Moderne Informationssysteme B Abwicklungsgesellschaft mbH

Lise-Meitner-Straße 16, 89081 Ulm, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 3215
Vorher
AEG Gesellschaft für moderne Informationssysteme mbHBMG Gesellschaft für moderne Informationssysteme mbH
Eingetragen
13.12.1995
Branche
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von sonstigen InformationsdienstleistungenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Informationssystemen, insbesondere basierend auf LCD-Technologie

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Liebaug
seit 12.8.2015
Geschäftsführer
Peter Eugen Mack
seit 27.3.2006
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

28.60% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
C******** H*****Futura 11. Treuhand- und Verwaltungsgesellschaft mbH
14.32%
V****** E**** v** B****Futura 11. Treuhand- und Verwaltungsgesellschaft mbH
14.28%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Konzern- und Jahresabschlüsse

BMG Gesellschaft für moderne Informationssysteme mbH

(vormals: AEG Gesellschaft für moderne Informationssysteme mbH)

Ulm

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012

Lagebericht

A. Grundlage des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Zum 01.01.1996 nahm die heutige BMG MIS ihre Geschäftstätigkeit als GmbH auf.

Seit diesem Zeitpunkt wurden die Aktivitäten im Bereich Flüssigkristallanzeigen kontinuierlich erweitert und ausgebaut. Die Firma hat sich in diesem Zeitraum vom einfachen Glas- und Anzeigetafellieferant hin zum Systemlieferanten für komplexe Anzeigesysteme entwickelt. Die Aktivitäten als Systemlieferant, mit den Bereichen Softwareentwicklung, Softwareanbindung, Serviceleistungen und 24 Stundenhotline, gewinnen immer mehr an Bedeutung und tragen wesentlich zur Marktdurchdringung bei.

2. Forschung und Entwicklung

Der Bereich Forschung und Entwicklung ist mit 25 Personen ein sehr wichtiger und kostenintensiver Bereich. Hier werden sowohl die neuesten Hardwareentwicklungen als auch die Softwareentwicklungen durchgeführt. Dieser Bereich hat eine elementare Bedeutung, da ca. 1/3 des Jahresumsatzes mit neuen Produkten gemacht wird und dadurch auch auf der Zeitschiene ein erheblicher Wettbewerbsvorteil entsteht.

Durch die Schlagkräftigkeit dieses Bereiches ist es auch möglich sehr schnell auf neue Kundenwünsche einzugehen und auf diese zu reagieren.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Rahmenbedingungen im Jahr 2012 waren weiterhin bestimmt von der sehr schleppenden Entwicklung im ÖPNV-Markt. Dies gilt sowohl für den stationären als auch mobilen Bereich. Die Sparzwänge der öffentlichen Hand führten zur Streckung von Aufträgen, bis hin zur Nichtrealisierung geplanter Vorhaben. Auch die Investitionen der Bahn im Bereich Informations- und Anzeigetechnologie blieben stark hinter den Erwartungen zurück.

2. Geschäftsverlauf

Das Jahr 2012 war geprägt von mehreren einmaligen und sehr kostenintensiven Ereignissen, die auch in 2012 abgeschlossen werden konnten.

Im II. und III. Quartal wurde der Standort bereichsweise von der Söflingerstraße 100 in das neu errichtete Firmengebäude in der Lise-Meitner-Straße 16 verlegt. Hier waren sämtliche Mitarbeiter gefordert ihren Arbeitsplatz so vorzubereiten, dass dies logistisch optimiert durchgeführt werden konnte.

Die erheblichen Rückbaumaßnahmen wurden im Wesentlichen von beauftragen Fachfirmen ausgeführt. Auf Grund der schlechten Bausubstanz und der unterschiedlichsten Interessen gab es hier Verzögerungen und Kostensteigerungen.

Im September wurde dann die über das gesamte Jahr vorbereitete Namensänderung von AEG Gesellschaft für moderne Informationssysteme mbH in BMG Gesellschaft für modere Informationssysteme mbH durchgeführt. Dies war nötig, da zu diesem Zeitpunkt die Lizenz über die kostenlose Nutzung des Namens ausgelaufen ist.

Der Verlauf des operativen Geschäfts in 2012 war wieder unbefriedigend. Der Gesellschaft ist es wie bereits in den Vorjahren nicht gelungen, mit neuen Kunden und Produkten den fortgeschrittenen und durch öffentliche Fördermittel in Verbindung mit der Fußballweltmeisterschaft 2006 positiv beeinflussten Investitionszyklus bei der Deutschen Bahn sowie das erfolgreich realisierte Großprojekt Dubai (2007-2008) zu kompensieren.

3. Lage

a) Ertragslage

Das Ergebnis 2012 war erheblich durch einmalige Sondermaßnahmen belastet. Dies waren zum größten Teil der Umzug in die Lise-Meitner-Straße 16 und der notwendige Rückbau in der Söflingerstraße 100. Diese Kosten haben alleine zu ca. 20% zum negativen Jahresergebnis geführt, wobei hier nur die externen Kosten berücksichtigt wurden.

Ein weiterer Punkt für die negative Ertragslage war die durchgeführte Namensänderung, die auch erhebliche Mehraufwendungen zur Folge hatte. Diese Kosten sind im Wesentlichen in den Personalkosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

Die in 2012 eingeleiteten Personalmaßnahmen konnten das Jahresergebnis nicht mehr signifikant entlasten, sodass der Personalaufwand lediglich um 3% auf 8.432 TEuro zurückgegangen ist. Die Entlastungen werden in 2013 merklich zum Tragen kommen.

Die negative Ertragslage resultierte aus dem nicht erreichten Planumsatzziel von 30 Mio. €. Der erreichte Umsatz in 2012 führte incl. Sondermaßnahmen zu einem Negativergebnis in Höhe von 5,3 Mio. Euro.

Der nicht erzielte Planumsatz ist unter anderem auf die im Jahr 2012 weiterhin sehr schleppende Nachfrage öffentlicher Auftraggeber zurückzuführen.

Das Jahresergebnis hat sich daher gegenüber dem Vorjahr nicht verbessert.

b) Finanzlage

Die Finanzlage des Unternehmens ist unter Berücksichtigung der gewährten Kreditlinien stabil, obwohl die Einmaleffekte und die operativen Verluste im Jahr 2012 diese Position geschwächt haben. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Unsere Kapitalstruktur hat sich negativ entwickelt. Wesentlicher Anteil daran haben die Einmaleffekte (Standortwechsel, Umfirmierung) sowie die erwirtschafteten Ergebnisse aus dem operativen Unternehmensbereich. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute haben sich daher um rund 80% auf 9.011 TEuro erhöht.

Die wichtigsten Ziele des Finanzmanagements waren die Liquidität zu sichern sowie die Wechselkursrisiken zu minimieren. Die Liquiditätssicherung konnte durch die Sicherung der bestehenden Kredit- und Avallinien und der Aufnahme eines Zusatzkredites in Höhe von 1,6 Mio. Euro sichergestellt werden.

Unsere umfangreichen Investitionstätigkeiten sind abgeschlossen. Für die Zukunft sind lediglich Ersatzinvestitionen geplant.

Um die Finanzlage zu optimieren bzw. zu entlasten, wurden in 2012 Sale-and-Lease-Back- Transaktionen durchgeführt.

c) Vermögenslage

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verschlechtert. Die Struktur unserer Verbindlichkeiten ist durch eine deutliche Zunahme der Fremdfinanzierung geprägt. Die bilanzielle Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt 30 % und lag damit um 25-Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

Die Vermögenslage stellt sich auf Grund zeitlicher Einflüsse jedoch negativer dar, als sie tatsächlich ist. Dies ist in der sehr hohen Bilanzsumme begründet. Da die Abwicklung der Leasingverträge nicht mehr wie geplant in 2012 abgeschlossen werden konnten, hat dies zu einer Bilanzverlängerung in Höhe von 3,6 Mio. Euro geführt. Des Weiteren sind geplante und zugesagte Zahlungseingänge in Höhe von 1,2 Mio. Euro erst am 28.12.2012 mit Valuta 2.1.2013 eingegangen, was eine Bilanzverkürzung in dieser Größenordnung ebenfalls unmöglich machte.

In dem langfristig gebundenen Vermögen sind keine Betriebsgrundstücke sowie Gebäude enthalten. Diese werden gemietet. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte wurden nicht aktiviert.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die operativen Einheiten werden sowohl über strategische Vorgaben als auch über Kennzahlen gesteuert. Dazu gehören der Umsatz, die EBIT-Marge und der Cashflow.

Die EBIT-Marge berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, den Cashflow aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Dotierung (bzw. Auflösung) von Rückstellungen.

Der Cashflow beträgt -5.417 TEuro und ist damit um -1.429 TEuro geringer als im Vorjahr. Die negative Kennzahlenentwicklung ist im Wesentlichen auf die negative Entwicklung im operativen Bereich sowie auf die Einmaleffekte zurückzuführen.

Unsere wirtschaftliche Lage ist insgesamt als unbefriedigend zu bezeichnen.

C. Nachtragsbericht

Der Rückbau der gemieteten Räume in der Söflingerstraße 100 ist komplett abgeschlossen. Weitere Kosten hieraus sind nicht zu erwarten. Die Produktion am neuen Standort Lise-Meitner-Straße 16 ist bereits voll im Gange und es sind keine Komplikationen auf Grund der Verlagerung zu erwarten.

Nach Feststellung einer weiteren Negativabweichung im Forecast Anfang Dezember 2012 haben die beteiligten Finanziers die Verlängerung der vorhandenen Kreditlinien über den 31.12.2012 hinaus an die Bestätigung der Sanierungsfähigkeit der Gesellschaft durch einen geeigneten Sachverständigen geknüpft. Daraufhin hat die Geschäftsführung einen Sachverständigen beauftragt, ein Sanierungskonzept mit abschließender gutachterlicher Stellungnahme zur Sanierungsfähigkeit (Sanierungsgutachten) zu erstellen. Das Sanierungsgutachten wurde mit Datum vom 27. Februar 2013 fertiggestellt. Unter den im Gutachten genannten Anforderungen, also insbesondere dass die definierten Maßnahmen zur Verbesserung der Vertriebsleistung sowie zur Kostensenkung bei den Produkt- und Personalkosten und der Abbau von Lagerbeständen wie geplant umgesetzt werden können und die vorhandenen Kreditlinien (einschließlich Zusatzkredit) dem Unternehmen für den Sanierungszeitraum bis Ende 2014 weiterhin zur Verfügung stehen, wird die Sanierungsfähigkeit der Gesellschaft von dem Sachverständigen bestätigt.

Die in 2012 erfolgte Zusatzfinanzierung bei den Banken über 1,6 Mio. Euro war bis zum 31.03.2013 befristet. Die Verlängerung bis zum 31.12.2014 ist von den Banken in Aussicht gestellt, wobei weitere Bedingungen definiert wurden. Die derzeitigen Bankgespräche verlaufen positiv. Wir gehen daher von einer Aufrechterhaltung sämtlicher Kreditlinien aus.

D. Prognosebericht

Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens positiv. Für 2013 wird eine Gesamtleistung von 30 Mio. Euro geplant.

Eine strukturierte Analyse zum Jahresanfang 2013 hat fünf Marktsegemente herausgefiltert, die kurzfristig vertieft und in konkrete Aktionspläne überführt werden. Zusätzliche Potentiale liegen in der konsequenten Vermarktung der in den letzten drei Jahren entwickelten Softwarelösungen.

Im Markt ÖPNV wird für "Intelligent Transport Systems" (ITS) ein zweistelliges Wachstum prognostiziert sowie zunehmender Einsatz von on-board Computern. Die Gesellschaft wird sich weiter als technologisch führender Anbieter von energieeffizienten Informations- und Anzeigesystemen für den Außeneinsatz positionieren.

Die Reorganisation des Vertriebs und die Einstellung eines Vertriebsleiters sind kritisch für den mittelfristigen Erfolg der Restrukturierung. Weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Materialeffizienz und -produktivität sowie zum Abbau von Lagerbeständen ergänzen die Maßnahmen des Vertriebs.

Die Unternehmensplanung zeigt für 2013 ein deutlich positives EBIT von 2,2 Mio. Euro. Die Liquidität ist dabei gesichert. Bei einer Fortsetzung des positiven Trends im Auftragseingang sowie die Realisierung der Reserven im Betrieb wird in 2013 keine zusätzliche Finanzierung benötigt.

Eine Vorausschau auf die Jahre 2014 und 2015 zeigt bei Realisierung der identifizierten und bearbeiteten Marktpotentiale neue nachhaltige Profitabilität.

Die prognostizierte positive Geschäftsentwicklung und die Sanierungsfähigkeit der Gesellschaft sind abhängig von der Aufrechterhaltung der von den Banken gewährten Kreditlinien.

E. Chancen- und Risiken

1. Risikobericht

Nachfolgend werden die wesentlichen Risiken beschrieben, die nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben könnten.

Branchenspezifische Risiken

Die Nachfrage nach unseren Produkten ist abhängig von dem Investitionsverhalten im ÖPNV-Markt sowie den Investitionen der in- und ausländischen Bahnen. Es können sich aufgrund der europäischen Turbulenzen auf den Finanzmärkten und einer damit eventuell einhergehenden Investitionszurückhaltung erhebliche Umsatz- und Ergebnisrisiken ergeben.

Ein Teil der Geschäftstätigkeit von BMG MIS ist erheblich von politischen Entscheidungen abhängig, die maßgeblich sind für die Vergabe von Finanzmitteln an öffentliche Auftraggeber und Kunden. Vor dem Hintergrund des gegenwärtig in zahlreichen europäischen Staaten bestehenden Konsolidierungsdrucks öffentlicher Haushalte und rückläufiger Steuereinnahmen könnten Verzögerungen oder Streichungen von Investitionsvorhaben und Fördergeldern die Auftragsvergabe der öffentlichen Hand und damit auch die Geschäftsentwicklung von BMG MIS negativ beeinträchtigen.

Produktspezifische Risiken

Die von der Gesellschaft vertriebenen Produkte unterliegen einer stetigen technologischen Entwicklung und unterschiedlichen Kundenanforderungen. Die Technologie der LCD-Anzeigen steht in ständiger Konkurrenz zu entsprechenden LED-Lösungen, woraus sich Absatzrisiken ergeben können.

Die Gesellschaft hat jedoch in den letzten Jahren hohe Entwicklungsaufwendungen in die Erweiterung ihrer Produktpalette investiert. Diese Erweiterungen betreffen vor allem auch die Technologien, die sich in den bearbeiteten, unterschiedlichen Marktsegmenten, verstärkt etabliert haben. Die LCD - Technik wurde durch die CHLCD - Technik erweitert und parallel dazu wurden auch Anwendungen in den Bereichen TFT und LED vorangetrieben und weiter ausgebaut. Gleichzeitig wird die zum Betrieb der technologisch unterschiedlichen Produkte notwendige Systemsoftware ständig weiter ausgebaut. Dadurch können Veränderungen bei den Kundenentscheidungen bezüglich der projektbezogenen, jeweiligen Technologie entgegengewirkt werden.

Risiken in Bezug auf das Sanierungskonzept

Das Sanierungskonzept der Gesellschaft enthält zukunftsgerichtete Informationen, die naturgemäß Unsicherheiten unterliegen. Die zukunftsgerichteten Informationen stützen sich dabei auf Schätzungen und die bisherige Geschäftsentwicklung. Auch wenn die für die Unternehmensplanung getroffenen Annahmen sich überwiegend bestätigen sollten, können die tatsächlichen Ereignisse zum Teil erheblich von der Planung abweichen, da andere vorhergesehene Ereignisse häufig nicht wie erwartet eintreten und oder aber unerwartete Ereignisse sich auf die Ergebnisse auswirken.

Ertragsorientierte Risiken

Die von der Gesellschaft adressierten Nischenmärkte entwickeln sich hinsichtlich der Wettbewerbsdynamik höchst unterschiedlich. Hieraus ergeben sich hohe Anforderungen an die Gesellschaft, um die jeweiligen Märkte erfolgreich und effizient zu bedienen. Die Pflege und der Ausbau der "Key Accounts" im Bereich Bahnen bleibt wesentliche Säule; die Erschließung neuer Märkte, d.h. ÖPNV und neue Anwendungen erfordert systematischen Vertriebseinsatz.

Die geplante positive Geschäftsentwicklung ist auch abhängig von der Realisierung zweier Schlüsselprojekte in Osteuropa und Asien. Die Vertragsverhandlungen sind sehr weit fortgeschritten, eine endgültige Vertragsunterzeichnung steht aber noch aus.

Die installierte Glasfertigung ist und bleibt wesentlicher Differenzierungsfaktor für den Marktauftritt. Sie sichert die notwendige Unabhängigkeit von Lieferanten sowie die hohe Produktqualität und erfüllt damit eine wesentliche Voraussetzung für die Positionierung als flexibler Premiumanbieter. Ihre Auslastung sowie die mittelfristige Erfordernis einer Quersubventionierung bleiben daher eine zentrale Herausforderung.

BMG MIS muss seinen Kunden aufgrund der vertraglich vereinbarten Gewährleistungen teilweise eine Ersatzteilbevorratung zusichern. Dadurch entsteht ein hoher Lagerbestand. Hier könnte es über die regelmäßig vorgenommenen Abwertungen hinaus zu weiteren Wertberichtigungen des Vorratsvermögens kommen.

Der Hauptabsatzmarkt von BMG MIS liegt bislang in Deutschland und dem zentraleuropäischen Ausland. Eine geplante verstärkte Internationalisierung der geschäftlichen Aktivitäten in das weitere Ausland ist mit Risiken verbunden. Dazu zählen vor allem Unwägbarkeiten durch die in verschiedenen Ländern herrschenden wirtschaftlichen, rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen, Wechselkursrisiken sowie die Notwendigkeit der Einhaltung der jeweils geltenden technischen Normen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Liquiditätslage ist stabil. Engpässe sind insoweit zu erwarten, als es nicht gelingt, die gewährten Kreditlinien weiterhin aufrechtzuerhalten.

Zum 31.12.2012 wurde die definierte Finanzkennzahl "Mindest-Eigenmittelquote" (sog. Covenants) der geforderten Höhe nicht eingehalten. Es besteht das Risiko, dass der Kreditgeber von seinem Kündigungsrecht Gebrauch macht.

Es bestehen aufgrund von Geschäftstransaktionen in Schweizer Franken Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflussen könnten.

Die erfolgreiche Umsetzung der Maßnahmen im Vertrieb ist erfolgskritisch für die Restrukturierung und für das Wiedererlangen von Handlungsspielräumen.

2. Chancenbericht

Auf Grund des weltweiten Wachstums der Märkte im Bahnbereich legen wir verstärkt unsere Vertriebsaktivitäten auf diese Bereiche. Investitionen im Bereich ÖPNV sind ein regelmäßig eingesetztes Mittel der Politik, um die Konjunktur in Krisenzeiten zu stimulieren. Dies sorgte über die letzten Jahre für stabiles Wachstum im europäischen Markt.

Durch die Investitionen im Bereich Softwareentwicklung verfügt die Gesellschaft heute über ein relevantes Produktportfolio und -Knowhow für den ÖPNV/SPNV.

Die Gesellschaft produziert in neuen Produktionsanlagen auf dem aktuellsten technischen Stand und positioniert sich damit weiter als technologisch führender Anbieter von energieeffizienten Informations- und Anzeigesystemen für den Außeneinsatz. Die Gesellschaft besitzt eine hohe Technologie,- und Fertigungskompetenz im Bereich LCD mit hoher eigener Wertschöpfung.

Im Markt ÖPNV wird für "Intelligent Transport Systems" (ITS) ein zweistelliges Wachstum prognostiziert sowie zunehmender Einsatz von on-board Computern. Die Unternehmensplanung zeigt für 2013 ein deutlich positives EBIT von 2,2 Mio. Euro. Die Liquidität ist dabei gesichert. Bei einer Fortsetzung des positiven Trends im Auftragseingang sowie die Realisierung der Reserven im Betrieb wird in 2013 keine zusätzliche Finanzierung benötigt. Eine Vorausschau auf die Jahre 2014 und 2015 zeigt bei Realisierung der identifizierten und bearbeiteten Marktpotentiale neue nachhaltige Profitabilität. Diese positive Entwicklung wird ergänzt durch eruierte Einsparpotentiale bei Produkt- und Fertigungskosten.

Chancen werden ferner in den eigenentwickelten Softwarelösungen gesehen, die als zusätzliche eingenständige Produktlinien das Produktportfolio ergänzen. Durch Kooperationen und Vertriebspartnerschaften wird mit einer Erhöhung der Marktdurchdringung und internationalen Reichweite gerechnet.

3. Gesamtaussage

Die Fortführung der Geschäftstätigkeit der BMG MIS ist zwingend von der konzeptgemäßen Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen gemäß Sanierungsgutachten vom 27. Februar 2013 abhängig sowie davon, dass die bestehende Finanzierung fortgeführt wird und damit auch in Zukunft ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung stehen.

Bei einer Fortsetzung des positiven Trends im Auftragseingang sowie Realisierung der Reserven im Betrieb wird 2013 keine zusätzliche Liquidität benötigt.

F. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Um Risiken der Unternehmenstätigkeit erkennbar und einschätzbar zu machen wird ein Risikomanagement betrieben. Hierzu gehören Richtlinien, Ablaufpläne, Dokumente sowie interne Kontrollsysteme. Risiken werden dadurch nicht grundsätzlich ausgeschlossen, aber erkannt und wenn gewollt, bewusst eingegangen. Die Entscheidungen über Risikomanagement und eingehen von Risiken entscheidet die Geschäftsleitung.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

G. Bericht über Zweigniederlassungen

Auf Grund unseres wachsenden Marktes in der Schweiz, auch speziell im Hinblick auf die existierenden Serviceverträge wurde in 2012 eine Zweigniederlassung in Biel, Schweiz, gegründet.

 

Ulm, den 17.04.2013

Dr. Reiner Bayrle

Peter Mack

Bilanz

Aktiva

  31.12.2012
EUR
31.12.2011
EUR
A. Anlagevermögen 4.451.528,98 4.688.459,87
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 250.714,82 213.484,96
II. Sachanlagen 4.200.814,16 4.474.974,91
B. Umlaufvermögen 25.961.653,02 21.442.430,12
I. Vorräte 14.796.762,84 12.957.751,40
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.487.462,92 7.669.778,93
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.677.427,26 814.899,79
C. Rechnungsabgrenzungsposten 60.453,10 29.385,68
D. Aktive latente Steuern 2.415.000,00 986.000,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 32.888.635,10 27.146.275,67

Passiva

   
  31.12.2012
EUR
31.12.2011
EUR
A. Eigenkapital 9.946.477,61 15.272.426,53
I. gezeichnetes Kapital 2.600.000,00 2.600.000,00
II. Kapitalrücklage 9.795.265,46 9.795.265,46
III. Gewinnvortrag 2.877.161,07 7.795.141,39
IV. Jahresfehlbetrag 5.325.948,92 4.917.980,32
B. Rückstellungen 4.543.699,00 5.693.157,16
C. Verbindlichkeiten 18.398.458,49 6.180.691,98
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.011.223,47 5.000.000,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 9.387.235,02 1.180.691,98
Bilanzsumme, Summe Passiva 32.888.635,10 27.146.275,67

Gewinn- und Verlustrechnung

  1.1.2012 - 31.12.2012
EUR
1.1.2011 - 31.12.2011
EUR
1. Rohergebnis 19.221.839,16 16.043.082,33
2. Personalaufwand 8.432.183,73 8.727.326,18
a) Löhne und Gehälter 7.321.321,42 7.647.094,04
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.110.862,31 1.080.232,14
davon für Altersversorgung -24.082,00 -53.628,00
3. Abschreibungen 1.058.699,16 1.102.753,19
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.058.699,16 1.102.753,19
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 16.056.258,87 11.204.580,48
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 134.984,17 141.805,31
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.517,77 17.899,42
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 375.864,96 274.602,74
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -6.699.649,79 -5.248.280,84
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag -1.384.890,93 -339.000,00
a) Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern 1.429.000,00 339.000,00
9. sonstige Steuern 11.190,06 8.699,48
10. Jahresfehlbetrag 5.325.948,92 4.917.980,32

Anhang

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Größenabhängige Erleichterungen wurden in Anspruch genommen.

Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreszahlen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung angepasst.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Sachanlagen

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung bewertet. Grundlage für die planmäßige Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt bzw. auf den niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag abgeschrieben. Soweit einBörsen- oder Marktpreis nicht feststellbar ist, werden sie auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert abgeschrieben.

In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden hierbei nicht angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen sind zum Nennwert bilanziert. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert bewertet.

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem "Anwartschaftsbarwertverfahren" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die "Richttafeln 2005" von Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wird ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz von 5,07 % bei der Bewertung zugrunde gelegt. Eine Einkommenssteigerung von 2,75 % p.a., eine Anpassung der laufenden Renten von 1,75 % p.a. sowie eine Fluktuationsquote von 1,00 % p.a. sind eingerechnet.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und die Entwicklung der einzelnen Anlageposten mit ihren historischen Anschaffungskosten und den kumulierten Abschreibungen sind in einem Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den Forderungen haben 54 TEuro (Vorjahr: 0 TEuro) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Eigenkapital

Für das ausgewiesene Eigenkapital besteht eine Ausschüttungssperre auf die Aktivierung latenter Steuern in Höhe von 2.415 TEuro.

Rückstellungen

Die Pensionsrückstellung beinhaltet den Erfüllungsbetrag der Rückstellung. Der Rückstellungsbetrag ergibt sich aus dem Erfüllungsbetrag der Altersvorsorgeverpflichtungen in Höhe von 2.144 TEuro.

Verbindlichkeiten

      davon Restlaufzeit
  Gesamtbetrag bis 1 Jahr über 5 Jahre
  TEuro Gj. TEuro Vj. TEuro Gj. TEuro Vj. TEuro Gj. TEuro Vj.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.011 5.000 9.011 5.000 0 0
Übrige Verbindlichkeiten 9387 1181 9387 1181 0 0
  18.398 6.181 18.398 6.181 0 0

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 1.600 TEuro durch Globalzession gesichert.

In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 506 TEuro (Vorjahr: 0 TEuro) enthalten.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung gemäß § 256a HGB in Höhe von 55 TEuro enthalten.

In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung der Rückstellungen in Höhe von 146 TEuro (Vorjahr: 242 TEuro) enthalten.

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen von erheblicher Bedeutung sind nicht angefallen.

Haftungsverhältnisse

Die BMG Gesellschaft für moderne Informationssysteme mbH ist gegenüber der Sparkasse Ulm sowie der Commerzbank AG für die an die BMG MIS Immobilien GmbH ausgereichte Krediten durch Schuldbeitritt mitverpflichtet (Valuta 31.12.2012: 15.493 TEuro).

Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit der hier ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften wird aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering eingeschätzt. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen, liegen nicht vor.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31.12.2012 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen für das Gebäude Lise Meitner-Straße und weitere Büro- und Lagerräume in Höhe von 1.602 TEuro jährlich sowie aus Leasingverträgen zahlbar in 2013 (1.018 TEuro), in 2014 (1.001 TEuro) und in 2015 (970 TEuro).

Sonstige Angaben

Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 123 Arbeitnehmer beschäftigt .

Zum Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr Herr Dr. Reiner Bayrle, Dipl.-Physiker und Herr Peter Mack, Betriebswirt (VWA) bestellt. Weitere Angaben unterbleiben nach § 286 Abs. 4 HGB.

Angaben zur Ergebnisverwendung entfallen gemäß § 325 Abs. 1 Satz 4 HGB.

 

Ulm, den 17.04.2013

Dr. Reiner Bayrle

Peter Mack

Anlagespiegel

  Anschaffungskosten/Herstellungskosten
  Stand 01.01.2012
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Stand 31.12.2012
Euro
A. Anlagevermögen          
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
EDV-Software 953.240,38 70.490,41 16.317,13 76.837,50 1.084.251,16
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 953.240,38 70.490,41 16.317,13 76.837,50 1.084.251,16
II. Sachanlagen          
1. Bauten auf fremden Grundstücken 98.274,54 0,00 98.274,54 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.601.800,02 410.370,78 434.720,38 145.667,88 18.723.118,30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.903.168,91 603.612,54 379.389,32 26.971,40 6.154.363,53
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 466.836,98 0,00 217.360,20 -249.476,78 0,00
Summe Sachanlagen 25.070.080,45 1.013.983,32 1.129.744,44 -76.837,50 24.877.481,83
Summe Anlagevermögen 26.023.320,83 1.084.473,73 1.146.061,57 0,00 25.961.732,99
  Abschreibungen
  Stand 01.01.2012
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Stand 31.12.2012
Euro
A. Anlagevermögen          
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
EDV-Software 739.755,42 110.098,05 16.317,13 0,00 833.536,34
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 739.755,42 110.098,05 16.317,13 0,00 833.536,34
II. Sachanlagen          
1. Bauten auf fremden Grundstücken 98.274,54 0,00 98.274,54 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.990.089,37 344.433,33 434.420,78 0,00 15.900.101,92
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.506.741,63 604.167,78 334.343,66 0,00 4.776.565,75
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 20.595.105,54 948.601,11 867.038,98 0,00 20.676.667,67
Summe Anlagevermögen 21.334.860,96 1.058.699,16 883.356,11 0,00 21.510.204,01
  Zuschreibungen Buchwerte
  Geschäftsjahr
Euro
Stand 31.12.2012
Euro
Stand 31.12.2011
Euro
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
EDV-Software 0,00 250.714,82 213.484,96
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 250.714,82 213.484,96
II. Sachanlagen      
1. Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 2.823.016,38 2.611.710,65
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.377.797,78 1.396.427,28
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 466.836,98
Summe Sachanlagen 0,00 4.200.814,16 4.474.974,91
Summe Anlagevermögen 0,00 4.451.528,98 4.688.459,87

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 24.04.2013 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss haben wir am 19.04.2013 folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der BMG Gesellschaft für moderne Informationssysteme mbH, Ulm, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis 31.12.2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die im Lagebericht unter "E. Chancen- und Risiken" beschriebenen Risiken hin. Dort wird ausgeführt, dass die Fortführung der Geschäftstätigkeit der BMG Gesellschaft für moderne Informationssysteme mbH zwingend von der konzeptgemäßen Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen gemäß Sanierungsgutachten vom 27. Februar 2013 abhängig ist sowie davon, dass die Finanzierung fortgeführt wird und damit auch in Zukunft ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung stehen.

 

Ulm, den 19.04.2013

SP&P Treuhand GmbH & Co. KG
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