branchenspezifischen Schwankungen zu stärken, ist es von entscheidender Bedeutung, unser Kundenportfolio bestmöglich zu diversifizieren und auf zukunftsträchtige Branchen auszurichten. Beispiele hierfür sind die Automatisierungsbranche und die Energiewirtschaft. Zusätzlich eröffnet uns die kürzlich erworbene UL-Zulassung neue Möglichkeiten, unsere Präsenz auf dem nordamerikanischen Markt zu erweitern. Dies ermöglicht es uns, neue Kundenkreise und Märkte zu erschließen und somit unsere Abhängigkeit von der deutschen Wirtschaft zu verringern. Ein weiteres bedeutendes Risiko sind die hohen Produktionskosten am Firmenstandort Deutschland. Der globale Wettbewerb hat sich in den letzten Jahren intensiviert, insbesondere durch Konkurrenten aus aufstrebenden Märkten wie Polen, Indien und China, die mit niedrigeren Produktionskosten operieren können. Parallel dazu steigen für uns die Herstellungskosten in Deutschland kontinuierlich an. Besonders hervorzuheben sind die steigenden Personalkosten, insbesondere im Bereich hochqualifizierter Fachkräfte. Diese Entwicklung geht einher mit einem zunehmenden Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. In den nächsten Jahren werden eine Vielzahl unserer langjährigen und geschätzten Mitarbeiter altersbedingt in den Ruhestand gehen. Die Anzahl der jungen Menschen, die sich für eine Ausbildung interessieren und in den Arbeitsmarkt eintreten, nimmt deutschlandweit jedoch zunehmend ab. Um das Risiko eines Mangels an Fachpersonal zu lindern und unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, haben wir eine Strategie entwickelt, um qualifizierte Arbeitskräfte zu binden und neue Talente zu gewinnen. Durch unser aktives Employer Branding möchten wir dem Fachkräftemangel entgegenwirken und uns beim Kampf um die besten Fachkräfte als attraktiver Arbeitgeber in der Region präsentieren. Um eine kontinuierliche Präsenz und eine Informationsbasis für potentielle Mitarbeiter zu schaffen, bespielen wir die sozialen Medien (Facebook, Linkedln, Instagram) regelmäßig mit Content. Dort präsentieren wir uns als Familienunternehmen und stellen uns, neben konkreten Stellenbeschreibungen, als Arbeitgeber vor. Unser energieintensives mittelständisches Familienunternehmen sieht sich einem bedeutenden Risiko gegenüber, das sich aus dem Energiewendeplan der Bundesregierung ergibt. Als blechverarbeitendes Industrieunternehmen stellen neben den Material- und Lohnkosten die Energiekosten einen wesentlichen Bestandteil unserer Herstellungskosten dar. Die geplante Umstellung auf erneuerbare Energien sowie der Kohleausstieg bis 2030 und die Außerbetriebnahme der letzten drei verbliebenen Atomkraftwerke Isar 2, Emsland und Neckarwestheim 2 am 15. April 2023 haben im Geschäftsjahr 2023 bedeutende Veränderungen in der Energieversorgung angestoßen. Diese Maßnahmen könnten zu Preisschwankungen führen und die Stabilität des Energieangebots beeinträchtigen. Zudem besteht die Gefahr, dass unser Wirtschaftsstandort Deutschland durch diese Entwicklungen langfristig geschwächt wird. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass unser Familienunternehmen mit diversen Risiken konfrontiert wird. Um den Herausforderungen der Zukunft erfolgreich zu begegnen und einen langfristigen Erfolg und unsere Stabilität zu gewährleisten, haben wir ein Risikomanagement-System implementiert. Somit können wir Risiken frühzeitig identifizieren und gezielte Maßnahmen zur Reduktion und Vermeidung einleiten. Zudem setzen wir einen starken Fokus darauf, unsere Leistungserstellung kontinuierlich zu verbessern und effizientere Geschäftsabläufe zu entwickeln, um den sich wandelnden Marktanforderungen gerecht zu werden. 2. Prognosebericht Nach dem Bilanzstichtag hat sich eine signifikante Veränderung in der Struktur unseres Unternehmens ergeben: Der langfristige Gesellschafter/Geschäftsführer Thomas Schimscha ist altersbedingt aus dem Unternehmen ausgestiegen. Der Vollzug dieses Schrittes erfolgte im Februar 2024, wobei der Kauf der Anteile durch die GmbH selbst aus vorhandenen Rücklagen erfolgte. Mit dem Ausscheiden von Herrn Thomas Schimscha werden nun Planungen vorgenommen, wie die nächste Generation in den Geschäftsbetrieb des Unternehmens einbezogen werden kann. Dies umfasst auch Strukturen zur Unternehmensnachfolge. Aufgrund unserer Planung und Auftragsauslastung sowie einer guten Vermögen-, Finanz- und Ertragslage sehen wir auch weiterhin keine negativen Auswirkungen hinsichtlich der Fortführung unseres Unternehmens für die Zukunft. Die aktuelle Marktentwicklung zeigt weiterhin eine gewisse Volatilität. Viele Unternehmen haben in dem letzten Jahrzehnt vermehrt ihre Produkte und Dienstleistungen aus dem Ausland bezogen und ganze Prozesse in das Ausland verlegt, während wir uns konsequent zum Produktionsstandort Deutschland und hochwertigen Produkten "Made in Germany" bekannt haben. Wir sind stolz darauf, unseren Kunden hochwertige Produkte anzubieten, die nicht nur für Qualität und Zuverlässigkeit stehen, sondern auch einen Beitrag zur Stärkung der heimischen Wirtschaft und zum Erhalt von Arbeitsplätzen in Deutschland leisten. Diese Überzeugung möchten wir auch künftig beibehalten und unsere "Made in Germany"- Strategie weiter ausbauen. Darüber hinaus setzen wir auf effiziente Geschäftsabläufe, einen hohen Automatisierungsgrad und innovative Fertigungsmethoden, um die Risiken bestmöglich zu minimieren. Dank unseres breiten Produktspektrums sind wir nicht ausschließlich von einer spezifischen Branche abhängig. Wir unterstützen zahlreiche Kunden bei der Produktentwicklung neuer innovativer Technologien und arbeiten aktiv an vielversprechenden Projekten mit. Wir prognostizieren daher ein signifikantes Umsatzwachstum in den zukunftsfähigen Märkten im Bereich der Digitalisierung, Automatisierung und Energiewirtschaft. Wie bereits im Risikobericht dargelegt wurde, beeinträchtigen die steigenden Energiekosten die Rentabilität und Wettbewerbsfähigkeit unserer deutschen Wirtschaft. Eine Prognose über die weitere Entwicklung der Strom-, Gas-, Heizöl und Materialpreise kann nur vage getroffen werden und ist abhängig von den strategischen Handlungen der deutschen Regierung (z.B. Investition in erneuerbare Energien, Aufbau von anderen Gas-Bezugsquellen etc.). Es ist aber anzunehmen, dass die Energiepreise auch langfristig auf einem konstanten hohen Preisniveau bleiben. Im Geschäftsjahr 2024 streben wir einen Umsatz von 19 Millionen Euro an. Diese Prognose beruht auf der aktuellen wirtschaftlichen Stimmungslage in Deutschland, die von einer gewissen Zurückhaltung geprägt ist.
Ravenstein, 31.03.2023 Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresbschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Schimscha GmbH, Ravenstein Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Schimscha GmbH, Ravenstein, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schimscha GmbH, Ravenstein, für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern ihr nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 31. Mai 2024 Bernhard
Siegel Treuhand GmbH
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