Perimeter Protection Germany GmbHLiquidiert

Johann-Reineke-Straße 6, 33154 Salzkotten, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Paderborn HRB 4360
Vorher
Gunnebo Wego GmbH SicherheitssystemeGunnebo Perimeter Protection GmbHTPPG Perimeter Protection Germany GmbH
Eingetragen
24.10.2003
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Schlössern und Beschlägen aus unedlen MetallenHerstellung von nicht elektrischen Haushaltsartikeln aus Metall
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Sicherheitsanlagen, Begrünungseinrichtungen sowie Metallerzeugnissen und alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Holger Rhode
seit 7.10.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
TPPG The Perimeter Protection Group ABSWE
94.90%
5.10%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
TPPG The Perimeter Protection Group AB
Sweden
94.90%
TPPG The Perimeter Protection Group Holding GmbH & Co. KG
Germany
5.10%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Perimeter Protection Germany GmbH

Salzkotten

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die Perimeter Protection Germany GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Konzernobergesellschaft TPPG The Perimeter Protection Group AB, Schweden. Die Konzernobergesellschaft wurde im Dezember 2015 an die Strandbaden Svanshall Interessenter AB (SSI) in Schweden veräußert. Das Kerngeschäft der Gesellschaft ist die äußere Objektsicherung. Die Gruppe, die Perimeter Protection Group, kurz PPG, gehört zu den führenden Unternehmen ihrer Branche, dessen Fokus auf der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von Produkten und Systemen aus dem Bereich der Freigeländesicherung liegt.

Das Produktportfolio umfasst Freigeländeüberwachungssysteme, zertifizierte Hochsicherheitsdurchfahrtssperren, Tor- und Zaunanlagen, Schranken sowie Systeme zur Personenvereinzelung. Zum Kundenstamm gehören sowohl Botschaften, Militäreinrichtungen, Kernkraftwerke und Flughäfen als auch Schulen, öffentliche Einrichtungen und Privateinrichtungen. Zusätzlich zu dem umfangreichen Produktportfolio bieten wir den Service in Form von u. a. Wartung, Reparaturen und Inbetriebnahmen an.

Der Fertigungsstandort für die gesamte Gruppe ist der Stand¬ort Salzkotten, Deutschland. Der Vertrieb aller Konzernprodukte in Deutschland wird ebenfalls über die Perimeter Protection Germany GmbH in Salzkotten wahrgenommen. Im Ausland ist die Perimeter Protection Germany GmbH mit Ausnahme von Skandinavien und der Schweiz über Distributoren aktiv. In der Region Middle East besteht ein exklusiver Distributorenvertrag mit Gunnebo.

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen wird im Hochsicherheitsbereich eine weiterhin unvermindert steigende Geschäftsentwicklung erwartet.

Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt die Entwicklung neuer und die Weiterentwicklung bestehender Produkte. Die Entwicklungsaktivitäten haben vornehmlich zum Ziel, hochwertige Produkte im Premium-Segment anzubieten.

Die Methodenbasierung der Fertigung soll weiter gestärkt werden, die Komplexität aus der Fertigung genommen und durch Nutzung von Normteilen die Logistik effizienter gestaltet werden. Die Standardisierung von Komponenten und Baugruppen mit der Möglichkeit, kundenspezifischen Wünschen gerecht zu werden, wurde in 2021 erneut gestärkt.

Im High-Security Segment wurden durch den Ansatz des Technologietransfers aus deutlich innovativeren Branchen (Automotive usw.) mit reduziertem Aufwand neuartige Produkte entwickelt. Hierbei stand die belastungsgerechte Topologieoptimierung auf Basis von rechnergestützten Simulationen im Vordergrund, etwa bei einem neuartigen Poller zur Absicherung von Innenstädten vor Terroranschlägen. Die Übertragung von bestehendem Wissen in die Sicherheits-Branche wurde durch eine gezielte Patentstrategie abgesichert. Auf diese Weise sollte die Innovationsführerschaft gesichert und in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden.

Des Weiteren wird die Entwicklung in Richtung IoT (Internet of Things) zielstrebig vorangetrieben. Das Unternehmen wird den Einsatz cloudbasierte Lösungen zur Steuerung unserer Produkte vorantreiben.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Bauunternehmen 1 konnten sich zum Jahresende 2021 noch über einen warmen Auftragsregen freuen. Sie meldeten für den Dezember im Vormonatsvergleich 3 ein reales Orderplus von 24,1 Prozent, zum Vorjahresmonat 2 von 12,2 Prozent. Das Gesamtjahr schließt damit mit einem Plus von real 2 2,3 Prozent, nominal von 9,4 Prozent.

[ 1) Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten 2) kalenderbereinigt 3) saison-, preis-, kalenderbereinigt 4) alle Betriebe ]

"Für 2022 ist dies eine gute Basis. Um die zusätzlichen Aufträge auch abarbeiten zu können, haben die Bauunternehmen ihr Personal im Jahresdurchschnitt 2021 um 18.800 auf 911.500 erhöht. Das ist deutlich mehr, als wir erwartet haben." Mit diesen Worten kommentierte der Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE, Tim-Oliver Müller, die aktuellen Konjunkturindikatoren für die Bauwirtschaft.

Zitiert aus dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V., 10785 Berlin.

Die Quintessenz: Die Bauwirtschaft rechnete für den Umsatz im Bauhauptgewerbe mit 143,5 Milliarden Euro in 2021 nach 143 Milliarden Euro in 2020 (nominal +0,5 Prozent). Die hohen Auftragsbestände lassen Raum für eine Umsatzsteigerung auf 151 Milliarden Euro in 2022, was einer Steigerung um nominal 5,5 Prozent entspricht. Bei einer veranschlagten Preisentwicklung für Bauleistungen von jahresdurchschnittlich 4 Prozent, bedeutet das einen realen Zuwachs von 1,5 Prozent. Bei den Beschäftigten erwartet die Branche einen weiteren Aufbau um 10.000 auf 915.000 Beschäftigte. Die Nachfrage aus der Wirtschaft nach Bauten war im Jahresverlauf 2021 ausgesprochen volatil ausgeprägt und bleibt mit Blick auf die Frühindikatoren Baugenehmigungen und Auftragseingänge ambivalent. Während wir von Januar bis September einen starken Zugang an Ordern (+13 Prozent) vor allen Dingen im Hochbau gesehen haben (+18 Prozent), zeigen die Baugenehmigungen nach Gebäudetypen ein sehr differenziertes, "Corona-gezeichnetes" Bild. Wir messen dem starken Orderzugang und den hohen Auftragsbeständen (+10 Prozent) bei unserer Prognose für 2022 ein hohes Gewicht zu, verkennen aber auch nicht die derzeit eher schwachen Genehmigungssignale aus Handel und Industrie.

Zitiert nach Konjunkturprognose 2022, Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e.V., Kronenstraße 55-58, 10117 Berlin.

Gleichwohl wird in diesem Report wiederum benannt, dass in Deutschland in vielen kommunalen Bauverwaltungen das Personal fehlt, um Projekte zu planen und zu realisieren. Wir schätzen es so ein, daß das allgemeine Bedürfnis an Sicherheit weiterhin wachsen und die rechtlichen Auflagen und die politische Lage den Bedarf an Sicherheits-Produkten steigen lassen wird.

Auf den außereuropäischen Märkten ist die Wettbewerbssituation zunehmend angespannt. Wir konkurrieren hier mit europäischen und außereuropäischen Wettbewerbern, die sehr oft nicht unsere Qualitätskriterien auf Basis von Zertifikaten nachweisen können. Das Preisniveau konnte in 2021 trotz Corona-bedingter Einflüsse stabil gehalten werden. Für 2022 können wir bereits feststellen, daß die weiterzugebenden Preiszuschläge zur Abdeckung der Materialpreisrisiken reichen können. Aber die Beschaffungsmärkte sind sehr volatil.

Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf 2021 zeigte eine signifikante Verbesserung gegenüber 2020. Wir sind erneut mit einem Auftragsbestand von über EUR 10,5 Mio in das neue Wirtschaftsjahr 2022 gestartet. Es wurden in Deutschland viele Projekte verschoben und noch nicht realisiert. Insbesondere bei Aufträgen mit der öffentlichen Hand mußten wir Projektverschiebungen hinnehmen. Dies hing auch mit fehlenden Kapazitäten in den kommunalen Bauverwaltungen zusammen. Im reinen Deutschlandgeschäft sehe ich Potential für eine Steigerung der Umsätze. Der Einfluß der Corona-Pandemie auf unser Geschäft ließ im Jahre 2021 nach. Es wäre aber falsch zu sagen, er war nicht mehr spürbar.

Das Volumen der in 2021 zur Entscheidung stehenden Projekte hat sich für unsere Marktsegmente gegenüber den Vorjahren nur sehr geringfügig verändert. Unser Polster an noch offenen und nicht entschiedenen Angeboten liegt zum Jahresende 2021 bei über EUR 79 Mio, und zum 30. Juni 2022 bei EUR 110 Mio. Das von uns erreichbare Marktvolumen ist damit mehr als signifikant gestiegen. Der Gesamtauftragseingang 2021 lag mit EUR 18,6 Mio um 15,2% unter dem dem Vorjahr (EUR 22,0 Mio). Entscheidenden Einfluß auf diese Entwicklung hatte der Rückgang im Exportgeschäft von EUR 12,1 Mio in 2020 auf EUR 7,3 Mio in 2021. Die Volatilität des Exportgeschäfts zeigt sich aber allein darin, daß wir im Juni 2022 aus Middle East einen Einzelauftrag in Höhe von EUR 4,0 Mio verbuchen konnten. Dies wird ebenfalls dadurch unterstrichen, daß der Totalauftragseingang im 1. Halbjahr 2022 bei EUR 12,4 Mio lag und damit um 41,9% über dem 2. Halbjahr 2021 (EUR 8,7 Mio). Dieser Umstand zeigt, das die Votalität der Märkte die Beurteilung unserer Halbjahresvolumen sofort erheblich verändert.

Im Inlandsmarkt haben wir beim Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr um 20,2% von EUR 4,7 Mio auf EUR 5,66 Mio zugelegt. Ähnliches gilt für den Service mit einem Plus von 11% von EUR 4,99 Mio auf EUR 5,5 Mio. Hingegen ist das Intercompanygeschäft mit einem Rückgang von 26,5% von EUR 1,9 Mio in 2020 auf EUR 1,4 Mio in 2021 geschrumpft.

Insgesamt konnte der Auftragsbestand der Gesellschaft zum 30. Juni 2022 hin auf über EUR 13 Mio gesteigert werden.

Den Produktverkauf 2021 haben wir weiterhin hauptsächlich über einen Webshop betrieben. Das Volumen des Produktvertriebs stieg in 2021 auf EUR 2,33 Mio, was damit geringfügig unter unserer Erwartung von EUR 2,5 Mio lag. Allerdings konnten wir in diesem Segment den Auftragseingang auf über EUR 3,02 Mio (VJ.: EUR 1,47 Mio) um 105% steigern. Für 2022 streben wir eine Steigerung des Umsatzgeschäftes auf über EUR 3 Mio. an. Darüber hinaus wollen wir das High Security Segment weiter stärken, ohne den gerade in Deutschland für uns wichtigen Markt der Access-Produkte zu vernachlässigen.

Das Intercompany-Geschäft fiel von TEUR 2.066 im Vorjahr um 49,7% auf TEUR 1.039. Bedingt durch das Projektgeschäft wurden in den nordischen Ländern einige Projekte verschoben, was auch darin zum Ausdruck kommt, daß die Gesellschaft im 1. Halbjahr 2022 bereits ein Intercompany-Geschäft von TEUR 1.087 buchen konnten.

Der Einkauf arbeitet vorrangig daran, die Einkaufpreise über Rahmenaufträge wirtschaftlich zu gestalten. In 2021 wurde unser auf den europäischen Markt fokussiertes Lieferantennetzwerk weiter ausgebaut und die Einkaufskonditionen weiterentwickelt. Darüber hinaus haben wir das weltweite Sourcing weiter ausgebaut. Hierbei spielten insbesondere die enge Kommunikation sowie gemeinsame Zielorientierung eine entscheidende Rolle. Aufgrund der aktuellen Kriegssituation werden wir diesen Punkt noch weiter in den Fokus rücken. In 2021 wurden zahlreiche Lieferanten-Workshops und Lieferanten-Audits mit dem Ziel einer gemeinsamen Optimierung durchgeführt. Auch zukünftig strebt der Einkauf mit den strategischen Lieferanten eine Weiterentwicklung und Vertiefung der Kooperationen an.

Umsatzentwicklung

Geschäftsjahr Umsatz Veränderung
TEUR TEUR %
2018 26.543 + 1.621 + 6,5
2019 23.652 -2.891 -10,9
2020 17.752 -5.900 -24,9
2021 19.324 + 1.572 + 8,9

Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1,572 (8,9 %) auf TEUR 19.324 (i. Vj. TEUR 17.752) gestiegen. Der Inlandsumsatz stieg um 11,3 % auf TEUR 10.063 (i.V.: TEUR 9.039). Der Exportumsatz fiel zwar geringfügig um 2,9 % auf TEUR 8.461 (i. Vj. TEUR 8.713). Allerdings stieg der Exportumsatz bereinigt um die Intercompany-Umsätze von TEUR 6.646 in 2020 um 11,5% auf TEUR 7.409 in 2021.

Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen stiegen um TEUR 1.046 auf TEUR 15.122 (i. Vj. TEUR 14.076), was jedoch einer Herstellungs-kostenquote in 2021 von 78,3% entspricht gegenüber 79,3 % im Vorjahr. Das Bruttoergebnis vom Umsatz konnte damit in absoluten Zahlen um TEUR 526 (14,3%) gegenüber dem Vorjahr verbessert werden. Großen Anteil an der positiven Entwicklung der Gross Margin hat unser sehr fokussierter Einkauf. Aufgrund der gesamten Marktlage forcieren wir das welt-weite Sourcing, bei gleichzeitiger Etablierung sehr konstruktiver Partnerschaften im geografischen Umfeld.

Die personelle Ausstattung ist im Geschäftsjahr 2021 den Gegebenheiten entsprechend angepasst worden. Im Geschäftsjahr 2021 stiegen die Personalkosten um TEUR 697. Insbesondere haben wir in den Bereich Forschung und Entwicklung sowie in den Vertrieb investiert. Die Produktivität der Fabrik fiel von 78% im Vorjahr auf 71% im Geschäftsjahr 2021.Dies ist bedingt durch einen höheren Anteil der Vorfertigung im Ausland. Gleichzeitig verstärken wir die Bemühungen, insbesondere unsere Oberflächenfertigung produktiver zu gestalten. Im laufenden Jahr 2022 können wir die Oberfläche bereits mit 3 Schichten auslasten.

Der Jahresüberschuß 2021 beträgt TEUR 643 und hat sich ggü. dem Vorjahr um TEUR 1.323 verbessert. Die Veränderung von TEUR 1.323 ist um TEUR 676 zu bereinigen, weil ein Forderungsverzicht der Holding in 2020 direkt in die Rücklagen der Gesellschaft eingestellt wurde. Das bedeutet damit eine effektive Verbesserung des Unternehmensergebnis im Geschäftsjahr 2021 um TEUR 647.

Die schwedische Muttergesellschaft hat im Dezember 2021 einen Forderungsverzicht ohne Besserungsabrede hin Höhe von TEUR 482 gegenüber der Gesellschaft beschlossen. Dieser Betrag wurde ergebniswirksam als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst.

Finanzlage

Die externe Finanzierung der Perimeter Protection Germany GmbH erfolgt im Wesentlichen über eine von der Nordea Bank Abp eingeräumte Kreditlinie, welche zum zum 31. Dezember 2021 wie bereits zum Vorjahresstichtag TEUR 2.877 beträgt. Diese Kreditlinie sollte usprünglich zum 30. April 2019 vollständig zurückgeführt werden. Seit 2019 wurden mehrere Stand Still Agreements geschlossen. Letztmalig am 30. Mai 2021 gültig bis zum 30. April 2022. Nun haben wir mit Datum 14. Juni 2022 einen Vertrag gültig bis zum 30. Juni 2023 geschlossen. Bei gleichzeitiger Reduzierung der Linie auf TEUR 2.733.

Darüber hinaus hat die Gesellschaft am 22. November 2017 auf Grundlage der Beleihung des Vorratsvermögens (Raumsicherungsübereignung) von der schwedischen Collector Bank AB ein Darlehen in Höhe von TEUR 1.100 ausgereicht bekommen. Die Laufzeit dieses Darlehens war ursprünglich vertraglich bis zum 31. Oktober 2018 fixiert. Nach mehreren Verlängerungen wurde auch dieser Vertrag am 30. März 2022 bis zum 31. März 2023 verlängert.

Die Perimeter Protection Germany GmbH hatte mit Vertrag vom 15./17. Juni 2016 mit der A.B.S. Factoring Bank, Wiesbaden, einen Vertrag zum Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgeschlossen. Das Delkredere-Risiko wurde an den Factor übertragen. Die Gesellschaft hatte gleichzeitig mit der schwedischen Collector-Bank AB am 26. Juni 2017 einen Factoring-Vertrag auch für fünf spezifische Auslandskunden geschlossen. Diese Factoring-Verträge wurden nun fristgerecht zum 16. Juni 2021 gekündigt und wurde bis zum Jahresende 2021 hin abgewickelt.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2021 TEUR 902 (i. Vj. TEUR 201).

Der Investitionsbedarf in Höhe von TEUR 572 (i. Vj. TEUR 86) für Neu- und Erhaltungsinvestitionen konnte aus dem Finanzmittelbestand gedeckt werden.

Des Weiteren wurde am 15. Dezember 2021 seitens der schwedischen Muttergesellschaft ein Forderungsverzicht in Höhe von TEUR 482,5 ausgesprochen. Diesen Forderungsverzicht hat die Gesellschaft erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung eingebucht.

Vermögenslage

Der Vorratsbestand hat sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig um TEUR 42 auf TEUR 3.156 zum Bilanzstichtag abgesenkt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich von TEUR 1.389 im Vorjahr auf TEUR 1.950 am 31. Dezember 2021 erhöht. Auslöser für diese Steigerung ist der Wegfall des Factoring, was zu einem ausschließlichen Ausweis von Forderungen unter der Bilanzposition Forderungen aus Lieferungen und Leistungen führt sowie der Umsatz im Dezember 2021, was dem stärksten Umsatzmonat in 2021 entspricht. Ein Großprojekt konnte zum Jahresende hin fertiggestellt und abgerechnet werden.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich geringfügig um TEUR 24 von TEUR 400,4 im Vorjahr auf nun TEUR 423,8 erhöht.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 957 (i. Vj. TEUR 789) sind um TEUR 168 gestiegen.

Im vorliegenden Jahresabschluss wurde gemäß § 58e Abs. 1 GmbHG die in 2022 beschlossene vereinfachte Herabsetzung des Stammkapitals zum Zwecke der Verlustdeckung um 1.860.550,00 EUR auf 200.000,00 EUR sowie die zuvor beschlossene Auflösung der Kapitalrücklage von 5.533.566,57 EUR auf 20.000,00 EUR bereits bilanziell berücksichtigt. Die Wirksamkeit des Beschlusses über die vereinfachte Kapitalherabsetzung bedarf der im Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts noch nicht erfolgten Eintragung im Handelsregister innerhalb von drei Monaten.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Als finanzielle Leistungsindikatoren sind für uns der Auftragseingang, die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis sehr bedeutend; ein weiterer finanzieller Leistungsindikator ist das "Working Capital"

Working Capital

Das Working Capital berechnen wir aus der Summe Vorräte zuzüglich Forderungen aus Lieferung und Leistung abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Als einen operablen Wert betrachten wir die Größe von etwa TEUR 4.000. Dieser Vergleichsmaßstab ist um TEUR 1.000 gegenüber dem Vorjahr erhöht worden. Die an die Factoring-Gesellschaft verkauften und nicht vorfinanzierten Forderungen wurden in den Vorjahren unter sonstigen Forderungen ausgewiesen. Durch die Kündigung des Factoring-Vertrages zum 16. Juni 2021 entfallen diese Forderungen zum 31. Dezember 2021. Und es werden die normalen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in der entsprechenden Höhe ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2021 weisen wir ein Working Capital von TEUR 4.673 aus.

Nichtfinanzieller Leistungsindikator

Qualitätsmanagement

Die interne Ermittlung der externen Reklamationskosten wurde im Geschäftsjahr 2021 neu aufgestellt. Zu diesen externen Reklamationskosten zählen seit 2019 auch die Kulanzfälle und Gutschriften an Kunden. Auf dieser Basis hat sich der Vorjahresbetrag von TEUR 92 auf nun TEUR 67 reduziert. Die Summe beläuft sich damit auf 0,35 % des Umsatzes. Die Gewährleistungsrückstellung beläuft sich auf TEUR 169 und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr (TEUR 146) leicht erhöht. Dies korrespondiert mit der Steigerung der Umsatzerlöse.

Prognosebericht

Ausblick 2022

Die Gesellschaft erwartet für 2022 ein insgesamt etwas stärkeres Geschäft, insbesondere im Ausland, hier im High-Security-Segment. Im Juni 2022 konnten wir einen Auftrag über TEUR 3.600 aus Middle-East verbuchen. Die Auftragsabwicklung wird ca. 1 Jahr dauern. Insgesamt liegt der Gesamt-Auftragseingang 2022 mit Stand Ende November 2022 bei EUR 19,4 Mio und damit um rund EUR 1,6 Mio als zum Vergleichszeitraum 2021.

Die ursprünglich hohen Unsicherheiten rund um COVID-19 haben sich nicht in dem Maße in Zahlen niedergeschlagen, wie anfänglich in 2021 noch befürchtet. Bereits in 2021 haben wir letztendlich schon leichte Verbesserungen gegenüber 2020 festgestellt. Diese Unsicherheiten sind durch den Ukraine-Krieg in Bezug auf unser Sicherheitsgeschäft andererseits mehr als aufgewogen worden.

Im Deutschlandmarkt stellen wir weiterhin Verzögerungen im Abschluss von Projekten fest, was zum Teil auf fehlende Mitarbeiter zurückzuführen ist. Die generelle Perspektive in der Branche für das Jahr 2022 ist aber grundsätzlich steigend. Dies untermauert unser Portefeuille der offenen Angebotsliste, zum 31. Dezember 2020 mit einem Wert von Mio. 42 EUR, zum 31. Dezember 2021 mit Mio 79 EUR und zum 30. November 2022 von Mio 49 EUR. Dieser Bestand an offenen Angeboten reicht aus, um vertrieblich auf einer guten Grundlage in das Jahr 2023 zu starten.

Neben dem sehr guten Auftragseingang im 1. Halbjahr 2022, der weitestgehend von einer signifikanten Steigerung im Exportgeschäft getragen wurde, fiel der Auftragseingang in den Folgemonaten zwar leicht ab, wird aber am Ende des Jahres 2022 in der Gesamtsumme aber deutlich über dem Wert von 2021 liegen. Unter Hinzurechnung des Auftragsbestandes per Ende November 2022 in Höhe von EUR 10,2 Mio können wir eine entsprechend hinreichende Auslastung für das Jahr 2022 feststellen.

Im Jahr 2022 werden wir mit unserer neuerworbenen Gesellschaft in England (unserer direkten Schwestergesellschaft), mit neuen Distributoren in Südafrika, Singapur und Indonesien sowie mit einer neuen Vertriebsstruktur in Indien versuchen, unsere Marktpräsenz im Ausland auszubauen. In Singapur betreiben wir das operative Geschäft durch ein eigenes Office im German Centre for Industry and Trade. Wir wollen den asiatischen Markt von dem Stand¬ort Singapur aus betreuen. Auf der Produktebene werden wir versuchen, mit neuen Produkten im High-Security-Bereich und im Access-Bereich das Volumen wieder auf ein hinreichend gutes Niveau einzurichten.

Die in den Jahren 2019 - 2021 durchgeführten Kostenanpassungsmaßnahmen werden in 2022 erneut ein positives EBITDA und ein positives Jahresergebnis in 2022 ermöglichen. Die Umsätze im 1. Halbjahr 2022 lagen auf Höhe unserer Erwartungen. Das 1. Halbjahr 2022 endet mit einem positiven Nettoergebnis.

Unsere Investitionen in unseren Forschungs- und Entwicklungsbereich werden auf Basis eines weiterentwickelten Produktportfolios unsere künftigen Ergebnisziele ebenfalls unterstützen.

Dies wird beispielsweise untermauert durch Patentanmeldungen mit 32 Merkmalen, die wir in 2022 realisiert haben. Auf dieses Weise sichern wir uns zukunftsträchtige Technologien in hybriden Werkstoffen (Verwendung von Kohlefaserverbundstoffen) im Kerngeschäft der Hochsicherheits-Produkte.

Die terroristischen Anschläge der letzten Jahre führen in nahezu allen Teilen der Welt zu einer deutlich erhöhten Nachfrage nach Hochsicherheitsprodukten. Dieser Bedarf hat Mitteleuropa und speziell auch Deutschland erreicht. PPG bietet in diesem Segment ein gut entwickeltes Produktspektrum an und wird mit seiner Vertriebsorganisation, die speziell auf diesen Markt ausgerichtet ist, seinen Anteil am Wachstum im Jahr 2021 realisieren. Insgesamt hält PPG 30 internationale Zertifikate für seine Hochsicherheitsprodukte und ist damit in diesem Markt sehr gut aufgestellt. Diese Zertifikate sind Voraussetzung bei fast allen staatlichen Aufträgen im internationalen Geschäft.

Im Jahr 2022 sehe ich verstärkt Wachstum in Middle East - wo im Jahr 2021 eine leichte Delle zu verzeichnen war. In Deutschland engagieren wir uns für ein moderates Wachstum. Das Servicegeschäft wird in 2022 ein respektables hoch profitables Ergebnis erzielen. PPG ist mit seiner Distributorenstruktur weiterhin gut aufgestellt und wird am Wachstum der Branche partizipieren können.

Der Auftragseingang betrug in 2021 insgesamt TEUR 18.732. Für 2022 konnten wir zum 30. November 2022 bereits einen Auftragseingang von TEUR 19.380 verbuchen. Daher lässt sich schon heute - auch unter Berücksichtigung der Ausweitung der sicherheitsrelevanten Einflüsse - Auftragseingänge über dem Niveau von 2021 feststellen.

Aufgrund der gegenüber 2020 und 2021 weiterhin verbesserten Aufwandsstrukturen erwarte ich für 2022 eine erneut verbesserte Umsatzrendite, so dass ich für 2022 gegenüber dem Vorjahr ein verbessertes und per Saldo insgesamt positives Jahresergebnis als gesichert betrachte.

Chancen- und Risikobericht

Die gesamtwirtschaftlichen Risiken, bedingt durch die zunehmende Ausbreitung des Corona-virus, haben wir in den Vorjahren mit höherem Risiko behaftet gesehen. Das Ausmaß, Dauer und negative Folgen für die Gesamtwirtschaft und für die Perimeter Protection Germany GmbH waren seinerzeit nicht vollumfänglich absehbar. Durch das Coronavirus können auch weiterhin konkrete Risiken auf dem Beschaffungs- und Absatzmarkt entstehen (z. B. Nachfrageausfälle und Unterbrechung der Lieferketten); darüber hinaus können weitere Risken durch COVID-19 bedingte Unterbrechungen in der Fertigung und im Service entstehen. Aber die diesbezüglichen Risiken betrachten wir mit Stand Dezember 2022 geringer als in den Vorjahren.

Andererseits sind die Risiken durch den Ukrainekrieg noch um einiges höher anzusetzen.

Die Prognose der aktuellen Baukonjunktur im Industriebau zeigt eine leichte Aufwärtsentwicklung. Durch die zuletzt im Jahr 2019 realisierte strukturelle Neuausrichtung im Deutschlandvertrieb können Vertriebseinheiten sich gezielt auf ihre Märkte und Kunden konzentrieren. Die einzelnen Einheiten agieren als Profitcenter und sind ergebnisverantwortlich. Schwerpunkt im Jahr 2022 ist das Wachstum bei Produkten mit Eigenfertigung.

Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer weltweiten Tätigkeit den üblichen Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens ist jedoch, dass im operativen Geschäft nur solche Risiken eingegangen werden, die überschaubar sind und die durch die erzielte Rendite entsprechend prämiert werden.

Die Risikomanagementziele werden durch eine mitlaufende Kalkulation, durch regelmäßige Kapazitätsanalysen, durch tagesaktuelle Verfolgung von Auftragseingang und Rechnungsausgang sowie wöchentlichen Cashflow Planungen erreicht.

Die allgemeinen Grundsätze risikobewusster Unternehmensführung werden auf Basis eines monatlichen, wöchentlichen und teilweise täglichen Controllings beachtet. Das Controlling erlaubt ein zeitnahes und präzises Monitoring von Auftragseingang, Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Cashflow. Die Kennzahlen des Auftragseingangs, der kalkulierten Ergebnisse sowie ihrer Entwicklung bis zur Fertigstellung der Aufträge werden überwiegend täglich, dargestellt. Darüber hinaus werden im konzernweiten Controlling alle Ist- und Planungsrechnungen vollkonsolidiert, und erlauben zeitnahe Aussagen im Sinne eines Frühwarnsystems auch auf Gruppenebene.

Ich habe den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Die folgenden Ereignisse und Gegebenheiten deuten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können und die jeweils bestandsgefährdende Risiken darstellen: Die aktuelle Unternehmens- und Finanzplanung der Perimeter Protection Germany GmbH berücksichtigt die mit der Nordea Bank Abp im August 2022 prolongierte Kontokorrentlinie über TEUR 2.733 bis mindestens zum Ablauf des 30. Juni 2023 und die am 6. Mai 2020 schrifltich vereinbarte Verlängerung der Darlehensgewährung durch die Collector Bank AB über TEUR 1.100 bis mindestens zum 31. März 2023. Die Gesellschaft arbeitet weiter daran, die künftige Finanzierung i ausreichendem Umfang aus eigenem operativem Geschäft sicherzustellen.Die kurzfristigen Finanzierungen mit den Kreditinstituten und der Muttergesellschaft wurden bereits in ausreichendem Umfang verlängert. Die ausreichende Liquiditätsausstattung durch die Muttergesellschaft war und ist jederzeit gewährleistet.

Auf Basis der aktuellen Unternehmensplanung sowie der geplanten Finanzierungsmaßnahmen sehe ich die Fortführungsfähigkeit der Gesellschaft bis mindestens zum Ablauf des 31. Dezember 2023 als überwiegend wahrscheinlich an.

Die Prolongation bestehender Darlehen (derzeit Nordea Bank Abp über TEUR 2.733 bis 30. Juni 2023, Collector Bank AB über TEUR 1.100 bis 31. März 2023) sowie die weitere Verbesserung der Jahresergebnisse stellen die Gesellschaft zunehmend auf eine solidere Basis, verglichen mit den Werten der Vorjahre.

Außerdem bin ich in ergebnisoffenen Gesprächen mit deutschen Bankpartnern hinsichtlich möglicher Finanzierungsmaßnahmen.

Zusätzliche Risiken, die über die oben genannten Risiken hinausgehen, die den Bestand der Perimeter Protection Germany GmbH gefährden oder ihre Entwicklung beeinträchtigen könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Für alle im laufenden Geschäft erkennbaren operativen Risiken wurde, soweit die Voraussetzungen für die bilanzielle Berücksichtigung gegeben waren, im Rahmen der Erstellung des Jahresabschlusses angemessene Vorsorge getroffen.

 

Salzkotten, den 19. Dezember 2022

Perimeter Protection Germany GmbH

Thorsten Grunwald
Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2021

A k t i v a

31.12.2021 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 149.938,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.190,00 28.150,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 174.128,00 0,00 28.150,00
B. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 529.450,40 426.284,40
2. Technische Anlagen und Maschinen 293.630,00 331.749,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 196.411,00 137.590,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 190.058,14 1.209.549,54 61.864,69 957.488,09
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 10.320,00 10.320,00
1.393.997,54 995.958,09
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.882.153,54 1.388.579,40
2. Unfertige Erzeugnisse 628.440,41 755.377,13
3. Fertige Erzeugnisse 644.957,03 3.155.550,98 1.053.576,06 3.197.532,59
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.949.633,05 453.308,55
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 423.760,94 400.395,62
3. Sonstige Vermögensgegenstände 459.884,75 2.833.278,74 662.808,19 1.516.512,36
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
472.901,31 337.484,78
6.461.731,03 5.051.529,73
C. Rechnungsabgrenzungsposten 84.755,11 58.618,10
7.940.483,68 6.106.105,92

P a s s i v a

31.12.2021 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 2.060.550,00
II. Kapitalrücklage 20.000,00 5.533.566,57
III. Verlustvortrag -120.919,45 -6.814.424,92
IV. Jahresüberschuss / -fehlbetrag 642.558,82 -680.611,10
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 0,00
741.639,37 99.080,55
B. Rückstellungen
Steuerrückstellungen 25.000,00 125.000,00
Sonstige Rückstellungen 673.755,45 817.024,62
Sonstige Rückstellungen 698.755,45 942.024,62
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.039.134,79 3.912.580,88
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 358.131,39 255.270,88
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 957.410,45 789.181,31
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 916.653,26 16.488,13
--davon gegenüber Anteilseignern/Gesellschaftern
EUR 47.149,00 (i. Vj. EUR 6.488,11)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 228.758,97 91.479,55
--davon aus Steuern EUR 222.441,92 (i. Vj. EUR 87.280,53)
6.500.088,86 5.065.000,75
7.940.483,68 6.106.105,92

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021 2020
EUR EUR
1. Rohergebnis 4.202.077,76 3.676.085,44
2. Vertriebskosten 2.362.780,54 2.398.299,38
3. Allgemeine Verwaltungskosten 2.232.046,14 1.798.296,92
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.656.810,86 512.816,05
-- davon aus Währungsumrechnung EUR 1.041,09 (i. VJ EUR 20.528,46)--
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 267.053,94 258.424,58
-- davon aus Währungsumrechnung EUR 19.660,15 (i. VJ EUR 6.647,09)--
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 310,64 93,61
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 322.843,63 253.637,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 125.765,13
9. Ergebnis nach Steuern 674.475,01 -645.427,91
10. Sonstige Steuern 31.916,19 35.183,19
11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 642.558,82 -680.611,10

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Perimeter Protection Germany GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gliederungen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde teilweise der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 2 HGB. Sitz der Perimeter Protection Germany GmbH ist Salzkotten. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 4360 im Register des Amtsgerichts Paderborn eingetragen.

Der handelsrechtliche Jahresabschluss ist unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt worden, da ich die Fortführung der Tätigkeit der Gesellschaft auf Basis der aktuellen Unternehmensplanung derzeit als überwiegend wahrscheinlich ansehe. Gleichwohl verweise ich an dieser Stelle auf die im Lagebericht unter Abschnitt "Chancen- und Risikobericht" dargestellten Ereignisse und Gegebenheiten, die auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hindeuten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können und die jeweils bestandsgefährdende Risiken darstellen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2021 richten sich nach den Vorschriften der §§ 242 bis 256a und §§ 264 bis 288 HGB.

Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind bis zum 31. Dezember 2016 zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 Sätze 1 und 2 und Abs. 2a HGB aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von regelmäßig fünf Jahren sowie bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben worden. Seit dem 1. Januar 2017 wurden bis zum 31. Dezember 2020 keine selbsterstellten immaterielle Vermögensgegenstände mehr aktiviert.

In diesem Jahresabschluß zum 31. Dezember 2021 haben wir jedoch aufgrund der über das normale Maß außerordentlich hohen Investitionen in diverse Crashtests und dementsprechende Zertifizierungen erneut selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 196 aktiviert. Die selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer auf 4 Jahre abgeschrieben. Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer von zwei bis fünf Jahren um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.

Sachanlagen sind mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Abnutzbare Sachanlagen werden planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer zwischen drei und fünfzehn Jahren abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen sind durch Verteilung des Anschaffungs- bzw. Restbuchwertes auf die (Rest-)Nutzungsdauer nach der linearen Methode ermittelt. Die Abschreibungen auf Zugänge werden ab dem Monat der Anschaffung vorgenommen.

Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00, aber nicht mehr als EUR 800,00, werden im Jahr der Anschaffung zu 100 % abgeschrieben. Ein Pool über geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, der in den Jahren 2008 und 2009 gebildet wurde, ist ebenfalls bereits zu 100 % abgeschrieben worden.

Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, jedoch keine Fremdkapitalkosten einbezogen. Sofern ein verlustfreier Wert, d. h. der voraussichtliche Verkaufspreis abzüglich aller noch anfallenden Kosten, unter den Herstellungskosten lag, wurde dieser angesetzt.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertung berücksichtigt.

Es besteht eine Raumsicherungsübereignung bezüglich sämtlicher gegenwärtiger und künftiger Vorratsbestände auf dem Grundstück der Gesellschaft in Salzkotten. Daneben bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Forderungen wurden einzeln bewertet und bei erkennbaren Risiken mit einer Einzelwertberichtigung (bezogen auf den Nettobetrag ohne Umsatzsteuer) wertberichtigt. Auf alle restlichen nicht einzelwertberichtigten Forderungen wurde eine Pauschalwertberichtigung angesetzt.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Zur im Jahresabschluss 2021 dargestellten vereinfachten Kapitalherabsetzung nach § 58e GmbHG wird auf den Abschnitt "Erläuterungen zur Bilanz" verwiesen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Erläuterungen zur Bilanz

Soweit nichts anderes vermerkt ist, sind die Werte in den tabellarischen Aufgliederungen in Tausend Euro (TEUR) angegeben.

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres betrugen insgesamt TEUR 444 (i. Vj. TEUR 410).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten mit TEUR 424 (i. Vj. TEUR 397) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen innerhalb der Perimeter Protection Gruppe.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital soll durch einen Gesellschafterbeschluss am 21. Dezember 2022 auf EUR 200.000,00 im Wege der vereinfachten Kapitalherabsetzung gemäß § 58e GmbHG zur Deckung von sonstigen Verlusten herabgesetzt werden. Dabei entsteht ein Ertrag von EUR 1.860.550,00. Gemäß einem Gesellschafterbeschluss ebenfalls vom 21. Dezember 2022 wird ebenfalls die in der handelsrechtlichen Bilanz ausgewiesene Kapitalrücklage von EUR 4.857.886,57 aufgelöst, und eine neue Kapitalrücklage von nun EUR 20.000,00 eingestellt. Es wurde hierbei von der Möglichkeit des § 58e GmbHG Gebrauch gemacht, die Kapitalherabsetzung rückwirkend bereits im vorliegenden Jahresabschluss zum 31.12.2021 auszuweisen. Die Eintragung der vereinfachten Kapitalherabsetzung ist im Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses noch nicht erfolgt. Sie hat innerhalb von drei Monaten nach Beschlussfassung zu erfolgen. Der Jahresüberschuss 2021 beträgt TEUR 643. Damit beträgt das ausgewiesene Eigenkapital zum 31.12.2021 TEUR 742 (i.Vj. TEUR 99).

Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von über fünf Jahren: 0 EUR (Vj.: 0 EUR).

Die Gesellschaft hat mit der Nordea Bank AB, Niederlassung Frankfurt am Main, Vereinbarungen über die Gewährung einer Kreditlinie in Höhe von insgesamt TEUR 2.733 geschlossen (i. Vj. TEUR 2.877). Die in Anspruch genommenen Beträge sind durch erstrangigen Grundbucheintrag in Höhe von TEUR 3.000 auf dem Grundstück der Gesellschaft in Salzkotten besichert. Am 30. Dezember 2016 wurde hinsichtlich der Kontokorrentkredite der Nordea Bank AB in Höhe von TEUR 2.877 mit der Nordea Bank AB erstmalig ein "Standstill Agreement" geschlossen, wonach der ausstehende Betrag in Höhe von TEUR 2.877 (ursprüngliche Fälligkeit zum 31. Dezember 2016) erst zum 30. Juni 2017 zur Rückzahlung fällig wäre. Mit weiteren "Standstill Agreements" wurden die Laufzeiten jeweils jährlich angepasst und verlängert. Zuletzt wurde eine Verlängerung des Darlehen bis zum 30. April 2022 vorgenommen.

Am 14. Juni 2022 wurde eine Verlängerung des Darlehens der Nordea Bank AB bis zum 30. Juni 2023, bei gleichzeitiger Reduzierung der Darlehenssumme auf TEUR 2.733 unterzeichnet. Zum 31. Dezember 2021 wurden inklusive der am 31. Dezember 2021 gebuchten Zinsen TEUR 2.957 in Anspruch genommen. Davon TEUR 2.868 aus Inanspruchnahme der Kreditlinie und TEUR 89 aus Zinsverbindlichkeiten.

Des Weiteren hat die Gesellschaft mit der Collector Bank AB, Stockholm, ein Revolving Credit Facility Agreement über TEUR 1.100 geschlossen. Zuletzt verlängert bis zum 31. März 2023. Zum 31. Dezember 2021 wurden inklusive der am 31. Dezember 2021 gebuchten Zinsen TEUR 1.020 in Anspruch genommen. Davon TEUR 1.020 aus Inanspruchnahme der Kreditlinie und TEUR 0 aus Zinsverbindlichkeiten.

Eventualverbindlichkeiten

Zum 31. Dezember 2021 bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.712. Der am 30. Dezember 2017 gebuchte Forderungsverzicht ist mit einem Besserungsschein ausgestattet. Danach lebt die Forderung wieder auf, wenn und soweit sich die finanzielle Situation der PPG GmbH in der Gestalt verbessert, dass vor Einstellung in die frei verfügbaren Rücklagen im Sinne des § 272 Abs. 2 und 3 HGB, Gewinnausschüttungen und Passivierung der wieder auflebenden Forderungen im Jahresabschluss der PPG GmbH ein Jahresüberschuss von mindestens TEUR 1.400 ausgewiesen wird.

Latente Steuern

Zum 31. Dezember 2021 bestehen weiterhin gewerbesteuerliche und körperschaftsteuerliche Verlustvorträge; diese betrugen am 31.12.2020 TEUR 7.091 (i. Vj. TEUR 6.916) und körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 7.459 (i. Vj. TEUR 7.310). Aufgrund der ertragsteuerlichen Verlusthistorie der letzten Jahre wurde zum 31. Dezember 2021 aus Vorsichtsgründen auf die Aktivierung von latenten Steuern verzichtet. Unter angemessener Berücksichtigung der aus der Unternehmensplanung abgeleiteten Steuerplanung geht nach meiner Einschätzung nicht hinreichend sicher hervor, dass in den nächsten fünf Jahren ein künftig zu versteuerndes Ergebnis in einer angemessenen Höhe zur Verfügung stehen wird, gegen das die bisher noch nicht genutzten steuerlichen Verluste verwendet werden können. Aus diesem Grund wurden keine aktivierten latenten Steuern angesetzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 584 (i. Vj. TEUR 528). Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2021 und 2026.

Neben den Zinsen/Tilgungen aus den ausgewiesenen Darlehensverbindlichkeiten sind keine weiteren für die Beurteilung der Finanzlage bedeutsamen Verpflichtungen zu vermerken.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Von den externen Umsatzerlösen entfallen rd. 40,7 % (i. Vj. 42,4 %) auf das Ausland und 59,3 % (i. Vj. 57,6 %) auf das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland.

Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Erträge aus der Auflösung der Steuerrückstellung für die BP sind Sonstige betriebliche Erträge (TEUR 100) (sind als "negativer Steueraufwand" gebucht)

In den sonstigen betrieblichen Erträgen (TEUR 1.557; i. Vj. TEUR 513) sind Erträge u. a. aus Forderungsverzicht von verbundenen Unternehmen TEUR 482, Weiterberechnung für das Management des Unternehmens an die TPPG (TEUR 636; i. VJ TEUR 289) sowie Erträge aus Kursdifferenzen mit TEUR 1 enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 267; i. Vj. TEUR 258) beinhalten neben Bankgebühren in Höhe von TEUR 95 (i. Vj. TEUR 125) periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 6 (i. Vj. TEUR 5) sowie Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 20 (i. Vj. TEUR 7).

Materialaufwand

2021 2020
TEUR TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 8.088 7.356
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.199 1.206
9.287 8.562

Personalaufwand

2021 2019
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 5.953 5.249
Soziale Abgaben 1.002 1.118
6.955 6.367

In den Sozialen Abgaben sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0) enthalten.

Abschreibungen

Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie auf Sachanlagen in Höhe von TEUR 174 (i. Vj. TEUR 216) erfasst.

Vereinfachte Kapitalherabsetzung

Die sich aus der im Jahresabschluss 2021 dargestellten vereinfachten Kapitalherabsetzung ergebenden Effekte sind im Einzelnen im Abschnitt "Erläuterungen zur Bilanz/Eigenkapital" dargestellt.

Sonstige Angaben

Ausschüttungsgesperrter Betrag im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB

Aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 153 (?)(i. Vj. TEUR 0) ergibt sich ein ausschüttungsgesperrter Betrag im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von insgesamt TEUR 153 (i. Vj. TEUR 0).

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte gemäß § 285 Nr. 3 HGB

Im Rahmen des Factoring verkaufte die Gesellschaft bestimmte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bis zum 16. Juni 2021 an die A.B.S. Factoring Bank, Wiesbaden. Das Delkredere-Risiko wurde an den Factor übergegeben. Der Vertrag mit der A.B.S. Factoring Bank wurde fristgerecht zum 16. Juni 2021 gekündigt. Zum 31. Dezember 2021 waren an die A.B.S. Factoring Bank Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 0 veräußert.

Weiterhin werden ebenfalls im Rahmen des Factoring bestimmte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die AVIDA Finans AB, Schweden, verkauft. Das Delkredere-Risiko wird vom Factor übernommen. Zum 31. Dezember 2021 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 0 an die AVIDA Collector Bank AB veräußert.

Geschäftsführung

Zum alleinigen Vertretungsberechtigten und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreiten Geschäftsführer ist Herr Thorsten Grunwald, Wolfenbüttel, bestellt.

Von der Angabe der Gesamtbezüge gemäß § 285 Nr. 9 HGB wurde in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB abgesehen.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2021 2020
Gewerbliche Arbeitnehmer 34 35
Angestellte 78 81
112 116

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Perimeter Protection Germany GmbH, Salzkotten, zum 31. Dezember 2021 wird in den von der TPPG The Perimeter Protection Group AB, Göteborg/Schweden, aufgestellten und beim Commercial Register in Schweden hinterlegten Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 einbezogen.

Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuß in Höhe von TEUR 626 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Wirtschaftsbeirat

Im Geschäftsjahr 2021 war kein Wirtschaftsbeirat bestellt.

Abschlussprüferhonorar

Auf die Angabe des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars nach § 285 Nr. 17 HGB wird unter Inanspruchnahme von § 288 HGB verzichtet.

Nachtragsbericht

Die mit der Corona-Krise, auch im Jahre 2021 noch einhergehenden wirtschaftlichen Konsequenzen für unser Unternehmen sind in der Bilanz 2021 abgebildet. Wir können aufgrund des Bestehens der weiterhin außergewöhnlich hohen Unsicherheit - insbesondere der durch den Ukrainekrieg verursachten Unsicherheit - derzeit die weiteren wirtschaftlichen Konsequenzen für die Zukunft nicht abschließend beurteilen.

Wir weisen zudem auf die Ausführungen zur rückwirkend auf den 31.12.2021 bilanzierten vereinfachten Kapitalherabsetzung hin (Abschnitt "Erläuterungen zur Bilanz / Eigenkapital"). Weitere Ereignisse lagen bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2021 am 19. Dezember 2022 nicht vor.

 

Salzkotten, den 19. Dezember 2022

Perimeter Protection Germany GmbH

Thorsten Grunwald
Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr zum 31.12.2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 945.358,29 153.128,26 0,00 1.098.486,55
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.060.036,72 8.652,42 0,00 2.068.689,14
3.005.395,01 161.780,68 0,00 3.167.175,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.359.181,15 149.981,36 0,00 5.509.162,51
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.337.789,12 0,00 1.344,03 2.336.445,09
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.818.854,59 132.037,99 2.523,61 1.948.368,97
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 61.864,69 295.037,58 166.844,13 190.058,14
9.577.689,55 577.056,93 170.711,77 9.984.034,71
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 45.001,01 0,00 0,00 45.001,01
2. Genossenschaftsanteile 320,00 0,00 0,00 320,00
45.321,01 0,00 0,00 45.321,01
12.628.405,57 738.837,61 170.711,77 13.196.531,41
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2021 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 945.358,29 3.190,26 0,00 948.548,55
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.031.886,72 12.612,42 0,00 2.044.499,14
2.977.245,01 15.802,68 0,00 2.993.047,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.932.896,75 46.815,36 0,00 4.979.712,11
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.006.040,12 38.119,00 1.344,03 2.042.815,09
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.681.264,59 73.215,99 2.522,61 1.751.957,97
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
8.620.201,46 158.150,35 3.866,64 8.774.485,17
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 35.001,01 0,00 0,00 35.001,01
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
35.001,01 0,00 0,00 35.001,01
11.632.447,48 173.953,03 3.866,64 11.802.533,87
Restbuchwerte
31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 149.938,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.190,00 28.150,00
174.128,00 28.150,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 529.450,40 426.284,40
2. Technische Anlagen und Maschinen 293.630,00 331.749,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 196.411,00 137.590,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 190.058,14 61.864,69
1.209.549,54 957.488,09
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.000,00 10.000,00
2. Genossenschaftsanteile 320,00 320,00
10.320,00 10.320,00
1.393.997,54 995.958,09

Die vorliegende Offenlegung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes erfolgt gem. §§ 325 ff. HGB unter Berücksichtigung von zulässigen Erleichterungen. Dem vollständigen von uns geprüften Jahresabschluss zum 31.12.2021 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021 haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Unter der Bedingung, dass die im Jahresabschluss berücksichtigte vereinfachte Kapitalher-absetzung innerhalb von drei Monaten nach Beschlussfassung im Handelsregister eingetra-gen wird, erteilen wir den nachstehenden Bestätigungsvermerk:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Perimeter Protection Germany GmbH, Salzkotten

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Perimeter Protection Germany GmbH, Salzkotten, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Perimeter Protection Germany GmbH, Salzkotten, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf den Abschnitt Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss im Anhang sowie die Angaben im Abschnitt Chancen- und Risikobericht des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die aktuelle Unternehmens- und Finanzplanung der Perimeter Protection Germany GmbH die mit der Nordea Bank Abp bestehende, bis zum 30.06.2023 verlängerte Kontokorrentlinie über 2.877 TEuro und die bis zum 31.03.2023 ausgesprochene Verlängerung der Darlehensgewährung durch die Collector Bank AB über 1.100 TEuro berücksichtigt. Die Gesellschaft arbeitet daran, die künftige Finanzierung der Gesellschaft in ausreichendem Umfang aus eigenem operativem Cashflow sicherzustellen.

Wie im Abschnitt Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss im Anhang und im Abschnitt Chancen- und Risikobericht des Lageberichts dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt

Im vorliegenden Jahresabschluss wurden nach Maßgabe des § 58e Abs. 1 GmbHG das Stammkapital sowie die Kapitalrücklage in der Höhe ausgewiesen, in der sie nach der für den 20. Dezember 2022 vorgesehenen vereinfachten Kapitalherabsetzung bestehen sollen. Die Wirksamkeit der vereinfachten Kapitalherabsetzung ist abhängig von der Eintragung im Handelsregister innerhalb von drei Monaten nach Beschlussfassung.

 

Paderborn, den 20.12.2022

LSH GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. Till Pape
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