Stammdaten

Register
Amtsgericht Paderborn HRB 16540
Vorher
Jung & Leyener Transport-Verwaltungs-GmbHJung & Leyener GmbH
Eingetragen
5.7.1996
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenBeteiligungsgesellschaftenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Gegenstand
Der Betrieb des Güternah- und Fernverkehrs mit Kraftfahrzeugen, ferner Spedition, Lagerung, Verpackung, Vermietungen und Verpachtungen sowie alle damit verbundenen Geschäfte, die dem Zweck der Gesellschaft dienlich sind. Die Gesellschaft kann ferner Vertreter-, Agentur- oder Kommissionstätigkeiten ausüben. Die Gesellschaft ist berechtigt, andere Unternehmen zu erwerben, sich an anderen Unternehmen zu beteiligen und auch Zweigstellen zu errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Kaiser
seit 1.7.2025
Prokura
Michael Gruber
seit 10.7.2023
Geschäftsführer
Martin Gruber
seit 10.7.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
GRUBER Logistics S.p.A.ITA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

GRUBER Logistics S.p.A.
Italy
1.000.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GRUBER Logistics GmbH

Paderborn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 149,00 589,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,50 0,50
149,50 589,50
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 85.324,00 111.657,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.939.389,00 1.454.838,50
3.024.713,00 1.566.495,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.025.000,00 50.000,00
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1.753,39 1.753,39
13.051.615,89 1.618.838,39
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 80.661,22 119.096,70
2. Geleistete Anzahlungen 5.987,40 3.000,00
86.648,62 122.096,70
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.394.259,78 11.788.873,19
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.574.069,37 12.248.690,45
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.231.124,41 1.053.480,99
16.199.453,56 25.091.044,63
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 432.106,54 8.412,50
16.718.208,72 25.221.553,83
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 30.172,13 23.570,06
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 600.000,00 600.000,00
30.399.996,74 27.463.962,28

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 10.741.951,73 8.241.951,73
III. Verlustvortrag -6.521.183,67 -7.558.928,19
IV. Jahresfehlbetrag/-überschuss -2.018.510,73 1.037.744,52
3.202.257,33 2.720.768,06
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Sonstige Rückstellungen 1.718.619,99 1.286.836,35
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.757.127,63 2.201.650,86
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.303.212,32 3.846.010,90
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 16.814.314,42 15.839.509,41
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.599.275,95 1.562.758,99
25.473.930,32 23.449.930,16
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 5.189,10 6.427,71
30.399.996,74 27.463.962,28

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

GRUBER Logistics GmbH, Paderborn

2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 58.415.661,10 51.346.832,14
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.040.564,12 826.124,22
3. Materialaufwand
a. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -5.872.348,85 -4.983.754,54
b. Aufwendungen für bezogene Leistungen -41.587.675,33 -35.827.994,24
-47.460.024,18 -40.811.748,78
4. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter -7.698.140,88 -5.996.696,86
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.526.367,62 -1.225.779,52
- davon für Altersversorgung: EUR -7.601,74 (Vorjahr: EUR -2.975,12)
-9.224.508,50 -7.222.476,38
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -666.695,64 -612.404,48
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.195.002,03 -3.847.938,21
7. Erträge aus Beteiligungen 1.482.749,90 1.598.706,23
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 653.569,31 169.806,32
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 619.627,00 (Vorjahr: EUR 144.109,00)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.018.524,49 -374.187,79
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 900.658,22 (Vorjahr: EUR 314.338,85)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -905,52 0,00
11. Ergebnis nach Steuern -1.973.115,93 1.072.713,27
12. Sonstige Steuern -45.394,80 -34.968,75
13. Jahresfehlbetrag/-überschuss -2.018.510,73 1.037.744,52

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Der Hauptsitz der GRUBER Logistics GmbH wurde im Berichtsjahr nach Paderborn verlegt. Die Gesellschaft ist in das Handelsregister HRB Nr. 16540 beim Amtsgericht Paderborn eingetragen.

Der Jahresabschluss der GRUBER Logistics GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und des GmbH Gesetzes aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt unter Anwendung des § 266 Abs. 2 und 3 HGB.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt in EUR.

Nach den in § 267 Abs. 2 i.V.m. Abs. 4 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke werden ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anschaffungskosten beinhalten auch direkt zurechenbare Anschaffungsnebenkosten.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet, und sofern sie der Abnutzung unterlagen, wurden sie um planmäßige Abschreibungen vermindert. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Sachanlagen werden entsprechend ihrer betrieblichen Nutzungsdauer zwischen 2 und 22 Jahren abgeschrieben.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Anschaffungskosten beweglicher Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Wert von € 250,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 aber nicht mehr als € 1.000,00 wurde ein Sammelposten gebildet und linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten mit der "FIFO"-Methode angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nominalbetrag angesetzt. Zweifelhafte Forderungen sind durch Absetzung von Einzelwertberichtigungen mit ihrem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1,0 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennbeträgen angesetzt.

Aktive latente Steuern werden sinngemäß § 274 HGB berücksichtigt.

Innerhalb der Rechnungsabgrenzungsposten wurden Vorauszahlungen für künftige Zeiträume zeitanteilig abgegrenzt.

Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennbetrag angesetzt.

Steuerrückstellungen wurden unter Berücksichtigung der geleisteten Vorauszahlungen in Höhe der zu erwartenden Nachzahlungen gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags.

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu Erfüllungsbeträgen.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst.

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs zur Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang (Anlagespiegel) dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Restlaufzeiten und Zugehörigkeitsvermerke der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.394 11.789
fällig < 1 Jahr 12.394 11.789
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 2.574 12.249
davon aus Lieferungen und Leistungen 1.091 650
davon gegenüber Gesellschaftern 606 347
davon gegenüber der Tochtergesellschaft 1.483 11.599
fällig < 1 Jahr 2.574 11.599
Sonstige Vermögensgegenstände 1.231 1.053
fällig > 1 Jahr 151 151
fällig < 1 Jahr 1.079 903

Das im Vorjahr gewährte Darlehen über T€ 10.000 an die Universal Transport Group GmbH wurde an die Tochtergesellschaft abgetreten und in die Kapitalrücklage eingelegt.

3. Aktive latente Steuern

Gemäß § 268 Abs. 8 HGB resultiert aus der Bilanzierung aktiver latenter Steuern in voller Höhe eine Ausschüttungssperre.

Die aktiven latenten Steuern wurden in voller Höhe auf bestehende Verlustvorträge gebildet. Zur Berechnung der aktiven latenten Steuern wurde der aktuelle Unternehmenssteuersatz herangezogen. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich keine Veränderungen ergeben.

4. Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt zum 31. Dezember 2023 unverändert T€ 1.000 (VJ T€ 1.000).

Die Kapitalrücklage beinhaltet sonstige Zuzahlungen der Gesellschafterin gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Zur Stärkung des Eigenkapitals hat die GRUBER Logistics SPA im Geschäftsjahr T€ 2.500 der Kapitalrücklage zugeführt.

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Sonstige Rückstellungen 1.719 1.287
für ausstehende Rechnungen 470 436
für Personalaufwand 397 143
für Aufbewahrungspflicht 34 35
für Rechts- und Beratungskosten 34 35
für Sonstiges 784 638

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 stellen sich wie folgt dar:

Verbindlichkeiten zum 31.12. Gesamt Restlaufzeit < 1 Jahr Restlaufzeit > 1 Jahr davon > 5 Jahre
in T€ 2023 2022 2023 2022 2023 2022 2023 2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.757 2.202 1.757 2.202 - - - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.304 3.846 5.304 3.846 - - - -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 16.814 15.840 16.814 15.840 - - - -
davon aus Lieferungen und Leistungen 2.936 1.189 2.936 1.189 - - - -
davon gegenüber Gesellschafter 10.178 12.236 10.178 12.236 - - - -
Sonstige Verbindlichkeiten 1.599 1.562 1.395 1.162 204 400 - -
davon aus Steuern 548 416 548 - - - -
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 5 0 5 - - - -
Summe 25.474 23.450 25.270 23.050 204 400 - -

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin reduzierten sich im Berichtsjahr um T€ 2.058 auf T€ 10.178 (VJ T€ 12.236). Ein Teilbetrag von T€ 2.500 aus einem Darlehen mit Nominalvolumen in Höhe von T€ 10.000 wurde der Kapitalrücklage zugeführt. Gegenläufig wurden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 2.278 sowie Verbindlichkeiten aus einem kurzfristigen Darlehen dem T€ 10.000 Darlehen zu geführt. Die aus Geschäftsvorfällen mit der Gesellschafterin resultierenden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich zum Stichtag auf T€ 0 (VJ T€ 336).

Zur Stärkung der Liquidität erhielt die GRUBER Logistics GmbH ein Darlehen über T€ 350 aus der GRUBER Gruppe.

Zum 31. Dezember 2023 verfügte die Gesellschaft über eine Bankkreditlinie über T€ 3.000 (VJ T€ 3.000), davon waren zum Bilanzstichtag T€ 1.757 (VJ T€ 2.202) genutzt. Die Kreditlinie ist durch eine Forderungsglobalzession gesichert.

Weitere durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesicherte und bilanzierte sonstige Verbindlichkeiten betragen T€ 400 (VJ T€ 716) und beziehen sich auf Mietkauffinanzierungen für Fahrzeuge.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die GRUBER Logistics GmbH erbringt überwiegend Dienstleistungen in den Bereichen Transport- und Lagerlogistik. Den größten Anteil an den Umsatzerlösen generierte mit 52% der Bereich FTL "Full Truck Load". Etwa 28% des Umsatzes stammen aus der Business Unit ODC, Schwerlast. Jeweils 9% wurde durch die Lagerlogistik und der Bereich Kühltransporte erwirtschaftet. Ein geringfügiger Anteil von 2% stammt aus Vermietung von Fahrzeugen und der Administration.

Bei der geographischen Einteilung der Umsatzerlöse wurden 67% der Gesamterlöse im Inland erwirtschaftet. Etwa 26% stammen aus Geschäftsbeziehungen mit im EU-Gebiet ansässigen Kunden und rund 7% mit Kunden außerhalb der Europäischen Union.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 250 (VJ T€ 181) sowie aus der Veräußerung von Gegenständen des Sachanlagevermögens in Höhe von T€ 169 (VJ T€ 35).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendung aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von T€ 2 (VJ T€ 2) sowie periodenfremde Aufwendungen aus Rechnungen, die jeweils im Vorjahr bezogene Lieferungen und Leistungen betreffen, in Höhe von T€ 334 (VJ T€ 163).

V. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2023 beläuft sich der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen auf T€ 3.735 (VJ T€ 4.871).

2. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag keine Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten.

3. Anteilsbesitz und Gewinnabführungsvertrag

Es besteht zwischen der GRUBER Logistics GmbH und der einzigen Tochtergesellschaft der Universal Transport Group GmbH ein Ergebnisabführungsvertrag. Dieser Ergebnisabführungsvertrag wurde auf fünf Zeitjahre geschlossen und setzt sich danach auf unbestimmte Zeit fort, sofern er nicht unter Beachtung der Mindestvertragsdauer mit einer Frist von einem Monat schriftlich gekündigt wird. Es werden 100% der Anteile an der Universal Transport Group GmbH gehalten. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 T€ 10.025.

4. Mitarbeiter

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 96 81
Angestellte 82 78
Summe 178 159

5. Geschäftsführung

Die Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023

Martin Gruber, Dipl. Kaufmann

Michael Gruber, Kaufmann

Hans-Ludger Körner, Kaufmann (seit dem 28.04.2023)

Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt. Auf eine Angabe der Geschäftsführer Bezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

6. Konzernabschluss

Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der GRUBER Logistics AG/SpA, Auer/Italien. Die Muttergesellschaft wird als Tochterunternehmen in die Konzernabschlüsse der GRUBER Invest GmbH, Auer/Italien (kleinster Konsolidierungskreis) und GRUBER Logistics Holding GmbH/Srl, Auer/Italien (größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Die Konzernabschlüsse werden bei der Handelskammer in Bozen/Italien veröffentlicht. Die Gesellschaft ist gem. § 291 Abs. 1 HGB von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit.

7. Abschlussprüferhonorar

Das Honorar des Abschlussprüfers beläuft sich auf 24.000,00 €.

8. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführer schlagen der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag von 2.018.510,73 € auf neue Rechnung vorzutragen.

VI. Nachtragsbericht

Zur Sicherung der Unternehmensfortführung hat die GRUBER Logistics S.p.A., Auer/Italien, mit Datum vom 30. September 2024 eine bis zum 31. Dezember 2025 befristete harte Patronatserklärung ausgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

Historische Anschaffungs- /Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugang Abgang Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 310.997,45 0,00 0,00 310.997,45
2. Geschäfts- oder Firmenwert 518.622,03 0,00 0,00 518.622,03
829.619,48 0,00 0,00 829.619,48
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 340.182,84 6.764,20 1.937,70 345.009,34
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.813.965,31 2.155.630,94 454.906,40 6.514.689,85
5.154.148,15 2.162.395,14 456.844,10 6.859.699,19
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 10.000.000,00 25.000,00 10.025.000,00
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1.753,39 0,00 0,00 1.753,39
51.753,39 .10.000.000,00 25.000,00 10.026.753,39
6.035.521,02 12.162.395,14 481.844,10 17.716.072,06
kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Zugang Abgang Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 310.408,45 440,00 0,00 310.848,45
2. Geschäfts- oder Firmenwert 518.621,53 0,00 0,00 518.621,53
829.029,98 440,00 0,00 829.469,98
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 228.525,84 31.456,20 296,70 259.685,34
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.359.126,81 634.799,44 418.625,40 3.575.300,85
3.587.652,65 666.255.64 4.18.922,10 3.834.986,19
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
4.416.682,63 666.695,64 418.922,10 4.664.456,17
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 149,00 589,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,50 0,50
149,50 589,50
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 85.324,00 111.657,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.939.389,00 1.454.838,50
3.024.713,00 1.566.495,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.025.000,00 50.000,00
2. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1.753,39 1.753,39
10.026.753,39 51.753,39
13.051.615,89 1.618.838,39

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A Grundlagen der Gesellschaft

Das Hauptgeschäft der GRUBER Logistics GmbH liegt in den Bereichen Spezialverkehre (XTL), sowie internationale Spedition (FTL) und Prozess- und Produktionslogistik (LOX). Zu den Kunden unseres Hauses zählen vor allem Industriebetriebe aus diversen Branchen, die in ihren Segmenten zu den führenden Marktteilnehmern gehören. *

Der Hauptsitz der Gesellschaft wurde im Berichtsjahr nach Paderborn (NRW) verlegt, Niederlassungen befinden sich in Kreuztal, München, Nürnberg, Limbach-Oberfrohna bei Chemnitz und Gladbeck. Hinzugekommen sind im Geschäftsjahr zwei Standorte in Berlin. Der Standort Bochum wurde zum 30.06.2024 geschlossen.

Die Muttergesellschaft der GRUBER Logistics GmbH ist die GRUBER Logistics A.G., mit Sitz in Auer, Italien, welche wiederum im Konzern der GRUBER Invest SPA mit Sitz in Auer, Italien, eingebunden ist.

B Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die weltwirtschaftliche Entwicklung blieb im Geschäftsjahr 2023 weiter gedämpft. Nach wie vor war das Jahr von den Auswirkungen des Ukraine-Kriegs, der Inflation sowie geopolitischen Spannungen und Krisen geprägt. Eine schwache Industrieproduktion und ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen trugen dazu bei, dass die Wirtschaft insgesamt an Dynamik verlor. Auch die deutsche Wirtschaft stagnierte im gesamten Jahresverlauf. Vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise schwächten die Wirtschaft. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt sank im Vergleich zum Vorjahr um 0,3%.

Die verschiedenen Wirtschaftsbereiche entwickelten sich im Jahr 2023 sehr unterschiedlich. Das Baugewerbe erfuhr eine geringfügig positive Entwicklung um 0,2%. Neben den schlechten Finanzierungsbedingungen wirkten sich die weiterhin hohen Baukosten und der anhaltende Fachkräftemangel negativ auf den Bereich aus. Das produzierende Gewerbe erfuhr einen deutlichen Rückgang um 2,0%.

Die meisten Dienstleistungsbereiche stützten die deutsche Wirtschaft merklich. Zwar fiel das Wachstum schwächer aus als noch in den vorherigen Jahren, dennoch konnte die Branche ihre wirtschaftlichen Aktivitäten erneut ausweiten. Der Bereich Information und Kommunikation erfuhr mit +2,5% den größten Zuwachs. Der Bereich Erziehung und Gesundheit stieg um 1,0% und die Unternehmensdienstleister wuchsen um 0,3%. Einen leichten Rückgang erfuhr der Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0%), was vor allem in der sinkenden Kaufkraft im Groß- und Einzelhandel begründet liegt.

Durch hohe Verbraucherpreise nahmen die privaten Konsumausgaben im Berichtsjahr deutlich ab. Auch der Staat reduzierte seine Konsumausgaben um 1,7% im Vergleich zum Vorjahr. Der Wegfall der staatlich finanzierten Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen trug maßgeblich zu dieser Entwicklung bei.

Die Bauinvestitionen sanken im Berichtsjahr um 2,1%. Leicht positive Effekte kamen unter anderem aus dem energetischen Sanierungssektor. In Ausrüstungen wie Maschinen, Geräte und Fahrzeuge wurde deutlich stärker investiert, die Wirtschaftsleistung stieg um 3,0%. Vor allem der Zuwachs an PKW-Neuzulassungen trug zu dieser Entwicklung bei.

Auch der Außenhandel erfuhr durch die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und einer schwachen inländischen Nachfrage einen Dämpfer. Trotz sinkender Preise erfuhr der Bereich einen Rückgang, bei dem die Importe mit - 3,0% deutlich stärker sanken als die Exporte (-1,8%).

II. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses

Der Bereich Transport und Logistik stand in den vergangenen drei Jahren vor großen Herausforderungen, die es zuvor in keinem vergleichbaren Ausmaß gab. Experten prognostizierten für 2023 zwar, dass sich die Lage leicht entspannen würde, dennoch sei eine Rückkehr zum "Normalzustand" noch nicht in Sicht.

Der anhaltende Ukraine-Krieg, die Inflation sowie die schwierige geopolitische Situation bildeten weiterhin einige Unsicherheitsfaktoren für das Jahr 2023. Die schwache Dynamik des produzierenden Gewerbes, sowie weiterhin hohe Rohstoff- und Energiepreise nahmen großen Einfluss auf die Transport- und Logistikbranche.

Die Verluste des Geschäftsjahres sind vorwiegend auf eine hohe Fixkostenstruktur bei einer geringeren Auslastung zurückzuführen. Der anhaltende Fachkräftemangel und Anlaufkosten in den neu geöffneten Standorten führten ebenfalls dazu, dass die Budgetziele insgesamt nicht erreicht werden konnten.

Der Bereich Lagerlogistik steht weiterhin im Fokus der Geschäftsleitung. Im Geschäftsjahr konnten wir die Performance eines Lagers in NRW verbessern. Wir konnten die internen Prozesse verbessern und den Marktansatz ausbauen, wodurch sich die die Auslastung und die Effizienz erhöhten.

Insgesamt schätzen wir den Geschäftsverlauf trotz der erwirtschafteten Verluste unter Berücksichtigung der besonderen wirtschaftlichen Umstände als befriedigend ein. Der unverändert angespannten konjunkturellen Gesamtlage wird durch signifikante Kostensenkungen begegnet. Unter anderem wird in 2024 eine Verkleinerung der Flotte um je 20 Zugmaschinen und Trailer aus dem Bereich Full Truck Load, 28 Kühlanhänger sowie 9 Fahrzeuge aus der Business Unit Overdimensional Cargo erfolgen. Korrelierend zur Reduktion der Flottenkosten verringern sich Personalaufwand sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen infolge eines angepassten Fahrerbestands um circa T€ 110 pro Monat. Durch die Schließung des Logistikstandorts Bochum wird die Fixkostenstruktur um etwa T€ 49 pro Monat entlastet. Weitere Einsparungen ergeben sich aus der Reduzierung des Standorts München. Im Bereich der sonstigen operativen Kosten konnten Einsparungen durch den vermehrten Einsatz von Videokonferenzen oder Tagesreisen ohne Übernachtungen erzielt werden. Die verbesserte Ausgangssituation lässt uns 2024 mit gemäßigtem Optimismus entgegensehen.

III. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens

1) Vermögenslage

Ein großer Teil des betriebsnotwendigen Anlagevermögens befindet sich im Eigentum des Unternehmens oder wird im Mietkauf erworben. Der Buchwert des Anlagevermögens beträgt zum Bilanzstichtag T€ 13.052 (VJ T€ 1.619).

Im Geschäftsjahr wurden insgesamt T€ 2.162 in neue Sachanlagen investiert. Vorrangig wurde in die Erweiterung des eigenen Fuhrparks, sowie in den Ausbau der Business Unit Lagerlogistik und der neu eröffneten Standorte investiert.

Die Vorräte enthielten im Geschäftsjahr Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe i.H.v. T€ 80 (VJ T€ 119). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Stichtag T€ 12.394 und sind damit im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen.

Der Bestand an durchgeführten, aber nicht fakturierten Transporte beträgt per 31.12.2023 T€ 996 (VJ T€ 809) und hat sich zum Zeitpunkt der Berichtserstattung fast vollständig aufgelöst.

Im Geschäftsjahr wurde das an die Tochtergesellschaft Universal Transport Group GmbH gewährte Darlehen aus dem Vorjahr in voller Höhe (T€ 10.000) abgetreten und dort in die Kapitalrücklage eingestellt. Hierdurch hat sich der innerhalb der Finanzanlagen bilanzierte Beteiligungsbuchwert entsprechend erhöht.

Die GRUBER Logistics GmbH trägt Steuerverluste aus vergangenen Jahren vor. Aufgrund der erwarteten Verbesserung der Geschäftsentwicklung und der positiven Aussicht auf die Ergebnisse diverser Business Units, werden die im Jahr 2018 bilanzierten aktiven latente Steuern in Höhe von T€ 600 auf Verlustvorträge beibehalten.

Die GRUBER Logistics S.p.A. hat bestehende Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 2.500 abgetreten und in die Kapitalrücklagen eingestellt. Dieser positive Effekt auf das Eigenkapital wurde aufgrund des Jahresfehlbetrags (TEUR 2.019) zu großen Teilen kompensiert.

Während sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Berichtsjahr auf T€ 1.757 (VJ T€ 2.202) sowie die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft auf T€ 10.178 (VJ T€ 11.900) reduziert haben, sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Konzernunternehmen auf T€ 2.936 (VJ T€ 1.190) angestiegen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen T€ 1.599 (VJ T€ 1.131). Der Posten enthält im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Mietkaufverträgen mit einer Laufzeit zwischen 12 und 60 Monaten über T€ 400 (VJ T€ 716), sowie Steuerverbindlichkeiten in Höhe von T€ 548 (VJ T€ 415).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Stichtag T€ 5.303 (VJ T€ 3.846).

2) Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt aus dem operativen Cash-Flow, über Kontokorrentkreditrahmen sowie über Darlehen aus der GRUBER Gruppe.

Die kurzfristigen Forderungen sind im Berichtsjahr leicht gestiegen. Die liquiden Mittel betrugen zum Stichtag T€ 432 (VJ T€ 8).

Unverändert zum Vorjahr steht der Gesellschaft eine unbefristete Kontokorrentlinie von insgesamt T€ 3.000 zur Verfügung. Zum Stichtag war diese mit T€ 1.757 (VJ T€ 2.201) genutzt.

Zur Stärkung der Liquidität wurde der Gesellschaft im Berichtsjahr ein Darlehen über T€ 350 durch eine Gruppengesellschaft gewährt sowie Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 2.278 in ein Darlehen umgewidmet.

3) Ertragslage

Die Verschlechterung der Ertragslage, trotz eines um 13% gestiegenen Umsatzes, liegt in überproportionalen Kostenanstiegen begründet. Insbesondere konnten inflationsbedingte Anstiege bezogener Leistungen und RHB-Stoffe (+17%) nicht in vollem Umfang an Kunden mit langfristigen Verträgen weitergegeben werden. Auch im Bereich der sonstigen operativen Aufwendungen war ein überproportionaler Kostenanstieg (+14%) zu verzeichnen.

Der Kundenstamm konnte im Laufe des Jahres weiter ausgebaut werden. Es wurden insgesamt mehr als 3.000 Kunden bedient. Knapp 50% des Umsatzes wurde mit den dreißig umsatzstärksten Kunden erwirtschaftet und etwa 14% des Umsatzes wurde mit Gesellschaften der Unternehmensgruppe GRUBER Logistics generiert. Mit den gewichtigsten Kunden bestehen meist Rahmenverträge für mehrere Niederlassungen. Wir pflegen über die Geschäftsführung und über ein gut organisiertes Vertriebsnetz aktive Kundenbeziehungen. *

Die GRUBER Logistics GmbH hat mit der Tochtergesellschaft Universal Transport Group GmbH (ehemals GLB (DE) GmbH ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Aus diesem Vertrag wurden Gewinne aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von T€ 1.459 (VJ T€ 1.599) erfasst.

IV. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus im Wesentlichen auf der Betrachtung der Umsatzerlöse, des Unternehmensergebnisses vor Steuern sowie der Entwicklung der Liquiditätslage. Die Geschäftsleitung erhält monatlich Informationen über die Entwicklung dieser Indikatoren. Des Weiteren erfolgt eine permanente Betrachtung und Analyse der wesentlichen Kundenbeziehungen sowie der Performance der einzelnen Kostenstellen.

Als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren werden die Umsatzerlöse, die Bruttomarge sowie das Unternehmensergebnis vor Steuern angesehen.

C. Prognose, Chancen- und Risikobericht

I. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Die GRUBER Logistics GmbH als Teil der GRUBER Logistics Gruppe legt ihren Fokus auf die Bereiche Spezialverkehre und der Schwerlastlogistik und -spedition. Die Umsetzung der Kundenanforderungen in diesen Segmenten haben für unsere Gesellschaft oberste Priorität. * Die Erfüllung dieser Ansprüche wird auch zukünftig über einen hohen eigenen Personalanteil, gepaart mit eigenem Equipment sowie ausgewählten Leistungspartnern, dargestellt. Der Fokus für das Jahr 2024 liegt weiterhin sowohl im qualitativen Wachstum, einer strikten Kostenkontrolle, als auch in der Steigerung der Ertragslage. Darüber hinaus kommt dem Working Capital Management eine herausgehobene Stellung zu, um die Bilanzstruktur zu stärken.

II. Chancen und Risikobericht

1) Risikobericht

Nach wie vor ist ein starker Preisdruck auf die Frachtraten zu verspüren. Die Gewinnung neuer Frächter gestaltet sich durch die anhaltenden, weltweiten Krisen zunehmend schwieriger. Steigende Energiepreise und der anhaltenden Fahrermangel schadet vielen Unternehmen in der Wettbewerbsfähigkeit im europäischen Straßengüterverkehr.

Wichtige Themen für das Speditions- und Transportgewerbe bleiben in den nächsten Jahren die Generierung von adäquatem Fachpersonal, um die sehr hohen Anforderungen der verladenden Industrie erfüllen zu können. Durch attraktive Rahmenbedingungen wird unser Gewerbe in der Lage sein, gutes Personal auch langfristig zu binden. Die Verlagerung der Waren von der Straße auf die Schiene, selbstfahrende Fahrzeuge und schadstoffärmere Technologien und Treibstoffe bieten weitere Chancen für die Entwicklung in den kommenden Jahren.

Die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken ist das Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft. Es wird grundsätzlich eine konservative Risikopolitik verfolgt. Fahrzeugfinanzierungen werden auf etwa 2/3 ihrer Lebensdauer ausgelegt. Zugmaschinen werden größtenteils vollständig gemietet. Zur Reduzierung des Zinsrisikos werden Fahrzeugfinanzierungen in der Regel zum festen Zinssatz abgeschlossen.

So rapide wie in den letzten eineinhalb Jahren sind die Leitzinsen in Europa wohl noch nie gestiegen. Wie sich die Zinsen in 2024 weiterentwickeln, lässt sich nicht seriös prognostizieren. Die Geschäftsführung beobachtet aktiv die Veränderungen am Finanzmarkt, um rechtzeitig durch geeignete Maßnahmen auf potenzielle Risiken reagieren zu können.

Grundsätzlich besteht das Risiko von Forderungsausfällen. Jeder Kunde wird anfänglichen und laufenden Bonitätsprüfungen unterzogen und nur innerhalb des festgelegten Kreditrahmens bedient. Ein Teil der Kunden ist seit Jahren mit unserem Unternehmen verbunden. Geschäfte an sogenannten Spotmärkten werden nur gelegentlich getätigt. Wir betreiben ein aktives Forderungsmanagement und stützen uns dabei auch auf Inkassobüros und Fachanwälte.

Durch die Kombination des eigenen Fuhrparks und den Einsatz von Drittfrächtern sowie der Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen im Konzernverbund, können wir auch im Falle eines Markteinbruchs davon ausgehen, dass der eigene Fuhrpark und somit die Fixkostenstruktur ausgelastet bleibt.

Aufgrund der äußerst geringen Bewegungen in Fremdwährung kann das Wechselkursrisiko als vernachlässigbar eingestuft werden.

Veränderungen des Treibstoffpreises können größtenteils auf den Kunden übertragen werden. In längerfristigen Verträgen sorgt die Indexierung des Treibstoffpreises für die Weitergabe dieses Risiko an unseren Kunden. Bei kurzfristigen sog. "Spot"-Verträgen fließt der aktuelle Marktpreis direkt in die Angebotskalkulation ein. Der steile Anstieg der Treibstoffpreise im Geschäftsjahr hat zu einer teilweisen Überarbeitung der Verträge veranlasst, vor allem, was die vertragliche Verzögerung der Preisanpassungen betrifft.

Aus nachhaltig negativen operativen Ergebnissen kann sich ein bestandsgefährdendes Risiko in Bezug auf die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft ergeben. Neben der bestehenden Bankkreditlinie wird daran gearbeitet noch im Geschäftsjahr 2024 eine Factoringvereinbarung abzuschließen. Daneben hat die Muttergesellschaft GRUBER Logistics S.p.A. eine bis zum 31. Dezember 2025 unkündbare harte Patronatserklärung ausgestellt.

2) Chancenbericht

Die letzten Jahre haben in einigen Ländern tiefe Einschnitte hinterlassen, die uns bekannte Normalität für den Straßengüterverkehr hat sich grundlegend verändert. Trotz der nun anstehenden Neuerungen steht die Geschäftsführung den Entwicklungen im Transportbereich optimistisch gegenüber. Das Güteraufkommen und die Güterverkehrsleistung werden aus heutiger Sicht in den nächsten Jahren wieder ansteigen. Es besteht nach wie vor die Chance, zu agieren und zu investieren, um sich den neuen Gegebenheiten anzupassen. Digitalisierung und Nachhaltigkeit stehen bei uns weiterhin als grundlegende Elemente im Vordergrund.

Wir möchten in den kommenden zwei Jahren die Dekarbonisierung unseres Fuhrparks fortsetzen und unsere Flotte um zusätzliche E-LKWs erweitern. Unser Ziel ist es, die nachhaltigste Fahrzeugflotte in Europa zu schaffen und wir beschäftigen uns intensiv mit der Frage, welcher nachhaltigere Kraftstoff schon jetzt eine Alternative zum Dieselantrieb darstellt. Für die Zukunft setzen wir auf verschiedene Lösungen, die von umweltfreundlicheren Kraftstoffen über elektrische Lösungen bis hin zum Einsatz von Wasserstoff reichen werden.

Wir verfügen selbst und in der Gruppe über eine Vielzahl an Zertifizierungen und Referenzen. Die proaktive Vermarktung unserer Alleinstellungsmerkmale für XTL-Transporte und -logistik, das nun deutlich erweiterte Netzwerk der Gruppe GRUBER Logistics in Europa und an verschiedenen europäischen Häfen an der Nordsee und am Mittelmeer, sowie der Zugriff auf ein internationales Netzwerk qualifizierter Partner machen uns zum attraktiven Geschäftspartner für den produzierenden Mittelstand in Deutschland und Europa.

Durch die Übernahme der Universal Transport Gruppe konnten wir das Produktportfolio ausweiten. Durch wettbewerbsfähigere Preise und ein Produktsortiment, das Transportlösungen für alle wesentlichen Bereiche in der Schwerlastlogistik abdeckt, eröffnen wir wechselseitig den Zugang zu stark wachsenden Kundensegmenten. Die geografische Ergänzung stärkt zusätzlich unsere Marktpräsenz. Durch den Zusammenschluss konnten wir Mitarbeiter, die über ein entsprechendes, technisches Know-How verfügen hinzugewinnen, was im Hinblick auf den Fachkräftemangel in der Branche ein wesentliches Element darstellt. Wir erhöhen die Attraktivität bei bestehenden und potenziellen Großkunden und ermöglichen die Erschließung signifikanter, neuer Geschäftsfelder.

Durch den Einsatz von individuellen Leistungskennzahlen in den operativen Abteilungen schaffen wir eine hohe Transparenz, die es uns erlaubt Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Mit einem funktionierenden Netzwerk aus Erfahrung und hoher fachlicher Kompetenz sind wir in der Lage auch auf kurzfristige Veränderungen am Markt bestmöglich zu reagieren. *

Auch im administrativen Bereich schaffen wir durch die Anwendung moderner und digitaler Prozesse eine Steigerung der Effizienz und nutzen Kosteneinsparungspotenziale. Die effiziente Prozessgestaltung durch Auslastung des unternehmenseigenen Shared Service Centers in Oradea, Rumänien, soll weiter ausgebaut werden.

Im Rahmen der Wachstumsstrategie und der generellen Unternehmensausrichtung ist der Logistikstandort Deutschland weiterhin von essenzieller Bedeutung. Eine starke Präsenz in Deutschland unterstützt zusätzlich die Expansion in andere europäische Länder.

III. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir in einigen Bereichen mit einem leichten Umsatzwachstum. Durch eine Restrukturierung der Gruppengesellschaften im nicht-operativen Bereich erwarten wir zudem eine leichte Verbesserung der Ertragslage. Zudem versprechen wir uns durch verschiedene Restrukturierungsmaßnahmen eine wesentliche Kostenreduzierung und infolgedessen eine deutliche Verbesserung des Ergebnisses vor Steuern.

* Gekennzeichnete Aussagen sind ungeprüft.

E. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks und Schlussbemerkung

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 (Anlagen 2 bis 4) und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 (Anlage 5) der GRUBER Logistics GmbH, Paderborn, unter dem Datum vom 02. Oktober 2024 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben wird:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die GRUBER Logistics GmbH, Paderborn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GRUBER Logistics GmbH, Paderborn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GRUBER Logistics GmbH, Paderborn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. "

Den vorstehenden Bericht über unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der GRUBER Logistics GmbH, Paderborn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften. Dem Prüfungsbericht liegen die "Grundsätze ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten" (IDW PS 450 n. F.) zu Grunde.

Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

 

Siegen, 02. Oktober 2024

8P Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. O. Jürgens, Wirtschaftsprüfer

Dipl.-Kfm./Dipl.-Vw. D. Neuhaus, Wirtschaftsprüfer

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